Die ehrenamtlichen Mitglieder der NABU-Gruppen
in der
Süd- und Vorderpfalz beteiligen sich aktiv an einer Vielzahl von
Artenschutzprojekten in der Region.
Es wird keine Garantie auf
Vollständigkeit der Liste gegeben. Sollte Sie Ihr
NABU-Artenschutzprojekt hier nicht wieder finden,
wenden Sie sich bitte an die Regionalstelle.
Der Lebensturm
Artenschutz auf einem Quadratmeter

Der
Lebensturm
Viele
Lebensräume sind in unseren aufgeräumten Grünflächen
und Gärten verloren gegangen, so dass viele nützliche
Lebewesen keinen Unterschlupf mehr finden. Mit dem Bau
eines Lebensturmes können wir Abhilfe schaffen.
Ideale
Standplätze sind Hausgärten, eingezäunte Grundstücke,
Streuobstwiesen und Freizeitgelände.
Der Turm
besteht aus vier Eckpfosten von 4 m Länge, am besten
aus Edelkastanienholz, die ca. 80 cm tief in der Erde
verankert werden. Mit einfachen Dachlatten oder
schmalen Brettern von ca. 1m Länge werden die Pfosten
zu einem Quadrat fixiert .
Siehe Skizze:
1.
Halbhöhlenbrutröhre
für
Rotschwanz, Bachstelze, Feldsperling
2.
Meisenkasten
Flugloch
Richtung Südosten
3.
Nistblöcke aus Hartholz
für Wildbienen
4.
Zweigeteilte Holzkiste
ein Teil mit
Bambusröhren und Schilfstängeln bestückt für
Wildbienen.
Ein Teil mit
Weizenstroh gefüllt, mit rotem geschlitzten Deckel
verschlossen, dient Florfliegen als Unterschlupf.
5.
Tonblumentopf mit Holzwolle gefüllt
dient
Ohrwürmern als Unterschlupf
6.
Morsches Holz
Lebensraum
für Holzbienen und Käfer, Wespen und Hornissen finden
hier Material zum Bau ihrer Nester
7. Laub
dient dem
Igel als Unterschlupf, auch ein Hummelkasten ist hier
gut untergebracht.
8. Bündel aus
markhaltigen Pflanzenstängeln
für
Wildbienen
Alle
Zwischenräume werden mit Geäst aufgefüllt, damit ein
dichtes Gestrüpp entsteht.
Von außen
kann man den Lebensturm mit Ranken bepflanzen, z.B.
mit Knöterich, Kletterrose, Glyzinie, ...)
Info: Herbert Riebel,
NABU Landau- Land
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Es wurden hochwassersichere
Brutcontainer in den Reiterwiesen bei Landau
aufgestellt .
Ansprechpartner:
Werner Kern
Eisvogel (Quelle: NABU. de)
Im Wellbachtal und an der
Queich bringt der NABU regelmäßig Nisthilfen für Gebirgsstelzen unter
Brücken an.
Ansprechpartner:
David Heilig
Es gibt eine Pflegestation in Haßloch,
die sich verletzter Greifvögel und Eulen in der
gesamten Südpfalz annimmt. Nach erfolgreicher Pflege
werden die Tiere ausgewildert (Roland Bub).
Uhu als Patient in der Station (Foto: Monika Bub)
Ansiedlung an Schulen mit Hilfe von
Nistkästen und Anlockung durch Tonbänder mit
Mauersegler-Rufen. Über eine Webcam können Schüler auf
einem Laptop das Brutgeschehen im Mauersegler-Kasten
mitverfolgen.
Mauersegler im Flug (Foto:
Martin Grund)
Infos über Aufzucht und Pflege
von Mauerseglern:
Mauersegler (Foto: Quelle NABU. de)
Überall in der Südpfalz werden Nistkästen aufgestellt. Außerdem findet eine
Beringung der Schleiereulenpopulation statt. Diese
Beringung soll neue Aufschlüsse über die
Lebensgewohnheiten dieser Tierart geben.
Junge Schleiereulen vor ihrem Nest (Foto: Herbert
Magin)
In Hochstadt und Umgebung wurden
Niströhren angebracht und der Bruterfolg überwacht (David Heilig).
In Bereich der Verbandgemeinde
Lingenfeld wurden Niströhren angebracht und der
Bruterfolg überwacht (Herbert Magin).
Steinkauz (Foto: NABU
RLP)
In
Knittelsheim werden in Kürze Gabionen und
Lesesteinhaufen als Brutplatz für den Steinschmätzer
aufgestellt. Um den freien Anflug zum Nistplatz zu
gewärhleisten wird die angrenzende Streuobstwiese
offen gehalten.
Ansprechpartner:
Joachim Zürker
Steinschmätzer (Foto: W. Kern)
In der
Rheinebene kooperiert der NABU
mit diversen Sandgruben, um die Lebensräume der
Uferschwalben zu schützen.
Ansprechpartner: David
Heilig
Im
Wellbachtal
und an der Queich bringt der NABU regelmäßig
Nisthilfen für Wasseramseln unter Brücken an.
Ansprechpartner:
David Heilig
Wasseramsel (Quelle NABU.de)
In der gesamten
Rheinebene betreut der NABU einzelne
Weißstorchnester und beteiligt sich aktiv an der
"Aktion: Pfalzstorch".
Weißstörche in Queichwiesen
(Foto: Joachim Zürker)
Im Dahner
Felsenland engagiert sich der
NABU-Landesarbeitskreis Wanderfalkenschutz zum Schutz des
einst vom Aussterben bedrohten Wanderfalken. So
werden Überwachungscamps gebildet von NAJU-Gruppen,
Studierenden der NABU Hochschulgruppe und anderen
vorwiegend jungen aktiven des Arbeitskreises. Diese
überwachen während der Brutzeit der Wanderfalken deren
Nester und machen Spaziergänger auf die brütenden
Vögel aufmerksam, damit diese ungestört ihrem
Brutgeschäft nachgehen können.
Ansprechpartner: Franz Grimm
Wanderfalke im Flug (Foto:
Heiko Weissgerber)
Erstmals im Frühjahr 2006 wurde in
der Umgebung von Landau ein brütendes Wiedehopfpaar
gesichtet. Im Spätjahr 2006 werden Nisthilfen für
diese seltene Vogelart in der Landschaft ausgebracht,
damit die Jungvögel von diesem Jahr vielleicht in 2007
bei uns heimisch werden und Nachwuchs bekommen.
Ansprechpartner:
Werner Kern
Wiedehopf mit Heuschrecke (Quelle: NABU.de )
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Hilfloser Vogel - Was tun?
Vogelpflege- und
Ausgewöhnungsstationen:
Der als
"Deutscher Bund für Vogelschutz" (DBV) gegründete NABU
war schon immer eine Anlaufstelle wegen verletzter
Vögel. Für einige seltene Arten, wie z.B. Wanderfalke
oder Steinkauz, kann bereits der Verlust einzelner
Individuen zu einer Schwächung der Population führen.
Ganz in der Tradition des DBV unterhält deshalb der
NABU auch heute noch
Vogelauffangstationen.
Hier werden verletzte Vögel mit tierärztlicher
Unterstützung gepflegt und anschließend wieder in die
Freiheit entlassen. Auch Jungvögel bereitet man auf
das Leben in der Natur vor. In vielen Fällen können
durch die aufwendige Arbeit der Vogelauffangstationen
lebenstaugliche Tiere erfolgreich wieder ausgewildert
werden.
Hier die
Anlaufstellen für verletzte Vögel in
Rheinland-Pfalz:
- Hanni Golz, Hollstr.
22, 66885
Altenglan,
Tel. 06381 / 2081 (nur
Eulen u. Greifvögel)
-
Roland Bub,
Bismarckstr. 8, 67454
Haßloch,
Tel. 06324 / 3447
-
Gottfried
Altendörfer, Grienandstr. 8,
67817
Imsbach,
Tel. 06302 / 4553
-
Wildpark
Gonsenheim,
Kirchstraße,
Mainz,
8.30-16.30 Uhr (täglich, auch am
Wochenende,
nur Greifvögel)
-
Fam. Fischer, Am
Sägeberg 2, 54533
Oberkail,
Tel. 06567 / 496
-
Günter Schmiegelt,
Bergstr. 8, 54317
Osburg,
Tel. 06500 / 1807
-
Jürgen Meyer,
Rosenbergstr. 203, 54459
Wiltingen,
06501 / 150194
-
Im Bereich der VG
Kusel / Altenglan
nur Eulen und Greifvögel!
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Pressemeldung im Juni 2007:
Jungvögel außerhalb der
Nester - nur scheinbar verlassen
NABU: Bitte nicht einsammeln
- falsch verstandene
Tierliebe
Nun machen die Jungvögel von
Amseln, Spatzen und verschiedenen Singvögeln ihre
ersten Flug- und Kletterversuche und besorgte Menschen
nehmen sich oft übereilt der scheinbar hilflosen
Jungtiere an. Viele greifen gleich zum Telefon, rufen
beim NABU an oder bringen die Vögel gleich im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim
vorbei. Dies ist jedoch falsch verstandene Tierliebe,
wie Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU
Regionalstelle Süd in Landau, erläutert. "Bei fast
allen Arten verlassen die Jungvögel das Nest, noch
bevor sie richtig fliegen können. Sie machen sich
durch Bettelrufe bei ihren Eltern bemerkbar und werden
noch einige Zeit von den Alttieren in der Umgebung des
Nestes versorgt."
Nur bei akuter Gefahr, wenn zum
Beispiel ein flügge gewordener Jungvogel in einen
Schacht gefallen ist oder auf der Straße sitzt, sollte
man ihn vorsichtig in der Nähe des Fundortes an einen
geschützten Ort, z.B. auf einen Baum oder in einen
geschützten Winkel setzen. Ratsam ist auch, Katzen und
Hunde von den Jungvögeln fern zu halten. „Sollte mal
ein Fuchs oder ein Marder in der Nacht den Jungvogel
holen, so ist das der Lauf der Natur“, so Plum. „Die
Jungvögel aber, die auf Kosten von Katzen gehen –
selbst wenn diese nur mit ihnen spielen wollen – sind
bei der Familienplanung der Singvögel nicht mit
eingerechnet“.
Wer sich um den Jungvogel
kümmert, sollte in ausreichendem Abstand mindestens
einen Tag lang beobachten, ob er versorgt wird oder ob
er tatsächlich verlassen ist. Sehr junge Vögel, die
kaum Federn haben und die offensichtlich aus dem Nest
gefallen sind, können problemlos zurückgesetzt werden.
Sie werden wieder angenommen, auch wenn sie angefasst
wurden. Vögel besitzen anders als Säugetiere keinen
besonders guten Geruchssinn. Mit nach Hause nehmen
sollte man Jungvögel besser nicht, raten die
Naturschützer, denn die Aufzucht ist sehr schwierig.
Oft gelingt es später nicht mehr, die Vögel an ein
Leben in Freiheit zu gewöhnen.
„Findet man einen verletzten
Vogel, so sollte man einen Tierarzt oder die Pflege-
und Auswilderungsstation für Eulen und Greifvögel des
NABU in Haßloch kontaktieren“, so Plum. Die
Regionalstelle sucht noch Freiwillige, die im
Ernstfall einen verletzten Vogel nach Haßloch bringen.
Die beste Hilfe für Tierkinder
ist ein naturnahes Umfeld, in dem die Eltern
ausreichend Brutmöglichkeiten und Nahrung für ihren
Nachwuchs finden und die Jungvögel bei ihren ersten
Ausflügen ausreichend Schutz finden, zum Beispiel in
dornigen Sträuchern und Hecken. Ein
abwechslungsreicher Garten mit vielen einheimischen
Kräutern und Bäumen, am besten ohne chemische
Schädlingsbekämpfung und ohne jagende Katzen, ist ein
wahres Vogelparadies.
Viele Tipps zum Thema "Vögel im
Garten" enthält die gleichnamige Broschüre des NABU.
Kontakt: NABU Regionalstelle Süd, 06341/31628,
NABU.Sued@NABU-RLP.de
Jungvögel, hier Kohlmeisen im Käfig, sollten die
Ausnahme bleiben.
Sie sind Wildtiere und gehören in
die Freiheit, wo die Elterntiere sie auch außerhalb
des Nests füttern.
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Amphibienwanderung in der Südpfalz 2008,
Zahlen als
PDF zum herunterladen:

Zum Schutz von Erdkröten und anderen
Amphibien werden im Frühjahr, während der Zeit der
Amphibienwanderung
Schutzzäune entlang von Verkehrswegen aufgestellt.
Diese Schutzzäune werden überwacht, die Sammeleimer
regelmäßig geleert.
Ehrenamtliche Helfer des NABU
beim Aufbau eines Krötenschutzzauns
Diese Aktionen fanden an folgenden
Orten statt: Kaiserbachermühle (Ansprechpartner: Hans
Frech), Landau/Gilletstraße, Annweiler-Gräfenhausen,
Frankweiler, Albersweiler ist der (Frank Grimm),
Schwegenheim (Herbert Magin)
Im Bienwald (Walter Frey) und
Landau/Mörzheim (Werner Kern) war aufgrund der
Straßenführung ein Anlegen von Krötenschutzzäunen
nicht möglich. Daher wurden die Tiere jeden Tag per
Hand über die Straße gebracht.
In Mörzheim, Landau und Arzheim wurden
Kleingewässer für Amphibien und Libellen angelegt.
(Werner Kern).
Besser voll im Eimer, als platt auf der Straße:
Kröten in einem Sammeleimer
(Foto: NABU-Beraterteam
Bildarchiv)
Im Rahmen des Projekts "Naturschutz &
Kirche gemeinsam für das Leben" legten Arno Laux (NABU
Landau-Land, Arbeitskreis Eschbach), Nathalie Plum
(NABU-Regionalstelle) ,gemeinsam mit
Messdienern der Pfarrgemeinden in Landau-Land sowie
einigen Studierenden aus der NABU Hochschulgruppe Landau, Wasserlöcher für
die seltene Gelbbauchunke am Haardtrand (NSG-Haingeraide)
an. Zurzeit wird der Steinbruch in Frankweiler durch
Entfernung von Gehölzen und die Anlage kleiner
Gewässer wieder als Lebensraum für die Gelbbauchunke
hergerichtet.
Gelbbauchunke (Foto: Harry
Winkler)
Messdiener beim Graben der Laichgewässer für die
seltene Gelbbauchunke
Am Haardtrand
und in Büchelberg
wurden Trockenmauern angelegt, die einer Vielzahl von
Tier- und Pflanzenarten als Unterschlupf und
Lebensraum dienen - unter anderem auch der seltenen Schlingnatter.
Schlingnatter (Foto: Franz
Grimm)
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Für die Fledermäuse werden in der
Südpfalz Nistkästen aufgestellt, diese werden
überwacht. Auch werden Winterquartiere in alten
Bunkern, Kellern und Scheunen eingerichtet.
Ansprechpartner: Franz Grimm.
Zwergfledermaus (Foto: Franz Grimm)
Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Forsten und
Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz, Mainz, 15. Juni 2007
Europaweit bedeutsames Fledermausvorkommen
dauerhaft geschützt
Heute ging ein gemeinsames Projekt von Bund, Land Rheinland-Pfalz
und NABU zum langfristigen Erhalt der Fledermausbestände im Mayener
Grubenfeld an den Start. Das Naturschutzgroßprojekt „Mayener
Grubenfeld“ umfasst eines der bedeutendsten Fledermausvorkommen
Mitteleuropas. Mit 4,6 Millionen Euro wird das 7 Hektar große Gebiet
mit seinem verzweigten Stollensystem im früheren Basalt-Untertagebau
erworben und bis 2011 als Lebensraum für 15 überwiegend streng
geschützte Fledermausarten gesichert und erhalten. Am Projekt „Mayener
Grubenfeld beteiligen sich die Ministerien Umwelt und
Wirtschaft zu 33 Prozent, der Bund zu 60 Prozent und
der NABU als Projektträger zu 7
Prozent. Das Vorhaben zählt zu den repräsentativen
Naturschutzgroßprojekten Deutschlands und wird vom Bundesamt für
Naturschutz betreut. Der NABU erhielt für die erste Phase des Projekts
den Förderbescheid in Höhe von 580.000 Euro.
Umweltministerin Margit Conrad: „Es handelt sich hierbei um ein
Artenschutzprojekt von europäischer Bedeutung. Rheinland-Pfalz nimmt
die Verantwortung für eines der größten Fledermausvorkommen wahr. Das
Land leistet gemeinsam mit den Projektbeteiligten einen bedeutenden
Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.“ Die Umweltministerin
lobte die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Land, Bund, NABU, der
Stadt Mayen und des Unternehmens und dankte allen Beteiligten ich für
ihren engagierten Einsatz.
“Wir werden uns auch weiterhin intensiv für die Vereinbarkeit von
Rohstoffgewinnung und Naturschutzbelangen einsetzen. Wir sehen das
Projekt als wichtigen Baustein dieser Politik an und möchten die an
unsere Heimat gebundene Rohstoffwirtschaft auch weiterhin in ihrer historischen wie gegenwärtigen Form sichtbar machen“, betonte
Wirtschaftsminister Hendrik Hering. ?Gerade unsere Region bietet durch
die Jahrhunderte währende Rohstoffgewinnung ein großes Potential für
Erlebnistouristik - ein Potential, welches wir zum Nutzen der Region und zum Wohle der hier lebenden Menschen ausbauen wollen.“
Fliegende Bechsteinfledermaus (Foto: Carsten Braun)
„Der Start des
Vorhabens ist eine gute Nachricht für den Naturschutz, denn damit
nimmt Deutschland seine internationale Verantwortung für die bedrohten
Fledermausarten wahr. Im Vorfeld der 9. Vertragsstaatenkonferenz zur
biologischen Vielfalt, bei der Deutschland Gastgeber sein wird, ist
dies auch ein wichtiges Signal zur Erhaltung der biologischen Vielfalt
an die Staatengemeinschaft“, erklärte Prof. Dr. Hartmut Vogtmann,
Präsident des Bundesamtes für Naturschutz. „Das Vorhaben stellt unter
Beweis, dass Artenschutzmaßnahmen nicht zum wirtschaftlichen
Niedergang einer Region, sondern zu einer dauerhaften
Wertschöpfungssteigerung beitragen können. Entgegen allen
Befürchtungen wird der Naturschutz im Rahmen dieses Projektes zum
Partner für eine langfristig erfolgreiche Firmenperspektive und den
Erhalt von Arbeitsplätzen.“
“Ich freue mich, dass unsere zweijährige intensive Arbeit jetzt mit
der Erhaltung dieses bedeutendsten deutschen Fledermaus Quartiers
belohnt wird“, sagt Siegfried Schuch, Vorsitzender des NABU
Rheinland-Pfalz. Die Zusammenarbeit zwischen Land, Bund und NABU
stelle einen Meilenstein im bundesdeutschen Artenschutz dar.
Bierkeller
(Foto: Andreas Kiefer)
Die Höhlen entstanden einst durch den Abbau von Basalt. Mit dem
Verzicht der Firma MAYKO auf den Abbau des Bierkellers und der
Fortsetzung der Produktion an anderer Stelle wurde sowohl ökologischen
als auch wirtschaftlichen und sozialen Belangen Rechnung getragen. Die
Größe der Vorkommen der einzelnen Fledermausarten zeigt, wie wohl sich diese Tiere in dem weit gefächerten Höhlensystem fühlen. Dabei
kommt ihnen die sehr beständige Temperatur um die zehn Grad Celsius in
den bis zu zehn Meter hohen Höhlen zu gute. Diese war lange Zeit der
Grund dafür, dass hier Brauereien ihr Bier gekühlt gelagert haben.
Deshalb ist in der Bevölkerung ein Teil der Höhlen auch heute noch als
Bierkeller bekannt. In der Überwinterungsphase werden in den teilweise
nur sehr schwer zugänglichen Höhlen zwischen 30.000 und 50.000 Tiere
vermutet. Fledermausweibchen bilden im Sommer zur Zeit der Aufzucht
der Jungtiere so genannte Wochenstuben. Darin ziehen sie ihre Jungen gemeinsam groß. Diese Sommerquartiere befinden sich je nach Art nur
wenige Kilometer bis zu vielen hundert Kilometern vom Mayener
Grubenfeld entfernt. In der Schwarmphase im Spätsommertreffen treffen
sich hier dann wieder viele tausend Fledermäuse aus Mitteleuropa und
paaren sich. Dabei nützt der Gentausch auch dem langfristigen
Überleben der streng geschützten Fledermausarten. Genaue Zählungen
sollen über die tatsächlichen Bestände im
Jahresverlauf Auskunft geben. Erhaltungsmaßnahmen sollen dabei
helfen, die Fledermausbestände samt Lebens- und Jagdraum dauerhaft zu
schützen. Dauerhafte Markierungen und eine Ausstattung der Tiere mit
Sendern können Auskunft darüber geben, in welchem Einzugsbereich die
einzelnen Arten in den unterschiedlichen Lebensphasen der Tiere diese
Höhlen nutzen. Bisher wurden Nachweise bis nach Belgien und den
Niederlanden erbracht. Dafür sind die Fledermausvorkommen im Mayener
Grubenfeld auch als Schutzgebiet von europaweiter Bedeutung von der
EU-Kommission in Brüssel bekannt gemacht worden.

Herausgeberin:
Staatsministerin Margit Conrad. Verantwortlich für den
Inhalt:
Für Rückfragen: NABU
Rheinland-Pfalz, Tel. 06131/14039-0 oder
Spendenkonto Nr. 291 154 045 bei der
Mainzer Volksbank (BLZ 551 900 00)
Kontoinhaber: NABU Rheinland-Pfalz;
Verwendungszweck:
Fledermausgrossprojekt RLP
Cluster von Mausohren (Myotis myotis)
______________________________________________________
In der gesamten
Südpfalz
werden "Insektenhotels"
und Immenwände aufgebaut. Der NABU setzt sich
dafür ein,
dass Weg- und Wingertränder nicht
gespritzt werden, damit mehr blütenreiche Wildpflanzen
als Nahrungsgrundlage für Wildbienen und andere
Insekten gedeihen können. Außerdem werden Trachtpflanzen, die
für den Fortbestand der heimischen Wildbienen
überlebensnotwenig sind angesät. An geeigneten
Stellen werden besonnte
Steilwände als Lebensraum für erdbewohnende
Insekten angelegt. Ansprechpartner:
Herbert Riebel.
Gehörnte Mauerbienen beim Eintrag von Bienenbrot in
die Nisthilfe
(Foto: Nathalie Plum)
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Pflanzen
Orchideen
Die
NABU-Gruppe Lingenfeld pflegt eine Feuchtwiese, auf
der Orchideen wachsen

Foto: Herbert Magin
Essigrose, Alant und Co.
Die
NABU-Gruppen Ludwigshafen pflegt im Rehbachtal ein
Areal mit der seltenen Essigrose, die stets von
Verbuschung bedroht ist.
Weitere seltene Pflanzen im Rehbachtal
sind der Weidenblättrige Alant,

Weidenblättriger Alant im Ludwigshafener Rehbachtal
(Foto: A. Berthold)


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