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Gemeinsam für die Natur
Teilnehmer des „Freiwilligen Ökologischen
Jahres“ pflegen Sandrasen im Bienwald
Am vergangenen
Mittwoch (7.11.2005) trafen sich Teilnehmer des Freiwilligen
Ökologischen Jahres (FÖJ) in der Südpfalz zu einer gemeinsamen Aktion
im „Naturschutzgroßprojekt Bienwald“. Auf einer Fläche von 5.000 m²
wurde die fortgeschrittene Verbuschung beseitigt und die Sandfläche
darunter wieder frei gelegt. Sonnenbeschienener Sandboden ist
Lebensraum von Insekten, Wildbienen und Wärme liebenden Pflanzen.
Diese Trocken- und Sandrasen sind ein wichtiges Mosaiksteinchen
innerhalb der Lebensraumvielfalt im „Naturschutzgroßprojekt Bienwald“.
Der Einsatz wurde mit dem zuständigen Biotopbetreuer abgestimmt.
Dreizehn FÖJ’ler im Alter zwischen 16 und 26 Jahren rückten vor allem
den jungen Kiefern zu Leibe, die sie in Handarbeit ausrissen.
Das FÖJ bietet jungen
Schulabgängern die Chance, ein Jahr praktisch im Natur- und
Umweltschutz zu arbeiten und sich beruflich zu orientieren. Es kann
auch als Zivildienst angerechnet werden. In der Südpfalz gibt es
FÖJ-Einsatzstellen bei den Naturschutzverbänden BUND (Bund für Umwelt
und Naturschutz), GNOR (Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie
Rheinland-Pfalz) und NABU (Naturschutzbund) sowie bei ökologischen
Bauernhöfen, Weingütern und Forstämtern. Nähere Informationen im
Internet unter
www.foej-rlp.de oder Tel. 06341/31628.

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Ungebetener Gast in Haus und Auto: Marder lärmt
und beißt
Der
Lärm ist zu groß, als dass Mäuse ihn verursacht haben könnten, und das
zerbissene Kabel des alten Plattenspielers verrät den ungebetenen Gast
auf dem Dachboden, der die Familie den Schlaf gekostet hat: Es muss
der Steinmarder gewesen sein. Solche und ähnliche Geschichten
berichten aktuell Anrufer aus verschiedenen Gemeinden der Südpfalz in
der NABU Regionalstelle (Umwelt-Telefon 06341/31628). Sie erhoffen
sich einen Rat, wie sie die lästigen, aber putzigen Tiere wieder
loswerden, ohne ihnen zu schaden. Jetzt in der kalten Jahreszeit sucht
der Steinmarder, der sich allgemein immer häufiger in bewohnten
Gebieten ansiedelt, besonders gerne die Wärme der menschlichen
Behausungen oder der Motorräume von abgestellten PKW auf.
Das
Einfangen und Aussetzen der Marder wäre für Mensch und Tier mit großem
Stress verbunden und würde außerdem nicht nachhaltig wirken. Binnen
zwei Wochen wäre der frei gewordene Lebensraum bereits wieder mit
Sicherheit von einem neuen Marder besetzt, der nur den Duftspuren des
Vorgängers zu folgen braucht. Sinnvoller ist es daher, den Mardern den
Zugang zum Dachboden zu versperren – am besten nachts, wenn die Tiere
draußen auf Nahrungssuche unterwegs sind. Zudem sollten die
Aussperrungen nicht im Frühjahr erfolgen. Es besteht die Gefahr, dass
Jungtiere von ihrer Mutter getrennt werden. Zusätzlich helfen
bestimmte Gerüche, z.B. von Hunden (Haare, Hundedecke), oder das
häufige geräuschvolle Betreten der vom Marder aufgesuchten Räume.
Dieser meidet nämlich die direkte Nähe von Mensch und Hund. Am Auto,
dessen Motorraum ein ideales Versteck voller interessanter
„Spielgeräte“ für den Marder ist, hilft neben den schon erwähnten
Hundehaaren, die man als Büschel im Motorraum aufhängen kann, so ein
einfaches Mittel wie ein großes Stück Maschendraht. Dieses legt man
lose auf den Boden unter das geparkte Auto. Steinmarder sind zwar
einerseits sehr neugierige Tiere, die der Spieltrieb zum Anbeißen von
weichen und mundgerechten Gegenständen wie Kabeln, Achsmanschetten und
Dämmmaterial veranlasst. Andererseits sind sie aber auch sehr
vorsichtig und meiden Dinge, die sie nicht kennen, wie eben den
Maschendraht und somit den Motorraum darüber. Seinen „wahren“ Hunger
stillt der Marder ohnehin woanders: an Kleinsäugern (z.B. Mäusen),
Jungvögeln, Insekten, Früchten – und nicht zuletzt an Abfällen, was
die menschlichen Siedlungen für den Kulturfolger zu einem
Schlaraffenland macht.
Buchtipp zum Weiterlesen: Beate Ludwig: Von Mardern und
Menschen. – 128 Seiten. 18,50 Euro. Rasch & Röhring 1998. Das
Buch kann beim
NABU Natur Shop bestellt werden (www.nabu.de/shop/).

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Auszeichnung treuer
Mitglieder des NABU Landau
Der
NABU Landau hat bei seinem feierlichen Jahresabschluss in der
Weinstube Geißert in Mörzheim die 10-jährigen Mitglieder mit der
„Treuenadel“ und einer Urkunde ausgezeichnet. Zudem erhielten zwei
besonders aktive Mitglieder die bronzene Ehrennadel: Klaus Pittner für
sein Engagement bei den Ferienprogrammen, Ulf Janz für die Leitung der
Jugendgruppe (NAJU). Bei deftiger Hausmannskost hatten die
Naturschützer Gelegenheit, sich über die Aktivitäten im letzten Jahr
auszutauschen. Werner Kern, 1. Vorsitzender des NABU Landau, kündigte
die geplanten Projekte für das Jahr 2006 an, darunter der Bau eines
Schwalbenhauses, die Anlage eines Kräutergartens und die
Fertigstellung der Teichanlage auf der NABU Obstwiese. Finanzielle und
tatkräftige Unterstützung ist willkommen (Konto 52209, BLZ 548 500 10,
Sparkasse SÜW; Tel. 06341/31628).

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Beschäftigung
für den Vogelschutz
ADH
Lustadt und NABU kooperieren im Nistkastenprojekt
Was
in der Wirtschaft als „Synergie-Effekt“ oder „win-win-Situation“
hinlänglich bekannt ist, ist den gemeinnützigen Organisationen nicht
fremd. Eine neue Kooperation des ADH („Allgemeine Dienste im und um
das Haus“) mit der Regionalstelle Südpfalz des Naturschutzbund NABU
zeigt, wie es geht: Der Tischlereibetrieb ADH, der zum Therapieverbund
Ludwigsmühle gehört, sucht für seine Qualifizierungsinitiative für
Langzeitarbeitslose stets nach sinnvollen Tätigkeiten für die
Teilnehmer. Der NABU wiederum kann stets Nistkästen gebrauchen, unter
anderem als Begrüßungsgeschenke für seine zahlreichen neuen Mitglieder
nach der diesjährigen Werbeaktion. Mit einer ersten Fuhre Holz, die
der NABU samt Bauanleitung lieferte, baute Michael Zentgraf vom ADH
die ersten Prototypen. Eine großzügige Holzspende der Fa. Wickert
(Landau) machte den Bau weiterer Kästen möglich. „Mit weiterem Holz
würden wir gezielt Kästen für den Vogel des Jahres 2006, den Kleiber,
bauen“, verrät Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz und
bittet die Bevölkerung um weitere Holzspenden, vor allem Latten, die
breit genug sind für die Rückseite der Kästen.
Wer
in diesem Jahr NABU-Mitglied geworden ist und einen der Nistkästen
haben möchte, kann sich in melden unter 06341/31628 bei Frau Plum. Wer
eine gemeinnützige Einsatzstelle für die Teilnehmer des ADH,
beispielsweise im Bereich handwerkliche Dienstleistungen,
Hausmeisterservice, Versorgung/Hauswirtschaft oder Garten- und
Landschaftspflege bieten kann, meldet sich unter 06347/2044 bei Frau
Geyer oder Herrn Gerst.
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Jugend aktiv für die Natur
Bäume gefällt und gepflanzt: Naturschutz zum
Mitmachen in Burrweiler und Edesheim
Gleich zwei junge Naturschutz-Gruppen in der
Verbandsgemeinde Edenkoben waren am vergangenen Wochenende aktiv für
die Natur. Am Freitag begab sich die Burrweiler Jugendgruppe unter der
Leitung von Bärbel Halfmann in das Regenrückhaltebecken am Roschbäch,
um den dortigen Aufwuchs zu entfernen. Fachliche Unterstützung für
diese Naturschutzaktion erhielt die Gruppe vom Naturschutzbund (NABU)
sowie von Herrn Proswitz, dem Agenda-21-Beauftragten der
Verbandsgemeinde Edenkoben. Im Rahmen der Bachpatenschaft der Gruppe
für den Lützelbach wurden in der Zusammenarbeit schon gute Erfahrungen
gemacht. So konnte Bärbel Halfmann den 13 teilnehmenden Kindern gut
erklären, warum das Fällen von Bäumen in diesem Fall gut ist für die
Natur: „Für die Tiere, die Bäume brauchen, stehen da drüben ja schon
genug große Erlen. Die kleinen Erlen hier im Regenrückhaltebecken
machen wir aber größtenteils weg, damit das Biotop mehr Sonne bekommt
– für die Tiere, die das lieber mögen." Und die Kinder wussten gleich
eine Reihe von „Sonnenanbetern" unter den Tieren aufzuzählen: die
Eidechsen, die Nattern, der Froschlaich, die Libellen. Die Gemeinde
Burrweiler profitiert zudem von der verbesserten Kapazität des
Rückhaltebeckens. Mit Astscheren und Sägen machten die Kinder sich
fleißig ans Werk und konnten vor allem beim Abtransport der größeren
Erlen „Teamarbeit" üben.
Am Samstag traf sich die NAJU (Naturschutzjugend)
Edesheim mit dem Edenkobener „Green Team" der Pollichia an einer
Ausgleichsfläche der Gemeinde Edesheim in der Nähe der Villa Rustica,
um die dort von der Gemeinde begonnene Pflanzung um 120 Sträucher zu
ergänzen. Mit Wildapfel, Pfaffenhütchen, Holunder, Weißdorn und Hasel
wurden heimische Sträucher gewählt, die den Verlust von Obstbäumen auf
einer nahe gelegenen Privatfläche ausgleichen sollen. An der Nordseite
der Pflanzung wurde zudem eine so genannte „Benjes-Hecke" aus
Schnittgut angelegt. „Daraus entwickelt sich in einigen Jahren von
selbst ein dichtes Gebüsch", erläutert Lothar Engelmann, Leiter der
NAJU Edesheim, „in dessen Schutz sonnen sich dann schon einmal gerne
Fasan und Rebhuhn". Von Rotkehlchen, Zaunkönig und Nachtigall werden
Benjes-Hecken zudem als Brutplätze genutzt. Die Beschilderung der
Pflanzung als Hecken-Lehrpfad ist für das Frühjahr geplant. Peter
Seitz und Rolf Lambert, die mit dem Green Team per Fahrrad aus
Edenkoben angereist waren, bestätigten, „dass man bei solchen
Kooperationen nur voneinander lernen kann". Die insgesamt 28 Kinder
der beiden Gruppen arbeiteten mit Feuereifer zusammen an der
Pflanzung. Die NAJU Edesheim dankt der Gemeinde Edesheim für die
Bereitstellung von Finanzmitteln und Gerätschaften und würde sich über
eine ähnliche Unterstützung der Bauern- und Winzerschaft sowie der
Edesheimer Geschäftsleute für weitere Aktionen sehr freuen.
Wer bei einer der Gruppen gerne mitmachen möchte,
erhält weitere Informationen bei Nathalie Plum, NABU Regionalstelle
Südpfalz, Tel. 06341/31628

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Werden Sie Kranichzähler
Laut trompetende Schwärme auf dem Weg ins Winterquartier
Rheinpfalz 17.11.05
Alljährlich im Oktober und November können
Naturfreunde an vielen Orten Deutschlands das großartige Schauspiel
ziehender Kraniche am Himmel beobachten.
Kraniche gelten als Boten des Himmels und Garanten
des Glücks. Zu allen Zeiten und in allen Kulturen haben sie die
Phantasie der Menschen beflügelt - Mythologie, Religion, Kunst und
Literatur legen davon eindrucksvoll Zeugnis ab. Sie faszinieren durch
ihre Größe, Schönheit, ihre elegante Erscheinung, ihre gebärdenreichen
„Tänze", ihr Flugbild, ihre durchdringenden Rufe.
Die Kraniche, starten von ihren nordostdeutschen
Rastgebieten und überfliegen Deutschland in südwestlicher Richtung.
Dabei überqueren sie auch die Pfalz, vor allem entlang des Rheins und
im Raum Speyer/Landau/Neustadt/Bad Bergzabern. In diesem Jahr werden
wieder 120 000 bis 150 000 Kraniche zu beobachten sein. Die Vögel
fliegen dann über Frankreich weiter nach Südwesten in die
Überwinterungsgebiete in Spanien und Südfrankreich. Im Flug bilden
Kraniche eine V-förmige Formation mit kräftigen, erfahrenen
„Junggesellen" an der Spitze. Es folgen Familien mit durchschnittlich
zwei Jungtieren. Bei konstanten Flugbedingungen könnten die Tiere ohne
Halt bis nach Südeuropa fliegen. Sie legen aber oft eine Pause ein und
manches Mal hält sie schlechtes Wetter und Nebel tagelang am Boden.
Die guten Zugbedingungen der letzten Wochen haben
schätzungsweise noch einmal 20.000 Kraniche genutzt, um von Schweden
aus die Ostsee zu überqueren, informiert Dr. Günter Nowald, Leiter des
Kranich-Informationszentrums (NABU, WWF, Lufthansa) auf der Halbinsel
Darß-Zingst. Dort rasten jetzt noch etwa 28.000 Tiere, die in den
nächsten Tagen noch in der Pfalz vorbeikommen auf ihrem Weg in den
Süden.
Jeder kann Kranichbeobachtungen, auch die der
vergangenen Wochen, an den NABU melden. „Je mehr Daten wir über das
Zugverhalten bekommen, desto bessere Aussagen können wir treffen. Nur
wenn wir wissen, wo die Kraniche sich aufhalten, können wir vor Ort
aktiv Schutzmaßnahmen ergreifen," so Nathalie Plum, Leiterin der NABU
Regionalstelle Südpfalz, Brühlstr. 21, 76829 Landau-Mörzheim, e-mail
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de. Per Online-Formular können Sie Ihre
Beobachtungen auch direkt an die Kranichexperten des NABU melden (www.kraniche.de).

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Die Suche nach dem
Richtigen
Junge Naturschützer wollen Vorkommen
des heimischen Edelkrebs in der Südpfalz finden
Eine Gruppe von jungen Naturschützern in der
Südpfalz hat sich zur Aufgabe gesetzt, mehr über das Vorkommen der
verschiedenen Flusskrebsarten in den Bächen und Stillgewässern der
Region herauszufinden. Warum gerade Flusskrebse? „Wegen ihrer Größe
und ihrer heimlichen Lebensweise sind es faszinierende Tiere, die bei
den jungen Leuten gleich ein großes Interesse hervorriefen", so
Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz, die die Treffen
und Aktionen der Gruppe koordiniert. „Flusskrebse haben zudem einige
Vorteile, die es für den Anfänger leicht machen, sich mit Ihnen zu
beschäftigen: Sie sind leichter zu beobachten als die meisten
Säugetiere, sind greifbarer als Vögel, die Anzahl der Arten ist
überschaubar und die Bestimmung ist anhand von äußeren Merkmalen
möglich." In Zusammenarbeit mit Experten der Uni Landau erlernten die
Mitglieder der im April gegründeten Gruppe über das Sommerhalbjahr die
Bestimmung der verschiedenen Krebse, um vor allem die heimischen von
den „eingeschleppten" Arten zu unterscheiden. Der heimische Edelkrebs
ist in Rheinland-Pfalz vom Aussterben bedroht. Dies liegt vor allem an
den eingebürgerten gebietsfremden Arten wie dem Kamberkrebs und dem
Signalkrebs. Diese Arten können sich in unseren Gewässern erfolgreich
behaupten und ausbreiten, während die heimischen Arten durch die aus
Übersee mit eingeschleppte Krebspest, eine tödlich verlaufende
Pilzkrankheit, ausgerottet werden.
Der NABU bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der
Suche nach Vorkommen von Flusskrebsen in den Gewässern der Südpfalz.
Wer die Tiere beobachtet hat oder Lust hat, bei dem Kartierungsprojekt
mitzumachen, kann sich in der NABU Regionalstelle Südpfalz melden
(Tel. 06341/31628, e-mail NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de) oder einfach zum
nächsten Treffen dazukommen: Mittwoch, den 2. November, 18h im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstr. 21 in Landau-Mörzheim.
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Junge Igel vor dem Winter – Pflegefälle oder
Outdoor-Profis?
In dieser Jahreszeit erreichen den NABU wieder
zahlreiche Anfragen von Menschen, die in ihrem Garten oder in der
Umgebung auf junge, auffallend kleine Igel stoßen. Verständlicherweise
wollen sie den niedlichen Tieren helfen, gut über den Winter zu
kommen.
Nun ist der Igel ein Wildtier, das im Allgemeinen
gut ohne den Menschen zurecht kommt und nicht im Haus gehalten werden
sollte. Igel, die jetzt schon über 300 g wiegen, sollten auf jeden
Fall in ihrer Freiheit belassen werden. Die meisten kleineren Igel,
deren Muttertiere verschollen (meist überfahren) sind, werden
allerdings höchstwahrscheinlich allein den Winter nicht überleben. Wer
helfen will, kann einem kleinen Igel einen zunächst abgezäunten Raum
im Garten einrichten, wo man ihn füttern und mit frischem Wasser
versorgen kann. Sobald aber der Igel zu Kräften gekommen ist und
umherläuft, sollte man den Zaun wieder öffnen, so dass das Tier seiner
Wege gehen kann.
Milch schadet den Igeln übrigens, da sie Durchfall
verursacht. An der Frage, ob man Katzenfutter verwenden sollte,
scheiden sich die Geister. Viele Igel-Helfer berichten von guten
Erfahrungen, während Experten davon ab raten, da sehr leicht
Infektionskrankheiten übertragen werden. Trockenfutter ist in jedem
Fall weniger problematisch.
Weitere Tipps, auch zur naturnahen
Gartengestaltung, gibt die NABU-Broschüre „Der Igel", die für 3€ in
Briefmarken bei der NABU Regionalstelle Südpfalz, Brühlstr. 21, 76829
Landau bestellt werden kann. Die Regionalstelle sucht außerdem noch
Gartenbesitzer, die bereit ist, hilfsbedürftige Igel aufzunehmen, wenn
die Finder keinen eigenen Garten haben. Tel. 06341/31628,
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de
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NABU bot Kindern ein Naturerlebniscamp in
Waldhambach
Vom
22.-24. August hatten sich 25 Kinder und neun Betreuer von der NABU
Regionalstelle Südpfalz auf dem Jugendzeltplatz in Waldhambach
eingefunden, um die Artenvielfalt im Pfälzerwald gemeinsam zu
erforschen. Gleich beim ersten großen Programmpunkt, einer
„Wiesensafari“ am ersten Nachmittag, sammelten und beobachteten die
kleinen Naturforscher behutsam eine erstaunliche Zahl an Insekten –
allein 15 mit dem bloßen Auge unterscheidbare Heuschrecken, unter
ihnen das beeindruckende Grüne Heupferd; daneben Ameisen, Wanzen,
Käfer, Perlmuttfalter, Zikaden und Schwebfliegen. Der spektakulärste
Funde aber waren zwei Raupen des Schwalbenschwanz, eines selten
gewordenen Schmetterlings. Die lange Wanderung zum Klingbach bei
Münchweiler am nächsten Tag lohnte sich dann ebenfalls wegen der
vielen verschiedenen Wassertiere und Amphibien, die die Kinder zu
Gesicht bekamen. Unter den Tieren im Waldboden bekamen die Regenwürmer
und unter ihnen der Große Tauwurm das meiste Interesse. Aber auch der
Saftkugler, ein glänzend schwarzer Tausenfüßer, den die Kinder nun
nicht mehr so leicht mit einer Assel verwechseln werden, erfreute sich
großer Beliebtheit: „Der ist sooo schön!“
Höhepunkt war eindeutig die
Fledermausexkursion. Auf dem Hochplateau über dem Zeltplatz sausten
Zwergfledermäuse und Abendsegler über die Köpfe der Kinder hinweg,
während Fledermausexperte Franz Grimm ihre Ultraschall-Rufe mit dem
Batdetektor aufzeichnete. Ein Kind hielt die gelungene Vorstellung der
Natur sogar für inszeniert und fragte Grimm: „Die sind doch von dir
ferngesteuert, oder?“
Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, plant das
nächste Naturerlebniscamp für den Mai nächsten Jahres, „da haben wir
dann mehr Gelegenheit, Vögel zu beobachten und Vogelstimmen
unterscheiden zu lernen“. Immerhin haben die Kinder beim Aufwachen den
„lachenden“ Grünspecht erkannt und konnten beobachten, wie Kohlmeise
und Kleiber sich nach den gemeinsamen Mahlzeiten die Krümel von
Tischen pickten.

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Bei Wiesensafari werden
Tiere behutsam gejagt
25 Kleine Naturforscher lernen auf Einladung des
Naturschutzbundes Artenvielfalt kennen. Die Insekten der großen Wiese im Kaiserbachtal bei Waldhambach sind
aufgeregt. Flink fliegen und hüpfen sie zwischen Johanniskraut ,
Kornblumen und Klee umher. Sie kriechen über Grashalme und verkünden
quasi summend und brummend die Neuigkeit: 25 kleine Naturforscher sind
gekommen, um bei einer Wiesensafari die Artenvielfalt der heimischen
Natur kennen zu lernen.
Doch Grund zur Sorge besteht überhaupt kein Grund: Die Jagd auf die
kleinen Tiere geht seht behutsam vonstatten. Nathalie Plum, die
Betreuerin der Aktion und Leiterin der
Naturschutzbund-Regionalstelle-Südpfalz, hat die Kindergruppe
gewissenhaft vorbereitet: „Ruhig ins Gras setzen und warten. Dann
stellen sich schon nach kurzer Zeit Insekten ein, die sonst übersehen
oder verscheucht werden." Mit Becherlupen und Schmetterlingsnetzen
gehen die sieben- bis 13-jährigen Mädchen und Jungen im Blütenmeer auf
die Pirsch.
Nick trägt einen tarnfarbenen Rucksack auf dem Rücken und einen
gleichfarbigen Tropenhut auf dem Kopf. Gebückt schleicht der
Achtjährige über die Wiese, in der Hand hält er ein grünes
Schmetterlingsnetz. „Ich beobachte auch zu Hause sehr gerne Tiere",
sagt er und legt sorgsam einen Grashüpfer in seine Becherlupe.
Die achtjährigen Freunde Marvin und Lukas kauern still zwischen
Kornblumen und Klee und sehen einer geringelten Raupe zu, die auf
einem Halm hin- und herschwankt.
Lukas hat heute schon viele verschiedene Insekten gefangen. „Ich habe
sie aber alle wieder ausgesetzt, weil sie Heimweh hatten", meint er.
Die meisten Safari-Teilnehmer sind begeistert bei der Sache und in
ihrem Jagdeifer kaum zu bremsen. Immer wieder kommt ein Kind
angelaufen und hält der Betreuerin eine Jagdtrophäe unter die Nase.
„Was für ein Käfer ist das?" „Meiner ist aber viel seltener als
deiner!" Paul hat ein Perlmuttfalter gefangen, ein anderes Kind eine
klitzekleine Wanze.
Seltener Fund:
Die Geschwister Nieske (13) und Sönke (11) haben jede Menge
Waldgrillen in einem durchsichtigen Kasten gesammelt. Jetzt freuen sie
sich über einen seltenen Fund: das „Große Heupferd".
Ganz gleich ob Rüsselfalter, Ochsenauge, Grille oder Käfer – fast
jedes Insekt, das da kreucht und fleucht, erkennt Plum mit einem
Blick. Bei Zweifeln schlägt die studierte Geografin und Biologin in
ihrem Insektenbestimmungsbuch nach. Die Artenvielfalt sei beachtlich,
sagt sie. Natürlich werden alle Insekten wieder unversehrt in die
Freiheit entlassen. „Ich zeige euch auch noch, wie man mit einer
Senflösung Regenwürmer aus dem Boden treibt", verspricht Plum, die
zurzeit an ihrer Doktorarbeit über Regenwürmer schreibt. „Wir lieben
den Wald und gehen auch mit unseren Eltern viel wandern", erklären
Nieske und Sönke ihre Teilnahme an der Wiesensafari. „Und ich bin halt
Naturfreund!", verkündet Robin (8) im Brustton der Überzeugung.
Das beeindruckend nach heiler Welt. Doch schnell holt ein Bubenstreich
am Rande des Naturforscherlebens die Erwachsenen wieder in den Alltag
zurück. Atemlos kommt ein Junge angelaufen, „Frau Plum, dahinten hat
einer mit der Lupe ein Loch in eine Isomatte gebrannt!"

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Naturschutz und
Kirche gemeinsam für das Leben
"Tage der Begegnung" zum Weltjugendtag in der
Pfarreiengemeinde Rohrbach, Billigheim, Göcklingen, Eschbach und
Ranschbach: Kinder bauten mit NABU und NV-S zwei Lebenstürme
"Under
construction" lautete das Motto, als am Freitagnachmittag 25 Kinder
mit einigen ehrenamtlichen Betreuern der katholischen Kirche von
Rohrbach aus mit Bollerwagen voller Material und Proviant loszogen.
Ziel der Wanderung war die Feldflur in Richtung Billigheim, die von
den Rohrbachern "Im Paradies" genannt wird. Die Mission: Eine
Behausung für viele verschiedene Tiere zu schaffen und so mithelfen,
die Schöpfung zu bewahren. Zwei sogenannte "Lebenstürme" sollten aus
Holz erbaut und mit Steinhaufen, Laub und Zweigen angefüllt werden.
Darin können von der Eidechse über die Kröte und den Igel bis zum
Zaunkönig verschiedenste Tiere eine Bleibe finden. Nisthilfen für
Vögel, Fledermäuse und Bienen, zum Teil von den Kindern selbst gebaut,
rundeten die Türme ab. Initiiert wurde das Projekt von Nathalie Plum,
Leiterin der Regionalstelle Südpfalz des Naturschutzbund Deutschland
(NABU) mit finanzieller Unterstützung durch die Deutsche
Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Bonn und den Baumarkt Hornbach.
Unerwarteten Widerstand leistete der Boden, in den man auch mit einem
Erdbohrer, einer Pfahlramme und vereinten Kräften die Eckpfeiler der
Türme nicht versenken konnte. Als Retter in der Not erwiesen sich dann
Mitglieder des befreundeten Naturschutzverband Südpfalz (NV-S), die in
unmittelbarer Nachbarschaft mehrere Obstwiesen pflegen und einen
motorbetriebenen Erdbohrer besorgen konnte. Das plötzlich eintreffende
Gewitter zwang die fleißigen Erbauer leider, die "Baustelle"
frühzeitig zu verlassen. Das Picknick musste im katholischen
Gemeindezentrum verzehrt werden. Da für den Freitag keine
Wetterbesserung mehr in Sicht war, wurden die für Samstag geplanten
"World Youth Games" kurzerhand von Göcklingen nach Rohrbach verlegt.
Bei schönstem Sonnenschein konnten nun die beiden Türme vollendet
werden.
Pfarrer Hans Meigel sicherte zu, auch bei weiteren gemeinsamen
Projekten für eine große Beteiligung der Ministranten und anderer
Kinder aus seinen sechs Gemeinden von Rohrbach bis Ranschbach zu
sorgen. So sind u.a. die Wiederherstellung einer Trockenmauer, die
Anlage einer Kräuterspirale in Eschbach sowie die Pflanzung alter
pfälzischer Obstsorten an Wegkreuzen geplant.

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Ferienpass
Weitere
Ferienangebote für Kinder vom NABU Südpfalz
Der NABU Südpfalz bietet in den Sommerferien
zusätzliche naturkundliche Veranstaltungen und Workshops für Kinder
und Jugendliche an. Wegen des großen Ansturms auf die Veranstaltungen
des Ferienpasses der Stadt Landau und des Kreises SÜW haben viele
keinen Teilnehmerplatz bekommen. Wie Nathalie Plum die Leiterin der
NABU Regionalstelle Südpfalz mitteilte, haben sich die NABU-Gruppen
Landau und Gleisweiler entschlossen, mit weiteren Angeboten ein wenig
Abhilfe zu schaffen. Da der NABU schon seit vielen Jahren mit diversen
Angeboten zum Ferienpass beiträgt, weiß man von der Problematik der in
den letzten Jahren gestiegenen Nachfrage nach den Veranstaltungen. Zu
den bereits im Ferienpass angebotenen 8 NABU-Veranstaltungen kommen
nun noch 6 weitere hinzu: eine Wiesensafari, ein Trockenmauer- und
Lehmofenbau, ein Wildbienentag und eine nächtliche
Fledermausexkursion.
Bei allen Exkursionen
ist die Teilnehmerzahl auf 12 begrenzt, das Mindestalter beträgt 9
Jahre. Als Teilnehmerbeitrag werden 4,00 € erhoben. Die Kinder
sollten witterungsbedingte Kleidung, festes Schuhwerk und
Rucksackverpflegung mitbringen. Anmeldung beim NABU Südpfalz:
06341/31628 oder bei Werner Kern, 1. Vorsitzender NABU Landau:
06341/30497

Kinder vor
Trockenmauer (Foto: NABU)
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Programm
NABU sucht
Fledermausquartiere
Mitarbeiter des NABU Südpfalz erheben momentan
Fledermausvorkommen in der Südpfalz.
Fledermäuse können als einzige Säugetiere dieser
Erde fliegen. Sie orientieren sich durch Echoortung, mit der sie noch
Tiere von der Größe kleiner als eine Mücke bei völliger Dunkelheit
aufspüren und fangen können. Ihre Hände sind durch elastische
Hautflächen zu Flügeln umfunktioniert, dadurch können sie besonders
geschickte Flugmanöver bei der Jagd auf Insekten ausführen. Durch ihre
nächtliche Lebensweise stellen sie denjenigen Insekten nach, die
unsere tagaktiven Vögel nicht fangen, und erfüllen dadurch eine
wichtige Funktion im Ökosystem. Im Verlauf eines Sommers vertilgt
eine Fledermaus, je nach Art und Größe, zwischen 0,5 und 1 kg
Insekten. Als echte Säugetiere tragen sie ein Fell und säugen ihre
Jungen mit Muttermilch. In Rheinland-Pfalz kommen 20 Fledermausarten
vor, die alle auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten
Tierarten stehen. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen vom
Verlust ihrer Quartiere bis hin zur Ausräumung und Vergiftung unsere
Landschaft. Während als Sommerquartier warme Dachböden, Mauerspalten
oder Baumhöhlen bewohnt werden, halten die Tiere ihren Winterschlaf
bevorzugt in feuchten, um 5 - 8 Grad Celsius warmen Höhlen, Kellern,
Stollen und Felsspalten. Sommer- und Winterquartier können dabei, je
nach Art, weit voneinander entfernt liegen. Diese Quartiere
aufzuspüren, zu dokumentieren und letztendlich für die Fledermäuse zu
sichern ist das Ziel dieser ehrenamtlichen Erhebung. Nicht nur in
Naturschutz- und FFH-Gebieten oder dem Naturschutz-Großprojekt „Bienwald“,
sondern in der gesamten Südpfalz werden die Quartiere der nächtlichen
Flugkünstler vom NABU gesucht. Hierzu sind die NABU Mitarbeiter auch
auf die Hilfe aus der Bevölkerung angewiesen. Hinweise auf Quartiere
nehmen der Fledermausexperte des NABU, Franz Grimm, Tel: 06345/919347
oder die Regionalstelle Südpfalz in Landau-Mörzheim, Tel.: 06341/31628
entgegen Jeder Anruf wird notiert und ein Mitarbeiter nimmt nach
Absprache das Quartier vor Ort in Augenschein. Durch diese Erhebung
erhofft sich der NABU einen bessere Kenntnis der vorkommenden
Fledermausarten und deren Verbreitung in der Südpfalz zu bekommen.
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Annweiler: Mauersegler ignorieren Nistkästen am Gemeindehaus
NABU
interessiert an Nistplätzen
Auf
eine Initiative der NABU-Aktiven Irmgard Schmidt und dem Umweltpfarrer
„a.D.“ Gerhard Postel hin wurden im vergangenen Jahr 38 Nistkästen für
Mauersegler am Gemeindehaus Herrenteich in Annweiler angebracht.
Tatkräftige Hilfe leisteten dabei die Feuerwehr und Werner Kern vom
NABU Landau.
In
diesem Jahr wurde aufmerksam verfolgt, ob die neuen Behausungen vom
„Vogel des Jahres 2003“ auch angenommen würden. Die Tiere, die fast
ihr gesamtes Leben in der Luft verbringen, fliegen und rufen seit
vielen Wochen über Annweiler. Aber trotz der Anlockung mit einem
Tonband, das durch Rufe von Mauerseglern auf die geeigneten Wohnorte
aufmerksam machen soll, meiden sie die eigens für sie angebrachten
Kästen. Lediglich eine Blaumeise nistet in einem der Kästen. Sie hat
sogar eine spezielle Anflugtechnik entwickelt, da sie sich an dem
glatten Kasten ja nicht festhalten kann. Auch einige Hummeln zeigten
Interesse an einem der Kästen; deren Bruterfolg ist jedoch nicht
bestätigt. Eine positive Wirkung haben die Kästen immerhin: Sie halten
die Tauben vom Gemeindehaus fern.
Der
NABU hofft nun auf eine Ansiedlung der Mauersegler im nächsten Jahr.
Dabei stellt sich aber die Frage: Was hält die Mauersegler von den
Kästen fern? Ist der Ruf auf dem Tonband etwa der falsche,
signalisiert den Tieren beispielsweise die Botschaft „Hier ist
besetzt?“ Oder war das Gerät einfach zu leise? Wahrscheinlich ist,
dass die Mauersegler in Annweiler andere Nistmöglichkeiten gefunden
haben. Inzwischen sind bereits flügge Jungvögel über dem Gemeindehaus
beobachtet worden. Offen bleibt die Frage: Wo haben diese das Licht
der Welt erblickt?
Die
Anwohner in Annweiler werden gebeten, dem NABU die Nistplätze der
Mauersegler mitzuteilen. Tel. 06341/31628 im Naturschutzzentrum
Hirtenhaus, e-mail
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

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NAJU-Zeltlager in
Waldhambach: Naturerlebnis mit Wanderfalken
NABU Regionalstelle
Südpfalz bietet im August Zeltlager für Kinder an
Zwei Gruppen
der Naturschutzjugend im NABU, die NAJU Edesheim und die NAJU
Westheim, haben das sonnige letzte Maiwochenende auf dem
Jugendzeltplatz in Waldhambach gemeinsam genießen können. „Für uns war
die Organisation so eines Zeltlagers Premiere“, sagt Connie Osterhorn,
Leiterin der NAJU Westheim. Dennoch war das Lager ein voller
Erfolg, da waren sich die teilnehmenden Jugendlichen im Alter von 8
bis 17 Jahren einig. Höhepunkt war neben einer Nachtwanderung, einem
Grillabend und einer Schatzsuche auf der Madenburg der Besuch beim
Wanderfalken-Bewachungscamp am Hundsfelsen. Aktive aus dem
Arbeitskreis Wanderfalkenschutz stellten den jungen Naturbeobachtern
ihr Spektiv zur Verfügung. Fabian Krapp, Leiter der NAJU Edesheim,
hatte die Jugendlichen vorher über die Lebensweise der Wanderfalken
informiert. Nun konnten sie „live“ miterleben, wie ein junger
Wanderfalke auf dem Felsen eine Singdrossel zerrupfte.
Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, möchte so
ein Zeltlager nun auch den Kindern anbieten, die nicht in der Nähe
einer NAJU-Gruppe wohnen. Thema des Zeltlager, das vom 22.-24. August
auf dem Zeltplatz in Waldhambach stattfindet, soll die Artenvielfalt
sein. Die Flora und Fauna im Bach, im Waldboden und auf einer Wiese
soll spielerisch erforscht werden. Unkostenbeitrag: 15 €. Anmeldung
für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren unter
www.NABU.Suedpfalz.de oder Tel. 06341/31628 im Naturschutzzentrum
Hirtenhaus in Landau-Mörzheim.
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Auf der Suche nach starkem Rückhalt
Start der NABU Werbung in der Südpfalz
A usgerüstet
mit Informationsmaterial und guten Argumenten sind Aktive des
Naturschutzbund Deutschland (NABU) im Pfälzerwald unterwegs und
sprechen in den Haushalten vor. In den nächsten Tagen wollen sie in
der Verbandsgemeinde Annweiler so viele neue Mitglieder für den NABU
in der Südpfalz gewinnen.
S eit
über 30 Jahren engagiert sich der NABU für den Naturschutz in der
Südpfalz und hat dabei erstaunliche Erfolge aufzuweisen. Im Wasgau
wurden viele Streuobstwiesen erhalten oder neu angelegt, wie
beispielsweise auf dem Adelberg, in Gräfenhausen, Rinnthal oder
Wernersberg.
Auch für die Errichtung
von Amphibien-Schutzzäunen, wie zuletzt bei Gräfenhausen und zwischen
Frankweiler und Albersweiler, macht sich der NABU stark. Bei
Straßenbauprojekten wie aktuell dem Ausbau der B10 kämpfen die
NABU-Gruppen gegen die Zerschneidung von Lebensräumen und
Umweltbelastungen und machen fachlich fundierte Vorschläge zu
Alternativen und Ausgleichsmaßnahmen.
" Für
laufende und neue Projekte braucht der NABU mehr finanzielle
Unterstützer und aktive Mitstreiter", so Nathalie Plum, Leiterin der
NABU-Regionalstelle Südpfalz. "Für uns ist es wichtig, sowohl Flora
und Fauna zu schützen, als auch die Bewohner der Südpfalz durch
naturkundliche Exkursionen mit den Naturschönheiten in
ihrer Umgebung vertraut zu machen. Den Kindern im NABU bieten wir die
NABU-Naturerlebnisschule, ein Zeltlager zum Thema Artenvielfalt im
August und zahlreiche Aktionen im Rahmen des Ferienpass. Daneben gibt
es auch feste Kinder- und Jugendgruppen, die beim NABU durchs Jahr
hindurch die Natur in ihrer Umgebung kennenlernen."
Neue Mitglieder werden
zudem durch die regelmäßig erscheinende NABU-Zeitschrift „Naturschutz
heute" über aktuelle Projekte des NABU im In- und Ausland informiert.
„Mehr Mitglieder sind
das Ziel, kein Einsammeln von Barspenden", betont Nathalie Plum. „Wir
erhoffen eine dauerhafte Unterstützung des Verbandes, denn nur eine
breite Basis kann erfolgreich zum Schutz der Lebensräume von Tieren
und Pflanzen beitragen".
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Kampf der Herkulesstaude
NABU verhindert Ausbreitung des Neophyten im Landschaftsschutzgebiet
An
vielen Stellen in der Südpfalz, vor allem entlang der Bäche, kann der
Spaziergänger jetzt wieder riesenhafte Blätter sehen, aus deren Mitte
ein bis zu mehrere Meter hoher Blütenstand hervorschießt. Der aus dem
Kaukasus stammende Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt, wurde
um 1900 als imposante Zierpflanze eingeführt. Und nun wird man ihn
kaum mehr los.
Für
den NABU heißt es jetzt handeln: Bevor der gefürchtete "Herkules" zur
Samenreife kommt, wird ihm durch das Abschneiden der Blütendolden der
Garaus gemacht. Später dann werden die ganzen Pflanzen mit Wurzeln
ausgegraben. "Wenn man den Riesenbärenklau bloß abmäht, wächst er
danach nur ncoh umso stärker nach", so Werner Kern vom NABU Landau,
der die Arbeitseinsätze im Landschaftsschutzgebiet Schleidgraben bei
Mörzheim organisiert.
Dieses Vorgehen hat nichts mit "Fremdenhass" zu tun. Die meisten
sogenannten Neophyten, das heißt neu eingebürgerten Pflanzen, fügen
sich problemlos in die heimische Flora ein, wie z.B. der Persische
Ehrenpreis mit seinen schönen blauen Blüten. Andere kommen außerhalb
der Siedlungen selten vor, wie etwa der Sommerflieder Buddleja,
der außerdem eine gute Bienenweide abgibt. Anders der Riesenbärenklau:
ähnlich wie Goldrute, Indisches Springkraut und Japanischer
Staudenknöterich bildet er Dickichte, die die einheimischen Pflanzen
auf teils großer Fläche verdrängen.
Wer selbst „Hand anlegen“ will, sollte allerdings vorsichtig sein,
Handschuhe anziehen und langärmlige Kleidung tragen: Bei Berührung mit
dem Saft der Herkulesstaude wird die menschliche Haut photosensitiv.
Dies führt bei Sonnenlicht zu schmerzhaften Verbrennungen.
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Letzte Ruhestätte der Menschen als
Konzertbühne der Vögel
Landau: Vogelkundliche Wanderung des NABU auf dem Friedhof - bei
strömendem Regen...
(Rheinpfalz Mi 25.5.05)
Trotz Regens großes Interesse an den
Piepmätzen: Friedhofsexkursion zur "Stunde der Gartenvögel" in Landau.
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Deutschland sucht den Gartenvogel
Der NABU veranstaltet die
“Stunde der
Gartenvögel” –
mitmachen lohnt sich
Landau/ Gommersheim/
Neustadt.
- Die “Stunde der Gartenvögel” schlägt am Wochenende
des 20. bis 22. Mai: Der Naturschutzbund NABU ruft die Menschen aus
ganz Deutschland auf, alle Vögel zu notieren, die sie innerhalb einer
beliebigen Stunde beim Blick in den Garten, in den Park oder vom
Balkon aus beobachten. Gesucht werden Amsel, Blaumeise, Buchfink,
Dompfaff, Grünfink, Hausrotschwanz, Haussperling, Kohlmeise,
Rotkehlchen, Singdrossel, Star und Zaunkönig. “Wir erhalten so
Erkenntnisse über den Bestand und die Verbreitung der einzelnen
Vogelarten”, sagt Nathalie Plum, Leiterin der NABU-Regionalstelle
Südpfalz in Landau-Mörzheim. "Je mehr Menschen daran teilnehmen,
desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse.” Unter den Teilnehmern
verlost der NABU Preise im Wert von mehreren tausend Euro, darunter
Reisen zum Nordkap und zu den Lofoten.
Der NABU veranstaltete
die “Stunde
der Gartenvögel”
zum ersten Mal 2003 in Niedersachsen. Viele tausend Vogelbeobachtungen
gingen damals ein. Dieses Jahr weitet der NABU die Gartenvogelzählung
erstmals auf das gesamte Bundesgebiet aus. Die Aktion wird damit zur
größten
kollektiven Vogelbeobachtung Deutschlands.
“Die
Vogelralleys sind auch für
bisher Unkundige eine großartige
Gelegenheit, mehr über
unsere heimischen Vogelarten zu erfahren und gleichzeitig an
Deutschlands größter
Datensammlung zu Gartenvögeln
mitzuwirken”,
so Nathalie Plum. Dazu gibt es zwei Wege: Zum einen kann jeder auf
eigene Faust in seinem Garten oder einem nahegelegenen Park Vögel
beobachten und zählen.
Die mit Farbfotos der gesuchten Vogelarten ansprechend gestalteten
Meldebögen
liegen bereits in vielen Lottoannahmestellen, Geschäften
und Banken in der Südpfalz
aus und können
in der NABU Regionalstelle bestellt oder abgeholt werden (06341/31628,
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de). Zum anderen veranstalten verschiedene
NABU-Gruppen in der Südpfalz
vogelkundliche Exkursionen: Wer noch keine Erfahrung beim
Vogelbestimmen hat, kann unter fachkundiger Anleitung um die Wette
beobachten. Auch die Ergebnisse aus den Exkursionen werden eingesandt
und ausgewertet.
Weitere
Informationen finden sich im Internet unter
www.stunde-der-gartenvoegel.de
oder
unter
Tel. 06341/31628.
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Mit Kanonen auf
Spatzen schießen
NABU warnt: Chemo-Keule gegen
Frostspanner-Raupen trifft vor allem die Vögel
zu
Ihrem Bericht „Das große Fressen hat schon begonnen“ vom 11.5.05
Auch im Kreis
Germersheim haben die Raupen von Frostspanner und Eichenwickler
sichtbar zugeschlagen. Wer in Westheim oder Zeiskam aufmerksam durch
die Landschaft fährt, sieht immer wieder vollkommen kahl gefressene
Bäume. Laubbäume wie Eiche, Ahorn und vor allem Obstbäume sind
betroffen. Da greift so mancher Hobby-Gärtner schonmal schneller als
sonst zur chemischen Waffe gegen die massenhaft auftretenden
Schädlinge. In diesem Stadium hilft es dem Baum allerdings kaum noch.
Dafür trifft es umso schlimmer die Fraßfeinde der Raupen: die Vögel.
„Jetzt in der Brutzeit werden Raupen von den Singvögeln in großen
Mengen verfüttert. Das in ihnen enthaltene Gift sammelt sich im
Vogelkörper an und kann den Jungvögeln schnell das Leben kosten“,
warnt Joachim Zürker, Vorsitzender des NABU Bellheim und selbst
passionierter Züchter alter Obstsorten. „Wenn man durch Gießen dafür
sorgt, dass die Bäume den Sommer über keinen Trockenstress erleiden,
erholen sie sich meist wieder von dem Befall“, so Zürker.
Neben biologischer
Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel mit Raupenfliegen, die ihre Eier in
die Frostspannerraupen hineinlegen, helfen hauptsächlich vorbeugende
Maßnahmen. Und auch hier spielen die Vögel wieder eine wichtige Rolle:
„Nistkästen aufhängen und die Winterfütterung an frostfreien Tagen im
ausklingenden Winter unterbrechen“, rät Zürker - „dann werden die
jungen Raupen von den Vögeln gleich nach dem Schlüpfen verspeist!“
Mehr Infos:
www.oekolandbau.de;
www.NABU-Suedpfalz.de

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Der Fuchs
im Garten - Freund oder Feind?
In den letzten Wochen
sind in Annweiler mehrfach Füchse in Gärten beobachtet worden -
zuletzt gar eine Fähe mit Jungfüchsen. Die NABU Regionalstelle
Südpfalz erreichten sowohl Anrufe von Anwohnern, die sich gestört
fühlen und um ihre Gesundheit besorgt sind als auch solche von
Tierfreunden, die um das Leben der Tiere bangen. Der NABU will über
die Füchse aufklären und so Kurzschlussreaktionen von verängstigten
Bürgern vorbeugen, etwa dem "Vergasen" von Jungfüchsen in ihrem Bau,
der am Ortsrand von Annweiler im Wald vermutet wird.
Wenn Füchse den
menschlichen Behausungen so nahe kommen, heißt das noch lange nicht,
dass sie Tollwut haben. Oft gehen sie alte Pfade, die vom Menschen
erst in jüngerer Zeit bebaut worden sind, und merken dann, dass in den
Gärten nicht gejagt wird und sie sicherer sind als im Wald. Außerdem
gibt es dort Futter in Hülle und Fülle, vom Komposthaufen über
Fallobst bis zu Ratten und Mäusen. Indem der Fuchs diese vertilgt,
kann er sich sogar nützlich machen und pflegt mit seiner Konkurrentin,
der Hauskatze, meist sogar ein friedliches Verhältnis. "Die kennen
sich von ihren nächtlichen Ausflügen und tun sich nichts", berichtete
die Polizeistreife einer Katzenbesitzerin. Es kann zwar zu Kämpfen
kommen, die aber normalerweise für die Katze nicht schlimmer ausgehen
als die Kämpfe mit anderen Katzen. Obwohl die Tollwut durch die
vorbeugenden Impfungen weitgehend eingedämmt wurde, besteht die
Gefahr, dass der Fuchs die Fuchsräude auf Haustiere überträgt. Was den
gefürchteten Fuchsbandwurm angeht, ist die Gefahr im Garten nicht
größer als bei Gemüse aus dem Supermarkt, das in der Pfalz ja auch auf
dem freien Feld gedeiht und für den Fuchs gut erreichbar sind. Es
gilt: gut waschen. Nach dem Abkochen besteht keine Gefahr.
Dennoch: Der Rotfuchs ist ein Wildtier und soll
dies auch bleiben. Auf keinen Fall sollte man Füchse füttern und somit
an den Menschen gewöhnen. Neben Essbarem sollte man auch "Spielsachen"
für die Jungen (Bälle, Schuhe u.ä.) abends aufräumen. Wer störende
Füchse aus seinem Garten vertreiben will, sollte nicht mit Gas oder
Flinte "Selbstjustiz" üben. Es reicht so ein einfaches Mittel wie eine
Bratpfanne, gegen die man einen Topfdeckel schlägt- denn Lärm mag der
Fuchs gar nicht.

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Naturerlebnis am Rande des Loschter Handkeesfescht
Bei sommerlichen Temperaturen hatten sich
viele Besucher des Loschter Handkeesfeschts gegen das Auto und
für den Drahtesel entschieden. Um dieses umweltfreundliche
Verhalten zu unterstützen, bewachte die NABU Gruppe Lingenfeld
an allen Tagen des Fests die Fahrräder, insgesamt über 1800.
Am Sonntag konnten die Kinder der Besucher
an einem Naturerlebsnisprogramm teilnehmen. Mit den
Umweltpädagoginnen des NABU ging es auf eine Entdeckungsreise
zwischen Wiese und Wald. Nur wenige Maiglöckchen blühten
bereits, dafür sang am hellichten Tag die Nachtigall. Mit
Becherlupen ausgerüstet brachten die Kinder allerlei
interessante Flug-und Krabbeltiere heran: Erdhummeln,
Bockkäfer, Rüsselkäfer, 22-Punkte-Marienkäfer, Spannerraupen,
verspätete Märzhaarmücken, Rollasseln und sogar Wolfsspinnen
und Krabbenspinnen, die beim näheren Hinsehen auch gar nicht
so eklig waren! Der Höhepunkt aber war eine Florfliege, die
ihrem Namen "Blattlauslöwe" alle Ehre machte: Sie saugte so
eine Laus gerade genüsslich aus. Da war die kanppe Stunde viel
zu kurz, um allen Tieren Namen zu geben, und die NABU
Umweltpädagoginnen wurden belohnt durch den Ausruf des
Jüngsten in der Gruppe: "Das war gaaanz schön!"
Bei Interesse an Angeboten für Kinder und
Jugendliche der NABU-Gruppen in der Südpfalz erhalten Sie
auskunft in der NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel.:
06341/31628, email NABU.Südpfalz@NABU-RLP.de.
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Wässertage Bellheim
Nach über 30 Jahren ist es nun zum ersten Mal wieder
soweit: Nach einem traditionellen System werden die Holzwiesen bei
Bellheim gewässert. Am verbrieft festgelegten 23. und 24. April
werden, wenn alles glatt läuft, die Wiesen für zwei Tage unter Wasser
stehen. Diese Technik stammt aus dem 15. Jahrhundert, als die
Landwirte das Wasser der Queich und anderer Bäche nutzten, um den
Ertrag der Wiesen auf dem leicht austrocknenden Sandböden zu steigern.
Da die Müller allerdings das Bachwasser zum Antrieb ihrer Mühlen
benötigen, kam es immer wieder zu Konflikten. Um diese gering zu
halten, wurden feste Wässertermine ausgehandelt, die bis heute ihre
Gültigkeit haben.
Im Rahmen des Queichwiesenprojekts des
Landschaftspflegeverbands Südpfalz und der Verbandsgemeinde Bellheim
soll diese alte Technik nun wieder eingesetzt werden. Die Auswirkungen
auf Flora und Fauna der Wiesen wird von Wissenschaftlern beobachtet.
Der Bauhof Bellheim hat in Zusammenarbeit mit dem
NABU und dem Projekt "Wässertage Bellheim" an der Hauptschule Bellheim
die Schließen im Bereich des "Stauwehrs am Spiegelbach" soweit
vorbereitet, dass das Wasser des Spiegelbachs aufgestaut werden kann.
Am kommenden Freitag, den 22.04.05 wird es dann pünktlich um 18 Uhr
seinen Weg in die Holzwiesen finden. Wer diesem Schauspiel beiwohnen
und bei der Öffnung der Schließen mitmachen will, kann auf dem
Parkplatz an der Knittelsheimer Mühle parken. Der Weg ist von dort an
ausgeschildert. Wer einen Hund hat, sollte diesen allerdings an der
Leine führen, da sich erfahrungsgemäß zahlreiche Wiesenvögel
einfinden, die auf die neue, interessante Nahrungsquelle aufmerksam
werden und durch freilaufende Hunde empfindlich gestört werden.
"Wir hoffen ja, dass auch die Weißstörche wieder in
großer Zahl zusammenkommen", so Matthias Brock, 2. Vorsitzender des
NABU Bellheim. "In den nassen Wiesen sieht man dann Störche aus
verschiedenen Revieren, die friedlich nebeneinander nach flüchtenden
Regenwürmern und Schankenlarven suchen." In seiner Funktion als
Jugendpfleger in der Verbandsgemeinde Bellheim hat Matthias Brock
bereits mit einer Schulklasse zusammen einen Graben geöffnet. Der
Bauhof hat seinerseits an diesem Graben ein 630 kg schweres
Bewässerungsrohr ausgetauscht.
Am Samstagnachmittag werden noch Helfer zur
Regulierung der Schließen gebraucht, ebenso am Sonntag ab 15 Uhr. Denn
bis 18 Uhr muss der Spiegelbach wieder soviel Wasser führen, dass die
Mühlen wieder in Betrieb genommen werden können.
Auch die Jugendlichen des Projektes "Wässertage
Bellheim" an der Hauptschule Bellheim sind dazu herzlich eingeladen.

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Nisthilfe für Wildbienenarten
Rheinpfalz, 04.05.2005
NABU bietet Info- Broschüre mit Bauanleitungen
und Pflanztipps
Neu: Hummelkasten jetzt im Hirtenhaus
zur Ansicht
Die Honigbiene und
Hummeln kennt wohl jeder - aber wussten Sie, dass unzählige Wildbienen
gibt, und dass die meisten Bienen gar keine Staaten bilden, sondern
allein (solitär) in Hohlräumen im Boden oder in Pflanzen leben? Und
dass diese friedfertigen Bienen gar nicht stechen? Diese Tiere müssen
also nicht furchterregend sein, sondern können auch das Staunen der
Menschen auf sich ziehen. Einige ansprechend schöne Arten mit
interessanter Lebensweise können im eigenen, naturnahen Garten zum
beliebten Beobachtungsobjekt von Groß und Klein werden. Wie, das zeigt
der Naturschutzbund NABU.
So lässt sich etwa
eine Nisthilfe für zahllose Wildbienen besonders leicht anfertigen -
durch zusammengebundene, hohle Stängel oder gebohrte Löcher in einem
Stück harten Holzes, angebracht an einer möglichst sonnigen Stelle.
Auch Hummeln kann geholfen werden, für sie sind spezielle Nistkästen
entwickelt worden. Hier heißt es allerdings: gewusst wie! Denn falsch
angefertigte Nisthilfen können eine erfolglose Brut der Bienen und
sogar den Tod der Hummeln zur Folge haben. Deshalb stehen ab sofort im
NABU Hirtenhaus in Landau-Mörzheim verschiedene Bienenhölzer und ein
Hummelkasten zur Ansicht bereit. Die Bienenhölzer sind an der Südseite
des Hauses installiert und werden unter anderem von der Gehörnten
Mauerbiene (Osmia cornuta) gut angenommen. „Es wird
zweifelsohne ein Bienenjahr“, so der Bienenexperte Herbert Riebel,
Erbauer des Hummelkastens und Autor der Broschüren „Wildbienen im
eigenen Garten“ und „Wir bauen einen Hummelkasten.“, in denen auch in
anschaulicher Weise mit allerlei Vorurteilen und falschen Ängsten
gegenüber Insekten aufgeräumt wird.
Allerdings nützen die
besten Nisthilfen nichts in einem Rosen-Rasen-Immergrün-Garten: Ebenso
wichtig ist die Schaffung eines wirklich attraktiven Lebensraumes, der
ausreichend Nahrungsgrundlagen bietet.
Die Broschüren können
angefordert oder abgeholt werden beim NABU Südpfalz, Brühlstr. 21,
76829 Landau-Mörzheim, Tel. 06341/31628.

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Krötendrama am Baumarkt
Stadtanzeiger 07.04.2005
Eine bisher vollkommen
unbekanntes Vorkommen von Erdkröten entdeckten Naturschützer vom nvs
(Naturschutzverband Südpfalz) letzte Woche zufällig im Gewerbebiet in
der Gilletstraße in Landau. Beim Versuch, das Regenrückhaltebecken im
Süden der Straße zu erreichen, ließen unzählige Kröten im regen
Verkehr vor Ostern ihr Leben, selbst auf den Parkplätzen. Aktive von
nvs und NABU brachten im Laufe der Ostertage über 150 Tiere in das
Feuchtgebiet. Unklar ist noch, wo die Tiere herkommen, da die B10 im
Norden eigentlich ein unüberwindbares Hindernis für sie darstellt.
Inzwischen hat bereits die
Rückwanderung eingesetzt, die sich über die nächsten Monate hinziehen
wird. Durch die Zeitumstellung setzt die Dämmerung nun erst nach
Ladenschluss ein, so dass sich die Gefahr für die Kröten etwas
verringert hat. Autofahrer werden dennoch gebeten, besonders
vorsichtig und langsam (unter 30 km/h) zu fahren (wir berichteten).
NABU und nv-s planen für das kommende Jahr die Errichtung eines
Krötenzauns und wünschen sich dafür die Unterstützung des angrenzenden
Baumarkts.
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Uhu ist Vogel des Jahres 2005
Wochenblatt: 16.03.05
Große Erfolge in Sachen Arten- und
Lebensraumschutz
In der Südpfalz sind die Uhus nur „auf
der Durchreise“, Schleiereule brütet vielerorts
Der NABU und der
Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben den
Uhu zum Vogel des Jahres 2005 gekürt. „Mit dem Uhu haben wir einen
Vogel ausgewählt, der wie kaum eine andere Art für einen der ganz
großen Erfolge in Sachen Arten- und Lebensraumschutz steht“, sagt
Nathalie Plum, Leiterin der Regionalstelle Südpfalz des NABU. Die
hierzulande einst fast ausgerottete größte europäische Eule kommt dank
gezielter Artenhilfsprogramme heute auch wieder in der Pfalz vor. Da
der Uhu in der Regel ein Felsenbrüter ist, trifft man ihn allerdings
in der Rheinebene nur „auf der Durchreise“ an. Erfolgreiche Bruten gab
es in den letzten Jahren im Donnersbergkreis, in der Haardt immerhin
einige Brutversuche. Zur Zeit kann man die imposanten Vögel, die eine
Größe von 70 cm und ein Gewicht von bis zu 3 kg erreichen können,
nachts im Pfälzer Wald rufen hören. Das weittragende „Buhoo“ hat ihnen
den deutschenNamen Uhu wie auch die wissenschaftliche Bezeichnung
Bubo bubo eingebracht. Meldet sich jedoch auf den Balzruf hin kein
Weibchen mit dem helleren „Uhju“ zur Paarung, ziehen die Männchen
unverrichteter Dinge weiter in dichter besiedelte Uhu-Gebiete. Mit
einer Flügelspannweite von bis zu 1,80 Meter ist der Flug des „Königs
der Nacht“ ein beeindruckendes Schauspiel. Da so ein großer Vogel
allerdings neben Feldmäusen, Ratten, und Igeln auch größere Beutetiere
wie Rebhühner, Kaninchen und Hasen greift, die nunmal auch der Mensch
gerne verspeist, war er nicht immer so beliebt wie heute.
Zeitweise
stellte man dem „Schädling“ so massiv nach, dass er in
vielen Regionen ausstarb. Weitere Gefahren für den Uhu gehen aus von
Stromschlägen durch Masten, Beunruhigung durch Klettersportler,
Straßen- und Schienenverkehr sowie vergiftete Mäuse und Ratten. Heute
hat der Uhu dank des Engagements der Naturschützer vielerorts wieder
stabile Bestände. Ausgerechnet Baggerführer können helfen, geeignete
Lebensräume für den Uhu zu schaffen. In zahlreichen Steinbrüchen wurde
durch Schulung der Baggerführer erreicht, dass dem Uhu statt
„glattgekratzter“ Steilwände nun wieder gut strukturierte
Felsenlandschaften mit zahlreichen Nischen zum Brüten zur Verfügung
stehen. Auch die Kooperation mit Klettersportlern im
Wanderfalkenschutz kommt dem Uhu zu gute. Dennoch ist er bis heute
besonders schutzbedürftig, ebenso wie seine kleineren Verwandten.
Die Schleiereule, die als
typischer Kulturfolger in Gebäuden brütet, ist in Landau noch
heimisch. Der NABU bringt für sie spezielle Nistkästen in
Scheunen und Kirchtürmen an. Im letzten Jahr wurden die im
Kirchturm von Landau-Mörzheim geschlüpften Schleiereulen, kurz
bevor sie flügge wurden, unter Mitwirkung der
Kindergartenkinder beringt. Waldohreulen, die gerade jetzt im
Winter bis in unsere Gärten kommen und leicht an den
„Pinselohren“ erkannt werden können, bauen keine eigenen
Nester; sie sind auf verlassene Nester von Elstern,
Rabenkrähen oder Bussarden angewiesen.
Im Kreis
Germersheim geht es den dort vorkommenden Eulenvögeln
besonders gut, da sich gleich zwei aktive NABU-Gruppen um sie
bemühen. Ein Schleiereulen-Nistkasten im ehemaligen Wasserturm
am Bründelsberg zwischen Lingenfeld und Schwegenheim ist
alljährlich die Kinderstube für zahlreiche Schleiereulen. Vor
wenigen Jahren wurden dort 9 Jungvögel aus einer Brut flügge.
In manchen Jahren, wenn 2 Jahresbruten stattfinden, fliegen
die letzten Eulen erst im November aus. Zwei
Schleiereulen-Brutpaare sind aus Zeiskam bekannt, einige
weitere in Ottersheim. Eine Nisthilfe in Bellheim wurde bisher
nicht angenommen; dennoch wird in Kürze eine weitere
eingerichtet und der Erfolg beobachtet. In einem Bellheimer
Garten wurden im Februar 11 Waldohreulen beobachtet, die sich
zu einer Schlafgemeinschaft zusammengeschlossen hatten. Der
Waldkauz kommt im Gebiet vor; es gibt jedoch bisher keine
Brutnachweise. Auch in Sachen Steinkauz sind nach jahrelangen
Bemühungen erste Erfolge zu verzeichnen. So musste Dieter
Becker, 2. Vorsitzender des NABU Lingenfeld, bei einer
kürzlich durchgeführten Baumfällung im Rahmen der
Flurbereinigung eine besetzte Niströhre umsiedeln (wir
berichteten).
Die Pflege-
und Ausgewöhnungsstation des NABU in Haßloch leistet lokal
einen wichtigen Beitrag zum Erhalt verschiedener Eulen und
anderer Greifvögel. Dort hat man auch die einmalige
Gelegenheit, einem Uhu aus nächster Nähe in die zuweilen etwas
streng anmutenden Augen zu schauen. Allerdings sollte man sich
beeilen: Sobald die Witterung milder wird, ist die nächste
„Freilassung“ einiger Exemplare in die Wildnis geplant.

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Frühjahrsputz für die Natur
Wochenblatt:16.02.05
Der NABU
Südpfalz appelliert an alle Vereine/Gruppen und privaten
Gartenbesitzer, die einen "Frühjahrsputz" in ihrer Gemeinde und
Umgebung oder im Garten durchführen wollen, nicht bis zum Frühjahr zu
warten, sondern bereits jetzt die Säuberungsaktionen durchzuführen.
"Die
Störanfälligkeit der Natur ist im ausklingenden Winter geringer als in
den sensiblen Frühjahrsmonaten," begründet Nathalie Plum, Leiterin der
NABU Regionalstelle Südpfalz, diese Forderung. Zwar sei es sehr
erfreulich, dass sich immer mehr Vereine und Bürger aktiv für die
Sauberkeit, Hege und Pflege ihrer Gemarkungen einsetzen und damit auch
das Bewusstsein für den Umgang mit der Natur schärfen. Diese Aktionen
dürften aber nicht auf Kosten der zu schützenden Natur durchgeführt
werden. Deshalb empfiehlt der NABU, diese vor Mitte März
durchzuführen. "Danach sind zahlreiche Vögel mit ihren Vorbereitungen
zur Brut beschäftigt und die Setzzeit des Wildes beginnt - dann muss
die Natur für den Menschen tabu sein. Im Putzeifer kann hier ganz
unbeabsichtigt enormer Schaden angerichtet werden!" Der Müll lagert ja
in der Regel nicht nur am Wegesrand und wenn dann im Gebüsch
gearbeitet wird, ist die Gefahr groß, unbedacht Nester zu zerstören.
Den wenigsten Menschen ist ja bekannt, dass nämlich eine ganze Reihe
von Vögeln Bodenbrüter sind und die Randflächen entlang von Wegen und
Gräben ihr Brutgebiet ist. Oder hätten Sie gewusst, dass Nachtigall,
Rotkehlchen und Zaunkönig in Bodennähe oder der Sumpfrohrsänger
(übrigens ein wunderbarer Stimmenimitator!) gerade in
Brennnesselstauden am Wegesrand ihre Nester bauen? Und damit andere
Tiere ausweichen können, sollten immer nur kleine Abschnitte auf
einmal "durchkämmt" werden. Ruhe in den Kinderstuben unserer Tiere ist
für das Überleben des Nachwuchses erstes Gebot.
„Der NABU
geht gerade mit gutem Beispiel voran, wie unsere Entbuschungs- und
Pflegeaktionen im Regenrückhaltebecken Ranschbachtal bei Arzheim und
im Naturschutzgebiet Ebenberg in Landau in der letzten Woche gezeigt
haben. Unsere FÖJler und Ehrenamtlichen arbeiten natürlich auch lieber
bei milden Temperaturen. Dennoch kann man auch an den kalten Tagen
Freude an einer Säuberungsaktion in Wald und Flur haben – vor allem
wenn man weiß, dass man später im Jahr durch ein vielstimmiges
Vogelkonzert belohnt wird", so Plum. Auch die bereits austreibende
Pflanzenwelt - von Gelbstern, Küchenschelle und Buschwindröschen bis
hin zur Traubenkirsche - dankt es, wenn sie in der empfindlichen Phase
des Austreibens nur gegen eventuelle Spätfröste und nicht auch noch
gegen Verletzungen durch Tritt oder Heckenschnitt ankämpfen muss.
Der NABU
hofft zudem darauf, dass Säuberungsaktionen in naher Zukunft
überflüssig werden: "Wenn Umweltschutz für jeden Bürger zur
Selbstverständlichkeit geworden ist, wird unsere Natur nicht länger
als Müllkippe missbraucht werden."

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Tage werden länger –Tipps für
Naturbeobachtung im Vorfrühling
Wacholderdrosseln im Zugstau – NABU
begrüßt Verbot der Entenfütterung
Rheinpfalz: 21.03.05
Nun wo die Tage wieder
länger sind, meldet sich der Bewegungsdrang auch bei den Stubenhockern
langsam wieder zurück. Da die Bäume noch kein Laub tragen, kann man
zur Zeit noch besonders gut Singvögel beobachten, wie sie mit ihrem
Balzspiel beginnen. Auch Spechte sind gerade sehr aktiv bei der
Nahrungssuche oder beim „Trommeln“, das der Revierabgrenzung dient.
Besonders ernst meinen es einige Elstern mit der Verteidigung ihrer
angestammten Nistplätze vom letzten Jahr und liefern damit Werner
Kern, dem Ortsvorsitzenden des NABU Landau, ein höchst amüsantes
Schauspiel vor dem eigenen Haus: „Ein Rabenkrähenpaar versucht seit
Tagen, ein Nest im Baum vor unserem Haus zu bauen, doch die Elstern
lassen sie einfach nicht und fliegen zu viert eine Attacke nach der
anderen gegen die beiden Krähen.“ Die Schleiereule im NABU-Nistkasten
im Mörzheimer Kirchturm hat ihren Platz auch bereits wieder bezogen.
Bei Einbruch der Dunkelheit ist das typische „schnarchende“ Geräusch
der Eule rund um den Kirchturm zu hören. „Über eine erneute Brut in
diesem Jahr würden wir uns natürlich riesig freuen“, so Kern.
In den letzten Tagen
erreichten die Leiterin der Regionalgeschäftsstelle des NABU Südpfalz,
Nathalie Plum, im Hirtenhaus in Landau-Mörzheim mehrere Anrufe wegen
ungewöhnlich bunter, unbekannter Vögel, die in Gärten, auf Friedhöfen
und sogar in Parkanlagen mitten in der Stadt beobachtet wurden. Es
sind Wacholderdrosseln, die zwar in der Pfalz durchaus auch brüten,
aber sonst nicht in so großen Mengen und nicht unbedingt mitten in den
Siedlungen angetroffen werden. Sie sind in einen klassischen `Zugstau`
geraten: Aufgrund der tiefen Minusgrade und des Schnees der letzten
Wochen konnten die Tiere auf ihrem Rückzug in ihre Brutgebiete,
insbesondere in Skandinavien und Nordosteuropa, nicht weiterziehen,
weil sie dort von ihren Nahrungsquellen abgeschnitten sind.
Hierzulande haben sie die Möglichkeit, sich an den letzten Beeren und
Früchten gütlich zu tun. Diese finden sie aufgrund der weitgehend
ausgeräumten Landschaft oft nur noch in den Dörfern und Städten. „Hier
am Hirtenhaus nascht die Wacholderdrossel an unserem Spalierobst vom
letzten Jahr“, berichtet Nathalie Plum, „und zum Glück hängt auch noch
manche Traube im Wingert, so dass die Drossel hier in der Pfalz gut
über den Winter gekommen sein dürfte“. Im Mittelalter war die
auffallend farbenfrohe Drossel als `Krammetsvogel` bekannt und als
Delikatesse sehr geschätzt. Wer ihr im nächsten Winter etwas Gutes tun
will, kann Äpfel im Garten oder auf der Terrasse auslegen und wird
sehen, dass auch andere Vögel so eine Mahlzeit schätzen. Dem
vorzuziehen ist jedoch das Pflanzen beerentragender Sträucher im
Garten.
Auch das Füttern von
Enten an den Gewässern im Park macht natürlich Freude, ist aber
keineswegs notwendig und ökologisch sehr problematisch. „Der NABU
Südpfalz begrüßt die Entscheidung des Landauer Stadtrates, das
Fütterverbot für Tauben auf Wasservögel und Fische auszudehnen“, so
Nathalie Plum. „Neben dem Schaden für die gefütterten Tiere selbst
kommt die Eutrophierung, also das sogenannte „Umkippen“ der Gewässer
durch Ausscheidungen und nicht verzehrtes, vergammelndes Futter hinzu.
So sind auch andere Organismen, für die zum Beispiel der
Schwanenweiher in gutem Zustand ein geeigneter Lebensraum wäre, von
der falsch verstandenen Tierliebe betroffen.“
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letztes
Update: 18.09.06
Kai Brendes
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