Gutes tun und darüber reden -

Natur vermitteln, informieren und aufklären

ist unser Ziel

 

Pressearchiv 2009

LD-Mörzheim: Klassenzimmer im Grünen

Landau: Alltagshelden sind Vorbilder
NAJU Ludwigshafen: Spielerisch von Tieren und Pflanzen lernen
Pfälzer WassertrainerInnen erhalten Abschlusszertifikate
Neustadt: Naturschützer und Künstler
Zoo Landau: Die Mittwochszahl
Stadtanzeiger stellt Vereine vor: NABU-Gruppe Landau
LD-Mörzheim: Imposantes Naturschauspiel am Abendhimmel
Landau: Umwelt im Spiel erleben
Frankenthal: Von Haus zu Haus für mehr Natur
Offenbach: Abenteuer für Nachtaktivisten
RÜLZHEIM: Nächtlichen Jägern auf der Spur
Westheim: Kinderakademie - mit Lust und Leidenschaft lernen
Eine Nacht für Ultraschall-Jäger
Schwalben willkommen
 Vogel-Psychotest
Mörzheim: Mein Fundstück ...
Frankenthal: Falken auf der Zwölf-Apostel-Kirche
LU-Maudach: Eiertransport beim Vogelfest
NAJU Ludwigshafen: Aktion "Stunde der Gartenvögel"
Einfach Benzin sparen - Zehn Tipps vom Naturschutzbund
Mutterstadt:  Konto und Auto schonen
Neustadt: Kleine Helfer mit großem Einsatz für Kröten
Landau: Kinder bauen einen Lebensturm
Landau Gommersheim - Schutzzone für Laubfrösche
Frankenthal: Zu wenige aktive Helfer
NABU Landau: Erste Kinder-Diplomanden
Ilbesheim: Kleine Kalmit entbuscht - Seltene Pflanzen und Tiere

Lingenfeld: Brutplätze für Eisvögel

Frankenthal: Brutstätte für 15 Jungfalken

LD-Mörzheim: Wohnungsbauprogramm für Piepmätze

Annweiler: Diavortrag "Wildbienen & Co."
Helfer für Amphibienrettung gesucht!
Naturschutzverbände übernehmen Fledermaus-Patenschaft
Stärkerer Schutz der Buntsandsteinfelsen der Südpfalz gefordert
Speyer: Mit Neugier auf Natur zum Umweltpreis
NAJU Neustadt: „Kabeljau kommt uns nicht auf den Tisch"
NABU bildet „Naturtrainer“ aus - noch Plätze frei !
Naturschutzbund sucht Mitstreiter für Biotopschutz
Neustadt Mußbach: Naturschutzbund Wässerwiesen wieder beleben
NABU LINGENFELD/WESTHEIM feiert 25-jähriges Bestehen
Igel gefunden - wann ist Hilfe nötig?
Speyer: Projekt zur Umweltbildung im Haus für Kinder St. Hedwig
Verrückte Natur im Oktober
Herbstferienprogramm beim NABU Landau
NABU-Gruppe Annweiler / Hauenstein gratuliert 500. Mitglied

NABU Bellheim erhält Umweltpreis der ÖDP

Herbstferienprogramm des NABU Landau
Apfelernte beim NABU Landau: Helfer gesucht!
Staatssekretärin Kraege dankt ehrenamtl. Paten für die Umweltbildung
Frankenthal: Auszeichnung für schwalbenfreundliche Häuser

Frischer Wind in der Südpfalz

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Pressearchiv Januar bis Aug 2008
Pressearchiv Juni bis Dez 2007
Pressearchiv Januar bis Mai 2007
Pressearchiv August bis Dezember 2006
Pressearchiv Januar bis Juli 2006
Pressearchiv 2005

 

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Klassenzimmer im Grünen

Nabu bietet Umweltbildung für Schulen an - Verschiedene Projekte

Die Naturerlebnisschule des Naturschutzbundes Landau (Nabu) startet ihr neues Programm für Frühjahr und Sommer. Schulklassen aller Alterstufen können das Angebot in Mörzheim nutzen und den Sachkunde- und Biologieunterricht im Freien gestalten, einen Wandertag einmal anders erleben oder Projekttage mit dem Nabu durchführen.

Unter Anleitung der Biologin und Umweltpädagogin Ingeborg Keller erforschen Schüler und Schülerinnen Tiere und Pflanzen verschiedener Lebensräume und erfahren viel über ökologische Zusammenhänge. Sinneseindrücke, spielerische Lernformen und Wissensvermittlung haben je nach Altersstufe unterschiedliche Gewichtung, heißt es in einer Mitteilung des Nabu.

Im zeitigen Frühjahr wird ein Wohnungsbauprogramm für Piepmätze gestartet und in den ersten warmen Sonnenstrahlen werden die Amphibien beobachtet. Die Lebensräume Wiese, Streuobstwiese, Wald, Laubstreu oder Wasser können genauer erforscht werden. Beim Thema Tarnung und Warnung wird untersucht, wie sich Tiere und Pflanzen vor Feinden schützen können. Auch die Angst vor Spinnen soll den Kindern genommen werden.

Als Jahresprojekte werden die Themen Streuobstwiese oder Wald angeboten. An Projekttagen können sich Gruppen bei der Arbeit im Schulgelände oder im Grünen Klassenzimmer engagieren zum Beispiel durch den Bau eines Lebensturmes oder eines Wildbienenhotels. Auch für Wandertage bietet die Naturerlebnisschule Programme an. Alle Veranstaltungen sind in der Regel für zweieinhalb bis drei Stunden konzipiert. (red)

INFO

Die Programme können unter Telefon 06341 / 31628 angefordert werden.

Weitere Infos unter www.nsz-hirtenhaus.de .

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.25
Datum: Samstag, den 30. Januar 2010
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '6000098'
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Alltagshelden sind Vorbilder

Sparkasse Südliche Weinstraße-Landau vergibt Bürgerpreis für Engagement im Umweltschutz

Für ihr beispielgebendes Engagement im Umweltschutz hat die Sparkasse Südliche Weinstraße-Landau Werner Kern aus Landau, Gerd Kümmel aus Kandel sowie die Jugend des Angelsportvereins „Petri Heil" Bad Bergzabern mit dem „Bürgerpreis 2009" ausgezeichnet, dotiert mit je 1000 Euro.

Bereits zum vierten Mal hat die Sparkasse diesen Bürgerpreis vergeben an Menschen, die sich, so Vorstandsvorsitzender Bernd Jung, „mit vorbildlichem ehrenamtlichen Engagement hervorragend gesellschaftlich betätigen".

„Umwelt schützen, Zukunft sichern" lautete das Motto des Wettbewerbs, gesucht waren Personen, die aktiv zur Pflege und zum Erhalt der Umwelt beitragen. Der Preis wurde in drei Kategorien vergeben. In der Kategorie „Lebenswerk" wurde Gerd Kümmel aus Kandel für sein über 30-jähriges Engagement ausgezeichnet. Der Amphibienspezialist ist seit 1981 Verbandsvorsitzender des Naturschutzverbandes Südpfalz. „Seit Jahren", so Laudatorin und Jurymitglied Landrätin Theresia Riedmaier, gelinge es Kümmel, „seine Mitarbeiter zu motivieren, um in der Südpfalz Lebensräume für die verschiedensten Tier-, Vogel- und Pflanzenarten zu schaffen". Dazu gehörten unter anderem die Ansiedlung seltener Orchideenarten auf der Kleinen Kalmit, die Renaturierung des Rohrbachs und die Pflege von Streuobstwiesen.

Über den Preis in der Kategorie „Alltagshelden" freute sich bei der Übergabe in den Räumen der Sparkasse am Neuen Messplatz Werner Kern aus Mörzheim, erster Vorsitzender des Naturschutzbundes Landau. Er hat sich laut Jury nicht nur für den Vogelschutz stark gemacht, sondern auch in besonderem Maße dazu beigetragen, das Bewusstsein für Naturschutz zu stärken. Und das seit über 35 Jahren. „Als Sie damals aktiv geworden sind, wurden Sie noch in die grüne Spinnerecke" gestellt, wandte sich Landaus Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer an Kern, der in 2006 bereits den Umweltpreis der Stadt Landau erhalten hatte. Zu Kerns Aktivitäten zählen laut Schlimmer beispielsweise die Pflege von Nistgelegenheiten für Vögel, Fledermäuse, Insekten.

Dritte im Bunde der preisgekrönten Umweltschützer, Kategorie „Junior", ist die Jugend des Bad Bergzaberner Angelsportvereins Petri Heil. Eine Abordnung von neun jungen Leuten - insgesamt gehören 28 zu der Truppe - kam mit ihrem Jugend- und Wasserwart Thomas Matz.

Stellvertretend für alle nahm der Größte von ihnen, Patrick Wißmeier, 16 Jahre jung, freudestrahlend die Trophäe und den symbolischen 1000-Euro-Scheck im Riesenformat entgegen. Landrätin Riedmaier lobte die Jugendlichen für ihr „vielfältiges Arbeiten in der Natur". Sie hatten unter anderem Laichhilfen für Frösche und Kröten geschaffen und ein Waldbienenhotel gebaut.

Das Preisgeld wollen die Petri-Jünger für neuen Fischbesatz im Erlenbach verwenden, wo künftig der „kleinwüchsige Schneider" wieder heimisch werden soll. Außerdem darf der Angler-Nachwuchs einen Tagesausflug ins Landauer Freizeitbad La Ola unternehmen.

Die Preise überreichten Bernd Jung und sein Vorstandskollege Gernot Schneider. (ovi)

SCHILLS
Quelle:

Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.296
Datum: Montag, den 21. Dezember 2009
Seite: Nr.22
"Deep-Link"-Referenznummer: '5860051'
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Spielerisch von Tieren und Pflanzen lernen

Verein(t) in Lu: Die Naturschutzjugend begeistert Kinder mit vielen Projekten in der Natur

Von Gisela Schaar

Kinder spielerisch vom Naturschutz begeistern - das ist das Ziel von der Naturschutzjugend (Naju). Auch in Ludwigshafen gibt es eine Gruppe, die sich jeden zweiten Mittwoch trifft.

„Cool!", freut sich die zehnjährige Hannah beim Kindergruppentreff der Naju Ludwigshafen, als Katrin Hofmann von dem geplanten Kalender erzählt, den jedes Kind bis Weihnachten machen soll. Trotz der einbrechenden Dunkelheit geht deshalb die ganze Gruppe zum Blättersammeln ins Maudacher Bruch. Denis (10) hat ganz professionell eine Stirnlampe am Kopf befestigt und Felix (10) ist vorsorglich mit einem Taschenmesser ausgestattet.

Die Erzieherin Elke Henninghaus, Leiterin der Kindergruppe, und die Biologin Katrin Hofmann treffen sich mit den Kindern alle zwei Wochen mittwochs im Maudacher Bruch. Während der hellen Jahreszeit werden Tiere und Pflanzen in ihrem Lebensumfeld beobachtet. Das reicht von Schnecken über Ameisen bis zu Baumfalken. Manchmal werden auch Baumrinden untersucht oder nach seltenen Blumen Ausschau gehalten. Die Rastplätze im Bruch bieten sich für Spiele in und mit der Natur an. Mit Begeisterung sind die Kinder bei der Sache und lernen den selbstverständlichen und respektvollen Umgang mit der Umwelt.

In den Wintermonaten steht der Kindergruppe ein Raum in der Loschky-Schule zur Verfügung. Mittlerweile sind auch Tobias (11), Lea (10) und Lorena (9) eingetroffen und freuen sich ebenfalls über die Aufgabe für die nächsten Wochen. Zuerst einmal werden zwei Kalenderblätter gemalt, denn das Herbstlaub muss erst getrocknet und gepresst werden.

Jeder darf ein Tier nennen, das Katrin Hofmann aufschreibt. Reihum werden die Zettel gezogen und das aufgeschriebene Tier wird gemalt. Das macht den Kindern sichtlich Freude und sie sind mit Eifer dabei. Nebenbei erzählen sie von ihren Erlebnissen bei der Gruppe und wie viel Spaß sie bei einer Nachtwanderung mit den Eltern hatten, als nach Eulen und Fledermäusen Ausschau gehalten wurde. Besuche beim Imker, Ausflüge in den Pfälzer Wald oder Adler, Geier und Eule bei ihren Flugvorführungen auf einer Burg am Neckar zu erleben, sind Ergänzungen zur Gruppenstunde.

Die meisten der zwölf Kinder kennen sich aus Schule, dem Hort oder der Nachbarschaft und haben sich gegenseitig für die Naju begeistert. Weil einige bald aus der Gruppe herauswachsen, ist an die Gründung einer Jugendgruppe ab zwölf Jahren gedacht, die dann schon feste Projekte übernehmen könnte. Deshalb wäre es schön, wenn sich für beide Gruppen Zuwachs finden würde. Gesucht und willkommen sind auch ehrenamtliche Helfer, denen die Umwelt am Herzen liegt und die Freude am Umgang mit jungen Menschen haben.

Die Serie

In der Serie „Verein(t) in LU" stellen wir im „Marktplatz LU" Vereine und

Gemeinschaften aus Ludwigshafener Stadtteilen vor.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.274
Datum: Mittwoch, den 25. November 2009
Seite: Nr.40
"Deep-Link"-Referenznummer: '5750821'
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Pfälzer WassertrainerInnen engagieren sich in der Umweltbildung

Präsident des Landesumweltamtes Dr. Stefan Hill verleiht Zertifikate

Als Paten für Schulprojekte, Exkursionen und Ganztags-Schul-AG´s rund um das Thema Wasser sind seit Anfang 2008 WassertrainerInnen in Rheinland-Pfalz aktiv.

20 von ihnen erhielten nun im Rahmen einer Feierstunde im Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz ihre Abschlusszertifikate.

Der NABU Rheinland-Pfalz hat die engagierten Bürgerinnen und Bürger in einer zweijährigen Ausbildung qualifiziert, Umweltbildungsprogramme mit Schulklassen zum Thema Wasser durchzuführen. Im Auftrag des Umweltministeriums wurden landesweit über 30 Freiwillige in Workshops, begleiteten Praxisübungen und Erfahrungsaustauschen auf ihre ehrenamtliche Tätigkeit vorbereitet.

 „Die Nachfrage nach diesem bundesweit einmaligen Angebot war sehr groß“, freut sich NABU-Landesvorsitzender Siegfried Schuch über die positive Resonanz auf die Ausbildung.

Ein Drittel der WassertrainerInnen kommt aus der Pfalz und wurde durch die NABU Regionalstelle Süd in Landau ausgebildet. Carmen Schauroth, regionale Projektleiterin ist zufrieden: „Die Wassertrainer sind von Annweiler bis Maxdorf in verschiedenen Schulen und Jugendgruppen der gesamtem Süd- und Vorderpfalz aktiv. Sie bieten Bachexkursionen, Experimentier-Projekten und Gewässeruntersuchungen für Kindern der 3. bis 6. Klasse an. Dabei lernen die Kinder Wasser als Lebensraum und unschätzbares Lebensmittel kennen.“

„Das Umweltlernen mit generationsübergreifendem Ansatz ist ein modellhafter Ansatz“, betonte der Präsident des Landesumweltamtes Dr. Stefan Hill. Aus diesem Grund ist auch einer Fortsetzung des Projektes geplant.

Interessenten an eine Ausbildung als WassertrainerInnen können sich schon jetzt wenden an:

NABU Regionalstelle Süd

Brühlstrasse 21

76829 Landau

Telefon: 06341-31628

E-Mail: NABU.Sued@NABU-RLP.de

 

Quelle: Trifels Kurier 3. Dezember

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Naturschützer und Künstler

Kinder beweisen Vielseitigkeit bei Ausstellungseröffnung im Foyer der SGD

Das Foyer der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd in Neustadt war gestern kaum wiederzuerkennen. Die ganze Dekoration war an die Ausstellung „Kinder erleben Natur" angepasst, die eröffnet wurde und bis 6. November von montags bis freitags zu sehen ist.

Das Treppengeländer war mit Ästen geschmückt, und unter der Treppe war ein kleines Stück Wald auf Rindenmulch angelegt. Auf Stellwänden sind Kunstwerke zu sehen, die in verschiedenen Kindergärten der Region entstanden sind. Auf Baumstämmen sitzend präsentierten gestern die Kinder des Waldkindergartens Kaiserslautern ihre selbstentwickelten Waldwerk- und Spielzeuge und spielten Situationen aus dem Wald-Alltag nach. Zuvor hatten die kleinen Naturfreunde der Städtischen Kindertagesstätte „Vogelnest" Deidesheim ein Lied vorgetragen, das die von ihnen beobachteten Tiere in Versform vorstellte.

Professor Hans-Jürgen Seimetz, Präsident der SGD, erklärte, wie aufgrund der Zuständigkeit seiner Behörde für die Ausweisungen von Naturschutzgebieten die Idee für diese Ausstellung entstanden sei. Der Naturschutzbund (Nabu) stellte sein aktuelles Projekt vor, bei dem ehrenamtliche Helfer, vor allem Senioren, in achtwöchigen Workshops zu sogenannten Naturtrainern ausgebildet werden. Das „Vogelnest" informierte über sein Projekt „Marlachwiesen": Von Frühjahr bis Spätsommer 2009 haben die Kinder alle 14 Tage die neu als Naturschutzgebiet ausgewiesene Landschaft besucht. Mit Gummistiefeln, Köchern und Lupen hätten sie sich aufgemacht, die Natur zu erkunden, so Erzieherin Edith Haengge-Dörr. Auch im Winter wollen sie und ihre Kolleginnen Irma Schmidt und Tamara Jesberger, die das Projekt gemeinsam entwickelt haben, in die Natur gehen. „Die Kinder haben gelernt, dass Natur schützen auch Zukunft schützen bedeutet", so Haengge-Dörr. Der kleine Matteo jedenfalls hat das Prinzip verstanden: Auf die Frage, wer denn die Zukunft sei, rief er selbstbewusst: „Ich!" (wap)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.251
Datum: Donnerstag, den 29. Oktober 2009
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '5646589'
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Die Mittwochszahl

5 - Inzwischen die fünfte Infostation, an denen sich Zoobesucher und Nutzer der Zooschule über regionale Naturschutzthemen informieren können, wurde mit Hilfe regionaler Umweltgruppen im Landauer Zoo errichtet. Eine Jugendgruppe des Naturschutzbundes (Nabu), Regionalstelle Südpfalz, baute im Rahmen des Umweltdiploms eine Info-Station zum Thema Igelschutz - zwei bebilderte Tafeln und eine  Igelburg. Ebenfalls durch Mitglieder des Nabu wie auch des Naturschutzverbandes Südpfalz (NvS) wurde schon ein Wildbienen-Infostand, ein so genannter Lebensturm sowie Infostationen zum Eulen- und Fledermausschutz angelegt. Unterstützt wurde der Bau auch vom Tischlereibetrieb Harry Winkler aus Ilbesheim.

Jugendliche Mitstreiter des Naturschutzbundes errichteten eine Igelstation im Zoo. FOTO: Carmen Schauroth

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.256
Datum: Mittwoch, den 04. November 2009

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Stadtanzeiger stellt Vereine vor:

NABU-Gruppe Landau

Der STADTANZEIGER stellt regelmäßig Vereine vor. Heute beschäftigen wir uns mit der NABU-Gruppe Landau-Stadt. Die NABU-Gruppe Landau-Stadt hat Ihren Sitz im Naturschutzzentrum Hirtenhaus und zählt heute cirka. 1400 Mitglieder. „Unser ältestes Mitglied ist Frau Eichinger, die im nächsten Jahr 100 Jahre alt wird“ erzählt der erste Vorsitzende Werner Kern. Gegründet wurde die Gruppe 1973 als Vogelschutzgruppe im Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV). Wegen der vielfältigen Naturschutzaktivitäten, die sich nicht nur auf den Vogelschutz beschränkten, wurde der DBV 1990 in NABU Naturschutzbund Deutschland umbenannt. Werner Kern berichtet über die wichtigsten Aufgaben. „Als anerkannter außerschulischer Lernort bieten wir Handlungsorientierte, Unterrichtsergänzende Umweltbildung, Seminare, Vorträge, Exkursionen für Schulklassen, Familien, Kinder und Erwachsene. Wir kaufen, pachten, und pflegen ökologisch wertvolle Flächen, bewirtschaften einen Weinberg, führen internationale Workcamps durch.“ Kern erzählt, dass bei diesen Workcamps Teilnehmer aus fast allen Erdteilen schon dabei waren.“ Nur Australien fehlt noch, sagt er schmunzelnd.

Die NABU-Gruppe ist bei botanischen und ornithologischen Kartierungen Erhebungen beteiligt, sie nimmt Stellung bei öffentlichen Planungen (Flurbereinigung, Neubauflächen, Schutzgebiete) und ist Einsatzstelle für 2 FÖJ- Kräfte. Das Interview findet im Naturschutzzentrum „Hirtenhaus“ statt. „Das Hirtenhaus wurde 1749 erbaut als Mörzheim noch Meretzheim hieß und 350 Einwohner zählte. Das Hirtenhaus wurde von 3 Hirten bewohnt. Sie führten das Vieh in die Waldweide, auf die Pferdeweide und auf die Schweineweide. Und wir waren es, die nicht zulassen wollten, dass solch ein altes Gemäuer nicht mehr weiterexistieren sollte; deshalb kauften wie es und in schöner Gemeinschaftsarbeit (immerhin 3 Jahre lang!) renovierten wir, um das Hirtenhaus am 30. April 1992 als Naturschutzzentrum der Öffentlichkeit zu präsentieren“. Seitdem hat es sich zu einem Zentrum entwickelt, das mit seinen Bildungsangeboten in der ganzen Pfalz bekannt ist. Wunderbare Düfte durchziehen eben dieses Haus, denn zur Zeit werden Liköre und Obstbrände wie das „Hirtenwässerle“ aus den Zwetschgen abgefüllt. Heuer hatte man gutes Obstwetter, sodass es genügend Obst aus den NABU- eigenen Streuobstwiesen zu verarbeiten gibt. Eine Aufgabe, die ein Teil der Arbeit der jungen Französin Christine ist. Christine besetzt seit 1. Oktober eine der beiden FÖJ- Stellen, ein junger Amerikaner wird im November dazu stoßen. „Er ist ausgebildeter Glasbläser und wir werden Ihn in der Umweltbildung einsetzen“ erzählt Kern. Umweltbildung ist das große Thema speziell für die Jugend. „Unser Ziel ist es, die Jugend näher an die Natur zu führen“ so Kern. Zusammen mit Carmen Schauroth als Leiterin der Regionalen Geschäftsstelle im Hirtenhaus und der Umweltpädagogin Inge Keller werden Projekte wie das „Umweltdiplom“, Ferienprogramme, Zeltlager, Ferienpass und so weiter durchgeführt. In den Gesamtschulen Pestalozzischule und Grundschule Horst steht die Umweltbildung nachmittags auf dem Programm.

Wir führen auch Kindergeburtstage durch, die sich großer Beliebtheit erfreuen“ sagt Werner Kern. Mit den Kindergärten Zaubernuss in Wollmesheim, der Mörzheimer „Wildtulpe“ und dem Kindergarten Wollmesheimer Höhe besteht eine Patenschaft. Kürzlich hatte der NABU zum zweiten mal Besuch von 6 Umweltorganisationen aus Japan. „Sechs Stunden berichteten wir über unsere Arbeit und wurden befragt, wie wir uns organisieren, wo wir Gelder her bekommen, über die Umweltbildung mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen“, berichtet Werner Kern. Die NABU-Mitglieder leisteten 2008 ca. 2000 ehrenamtliche Stunden bei Pflegeeinsätzen, bei der Amphibienwanderung, bei der Apfelernte, der Apfelsaftherstellung, der Weinlese, beim Nisthilfenbau sowie bei der Umweltbildung.

Ziele: Das Hirtenhaus soll eine Isolierung bekommen, das Umweltdiplom weiter geführt und am Hordtweiher sollen Brutmöglichkeiten für den Eisvogel geschaffen werden. „Die Dachsanierung ist unser wichtigstes nächstes Projekt“ so Kern, außerdem wäre eine zweite Stelle für den Bereich Umweltbildung dringend nötig“.

Quelle: Stadtanzeiger: 24.10.09

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Imposantes Naturschauspiel am Abendhimmel

Über 4000 ziehende Kraniche beobachtete Werner Kern vom NABU Landau innerhalb von einer Stunde am Himmel über Mörzheim. Anschließend stand das Telefon im Naturschutzzentrum Hirtenhaus nicht mehr still. Aus Landau, Bellheim, Annweiler und Neustadt wurden Kranichbeobachtungen gemeldet. Die eindringlichen „gru gru gru“ - Rufe ließen sich noch bis in die Nacht hinein vernehmen. Das kalte Wetter und eine günstige Nord-Süd-Luftströmung veranlassen die Kraniche ihre Brut- und Rastgebiete im Norden zu verlassen und gen Süden zu ziehen, wo sie überwintern. 

Quelle: Trifelskurier: 29.10.2009

Ein herrliches Bild: Kraniche im Formationsflug

(Foto: Rolf Juergens)

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Umwelt im Spiel erleben

Viele Informationen und Anregungen für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit der Umwelt gab es am Samstag im Goethepark bei der dritten Natur-Olympiade des Netzwerks Umweltbildung Südpfalz.

Im Netzwerk Umweltbildung Südpfalz arbeiten südpfälzische Umweltbildungseinrichtungen auf freiwilliger Basis eng zusammen. „Wir präsentieren uns gemeinsam unter eigenem Namen. Somit können wir ein größeres Interesse der Öffentlichkeit erreichen und unsere Ziele besser umsetzen", sagt Ulf Janz, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Naturschutzbundes. Das Netzwerk besteht seit fünf Jahren, unter anderem beteiligen sich der Landauer Zoo, die Wildparkschule im Wild- und Wanderpark Silz und viele andere Umweltbildungseinrichtungen in der Südpfalz.

Kinder konnten bei der Naturolympiade zum Beispiel Ponys vom Modenbacher Hof streicheln oder einen Film über Störche ansehen. Höhepunkt war das Natur-Olympiade-Rätsel. Zwölf Aufgaben zu den Themen Natur und Naturschutz mussten die Kinder lösen und konnten nach einer Auslosung einen Preis gewinnen.

15 verschiedene Einrichtungen beteiligten sich dieses Mal bei der Naturolympiade, die unter der Schirmherrschaft des Landauer Beigeordneten Rudi Klemm steht. Als Veranstaltungsort haben die Organisatoren laut Janz bewusst den Goethepark in Landau gewählt, weil sie wegen der zentralen Lage hier das meiste Publikum erwarten und ansprechen konnten. Auch die unterschiedliche Form der Stände sei Konzept des Netzwerkes, erklärt Janz. Einerseits gebe es ein vielfältiges Angebot an Informationen, andererseits könne bei den Kindern ein Bildungseffekt durch Spiel und Spaß erreicht werden.

Im Rahmen der pädagogischen Maßnahmen orientiert sich das Netzwerk an der Agenda 21. Dabei geht es darum, die Lebensbedingungen der heute und künftig lebenden Menschen zu verbessern. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.umweltbildung.de.ms (bhi)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.231
Datum: Dienstag, den 06. Oktober 2009
Seite: Nr.19
"Deep-Link"-Referenznummer: '5556829'
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Von Haus zu Haus für mehr Natur

Nabu Frankenthal klagt über zu wenige Mitglieder - Werbeaktion soll Abhilfe schaffen

Der Naturschutzbund (Nabu) Frankenthal klagt über zu wenige aktive Helfer. Deshalb wird in der kommenden Woche eine Werbeaktion durchgeführt, bei der ein Nabu-Mitglied die Bürger besuchen und informieren wird.

Es sei beim Nabu Frankenthal viel Positives zur Verbesserung des Lebensumfeldes angestoßen oder auch eigenständig durchgeführt worden, meinte Vorsitzender Manfred Becker. Beispielsweise sei der Nabu beteiligt an der Vergrößerung des Kleinen Waldes am Strandbad. Er betreue über 200 Nistkästen in Frankenthal zur Unterstützung der heimischen Vogelwelt. Mit Erfolg sei ein Horst auf der Zwölf-Apostel-Kirche angebracht worden, wodurch der Wanderfalke in Frankenthal heimisch geworden sei. Eine sehr aktive Jugendgruppe, die Naju, führe zudem Jugendliche im Alter von sieben bis 14 Jahren in das Verständnis der Umwelt ein und leiste einen wertvollen Beitrag zur Naturkundeerziehung der Schulen.

All diese Aufgaben bräuchten jedoch viel Kraft. Gerne würde der Nabu noch mehr tun, aber es fehle an Helfern, so Becker. Deshalb werde in der nächsten Woche und möglicherweise auch darüber hinaus eine Werbeaktion durchgführt. Dabei werde großer Wert darauf gelegt, dass die Besuche nicht aufdringlich wirken und es sich um keine Spendenaktion handelt. (rhp)

INFO: Bei Fragen, Anregungen und Beschwerden steht Manfred Becker als Ansprechpartner zur Verfügung (Tel. 436436)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Frankenthaler Zeitung
Ausgabe: Nr.166
Datum: Dienstag, den 21. Juli 2009
Seite: Nr.14
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Offenbach: Abenteuer für Nachtaktivisten

Marktplatz regional allein unterwegs mit Fledermausexperten Franz Grimm

„Wer nachtaktive Tiere beobachten will, muss schon ein nachtaktiver Mensch sein' sagt Franz Grimm - und wundert sich nicht, dass außer dem Besuch von Marktplatz regional kein Mensch zur „Batnight' an den Offenbacher Angelweiher gekommen ist.

Ganz unterschiedlich sei der Zuspruch auf das Angebot, nach Einbruch der Dunkelheit an unterschiedlichen Orten Fledermäuse bei der Jagd zu beobachten: „Manchmal, vor allem, wenn das Wetter nicht so gut ist, kommen viele Naturfreunde, auch Familien; ein anderes Mal eben niemand', sagt der Fledermausexperte gelassen - und beobachtet auch allein seine Schützlinge.

Fledermausexperte Franz Grimm kontrolliert hier die Flughäute einer Fledermaus mit dem hübschen Namen „braunes Langohr". FOTO: KRAUSS

Tatsächlich dauert es nicht lange, bis der Detektor summend und knackend anschlägt und kurz darauf vor dem Vollmondgesicht ein Schatten über die Wasseroberfläche segelt. Die kräuselt sich kurz, dann ist der „Spuk' vorbei. „Das sind Wasserfledermäuse' erklärt Franz Grimm. Diese Art der Handflügler habe h besonders große Füße, mit denen sie im Gleitflug Wasserläufer und Insekten von der Wasseroberfläche „abgreifen'. Das unvermittelte „Schmatzen' aus dem kleinen Apparat, der kaum größer ist als ein Mobiltelefon, enttarnt Grimm als Stimme eines „Abendseglers' und erklärt: „Der fliegt in 60 Metern Höhe, den können sie garantiert nicht sehen'.

24 Arten Fledertiere leben in Rheinland-Pfalz, weiß der Experte, der sich im „Arbeitskreis Fledermäuse' um den Erhalt und Schutz der vom Aussterben bedrohten Säugetiere bemüht. Und er erzählt von seinem unermüdlichen Einsatz, um die durch moderne Bauweisen und die Unkenntnis vieler Menschen schwindenden Lebensräume seiner Schützlinge zu erhalten. Derzeit berät Grimm beispielsweise das Landauer Stadtbauamt, um beim Umbau der „Roten Kaserne' in der Marktstraße die „Wochenstube' der darin lebenden Fledermäuse zu erhalten.

Er berät unentgeltlich auch Hausbesitzer in der Stadt Landau und den Kreisen Südliche Weinstraße und Südwestpfalz, die meinen, ein „Fledermausproblem' zu haben: „Meist kann man mit einfachen Mitteln vieles bewirken, etwa beim Dachausbau oder der Isolierung einen Zwischenboden einziehen. Der Zwergfledermaus genügt eine Ritze von zwei Zentimetern', weiß der Experte.

In seiner Freizeit kontrolliert er Nistkästen und pflegt den Kontakt zu Partnern im Netzwerk der Fledermausschützer. Bei Themen bezogenen Ausflügen will er Erwachsenen und Kindern - auch Schulklassen und Kindergartengruppen - die Natur nahe bringen und lieben lehren. Auch er selbst habe die Liebe zu den Fledermäusen über erfahrene Lehrmeister entdeckt, allen voran Heinz Wissing aus Ilbesheim.

Eigentlich ist Franz Grimm geprüfter Handelsfachwirt. Seit 1975 hat er sich im „Deutschen Bund für Vogelschutz' engagiert und 1988 eine Ortsgruppe in Gleisweiler gegründet. 1990 wurde der DBV zum Naturschutzbund (Nabu) Deutschland. Die Ortsgruppe Gleisweiler ist heute eine Untergruppierung der Ortsgruppe Verbandsgemeinden Edenkoben/Maikammer, die wiederum bis 2006 Ortsgruppe Gommersheim hieß. Deren Vorsitz hat Grimm vor sechs Jahren übernommen. Mit dem Einsatz für den Vogelschutz - seit 18 Jahren auch speziell für den Wanderfalken - wuchs das Interesse am Naturschutz. Irgendwann hat er dann das Steckenpferd zum Beruf gemacht: Von Gleisweiler aus errichtet, sichert und pflegt der selbständiger Landschaftspfleger überregional Biotope.

Kontakt:

Nabu Gleisweiler, Kronstraße 7, 76835 Gleisweiler, Telefon 06345 919347

E-mail: batfranz@gmx.de, Internetadresse: www.nabu-gleisweiler.de (srs)

 

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.185
Datum: Mittwoch, den 12. August 2009
Seite: Nr.32
"Deep-Link"-Referenznummer: '5331954'
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Nächtlichen Jägern auf der Spur

RÜLZHEIM: Fünf Fledermausarten gibt es in der Gemarkung

Fünf Fledermausarten gibt es in der Gemarkung Rülzheim. Mit einer fachlichen Führung sind diese gut zu entdecken. Der Vogelschutz- und -zuchtverein Rülzheim beteiligt sich am kommenden Freitag, 21. August, an der Europäischen Fledermausnacht und bietet einen abendlichen Spaziergang zu den leisen Jägern an.

Mit Franz Grimm vom Arbeitskreis Fledermausschutz besuchen die Teilnehmer zunächst Nistkästen mit Fledermäusen, die der Verein im Rülzheimer Wald aufgehängt hat. Dort werden die heimischen Arten erklärt und gezeigt.

„Auch mal streicheln ist möglich", wie der für den Fledermausschutz im Rülzheimer Verein zuständige Wolfram Blug betont. Franz Grimm wird dabei Spannendes und Wissenswertes über diese faszinierenden Tiere erzählen. Anschließend kann mit Hilfe von Fledermausdetektoren das Jagdtreiben der Fledermäuse an einem Teich angehört werden.

In Rülzheim, so Blug, gebe es einen guten Bestand an Fledermäusen. Bei den Nistkastenkontrollen hat der Verein fünf Arten festgestellt. Man dürfe allerdings nicht vergessen, dass diese Tiere nach wie vor bedroht sind. Durch einfache Maßnahmen könne man viel für diese Tiere tun. So zum Beispiel am Haus einen Nistkasten aufhängen, einen „Fledermausgarten" mit nachtblühenden Stauden und Sträuchern einrichten, auf Insektizide und andere Gifte im Garten verzichten, alte Keller, Kartoffelmieten oder andere unterirdische Hohlräume als potenzielle Winterquartiere anbieten oder Hohlräume im Dach als Wochenstuben richten.

Info: Treffpunkt für die Fledermausnacht ist am Freitag, 21. August, 19.30 Uhr, das Vereinsheim des Vogelschutz- und Zuchtvereins im Vereinsdorf. (rud)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.190
Datum: Dienstag, den 18. August 2009
Seite: Nr.19
"Deep-Link"-Referenznummer: '5357515'
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Mit Lust und Leidenschaft lernen, ohne die Schulbank zu drücken

Westheim: Nabu-Kinderakademie macht neugierige Kinder zu kleinen Experten in Sachen Naturschutz - Angeln, Nistkästen bauen und Tiere in die Freiheit entlassen

Von Timo Nagel

Es ist Donnerstagmorgen. Der vierte und vorletzte Tag an der Nabu-Kinderakademie beginnt. Eine aufregende Bachexkursion haben die Kinder schon hinter sich. Auch kleine Insekten-Experten sind sie bereits geworden. Außerdem haben sie Solarautos gebaut, mit Sonnenenergie gekocht und zahlreiche Experimente zum Thema Energie durchgeführt. Heute geht es um Vögel. Die 16 jungen Naturschützer warten im Jugendraum der Gemeinde Westheim gespannt auf die geplanten Aktionen.

Mit einem lauten „guten Morgen, Sabine" begrüßen die Kleinen Sabine Heilmann, die Jugendwartin des Naturschutzbundes (Nabu) der Verbandsgemeinde Lingenfeld. Heilmann leitet diese naturkundliche Ferienaktion gemeinsam mit Wiebke Waldhauser. Bravourös beantworten die Kinder ihre Fragen zu Inhalten der vergangenen Tage, bevor sie auf das Tagesprogramm eingeht.

Für große Freude sorgt die Ankündigung, Vögel auswildern zu dürfen. Heilmann legt Vogelumrisse auf den Tisch. „Was könnte denn das sein?", fragt sie. Prompt gehen zahlreiche Arme in die Höhe. Dass die Kinder sich in der Natur auskennen, wird an den meist richtigen Antworten deutlich. Lediglich der Milan bereitet ihnen einige Probleme.

Von den Raubvögeln geht es zu den Singvögeln. Cedric ist auch auf diesem Gebiet Experte. Zwölf verschiedene Exemplare will er aufzählen: „Amsel, Singdrossel, Gartengrasmücke ..." Katinka ahmt auf der Gitarre den Ruf einer Kohlmeise nach. „Mein Name ist französisch und heißt Amsel', informiert Merle. Auch dass der Zilp-Zalp seien eigenen Namen singt, wissen die Kleinen.

Sabine Heilmann, die sowohl didaktisch als auch pädagogisch äußerst klug agiert, auf die Kinder hervorragend eingeht und auch deren Anmerkungen aufgreift, packt nun Stoff-Singvögel aus. „Das ist eine Amsel!", ist sich Lennard sicher. Merle erklärt anhand des Schnabels den Unterschied zwischen Amsel-Männchen und -Weibchen. Heilmann presst die Stoffamsel ein wenig zusammen, und prompt fängt das Tier zu singen an. Ein Lachen huscht über die Gesichter der Kinder, sie erkennen auch den Spatz und das Rotkehlchen.

Anschließend erfahren die Teilnehmer etwas über die Nahrung der Vögel. Die Kinder sollen sich selbst in einen Vogel hinein versetzen und dürfen mit verschiedenen Werkzeugen an so manchem „Futter" naschen. Frisch gekochte Nudeln dienen beispielsweise als „Würmer-Ersatz".

Dann werden Hugo, Katinka, Emilia und Katja als „Fischexperten" ausgewählt und dürfen mit Bruno Waldhauser, dem Zweiten Vorsitzenden des Westheimer Angelsportvereins, einen kleinen Ausflug zum Druslachweiher machen. Die Vorfreude ist groß.

Die zwölf Verbliebenen haben zwischenzeitlich ein Schaubild mit dem Thema „Die Welt der Zugvögel" in Beschlag genommen. „Der Storch fliegt nach Süden", weiß Michelle. „Nach Afrika", fügt Cedric an. Heilmann informiert, dass Störche in 20 bis 25 Tagen etwa 6000 Kilometer zurücklegen.

Nach jeder Menge Theorie, die von den wissbegierigen Kindern toll aufgenommen wurde, geht es nun ans praktische Arbeiten: Die Kinder dürfen Nistkästen bauen und Vogelumrisse herstellen. An die Fenster geklebt, sollen diese verhindern, dass Vögel an die Scheiben fliegen und sich verletzen: „An unser Küchenfenster ist mal ein Vogel dran geknallt", erzählt Sina. „Bei uns sind schon Vögel aus dem Nest gefallen", fügt Katharina an. Die Schilderungen ermutigen noch viele andere Kinder dazu, von ihren Erlebnissen mit Tieren zu erzählen.

Das Holz für den Nistkastenbau ist bereits vorgeschnitten. Sina, Lennard, Lukas, Elisabeth, Antonia und Sophia sortieren gerade das Material. Heilmann gibt Bauanweisungen: „In die vorgebohrten Löcher müsst ihr die Nägel reinstecken". Gesagt, getan. Wiebke Waldhauser hilft Lukas bei der Arbeit. Sie schlägt einen Nagel ein Stück weit ins Holz. Dann ist Lukas an der Reihe: „Aber ohne auf meine Finger zu hauen", sagt sie und lächelt. Schnell ist der Metallstift im Holz verschwunden.

Während weiter gehämmert und geschraubt wird, kümmert sich Nabu-Beisitzerin Margot Riebel um die Zeichen- und Bastelaktivitäten. Die ehemalige Lehrerin gibt Katharina gerade Anweisungen zum Nachzeichnen eines Storches: „Das ist ziemlich schwer", gesteht Riebel, die den Kleinen hilfreich zur Seite steht. Cedric schneidet derweil einen Vogelumriss aus. Sina und Elisabeth zeigen stolz ihren gebastelten Nistkasten, während Merle und Michelle damit beschäftigt sind, Waffeln auseinander zu brechen - eine kleine Zwischenmahlzeit.

Mittlerweile sind die Jungangler wieder zurückgekehrt: „Wir haben zwar keinen Fisch bekommen, aber es war schön", resümiert Emilia. „Wir hatten Fliegenlarven in der Hand, und ich habe Fische im Wasser schwimmen sehen", ergänzt Katja. Derweil ist Herbert Magin eingetroffen, der Vorsitzende der Nabu-Ortsgruppe. Er hat Vögel dabei: „Die Vögel waren krank, oder sie sind als Babys aus dem Nest gefallen und wurden von Menschen in der Vogelpflegestation Haßloch groß gezogen. Heute dürfen sie wieder in die Freiheit", erklärt er.

Nach einem kurzen Marsch kommen die Kinder am Waldrand an. Magin hat den ersten Turmfalken in der Hand und erklärt die Merkmale des Tieres. „Darf ich auch? Der ist ja schön! Ah, ist der süß!", so die Reaktionen der Kinder. Dann ist Streicheln angesagt. Antonia bekommt das Tier in die Hand und darf es in die Freiheit entlassen. „Tschü-üüß", rufen die Kinder erfreut und winken dem Turmfalken hinterher.

Sina darf das zweite Tier fliegen lassen. Schließlich holt Magin einen Mäusebussard aus der Kiste hervor und informiert über Tag- und Nachtgreifvögel: „Oh, cool!" ist da zu hören. Lukas darf den Vogel auswildern. Die Aktion hat auch Schaulustige angelockt: „Da oben sitzt er jetzt auf dem Baum", ruft ein Junge.

Anschließend tritt die Gruppe den Heimweg an. „Ich bin überwältigt vom Interesse der Kinder. Für mich ist ein richtiger Traum in Erfüllung gegangen, nämlich den Kindern Wissen zu vermitteln, ohne dass diese die Schulbänke drücken müssen", konstatiert Heilmann. Ihren Angaben zufolge hatten 50 Kinder für die Nabu-Veranstaltung Interesse gezeigt. Die Teilnehmerzahl war jedoch begrenzt. Im Jugendraum wieder angekommen, gibt es Mittagessen. Judith Westermayer hat Kartoffel, Karotten und Würstchen gekocht. Am Nachmittag wird die Veranstaltung fortgesetzt ...

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.179
Datum: Mittwoch, den 05. August 2009
Seite: Nr.44
"Deep-Link"-Referenznummer: '5323090'
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Eine Nacht für Ultraschall-Jäger

Im August bieten die Naturschutzbund-Gruppen in der Südpfalz Exkursionen und Veranstaltungen rund um das Thema Fledermaus an. Informationen dazu können auf der Internetseite www.batnight.de abgerufen werden. Bei der 13. Europäischen Fledermausnacht am letzten August-Wochenende wollen Fledermausfreunde in ganz Europa das öffentliche Interesse auf die lautlosen Nachtjäger lenken, die nach Ansicht von Carmen Schauroth von der Nabu-Regionalstelle Süd immer noch viele Vorurteile der Menschen auf sich ziehen. Doch sei die Akzeptanz der Fledermäuse mittlerweile gewachsen, einige Arten hätten sich in ihren Beständen erholt.

Doch seien Fledermäuse immer noch gefährdet. Die Gründe reichen nach Angaben des Nabu von der chemischen Behandlung von Dachstühlen über das Abholzen von Höhlenbäumen bis zum Mangel an Insektennahrung durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft. RED/FOTO: Nabu

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.180
Datum: Donnerstag, den 06. August 2009
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '5328406'
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Schwalben willkommen

Obwohl Schwalben bei Menschen beliebt sind, nehmen ihre Bestände stetig ab. Der Grund: Immer mehr Ställe und Scheunen werden verschlossen. Auch in der Südpfalz. Der Naturschutzbund will gegensteuern.

Wie der Naturschutzbund (Nabu) weiter mitteilt, werden auch Lehmpfützen zur Gewinnung des Nistbaumaterials seltener und Schwalbennester an Hauswänden sind immer weniger geduldet.

„Leider werden insbesondere Mehlschwalben oft als Fassadenbeschmutzer angesehen und es wird ihnen keine Möglichkeit zum Nestbau gegeben. Immer noch werden Nester mutwillig zerstört. Dies ist verboten, denn Schwalben gehören laut Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten Arten. Zumal das Anbringen von Holzbrettchen unter den Nestern eine Verunreinigung der Fassade auf einfache Weise verhindert. Die Flugakrobaten sind von unserer Duldung abhängig. Ansonsten werden sie aus den meisten Gegenden in absehbarer Zeit verschwinden', erklärt Carmen Schauroth, Leiterin der Nabu Regionalstelle Süd.

Um den Mehlschwalben zu helfen und diejenigen zu unterstützen, die Schwalbennester an ihren Häusern tolerieren, hat der Nabu die Aktion „Schwalben willkommen" ins Leben gerufen. Bereits im vergangenen Jahr wurden in Rheinland Pfalz über 400 schwalbenfreundliche Hausbesitzer mit einer Urkunde und einer Plakette ausgezeichnet. Die Plakette kann am Haus montiert werden und ist ein Hinweis darauf, dass dieser Dienst an der Natur durchaus wertgeschätzt wird.

Auf Wohnungssuche: Die Mehlschwalbe (Foto: NABU)

In der Pfalz haben sich bislang 70 Hauseigentümer an dem Projekt beteiligt. In diesem Jahr wird die Aktion fortgesetzt. Denn laut Schauroth besteht der wirksamste Schutz der Art darin, bestehende Kolonien zu sichern. Jeder, der eine kleine Mehlschwalbenkolonie mit mindestens fünf besetzten Nestern an seinem Haus hat, ist aufgerufen, sich beim Nabu zu melden. Nach einer Besichtigung der Kolonie wird die Auszeichnung vorgenommen, bei der auf Wunsch auch ein Doppelkunstnest überreicht wird. Die Kunstnester sind sofort „bezugsfertig' und können zur Erweiterung einer vorhandenen Kolonie angebracht werden. Die Beobachtung hat gezeigt, dass Kunstnester überall dort gut angenommen werden, wo bereits Schwalben nisten oder versuchen, Nester zu bauen.

Kontakt: Hausbesitzer mit Schwalbennestern am Haus können sich beim Nabu melden unter 06341 - 31628 oder per E-Mail: NABU.Sued@NABU-RLP.de (red)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.149
Datum: Mittwoch, den 01. Juli 2009
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '5166675'
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Vogel-Psychotest

Wie wir alle wissen, gibt es auch unter uns Menschen „schräge Vögel“. Anders herum lassen sich aber auch einige typische Gewohnheiten menschlicher Zeitgenossen auf die Eigenschaften der unterschiedlichen Vogelarten übertragen. So können Naturfreunde mit dem Vogel-Psychotest auf humorvolle Weise herausfinden, welcher Vogel zu Ihnen passt. Und ganz nebenbei erfahren sie etwas über die Lebensweise unserer häufigsten Gartenvögel. Haussperlinge zum Beispiel sind gesellig, ziehen gerne mit vielen Freunden um die Häuser und wohnen in einer großen Gemeinschaft. Schlanke durchtrainierte Leistungssportler fühlen sich vielleicht eher den Mauerseglern verbunden. Diese verbringen fast ihr ganzes Leben im Flug. Als aufopfernde Eltern fliegen sie bei schlechtem Wetter mehrere 100 km weit um Insekten für die Kleinen zu fangen. Hausrotschwänzen bekämen mit ihrer  kratzigen Stimme keine Punke von Dieter Bohlen. Als Kandidaten im Dschungelcamp hätten sie jedoch beste Chancen, denn sie lieben Insekten und Spinnen. Grünfinken sind dagegen echte Müslifresser und gehen als Ökospießer schon früh feste Bindungen ein, in denen die Damen den Ton angeben.

Natürlich haben auch Naturschützer und Vogelkundler gelegentlich eine Meise oder Star-Allüren. Mein eigenes Temperament entspricht wohl am ehesten dem der Mehlschwalben. Sie möchten wissen, was das heißt? Dann schauen sie nach unter www.NABU.de. Dort erfahren Sie auch, welcher Vogeltyp Sie sind und wer gut zu Ihnen passt. Den Vogel-Psychotest senden wir Ihnen auch gerne als Broschüre per Post zu. Rufen Sie uns an unter Tel.: 06341-31628.

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Mein Fundstück ...

... über das ich sehr erstaunt war, ist ein prächtiger orange-gelber Schwefelporling", sagt der vierjährige Nico Rohmfeld aus Landau-Mörzheim. „Der Schwefelporling ist ein Parasit", erklärt Carmen Schauroth vom Naturschutzbund (Nabu) Regionalstelle Süd. „Er besiedelt vor allem Laubbäume, wie in diesem Fall einen abgesägten Weidenstamm. Aber auch lebende Bäume werden von dem Pilz befallen und sterben in der Folge ab. Meist handelt es sich um bereits kranke oder sehr alte Bäume. Über vorhandene Wunden dringt der Pilz in den Baum ein zersetzt nach und nach das Holz." Junge Schwefelporlinge sind übrigens essbar und sehr schmackhaft.

 

Haben auch Sie ein besonderes Fundstück - es muss kein Pilz sein - etwas, was sie spontan aufgehoben haben, was bei Ihnen einen besonderen Platz gefunden hat, oder etwas Besonderes, Außergewöhnliches? Dann melden Sie sich unter Telefon 06341 929413. (mr)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.143
Datum: Mittwoch, den 24. Juni 2009
Seite: Nr.37
"Deep-Link"-Referenznummer: '5137943'
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Falken auf der Zwölf-Apostel-Kirche

Nabu fertigt Nistkasten an - Im April schon Junge geschlüpft - Derzeit erste Flugversuche zu beobachten

Seit Februar haben laut einer Pressemeldung des Naturschutzbundes (Nabu) Wanderfalken die Zwölf-Apostel-Kirche in ihr Visier genommen. Das Wanderfalkenpaar lebt im Nistkasten hoch oben auf dem Kirchturm. Vogelfreunde vom Nabu hatten zuvor die Nisthilfe bezugsfertig gestaltet und freuen sich nun auf die Wiederkehr der Wanderfalken.

Die Wanderfalken sind Greifvögel. Während der Jagd erreichen sie Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern. Ihre Beute schlagen die Jäger in der Luft. Die Vogelliebhaber freuen sich, dass die Wanderfalken für einige Monate ein Zuhause im „lebendigen Kirchturm" haben.

Seit März werden die Eier im Abstand von ein bis zwei Tagen in die Mulde des Kiesbettes abgelegt. Drei und weniger Eier werden von dem Weib produziert, mehr als vier Eier sind bisher in einem Gelege nicht festgestellt worden. Mitte April schlüpften die Jungen.

Mittlerweile drehen die Greifvögel schon ihre ersten Runden.

Hier sind sie noch klein.

Eng aneinander gekuschelt verbringen sie die erste Zeit und sind auf die elterliche Wärme angewiesen. Beide Wanderfalken, aber besonders das Weibchen, wärmen die Küken unter ihren Flügeln.. Im Bild sind die Falken etwa 17 Tage alt und vertragen schon mal etwas Abstand von den Eltern; wie zum Beispiel beim Fotografieren oder Beringen durch den Ornithologen. Im Alter von etwa 45 Tagen werden die jungen Wanderfalken vom Kirchturm der Zwölf-Apostel-Kirche ausfliegen und landen manchmal in Höfen und auf Straßen. Aber schnell erlernen die Jungen die Flugfertigkeit. Derzeit können vom Marktplatz aus schon die ersten Flugversuche der Jungfalken bewundert werden. Der Nabu hofft dass die Wanderfalken im nächsten Jahr wieder den Weg nach Frankenthal finden. (rhp)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Frankenthaler Zeitung
Ausgabe: Nr.132
Datum: Mittwoch, den 10. Juni 2009
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '5086783'
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Maudach: Eiertransport beim Vogelfest

Bei Geschicklichkeitsspielen lernen Kinder viel über Tiere und ihre Lebensweise

Von Anette Konrad

Im Rahmen der bundesweiten Nabu-Aktion „Stunde der Gartenvögel" hat die Naturschutzjugend Ludwigshafen am vergangenen Samstag ein Vogelfest für Kinder im Maudacher Bruch veranstaltet.

Rechtzeitig zum Beginn der dreistündigen Aktion auf einer großen Wiese im Maudacher Bruch hat sich der Regen verzogen. Nun laden bei Sonnenschein sechs Stationen zum Erkunden der heimischen Vogelwelt ein. Bei der Theorie bleibt es dabei nicht, viele Vögel sind zu hören und mit etwas Glück auch zu sehen. „Halsbandsittiche und Nachtigallen gibt es hier im Bruch. Und einen Pirol habe ich auch gehört." Katrin Hoffmann, die zusammen mit Elke Hennighaus die Naturschutzjugend-Gruppe in Ludwigshafen leitet und das Fest organisiert, erzählt begeistert von der vielfältigen Vogelwelt im Maudacher Bruch.

Zwölf Kinder sind zu der Rallye gekommen. Eingeteilt in Familie Kleiber, Amsel und Kohlmeise ziehen sie von Station zu Station. Ganz schön knifflig, die Fragen beim Vogelquiz: Wovon ernährt sich der Spatz? Welche Farbe hat der Kopf der Kohlmeise? An der nächsten Station ist Schauspielkunst gefragt: Ein Küken schlüpft aus dem Ei - das ist gar nicht so einfach pantomimisch darzustellen. Vogelstimmen von der CD zu erraten ist dann schon leichter. Die Kinder kennen sich gut in der einheimischen Vogelwelt aus.

Die nächste Station heißt „Vogel-Küken-Füttern". Zahnstocher symbolisieren Regenwürmer. Wie die Vogeleltern fliegen die Kinder nun aus und suchen die im hohen Gras kaum zu erkennende „Nahrung" für die Vogelbabys. „Die Vögel bringen jeden Regenwurm einzeln wieder zu ihren Kleinen", lernen die Rallye-Teilnehmer so nebenbei etwas über die mühsame Nahrungsbeschaffung der Vögel. Besonderen Spaß macht allen dann der „Vogelei-Transport". Paarweise müssen Luftballons, die zwischen Bauch, Rücken oder Stirn eingeklemmt sind, über einen kleinen Parcours transportiert werden.

Gar nicht so einfach: Beim Vogelfest für Kinder im Maudacher Bruch konnten die Teilnehmer ihr Geschick beweisen. Z.B. beim Transport eines Luftballons der ein Vogelei darstellen sollte. Außerdem erfuhren die Kinder bei der Rallye viel über die Lebensweise heimischer Vogelarten. ( Foto: Konrad)

An jeder Station erhalten die Kinder einen Buchstaben, der am Ende das Lösungswort „Elster" ergibt. Die kleinen Vogelexperten können zum noch einen Nistkasten und Sachbücher gewinnen.

Die meisten der Rallye-Teilnehmer kommen regelmäßig zu den vierzehntägigen Gruppenstunden der Naju-Gruppe Ludwigshafen. Kinder zwischen 7 und 12 Jahren erkunden dann gemeinsam die Natur im Maudacher Bruch. Katrin Hoffmann und Elke Hennighaus freuen sich über weitere interessierte Kinder. Sie planen, eine Jugendgruppe aufzubauen und suchen dafür Teilnehmer und Gruppenleiter.

Information: Infos und Anmeldung unter naju.ludwigshafen@web.de.

URBSCHC

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.110
Datum: Mittwoch, den 13. Mai 2009
Seite: Nr.49
"Deep-Link"-Referenznummer: '4979622'
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Gefiederten Freunden auf der Spur

NABU-Aktion "Stunde der Gartenvögel" lockte zahlreiche Besucher ins Maudacher Bruch

Ludwigshafen: Amsel, Drossel, Fink und Star hatten es wohl ihren Vogelfreunden erzählt, denn am Stand der Naturschutzjugend im Maudacher Bruch herrschte gestern reges Treiben. Zur bundesweiten NABU-Aktion "Stunde der Gartenvögel" hatte sich die Naturschutzjugend etwas ganz besonderes einfallen lassen: Ein Vogelfest für Kinder im Maudacher Bruch.

Während bei der Aktion des Naturschutzbundes in Gärten vom 8. bis 10. Mai eine Stunde lang Vögel gezählt und namentlich erfasst werden sollen, durften Kinder von 7 bis 13 Jahren an einer spannenden Rallye teilnehmen. An sechs Stationen war Gelegenheit, Geschicklichkeit zu erproben und vieles über die heimische Vogelwelt und Vogelstimmen zu erfahren. Wer dabei aufmerksam die Bäume und Sträucher absuchte, der konnte vielleicht den seltenen gelben Pirol sehen. Auch Nachtigallen soll es geben, berichteten die Leiterinnen Katrin Hoffmann und Elke Henninghaus. Svenja Reubold aus Niederfels war dies egal. "Wir haben Zuhause einen Papagei", meinte sie munter. Doch bei den Stationen hatte sie dennoch viel Vergnügen. Ob beim Suchen von Zahnstochern als Regenwürmer für das Füttern der Aufzucht oder beim Vogelstimmenraten, ihr und den anderen Kindern wurde nicht langweilig. In drei Gruppen namens Amsel, Kleiber und Kohlmeise machten sich die Kinder auf den Weg zu den Stationen.

Eva Maria Adams aus der Gartenstadt hatte über ihre Freundin von der Aktion erfahren. "Vögel hatten wir in der Schule in Sachkunde", erzählte sie. Rotkehlchen und Blaumeise seien dabei ihre Lieblingsvögel gewesen. Weiter mussten die Kinder bei Pantomime, Quizfragen, Vogeleitransport oder dem Erstellen einer bunten Vogelkollage die Stationen meistern. Dafür gab es jeweils einen Buchstaben, der am Ende das Lösungswort Elster ergab. Sachbücher und ein Nistkasten waren der Lohn für die Mühe.

Alle zwei Wochen trifft sich die NAJU, um die Natur zu erkunden. Gerne würden Katrin Hoffmann und Elke Henninghaus eine Jugendgruppe gründen. Wer mitmachen möchte erfährt unter naju.ludwigshafen@web.de mehr.

Quelle: Sonntag Aktuell, So 10.Mai '09

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Einfach Benzin sparen - Zehn Tipps vom Naturschutzbund

Lassen Sie Ihren Motor nicht warmlaufen - fahren Sie direkt nach dem Starten los und schalten Sie bereits nach einer Wagenlänge in den zweiten Gang.

Fahren Sie stets im höchstmöglichen Gang. In der Regel können Sie bei Tempo 30 den dritten, bei 40 den vierten und bei 50 den fünften Gang einlegen. Niedertouriges Fahren schadet dem Motor keineswegs.

Ziehen Sie beim Beschleunigen die Gänge nicht hoch. Schalten Sie frühzeitig und geben Sie dafür mehr Gas.

Rasen Sie nicht auf der Autobahn - bei einer Geschwindigkeit über 100 Stundenkilometer steigt der Spritverbrauch überproportional an. Ein gleichmäßiges Reisetempo zwischen 100 und 130 Stundenkilometer vermeidet zudem häufiges Bremsen und Beschleunigen und spart so doppelt.

Gehen Sie bergab vom Gas. Werden Sie aufgrund der Bremswirkung des Motors zu langsam, schalten Sie in den nächsten Gang und nutzen Sie den Schwung so lange es geht.

Schalten Sie nicht nur an Bahnübergängen, sondern auch bei längeren Wartezeiten an der Ampel den Motor ab. Damit sparen Sie spätestens ab 30 Sekunden Sprit ein. (Achtung: Auf keinen Fall während der Fahrt den Motor abstellen!)

Verzichten Sie möglichst auf Extras wie eine Klimaanlage.

Entrümpeln Sie Ihren Kofferraum und werfen Sie überflüssiges Gewicht ab.

Überprüfen Sie Ihren Reifendruck. Orientieren Sie sich am empfohlenen Druck für volle Beladung.

Verwenden Sie bei nächsten Ölwechsel synthetisches Leichtlauföl, beim nächsten Reifenwechsel Leichtlaufreifen. (chä)

BREUERC

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.104
Datum: Mittwoch, den 06. Mai 2009
Seite: Nr.43
"Deep-Link"-Referenznummer: '4964767'
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Konto und Auto schonen

30 Prozent weniger Benzinverbrauch nach Fahrtraining

Auf den Spritpreis haben die Fahrer keinen Einfluss, dafür aber, wie lange der Tankinhalt ihres Autos reicht. Der Naturschutzbund (Nabu) bietet professionelle Spritspar-Trainings an. Im Mutterstadter Gewerbegebiet war unsere Mitarbeiterin Christine Schänzer dabei.

Zwar sind in diesem Mai die Spritpreise deutlich unter dem Vorjahresniveau - aber durchschnittlich 1,20 Euro für Superbenzin und einen Euro für Diesel müssen die deutschen Autofahrer immer noch zahlen. Da Flexibilität und Mobilität in allen Bereichen des persönlichen und beruflichen Lebens eine Notwendigkeit ist und zwei Autos pro Familie nicht selten sind, ist die Fahrt zur Zapfsäule häufig und bedeutet einen tiefen Griff in den ohnehin arg strapazierten Geldbeutel. Als Mutter von drei schulpflichtigen Kindern bin ich das, was man etwas schnodderig, aber sehr zutreffend als „Mutter-Taxi" bezeichnet. Jeden Tag muss mindestens ein Kind zu irgendeinem Termin - Sport, Musik, Freunde, Arzt oder Förderung. Auch ich habe mir ein Netzwerk aufgebaut, in dem sich Mütter untereinander helfen. Aber die monatliche Fahrt zur Tankstelle ist kostenintensiv.

Sehr interessiert war ich an dem Angebot, das der Nabu und Volkswagen beim Autohaus Henzel im Gewerbegebiet angeboten haben. Ein kostenloses Spritspar-Fahr-Training mit einem professionellen Trainer würde die Teilnehmer erwarten. Auch wenn ich nur fünf Euro pro Monat sparen würde, würde sich das Seminar lohnen. Das ist eine Runde Eis für die Kinder und das macht deutlich mehr Spaß als Tanken.

Am Trainingstag finde ich mich somit voller neugieriger Erwartung beim Autohaus ein. Felix Grützbacher, Leiter des Spritspar-Trainings beim Nabu, erklärt mir, dass sie mit diesem Training eine Verhaltensänderung der Autofahrer erwirken wollen. „Im Alltag greifen Einsparungsmaßnahmen recht gut, zum Beispiel beim Heizen. Aber beim Autofahren gibt es noch ein sehr hohes Einsparpotential", betont Grützbacher.

Dann lässt er mich ein Formular für die Versicherung ausfüllen und übergibt mich mit Formular und Chip an Bernd Krause, meinem persönlichen Trainer. Der Berliner ist Mitarbeiter der VW Driving Experience und ständig deutschlandweit in Sachen Spritsparen unterwegs. „Wir veranstalten regelmäßig Trainingstage mit der Umweltorganisation Nabu. Unser Hauptjob ist das Spritspar- und Sicherheitstraining von Unternehmensflotten."

(Foto: Kunz)

Zielsicher lenkt er mich zu einem silbernen Passat. „Wir verwenden bei diesem Training ganz bewusst gut motorisierte Alltagsautos. Bei denen lassen sich die Einsparpotentiale am besten demonstrieren. Würden wir Hybrid- oder Drei-Liter-Autos benutzen, hätten wir keinen Lernerfolg', erklärt Krause.

Es gibt für mich - und auch alle anderen - zwei Touren. Die erste Tour soll ich so fahren, wie ich immer fahre, die zweite Tour unter Anleitung. Danach bekomme ich eine detaillierte computergestützte Auswertung. Die Route führt uns aus dem Gewerbegebiet heraus, am Golfplatz vorbei, durch Schifferstadt hindurch und wieder zurück. Eine Kurzstrecke mit Überland- und Innerortsfahrten.

Ich fahre fast wie immer - nur etwas unkonzentrierter. Erstens lenke ich ein mir unbekanntes Auto und zweitens habe ich neben mir einen sehr netten Gesprächspartner. Auf dem Parkplatz des Autohauses erhalte ich von Trainer Krause die erste Auswertung. Für die Strecke von zwölf Kilometern habe ich 1,09 Liter Sprit verbraucht.

Das entspricht 8,9 Liter auf 100 Kilometern. Bei der zweiten Tour fühle ich mich in meine Fahrschulzeit zurückversetzt. Krause gibt mir Anweisungen zum Schalten und Kuppeln. Ich soll so fahren, dass der Motor möglichst nicht über 2000 Umdrehungen pro Minute dreht. Wer vor 20 Jahren seinen Führerschein gemacht hat, der hat gelernt, dass der sechste Gang ein Spargang für die Autobahn ist. Das gilt nicht für die heutigen Motoren. Der sechste Gang ist ein echter Fahrgang und sollte ab 50 Stundenkilometer eingesetzt werden.

Krause zeigte mir auch, dass ich ohne weiteres zwei oder drei Gänge überspringen kann. Das spart Drehzahl. Ein weiterer - für mich sehr ungewohnter Tipp - ist das Nutzen des Autoschwungs. „Treten Sie doch einfach mal die Kupplung und lassen das Auto rollen", meint Krause. Durch das fehlende Motorengeräusch kommt es mir so vor, als würde ich mit 20 Stundenkilometer über die Landstraße juckeln. Ich befürchte, dass mein Hintermann gleich ärgerlich hupen wird.

Aber beim Blick auf den Tacho werde ich eines Besseren belehrt. Auf ebener Strecke rollt das Auto flott dahin und wird nur ganz allmählich langsamer. Auch beim Kurvenfahren empfiehlt Krause mir diese Technik. Zuerst traue ich mich nicht so richtig. Ich habe Sorge, die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren.

Ampeln gibt es auf der Tour auch und Krause lässt mich bei einer längeren Rotphase den Motor abstellen. Nach Ende der Tour schickt er mich mit meinem Chip ins Büro zu Michael Höhnisch. Er ist für die Computerauswertung der beiden Fahrten zuständig. Und bei der Auswertung zeigt sich Erstaunliches.

Bei der zweiten Fahrt habe ich über 30 Prozent weniger Sprit verbraucht, mein CO2-Ausstoß hat sich ebenfalls um 30 Prozent reduziert und auch die durchschnittliche Drehzahl ist um über 30 Prozent vermindert. Ich bin echt verblüfft.

Höhnisch erklärt: „Mit der Veränderung des Fahrverhaltens können die Fahrer das Unfallrisiko, ihre Nerven, ihr Auto und ihre Geldbörse schonen. Spritsparend fahren heißt nicht langsam, sondern vorausschauend fahren."

Meine Auswertung ist kein Einzelfall. Auch die anderen Kursteilnehmer staunen über eine Einsparung von durchschnittlich 30 Prozent. Zum Abschluss erhalte ich die Auswertung auf Papier und zudem noch eine sehr eindrucksvolle Urkunde. Jetzt bin ich gefordert, das Gelernte umzusetzen. Es wird nicht ganz einfach sein, Verhaltensmuster, die sich in jahrelanger Fahrpraxis automatisiert haben, abzulegen. Die Tatsache jedoch, Sprit zu sparen, der Umwelt und meinen Nerven mit etwas Disziplin etwas Gutes zu tun, motiviert mich sehr. (chä)

MOEBUSM
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.104
Datum: Mittwoch, den 06. Mai 2009
Seite: Nr.43
"Deep-Link"-Referenznummer: '4950489'
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Kleine Helfer mit großem Einsatz für Kröten

Amphibien gesammelt: 125 Kröten haben die Aktiven der Naturschutzjugend Neustadt am Sonntagabend binnen 90 Minuten in ihren Eimern vom Krötenschutzzaun, der am Parkplatz der Kaltenbrunnerhütte beginnt, zu einem Weiher gebracht. Sie haben ihnen damit vielleicht das Leben gerettet: Viele der Tiere werden im Kaltenbrunnertal - eine andere Gefahrenstelle ist etwa unter dem Hambacher Schloss - auf ihrem Weg zu den Laichgewässern überfahren. „Ohne Zaun wären es hier Tausende", sagt Inga Fink von der Naturschutzjugend. Ausflugs- und Forstverkehr könne ihnen zum Verhängnis werden. Am Sonntagabend waren unter den neun mit Taschenlampen ausgestatteten Helfern drei Jungen aus Finks Kindergruppe, die Verstärkung sucht (Info: Telefon 06325/9596830).

Bei den sonstigen Sammelaktionen - jeden Morgen und jeden Abend ist ein Helfer der Mutterorganisation Nabu im Kaltenbrunnertal an deren einzigem Krötenschutzzaun in Neustadt - können die Jüngsten mangels Auto und Aufsichtsperson nur selten mitmachen, so Fink. Das warme Wetter habe mehr Kröten hervorgelockt als sonst.

Allein David (auf Foto links, dahinter Fink) hatte 21 in seinem Eimer. (pse/Foto: lm)

SEILERP

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.82
Datum: Dienstag, den 07. April 2009
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '4847427'
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Naturschutz - Kinder bauen einen Lebensturm

Wie lassen sich auf einem Quadratmeter viele Lebensräume für verschiedene Tiere schaffen? Vierzehn Kinder haben dies jetzt ausprobiert und einen Lebensturm gebaut. In einem Holzgestell schichteten sie Material auf, das Unterschlupf für Igel, Insekten, Vögel und Eidechsen bietet. Die Jungen und Mädchen im Alter von acht bis 14 Jahren nehmen am Umweltdiplom des Naturschutzbundes (NABU) Landau teil. In über 20 Veranstaltungen haben sie die Möglichkeit, die Natur in ihrer Umgebung näher kennen zu lernen.

Die Themen sind vielfältig: Bei Fledermausexkursionen, Ausflügen zum Bach oder Nistkastenkontrollen werden Tiere beobachtet und ihre Lebensweise kennen gelernt. Wie mit natürlichen Baustoffen ein Lehmofen gebaut wird, erfahren die Kinder in einem praktischen Workshop. Junge Köche probieren sich an einer Wildkräutersuppe. Im Naturtagebuch erhalten die Kinder für jede besuchte Veranstaltung einen Stempel. Wer fünf Stempel gesammelt hat, bekommt am Ende des Jahres das kleine Umweltdiplom verliehen. Für zehn Stempel und eine kleine Diplomarbeit gibt es das große Umweltdiplom. Die Teilnahme ist noch das ganze Jahr über möglich. Für 20 Euro können das Naturtagebuch erworben und fünf Veranstaltungen gebucht werden. Für weitere zehn Euro sind beliebig viele Veranstaltungen möglich. Anmeldungen nimmt das Hirtenhaus in Mörzheim unter 06341 31628 entgegen. (red)

REHFELD

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.80
Datum: Samstag, den 04. April 2009
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '4782001'
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Gommersheim: Schutzzone für Laubfrösche

Neues Feuchtbiotop in der Nähe des Kindelsbrunnens eingeweiht

„Ein Wetter, wie geschaffen, um ein Feuchtbiotop einzuweihen", so kommentierte Landrätin Theresia Riedmaier die ungewöhnlichen Temperaturen, den starken Wind und den prasselnden Regen, die auf die Festgäste am Kindelsbrunnen in Gommersheim einwirkten und sie zwang, sich in warmer Regenkleidung und Gummistiefeln, dem neuesten Naturschutzprojekt am äußersten westlichen Zipfel des Kreises zu nähern.

Auf einem Feuchtwiesengelände am Mündungsgebiet des Triefenbachs in den Speyerbach in Sichtweite der Aumühle hat die Kreisverwaltung im Zusammenwirken mit dem Grundstücksbesitzer, dem Nabu (Naturschutzbund) nach Plänen von Hartmut Schader (Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz) einen Weiher mit einer Wasserfläche von 1300 Quadratmetern ausgehoben, der eine maximale Tiefe von 1,7 Meter hat, wobei 3000 Kubikmeter Erde bewegt wurden. Das Gewässer dient dem Schutz bedrohter Amphibien wie Laub- und Springfrosch und soll auch zur Heimat der Molche und Insekten werden, wozu auch die seichten und warmen Uferzonen dienen.

In den angrenzenden Räumen und Feldgehölzen bieten sich Nistmöglichkeiten für gefiederte Sänger. Der Nabu Edenkoben-Maikammer wird die Unterhaltung, die Pflege und die fachliche Betreuung dieses neuen Naturschutzgebietes, das mit einem Kostenaufwand von 22.000 Euro erstellt wurde, übernehmen, ebenso, wie es beim nahe gelegenen Frankenweiher seit zwei und beim Vogellehrpfad seit vier Jahrzehnten der Fall ist.

Ortsbürgermeister Lothar Anton freut es, dass seine Gemeinde diesen Reichtum an Naturschutzprojekten in ihren Grenzen beherbergt. Als „Spiritus rector" dieser und weiterer Initiativen hob er Hans-Ulrich Querfurt, Vorsitzender der Nabu- Bezirksgruppe Pfalz, hervor, der mit zahllosen Aktionen Gommersheim zum Schwerpunkt der Umwelt und Naturschutzarbeit gemacht habe. Dieser wiederum konnte aus seinem reichen Erinnerungsschatz einen profunden Rückblick über mehr als 40 Jahre nachhaltiges Wirken zum Schutz von Natur und Landschaft geben. So konnte er berichten, wie die Angler zum Heidelsee und der Nabu zum Frankensee kamen, nämlich beide durch Sandgewinnung für die Bauwirtschaft.

Im Schutz der Grillhütte, wo die Feier ihre Fortsetzung fand, dankte Querfurt der Landrätin für die gute, wenn auch nicht diskussionsfreie Zusammenarbeit. In die gleiche Kerbe hieb Franz Grimm, Vorsitzender Nabu Edenkoben-Maikammer, der sich bei der Unteren Landespflegebehörde (Kreisverwaltung SÜW) nicht nur für die gute Zusammenarbeit, sondern auch für die Finanzierung des Vorhabens bedankte. Glückwunsch und Anerkennung überbrachte der Naturschutzreferent des Nabu Rheinland-Pfalz Olaf Strub.

Die Landrätin nahm die Gelegenheit wahr, nicht nur das fruchtbare Wirken des Nabu, sondern auch ihre Mitarbeiter Richard Dümmler (Untere Naturschutzbehörde) und Udo Baumgarten (Wasserwirtschaft) gebührend hervorzuheben. Es sei ihr ein wichtiges politisches und persönliches Anliegen, im Verein mit den Umweltverbänden für den nachhaltigen Schutz von Natur und Umwelt zu sorgen. (aup)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.73
Datum: Freitag, den 27. März 2009
Seite: Nr.21
"Deep-Link"-Referenznummer: '4802810'

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NATURSCHUTZBUND

Frankenthal - Zu wenige aktive Helfer

Der Naturschutzbund (Nabu) habe zu wenige aktive Helfer. Das hat der wiedergewählte Vorsitzende Manfred Becker in der Jahreshauptversammlung im Ökumenischen Gemeindezentrum Pilgerpfad beklagt. „Bei Außeneinsätzen rekrutieren wir Nichtmitglieder, die dem Nabu sehr nahe stehen, aber nicht in den Verein eintreten wollen - was sowohl an der räumlichen Entfernung ihres Wohnsitzes als auch an der allgemeinen Vereinsmüdigkeit liegt."

„Für Naturinteressierte gibt es bei uns im Überfluss zu tun", sagte Becker. Die Mitgliederzahl habe mit 450 etwas abgenommen: „Hier werden wir mit einer Werbeaktion ansetzen, um die Leistungsfähigkeit unseres Vereins deutlich zu machen."

Becker wurde mit dem gesamten Vorstand für zwei Jahre einstimmig wiedergewählt. Der Vorsitzende, seit 1997 in dieser Position, berichtete von einem „ereignisreichen Jahr", in dem der Verein deutlich attraktiver geworden sei.

„Wir haben derzeit einige Grundstücke zu pflegen", sagte Becker, „in Freinsheim und auf Heßheimer Gemarkung - und auch der Kleine Wald wird laufend größer." Weitere Pflegemaßnahmen umfassten Kräppel- und Scherrschen Weiher sowie den Friedhof. Bei der Müllsammlung waren Lehrer und Schüler der Friedrich-Ebert-Hauptschule dabei, „mit der sehr gute Zusammenarbeit besteht", so Becker. Auch mit anderen Schulen und Gymnasien sollen Kontakte gesucht werden. Außerdem werde mit den anderen Naturschutzverbänden kooperiert.

Bei den Exkursionen, die 2009 wieder stattfinden, stachen 2008 zwei Termine „mit tollen Beobachtungen von Vögeln hervor", so der Vorsitzende. Jugendleiter Heiko Weissgerber nannte als Höhepunkte die Rallye durch den kleinen Wald, Zeltlager und Exkursionen - und die Anbringung der Hummelkästen (Bienen-Hotel). Monika Kröber berichtete von 206 aufgestellten Nistkästen - „plus den vielen anderen in Privatgärten" - und von der großen Schwalben-Aktion, „um für zerstörte Nester eine Lösung zu finden": Ein Schwalbenbaum soll Abhilfe schaffen, für den Sponsoren gesucht werden.

Schließlich gab Hermann Deichfuß Auskunft über den Wanderfalkenschutz im Horst auf der Zwölf-Apostel-Kirche. Neu waren Turmfalken-Nistkästen, „da die Vögel durch viele Renovierungsarbeiten an Bauwerken in Wohnungsnot geraten waren". (rja)

DER VORSTAND

Vorsitzender Manfred Becker, Zweite Vorsitzende Monika Kröber, Kassenwart Björn Baumann, Exkursionsleiter Rainer Schulze, Jugendleiter Heiko Weissgerber, Beisitzer Evelyn Lepique und Hermann Deichfuß.

SCHAEDB1

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Frankenthaler Zeitung
Ausgabe: Nr.54
Datum: Donnerstag, den 05. März 2009
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '4712615'
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Erste Kinder-Diplomanden

LANDAU: Zehn Kurse und eine Diplomarbeit adeln den Nachwuchs der Naturschule des Naturschutzbundes zu Umweltexperten

Yannik Gollon aus Landau sowie die Geschwister Carla und Max Egle aus Ilbesheim sind die ersten Absolventen der Naturschule des Naturschutzbundes (Nabu) im Mörzheimer Hirtenhaus, die ihr großes Umweltdiplom in der Tasche haben. Das Besondere daran: Alle Diplomanden sind noch sehr jung, gehen noch zur Schule. Bei der Abschlussfeier in der anerkannten Station für schulnahe Umweltbildung in Rheinland-Pfalz wurden sie und 15 weitere Jugendliche, die ihr kleines Umweltdiplom ablegten, geehrt.

Carla und Max Egle aus Ilbesheim gehören zu den ersten Kindern, die das große Umweltdiplom des Naturschutzbundes erwarben. (Foto: Privat)

Im Laufe des vergangenen Jahres hatten die Kinder zwischen acht und 14 Jahren die Gelegenheit, an mehr als 20 Nabu-Angeboten in der näheren Umgebung von Landau teilzunehmen. Die Erfahrungen, die sie bei der Fledermausbeobachtung, der Vogelstimmenerkennung oder einer Eselwanderung gemacht haben, wurden im eigenen Umwelttagebuch festgehalten und von den fachkundigen ehrenamtlichen Referenten abgestempelt, die auch die Diplomarbeiten betreuen.

Für mindestens fünf besuchte Veranstaltungen gibt es das kleine Umweltdiplom, bei zehn Veranstaltungen und einer Diplomarbeit erhalten die Kinder das große Umweltdiplom. Yannik Gollon hat ein Herbarium gebastelt, Carla und Max Egle haben im heimischen Garten in Ilbesheim ein Buschhaus entstehen lassen und die Entwicklung mit Fotos und genauer Beschreibung in einem Buch dokumentiert. Ähnlich einem Weidentipi haben die beiden 14 und 12 Jahre alten Schüler am Max-Slevogt-Gymnasium in bereits vorhandene Hartriegelbüsche eine Art Trockenmauer gebaut. Die schon erfahrenen Umweltschützer sind beide Mitglied bei der Nabu-Jugendorganisation „Naju", die sich ein Mal im Monat im Hirtenhaus trifft.

Als weitere Themen für eine Diplomarbeit werden die Herstellung von Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Wildbienen vorgeschlagen, einen Baum zu pflanzen oder mit 20 im Bekanntenkreis eingesammelten alten Mobiltelefonen das Projekt „Handys für die Havel" zu unterstützen. Von einer Recyclingfirma erhält der Naturschutzbund für jedes Stück 3,50 Euro und investiert dieses Geld in ein Renaturierungsprojekt an der Havel.

„Wir wollen die Kinder spielerisch an diese Themen heranführen" sagen Werner Kern, der Vorsitzende des Naturschutzbundes Landau, der die Idee zum Umweltdiplom hatte, und die neue Leiterin der Nabu-Regionalstelle Süd im Hirtenhaus, Carmen Schauroth. In der außerschulischen Umweltbildung sollen die Kinder Experten in Sachen Naturschutz und Umwelt werden. Seit Dezember 2006 ist das Hirtenhaus in Mörzheim mit der hier ansässigen Naturerlebnisschule anerkannte Station für schulnahe Umweltbildung in Rheinland-Pfalz.

„Mit Kopf, Herz und Hand" soll auch das Motto der Veranstaltungen zum Umweltdiplom in diesem Jahr sein. Der Bogen der Veranstaltungen spannt sich von praktischen Arbeiten wie dem Bau eines Lehmofens bis zu kreativem Basteln mit Naturmaterial. Das abstrakte Thema „Nachhaltigkeit" soll für die Kinder mit der Apfelernte und der regionalen Vermarktung des Streuobstes konkret werden.

Auf einer Kräuterwanderung auf die Suche nach essbaren Wildpflanzen zu gehen, einen Teich anlegen, „Rund ums Schaf" sind altbewährte Themen für Veranstaltungen rund um nachhaltigen Natur-, Arten-, Biotop- und Umweltschutz. Als neue Angebote locken der Besuch bei einem Ökowinzer, der Bau einer Igelburg im Landauer Zoo und ein Nachmittag rund um die Libelle. (srs) TRESCHS

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.47
Datum: Mittwoch, den 25. Februar 2009
Seite: Nr.33
"Deep-Link"-Referenznummer: '4681548'
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Refugium pflegen

Kleine Kalmit entbuscht - Seltene Pflanzen und Tiere

Eisiger Ostwind und steile Hänge haben über 20 freiwillige Helfer nicht bremsen können: mit Motorsäge, Freischneider und Astscheren wurde das Naturschutzgebiet Kleine Kalmit von Hecken, Gebüsch und Bäumen befreit.

Bereits in der vergangenen Woche hatten Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) begonnen, die ersten Schneisen zu schlagen, mussten aber dem schlechten Wetter Tribut zollen. Am Samstag nun trafen sich Mitglieder aus verschiedenen Naturschutzverbänden (Nabu, Pollichia, GNOR, NVS) sowie Bürger aus Arzheim und Ilbesheim, um an den begonnenen Entbuschungsmaßnahmen weiter zu arbeiten.

So wurde Schnittgut zusammengerecht, ein Häcksler mit Material beschickt, weitere Büsche und Hecken entfernt. „Die Kleine Kalmit ist aufgrund ihres geologischen Untergrundes für eine Vielzahl an Pflanzen- und Tierarten ein bedeutsamer Standort, der aber durch den Einfluss verschiedener Faktoren wie beispielsweise Nichtbeachtung des Wegegebots oder Verunreinigung durch Müll stark beeinträchtigt ist", berichtete Stephan Blum, Biotopbetreuer für den Landkreis und die Stadt.

Die Verbuschung größerer Bereiche vor allem Richtung Ilbesheim machte dem Vogelkundler Heinz Wissing und dem Wildbienenkenner Herbert Riebel zunehmend Sorgen. Auf den wertvollen Trocken- und Kalkmagerrasen breiten sich Hartriegel und Schlehe aus, die seltene Blütenpflanzen oder Gräser verdrängen. Laut Blum sollen bereits in diesem Jahr die Schafe der Arzheimer Familie Wagenblatt die Nachpflege sicherstellen. Beigeordneter Rudi Klemm dankte allen Helfern. (red) SCHILLS

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.41
Datum: Mittwoch, den 18. Februar 2009
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '4667448'
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LINGENFELD: Naturschutzbund mit vollem Programm

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu verstärken und diese für die Natur zu sensibilisieren, hat sich der Naturschutzbund der Verbandsgemeinde Lingenfeld für 2009 vorgenommen. Bei der Hauptversammlung am Freitag kündigte Jugendwartin Sabine Heilmann (Westheim) zahlreiche Projekte an.

Neben Veranstaltungen unter dem Motto „Erlebter Frühling" will Heilmann den Naturschützern auch den Großen Abendsegler, die Rauchschwalbe und den Löwenzahn näher bringen. Die Jugendgruppe wird sich unter anderem an der Renovierung des „Insektenhotels" sowie an der Stunde der Gartenvögel beteiligen und mithelfen, Brutstätten für den Eisvogel zu errichten. In den Sommerferien findet laut Heilmann die „Naju-Kinderakademie", eine Fünf-Tage-Freizeit, in Westheim statt.

Auf ein „ereignis- und arbeitsreiches Jahr 2008 mit gelungenen, gut besuchten Veranstaltungen", blickte Herbert Magin, Vorsitzender der 417 Mitglieder zählenden Gruppe zurück. 2009 will die Gruppe erneut die Amphibienwanderung am Mehlsee begleiten, den ins Auge gefassten Druslach-Wanderweg mit Info-Tafeln bereichern. Am 7. Februar, 9.30 Uhr, stehen Gehölzschnittarbeiten am Bahngelände an. (nti)

 

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.23
Datum: Mittwoch, den 28. Januar 2009
Seite: Nr.22
"Deep-Link"-Referenznummer: '4566613'

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Frankenthal: Brutstätte für 15 Jungfalken

Geöffnet wurde der Brutkasten für Wanderfalken auf der Zwölf-Apostel-Kirche. „Seit dem Ende der Brutzeit war er geschlossen, um Tauben abzuhalten und gereinigt zu werden", sagt Hermann Deichfuß, Beisitzer im Vorstand der Naturschutzbund-Gruppe. Nun ist er wieder offen, damit die einst beinahe ausgestorbenen Wanderfalken ihr Domizil nicht vergessen. Der Kasten wurde vor sechs Jahren installiert, als Deichfuß Wanderfalken auf Zwölf-Apostel entdeckte. „Der Kasten wurde sehr gut angenommen und hat zu einem Bruterfolg geführt: 15 Jungfalken sind bisher ausgeflogen", so Deichfuß. Das Brüten in der freien Natur sei gefährlicher. Glücklich sei man, dass die Zwölf-Apostel-Kirche den Kasten genehmigt hatte. „Früher vergitterte man die Kirchen, jetzt werden sie für die Natur geöffnet", sagt Deichfuß. Dekanin Sieglinde Ganz-Walther nahm als Dank für ihre Bereitschaft, den Platz zur Verfügung zu stellen, die Plakette „Lebensraum Kirchturm" (eine Initiative des Nabu und dem Beratungsausschuss für das Deutsche Glockenwesen) entgegen, die an der Kirchturmtür befestigt wurde. Ganz-Walther: „Der Dank gebührt dem Nabu, der sich ja darum kümmert. Der Kasten deckt sich mit unserem Auftrag, Schöpfung zu behüten und zu bewahren." Nächstes Projekt: ein Domizil für Mauersegler. (bfi) FOTO: AP

WAGNERM


Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Frankenthaler Zeitung
Ausgabe: Nr.18
Datum: Donnerstag, den 22. Januar 2009
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '4542161'
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Wo wohnen Herr und Frau Kohlmeise? Wo die Familie Rotschwanz?

Am Samstag, den 24. Januar ab 14 Uhr baut der NABU Landau Nistkästen für unsere gefiederten Freunde. Kinder ab 8 Jahren, gerne in Begleitung eines Erwachsenen, können aus vorgefertigten Bausätzen Nisthöhlen für den eigenen Garten zusammen schrauben. Wer hat, bringt einen Akku-Schrauber mit. Es fallen Materialkosten in Höhe von 6 Euro an.

Anmeldung im Naturschutzzentrum Hirtenhaus unter 06341-31628, Brühlstr. 21, Landau-Mörzheim.

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Wildbienen und andere Insekten - Platz im kleinsten Stängel

Die NABU-Gruppe Annweiler/Hauenstein in Kooperation mit dem Verein DorfKult Spirkelbach laden Jung und Alt ein zum Vortrag "Wildbienen und Co. - solitär lebende Bienen und Wespen". Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 22. Januar 2009 um 19:00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Spirkelbach statt. Der Eintritt ist frei. Herbert Riebel aus Landau wird anhand faszinierender Farbaufnahmen über diese Insekten und deren Lebensgewohnheiten berichten. Nicht Staaten bildende Wildbienen und Wespen - so genannte Solitärwespen - benötigen Hohlräume in Holz, Stängeln oder Steinen, um darin Brutkammern anzulegen. Wer diesen Tieren hilft, muss keine Stechattacken befürchten. Die Tiere sind harmlos und friedlich, selbst in Terrassennähe angebrachte Nistkästen, Holunder- oder Schilfbündel stellen keine Gefahr dar. Im Gegenteil: In Ruhe kann man das Treiben beobachten, wenn die Bienen Baumaterial, Nahrung und Lehm zum Verschluss ihrer Brutröhren eintragen.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme. Die Veranstaltung ist gerade auch für Kinder geeignet, um auf den Bau von Nisthilfen und "Insektenhotels" einzustimmen.

 

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Helfer für Amphibienrettung gesucht!

Am Mittwoch, den 4. Februar um 19:00 Uhr findet im Landhaus Landau, Wollmesheimer Höhe 5 ein Vorbereitungstreffen zur diesjährigen Amphibienwanderung statt. Das Treffen soll den Charakter eines offenen "Stammtisches" haben. Eingeladen sind interessierte Bürger, die für Kontrollgänge an einem der Amphibienzäune zur Verfügung stehen würden. Während der Wanderungen zu ihren Laichgewässern in den ersten milden Tagen des Frühjahres werden unzählige Erdkröten, Frösche und Molche zu Verkehrsopfern. Deshalb stellt der Naturschutzbund an den betroffenen „Brennpunkten“ Krötenzäune auf. Ehrenamtliche Helfer betreuen zehn Schutzzäune in der Südpfalz, u. a. in Annweiler, im Eußerthal, in Spirkelbach, Gräfenhausen, Landau, Frankweiler, Neustadt und Schwegenheim. Für die diesjährige Krötensaison werden dringend noch Helfer gesucht. Morgens und/oder abends müssen in der Dämmerung Kröten aus den Fangeimern gesammelt und über die Straße zu ihrem Laichgewässer gebracht werden. Die NABU Regionalstelle koordiniert die Betreuung der Zäune, stellt Taschenlampen und Warnwesten zur Verfügung und informiert stets über den aktuellen Stand der Wanderungsbewegungen.

Infos unter Tel. 06341 / 31628 oder unter Jobbörse für Ehrenamtliche

 

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Die im Dunkeln sieht man nicht

Naturschutzverbände im Kreis Germersheim übernehmen Fledermaus-Patenschaft

Fledermäuse sind während des Sommers nur in den Abendstunden zu beobachten. Dann jagen sie mit Hilfe eines speziellen Ultraschall-Ortungssystems nach Insekten. Doch wo genau bleiben sie jetzt im Winter? Viele Arten suchen für den Winterschlaf unterirdische Hohlräume auf, die eine optimale Temperatur und eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen. Mit stark reduzierten Lebensfunktionen verharren Sie in einer Art Lethargie und zehren ausschließlich von ihren Fettreserven. Herzschlag und Atemfrequenz werden auf ein Minimum heruntergefahren, der Stoffwechsel ist fast ausgeschaltet.

Das größte deutsche Winterquartier von Fledermäusen befindet sich in Rheinland-Pfalz, im Mayener Grubenfeld. In den Basaltstollen der Eifel bauten Menschen seit über 4000 Jahren Lava ab und verarbeiteten sie zu Mühlsteinen. Durch diesen Abbau entstanden grandiose unterirdische Hallensysteme auf einzelnen Säulen ruhend, die als Stützen stehen blieben. Hier versammeln sich im Winter zehntausende Fledermäuse und hängen in Gruppen in den tiefen Spalten, an den Decken und Wänden. 14 verschiedene Fledermausarten wurden bislang nachgewiesen. Dies ist in Deutschland einzigartig. Es gibt kein anderes Fledermausquartier mit einer nur annähernden Artenvielfalt und Individuenzahl.

Aufgrund der akuten Einsturzgefahr hat es sich der Naturschutzbund Rheinland-Pfalz (NABU) zur Aufgabe gemacht, die Stollen zu erwerben und die tragenden Säulen zu sanieren. Auf diese Weise soll das Mayener Grubenfeld für abertausende von Fledermäusen auf Dauer bewahrt werden. Viele große und kleine Spenden wurden bereits gesammelt und so konnte im letzten Jahr der Hauptstollen angekauft werden.

Große Bartfledermäuse (Foto: Andreas Kiefer, NABU Rheinland Pfalz)

Als kleines Dankeschön erhalten die Spender eine Fledermauspatenschaft. So auch die NABU Gruppe Bellheim. Die ehrenamtlichen Naturschützer hatten im Sommer gemeinsam mit dem Naturschutzverband Südpfalz und der Aktion Pfalzstorch einen Naturerlebnistag in Ottersheim ausgerichtet. Ebenfalls beteiligt waren der Landespflegeverband Südpfalz, die Jugendpflege Bellheim, die Oldtimerfreunde Ottersheim und die Landesforsten. Das abwechslungsreiche Programm hat viele Besucher angelockt. Den Erlös in Höhe von 280,- Euro spenden die Verbände nun für das Fledermausprojekt. Joachim Zürker, Vorsitzender des NABU Bellheim möchte mit der Patenschaft auf das Projekt aufmerksam machen. „Wenn ein Lebensraum von überregionaler Bedeutung durch das Zutun vieler erhalten werden kann, wird Naturschutz schnell sichtbar. Das motiviert uns.“

Andreas Kiefer, Projektleiter in Mayen, freut sich über den erfolgreichen Start. Bei den wissenschaftlichen Untersuchungen hat er herausgefunden, dass das weit verzweigte Stollensystem viel größer ist als bisher angenommen. Sein Bestreben ist es, weitere Stollen in der Nachbarschaft des Hauptstollens ebenfalls vor der Zerstörung zu bewahren und für die Fledermäuse zu sichern. Schließlich sollen die Fledermäuse auch zukünftig im Winter „entspannt abhängen“.

Carmen Schauroth

Kontakt:

NABU Rheinland-Pfalz, Postfach 1437, 55006 Mainz

Tel.: 06131 / 140 39-0, e-mail: Kontakt@NABU-RLP.de

www.NABU-Mayener-Grubenfeld.de

 

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.2
Datum: Samstag, den 03. Januar 2009
Seite: Nr.19
"Deep-Link"-Referenznummer: '4449221'
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Stärkerer Schutz der Buntsandsteinfelsen der Südpfalz gefordert

Die Landesverbände vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und des Naturschutzbundes Deutschlands (NABU), sowie die Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz (GNOR), der Naturschutzverband Südpfalz (NVS) und die Pollichia haben sich in einer gemeinsamen Erklärung an das Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz, sowie der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd für einen stärkeren Schutz der Buntsandsteinfelsen in der Südpfalz ausgesprochen.

Die Felsen sind in ihrer Artenzusammensetzung einzigartig. Hier finden sich seltene und geschützte Flechten und Moose; sie bieten Winterquartiere für Fledermäuse, Unterschlupf für Wildkatzen, Brutmöglichkeiten für Kolkraben, Uhu und Wanderfalken. Besonders kritisch wird von den Naturschutzverbänden der in letzter Zeit immer rücksichtslosere Umgang mit der Natur und der zunehmende Tourismus gesehen. Die Naturschutzgesetze des Landes Rheinland-Pfalz für Felsen und Felsumfeld, sowie die Vogelschutzrichtlinie und die FFH-Richtlinie (Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie) der Europäischen Union, finden hier immer häufiger keine Beachtung.

Einige der in letzter Zeit zunehmend wahrgenommenen Verstöße wurden in dem Schreiben besonders hervorgehoben. Dazu gehört das Anlegen von neuen Klettertouren und hier besonders das Bohren und Betonieren am Fels. Dieses und das rücksichtslose Entfernen der Flora haben bereits zum Verschwinden einzelner Pflanzen- und Tierarten geführt. Der Einsatz von Magnesia (Turnerkreide) beim Klettern gefährdet auf Dauer die Felsen und verunstaltet deren Aussehen. Das Freistellen auf den Felsen durch großflächiges Entfernen der Bäume durch Kommunen und Tourismusverbände führen zu Erosionen mit gravierenden Auswirkungen für die Fauna und Flora. Das Campieren, Feiern und Anlegen von Feuerstellen sowie die Schaffung von Sitz- und Lagergelegenheiten rund um die Felsen führen zu einer starken Beunruhigung der Tierwelt und verstärken die Erosionen.

Durstigfels bei Dahn (Foto: Torsten Maiwald)

Die an und um die Felsen entstandenen Schäden brauchen Jahrzehnte um wieder zu verheilen und ob jemals wieder der ursprüngliche Zustand hergestellt wird, bleibt offen. Ein restriktiveres Durchgreifen zum Erhalt dieser besonderen Habitate ist in einigen Nachbarbundesländern und benachbarten Staaten klar zu sehen. Dieser Verantwortung sollten sich auch die hier zuständigen Naturschutzbehörden in stärkerem Maße stellen. Gerade im Jahr der Biodiversität müsste der Schutz der Felsbiotope mit ihrer seltenen Tier- und Pflanzenwelt ein besonderes Anliegen sein. Die Landesverbände bitten deshalb das Ministerium und die SGD-Süd sich für den Schutz dieser einzigartige Natur im Wasgau in ihrer Gesamtheit einzusetzen und sie somit als Naturerbe nicht nur der heutigen, sondern auch den zukünftigen Generationen zu erhalten.

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Mit Neugier auf Natur zum Umweltpreis

Pädagogisches Konzept des Kinderhauses St. Hedwig überzeugt Ausschuss - Preisgeld wird für Außenbereich verwendet

Jubel im Kinderhaus St. Hedwig: Gestern übergab der Beigeordnete Frank Scheid dort den mit 1250 Euro dotierten Umweltpreis der Stadt Speyer für das Naturprojekt des Hauses. Das Geld soll für die Außenanlage verwendet werden, wie die Leiterin des Hauses, Petra Klumb, sagte. Der Wettbewerb fand bereits zum elften Mal statt.

Vier Projekte hatten sich in diesem Jahr für den Preis beworben. „Alle hätten das Geld verdient", meinte Frank Scheid. Weitere Teilnehmer waren Schüler des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums, dort hieß das Projekt „Baum", es wurden fünf Bäume gepflanzt. Zudem beteiligte sich das Hotel „1735" (Energiesparhaus) und der Procon Metis Pflegedienst. Hier entschlossen sich die Verantwortlichen, drei Dienstfahrräder anzuschaffen, um somit auf Autos verzichten zu können.

„Man muss früh mit der Umwelterziehung ansetzen", nannte Scheid den Grund, warum sich die Jury für die Kinder von St. Hedwig entschied. So sei dem Umweltausschuss die Entscheidung leicht gefallen. Jeden Donnerstag treffen sich die ehemaligen Kindergartenkinder. Sie besuchen mittlerweile schon alle die Grundschule, sind deshalb nur noch im Hort des Hauses St. Hedwig.

„Dieses Projekt endet nun auch, nach Fasnacht startet ein neues, das ist dann schon das insgesamt dritte dieser Art", erklärte Petra Klumb. Der fast wichtigste Mann des Projektes ist Peter Feisthamel aus Speyer. Der ehemalige Lehrer der Siedlungsschule ist einer der vom Naturschutzbund Rheinland-Pfalz (Nabu) ausgebildeten Naturtrainer. Es gibt im Land 30 solcher Senioren, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich mit Umweltprojekten, hauptsächlich in Kindergärten, beschäftigen.

„Ich liebe es, mit den Kindern zusammenzuarbeiten", so der engagierte Pensionär. „Die Kinder sollen lernen, dass verantwortliches Handeln in der Natur ein wichtiger Bestandteil unserer Existenz ist", ergänzte Carmen Schauroth vom Naturschutzbund.

„Es macht Spaß", sagte Marc-André. Er ist einer der kleinen Teilnehmer des Projekts. Gemeinsam mit den anderen Kindern hat Marc-André ein Insektenhotel gebastelt. „Da können die Bienen reingehen und schlafen", erzählte der Siebenjährige. „Wir haben das Hotel aus Konservendosen gebaut", meinte Leonie. „Und es dann im Hof aufgehängt", fügte Marie hinzu.

Insgesamt bestand das aktuelle Naturprojekt aus ganz vielen Themen: „Vögel im Winter, Frühlingsblumen, der Igel, Hagebutten, Pilze", zählte Feisthamel gemeinsam mit den Sieger-Kindern auf.

Die 1250 Euro sind das höchste Preisgeld seit Wettbewerbsbeginn 1996. (oas)

GROHMAM

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Speyerer Rundschau
Ausgabe: Nr.288
Datum: Mittwoch, den 10. Dezember 2008
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '4414860'
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NAJU Neustadt: „Kabeljau kommt uns nicht auf den Tisch"

Interview: Geschwister aus Lambrecht machen sich für den Naturschutz stark - Ihr Wunsch, andere dafür zu begeistern

Sie können die Welt nicht besser machen. Das wissen sie. Da machen sich Inga und Thore nichts vor. Für den Naturschutz machen sich die Geschwister (15 und 17 Jahre) trotzdem stark. 2006 gründeten sie die Naturschutzjugend (Naju) Neustadt, seit September leitet Inga zusammen mit einer Freundin eine Kindergruppe. Großen Zulauf haben sie bisher nicht gerade. Vielleicht, weil die Natur zu schützen nicht so cool ist wie Skateboard zu fahren. Oder weil man sie für Fanatiker hält. „Nichts als Vorurteile", sagen sie im XXpress-Gespräch.

Inga und Thore, ihr seid 15 und 17 Jahre alt, habt Ihr nichts Wichtigeres zu tun, als Euch für den Naturschutz einzusetzen?

Thore: Also, wenn jeder denken würde, das geht mich nichts an, es gibt Wichtigeres für mich - dann würde in Sachen Naturschutz nicht viel passieren.

Inga (lacht): Natürlich interessieren uns noch andere Sachen. Aber in der Naju zu sein, macht einfach total Spaß.

Aber: Zwei Jahre nach der Gründung der Naju Neustadt seid Ihr immer noch zu sechst. Ihr seid eine Gruppe von Idealisten?

Inga (überlegt): Auf eine gewisse Weise sind wir das wohl.

Thore: Fanatische Naturschützer, das sind wir aber ganz sicher nicht.

Was treibt Euch an?

Thore: Naja, zum Teil hat sich das einfach so ergeben. Wir haben bis vor zweieinhalb Jahren in Nordhessen gelebt. Dort waren wir in einer Naju-Gruppe aktiv. Als wir dann nach Lambrecht kamen, gab es das nicht. Wir hatten so viele schöne Erinnerungen ...

Inga: ... an das Gefühl, eine Fledermaus in der Hand zu halten oder eine Schleiereule zu tragen...

Thore: ... und Freunde zu haben, die unsere Gedanken teilen.

Das hat Euch gefehlt?

Inga: Ja, und deshalb haben wir beschlossen selbst, eine Naju-Gruppe zu gründen.

Auch aus weltumspannenden Ambitionen, weil Naturschutz nicht hinter dem Gartenzaun aufhört?

Thore: Die Naju ist Teil des Naturschutzbundes, damit nehmen wir auch an bundesweiten Projekten teil. Wir können die Welt nicht besser machen, aber unseren Teil beitragen. Das ist immerhin etwas.

Inga: Und wir können vermitteln: Wer der Natur schadet, schadet sich selbst und seinen Nachkommen.

Was konntet Ihr bisher bewegen?

Inga: Wir haben Nistkästen gebaut, Fledermauserlebnisabende organisiert und haben den Speyerbach auf Umweltbelastungen untersucht.

Wie schmutzig ist er?

Thore: Auf 100 Metern habe wir 800 Liter Müll gefunden.

Wie bitte?

Inga: Ja, das waren vor allem Verpackungsmüll, auch Radkappen sind da geschwommen.

Thore: Ansonsten ist die Qualität des Wassers aber o.k.

Und welche Projekte sind geplant?

Inga: Am 23. November werden wir mit einem eigenen Stand an den Kreativtagen in der Jakobuskirche teilnehmen. Für Kinder bieten wir an, Nistkästen für Singvögel zu bauen. Abgesehen davon wollen wir einen Lebensturm gestalten.

Thore: Der besteht aus verschiedenen Etagen, bietet Nisthilfen, Bienenhölzer oder einen Platz zum Überwintern.

Wo wollt Ihr den aufstellen?

Thore: Genau wissen wir das noch nicht. Vielleicht in Hambach, am Haardtrand. Oder am Sonnenweg, dort steht uns eine Terrasse zur Verfügung. Mal sehen.

Seit September versucht Ihr, eine Kindergruppe der Naju zu etablieren. Es scheint nicht so einfach, Kinder ab sechs Jahre für den Naturschutz zu begeistern. Woran liegt das?

Inga: Irgendwie ist es schwierig, publik zu machen, dass es die Gruppe überhaupt gibt. Wir haben das schon mit Plakaten versucht. Das klappt nicht so richtig.

Thore: Ich glaube, das hat auch etwas damit zu tun, dass viele glauben, wir sind so richtig fanatisch oder machen ähnliche Sachen wie die Pfadfinder. Das sind nichts als Vorurteile.

Ihr habt demnach ein Imageproblem, oder?

Thore: Ja, ein wenig schon. Wir sind nicht so cool wie Skater - obwohl es die auch bei uns gibt.

Was wollt Ihr tun?

Inga: Bei Aktionen wie den Kreativtagen Präsenz zeigen und versuchen, uns regelmäßig bei städtischen Aktionen für Jugendliche einzuklinken.

Ihr gebt nicht auf?

Thore (schmunzelt): Nein, wir haben einen langen Atem. Mit schnellem Erfolg zu rechnen, ungeduldig sein - das bringt gar nichts.

Woran hat sich Eurer Feuer für die Natur entfacht?

Inga: Es gab keinen wirklich zündenden Moment. Unsere Mutter war sehr viel mit uns in der Natur. Eigentlich haben wir die meiste Zeit im Freien gespielt. In der Naju-Gruppe in unserer alten Heimat konnten wir diese Freude, uns draußen zu bewegen, intensiv ausleben, haben Tiere und Pflanzen kennengelernt, die uns bis dahin fremd waren.

Naturschutz heißt auch Umweltschutz. Was lebt Ihr vor?

Inga: In der Natur zu sein, hat wirklich unser Bewusstsein für unsere Umwelt geprägt. Wir gehen oft zu Fuß, fahren mit dem Rad oder benutzen öffentliche Verkehrsmittel, wenn wir irgendwo hin wollen.

Thore: Zu Hause haben wir unseren Energieverbrauch im Blick. Laufen Musikanlage und Fernseher nicht, ist auch der Standby-Modus aus. Wir schalten das Licht aus, wenn wir ein Zimmer verlassen, haben fast überall Energiesparlampen.

Ihr seid Vegetarier?

Inga: Nein, nein. Wir essen schon ab und zu Fleisch.

Thore: Nur nicht so häufig. Und wir versuchen darauf zu achten, dass es möglichst aus der Region kommt. Aber Scholle und Kabeljau beispielsweise, essen wir aufgrund der Überfischung überhaupt nicht.

Mal ehrlich: Ihr denkt doch nicht den ganzen Tag über Naturschutz nach?

Thore: Klar interessiere ich mich auch für andere Sachen. Leite die Politik- und die Schach-AG - obwohl ich nicht wirklich gut Schach spielen kann. Dann bin ich noch im Schulsanitätsdienst, singe im Chor der Oberstufe und chatte mit Freunden.

Inga: Ich mache echt gerne Sport, gehe joggen, höre leidenschaftlich gerne Musik und singe im Schulchor. So viel Zeit bleibt am Nachmittag eigentlich gar nicht.*

Ihr wollt später doch bestimmt einmal Biologie studieren?

Inga und Thore (kopfschüttelnd): Wohl eher nicht. Aber uns in der Freizeit für die Natur zu engagieren, wird Teil unseres Lebens bleiben.

Kontakt

Die Kindergruppe, 6 bis 11 Jahre, trifft sich jeden ersten Samstag im Monat, 15 Uhr, die Jugendgruppe, 12 bis 17 Jahre, jeden zweiten und vierten Freitag im Monat, 15.45 Uhr. Treffpunkt ist jeweils im Hof der Volkshochschule.

Kontakt: Inga und Thore Fink,

Telefon 06325/9596830 oder per E-Mail: thore-fink@gmx.de. (ikx)

 

Quelle:

Verlag: DIE RHEINPFALZ

Publikation: Mittelhaardter Rundschau

Ausgabe: Nr.270

Datum: Mittwoch, den 19. November 2008

Seite: Nr.22, Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

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Noch Plätze frei:

NABU bildet „Naturtrainer“ aus

Im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) bildet der Naturschutzbund in der Pfalz 10 Naturtrainer aus. Im Rahmen von acht halbtägigen Praxisworkshops erhalten die Teilnehmer Anregungen und Tipps für die Durchführung von Natur- und Umweltprojekten in Kindertagesstätten. Begleitet durch Umweltpädagogen des NABU sammeln sie erste Praxiserfahrungen und werden in der Zusammenarbeit mit den Paten-Kindergärten unterstützt. Das Projekt „Naturtrainer – leben gestalten lernen“ wurde bereits 2007 erfolgreich durchgeführt. Die ausgebildeten Naturtrainer bereichern den Kindergartenalltag, fördern den generationsübergreifenden Dialog und sorgen dafür, dass Bildung für Nachhaltigkeit in den Einrichtungen einen Platz findet. Dabei geht es nicht nur um den schonenden Umgang mit der Natur, sondern auch um emotionale uns soziale Kompetenzen. Aufgrund der positiven Erfahrungen bietet die NABU Regionalstelle Süd im Jahr 2009 eine modifizierte Weiterführung des Projektes an. Während sich das Fortbildungsangebot in der Vergangenheit ausschließlich an Senioren wendete, wird der Teilnehmerkreis nun auf Mütter und Väter von Kindergartenkindern erweitert. Die Teilnahme an dem Projekt ist kostenlos. Materialien für die Durchführung der Projekte in den Kindertagesstätten werden vom NABU gestellt. Interessierte können sich bis Ende November bei der NABU Regionalstelle Süd in Landau unter Tel. 06341-31628 melden. Der erste Workshop findet im März 2009 statt.

Kontakt: Carmen Schauroth, NABU Regionalstelle Süd

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Naturschutzbund sucht Mitstreiter für Biotopschutz

DEIDESHEIM. Aktive des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) sind im November unter anderem in der Verbandsgemeinde Deidesheim unterwegs und sprechen in den Haushalten vor. In den nächsten Tagen wollen sie viele neue Mitglieder für den Nabu gewinnen. Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich der Nabu für den Naturschutz in der Vorderpfalz. Die Nabu-Gruppe Wachenheim-Deidesheim ist vor allem im Biotopschutz aktiv, pflegt Wiesen, selbst gepflanzte Obstbäume und Kopfweiden im Odinsthal, im Einsthal und am Goldbach. Als Lebensraum für Amphibien wurden mehrere Feuchtbiotope angelegt. Viele hundert Nistkästen werden im Gebiet betreut, unter anderem für den Steinkauz.

„Für laufende und neue Projekte braucht der Nabu mehr finanzielle Unterstützer und aktive Mitstreiter", so Carmen Schauroth, Leiterin der Nabu-Regionalstelle in Landau. „Mehr Mitglieder sind das Ziel, kein Einsammeln von Barspenden", stellt sie klar. Weitere Informationen gibt es beim Naturschutzbund Deutschland, Regionalstelle, Telefon 06341 31628. (rhp)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.267
Datum: Samstag, den 15. November 2008
Seite: Nr.24
"Deep-Link"-Referenznummer: '4311932'

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Neustadt Mußbach: Naturschutzbund Wässerwiesen wiederbeleben

Einen Lesesteinhaufen für Eidechsen in Haardt aufgebaut, zwei Schwarzpappeln („Baum des Jahres" 2006) in der Diedesfelder Gewanne „Im Saualiment" gepflanzt, drei Steinkauzniströhren in Duttweiler und Böhl-Iggelheim montiert und in diesem Jahr über 3000 paarungswillige Kröten heil umgesetzt - das waren einige von zahlreichen Aktionen in den ersten beiden Jahren des Bestehens der Neustadter Stadtgruppe des Naturschutzbunds (Nabu). In „Weiks Vinothek" in Mußbach standen zuletzt Rück- und Ausblick sowie Vorstandswahlen im Blickpunkt. Als Vorsitzende bestätigt wurden Ursula Mosebach und Martin Grund.

Als nächste Projekte kündigten sie die Reaktivierung der Wässerwiesen im Geinsheimer „Lochbusch" an, die Betreuung der Mauersegler-Nistkästen an der Geinsheimer Grundschule sowie eine Schwalbenkartierung. Die in Duttweiler platzierten Steinkauz-Niströhren wechseln an einen günstigeren Standort bei Geinsheim. Ein Infobrief wird sich im Frühjahr an alle 300 Mitglieder wenden. Für 2009 in Planung ist eine fünftägige Kinderakademie in Neustadt.

Vorstand Vorsitzende: Ursula Mosebach, Martin Grund, Kassenwartin: Annette Schwarz, Schriftführer: Thomas Fischer, Kassenprüfer: Eckhard Klein, Ulrich Fischer. Neue Beisitzer: Ursula Ihrig, Erika Rell und Karl Denig.

Treffen jeden zweiten Montag im Monat um 19.30 Uhr in „Weiks Vinothek", An der Eselshaut 53, Mußbach.

Kontakt: Telefon 06327/5837 oder 06321/399292. (ain)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.266
Datum: Freitag, den 14. November 2008
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '4307321'

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Landau LINGENFELD WESTHEIM Schutz und Hilfe für gefährdete Tiere

LINGENFELD/WESTHEIM: Naturschutzbund der Verbandsgemeinde feiert

25-jähriges Bestehen - Ausstellung im Bürgerhaus

Als Ortsgruppe des Deutschen Bundes für Vogelschutz (DBV) wurde der Naturschutzbund (Nabu) der Verbandsgemeinde Lingenfeld am 25. November 1983 von 26 Naturfreunden im Westheimer Sportheim gegründet. Mittlerweile gehören 417 Mitglieder dem Verein, der sein 25-jähriges Bestehen feiert, an. Seit 25 Jahren lenkt Herbert Magin die Vereinsgeschicke.

Die Durchführung von Schutz- und Hilfsmaßnahmen für gefährdete Tier- und Pflanzenarten und die Verbreitung des Naturschutzgedankens waren und sind wichtige Ziele. Die Aktiven setzten sich von Beginn an für den Vogelschutz (Schwerpunkt: Greifvögel und Eulen) ein: In verschiedenen Gemarkungen wurden Nistkästen aufgehängt, Behausungen für Schleiereulen und Turmfalken gebaut und diese in Kirchen sowie Scheunen installiert. Auch Steinkauz-Niströhren wurden an geeigneten Plätzen angebracht - zunächst jedoch ohne Erfolg. 2005 stellte sich der hart erarbeitete Erfolg ein: Der Steinkauz kehrte zurück.

Die Verbesserung der Biotop-Strukturen in einer weitgehend verarmten Feldflur lag den Mitgliedern ebenfalls am Herzen. Erste Pflanzmaßnahmen fanden 1984 mit dem örtlichen Vogelschutzverein in Schwegenheim statt. Im damaligen Ortsbürgermeister Kurt Kaufmann fand der Nabu einen großen Unterstützer. 1985 wurden Steilwände für Uferschwalben am Lustadter Silbersee sowie für Eisvögel an der Westheimer Druslach hergestellt, die ihre Ziele nicht verfehlten. Seit 1985 betreut der Nabu die Amphibienwanderung am Schwegenheimer Mehlsee. Die Naturschützer beteiligten sich in den Folgejahren an der Wanderfalkenbewachung im Wasgau, errichteten eine Trockenmauer sowie ein Insektenhotel am Bahngelände, führten Grundstückskäufe und Pflanzaktionen durch, legten Streuobstwiesen an.

Zum Wohle der Fledermäuse wurden 2005 ehemalige Wasserbehälter am Schwegenheimer Bründelsberg zu „Fledermausbunkern" ausgebaut. Höhepunkt 2008 war die Teilnahme am Geo-Tag der Artenvielfalt, an dem fast 30 Experten die Tier- und Pflanzenwelt auf Lustadter Gemarkung erfassten.

Die Jugendarbeit im Verein wird groß geschrieben: Cornelia Osterhorn und Sandra Eichfelder schaffen es seit 2000, Kinder sowie Jugendliche für die Natur zu begeistern. Die jungen Naturschützer nahmen in der Folgezeit an vielen Veranstaltungen teil.

JUBILÄUMSFEIER

Feierstunde mit Ehrungen am Samstag, 15. November, 19 Uhr, Bürgerhaus Westheim; Ausstellung „Naturschutz in der Gemeinde" (rund 40 Schautafeln) bei Kaffee und Kuchen am Sonntag, 16. November, 14 bis 18 Uhr, Bürgerhaus Westheim; Kinderprogramm (Falt- und Bastelangebote, Nistkastenbau, Naturquiz) von 14 bis 16 Uhr. Kinder dürfen „Schätze" aus der Natur mitbringen. (nti)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.266
Datum: Freitag, den 14. November 2008
Seite: Nr.20
"Deep-Link"-Referenznummer: '4308233'

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Igel gefunden - wann ist Hilfe nötig?

Kranke und verletzte Igel brauchen professionelle Behandlung

Im November machen sich Igel bereit für den Winterschlaf. Wer einen Reisig- oder Laubhaufen im Garten hat, bietet den stacheligen Gesellen eine geeignete Bleibe in der kalten Jahreszeit. Auch wenn sich Igel oft in der Nähe menschlicher Ansiedlungen aufhalten, handelt es sich doch um Wildtiere, die im Allgemeinen gut ohne uns zurecht kommen. Die dämmerungs- und nachtaktiven Einzelgänger ernähren sich überwiegend von Insekten. Wer am Abend das typische Schnaufen und Schmatzen eines Igels aus dem Garten vernimmt, kann sich sicher sein, dass sich das Tier hier wohl fühlt. Was jedoch tun, wenn sich der Igel auffällig verhält? „Ein ausgewachsener Igel, der im Winter tagsüber herumläuft ist meistens krank“ erklärt Carmen Schauroth von der NABU Regionalstelle in Landau. „Er sollte eine Weile beobachtet werden, um sicher zu gehen, dass er nicht nur durch eine Störung aufgeschreckt wurde. Wenn der Igel apathisch ist, auf dem Boden liegt, torkelt oder abgemagert wirkt, braucht er dringend tierärztliche Hilfe. Dies gilt ebenso für verletzte Igel. Mit Handschuhen lässt sich ein Igel problemlos anfassen und in einem mit Zeitungspapier ausgelegten Karton zum Tierarzt oder zu einer spezialisierten Igelstation transportieren. Viele Tierärzte verfügen über Fachwissen zur Behandlung von Igeln.“

Igel im Herbstlaub (Foto: Bernd Kunz)

Nicht nur kranke Igel begegnen uns im Herbst. „Häufig erreichen uns jetzt Anfragen von Menschen, die in ihrem Garten auf untergewichtige Jungigel stoßen und helfen wollen“ so Schauroth. „Igel, die über 500 g wiegen, sollten auf jeden Fall in ihrer Freiheit belassen werden. Tiere, die deutlich schwächer sind oder verwaiste Jungtiere, deren Muttertiere verschollen (meist überfahren) sind, werden allerdings höchstwahrscheinlich allein den Winter nicht überleben. Wer helfen will, kann einen kleinen Igel, dort wo er beobachtet wurde, zufüttern und mit frischem Wasser versorgen. Erreicht er vor Wintereinbruch kein ausreichendes Körpergewicht mehr (600 bis 700 g), ist die Aufnahme in menschliche Obhut sinnvoll.“ Darüber, wie Igel richtig überwintert werden, informiert zum Beispiel der Verein „Pro Igel“. Milch schadet den Igeln übrigens, da sie Durchfall verursacht. An der Frage, ob man Katzenfutter verwenden sollte, scheiden sich die Geister. Viele Igel-Helfer berichten von guten Erfahrungen, während Experten davon ab raten, da sehr leicht Infektionskrankheiten übertragen werden. Trockenfutter ist in jedem Fall weniger problematisch.

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Kastanien-Ketten und Hartriegel-Igel

Projekt zur Umweltbildung im Haus für Kinder St. Hedwig - Peter Feisthammel vermittelt spielerisch Naturwissen


Von Beate Klehr-Merkl


„Wisst ihr noch, was wir letzte Woche gemacht haben?", fragt Peter Feisthammel in die Runde. „Klar, Blätter gesammelt und getrocknet", rufen zwölf Kindergarten- und Schulkinder. Seit April leitet der 62-jährige Rentner und „Naturtrainer" im Haus für Kinder St. Hedwig ein Projekt zur Umweltbildung.
Seit zwei Jahren bildet der Naturschutzbund Rheinland-Pfalz im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung interessierte Bürger zu so genannten Naturtrainern aus, die dann wiederum in Kindergärten Umwelterziehung anbieten.
„Ich bin selbst in der Natur aufgewachsen. Viele Kinder wissen heute nichts mehr über ihre Umwelt. Deshalb möchte ich ihnen etwas weitergeben und sie anregen, selbst initiativ zu werden", beschreibt Feisthammel seine Motivation für das ehrenamtliche Engagement.
Er fragt die Kinder nach den Bäumen, an denen sie stehen geblieben waren, um Blätter zu sammeln. „Birke", „Ahorn", „Platane", rufen die jungen Naturforscher. Doch die schwierigste Aufgabe wartet noch: erkennen, welche Blätter zu welchem Baum gehören. Anhand eines Spiels sollen die Kinder das erraten.
Der achtjährige Michael ist als Erster an der Reihe. Die Blätter werden gemischt, dann muss er ihnen die richtigen Namenskärtchen zuordnen. - Gar nicht so einfach, stellt er fest. Mit Birke und Eiche klappt es ganz gut. Schwierig wird es mit den kleinen herzförmigen Blättern der Linde. „Das ist von einer Platane", meint ein Mädchen und zeigt auf ein großes gezacktes Blatt. Feisthammel schüttelt den Kopf. „Nein, vom Ahorn", meldet sich Marc-André (6). „Genau", bestätigt der Naturtrainer. Dann ist die sechsjährige Leonie an der Reihe.
Nachdem alle Blätter zugeordnet sind, hat Feisthammel noch einen Baum zum Ausmalen und Bekleben mitgebracht. „Ich versuche mich gewissenhaft vorzubereiten, denn die Kinder sollen schließlich etwas mitnehmen", sagt Feisthammel, der früher 20 Jahre als Lehrer an der Siedlungsschule tätig war. Einen festen Lehrplan hat er nicht. Er richte sich ganz nach den Jahreszeiten. Im Frühling durften die Kinder Blumen betrachten, Heilkräuter bestimmen und ein Insektenhotel aus Baumstämmen bauen. Dann entstanden Igel aus Hartriegel-Ästen, Ketten aus Kastanien und Hagebutten. Auch das Leben der Bienen und Zugvögel stand schon auf dem Programm. „Und jetzt im Herbst sind eben Blätter dran", erklärt Feisthammel.
Anderthalb Jahre dauert die Ausbildung zum Naturtrainer. Zehn Fachkräfte hat die Regionalstelle Süd des Naturschutzbundes bereits für die Pfalz ausgebildet. Der nächste Kurs startet im kommenden Jahr. In sieben halbtägigen Workshops werden unter dem Motto „Leben gestalten lernen" Themen rund um die Natur wie Wasser, Luft, Tiere oder Pflanzen vermittelt sowie pädagogische Methoden, mit denen das Erlernte spielerisch weitergegeben werden kann.

Kontakt
Wer Interesse an der Ausbildung hat, kann sich bei Carmen Schauroth vom Naturschutzbund, Telefon 06341 / 31628, melden.


Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Speyerer Rundschau
Ausgabe: Nr.257
Datum: Dienstag, den 04. November 2008
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '4237218'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

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Verrückte Natur

Blühende Apfelbäume und brütende Ringeltauben im Oktober

Günter Geißert versteht die Natur nicht mehr. Als der Mörzheimer Winzer am Freitagmorgen über seine Obstplantage läuft, traut er seinen Augen kaum: Einer der Apfelbäume steht in voller Blüte. Die roten Früchte sind noch nicht abgeerntet, da erlebt der Baum bereits seinen zweiten Frühling in diesem Jahr. Aber damit noch nicht genug.

Blühender Apfelbaum mit Früchten

Im Lindenbaum vor seinem Haus sitzt eine brütende Ringeltaube auf ihrem Nest. Der milde Herbst verwirrt Tiere und Pflanzen. „Es kommt immer mal wieder vor,  dass Obstbäume im Herbst blühen“ erklärt Carmen Schauroth, Leiterin der NABU Regionalstelle das Phänomen. „Durch starke Temperaturschwankungen im Sommer und einen milden Herbst stellen die Bäume ihren inneren Kalender vorübergehend auf Frühling um. In den kalten Nächten, wie wir sie momentan haben, werden die Blüten jedoch erfrieren. Der Baum richtet sich nun auf die Winterruhe ein.

Brütende Ringeltaube im Herbstlaub der Linde

(Fotos: Werner Kern)

Auch brütende Ringeltauben sind im Oktober keine Seltenheit mehr. Die Vögel sind anpassungsfähig. Während sie im Wald und in der freien Landschaft durchschnittlich nur zweimal jährlich brüten, nutzen sie das ganzjährige Nahrungsangebot in der Stadt und die im Vergleich zum Umland höheren Temperaturen für eine verlängerte Brutsaison.“

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Von der Frucht zum Saft

Herbstferienprogramm beim NABU Landau drehte sich rund um das Thema Apfel

Bei schönstem Herbstwetter tummelten sich im „Grünen Klassenzimmer“ des NABU Landau drei Tage lang 35 begeisterte Kinder. Mit Schule hatte das jedoch nichts zu tun. Im Vordergrund des Herbstferienprogramms standen Spiel, Spaß und Naturerlebnis. Ingeborg Keller von der Naturerlebnisschule hatte dieses Jahr ein buntes Programm rund um das Thema Apfel zusammen gestellt: Nach der reichen Ernte stellten die Kinder mit Hilfe einer Mühle und einer Apfelpresse ihren eigenen Saft her. Bei einer Rallye übten sie sich in Sachen Geschicklichkeit und Teamgeist und erfuhren ganz nebenbei viel Wissenswertes über die Bedeutung von alten Obstbäumen für die Natur. Und währen die einen mit Naturmaterialien lustige Apfelmännchen bastelten, bauten die anderen einen Lebensturm für Igel, Wildbienen, und Vögel. Am letzten Tag sorgte ein Chaosspiel für jede Menge Action und Bewegung.

Kinder bauen einen Lebensturm (Foto: Carmen Schauroth)

Zum Abschluss wurde am Grillplatz ein gemütliches Lagerfeuer angezündet. Die selbst gebackenen Apfelküchlein und das Stockbrot schmeckten besonders lecker. Ingeborg Keller freut sich über die aktive Beteiligung der Kinder an den Aktionen und das faire Miteinander: „So ausgelassen und unbeschwert sich die Kinder auf der Wiese bewegt haben, da nehmen sie viel Energie mit in den kommenden Schulalltag.“

Die Veranstalterinnen danken allen NABU-Aktiven und Praktikantinnen für die tatkräftige Unterstützung.

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Dabei sein für die Natur

Naturschutzbund Annweiler / Hauenstein gratuliert 500. Mitglied

Landau, 06. Oktober 2008

„Meine Lieblingstiere sind Fledermäuse. Die kann ich jeden Sommer beobachten, wenn sie so schnell an unserem Haus vorbei fliegen und Insekten jagen.“ Der achtjährige Paul hat schon viel erlebt bei den Ferienaktionen des NABU: Wanderungen, Stockbrot backen, Fackeln gießen und natürlich Tiere beobachten. Jetzt haben seine Eltern eine Familien-Mitgliedschaft im NABU übernommen. Claudia und Frank Jung leben mit ihren beiden Kindern in Völkersweiler, direkt am Waldrand. Die Natur ist ihnen wichtig, deshalb haben sie in ihrem Garten eine kleine Obstwiese angelegt. Darüber freut sich Hans-Joachim Fette, Vorsitzender des NABU Annweiler/Hauenstein, und überreicht als Dankeschön eine Kiste NABU Apfelsaft an das 500. Mitglied. Streuobstwiesenschutz ist neben Artenschutzprojekten für Mauersegler und Amphibien ein wichtiger Schwerpunkt des Naturschutzverbandes.

Text- und Bildautor: Carmen Schauroth

       Hans-Joachim Fette (NABU Annweiler/Hauenstein) überreicht Familie Jung          eine Kiste NABU-Apfelsaft

Weitere Informationen in der NABU Regionalstelle Süd bei Carmen Schauroth

Tel.: 06341-31628, E-mail: NABU.Sued@NABU-RLP.de

 

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Anerkennung für Engagement im Naturschutz

Naturschutzbund Bellheim erhält Umweltpreis der ÖDP

Bellheim: Weißstörche, Wachtelkönige und Mauersegler fühlen sich in der Verbandsgemeinde Bellheim wohl. Die ehrenamtlichen Naturschützer des NABU Bellheim haben in den letzten Jahren viel dazu beigetragen. Unermüdlich setzten sie sich für die Wiederbelebung der alten Wässertechniken in den Holzwiesen ein, pflegen alte Streuobstwiesen und informieren über die Bedeutung von naturnahen Gärten für Wildbienen, Schmetterlinge und Vögel. Dafür wurden sie am Sonntag im Rahmen des Gollenbergfestes in der Kulturwerkstatt „Alter Kindergarten“ vom ÖDP Gemeindeverband mit einem Umweltpreis ausgezeichnet. Rüdiger John, Vorsitzender des ÖDP Gemeindeverbandes, bedankte sich in einer kleinen Ansprache für das Engagement und überreichte Joachim Zürker vom NABU eine Ehren-Urkunde. Ebenfalls gratulierten der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Dieter Adam und der erste Kreisbeigeordnte Strunk.

(Foto: Silvana Stockhausen)

Anschließend verteilte der NABU an die Gäste Wildblumensamen und wies mit dieser kleinen Geste darauf hin, dass jeder etwas zum Erhalt der Artenvielfalt tun kann. Dass Naturschutz auch Spaß macht und schmeckt, zeigte sich an der Apfelpresse der NABU Regionalstelle. Hier konnten sich die Kinder aus Bioäpfeln von lokalen Streuobstwiesen ihren eigenen Saft pressen. Der Kommentar der Kinder war kurz und überzeugend: „superlecker!“

Die ÖDP verleiht den Umweltpreis im Abstand von zwei bis drei Jahren an nachhaltig und umweltfreundlich arbeitende Unternehmen oder Vereine. 2003 ging der Preis an die Aktion Pfalzstorch.

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Apfelernte beim NABU Landau: Helfer gesucht!

Im Rahmen des landesweiten Ehrenamtstages lädt der Naturschutzbund NABU zur Mithilfe bei der Apfelernte auf den Streuobstwiesen in Landau und Umgebung ein.

Die NABU-Gruppe Landau-Land wird ihre Wiese in Göcklingen am Samstag, den 20. September beernten. Treffpunkt für die Helfer ist um 9 Uhr der Parkplatz an der Winzergenossenschaft zwischen Ilbesheim und Göcklingen an der L509 (Landau Richtung Klingenmünster). Die Apfelernte des NABU Landau-Stadt findet am 25. und 26. September sowie am 2. und 3. Oktober in Mörzheim statt. Beginn ist jeweils um 9 Uhr am Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstr. 21. Für die Helfer wird es Getränke und eine kleine Brotzeit geben. Natürlich darf jeder auch Früchte mit nach Hause nehmen. Um Anmeldung im Naturschutzzentrum Hirtenhaus wird gebeten.

Nach der Ernte werden die Äpfel zu leckerem NABU-Apfelsaft verarbeitet.

Der NABU pflegt seit vielen Jahren ökologisch wertvolle Streuobstwiesen, die einen Lebensraum für unzählige heimische Tier- und Pflanzenarten darstellen. Regelmäßig werden junge Bäume nachgepflanzt um den Baumbestand langfristig zu sichern. Dabei werden vor allem historische Obstsorten aus der Pfalz gefördert.

Weitere Informationen in der NABU Regionalstelle Süd bei Carmen Schauroth

Tel.: 06341-31628, E-mail: NABU.Sued@NABU-RLP.de

 

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Herbstferienprogramm des NABU Landau

Von Montag, den 6. bis Mittwoch, den 8. Oktober, jeweils von 13 –17 Uhr geht es in Mörzheim beim Naturschutzbund rund um den Apfel. Wir werden Äpfel ernten, unseren eigenen Apfelsaft mit Muskelkraft keltern, die Tiere und Pflanzen auf einer Streuobstwiese kennen lernen, basteln und gemeinsam spielen. Eingeladen sind Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren. Rucksackverpflegung bringt sich jeder selbst mit, wetterfeste Kleidung ist unbedingt nötig. Ein Unkostenbeitrag von 6 Euro pro Tag wird erhoben.

Anmeldung im Naturschutzzentrum Hirtenhaus unter 06341-31628.

 

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Staatssekretärin Kraege dankt ehrenamtlichen Paten für die Umweltbildung

Projekt „Leben-gestalten-lernen“:

Senioren und Seniorinnen haben sich ausbilden lassen, um in Kindergärten als aktive und unterstützende Paten für die Umweltbildung zu arbeiten. Das außergewöhnliche Projekt des Umweltministeriums, das in Landau, Trier und Bingen durchgeführt wurde, ist fast beendet. Zum Abschluss überreichte Umweltstaatssekretärin Jacqueline Kraege am Vormittag auf der Landesgartenschau in Bingen den ehrenamtlich tätigen Frauen und Männern Urkunden und dankte für erfolgreiche Zusammenarbeit.

Kraege erklärte: „Bildung für nachhaltige Entwicklung hat inzwischen weltweit durch die Bildungsdekade für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen einen hohen Stellenwert. Diejenigen, die seit längerem in der Umweltbildung tätig sind, wissen, dass das Erleben und im wahrsten Sinne des Wortes „Begreifen“ der Natur wichtig  ist für die Entwicklung vieler kindlicher Kompetenzen“.

Auch fühle sie sich mit dem Projekt „Leben-gestalten-lernen“ bestätigt, weil es zwischenzeitlich als offizielles Dekade-Projekt ausgezeichnet wurde.

Die Umweltstaatssekretärin dankte dem Naturschutzbund Rheinland-Pfalz, der die Ausbildung der „Naturtrainer“ übernahm und den landesweit rund 30 Paten:

„Der Mensch wird nur etwas schützen, was er kennt und zu schätzen gelernt hat. Ihre Arbeit startet beim bloßen Naturerlebnis und geht durch aktives und kreatives Mitgestalten die Fragen der Zukunft an. Natürlich geht es hierbei auch um so wichtige Themen wie Energie, Klimaschutz, Gerechtigkeit, Konsum und Lebensstile.“

Das Projekt „Leben-gestalten-lernen“ soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz

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Ehrung der Häuser mit Schwalbennestern auf dem Frankenthaler Bauernmarkt am 6. September 2008

Nun sind sie fort die Schwalben – in wärmere Gefilde geflogen. Das ist immer ein bisschen traurig, denn dann ist der Sommer vorbei.

Unsere diesjährige „Schwalbenaktion“ ist hiermit  erfolgreich zu Ende gegangen.

Alle 15 mir gemeldeten Hausbesitzer mit mehr als 5 bewohnten Schwalbennestern habe ich aufgesucht, ihre Nester gesehen, Gespräche geführt und gefragt, ob sie an unserer NABU-Aktion teilnehmen und geehrt werden wollen.

Rechtzeitig wurden alle noch mal schriftlich eingeladen zur Ehrung auf dem Frankenthaler Bauernmarkt bei dem der NABU Frankenthal  einen repräsentativen Stand aufgebaut hat. Dabei erwies es sich als angenehm, dass keine feste Uhrzeit angegeben war, sondern die Schwalbenfreunde so erscheinen konnten, wie es ihnen am besten gepasst hat. Bis auf zwei (Urlaub) sind alle gekommen und wir hatten reichlich Zeit, mit jedem einzelnen zu sprechen und uns ihre wirklich informativen Schwalbengeschichten anzuhören.

So z. B. von aus dem Nest gefallener Jungschwalbe, die bei gleichaltrigen Jungen im Nachbardorf einfach wie durch den Briefkastenschlitz ins Nest geschleust wurde und dort mit gefüttert wurde. Das hat uns sehr gefreut welch schöne Geschichten uns erzählt wurden.

Höhepunkt war dann die Ehrung mit  Überreichung von Urkunde und Plakette.

Einige nahmen noch einen Doppelnistkasten für Schwalben mit, oder auch Höhlenbrüter-Nistkästen, die wir anboten oder andere NABU-Artikel aus dem NABU-Shop.

Fazit war, einige hatten weniger Schwalben dieses Jahr, manche  genauso viele, andere sogar mehr. Und alle haben sich besonders über die Plakette gefreut und befestigen  sie gerne am Haus.

Werbewirksam war auch der RHEINPFALZ-Artikel über diese Aktion, der am Vortag zum Bauernmarkt erschienen war.

Eine schönes, erfolgreiches Projekt, das hoffentlich unseren Schwalben hilft mehr Freunde zu gewinnen.

Monika Kröber, 2. Vorsitzende NABU-Frankenthal e.V. 

Kontakt: monika.kroeber@nabu-ft.de

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Frischer Wind in der Südpfalz

Seit Anfang September ist die NABU Regionalstelle Süd in Landau wieder besetzt. Carmen Schauroth, die neue Leiterin, ist bereits seit vielen Jahren im Naturschutz aktiv. Die Diplom-Umweltwissenschaftlerin hat 5 Jahre als Bildungsreferentin für die NAJU in Essen und Mülheim gearbeitet und dort neben der Umweltbildung für Kinder und Jugendliche verschiedene Naturschutzprojekte betreut. In der neuen Region gefällt es ihr sehr gut - kein Wunder, zeigt sich die Pfalz doch im Herbst von ihrer schönsten Seite. Ab sofort wird sie elf NABU Gruppen mit Rat und Tat unterstützen und steht als Ansprechpartnerin im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in allen Fragen des Naturschutzes zur Verfügung.

Zwei FÖJ-Teilnehmerinnen sind im September ebenfalls neu ins Hirtenhaus eingezogen. Julia Weidner und Nina Ruckteschler haben direkt an ihrem ersten Arbeitstag mit der Weinlese im NABU-Weinberg begonnen. Ein Jahr lang werden die beiden in der Biotoppflege und in der Umweltbildung eingesetzt.

 

v.l.n.r. Julia Weidner, Nina Ruckteschler, Carmen Schauroth

(Foto: Werner Kern)

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letztes Update:

11.02.10, Uwe Wittner

 

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