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Gutes tun und darüber reden
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Natur vermitteln, informieren und
aufklären
ist unser Ziel
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Klassenzimmer im Grünen
Nabu bietet
Umweltbildung für Schulen an - Verschiedene Projekte
Die
Naturerlebnisschule des Naturschutzbundes Landau (Nabu) startet ihr
neues Programm für Frühjahr und Sommer. Schulklassen aller Alterstufen
können das Angebot in Mörzheim nutzen und den Sachkunde- und
Biologieunterricht im Freien gestalten, einen Wandertag einmal anders
erleben oder Projekttage mit dem Nabu durchführen.
Unter Anleitung der
Biologin und Umweltpädagogin Ingeborg Keller erforschen Schüler und
Schülerinnen Tiere und Pflanzen verschiedener Lebensräume und erfahren
viel über ökologische Zusammenhänge. Sinneseindrücke, spielerische
Lernformen und Wissensvermittlung haben je nach Altersstufe
unterschiedliche Gewichtung, heißt es in einer Mitteilung des Nabu.
Im zeitigen Frühjahr
wird ein Wohnungsbauprogramm für Piepmätze gestartet und in den ersten
warmen Sonnenstrahlen werden die Amphibien beobachtet. Die Lebensräume
Wiese, Streuobstwiese, Wald, Laubstreu oder Wasser können genauer
erforscht werden. Beim Thema Tarnung und Warnung wird untersucht, wie
sich Tiere und Pflanzen vor Feinden schützen können. Auch die Angst
vor Spinnen soll den Kindern genommen werden.
Als Jahresprojekte
werden die Themen Streuobstwiese oder Wald angeboten. An Projekttagen
können sich Gruppen bei der Arbeit im Schulgelände oder im Grünen
Klassenzimmer engagieren zum Beispiel durch den Bau eines Lebensturmes
oder eines Wildbienenhotels. Auch für Wandertage bietet die
Naturerlebnisschule Programme an. Alle Veranstaltungen sind in der
Regel für zweieinhalb bis drei Stunden konzipiert. (red)
INFO
Die Programme können
unter Telefon 06341 / 31628 angefordert werden.
Weitere Infos unter
www.nsz-hirtenhaus.de .
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.25
Datum: Samstag, den 30. Januar 2010
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '6000098'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

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Alltagshelden sind
Vorbilder
Sparkasse Südliche Weinstraße-Landau
vergibt Bürgerpreis für Engagement im Umweltschutz
Für ihr beispielgebendes Engagement im
Umweltschutz hat die Sparkasse Südliche Weinstraße-Landau
Werner
Kern
aus Landau, Gerd Kümmel aus Kandel sowie die Jugend des
Angelsportvereins „Petri Heil" Bad Bergzabern mit dem „Bürgerpreis
2009" ausgezeichnet, dotiert mit je 1000 Euro.
Bereits zum vierten Mal hat die
Sparkasse diesen Bürgerpreis vergeben an Menschen, die sich, so
Vorstandsvorsitzender Bernd Jung, „mit vorbildlichem
ehrenamtlichen Engagement hervorragend gesellschaftlich
betätigen".
„Umwelt schützen, Zukunft sichern"
lautete das Motto des Wettbewerbs, gesucht waren Personen, die
aktiv zur Pflege und zum Erhalt der Umwelt beitragen. Der Preis
wurde in drei Kategorien vergeben. In der Kategorie „Lebenswerk"
wurde Gerd Kümmel aus Kandel für sein über 30-jähriges Engagement
ausgezeichnet. Der Amphibienspezialist ist seit 1981
Verbandsvorsitzender des Naturschutzverbandes Südpfalz. „Seit
Jahren", so Laudatorin und Jurymitglied Landrätin Theresia
Riedmaier, gelinge es Kümmel, „seine Mitarbeiter zu motivieren, um
in der Südpfalz Lebensräume für die verschiedensten Tier-, Vogel-
und Pflanzenarten zu schaffen". Dazu gehörten unter anderem die
Ansiedlung seltener Orchideenarten auf der Kleinen Kalmit, die
Renaturierung des Rohrbachs und die Pflege von Streuobstwiesen.
Über den Preis in der Kategorie
„Alltagshelden" freute sich bei der Übergabe in den Räumen der
Sparkasse am Neuen Messplatz Werner Kern aus Mörzheim, erster
Vorsitzender des Naturschutzbundes Landau. Er hat sich laut Jury
nicht nur für den Vogelschutz stark gemacht, sondern auch in
besonderem Maße dazu beigetragen, das Bewusstsein für Naturschutz
zu stärken. Und das seit über 35 Jahren. „Als Sie damals aktiv
geworden sind, wurden Sie noch in die grüne Spinnerecke" gestellt,
wandte sich Landaus Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer an
Kern, der in 2006 bereits den Umweltpreis der Stadt Landau
erhalten hatte. Zu Kerns Aktivitäten zählen laut Schlimmer
beispielsweise die Pflege von Nistgelegenheiten für Vögel,
Fledermäuse, Insekten.
Dritte im Bunde der preisgekrönten
Umweltschützer, Kategorie „Junior", ist die Jugend des Bad
Bergzaberner Angelsportvereins Petri Heil. Eine Abordnung von neun
jungen Leuten - insgesamt gehören 28 zu der Truppe - kam mit ihrem
Jugend- und Wasserwart Thomas Matz.
Stellvertretend für alle nahm der
Größte von ihnen, Patrick Wißmeier, 16 Jahre jung, freudestrahlend
die Trophäe und den symbolischen 1000-Euro-Scheck im Riesenformat
entgegen. Landrätin Riedmaier lobte die Jugendlichen für ihr
„vielfältiges Arbeiten in der Natur". Sie hatten unter anderem
Laichhilfen für Frösche und Kröten geschaffen und ein
Waldbienenhotel gebaut.
Das Preisgeld wollen die Petri-Jünger
für neuen Fischbesatz im Erlenbach verwenden, wo künftig der
„kleinwüchsige Schneider" wieder heimisch werden soll. Außerdem
darf der Angler-Nachwuchs einen Tagesausflug ins Landauer
Freizeitbad La Ola unternehmen.
Die Preise überreichten Bernd Jung und
sein Vorstandskollege Gernot Schneider. (ovi)
SCHILLS

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Spielerisch von Tieren und
Pflanzen lernen
Verein(t) in Lu: Die
Naturschutzjugend begeistert Kinder mit vielen Projekten in der Natur
Von Gisela Schaar
Kinder spielerisch vom Naturschutz
begeistern - das ist das Ziel von der Naturschutzjugend (Naju). Auch
in Ludwigshafen gibt es eine Gruppe, die sich jeden zweiten Mittwoch
trifft.
„Cool!", freut sich die zehnjährige
Hannah beim Kindergruppentreff der Naju Ludwigshafen, als Katrin
Hofmann von dem geplanten Kalender erzählt, den jedes Kind bis
Weihnachten machen soll. Trotz der einbrechenden Dunkelheit geht
deshalb die ganze Gruppe zum Blättersammeln ins Maudacher Bruch. Denis
(10) hat ganz professionell eine Stirnlampe am Kopf befestigt und
Felix (10) ist vorsorglich mit einem Taschenmesser ausgestattet.
Die Erzieherin Elke Henninghaus,
Leiterin der Kindergruppe, und die Biologin Katrin Hofmann treffen
sich mit den Kindern alle zwei Wochen mittwochs im Maudacher Bruch.
Während der hellen Jahreszeit werden Tiere und Pflanzen in ihrem
Lebensumfeld beobachtet. Das reicht von Schnecken über Ameisen bis zu
Baumfalken. Manchmal werden auch Baumrinden untersucht oder nach
seltenen Blumen Ausschau gehalten. Die Rastplätze im Bruch bieten sich
für Spiele in und mit der Natur an. Mit Begeisterung sind die Kinder
bei der Sache und lernen den selbstverständlichen und respektvollen
Umgang mit der Umwelt.
In den Wintermonaten steht der
Kindergruppe ein Raum in der Loschky-Schule zur Verfügung.
Mittlerweile sind auch Tobias (11), Lea (10) und Lorena (9)
eingetroffen und freuen sich ebenfalls über die Aufgabe für die
nächsten Wochen. Zuerst einmal werden zwei Kalenderblätter gemalt,
denn das Herbstlaub muss erst getrocknet und gepresst werden.
Jeder darf ein Tier nennen, das Katrin
Hofmann aufschreibt. Reihum werden die Zettel gezogen und das
aufgeschriebene Tier wird gemalt. Das macht den Kindern sichtlich
Freude und sie sind mit Eifer dabei. Nebenbei erzählen sie von ihren
Erlebnissen bei der Gruppe und wie viel Spaß sie bei einer
Nachtwanderung mit den Eltern hatten, als nach Eulen und Fledermäusen
Ausschau gehalten wurde. Besuche beim Imker, Ausflüge in den Pfälzer
Wald oder Adler, Geier und Eule bei ihren Flugvorführungen auf einer
Burg am Neckar zu erleben, sind Ergänzungen zur Gruppenstunde.
Die meisten der zwölf Kinder kennen
sich aus Schule, dem Hort oder der Nachbarschaft und haben sich
gegenseitig für die Naju begeistert. Weil einige bald aus der Gruppe
herauswachsen, ist an die Gründung einer Jugendgruppe ab zwölf Jahren
gedacht, die dann schon feste Projekte übernehmen könnte. Deshalb wäre
es schön, wenn sich für beide Gruppen Zuwachs finden würde. Gesucht
und willkommen sind auch ehrenamtliche Helfer, denen die Umwelt am
Herzen liegt und die Freude am Umgang mit jungen Menschen haben.
Die Serie
In der Serie „Verein(t) in LU" stellen
wir im „Marktplatz LU" Vereine und
Gemeinschaften aus
Ludwigshafener Stadtteilen vor.

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Pfälzer WassertrainerInnen
engagieren sich in der Umweltbildung
Präsident des Landesumweltamtes Dr.
Stefan Hill verleiht Zertifikate
Als Paten für Schulprojekte,
Exkursionen und Ganztags-Schul-AG´s rund um das Thema Wasser sind seit
Anfang 2008 WassertrainerInnen in Rheinland-Pfalz aktiv.
20 von ihnen erhielten nun im Rahmen
einer Feierstunde im Ministerium für Umwelt, Forsten und
Verbraucherschutz ihre Abschlusszertifikate.
Der NABU Rheinland-Pfalz hat die
engagierten Bürgerinnen und Bürger in einer zweijährigen Ausbildung
qualifiziert, Umweltbildungsprogramme mit Schulklassen zum Thema
Wasser durchzuführen. Im Auftrag des Umweltministeriums wurden
landesweit über 30 Freiwillige in Workshops, begleiteten Praxisübungen
und Erfahrungsaustauschen auf ihre ehrenamtliche Tätigkeit
vorbereitet.
„Die Nachfrage nach diesem bundesweit
einmaligen Angebot war sehr groß“, freut sich NABU-Landesvorsitzender
Siegfried Schuch über die positive Resonanz auf die Ausbildung.
Ein Drittel der WassertrainerInnen
kommt aus der Pfalz und wurde durch die NABU Regionalstelle Süd in
Landau ausgebildet. Carmen Schauroth, regionale Projektleiterin ist
zufrieden: „Die Wassertrainer sind von Annweiler bis Maxdorf in
verschiedenen Schulen und Jugendgruppen der gesamtem Süd- und
Vorderpfalz aktiv. Sie bieten Bachexkursionen, Experimentier-Projekten
und Gewässeruntersuchungen für Kindern der 3. bis 6. Klasse an. Dabei
lernen die Kinder Wasser als Lebensraum und unschätzbares Lebensmittel
kennen.“
„Das Umweltlernen mit generationsübergreifendem
Ansatz ist ein modellhafter Ansatz“, betonte der Präsident des
Landesumweltamtes Dr. Stefan Hill. Aus diesem Grund ist auch einer
Fortsetzung des Projektes geplant.
Interessenten an eine Ausbildung als
WassertrainerInnen können sich schon jetzt wenden an:
NABU Regionalstelle Süd
Brühlstrasse 21
76829 Landau
Telefon: 06341-31628
E-Mail:
NABU.Sued@NABU-RLP.de
Quelle: Trifels Kurier 3. Dezember

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Naturschützer und
Künstler
Kinder beweisen
Vielseitigkeit bei Ausstellungseröffnung im Foyer der SGD
Das Foyer der Struktur- und
Genehmigungsdirektion (SGD) Süd in Neustadt war gestern kaum
wiederzuerkennen. Die ganze Dekoration war an die Ausstellung „Kinder
erleben Natur" angepasst, die eröffnet wurde und bis 6. November von
montags bis freitags zu sehen ist.
Das
Treppengeländer war mit Ästen geschmückt, und unter der Treppe war ein
kleines Stück Wald auf Rindenmulch angelegt. Auf Stellwänden sind
Kunstwerke zu sehen, die in verschiedenen Kindergärten der Region
entstanden sind. Auf Baumstämmen sitzend präsentierten gestern die
Kinder des Waldkindergartens Kaiserslautern ihre selbstentwickelten
Waldwerk- und Spielzeuge und spielten Situationen aus dem Wald-Alltag
nach. Zuvor hatten die kleinen Naturfreunde der Städtischen
Kindertagesstätte „Vogelnest" Deidesheim ein Lied vorgetragen, das die
von ihnen beobachteten Tiere in Versform vorstellte.
Professor Hans-Jürgen Seimetz, Präsident der SGD, erklärte, wie
aufgrund der Zuständigkeit seiner Behörde für die Ausweisungen von
Naturschutzgebieten die Idee für diese Ausstellung entstanden sei. Der
Naturschutzbund (Nabu) stellte sein aktuelles Projekt vor, bei dem
ehrenamtliche Helfer, vor allem Senioren, in achtwöchigen Workshops zu
sogenannten Naturtrainern ausgebildet werden. Das „Vogelnest"
informierte über sein Projekt „Marlachwiesen": Von Frühjahr bis
Spätsommer 2009 haben die Kinder alle 14 Tage die neu als
Naturschutzgebiet ausgewiesene Landschaft besucht. Mit Gummistiefeln,
Köchern und Lupen hätten sie sich aufgemacht, die Natur zu erkunden,
so Erzieherin Edith Haengge-Dörr. Auch im Winter wollen sie und ihre
Kolleginnen Irma Schmidt und Tamara Jesberger, die das Projekt
gemeinsam entwickelt haben, in die Natur gehen. „Die Kinder haben
gelernt, dass Natur schützen auch Zukunft schützen bedeutet", so
Haengge-Dörr. Der kleine Matteo jedenfalls hat das Prinzip verstanden:
Auf die Frage, wer denn die Zukunft sei, rief er selbstbewusst: „Ich!"
(wap)

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Die Mittwochszahl
5 -
Inzwischen die fünfte Infostation, an denen sich Zoobesucher und
Nutzer der Zooschule über regionale Naturschutzthemen informieren
können, wurde mit Hilfe regionaler Umweltgruppen im Landauer Zoo
errichtet. Eine Jugendgruppe des Naturschutzbundes (Nabu),
Regionalstelle Südpfalz, baute im Rahmen des Umweltdiploms eine
Info-Station zum Thema Igelschutz - zwei bebilderte Tafeln und eine
Igelburg. Ebenfalls durch
Mitglieder des Nabu wie auch des Naturschutzverbandes Südpfalz (NvS)
wurde schon ein Wildbienen-Infostand, ein so genannter Lebensturm
sowie Infostationen zum Eulen- und Fledermausschutz angelegt.
Unterstützt wurde der Bau auch vom Tischlereibetrieb Harry Winkler aus
Ilbesheim.

Jugendliche Mitstreiter des Naturschutzbundes errichteten eine
Igelstation im Zoo. FOTO: Carmen Schauroth
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Stadtanzeiger stellt Vereine vor:
NABU-Gruppe Landau
Der
STADTANZEIGER stellt regelmäßig Vereine vor. Heute
beschäftigen wir uns mit der NABU-Gruppe Landau-Stadt. Die
NABU-Gruppe Landau-Stadt hat Ihren Sitz im Naturschutzzentrum
Hirtenhaus und zählt heute cirka. 1400 Mitglieder. „Unser
ältestes Mitglied ist Frau Eichinger, die im nächsten Jahr 100
Jahre alt wird“ erzählt der erste Vorsitzende Werner Kern.
Gegründet wurde die Gruppe 1973 als Vogelschutzgruppe im
Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV). Wegen der vielfältigen
Naturschutzaktivitäten, die sich nicht nur auf den Vogelschutz
beschränkten, wurde der DBV 1990 in NABU Naturschutzbund
Deutschland umbenannt. Werner Kern berichtet über die
wichtigsten Aufgaben. „Als anerkannter außerschulischer
Lernort bieten wir Handlungsorientierte, Unterrichtsergänzende
Umweltbildung, Seminare, Vorträge, Exkursionen für
Schulklassen, Familien, Kinder und Erwachsene. Wir kaufen,
pachten, und pflegen ökologisch wertvolle Flächen,
bewirtschaften einen Weinberg, führen internationale Workcamps
durch.“ Kern erzählt, dass bei diesen Workcamps Teilnehmer aus
fast allen Erdteilen schon dabei waren.“ Nur Australien fehlt
noch, sagt er schmunzelnd.
Die NABU-Gruppe ist
bei botanischen und ornithologischen Kartierungen Erhebungen
beteiligt, sie nimmt Stellung bei öffentlichen Planungen
(Flurbereinigung, Neubauflächen, Schutzgebiete) und ist Einsatzstelle
für 2 FÖJ- Kräfte. Das Interview findet im Naturschutzzentrum
„Hirtenhaus“ statt. „Das Hirtenhaus wurde 1749 erbaut als Mörzheim
noch Meretzheim hieß und 350 Einwohner zählte. Das Hirtenhaus wurde
von 3 Hirten bewohnt. Sie führten das Vieh in die Waldweide, auf die
Pferdeweide und auf die Schweineweide. Und wir waren es, die nicht
zulassen wollten, dass solch ein altes Gemäuer nicht mehr
weiterexistieren sollte; deshalb kauften wie es und in schöner
Gemeinschaftsarbeit (immerhin 3 Jahre lang!) renovierten wir, um das
Hirtenhaus am 30. April 1992 als Naturschutzzentrum der Öffentlichkeit
zu präsentieren“. Seitdem hat es sich zu einem Zentrum entwickelt, das
mit seinen Bildungsangeboten in der ganzen Pfalz bekannt ist.
Wunderbare Düfte durchziehen eben dieses Haus, denn zur Zeit werden
Liköre und Obstbrände wie das „Hirtenwässerle“ aus den Zwetschgen
abgefüllt. Heuer hatte man gutes Obstwetter, sodass es genügend Obst
aus den NABU- eigenen Streuobstwiesen zu verarbeiten gibt. Eine
Aufgabe, die ein Teil der Arbeit der jungen Französin Christine ist.
Christine besetzt seit 1. Oktober eine der beiden FÖJ- Stellen, ein
junger Amerikaner wird im November dazu stoßen. „Er ist ausgebildeter
Glasbläser und wir werden Ihn in der Umweltbildung einsetzen“ erzählt
Kern. Umweltbildung ist das große Thema speziell für die Jugend.
„Unser Ziel ist es, die Jugend näher an die Natur zu führen“ so Kern.
Zusammen mit Carmen Schauroth als Leiterin der Regionalen
Geschäftsstelle im Hirtenhaus und der Umweltpädagogin Inge Keller
werden Projekte wie das „Umweltdiplom“, Ferienprogramme, Zeltlager,
Ferienpass und so weiter durchgeführt. In den Gesamtschulen
Pestalozzischule und Grundschule Horst steht die Umweltbildung
nachmittags auf dem Programm.
Wir führen auch
Kindergeburtstage durch, die sich großer Beliebtheit erfreuen“ sagt
Werner Kern. Mit den Kindergärten Zaubernuss in Wollmesheim, der
Mörzheimer „Wildtulpe“ und dem Kindergarten Wollmesheimer Höhe besteht
eine Patenschaft. Kürzlich hatte der NABU zum zweiten mal Besuch von 6
Umweltorganisationen aus Japan. „Sechs Stunden berichteten wir über
unsere Arbeit und wurden befragt, wie wir uns organisieren, wo wir
Gelder her bekommen, über die Umweltbildung mit Kindern, Jugendlichen
und Erwachsenen“, berichtet Werner Kern. Die NABU-Mitglieder leisteten
2008 ca. 2000 ehrenamtliche Stunden bei Pflegeeinsätzen, bei der
Amphibienwanderung, bei der Apfelernte, der Apfelsaftherstellung, der
Weinlese, beim Nisthilfenbau sowie bei der Umweltbildung.
Ziele:
Das Hirtenhaus soll eine Isolierung bekommen, das Umweltdiplom weiter
geführt und am Hordtweiher sollen Brutmöglichkeiten für den Eisvogel
geschaffen werden. „Die Dachsanierung ist unser wichtigstes nächstes
Projekt“ so Kern, außerdem wäre eine zweite Stelle für den Bereich
Umweltbildung dringend nötig“.
Quelle: Stadtanzeiger: 24.10.09

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Imposantes Naturschauspiel am Abendhimmel
Über 4000 ziehende Kraniche
beobachtete Werner Kern vom NABU Landau innerhalb von einer Stunde am
Himmel über Mörzheim. Anschließend stand das Telefon im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus nicht mehr still. Aus Landau, Bellheim,
Annweiler und Neustadt wurden Kranichbeobachtungen gemeldet. Die
eindringlichen „gru gru gru“ - Rufe ließen sich noch bis in die Nacht
hinein vernehmen. Das kalte Wetter und eine günstige
Nord-Süd-Luftströmung veranlassen die Kraniche ihre Brut- und
Rastgebiete im Norden zu verlassen und gen Süden zu ziehen, wo sie
überwintern.
Quelle: Trifelskurier:
29.10.2009

Ein herrliches
Bild: Kraniche im Formationsflug
(Foto: Rolf
Juergens)

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Umwelt im Spiel erleben
Viele Informationen
und Anregungen für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang
mit der Umwelt gab es am Samstag im Goethepark bei der dritten
Natur-Olympiade des Netzwerks Umweltbildung Südpfalz.
Im Netzwerk
Umweltbildung Südpfalz arbeiten südpfälzische
Umweltbildungseinrichtungen auf freiwilliger Basis eng zusammen. „Wir
präsentieren uns gemeinsam unter eigenem Namen. Somit können wir ein
größeres Interesse der Öffentlichkeit erreichen und unsere Ziele
besser umsetzen", sagt Ulf Janz, ehrenamtlicher Mitarbeiter des
Naturschutzbundes. Das Netzwerk besteht seit fünf Jahren, unter
anderem beteiligen sich der Landauer Zoo, die Wildparkschule im Wild-
und Wanderpark Silz und viele andere Umweltbildungseinrichtungen in
der Südpfalz.
Kinder konnten bei der
Naturolympiade zum Beispiel Ponys vom Modenbacher Hof streicheln oder
einen Film über Störche ansehen. Höhepunkt war das
Natur-Olympiade-Rätsel. Zwölf Aufgaben zu den Themen Natur und
Naturschutz mussten die Kinder lösen und konnten nach einer Auslosung
einen Preis gewinnen.
15 verschiedene
Einrichtungen beteiligten sich dieses Mal bei der Naturolympiade, die
unter der Schirmherrschaft des Landauer Beigeordneten Rudi Klemm
steht. Als Veranstaltungsort haben die Organisatoren laut Janz bewusst
den Goethepark in Landau gewählt, weil sie wegen der zentralen Lage
hier das meiste Publikum erwarten und ansprechen konnten. Auch die
unterschiedliche Form der Stände sei Konzept des Netzwerkes, erklärt
Janz. Einerseits gebe es ein vielfältiges Angebot an Informationen,
andererseits könne bei den Kindern ein Bildungseffekt durch Spiel und
Spaß erreicht werden.
Im Rahmen der
pädagogischen Maßnahmen orientiert sich das Netzwerk an der Agenda 21.
Dabei geht es darum, die Lebensbedingungen der heute und künftig
lebenden Menschen zu verbessern. Weitere Informationen gibt es im
Internet unter
www.umweltbildung.de.ms (bhi)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.231
Datum: Dienstag, den 06. Oktober 2009
Seite: Nr.19
"Deep-Link"-Referenznummer: '5556829'
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Von Haus zu Haus für
mehr Natur
Nabu Frankenthal klagt über zu
wenige Mitglieder - Werbeaktion soll Abhilfe schaffen
Der Naturschutzbund
(Nabu) Frankenthal klagt über zu wenige aktive Helfer. Deshalb wird in
der kommenden Woche eine Werbeaktion durchgeführt, bei der ein
Nabu-Mitglied die Bürger besuchen und informieren wird.
Es sei beim Nabu
Frankenthal viel Positives zur Verbesserung des Lebensumfeldes
angestoßen oder auch eigenständig durchgeführt worden, meinte
Vorsitzender Manfred Becker. Beispielsweise sei der Nabu beteiligt an
der Vergrößerung des Kleinen Waldes am Strandbad. Er betreue über 200
Nistkästen in Frankenthal zur Unterstützung der heimischen Vogelwelt.
Mit Erfolg sei ein Horst auf der Zwölf-Apostel-Kirche angebracht
worden, wodurch der Wanderfalke in Frankenthal heimisch geworden sei.
Eine sehr aktive Jugendgruppe, die Naju, führe zudem Jugendliche im
Alter von sieben bis 14 Jahren in das Verständnis der Umwelt ein und
leiste einen wertvollen Beitrag zur Naturkundeerziehung der Schulen.
All diese Aufgaben
bräuchten jedoch viel Kraft. Gerne würde der Nabu noch mehr tun, aber
es fehle an Helfern, so Becker. Deshalb werde in der nächsten Woche
und möglicherweise auch darüber hinaus eine Werbeaktion durchgführt.
Dabei werde großer Wert darauf gelegt, dass die Besuche nicht
aufdringlich wirken und es sich um keine Spendenaktion handelt. (rhp)
INFO:
Bei Fragen,
Anregungen und Beschwerden steht Manfred Becker als Ansprechpartner
zur Verfügung (Tel. 436436)
Frankenthaler Zeitung

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Offenbach: Abenteuer für
Nachtaktivisten
Marktplatz regional allein unterwegs mit Fledermausexperten Franz
Grimm
„Wer nachtaktive
Tiere beobachten will, muss schon ein nachtaktiver Mensch sein' sagt
Franz Grimm - und wundert sich nicht, dass außer dem Besuch von
Marktplatz regional kein Mensch zur „Batnight' an den Offenbacher
Angelweiher gekommen ist.
Ganz unterschiedlich
sei der Zuspruch auf das Angebot, nach Einbruch der Dunkelheit an
unterschiedlichen Orten Fledermäuse bei der Jagd zu beobachten:
„Manchmal, vor allem, wenn das Wetter nicht so gut ist, kommen viele
Naturfreunde, auch Familien; ein anderes Mal eben niemand', sagt der
Fledermausexperte gelassen - und beobachtet auch allein seine
Schützlinge.

Fledermausexperte Franz Grimm kontrolliert hier die Flughäute einer
Fledermaus mit dem hübschen Namen „braunes Langohr". FOTO: KRAUSS
Tatsächlich dauert
es nicht lange, bis der Detektor summend und knackend anschlägt und
kurz darauf vor dem Vollmondgesicht ein Schatten über die
Wasseroberfläche segelt. Die kräuselt sich kurz, dann ist der „Spuk'
vorbei. „Das sind Wasserfledermäuse' erklärt Franz Grimm. Diese Art
der Handflügler habe h besonders große Füße, mit denen sie im
Gleitflug Wasserläufer und Insekten von der Wasseroberfläche
„abgreifen'. Das unvermittelte „Schmatzen' aus dem kleinen Apparat,
der kaum größer ist als ein Mobiltelefon, enttarnt Grimm als Stimme
eines „Abendseglers' und erklärt: „Der fliegt in 60 Metern Höhe, den
können sie garantiert nicht sehen'.
24 Arten Fledertiere
leben in Rheinland-Pfalz, weiß der Experte, der sich im „Arbeitskreis
Fledermäuse' um den Erhalt und Schutz der vom Aussterben bedrohten
Säugetiere bemüht. Und er erzählt von seinem unermüdlichen Einsatz, um
die durch moderne Bauweisen und die Unkenntnis vieler Menschen
schwindenden Lebensräume seiner Schützlinge zu erhalten. Derzeit berät
Grimm beispielsweise das Landauer Stadtbauamt, um beim Umbau der
„Roten Kaserne' in der Marktstraße die „Wochenstube' der darin
lebenden Fledermäuse zu erhalten.
Er berät
unentgeltlich auch Hausbesitzer in der Stadt Landau und den Kreisen
Südliche Weinstraße und Südwestpfalz, die meinen, ein
„Fledermausproblem' zu haben: „Meist kann man mit einfachen Mitteln
vieles bewirken, etwa beim Dachausbau oder der Isolierung einen
Zwischenboden einziehen. Der Zwergfledermaus genügt eine Ritze von
zwei Zentimetern', weiß der Experte.
In seiner Freizeit
kontrolliert er Nistkästen und pflegt den Kontakt zu Partnern im
Netzwerk der Fledermausschützer. Bei Themen bezogenen Ausflügen will
er Erwachsenen und Kindern - auch Schulklassen und Kindergartengruppen
- die Natur nahe bringen und lieben lehren. Auch er selbst habe die
Liebe zu den Fledermäusen über erfahrene Lehrmeister entdeckt, allen
voran Heinz Wissing aus Ilbesheim.
Eigentlich ist Franz
Grimm geprüfter Handelsfachwirt. Seit 1975 hat er sich im „Deutschen
Bund für Vogelschutz' engagiert und 1988 eine Ortsgruppe in
Gleisweiler gegründet. 1990 wurde der DBV zum Naturschutzbund (Nabu)
Deutschland. Die Ortsgruppe Gleisweiler ist heute eine
Untergruppierung der Ortsgruppe Verbandsgemeinden Edenkoben/Maikammer,
die wiederum bis 2006 Ortsgruppe Gommersheim hieß. Deren Vorsitz hat
Grimm vor sechs Jahren übernommen. Mit dem Einsatz für den Vogelschutz
- seit 18 Jahren auch speziell für den Wanderfalken - wuchs das
Interesse am Naturschutz. Irgendwann hat er dann das Steckenpferd zum
Beruf gemacht: Von Gleisweiler aus errichtet, sichert und pflegt der
selbständiger Landschaftspfleger überregional Biotope.
Kontakt:
Nabu
Gleisweiler, Kronstraße 7, 76835 Gleisweiler, Telefon 06345 919347

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Nächtlichen Jägern auf
der Spur
RÜLZHEIM: Fünf Fledermausarten
gibt es in der Gemarkung
Fünf Fledermausarten
gibt es in der Gemarkung Rülzheim. Mit einer fachlichen Führung sind
diese gut zu entdecken. Der Vogelschutz- und -zuchtverein Rülzheim
beteiligt sich am kommenden Freitag, 21. August, an der Europäischen
Fledermausnacht und bietet einen abendlichen Spaziergang zu den leisen
Jägern an.
Mit Franz Grimm vom
Arbeitskreis Fledermausschutz besuchen die Teilnehmer zunächst
Nistkästen mit Fledermäusen, die der Verein im Rülzheimer Wald
aufgehängt hat. Dort werden die heimischen Arten erklärt und gezeigt.
„Auch mal streicheln
ist möglich", wie der für den Fledermausschutz im Rülzheimer Verein
zuständige Wolfram Blug betont. Franz Grimm wird dabei Spannendes und
Wissenswertes über diese faszinierenden Tiere erzählen. Anschließend
kann mit Hilfe von Fledermausdetektoren das Jagdtreiben der
Fledermäuse an einem Teich angehört werden.
In Rülzheim, so Blug,
gebe es einen guten Bestand an Fledermäusen. Bei den
Nistkastenkontrollen hat der Verein fünf Arten festgestellt. Man dürfe
allerdings nicht vergessen, dass diese Tiere nach wie vor bedroht
sind. Durch einfache Maßnahmen könne man viel für diese Tiere tun. So
zum Beispiel am Haus einen Nistkasten aufhängen, einen
„Fledermausgarten" mit nachtblühenden Stauden und Sträuchern
einrichten, auf Insektizide und andere Gifte im Garten verzichten,
alte Keller, Kartoffelmieten oder andere unterirdische Hohlräume als
potenzielle Winterquartiere anbieten oder Hohlräume im Dach als
Wochenstuben richten.
Info:
Treffpunkt für die
Fledermausnacht ist am Freitag, 21. August, 19.30 Uhr, das Vereinsheim
des Vogelschutz- und Zuchtvereins im Vereinsdorf. (rud)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.190
Datum: Dienstag, den 18. August 2009
Seite: Nr.19
"Deep-Link"-Referenznummer: '5357515'
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Mit Lust und
Leidenschaft lernen, ohne die Schulbank zu drücken
Westheim:
Nabu-Kinderakademie macht neugierige Kinder zu kleinen Experten in
Sachen Naturschutz - Angeln, Nistkästen bauen und Tiere in die
Freiheit entlassen
Von Timo Nagel
Es ist
Donnerstagmorgen. Der vierte und vorletzte Tag an der
Nabu-Kinderakademie beginnt. Eine aufregende Bachexkursion haben die
Kinder schon hinter sich. Auch kleine Insekten-Experten sind sie
bereits geworden. Außerdem haben sie Solarautos gebaut, mit
Sonnenenergie gekocht und zahlreiche Experimente zum Thema Energie
durchgeführt. Heute geht es um Vögel. Die 16 jungen Naturschützer
warten im Jugendraum der Gemeinde Westheim gespannt auf die geplanten
Aktionen.
Mit einem lauten
„guten Morgen, Sabine" begrüßen die Kleinen Sabine Heilmann, die
Jugendwartin des Naturschutzbundes (Nabu) der Verbandsgemeinde
Lingenfeld. Heilmann leitet diese naturkundliche Ferienaktion
gemeinsam mit Wiebke Waldhauser. Bravourös beantworten die Kinder ihre
Fragen zu Inhalten der vergangenen Tage, bevor sie auf das
Tagesprogramm eingeht.
Für große Freude sorgt
die Ankündigung, Vögel auswildern zu dürfen. Heilmann legt
Vogelumrisse auf den Tisch. „Was könnte denn das sein?", fragt sie.
Prompt gehen zahlreiche Arme in die Höhe. Dass die Kinder sich in der
Natur auskennen, wird an den meist richtigen Antworten deutlich.
Lediglich der Milan bereitet ihnen einige Probleme.
Von den Raubvögeln
geht es zu den Singvögeln. Cedric ist auch auf diesem Gebiet Experte.
Zwölf verschiedene Exemplare will er aufzählen: „Amsel, Singdrossel,
Gartengrasmücke ..." Katinka ahmt auf der Gitarre den Ruf einer
Kohlmeise nach. „Mein Name ist französisch und heißt Amsel',
informiert Merle. Auch dass der Zilp-Zalp seien eigenen Namen singt,
wissen die Kleinen.
Sabine Heilmann, die
sowohl didaktisch als auch pädagogisch äußerst klug agiert, auf die
Kinder hervorragend eingeht und auch deren Anmerkungen aufgreift,
packt nun Stoff-Singvögel aus. „Das ist eine Amsel!", ist sich Lennard
sicher. Merle erklärt anhand des Schnabels den Unterschied zwischen
Amsel-Männchen und -Weibchen. Heilmann presst die Stoffamsel ein wenig
zusammen, und prompt fängt das Tier zu singen an. Ein Lachen huscht
über die Gesichter der Kinder, sie erkennen auch den Spatz und das
Rotkehlchen.
Anschließend erfahren
die Teilnehmer etwas über die Nahrung der Vögel. Die Kinder sollen
sich selbst in einen Vogel hinein versetzen und dürfen mit
verschiedenen Werkzeugen an so manchem „Futter" naschen. Frisch
gekochte Nudeln dienen beispielsweise als „Würmer-Ersatz".
Dann werden Hugo,
Katinka, Emilia und Katja als „Fischexperten" ausgewählt und dürfen
mit Bruno Waldhauser, dem Zweiten Vorsitzenden des Westheimer
Angelsportvereins, einen kleinen Ausflug zum Druslachweiher machen.
Die Vorfreude ist groß.
Die zwölf Verbliebenen
haben zwischenzeitlich ein Schaubild mit dem Thema „Die Welt der
Zugvögel" in Beschlag genommen. „Der Storch fliegt nach Süden", weiß
Michelle. „Nach Afrika", fügt Cedric an. Heilmann informiert, dass
Störche in 20 bis 25 Tagen etwa 6000 Kilometer zurücklegen.
Nach jeder Menge
Theorie, die von den wissbegierigen Kindern toll aufgenommen wurde,
geht es nun ans praktische Arbeiten: Die Kinder dürfen Nistkästen
bauen und Vogelumrisse herstellen. An die Fenster geklebt, sollen
diese verhindern, dass Vögel an die Scheiben fliegen und sich
verletzen: „An unser Küchenfenster ist mal ein Vogel dran geknallt",
erzählt Sina. „Bei uns sind schon Vögel aus dem Nest gefallen", fügt
Katharina an. Die Schilderungen ermutigen noch viele andere Kinder
dazu, von ihren Erlebnissen mit Tieren zu erzählen.
Das Holz für den
Nistkastenbau ist bereits vorgeschnitten. Sina, Lennard, Lukas,
Elisabeth, Antonia und Sophia sortieren gerade das Material. Heilmann
gibt Bauanweisungen: „In die vorgebohrten Löcher müsst ihr die Nägel
reinstecken". Gesagt, getan. Wiebke Waldhauser hilft Lukas bei der
Arbeit. Sie schlägt einen Nagel ein Stück weit ins Holz. Dann ist
Lukas an der Reihe: „Aber ohne auf meine Finger zu hauen", sagt sie
und lächelt. Schnell ist der Metallstift im Holz verschwunden.
Während weiter
gehämmert und geschraubt wird, kümmert sich Nabu-Beisitzerin Margot
Riebel um die Zeichen- und Bastelaktivitäten. Die ehemalige Lehrerin
gibt Katharina gerade Anweisungen zum Nachzeichnen eines Storches:
„Das ist ziemlich schwer", gesteht Riebel, die den Kleinen hilfreich
zur Seite steht. Cedric schneidet derweil einen Vogelumriss aus. Sina
und Elisabeth zeigen stolz ihren gebastelten Nistkasten, während Merle
und Michelle damit beschäftigt sind, Waffeln auseinander zu brechen -
eine kleine Zwischenmahlzeit.
Mittlerweile sind die
Jungangler wieder zurückgekehrt: „Wir haben zwar keinen Fisch
bekommen, aber es war schön", resümiert Emilia. „Wir hatten
Fliegenlarven in der Hand, und ich habe Fische im Wasser schwimmen
sehen", ergänzt Katja. Derweil ist Herbert Magin eingetroffen, der
Vorsitzende der Nabu-Ortsgruppe. Er hat Vögel dabei: „Die Vögel waren
krank, oder sie sind als Babys aus dem Nest gefallen und wurden von
Menschen in der Vogelpflegestation Haßloch groß gezogen. Heute dürfen
sie wieder in die Freiheit", erklärt er.
Nach einem kurzen
Marsch kommen die Kinder am Waldrand an. Magin hat den ersten
Turmfalken in der Hand und erklärt die Merkmale des Tieres. „Darf ich
auch? Der ist ja schön! Ah, ist der süß!", so die Reaktionen der
Kinder. Dann ist Streicheln angesagt. Antonia bekommt das Tier in die
Hand und darf es in die Freiheit entlassen. „Tschü-üüß", rufen die
Kinder erfreut und winken dem Turmfalken hinterher.

Sina darf das zweite
Tier fliegen lassen. Schließlich holt Magin einen Mäusebussard aus der
Kiste hervor und informiert über Tag- und Nachtgreifvögel: „Oh, cool!"
ist da zu hören. Lukas darf den Vogel auswildern. Die Aktion hat auch
Schaulustige angelockt: „Da oben sitzt er jetzt auf dem Baum", ruft
ein Junge.
Anschließend tritt die
Gruppe den Heimweg an. „Ich bin überwältigt vom Interesse der Kinder.
Für mich ist ein richtiger Traum in Erfüllung gegangen, nämlich den
Kindern Wissen zu vermitteln, ohne dass diese die Schulbänke drücken
müssen", konstatiert Heilmann. Ihren Angaben zufolge hatten 50 Kinder
für die Nabu-Veranstaltung Interesse gezeigt. Die Teilnehmerzahl war
jedoch begrenzt. Im Jugendraum wieder angekommen, gibt es Mittagessen.
Judith Westermayer hat Kartoffel, Karotten und Würstchen gekocht. Am
Nachmittag wird die Veranstaltung fortgesetzt ...
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.179
Datum: Mittwoch, den 05. August 2009
Seite: Nr.44
"Deep-Link"-Referenznummer: '5323090'
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Eine Nacht für
Ultraschall-Jäger
Im August bieten
die Naturschutzbund-Gruppen in der Südpfalz Exkursionen und
Veranstaltungen rund um das Thema Fledermaus an. Informationen dazu
können auf der Internetseite
www.batnight.de abgerufen werden. Bei der 13. Europäischen
Fledermausnacht am letzten August-Wochenende wollen Fledermausfreunde
in ganz Europa das öffentliche Interesse auf die lautlosen Nachtjäger
lenken, die nach Ansicht von Carmen Schauroth von der
Nabu-Regionalstelle Süd immer noch viele Vorurteile der Menschen auf
sich ziehen. Doch sei die Akzeptanz der Fledermäuse mittlerweile
gewachsen, einige Arten hätten sich in ihren Beständen erholt.

Doch seien
Fledermäuse immer noch gefährdet. Die Gründe reichen nach Angaben des
Nabu von der chemischen Behandlung von Dachstühlen über das Abholzen
von Höhlenbäumen bis zum Mangel an Insektennahrung durch den Einsatz
von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft. RED/FOTO: Nabu
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.180
Datum: Donnerstag, den 06. August 2009
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '5328406'
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Schwalben willkommen
Obwohl Schwalben
bei Menschen beliebt sind, nehmen ihre Bestände stetig ab. Der Grund:
Immer mehr Ställe und Scheunen werden verschlossen. Auch in der
Südpfalz. Der Naturschutzbund will gegensteuern.
Wie der
Naturschutzbund (Nabu) weiter mitteilt, werden auch Lehmpfützen zur
Gewinnung des Nistbaumaterials seltener und Schwalbennester an
Hauswänden sind immer weniger geduldet.
„Leider werden
insbesondere Mehlschwalben oft als Fassadenbeschmutzer angesehen und
es wird ihnen keine Möglichkeit zum Nestbau gegeben. Immer noch werden
Nester mutwillig zerstört. Dies ist verboten, denn Schwalben gehören
laut Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten Arten. Zumal
das Anbringen von Holzbrettchen unter den Nestern eine Verunreinigung
der Fassade auf einfache Weise verhindert. Die Flugakrobaten sind von
unserer Duldung abhängig. Ansonsten werden sie aus den meisten
Gegenden in absehbarer Zeit verschwinden', erklärt Carmen Schauroth,
Leiterin der Nabu Regionalstelle Süd.
Um den
Mehlschwalben zu helfen und diejenigen zu unterstützen, die
Schwalbennester an ihren Häusern tolerieren, hat der Nabu die Aktion
„Schwalben willkommen" ins Leben gerufen. Bereits im vergangenen Jahr
wurden in Rheinland Pfalz über 400 schwalbenfreundliche Hausbesitzer
mit einer Urkunde und einer Plakette ausgezeichnet. Die Plakette kann
am Haus montiert werden und ist ein Hinweis darauf, dass dieser Dienst
an der Natur durchaus wertgeschätzt wird.

Auf Wohnungssuche:
Die Mehlschwalbe (Foto: NABU)
In der Pfalz haben
sich bislang 70 Hauseigentümer an dem Projekt beteiligt. In diesem
Jahr wird die Aktion fortgesetzt. Denn laut Schauroth besteht der
wirksamste Schutz der Art darin, bestehende Kolonien zu sichern.
Jeder, der eine kleine Mehlschwalbenkolonie mit mindestens fünf
besetzten Nestern an seinem Haus hat, ist aufgerufen, sich beim Nabu
zu melden. Nach einer Besichtigung der Kolonie wird die Auszeichnung
vorgenommen, bei der auf Wunsch auch ein Doppelkunstnest überreicht
wird. Die Kunstnester sind sofort „bezugsfertig' und können zur
Erweiterung einer vorhandenen Kolonie angebracht werden. Die
Beobachtung hat gezeigt, dass Kunstnester überall dort gut angenommen
werden, wo bereits Schwalben nisten oder versuchen, Nester zu bauen.
Kontakt:
Hausbesitzer mit Schwalbennestern am Haus können sich beim Nabu melden
unter 06341 - 31628 oder per E-Mail:
NABU.Sued@NABU-RLP.de (red)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.149
Datum: Mittwoch, den 01. Juli 2009
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '5166675'
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Vogel-Psychotest
Wie wir
alle wissen, gibt es auch unter uns Menschen „schräge Vögel“.
Anders herum lassen sich aber auch einige typische
Gewohnheiten menschlicher Zeitgenossen auf die Eigenschaften
der unterschiedlichen Vogelarten übertragen. So können
Naturfreunde mit dem Vogel-Psychotest auf humorvolle Weise
herausfinden, welcher Vogel zu Ihnen passt. Und ganz nebenbei
erfahren sie etwas über die Lebensweise unserer häufigsten
Gartenvögel. Haussperlinge zum Beispiel sind gesellig, ziehen
gerne mit vielen Freunden um die Häuser und wohnen in einer
großen Gemeinschaft. Schlanke durchtrainierte
Leistungssportler fühlen sich vielleicht eher den Mauerseglern
verbunden. Diese verbringen fast ihr ganzes Leben im Flug. Als
aufopfernde Eltern fliegen sie bei schlechtem Wetter mehrere
100 km weit um Insekten für die Kleinen zu fangen.
Hausrotschwänzen bekämen mit ihrer kratzigen Stimme keine
Punke von Dieter Bohlen. Als Kandidaten im Dschungelcamp
hätten sie jedoch beste Chancen, denn sie lieben Insekten und
Spinnen. Grünfinken sind dagegen echte Müslifresser und gehen
als Ökospießer schon früh feste Bindungen ein, in denen die
Damen den Ton angeben.
Natürlich haben
auch Naturschützer und Vogelkundler gelegentlich eine Meise oder
Star-Allüren. Mein eigenes Temperament entspricht wohl am ehesten dem
der Mehlschwalben. Sie möchten wissen, was das heißt? Dann schauen sie
nach unter
www.NABU.de. Dort erfahren Sie auch, welcher Vogeltyp Sie sind und
wer gut zu Ihnen passt. Den Vogel-Psychotest senden wir Ihnen auch
gerne als Broschüre per Post zu. Rufen Sie uns an unter Tel.:
06341-31628.

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Mein Fundstück ...
... über
das ich sehr erstaunt war, ist ein prächtiger orange-gelber
Schwefelporling", sagt der vierjährige Nico Rohmfeld aus
Landau-Mörzheim. „Der Schwefelporling ist ein Parasit", erklärt Carmen
Schauroth vom Naturschutzbund (Nabu) Regionalstelle Süd. „Er besiedelt
vor allem Laubbäume, wie in diesem Fall einen abgesägten Weidenstamm.
Aber auch lebende Bäume werden von dem Pilz befallen und sterben in
der Folge ab. Meist handelt es sich um bereits kranke oder sehr alte
Bäume. Über vorhandene Wunden dringt der Pilz in den Baum ein zersetzt
nach und nach das Holz." Junge Schwefelporlinge sind übrigens essbar
und sehr schmackhaft.

Haben auch Sie ein besonderes Fundstück - es muss kein Pilz sein -
etwas, was sie spontan aufgehoben haben, was bei Ihnen einen
besonderen Platz gefunden hat, oder etwas Besonderes,
Außergewöhnliches? Dann melden Sie sich unter Telefon 06341 929413. (mr)

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Falken auf der Zwölf-Apostel-Kirche
Nabu fertigt Nistkasten an - Im April
schon Junge geschlüpft - Derzeit erste Flugversuche zu beobachten
Seit Februar haben laut einer
Pressemeldung des Naturschutzbundes (Nabu) Wanderfalken die
Zwölf-Apostel-Kirche in ihr Visier genommen. Das Wanderfalkenpaar lebt
im Nistkasten hoch oben auf dem Kirchturm. Vogelfreunde vom Nabu
hatten zuvor die Nisthilfe bezugsfertig gestaltet und freuen sich nun
auf die Wiederkehr der Wanderfalken.
Die Wanderfalken sind Greifvögel.
Während der Jagd erreichen sie Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 300
Stundenkilometern. Ihre Beute schlagen die Jäger in der Luft. Die
Vogelliebhaber freuen sich, dass die Wanderfalken für einige Monate
ein Zuhause im „lebendigen Kirchturm" haben.
Seit März werden die Eier im Abstand
von ein bis zwei Tagen in die Mulde des Kiesbettes abgelegt. Drei und
weniger Eier werden von dem Weib produziert, mehr als vier Eier sind
bisher in einem Gelege nicht festgestellt worden. Mitte April
schlüpften die Jungen.

Mittlerweile
drehen die Greifvögel schon ihre ersten Runden.
Hier sind sie
noch klein.
Eng aneinander gekuschelt verbringen
sie die erste Zeit und sind auf die elterliche Wärme angewiesen. Beide
Wanderfalken, aber besonders das Weibchen, wärmen die Küken unter
ihren Flügeln.. Im Bild sind die Falken etwa 17 Tage alt und vertragen
schon mal etwas Abstand von den Eltern; wie zum Beispiel beim
Fotografieren oder Beringen durch den Ornithologen. Im Alter von etwa
45 Tagen werden die jungen Wanderfalken vom Kirchturm der
Zwölf-Apostel-Kirche ausfliegen und landen manchmal in Höfen und auf
Straßen. Aber schnell erlernen die Jungen die Flugfertigkeit. Derzeit
können vom Marktplatz aus schon die ersten Flugversuche der Jungfalken
bewundert werden. Der Nabu hofft dass die Wanderfalken im nächsten
Jahr wieder den Weg nach Frankenthal finden. (rhp)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Frankenthaler Zeitung
Ausgabe: Nr.132
Datum: Mittwoch, den 10. Juni 2009
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '5086783'
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Maudach: Eiertransport beim Vogelfest
Bei
Geschicklichkeitsspielen lernen Kinder viel über Tiere und ihre
Lebensweise
Von Anette Konrad
Im Rahmen der
bundesweiten Nabu-Aktion „Stunde der Gartenvögel" hat die
Naturschutzjugend Ludwigshafen am vergangenen Samstag ein Vogelfest
für Kinder im Maudacher Bruch veranstaltet.
Rechtzeitig zum
Beginn der dreistündigen Aktion auf einer großen Wiese im Maudacher
Bruch hat sich der Regen verzogen. Nun laden bei Sonnenschein sechs
Stationen zum Erkunden der heimischen Vogelwelt ein. Bei der Theorie
bleibt es dabei nicht, viele Vögel sind zu hören und mit etwas Glück
auch zu sehen. „Halsbandsittiche und Nachtigallen gibt es hier im
Bruch. Und einen Pirol habe ich auch gehört." Katrin Hoffmann, die
zusammen mit Elke Hennighaus die Naturschutzjugend-Gruppe in
Ludwigshafen leitet und das Fest organisiert, erzählt begeistert von
der vielfältigen Vogelwelt im Maudacher Bruch.
Zwölf Kinder sind
zu der Rallye gekommen. Eingeteilt in Familie Kleiber, Amsel und
Kohlmeise ziehen sie von Station zu Station. Ganz schön knifflig, die
Fragen beim Vogelquiz: Wovon ernährt sich der Spatz? Welche Farbe hat
der Kopf der Kohlmeise? An der nächsten Station ist Schauspielkunst
gefragt: Ein Küken schlüpft aus dem Ei - das ist gar nicht so einfach
pantomimisch darzustellen. Vogelstimmen von der CD zu erraten ist dann
schon leichter. Die Kinder kennen sich gut in der einheimischen
Vogelwelt aus.
Die nächste
Station heißt „Vogel-Küken-Füttern". Zahnstocher symbolisieren
Regenwürmer. Wie die Vogeleltern fliegen die Kinder nun aus und suchen
die im hohen Gras kaum zu erkennende „Nahrung" für die Vogelbabys.
„Die Vögel bringen jeden Regenwurm einzeln wieder zu ihren Kleinen",
lernen die Rallye-Teilnehmer so nebenbei etwas über die mühsame
Nahrungsbeschaffung der Vögel. Besonderen Spaß macht allen dann der
„Vogelei-Transport". Paarweise müssen Luftballons, die zwischen Bauch,
Rücken oder Stirn eingeklemmt sind, über einen kleinen Parcours
transportiert werden.

Gar nicht so
einfach: Beim Vogelfest für Kinder im Maudacher Bruch konnten die
Teilnehmer ihr Geschick beweisen. Z.B. beim Transport eines
Luftballons der ein Vogelei darstellen sollte. Außerdem erfuhren die
Kinder bei der Rallye viel über die Lebensweise heimischer Vogelarten.
( Foto: Konrad)
An jeder Station
erhalten die Kinder einen Buchstaben, der am Ende das Lösungswort
„Elster" ergibt. Die kleinen Vogelexperten können zum noch einen
Nistkasten und Sachbücher gewinnen.
Die meisten der
Rallye-Teilnehmer kommen regelmäßig zu den vierzehntägigen
Gruppenstunden der Naju-Gruppe Ludwigshafen. Kinder zwischen 7 und 12
Jahren erkunden dann gemeinsam die Natur im Maudacher Bruch. Katrin
Hoffmann und Elke Hennighaus freuen sich über weitere interessierte
Kinder. Sie planen, eine Jugendgruppe aufzubauen und suchen dafür
Teilnehmer und Gruppenleiter.
Information: Infos
und Anmeldung unter
naju.ludwigshafen@web.de.
URBSCHC
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.110
Datum: Mittwoch, den 13. Mai 2009
Seite: Nr.49
"Deep-Link"-Referenznummer: '4979622'
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Gefiederten Freunden auf der Spur
NABU-Aktion "Stunde der Gartenvögel" lockte zahlreiche
Besucher ins Maudacher Bruch
Ludwigshafen: Amsel, Drossel, Fink und Star hatten es wohl
ihren Vogelfreunden erzählt, denn am Stand der
Naturschutzjugend im Maudacher Bruch herrschte gestern reges
Treiben. Zur bundesweiten NABU-Aktion "Stunde der Gartenvögel"
hatte sich die Naturschutzjugend etwas ganz besonderes
einfallen lassen: Ein Vogelfest für Kinder im Maudacher Bruch.
Während
bei der Aktion des Naturschutzbundes in Gärten vom 8. bis 10.
Mai eine Stunde lang Vögel gezählt und namentlich erfasst
werden sollen, durften Kinder von 7 bis 13 Jahren an einer
spannenden Rallye teilnehmen. An sechs Stationen war
Gelegenheit, Geschicklichkeit zu erproben und vieles über die
heimische Vogelwelt und Vogelstimmen zu erfahren. Wer dabei
aufmerksam die Bäume und Sträucher absuchte, der konnte
vielleicht den seltenen gelben Pirol sehen. Auch Nachtigallen
soll es geben, berichteten die Leiterinnen Katrin Hoffmann und
Elke Henninghaus. Svenja Reubold aus Niederfels war dies egal.
"Wir haben Zuhause einen Papagei", meinte sie munter. Doch bei
den Stationen hatte sie dennoch viel Vergnügen. Ob beim Suchen
von Zahnstochern als Regenwürmer für das Füttern der Aufzucht
oder beim Vogelstimmenraten, ihr und den anderen Kindern wurde
nicht langweilig. In drei Gruppen namens Amsel, Kleiber und
Kohlmeise machten sich die Kinder auf den Weg zu den
Stationen.
Eva Maria
Adams aus der Gartenstadt hatte über ihre Freundin von der
Aktion erfahren. "Vögel hatten wir in der Schule in
Sachkunde", erzählte sie. Rotkehlchen und Blaumeise seien
dabei ihre Lieblingsvögel gewesen. Weiter mussten die Kinder
bei Pantomime, Quizfragen, Vogeleitransport oder dem Erstellen
einer bunten Vogelkollage die Stationen meistern. Dafür gab es
jeweils einen Buchstaben, der am Ende das Lösungswort Elster
ergab. Sachbücher und ein Nistkasten waren der Lohn für die
Mühe.
Alle zwei
Wochen trifft sich die NAJU, um die Natur zu erkunden. Gerne
würden Katrin Hoffmann und Elke Henninghaus eine Jugendgruppe
gründen. Wer mitmachen möchte erfährt unter
naju.ludwigshafen@web.de
mehr.
Quelle:
Sonntag Aktuell, So 10.Mai '09

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Einfach Benzin sparen - Zehn
Tipps vom Naturschutzbund
Lassen Sie Ihren Motor nicht warmlaufen - fahren Sie direkt nach dem
Starten los und schalten Sie bereits nach einer Wagenlänge in den
zweiten Gang.
Fahren Sie stets im höchstmöglichen Gang. In der Regel können Sie bei
Tempo 30 den dritten, bei 40 den vierten und bei 50 den fünften Gang
einlegen. Niedertouriges Fahren schadet dem Motor keineswegs.
Ziehen Sie beim Beschleunigen die Gänge nicht hoch. Schalten Sie
frühzeitig und geben Sie dafür mehr Gas.
Rasen Sie nicht auf der Autobahn - bei einer Geschwindigkeit über 100
Stundenkilometer steigt der Spritverbrauch überproportional an. Ein
gleichmäßiges Reisetempo zwischen 100 und 130 Stundenkilometer
vermeidet zudem häufiges Bremsen und Beschleunigen und spart so
doppelt.
Gehen Sie bergab vom Gas. Werden Sie aufgrund der Bremswirkung des
Motors zu langsam, schalten Sie in den nächsten Gang und nutzen Sie
den Schwung so lange es geht.
Schalten Sie nicht nur an Bahnübergängen, sondern auch bei längeren
Wartezeiten an der Ampel den Motor ab. Damit sparen Sie spätestens ab
30 Sekunden Sprit ein. (Achtung: Auf keinen Fall während der Fahrt den
Motor abstellen!)
Verzichten Sie möglichst auf Extras wie eine Klimaanlage.
Entrümpeln Sie Ihren Kofferraum und werfen Sie überflüssiges Gewicht
ab.
Überprüfen Sie Ihren Reifendruck. Orientieren Sie sich am empfohlenen
Druck für volle Beladung.
Verwenden Sie bei nächsten Ölwechsel
synthetisches Leichtlauföl, beim nächsten Reifenwechsel
Leichtlaufreifen. (chä)
BREUERC

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Konto und Auto schonen
30 Prozent weniger
Benzinverbrauch nach Fahrtraining
Auf den Spritpreis haben die Fahrer keinen Einfluss, dafür aber, wie
lange der Tankinhalt ihres Autos reicht. Der Naturschutzbund (Nabu)
bietet professionelle Spritspar-Trainings an. Im Mutterstadter
Gewerbegebiet war unsere Mitarbeiterin Christine Schänzer dabei.
Zwar sind in diesem Mai die
Spritpreise deutlich unter dem Vorjahresniveau - aber durchschnittlich
1,20 Euro für Superbenzin und einen Euro für Diesel müssen die
deutschen Autofahrer immer noch zahlen. Da Flexibilität und Mobilität
in allen Bereichen des persönlichen und beruflichen Lebens eine
Notwendigkeit ist und zwei Autos pro Familie nicht selten sind, ist
die Fahrt zur Zapfsäule häufig und bedeutet einen tiefen Griff in den
ohnehin arg strapazierten Geldbeutel. Als Mutter von drei
schulpflichtigen Kindern bin ich das, was man etwas schnodderig, aber
sehr zutreffend als „Mutter-Taxi" bezeichnet. Jeden Tag muss
mindestens ein Kind zu irgendeinem Termin - Sport, Musik, Freunde,
Arzt oder Förderung. Auch ich habe mir ein Netzwerk aufgebaut, in dem
sich Mütter untereinander helfen. Aber die monatliche Fahrt zur
Tankstelle ist kostenintensiv.
Sehr interessiert war ich an dem
Angebot, das der Nabu und Volkswagen beim Autohaus Henzel im
Gewerbegebiet angeboten haben. Ein kostenloses Spritspar-Fahr-Training
mit einem professionellen Trainer würde die Teilnehmer erwarten. Auch
wenn ich nur fünf Euro pro Monat sparen würde, würde sich das Seminar
lohnen. Das ist eine Runde Eis für die Kinder und das macht deutlich
mehr Spaß als Tanken.
Am Trainingstag finde ich mich somit
voller neugieriger Erwartung beim Autohaus ein. Felix Grützbacher,
Leiter des Spritspar-Trainings beim Nabu, erklärt mir, dass sie mit
diesem Training eine Verhaltensänderung der Autofahrer erwirken
wollen. „Im Alltag greifen Einsparungsmaßnahmen recht gut, zum
Beispiel beim Heizen. Aber beim Autofahren gibt es noch ein sehr hohes
Einsparpotential", betont Grützbacher.
Dann lässt er mich ein Formular für
die Versicherung ausfüllen und übergibt mich mit Formular und Chip an
Bernd Krause, meinem persönlichen Trainer. Der Berliner ist
Mitarbeiter der VW Driving Experience und ständig deutschlandweit in
Sachen Spritsparen unterwegs. „Wir veranstalten regelmäßig
Trainingstage mit der Umweltorganisation Nabu. Unser Hauptjob ist das
Spritspar- und Sicherheitstraining von Unternehmensflotten."

(Foto: Kunz)
Zielsicher lenkt er mich zu einem
silbernen Passat. „Wir verwenden bei diesem Training ganz bewusst gut
motorisierte Alltagsautos. Bei denen lassen sich die Einsparpotentiale
am besten demonstrieren. Würden wir Hybrid- oder Drei-Liter-Autos
benutzen, hätten wir keinen Lernerfolg', erklärt Krause.
Es gibt für mich - und auch alle
anderen - zwei Touren. Die erste Tour soll ich so fahren, wie ich
immer fahre, die zweite Tour unter Anleitung. Danach bekomme ich eine
detaillierte computergestützte Auswertung. Die Route führt uns aus dem
Gewerbegebiet heraus, am Golfplatz vorbei, durch Schifferstadt
hindurch und wieder zurück. Eine Kurzstrecke mit Überland- und
Innerortsfahrten.
Ich fahre fast wie immer - nur etwas
unkonzentrierter. Erstens lenke ich ein mir unbekanntes Auto und
zweitens habe ich neben mir einen sehr netten Gesprächspartner. Auf
dem Parkplatz des Autohauses erhalte ich von Trainer Krause die erste
Auswertung. Für die Strecke von zwölf Kilometern habe ich 1,09 Liter
Sprit verbraucht.
Das entspricht 8,9 Liter auf 100
Kilometern. Bei der zweiten Tour fühle ich mich in meine Fahrschulzeit
zurückversetzt. Krause gibt mir Anweisungen zum Schalten und Kuppeln.
Ich soll so fahren, dass der Motor möglichst nicht über 2000
Umdrehungen pro Minute dreht. Wer vor 20 Jahren seinen Führerschein
gemacht hat, der hat gelernt, dass der sechste Gang ein Spargang für
die Autobahn ist. Das gilt nicht für die heutigen Motoren. Der sechste
Gang ist ein echter Fahrgang und sollte ab 50 Stundenkilometer
eingesetzt werden.
Krause zeigte mir auch, dass ich
ohne weiteres zwei oder drei Gänge überspringen kann. Das spart
Drehzahl. Ein weiterer - für mich sehr ungewohnter Tipp - ist das
Nutzen des Autoschwungs. „Treten Sie doch einfach mal die Kupplung und
lassen das Auto rollen", meint Krause. Durch das fehlende
Motorengeräusch kommt es mir so vor, als würde ich mit 20
Stundenkilometer über die Landstraße juckeln. Ich befürchte, dass mein
Hintermann gleich ärgerlich hupen wird.
Aber beim Blick auf den Tacho werde
ich eines Besseren belehrt. Auf ebener Strecke rollt das Auto flott
dahin und wird nur ganz allmählich langsamer. Auch beim Kurvenfahren
empfiehlt Krause mir diese Technik. Zuerst traue ich mich nicht so
richtig. Ich habe Sorge, die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren.
Ampeln gibt es auf der Tour auch und
Krause lässt mich bei einer längeren Rotphase den Motor abstellen.
Nach Ende der Tour schickt er mich mit meinem Chip ins Büro zu Michael
Höhnisch. Er ist für die Computerauswertung der beiden Fahrten
zuständig. Und bei der Auswertung zeigt sich Erstaunliches.
Bei der zweiten Fahrt habe ich über
30 Prozent weniger Sprit verbraucht, mein CO2-Ausstoß hat sich
ebenfalls um 30 Prozent reduziert und auch die durchschnittliche
Drehzahl ist um über 30 Prozent vermindert. Ich bin echt verblüfft.
Höhnisch erklärt: „Mit der
Veränderung des Fahrverhaltens können die Fahrer das Unfallrisiko,
ihre Nerven, ihr Auto und ihre Geldbörse schonen. Spritsparend fahren
heißt nicht langsam, sondern vorausschauend fahren."
Meine Auswertung
ist kein Einzelfall. Auch die anderen Kursteilnehmer staunen über eine
Einsparung von durchschnittlich 30 Prozent. Zum Abschluss erhalte ich
die Auswertung auf Papier und zudem noch eine sehr eindrucksvolle
Urkunde. Jetzt bin ich gefordert, das Gelernte umzusetzen. Es wird
nicht ganz einfach sein, Verhaltensmuster, die sich in jahrelanger
Fahrpraxis automatisiert haben, abzulegen. Die Tatsache jedoch, Sprit
zu sparen, der Umwelt und meinen Nerven mit etwas Disziplin etwas
Gutes zu tun, motiviert mich sehr. (chä)
MOEBUSM

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Kleine Helfer mit großem Einsatz für Kröten
Amphibien gesammelt:
125 Kröten haben die Aktiven der Naturschutzjugend Neustadt am
Sonntagabend binnen 90 Minuten in ihren Eimern vom Krötenschutzzaun,
der am Parkplatz der Kaltenbrunnerhütte beginnt, zu einem Weiher
gebracht. Sie haben ihnen damit vielleicht das Leben gerettet: Viele
der Tiere werden im Kaltenbrunnertal - eine andere Gefahrenstelle ist
etwa unter dem Hambacher Schloss - auf ihrem Weg zu den Laichgewässern
überfahren. „Ohne Zaun wären es hier Tausende", sagt Inga Fink von der
Naturschutzjugend. Ausflugs- und Forstverkehr könne ihnen zum
Verhängnis werden. Am Sonntagabend waren unter den neun mit
Taschenlampen ausgestatteten Helfern drei Jungen aus Finks
Kindergruppe, die Verstärkung sucht (Info: Telefon 06325/9596830).
Bei den sonstigen
Sammelaktionen - jeden Morgen und jeden Abend ist ein Helfer der
Mutterorganisation Nabu im Kaltenbrunnertal an deren einzigem
Krötenschutzzaun in Neustadt - können die Jüngsten mangels Auto und
Aufsichtsperson nur selten mitmachen, so Fink. Das warme Wetter habe
mehr Kröten hervorgelockt als sonst.

Allein David (auf
Foto links, dahinter Fink) hatte 21 in seinem Eimer. (pse/Foto: lm)
SEILERP

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Naturschutz - Kinder bauen einen Lebensturm
Wie lassen sich auf einem
Quadratmeter viele Lebensräume für verschiedene Tiere schaffen?
Vierzehn Kinder haben dies jetzt ausprobiert und einen Lebensturm
gebaut. In einem Holzgestell schichteten sie Material auf, das
Unterschlupf für Igel, Insekten, Vögel und Eidechsen bietet. Die
Jungen und Mädchen im Alter von acht bis 14 Jahren nehmen am
Umweltdiplom des Naturschutzbundes (NABU) Landau teil. In über 20
Veranstaltungen haben sie die Möglichkeit, die Natur in ihrer Umgebung
näher kennen zu lernen.
Die Themen sind
vielfältig: Bei Fledermausexkursionen, Ausflügen zum Bach oder
Nistkastenkontrollen werden Tiere beobachtet und ihre Lebensweise
kennen gelernt. Wie mit natürlichen Baustoffen ein Lehmofen gebaut
wird, erfahren die Kinder in einem praktischen Workshop. Junge Köche
probieren sich an einer Wildkräutersuppe. Im Naturtagebuch erhalten
die Kinder für jede besuchte Veranstaltung einen Stempel. Wer fünf
Stempel gesammelt hat, bekommt am Ende des Jahres das kleine
Umweltdiplom verliehen. Für zehn Stempel und eine kleine Diplomarbeit
gibt es das große Umweltdiplom. Die Teilnahme ist noch das ganze Jahr
über möglich. Für 20 Euro können das Naturtagebuch erworben und fünf
Veranstaltungen gebucht werden. Für weitere zehn Euro sind beliebig
viele Veranstaltungen möglich. Anmeldungen nimmt das Hirtenhaus in
Mörzheim unter 06341 31628 entgegen. (red)
REHFELD

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Gommersheim: Schutzzone für Laubfrösche
Neues
Feuchtbiotop in der Nähe des Kindelsbrunnens eingeweiht
„Ein Wetter, wie
geschaffen, um ein Feuchtbiotop einzuweihen", so kommentierte
Landrätin Theresia Riedmaier die ungewöhnlichen Temperaturen, den
starken Wind und den prasselnden Regen, die auf die Festgäste am
Kindelsbrunnen in Gommersheim einwirkten und sie zwang, sich in warmer
Regenkleidung und Gummistiefeln, dem neuesten Naturschutzprojekt am
äußersten westlichen Zipfel des Kreises zu nähern.
Auf einem
Feuchtwiesengelände am Mündungsgebiet des Triefenbachs in den
Speyerbach in Sichtweite der Aumühle hat die Kreisverwaltung im
Zusammenwirken mit dem Grundstücksbesitzer, dem Nabu (Naturschutzbund)
nach Plänen von Hartmut Schader (Gesellschaft für Naturschutz und
Ornithologie Rheinland-Pfalz) einen Weiher mit einer Wasserfläche von
1300 Quadratmetern ausgehoben, der eine maximale Tiefe von 1,7 Meter
hat, wobei 3000 Kubikmeter Erde bewegt wurden. Das Gewässer dient dem
Schutz bedrohter Amphibien wie Laub- und Springfrosch und soll auch
zur Heimat der Molche und Insekten werden, wozu auch die seichten und
warmen Uferzonen dienen.
In den angrenzenden
Räumen und Feldgehölzen bieten sich Nistmöglichkeiten für gefiederte
Sänger. Der Nabu Edenkoben-Maikammer wird die Unterhaltung, die Pflege
und die fachliche Betreuung dieses neuen Naturschutzgebietes, das mit
einem Kostenaufwand von 22.000 Euro erstellt wurde, übernehmen,
ebenso, wie es beim nahe gelegenen Frankenweiher seit zwei und beim
Vogellehrpfad seit vier Jahrzehnten der Fall ist.
Ortsbürgermeister
Lothar Anton freut es, dass seine Gemeinde diesen Reichtum an
Naturschutzprojekten in ihren Grenzen beherbergt. Als „Spiritus rector"
dieser und weiterer Initiativen hob er Hans-Ulrich Querfurt,
Vorsitzender der Nabu- Bezirksgruppe Pfalz, hervor, der mit zahllosen
Aktionen Gommersheim zum Schwerpunkt der Umwelt und Naturschutzarbeit
gemacht habe. Dieser wiederum konnte aus seinem reichen
Erinnerungsschatz einen profunden Rückblick über mehr als 40 Jahre
nachhaltiges Wirken zum Schutz von Natur und Landschaft geben. So
konnte er berichten, wie die Angler zum Heidelsee und der Nabu zum
Frankensee kamen, nämlich beide durch Sandgewinnung für die
Bauwirtschaft.
Im Schutz der
Grillhütte, wo die Feier ihre Fortsetzung fand, dankte Querfurt der
Landrätin für die gute, wenn auch nicht diskussionsfreie
Zusammenarbeit. In die gleiche Kerbe hieb Franz Grimm, Vorsitzender
Nabu Edenkoben-Maikammer, der sich bei der Unteren Landespflegebehörde
(Kreisverwaltung SÜW) nicht nur für die gute Zusammenarbeit, sondern
auch für die Finanzierung des Vorhabens bedankte. Glückwunsch und
Anerkennung überbrachte der Naturschutzreferent des Nabu
Rheinland-Pfalz Olaf Strub.
Die Landrätin nahm
die Gelegenheit wahr, nicht nur das fruchtbare Wirken des Nabu,
sondern auch ihre Mitarbeiter Richard Dümmler (Untere
Naturschutzbehörde) und Udo Baumgarten (Wasserwirtschaft) gebührend
hervorzuheben. Es sei ihr ein wichtiges politisches und persönliches
Anliegen, im Verein mit den Umweltverbänden für den nachhaltigen
Schutz von Natur und Umwelt zu sorgen. (aup)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.73
Datum: Freitag, den 27. März 2009
Seite: Nr.21
"Deep-Link"-Referenznummer: '4802810'

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NATURSCHUTZBUND
Frankenthal - Zu wenige aktive Helfer
Der Naturschutzbund
(Nabu) habe zu wenige aktive Helfer. Das hat der wiedergewählte
Vorsitzende Manfred Becker in der Jahreshauptversammlung im
Ökumenischen Gemeindezentrum Pilgerpfad beklagt. „Bei Außeneinsätzen
rekrutieren wir Nichtmitglieder, die dem Nabu sehr nahe stehen, aber
nicht in den Verein eintreten wollen - was sowohl an der räumlichen
Entfernung ihres Wohnsitzes als auch an der allgemeinen
Vereinsmüdigkeit liegt."
„Für Naturinteressierte
gibt es bei uns im Überfluss zu tun", sagte Becker. Die Mitgliederzahl
habe mit 450 etwas abgenommen: „Hier werden wir mit einer Werbeaktion
ansetzen, um die Leistungsfähigkeit unseres Vereins deutlich zu
machen."
Becker wurde mit dem
gesamten Vorstand für zwei Jahre einstimmig wiedergewählt. Der
Vorsitzende, seit 1997 in dieser Position, berichtete von einem
„ereignisreichen Jahr", in dem der Verein deutlich attraktiver
geworden sei.
„Wir haben derzeit
einige Grundstücke zu pflegen", sagte Becker, „in Freinsheim und auf
Heßheimer Gemarkung - und auch der Kleine Wald wird laufend größer."
Weitere Pflegemaßnahmen umfassten Kräppel- und Scherrschen Weiher
sowie den Friedhof. Bei der Müllsammlung waren Lehrer und Schüler der
Friedrich-Ebert-Hauptschule dabei, „mit der sehr gute Zusammenarbeit
besteht", so Becker. Auch mit anderen Schulen und Gymnasien sollen
Kontakte gesucht werden. Außerdem werde mit den anderen
Naturschutzverbänden kooperiert.
Bei den Exkursionen,
die 2009 wieder stattfinden, stachen 2008 zwei Termine „mit tollen
Beobachtungen von Vögeln hervor", so der Vorsitzende. Jugendleiter
Heiko Weissgerber nannte als Höhepunkte die Rallye durch den kleinen
Wald, Zeltlager und Exkursionen - und die Anbringung der Hummelkästen
(Bienen-Hotel). Monika Kröber berichtete von 206 aufgestellten
Nistkästen - „plus den vielen anderen in Privatgärten" - und von der
großen Schwalben-Aktion, „um für zerstörte Nester eine Lösung zu
finden": Ein Schwalbenbaum soll Abhilfe schaffen, für den Sponsoren
gesucht werden.
Schließlich gab Hermann
Deichfuß Auskunft über den Wanderfalkenschutz im Horst auf der
Zwölf-Apostel-Kirche. Neu waren Turmfalken-Nistkästen, „da die Vögel
durch viele Renovierungsarbeiten an Bauwerken in Wohnungsnot geraten
waren". (rja)
DER VORSTAND
Vorsitzender Manfred
Becker, Zweite Vorsitzende Monika Kröber, Kassenwart Björn Baumann,
Exkursionsleiter Rainer Schulze, Jugendleiter Heiko Weissgerber,
Beisitzer Evelyn Lepique und Hermann Deichfuß.
SCHAEDB1

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Erste Kinder-Diplomanden
LANDAU: Zehn Kurse und eine
Diplomarbeit adeln den Nachwuchs der Naturschule des Naturschutzbundes
zu Umweltexperten
Yannik Gollon aus
Landau sowie die Geschwister Carla und Max Egle aus Ilbesheim sind die
ersten Absolventen der Naturschule des Naturschutzbundes (Nabu) im
Mörzheimer Hirtenhaus, die ihr großes Umweltdiplom in der Tasche
haben. Das Besondere daran: Alle Diplomanden sind noch sehr jung,
gehen noch zur Schule. Bei der Abschlussfeier in der anerkannten
Station für schulnahe Umweltbildung in Rheinland-Pfalz wurden sie und
15 weitere Jugendliche, die ihr kleines Umweltdiplom ablegten, geehrt.

Carla und Max
Egle aus Ilbesheim gehören zu den ersten Kindern, die das große
Umweltdiplom des Naturschutzbundes erwarben. (Foto: Privat)
Im Laufe des
vergangenen Jahres hatten die Kinder zwischen acht und 14 Jahren die
Gelegenheit, an mehr als 20 Nabu-Angeboten in der näheren Umgebung von
Landau teilzunehmen. Die Erfahrungen, die sie bei der
Fledermausbeobachtung, der Vogelstimmenerkennung oder einer
Eselwanderung gemacht haben, wurden im eigenen Umwelttagebuch
festgehalten und von den fachkundigen ehrenamtlichen Referenten
abgestempelt, die auch die Diplomarbeiten betreuen.
Für mindestens fünf
besuchte Veranstaltungen gibt es das kleine Umweltdiplom, bei zehn
Veranstaltungen und einer Diplomarbeit erhalten die Kinder das große
Umweltdiplom. Yannik Gollon hat ein Herbarium gebastelt, Carla und Max
Egle haben im heimischen Garten in Ilbesheim ein Buschhaus entstehen
lassen und die Entwicklung mit Fotos und genauer Beschreibung in einem
Buch dokumentiert. Ähnlich einem Weidentipi haben die beiden 14 und 12
Jahre alten Schüler am Max-Slevogt-Gymnasium in bereits vorhandene
Hartriegelbüsche eine Art Trockenmauer gebaut. Die schon erfahrenen
Umweltschützer sind beide Mitglied bei der Nabu-Jugendorganisation „Naju",
die sich ein Mal im Monat im Hirtenhaus trifft.
Als weitere Themen für
eine Diplomarbeit werden die Herstellung von Nisthilfen für Vögel,
Fledermäuse und Wildbienen vorgeschlagen, einen Baum zu pflanzen oder
mit 20 im Bekanntenkreis eingesammelten alten Mobiltelefonen das
Projekt „Handys für die Havel" zu unterstützen. Von einer
Recyclingfirma erhält der Naturschutzbund für jedes Stück 3,50 Euro
und investiert dieses Geld in ein Renaturierungsprojekt an der Havel.
„Wir wollen die Kinder
spielerisch an diese Themen heranführen" sagen Werner Kern, der
Vorsitzende des Naturschutzbundes Landau, der die Idee zum
Umweltdiplom hatte, und die neue Leiterin der Nabu-Regionalstelle Süd
im Hirtenhaus, Carmen Schauroth. In der außerschulischen Umweltbildung
sollen die Kinder Experten in Sachen Naturschutz und Umwelt werden.
Seit Dezember 2006 ist das Hirtenhaus in Mörzheim mit der hier
ansässigen Naturerlebnisschule anerkannte Station für schulnahe
Umweltbildung in Rheinland-Pfalz.
„Mit Kopf, Herz und
Hand" soll auch das Motto der Veranstaltungen zum Umweltdiplom in
diesem Jahr sein. Der Bogen der Veranstaltungen spannt sich von
praktischen Arbeiten wie dem Bau eines Lehmofens bis zu kreativem
Basteln mit Naturmaterial. Das abstrakte Thema „Nachhaltigkeit" soll
für die Kinder mit der Apfelernte und der regionalen Vermarktung des
Streuobstes konkret werden.
Auf einer
Kräuterwanderung auf die Suche nach essbaren Wildpflanzen zu gehen,
einen Teich anlegen, „Rund ums Schaf" sind altbewährte Themen für
Veranstaltungen rund um nachhaltigen Natur-, Arten-, Biotop- und
Umweltschutz. Als neue Angebote locken der Besuch bei einem Ökowinzer,
der Bau einer Igelburg im Landauer Zoo und ein Nachmittag rund um die
Libelle. (srs)
TRESCHS
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.47
Datum: Mittwoch, den 25. Februar 2009
Seite: Nr.33
"Deep-Link"-Referenznummer: '4681548'
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Refugium pflegen
Kleine Kalmit entbuscht - Seltene Pflanzen und
Tiere
Eisiger Ostwind und steile Hänge haben über 20 freiwillige Helfer
nicht bremsen können: mit Motorsäge, Freischneider und Astscheren
wurde das Naturschutzgebiet Kleine Kalmit von Hecken, Gebüsch und
Bäumen befreit.
Bereits in der vergangenen Woche hatten Teilnehmer des Freiwilligen
Ökologischen Jahres (FÖJ) begonnen, die ersten Schneisen zu schlagen,
mussten aber dem schlechten Wetter Tribut zollen. Am Samstag nun
trafen sich Mitglieder aus verschiedenen Naturschutzverbänden (Nabu,
Pollichia, GNOR, NVS) sowie Bürger aus Arzheim und Ilbesheim, um an
den begonnenen Entbuschungsmaßnahmen weiter zu arbeiten.
So wurde Schnittgut zusammengerecht, ein Häcksler mit Material
beschickt, weitere Büsche und Hecken entfernt. „Die Kleine Kalmit ist
aufgrund ihres geologischen Untergrundes für eine Vielzahl an
Pflanzen- und Tierarten ein bedeutsamer Standort, der aber durch den
Einfluss verschiedener Faktoren wie beispielsweise Nichtbeachtung des
Wegegebots oder Verunreinigung durch Müll stark beeinträchtigt ist",
berichtete Stephan Blum, Biotopbetreuer für den Landkreis und die
Stadt.
Die Verbuschung größerer Bereiche vor allem Richtung Ilbesheim machte
dem Vogelkundler Heinz Wissing und dem Wildbienenkenner Herbert Riebel
zunehmend Sorgen. Auf den wertvollen Trocken- und Kalkmagerrasen
breiten sich Hartriegel und Schlehe aus, die seltene Blütenpflanzen
oder Gräser verdrängen. Laut Blum sollen bereits in diesem Jahr die
Schafe der Arzheimer Familie Wagenblatt die Nachpflege sicherstellen.
Beigeordneter Rudi Klemm dankte allen Helfern. (red)
SCHILLS

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LINGENFELD: Naturschutzbund mit vollem Programm
Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
zu verstärken und diese für die Natur zu sensibilisieren, hat sich der
Naturschutzbund der Verbandsgemeinde Lingenfeld für 2009 vorgenommen.
Bei der Hauptversammlung am Freitag kündigte Jugendwartin Sabine
Heilmann (Westheim) zahlreiche Projekte an.
Neben Veranstaltungen unter dem Motto
„Erlebter Frühling" will Heilmann den Naturschützern auch den Großen
Abendsegler, die Rauchschwalbe und den Löwenzahn näher bringen. Die
Jugendgruppe wird sich unter anderem an der Renovierung des
„Insektenhotels" sowie an der Stunde der Gartenvögel beteiligen und
mithelfen, Brutstätten für den Eisvogel zu errichten. In den
Sommerferien findet laut Heilmann die „Naju-Kinderakademie", eine
Fünf-Tage-Freizeit, in Westheim statt.
Auf ein „ereignis- und arbeitsreiches
Jahr 2008 mit gelungenen, gut besuchten Veranstaltungen", blickte
Herbert Magin, Vorsitzender der 417 Mitglieder zählenden Gruppe
zurück. 2009 will die Gruppe erneut die Amphibienwanderung am Mehlsee
begleiten, den ins Auge gefassten Druslach-Wanderweg mit Info-Tafeln
bereichern. Am 7. Februar, 9.30 Uhr, stehen Gehölzschnittarbeiten am
Bahngelände an. (nti)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.23
Datum: Mittwoch, den 28. Januar 2009
Seite: Nr.22
"Deep-Link"-Referenznummer: '4566613'

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Frankenthal: Brutstätte für 15 Jungfalken
Geöffnet wurde der
Brutkasten für Wanderfalken auf der Zwölf-Apostel-Kirche. „Seit dem
Ende der Brutzeit war er geschlossen, um Tauben abzuhalten und
gereinigt zu werden", sagt Hermann Deichfuß, Beisitzer im Vorstand der
Naturschutzbund-Gruppe. Nun ist er wieder offen, damit die einst
beinahe ausgestorbenen Wanderfalken ihr Domizil nicht vergessen. Der
Kasten wurde vor sechs Jahren installiert, als Deichfuß Wanderfalken
auf Zwölf-Apostel entdeckte. „Der Kasten wurde sehr gut angenommen und
hat zu einem Bruterfolg geführt: 15 Jungfalken sind bisher
ausgeflogen", so Deichfuß. Das Brüten in der freien Natur sei
gefährlicher. Glücklich sei man, dass die Zwölf-Apostel-Kirche den
Kasten genehmigt hatte. „Früher vergitterte man die Kirchen, jetzt
werden sie für die Natur geöffnet", sagt Deichfuß. Dekanin Sieglinde
Ganz-Walther nahm als Dank für ihre Bereitschaft, den Platz zur
Verfügung zu stellen, die Plakette „Lebensraum Kirchturm" (eine
Initiative des Nabu und dem Beratungsausschuss für das Deutsche
Glockenwesen) entgegen, die an der Kirchturmtür befestigt wurde.
Ganz-Walther: „Der Dank gebührt dem Nabu, der sich ja darum kümmert.
Der Kasten deckt sich mit unserem Auftrag, Schöpfung zu behüten und zu
bewahren." Nächstes Projekt: ein Domizil für Mauersegler. (bfi) FOTO:
AP
WAGNERM
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Frankenthaler Zeitung
Ausgabe: Nr.18
Datum: Donnerstag, den 22. Januar 2009
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '4542161'
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Wo
wohnen Herr und Frau Kohlmeise? Wo die Familie Rotschwanz?
Am Samstag, den 24. Januar ab 14 Uhr baut der NABU Landau Nistkästen
für unsere gefiederten Freunde. Kinder ab 8 Jahren, gerne in
Begleitung eines Erwachsenen, können aus vorgefertigten Bausätzen
Nisthöhlen für den eigenen Garten zusammen schrauben. Wer hat, bringt
einen Akku-Schrauber mit. Es fallen Materialkosten in Höhe von 6 Euro
an.
Anmeldung im Naturschutzzentrum Hirtenhaus unter 06341-31628,
Brühlstr. 21, Landau-Mörzheim.

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Wildbienen und andere Insekten - Platz im kleinsten Stängel
Die
NABU-Gruppe Annweiler/Hauenstein in Kooperation mit dem Verein
DorfKult Spirkelbach laden Jung und Alt ein zum Vortrag
"Wildbienen und Co. - solitär lebende Bienen und Wespen". Die
Veranstaltung findet am Donnerstag, den 22. Januar 2009 um
19:00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Spirkelbach statt. Der
Eintritt ist frei. Herbert Riebel aus Landau wird anhand
faszinierender Farbaufnahmen über diese Insekten und deren
Lebensgewohnheiten berichten. Nicht Staaten bildende
Wildbienen und Wespen - so genannte Solitärwespen - benötigen
Hohlräume in Holz, Stängeln oder Steinen, um darin Brutkammern
anzulegen. Wer diesen Tieren hilft, muss keine Stechattacken
befürchten. Die Tiere sind harmlos und friedlich, selbst in
Terrassennähe angebrachte Nistkästen, Holunder- oder
Schilfbündel stellen keine Gefahr dar. Im Gegenteil: In Ruhe
kann man das Treiben beobachten, wenn die Bienen Baumaterial,
Nahrung und Lehm zum Verschluss ihrer Brutröhren eintragen.
Wir freuen
uns über Ihre Teilnahme. Die Veranstaltung ist gerade auch für
Kinder geeignet, um auf den Bau von Nisthilfen und
"Insektenhotels" einzustimmen.

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Helfer für Amphibienrettung gesucht!
Am Mittwoch, den 4. Februar um
19:00 Uhr findet im Landhaus Landau, Wollmesheimer Höhe 5 ein
Vorbereitungstreffen zur diesjährigen Amphibienwanderung statt. Das
Treffen soll den Charakter eines offenen "Stammtisches" haben.
Eingeladen sind interessierte Bürger, die für Kontrollgänge an einem
der Amphibienzäune zur Verfügung stehen würden. Während der
Wanderungen zu ihren Laichgewässern in den ersten milden Tagen des
Frühjahres werden unzählige Erdkröten, Frösche und Molche zu
Verkehrsopfern. Deshalb stellt der Naturschutzbund an den betroffenen
„Brennpunkten“ Krötenzäune auf. Ehrenamtliche Helfer betreuen zehn
Schutzzäune in der Südpfalz, u. a. in Annweiler, im Eußerthal, in
Spirkelbach, Gräfenhausen, Landau, Frankweiler, Neustadt und
Schwegenheim. Für die diesjährige Krötensaison werden dringend noch
Helfer gesucht. Morgens und/oder abends müssen in der Dämmerung Kröten
aus den Fangeimern gesammelt und über die Straße zu ihrem
Laichgewässer gebracht werden. Die NABU Regionalstelle koordiniert die
Betreuung der Zäune, stellt Taschenlampen und Warnwesten zur Verfügung
und informiert stets über den aktuellen Stand der
Wanderungsbewegungen.
Infos unter Tel. 06341 / 31628
oder unter
Jobbörse für Ehrenamtliche

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Die im Dunkeln
sieht man nicht
Naturschutzverbände im
Kreis Germersheim übernehmen Fledermaus-Patenschaft
Fledermäuse sind
während des Sommers nur in den Abendstunden zu beobachten. Dann jagen
sie mit Hilfe eines speziellen Ultraschall-Ortungssystems nach
Insekten. Doch wo genau bleiben sie jetzt im Winter? Viele Arten
suchen für den Winterschlaf unterirdische Hohlräume auf, die eine
optimale Temperatur und eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen. Mit
stark reduzierten Lebensfunktionen verharren Sie in einer Art
Lethargie und zehren ausschließlich von ihren Fettreserven. Herzschlag
und Atemfrequenz werden auf ein Minimum heruntergefahren, der
Stoffwechsel ist fast ausgeschaltet.
Das größte deutsche
Winterquartier von Fledermäusen befindet sich in Rheinland-Pfalz, im
Mayener Grubenfeld. In den Basaltstollen der Eifel bauten Menschen
seit über 4000 Jahren Lava ab und verarbeiteten sie zu Mühlsteinen.
Durch diesen Abbau entstanden grandiose unterirdische Hallensysteme
auf einzelnen Säulen ruhend, die als Stützen stehen blieben. Hier
versammeln sich im Winter zehntausende Fledermäuse und hängen in
Gruppen in den tiefen Spalten, an den Decken und Wänden. 14
verschiedene Fledermausarten wurden bislang nachgewiesen. Dies ist in
Deutschland einzigartig. Es gibt kein anderes Fledermausquartier mit
einer nur annähernden Artenvielfalt und Individuenzahl.
Aufgrund der akuten
Einsturzgefahr hat es sich der Naturschutzbund Rheinland-Pfalz (NABU)
zur Aufgabe gemacht, die Stollen zu erwerben und die tragenden Säulen
zu sanieren. Auf diese Weise soll das Mayener Grubenfeld für
abertausende von Fledermäusen auf Dauer bewahrt werden. Viele große
und kleine Spenden wurden bereits gesammelt und so konnte im letzten
Jahr der Hauptstollen angekauft werden.

Große
Bartfledermäuse
(Foto: Andreas Kiefer, NABU Rheinland Pfalz)
Als kleines Dankeschön
erhalten die Spender eine Fledermauspatenschaft. So auch die NABU
Gruppe Bellheim. Die ehrenamtlichen Naturschützer hatten im Sommer
gemeinsam mit dem Naturschutzverband Südpfalz und der Aktion
Pfalzstorch einen Naturerlebnistag in Ottersheim ausgerichtet.
Ebenfalls beteiligt waren der Landespflegeverband Südpfalz, die
Jugendpflege Bellheim, die Oldtimerfreunde Ottersheim und die
Landesforsten. Das abwechslungsreiche Programm hat viele Besucher
angelockt. Den Erlös in Höhe von 280,- Euro spenden die Verbände nun
für das Fledermausprojekt. Joachim Zürker, Vorsitzender des NABU
Bellheim möchte mit der Patenschaft auf das Projekt aufmerksam machen.
„Wenn ein Lebensraum von überregionaler Bedeutung durch das Zutun
vieler erhalten werden kann, wird Naturschutz schnell sichtbar. Das
motiviert uns.“
Andreas Kiefer,
Projektleiter in Mayen, freut sich über den erfolgreichen Start. Bei
den wissenschaftlichen Untersuchungen hat er herausgefunden, dass das
weit verzweigte Stollensystem viel größer ist als bisher angenommen.
Sein Bestreben ist es, weitere Stollen in der Nachbarschaft des
Hauptstollens ebenfalls vor der Zerstörung zu bewahren und für die
Fledermäuse zu sichern. Schließlich sollen die Fledermäuse auch
zukünftig im Winter „entspannt abhängen“.
Carmen Schauroth
Kontakt:
NABU Rheinland-Pfalz, Postfach 1437,
55006 Mainz
Tel.:
06131 /
140 39-0,
e-mail:
Kontakt@NABU-RLP.de
www.NABU-Mayener-Grubenfeld.de

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Stärkerer Schutz der Buntsandsteinfelsen der Südpfalz
gefordert
Die Landesverbände vom
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und des
Naturschutzbundes Deutschlands (NABU), sowie die Gesellschaft für
Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz (GNOR), der
Naturschutzverband Südpfalz (NVS) und die Pollichia haben sich in
einer gemeinsamen Erklärung an das Ministerium für Umwelt, Forsten und
Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz, sowie der Struktur- und
Genehmigungsdirektion (SGD) Süd für einen stärkeren Schutz der
Buntsandsteinfelsen in der Südpfalz ausgesprochen.
Die Felsen sind in
ihrer Artenzusammensetzung einzigartig. Hier finden sich seltene und
geschützte Flechten und Moose; sie bieten Winterquartiere für
Fledermäuse, Unterschlupf für Wildkatzen, Brutmöglichkeiten für
Kolkraben, Uhu und Wanderfalken. Besonders kritisch wird von den
Naturschutzverbänden der in letzter Zeit immer rücksichtslosere Umgang
mit der Natur und der zunehmende Tourismus gesehen. Die
Naturschutzgesetze des Landes Rheinland-Pfalz für Felsen und
Felsumfeld, sowie die Vogelschutzrichtlinie und die FFH-Richtlinie (Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie)
der Europäischen Union, finden hier immer häufiger keine Beachtung.
Einige der in letzter
Zeit zunehmend wahrgenommenen Verstöße wurden in dem Schreiben
besonders hervorgehoben. Dazu gehört das Anlegen von neuen
Klettertouren und hier besonders das Bohren und Betonieren am Fels.
Dieses und das rücksichtslose Entfernen der Flora haben bereits zum
Verschwinden einzelner Pflanzen- und Tierarten geführt. Der Einsatz
von Magnesia (Turnerkreide) beim Klettern gefährdet auf Dauer die
Felsen und verunstaltet deren Aussehen. Das Freistellen auf den Felsen
durch großflächiges Entfernen der Bäume durch Kommunen und
Tourismusverbände führen zu Erosionen mit gravierenden Auswirkungen
für die Fauna und Flora. Das Campieren, Feiern und Anlegen von
Feuerstellen sowie die Schaffung von Sitz- und Lagergelegenheiten rund
um die Felsen führen zu einer starken Beunruhigung der Tierwelt und
verstärken die Erosionen.

Durstigfels
bei Dahn (Foto: Torsten Maiwald)
Die an und um die
Felsen entstandenen Schäden brauchen Jahrzehnte um wieder zu verheilen
und ob jemals wieder der ursprüngliche Zustand hergestellt wird,
bleibt offen. Ein restriktiveres Durchgreifen zum Erhalt dieser
besonderen Habitate ist in einigen Nachbarbundesländern und
benachbarten Staaten klar zu sehen. Dieser Verantwortung sollten sich
auch die hier zuständigen Naturschutzbehörden in stärkerem Maße
stellen. Gerade im Jahr der Biodiversität müsste der Schutz der
Felsbiotope mit ihrer seltenen Tier- und Pflanzenwelt ein besonderes
Anliegen sein. Die Landesverbände bitten deshalb das Ministerium und
die SGD-Süd sich für den Schutz dieser einzigartige Natur im Wasgau in
ihrer Gesamtheit einzusetzen und sie somit als Naturerbe nicht nur der
heutigen, sondern auch den zukünftigen Generationen zu erhalten.

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Mit
Neugier auf Natur zum Umweltpreis
Pädagogisches Konzept des Kinderhauses St. Hedwig überzeugt Ausschuss
- Preisgeld wird für Außenbereich verwendet
Jubel im Kinderhaus St. Hedwig: Gestern übergab der Beigeordnete Frank
Scheid dort den mit 1250 Euro dotierten Umweltpreis der Stadt Speyer
für das Naturprojekt des Hauses. Das Geld soll für die Außenanlage
verwendet werden, wie die Leiterin des Hauses, Petra Klumb, sagte. Der
Wettbewerb fand bereits zum elften Mal statt.
Vier Projekte hatten sich in diesem Jahr für den Preis beworben. „Alle
hätten das Geld verdient", meinte Frank Scheid. Weitere Teilnehmer
waren Schüler des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums, dort hieß das Projekt
„Baum", es wurden fünf Bäume gepflanzt. Zudem beteiligte sich das
Hotel „1735" (Energiesparhaus) und der Procon Metis Pflegedienst. Hier
entschlossen sich die Verantwortlichen, drei Dienstfahrräder
anzuschaffen, um somit auf Autos verzichten zu können.
„Man muss früh mit der Umwelterziehung ansetzen", nannte Scheid den
Grund, warum sich die Jury für die Kinder von St. Hedwig entschied. So
sei dem Umweltausschuss die Entscheidung leicht gefallen. Jeden
Donnerstag treffen sich die ehemaligen Kindergartenkinder. Sie
besuchen mittlerweile schon alle die Grundschule, sind deshalb nur
noch im Hort des Hauses St. Hedwig.
„Dieses Projekt endet nun auch, nach Fasnacht startet ein neues, das
ist dann schon das insgesamt dritte dieser Art", erklärte Petra Klumb.
Der fast wichtigste Mann des Projektes ist Peter Feisthamel aus
Speyer. Der ehemalige Lehrer der Siedlungsschule ist einer der vom
Naturschutzbund Rheinland-Pfalz (Nabu) ausgebildeten Naturtrainer. Es
gibt im Land 30 solcher Senioren, die sich in ihrer Freizeit
ehrenamtlich mit Umweltprojekten, hauptsächlich in Kindergärten,
beschäftigen.
„Ich liebe es, mit den Kindern zusammenzuarbeiten", so der engagierte
Pensionär. „Die Kinder sollen lernen, dass verantwortliches Handeln in
der Natur ein wichtiger Bestandteil unserer Existenz ist", ergänzte
Carmen Schauroth vom Naturschutzbund.

„Es macht Spaß", sagte Marc-André. Er ist einer der kleinen Teilnehmer
des Projekts. Gemeinsam mit den anderen Kindern hat Marc-André ein
Insektenhotel gebastelt. „Da können die Bienen reingehen und
schlafen", erzählte der Siebenjährige. „Wir haben das Hotel aus
Konservendosen gebaut", meinte Leonie. „Und es dann im Hof
aufgehängt", fügte Marie hinzu.
Insgesamt bestand das aktuelle Naturprojekt aus ganz vielen Themen:
„Vögel im Winter, Frühlingsblumen, der Igel, Hagebutten, Pilze",
zählte Feisthamel gemeinsam mit den Sieger-Kindern auf.
Die 1250 Euro sind das höchste Preisgeld seit Wettbewerbsbeginn 1996.
(oas)
GROHMAM

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NAJU
Neustadt: „Kabeljau kommt uns nicht auf den Tisch"
Interview:
Geschwister aus Lambrecht machen sich für den Naturschutz stark - Ihr
Wunsch, andere dafür zu begeistern
Sie können die Welt
nicht besser machen. Das wissen sie. Da machen sich Inga und Thore
nichts vor. Für den Naturschutz machen sich die Geschwister (15 und 17
Jahre) trotzdem stark. 2006 gründeten sie die Naturschutzjugend (Naju)
Neustadt, seit September leitet Inga zusammen mit einer Freundin eine
Kindergruppe. Großen Zulauf haben sie bisher nicht gerade. Vielleicht,
weil die Natur zu schützen nicht so cool ist wie Skateboard zu fahren.
Oder weil man sie für Fanatiker hält. „Nichts als Vorurteile", sagen
sie im XXpress-Gespräch.
Inga und Thore, ihr
seid 15 und 17 Jahre alt, habt Ihr nichts Wichtigeres zu tun, als Euch
für den Naturschutz einzusetzen?
Thore: Also, wenn
jeder denken würde, das geht mich nichts an, es gibt Wichtigeres für
mich - dann würde in Sachen Naturschutz nicht viel passieren.
Inga (lacht):
Natürlich interessieren uns noch andere Sachen. Aber in der Naju zu
sein, macht einfach total Spaß.
Aber: Zwei Jahre nach
der Gründung der Naju Neustadt seid Ihr immer noch zu sechst. Ihr seid
eine Gruppe von Idealisten?
Inga (überlegt): Auf
eine gewisse Weise sind wir das wohl.
Thore: Fanatische
Naturschützer, das sind wir aber ganz sicher nicht.
Was treibt Euch an?
Thore: Naja, zum Teil
hat sich das einfach so ergeben. Wir haben bis vor zweieinhalb Jahren
in Nordhessen gelebt. Dort waren wir in einer Naju-Gruppe aktiv. Als
wir dann nach Lambrecht kamen, gab es das nicht. Wir hatten so viele
schöne Erinnerungen ...
Inga: ... an das
Gefühl, eine Fledermaus in der Hand zu halten oder eine Schleiereule
zu tragen...
Thore: ... und Freunde
zu haben, die unsere Gedanken teilen.
Das hat Euch gefehlt?
Inga: Ja, und deshalb
haben wir beschlossen selbst, eine Naju-Gruppe zu gründen.
Auch aus
weltumspannenden Ambitionen, weil Naturschutz nicht hinter dem
Gartenzaun aufhört?
Thore: Die Naju ist
Teil des Naturschutzbundes, damit nehmen wir auch an bundesweiten
Projekten teil. Wir können die Welt nicht besser machen, aber unseren
Teil beitragen. Das ist immerhin etwas.
Inga: Und wir können
vermitteln: Wer der Natur schadet, schadet sich selbst und seinen
Nachkommen.
Was konntet Ihr bisher
bewegen?
Inga: Wir haben
Nistkästen gebaut, Fledermauserlebnisabende organisiert und haben den
Speyerbach auf Umweltbelastungen untersucht.
Wie schmutzig ist er?
Thore: Auf 100 Metern
habe wir 800 Liter Müll gefunden.
Wie bitte?
Inga: Ja, das waren
vor allem Verpackungsmüll, auch Radkappen sind da geschwommen.
Thore: Ansonsten ist
die Qualität des Wassers aber o.k.
Und welche Projekte
sind geplant?
Inga: Am 23. November
werden wir mit einem eigenen Stand an den Kreativtagen in der
Jakobuskirche teilnehmen. Für Kinder bieten wir an, Nistkästen für
Singvögel zu bauen. Abgesehen davon wollen wir einen Lebensturm
gestalten.
Thore: Der besteht aus
verschiedenen Etagen, bietet Nisthilfen, Bienenhölzer oder einen Platz
zum Überwintern.
Wo wollt Ihr den
aufstellen?
Thore: Genau wissen
wir das noch nicht. Vielleicht in Hambach, am Haardtrand. Oder am
Sonnenweg, dort steht uns eine Terrasse zur Verfügung. Mal sehen.
Seit September
versucht Ihr, eine Kindergruppe der Naju zu etablieren. Es scheint
nicht so einfach, Kinder ab sechs Jahre für den Naturschutz zu
begeistern. Woran liegt das?
Inga: Irgendwie ist es
schwierig, publik zu machen, dass es die Gruppe überhaupt gibt. Wir
haben das schon mit Plakaten versucht. Das klappt nicht so richtig.
Thore: Ich glaube, das
hat auch etwas damit zu tun, dass viele glauben, wir sind so richtig
fanatisch oder machen ähnliche Sachen wie die Pfadfinder. Das sind
nichts als Vorurteile.
Ihr habt demnach ein
Imageproblem, oder?
Thore: Ja, ein wenig
schon. Wir sind nicht so cool wie Skater - obwohl es die auch bei uns
gibt.
Was wollt Ihr tun?
Inga: Bei Aktionen wie
den Kreativtagen Präsenz zeigen und versuchen, uns regelmäßig bei
städtischen Aktionen für Jugendliche einzuklinken.
Ihr gebt nicht auf?
Thore (schmunzelt):
Nein, wir haben einen langen Atem. Mit schnellem Erfolg zu rechnen,
ungeduldig sein - das bringt gar nichts.
Woran hat sich Eurer
Feuer für die Natur entfacht?
Inga: Es gab keinen
wirklich zündenden Moment. Unsere Mutter war sehr viel mit uns in der
Natur. Eigentlich haben wir die meiste Zeit im Freien gespielt. In der
Naju-Gruppe in unserer alten Heimat konnten wir diese Freude, uns
draußen zu bewegen, intensiv ausleben, haben Tiere und Pflanzen
kennengelernt, die uns bis dahin fremd waren.
Naturschutz heißt auch
Umweltschutz. Was lebt Ihr vor?
Inga: In der Natur zu
sein, hat wirklich unser Bewusstsein für unsere Umwelt geprägt. Wir
gehen oft zu Fuß, fahren mit dem Rad oder benutzen öffentliche
Verkehrsmittel, wenn wir irgendwo hin wollen.
Thore: Zu Hause haben
wir unseren Energieverbrauch im Blick. Laufen Musikanlage und
Fernseher nicht, ist auch der Standby-Modus aus. Wir schalten das
Licht aus, wenn wir ein Zimmer verlassen, haben fast überall
Energiesparlampen.
Ihr seid Vegetarier?
Inga: Nein, nein. Wir
essen schon ab und zu Fleisch.
Thore: Nur nicht so
häufig. Und wir versuchen darauf zu achten, dass es möglichst aus der
Region kommt. Aber Scholle und Kabeljau beispielsweise, essen wir
aufgrund der Überfischung überhaupt nicht.
Mal ehrlich: Ihr denkt
doch nicht den ganzen Tag über Naturschutz nach?
Thore: Klar
interessiere ich mich auch für andere Sachen. Leite die Politik- und
die Schach-AG - obwohl ich nicht wirklich gut Schach spielen kann.
Dann bin ich noch im Schulsanitätsdienst, singe im Chor der Oberstufe
und chatte mit Freunden.
Inga: Ich mache echt
gerne Sport, gehe joggen, höre leidenschaftlich gerne Musik und singe
im Schulchor. So viel Zeit bleibt am Nachmittag eigentlich gar nicht.*
Ihr wollt später doch
bestimmt einmal Biologie studieren?
Inga und Thore
(kopfschüttelnd): Wohl eher nicht. Aber uns in der Freizeit für die
Natur zu engagieren, wird Teil unseres Lebens bleiben.
Kontakt
Die Kindergruppe, 6
bis 11 Jahre, trifft sich jeden ersten Samstag im Monat, 15 Uhr, die
Jugendgruppe, 12 bis 17 Jahre, jeden zweiten und vierten Freitag im
Monat, 15.45 Uhr. Treffpunkt ist jeweils im Hof der Volkshochschule.
Kontakt: Inga und
Thore Fink,
Telefon 06325/9596830
oder per E-Mail:
thore-fink@gmx.de. (ikx)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation:
Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.270
Datum: Mittwoch, den
19. November 2008
Seite: Nr.22,
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

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Noch Plätze
frei:
NABU bildet
„Naturtrainer“ aus
Im
Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) bildet der
Naturschutzbund in der Pfalz 10 Naturtrainer aus. Im Rahmen von acht
halbtägigen Praxisworkshops erhalten die Teilnehmer Anregungen und
Tipps für die Durchführung von Natur- und Umweltprojekten in
Kindertagesstätten. Begleitet durch Umweltpädagogen des NABU sammeln
sie erste Praxiserfahrungen und werden in der Zusammenarbeit mit den
Paten-Kindergärten unterstützt. Das Projekt „Naturtrainer – leben
gestalten lernen“ wurde bereits 2007 erfolgreich durchgeführt. Die
ausgebildeten Naturtrainer bereichern den Kindergartenalltag, fördern
den generationsübergreifenden Dialog und sorgen dafür, dass Bildung
für Nachhaltigkeit in den Einrichtungen einen Platz findet. Dabei geht
es nicht nur um den schonenden Umgang mit der Natur, sondern auch um
emotionale uns soziale Kompetenzen. Aufgrund der positiven Erfahrungen
bietet die NABU Regionalstelle Süd im Jahr 2009 eine modifizierte
Weiterführung des Projektes an. Während sich das Fortbildungsangebot
in der Vergangenheit ausschließlich an Senioren wendete, wird der
Teilnehmerkreis nun auf Mütter und Väter von Kindergartenkindern
erweitert. Die Teilnahme an dem Projekt ist kostenlos. Materialien für
die Durchführung der Projekte in den Kindertagesstätten werden vom
NABU gestellt. Interessierte können sich bis Ende November bei der
NABU Regionalstelle Süd in Landau unter Tel. 06341-31628 melden. Der
erste Workshop findet im März 2009 statt.
Kontakt:
Carmen Schauroth, NABU Regionalstelle Süd

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Naturschutzbund sucht Mitstreiter für
Biotopschutz
DEIDESHEIM. Aktive des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) sind im
November unter anderem in der Verbandsgemeinde Deidesheim unterwegs
und sprechen in den Haushalten vor. In den nächsten Tagen wollen sie
viele neue Mitglieder für den Nabu gewinnen. Seit mehr als 25 Jahren
engagiert sich der Nabu für den Naturschutz in der Vorderpfalz. Die
Nabu-Gruppe Wachenheim-Deidesheim ist vor allem im Biotopschutz aktiv,
pflegt Wiesen, selbst gepflanzte Obstbäume und Kopfweiden im Odinsthal,
im Einsthal und am Goldbach. Als Lebensraum für Amphibien wurden
mehrere Feuchtbiotope angelegt. Viele hundert Nistkästen werden im
Gebiet betreut, unter anderem für den Steinkauz.
„Für laufende und neue Projekte braucht der Nabu mehr finanzielle
Unterstützer und aktive Mitstreiter", so Carmen Schauroth, Leiterin
der Nabu-Regionalstelle in Landau. „Mehr Mitglieder sind das Ziel,
kein Einsammeln von Barspenden", stellt sie klar. Weitere
Informationen gibt es beim Naturschutzbund Deutschland,
Regionalstelle, Telefon 06341 31628. (rhp)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.267
Datum: Samstag, den 15. November 2008
Seite: Nr.24
"Deep-Link"-Referenznummer: '4311932'

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Neustadt Mußbach: Naturschutzbund
Wässerwiesen wiederbeleben
Einen Lesesteinhaufen für Eidechsen in Haardt aufgebaut, zwei
Schwarzpappeln („Baum des Jahres" 2006) in der Diedesfelder Gewanne
„Im Saualiment" gepflanzt, drei Steinkauzniströhren in Duttweiler und
Böhl-Iggelheim montiert und in diesem Jahr über 3000 paarungswillige
Kröten heil umgesetzt - das waren einige von zahlreichen Aktionen in
den ersten beiden Jahren des Bestehens der Neustadter Stadtgruppe des
Naturschutzbunds (Nabu). In „Weiks Vinothek" in Mußbach standen
zuletzt Rück- und Ausblick sowie Vorstandswahlen im Blickpunkt. Als
Vorsitzende bestätigt wurden Ursula Mosebach und Martin Grund.
Als
nächste Projekte kündigten sie die Reaktivierung der Wässerwiesen im
Geinsheimer „Lochbusch" an, die Betreuung der Mauersegler-Nistkästen
an der Geinsheimer Grundschule sowie eine Schwalbenkartierung. Die in
Duttweiler platzierten Steinkauz-Niströhren wechseln an einen
günstigeren Standort bei Geinsheim. Ein Infobrief wird sich im
Frühjahr an alle 300 Mitglieder wenden. Für 2009 in Planung ist eine
fünftägige Kinderakademie in Neustadt.
Vorstand Vorsitzende: Ursula Mosebach, Martin Grund, Kassenwartin:
Annette Schwarz, Schriftführer: Thomas Fischer, Kassenprüfer: Eckhard
Klein, Ulrich Fischer. Neue Beisitzer: Ursula Ihrig, Erika Rell und
Karl Denig.
Treffen jeden zweiten Montag im Monat um 19.30 Uhr in „Weiks
Vinothek", An der Eselshaut 53, Mußbach.
Kontakt: Telefon 06327/5837 oder 06321/399292. (ain)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.266
Datum: Freitag, den 14. November 2008
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '4307321'

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Landau LINGENFELD WESTHEIM Schutz und Hilfe für gefährdete
Tiere
LINGENFELD/WESTHEIM: Naturschutzbund der Verbandsgemeinde feiert
25-jähriges Bestehen - Ausstellung im Bürgerhaus
Als
Ortsgruppe des Deutschen Bundes für Vogelschutz (DBV) wurde der
Naturschutzbund (Nabu) der Verbandsgemeinde Lingenfeld am 25. November
1983 von 26 Naturfreunden im Westheimer Sportheim gegründet.
Mittlerweile gehören 417 Mitglieder dem Verein, der sein 25-jähriges
Bestehen feiert, an. Seit 25 Jahren lenkt Herbert Magin die
Vereinsgeschicke.
Die
Durchführung von Schutz- und Hilfsmaßnahmen für gefährdete Tier- und
Pflanzenarten und die Verbreitung des Naturschutzgedankens waren und
sind wichtige Ziele. Die Aktiven setzten sich von Beginn an für den
Vogelschutz (Schwerpunkt: Greifvögel und Eulen) ein: In verschiedenen
Gemarkungen wurden Nistkästen aufgehängt, Behausungen für
Schleiereulen und Turmfalken gebaut und diese in Kirchen sowie
Scheunen installiert. Auch Steinkauz-Niströhren wurden an geeigneten
Plätzen angebracht - zunächst jedoch ohne Erfolg. 2005 stellte sich
der hart erarbeitete Erfolg ein: Der Steinkauz kehrte zurück.
Die
Verbesserung der Biotop-Strukturen in einer weitgehend verarmten
Feldflur lag den Mitgliedern ebenfalls am Herzen. Erste
Pflanzmaßnahmen fanden 1984 mit dem örtlichen Vogelschutzverein in
Schwegenheim statt. Im damaligen Ortsbürgermeister Kurt Kaufmann fand
der Nabu einen großen Unterstützer. 1985 wurden Steilwände für
Uferschwalben am Lustadter Silbersee sowie für Eisvögel an der
Westheimer Druslach hergestellt, die ihre Ziele nicht verfehlten. Seit
1985 betreut der Nabu die Amphibienwanderung am Schwegenheimer
Mehlsee. Die Naturschützer beteiligten sich in den Folgejahren an der
Wanderfalkenbewachung im Wasgau, errichteten eine Trockenmauer sowie
ein Insektenhotel am Bahngelände, führten Grundstückskäufe und
Pflanzaktionen durch, legten Streuobstwiesen an.
Zum
Wohle der Fledermäuse wurden 2005 ehemalige Wasserbehälter am
Schwegenheimer Bründelsberg zu „Fledermausbunkern" ausgebaut.
Höhepunkt 2008 war die Teilnahme am Geo-Tag der Artenvielfalt, an dem
fast 30 Experten die Tier- und Pflanzenwelt auf Lustadter Gemarkung
erfassten.
Die
Jugendarbeit im Verein wird groß geschrieben: Cornelia Osterhorn und
Sandra Eichfelder schaffen es seit 2000, Kinder sowie Jugendliche für
die Natur zu begeistern. Die jungen Naturschützer nahmen in der
Folgezeit an vielen Veranstaltungen teil.
JUBILÄUMSFEIER
Feierstunde mit Ehrungen am Samstag, 15. November, 19 Uhr, Bürgerhaus
Westheim; Ausstellung „Naturschutz in der Gemeinde" (rund 40
Schautafeln) bei Kaffee und Kuchen am Sonntag, 16. November, 14 bis 18
Uhr, Bürgerhaus Westheim; Kinderprogramm (Falt- und Bastelangebote,
Nistkastenbau, Naturquiz) von 14 bis 16 Uhr. Kinder dürfen „Schätze"
aus der Natur mitbringen. (nti)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.266
Datum: Freitag, den 14. November 2008
Seite: Nr.20
"Deep-Link"-Referenznummer: '4308233'

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Igel
gefunden - wann ist Hilfe nötig?
Kranke und verletzte Igel brauchen
professionelle Behandlung
Im November machen sich Igel bereit
für den Winterschlaf. Wer einen Reisig- oder Laubhaufen im Garten hat,
bietet den stacheligen Gesellen eine geeignete Bleibe in der kalten
Jahreszeit. Auch wenn sich Igel oft in der Nähe menschlicher
Ansiedlungen aufhalten, handelt es sich doch um Wildtiere, die im
Allgemeinen gut ohne uns zurecht kommen. Die dämmerungs- und
nachtaktiven Einzelgänger ernähren sich überwiegend von Insekten. Wer
am Abend das typische Schnaufen und Schmatzen eines Igels aus dem
Garten vernimmt, kann sich sicher sein, dass sich das Tier hier wohl
fühlt. Was jedoch tun, wenn sich der Igel auffällig verhält? „Ein
ausgewachsener Igel, der im Winter tagsüber herumläuft ist meistens
krank“ erklärt Carmen Schauroth von der NABU Regionalstelle in Landau.
„Er sollte eine Weile beobachtet werden, um sicher zu gehen, dass er
nicht nur durch eine Störung aufgeschreckt wurde. Wenn der Igel
apathisch ist, auf dem Boden liegt, torkelt oder abgemagert wirkt,
braucht er dringend tierärztliche Hilfe. Dies gilt ebenso für
verletzte Igel. Mit Handschuhen lässt sich ein Igel problemlos
anfassen und in einem mit Zeitungspapier ausgelegten Karton zum
Tierarzt oder zu einer spezialisierten Igelstation transportieren.
Viele Tierärzte verfügen über Fachwissen zur Behandlung von Igeln.“

Igel im
Herbstlaub (Foto: Bernd Kunz)
Nicht nur kranke Igel begegnen uns im Herbst. „Häufig erreichen uns
jetzt Anfragen von Menschen, die in ihrem Garten auf untergewichtige
Jungigel stoßen und helfen wollen“ so Schauroth. „Igel, die über 500 g
wiegen, sollten auf jeden Fall in ihrer Freiheit belassen werden.
Tiere, die deutlich schwächer sind oder verwaiste Jungtiere, deren
Muttertiere verschollen (meist überfahren) sind, werden allerdings
höchstwahrscheinlich allein den Winter nicht überleben. Wer helfen
will, kann einen kleinen Igel, dort wo er beobachtet wurde, zufüttern
und mit frischem Wasser versorgen. Erreicht er vor Wintereinbruch kein
ausreichendes Körpergewicht mehr (600 bis 700 g), ist die Aufnahme in
menschliche Obhut sinnvoll.“ Darüber, wie Igel richtig überwintert
werden, informiert zum Beispiel der Verein „Pro Igel“. Milch schadet
den Igeln übrigens, da sie Durchfall verursacht. An der Frage, ob man
Katzenfutter verwenden sollte, scheiden sich die Geister. Viele
Igel-Helfer berichten von guten Erfahrungen, während Experten davon ab
raten, da sehr leicht Infektionskrankheiten übertragen werden.
Trockenfutter ist in jedem Fall weniger problematisch.

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Kastanien-Ketten und Hartriegel-Igel
Projekt zur
Umweltbildung im Haus für Kinder St. Hedwig - Peter Feisthammel
vermittelt spielerisch Naturwissen
Von Beate Klehr-Merkl
„Wisst ihr noch, was wir letzte Woche gemacht haben?", fragt Peter
Feisthammel in die Runde. „Klar, Blätter gesammelt und getrocknet",
rufen zwölf Kindergarten- und Schulkinder. Seit April leitet der
62-jährige Rentner und „Naturtrainer" im Haus für Kinder St. Hedwig
ein Projekt zur Umweltbildung.
Seit zwei Jahren bildet der Naturschutzbund Rheinland-Pfalz im Auftrag
der Landeszentrale für Umweltaufklärung interessierte Bürger zu so
genannten Naturtrainern aus, die dann wiederum in Kindergärten
Umwelterziehung anbieten.
„Ich bin selbst in der Natur aufgewachsen. Viele Kinder wissen heute
nichts mehr über ihre Umwelt. Deshalb möchte ich ihnen etwas
weitergeben und sie anregen, selbst initiativ zu werden", beschreibt
Feisthammel seine Motivation für das ehrenamtliche Engagement.
Er fragt die Kinder nach den Bäumen, an denen sie stehen geblieben
waren, um Blätter zu sammeln. „Birke", „Ahorn", „Platane", rufen die
jungen Naturforscher. Doch die schwierigste Aufgabe wartet noch:
erkennen, welche Blätter zu welchem Baum gehören. Anhand eines Spiels
sollen die Kinder das erraten.
Der achtjährige Michael ist als Erster an der Reihe. Die Blätter
werden gemischt, dann muss er ihnen die richtigen Namenskärtchen
zuordnen. - Gar nicht so einfach, stellt er fest. Mit Birke und Eiche
klappt es ganz gut. Schwierig wird es mit den kleinen herzförmigen
Blättern der Linde. „Das ist von einer Platane", meint ein Mädchen und
zeigt auf ein großes gezacktes Blatt. Feisthammel schüttelt den Kopf.
„Nein, vom Ahorn", meldet sich Marc-André (6). „Genau", bestätigt der
Naturtrainer. Dann ist die sechsjährige Leonie an der Reihe.
Nachdem alle Blätter zugeordnet sind, hat Feisthammel noch einen Baum
zum Ausmalen und Bekleben mitgebracht. „Ich versuche mich gewissenhaft
vorzubereiten, denn die Kinder sollen schließlich etwas mitnehmen",
sagt Feisthammel, der früher 20 Jahre als Lehrer an der
Siedlungsschule tätig war. Einen festen Lehrplan hat er nicht. Er
richte sich ganz nach den Jahreszeiten. Im Frühling durften die Kinder
Blumen betrachten, Heilkräuter bestimmen und ein Insektenhotel aus
Baumstämmen bauen. Dann entstanden Igel aus Hartriegel-Ästen, Ketten
aus Kastanien und Hagebutten. Auch das Leben der Bienen und Zugvögel
stand schon auf dem Programm. „Und jetzt im Herbst sind eben Blätter
dran", erklärt Feisthammel.
Anderthalb Jahre dauert die Ausbildung zum Naturtrainer. Zehn
Fachkräfte hat die Regionalstelle Süd des Naturschutzbundes bereits
für die Pfalz ausgebildet. Der nächste Kurs startet im kommenden Jahr.
In sieben halbtägigen Workshops werden unter dem Motto „Leben
gestalten lernen" Themen rund um die Natur wie Wasser, Luft, Tiere
oder Pflanzen vermittelt sowie pädagogische Methoden, mit denen das
Erlernte spielerisch weitergegeben werden kann.
Kontakt
Wer Interesse an der Ausbildung hat, kann sich bei Carmen Schauroth
vom Naturschutzbund, Telefon 06341 / 31628, melden.
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Speyerer Rundschau
Ausgabe: Nr.257
Datum: Dienstag, den 04. November 2008
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '4237218'
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Verrückte Natur
Blühende
Apfelbäume und brütende Ringeltauben im Oktober
Günter Geißert versteht die Natur
nicht mehr. Als der Mörzheimer Winzer am Freitagmorgen über seine
Obstplantage läuft, traut er seinen Augen kaum: Einer der Apfelbäume
steht in voller Blüte. Die roten Früchte sind noch nicht abgeerntet,
da erlebt der Baum bereits seinen zweiten Frühling in diesem Jahr.
Aber damit noch nicht genug.

Blühender
Apfelbaum mit Früchten
Im Lindenbaum vor seinem Haus sitzt
eine brütende Ringeltaube auf ihrem Nest. Der milde Herbst verwirrt
Tiere und Pflanzen. „Es kommt immer mal wieder vor, dass
Obstbäume im Herbst blühen“ erklärt Carmen Schauroth, Leiterin der
NABU Regionalstelle das Phänomen. „Durch starke Temperaturschwankungen
im Sommer und einen milden Herbst stellen die Bäume ihren inneren
Kalender vorübergehend auf Frühling um. In den kalten Nächten, wie wir
sie momentan haben, werden die Blüten jedoch erfrieren. Der Baum
richtet sich nun auf die Winterruhe ein.

Brütende
Ringeltaube im Herbstlaub der Linde
(Fotos: Werner
Kern)
Auch brütende Ringeltauben sind im
Oktober keine Seltenheit mehr. Die Vögel sind anpassungsfähig. Während
sie im Wald und in der freien Landschaft durchschnittlich nur zweimal
jährlich brüten, nutzen sie das ganzjährige Nahrungsangebot in der
Stadt und die im Vergleich zum Umland höheren Temperaturen für eine
verlängerte Brutsaison.“

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Von der
Frucht zum Saft
Herbstferienprogramm beim NABU Landau
drehte sich rund um das Thema Apfel
Bei schönstem
Herbstwetter tummelten sich im „Grünen Klassenzimmer“ des NABU Landau
drei Tage lang 35 begeisterte Kinder. Mit Schule hatte das jedoch
nichts zu tun. Im Vordergrund des Herbstferienprogramms standen Spiel,
Spaß und Naturerlebnis. Ingeborg Keller von der Naturerlebnisschule
hatte dieses Jahr ein buntes Programm rund um das Thema Apfel zusammen
gestellt: Nach der reichen Ernte stellten die Kinder mit Hilfe einer
Mühle und einer Apfelpresse ihren eigenen Saft her. Bei einer Rallye
übten sie sich in Sachen Geschicklichkeit und Teamgeist und erfuhren
ganz nebenbei viel Wissenswertes über die Bedeutung von alten
Obstbäumen für die Natur. Und währen die einen mit Naturmaterialien
lustige Apfelmännchen bastelten, bauten die anderen einen Lebensturm
für Igel, Wildbienen, und Vögel. Am letzten Tag sorgte ein Chaosspiel
für jede Menge Action und Bewegung.

Kinder bauen
einen Lebensturm (Foto: Carmen Schauroth)
Zum Abschluss
wurde am Grillplatz ein gemütliches Lagerfeuer angezündet. Die selbst
gebackenen Apfelküchlein und das Stockbrot schmeckten besonders
lecker. Ingeborg Keller freut sich über die aktive Beteiligung der
Kinder an den Aktionen und das faire Miteinander: „So ausgelassen und
unbeschwert sich die Kinder auf der Wiese bewegt haben, da nehmen sie
viel Energie mit in den kommenden Schulalltag.“
Die
Veranstalterinnen danken allen NABU-Aktiven und Praktikantinnen für
die tatkräftige Unterstützung.
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Dabei
sein für die Natur
Naturschutzbund Annweiler / Hauenstein gratuliert 500. Mitglied
Landau, 06. Oktober 2008
„Meine Lieblingstiere sind
Fledermäuse. Die kann ich jeden Sommer beobachten, wenn sie so schnell
an unserem Haus vorbei fliegen und Insekten jagen.“ Der achtjährige
Paul hat schon viel erlebt bei den Ferienaktionen des NABU:
Wanderungen, Stockbrot backen, Fackeln gießen und natürlich Tiere
beobachten. Jetzt haben seine Eltern eine Familien-Mitgliedschaft im
NABU übernommen. Claudia und Frank Jung leben mit ihren beiden Kindern
in Völkersweiler, direkt am Waldrand. Die Natur ist ihnen wichtig,
deshalb haben sie in ihrem Garten eine kleine Obstwiese angelegt.
Darüber freut sich Hans-Joachim Fette, Vorsitzender des NABU
Annweiler/Hauenstein, und überreicht als Dankeschön eine Kiste NABU
Apfelsaft an das 500. Mitglied. Streuobstwiesenschutz ist neben
Artenschutzprojekten für Mauersegler und Amphibien ein wichtiger
Schwerpunkt des Naturschutzverbandes.
Text- und Bildautor: Carmen Schauroth

Hans-Joachim Fette (NABU Annweiler/Hauenstein) überreicht Familie Jung
eine Kiste NABU-Apfelsaft
Weitere
Informationen in der NABU Regionalstelle
Süd bei Carmen Schauroth
Tel.:
06341-31628, E-mail:
NABU.Sued@NABU-RLP.de

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Anerkennung für Engagement im Naturschutz
Naturschutzbund Bellheim erhält Umweltpreis der ÖDP
Bellheim:
Weißstörche, Wachtelkönige und Mauersegler fühlen sich in der
Verbandsgemeinde Bellheim wohl. Die ehrenamtlichen Naturschützer des
NABU Bellheim haben in den letzten Jahren viel dazu beigetragen.
Unermüdlich setzten sie sich für die Wiederbelebung der alten
Wässertechniken in den Holzwiesen ein, pflegen alte Streuobstwiesen
und informieren über die Bedeutung von naturnahen Gärten für
Wildbienen, Schmetterlinge und Vögel. Dafür wurden sie am Sonntag im
Rahmen des Gollenbergfestes in der Kulturwerkstatt „Alter
Kindergarten“ vom ÖDP Gemeindeverband mit einem Umweltpreis
ausgezeichnet. Rüdiger John, Vorsitzender des ÖDP Gemeindeverbandes,
bedankte sich in einer kleinen Ansprache für das Engagement und
überreichte Joachim Zürker vom NABU eine Ehren-Urkunde. Ebenfalls
gratulierten der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Dieter Adam und
der erste Kreisbeigeordnte Strunk.

(Foto: Silvana
Stockhausen)
Anschließend verteilte der NABU an die
Gäste Wildblumensamen und wies mit dieser kleinen Geste darauf hin,
dass jeder etwas zum Erhalt der Artenvielfalt tun kann. Dass
Naturschutz auch Spaß macht und schmeckt, zeigte sich an der
Apfelpresse der NABU Regionalstelle. Hier konnten sich die Kinder aus
Bioäpfeln von lokalen Streuobstwiesen ihren eigenen Saft pressen. Der
Kommentar der Kinder war kurz und überzeugend: „superlecker!“
Die ÖDP verleiht den Umweltpreis im
Abstand von zwei bis drei Jahren an nachhaltig und umweltfreundlich
arbeitende Unternehmen oder Vereine. 2003 ging der Preis an die Aktion
Pfalzstorch.

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Apfelernte beim NABU
Landau: Helfer gesucht!
Im Rahmen des landesweiten Ehrenamtstages
lädt der Naturschutzbund NABU zur Mithilfe bei der Apfelernte auf den
Streuobstwiesen in Landau und Umgebung ein.
Die NABU-Gruppe Landau-Land wird ihre Wiese
in Göcklingen am Samstag, den 20. September beernten. Treffpunkt für
die Helfer ist um 9 Uhr der Parkplatz an der Winzergenossenschaft
zwischen Ilbesheim und Göcklingen an der L509 (Landau Richtung
Klingenmünster). Die Apfelernte des NABU Landau-Stadt findet am
25. und 26. September sowie am 2. und 3. Oktober in Mörzheim statt.
Beginn ist jeweils um 9 Uhr am
Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstr. 21. Für die Helfer wird es
Getränke und eine kleine Brotzeit geben. Natürlich darf jeder auch
Früchte mit nach Hause nehmen. Um Anmeldung im Naturschutzzentrum
Hirtenhaus wird gebeten.
Nach der Ernte werden die Äpfel zu leckerem
NABU-Apfelsaft verarbeitet.
Der NABU pflegt seit vielen Jahren
ökologisch wertvolle Streuobstwiesen, die einen Lebensraum für
unzählige heimische Tier- und Pflanzenarten darstellen. Regelmäßig
werden junge Bäume nachgepflanzt um den Baumbestand langfristig zu
sichern. Dabei werden vor allem historische Obstsorten aus der Pfalz
gefördert.
Weitere
Informationen in der NABU Regionalstelle
Süd bei Carmen Schauroth
Tel.:
06341-31628, E-mail:
NABU.Sued@NABU-RLP.de

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Herbstferienprogramm des NABU Landau
Von Montag, den 6. bis
Mittwoch, den 8. Oktober, jeweils von 13 –17 Uhr geht es in Mörzheim
beim Naturschutzbund rund um den Apfel. Wir werden Äpfel ernten,
unseren eigenen Apfelsaft mit Muskelkraft keltern, die Tiere und
Pflanzen auf einer Streuobstwiese kennen lernen, basteln und gemeinsam
spielen. Eingeladen sind Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren.
Rucksackverpflegung bringt sich jeder selbst mit, wetterfeste Kleidung
ist unbedingt nötig. Ein Unkostenbeitrag von 6 Euro pro Tag wird
erhoben.
Anmeldung im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus unter 06341-31628.
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Staatssekretärin Kraege dankt
ehrenamtlichen Paten für die Umweltbildung

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Ehrung der Häuser mit
Schwalbennestern auf dem Frankenthaler Bauernmarkt am 6. September
2008
Nun sind sie fort
die Schwalben – in wärmere Gefilde geflogen. Das ist immer ein
bisschen traurig, denn dann ist der Sommer vorbei.
Unsere diesjährige
„Schwalbenaktion“ ist hiermit erfolgreich zu Ende gegangen.
Alle 15 mir
gemeldeten Hausbesitzer mit mehr als 5 bewohnten Schwalbennestern habe
ich aufgesucht, ihre Nester gesehen, Gespräche geführt und gefragt, ob
sie an unserer NABU-Aktion teilnehmen und geehrt werden wollen.
Rechtzeitig wurden
alle noch mal schriftlich eingeladen zur Ehrung auf dem Frankenthaler
Bauernmarkt bei dem der NABU Frankenthal einen repräsentativen Stand
aufgebaut hat. Dabei erwies es sich als angenehm, dass keine feste
Uhrzeit angegeben war, sondern die Schwalbenfreunde so erscheinen
konnten, wie es ihnen am besten gepasst hat. Bis auf zwei (Urlaub)
sind alle gekommen und wir hatten reichlich Zeit, mit jedem einzelnen
zu sprechen und uns ihre wirklich informativen Schwalbengeschichten
anzuhören.
So z. B. von aus
dem Nest gefallener Jungschwalbe, die bei gleichaltrigen Jungen im
Nachbardorf einfach wie durch den Briefkastenschlitz ins Nest
geschleust wurde und dort mit gefüttert wurde. Das hat uns sehr
gefreut welch schöne Geschichten uns erzählt wurden.
Höhepunkt war dann
die Ehrung mit Überreichung von Urkunde und Plakette.
Einige nahmen noch
einen Doppelnistkasten für Schwalben mit, oder auch
Höhlenbrüter-Nistkästen, die wir anboten oder andere NABU-Artikel aus
dem NABU-Shop.
Fazit war, einige
hatten weniger Schwalben dieses Jahr, manche genauso viele, andere
sogar mehr. Und alle haben sich besonders über die Plakette gefreut
und befestigen sie gerne am Haus.
Werbewirksam war
auch der RHEINPFALZ-Artikel über diese Aktion, der am Vortag zum
Bauernmarkt erschienen war.
Eine schönes,
erfolgreiches Projekt, das hoffentlich unseren Schwalben hilft mehr
Freunde zu gewinnen.
Monika Kröber, 2.
Vorsitzende NABU-Frankenthal e.V.
Kontakt:
monika.kroeber@nabu-ft.de

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Frischer Wind in der Südpfalz
Seit Anfang September ist die
NABU Regionalstelle Süd in Landau wieder besetzt. Carmen Schauroth,
die neue Leiterin, ist bereits seit vielen Jahren im Naturschutz
aktiv. Die Diplom-Umweltwissenschaftlerin hat 5 Jahre als
Bildungsreferentin für die NAJU in Essen und Mülheim gearbeitet und
dort neben der Umweltbildung für Kinder und Jugendliche verschiedene
Naturschutzprojekte betreut. In der neuen Region gefällt es ihr sehr
gut - kein Wunder, zeigt sich die Pfalz doch im Herbst von ihrer
schönsten Seite. Ab sofort wird sie elf NABU Gruppen mit Rat und Tat
unterstützen und steht als Ansprechpartnerin im Naturschutzzentrum
Hirtenhaus in allen Fragen des Naturschutzes zur Verfügung.
Zwei FÖJ-Teilnehmerinnen sind
im September ebenfalls neu ins Hirtenhaus eingezogen. Julia Weidner
und Nina Ruckteschler haben direkt an ihrem ersten Arbeitstag mit der
Weinlese im NABU-Weinberg begonnen. Ein Jahr lang werden die beiden in
der Biotoppflege und in der Umweltbildung eingesetzt.

v.l.n.r.
Julia Weidner, Nina Ruckteschler, Carmen Schauroth
(Foto: Werner
Kern)

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76829 Landau i.d. Pfalz
Tel. 06341/31628
Fax: 06341/3526
e-mail:
Kontakt
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NABU Südpfalz
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Sparkasse SÜW
Kto. 35 120 047
BLZ 548 500 10
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VR Bank Südpfalz
Kto. 33 077 43
BLZ 548 625 00 |

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