Gutes tun und darüber reden -

Natur vermitteln, informieren und aufklären

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Presseartikel 2010

Neustadt: Fledermausexkursion
Landau: Die Natur erklären
Ludwigshafen: Fledermäuse basteln
Weyher: Gefräßiger Laufkäfer fördert Bio-Winzer
Batnight: Mit den Ohren „sehen"
Elmstein: Naturkunde aus dem Vogelnest
Birkweiler: Alle Vöglein sind schon da
Göcklingen: Naturerlebnis für Kinder
Forst: Wo Malve und Natternkopf blühen
Landau: Umweltbildung statt Blumen
Ludwigshafen: Getreide mitten in LU
Geinsheim: „Funktioniert wie beim Aquarium"
Landau: Kindergeburtstage
Germersheim: Jungvögel nicht mit nach Hause nehmen
Neustadt: Erste Panorama Kamera im Pfälzerwald installiert
Mauersegler: Ein Leben in der Luft
Neustadt RLP-Tag: Basteln, bohren, Boot fahren
Neustadt: „Näher an die natürlichen Verhältnisse"
LD Grün für Biogasanlage gefährdet Brutvögel
Landau: Fahrend Geld sparen
Sondernheim: Natur hautnah erleben
Waldhambach: Kinder verzauberten den Wald
Eschbach: Ein Friseursalon für Vierbeiner
Eschbach: Traditionelles Schafschurfest des NABU
Landau: Zum Spritspartag anmelden
Landau: Wanderausstellung über Bio-Landbau
Neustadt: Finken und Schwalben im Blick
Frankenthal: Keckes Quartett im Stadthorst
Bundesweite NABU-Aktion „Stunde der Gartenvögel"
Vogelparadies Bellheimer „Häßlich“
Landau: Das mysteriöse Loch
Landau: Nicht nur zum Waschen da
Landau: Spielerisch Natur begreifen
LD-Mörzheim: Vom Laien zum Wasserfan
Neustadt: Wenn die Kröte den Salamander umarmt
LD-Bornheim: Feuer, Erde, Wasser, Luft! Naturforscher gesucht!
Eußerthal: NABU installiert Nistkasten für Schleiereule
LINGENFELD: NABU veranstaltet erneut „Kinderakademie"
Landau Naturschutzbund: - Krötenhelfer gesucht

Magisches Naturerlebnis für Kinder

LD-Mörzheim: Klassenzimmer im Grünen

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Pressearchiv 2009
Pressearchiv 2008
Pressearchiv 2007
Pressearchiv 2006
Pressearchiv 2005

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Beobachter gut zu sehen, während sich über ihnen vor allem die winzigen Zwergfledermäuse zeigen.

Auch die Stimmen der wendigen Flieger lassen sich mit etwas Erfahrung im Detektor unterscheiden. Während die Rufe der Wasserfledermäuse fast an Gezwitscher erinnern, klingen die Stimmen der Zwergfledermaus eher tropfen- und perlenartig.

Zum Abschluss wird die Gefährdung der Fledermäuse angesprochen. Da die Suche nach Quartieren für die Tiere immer schwerer wird, geben Inga und Marcel Tipps: „Enge Spalten hinter Brettern, die man ganz einfach an der Hauswand anbringen kann, helfen zum Beispiel den Zwergfledermäusen." Tatsächlich entdecken manche überraschte Hausbewohner, dass sich die Zwerge unter den Fledermäusen hinter Wandverkleidungen, Fensterläden, Holzverschalungen oder in Rollladenkästen einfinden.

Die nützlichen Insektenjäger leiden aber auch am starken Rückgang ihrer Beutetiere, verursacht durch den Einsatz von Insektengiften in Landwirtschaft und Gärten. Marcel hat für die Kinder und Eltern deshalb einen guten Rat: „Mit Nachtblühern wie der Nachtkerze kann man nachts Falter und Käfer in seinen Garten locken. Wenn die Insekten Nahrung finden, hilft man auch den Insektenfressern." (lad) nils erklärt

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.194
Datum: Montag, den 23. August 2010
Seite: Nr.24
"Deep-Link"-Referenznummer: '6716082'
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Landau Die Natur erklären

Naturschutzbund bildet „Wassertrainer" aus

Ab Oktober bietet die Nabu Regionalstelle Süd wieder eine Wassertrainer-Ausbildung an. Gesucht werden naturverbundene Menschen ab 50 Jahren, die mit Kindern die Natur erkunden wollen. In sieben halbtägigen Workshops lernen die Teilnehmer, wie sie mit Spielen, Aktionen, Basteleien und Experimenten Kindern das Element Wasser näher bringen können.

„Dabei geht es nicht um trockene Wissensvermittlung, sondern vielmehr darum, spielerisch die Freude und das Interesse an der Natur zu wecken", erläutert Carmen Schauroth, Leiterin des Fortbildungsprojektes. Vorkenntnisse sind deshalb nicht erforderlich. Auch wer im Berufsleben nicht mit Pädagogik in Berührung kam, erhält in den Nabu-Lehrgängen das notwendige Handwerkszeug. Methoden und Praxistipps geben die Umweltpädagogen des Nabu mit auf den Weg.

Angesprochen werden in dem generationenübergreifenden Projekt Menschen in der nachberuflichen Phase, die Zeit für ein Ehrenamt mitbringen. Betätigungsfelder für die Wassertrainer gibt es viele: Als Bachpaten, in Schul-AGs oder NABU-Kindergruppen. Die Ausbildung wird gefördert vom Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz. Für die Teilnehmer ist sie kostenlos. Rund 25 Absolventen des vergangenen Lehrgangs sind landesweit bereits aktiv.
Kontakt
Ausbildung Wassertrainer Pfalz: Nabu Regionalstelle Süd, Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstraße 21, 06341 - 31628, nabu.sued@nabu-rlp.de (red)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.194
Datum: Montag, den 23. August 2010
Seite: Nr.22
"Deep-Link"-Referenznummer: '6685058'

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Fledermäuse basteln

Nils berichtet: Fest für Kinder im Maudacher Bruch

Sind Fledermäuse wirklich kleine Vampire, die Blut saugen? Wenn ihr euch für die fliegenden Tierchen interessiert, gibt es am Samstag, 28. August, im Maudacher Bruch genau die richtige Aktion für euch: Der Naturschutzbund lädt Eltern und Kinder ab 14 Uhr auf einer Wiese am Friesenheimer Weg zu einem Fledermausfest ein. Der Weg dorthin ist ausgeschildert.

An dem Tag erfahrt ihr alles, was ihr schon immer über Fledermäuse wissen wollt. Wo sie leben, was sie fressen und natürlich auch, wie sie es schaffen, sich im Dunkeln zurechtzufinden, ohne sich dauernd den Kopf anzuhauen. Es gibt ganz viele Spiele, die mit den Tieren zu tun haben, ihr könnt auch basteln oder an der großen Fledermausrallye teilnehmen. Bei der erfahrt ihr nämlich an verschiedenen Stationen einiges Interessantes über Fledermäuse.

Ähnliche Feste werden übrigens in 30 anderen europäischen Ländern außer Deutschland angeboten. Denn in der Nacht von 28. auf 29. August ist die „Europäische Fledermausnacht". Das heißt, dass sich überall in Europa große und kleine Naturfreunde mit Fledermäusen beschäftigen. (unn)

Noch Fragen?

Infos und Anmeldung unter Telefon 0176/82097904 oder per E-Mail an ludwigshafen@nabu-rlp.de.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.193
Datum: Samstag, den 21. August 2010
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '6712400'
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Gefräßiger Laufkäfer fördert Bio-Winzer

Artenschutz in der Landwirtschaft: Ludwig Seiler ist Großhotelier für Wildbienen, bietet aber auch anderen Arten Unterschlupf

Von Stefan Tresch

Weyher. Für den Bio-Winzer Ludwig Seiler ist seine Arbeit im Einklang mit der Natur Passion. Er ist über seine eigentliche Arbeit hinaus engagiert im Artenschutz. Mitglieder des Naturschutzbundes Südpfalz und Marktplatz regional besuchten Seiler auf seinem Hof.

„Für mich ist das ein Stück Lebensqualität. Der ökologische Weinbau schmälert auch nicht meine Ernte. Meine Böden sind gut." Gebannt sind die Gäste nicht nur von dem herrlichen Blick über das Rebenmeer und die Rheinebene von Seilers Terrasse aus, sondern ebenso vom profunden Wissen des Winzers, das er sich im Laufe der Zeit angeeignet hat. „Ich bin Mitglied in vielen Naturschutzverbänden, habe viel gelesen und mich mit anderen ausgetauscht", erklärt der Winzer.

Auf acht Hektar Weinbergen baut der Winzer 15 Rebsorten an - „die klassische Weinpalette", wie er selbst sagt. Er verkauft privat, liefert an Bioläden und Restaurants. 2007 ist Ludwig Seiler vom damaligen Bundesumweltminister Siegmar Gabriel mit dem „Förderpreis Naturschutzhöfe" ausgezeichnet worden.

„Im Alter von fünf Jahren habe ich im Weinberg beobachtet, wie ein Laufkäfer eine Schmetterlingslarve gefressen hat. Seitdem hat mich die Natur nicht mehr losgelassen", sagt Seiler. Dies sei auch der Hauptgrund für die Umstellung des Hofes auf die Biowirtschaft gewesen, nachdem er ihn von seinem Vater übernommen hatte. Gleich von der Terrasse aus sind die ersten Nistplätze von tierischen Mitbewohnern des Hofes zu sehen. Ein Turmfalke und eine Schleiereule hätten in einem Jahr schon gemeinsam unter dem Giebel gebrütet - bei getrennten Eingängen zu ihren Brutstätten natürlich.

Seiler besitzt eine alte Scheune, die noch mit dem früher beim Bau an der Haardt üblicherweise eingesetzten weichen Mörtel errichtet wurde. Ein idealer Unterschlupf für Wildbienen und einen in diesen Höhlen parasitierenden Ölkäfer. Mit Geschick holt Seiler einen solchen Käfer aus der Bienenröhre und führt ihn den Gästen vor. Danach wird er wieder in seine Höhle einquartiert. Rauch- und Mehlschwalben bauen in der halboffenen Scheune ebenfalls ihre Nester. Vielerorts seien diese Scheunen abgerissen beziehungsweise die Fugen mit Zement ausgebessert worden. Seiler will seine Scheune jedoch so erhalten, wie sie ist. An der Sandsteinmauer weist der Winzer auf ein Wespennest hin, an dem Unkundige vorbeigegangen wären, weil sie es vielleicht für einen Steineinschluss gehalten hätten. Gut vorbereitet war der Winzer: Der für Regenwetter als Schauobjekt vorgesehene Goldkäfer, ein Rosenkäfer, den Ludwig Seiler wenige Tage zuvor tot im Hof fand, hat er schön abgestaubt und mit Essigwasser gereinigt, damit er ja schön glänzt. Und wie Tonkrügchen aussehende Gebilde mit Spinnenbeigaben werden von ihm ebenfalls als Wespengelege vorgestellt.

Ab geht es in die Weinberge, vorbei an einer großen, rund 200 Jahre alten Trockenmauer (auf einem der Steine ist die Jahreszahl 1810 zu finden), die den Hof einfriedet. „Beim Anbau habe ich Wert darauf gelegt, dass sie erhalten bleibt", erklärt Seiler. Bewohner der Ritzen sind unter anderem Kornnatter oder Blindschleiche. Am Fuß der Mauer wächst eine Kermesbeere, die früher zum Färben von Lebenmitteln benutzt wurde und bei höherem Genuss auch abführend wirke, erklärt Seiler. Rund 30 verschiedene Wildsträuchersorten bilden an der Grenze des Grundstückes eine Hecke.

In seinen Weinbergen hat Seiler ein eigenes Bodenpflegesystem entwickelt, das ebenfalls der Artenvielfalt Rechnung trägt. Zwischen den Rebzeilen sät er in einem bestimmten Rhythmus im August unter anderem Winterroggen und Winterwicken aus. Diese Grünsaat wird im kommenden Frühjahr dann niederwalzt, aber nicht gehäckselt. Diese Pflanzen bilden dann einen groben Mulchteppich, der die Feuchtigkeit im Boden hält, Erosion verhindert und als Nahrung für Lebenwesen wie Regenwürmer dient. Der August sei zur Aussaat ideal, da jetzt die Rebe voll entwickelt, der Wasserbedarf nicht mehr so hoch sei, somit die Pflanzen nicht in Konkurrenz zueinander stünden. In anderen Rebzeilen wiederum lässt der Winzer die spontane Weinbergsvegetation zu. Eilig eilt er - es wird schon langsam dunkel - zwischen die Reben, um den Gästen auch noch die Weinbergs-Ringelblume zu zeigen. Sie blüht zur Lesezeit und erfreut auch die Erntehelfer - die bei Seiler alles mit der Hand lesen. Quasi als Markenzeichen schmückt jede Rebzeile am Eingang ein Bienenhotel aus eigener Herstellung. Bereits 500 dieser Behausungen habe er in den Weinbergen verteilt, erzählt Ludwig Seiler. Gespritzt werde in seinen Weinbergen nur mit Backpulver, Gesteinsmehl, Seife und Schwefel, alles gegen den Mehltau. „Auf die in jüngster Zeit umstrittenen Kupferpräparate kann ich verzichten, weil hier in der Hanglage immer ein Wind weht." Viele seiner Biokollegen in der Ebene seien dagegen auf die Kupferpräparate angewiesen, sagt Seiler. Obstwiesen besitzt der Biowinzer ebenfalls, der auch einzelne Obstbäume in den Weinbergen pflanzt.

Zum Abschluss des Rundganges werden zwei tierische Mitarbeiter Seilers besucht, zwei katalanische Esel. Im Auftrag der Pollichia beweiden sie einen Hang am Modenbach unter Seilers Aufsicht, dienen auch als vierbeinige Rasenmäher. Und im Sommer dürfen die beiden zutraulichen Esel Gäste auf Trekkingtouren im Pfälzerwald begleiten und deren Gepäck tragen.

Zur Sache: Artenvielfalt erhalten

2010 ist das Jahr der Biodiversität (Artenvielfalt). Deshalb wolle der Naturschutzbund auf landwirtschaftliche Betriebe aufmerksam machen, die durch ihre vorbildliche Wirtschaftsweise zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen. Damit sollen Verbrauchern und Landwirten mögliche Alternativen zur industrialisierten Produktion aufgezeigt werden, sagt Carmen Schauroth, Leiterin der Regionalstelle Süd des Naturschutzbundes (Nabu) Rheinland-Pfalz, die ihren Sitz im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim hat.

50 Prozent der Gesamtfläche Deutschlands würden landwirtschaftlich genutzt, somit nehme die Landwirtschaft starken Einfluss auf die Natur. Jedoch stünden 60 Prozent der Feldvögel in Deutschland auf der Roten Liste für bedrohte Tierarten. Eine vom Nabu vorgelegte Studie zeige, dass die intensive Landwirtschaft eine der Hauptursachen für diese Entwicklung sei. Die biologische Vielfalt könne aber nicht alleine in Schutzgebieten gewährleistet werden. Jeder landwirtschaftliche Betrieb könne durch einfache Maßnahmen wichtige Beiträge zur Artenvielfalt leisten. (nt)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.190
Datum: Mittwoch, den 18. August 2010
Seite: Nr.35
"Deep-Link"-Referenznummer: '6689799'
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Mit den Ohren „sehen"

Nils erklärt: Wie Fledermäuse sich mit Ultraschall orientieren

Warum können Fledermäuse sogar in dunkelster Nacht umherfliegen, ohne anzustoßen? Diese Frage hat Menschen schon vor langer Zeit beschäftigt. Um die Antwort zu finden, begann Ende des 18. Jahrhunderts Lazzaro Spallanzani, der Bischof von Padua und Naturforscher war, zu experimentieren. Er stellte fest: Es kann nichts mit ihrer Sehkraft zu tun haben, dass Fledermäuse sich auch ganz ohne Licht so gut orientieren können.

Bei Versuchen entdeckte Spallanzani Erstaunliches: Blinde Fledermäuse waren ebenso in der Lage, erfolgreich zu jagen und Hindernisse geschickt zu umfliegen, wie Tiere mit gesunden Augen. Doch sie konnten es nicht, als er ihnen die Ohren verschloss. Der Bischof fragte sich deshalb: Kann man mit den Ohren sehen? Doch er schaffte es nicht mehr, dies zu klären. Das gelang erst 1930 dem Studenten Donald Griffin und dem Physiker G. W. Priece. Sie entdeckten die Ultraschall-Echoortung der Fledermäuse.

Jagende Fransenfledermaus (Foto: Gerhard Maescher)

Ultraschall ist für menschliche Ohren nicht wahrnehmbar, er liegt in einem zu hohen Frequenzbereich. Fledermäuse geben solche Töne ab. Sobald dieser Schall auf etwas stößt, kommt er wie ein Echo zurück, erklärt Carmen Schauroth vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in Landau. „Anhand des Geräusches machen sich die Tiere im Kopf ein Bild von der Umgebung." Ohne etwas zu sehen, erkennen sie so blitzschnell zum Beispiel, dass da ein Baum ist, denn sie umfliegen müssen. Oder eine Motte zum Fressen. Durch ein Gerät ist es inzwischen möglich, die Rufe der Fledermäuse umzuwandeln in für Menschen hörbare Laute. Nabu-Leute führen den „Bat-Detektor" in diesem Monat anlässlich der 14. Europäischen Fledermausnacht vor. (rö)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.185
Datum: Donnerstag, den 12. August 2010
Seite: Nr.12
"Deep-Link"-Referenznummer: '6682576'
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Naturkunde aus dem Vogelnest

ELMSTEIN: An der Wand der Heinrich-Weintz-Schule junge Mauersegler geschlüpft - Naturschutzbund hat Nistplatz ausgewählt

Der Naturschutzbund (Nabu) Rheinland-Pfalz, Ortsgruppe Neustadt, hat 2008 in Kooperation mit der Heinrich-Weintz-Schule Elmstein einen Nistplatz zur Ansiedlung von Mauerseglern ausgewählt. Zwei Jahre vergingen, bis in dem Nest Mauersegler auszumachen waren. Jetzt ist es angenommen, zwei Jungvögel sind geschlüpft.

Mauersegler stellen ja einige Ansprüche an die Platzauswahl ihrer Nester. Sie sollten sich bei freier Anflugschneise in einer Höhe von vier bis fünf Metern, nicht auf einer Südseite befinden. Robert Herter, Hausmeister der Heinrich-Weintz-Schule hat nach den Anweisungen des Nabu, die für diese Vogelart entsprechenden Gelegenheiten geschaffen. Da ist der Standort an einer ruhigen Außenwand der Schule, um den Kindern die Gelegenheit zu einem realistischen Einblick in die „Kinderstube" dieser Vögel zu bieten. Martin Grund vom Nabu stellte die technischen Hilfsgeräte zur Verfügung: CD mit Vogelstimmen zum Anlocken der Vögel, Infrarotkamera und Mikrofon zum Beobachten der Mauersegler im Nest an einem Monitor im Schulgebäude.

In diesem Jahr waren nun in dem Nest Mauersegler auszumachen. Die Schüler konnten zwei geschlüpfte Jungvögel bei der Entwicklung und Fütterung beobachten. Schulleiter Luitpold Zwing hält dieses Projekt für eine wertvolle Ergänzung des Sachkundeunterrichts.

Im Allgemeinen kennt man ohne besondere Unterweisung kaum den Unterschied zwischen Schwalben und Mauerseglern, obwohl der ganz enorm ist. Vor etwa 50 bis 60 Jahren waren in der Gemeinde Elmstein mit ihren Annexen Schwalben noch Alltag. Damals noch vorhandene Misthaufen und offene Abwässer in den Straßen zogen Fliegen an und boten so den Vögeln reich gedeckten Tisch. Auch Material zum Nestbau war in Hülle und Fülle zu finden. Bei der Kanalisation und der fortschreitenden Renovierung der älteren Häuser wurden Nahrung für die Vögel und Baumaterial für die Schwalbennester, die früher zum Ortsbild gehörten, Mangelware.

Nun wird, unter anderem durch die Aufklärung des Nabu, offenbar, dass der Mauersegler trotz seiner Ähnlichkeit mit der Schwalbe ein anderer Vogeltyp ist. Er ist deutlich größer und legt ein anderes Flugverhalten als die Europäische Schwalbe an den Tag. Seine Füße mit den vier Zehen sind so gewachsen, dass sie ihm das Anhängen an eine raue Mauer gestatten, aber der Aufenthalt auf Leitungsdrähten oder Baumästen ist nicht möglich. Nahrungs-, Getränkeaufnahme erledigt der Segler im Flug, er schläft sogar beim Fliegen.

In dem Nest an der Elmsteiner Schule kann nun darauf gewartet werden, wann diese Jungvögel flügge sind und ihre Jungfernflüge starten. Nistplätze für Mauersegler sind vermutlich an der Burg oder dem Kirchturm der evangelischen Kirche in Elmstein. An einem schönen sonnigen Morgen war kürzlich beim Aufenthalt am „Alten Turm" in Appenthal zu sehen, dass dieses hohe Gebäude, Turm der ehemaligen Kirche, von vielen Vögeln, ohne Zweifel Mauerseglern, umflogen wurde, die in der oberen Turmwand ihre Nester haben. Es war zu beobachten, wie sie sich bei den Mauerlöchern außen an den Steinen festkrallten und ihre Brut im Inneren fütterten. Die Nester der Vögel waren 1988 bei der großen Generalrenovierung des Turmes eines der Probleme, aber die Wiederbesiedlung hat anscheinend geklappt. (fhx)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.171
Datum: Dienstag, den 27. Juli 2010
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '6630218'
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Landau Birkweiler Alle Vöglein sind schon da

Birkweiler: 2008 hat der Naturschutzbund (Nabu) Südpfalz das Projekt „Schwalben willkommen" aus der Taufe gehoben. Einer der eifrigsten Mitstreiter ist Manfred Brentzel aus Birkweiler, der 24 Nester an seinem Haus befestigt hat. Um die 200 Mehlschwalben flattern ihm täglich um die Ohren.
So strahlend weiß wie die Zweibrücker Albino-Schwalbe (wir berichteten am Dienstag auf Seite 1 ) sind Manfred Brentzels Exemplare zwar nicht, trotzdem ist er mächtig von seinen gefiederten Mitbewohnern begeistert. „Ich finde es einfach faszinierend, wie so kleine Vögel mit nur rund 20 Gramm Gewicht solch weiten Strecken fliegen können und dann punktgenau in ihrer alten Heimat wieder erscheinen."
„Seine" Schwalben sind seit 7. April wieder zurück aus dem Süden und haben ihre 24 Nester in der Birkweilerer Heimat bezogen. Ganz genau sind die Termine der vergangenen Jahre im Kalender vermerkt - direkt neben denen der Igel, die der 71-jährige Tierfreund jedes Jahr durch den Winter bringt. „Wenn die Schwalben im Frühjahr kommen, gibt es schon ganz schönes Gehändle um die Nester", erzählt er. Die ältesten Behausungen seien die begehrtesten. Und schon zischt wieder ein Dutzend winziger Flugkünstler über unsere Köpfe. „Wenn die gen Süden fliegen, ist hier richtig Highlife."
„Die sind brutal. Wenn ein Junges noch nicht fliegen kann, lassen sie es dann einfach zurück." Das nehme ihn dann schon mit. Wenn man drei Tage lang noch verzweifeltes Zwitschern aus den Nestern höre und am vierten Tag dann nicht mehr. Aber so sei nun mal die Natur.
Der Blick geht über den großen Innenhof, in dem sich auch 35 Schildkröten tummeln, hinauf zum Dach seiner Heimwerkstatt. Dort hängen fein säuberlich nebeneinander gereiht 24 Halbkugeln. Alles Kunstnester, die letzten zwei sogar selbstgebaut. Schaum auf eine Netzform spritzen, festigen lassen und dann Beton drüber - so funktioniert das. Woher er das weiß? Ob er viele Bücher über Schwalben gelesen haben? „Ach nein, ich mache das frei nach Schnauze. Ich bin doch Handwerker."
Dann gewährt er einen Blick in seine Werkstatt, wo gerade noch ein Nesterpaar auf seinen Bestimmungsort wartet. Nicht größer als eine gewölbte Männerhand ist solch ein Unterschlupf, das Einfluglöchchen winzig. Im Inneren wird es dann richtig rappelvoll: Mama, Papa und die Jungen. Das können durchaus sechs Jungvögel sein, denn Schwalben brüten zweimal im Jahr. So sausen ihm im Herbst wohl um die 200 Mehlschwalben über den Hof.
Ja, über Nachfragemangel kann er sich nicht beklagen. „Wenn ich noch mehr Nester anbringen würde, wären die auch alle voll." Und das obwohl Kunstnester meist nicht so gut von den Vögeln angenommen werden. Auf die günstige Einflugschneise führt er seinen Erfolg zurück und auf die gute Pflege der Nester. Denn was das angeht, sind die kleinen Flieger sehr reinlich. Selbst können sie ihr Nest nicht sauber machen und wenn es kein anderer tut, benutzen sie es einfach nicht mehr. Also steigt Manfred Brentzel jeden Herbst auf eine Leiter, hängt die Nester ab, reinigt sie von Parasiten, kocht sie danach ab und bestückt sie mit neuen Nistmaterial. Und das seit nunmehr 20 Jahren. Mit einem Nest hat es angefangen und dann wurden es von Jahr zu Jahr mehr.
Zurzeit müssen die kleinen Flugakrobaten aber auf der Hut sein. „Ein Marder hat mir vor zwei Wochen ein komplettes Nest runtergerissen", berichtet er. Die ganze Brut aufgefressen. Deswegen liegt jetzt Draht auf dem Balkon unter den Nestern aus - ein Tipp vom Nabu.
Ach ja, und dann natürlich noch der kleine Haken an der glücklichen Geschichte des Schwalbenvaters: Die Vögelchen machen ihrem Ruf als Fassadenbeschmutzer alle Ehre. „Die kacken mir alles voll." Jedes Jahr muss Brentzel deswegen die Hauswand neu streichen. „Aber sie entschädigen einen ja auch. Wenn sie sich im Herbst alle sammeln, um fortzufliegen und dann im Frühjahr zu mir wiederkommen." (höj)

Nabu-Kampagne „Schwalben willkommen"

Sie gelten als Glücksbringer, aber auch als Fassadenbeschmutzer. Deswegen sind Schwalben nicht überall beliebt. Laut Naturschutzbund (Nabu) gingen die Bestände in den 1990er-Jahren um 50 Prozent zurück. Mittlerweile hätten sie sich wieder etwas erholt. Allerdingss sieht es dieses Jahr nicht gut aus. Der lange Winter, das nasse Frühjahr und das schlechte Obst hätte den kleinen Vögelchen zugesetzt, so Werner Kern, Vorsitzender der Nabu-Gruppe Landau in der Nabu Regionalstelle Süd.
Deswegen hat der Nabu 2008 das Projekt „Schwalben willkommen" ins Leben gerufen, das diejenigen unterstützt, die Schwalbennester an ihren Häusern tolerieren. Fast 700 Hausbesitzer aus der Südpfalz sind mittlerweile daran beteiligt und mehrere Hundert Kunstnester habe der Nabu an diese vergeben. Rund 100 weitere sind gegen eine kleine Spende noch beim Nabu erhältlich.
Im vergangenen Jahr wurde auch Manfred Brentzel mit einer Urkunde und einer Plakette des Nabu für seine Schwalbenliebe ausgezeichnet. Nach den Kenntnissen Werner Kerns hat er die größte Mehlschwalbenkolonie mit Kunstnestern des Kreises SÜW. (höj)
Info
Nabu Regionalstelle Süd, Brühlstr. 21, Landau, Telefon 06341 31628, E-Mail: nabu.sued@nabu-rlp.de.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.167
Datum: Donnerstag, den 22. Juli 2010
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '6616377'

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Naturerlebnis für Kinder

Göcklingen: Naturschutzbund veranstaltet am Kaiserbach Brünneltreffen

Es ist schon eine Tradition, das Brünneltreffen von Naturschutzbund Landau-Land am Göcklinger Kaiserbach. Der Naturerlebnis-Nachmittag für Kinder stand diesmal unter dem Motto „Wasser ist Leben" - und sorgte bei den hochsommerlichen Temperaturen für eine willkommene Abkühlung.

Bewaffnet mit Becherlupen und Keschern untersuchten Kinder aus den umliegenden Orten bei einer Wassersafari den Kaiserbach und die Umgebung des Brünnels. Dabei konnten sie kleinste Wasserlebewesen wie Bachflohkrebse und Zuckmückenlarven beobachten.

Eine Solardusche zeigte, wie allein durch die Kraft der Sonne kaltes Wasser erhitzt wird. Gerhard Wisser von der Nabu-Gruppe Landau-Land und Carmen Schauroth, Leiterin der Nabu-Regionalstelle Süd, hatten verschiedene Naturerlebnis-Spiele vorbereitet.

(Foto: Carmen Schauroth)

So galt es in einer Team-Staffel den Inhalt von einem Eimer Wasser mit einem  Schwamm so schnell wie möglich von A nach B zu transportieren, ohne einen Tropfen zu verlieren.

Später konnten die Kinder bei einer Verlosung Preise rund um die Natur gewinnen, so Bestimmungsbücher und Nistkästen. Gegen Abend fanden sich zunehmend mehr Erwachsene ein, die das Brünneltreffen als Gelegenheit für ein gemütliches Beisammensein nutzten und beim Aufgehen des Mondes die zauberhafte Stimmung auf der Wiese am „Brünnel" genossen. (red)

 

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.159
Datum: Dienstag, den 13. Juli 2010
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '6588869'
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Wo Malve und Natternkopf blühen

FORST: Auf den Spuren heimischer Kräuter und Wildblumen im Bruch

Von Sigrid Ladwig

Im Forster Bruch blühen am Wegrand Wildblumen wie Malve, Kamille und Natternkopf. Das Wissen um die Wirkung heimischer Kräuter stand bei einer Exkursion ins Forster Bruch im Mittelpunkt: Dazu hatten die Naturschutzorganisationen BUND und Nabu eingeladen.

„Viele Anwendungen mit Hilfe von Pflanzen entstanden aus der Not", erklärte Renate Bremicker, die zusammen mit dem Nabu-Vorsitzenden Nicolas Bachmann die Exkursion leitete. Seit ihrer Jugend beschäftigt sich die Wachenheimerin mit Kräutern. Ihr Wissen um deren Heilwirkung wendet sie in ihrer Naturheilpraxis an, außerdem leitet sie Kräuter-Führungen durch die Umgebung.

Am Bahndamm entlang wanderte die Gruppe von Wachenheim ins Forster Bruch, während sie am Wegrand blühende Wildblumen wie Malve, Kamille und Natternkopf sah. Dass die Art der Anwendung oft an der äußeren Erscheinung einer Pflanze festgemacht wurde, dafür ist der Natternkopf ein Beispiel. „Früher galt er als Heilmittel gegen Schlangenbisse, zumal seine Blüten etwas an Schlangenköpfe erinnern", sagte Renate Bremicker.

Seit die pflanzlichen Heilmittel durch chemisch-synthetische Medikamente verdrängt wurden, sind sie vielfach in Vergessenheit geraten. Auch die Geschichten, die sich in früheren Zeiten um sie rankten, kennen nur noch wenige Menschen. Die Teilnehmer erfuhren Interessantes über die jahrhundertelange Nutzung der Pflanzen: So wurden früher aus den Fasern der Brennnessel, die zugleich eine unserer ältesten Heilpflanzen ist, Gewebe hergestellt.

„Aus den alten, trockenen Stielen der Waldrebe drehte man Zigaretten, und aus den Wurzeln der Wegwarte wurde Kaffee-Ersatz hergestellt", sagte Renate Bremicker. Über die Verwendung des in allen Teilen essbaren Wiesenbocksbartes berichtete die Kräuterexpertin, dass seine Pfahlwurzel einst als Delikatesse galt. Die Wanderer sahen diese Pflanze bereits verblüht, wobei sie jedoch besonders schön aussieht: Dann stehen ihre Früchte in einer dichten Kugel aus haarig verwebten Fallschirmchen. Während Renate Bremicker an vielen Wingertwegen feststellte, dass es um die Artenvielfalt weniger gut bestellt ist, standen im Naturschutzgebiet Forster Bruch zahlreiche Wildkräuter in sommerlicher Blüte. Hier fördert die Nabu-Ortsgruppe Wachenheim-Deidesheim auf 20 Hektar eine vielfältige Wiesenlandschaft, wie Vorsitzender Nicolas Bachmann erläuterte.

Wo nicht gespritzt und nur wenig gedüngt wird, locken zahlreiche Blüten Insekten an. So sahen die Wanderer als wertvollen Nektarspender den Blutweiderich, der feuchte Standorte besiedelt. Am duftenden Mädesüß entdeckten sie neben Bienen sogar Käfer als Bestäuber. Auch Falter wie das Tagpfauenauge bekamen sie zu Gesicht. Der schwarzweiß gemusterte Schachbrettfalter, der mehrfach umherflatterte, braucht ungemähte ältere Gräser für die Ablage seiner Eier und kommt im Forster Bruch noch zahlreich vor.

Kurz vor Deidesheim führte die Exkursion an Trockenmauern und Steinhaufen vorbei: Dort findet der seltene Steinschmätzer Brutmöglichkeiten. Dieser Singvogel bewohnt offenes Gelände und brütet dank zahlreicher Brutangebote wieder häufiger in unserem Raum.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.160
Datum: Mittwoch, den 14. Juli 2010
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '6595067'
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Umweltbildung statt Blumen

Seinen 60. Geburtstag, den der langjährige Landauer Grünen-Politiker Hans-Jürgen Büssow kürzlich feierte, nutzte er für ein gutes Werk an der Jugend und der Natur. Er verzichtete auf Geschenke und bat um Spenden für ein Umweltbildungsprojekt des Naturschutzbundes Landau, das Umweltdiplom für Kinder. 2245 Euro kamen zusammen. Werner Kern, Vorsitzender des Naturschutzverbandes, bedankte sich für diese Geste: „Ich freue mich, dass wir mit dem Geld ein erfolgreiches Projekt weiterführen und den Kindern in Landau die Natur näher bringen können." In jährlich über 20 Veranstaltungen, Seminaren und Workshops erforschen und erleben die jungen Teilnehmer die Natur. (red)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.160
Datum: Mittwoch, den 14. Juli 2010
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '6595113'
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Getreide mitten in LU

Getreideähren wogten in der vergangenen Woche auf der Grünfläche Ecke Wredestraße und Heinigstraße in Mitte. Georg Waßmuth von der Ortsgruppe Ludwigshafen des Naturschutzbundes ( Nabu) erklärt: „Es könnte sich um Mäusegerste handeln. Diese und Hafer wachsen öfter inner Orts." Die Mäusegerste stammt aus dem Mittelmeerraum und besiedelt trocken-warme Standorte. Dorthin gelangen die Samen beispielsweise über Vogelfutter oder neu ausgestreute Rasenmischungen. Es könnte auch sein, dass sie in frisch aufgetragener Erde waren, vermutet Waßmuth. Mäusegerste wird bis zu 50 Zentimeter hoch. Kann sie ausreifen, fallen die Körner zu Boden. Wenn dann Vögel und Kleintiere nicht alle Samen aufessen, könnten im nächsten Jahr wieder Getreideähren vor der Hochbrücke wachsen. (dbö)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.142
Datum: Mittwoch, den 23. Juni 2010
Seite: Nr.43
"Deep-Link"-Referenznummer: '6501539'
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„Funktioniert wie beim Aquarium"

Ortstermin: Eine Wiederbelebung der Wässerwiesenwirtschaft am Speyerbach bei Geinsheim wäre ein „Quantensprung". Diese Ansicht vertraten Naturschützer bei einer Exkursion am Sonntag. Sie haben dafür eine neue Möglichkeit gefunden. Es könnte bald heißen: Schlauch statt Stauwehr.

Von Anke Wanger

Es ist noch früh am Morgen. Erst allmählich wärmt die aufgehende Sonne die Luft, feucht und kühl liegt der Morgentau über den Wiesen. Auch wenn man sich in diesem Moment nicht vorstellen kann, dass es Wiesenflächen nahe der Haßlocher Fronmühle gibt, die austrocknen können, gibt es dennoch Sommerzeiten, in denen es nötig wäre, die sandigen Böden für den Naturschutz gezielt zu wässern. Nur mit sanfter und stetiger Bewässerung könnten sich dort wieder gefährdete Arten aus Pflanzen- und Tierwelt ansiedeln, erklären die Organisatoren von der Neustadter Ortsgruppe des Naturschutzbundes ( Nabu). Ein dauerhaftes Gastspiel zum Beispiel der Helm-Azurjungfer, einer Libellenart auf der roten Liste - das wäre ihr Traum.

Das Wasser soll sich im Geinsheimer Naturschutzgebiet Lochbusch-Königswiesen ab der Fronmühle in jahrhundertealten Bewässerungsgräben verteilen. Die stellenweise vorhandenen Wehre dürften jedoch laut Neustadter Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd nicht zum Aufstauen des Speyerbachs verwendet werden, berichtet der  Nabu-Vorsitzende Martin Grund. Es muss deshalb eine andere Hebelösung her, um das Wasser aus dem Speyerbach auf die Wiesen zu bringen. Der Durchbruch sei nach Jahren zähen Ringens gelungen, so die Vorsitzenden Grund und Ursel Mosebach am Sonntag vor fast zwei Dutzend Naturschützern. Die SGD prüfe den Antrag für einen mehrmonatigen Probelauf.

Als Alternative zum sogenannten Queraufstau haben Grund und seine Mitstreiter eine Schlauch-Lösung für eine zumindest kleinparzellige Lösung entwickelt. Neumitglied Ulrich Fischer half dabei mit, weil er Vermessungs-Geräte von seinem Arbeitgeber leihen konnte. Die anschließenden einjährigen Messungen von Gelände- und Wasserspiegelhöhen ergaben nämlich, dass der Bach nahe der Fronmühle dank „einzigartiger Höhensituation" immer höher liegt als das umliegende Gelände, auch wenn er Niedrigwasser führt. „Das funktioniert jetzt wie beim Aquarium", vergleicht Grund seinen Versuchsaufbau am Wiesenrand. Der Schlauch, dessen eines Ende im Speyerbach hängt, fängt im einige Meter entfernten Graben schnell an zu tropfen. Mit Heberohr statt Schlauch ließe sich so ohne großen Aufwand „Geinsheimer Gnadenwasser" entnehmen, sagt Grund. „Nach Jahrzehnten erstmals wieder Bewässerung im Gelände, das wäre ein Quantensprung." Es müsse allerdings ein Rohrschacht gebaggert werden, durch den das Wasser unterirdisch weitergeleitet würde. Anschließend könne es sich am historischen Wasserverteilungsbauwerk über die vielen „Bypass-Gräben" über mindestens sieben Kilometer flächig verteilen, so die Vorstellung. „Glücklicherweise" gehöre der Geländestreifen in Gänze der öffentlichen Hand.

Das mögliche System sei, einmal eingerichtet, weitgehend „wartungsfrei und narrensicher", meint Grund. Der Natur-Experte träumt schon von einer Wiederbelebung der Geinsheimer Wiesengenossenschaft und einem „Geinsheimer Wiesentag".

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.141
Datum: Dienstag, den 22. Juni 2010
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '6504959'
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Kindergeburtstage:

Nabu lädt ein

Unter dem Motto „Die Natur hat das ganze Jahr geöffnet - auch für deinen Geburtstag" bietet die Gruppe Landau des Naturschutzbundes ( Nabu) zu allen Jahreszeiten Kindergeburtstage an.

„Ob als Ameise auf der Wiese, als Indianer durch die Wildnis oder auf der Suche nach dem geheimnisvollen Schatz im Wald, für Kinder ist es ein großes Geschenk, sich selbst als Teil der Natur zu begreifen", wirb Ulrike van der Bloemen, Umweltpädagogin beim  Nabu, für das Angebot. Gedacht ist es für Geburtstagkinder ab fünf Jahren, die mit bis zu zehn Freunden auf den  Nabu-Streuobstwiesen rund um das Naturschutentrum Hirtenhaus in Mörzheim feiern möchten.

Info

Infos, Termine und Preise bei der  Nabu-Regionalstelle Süd: Telefon 06341 31628 oder www. NABU-RLP-Sued.de.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.141
Datum: Dienstag, den 22. Juni 2010
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '6334653'
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Jungvögel: Nicht mit nach Hause nehmen

Kreis Germersheim.

Beim Naturschutzbund ( NABU) häufen sich Anrufe von Vogelfreunden, die sich um vermeintlich verlassene Jungvögel sorgen. Das teilte Carmen Schauroth, Leiterin des  NABU Südpfalz mit. Sie warnt davor, sich zu schnell eines Jungtiers anzunehmen oder es gar mitzunehmen.

Die Jungen der meisten Vögel sind flügge, sobald sie ihr Federkleid besitzen. Bevor sie fliegen können verbringen sie noch einige Zeit bei ihrem Nest. In dieser Phase werden sie weiterhin von den Altvögeln versorgt. Deshalb sollten sich Vogelfreunde nur dann eines Jungtieres annehmen, wenn es direkt gefährdet ist, also etwa an einer viel befahrenen Straße sitzt. Dann kann es vorsichtig umgesetzt werden - aber so, dass seine Eltern weiter die Bettelrufe hören können und den Kontakt nicht verlieren. So genannte Nestflüchtlinge haben außerhalb des Nestes im Gebüsch größere Überlebenschancen als im Nest, wo sie eher Nesträubern zum Opfer fallen. Sehr junge, kaum befiederte Vögel, die aus dem Nest gefallen sind, können zurückgesetzt werden. Sie werden trotz Kontakt mit dem Menschen weiterhin von den Eltern angenommen. (red)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.136
Datum: Mittwoch, den 16. Juni 2010
Seite: Nr.23
"Deep-Link"-Referenznummer: '6491944'
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Erste Panorama Kamera im Pfälzerwald installiert

NEUSTADT (pet). Die erste „Panorama-Kamera Pfälzerwald" hat jetzt der Neustadter Naturschutzbund (Nabu) in Kooperation mit dem Deutschen Wetterdienst und der Stadt Neustadt ins Internet gestellt. „Es handelt sich um die erste Kamera, die einen so grandiosen Blick auf den Pfälzerwald bietet", sagt Martin Grund, Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe Neustadt, der ehrenamtlich mehrere Webcams betreut. Montiert wurde die Kamera auf dem 500 Meter hoch gelegenen Weinbiet-Aussichtsturm. Jetzt sendet sie Bilder von der Rheinebene, dem Haardtrand sowie den weitläufigen Hügeln des Pfälzerwaldes. Zu sehen sind die Aufnahmen auf den Internetseiten des Nabu unter www.nabu-nw.de . Versehen sind die Bilder mit Hinweisen auf bevorstehende naturkundliche Exkursionen. Die Übertragungskosten trägt der Deutsche Wetterdienst, die Kamera ist eine Dauerleihgabe der Firma Mobotix in Winnweiler.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pirmasenser Rundschau
Ausgabe: Nr.135
Datum: Dienstag, den 15. Juni 2010
Seite: Nr.1
"Deep-Link"-Referenznummer: '6483619'

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Ein Leben in der Luft

Mauersegler erledigen fast alles im Flug - Nur zum Brutgeschäft suchen die faszinierenden Vögel festen Untergrund auf

VON SIGRID LADWIG

Seit jeher gibt die ungebundene Lebensweise der Mauersegler Rätsel auf. Die extremen Spezialisten sind vollkommen an ein Dasein in der Luft angepasst: Sie fressen, schlafen und paaren sich sogar im Flug. Doch die Dauerflieger haben auch mit irdischen Problemen wie Brutplatzmangel zu kämpfen.

Nur etwa drei Monate bleibt der Mauersegler bei uns. In dieser knappen Zeit zieht er seinen Nachwuchs auf, bevor es im August wieder ins südliche Afrika geht. Dort leben die Alt- und Jungvögel als Nomaden der Lüfte: Wegen der starken Konkurrenz zu afrikanischen Seglerarten verlegt sich der Mauersegler Tag und Nacht auf ein Dasein am Himmel: „Indem die Vögel in der Luft übernachten, machen sie sich von Bodenquartieren unabhängig und erobern einen schier unbegrenzten Lebensraum", sagt der Neustadter Mauersegler-Experte Martin Grund vom Naturschutzbund Deutschland.

Auch in unseren Breiten steigen Segler abends weit kreisend und von warmen Aufwinden getragen in immer höhere Luftschichten auf. Schon vor Jahrhunderten führten Wissenschaftler diese Beobachtung darauf zurück, dass die Vögel im Flug schlafen. Skeptiker wandten ein, der Energieaufwand sei zu hoch, bis Radaruntersuchungen klar belegten, dass Mauersegler tatsächlich in der Luft nächtigen.

Um Energie zu sparen, schweben sie im Gleitflug, der von wenigen Flügelschlägen unterbrochen wird. „In unseren Breiten handelt es sich dabei um nicht brütende Vögel, die in einer durchschnittlichen Höhe von 2000 Metern nächtigen", erklärt Grund. „Bei starkem Wind lassen sie sich mitunter weit verfrachten, denn das morgendliche Zurückfliegen zum Ausgangsort kostet sie weniger Energie, als die Position zu halten."

Mauersegler werden oft mit Schwalben verwechselt. Trotz äußerlicher Ähnlichkeit sind beide Arten jedoch nicht verwandt. Während Schwalben zu den Singvögeln gehören, zählen Mauersegler, die schrille Rufe ausstoßen, zur Ordnung der Segler (Apodiformes). Typische Erkennungszeichen sind ihre langen, spitzen und sichelförmigen Flügel und das fast gänzlich schwarzbraune Federkleid, das bei Männchen und Weibchen nicht zu unterscheiden ist.

Der wissenschaftliche Name „Apus apus" (der Fußlose) legt die geringe Bedeutung der kurzen Beine und schwach entwickelten Füße nahe. Nie sitzen Mauersegler auf Zweigen oder Leitungsdrähten. Sie können sich aber mit ihren vier nach vorne gerichteten Krallen an senkrechten Haus- und Felswänden festklammern. Zum Laufen taugen die Füße nur sehr eingeschränkt, und ein unfreiwillig gelandeter Mauersegler kann nur von unbewachsener Fläche wieder abheben.

So unbeholfen die Vögel am Boden wirken, so beeindruckend bewegen sie sich in der Luft. Vom ruhigen Gleitflug mit ausgestreckten Flügeln bis zum Zirkeln in Hochgeschwindigkeit reichen die Manöver. Alles absolvieren die Flugkünstler in der Luft, fangen wendig Insekten und Spinnen, trinken von Wasserflächen und putzen mit raschen Kopfdrehungen ihr Gefieder. Als schnellste Flugart beschreibt Martin Grund die rasanten Balzflüge: „Dabei vollziehen die Partner in steilen Parabeln turbulente Wendungen, durch die enorme Kräfte auf die Flügel einwirken. Der Beobachter hört das als regelrechtes Flügelrauschen."

Erwiesen sind heute auch die oft beschriebenen Luftkopulationen. Mauersegler paaren sich also nicht nur in ihrer Bruthöhle. „Die Vereinigung im Flug erfolgt sehr schnell, sie dauert nur wenige Sekunden", sagt Martin Grund. Immerhin verlieren die Partner wegen ausbleibender oder nur vibrierender Flügelschläge an Höhe und müssen sich im Absinken auffangen, sobald sie wieder getrennt fliegen.

Auch das Nistmaterial sammeln die rastlosen Vögel im Flug, schnappen dabei leicht fliegende Teilchen wie Federn, Fasern, Halme und Samen auf. Das spärliche Nest bauen Männchen und Weibchen mit klebrigem Speichel zusammen. Einzig das Brutgeschäft bindet den Mauersegler an festen Untergrund. Und hier liegt sein größtes Problem.

Als Kulturfolger nistet er in hochgelegenen Gebäudenischen, etwa in Hohlräumen unter Dachrinnen oder hinter verrutschten Ziegeln. Die geselligen Koloniebrüter sind stark an ihre Nistplätze gebunden und kehren jedes Jahr zu den gleichen Quartieren zurück. „Im Gegensatz zu Star und Spatz finden sie sehr schwer neue Brutplätze", sagt Martin Grund, der immer wieder erlebt, dass langjährige Unterschlüpfe bei Sanierungen verloren gehen. Oft geschieht dies aus Unwissenheit, obwohl Mauersegler nicht unauffällig bleiben: Überall dort, wo Paare brüten, vollführen Quartier suchende Jungsegler ihre Flugspiele und fliegen vor allem morgens und abends in laut schreienden Gruppen an den Bruthöhlen vorbei. Von drinnen rufen die Brüter zurück. Martin Grund sieht darin ein soziales Ritual: „Die jüngeren Tiere merken sich potenzielle Bruträume für ihre Rückkehr im nächsten Jahr."

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.135
Datum: Dienstag, den 15. Juni 2010
Seite: Nr.13
"Deep-Link"-Referenznummer: '6469486'
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Basteln, bohren, Boot fahren

Vielfältiges Angebot auf der städtischen Kinder- und Jugendmeile in der Wallgasse

Es wuselt. Kinder rennen herum, haben ihre Eltern im Schlepptau und ziehen diese von Aktion zu Aktion. Mit dem Start des Rheinland-Pfalz-Tages gestern um 15 Uhr hat auch die kommunale Kinder- und Jugendmeile der Stadt Neustadt in der umgestalteten Wallgasse begonnen.

Nach schwachem Beginn füllt sich die Meile zusehends. Gegen 17 Uhr ist richtig viel Betrieb - obwohl die starken Regenfälle der Vortage den Boden stark aufgeweicht haben. Einige Bereiche mussten morgens mit Vlies und Rindenmulch abgedeckt werden, anderswo wurde kräftig gepumpt.

„Es war Wunsch des Landes, dass die beteiligten Kommunen eine Kinder- und Jugendmeile anbieten", erklärt Marion Walz, Leiterin des Neustadter Jugendamts. Dieser Wunsch werde auch von ihr geteilt. „Von daher war es kein Problem, das zu realisieren." Der Standort Wallgasse habe sich aufgrund des hier beheimateten städtischen Kinderhorts angeboten. Und der gerade abgeschlossene Umbau mit der Renaturierung des Floßbachs mache das Gelände „ideal".

Direkt am Anfang der Meile hat der Kinderschutzbund seinen Stand, an dem die Kinder an einem Ballonflugwettbewerb teilnehmen können. Am östlichen Ende können die Besucher bei der Lebenshilfe in einem Bewegungs- und Rollstuhlparcours das Bedienen von Rollstühlen ausprobieren. Nebenan bietet die Sprachschule Little Steps 20-minütige Schnupperstunden in Englisch an.

„Klasse, was hier alles geboten wird", sagt Stephanie Schmidt, Mutter von zwei Kindern. Die lassen sich gerade von Mitarbeitern der Kindertagesstätte Mußbach schminken. Daneben, beim Kreativen Basteltreff Hambach, werden die Kinder selbst aktiv. „Unsere Windräder kommen immer gut an. Wir haben aber auch Schiffchen zum Falten", erzählt Betreuerin Martina Saling.

Beim Naturschutzbund Südpfalz werden Insektenhotels gebaut. Mit Bohrmaschinen und Schrauben bohren die Kleinen Löcher in Holzstämme, die sie zu Hause befestigen können. Außerdem dürfen sie dort auf einem Energieerlebnisfahrrad in die Pedale treten und mit Muskelkraft entweder Licht „anstrampeln" oder eine Luftpumpe bedienen. „Wir sind gut beschäftigt", sagt Carmen Schauroth, Leiterin der Regionalstelle Südpfalz. „Wir haben hier total begeisterte Kinder. Mit ihnen wollen wir auch eine Collage über die Artenvielfalt erstellen, die Ministerpräsident Beck oder Ministerin Conrad erhalten soll."

Beim Technischen Hilfswerk wird ein Wasserspiel aufgebaut. „Mit einem Wasserstrahl können die Kinder einen Ball durch das Labyrinth schieben", so Matthias Jacobi, Jugendbetreuer beim Hilfswerk.

Das Programm

Am Samstag und Sonntag öffnet die Kinder- und Jugendmeile jeweils um 11 Uhr. Die Angebote enden um 19 Uhr. Heute findet auf dem Floßbach eine Bootsfahrt statt, die das Christliche Jugenddorf organisiert hat (Einstieg in der Wallgasse, Ausstieg an der Festwiese).

Sonntags veranstaltet der TuS Diedesfeld ein Torwandschießen. Außerdem wird Stockbrot gegrillt. RHEINPFALZ-Maskottchen Nils Nager ist zu Gast. (hofc)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.133
Datum: Samstag, den 12. Juni 2010
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '6473434'
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„Näher an die natürlichen Verhältnisse"

Naturschutzbund öffnet Gräben im Ordenswald - Stadt-Auftrag mit dem Ziel, den Wasserhaushalt in der grünen Lunge zu verbessern

Einsatz im Ordenswald: Die Neustadter Ortsgruppe des Naturschutzbundes ( Nabu) hat im Auftrag der Stadt mit Arbeiten am Grabensystem begonnen. Ziel ist die „Wiedervernässung" des Waldgebiets.

In Verbindungsgräben, die früher der Entwässerung dienten, in den vergangenen Jahrzehnten aber nicht mehr genutzt wurden, werden „Durchflusshindernisse beseitigt", erklärt Klaus Hünerfauth von der städtischen Umweltabteilung. Fünf Helfer des  Nabu und zehn Firmlinge aus den katholischen Pfarreien Geinsheim, Diedesfeld und Duttweiler, die sich freiwillig für das ökologische Projekt gemeldet haben, waren beim ersten Einsatz fünf Stunden lang am Werk. Es galt, Holz, Laub, Erde und Schutt zu entfernen. Den Auftrag hat der  Nabu nach Ausschreibung von der Stadt erhalten. Die niedrige vierstellige Honorarsumme werde komplett in den Naturschutz reinvestiert, so Vorsitzende Ursula Mosebach. Sie nennt als Beispiel den Erwerb von Krötenzäunen.

Drei Gräben sollen die  Nabu-Leute bis Jahresende freimachen. Das gehe in den nächsten Einsätzen nur mit Hilfe eines Baggers, so Mosebach, deren Vorstandskollege Martin Grund derzeit dafür den entsprechenden Führerschein macht. Bei den jetzigen Arbeiten werde die Funktion der früheren Entwässerungsgräben umgekehrt, erläutert Hünerfauth: „Jetzt geht es um die Wiedervernässung." Die natürlichen Senken im Wald, in der Späteiszeit durch Wind entstanden, bis vor 20 Jahren dauerfeucht und auch heute oft wasserführend, würden verbunden. „Wir arbeiten auf einen Bodenwasserzustand hin, der näher an die natürlichen Verhältnisse kommt."

Die Vorteile der Maßnahme, für die es 2008 Vorarbeiten gegeben hat und die von Projekten der Forstverwaltung und der Stadtwerke begleitet wird, sind für Hünerfauth vielschichtig: Hochwasser werde abgeleitet, der Grundwasserspiegel gehe in die Höhe, neue Biotope könnten sich etwa mit Erlen-Sumpfwäldern sowie „reaktivierten" Niedermooren entwickeln. Dazu kämen bessere Wuchsbedingungen für die Bäume. „Das angereicherte Grundwasser wird für die Wurzeln verfügbar gemacht", erklärt dies der zuständige Förster Rolf Weinheimer. Wie die weiteren Umweltexperten hatte er wegen des zuletzt immer trockener werdenden Waldgebiets Handlungsbedarf gesehen. „Vor 25 Jahren konnte man ja nicht ohne Gummistiefel in den Ordenswald gehen", erinnert sich Weinheimer.

Die Arbeiten sind jetzt im nördlichen Teil, zwischen Speyerdorf und Haßloch, gestartet. Sie betreffen Gräben, die zum Entwässerungssystem in östlicher Richtung, gen Rehbach und Haßloch, gehören. Dieses ist seit den 1960er Jahren verfallen. (pse)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.131
Datum: Donnerstag, den 10. Juni 2010
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '6468496'
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LD Grün für Biogasanlage gefährdet Brutvögel

Lustadt/Bellheim:

Naturschutzbund kritisiert Mähpraxis beim Wintergetreide für Biogasanlage

Eine groß angelegte Mäh-Aktion auf Äckern, die das „Futter" für die Biogasanlage Lustadt liefern, hat am Pfingstwochenende für Unmut unter Bevölkerung und Naturschützern gesorgt. Kritisiert werden nicht nur die Lärm- und Abgasbelästigung in den umliegenden Orten durch den Abtransport, sondern auch der Zeitpunkt der Ernte, der mitten in die Hauptbrutzeit vieler Boden brütender Feldvögel fiel.

Um ein „logistisches Armutszeugnis" handelt es sich laut der Vorsitzenden des Naturschutzbundes (NABU) Bezirksgruppe Pfalz, Monika Bub. „Es kann doch nicht sein, dass an einem Pfingstsonntag Hektar weise gemäht wird und in regelmäßigen Abständen riesige Schlepper durch die Gegend fahren. Ich war beim Pfingstturnier in Zeiskam. Die Lärmbelästigung war immens störend."

So ärgerlich und unverständlich das sei, fügt Bub hinzu, viel gravierender sei noch der ökologische Schaden: „Es ist dringend notwendig, dass die Politik hier klare Regeln aufstellt." Das Wintergetreide, das geerntet wurde, biete für Boden brütende Feldvögel wie Feldlerchen, Rebhühner und Schwarzkehlchen optimalen Schutz. Auch Hasen und Rehkitze legen ihre Jungen in diesen Gebieten ab, erklärt Bub.

Joachim Zürker, Vorsitzender des NABU Bellheim, hat nach der Mahd am Pfingstsonntag mehrere auf den Stoppelfeldern umherirrende Feldvögel beobachtet, die vermutlich ihrer Nester oder Küken beraubt worden waren. „Bei einem Eingriff in diesem Umfang, nach dem sich die Tiere kaum auf angrenzende Äcker flüchten können, ist die Gefährdung der Artenvielfalt extrem", sagt er. Schließlich stünden 60 Prozent der Feldvögel auf der Roten Liste. Unter den betreffenden Flächen war auch der Bellheimer Häßlich, der aufgrund seiner Struktur- und Artenvielfalt als Europäisches Schutzgebiet ausgezeichnet ist.

„Das ist absolut gängige Praxis", erklärt dagegen Markus Glaser, Geschäftsführer der Bioenergie Südpfalz GmbH, Betreiberin der Biogasanlage. „Wenn man den Roggen jetzt nicht erntet, reift er ab." Die Vorwürfe der Lärm- und Abgasbelästigung nennt er übertrieben: „So viele Fahrzeuge waren das auch wieder nicht. Wir wären an diesem Tag auch lieber zum Pfingstturnier oder spazieren gegangen aber die Ernte ist von der Witterung abhängig und dieses erste schöne Wochenende mussten wir ausnutzen." Dass dabei Tiere zu Schaden gekommen sein sollen, hält er für unwahrscheinlich: „Der Grünroggen ist doch viel zu dicht, da brütet nichts drin." Grünroggen eignet sich besonders gut zur Biogaserzeugung, weil er schon Mitte bis Ende Mai geerntet wird und auf dem Acker den Platz für eine Zweitfrucht, etwa Mais, frei macht. „Natürlich sind die Biogasanlagen an sich eine gute Sache", sagt Zürker, „der NABU steht grundsätzlich hinter der Idee, aus Grünabfall Energie herzustellen. Problematisch wird es, wenn dieser Abfall erst aufwändig hergestellt werden und mit negativen Folgen für das Ökosystem geerntet werden muss." Aus diesem Grund sei es notwendig, bestimmte Grundsätze einzuhalten, beispielsweise einen „Verzicht auf flächendeckende Ernte oder Bewirtschaftung von Energiepflanzen auf Stilllegungsflächen zwischen 1. April und 30. Juni zum Schutz von Bodenbrütern und Niederwild". Markus Glaser hält das für weit hergeholt: „Was im Golf von Mexiko passiert, das nenne ich einen Eingriff in die Natur." (mita)

Ein paar tote Vögel sind schlimm genug

MILENA TAUBER

Die Mahd von Wintergetreide für die Biogasanlage während der Hauptbrutzeit gefährdet viele Feldvogelarten. Über Alternativen scheinen die Betreiber nicht nachzudenken. „Was im Golf von Mexiko passiert, das ist ein Eingriff in die Natur." Diese Aussage des Chefs der Betreiberfirma Bioenergie Südpfalz Markus Glaser ist korrekt, als Antwort auf den Vorwurf der Naturschützer jedoch denkbar unqualifiziert. Zum Einen kann man BP zwar fehlende Notfallvorsorge vorwerfen, nicht aber, dass sie das Öl mit Absicht ins Meer pumpen. Zum Anderen ist die wahrscheinlich schlimmste Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA noch lange kein Grund, die Missstände, die sich direkt vor unserer Nase befinden und die möglicherweise sogar zu ändern wären, klein zu reden. Durch den Vergleich mit dem Allerschlimmsten wird das Schlimme nicht weniger schlimm. Und der Betreiber einer Biogasanlage sollte den Umweltschutz so ernst nehmen, dass er sich mit derartiger Kritik auch ernsthaft auseinandersetzt.

Quelle:

Verlag: DIE RHEINPFALZ

Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene

Ausgabe: Nr.125

Datum: Mittwoch, den 02. Juni 2010

Seite: Nr.22

"Deep-Link"-Referenznummer: '6440142'

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Fahrend Geld sparen

Benzin und Diesel sind teuer. Weniger davon zu verbrauchen, heißt eine Menge Geld sparen. Professionelle Spritspartrainer von VW zeigten in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Südpfalz am vergangenen Samstag beim „Spritspartag", wie es geht.

Von Timo Brücken

Anfangs erinnert alles an die Fahrschule: Man sitzt hinter dem Steuer eines fremden Autos, auf dem Beifahrersitz der Lehrer, der Anweisungen gibt und am Ende beurteilt, wie sich der Schüler geschlagen hat. Trotzdem ist die Situation nicht ganz die gleiche: Obwohl Peter Bunke ausgebildeter Fahrlehrer ist, geht es ihm bei seinem Einsatz diesmal nicht um Schilder und Verkehrsregeln, sondern darum, wie sich beim Autofahren möglichst viel Sprit sparen lässt.
Bunke ist einer der Trainer, die am vergangenen Samstag beim „Spritspartag" des Naturschutzbundes (Nabu) Südpfalz und der Firma Volkswagen ihr Wissen weitergaben. Im Landauer Autohaus Zotz und auf den Straßen der Umgebung zeigten sie interessierten Autofahrern einfache, aber entscheidende Kniffe.
Jeder Teilnehmer absolvierte dazu zwei Probefahrten in einem speziell ausgerüsteten VW-Fahrzeug, das Drehzahl, Kraftstoffverbrauch und Abgasausstoß zur späteren Auswertung aufzeichnete. Nach der ersten Runde, bei der man trotz fremdem Auto möglichst „normal wie immer" fahren sollte, gaben die Trainer erste Tipps. „Wir versuchen, möglichst früh in die hohen Gänge zu kommen', erklärte Peter Bunke. Durch frühes Hochschalten werde die Drehzahl niedrig gehalten, denn 2000 Umdrehungen pro Minute sollten am besten nicht überschritten werden - es sei denn man befinde sich auf dem Beschleunigungsstreifen an der Autobahnauffahrt. Neben dem Verbrauch senke eine solche Fahrweise auch den Lärmausstoß, erklärte Bunke, und nicht zuletzt den Verschleiß: „Ihr Auto wird es Ihnen danken." Zu tief dürfe die Nadel des Drehzahlmessers allerdings auch nicht fallen: „Man soll niedertourig fahren, aber nicht untertourig."

Darüber hinaus sei es sehr wichtig, vorausschauend zu fahren, betonte der Spritspartrainer. Vor Ampeln oder Kreuzungen habe man dabei zwei Möglichkeiten: Bei modernen Fahrzeugen reicht es laut Bunke, einfach frühzeitig den Fuß vom Gas zu nehmen und den Wagen ausrollen zu lassen. Die elektronische Schubabschaltung stoppt dann die Kraftstoffzufuhr und der Verbrauch sinkt auf Null. Alternativ könne man aber auch den Gang herausnehmen und im Leerlauf auf den Haltepunkt zurollen, sagte Bunke. In beiden Fällen gilt allerdings: Die Entfernung richtig abschätzen, um nicht zu früh zum Stehen zu kommen. Dann wieder Gas geben zu müssen, verbrauche nämlich viel mehr Sprit, als zuvor eingespart worden sei.

In hohen Gängen, niedertourig und vorausschauend Fahren - viel zu wenige Autofahrer beherzigten dies, klagte Peter Bunke. Schuld daran seien seine Fahrlehrerkollegen: „Viele Leute haben das in der Fahrschule anders gelernt und ändern ihre Fahrweise deswegen ihr Leben lang nicht mehr." Dabei seien die Tipps doch so einfach umzusetzen. Und siehe da, sie halfen wirklich. Bei der zweiten Fahrt unter Anleitung des Profis hatte sich die durchschnittliche Drehzahl fast halbiert und der Spritverbrauch lag zweieinhalb Liter tiefer als in der ersten Runde. Der Unterricht mit Peter Bunke hat also gefruchtet.
Auch Carmen Schauroth vom Nabu war zufrieden: Die Resonanz beim Spritspartag sei sehr gut, nicht zuletzt weil man schon vor zwei Wochen beim „Tag zur Nachhaltigkeit" auf dem Marktplatz dafür geworben habe: „Wir hatten mehr Voranmeldungen als Plätze." Wer diesmal nicht mitmachen konnte, muss sich leider noch etwas gedulden. Der Nabu Südpfalz veranstaltet den Spritspartag nur einmal im Jahr an wechselnden Orten in der Region.

INfo
Informationen zum Thema und Trainingstermine für ganz Deutschland findet man unter: www.sparsprit.info .

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.124
Datum: Dienstag, den 01. Juni 2010
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '6437988'
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Natur hautnah erleben 

Sondernheim: Naturtrainer führt Kinder mit Spaß an Lebensraum Natur heran Kinderlachen und erwartungsvolle Gesichter empfangen die Mitglieder des Naturschutzbundes (Nabu) im Kindergarten Sonnenschein in Sondernheim. Es soll wieder auf einen Ausflug in den Wald gehen, bei dem die Kinder jedes Mal eine Menge Spaß haben und gleichzeitig viel über die Natur und ihren Schutz erfahren.
„Ach, wie schön, heute geh"n wir raus." Mit diesem Lied starten die Kinder ihre Entdeckungsreise in den Wald. Mit dabei sind Erzieherin Astrid Ludwig, Naturtrainerin Gudrun Dorst und Naturpädagogin und Leiterin der Nabu Regionalstelle Süd, Carmen Schauroth. Gudrun Dorst ist ehrenamtliche Mitarbeiterin des Projekts Naturtrainer und arbeitet regelmäßig mit Kindern. Sie bereitet Aufgaben und Entdeckungstouren für Kinder vor, schließlich sollen sie spielerisch die Natur erleben.

Trotz schlechten Wetters führt Dorst die Gruppe in den Wald, wo sie bereits verschiedene Dinge versteckt hat, die nicht in den Wald gehören wie beispielsweise Maiskolben. Freudestrahlend und voller Tatendrang beginnen die Kinder mit der Suche, bis endlich jeder Fehler gefunden wurde.
Doch damit ist noch lange nicht alles erledigt; die Kinder springen durch den Bach und toben durch den Wald. Dabei entdecken sie Tiere und Pflanzen, über die sie von Naturtrainerin Gudrun Dorst einiges lernen. „Wir haben viel Spaß dabei, durch Pfützen zu springen und herumzutoben", erzählen die 6-jährigen Jana und Jasmin. Fasziniert betrachtet die Gruppe Schnecken und andere kleine Tiere im Wald.
Das seit 2008 existierende Projekt wird von der Landeszentrale für Umweltaufklärung gefördert. Geführt wird es von ehrenamtlichen Naturtrainern, meist Senioren, die in zehn Kindergärten der Region arbeiten. Gudrun Dorst ist seit einem Jahr dabei. Sie entschied sich dazu, an Workshops zum Naturtrainer teilzunehmen, nachdem sie ihre Arbeit verloren hatte und sich dennoch nicht vorstellen konnte, nichts zu tun. So stieg sie in die ehrenamtliche Arbeit ein und geht nun voll darin auf. Astrid Ludwig bestätigt: „Es tut den Kindern gut, Bezug zu anderen Personen zu gewinnen und von ihnen zu lernen." Derzeit wird zusätzlich zum Naturtrainer- auch ein Wassertrainer-Workshop angeboten.

Kontakt
Infos zum Nabu und Naturtrainern gibt es bei Carmen Schauroth unter Telefon 06341 31628. (mewi)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.121
Datum: Freitag, den 28. Mai 2010
Seite: Nr.22
"Deep-Link"-Referenznummer: '6429895'
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Kinder verzauberten den Wald - NABU-Naturerlebniscamp in Waldhambach

Wie verwandelt man Regen in gute Laune? Den 30 Kindern und 10 Betreuern des NABU-Zeltlagers ist dies ohne Mühe gelungen. Unter dem Motto „Hokuspokus im Zauberwald – ein magisches Abenteuercamp für junge Hexen und Zauberer“ hatte die NABU Regionalstelle Süd an Himmelfahrt zu einem Naturerlebnis-Wochenende auf dem Jugendzeltplatz in Waldhambach eingeladen. Dort lernten die jungen Hexen- und Zauberlehrlinge, wie man aus einem Stock und etwas Reisig einen funktionsfähigen Hexenbesen herstellt. Sie bastelten sich einen Hut und einen Lederbeutel für ihren weisen Stein. Dazu schnitzten sie noch einen Zauberstab und schon war die Ausrüstung komplett. Jedes Kind bekam zudem ein Krafttier zur Seite gestellt, das eine besondere Fähigkeit verkörperte. Der Siebenschläfer unterstützte seinen Zauberlehrling zum Beispiel darin, wachsam zu sein und die Waldameise half, viele Freunde zu finden. In einem Rollenspiel wurde die Gruppe vor die schwierige Aufgabe gestellt, Zutaten für einen Zaubertrank zu finden. Die als Trolle, Elfen und Wichtel verkleideten Betreuer zeigten Ihnen den Weg durch den Wald zu den Zauberkräutern. Ein Bestimmungsworkshop mit Elisabeth Freudenmacher von der NABU-Gruppe Annweiler/Hauenstein half den Kindern Brennnessel, Zitronenmelisse, Pfefferminze und Vogelmiere zu erkennen. Zusammen mit ein wenig Fantasie, dem Wille-Wulle-Zauberspruch und einer Prise Sternenstaub konnte der Punsch am Ende des Tages über dem Feuer gebraut werden. Auch wenn sich im Dauerregen der Boden vor dem Gruppenzelt so langsam in eine große Schlammpfütze verwandelte, den Gummistiefeln machte das nichts aus und das Lagerfeuer sorgte immer für Wärme und Gemütlichkeit. Das Wissen über die Pflanzen und der Teamgeist wurden bei einer Rallye zur Burg Landeck noch einmal auf die Probe gestellt. Ausgerüstet mit Karte und Kompass machten sich die Kinder in kleinen Gruppen mit je einem Betreuer auf den Weg. Es galt die Route zur Burg zu finden und entlang der Strecke versteckte Fragen zu beantworten. Als Belohnung wartete ein kulinarischer Schatz, der jedoch erst aus dem „Säuresee“ geborgen werden musste. Keine leichte Aufgabe, wenn nur ein Seil und vier Bäume zur Verfügung stehen. Da mussten alle zusammen arbeiten.

Carmen Schauroth, Leiterin der NABU Regionalstelle und Organisatorin der Veranstaltung ist begeistert von der Motivation der Kinder: „Niemand hat sich über das Wetter beschwert. Die Kinder sind nass und schmutzig geworden, haben über dem Lagerfeuer eine Wildkräutersuppe gekocht, Stöcke geschnitzt und sind durch den Wald getobt. Dabei lernen sie, sich selbst als Teil der Natur zu verstehen und vergessen Computerspiele und Handys. Ich hoffe, dass sie etwas davon mit in ihren Alltag transportieren können.“

Als während einer Nachtwanderung plötzlich mehrere Glühwürmchen aus dem Gebüsch aufleuchteten, wussten die Kinder endgültig, das der Wald verzaubert ist.

Quelle: Trifelskurier 27. Mai 2010

Foto: Carmen Schauroth

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Ein Friseursalon für Vierbeiner

Eschbach: Traditionelles Schafschurfest der  Nabu-Gruppe Landau-Land lockt rund 300 Besucher an

Wer etwas über alte Handwerkstechniken oder die Lebensweise und Kultur der Vorfahren im ländlichen Bereich erfahren wollte, der war am Pfingstsonntag beim traditionellen Schafschurfest der  Nabu-Gruppe Landau-Land, Arbeitskreis Eschbach, genau richtig. Bis Sonnenuntergang waren nach Schätzung des Veranstalters mehr als 300 interessierte Besucher, darunter sehr viele Kinder, gekommen.

Am Nachmittag hatte sich das Schafsgehege in einen einzigen Friseursalon verwandelt. „Barbier" Karl-Heinz Krug aus Altdorf hatte bei dem schweißtreibenden Spektakel alle Hände voll zu tun: Nacheinander schnappte er sich die 29 rauwolligen Pommerschen Landschafe, ließ sie noch ein bisschen blöken, doch sehr schnell hatte er die Tiere fest in seinen Armen. Sicher glitt das Schermesser durch das dichte Fell. Krug erklärte den Zuschauern seine Arbeit, ließ sich auch bei soviel Wissbegierde nicht aus der Ruhe bringen. Die Zeit verging wie im Flug, und schon waren die Tiere von ihrer dicken Wolle befreit. Krug verabschiedet sie jeweils mit einem Klaps.

Arno Laux, Ralf Weinkämmerer und Fritz Bengert vom  Nabu-Arbeitskreis Eschbach sprachen von optimalen Witterungsbedingungen. Arno Laux: „Das Fell muss zum Scheren trocken sein, sonst funktioniert es nicht." In den zurückliegenden Wochen habe der Regen noch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zudem sei jetzt die richtige Zeit, um die Schafe noch vor der Sommerhitze von ihrem dicken Fell zu befreien. Die Ortsgruppe des  Nabu Landau-Land startete im Frühjahr 1996 eine beispielhafte Initiative zur Pflege des Naturschutzgebietes „Haingeraide/ Unterhalb der Madenburg". Nachdem über Jahre hinweg Wiesenhänge im Naturschutzgebiet in kostenaufwändiger Handarbeit gemäht worden und damit die Offenhaltung vorübergehend gesichert war, hatten die Naturschützer beschlossen, sich eigene Weidetiere für die Pflege des Gebietes zu halten. Fortan sollten die Flächen der Südseite des Talhangs unterhalb der Madenburg im Eschbachtal durch Nutzung offengehalten werden. Arno Laux dazu: „Ein erklärtes Ziel des  Nabu-Arbeitskreises Eschbach besteht darin, der Verarmung der heimischen Feldflur oder der drohenden Verbuschung durch Nutzungsaufgabe entgegenzuwirken." Die rauwolligen Pommerschen Landschafe eigneten sich für den Einsatz in der Landschaftspflege auf mageren Böden hervorragend.

Die Besucher in Eschbach schauten nicht nur bei der Schafschur zu, sondern sahen auch, wie aus der gewaschenen Wolle schließlich Fäden gesponnen werden. Dass es gar nicht so leicht ist, einen gleichmäßigen Faden zu spinnen, konnten die Besucher bei diesem Fest ebenfalls erleben. Im Hof des Winzerhauses schnurrten die Spinnräder im Takt um die Wette. Jede der sechs Spinnerinnen, die der Spinngruppe Karlsruhe/Elsaß/Südpfalz angehören, versuchte einen möglichst langen Faden herzustellen. Die Spinngruppe trifft sich übrigens am letzten Samstag im Monat. Das Treffen dauert jeweils von 10 Uhr bis in den späten Nachmittag hinein. Es wird dabei gesponnen, Informationen ausgetauscht. Dabei wird Wolle gefärbt, Socken gestrickt.

Harry Winkler, Schreinermeister aus Ilbesheim, präsentierte zudem seine heimischen Amphibien. Wer dann noch Lust verspürte, der durfte sich mit auf die Eselwanderung begeben. Andere wieder zogen eine Kellerbesichtigung in dem Weinbaubetrieb vor. (som)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.118
Datum: Dienstag, den 25. Mai 2010
Seite: Nr.29
"Deep-Link"-Referenznummer: '6411448'
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Traditionelles Schafschurfest des NABU

Das alljährliche Schafschurfest der  Nabu-Gruppe Landau-Land findet morgen, Pfingstsonntag, auf der Dorfwiese in Eschbach statt. Ab 11.30 Uhr werden beim „Schauscheren" die von den Naturschützern für die Landschaftspflege unterhalb der Madenburg eingesetzten Rauwolligen Pommerschen Landschafe ihre Wolle einbüßen. Auch sonst dreht sich an diesem Tag alles um die Wolle. Die Frauen der Spinnstube zeigen, wie sie zu Fäden versponnen wird, Schaf-Felle können erworben werden, für Kinder gibt es einen Bastelkurs mit dem Naturmaterial. Hausmacherbrote, herzhafte Speisen, Kuchen und Wein werden angeboten. (red)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.117
Datum: Samstag, den 22. Mai 2010
Seite: Nr.21
"Deep-Link"-Referenznummer: '6408115'
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Zum Spritspartag anmelden

„Umweltschonend Auto fahren" lautet das Motto eines Aktionstages am Samstag, 29. Mai, den der Naturschutzbund ( Nabu) zusammen mit Volkswagen ausrichtet. Von 10 bis 16 Uhr dreht sich im Autohaus Zotz im Horstring alles ums Spritsparen. Wer lernen möchte, wie sich mit ein paar kleinen Änderungen am Fahrstil und ohne Zeitverlust der Treibstoffverbrauch um bis zu 25 Prozent verringern lässt, kann sich für ein kostenloses Spritspar-Training anmelden. Professionelle Trainer und Fahrzeuge stehen für einen vom Bord-Computer erfassten Vorher-Nachher-Vergleich zur Verfügung.

Anmeldung nimmt Carmen Schauroth,  Nabu-Regionalstelle Süd, unter der Telefonnummer 06341-31628, oder per E-Mail, nabu.sued@nabu-rlp.de entgegen. Der Führerschein ist unbedingt mitzubringen. (red)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.114
Datum: Mittwoch, den 19. Mai 2010
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '6397548'
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Wanderausstellung über Bio-Landbau

Noch bis zum 25. Mai gastiert die Wanderausstellung „Ökologischer Landbau" in den Räumen der Sparkassen-Geschäftsstelle in der Ostbahnstraße 10. Veranstalter ist der Naturschutzbund ( Nabu), Regionalstelle Süd. Besucher können sich in der Galerie im ersten Obergeschoss über die Besonderheiten der modernen, ökologischen Landwirtschaft informieren. Außerdem wird der Unterschied zwischen Bio-Produkten und herkömmlichen Lebensmitteln dargelegt. Die Ausstellung des Bundesprogramms Ökologischer Landbau klärt auf, wie Ökolebensmittel hergestellt werden und welche Anforderungen und Regeln dafür gelten. Dazu gibt es viele Möglichkeiten für alle Altersklassen, durch Bedienen, Befühlen oder Raten etwas über umweltfreundliche Landwirtschaft zu lernen. Zu sehen ist diese Ausstellung ebenso wie die Ausstellung „Faszination Natur" zu den üblichen Öffnungszeiten der Sparkassenfiliale. (red)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.112
Datum: Montag, den 17. Mai 2010
Seite: Nr.22
"Deep-Link"-Referenznummer: '6386805'
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Finken und Schwalben im Blick

An dem bundesweiten Wettbewerb „Stunde des Gartenvogels" des Naturschutzbundes Deutschland ( Nabu) hat sich die Grundschule Esthal beteiligt. Der  Nabu wolle so Informationen darüber bekommen, welche Vögel in den verschiedenen Regionen leben, erklärt Schulleiterin Christel Schneider. 34 der 57 Schüler seien am schulfreien Samstag eigens in die Schule gekommen, lobt Schneider. Wegen des schlechten Wetters seien nicht ganz so viele Vögel zu entdecken gewesen. Doch habe man Finken, Schwalben, Meisen und Rotkehlchen beobachten können. Einige der Tiere hätten in den Bäumen der Streuobstwiese ihre Nester. Martin Grund, Vorsitzender der  Nabu-Ortsgruppe Neustadt, sowie Inga Fink und Tatjana Bähr von der Gruppe Neustadt der Naturschutzjugend (Naju) betreuten die Kinder.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.111
Datum: Samstag, den 15. Mai 2010
Seite: Nr.20
"Deep-Link"-Referenznummer: '6380878'
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Keckes Quartett im Stadthorst

Nachwuchs im Turm der Zwölf-Apostel-Kirche: Vier kleine Wanderfalkenkücken werden zurzeit im vom Naturschutzbund ( Nabu) aufgestellten Nistkasten groß. Das hat Heiko Weissgerber, Jugendwart des Vereins, mitgeteilt. „Die Anzahl der Nachkömmlinge ist im Frankenthaler Horst höher als außerhalb des Stadtgebietes", so der  Nabu-Mitarbeiter. „Durchschnittlich zieht ein Wanderfalkenpaar nur zwei bis drei Junge pro Jahr groß und nicht vier, wie es hier im Stadthorst schon öfter vorkam."

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Frankenthaler Zeitung
Ausgabe: Nr.108
Datum: Dienstag, den 11. Mai 2010
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '6327176'
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Wer singt denn da?

Bundesweite  Nabu-Aktion „Stunde der Gartenvögel"

Vom 7. bis 9. Mai findet wieder die bundesweite Vogelzählaktion „Stunde der Gartenvögel" des Naturschutzbundes Deutschland ( Nabu) statt. Gartenbesitzer und Vogelfreunde sind dazu aufgerufen, an einem der drei Tage eine Stunde lang Vogelarten in Gärten oder Parks aufzulisten, die sie während dieser Zeit entdecken können. Die Stunde kann frei gewählt werden.

Die Ergebnisse können dann dem  Nabu entweder online unter www.nabu.de.  postalisch per Meldeformular, das bei den örtlichen  Nabu-Gruppen erhältlich ist oder am 8. und 9. Mai 2010 von 10 bis 18 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 1157 115 mitgeteilt werden. Zu gewinnen gibt es unter anderem Nistkästen, Bücher und Büchergutscheine. Wie die bisherigen Zählungen leider zeigen, nehmen viele der Gartenvogelarten bundes- und landesweit stark ab. Darunter sind auch die so genannten „Allerweltsarten" wie Star, Grünfink, Haussperling, Blau- und Kohlmeise.

Selbst für die allgegenwärtig erscheinende Amsel wird ein gravierender Rückgang verzeichnet. In Kaiserslautern beträgt die Abnahme im Vergleich zum Vorjahr rund 20 Prozent. In Kusel und Bad Dürkheim sind es etwa 40, in Ludwigshafen mehr als 60 Prozent. (ain)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.106
Datum: Samstag, den 08. Mai 2010
Seite: Nr.38
"Deep-Link"-Referenznummer: '6323418'
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Vogelparadies Bellheimer „Häßlich“

Etwa 20 Interessenten konnten sich am ersten Maiwochenende während einer morgendlichen Exkursion des NABU von der Artenvielfalt und Schönheit des Streuobstgebietes „Häßlich“ überzeugen. Joachim Zürker, Vorsitzender der NABU-Gruppe Bellheim und Carmen Schauroth, Leiterin der NABU Regionalstelle Süd erläuterten den Teilnehmern die Bedeutung des Gebietes für Vögel, Fledermäuse, Falter und Bienen. Die einzigartige Strukturvielfalt ermöglicht das Nebeneinander von vielen verschiedenen Lebensräumen. So finden sich alte Obstbäume neben schmalen bewirtschafteten Feldern, Hecken neben Wiesen, Hochstaudenfluren neben Feldgehölzen. Das „Hässlich“ ist ein Relikt unserer Kulturlandschaft, die nur extensiv genutzt wird und vielen so genannten „Kulturfolgern“ eine Heimat bietet. Dazu zählen zum Bespiel die Goldammer, das Rebhuhn und der Feldsperling – typische Charakterarten der Feldflur, die auf den großen, intensiv genutzten und mit Insektenvernichtungsmitteln regelmäßig gespritzten landwirtschaftlichen Flächen kaum noch Überlebenschancen haben. Denn wo keine Insekten leben, gibt es auch keine Nahrung für die Aufzucht der Jungen und wo kein Platz für Hecken oder Ackerrandstreifen ist, gibt es auch keinen Schutz vor Feinden. Felder mit schnell wachsendem Wintergetreide eignen sich nicht für Feldlerchen. 65% der Feldvögel stehen deshalb auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.

Im „Häßlich“ dagegen beobachtete die Exkursionsgruppe allein 25 Vogelarten an einem Vormittag, darunter seltene Arten wie Pirol, Neuntöter und Kuckuck. Eine weitere Besonderheit ist der Wendehals, der seit Jahren regelmäßig in den Höhlen der alten Obstbäume brütet. Nachtigallen sind im Gebiet allgegenwärtig. Ihre enorm hohe Bestandsdichte weißt auf optimale Lebensbedingungen für die scheuen Sänger hin. Die Weibchen der Nachtigal bauen nach ihrer Rückkehr aus Afrika ein Nest am Boden im dichten Gebüsch und brüten dort unbemerkt ihre Eier aus. Auf Störungen, wie streunende Hunde, reagieren sie sehr sensibel. Deshalb bittet der NABU alle Spaziergänger, ihre Hunde nicht von der Leine zu lassen. Ebenfalls auf Heckenstrukturen angewiesen sind die kleinen Grasmücken – unauffällige Singvögel, von denen während der Exkursion immerhin drei verschiedene Arten beobachtet wurden: Mönchsgrasmücke, Gartengrasmücke und Dorngrasmücke. Das „Häßlich“ ist ohne Frage ein Vogelparadies. Nicht umsonst wurde es vor über 20 Jahren zum Vogelschutzgebiet ernannt. Aber nicht nur Vögel fühlen sich hier wohl. Auf den Wiesen blühen Ackerstiefmütterchen, Salomonsiegel und Hornkraut. Von vielen der alten Obstbäume sind die Sorten nicht mehr bekannt oder so selten, dass selbst Pomologen an der Bestimmung scheitern. Deshalb hat der NABU im Winter von diesen Bäumen Edelreiser geschnitten. Sie sollen in Baumschulen für die Veredelung verwendet und so die Sorten erhalten werden.

Der Neuntöter legt sich einen Nahrungsvorrat an, indem er seine Beutetiere aufspießt. Im Häßlich findet er geeignete Dornenbüsche.

Foto: (NABU-Archiv)

Quelle: Die Rheinpfalz 3. Mai 2010

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Das mysteriöse Loch

LANDAU: Wie der Pächter einer Wiese von der Stadt dumm gehalten wird - Messstation für Geo-Thermie

Pachten Sie nie von der Stadt Lan-dau ein Grundstück. Sie wissen nämlich nicht, ob Sie darüber auch frei verfügen können. Mit Überraschungsgästen jedenfalls sollten Sie immer rechnen. Diese Lehren hat jetzt hoffentlich Werner Kern, der Vorsitzende der Landauer  Nabu-Ortsgruppe, gezogen.

Von vorne: Es geht um den ehemaligen „Brennplatz" der Mörzheimer, heute eine wunderschöne Streuobstwiese im Osten des Stadtdorfes, auf der Werner Kern vor allem bei Kindern die Liebe zur Natur wecken möchte, ihnen beibringt, was da so wächst und gedeiht.

Vor Jahren hat er das Grundstück von der Stadt gepachtet. Noch heute kann er sich gut an den Tag vor etwa zwei Jahren erinnern, als er auf seinem Rundgang plötzlich einen Bautrupp zwischen den Obstbäumen mitten auf seinem gepachteten Grundstück erspähte. Im Auftrag der Firma Geox, die das Erdwärme-Kraftwerk in Landau betreibt, erklärten ihm die Männer, würden sie ein Loch bohren, in dem seismische Bewegungen registriert werden. Gesagt, getan, Kern war absolut machtlos gegen die Messstation.

Eine offizielle Mitteilung, was es mit den Aktivitäten auf dem ihm überlassenen Grundstück auf sich hat, liegt ihm übrigens bis heute nicht vor. An das Bohrloch hat er sich gewöhnt, auch an den weißen Kasten, in dem Daten gespeichert werden. Trotzdem hat er nicht schlecht gestaunt, als zu Wochenbeginn, er wollte gerade die Obstbäume schneiden, wieder irgendwelche Leute einer Baufirma anrückten. Sie behaupteten, im Auftrag des städtischen Bauamtes einen rund dreieinhalb Meter hohen Mast zu setzen, an dem Solarzellen installiert werden, um die seismische Messstelle mit Strom zu versorgen. Ständig die Batterien austauschen zu müssen, das war wohl auf Dauer doch zu kostspielig. Und Werner Kern erfuhr zugleich, dass solche Solarpanel auch an den Messstellen in Arzheim, Mörlheim, Dammheim und Godramstein installiert werden.

Ihm ließ die Sache keine Ruhe. Doch weil er wie schon im verggangenen Jahr, als er dem Bohrloch auf die Spur kommen wollte, erneut nicht weiter kam, ihm im Rathaus auch diesmal wieder keiner sagen konnte, was es mit dem jüngsten Überraschungsbesuch auf sich hat, ging er an die Öffentlichkeit. Nicht dass er etwas gegen den Mast oder den kleinen Kasten auf seinem Grundstück hätte, nur die Art, wie er vom Rathaus dumm gehalten, besser gesagt nicht informiert wird, das ärgert ihn schon. Zu Recht.

Immerhin: Nach mehr als zwei Tagen hatte der Leiter der städtischen Presseabteilung sogar schon herausgefunden, dass Bauamt und Liegenschaftsamt mit der Sache befasst waren, eine offizielle Baugenehmigung tatsächlich vorliegt, es darüber hinaus wohl auch einen Schriftverkehr zwischen der Betreiberfirma Geox und dem Liegenschaftsamt gibt. Nur sind die Unterlagen im Rathaus im Zuge des Amtsleiterwechsels nirgendwo mehr auffindbar. „Das ist wohl etwas unglücklich bei uns gelaufen", gestand Pressesprecher Horst Pede kleinlaut.

PS: Seit Dienstag vergangener Woche wird im Rathaus eifrig geprüft, werden Unterlagen gesucht und Rücksprachen gehalten. Auf die Idee, sich vielleicht einmal bei Werner Kern zu entschuldigen, ihm zu gestehen, dass die Sache dumm gelaufen ist, kam bis jetzt keiner. (eva)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pirmasenser Rundschau
Ausgabe: Nr.84
Datum: Montag, den 12. April 2010
Seite: Nr.29
"Deep-Link"-Referenznummer: '6259383'
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Landau: Nicht nur zum Waschen da

Naturschutzbund bildet Senioren zu Wassertrainern aus

Der Naturschutzbund (Nabu) möchte den Erfahrungsschatz von Senioren für Kinder zugänglich machen und bildet in einem Generationen übergreifenden Projekt Menschen über 50 zu Wassertrainern aus. Sie sollen Kinder an das Element Wasser in seiner Vielfalt heranführen.

Barfuss oder mit Gummistiefeln durch den Bach laufen, Kaulquappen fangen und Fische beobachten - das macht nicht nur Kindern Spaß. Viele Kinder kommen heute aber nur noch im Haushalt mit Wasser in Kontakt, wo es scheinbar unerschöpflich aus der Leitung fließt. Eine wesentliche Voraussetzung für einen schonenden Umgang mit Wasser ist aber gerade das Erleben der Natur und das Begreifen der ökologischen Zusammenhänge. Ältere Menschen haben aus ihrer Lebenserfahrung heraus oft noch eine breite Kenntnis: Wie war das, als im Mühlgraben noch Krebse lebten und der Bach durch den Ort noch nicht in Betonrohren floss?

Finanziert wird die Ausbildung vom rheinland-pfälzischen Umweltministerium. Für Teilnehmer ist sie kostenfrei. In sieben halbtägigen Workshops lernen die angehenden Wassertrainer, wie sie mit Untersuchungen, Spielen, Basteleien und Experimenten Kinder im Alter zwischen 8 und 13 Jahren für das Element Wasser begeistern können.

Die Wassertrainer sollen unter anderem an Ganztagsschulen eingesetzt werden, deren Zahl rapide wächst. Die Senioren können, abhängig vom eigenen Zeitbudget, wöchentliche Arbeitsgemeinschaften leiten, Projekt- oder Wandertage organisieren, Bachpatenschaften betreuen oder Exkursionen anbieten. Rund 25 Wassertrainer des vergangenen Lehrgangs sind landesweit bereits aktiv. Im Sommer startet die nächste Ausbildung, unter anderem in der Südpfalz.

Interessenten können sich ab sofort beim Nabu melden. Fachliche Vorkenntnisse sind nicht nötig. Vorausgesetzt wird nur die Freude am Umgang mit Kindern und Interesse an der Natur. (red) Kontakt Nabu, Telefon 06341- 31628 oder E-Mail: NABU.Sued@NABU-RLP.de

Quelle: Die Rheinpfalz 20. März 2010

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Nabu arbeitet mit Nachwuchs - 22 Umweltdiplome vergeben

22 Kinder hat der Naturschutzbund Landau mit Umweltdiplomen ausgezeichnet. Die jungen Naturschützer haben im vergangenen Jahr regelmäßig an einer Veranstaltungsreihe des Nabu teilgenommen. Dabei haben sie viel über die Themen Naturschutz, Artenvielfalt und Nachhaltigkeit gelernt. Sie wissen nun zum Beispiel, was der Unterschied zwischen Honigbienen und Wildbienen ist, wie man einen Lehmofen baut und was man im Garten für Igel tun kann.

Kinder beim Lehmofenbau (Foto: Werner Kern)

Für jede besuchte Veranstaltung erhielten die Kinder einen Stempel in ihr Naturtagebuch. Neun Kinder haben mehr als zehn Stempel gesammelt und eine Diplomarbeit angefertigt, in der sie die Projekte dokumentieren, die sie alleine oder mit Freunden und ihrer Familie durchgeführt haben. So initiierten vier Kinder aus Winden ein Beweidungsprojekt mit Schafen auf einer Feuchtwiese in ihrer Siedlung, andere Diplomanten reinigten den Hainbach, bauten Nisthilfen, beschäftigten sich mit Libellen oder halfen am Amphibienschutzzaun. Die Preisträger: Henrik Schweder (Pleisweiler), Max Egle (Ilbesheim), Yannik Gollon (Böchingen), Lilli und Elias Hauck (Winden), Timo und Ronja Straube (Winden), David Quinkenstein (Offenbach) und Jens Wander (Landau). 13 Kinder bekamen das kleine Umweltdiplom: Luca Faath (Essingen), Jonas Förster (Landau), Simon Gensheimer und Felix Heidkamp (beide Offenbach), Cathrin, Julia und Johannes Hoffmann (Göcklingen), Pia und Jonas Hormuth (St. Martin), Ronja Latz, Nicola Sommer, Leon Striebig und Joshua Wenningmann (alle Landau). Sie hatten mindestens fünf Veranstaltungen besucht. Viele weitere Kinder nahmen an einzelnen Veranstaltungen teil. Sie erhielten eine Teilnahmeurkunde. Auch in diesem Jahr bietet der Nabu in der Südpfalz wieder das Umweltdiplom an. Bei 23 Veranstaltungen können Kinder von 8 bis 14 Jahren ein umfangreiches Wissen über die Natur erwerben.

Erster Termin ist in den Osterferien Montag, 29. März. Das Thema: Mehrschwalbennester bauen. (red) INFO Kontakt und Anmeldung unter Telefon: 06341-31628 oder NABU.Sued@NABU-RLP.de

Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene Ausgabe: Nr.64 Datum: Mittwoch, den 17. März 2010 Seite: Nr.19 "Deep-Link"-Referenznummer: '6169756'

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Vom Laien zum Wasserfan

Im Rahmen eines Fortbildungsprojektes bildet die NABU Regionalstelle Süd in Kooperation mit dem Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Senioren zu Wassertrainern aus.

Barfuss oder mit Gummistiefeln durch den Bach laufen, Kaulquappen fangen und Fische beobachten - das macht nicht nur Kindern Spaß. Wasser verbindet uns mit den Ursprüngen des Lebens. Viele Kinder kommen heute nur noch im Haushalt mit Wasser in Kontakt, wo es scheinbar unerschöpflich aus der Leitung fließt. Eine wesentliche Voraussetzung für einen schonenden und nachhaltigen Umgang mit Wasser ist aber gerade das das Erleben der Natur und das Begreifen der ökologischen Zusammenhänge. Ältere Menschen haben aus ihrer Lebenserfahrung heraus oft noch eine breite Kenntnis: Wie war das, als im Mühlgraben noch Krebse lebten und der Bach durch den Ort noch nicht in Betonrohren floss? Der Naturschutzbund (NABU) möchte den Erfahrungsschatz von Senioren für Kinder zugänglich machen und bildet in einem generationenübergreifenden Projekt Menschen über 50 zu Wassertrainern aus. Diese sollen Kinder an das Element Wasser in seiner Vielfältigkeit heranführen. Finanziert wird die Ausbildung vom Landesumweltministerium. Für Teilnehmer ist sie kostenfrei. In sieben halbtägigen Workshops lernen die angehenden Wassertrainer viele Fakten und Methoden. Untersuchungen, Spiele, Basteleien und Experimente runden das Programm der Workshops ab. Nach einer begleiteten Praxisphase führen die Wassertrainer Veranstaltungen mit Kindern in der Altersgruppe von 8 bis 13 Jahren durch. Anregungen und Tipps geben ihnen die Umweltpädagogen des NABU mit auf den Weg. Im Fokus für den Wassertrainereinsatz steht die zunehmende Zahl an Ganztagsschulen. Die Senioren können, abhängig vom eigenen Zeitbudget, wöchentliche Arbeitsgemeinschaften leiten, Projekt- oder Wandertage organisieren, Bachpatenschaften betreuen oder Exkursionen anbieten. Rund 25 Wassertrainer des vergangenen Lehrgangs sind landesweit bereits aktiv. Im Sommer 2010 startet die nächste Ausbildung in den drei Regionen Bingen, Trier und Südpfalz. Interessenten können sich ab sofort beim NABU melden. Fachliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Vorausgesetzt wird lediglich die Freude am Umgang mit Kindern und Interesse an der Natur.

Kontakt: NABU Regionalstelle Süd, Tel.: 06341-31628 oder E-Mail: NABU.Sued@NABU-RLP.de 

Quelle: Wochenblatt Landau 17. März 2010

 

 Junge mit Wasserglas (Foto: NABU-Archiv)

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Neustadt: Wenn die Kröte den Salamander umarmt

Neustadter Ortsgruppe des Naturschutzbundes stellt Schutzzaun im Kaltenbrunnertal auf - Helfer gesucht

Aller guten Dinge sind drei: Nach 2008 und 2009 wird die Neustadter Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) auch in diesem Frühjahr wieder einen Krötenzaun im Kaltenbrunnertal aufstellen. Aufgrund der anhaltend kalten Witterung ist der dunkelgrüne, 100 Meter lange Zaun dieses Jahr erst am vergangenen Samstag installiert worden. Zwar durften die Neustadter Naturschützer sich dabei auf die Hilfe von zehn bis 15 Aktiven im Alter von acht bis 70 Jahren verlassen, weitere Helfer mit Spaten, Schaufel oder Spitzhacke zum Einbuddeln der Eimer und zum späteren Kröten-Transport sind natürlich weiter herzlich willkommen, wie Ursula Mosebach betont. Schon im ersten Jahre habe sich der arbeitsintensive Amphibienschutz gelohnt, so die Vorsitzende der Nabu-Ortsgruppe. Vier prächtige Feuersalamander und über 3200 fortpflanzungswillige Erdkröten, Grasfrösche und Molche konnten in den entlang des Zaunes eingegrabenen Eimern geborgen und über die Straße zu ihren Laichgewässern gebracht werden. Dabei wird differenziert: Alle Kröten, Frösche und Molche wandern in den Teich, Feuersalamander dagegen kommen in den Bach. Würden die Salamander mit in den Teich gesetzt werden, bestünde die Gefahr des Umklammerns durch die paarungsbereiten Krötenmännchen, was unweigerlich zum Ertrinken der Feuersalamander führe, erzählt Mosebach. Fünf bis sechs Wochen lang kontrollieren die Nabu-Mitglieder täglich morgens und abends die Eimer, die in Abständen von zehn bis 15 Metern eingegraben werden. Die Behälter wiederum sind mit einem Stein und einem Stock bestückt. „Der Stock dient dazu, dass andere Tiere wie Mäuse oder Spitzmäuse aus den Eimern herausklettern können", erläutert Mosebach. Der Stein stellt eine Rettungsinsel für Amphibien und anderes Getier dar, damit sie bei starkem Regen nicht ertrinken. 2009 hatte sich bei den Erdkröten die Anzahl an Tieren gegenüber dem Vorjahr nahezu halbiert. Der Nabu führt dies auf den sehr langen und kalten Winter zurück. Gespannt sind die Neustadter Naturschützer mit Blick auf die diesjährige „Eiszeit" deshalb, wie es nun bei den Amphibien im Kaltenbrunnertal aussieht. nils fragt Kontakt & termin

Nabu-Vorsitzende Ursula Mosebach, Telefon 06327/5837. Mitgliederversammlung am 19. April, 20 Uhr, Hans-Geiger-Schule. (ain)

Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Mittelhaardter Rundschau Ausgabe: Nr.62 Datum: Montag, den 15. März 2010 Seite: Nr.26 "Deep-Link"-Referenznummer: '6129622'

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Feuer, Erde, Wasser, Luft! Naturforscher gesucht!

Die Naturschutzjugend lädt Kinder im Alter von 7 bis 10 Jahren zu einem Osterferienprogramm im Storchenzentrum Bornheim ein. Angeleitet von pädagogischen und naturwissenschaftlichen Fachkräften erkunden die jungen Naturforscher vom 6. bis 9. April die Welt der vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft. Jeden Tag werden sie sich einem anderen Element widmen und hierzu spannende Experimente durchführen:

Wie gehe ich mit Feuer verantwortungsbewusst um? Gibt es unter der Erdoberfläche noch Leben? Was genau ist Luft? Wie kann ich die Wasserqualität testen?

Das Programm findet täglich von 9:00 bis 15:00 Uhr statt.

Die Teilnahmegebühr beträgt für alle vier Tage 50 Euro.

Anmeldung bis Freitag, den 12. März unter: 

NAJU Rheinland-Pfalz, Thorsten Knies, Tel. 06131-1403926, info@naju-rlp.de ,   oder unter www.naju-rlp.de

Quelle: Stadtanzeiger Landau, 6. März 2010

 

Kinder untersuchen Wasserproben

Foto: (NABU-Archiv)

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Platz für Untermieter auf Gut Waldeck

NABU installiert Nistkasten für Schleiereule

Das Gut Waldeck in Eußerthal ist vor allem für seine Isländer-Pferde bekannt. Aber wenn Rosl Rößner, die Pächterin des Gestüts, nicht gerade Reitstunden gibt oder den Stall ausmistet, widmet sie sich ihrer zweiten Leidenschaft, der Vogelfotographie. Vor ihrer Linse posieren Falken, Uhus, Bienenfresser, Neuntöter, Lerchen und Meisen. Kaum eine einheimische Vogelart, die die Hobby-Photographin nicht in Szene gesetzt hat. Dabei gelingt es ihr auf faszinierend Weise, die Schönheit und Ausdruckskraft des Individuums in den Mittelpunkt zu stellen. Besonders angetan haben es Rößner die Eulen. Als sie erfuhr, dass während des langen schneereichen Winters zahlreiche Schleiereulen aufgrund von Nahrungsmangel verendet sind, wendete sie sich mit einem Hilfsangebot an den Naturschutzbund (NABU). Hans-Joachim Fette von der NABU Gruppe Annweiler/Hauenstein und Werner Kern aus dem NABU Naturschutzzentrum Hirtenhaus besichtigten das Guts-Gelände und erkannten schnell, dass sich der Turm optimal als Schleiereulen-Quartier eignet. Das Zimmer unterhalb der Turmspitze wird nicht als Wohnraum genutzt und verfügt über mehrere kleine Fenster, die als Einflug dienen können. Ein Schleiereulen-Nistkasten war im Hirtenhaus bereits vorhanden und musste nur noch an die Gegebenheiten im Turm angepasst werden. Leider stellte sich heraus, dass der große Holzkasten nicht durch die Treppen-Luke passt und zunächst auseinander gebaut werden musste. Oben angekommen wurde der Nistkasten direkt am Fester im Inneren des Gebäudes montiert. Er ist exakt auf die die Bedürfnisse der Schleiereule abgestimmt und bietet den nachtaktiven Tieren einen dunklen Brutraum, der durch eine Innenwand (Schattenbrett) vom Einflugbereich getrennt ist. Eine kleine Klappe ermöglicht die Reinigung. Bei den handwerklichen Arbeiten wurden die Naturschützer von Justine Chastel und Alexander Thorne unterstützt, zwei jungen Leuten aus Frankreich und Kalifornien, die ein freiwilliges ökologisches Jahr beim NABU ableisten.

Nun bleibt zu hoffen, dass am Gut Waldeck bald ein neues gefiedertes Fotomodel Einzug hält. Informationen unter www.NABU-RLP-Sued.de und www.birdpictures.de

Quelle: Trifelskurier 4. März 2010

 

 V.l.n.r. Justine Chastel (FÖJ-Teilnehmerin), Hans-Joachim Fette (NABU Annweiler/Hauenstein), Werner Kern (NABU Landau), Alexander Thorne (FÖJ-Teilnehmer) nach der Montage des Schleiereulen-Nistkastens

(Foto: Carmen Schauroth)

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Landau LINGENFELD Kinder zur Nachhaltigkeit erziehen

LINGENFELD: Nabu veranstaltet erneut „Kinderakademie"

Dieses Jahr wird der Naturschutzbund (Nabu) der Verbandsgemeinde Lingenfeld erneut eine Kinderakademie veranstalten, die der Erziehung zur Nachhaltigkeit dienen soll. Das sagte Jugendwartin Sabine Heilmann bei der Jahreshaupt-versammlung des 543 Mitglieder zählenden Vereins. Sie machte deutlich, dass die Jugendarbeit ein Schwerpunkt bleiben wird. Kassenprüfer Gunter Bug appellierte, weiterhin Geld in die Jugendarbeit zu investieren. Zuvor hatte Kassenwartin Jutta Magin ein finanzielles Plus vermeldet. Vorsitzender Herbert Magin hofft, dass die Steinkauz-Population durch den schneereichen Winter nicht gelitten hat. Probleme hätten sicherlich Schleiereulen und Greifvögel gehabt. Aus ornithologischer Sicht sei erfreulich, dass der Eisvogel den kalten Winter besser als befürchtet überstanden habe; am Lingenfelder Altrhein gebe es mindestens zwei Brutpaare.

Für 2010 kündigte Magin an, dass sich der Nabu an der Aktion „Saubere Landschaft" sowie an der „Stunde der Gartenvögel" beteiligen, die Amphibienwanderung unterstützen, Gabionen am Bahngelände installieren, weitere Steinkauzkästen aufhängen und die Fahrradbewachung beim Lustadter „Handkeesfescht" übernehmen werde. Geplant sind auch eine vogelkundliche Wanderung entlang der Druslach (18. April), eine Ziegenmelker-Exkursion (25. Juni) und die Fledermausnacht (27. August). (nti)

Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene Ausgabe: Nr.46 Datum: Mittwoch, den 24. Februar 2010 Seite: Nr.22 "Deep-Link"-Referenznummer: '6075777'

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Landau Naturschutzbund: - Krötenhelfer gesucht

Der Naturschutzbund (Nabu) sucht Helfer für die Krötensaison, die demnächst beginnt. Während der Wanderungen zu ihren Laichgewässern in den ersten milden Frühlingstagen werden alljährlich ungezählte Erdkröten, Frösche und Molche zu Verkehrsopfern. Deshalb stellt der Naturschutzbund an den Brennpunkten Krötenschutzzäune auf. Jeden Morgen und Abend werden die Zäune in der Dämmerung von ehrenamtlichen Helfern kontrolliert, die gefundenen Tiere aus den Fangeimern gesammelt und über die Straße gebracht.

Für die diesjährige Krötensaison sucht der Naturschutzbund noch dringend Helfer. Am Dienstag, 23. Februar, um 19 Uhr ist im Restaurant Landhaus in Walsheim ein Vorbereitungstreffen zur diesjährigen Amphibienwanderung. Das Treffen hat den Charakter eines offenen „Stammtisches". Eingeladen sind interessierte Bürger, die mithelfen und sich für einzelne oder regelmäßige Kontrollgänge an einem der Amphibienzäune in der Südpfalz zur Verfügung stellen möchten. Besondere Kenntnisse sind nicht erforderlich.

Vom Naturschutzbund betreut werden Schutzzäune in Landau an der Gilletstraße und in Mörzheim, in Neustadt im Kaltenbrunner Tal, in Frankweiler, Gräfenhausen, Eußerthal, Klingenmünster und Schwegenheim. Die Nabu-Regionalstelle koordiniert die Betreuung der Zäune, stellt Taschenlampen und Warnwesten zur Verfügung und informiert über den aktuellen Stand der Wanderungsbewegungen. Weiterführende Informationen erteilt die Organisation unter Telefon 06341 31628. (red)

Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene Ausgabe: Nr.41 Datum: Donnerstag, den 18. Februar 2010 Seite: Nr.17 "Deep-Link"-Referenznummer: '6061315'

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Magisches Naturerlebnis für Kinder

Der NABU (Naturschutzbund) in der Südpfalz bietet in diesem Jahr wieder ein Abenteuercamp für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren an. Unter dem Motto „Hokuspokus im Zauberwald“ werden die jungen Teilnehmer zu Zauber- und Hexenlehrlingen ernannt und lernen die Magie des Waldes kennen. Sie erfahren, welche Zutaten für einen Zaubertrunk benötigt werden, wie man einen Hexenbesen baut und wo der alte Schatz der Druiden vergraben liegt. Bei Ausflügen in die Umgebung begeben sie sich auf die Suche nach ihrem Krafttier.

Auf dem Programm stehen außerdem eine Nachwanderung, eine Rallye, ein Rollenspiel jede Menge Naturerlebnis. Das Camp findet vom 13. bis 16. Mai auf dem Jugendzeltplatz in Waldhambach statt. Anmeldung und Informationen bei der NABU-Regionalstelle Süd, Telefon: 06341-31628 oder E-Mail: NABU.Sued@NABU-RLP.de

Der Teilnehmerbeitrag beträgt pro Kind 90 Euro, für NABU-Mitglieder 70 Euro.

Quelle: Trifelskurier 11. Februar 2010

 

Beim Abenteuercamp des NABU erfahren die jungen Teilnehmer wie man einen Zaubertrank im Feuertopf braut. (Foto: NABU-Archiv)

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Klassenzimmer im Grünen

Nabu bietet Umweltbildung für Schulen an - Verschiedene Projekte

Die Naturerlebnisschule des Naturschutzbundes Landau (Nabu) startet ihr neues Programm für Frühjahr und Sommer. Schulklassen aller Alterstufen können das Angebot in Mörzheim nutzen und den Sachkunde- und Biologieunterricht im Freien gestalten, einen Wandertag einmal anders erleben oder Projekttage mit dem Nabu durchführen.

Unter Anleitung der Biologin und Umweltpädagogin Ingeborg Keller erforschen Schüler und Schülerinnen Tiere und Pflanzen verschiedener Lebensräume und erfahren viel über ökologische Zusammenhänge. Sinneseindrücke, spielerische Lernformen und Wissensvermittlung haben je nach Altersstufe unterschiedliche Gewichtung, heißt es in einer Mitteilung des Nabu.

Im zeitigen Frühjahr wird ein Wohnungsbauprogramm für Piepmätze gestartet und in den ersten warmen Sonnenstrahlen werden die Amphibien beobachtet. Die Lebensräume Wiese, Streuobstwiese, Wald, Laubstreu oder Wasser können genauer erforscht werden. Beim Thema Tarnung und Warnung wird untersucht, wie sich Tiere und Pflanzen vor Feinden schützen können. Auch die Angst vor Spinnen soll den Kindern genommen werden.

Als Jahresprojekte werden die Themen Streuobstwiese oder Wald angeboten. An Projekttagen können sich Gruppen bei der Arbeit im Schulgelände oder im Grünen Klassenzimmer engagieren zum Beispiel durch den Bau eines Lebensturmes oder eines Wildbienenhotels. Auch für Wandertage bietet die Naturerlebnisschule Programme an. Alle Veranstaltungen sind in der Regel für zweieinhalb bis drei Stunden konzipiert. (red)

INFO

Die Programme können unter Telefon 06341 / 31628 angefordert werden.

Weitere Infos unter www.nsz-hirtenhaus.de .

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.25
Datum: Samstag, den 30. Januar 2010
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '6000098'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

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