|
Gutes tun und darüber reden
-
Natur vermitteln, informieren und
aufklären
ist unser Ziel
________________________________________________
Beobachter gut zu sehen,
während sich über ihnen vor allem die winzigen
Zwergfledermäuse zeigen.
Auch die Stimmen der wendigen Flieger lassen sich mit etwas Erfahrung
im Detektor unterscheiden. Während die Rufe der Wasserfledermäuse fast
an Gezwitscher erinnern, klingen die Stimmen der Zwergfledermaus eher
tropfen- und perlenartig.
Zum Abschluss wird die Gefährdung der Fledermäuse angesprochen. Da die
Suche nach Quartieren für die Tiere immer schwerer wird, geben Inga
und Marcel Tipps: „Enge Spalten hinter Brettern, die man ganz einfach
an der Hauswand anbringen kann, helfen zum Beispiel den
Zwergfledermäusen." Tatsächlich entdecken manche überraschte
Hausbewohner, dass sich die Zwerge unter den Fledermäusen hinter
Wandverkleidungen, Fensterläden, Holzverschalungen oder in
Rollladenkästen einfinden.
Die nützlichen Insektenjäger leiden aber auch am starken Rückgang
ihrer Beutetiere, verursacht durch den Einsatz von Insektengiften in
Landwirtschaft und Gärten. Marcel hat für die Kinder und Eltern
deshalb einen guten Rat: „Mit Nachtblühern wie der Nachtkerze kann man
nachts Falter und Käfer in seinen Garten locken. Wenn die Insekten
Nahrung finden, hilft man auch den Insektenfressern." (lad) nils
erklärt

________________________________________________
Landau Die Natur erklären
Naturschutzbund bildet
„Wassertrainer" aus
Ab Oktober bietet die Nabu Regionalstelle Süd wieder eine
Wassertrainer-Ausbildung an. Gesucht werden naturverbundene Menschen
ab 50 Jahren, die mit Kindern die Natur erkunden wollen. In sieben
halbtägigen Workshops lernen die Teilnehmer, wie sie mit Spielen,
Aktionen, Basteleien und Experimenten Kindern das Element Wasser näher
bringen können.
„Dabei geht es nicht um trockene Wissensvermittlung, sondern vielmehr
darum, spielerisch die Freude und das Interesse an der Natur zu
wecken", erläutert Carmen Schauroth, Leiterin des
Fortbildungsprojektes. Vorkenntnisse sind deshalb nicht erforderlich.
Auch wer im Berufsleben nicht mit Pädagogik in Berührung kam, erhält
in den Nabu-Lehrgängen das notwendige Handwerkszeug. Methoden und
Praxistipps geben die Umweltpädagogen des Nabu mit auf den Weg.
Angesprochen werden in dem generationenübergreifenden Projekt Menschen
in der nachberuflichen Phase, die Zeit für ein Ehrenamt mitbringen.
Betätigungsfelder für die Wassertrainer gibt es viele: Als Bachpaten,
in Schul-AGs oder NABU-Kindergruppen. Die Ausbildung wird gefördert
vom Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz
Rheinland-Pfalz. Für die Teilnehmer ist sie kostenlos. Rund 25
Absolventen des vergangenen Lehrgangs sind landesweit bereits aktiv.
Kontakt
Ausbildung Wassertrainer Pfalz: Nabu Regionalstelle Süd,
Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstraße 21, 06341 - 31628,
nabu.sued@nabu-rlp.de (red)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.194
Datum: Montag, den 23. August 2010
Seite: Nr.22
"Deep-Link"-Referenznummer: '6685058'

________________________________________________
Fledermäuse basteln
Nils berichtet: Fest für Kinder im
Maudacher Bruch
Sind Fledermäuse wirklich kleine Vampire, die Blut saugen? Wenn ihr
euch für die fliegenden Tierchen interessiert, gibt es am Samstag, 28.
August, im Maudacher Bruch genau die richtige Aktion für euch: Der
Naturschutzbund lädt Eltern und Kinder ab 14 Uhr auf einer Wiese am
Friesenheimer Weg zu einem Fledermausfest ein. Der Weg dorthin ist
ausgeschildert.
An dem Tag erfahrt ihr alles, was ihr schon immer über Fledermäuse
wissen wollt. Wo sie leben, was sie fressen und natürlich auch, wie
sie es schaffen, sich im Dunkeln zurechtzufinden, ohne sich dauernd
den Kopf anzuhauen. Es gibt ganz viele Spiele, die mit den Tieren zu
tun haben, ihr könnt auch basteln oder an der großen Fledermausrallye
teilnehmen. Bei der erfahrt ihr nämlich an verschiedenen Stationen
einiges Interessantes über Fledermäuse.
Ähnliche Feste werden übrigens in 30 anderen europäischen Ländern
außer Deutschland angeboten. Denn in der Nacht von 28. auf 29. August
ist die „Europäische Fledermausnacht". Das heißt, dass sich überall in
Europa große und kleine Naturfreunde mit Fledermäusen beschäftigen. (unn)
Noch Fragen?
Infos und Anmeldung
unter Telefon 0176/82097904 oder per E-Mail an
ludwigshafen@nabu-rlp.de.

________________________________________________
Gefräßiger Laufkäfer
fördert Bio-Winzer
Artenschutz in der
Landwirtschaft: Ludwig Seiler ist Großhotelier für Wildbienen, bietet
aber auch anderen Arten Unterschlupf
Von Stefan Tresch
Weyher. Für den
Bio-Winzer Ludwig Seiler ist seine Arbeit im Einklang mit der Natur
Passion. Er ist über seine eigentliche Arbeit hinaus engagiert im
Artenschutz. Mitglieder des Naturschutzbundes Südpfalz und Marktplatz
regional besuchten Seiler auf seinem Hof.
„Für mich ist das ein
Stück Lebensqualität. Der ökologische Weinbau schmälert auch nicht
meine Ernte. Meine Böden sind gut." Gebannt sind die Gäste nicht nur
von dem herrlichen Blick über das Rebenmeer und die Rheinebene von
Seilers Terrasse aus, sondern ebenso vom profunden Wissen des Winzers,
das er sich im Laufe der Zeit angeeignet hat. „Ich bin Mitglied in
vielen Naturschutzverbänden, habe viel gelesen und mich mit anderen
ausgetauscht", erklärt der Winzer.
Auf acht Hektar
Weinbergen baut der Winzer 15 Rebsorten an - „die klassische
Weinpalette", wie er selbst sagt. Er verkauft privat, liefert an
Bioläden und Restaurants. 2007 ist Ludwig Seiler vom damaligen
Bundesumweltminister Siegmar Gabriel mit dem „Förderpreis
Naturschutzhöfe" ausgezeichnet worden.
„Im Alter von fünf
Jahren habe ich im Weinberg beobachtet, wie ein Laufkäfer eine
Schmetterlingslarve gefressen hat. Seitdem hat mich die Natur nicht
mehr losgelassen", sagt Seiler. Dies sei auch der Hauptgrund für die
Umstellung des Hofes auf die Biowirtschaft gewesen, nachdem er ihn von
seinem Vater übernommen hatte. Gleich von der Terrasse aus sind die
ersten Nistplätze von tierischen Mitbewohnern des Hofes zu sehen. Ein
Turmfalke und eine Schleiereule hätten in einem Jahr schon gemeinsam
unter dem Giebel gebrütet - bei getrennten Eingängen zu ihren
Brutstätten natürlich.
Seiler besitzt eine
alte Scheune, die noch mit dem früher beim Bau an der Haardt
üblicherweise eingesetzten weichen Mörtel errichtet wurde. Ein idealer
Unterschlupf für Wildbienen und einen in diesen Höhlen parasitierenden
Ölkäfer. Mit Geschick holt Seiler einen solchen Käfer aus der
Bienenröhre und führt ihn den Gästen vor. Danach wird er wieder in
seine Höhle einquartiert. Rauch- und Mehlschwalben bauen in der
halboffenen Scheune ebenfalls ihre Nester. Vielerorts seien diese
Scheunen abgerissen beziehungsweise die Fugen mit Zement ausgebessert
worden. Seiler will seine Scheune jedoch so erhalten, wie sie ist. An
der Sandsteinmauer weist der Winzer auf ein Wespennest hin, an dem
Unkundige vorbeigegangen wären, weil sie es vielleicht für einen
Steineinschluss gehalten hätten. Gut vorbereitet war der Winzer: Der
für Regenwetter als Schauobjekt vorgesehene Goldkäfer, ein Rosenkäfer,
den Ludwig Seiler wenige Tage zuvor tot im Hof fand, hat er schön
abgestaubt und mit Essigwasser gereinigt, damit er ja schön glänzt.
Und wie Tonkrügchen aussehende Gebilde mit Spinnenbeigaben werden von
ihm ebenfalls als Wespengelege vorgestellt.
Ab geht es in die
Weinberge, vorbei an einer großen, rund 200 Jahre alten Trockenmauer
(auf einem der Steine ist die Jahreszahl 1810 zu finden), die den Hof
einfriedet. „Beim Anbau habe ich Wert darauf gelegt, dass sie erhalten
bleibt", erklärt Seiler. Bewohner der Ritzen sind unter anderem
Kornnatter oder Blindschleiche. Am Fuß der Mauer wächst eine
Kermesbeere, die früher zum Färben von Lebenmitteln benutzt wurde und
bei höherem Genuss auch abführend wirke, erklärt Seiler. Rund 30
verschiedene Wildsträuchersorten bilden an der Grenze des Grundstückes
eine Hecke.
In seinen Weinbergen
hat Seiler ein eigenes Bodenpflegesystem entwickelt, das ebenfalls der
Artenvielfalt Rechnung trägt. Zwischen den Rebzeilen sät er in einem
bestimmten Rhythmus im August unter anderem Winterroggen und
Winterwicken aus. Diese Grünsaat wird im kommenden Frühjahr dann
niederwalzt, aber nicht gehäckselt. Diese Pflanzen bilden dann einen
groben Mulchteppich, der die Feuchtigkeit im Boden hält, Erosion
verhindert und als Nahrung für Lebenwesen wie Regenwürmer dient. Der
August sei zur Aussaat ideal, da jetzt die Rebe voll entwickelt, der
Wasserbedarf nicht mehr so hoch sei, somit die Pflanzen nicht in
Konkurrenz zueinander stünden. In anderen Rebzeilen wiederum lässt der
Winzer die spontane Weinbergsvegetation zu. Eilig eilt er - es wird
schon langsam dunkel - zwischen die Reben, um den Gästen auch noch die
Weinbergs-Ringelblume zu zeigen. Sie blüht zur Lesezeit und erfreut
auch die Erntehelfer - die bei Seiler alles mit der Hand lesen. Quasi
als Markenzeichen schmückt jede Rebzeile am Eingang ein Bienenhotel
aus eigener Herstellung. Bereits 500 dieser Behausungen habe er in den
Weinbergen verteilt, erzählt Ludwig Seiler. Gespritzt werde in seinen
Weinbergen nur mit Backpulver, Gesteinsmehl, Seife und Schwefel, alles
gegen den Mehltau. „Auf die in jüngster Zeit umstrittenen
Kupferpräparate kann ich verzichten, weil hier in der Hanglage immer
ein Wind weht." Viele seiner Biokollegen in der Ebene seien dagegen
auf die Kupferpräparate angewiesen, sagt Seiler. Obstwiesen besitzt
der Biowinzer ebenfalls, der auch einzelne Obstbäume in den Weinbergen
pflanzt.
Zum Abschluss des
Rundganges werden zwei tierische Mitarbeiter Seilers besucht, zwei
katalanische Esel. Im Auftrag der Pollichia beweiden sie einen Hang am
Modenbach unter Seilers Aufsicht, dienen auch als vierbeinige
Rasenmäher. Und im Sommer dürfen die beiden zutraulichen Esel Gäste
auf Trekkingtouren im Pfälzerwald begleiten und deren Gepäck tragen.
Zur Sache:
Artenvielfalt erhalten
2010 ist das Jahr der
Biodiversität (Artenvielfalt). Deshalb wolle der Naturschutzbund auf
landwirtschaftliche Betriebe aufmerksam machen, die durch ihre
vorbildliche Wirtschaftsweise zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen.
Damit sollen Verbrauchern und Landwirten mögliche Alternativen zur
industrialisierten Produktion aufgezeigt werden, sagt Carmen
Schauroth, Leiterin der Regionalstelle Süd des Naturschutzbundes
(Nabu) Rheinland-Pfalz, die ihren Sitz im Naturschutzzentrum
Hirtenhaus in Landau-Mörzheim hat.
50 Prozent der
Gesamtfläche Deutschlands würden landwirtschaftlich genutzt, somit
nehme die Landwirtschaft starken Einfluss auf die Natur. Jedoch
stünden 60 Prozent der Feldvögel in Deutschland auf der Roten Liste
für bedrohte Tierarten. Eine vom Nabu vorgelegte Studie zeige, dass
die intensive Landwirtschaft eine der Hauptursachen für diese
Entwicklung sei. Die biologische Vielfalt könne aber nicht alleine in
Schutzgebieten gewährleistet werden. Jeder landwirtschaftliche Betrieb
könne durch einfache Maßnahmen wichtige Beiträge zur Artenvielfalt
leisten. (nt)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.190
Datum: Mittwoch, den 18. August 2010
Seite: Nr.35
"Deep-Link"-Referenznummer: '6689799'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

________________________________________________
Mit den Ohren „sehen"
Nils erklärt: Wie Fledermäuse sich mit
Ultraschall orientieren
Warum können Fledermäuse sogar in
dunkelster Nacht umherfliegen, ohne anzustoßen? Diese Frage hat
Menschen schon vor langer Zeit beschäftigt. Um die Antwort zu finden,
begann Ende des 18. Jahrhunderts Lazzaro Spallanzani, der Bischof von
Padua und Naturforscher war, zu experimentieren. Er stellte fest: Es
kann nichts mit ihrer Sehkraft zu tun haben, dass Fledermäuse sich
auch ganz ohne Licht so gut orientieren können.
Bei Versuchen entdeckte Spallanzani
Erstaunliches: Blinde Fledermäuse waren ebenso in der Lage,
erfolgreich zu jagen und Hindernisse geschickt zu umfliegen, wie Tiere
mit gesunden Augen. Doch sie konnten es nicht, als er ihnen die Ohren
verschloss. Der Bischof fragte sich deshalb: Kann man mit den Ohren
sehen? Doch er schaffte es nicht mehr, dies zu klären. Das gelang erst
1930 dem Studenten Donald Griffin und dem Physiker G. W. Priece. Sie
entdeckten die Ultraschall-Echoortung der Fledermäuse.

Jagende
Fransenfledermaus (Foto: Gerhard Maescher)
Ultraschall ist für menschliche Ohren nicht wahrnehmbar, er liegt in
einem zu hohen Frequenzbereich. Fledermäuse geben solche Töne ab.
Sobald dieser Schall auf etwas stößt, kommt er wie ein Echo zurück,
erklärt Carmen Schauroth vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in
Landau. „Anhand des Geräusches machen sich die Tiere im Kopf ein Bild
von der Umgebung." Ohne etwas zu sehen, erkennen sie so blitzschnell
zum Beispiel, dass da ein Baum ist, denn sie umfliegen müssen. Oder
eine Motte zum Fressen. Durch ein Gerät ist es inzwischen möglich, die
Rufe der Fledermäuse umzuwandeln in für Menschen hörbare Laute.
Nabu-Leute führen den „Bat-Detektor" in diesem Monat anlässlich der
14. Europäischen Fledermausnacht vor. (rö)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.185
Datum: Donnerstag, den 12. August 2010
Seite: Nr.12
"Deep-Link"-Referenznummer: '6682576'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

________________________________________________
Naturkunde aus dem
Vogelnest
ELMSTEIN: An der Wand
der Heinrich-Weintz-Schule junge Mauersegler geschlüpft -
Naturschutzbund hat Nistplatz ausgewählt
Der Naturschutzbund
(Nabu) Rheinland-Pfalz, Ortsgruppe Neustadt, hat 2008 in Kooperation
mit der Heinrich-Weintz-Schule Elmstein einen Nistplatz zur Ansiedlung
von Mauerseglern ausgewählt. Zwei Jahre vergingen, bis in dem Nest
Mauersegler auszumachen waren. Jetzt ist es angenommen, zwei Jungvögel
sind geschlüpft.
Mauersegler stellen ja
einige Ansprüche an die Platzauswahl ihrer Nester. Sie sollten sich
bei freier Anflugschneise in einer Höhe von vier bis fünf Metern,
nicht auf einer Südseite befinden. Robert Herter, Hausmeister der
Heinrich-Weintz-Schule hat nach den Anweisungen des Nabu, die für
diese Vogelart entsprechenden Gelegenheiten geschaffen. Da ist der
Standort an einer ruhigen Außenwand der Schule, um den Kindern die
Gelegenheit zu einem realistischen Einblick in die „Kinderstube"
dieser Vögel zu bieten. Martin Grund vom Nabu stellte die technischen
Hilfsgeräte zur Verfügung: CD mit Vogelstimmen zum Anlocken der Vögel,
Infrarotkamera und Mikrofon zum Beobachten der Mauersegler im Nest an
einem Monitor im Schulgebäude.
In diesem Jahr waren
nun in dem Nest Mauersegler auszumachen. Die Schüler konnten zwei
geschlüpfte Jungvögel bei der Entwicklung und Fütterung beobachten.
Schulleiter Luitpold Zwing hält dieses Projekt für eine wertvolle
Ergänzung des Sachkundeunterrichts.
Im Allgemeinen kennt
man ohne besondere Unterweisung kaum den Unterschied zwischen
Schwalben und Mauerseglern, obwohl der ganz enorm ist. Vor etwa 50 bis
60 Jahren waren in der Gemeinde Elmstein mit ihren Annexen Schwalben
noch Alltag. Damals noch vorhandene Misthaufen und offene Abwässer in
den Straßen zogen Fliegen an und boten so den Vögeln reich gedeckten
Tisch. Auch Material zum Nestbau war in Hülle und Fülle zu finden. Bei
der Kanalisation und der fortschreitenden Renovierung der älteren
Häuser wurden Nahrung für die Vögel und Baumaterial für die
Schwalbennester, die früher zum Ortsbild gehörten, Mangelware.
Nun wird, unter
anderem durch die Aufklärung des Nabu, offenbar, dass der Mauersegler
trotz seiner Ähnlichkeit mit der Schwalbe ein anderer Vogeltyp ist. Er
ist deutlich größer und legt ein anderes Flugverhalten als die
Europäische Schwalbe an den Tag. Seine Füße mit den vier Zehen sind so
gewachsen, dass sie ihm das Anhängen an eine raue Mauer gestatten,
aber der Aufenthalt auf Leitungsdrähten oder Baumästen ist nicht
möglich. Nahrungs-, Getränkeaufnahme erledigt der Segler im Flug, er
schläft sogar beim Fliegen.
In dem Nest an der
Elmsteiner Schule kann nun darauf gewartet werden, wann diese
Jungvögel flügge sind und ihre Jungfernflüge starten. Nistplätze für
Mauersegler sind vermutlich an der Burg oder dem Kirchturm der
evangelischen Kirche in Elmstein. An einem schönen sonnigen Morgen war
kürzlich beim Aufenthalt am „Alten Turm" in Appenthal zu sehen, dass
dieses hohe Gebäude, Turm der ehemaligen Kirche, von vielen Vögeln,
ohne Zweifel Mauerseglern, umflogen wurde, die in der oberen Turmwand
ihre Nester haben. Es war zu beobachten, wie sie sich bei den
Mauerlöchern außen an den Steinen festkrallten und ihre Brut im
Inneren fütterten. Die Nester der Vögel waren 1988 bei der großen
Generalrenovierung des Turmes eines der Probleme, aber die
Wiederbesiedlung hat anscheinend geklappt. (fhx)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.171
Datum: Dienstag, den 27. Juli 2010
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '6630218'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

________________________________________________
Landau Birkweiler Alle
Vöglein sind schon da
Birkweiler: 2008 hat
der Naturschutzbund (Nabu) Südpfalz das Projekt „Schwalben willkommen"
aus der Taufe gehoben. Einer der eifrigsten Mitstreiter ist Manfred
Brentzel aus Birkweiler, der 24 Nester an seinem Haus befestigt hat.
Um die 200 Mehlschwalben flattern ihm täglich um die Ohren.
So strahlend weiß wie die Zweibrücker Albino-Schwalbe (wir berichteten
am Dienstag auf
Seite 1 ) sind Manfred Brentzels Exemplare zwar nicht, trotzdem
ist er mächtig von seinen gefiederten Mitbewohnern begeistert. „Ich
finde es einfach faszinierend, wie so kleine Vögel mit nur rund 20
Gramm Gewicht solch weiten Strecken fliegen können und dann punktgenau
in ihrer alten Heimat wieder erscheinen."
„Seine" Schwalben sind seit 7. April wieder zurück aus dem Süden und
haben ihre 24 Nester in der Birkweilerer Heimat bezogen. Ganz genau
sind die Termine der vergangenen Jahre im Kalender vermerkt - direkt
neben denen der Igel, die der 71-jährige Tierfreund jedes Jahr durch
den Winter bringt. „Wenn die Schwalben im Frühjahr kommen, gibt es
schon ganz schönes Gehändle um die Nester", erzählt er. Die ältesten
Behausungen seien die begehrtesten. Und schon zischt wieder ein
Dutzend winziger Flugkünstler über unsere Köpfe. „Wenn die gen Süden
fliegen, ist hier richtig Highlife."
„Die sind brutal. Wenn ein Junges noch nicht fliegen kann, lassen sie
es dann einfach zurück." Das nehme ihn dann schon mit. Wenn man drei
Tage lang noch verzweifeltes Zwitschern aus den Nestern höre und am
vierten Tag dann nicht mehr. Aber so sei nun mal die Natur.
Der Blick geht über den großen Innenhof, in dem sich auch 35
Schildkröten tummeln, hinauf zum Dach seiner Heimwerkstatt. Dort
hängen fein säuberlich nebeneinander gereiht 24 Halbkugeln. Alles
Kunstnester, die letzten zwei sogar selbstgebaut. Schaum auf eine
Netzform spritzen, festigen lassen und dann Beton drüber - so
funktioniert das. Woher er das weiß? Ob er viele Bücher über Schwalben
gelesen haben? „Ach nein, ich mache das frei nach Schnauze. Ich bin
doch Handwerker."
Dann gewährt er einen Blick in seine Werkstatt, wo gerade noch ein
Nesterpaar auf seinen Bestimmungsort wartet. Nicht größer als eine
gewölbte Männerhand ist solch ein Unterschlupf, das Einfluglöchchen
winzig. Im Inneren wird es dann richtig rappelvoll: Mama, Papa und die
Jungen. Das können durchaus sechs Jungvögel sein, denn Schwalben
brüten zweimal im Jahr. So sausen ihm im Herbst wohl um die 200
Mehlschwalben über den Hof.
Ja, über Nachfragemangel kann er sich nicht beklagen. „Wenn ich noch
mehr Nester anbringen würde, wären die auch alle voll." Und das obwohl
Kunstnester meist nicht so gut von den Vögeln angenommen werden. Auf
die günstige Einflugschneise führt er seinen Erfolg zurück und auf die
gute Pflege der Nester. Denn was das angeht, sind die kleinen Flieger
sehr reinlich. Selbst können sie ihr Nest nicht sauber machen und wenn
es kein anderer tut, benutzen sie es einfach nicht mehr. Also steigt
Manfred Brentzel jeden Herbst auf eine Leiter, hängt die Nester ab,
reinigt sie von Parasiten, kocht sie danach ab und bestückt sie mit
neuen Nistmaterial. Und das seit nunmehr 20 Jahren. Mit einem Nest hat
es angefangen und dann wurden es von Jahr zu Jahr mehr.
Zurzeit müssen die kleinen Flugakrobaten aber auf der Hut sein. „Ein
Marder hat mir vor zwei Wochen ein komplettes Nest runtergerissen",
berichtet er. Die ganze Brut aufgefressen. Deswegen liegt jetzt Draht
auf dem Balkon unter den Nestern aus - ein Tipp vom Nabu.
Ach ja, und dann natürlich noch der kleine Haken an der glücklichen
Geschichte des Schwalbenvaters: Die Vögelchen machen ihrem Ruf als
Fassadenbeschmutzer alle Ehre. „Die kacken mir alles voll." Jedes Jahr
muss Brentzel deswegen die Hauswand neu streichen. „Aber sie
entschädigen einen ja auch. Wenn sie sich im Herbst alle sammeln, um
fortzufliegen und dann im Frühjahr zu mir wiederkommen." (höj)
Nabu-Kampagne
„Schwalben willkommen"
Sie gelten als
Glücksbringer, aber auch als Fassadenbeschmutzer. Deswegen sind
Schwalben nicht überall beliebt. Laut Naturschutzbund (Nabu) gingen
die Bestände in den 1990er-Jahren um 50 Prozent zurück. Mittlerweile
hätten sie sich wieder etwas erholt. Allerdingss sieht es dieses Jahr
nicht gut aus. Der lange Winter, das nasse Frühjahr und das schlechte
Obst hätte den kleinen Vögelchen zugesetzt, so Werner Kern,
Vorsitzender der Nabu-Gruppe Landau in der Nabu Regionalstelle Süd.
Deswegen hat der Nabu 2008 das Projekt „Schwalben willkommen" ins
Leben gerufen, das diejenigen unterstützt, die Schwalbennester an
ihren Häusern tolerieren. Fast 700 Hausbesitzer aus der Südpfalz sind
mittlerweile daran beteiligt und mehrere Hundert Kunstnester habe der
Nabu an diese vergeben. Rund 100 weitere sind gegen eine kleine Spende
noch beim Nabu erhältlich.
Im vergangenen Jahr wurde auch Manfred Brentzel mit einer Urkunde und
einer Plakette des Nabu für seine Schwalbenliebe ausgezeichnet. Nach
den Kenntnissen Werner Kerns hat er die größte Mehlschwalbenkolonie
mit Kunstnestern des Kreises SÜW. (höj)
Info
Nabu Regionalstelle Süd, Brühlstr. 21, Landau, Telefon 06341 31628,
E-Mail:
nabu.sued@nabu-rlp.de.
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.167
Datum: Donnerstag, den 22. Juli 2010
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '6616377'

________________________________________________
Naturerlebnis für Kinder
Göcklingen: Naturschutzbund
veranstaltet am Kaiserbach Brünneltreffen
Es ist schon eine Tradition, das
Brünneltreffen von Naturschutzbund Landau-Land am Göcklinger
Kaiserbach. Der Naturerlebnis-Nachmittag für Kinder stand diesmal
unter dem Motto „Wasser ist Leben" - und sorgte bei den
hochsommerlichen Temperaturen für eine willkommene Abkühlung.
Bewaffnet mit Becherlupen und Keschern
untersuchten Kinder aus den umliegenden Orten bei einer Wassersafari
den Kaiserbach und die Umgebung des Brünnels. Dabei konnten sie
kleinste Wasserlebewesen wie Bachflohkrebse und Zuckmückenlarven
beobachten.
Eine
Solardusche zeigte, wie allein durch die Kraft der Sonne kaltes Wasser
erhitzt wird. Gerhard Wisser von der Nabu-Gruppe Landau-Land und
Carmen Schauroth, Leiterin der Nabu-Regionalstelle Süd, hatten
verschiedene Naturerlebnis-Spiele vorbereitet.

(Foto: Carmen Schauroth)
So
galt es in einer Team-Staffel den Inhalt von einem Eimer Wasser mit
einem Schwamm so schnell wie möglich von A nach B zu
transportieren, ohne einen Tropfen zu verlieren.
Später konnten die Kinder bei einer Verlosung Preise rund um die Natur
gewinnen, so Bestimmungsbücher und Nistkästen. Gegen Abend fanden sich
zunehmend mehr Erwachsene ein, die das Brünneltreffen als Gelegenheit
für ein gemütliches Beisammensein nutzten und beim Aufgehen des Mondes
die zauberhafte Stimmung auf der Wiese am „Brünnel" genossen. (red)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.159
Datum: Dienstag, den 13. Juli 2010
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '6588869'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

________________________________________________
Wo Malve und Natternkopf
blühen
FORST: Auf den Spuren heimischer
Kräuter und Wildblumen im Bruch
Von Sigrid Ladwig
Im Forster Bruch blühen am Wegrand
Wildblumen wie Malve, Kamille und Natternkopf. Das Wissen um die
Wirkung heimischer Kräuter stand bei einer Exkursion ins Forster Bruch
im Mittelpunkt: Dazu hatten die Naturschutzorganisationen BUND und
Nabu eingeladen.
„Viele Anwendungen mit Hilfe von
Pflanzen entstanden aus der Not", erklärte Renate Bremicker, die
zusammen mit dem Nabu-Vorsitzenden Nicolas Bachmann die Exkursion
leitete. Seit ihrer Jugend beschäftigt sich die Wachenheimerin mit
Kräutern. Ihr Wissen um deren Heilwirkung wendet sie in ihrer
Naturheilpraxis an, außerdem leitet sie Kräuter-Führungen durch die
Umgebung.
Am Bahndamm entlang wanderte die Gruppe
von Wachenheim ins Forster Bruch, während sie am Wegrand blühende
Wildblumen wie Malve, Kamille und Natternkopf sah. Dass die Art der
Anwendung oft an der äußeren Erscheinung einer Pflanze festgemacht
wurde, dafür ist der Natternkopf ein Beispiel. „Früher galt er als
Heilmittel gegen Schlangenbisse, zumal seine Blüten etwas an
Schlangenköpfe erinnern", sagte Renate Bremicker.
Seit die pflanzlichen Heilmittel durch
chemisch-synthetische Medikamente verdrängt wurden, sind sie vielfach
in Vergessenheit geraten. Auch die Geschichten, die sich in früheren
Zeiten um sie rankten, kennen nur noch wenige Menschen. Die Teilnehmer
erfuhren Interessantes über die jahrhundertelange Nutzung der
Pflanzen: So wurden früher aus den Fasern der Brennnessel, die
zugleich eine unserer ältesten Heilpflanzen ist, Gewebe hergestellt.
„Aus den alten, trockenen Stielen der
Waldrebe drehte man Zigaretten, und aus den Wurzeln der Wegwarte wurde
Kaffee-Ersatz hergestellt", sagte Renate Bremicker. Über die
Verwendung des in allen Teilen essbaren Wiesenbocksbartes berichtete
die Kräuterexpertin, dass seine Pfahlwurzel einst als Delikatesse
galt. Die Wanderer sahen diese Pflanze bereits verblüht, wobei sie
jedoch besonders schön aussieht: Dann stehen ihre Früchte in einer
dichten Kugel aus haarig verwebten Fallschirmchen. Während Renate
Bremicker an vielen Wingertwegen feststellte, dass es um die
Artenvielfalt weniger gut bestellt ist, standen im Naturschutzgebiet
Forster Bruch zahlreiche Wildkräuter in sommerlicher Blüte. Hier
fördert die Nabu-Ortsgruppe Wachenheim-Deidesheim auf 20 Hektar eine
vielfältige Wiesenlandschaft, wie Vorsitzender Nicolas Bachmann
erläuterte.
Wo nicht gespritzt und nur wenig
gedüngt wird, locken zahlreiche Blüten Insekten an. So sahen die
Wanderer als wertvollen Nektarspender den Blutweiderich, der feuchte
Standorte besiedelt. Am duftenden Mädesüß entdeckten sie neben Bienen
sogar Käfer als Bestäuber. Auch Falter wie das Tagpfauenauge bekamen
sie zu Gesicht. Der schwarzweiß gemusterte Schachbrettfalter, der
mehrfach umherflatterte, braucht ungemähte ältere Gräser für die
Ablage seiner Eier und kommt im Forster Bruch noch zahlreich vor.
Kurz
vor Deidesheim führte die Exkursion an Trockenmauern und Steinhaufen
vorbei: Dort findet der seltene Steinschmätzer Brutmöglichkeiten.
Dieser Singvogel bewohnt offenes Gelände und brütet dank zahlreicher
Brutangebote wieder häufiger in unserem Raum.
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.160
Datum: Mittwoch, den 14. Juli 2010
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '6595067'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

________________________________________________
Umweltbildung statt Blumen
Seinen 60.
Geburtstag, den der langjährige Landauer Grünen-Politiker Hans-Jürgen
Büssow kürzlich feierte, nutzte er für ein gutes Werk an der Jugend
und der Natur. Er verzichtete auf Geschenke und bat um Spenden für ein
Umweltbildungsprojekt des Naturschutzbundes Landau, das Umweltdiplom
für Kinder. 2245 Euro kamen zusammen. Werner Kern, Vorsitzender des
Naturschutzverbandes, bedankte sich für diese Geste: „Ich freue mich,
dass wir mit dem Geld ein erfolgreiches Projekt weiterführen und den
Kindern in Landau die Natur näher bringen können." In jährlich über 20
Veranstaltungen, Seminaren und Workshops erforschen und erleben die
jungen Teilnehmer die Natur. (red)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.160
Datum: Mittwoch, den 14. Juli 2010
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '6595113'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

________________________________________________
Getreide mitten in LU
Getreideähren
wogten in der vergangenen Woche auf der Grünfläche Ecke Wredestraße
und Heinigstraße in Mitte. Georg Waßmuth von der Ortsgruppe
Ludwigshafen des Naturschutzbundes ( Nabu) erklärt: „Es könnte sich um
Mäusegerste handeln. Diese und Hafer wachsen öfter inner Orts." Die
Mäusegerste stammt aus dem Mittelmeerraum und besiedelt trocken-warme
Standorte. Dorthin gelangen die Samen beispielsweise über Vogelfutter
oder neu ausgestreute Rasenmischungen. Es könnte auch sein, dass sie
in frisch aufgetragener Erde waren, vermutet Waßmuth. Mäusegerste wird
bis zu 50 Zentimeter hoch. Kann sie ausreifen, fallen die Körner zu
Boden. Wenn dann Vögel und Kleintiere nicht alle Samen aufessen,
könnten im nächsten Jahr wieder Getreideähren vor der Hochbrücke
wachsen. (dbö)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.142
Datum: Mittwoch, den 23. Juni 2010
Seite: Nr.43
"Deep-Link"-Referenznummer: '6501539'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

________________________________________________
„Funktioniert wie beim
Aquarium"
Ortstermin: Eine
Wiederbelebung der Wässerwiesenwirtschaft am Speyerbach bei Geinsheim
wäre ein „Quantensprung". Diese Ansicht vertraten Naturschützer bei
einer Exkursion am Sonntag. Sie haben dafür eine neue Möglichkeit
gefunden. Es könnte bald heißen: Schlauch statt Stauwehr.
Von Anke Wanger
Es ist noch früh am
Morgen. Erst allmählich wärmt die aufgehende Sonne die Luft, feucht
und kühl liegt der Morgentau über den Wiesen. Auch wenn man sich in
diesem Moment nicht vorstellen kann, dass es Wiesenflächen nahe der
Haßlocher Fronmühle gibt, die austrocknen können, gibt es dennoch
Sommerzeiten, in denen es nötig wäre, die sandigen Böden für den
Naturschutz gezielt zu wässern. Nur mit sanfter und stetiger
Bewässerung könnten sich dort wieder gefährdete Arten aus Pflanzen-
und Tierwelt ansiedeln, erklären die Organisatoren von der Neustadter
Ortsgruppe des Naturschutzbundes ( Nabu). Ein dauerhaftes Gastspiel
zum Beispiel der Helm-Azurjungfer, einer Libellenart auf der roten
Liste - das wäre ihr Traum.
Das Wasser soll sich
im Geinsheimer Naturschutzgebiet Lochbusch-Königswiesen ab der
Fronmühle in jahrhundertealten Bewässerungsgräben verteilen. Die
stellenweise vorhandenen Wehre dürften jedoch laut Neustadter
Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd nicht zum Aufstauen des
Speyerbachs verwendet werden, berichtet der Nabu-Vorsitzende Martin
Grund. Es muss deshalb eine andere Hebelösung her, um das Wasser aus
dem Speyerbach auf die Wiesen zu bringen. Der Durchbruch sei nach
Jahren zähen Ringens gelungen, so die Vorsitzenden Grund und Ursel
Mosebach am Sonntag vor fast zwei Dutzend Naturschützern. Die SGD
prüfe den Antrag für einen mehrmonatigen Probelauf.
Als Alternative zum
sogenannten Queraufstau haben Grund und seine Mitstreiter eine
Schlauch-Lösung für eine zumindest kleinparzellige Lösung entwickelt.
Neumitglied Ulrich Fischer half dabei mit, weil er Vermessungs-Geräte
von seinem Arbeitgeber leihen konnte. Die anschließenden einjährigen
Messungen von Gelände- und Wasserspiegelhöhen ergaben nämlich, dass
der Bach nahe der Fronmühle dank „einzigartiger Höhensituation" immer
höher liegt als das umliegende Gelände, auch wenn er Niedrigwasser
führt. „Das funktioniert jetzt wie beim Aquarium", vergleicht Grund
seinen Versuchsaufbau am Wiesenrand. Der Schlauch, dessen eines Ende
im Speyerbach hängt, fängt im einige Meter entfernten Graben schnell
an zu tropfen. Mit Heberohr statt Schlauch ließe sich so ohne großen
Aufwand „Geinsheimer Gnadenwasser" entnehmen, sagt Grund. „Nach
Jahrzehnten erstmals wieder Bewässerung im Gelände, das wäre ein
Quantensprung." Es müsse allerdings ein Rohrschacht gebaggert werden,
durch den das Wasser unterirdisch weitergeleitet würde. Anschließend
könne es sich am historischen Wasserverteilungsbauwerk über die vielen
„Bypass-Gräben" über mindestens sieben Kilometer flächig verteilen, so
die Vorstellung. „Glücklicherweise" gehöre der Geländestreifen in
Gänze der öffentlichen Hand.
Das mögliche System
sei, einmal eingerichtet, weitgehend „wartungsfrei und narrensicher",
meint Grund. Der Natur-Experte träumt schon von einer Wiederbelebung
der Geinsheimer Wiesengenossenschaft und einem „Geinsheimer
Wiesentag".
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.141
Datum: Dienstag, den 22. Juni 2010
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '6504959'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

________________________________________________
Kindergeburtstage:
Nabu lädt ein
Unter dem Motto „Die
Natur hat das ganze Jahr geöffnet - auch für deinen Geburtstag" bietet
die Gruppe Landau des Naturschutzbundes ( Nabu) zu allen Jahreszeiten
Kindergeburtstage an.
„Ob als Ameise auf der
Wiese, als Indianer durch die Wildnis oder auf der Suche nach dem
geheimnisvollen Schatz im Wald, für Kinder ist es ein großes Geschenk,
sich selbst als Teil der Natur zu begreifen", wirb Ulrike van der
Bloemen, Umweltpädagogin beim Nabu, für das Angebot. Gedacht ist es
für Geburtstagkinder ab fünf Jahren, die mit bis zu zehn Freunden auf
den Nabu-Streuobstwiesen rund um das Naturschutentrum Hirtenhaus in
Mörzheim feiern möchten.
Info
Infos, Termine und
Preise bei der Nabu-Regionalstelle Süd: Telefon 06341 31628 oder www. NABU-RLP-Sued.de.
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.141
Datum: Dienstag, den 22. Juni 2010
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '6334653'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

________________________________________________
Jungvögel: Nicht mit nach Hause nehmen
Kreis Germersheim.
Beim Naturschutzbund
( NABU) häufen sich Anrufe von Vogelfreunden, die sich um vermeintlich
verlassene Jungvögel sorgen. Das teilte Carmen Schauroth, Leiterin des
NABU Südpfalz mit. Sie warnt davor, sich zu schnell eines Jungtiers
anzunehmen oder es gar mitzunehmen.
Die Jungen der
meisten Vögel sind flügge, sobald sie ihr Federkleid besitzen. Bevor
sie fliegen können verbringen sie noch einige Zeit bei ihrem Nest. In
dieser Phase werden sie weiterhin von den Altvögeln versorgt. Deshalb
sollten sich Vogelfreunde nur dann eines Jungtieres annehmen, wenn es
direkt gefährdet ist, also etwa an einer viel befahrenen Straße sitzt.
Dann kann es vorsichtig umgesetzt werden - aber so, dass seine Eltern
weiter die Bettelrufe hören können und den Kontakt nicht verlieren. So
genannte Nestflüchtlinge haben außerhalb des Nestes im Gebüsch größere
Überlebenschancen als im Nest, wo sie eher Nesträubern zum Opfer
fallen. Sehr junge, kaum befiederte Vögel, die aus dem Nest gefallen
sind, können zurückgesetzt werden. Sie werden trotz Kontakt mit dem
Menschen weiterhin von den Eltern angenommen. (red)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.136
Datum: Mittwoch, den 16. Juni 2010
Seite: Nr.23
"Deep-Link"-Referenznummer: '6491944'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

________________________________________________
Erste Panorama Kamera im
Pfälzerwald installiert
NEUSTADT (pet). Die
erste „Panorama-Kamera Pfälzerwald" hat jetzt der Neustadter
Naturschutzbund (Nabu) in Kooperation mit dem Deutschen Wetterdienst
und der Stadt Neustadt ins Internet gestellt. „Es handelt sich um die
erste Kamera, die einen so grandiosen Blick auf den Pfälzerwald
bietet", sagt Martin Grund, Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe Neustadt,
der ehrenamtlich mehrere Webcams betreut. Montiert wurde die Kamera
auf dem 500 Meter hoch gelegenen Weinbiet-Aussichtsturm. Jetzt sendet
sie Bilder von der Rheinebene, dem Haardtrand sowie den weitläufigen
Hügeln des Pfälzerwaldes. Zu sehen sind die Aufnahmen auf den
Internetseiten des Nabu unter
www.nabu-nw.de . Versehen sind die Bilder mit Hinweisen auf
bevorstehende naturkundliche Exkursionen. Die Übertragungskosten trägt
der Deutsche Wetterdienst, die Kamera ist eine Dauerleihgabe der Firma
Mobotix in Winnweiler.
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pirmasenser Rundschau
Ausgabe: Nr.135
Datum: Dienstag, den 15. Juni 2010
Seite: Nr.1
"Deep-Link"-Referenznummer: '6483619'

________________________________________________
Ein Leben in der Luft
Mauersegler erledigen fast alles im Flug - Nur zum Brutgeschäft suchen
die faszinierenden Vögel festen Untergrund auf
VON SIGRID LADWIG
Seit jeher gibt die ungebundene Lebensweise der Mauersegler Rätsel
auf. Die extremen Spezialisten sind vollkommen an ein Dasein in der
Luft angepasst: Sie fressen, schlafen und paaren sich sogar im Flug.
Doch die Dauerflieger haben auch mit irdischen Problemen wie
Brutplatzmangel zu kämpfen.
Nur etwa drei Monate bleibt der Mauersegler bei uns. In dieser knappen
Zeit zieht er seinen Nachwuchs auf, bevor es im August wieder ins
südliche Afrika geht. Dort leben die Alt- und Jungvögel als Nomaden
der Lüfte: Wegen der starken Konkurrenz zu afrikanischen Seglerarten
verlegt sich der Mauersegler Tag und Nacht auf ein Dasein am Himmel:
„Indem die Vögel in der Luft übernachten, machen sie sich von
Bodenquartieren unabhängig und erobern einen schier unbegrenzten
Lebensraum", sagt der Neustadter Mauersegler-Experte Martin Grund vom
Naturschutzbund Deutschland.
Auch in unseren Breiten steigen Segler abends weit kreisend und von
warmen Aufwinden getragen in immer höhere Luftschichten auf. Schon vor
Jahrhunderten führten Wissenschaftler diese Beobachtung darauf zurück,
dass die Vögel im Flug schlafen. Skeptiker wandten ein, der
Energieaufwand sei zu hoch, bis Radaruntersuchungen klar belegten,
dass Mauersegler tatsächlich in der Luft nächtigen.
Um Energie zu sparen, schweben sie im Gleitflug, der von wenigen
Flügelschlägen unterbrochen wird. „In unseren Breiten handelt es sich
dabei um nicht brütende Vögel, die in einer durchschnittlichen Höhe
von 2000 Metern nächtigen", erklärt Grund. „Bei starkem Wind lassen
sie sich mitunter weit verfrachten, denn das morgendliche
Zurückfliegen zum Ausgangsort kostet sie weniger Energie, als die
Position zu halten."
Mauersegler werden oft mit Schwalben verwechselt. Trotz äußerlicher
Ähnlichkeit sind beide Arten jedoch nicht verwandt. Während Schwalben
zu den Singvögeln gehören, zählen Mauersegler, die schrille Rufe
ausstoßen, zur Ordnung der Segler (Apodiformes). Typische
Erkennungszeichen sind ihre langen, spitzen und sichelförmigen Flügel
und das fast gänzlich schwarzbraune Federkleid, das bei Männchen und
Weibchen nicht zu unterscheiden ist.
Der wissenschaftliche Name „Apus apus" (der Fußlose) legt die geringe
Bedeutung der kurzen Beine und schwach entwickelten Füße nahe. Nie
sitzen Mauersegler auf Zweigen oder Leitungsdrähten. Sie können sich
aber mit ihren vier nach vorne gerichteten Krallen an senkrechten
Haus- und Felswänden festklammern. Zum Laufen taugen die Füße nur sehr
eingeschränkt, und ein unfreiwillig gelandeter Mauersegler kann nur
von unbewachsener Fläche wieder abheben.
So unbeholfen die Vögel am Boden wirken, so beeindruckend bewegen sie
sich in der Luft. Vom ruhigen Gleitflug mit ausgestreckten Flügeln bis
zum Zirkeln in Hochgeschwindigkeit reichen die Manöver. Alles
absolvieren die Flugkünstler in der Luft, fangen wendig Insekten und
Spinnen, trinken von Wasserflächen und putzen mit raschen
Kopfdrehungen ihr Gefieder. Als schnellste Flugart beschreibt Martin
Grund die rasanten Balzflüge: „Dabei vollziehen die Partner in steilen
Parabeln turbulente Wendungen, durch die enorme Kräfte auf die Flügel
einwirken. Der Beobachter hört das als regelrechtes Flügelrauschen."
Erwiesen sind heute auch die oft beschriebenen Luftkopulationen.
Mauersegler paaren sich also nicht nur in ihrer Bruthöhle. „Die
Vereinigung im Flug erfolgt sehr schnell, sie dauert nur wenige
Sekunden", sagt Martin Grund. Immerhin verlieren die Partner wegen
ausbleibender oder nur vibrierender Flügelschläge an Höhe und müssen
sich im Absinken auffangen, sobald sie wieder getrennt fliegen.
Auch das Nistmaterial sammeln die rastlosen Vögel im Flug, schnappen
dabei leicht fliegende Teilchen wie Federn, Fasern, Halme und Samen
auf. Das spärliche Nest bauen Männchen und Weibchen mit klebrigem
Speichel zusammen. Einzig das Brutgeschäft bindet den Mauersegler an
festen Untergrund. Und hier liegt sein größtes Problem.
Als Kulturfolger
nistet er in hochgelegenen Gebäudenischen, etwa in Hohlräumen unter
Dachrinnen oder hinter verrutschten Ziegeln. Die geselligen
Koloniebrüter sind stark an ihre Nistplätze gebunden und kehren jedes
Jahr zu den gleichen Quartieren zurück. „Im Gegensatz zu Star und
Spatz finden sie sehr schwer neue Brutplätze", sagt Martin Grund, der
immer wieder erlebt, dass langjährige Unterschlüpfe bei Sanierungen
verloren gehen. Oft geschieht dies aus Unwissenheit, obwohl
Mauersegler nicht unauffällig bleiben: Überall dort, wo Paare brüten,
vollführen Quartier suchende Jungsegler ihre Flugspiele und fliegen
vor allem morgens und abends in laut schreienden Gruppen an den
Bruthöhlen vorbei. Von drinnen rufen die Brüter zurück. Martin Grund
sieht darin ein soziales Ritual: „Die jüngeren Tiere merken sich
potenzielle Bruträume für ihre Rückkehr im nächsten Jahr."

________________________________________________
Basteln, bohren, Boot
fahren
Vielfältiges Angebot
auf der städtischen Kinder- und Jugendmeile in der Wallgasse
Es wuselt. Kinder
rennen herum, haben ihre Eltern im Schlepptau und ziehen diese von
Aktion zu Aktion. Mit dem Start des Rheinland-Pfalz-Tages gestern um
15 Uhr hat auch die kommunale Kinder- und Jugendmeile der Stadt
Neustadt in der umgestalteten Wallgasse begonnen.
Nach schwachem Beginn
füllt sich die Meile zusehends. Gegen 17 Uhr ist richtig viel Betrieb
- obwohl die starken Regenfälle der Vortage den Boden stark
aufgeweicht haben. Einige Bereiche mussten morgens mit Vlies und
Rindenmulch abgedeckt werden, anderswo wurde kräftig gepumpt.
„Es war Wunsch des
Landes, dass die beteiligten Kommunen eine Kinder- und Jugendmeile
anbieten", erklärt Marion Walz, Leiterin des Neustadter Jugendamts.
Dieser Wunsch werde auch von ihr geteilt. „Von daher war es kein
Problem, das zu realisieren." Der Standort Wallgasse habe sich
aufgrund des hier beheimateten städtischen Kinderhorts angeboten. Und
der gerade abgeschlossene Umbau mit der Renaturierung des Floßbachs
mache das Gelände „ideal".
Direkt am Anfang der
Meile hat der Kinderschutzbund seinen Stand, an dem die Kinder an
einem Ballonflugwettbewerb teilnehmen können. Am östlichen Ende können
die Besucher bei der Lebenshilfe in einem Bewegungs- und
Rollstuhlparcours das Bedienen von Rollstühlen ausprobieren. Nebenan
bietet die Sprachschule Little Steps 20-minütige Schnupperstunden in
Englisch an.
„Klasse, was hier
alles geboten wird", sagt Stephanie Schmidt, Mutter von zwei Kindern.
Die lassen sich gerade von Mitarbeitern der Kindertagesstätte Mußbach
schminken. Daneben, beim Kreativen Basteltreff Hambach, werden die
Kinder selbst aktiv. „Unsere Windräder kommen immer gut an. Wir haben
aber auch Schiffchen zum Falten", erzählt Betreuerin Martina Saling.
Beim Naturschutzbund
Südpfalz werden Insektenhotels gebaut. Mit Bohrmaschinen und Schrauben
bohren die Kleinen Löcher in Holzstämme, die sie zu Hause befestigen
können. Außerdem dürfen sie dort auf einem Energieerlebnisfahrrad in
die Pedale treten und mit Muskelkraft entweder Licht „anstrampeln"
oder eine Luftpumpe bedienen. „Wir sind gut beschäftigt", sagt Carmen
Schauroth, Leiterin der Regionalstelle Südpfalz. „Wir haben hier total
begeisterte Kinder. Mit ihnen wollen wir auch eine Collage über die
Artenvielfalt erstellen, die Ministerpräsident Beck oder Ministerin
Conrad erhalten soll."
Beim Technischen
Hilfswerk wird ein Wasserspiel aufgebaut. „Mit einem Wasserstrahl
können die Kinder einen Ball durch das Labyrinth schieben", so
Matthias Jacobi, Jugendbetreuer beim Hilfswerk.
Das Programm
Am Samstag und Sonntag
öffnet die Kinder- und Jugendmeile jeweils um 11 Uhr. Die Angebote
enden um 19 Uhr. Heute findet auf dem Floßbach eine Bootsfahrt statt,
die das Christliche Jugenddorf organisiert hat (Einstieg in der
Wallgasse, Ausstieg an der Festwiese).
Sonntags
veranstaltet der TuS Diedesfeld ein Torwandschießen. Außerdem wird
Stockbrot gegrillt. RHEINPFALZ-Maskottchen Nils Nager ist zu Gast. (hofc)

________________________________________________
„Näher an die natürlichen
Verhältnisse"
Naturschutzbund öffnet
Gräben im Ordenswald - Stadt-Auftrag mit dem Ziel, den Wasserhaushalt
in der grünen Lunge zu verbessern
Einsatz im Ordenswald:
Die Neustadter Ortsgruppe des Naturschutzbundes ( Nabu) hat im Auftrag
der Stadt mit Arbeiten am Grabensystem begonnen. Ziel ist die
„Wiedervernässung" des Waldgebiets.
In Verbindungsgräben,
die früher der Entwässerung dienten, in den vergangenen Jahrzehnten
aber nicht mehr genutzt wurden, werden „Durchflusshindernisse
beseitigt", erklärt Klaus Hünerfauth von der städtischen
Umweltabteilung. Fünf Helfer des Nabu und zehn Firmlinge aus den
katholischen Pfarreien Geinsheim, Diedesfeld und Duttweiler, die sich
freiwillig für das ökologische Projekt gemeldet haben, waren beim
ersten Einsatz fünf Stunden lang am Werk. Es galt, Holz, Laub, Erde
und Schutt zu entfernen. Den Auftrag hat der Nabu nach Ausschreibung
von der Stadt erhalten. Die niedrige vierstellige Honorarsumme werde
komplett in den Naturschutz reinvestiert, so Vorsitzende Ursula
Mosebach. Sie nennt als Beispiel den Erwerb von Krötenzäunen.
Drei Gräben sollen die
Nabu-Leute bis Jahresende freimachen. Das gehe in den nächsten
Einsätzen nur mit Hilfe eines Baggers, so Mosebach, deren
Vorstandskollege Martin Grund derzeit dafür den entsprechenden
Führerschein macht. Bei den jetzigen Arbeiten werde die Funktion der
früheren Entwässerungsgräben umgekehrt, erläutert Hünerfauth: „Jetzt
geht es um die Wiedervernässung." Die natürlichen Senken im Wald, in
der Späteiszeit durch Wind entstanden, bis vor 20 Jahren dauerfeucht
und auch heute oft wasserführend, würden verbunden. „Wir arbeiten auf
einen Bodenwasserzustand hin, der näher an die natürlichen
Verhältnisse kommt."
Die Vorteile der
Maßnahme, für die es 2008 Vorarbeiten gegeben hat und die von
Projekten der Forstverwaltung und der Stadtwerke begleitet wird, sind
für Hünerfauth vielschichtig: Hochwasser werde abgeleitet, der
Grundwasserspiegel gehe in die Höhe, neue Biotope könnten sich etwa
mit Erlen-Sumpfwäldern sowie „reaktivierten" Niedermooren entwickeln.
Dazu kämen bessere Wuchsbedingungen für die Bäume. „Das angereicherte
Grundwasser wird für die Wurzeln verfügbar gemacht", erklärt dies der
zuständige Förster Rolf Weinheimer. Wie die weiteren Umweltexperten
hatte er wegen des zuletzt immer trockener werdenden Waldgebiets
Handlungsbedarf gesehen. „Vor 25 Jahren konnte man ja nicht ohne
Gummistiefel in den Ordenswald gehen", erinnert sich Weinheimer.
Die Arbeiten sind
jetzt im nördlichen Teil, zwischen Speyerdorf und Haßloch, gestartet.
Sie betreffen Gräben, die zum Entwässerungssystem in östlicher
Richtung, gen Rehbach und Haßloch, gehören. Dieses ist seit den 1960er
Jahren verfallen. (pse)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.131
Datum: Donnerstag, den 10. Juni 2010
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '6468496'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

________________________________________________
LD Grün für Biogasanlage
gefährdet Brutvögel
Lustadt/Bellheim:
Naturschutzbund kritisiert
Mähpraxis beim Wintergetreide für Biogasanlage
Eine groß angelegte Mäh-Aktion auf Äckern, die das „Futter"
für die Biogasanlage Lustadt liefern, hat am Pfingstwochenende für
Unmut unter Bevölkerung und Naturschützern gesorgt. Kritisiert werden
nicht nur die Lärm- und Abgasbelästigung in den umliegenden Orten
durch den Abtransport, sondern auch der Zeitpunkt der Ernte, der
mitten in die Hauptbrutzeit vieler Boden brütender Feldvögel fiel.
Um ein „logistisches Armutszeugnis" handelt es sich laut der
Vorsitzenden des Naturschutzbundes (NABU) Bezirksgruppe Pfalz, Monika
Bub. „Es kann doch nicht sein, dass an einem Pfingstsonntag Hektar
weise gemäht wird und in regelmäßigen Abständen riesige Schlepper
durch die Gegend fahren. Ich war beim Pfingstturnier in Zeiskam. Die
Lärmbelästigung war immens störend."
So ärgerlich und unverständlich das sei, fügt Bub hinzu, viel
gravierender sei noch der ökologische Schaden: „Es ist dringend
notwendig, dass die Politik hier klare Regeln aufstellt." Das
Wintergetreide, das geerntet wurde, biete für Boden brütende Feldvögel
wie Feldlerchen, Rebhühner und Schwarzkehlchen optimalen Schutz. Auch
Hasen und Rehkitze legen ihre Jungen in diesen Gebieten ab, erklärt
Bub.
Joachim Zürker, Vorsitzender des NABU Bellheim, hat nach der
Mahd am Pfingstsonntag mehrere auf den Stoppelfeldern umherirrende
Feldvögel beobachtet, die vermutlich ihrer Nester oder Küken beraubt
worden waren. „Bei einem Eingriff in diesem Umfang, nach dem sich die
Tiere kaum auf angrenzende Äcker flüchten können, ist die Gefährdung
der Artenvielfalt extrem", sagt er. Schließlich stünden 60 Prozent der
Feldvögel auf der Roten Liste. Unter den betreffenden Flächen war auch
der Bellheimer Häßlich, der aufgrund seiner Struktur- und
Artenvielfalt als Europäisches Schutzgebiet ausgezeichnet ist.
„Das ist absolut gängige Praxis", erklärt dagegen Markus
Glaser, Geschäftsführer der Bioenergie Südpfalz GmbH, Betreiberin der
Biogasanlage. „Wenn man den Roggen jetzt nicht erntet, reift er ab."
Die Vorwürfe der Lärm- und Abgasbelästigung nennt er übertrieben: „So
viele Fahrzeuge waren das auch wieder nicht. Wir wären an diesem Tag
auch lieber zum Pfingstturnier oder spazieren gegangen aber die Ernte
ist von der Witterung abhängig und dieses erste schöne Wochenende
mussten wir ausnutzen." Dass dabei Tiere zu Schaden gekommen sein
sollen, hält er für unwahrscheinlich: „Der Grünroggen ist doch viel zu
dicht, da brütet nichts drin." Grünroggen eignet sich besonders gut
zur Biogaserzeugung, weil er schon Mitte bis Ende Mai geerntet wird
und auf dem Acker den Platz für eine Zweitfrucht, etwa Mais, frei
macht. „Natürlich sind die Biogasanlagen an sich eine gute Sache",
sagt Zürker, „der NABU steht grundsätzlich hinter der Idee, aus
Grünabfall Energie herzustellen. Problematisch wird es, wenn dieser
Abfall erst aufwändig hergestellt werden und mit negativen Folgen für
das Ökosystem geerntet werden muss." Aus diesem Grund sei es
notwendig, bestimmte Grundsätze einzuhalten, beispielsweise einen
„Verzicht auf flächendeckende Ernte oder Bewirtschaftung von
Energiepflanzen auf Stilllegungsflächen zwischen 1. April und 30. Juni
zum Schutz von Bodenbrütern und Niederwild". Markus Glaser hält das
für weit hergeholt: „Was im Golf von Mexiko passiert, das nenne ich
einen Eingriff in die Natur." (mita)
Ein paar tote Vögel sind schlimm genug
MILENA TAUBER
Die Mahd von Wintergetreide für die Biogasanlage während der
Hauptbrutzeit gefährdet viele Feldvogelarten. Über Alternativen
scheinen die Betreiber nicht nachzudenken. „Was im Golf von Mexiko
passiert, das ist ein Eingriff in die Natur." Diese Aussage des Chefs
der Betreiberfirma Bioenergie Südpfalz Markus Glaser ist korrekt, als
Antwort auf den Vorwurf der Naturschützer jedoch denkbar
unqualifiziert. Zum Einen kann man BP zwar fehlende Notfallvorsorge
vorwerfen, nicht aber, dass sie das Öl mit Absicht ins Meer pumpen.
Zum Anderen ist die wahrscheinlich schlimmste Umweltkatastrophe in der
Geschichte der USA noch lange kein Grund, die Missstände, die sich
direkt vor unserer Nase befinden und die möglicherweise sogar zu
ändern wären, klein zu reden. Durch den Vergleich mit dem
Allerschlimmsten wird das Schlimme nicht weniger schlimm. Und der
Betreiber einer Biogasanlage sollte den Umweltschutz so ernst nehmen,
dass er sich mit derartiger Kritik auch ernsthaft auseinandersetzt.
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.125
Datum: Mittwoch, den 02. Juni 2010
Seite: Nr.22
"Deep-Link"-Referenznummer: '6440142'

________________________________________________
Fahrend Geld sparen
Benzin und Diesel sind teuer. Weniger davon zu verbrauchen, heißt eine
Menge Geld sparen. Professionelle Spritspartrainer von VW zeigten in
Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Südpfalz am vergangenen Samstag
beim „Spritspartag", wie es geht.
Von Timo Brücken
Anfangs erinnert alles an die Fahrschule: Man sitzt hinter dem Steuer
eines fremden Autos, auf dem Beifahrersitz der Lehrer, der Anweisungen
gibt und am Ende beurteilt, wie sich der Schüler geschlagen hat.
Trotzdem ist die Situation nicht ganz die gleiche: Obwohl Peter Bunke
ausgebildeter Fahrlehrer ist, geht es ihm bei seinem Einsatz diesmal
nicht um Schilder und Verkehrsregeln, sondern darum, wie sich beim
Autofahren möglichst viel Sprit sparen lässt.
Bunke ist einer der Trainer, die am vergangenen Samstag beim
„Spritspartag" des Naturschutzbundes (Nabu) Südpfalz und der Firma
Volkswagen ihr Wissen weitergaben. Im Landauer Autohaus Zotz und auf
den Straßen der Umgebung zeigten sie interessierten Autofahrern
einfache, aber entscheidende Kniffe.
Jeder Teilnehmer absolvierte dazu zwei Probefahrten in einem speziell
ausgerüsteten VW-Fahrzeug, das Drehzahl, Kraftstoffverbrauch und
Abgasausstoß zur späteren Auswertung aufzeichnete. Nach der ersten
Runde, bei der man trotz fremdem Auto möglichst „normal wie immer"
fahren sollte, gaben die Trainer erste Tipps. „Wir versuchen,
möglichst früh in die hohen Gänge zu kommen', erklärte Peter Bunke.
Durch frühes Hochschalten werde die Drehzahl niedrig gehalten, denn
2000 Umdrehungen pro Minute sollten am besten nicht überschritten
werden - es sei denn man befinde sich auf dem Beschleunigungsstreifen
an der Autobahnauffahrt. Neben dem Verbrauch senke eine solche
Fahrweise auch den Lärmausstoß, erklärte Bunke, und nicht zuletzt den
Verschleiß: „Ihr Auto wird es Ihnen danken." Zu tief dürfe die Nadel
des Drehzahlmessers allerdings auch nicht fallen: „Man soll
niedertourig fahren, aber nicht untertourig."
Darüber hinaus sei es sehr wichtig, vorausschauend zu fahren, betonte
der Spritspartrainer. Vor Ampeln oder Kreuzungen habe man dabei zwei
Möglichkeiten: Bei modernen Fahrzeugen reicht es laut Bunke, einfach
frühzeitig den Fuß vom Gas zu nehmen und den Wagen ausrollen zu
lassen. Die elektronische Schubabschaltung stoppt dann die
Kraftstoffzufuhr und der Verbrauch sinkt auf Null. Alternativ könne
man aber auch den Gang herausnehmen und im Leerlauf auf den Haltepunkt
zurollen, sagte Bunke. In beiden Fällen gilt allerdings: Die
Entfernung richtig abschätzen, um nicht zu früh zum Stehen zu kommen.
Dann wieder Gas geben zu müssen, verbrauche nämlich viel mehr Sprit,
als zuvor eingespart worden sei.
In hohen Gängen, niedertourig und vorausschauend Fahren - viel zu
wenige Autofahrer beherzigten dies, klagte Peter Bunke. Schuld daran
seien seine Fahrlehrerkollegen: „Viele Leute haben das in der
Fahrschule anders gelernt und ändern ihre Fahrweise deswegen ihr Leben
lang nicht mehr." Dabei seien die Tipps doch so einfach umzusetzen.
Und siehe da, sie halfen wirklich. Bei der zweiten Fahrt unter
Anleitung des Profis hatte sich die durchschnittliche Drehzahl fast
halbiert und der Spritverbrauch lag zweieinhalb Liter tiefer als in
der ersten Runde. Der Unterricht mit Peter Bunke hat also gefruchtet.
Auch Carmen Schauroth vom Nabu war zufrieden: Die Resonanz beim
Spritspartag sei sehr gut, nicht zuletzt weil man schon vor zwei
Wochen beim „Tag zur Nachhaltigkeit" auf dem Marktplatz dafür geworben
habe: „Wir hatten mehr Voranmeldungen als Plätze." Wer diesmal nicht
mitmachen konnte, muss sich leider noch etwas gedulden. Der Nabu
Südpfalz veranstaltet den Spritspartag nur einmal im Jahr an
wechselnden Orten in der Region.
INfo
Informationen zum Thema und Trainingstermine für ganz Deutschland
findet man unter:
www.sparsprit.info .
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.124
Datum: Dienstag, den 01. Juni 2010
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '6437988'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

________________________________________________
Natur hautnah erleben
Sondernheim: Naturtrainer führt
Kinder mit Spaß an Lebensraum Natur heran
Kinderlachen und erwartungsvolle Gesichter empfangen die Mitglieder
des Naturschutzbundes (Nabu) im Kindergarten Sonnenschein in
Sondernheim. Es soll wieder auf einen Ausflug in den Wald gehen, bei
dem die Kinder jedes Mal eine Menge Spaß haben und gleichzeitig viel
über die Natur und ihren Schutz erfahren.
„Ach, wie schön, heute geh"n wir raus." Mit diesem Lied starten die
Kinder ihre Entdeckungsreise in den Wald. Mit dabei sind Erzieherin
Astrid Ludwig, Naturtrainerin Gudrun Dorst und Naturpädagogin und
Leiterin der Nabu Regionalstelle Süd, Carmen Schauroth. Gudrun Dorst
ist ehrenamtliche Mitarbeiterin des Projekts Naturtrainer und arbeitet
regelmäßig mit Kindern. Sie bereitet Aufgaben und Entdeckungstouren
für Kinder vor, schließlich sollen sie spielerisch die Natur erleben.
Trotz schlechten Wetters führt Dorst die Gruppe in den Wald, wo sie
bereits verschiedene Dinge versteckt hat, die nicht in den Wald
gehören wie beispielsweise Maiskolben. Freudestrahlend und voller
Tatendrang beginnen die Kinder mit der Suche, bis endlich jeder Fehler
gefunden wurde.
Doch damit ist noch lange nicht alles erledigt; die Kinder springen
durch den Bach und toben durch den Wald. Dabei entdecken sie Tiere und
Pflanzen, über die sie von Naturtrainerin Gudrun Dorst einiges lernen.
„Wir haben viel Spaß dabei, durch Pfützen zu springen und
herumzutoben", erzählen die 6-jährigen Jana und Jasmin. Fasziniert
betrachtet die Gruppe Schnecken und andere kleine Tiere im Wald.
Das seit 2008 existierende Projekt wird von der Landeszentrale für
Umweltaufklärung gefördert. Geführt wird es von ehrenamtlichen
Naturtrainern, meist Senioren, die in zehn Kindergärten der Region
arbeiten. Gudrun Dorst ist seit einem Jahr dabei. Sie entschied sich
dazu, an Workshops zum Naturtrainer teilzunehmen, nachdem sie ihre
Arbeit verloren hatte und sich dennoch nicht vorstellen konnte, nichts
zu tun. So stieg sie in die ehrenamtliche Arbeit ein und geht nun voll
darin auf. Astrid Ludwig bestätigt: „Es tut den Kindern gut, Bezug zu
anderen Personen zu gewinnen und von ihnen zu lernen." Derzeit wird
zusätzlich zum Naturtrainer- auch ein Wassertrainer-Workshop
angeboten.
Kontakt
Infos zum Nabu und Naturtrainern gibt es bei Carmen Schauroth unter
Telefon 06341 31628. (mewi)

________________________________________________
Kinder verzauberten den
Wald -
NABU-Naturerlebniscamp in
Waldhambach
Wie verwandelt man
Regen in gute Laune? Den 30 Kindern und 10 Betreuern des
NABU-Zeltlagers ist dies ohne Mühe gelungen. Unter dem Motto
„Hokuspokus im Zauberwald – ein magisches Abenteuercamp für junge
Hexen und Zauberer“ hatte die NABU Regionalstelle Süd an Himmelfahrt
zu einem Naturerlebnis-Wochenende auf dem Jugendzeltplatz in
Waldhambach eingeladen. Dort lernten die jungen Hexen- und
Zauberlehrlinge, wie man aus einem Stock und etwas Reisig einen
funktionsfähigen Hexenbesen herstellt. Sie bastelten sich einen Hut
und einen Lederbeutel für ihren weisen Stein. Dazu schnitzten sie noch
einen Zauberstab und schon war die Ausrüstung komplett. Jedes Kind
bekam zudem ein Krafttier zur Seite gestellt, das eine besondere
Fähigkeit verkörperte. Der Siebenschläfer unterstützte seinen
Zauberlehrling zum Beispiel darin, wachsam zu sein und die Waldameise
half, viele Freunde zu finden. In einem Rollenspiel wurde die Gruppe
vor die schwierige Aufgabe gestellt, Zutaten für einen Zaubertrank zu
finden. Die als Trolle, Elfen und Wichtel verkleideten Betreuer
zeigten Ihnen den Weg durch den Wald zu den Zauberkräutern. Ein
Bestimmungsworkshop mit Elisabeth Freudenmacher von der NABU-Gruppe
Annweiler/Hauenstein half den Kindern Brennnessel, Zitronenmelisse,
Pfefferminze und Vogelmiere zu erkennen. Zusammen mit ein wenig
Fantasie, dem Wille-Wulle-Zauberspruch und einer Prise Sternenstaub
konnte der Punsch am Ende des Tages über dem Feuer gebraut werden.
Auch wenn sich im Dauerregen der Boden vor dem Gruppenzelt so langsam
in eine große Schlammpfütze verwandelte, den Gummistiefeln machte das
nichts aus und das Lagerfeuer sorgte immer für Wärme und
Gemütlichkeit. Das Wissen über die Pflanzen und der Teamgeist wurden
bei einer Rallye zur Burg Landeck noch einmal auf die Probe gestellt.
Ausgerüstet mit Karte und Kompass machten sich die Kinder in kleinen
Gruppen mit je einem Betreuer auf den Weg. Es galt die Route zur Burg
zu finden und entlang der Strecke versteckte Fragen zu beantworten.
Als Belohnung wartete ein kulinarischer Schatz, der jedoch erst aus
dem „Säuresee“ geborgen werden musste. Keine leichte Aufgabe, wenn nur
ein Seil und vier Bäume zur Verfügung stehen. Da mussten alle zusammen
arbeiten.
Carmen Schauroth,
Leiterin der NABU Regionalstelle und Organisatorin der Veranstaltung
ist begeistert von der Motivation der Kinder: „Niemand hat sich über
das Wetter beschwert. Die Kinder sind nass und schmutzig geworden,
haben über dem Lagerfeuer eine Wildkräutersuppe gekocht, Stöcke
geschnitzt und sind durch den Wald getobt. Dabei lernen sie, sich
selbst als Teil der Natur zu verstehen und vergessen Computerspiele
und Handys. Ich hoffe, dass sie etwas davon mit in ihren Alltag
transportieren können.“
Als während einer
Nachtwanderung plötzlich mehrere Glühwürmchen aus dem Gebüsch
aufleuchteten, wussten die Kinder endgültig, das der Wald verzaubert
ist.
Quelle:
Trifelskurier 27. Mai 2010

Foto: Carmen
Schauroth

________________________________________________
Ein Friseursalon für
Vierbeiner
Eschbach:
Traditionelles Schafschurfest der Nabu-Gruppe Landau-Land lockt rund
300 Besucher an
Wer etwas über alte
Handwerkstechniken oder die Lebensweise und Kultur der Vorfahren im
ländlichen Bereich erfahren wollte, der war am Pfingstsonntag beim
traditionellen Schafschurfest der Nabu-Gruppe Landau-Land,
Arbeitskreis Eschbach, genau richtig. Bis Sonnenuntergang waren nach
Schätzung des Veranstalters mehr als 300 interessierte Besucher,
darunter sehr viele Kinder, gekommen.
Am Nachmittag hatte
sich das Schafsgehege in einen einzigen Friseursalon verwandelt.
„Barbier" Karl-Heinz Krug aus Altdorf hatte bei dem schweißtreibenden
Spektakel alle Hände voll zu tun: Nacheinander schnappte er sich die
29 rauwolligen Pommerschen Landschafe, ließ sie noch ein bisschen
blöken, doch sehr schnell hatte er die Tiere fest in seinen Armen.
Sicher glitt das Schermesser durch das dichte Fell. Krug erklärte den
Zuschauern seine Arbeit, ließ sich auch bei soviel Wissbegierde nicht
aus der Ruhe bringen. Die Zeit verging wie im Flug, und schon waren
die Tiere von ihrer dicken Wolle befreit. Krug verabschiedet sie
jeweils mit einem Klaps.
Arno Laux, Ralf
Weinkämmerer und Fritz Bengert vom Nabu-Arbeitskreis Eschbach
sprachen von optimalen Witterungsbedingungen. Arno Laux: „Das Fell
muss zum Scheren trocken sein, sonst funktioniert es nicht." In den
zurückliegenden Wochen habe der Regen noch einen Strich durch die
Rechnung gemacht. Zudem sei jetzt die richtige Zeit, um die Schafe
noch vor der Sommerhitze von ihrem dicken Fell zu befreien. Die
Ortsgruppe des Nabu Landau-Land startete im Frühjahr 1996 eine
beispielhafte Initiative zur Pflege des Naturschutzgebietes „Haingeraide/
Unterhalb der Madenburg". Nachdem über Jahre hinweg Wiesenhänge im
Naturschutzgebiet in kostenaufwändiger Handarbeit gemäht worden und
damit die Offenhaltung vorübergehend gesichert war, hatten die
Naturschützer beschlossen, sich eigene Weidetiere für die Pflege des
Gebietes zu halten. Fortan sollten die Flächen der Südseite des
Talhangs unterhalb der Madenburg im Eschbachtal durch Nutzung
offengehalten werden. Arno Laux dazu: „Ein erklärtes Ziel des Nabu-Arbeitskreises
Eschbach besteht darin, der Verarmung der heimischen Feldflur oder der
drohenden Verbuschung durch Nutzungsaufgabe entgegenzuwirken." Die
rauwolligen Pommerschen Landschafe eigneten sich für den Einsatz in
der Landschaftspflege auf mageren Böden hervorragend.
Die Besucher in
Eschbach schauten nicht nur bei der Schafschur zu, sondern sahen auch,
wie aus der gewaschenen Wolle schließlich Fäden gesponnen werden. Dass
es gar nicht so leicht ist, einen gleichmäßigen Faden zu spinnen,
konnten die Besucher bei diesem Fest ebenfalls erleben. Im Hof des
Winzerhauses schnurrten die Spinnräder im Takt um die Wette. Jede der
sechs Spinnerinnen, die der Spinngruppe Karlsruhe/Elsaß/Südpfalz
angehören, versuchte einen möglichst langen Faden herzustellen. Die
Spinngruppe trifft sich übrigens am letzten Samstag im Monat. Das
Treffen dauert jeweils von 10 Uhr bis in den späten Nachmittag hinein.
Es wird dabei gesponnen, Informationen ausgetauscht. Dabei wird Wolle
gefärbt, Socken gestrickt.
Harry Winkler,
Schreinermeister aus Ilbesheim, präsentierte zudem seine heimischen
Amphibien. Wer dann noch Lust verspürte, der durfte sich mit auf die
Eselwanderung begeben. Andere wieder zogen eine Kellerbesichtigung in
dem Weinbaubetrieb vor. (som)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.118
Datum: Dienstag, den 25. Mai 2010
Seite: Nr.29
"Deep-Link"-Referenznummer: '6411448'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

________________________________________________
Traditionelles
Schafschurfest des NABU
Das alljährliche
Schafschurfest der Nabu-Gruppe Landau-Land findet morgen,
Pfingstsonntag, auf der Dorfwiese in Eschbach statt. Ab 11.30 Uhr
werden beim „Schauscheren" die von den Naturschützern für die
Landschaftspflege unterhalb der Madenburg eingesetzten Rauwolligen
Pommerschen Landschafe ihre Wolle einbüßen. Auch sonst dreht sich an
diesem Tag alles um die Wolle. Die Frauen der Spinnstube zeigen, wie
sie zu Fäden versponnen wird, Schaf-Felle können erworben werden, für
Kinder gibt es einen Bastelkurs mit dem Naturmaterial.
Hausmacherbrote, herzhafte Speisen, Kuchen und Wein werden angeboten.
(red)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.117
Datum: Samstag, den 22. Mai 2010
Seite: Nr.21
"Deep-Link"-Referenznummer: '6408115'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

________________________________________________
Zum Spritspartag anmelden
„Umweltschonend
Auto fahren" lautet das Motto eines Aktionstages am Samstag, 29. Mai,
den der Naturschutzbund ( Nabu) zusammen mit Volkswagen ausrichtet.
Von 10 bis 16 Uhr dreht sich im Autohaus Zotz im Horstring alles ums
Spritsparen. Wer lernen möchte, wie sich mit ein paar kleinen
Änderungen am Fahrstil und ohne Zeitverlust der Treibstoffverbrauch um
bis zu 25 Prozent verringern lässt, kann sich für ein kostenloses
Spritspar-Training anmelden. Professionelle Trainer und Fahrzeuge
stehen für einen vom Bord-Computer erfassten Vorher-Nachher-Vergleich
zur Verfügung.
Anmeldung nimmt
Carmen Schauroth, Nabu-Regionalstelle Süd, unter der Telefonnummer
06341-31628, oder per E-Mail,
nabu.sued@nabu-rlp.de entgegen. Der Führerschein ist unbedingt
mitzubringen. (red)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.114
Datum: Mittwoch, den 19. Mai 2010
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '6397548'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

________________________________________________
Wanderausstellung über
Bio-Landbau
Noch bis zum 25. Mai
gastiert die Wanderausstellung „Ökologischer Landbau" in den Räumen
der Sparkassen-Geschäftsstelle in der Ostbahnstraße 10. Veranstalter
ist der Naturschutzbund ( Nabu), Regionalstelle Süd. Besucher können
sich in der Galerie im ersten Obergeschoss über die Besonderheiten der
modernen, ökologischen Landwirtschaft informieren. Außerdem wird der
Unterschied zwischen Bio-Produkten und herkömmlichen Lebensmitteln
dargelegt. Die Ausstellung des Bundesprogramms Ökologischer Landbau
klärt auf, wie Ökolebensmittel hergestellt werden und welche
Anforderungen und Regeln dafür gelten. Dazu gibt es viele
Möglichkeiten für alle Altersklassen, durch Bedienen, Befühlen oder
Raten etwas über umweltfreundliche Landwirtschaft zu lernen. Zu sehen
ist diese Ausstellung ebenso wie die Ausstellung „Faszination Natur"
zu den üblichen Öffnungszeiten der Sparkassenfiliale. (red)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.112
Datum: Montag, den 17. Mai 2010
Seite: Nr.22
"Deep-Link"-Referenznummer: '6386805'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

________________________________________________
Finken und Schwalben im
Blick
An dem bundesweiten
Wettbewerb „Stunde des Gartenvogels" des Naturschutzbundes Deutschland
( Nabu) hat sich die Grundschule Esthal beteiligt. Der Nabu wolle so
Informationen darüber bekommen, welche Vögel in den verschiedenen
Regionen leben, erklärt Schulleiterin Christel Schneider. 34 der 57
Schüler seien am schulfreien Samstag eigens in die Schule gekommen,
lobt Schneider. Wegen des schlechten Wetters seien nicht ganz so viele
Vögel zu entdecken gewesen. Doch habe man Finken, Schwalben, Meisen
und Rotkehlchen beobachten können. Einige der Tiere hätten in den
Bäumen der Streuobstwiese ihre Nester. Martin Grund, Vorsitzender der
Nabu-Ortsgruppe Neustadt, sowie Inga Fink und Tatjana Bähr von der
Gruppe Neustadt der Naturschutzjugend (Naju) betreuten die Kinder.
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.111
Datum: Samstag, den 15. Mai 2010
Seite: Nr.20
"Deep-Link"-Referenznummer: '6380878'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

________________________________________________
Keckes Quartett im
Stadthorst
Nachwuchs im Turm der
Zwölf-Apostel-Kirche: Vier kleine Wanderfalkenkücken werden zurzeit im
vom Naturschutzbund ( Nabu) aufgestellten Nistkasten groß. Das hat
Heiko Weissgerber, Jugendwart des Vereins, mitgeteilt. „Die Anzahl der
Nachkömmlinge ist im Frankenthaler Horst höher als außerhalb des
Stadtgebietes", so der Nabu-Mitarbeiter. „Durchschnittlich zieht ein
Wanderfalkenpaar nur zwei bis drei Junge pro Jahr groß und nicht vier,
wie es hier im Stadthorst schon öfter vorkam."
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Frankenthaler Zeitung
Ausgabe: Nr.108
Datum: Dienstag, den 11. Mai 2010
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '6327176'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

________________________________________________
Wer singt denn da?
Bundesweite Nabu-Aktion „Stunde
der Gartenvögel"
Vom 7. bis 9. Mai findet wieder die bundesweite
Vogelzählaktion „Stunde der Gartenvögel" des Naturschutzbundes
Deutschland ( Nabu) statt. Gartenbesitzer und Vogelfreunde sind dazu
aufgerufen, an einem der drei Tage eine Stunde lang Vogelarten in
Gärten oder Parks aufzulisten, die sie während dieser Zeit entdecken
können. Die Stunde kann frei gewählt werden.
Die Ergebnisse können dann dem Nabu entweder online unter
www.nabu.de. postalisch per
Meldeformular, das bei den örtlichen Nabu-Gruppen erhältlich ist oder
am 8. und 9. Mai 2010 von 10 bis 18 Uhr unter der kostenlosen
Telefonnummer 0800 1157 115 mitgeteilt werden. Zu gewinnen gibt es
unter anderem Nistkästen, Bücher und Büchergutscheine. Wie die
bisherigen Zählungen leider zeigen, nehmen viele der Gartenvogelarten
bundes- und landesweit stark ab. Darunter sind auch die so genannten
„Allerweltsarten" wie Star, Grünfink, Haussperling, Blau- und
Kohlmeise.
Selbst für die
allgegenwärtig erscheinende Amsel wird ein gravierender Rückgang
verzeichnet. In Kaiserslautern beträgt die Abnahme im Vergleich zum
Vorjahr rund 20 Prozent. In Kusel und Bad Dürkheim sind es etwa 40, in
Ludwigshafen mehr als 60 Prozent. (ain)

________________________________________________
Vogelparadies Bellheimer „Häßlich“
Etwa 20 Interessenten konnten sich am
ersten Maiwochenende während einer morgendlichen Exkursion des NABU
von der Artenvielfalt und Schönheit des Streuobstgebietes „Häßlich“
überzeugen. Joachim Zürker, Vorsitzender der NABU-Gruppe Bellheim und
Carmen Schauroth, Leiterin der NABU Regionalstelle Süd erläuterten den
Teilnehmern die Bedeutung des Gebietes für Vögel, Fledermäuse, Falter
und Bienen. Die einzigartige Strukturvielfalt ermöglicht das
Nebeneinander von vielen verschiedenen Lebensräumen. So finden sich
alte Obstbäume neben schmalen bewirtschafteten Feldern, Hecken neben
Wiesen, Hochstaudenfluren neben Feldgehölzen. Das „Hässlich“ ist ein
Relikt unserer Kulturlandschaft, die nur extensiv genutzt wird und
vielen so genannten „Kulturfolgern“ eine Heimat bietet. Dazu zählen
zum Bespiel die Goldammer, das Rebhuhn und der Feldsperling – typische
Charakterarten der Feldflur, die auf den großen, intensiv genutzten
und mit Insektenvernichtungsmitteln regelmäßig gespritzten
landwirtschaftlichen Flächen kaum noch Überlebenschancen haben. Denn
wo keine Insekten leben, gibt es auch keine Nahrung für die Aufzucht
der Jungen und wo kein Platz für Hecken oder Ackerrandstreifen ist,
gibt es auch keinen Schutz vor Feinden. Felder mit schnell wachsendem
Wintergetreide eignen sich nicht für Feldlerchen. 65% der Feldvögel
stehen deshalb auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.
Im „Häßlich“ dagegen beobachtete die
Exkursionsgruppe allein 25 Vogelarten an einem Vormittag, darunter
seltene Arten wie Pirol, Neuntöter und Kuckuck. Eine weitere
Besonderheit ist der Wendehals, der seit Jahren regelmäßig in den
Höhlen der alten Obstbäume brütet. Nachtigallen sind im Gebiet
allgegenwärtig. Ihre enorm hohe Bestandsdichte weißt auf optimale
Lebensbedingungen für die scheuen Sänger hin. Die Weibchen der
Nachtigal bauen nach ihrer Rückkehr aus Afrika ein Nest am Boden im
dichten Gebüsch und brüten dort unbemerkt ihre Eier aus. Auf
Störungen, wie streunende Hunde, reagieren sie sehr sensibel. Deshalb
bittet der NABU alle Spaziergänger, ihre Hunde nicht von der Leine zu
lassen. Ebenfalls auf Heckenstrukturen angewiesen sind die kleinen
Grasmücken – unauffällige Singvögel, von denen während der Exkursion
immerhin drei verschiedene Arten beobachtet wurden: Mönchsgrasmücke,
Gartengrasmücke und Dorngrasmücke. Das „Häßlich“ ist ohne Frage ein
Vogelparadies. Nicht umsonst wurde es vor über 20 Jahren zum
Vogelschutzgebiet ernannt. Aber nicht nur Vögel fühlen sich hier wohl.
Auf den Wiesen blühen Ackerstiefmütterchen, Salomonsiegel und
Hornkraut. Von vielen der alten Obstbäume sind die Sorten nicht mehr
bekannt oder so selten, dass selbst Pomologen an der Bestimmung
scheitern. Deshalb hat der NABU im Winter von diesen Bäumen Edelreiser
geschnitten. Sie sollen in Baumschulen für die Veredelung verwendet
und so die Sorten erhalten werden.

Der Neuntöter legt sich einen
Nahrungsvorrat an, indem er seine Beutetiere aufspießt. Im Häßlich
findet er geeignete Dornenbüsche.
Foto: (NABU-Archiv)
Quelle:
Die Rheinpfalz 3. Mai 2010

________________________________________________
Das mysteriöse Loch
LANDAU: Wie der
Pächter einer Wiese von der Stadt dumm gehalten wird - Messstation für
Geo-Thermie
Pachten Sie nie von
der Stadt Lan-dau ein Grundstück. Sie wissen nämlich nicht, ob Sie
darüber auch frei verfügen können. Mit Überraschungsgästen jedenfalls
sollten Sie immer rechnen. Diese Lehren hat jetzt hoffentlich Werner
Kern, der Vorsitzende der Landauer Nabu-Ortsgruppe, gezogen.
Von vorne: Es geht um
den ehemaligen „Brennplatz" der Mörzheimer, heute eine wunderschöne
Streuobstwiese im Osten des Stadtdorfes, auf der Werner Kern vor allem
bei Kindern die Liebe zur Natur wecken möchte, ihnen beibringt, was da
so wächst und gedeiht.
Vor Jahren hat er das
Grundstück von der Stadt gepachtet. Noch heute kann er sich gut an den
Tag vor etwa zwei Jahren erinnern, als er auf seinem Rundgang
plötzlich einen Bautrupp zwischen den Obstbäumen mitten auf seinem
gepachteten Grundstück erspähte. Im Auftrag der Firma Geox, die das
Erdwärme-Kraftwerk in Landau betreibt, erklärten ihm die Männer,
würden sie ein Loch bohren, in dem seismische Bewegungen registriert
werden. Gesagt, getan, Kern war absolut machtlos gegen die
Messstation.
Eine offizielle
Mitteilung, was es mit den Aktivitäten auf dem ihm überlassenen
Grundstück auf sich hat, liegt ihm übrigens bis heute nicht vor. An
das Bohrloch hat er sich gewöhnt, auch an den weißen Kasten, in dem
Daten gespeichert werden. Trotzdem hat er nicht schlecht gestaunt, als
zu Wochenbeginn, er wollte gerade die Obstbäume schneiden, wieder
irgendwelche Leute einer Baufirma anrückten. Sie behaupteten, im
Auftrag des städtischen Bauamtes einen rund dreieinhalb Meter hohen
Mast zu setzen, an dem Solarzellen installiert werden, um die
seismische Messstelle mit Strom zu versorgen. Ständig die Batterien
austauschen zu müssen, das war wohl auf Dauer doch zu kostspielig. Und
Werner Kern erfuhr zugleich, dass solche Solarpanel auch an den
Messstellen in Arzheim, Mörlheim, Dammheim und Godramstein installiert
werden.
Ihm ließ die Sache
keine Ruhe. Doch weil er wie schon im verggangenen Jahr, als er dem
Bohrloch auf die Spur kommen wollte, erneut nicht weiter kam, ihm im
Rathaus auch diesmal wieder keiner sagen konnte, was es mit dem
jüngsten Überraschungsbesuch auf sich hat, ging er an die
Öffentlichkeit. Nicht dass er etwas gegen den Mast oder den kleinen
Kasten auf seinem Grundstück hätte, nur die Art, wie er vom Rathaus
dumm gehalten, besser gesagt nicht informiert wird, das ärgert ihn
schon. Zu Recht.
Immerhin: Nach mehr
als zwei Tagen hatte der Leiter der städtischen Presseabteilung sogar
schon herausgefunden, dass Bauamt und Liegenschaftsamt mit der Sache
befasst waren, eine offizielle Baugenehmigung tatsächlich vorliegt, es
darüber hinaus wohl auch einen Schriftverkehr zwischen der
Betreiberfirma Geox und dem Liegenschaftsamt gibt. Nur sind die
Unterlagen im Rathaus im Zuge des Amtsleiterwechsels nirgendwo mehr
auffindbar. „Das ist wohl etwas unglücklich bei uns gelaufen", gestand
Pressesprecher Horst Pede kleinlaut.
PS: Seit Dienstag
vergangener Woche wird im Rathaus eifrig geprüft, werden Unterlagen
gesucht und Rücksprachen gehalten. Auf die Idee, sich vielleicht
einmal bei Werner Kern zu entschuldigen, ihm zu gestehen, dass die
Sache dumm gelaufen ist, kam bis jetzt keiner. (eva)

________________________________________________
Landau:
Nicht nur zum Waschen da
Naturschutzbund
bildet Senioren zu Wassertrainern aus
Der Naturschutzbund
(Nabu) möchte den Erfahrungsschatz von Senioren für Kinder zugänglich
machen und bildet in einem Generationen übergreifenden Projekt
Menschen über 50 zu Wassertrainern aus. Sie sollen Kinder an das
Element Wasser in seiner Vielfalt heranführen.
Barfuss oder mit
Gummistiefeln durch den Bach laufen, Kaulquappen fangen und Fische
beobachten - das macht nicht nur Kindern Spaß. Viele Kinder kommen
heute aber nur noch im Haushalt mit Wasser in Kontakt, wo es scheinbar
unerschöpflich aus der Leitung fließt. Eine wesentliche Voraussetzung
für einen schonenden Umgang mit Wasser ist aber gerade das Erleben der
Natur und das Begreifen der ökologischen Zusammenhänge. Ältere
Menschen haben aus ihrer Lebenserfahrung heraus oft noch eine breite
Kenntnis: Wie war das, als im Mühlgraben noch Krebse lebten und der
Bach durch den Ort noch nicht in Betonrohren floss?
Finanziert wird die
Ausbildung vom rheinland-pfälzischen Umweltministerium. Für Teilnehmer
ist sie kostenfrei. In sieben halbtägigen Workshops lernen die
angehenden Wassertrainer, wie sie mit Untersuchungen, Spielen,
Basteleien und Experimenten Kinder im Alter zwischen 8 und 13 Jahren
für das Element Wasser begeistern können.
Die Wassertrainer
sollen unter anderem an Ganztagsschulen eingesetzt werden, deren Zahl
rapide wächst. Die Senioren können, abhängig vom eigenen Zeitbudget,
wöchentliche Arbeitsgemeinschaften leiten, Projekt- oder Wandertage
organisieren, Bachpatenschaften betreuen oder Exkursionen anbieten.
Rund 25 Wassertrainer des vergangenen Lehrgangs sind landesweit
bereits aktiv. Im Sommer startet die nächste Ausbildung, unter anderem
in der Südpfalz.
Interessenten können
sich ab sofort beim Nabu melden. Fachliche Vorkenntnisse sind nicht
nötig. Vorausgesetzt wird nur die Freude am Umgang mit Kindern und
Interesse an der Natur. (red) Kontakt Nabu, Telefon 06341- 31628 oder
E-Mail:
NABU.Sued@NABU-RLP.de
Quelle: Die Rheinpfalz 20.
März 2010

________________________________________________
Nabu arbeitet mit Nachwuchs - 22
Umweltdiplome vergeben
22 Kinder hat der
Naturschutzbund Landau mit Umweltdiplomen ausgezeichnet. Die jungen
Naturschützer haben im vergangenen Jahr regelmäßig an einer
Veranstaltungsreihe des Nabu teilgenommen. Dabei haben sie viel über
die Themen Naturschutz, Artenvielfalt und Nachhaltigkeit gelernt. Sie
wissen nun zum Beispiel, was der Unterschied zwischen Honigbienen und
Wildbienen ist, wie man einen Lehmofen baut und was man im Garten für
Igel tun kann.

Kinder beim Lehmofenbau (Foto: Werner Kern)
Für jede besuchte Veranstaltung erhielten die Kinder
einen Stempel in ihr Naturtagebuch. Neun Kinder haben mehr als zehn
Stempel gesammelt und eine Diplomarbeit angefertigt, in der sie die
Projekte dokumentieren, die sie alleine oder mit Freunden und ihrer
Familie durchgeführt haben. So initiierten vier Kinder aus Winden ein
Beweidungsprojekt mit Schafen auf einer Feuchtwiese in ihrer Siedlung,
andere Diplomanten reinigten den Hainbach, bauten Nisthilfen,
beschäftigten sich mit Libellen oder halfen am Amphibienschutzzaun.
Die Preisträger: Henrik Schweder (Pleisweiler), Max Egle (Ilbesheim),
Yannik Gollon (Böchingen), Lilli und Elias Hauck (Winden), Timo und
Ronja Straube (Winden), David Quinkenstein (Offenbach) und Jens Wander
(Landau). 13 Kinder bekamen das kleine Umweltdiplom: Luca Faath (Essingen),
Jonas Förster (Landau), Simon Gensheimer und Felix Heidkamp (beide
Offenbach), Cathrin, Julia und Johannes Hoffmann (Göcklingen), Pia und
Jonas Hormuth (St. Martin), Ronja Latz, Nicola Sommer, Leon Striebig
und Joshua Wenningmann (alle Landau). Sie hatten mindestens fünf
Veranstaltungen besucht. Viele weitere Kinder nahmen an einzelnen
Veranstaltungen teil. Sie erhielten eine Teilnahmeurkunde. Auch in
diesem Jahr bietet der Nabu in der Südpfalz wieder das Umweltdiplom
an. Bei 23 Veranstaltungen können Kinder von 8 bis 14 Jahren ein
umfangreiches Wissen über die Natur erwerben.
Erster Termin
ist in den Osterferien Montag, 29. März. Das Thema:
Mehrschwalbennester bauen. (red) INFO Kontakt und Anmeldung unter
Telefon: 06341-31628 oder
NABU.Sued@NABU-RLP.de
Quelle:
Verlag: DIE
RHEINPFALZ Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.64 Datum: Mittwoch, den 17. März 2010 Seite: Nr.19
"Deep-Link"-Referenznummer: '6169756'

________________________________________________
Vom Laien zum Wasserfan
Im Rahmen eines
Fortbildungsprojektes bildet die NABU Regionalstelle Süd in
Kooperation mit dem Ministerium für Umwelt, Forsten und
Verbraucherschutz Senioren zu Wassertrainern aus.
Barfuss oder mit
Gummistiefeln durch den Bach laufen, Kaulquappen fangen und Fische
beobachten - das macht nicht nur Kindern Spaß. Wasser verbindet uns
mit den Ursprüngen des Lebens. Viele Kinder kommen heute nur noch im
Haushalt mit Wasser in Kontakt, wo es scheinbar unerschöpflich aus der
Leitung fließt. Eine wesentliche Voraussetzung für einen schonenden
und nachhaltigen Umgang mit Wasser ist aber gerade das das Erleben der
Natur und das Begreifen der ökologischen Zusammenhänge. Ältere
Menschen haben aus ihrer Lebenserfahrung heraus oft noch eine breite
Kenntnis: Wie war das, als im Mühlgraben noch Krebse lebten und der
Bach durch den Ort noch nicht in Betonrohren floss? Der
Naturschutzbund (NABU) möchte den Erfahrungsschatz von Senioren für
Kinder zugänglich machen und bildet in einem
generationenübergreifenden Projekt Menschen über 50 zu Wassertrainern
aus. Diese sollen Kinder an das Element Wasser in seiner
Vielfältigkeit heranführen. Finanziert wird die Ausbildung vom
Landesumweltministerium. Für Teilnehmer ist sie kostenfrei. In sieben
halbtägigen Workshops lernen die angehenden Wassertrainer viele Fakten
und Methoden. Untersuchungen, Spiele, Basteleien und Experimente
runden das Programm der Workshops ab. Nach einer begleiteten
Praxisphase führen die Wassertrainer Veranstaltungen mit Kindern in
der Altersgruppe von 8 bis 13 Jahren durch. Anregungen und Tipps geben
ihnen die Umweltpädagogen des NABU mit auf den Weg. Im Fokus für den
Wassertrainereinsatz steht die zunehmende Zahl an Ganztagsschulen. Die
Senioren können, abhängig vom eigenen Zeitbudget, wöchentliche
Arbeitsgemeinschaften leiten, Projekt- oder Wandertage organisieren,
Bachpatenschaften betreuen oder Exkursionen anbieten. Rund 25
Wassertrainer des vergangenen Lehrgangs sind landesweit bereits aktiv.
Im Sommer 2010 startet die nächste Ausbildung in den drei Regionen
Bingen, Trier und Südpfalz. Interessenten können sich ab sofort beim
NABU melden. Fachliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Vorausgesetzt wird lediglich die Freude am Umgang mit Kindern und
Interesse an der Natur.
Kontakt: NABU
Regionalstelle Süd, Tel.: 06341-31628 oder E-Mail:
NABU.Sued@NABU-RLP.de
Quelle: Wochenblatt Landau 17.
März 2010

Junge
mit Wasserglas (Foto: NABU-Archiv)

________________________________________________
Neustadt: Wenn die
Kröte den Salamander umarmt
Neustadter Ortsgruppe
des Naturschutzbundes stellt Schutzzaun im Kaltenbrunnertal auf -
Helfer gesucht
Aller guten Dinge sind
drei: Nach 2008 und 2009 wird die Neustadter Ortsgruppe des
Naturschutzbundes (Nabu) auch in diesem Frühjahr wieder einen
Krötenzaun im Kaltenbrunnertal aufstellen. Aufgrund der anhaltend
kalten Witterung ist der dunkelgrüne, 100 Meter lange Zaun dieses Jahr
erst am vergangenen Samstag installiert worden. Zwar durften die
Neustadter Naturschützer sich dabei auf die Hilfe von zehn bis 15
Aktiven im Alter von acht bis 70 Jahren verlassen, weitere Helfer mit
Spaten, Schaufel oder Spitzhacke zum Einbuddeln der Eimer und zum
späteren Kröten-Transport sind natürlich weiter herzlich willkommen,
wie Ursula Mosebach betont. Schon im ersten Jahre habe sich der
arbeitsintensive Amphibienschutz gelohnt, so die Vorsitzende der
Nabu-Ortsgruppe. Vier prächtige Feuersalamander und über 3200
fortpflanzungswillige Erdkröten, Grasfrösche und Molche konnten in den
entlang des Zaunes eingegrabenen Eimern geborgen und über die Straße
zu ihren Laichgewässern gebracht werden. Dabei wird differenziert:
Alle Kröten, Frösche und Molche wandern in den Teich, Feuersalamander
dagegen kommen in den Bach. Würden die Salamander mit in den Teich
gesetzt werden, bestünde die Gefahr des Umklammerns durch die
paarungsbereiten Krötenmännchen, was unweigerlich zum Ertrinken der
Feuersalamander führe, erzählt Mosebach. Fünf bis sechs Wochen lang
kontrollieren die Nabu-Mitglieder täglich morgens und abends die
Eimer, die in Abständen von zehn bis 15 Metern eingegraben werden. Die
Behälter wiederum sind mit einem Stein und einem Stock bestückt. „Der
Stock dient dazu, dass andere Tiere wie Mäuse oder Spitzmäuse aus den
Eimern herausklettern können", erläutert Mosebach. Der Stein stellt
eine Rettungsinsel für Amphibien und anderes Getier dar, damit sie bei
starkem Regen nicht ertrinken. 2009 hatte sich bei den Erdkröten die
Anzahl an Tieren gegenüber dem Vorjahr nahezu halbiert. Der Nabu führt
dies auf den sehr langen und kalten Winter zurück. Gespannt sind die
Neustadter Naturschützer mit Blick auf die diesjährige „Eiszeit"
deshalb, wie es nun bei den Amphibien im Kaltenbrunnertal aussieht.
nils fragt Kontakt & termin
Nabu-Vorsitzende
Ursula Mosebach, Telefon 06327/5837. Mitgliederversammlung am 19.
April, 20 Uhr, Hans-Geiger-Schule. (ain)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.62 Datum: Montag, den 15. März 2010 Seite: Nr.26
"Deep-Link"-Referenznummer: '6129622'

________________________________________________
Feuer, Erde,
Wasser, Luft! Naturforscher gesucht!
Die Naturschutzjugend
lädt Kinder im Alter von 7 bis 10 Jahren zu einem Osterferienprogramm
im Storchenzentrum Bornheim ein. Angeleitet von pädagogischen und
naturwissenschaftlichen Fachkräften erkunden die jungen Naturforscher
vom 6. bis 9. April die Welt der vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und
Luft. Jeden Tag werden sie sich einem anderen Element widmen und
hierzu spannende Experimente durchführen:
Wie gehe ich mit Feuer
verantwortungsbewusst um? Gibt es unter der Erdoberfläche noch Leben?
Was genau ist Luft? Wie kann ich die Wasserqualität testen?
Das Programm findet
täglich von 9:00 bis 15:00 Uhr statt.
Die Teilnahmegebühr
beträgt für alle vier Tage 50 Euro.
Anmeldung bis Freitag,
den 12. März unter:
NAJU Rheinland-Pfalz,
Thorsten Knies, Tel. 06131-1403926,
info@naju-rlp.de , oder unter
www.naju-rlp.de
Quelle:
Stadtanzeiger Landau, 6. März 2010

Kinder untersuchen Wasserproben
Foto: (NABU-Archiv)

________________________________________________
Platz für Untermieter auf
Gut Waldeck
NABU installiert Nistkasten für
Schleiereule
Das Gut Waldeck in
Eußerthal ist vor allem für seine Isländer-Pferde bekannt. Aber wenn
Rosl Rößner, die Pächterin des Gestüts, nicht gerade Reitstunden gibt
oder den Stall ausmistet, widmet sie sich ihrer zweiten Leidenschaft,
der Vogelfotographie. Vor ihrer Linse posieren Falken, Uhus,
Bienenfresser, Neuntöter, Lerchen und Meisen. Kaum eine einheimische
Vogelart, die die Hobby-Photographin nicht in Szene gesetzt hat. Dabei
gelingt es ihr auf faszinierend Weise, die Schönheit und
Ausdruckskraft des Individuums in den Mittelpunkt zu stellen.
Besonders angetan haben es Rößner die Eulen. Als sie erfuhr, dass
während des langen schneereichen Winters zahlreiche Schleiereulen
aufgrund von Nahrungsmangel verendet sind, wendete sie sich mit einem
Hilfsangebot an den Naturschutzbund (NABU). Hans-Joachim Fette von der
NABU Gruppe Annweiler/Hauenstein und Werner Kern aus dem NABU
Naturschutzzentrum Hirtenhaus besichtigten das Guts-Gelände und
erkannten schnell, dass sich der Turm optimal als
Schleiereulen-Quartier eignet. Das Zimmer unterhalb der Turmspitze
wird nicht als Wohnraum genutzt und verfügt über mehrere kleine
Fenster, die als Einflug dienen können. Ein Schleiereulen-Nistkasten
war im Hirtenhaus bereits vorhanden und musste nur noch an die
Gegebenheiten im Turm angepasst werden. Leider stellte sich heraus,
dass der große Holzkasten nicht durch die Treppen-Luke passt und
zunächst auseinander gebaut werden musste. Oben angekommen wurde der
Nistkasten direkt am Fester im Inneren des Gebäudes montiert. Er ist
exakt auf die die Bedürfnisse der Schleiereule abgestimmt und bietet
den nachtaktiven Tieren einen dunklen Brutraum, der durch eine
Innenwand (Schattenbrett) vom Einflugbereich getrennt ist. Eine kleine
Klappe ermöglicht die Reinigung. Bei den handwerklichen Arbeiten
wurden die Naturschützer von Justine Chastel und Alexander Thorne
unterstützt, zwei jungen Leuten aus Frankreich und Kalifornien, die
ein freiwilliges ökologisches Jahr beim NABU ableisten.
Nun bleibt zu hoffen,
dass am Gut Waldeck bald ein neues gefiedertes Fotomodel Einzug hält.
Informationen unter
www.NABU-RLP-Sued.de und
www.birdpictures.de
Quelle:
Trifelskurier 4. März 2010

V.l.n.r.
Justine Chastel (FÖJ-Teilnehmerin), Hans-Joachim Fette (NABU
Annweiler/Hauenstein), Werner Kern (NABU Landau), Alexander Thorne (FÖJ-Teilnehmer)
nach der Montage des Schleiereulen-Nistkastens
(Foto: Carmen Schauroth)

________________________________________________
Landau LINGENFELD Kinder
zur Nachhaltigkeit erziehen
LINGENFELD: Nabu veranstaltet
erneut „Kinderakademie"
Dieses Jahr wird der
Naturschutzbund (Nabu) der Verbandsgemeinde Lingenfeld erneut eine
Kinderakademie veranstalten, die der Erziehung zur Nachhaltigkeit
dienen soll. Das sagte Jugendwartin Sabine Heilmann bei der
Jahreshaupt-versammlung des 543 Mitglieder zählenden Vereins. Sie
machte deutlich, dass die Jugendarbeit ein Schwerpunkt bleiben wird.
Kassenprüfer Gunter Bug appellierte, weiterhin Geld in die
Jugendarbeit zu investieren. Zuvor hatte Kassenwartin Jutta Magin ein
finanzielles Plus vermeldet. Vorsitzender Herbert Magin hofft, dass
die Steinkauz-Population durch den schneereichen Winter nicht gelitten
hat. Probleme hätten sicherlich Schleiereulen und Greifvögel gehabt.
Aus ornithologischer Sicht sei erfreulich, dass der Eisvogel den
kalten Winter besser als befürchtet überstanden habe; am Lingenfelder
Altrhein gebe es mindestens zwei Brutpaare.
Für 2010 kündigte
Magin an, dass sich der Nabu an der Aktion „Saubere Landschaft" sowie
an der „Stunde der Gartenvögel" beteiligen, die Amphibienwanderung
unterstützen, Gabionen am Bahngelände installieren, weitere
Steinkauzkästen aufhängen und die Fahrradbewachung beim Lustadter
„Handkeesfescht" übernehmen werde. Geplant sind auch eine
vogelkundliche Wanderung entlang der Druslach (18. April), eine
Ziegenmelker-Exkursion (25. Juni) und die Fledermausnacht (27.
August). (nti)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe
Rheinschiene Ausgabe: Nr.46 Datum: Mittwoch, den 24. Februar 2010
Seite: Nr.22 "Deep-Link"-Referenznummer: '6075777'

________________________________________________
Landau Naturschutzbund: -
Krötenhelfer gesucht
Der Naturschutzbund
(Nabu) sucht Helfer für die Krötensaison, die demnächst beginnt.
Während der Wanderungen zu ihren Laichgewässern in den ersten milden
Frühlingstagen werden alljährlich ungezählte Erdkröten, Frösche und
Molche zu Verkehrsopfern. Deshalb stellt der Naturschutzbund an den
Brennpunkten Krötenschutzzäune auf. Jeden Morgen und Abend werden die
Zäune in der Dämmerung von ehrenamtlichen Helfern kontrolliert, die
gefundenen Tiere aus den Fangeimern gesammelt und über die Straße
gebracht.
Für die diesjährige
Krötensaison sucht der Naturschutzbund noch dringend Helfer. Am
Dienstag, 23. Februar, um 19 Uhr ist im Restaurant Landhaus in
Walsheim ein Vorbereitungstreffen zur diesjährigen Amphibienwanderung.
Das Treffen hat den Charakter eines offenen „Stammtisches". Eingeladen
sind interessierte Bürger, die mithelfen und sich für einzelne oder
regelmäßige Kontrollgänge an einem der Amphibienzäune in der Südpfalz
zur Verfügung stellen möchten. Besondere Kenntnisse sind nicht
erforderlich.
Vom Naturschutzbund
betreut werden Schutzzäune in Landau an der Gilletstraße und in
Mörzheim, in Neustadt im Kaltenbrunner Tal, in Frankweiler,
Gräfenhausen, Eußerthal, Klingenmünster und Schwegenheim. Die
Nabu-Regionalstelle koordiniert die Betreuung der Zäune, stellt
Taschenlampen und Warnwesten zur Verfügung und informiert über den
aktuellen Stand der Wanderungsbewegungen. Weiterführende Informationen
erteilt die Organisation unter Telefon 06341 31628. (red)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe
Rheinschiene Ausgabe: Nr.41 Datum: Donnerstag, den 18. Februar 2010
Seite: Nr.17 "Deep-Link"-Referenznummer: '6061315'

________________________________________________
Magisches Naturerlebnis für Kinder
Der NABU
(Naturschutzbund) in der Südpfalz bietet in diesem Jahr wieder ein
Abenteuercamp für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren an. Unter dem
Motto „Hokuspokus im Zauberwald“ werden die jungen Teilnehmer zu
Zauber- und Hexenlehrlingen ernannt und lernen die Magie des Waldes
kennen. Sie erfahren, welche Zutaten für einen Zaubertrunk benötigt
werden, wie man einen Hexenbesen baut und wo der alte Schatz der
Druiden vergraben liegt. Bei Ausflügen in die Umgebung begeben sie
sich auf die Suche nach ihrem Krafttier.
Auf dem Programm
stehen außerdem eine Nachwanderung, eine Rallye, ein Rollenspiel jede
Menge Naturerlebnis. Das Camp findet vom 13. bis 16. Mai auf dem
Jugendzeltplatz in Waldhambach statt. Anmeldung und Informationen bei
der NABU-Regionalstelle Süd, Telefon: 06341-31628 oder E-Mail:
NABU.Sued@NABU-RLP.de
Der Teilnehmerbeitrag
beträgt pro Kind 90 Euro, für NABU-Mitglieder 70 Euro.
Quelle:
Trifelskurier 11. Februar 2010

Beim Abenteuercamp des NABU erfahren die jungen Teilnehmer wie man
einen Zaubertrank im Feuertopf braut. (Foto: NABU-Archiv)

________________________________________________
Klassenzimmer im Grünen
Nabu bietet
Umweltbildung für Schulen an - Verschiedene Projekte
Die
Naturerlebnisschule des Naturschutzbundes Landau (Nabu) startet ihr
neues Programm für Frühjahr und Sommer. Schulklassen aller Alterstufen
können das Angebot in Mörzheim nutzen und den Sachkunde- und
Biologieunterricht im Freien gestalten, einen Wandertag einmal anders
erleben oder Projekttage mit dem Nabu durchführen.
Unter Anleitung der
Biologin und Umweltpädagogin Ingeborg Keller erforschen Schüler und
Schülerinnen Tiere und Pflanzen verschiedener Lebensräume und erfahren
viel über ökologische Zusammenhänge. Sinneseindrücke, spielerische
Lernformen und Wissensvermittlung haben je nach Altersstufe
unterschiedliche Gewichtung, heißt es in einer Mitteilung des Nabu.
Im zeitigen Frühjahr
wird ein Wohnungsbauprogramm für Piepmätze gestartet und in den ersten
warmen Sonnenstrahlen werden die Amphibien beobachtet. Die Lebensräume
Wiese, Streuobstwiese, Wald, Laubstreu oder Wasser können genauer
erforscht werden. Beim Thema Tarnung und Warnung wird untersucht, wie
sich Tiere und Pflanzen vor Feinden schützen können. Auch die Angst
vor Spinnen soll den Kindern genommen werden.
Als Jahresprojekte
werden die Themen Streuobstwiese oder Wald angeboten. An Projekttagen
können sich Gruppen bei der Arbeit im Schulgelände oder im Grünen
Klassenzimmer engagieren zum Beispiel durch den Bau eines Lebensturmes
oder eines Wildbienenhotels. Auch für Wandertage bietet die
Naturerlebnisschule Programme an. Alle Veranstaltungen sind in der
Regel für zweieinhalb bis drei Stunden konzipiert. (red)
INFO
Die Programme können
unter Telefon 06341 / 31628 angefordert werden.
Weitere Infos unter
www.nsz-hirtenhaus.de .
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.25
Datum: Samstag, den 30. Januar 2010
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '6000098'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

___________________________________________________
|
|
Copyright:
Fotos von diesen Seiten können nur dann genutzt werden, wenn
als Autor der NABU genannt wird.
Hinweis:
Trotz
sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine
Haftung für die Inhalte externer Links. Wir betonen
ausdrücklich, dass wir auf die Gestaltung und die Inhalte der
verlinkten Seiten keinerlei Einfluss haben. Deshalb
distanzieren wir uns hiermit ausdrücklich von allen Inhalten
aller verlinkten Seiten und machen uns ihre Inhalte nicht zu
Eigen. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind
ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Diese Erklärung
gilt für alle auf unseren Seiten angebrachten Links zu fremden
Seiten.
|
NABU Rheinland-Pfalz
Regionalstelle Süd im Naturschutzzentrum Hirtenhaus
Brühlstr. 21
76829 Landau i.d. Pfalz
Tel. 06341/31628
Fax: 06341/3526
e-mail:
Kontakt
|
Bankverbindungen
NABU Südpfalz
|
|
|
Sparkasse SÜW
Kto. 35 120 047
BLZ 548 500 10
|
VR Bank Südpfalz
Kto. 33 077 43
BLZ 548 625 00 |

|
|
|