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Für Mensch und Natur
Die
NABU-Gruppe
Landau-Stadt
stellt sich vor
Dezember 2009, Sparkasse
verleiht Bürgerpreis für
Engagement im Umweltschutz
an Werner Kern >>>
Von der Frucht zum Saft
Herbstferienprogramm beim NABU Landau drehte sich rund um
das Thema Apfel
Bei schönstem
Herbstwetter tummelten sich im „Grünen Klassenzimmer“ des
NABU Landau drei Tage lang 35 begeisterte Kinder. Mit
Schule hatte das jedoch nichts zu tun. Im Vordergrund des
Herbstferienprogramms standen Spiel, Spaß und
Naturerlebnis.
Ingeborg Keller von
der Naturerlebnisschule hatte dieses Jahr ein buntes
Programm rund um das Thema Apfel zusammen gestellt: Nach
der reichen Ernte stellten die Kinder mit Hilfe einer
Mühle und einer Apfelpresse ihren eigenen Saft her. Bei
einer Rallye übten sie sich in Sachen Geschicklichkeit und
Teamgeist und erfuhren ganz nebenbei viel Wissenswertes
über die Bedeutung von alten Obstbäumen für die Natur. Und
währen die einen mit Naturmaterialien lustige
Apfelmännchen bastelten, bauten die anderen einen
Lebensturm für Igel, Wildbienen, und Vögel. Am letzten Tag
sorgte ein Chaosspiel für jede Menge Action und Bewegung.

Ingeborg Keller betreut die Kinder beim Basteln


Bau eines Lebensturms unter Anleitung von Horst Mantel

(Fotos: Carmen Schauroth)
Zum Abschluss wurde
am Grillplatz ein gemütliches Lagerfeuer angezündet. Die
selbst gebackenen Apfelküchlein und das Stockbrot
schmeckten besonders lecker.
Ingeborg Keller freut sich über die aktive Beteiligung der
Kinder an den Aktionen und das faire Miteinander:
„So ausgelassen und unbeschwert sich die Kinder auf der
Wiese bewegt haben, da nehmen sie viel Energie mit
in den kommenden Schulalltag.“
Die
Veranstalterinnen danken allen NABU-Aktiven und
Praktikantinnen für die tatkräftige Unterstützung.

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Biotopmanagement:
Streuobstwiese:
Was ist
Streuobst?
Im
Streuobstanbau vereinen sich Naturschutz und ökologische
Landnutzung
Streuobstbau bedeutet heute
Hochstamm-Obstbau ohne Verwendung synthetischer
Behandlungsmittel wie Pestiziden oder Mineraldünger. Ein
Obstbaum ist dann ein Hochstamm, wenn die ersten Äste
frühestens ab 1,80 Meter Höhe anfangen.
Charakteristisch am Streuobstbau ist
auch die Vielfalt der Obstarten und die noch viel größere
Vielfalt lokaler Obstsorten, mindestens 3000 alleine in
Deutschland. Streuobstwiesen bieten über 5000 Tierarten
eine Heimat. Der Streuobstbau ist in jeder Hinsicht das
Gegenteil des Plantagen-Obstbaus mit seinen Niederstämmen,
Monokulturen, hohem Mitteleinsatz im Pflanzenschutz und
geringer biologischer Vielfalt.

Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese des NABU Landau
in Mörzheim
Kräuterspirale:
Ein Fest für die Sinne
Einweihung der Kräuterspirale im St.
Paulusstift
Mit einem kleinen Fest weihten die Erzieherinnen
und Kinder des Förderkindergartens St. Paulusstift am vergangenen
Mittwoch die prächtige „Sinnesspirale“ ein, die sie im letzten Jahr
mit der NABU-Gruppe Landau-Stadt gemeinsam im Hof des Kindergartens
angelegt hatten. Projektleiterin Petra Dausch-Franz, Erzieherin und
selbst aktives Mitglied in der NABU-Gruppe Landau-Land, hatte diesen
Termin gewählt, „damit man auch sieht, was die Spirale so alles zu
bieten hat“! Tatsächlich standen Phacelia, Lupine und Lauch in voller
Blüte und verliehen dem Kräuterbeet eine überwiegend blau-violette
Note. „Das wird sich im Laufe des Jahres noch ändern, wenn nicht nur
Salbei und Thymian, sondern auch Königskerze und Stockrose ihre Pracht
entfalten“, so Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle im Mörzheimer
„Hirtenhaus“, die das Projekt vermittelt hat und vom Ergebnis
sichtlich beeindruckt war. Während die Kinder nicht nur die blühenden
Pflanzen bestaunten, sondern die Kräuter auch anfassten, an den
aromatischen Blättern rochen und dem Summen und Sirren von Bienen und
Schwebfliegen lauschten – ganz im Sinne der „Sinnessspirale“ –
tauschten sich die Erzieherinnen über die besten Rezepte aus und
nahmen sich vor, keine teuren Kräuter mehr im Supermarkt zu kaufen.
„Da kann man doch von hier einfach ein bisschen Petersilie oder
Thymian mitnehmen!“ Die meisten Kräutersamen und Stauden stammen aus
dem Kulturgarten der NABU-Gruppe Bellheim. Bevor die Kinder ein
Frühlingslied sangen und vor dem neuen Bauwerk ein Tänzchen
aufführten, dankte Petra Dausch-Franz allen Kollegen aus den eigenen
Reihen, den beteiligten Eltern und nicht zuletzt den Kindern, die die
Kräuter bereits fleißig gegossen haben in den letzten Wochen.
Stellvertretend für den NABU Landau-Stadt war Umweltpädagogin Ulrike
van der Bloemen gekommen, die mit der „Naturerlebnisschule“ bereits
mehrere Aktionen für den Kindergarten gestaltet hat. Gedankt wurde
auch den Abwesenden: Werner Kern, Vorsitzender des NABU Landau-Stadt,
Manuel Dünzl und Kathrin Neuhaus, die das Projekt „Sinnesspirale“ im
Rahmen ihres Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) beim NABU
durchgeführt haben sowie Andreas Hechinger vom Berufsbildungswerk in
Bad Dürkheim für den praktischen Schaukasten aus Holz, der über die
Inhalte der Kräuterspirale informiert.

Projekt Kräuterspirale der FÖJler Manuel Dünzl und Kathrin Neuhaus
(Foto: Manuel Dünzl)
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Die Einweihung der "Sinnesspirale" m Kindergarten "St. Paulusstift"
in Landau-Queichheim
(Foto: Nathalie Plum)

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Kinder & Jugend:

Kinder
bauen ein Weidentipi

Die
gebastelten Osterhasen

Kinder
beim Herbstferienprogramm mit geschnitzten Kürbissen

Teilnehmer des jährlich
statt findenden Internationalen Workcamps des NABU Landau.

Malwettbewerb beim NABU Landau - ein seltsames Geschöpf,
wie ein riesiges Insekt, stakste über die Wiese. Wer
kann es am besten malen?
(Fotos: Werner Kern)

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Öffentlichkeitsarbeit:
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Stand
des NABU Landau zum "Vogel des Jahres 2006 - der Kleiber"
in der
Fußgängerzone Landau
(Foto: Martina Gellrich)

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Politik:

Werner Kern erhält von
Bürgermeister Wolff den Umweltpreis der Stadt
Landau
(Foto: Klaus Pittner)

Wir
setzen uns für den Erhalt einer reich strukturierten
Kulturlandschaft ein.
(Foto:
Werner Kern)

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Eigene Produkte:
Obst:
Äpfel (auch alte Sorten), Birnen,
Mirabellen, Backpflaumen, Reineclauden, Trauben,
Streuobstwiesen, hauptsächlich in Mörzheim.
Freiwillige Erntehelfer können sich
eine Tüte voll Obst mitnehmen. Wenn Sie sich für den
nächsten Ernteeinsatz interessieren, werfen Sie einen
Blick auf die Jobbörse.
Regent
Rotwein:

Sorte
Regent,
biologischer
Anbau in eigenem Wingert in Mörzheim, schwerer,
vollmundiger Wein. Anbau der ersten Reben in
Zusammenarbeit mit Weingut Rummel. Abfüllung auf dem
Weingut Geißert, Brühlstr. 24 in Mörzheim
Gönnen Sie sich, Ihrer
Familie, Ihren Freunden einen tollen Genuss
Für Selbstabholer
Flasche
5 €, Kiste 60 €
(12 Flaschen)
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1 Karton mit 6
Flaschen Regent, trocken Euro 40,-
1 Karton mit 12 Flaschen
Regent, trocken Euro 70,-
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Regent, trocken Euro 100,-
Alle Preise inklusive Verpackung und Versand
Ihre
Bestellung an:
NABU
Landau
Brühlstraße 21
76829 Landau in
der Pfalz
Tel. 06341 / 31628,
Fax: 06341 / 3526,
e-mail:
Kontakt
-
Apfelsaft:
Früchte stammen von Streuobstwiesen in
Mörzheim und Umgebung, fruchtiger Saft mit leicht
säuerlicher Note.
Flasche 1,50 Euro +0,15 Euro Pfand je Flasche
Kiste 19,80 Euro (12 Flaschen)
inkl. Pfand
Ku-Ki 11,40 Euro (6 Flaschen) inkl. Pfand
Dieses Produkt
wird im Naturschutzzentrum Hirtenhaus direkt verkauft.
Es gibt keinen
Versandservice

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Aktive
des NABU Landau beim Pressen des Apfelsafts
(Foto:
Werner Kern)
Obstbrand:
Hirtenwässerle in den Sorten:
Apfel, Mirabelle, Kirsche,
Birne, Nuss oder Zwetschge je Flasche
6,- Euro
Williams Christ
je Flasche 7,- Euro
Dieses Produkt
wird im Naturschutzzentrum Hirtenhaus direkt verkauft.
Es gibt keinen
Versandservice

Blumensamen:
Bienenweide-Samen: Phacelia
(Bienenfreund), Gelbsenf, gelegentlich Nachtkerze
Nisthilfen:
Nisthilfen für Höhlenbrüter,
Fledermauskästen, Bienenhölzer.
Anleitungen zum Selberbauen gibt es in der Regionalstelle Hirtenhaus.

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NABU Landau weiter auf Erfolgskurs
Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Landau-Stadt
2008
„Business as usual“
im Naturschutz und neues Projekt in der Umweltbildung
Mit 2000
ehrenamtlichen Stunden pflegte der NABU Landau auch in 2007 wieder
Biotope und Obstbäume, erntete Äpfel und Wein und setzte sich im
Artenschutz für Amphibien und Vögel ein. Unterstützt wurde die Gruppe
dabei von zwei Teilnehmern des Freiwilligen Ökologischen Jahres. Die
Umweltbildung bleibt ein Schwerpunkt der Landauer Naturschützer.
Ingeborg Keller und Ulrike van der Bloemen bedienen mit ihrer
„Naturerlebnisschule“ die große Nachfrage von Schulen und
Kindergärten. Als neues außerschulisches Angebot kommt zu den üblichen
Ferienprogrammen das „Umweltdiplom für Kinder“ hinzu, das der NABU mit
ehrenamtlichen Referenten bestreitet und das bei den Familien auf
große Resonanz und viel Begeisterung stößt. Insbesondere in diesem
Projekt lobte der Vorsitzende Werner Kern die Zusammenarbeit mit
Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle, die die gesamte
Organisation des „Umweltdiploms“ übernimmt.
Neu ist neben der „großen NAJU“ auch die „kleine NAJU“ für Kinder von
6 bis 10 Jahren, die sich monatlich zur Entdeckung der Natur trifft.
Höhepunkte in
2007 waren das Spritspartraining mit einer großen
Klimaschutzausstellung in Speyer sowie der Besuch einer Delegation
japanischer Umweltschutzverbände im Hirtenhaus.
Politisch
beschäftigten den NABU vor allem die großen Verfahren wie der
vierspurige Ausbau der B10, die Ortsumgehung Bad Bergzabern und
diverse Flurbereinigungen.
Trotz leicht
sinkender Mitgliederzahlen ist der Vorstand zufrieden, da die
Haushaltslage sehr stabil ist. „Und das ist gut so, denn wir haben
noch viel vor“, so Werner Kern.
Zahlreiche
Exkursionen werden auch in diesem Jahr wieder angeboten; das Programm
ist im Hirtenhaus erhältlich. Beim 22. Internationalen Workcamp werden
Jugendliche aus Frankreich, Japan, Chile und Deutschland im Juli
wieder gemeinsam mit dem Forst wichtige Naturschutzarbeiten ausführen.
Im Anschluss
an die Versammlung – diesmal ohne Wahlen – informierte Ulf Janz die 36
Mitglieder mit einem Diavortrag über den Kuckuck, Vogel des Jahres
2008.
Als
Dankeschön für Mitstreiter und Mitglieder spendierte der NABU Landau
ein deftiges Mittagessen und führte Interessierte durch die Mörzheimer
Feldflur. Auch dabei kümmerte sich Werner Kern, der Patenschaften für
die Kindergärten „Wildtulpe“ in Mörzheim und „Zaubernuss“ in
Wollmesheim übernommen hat, besonders um die Kleinsten: „Sie sind
unsere Zukunft und werden den Naturschutz von morgen machen, wenn wir
ihnen zeigen, welche Vielfalt es bei uns zu erhalten gibt.“

Für ihr
langjähriges Engagement erhielten Ingrid Munzinger und Roland Metzger
(Mitte) von Werner Kern (links) die bronzene Ehrennadel; Inge Kern
(2.v.l.) und Horst Mantel (rechts) die silberne. (Foto: U. Janz)

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Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Landau-Stadt 2007
Aktiv für
Landschaft, Vogelwelt und Umweltbildung
Bei der diesjährigen
Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Landau-Stadt wurden positive
Bilanzen gezogen. In seinem Jahresbericht lobte der 1. Vorsitzende
Werner Kern den ehrenamtlichen Einsatz der Aktiven, die insgesamt über
2000 Stunden ableisteten. Nach dem Erfolg der Mitgliederwerbung hat
der NABU Landau aktuell 1150 Mitglieder. Höhepunkte in 2006 waren die
Verleihung des Umweltpreises der Stadt Landau an Werner Kern, die
Ernennung des Hirtenhauses zur offiziellen SchUR-Station (schulnahe
Umweltbildung Rheinland-Pfalz) durch Ministerin Doris Ahnen sowie der
Besuch des NABU-Präsidenten Olaf Tschimpke im Hirtenhaus. Das
SWR-Fernsehen drehte einen Bericht über die ausländischen Teilnehmer
des 20. Internationalen Workcamps. Das SWR-Radio berichtet über die
Schleiereulenberingung an der evangelischen Kirche in Mörzheim, die
der NABU gemeinsam mit der Universität Landau durchführte.
Wie in jedem Jahr pflegten die
Naturschützer diverse Biotope, retteten tausende von Erdkröten in
Mörzheim und Landau vor dem Verkehrstod, schrieben politische
Stellungnahmen, boten zahlreiche Exkursionen an, beteiligten sich am
„Ferienpass“ und schrieben einen Malwettbewerb für Kinder aus. Die
Gruppe nahm die Schenkung einer Streuobstwiese und eines alten
Weinbergs durch Mitglieder an und betreibt so weiterhin
Flächensicherung für den Naturschutz, eine ihrer satzungsgemäßen
Kernaufgaben.
Bildungsreferentin Inge Keller
berichtete, dass im Jahr 2006 über 2000 Kinder von 23 verschiedenen
Einrichtungen (Schulen, Kindergärten, Kirchen) aus Landau und den
Kreisen SÜW und GER an den Veranstaltungen der Naturerlebnisschule
teilgenommen haben.
Kassenwart Lutz Querfurth konnte
einen Überschuss für die Vereinskasse verzeichnen.
Nach 35 Jahren Engagement für die
Natur wurde Werner Kern für weitere 3 Jahre in seinem Amt als 1.
Vorsitzender des NABU Landau bestätigt. Stellvertretende Vorsitzende
bleibt Ingrid Munzinger, Schriftführer Horst Mantel und Kassenwart
Lutz Querfurth. Jürgen Elger, Martina Gellrich, Ulf Janz, Stefan Laux,
Roland Metzger und Klaus Pittner wurden in den erweiterten Vorstand
gewählt. Kassenprüferinnen sind Gisela Jester und Inge Kern.

______________________
Vorstand:
|
1.
Vorsitzender:
 |
Werner
Kern, Raiffeisenstr. 18, 76829 Landau
Tel.: 06341 / 30497, E-mail:
hirtenhaus@web.de |
|
2.
Vorsitzende: |
Ingrid Munzinger,
Burgenring 76, 76855 Annweiler
Tel.: 06346 / 7947 |
|
Schriftführer: |
Horst
Mantel, Burgenring 76, 76855 Annweiler
Tel.: 06346 / 7947 |
|
Kassenwart: |
Lutz
Querfurth,
Büro: 06321 / 891 165 |
|
Kassenprüfer: |
Gisela Jester,
Inge Kern |
|
Beisitzer: |
Ulf
Janz, Klaus
Pittner, Jürgen Elger,
Martina Gellrich,
Stefan Laux, Roland Metzger |
______________________
Alltagshelden sind
Vorbilder
Sparkasse Südliche Weinstraße-Landau
vergibt Bürgerpreis für Engagement im Umweltschutz
Für ihr beispielgebendes Engagement im
Umweltschutz hat die Sparkasse Südliche Weinstraße-Landau Werner
Kern
aus Landau, Gerd Kümmel aus Kandel sowie die Jugend des
Angelsportvereins „Petri Heil" Bad Bergzabern mit dem „Bürgerpreis
2009" ausgezeichnet, dotiert mit je 1000 Euro.
Bereits zum vierten Mal hat die
Sparkasse diesen Bürgerpreis vergeben an Menschen, die sich, so
Vorstandsvorsitzender Bernd Jung, „mit vorbildlichem
ehrenamtlichen Engagement hervorragend gesellschaftlich
betätigen".
„Umwelt schützen, Zukunft sichern"
lautete das Motto des Wettbewerbs, gesucht waren Personen, die
aktiv zur Pflege und zum Erhalt der Umwelt beitragen. Der Preis
wurde in drei Kategorien vergeben. In der Kategorie „Lebenswerk"
wurde Gerd Kümmel aus Kandel für sein über 30-jähriges Engagement
ausgezeichnet. Der Amphibienspezialist ist seit 1981
Verbandsvorsitzender des Naturschutzverbandes Südpfalz. „Seit
Jahren", so Laudatorin und Jurymitglied Landrätin Theresia
Riedmaier, gelinge es Kümmel, „seine Mitarbeiter zu motivieren, um
in der Südpfalz Lebensräume für die verschiedensten Tier-, Vogel-
und Pflanzenarten zu schaffen". Dazu gehörten unter anderem die
Ansiedlung seltener Orchideenarten auf der Kleinen Kalmit, die
Renaturierung des Rohrbachs und die Pflege von Streuobstwiesen.
Über den Preis in der Kategorie
„Alltagshelden" freute sich bei der Übergabe in den Räumen der
Sparkasse am Neuen Messplatz Werner Kern aus Mörzheim, erster
Vorsitzender des Naturschutzbundes Landau. Er hat sich laut Jury
nicht nur für den Vogelschutz starkgemacht, sondern auch in
besonderem Maße dazu beigetragen, das Bewusstsein für Naturschutz
zu stärken. Und das seit über 35 Jahren. „Als Sie damals aktiv
geworden sind, wurden Sie noch in die grüne Spinnerecke" gestellt,
wandte sich Landaus Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer an
Kern, der in 2006 bereits den Umweltpreis der Stadt Landau
erhalten hatte. Zu Kerns Aktivitäten zählen laut Schlimmer
beispielsweise die Pflege von Nistgelegenheiten für Vögel,
Fledermäuse, Insekten.
Dritte im Bunde der preisgekrönten
Umweltschützer, Kategorie „Junior", ist die Jugend des Bad
Bergzaberner Angelsportvereins Petri Heil. Eine Abordnung von neun
jungen Leuten - insgesamt gehören 28 zu der Truppe - kam mit ihrem
Jugend- und Wasserwart Thomas Matz.
Stellvertretend für alle nahm der
Größte von ihnen, Patrick Wißmeier, 16 Jahre jung, freudestrahlend
die Trophäe und den symbolischen 1000-Euro-Scheck im Riesenformat
entgegen. Landrätin Riedmaier lobte die Jugendlichen für ihr
„vielfältiges Arbeiten in der Natur". Sie hatten unter anderem
Laichhilfen für Frösche und Kröten geschaffen und ein
Waldbienenhotel gebaut.
Das Preisgeld wollen die Petri-Jünger
für neuen Fischbesatz im Erlenbach verwenden, wo künftig der
„kleinwüchsige Schneider" wieder heimisch werden soll. Außerdem
darf der Angler-Nachwuchs einen Tagesausflug ins Landauer
Freizeitbad La Ola unternehmen.
Die Preise überreichten Bernd Jung und
sein Vorstandskollege Gernot Schneider. (ovi)
|
SCHILLS

Die
seltene Wildtulpe (Tulipa sylvestris) blüht in Mörzheim

(Foto: Werner Kern)
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