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Gutes tun und darüber reden
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Natur vermitteln, informieren und
aufklären ist unser Ziel
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Werner Kern – 1.
Vorsitzender des NABU Landau
Regelmäßig stellt der
STADTANZEIGER Landau Personen des öffentlichen Lebens aus Politik,
Kunst, Kultur, Wirtschaft, sozialen Einrichtungen und Sport vor. Dabei
legen wir besonderen Wert darauf, nicht nur über die Arbeit dieser
Person zu berichten, sondern auch den Menschen selbst kennen zu
lernen. Dieses Mal an der Reihe ist Werner Kern, 1.Vorsitzender des
NABU Landau. „Der Natur- und Artenschutz wurde mir so quasi in die
Wiege gelegt, denn schon mein Vater war im NABU aktiv.“, erzählt der
65-jährige. „Von ihm habe ich die Sensibilität für Tiere und Pflanzen
gelernt! Zudem ist es die Schöpfung Gottes die mich fasziniert – sie
ist etwas Großartiges“, betont er. „Gegründet habe ich die NABU-Gruppe
im Jahre 1972, damals noch als Vogelschutzgruppe im Deutschen Bund für
Vogelschutz. Wegen der vielfältigen Naturschutzaktivitäten, die sich
nicht nur auf den Vogelschutz beschränken, wurde der DBV 1990 in NABU
Naturschutzbund Deutschland umbenannt“. Die NABU-Gruppe Landau-Stadt
hat ihren Sitz im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Mörzheim und zählt
850 Mitglieder. Im Gespräch wird schnell klar, dass er stolz ist auf
das Hirtenhaus. „Es wurde 1749 erbaut und von drei Hirten bewohnt. Es
ist ein Stück Mörzheimer Geschichte - 1989 sollte es abgerissen
werden. Der NABU hat es zunächst gepachtet und in mühevoller Arbeit,
immerhin 3 Jahre lang, renoviert und saniert. Am 30. Apri1 1992
konnten wir dann das Naturschutzzentrum Hirtenhaus der Öffentlichkeit
präsentieren und haben es nach einigen Jahren von der Eigentümerin als
Schenkung erhalten“. Kern sieht das Hirtenhaus als Haus der
Umweltbildung, dass mit seinem Bildungsangebot in der ganzen Pfalz
bekannt ist. Zwei ausgebildete Umweltpädagoginnen sorgen mit
Seminaren, Vorträgen und Exkursionen, dafür, dass, dass Hirtenhaus ein
anerkannter außerschulischer Lernort ist. „Darüber hinaus kaufen,
pachten und pflegen wir ökologisch wertvolle Flächen und führen die
ökologische Bewirtschaftung eines Weinbergs durch und vermarkten auch
die erwirtschafteten Produkte wie Wein, Apfelsaft und Schnaps“. Zu
sprechen kommt der Naturschützer auch auf das Internationale Workcamp,
dass der NABU alljährlich veranstaltet. Die insgesamt 12 Jugendlichen
aus verschiedenen Ländern, übernehmen einige Stunden am Tag
verschiedene Pflegearbeiten beispielsweise von Streuobstwiesen oder
Feuchtgebieten, auch Nistkästen anbringen gehört zum Einsatzbereich.
Dafür stellt dann der NABU Unterkunft im Hirtenhaus und Verpflegung.
Bei all der Arbeit, die es beim NABU für ihn gibt, merkt man doch,
dass ihm besonders die Jugendarbeit sehr am Herzen liegt. In diesem
Zusammenhang erzählt er von den Turmfalken im Mörzheimer Kirchturm,
die er mit den Kindern des Kindergartens beim Brüten beobachtet hat
und von den Aktionen im Rahmen des Ferienpasses. „In zwei
Jugendgruppen will ich den Kindern die Natur näher bringen“, wie er
sagt. „Bei all dem ist mir meine Frau Inge, eine unbezahlbare Kraft.
Sie kocht, versorgt die Teilnehmer der Workcamps und unterstützt mich
auch in allen anderen Dingen“. Auch seine Tochter Kerstin hat der
ehemalige Elektroinstallateur für den Naturschutz begeistert. Sie ist
heute Umweltbeauftragte eines großen Konzerns in Mannheim. Man merkt
deutlich, dass ihm sein Wirken beim NABU erfüllt und Freude macht, nur
eines bereitet ihm Sorge – er sucht einen Nachfolger. „Im Moment ist
niemand in Sicht“, bedauert er. Auf die Frage nach einem Hobby lacht
er und sagt, dafür habe ich keine Zeit…. zu Gunsten der Natur! (ps)
Stadtanzeiger Landau: 26.Juli 2008

Werner Kern, Vorsitzender der NABU-Gruppe Landau-Stadt – Sein Stolz
ist das Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Mörzheim (Foto: Schlitter)
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Formenreichtum der Natur am
Handkeesplatz begeistert Jung und Alt
Lustadt: GEO-Tag der Artenvielfalt
und Naturerlebnistag mit dem NABU
Es war der Reporter
Reiner Klingholz, der vor 10 Jahren die Idee nach Deutschland brachte
und gemeinsam mit der Zeitschrift GEO und 102 Wissenschaftlern in der
Wakenitz-Niederung bei Lübeck 2.066 Tier- und Pflanzenarten nachweisen
konnte. Auch die NABU-Gruppe Lingenfeld wollten nun wissen, was da im
FFH- und Vogelschutzgebiet Lustadter Wald mit der bemerkenswerten
Druslachaue und den angrenzenden Wald- und Wiesengebieten alles wächst
und kreucht und fleucht.
Außerdem wollte Sie
der umliegenden Bevölkerung, die Vielfalt der heimischen Natur, näher
bringen.
Bereits am
Freitagabend durften Interessierte bei einer Nachtexkursion die
heimliche Welt der Fledermäuse unter der fachkundigen Leitung von
Franz Grimm hautnah erleben. Er zeigte dem interessierten Publikum
verschiedene Fledermausarten in ihren Nisthöhlen und machte
anschließend mit dem Bat-Detektor die Rufe der jagenden Fledermäuse
hörbar. Dessen Flugbahnen wurden durchkreuzt von denen des seltenen
Ziegenmelkers, der mit klatschenden Flügelschlägen auf sein Revier
aufmerksam machte. Auch die Waldschnepfe überflog bei Einbruch der
Dunkelheit die Waldlichtung. Am Handkeesplatz hatte die Lichtfalle von
Willi Aures inzwischen zahlreiche Nachtfalter und andere Insekten
angelockt - und Zuschauer mit Berührungsängsten waren angesichts der
Formenvielfalt begeistert.
Frühaufsteher kamen
am Samstagmorgen unter der Führung von Rolf Wambsganß vom
Naturschutzverband Südpfalz in den Genuss eines artenreichen
Vogelkonzerts. Besonders der Pirol, dessen sonores Flöten im Lustadter
Wald geradezu häufig ist, begeisterte die Besucher.
Danach berichtete
Heiko Himmler von der Pollichia bereits am Parkplatz Spannendes aus
der Welt der Pflanzen. Zusammen mit zwei weiteren Experten fand er um
die 500 verschiedene Pflanzenarten - darunter die Flockige
Königskerze, die in Rheinland Pfalz nur an wenigen Standorten
beheimatet ist.
Dr. Horst Koßmann und
Heinz Günster vom Landesfischereiverband untersuchten mit Hilfe
moderner Fangtechnik die Fischfauna in Queich und Druslach und
förderten an einem kleinen Gewässerabschnitt 6 Kleinfischarten zu
Tage. Während sich die Gewässergüte der Queich in den letzten 30
Jahren massiv verbessert hat, verschlechtert sich die Wasserzuführung
bei der Druslach
seit einigen Jahren
derart, dass knietiefer Faulschlamm kaum noch eine vernünftige
Lebensgrundlage für Kleinfische zulässt, so Koßmann.
Klaus Weiss vom NABU
Bellheim brachte den Teilnehmern eine der anmutigsten Insektengruppen,
die Libellen, näher und fand zwischen dem Teich an der Lustadter
Vogelhütte und der Lachenmühle ganze 20 Arten.
Neben den geführten
Exkursionen waren zahlreiche Experten im Gelände unterwegs, um eine
Inventur von Fauna und Flora durchzuführen. So wurden neben
Ringelnatter, Blindschleiche, Waldeidechse, Kamberkrebs, Marder,
Nutria, Feldhase und Reh fast 80 Vogelarten, 7 Fledermausarten, 28
Pilzarten, 10 Heuschreckenarten, 10 Tagfalter sowie 50 weitere
Insektenarten bestimmt. Die Liste wird durch Nachbestimmungen noch
vervollständigt. Insgesamt wurden vorläufig über 700 Tier- und
Pflanzenarten identifiziert. Die erfassten Zahlen werden an die
GEO-Redaktion und an die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz
übermittelt, die das Projekt auch gefördert haben. Die Daten können
dann unter
http://www.geo-artenvielfalt.de
nachgelesen werden.
Die Lustadter
Ergebnisse erscheinen anlässlich des 25jährigen Jubiläums der
NABU-Gruppe Lingenfeld im Herbst als Broschüre.
Zwischendurch durften
sich alle Mitstreiter und Besucher am Handkeesplatz bei Kuchen und
Grillgut stärken.
Bei der
Rucksackschule des Forstamts Pfälzer Rheinauen konnten die Kinder
mittels Präparaten zahlreiche Waldtiere entdecken. Danach ging’s mit
Beate Werner von der Rucksackschule und Ingeborg Keller von der
Naturerlebnisschule des NABU Landau auf Erkundungsreise in die Natur.
Bei einem Quiz mit
Fragen zu Fauna und Flora konnten die Kinder Sachpreise rund um die
Natur gewinnen.
Landrat Dr. Fritz
Brechtel, der spontan die Schirmherrschaft für die Veranstaltung
übernommen hatte, sagte in seiner Begrüßungsrede eine finanzielle
Unterstützung für die Aktion zu. Der Landesvorsitzende des NABU
Rheinland Pfalz, Siegfried Schuch, nahm die Veranstaltung zum Anlass,
im Rahmen der Aktion „Schwalben willkommen“ Hausbesitzer mit
mindestens 5 besetzten Mehlschwalbennestern auszuzeichnen. Die
„Glücksbringer“ machen leider auch viel Dreck und werden nicht überall
geduldet – hier wollte der NABU ein Zeichen setzen. Auch Carla Held
vom Therapiezentrum Ludwigsmühle nahm eine Plakette für ihr
„schwalbenfreundliches Haus“ entgegen und bestätigte die positive
Wirkung der Schwalben, des brütenden Weißstorchs und aller anderen
tierischen Hausbewohner auf die Gesundheit ihrer Patienten.
Anschließend
überreichte Herbert Magin vom NABU Lingenfeld dem Landesvorsitzenden
einen Scheck über einen gesammelten Spendenbetrag von 1625,27 Euro für
den Erhalt des größten westeuropäischen Fledermauswinterquartiers, des
so genannten „Bierkellers“ in Mayen. Dort überwintern jährlich über
50.000 Fledermäuse. Er bedankte sich noch recht herzlich bei allen
Experten, Helfern und Mitstreitern. Sein besonderer Dank gilt dem
Vogelschutzverein Lustadt, der seine Biotope und Nistkastenkolonien
für die Erfassungsarbeiten zur Verfügung stellte sowie dem
Handkeesverein für die Überlassung des Platzes. Dieser bot mit seiner
naturnahen Lage genau den richtigen Rahmen für die Veranstaltung.

Herbert Magin und Nathalie Plum übergeben die
gesammelten Spenden an Siegfried Schuch. Rechts:
Schirmherr Dr. Fritz Brechtel.
(Foto: M. Wilhelm)
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Helfer für
Arbeitseinsatz auf Streuobstwiese gesucht
Am Samstag, 28.6.
ab 9 Uhr befreit die NABU-Gruppe Annweiler/Hauenstein die Obstbäume am
Trifelsgymnasium (Bannenberg) von den Grassoden, damit den Wurzeln
mehr Wasser zukommen kann und die Bäume besser wachsen. Helfer – auch
Familien - sind willkommen; wer kann, sollte einen Spaten mitbringen.
Treffpunkt: Vor der Aula. Infos und Anmeldung bei Hans-Joachim Fette,
Tel. 06346/7342. Das nächste Planungstreffen der Naturschützer findet
statt am Dienstag, 22.7. um 19 Uhr in Dernbach, Stockacker 8.
Interessierte sind herzlich willkommen.
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GEO-Tag
der Artenvielfalt und Naturerlebnistag für Kinder beim NABU
Lingenfeld am Lustadter Handkeesplatz
Es war der Reporter Reiner Klingholz, der vor 10
Jahren die Idee nach Deutschland brachte und gemeinsam mit der
Zeitschrift GEO und 102 Wissenschaftlern in der Wakenitz-Niederung bei
Lübeck 2.066 Tier- und Pflanzenarten nachweisen konnte. Seitdem findet
die Aktion jedes Jahr in vielen interessanten Naturregionen in
Deutschland statt.
Die NABU-Gruppe Lingenfeld will nun auch wissen,
was da im Gebiet Lustadter Wald mit der bemerkenswerten Druslachaue
und den angrenzenden Wald- und Wiesengebieten alles wächst und kreucht
und fleucht. Wegen seines hohen ökologischen Stellenwerts ist das
Gebiet zu Recht als FFH und Vogelschutzgebiet ausgewiesen.
Fachleute für nachtaktive Tiere beginnen am
Freitag, den 20.6.08, um 19.00 Uhr mit ihren Untersuchungen.
Treffpunkt ist am Handkeesplatz in der Waldstraße in Lustadt; Besucher
und Interessierte sind willkommen. Am Samstag, den 21.6.08 ab 8:00 Uhr
gibt es neben den wissenschaftlichen Erhebungen außerdem ein buntes
Rahmenprogramm für die ganze Familie. Schirmherr des Aktionstages ist
Landrat Dr. Fritz Brechtel.
Fr 20.06.08
19:00 Uhr Exkursion zu den Nachtschwalben
(Ziegenmelkern)
21:00 Uhr Fledermausbestimmung mit Detektor
22:00 Uhr Bestimmung von Nachtfaltern

Ziegenmelker (Foto: Reufsteck)
Sa 21.06.08
07:00 Uhr Vogelkundliche Wanderung
09:30 Uhr Pflanzenkundliche Wanderung
11:00 Uhr Die Fauna unserer Fliessgewässer
13:30 Uhr Der Natur auf der Spur: Mit der
Rucksackschule auf Erkundungstour
13:30 Uhr Libellenexkursion
15:30 Uhr Auszeichnung der Teilnehmer der NABU-
Aktion „Schwalben willkommen“, Verlosung von Sachpreisen für Kinder
16:30 Uhr Fledermäuse in ihren Behausungen
Ganztägig ab 10:00 Uhr Erlebnisschule Wald und Wild mit der
Rucksackschule des Forstamts Pfälzer Rheinauen (Kinderprogramm)
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Traumergebnis: starker
Rückhalt für den Naturschutz
NABU ehrt 6000. Mitglied in der
Region
Bei der
Mitgliederwerbung des NABU sind erneut große Erfolge zu verzeichnen:
Hans-Jürgen Flickinger und sein Team, die zurzeit für den NABU in der
Südpfalz unterwegs sind, konnten innerhalb von zwei Wochen über 100
neue Menschen für die Unterstützung der lokalen Naturschutzarbeit
gewinnen. Damit knackten sie die 6000.-Marke für das Gebiet Süd- und
Vorderpfalz. Dort haben sich zwölf NABU-Gruppen mit der Einrichtung
einer regionalen Geschäftsstelle in Landau zusammengeschlossen, um
gemeinsam mit vielen neuen Mitstreitern Naturschutz vor Ort zu machen.
Als Dankeschön
für ihre Unterschrift überreichte Werner Kern von der NABU-Gruppe
Landau Michaela und Holger Hutzl aus Mörzheim, ihren Kindern Amelie
und Joshua sowie deren Großmutter zwei Nistkästen für Kohlmeise und
Hausrotschwanz. „Da hat auf jeden Fall die ganze Familie was davon,
wenn die erst einmal bewohnt sind“, versprach Kern.
Zum Beweis
zeigte er den begeisterten Neumitgliedern die Turmfalken, die in einem
NABU-Kasten im evangelischen Kirchturm von Mörzheim brüten. Auf einem
Fernseher, der die Bilder einer im Nistkasten installierten Webcam
überträgt, konnten alle mitverfolgen, wie die Turmfalkenmutter ihre
Jungen besorgt zusammenhielt. „Die kommen jetzt in ein Alter, wo der
Bewegungsdrang zunimmt“, so Kern. Eltern und Großmutter nickten
verständnisvoll, „das kennen wir von unserem Nachwuchs!“
Michaela Hutzl
staunte zudem, „dass man im Zeitalter der modernen Technik einen
Turmfalken in 45 Meter Höhe aus solcher Nähe bequem beobachten kann.“
Zum Vormerken:
Freitag, 20.6. abends und Samstag, 21.06. ganztägig veranstaltet der
NABU einen Naturerlebnistag und GEO-Tag der Artenvielfalt in Lustadt
mit einem Programm für die ganze Familie.
Infos in der
NABU Regionalstelle, Tel. 06341/31628,
NABU.Sued@NABU-RLP.de

Werner
Kern (links), Hans Eifler (3.v.l) und Hans-Jürgen Flickinger
(rechts) vom NABU überreichen der Familie Hutzl die Präsente für ihre
Ehrenmitgliedschaft.
(Foto:
I. Kern)
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Kinder, Käfer und Studenten
Großes
NAJU-Grillfest in der Südpfalz fördert Austausch
Eigentlich
wollte die NAJU Edesheim an jenem Samstag im Mai lediglich die
benachbarte NAJU Burrweiler zu einem Essen einladen. Lothar Engelmann
und Fabian Krapp, Leiter der NAJU Edesheim, wünschten sich Nathalie
Plum von der NABU Regionalstelle hinzu. Diese plante mit Engelmann
gleich ein größeres Treffen aller NAJU-Gruppen in der Südpfalz, um den
Austausch zu fördern – und brachte gleich die NABU Hochschulgruppe
Landau mit. Schließlich sind dort die meisten auch unter 27 Jahre und
es gibt bereits Querverbindungen durch gemeinsam Teilnahme am
Nachwuchskräfteseminar, einem Wildlife-Camp und bei der
Wanderfalkenbewachung.
Die
Studierenden hatten an jenem Tag auch noch Besuch von jenseits des
Rheins, nämlich von der NABU Hochschulgruppe Heidelberg. Gemeinsam
startete man im Steinbruch Frankweiler, wo die Landauer stolz ihr
Laichgewässer-Projekt für die Gelbbauchunke vorführten und Franz Grimm
vom NABU Edenkoben/Maikammer allen einen spannenden Blick durchs
Spektiv auf junge Wanderfalken in ihrem Nest gewährte.
Vom
Grillplatz in Gommersheim aus zogen die Studierenden noch einmal
gemeinsam mit den Kindern der NAJU-Gruppen Edesheim, Burrweiler,
Westheim und Dudenhofen los, um sich von Fabian Krapp das frisch
angelegte Amphibiengewässer am Frankensee zeigen zu lassen. Auf dem
Weg erregten immer wieder bunte und beeindruckende Insekten die
Aufmerksamkeit der Kinder – wie gut, dass der Heidelberger Severin
Uebbing als Spezialist mit dabei war und Auskunft geben konnte.
Bei Würstchen
und vegetarischen Köstlichkeiten wurde es dann neben dem Grill noch
gemütlich und wir lernten uns nicht nur untereinander kennen, sondern
auch die Gäste aus Mainz und Rheinhessen: die neue
Jugendbildungsreferentin der NAJU, Graciela Gonzalez und ihren
Vorstand. Pläne für neue Seminare wurden geschmiedet und natürlich
viel erzählt und gelacht.

Studierende der NABU Hochschulgruppen Landau und Heidelberg beobachten
einen jungen Wanderfalken im Nest.

Nico
Bachmann von der NAJU Wachenheim / Deidesheim hat am Grill mal wieder
alles im Griff. (Fotos: Nathalie Plum)
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Grundschüler erforschen die fliegenden Säugetiere
NABU lobt
fledermausfreundlichen Schulgarten in Dammheim
Noch ein paar
Regentropfen fallen aus den dunklen Wolken, die der kräftige Wind von
Dammheim wegtreibt, als Ulf Janz vom NABU Landau die abendliche
Fledermauswanderung an der Grundschule beginnt. „Obwohl heute kein
gutes Fledermauswetter ist, werdet ihr viel Spannendes aus der Welt
der nächtlichen Kobolde erfahren – vor allem, warum sich die
Fledermäuse gerade hier bei euch wohl fühlen“, erklärt Janz den fast
dreißig Kindern, die begeistert zuhören. Natürlich sind sie längst
Experten auf diesem Gebiet, denn im Unterricht wurden diese
faszinierenden Tiere ausführlich behandelt. Zum Abschluss des
Schuljahres lud daher Anja Knauber als erste Vorsitzende des
Fördervereins der Grundschule Dammheim zu dieser Veranstaltung mit dem
Naturschutzreferenten des NABU ein. Er machte den Kindern bewusst, wie
jeder mit einfachen Mitteln den Fledermäusen helfen kann, damit sie
Nahrung und Quartiere haben. Gärten mit Kräutern, Blumen und
Sträuchern, in dem viele Insekten vorkommen, bilden die
Nahrungsgrundlage für die Fledermäuse. Außerdem sind Tagesverstecke
unter Hausdächern oder in speziellen Fledermauskästen wichtig. Sogar
Luca aus der ersten Klasse ist klar, dass kiesbedeckte Gärten,
verziert mit Buchs- oder Lebensbäumen, nichts für Fledermäuse sind.
„Da finden die doch nichts zum Fressen“, sagt er empört. Schulleiterin
Petra Beek, die selber vor einigen Tagen eine Fledermaus vor der
Schule hat fliegen sehen, ist von der Veranstaltung begeistert. „Ich
hätte nicht gedacht, dass das Interesse bei den Familien so groß ist.“
Ulf Janz bescheinigt der Schulleiterin einen fledermausfreundlichen
Schulgarten, in dem auch zahlreiche Libellen, Schmetterlinge und Vögel
vorkommen. „Ich wünsche mir, dass sich viele Gartenbesitzer ein
Beispiel daran nehmen“ so Janz. Er hofft auch, dass bei der Pflege
öffentlicher Grünflächen ein Umdenken stattfinden wird. Das bodentiefe
Zurückschneiden von Hecken und radikale Entfernen von Brombeerhecken,
wie es dieses Jahr in Dammheim statt fand, raubt den Vögeln, Reptilien
und Fledermäusen mit einem Schlag ihre Nahrungsgrundlage. „Hier müssen
auch mal ‚unordentliche` Flächen stehen gelassen werden“ betont Janz.
Das spart gleichzeitig Kosten und hilft der Natur.

Fransenfledermäuse in ihrem Sommerquartier, einem Nistkasten des NABU
(Foto:
N. Plum)
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Holzwiesen
hundefrei
Anbringung von
Hinweisschildern in den Holzwiesen
Für die meisten
Vogelarten hat die Brutzeit, für viele Säugetierarten die Setzzeit
begonnen. Daher ist es wichtig, dass überall in Feld und Flur
Rücksicht auf unsere heimische Tier- aber auch Pflanzenwelt genommen
wird. Eine besondere Verantwortung obliegt dabei den Hundehaltern in
der Region. Frei umherlaufende Vierbeiner oder an der "langen" Leine
geführte Tiere stellen insbesondere für die am Boden brütenden
Vogelarten aber auch für Jungrehe und Hasen eine ernstzunehmende
Bedrohung dar. Ob ein für uns harmlos erscheinender Hund tatsächlich
gefährlich ist, kann ein Wildtier nicht einschätzen. Diese folgen
ihrem Fluchtinstinkt, werden vertrieben und verlassen dabei oft genug
die Brut oder die Jungtiere. Die am Boden lebenden Tiere in der
Feldflur und in unseren Wiesen zählen bundesweit zu den am meisten
bedrohten Arten.
Um auf diese
Problematik aufmerksam zu machen, hat die NABU-Gruppe Bellheim in
Kooperation mit der Verbands- und der Ortsgemeinde Bellheim sowie dem
Landschaftspflegeverband Südpfalz (LPV) entsprechende Hinweisschilder
an den Holz- und Sandwiesen angebracht. Solange die Wege nicht
verlassen werden, kann natürlich die Natur weiterhin in vollen Zügen
genossen werden.

Joachim
Zürker (NABU Bellheim, 2.v.l.), Dr. Peter Keller (LPV-Südpfalz,
3.v.l.) mit Vertretern der Verbands- und der Ortsgemeinde Bellheim
bringen in den Holzwiesen das Schild „Vorsicht, Wiesenbrüter“ an.
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Frankenthal:
Wanderfalkennachwuchs beringt
Vier Jungvögel auf Kirchturm
NABU. Am Mittwoch wurden die vier jungen
Wanderfalken auf der Zwölf- Apostel Kirche beringt.
Der Turm der ZAK bietet nun schon seit
vielen Jahren einen geeigneten Brutplatz für das einzig bekannte
Wanderfalkenpaar Frankenthals. Dieses Jahr sind in dem vom NABU
Frankenthal e.V. entwickelten und aufgestellten Brutkasten wiederum
ein männliches und drei weibliche Junge geschlüpft, wie bei der
Beringung festgestellt werden konnte. Erstaunlich ist die Tatsache,
dass in Frankenthal jedes Jahr mehr weibliche als männliche Jungvögel
geboren werden, da es normalerweise bei Wanderfalkenbruten mehr
männliche Nachkommen gibt.
Das Beringen der Jungfalken, die
mittlerweile ca. drei Wochen alt sind, dient einem wissenschaftlichen
Zweck und ermöglicht das Verfolgen und Identifizieren der Vögel
weltweit. Die auf den Ringen angegebene Nummer ist in einem
Zentralregister abgespeichert und kann bei Bedarf eingesehen werden.
Obwohl das Beringen ein gewisser Stressfaktor für Jung- und Altvögel
ist, ist dieser Schritt zum Schutz der Vögel unbedingt notwendig. Die
Beringung wurde von Herrn Franz Stalla, mit Unterstützung von Willi
Schneider und Heiko Weissgerber durchgeführt.
Ein Fernsehteam aus Frankfurt kündigte
sich letzte Woche an, um unsere Wanderfalken zu filmen.
Für weitere Informationen steht Ihnen der
NABU Frankenthal e.V. gerne zu Verfügung.

Heiko Weissgerber mit einem jungen Wanderfalken
(Foto: Hermann Deichfuß)
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Stunde der
Gartenvögel - Vögel gesucht: Beobachten und gewinnen
Fliegende Umweltmessstationen im
Land unterwegs
NABU ruft zum
Vogelzählen auf: Stunde der Gartenvögel 2008 an Pfingsten / Ergebnisse
helfen bei Erforschung des Klimawandels
Es klingt nach Science Fiction, ist aber
Alltag: Fliegende Umweltmessstationen zeigen, wie es um die Gesundheit
von Natur und Umwelt bestellt ist. “Die besten Umweltmessstationen
sind unsere vielen Vogelarten”, erklärt Dr. Nathalie Plum von der NABU
Regionalstelle in Landau. “Ob Rotkehlchen, Hausrotschwanz oder Amsel –
wer genau hinschaut, dem zeigen die Vögel, wie es um unsere Umwelt und
unser Klima bestellt ist.” Genau hinzuschauen – dazu ruft der
Naturschutzbund NABU an Pfingsten auf: Vom 9. bis 12. Mai findet die
“Stunde der Gartenvögel” statt. Alle Menschen werden gebeten, in
Gärten und Parks eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und
an den NABU zu melden. Auf Grundlage der Meldungen können die Experten
beim NABU über die Jahre Veränderungen feststellen und erfahren so,
wie sich Umweltbedingungen ändern und das Klima sich wandelt.
“Wir beobachten bereits seit Jahren, dass
der Klimawandel sich massiv auf die Vogelwelt auswirkt”, berichtet
Plum. “Klassische Zugvogelarten wie Kiebitz, Singdrossel und
Hausrotschwanz überwintern teilweise nicht mehr im Süden, sondern
bleiben einfach hier. Arten wie die Feldlerche fliegen später in ihr
Winterquartier und die Mehlschwalben kommen heute rund zehn Tage
früher aus dem Süden zurück als vor 30 Jahren.” Auch der Zeitpunkt der
Brut hat sich bei manchen Arten nach vorne verschoben, beispielsweise
beim Hausrotschwanz. Einige flexible Arten profitieren von der
Klimaerwärmung, vor allem Vögel, die nicht nach Süden ziehen wie
Meisen oder Kleiber. Insgesamt jedoch führt der Klimawandel zu Arten-
und Individuenschwund. Nachtigall, Kuckuck, Trauerschnäpper, Bekassine
und viele mehr werden mit massiven Problemen zu kämpfen haben, etwa
weil ihre Lebensräume sich verändern und die Nahrung knapp wird.
“Wichtig ist, dass
wir die Veränderungen in der Vogelwelt scharf beobachten, da wir
daraus wichtige Erkenntnisse ziehen können”, sagt Plum. “Deshalb rufe
ich alle Menschen auf, sich eine Stunde Zeit für die Vögel im Garten
zu nehmen und die Beobachtungen zu melden. Die Ergebnisse werden
zentral erfasst und ausgewertet. Jeder kann einen Beitrag dazu
leisten, die Folgen des Klimawandels besser zu verstehen.” Teilnehmer
können auch in diesem Jahr zahlreiche Preise gewinnen, etwa eine
Reise, Ferngläser oder Fahrräder.
Faltblätter zum Mitmachen
mit Abbildungen der häufigsten Vögel erhalten Sie auf Anfrage in der
NABU Regionalstelle Süd, Tel. 06341/31628,
NABU.Sued@NABU-RLP.de
Informationen und Meldeformulare gibt es auch unter:
www.stunde-der-gartenvoegel.de

Ein unscheinbarer schüchterner Sänger: Die Heckenbraunelle
(Foto: NABU / Rolf Jürgens)

Die Mönchsgrasmücke ist im Zuge der Klimaerwärmung auf dem Vormarsch.
(Foto: NABU / Ludwichowski)

Der Stieglitz ist einer der farbigsten Gartenvögel
(Foto: NABU / Tom Dove)
In der Südpfalz bietet der NABU am Pfingstwochenende folgende
Vogelexkursionen an:
Fr 09.05.08, 19 Uhr
„Stunde der Gartenvögel“: Abendwanderung zum Kuckuck, Vogel des Jahres
2008 und anderen Singvögeln. Treffpunkt: Abenteuerspielplatz am
Schützenhaus, Forststraße in
Bellheim.
Referentin: Dr. Nathalie Plum, NABU Regionalstelle Süd
Sa 10.05.08,18 Uhr
„Stunde der Gartenvögel“, NABU Neustadt/W. Aktion in einem schönen
Garten im Naturschutzgebiet am Sonnenweg. Treffpunkt:
Neustadt /Weinstraße,
Ortsteil Haardt, Parkplatz vor den Dr. - Welsch - Terrassen (Zugang
zum Leopold-Reitz-Weg, von dort aus zu einem ca. 500 Meter entfernten
Garten. Dauer: ca. 1,5 Stunden, danach Abendessen. Referenten: Martin
Grund, Thore + Inga Fink u. a. Weitere Infos unter:
www.nabu-nw.de
So 11.05.08, 8 Uhr
Vogelstimmenwanderung am Haardtrand bei
Frankweiler,
NABU Edenkoben/Maikammer. Treffpunkt: Bushaltestelle Steigert,
unterhalb Steinbruch. Referent: Franz Grimm
Mo 12.05.08, 7 Uhr
Vogelstimmenwanderung am Haardtrand und Modenbachtal, NABU
Edenkoben/Maikammer. Treffpunkt: Parkplatz Schulhof, Ortsmitte
Weyher.
Referent: Franz Grimm
Mo 12.05.08, 18 Uhr
Vogelstimmenwanderung durch Wiesen und Wald bei
Dernbach,
NABU Edenkoben/Maikammer. Treffpunkt: Parkplatz Ortsausgang nach
Ramberg. Referent: Franz Grimm
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Steppenvogel im Nieselregen
Naturschützer
suchen Rebhühner – Mithilfe der Bevölkerung erbeten
Mit 15
Teilnehmern machte sich die NABU Hochschulgruppe Landau auf, um in der
abendlichen Feldflur bei Rohrbach nach Rebhühnern zu fahnden. Diese
seltenen Hühnervögel haben ihren Lebensraum ursprünglich in der Steppe
und wurden zum Kulturfolger auf landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Die Altvögel ernähren sich von grünen
Pflanzenteilen, Getreidekörnern und Samen von Wildkräutern, die
Jungvögel bevorzugen eiweißreiche Nahrung, vor allem Ameisen, kleine
Käfer, Schmetterlingsraupen und Blattläuse. Diese finden sie vor allem
in einer reich strukturierten Ackerlandschaft mit Feldrainen und
Brachflächen.
„Ideales
Rebhuhn-Wetter“, kommentierte Ornithologe Ulf Janz vom NABU
Landau-Stadt den lauen Nieselregen. „Denen ist es jetzt in der hohen
Vegetation zu nass, so dass sie eher aus ihrer Deckung heraus kommen.“
Janz möchte die Studierenden in die flächendeckende bundesweite
Kartierung der Brutvögel einbinden. Im Projekt ADEBAR (Atlas der
deutschen Brutvogelarten), das unter anderem von der
Heinz-Sielmann-Stiftung unterstützt wird, arbeiten ehrenamtliche
Ornithologen aus der ganzen Republik mit. Janz bearbeitet ein
festgelegtes Gebiet, den Bereich der Topografischen Karte 1:25.000,
Blatt Landau, das sich zwischen dem Landauer Süden und dem Klingbach
bei Billigheim und Rohrbach erstreckt.
Die Geduld
der jungen Umweltwissenschaftler wurde ordentlich auf die Probe
gestellt. Lange war nur der Rebhuhnruf aus Janz’ kleinem Lautsprecher
zu hören, der die Vögel anlocken sollte. Dann jedoch große Aufregung
bei Laien und Experten: gleich zwei Hähne antworteten mit
einem schnarrenden „girrhäk“ von
verschiedenen Ecken des Ackers. „Sehr schön, ich hatte mit einem
Negativnachweis für dieses Gebiet gerechnet“, so Janz, der allen
empfahl: „Wenn ihr Rebhühnern begegnen wollt, dann geht mal in Landau
ins neue Messegelände – da sind mindestens 3 Reviere.“
Der NABU
dankt allen Meldern von Waldohreulen aus dem letzten Jahr und bittet
aktuell um Meldung von Rebhuhnbeobachtungen unter Tel. 06341/31628,
NABU.Sued@NABU-RLP.de
Das Rebhuhn (Perdix
perdix)
Das gedrungene, 30 cm große Rebhuhn ist dank seines
überwiegend braungrauen Gefieders ein Tarnungskünstler. Erwachsene
Rebhühner haben eine rost-gelbe Kopfzeichnung und tragen auf der Brust
einen dunklen Fleck in Hufeisenform. Vom Fasanenweibchen unterscheidet
sich das Rebhuhn durch die sehr viel kürzeren Schwanzfedern. Meist
bewegt sich das Rebhuhn schreitend vorwärts, es kann aber auch schnell
laufen. Der Flug erfolgt meist niedrig über dem Boden, wobei die Tiere
längere Gleitstrecken einlegen. Bei Gefahr drückt sich das Rebhuhn
flach an den Boden.

Foto:
Klaus Reinke / NABU Warendorf
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NABU Landau weiter auf Erfolgskurs
Jahresbilanz bei Versammlung im
Mörzheimer Schulhaus -
„Business as usual“
im Naturschutz und neues Projekt in der Umweltbildung
Mit 2000
ehrenamtlichen Stunden pflegte der NABU Landau auch in 2007 wieder
Biotope und Obstbäume, erntete Äpfel und Wein und setzte sich im
Artenschutz für Amphibien und Vögel ein. Unterstützt wurde die Gruppe
dabei von zwei Teilnehmern des Freiwilligen Ökologischen Jahres. Die
Umweltbildung bleibt ein Schwerpunkt der Landauer Naturschützer.
Ingeborg Keller und Ulrike van der Bloemen bedienen mit ihrer
„Naturerlebnisschule“ die große Nachfrage von Schulen und
Kindergärten. Als neues außerschulisches Angebot kommt zu den üblichen
Ferienprogrammen das „Umweltdiplom für Kinder“ hinzu, das der NABU mit
ehrenamtlichen Referenten bestreitet und das bei den Familien auf
große Resonanz und viel Begeisterung stößt. Insbesondere in diesem
Projekt lobte der Vorsitzende Werner Kern die Zusammenarbeit mit
Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle, die die gesamte
Organisation des „Umweltdiploms“ übernimmt.
Neu ist neben der „großen NAJU“ auch die „kleine NAJU“ für Kinder von
6 bis 10 Jahren, die sich monatlich zur Entdeckung der Natur trifft.
Höhepunkte in
2007 waren das Spritspartraining mit einer großen
Klimaschutzausstellung in Speyer sowie der Besuch einer Delegation
japanischer Umweltschutzverbände im Hirtenhaus.
Politisch
beschäftigten den NABU vor allem die großen Verfahren wie der
vierspurige Ausbau der B10, die Ortsumgehung Bad Bergzabern und
diverse Flurbereinigungen.
Trotz leicht
sinkender Mitgliederzahlen ist der Vorstand zufrieden, da die
Haushaltslage sehr stabil ist. „Und das ist gut so, denn wir haben
noch viel vor“, so Werner Kern.
Zahlreiche
Exkursionen werden auch in diesem Jahr wieder angeboten; das Programm
ist im Hirtenhaus erhältlich. Beim 22. Internationalen Workcamp werden
Jugendliche aus Frankreich, Japan, Chile und Deutschland im Juli
wieder gemeinsam mit dem Forst wichtige Naturschutzarbeiten ausführen.
Im Anschluss
an die Versammlung – diesmal ohne Wahlen – informierte Ulf Janz die 36
Mitglieder mit einem Diavortrag über den Kuckuck, Vogel des Jahres
2008.
Als
Dankeschön für Mitstreiter und Mitglieder spendierte der NABU Landau
ein deftiges Mittagessen und führte Interessierte durch die Mörzheimer
Feldflur. Auch dabei kümmerte sich Werner Kern, der Patenschaften für
die Kindergärten „Wildtulpe“ in Mörzheim und „Zaubernuss“ in
Wollmesheim übernommen hat, besonders um die Kleinsten: „Sie sind
unsere Zukunft und werden den Naturschutz von morgen machen, wenn wir
ihnen zeigen, welche Vielfalt es bei uns zu erhalten gibt.“
Die
„kleine NAJU“ trifft sich jeden 2. Freitag im Monat, nächster Termin:
9. Mai, 16 Uhr Vogelstimmenwanderung, Treffpunkt: Friedhof in Arzheim
Die „große
NAJU“ für Kinder ab 11 Jahren trifft sich jeden 1. Dienstag im Monat
um 15 Uhr, nächster Termin: 6. Mai am Hirtenhaus.
Infos zum
„Umweltdiplom für Kinder“ unter
http://www.nabu-rlp-sued.de/KinderJugend.htm#Umweltdiplom_Termine,
Anmeldung
unter Tel. 06341/31628,
hirtenhaus@web.de
Exkursionen:
Mittwoch, 23.
April, 15-17h: Wildkräuterwanderung in Mörzheim
Freitag, 25.4., 19
Uhr: Naturerlebniswanderung im Ranschbachtal, Treffpunkt: Café
Fernblick in Arzheim

Für ihr
langjähriges Engagement erhielten Ingrid Munzinger und Roland Metzger
(Mitte) von Werner Kern (links) die bronzene Ehrennadel; Inge Kern
(2.v.l.) und Horst Mantel (rechts) die silberne. (Foto: U. Janz)

Die
Exkursion durch die artenreiche Mörzheimer Feldflur begeisterte jung
und alt. (Foto: W. Kern)
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Amphibienwanderung 2008 -
Mehr als 10000 Erdkröten
gerettet
NABU zieht Bilanz
nach Amphibienwanderung in der Südpfalz
Alle Jahre
wieder zieht es die Amphibien nach dem Winterschlaf aus ihren
Verstecken in Wald und Flur zu den Laichgewässern, in denen sie meist
selbst das Licht der Welt erblickt haben. Dass sie dabei oft
Verkehrswege zu queren haben, wird vor allem den langsam „latschenden“
Erdkröten immer wieder zum Verhängnis.
Die
Naturschutzverbände NABU und NVS engagieren sich deshalb an insgesamt
13 Wanderstellen zwischen Hagenbach
und Neustadt, Spirkelbach und Schwegenheim, bauen Zäune auf, sorgen
gemeinsam mit den Unteren
Naturschutzbehörden für feste
Leiteinrichtungen und tragen die aufgefangenen Tiere Eimer für Eimer
über die Straße. An manchen Stellen wie in Landau-Mörzheim kann kein
Zaun gesetzt werden, so dass viel Wachsamkeit und „Handarbeit“ beim
Aufsammeln der Tiere gefragt ist. Insgesamt brachten die
Naturschützer 12400 Erdkröten, 1330 Frösche
und 223 Molche sicher über die Straße.
Die höchsten Zahlen hatte das
Kaltenbrunnertal in Neustadt: Über 3000 Amphibien, überwiegend
Erdkröten, konnten hier aufgesammelt werden. Auch die Betreuung des
Zauns in Spirkelbach, der bisher vom NVS gepflegt wurde und den nun
der NABU übernommen hat, hat sich gelohnt: Allein hier konnten mit
diversen über die „Jobbörse für Ehrenamtliche“ gewonnenen Helfern 2937
Kröten und 2 Molche gerettet werden.
„Die
eigentlichen Populationen sind zum Glück noch größer,
da die Tiere meist von verschiedenen Seiten
zu den Laichgewässern kommen“, so Dr. Nathalie Plum von der
NABU Regionalstelle in Landau. In Gräfenhausen gab es zum Beispiel
durch die erweiterte Leiteinrichtung dieses Jahr erstmals die
Möglichkeit für einen Teil der ca.
1200 Kröten, die Straße sozusagen ‚unbemerkt’ durch ein Rohr zu
unterqueren. „Unser Ziel ist ja nicht, jede Kröte zu zählen,
sondern mit der verfügbaren ‚Manpower’
Leben zu retten und die Populationen zu erhalten“, betont Plum.
An den
Wanderstellen in der Rheinebene begann
die Wanderung viel früher als im Pfälzerwald. Während in Schwegenheim
und Hatzenbühl am 26.2. bereits die Rückwanderung einsetzte, begann im
Pfälzerwald erst die Hinwanderung. Die größte Artenvielfalt
verzeichnete der NVS in Hagenbach: neben Erdkröten, Springfrosch,
Wasserfrosch und Grasfrosch kamen auch Berg- und Fadenmolch vor.
„Es war eine
lange Saison, die mehrmals durch Kälteeinbrüche wie an Ostern
unterbrochen wurde. Solche Sammeltermine ohne Wanderaktivität sind für
die Helfer frustrierend. Alle Achtung, wie gut trotzdem alle
durchgehalten haben“, lobt Plum die weit über 100 ehrenamtlichen
Krötensammler. Dazu kamen etliche Schulklassen, Kindergarten- und
Jugendgruppen, die sich an einzelnen Tagen mit vielen helfenden Händen
engagierten und dabei oft zum ersten Mal mit lebenden Amphibien in
Kontakt kamen. Zum ersten Mal testete Plum die moderne Terminabsprache
über den kostenlosen Internetservice doodle.de und fand das Ergebnis
„gelungen, wenngleich wir noch mit kleineren Schwierigkeiten zu
kämpfen hatten.“
Der NABU wies
zu Beginn der Saison darauf hin, dass auch in Wohn- und
Gewerbegebieten wie in Annweiler-Burgenring, Neustadt-Schloßstraße
oder Landau-Gilletstraße mit wandernden Erdkröten zu rechnen ist. Und
die Anwohner sind zufrieden: „Die Leute waren gewarnt und wir fanden
weitaus weniger überfahrene Tiere als in den vergangenen Jahren.
Trotzdem, jede überfahrene Kröte ist zu viel, wenn man bedenkt, dass
hier Tempo 30 gilt“, so eine Naturschützerin aus dem Burgenring.
Trotz
Warnschildern an Landstraßen machten Raser den Helfern das Leben
schwer. Selbst wenn diese mit Warnwesten und Taschenlampen
ausgestattet waren, sausten die Autos oft ungebremst
mit nahezu 100 km/h vorbei.
„Die
verhältnismäßig geringe Zahl an Rückläufern hängt wohl mit der kühlen,
oft windigen Witterung zusammen“, so Plum. „Die Kröten warten eben,
genau wie wir, auf besseres Wetter.“
Der NABU bedankt sich für die gute
Zusammenarbeit bei den Unteren Landespflegebehörden der
Kreisverwaltungen Südliche Weinstrasse, Südwestpfalz, Germersheim und
der Stadt Neustadt. Ebenso für die Unterstützung durch das Ordnungsamt
der Stadt Landau und insbesondere für die schnelle, unbürokratische
Hilfe der Straßenmeistereien Annweiler und Godramstein.
Die genauen
Ergebnisse sind hinterlegt unter:
http://www.nv-s.de/Projekte/Amphibien/amphibien.html
http://www.nabu-rlp-sued.de/artenschutz.htm#Amphibien
Der NABU
lädt am Donnerstag, 24.4. um 19:30 Uhr alle Helfer und
Kooperationspartner zu einem Abendessen
im Dernbacher Haus ein.
Anmeldung
unter Tel. 06341 / 31628,
NABU.Sued@NABU-RLP.de

Erdkrötenpolonaise

Erdkröten auf Wanderschaft (Fotos: Manfred Winkler)
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Obdach für gefiederte
Glücksbringer
Schwalben leiden unter Quartiernot
- Schutzprojekt läuft an - Population in Rheinland-Pfalz schrumpft
Von unserer
Mitarbeiterin Sigrid Ladwig
Schwalben genießen
Sympathie, doch allzu oft stößt diese Sympathie an Grenzen. Die
rasanten Flieger sind ein anschauliches Beispiel dafür, wie
widersprüchlich sich der Mensch zur Natur verhält, sobald sie sich in
seiner unmittelbaren Nähe einstellt. „Jeder freut sich, wenn er im
Frühjahr Schwalben sieht, aber nur wenige wollen sie an ihren
Häusern", beschreibt Biologe Dr. Holger Buschmann die Tatsache, dass
die Mehlschwalbe immer weniger Toleranz für ihre Brutstätten findet.
Weil aber menschliche Siedlungsbereiche für die schlanken Singvögel
überlebenswichtig sind, führt der Landesverband des Naturschutzbund
Deutschland (NABU) derzeit ein Schutzprojekt durch.
Der Gesang der zwölf
bis vierzehn Zentimeter großen Mehlschwalbe, ein leises schwatzendes
Zwitschern, gehört längst nicht mehr zu den bekannten Vogelstimmen des
Frühlings. Den Vogelschützern macht die Entwicklung der
Schwalbenpopulationen in Rheinland-Pfalz Sorgen: In den letzten vier
Jahrzehnten nahmen sie kontinuierlich ab. „Natürliche Schwankungen hat
es immer gegeben", erklärt Holger Buschmann, der als
NABU-Naturschutzreferent von Rheinland-Pfalz das Schutzprojekt
koordiniert. Während aber die Verluste durch nasskaltes
Frühlingswetter in günstigen Brutjahren wieder ausgeglichen werden,
zeigt sich davon unabhängig ein lang anhaltender, stetiger Rückgang.
Der Umstand, dass die
Mehlschwalbe eine ortstreue Art ist, erleichtert solche Beobachtungen.
Vogelschützer Franz Stalla aus Ludwigshafen, der im Auftrag der
Vogelwarte Radolfzell schon über 30.000 Schwalben beringt hat,
beeindruckt noch nach vierzig Jahren Arbeit, wie sehr die Vögel an
ihren gewohnten Brutstätten festhalten. Auch das Heimfindevermögen der
Zugvögel weckt seine Bewunderung: „Schwalben fliegen über 5000
Kilometer in ihre Winterquartiere südlich der Sahara und kommen beim
Rückflug zielsicher zu den Gebäuden unserer Ortschaften, die sie im
Herbst verlassen haben."
Ortstreue Koloniebrüter
Mehlschwalben brüten
vorzugsweise in Kolonien. Die Zahl ihrer aus Lehm gefertigten Nester
variiert zwischen einer Handvoll und mehreren Hundert. Seine
Untersuchungen machte Stalla in großen Schwalbenkolonien, die von ihm
und Mithelfern aufgebaut wurden. Die wohl größte Kolonie von
Rheinland-Pfalz befindet sich in einem Privatanwesen in Obersülzen, wo
jährlich weit über zweihundert Brutpaare nisten.
Sowohl ausgedehnte
Ansammlungen als auch kleine Vorkommen mit nur wenigen Nestern können
über Jahrzehnte hinweg bestehen, wenn sie nicht gestört werden.
Zugleich belegt ihre Entwicklung, wie förderlich sich menschliche
Hilfe auswirkt: „Wo Schwalben nisten oder versuchen, Nester zu bauen,
da lässt sich eine Kolonie beliebig erweitern, weil Kunstnester dort
mit Sicherheit angenommen werden", so die Beobachtung von Holger
Buschmann. Schwierig sei dagegen die Neuansiedlung: „Bis die Tiere
neue Niststätten annehmen, kann es Jahre dauern."
Ursprünglich nisteten
Mehlschwalben an senkrechten, vegetationslosen Felswänden und
Steilküsten. Nachdem die Tiere menschliche Gebäude als Brutmöglichkeit
entdeckten, entwickelten sie sich zu typischen Kulturfolgern. Über
Jahrhunderte gehörten die oberseits glänzend blauschwarz und an der
Unterseite weiß gefiederten Vögel selbstverständlich zu Dörfern und
Städten, wo sie alljährlich im Frühling als Glücksbringer begrüßt
wurden.
Während
die Rauchschwalbe innerhalb von Gebäuden, meistens in Ställen brütet,
baut die Mehlschwalbe ihre Nester an der Außenseite
von Häusern, in Durchfahrten und
Toreingängen sowie unter Brücken. Die Nester werden an senkrechten
Wänden direkt unter Dach- und Mauervorsprüngen angebracht, wo sie vor
Regen- und Tropfwasser geschützt sind. Zunächst klebt die Mehlschwalbe
einen kleinen Wall aus Lehmklümpchen an die Wand, wobei sie oberhalb
dieser Bröckchen sitzt und sich mit aufgefächerten Schwanzfedern an
der Mauer abstützt. Während sie baut, arbeitet sie von innen her, als
säße sie bereits im fertigen Nest. Schon in frühem Baustadium
übernachten die Schwalben am Nest, manchmal sogar auf einem so
schmalen Ansatz, dass sie kaum Platz darauf finden. Ist die
Viertelkugel fertig, wird sie mit feinen Pflanzenteilen, Blütenwolle
und Federchen ausgepolstert.
Wo Schwalben bauen,
hängt entscheidend davon ab, ob sie in der näheren Umgebung lehmige,
tonige Erde aus Pfützen, feuchten Bodenstellen und an Gewässerufern
finden. Der Bedarf an feuchtem Material stellt Mehl- und
Rauchschwalben heute vor große Probleme. Dabei ist die Mehlschwalbe am
stärksten betroffen, weil sie reine Lehmnester baut, ohne wie die
Rauchschwalbe Pflanzenhalme in die Nestwand einzufügen.
„In unseren Siedlungen
und ihrem Umland wird der Boden immer mehr versiegelt, Straßen, Wege,
Gehsteige - überall wird asphaltiert und betoniert", begründet Franz
Stalla die Not der Schwalben. „Weil sie kaum noch geeignetes
Nistmaterial finden, sind viele der gebauten Nester untauglich und
fallen bald ab." Auch den vielfach verwendeten Hausanstrich mit
Dispersionsfarben, an dem die Nester nicht haften, nennt Stalla als
eine Ursache dafür, dass der Nestbau oft erfolglos bleibt.
Erschwerend kommt
hinzu, dass Schwalben vielerorts unerwünscht sind, weil Hausbesitzer
die Verschmutzungen durch Kot fürchten, die bei der Jungenaufzucht
unter den Nestern auftreten. Für Schwalbenfreunde stellt das kein
Problem dar, denn der Kot kann durch einfache Brettchen unter den
Nestern aufgefangen werden. Trotzdem wird den Tieren an so manchem
Haus die Ansiedlung durch Flatterbänder und Netze verwehrt oder es
werden gar Nester abgeschlagen - ein gesetzwidriges Vorgehen. Laut
Bundesnaturschutzgesetz gehören Mehlschwalben wie Rauchschwalben,
Mauersegler und andere Gebäudebrüter zu den besonders geschützten
Arten. Überdies dürfen Vogelnester grundsätzlich nicht zerstört
werden.
Untermiete mit
Konflikten
Doch
Naturschutzreferent Holger Buschmann weiß aus Erfahrung, dass vor
allem die Mehlschwalbe ein konfliktträchtiger Untermieter ist: Selbst
wo Hausbesitzer ihre gefiederten Gäste willkommen heißen, stößt ihr
Aufenthalt mitunter auf Widerstand. „Mancher Schwalbenfreund riskiert
Ärger mit seinen Nachbarn", erklärt der Biologe: „Natürlich kann beim
Abfliegen der Schwalben vom Nest auch mal ein Kotfleck auf
Nachbarfassaden oder auf einem parkenden Auto landen. Leider lösen
schon solche geringfügigen Flecken Anfeindungen aus."
All dies sind für die
Vogelschützer Gründe, ein landesweites Projekt zu initiieren, dessen
Idee aus dem Rhein-Pfalz-Kreis stammt und das dort mit großem Erfolg
gelaufen ist: „Schwalben willkommen" soll die Akzeptanz in der
Bevölkerung fördern und schwalbenfreundliche Hausbesitzer
unterstützen. Das unter der fachlichen Begleitung von Franz Stalla
laufende Projekt basiert auf der Erfahrung, dass der wirksamste Schutz
der Art darin besteht, bereits bestehende Kolonien zu sichern.
Wo ein Gebäude eine
Kolonie von mindestens fünf besetzten Nestern aufweist, kann sich der
Eigentümer um eine Auszeichnung bewerben. Ansprechpartner ist die
nächstgelegene NABU-Stelle. Zur Auszeichnung gehören eine Urkunde und
eine Plakette, die das Haus als schwalbenfreundlich ausweist und um
Verständnis für mögliche Verschmutzungen wirbt. Nach einer
Besichtigung der Kolonie wird die Auszeichnung vorgenommen, bei der
auf Wunsch auch ein Doppelkunstnest überreicht wird.
Laut Franz Stalla haben
NABU und die Vogelschutzwarte Frankfurt für die Aktion Keramiknester
in einer Behindertenwerkstatt anfertigen lassen, die mit Erfolg
getestet wurden. Als einen Vorteil der Kunstnester gegenüber
Naturnestern nennt Stalla die Tatsache, dass sie „sofort bezugsfertig
sind, wenn die Schwalben aus dem Winterquartier zurückkommen". Zudem
zeichnen sie sich durch ihre Haltbarkeit aus, sodass man nicht
befürchten muss, dass ein Nest mitsamt Jungvögeln abbrechen könnte.
Im Normalfall ziehen
Mehlschwalben pro Jahr zwei Bruten auf. Dank ihrer Nähe zum Menschen
und des erfolgreichen Einsatzes von Kunstnestern gibt es fundierte
Erkenntnisse über die Brutbiologie. So weiß man, dass Männchen und
Weibchen das Bebrüten der Eier und die Fütterung der Jungen gemeinsam
meistern. Ihren ersten Ausflug machen die jungen Mehlschwalben eng
betreut von den Elterntieren. Deren Lockflüge animieren die etwa drei
Wochen alten Jungen zum großen Wagnis des ersten Fluges. Folgen sie
den lockenden Eltern, werden sie zuverlässig von ihnen begleitet, bis
sie wieder sicher ins Nest zurückfinden.
Dass Mehlschwalben
gesellige Vögel sind, stellen sie bei vielen Gelegenheiten unter
Beweis: Im Schwarm werden Lehm und Polstermaterial für die Nester
gesammelt. Auch die Jagd nach Fluginsekten wie Fliegen und Mücken
geschieht gemeinsam. Wenn die nützlichen Insektenvertilger in den
kommenden Wochen nach langer beschwerlicher Flugreise wieder bei uns
eintreffen, geht Franz Stalla von einer Rückkehrerquote von fünfzig
Prozent aus. „Unterwegs gibt es durch Vogelfänger und
Wetterkatastrophen immer wieder viele Ausfälle", sagt er. „Umso
wichtiger ist eine ausreichende Nachzucht."
Kontakt NABU
Rheinland-Pfalz Regionalstelle Süd:
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pirmasenser Rundschau
Ausgabe: Nr.88
Datum: Dienstag, den 15. April 2008
Seite: Nr.10
"Deep-Link"-Referenznummer: '3390004'
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Schöpfung bewahren im
Glockenturm
NABU zeichnet Kirchen für
Artenschutz aus –
Eulen und Falken im „Schichtdienst“
auf Mäusejagd
„Man kann kritisieren
und bemängeln – man kann aber auch die loben, die es besonders gut
gemacht haben und damit ein Zeichen setzen“, eröffnete Dr. Nathalie
Plum von der NABU Regionalstelle die Verleihung der Plakette
„Lebensraum Kirchturm“ an sieben ausgewählte Kirchen in Landau und
Umgebung. In feierlichem Rahmen wurden diese für ihr Engagement im
Artenschutz ausgezeichnet.
Turmfalken,
Schleiereulen, Dohlen und Fledermäuse sind typische Kulturfolger, die
gerne in Städten und Dörfern brüten. Besonders Kirchtürme bieten für
sie gute Nistmöglichkeiten, die allerdings bei Sanierungen oft
verloren gehen. Deshalb haben der NABU und der Beratungssausschuss für
das Deutsche Glockenwesen die gemeinsame bundesweite Aktion
„Lebensraum Kirchturm“ gestartet. Während die evangelischen Kirchen in
Annweiler, Mühlhofen und Wollmesheim sowie die ökumenisch genutzte
Kirche in Rohrbach Dohlen beherbergen, wohnt in Landau-Mörzheim der
Turmfalke gleich in beiden Kirchen. Im protestantischen Kirchturm
teilt sich der Greifvogel den Nistkasten sogar mit einer Schleiereule
– sozusagen im „Schichtdienst“ auf Mäusejagd. „Die Eule muss nachts
über die jungen Falken drüber steigen – das scheint die aber
keineswegs zu stören“, so Werner Kern vom NABU Landau, der seit 30
Jahren im Vogelschutz aktiv ist und als Gastgeber den Abend im
Hirtenhaus ausrichtete.

Junge
Schleiereulen (Foto: Werner Kern)
Bei Imbiss und
Getränken tauschten sich die Kirchenleute mit den Naturschützern über
ihre Erlebnisse in den bebrüteten Kirchtürmen aus. Insgesamt waren 13
Vertreter der Kirchen und Gemeinden zur Verleihung erschienen,
darunter auch Thomas Wollenweber, der Stadtbürgermeister von
Annweiler, sowie Rudi Klemm, der Beigeordnete für Umweltfragen der
Stadt Landau. In Vertretung für den Bischof des Erzbistums Speyer war
Pater Mario Crvenka gekommen, um die Auszeichnung für die
Josephskirche in Speyer entgegen zu nehmen – an der brütet seit vielen
Jahren erfolgreich der Wanderfalke, der in den 1970er Jahren nahezu
ausgestorben war und nur durch Umwelt- und Artenschutzmaßnahmen
gerettet werden konnte. „An unserer Heilig-Kreuz-Kirche in Landau
könnte man eigentlich auch mal was für die Vögel machen“, überlegt
Cvrenka laut. Und Nathalie Plum ist zufrieden: Das gute Beispiel der
Ausgezeichneten wird Schule machen.
Das Programm des NABU
mit vielen Vogelstimmenwanderungen in der Region ist erhältlich unter
Tel. 06341/31628 oder
NABU.Sued@NABU-RLP.de

Zahlreiche Vertreter von Kirchen und Gemeinden nahmen die Auszeichnung
„Lebensraum Kirchturm“ von Dr. Nathalie Plum, NABU Regionalstelle
(3.v.l.) entgegen: v.l.n.r.: Margot Füßer, Thomas Wollenweber,
Hans-Joachim Fette, Irmtraud Schmidt, Annweiler; Marie-Luise Klein,
Karl-Heinz Hauck, Rohrbach; Pater Mario Crvenka, Landau; Elke Dicker,
Wollmesheim; Pfarrer Traugott Oerther, Mörzheim; Franz Walz,
Billigheim-Mühlhofen; Pfarrer Dr. Dr. Emanuel Chukwu, Mörzheim. (Foto:
Werner Kern)
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NABU greift Schwalben unter
die Flügel
Häuser mit Nestern
werden ausgezeichnet
In Kürze
kehren die Schwalben aus ihren Winterquartieren zurück und erfreuen
die Herzen vieler Menschen, die jährlich auf die Ankunft der
Frühlingsboten warten. Trotz dieser Beliebtheit nehmen die Schwalben
kontinuierlich ab. Dies liegt daran, dass immer mehr Ställe und
Scheunen verschlossen werden, Lehmpfützen zur Gewinnung des
Nistbaumaterials selten geworden sind und Schwalbennester an
Hauswänden immer weniger geduldet werden. Leider werden insbesondere
Mehlschwalben oft als Fassadenbeschmutzer angesehen und wird ihnen
keine Möglichkeit zum Nestbau gegeben. Die Flugakrobaten sind
allerdings von unserer Duldung abhängig. Ansonsten werden sie aus den
meisten Gegenden in absehbarer Zeit verschwinden.
Um den
Mehlschwalben zu helfen und diejenigen zu unterstützen, die
Schwalbennester an ihren Häusern dulden, hat der NABU Rheinland-Pfalz
in diesem Jahr die Aktion „Schwalben willkommen“ ins Leben gerufen. Es
geht darum, Hauseigentümer mit Schwalbenkolonien für die Duldung der
sympathischen Flugkünstler auszuzeichnen. Dies geschieht über eine
attraktive Plakette, die am Haus montiert werden kann, und eine
Urkunde. „Die Plakette weist das Haus und seine Bewohner nicht nur als
schwalbenfreundlich aus, sondern ist auch gleich ein Hinweis für
andere Menschen, dass dieser Dienst an der Natur durchaus
wertgeschätzt wird“, so Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle
Süd. „Leider geschieht es immer wieder, dass Personen mit
Schwalbennestern am Haus Anfeindungen von Nachbarn ausgesetzt sind und
aufgefordert werden, die Nester zu entfernen. Dass die Entfernung von
Nestern ein Straftatbestand ist, ist den wenigsten Menschen bekannt.“

Mehlschwalbe (Foto: NABU)
An
ausgezeichnete Personen, die gleichzeitig Interesse daran haben, ihre
Kolonie zu erweitern, wird zudem kostenlos ein Doppelkunstnest
abgegeben. „So eine Nisthilfe wird am ehesten in einer bestehenden
Kolonie angenommen – oder aber dort, wo Schwalben bisher vergeblich
versucht haben, Nester zu bauen“, so Plum. Zudem leiste man den
Schwalben, die meist vergeblich nach Schlammpfützen auf unseren
asphaltierten Wegen und Plätzen suchen, mit den künstlichen Nestern
eine wichtige Hilfe.
Jeder, der
eine kleine Mehlschwalbenkolonie mit mindestens fünf besetzten Nestern
an seinem Haus besitzt, ist aufgerufen, sich unter Tel. 06341/31628
oder NABU.Sued@NABU-RLP.de zu melden. Anfang Juni wird es
voraussichtlich eine feierliche Plakettenverleihung im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau geben; teilweise werden die
Auszeichnungen von den NABU-Gruppen vor Ort vorgenommen.
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Mit Spaß im Einsatz für die
Natur
Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Frankenthal
„Spaß im Naturschutz“ war das Motto,
unter dem die NABU-Gruppe Frankenthal sich in 2007 für den Naturschutz
einsetzte. Neben den üblichen „Zuckerbroten“ wie der ordentlichen
Versorgung der Helfer bei Arbeitseinsätzen mit Speis und Trank oder
erbaulichen Exkursionen wie der traditionellen Begrüßung des Pirols am
1. Mai im „Kleinen Wald“, dachte sich die Gruppe um den Vorsitzenden
Manfred Becker diesmal etwas Besonderes aus. Im Rahmen der
Frankenthaler Kulturtage luden sie die beliebte Blues-Band „Uffgschdummbd“
zum „NABU-Jazz“ ein und drückten damit das Lebensgefühl im Verein aus.
Natürlich kamen auch die
satzungsgemäßen Aufgaben nicht zu kurz: Im Landschaftsschutzgebiet
„Kleiner Wald“ konnten weitere Flächen renaturiert und mit
Pflegemaßnahmen am Scherrschen Weiher und am NABU-Weiher Lebensraum
für viele verschiedene Pflanzen und Tiere gesichert werden. Der
Arbeitskreis „Hauptfriedhof“ erwirkte eine späte Mahd der Rasenflächen
zugunsten der Pyramidenorchis. Gemeinsam mit der
Friedrich-Ebert-Schule sammelte man Müll aus der Landschaft. Mehrere
Exkursionen und ein Vortrag ergänzten wie immer das Programm der
Gruppe.
Auch in der Flächensicherung konnten
die Naturschützer in 2007 punkten: Von einem begeisterten Mitglied
bekam die Gruppe ein Ackergrundstück an der A61 geschenkt und die
NABU-Gruppe Wachenheim/Deidesheim übertrug den Frankenthalern 9
Grundstücke in der Gemarkung Freinsheim. Der Flächenbesitz wurde nur
möglich, weil der Eintrag des NABU Frankenthal in das Vereinsregister
gelang.
Der Arbeitskreis Nisthilfen betreut
insgesamt 206 Nistkästen. Im „Kleinen Wald“ waren in 2007 alle Kästen
belegt – viele mit den selten gewordenen Feldsperlingen. Monika Kröber
lobte die Zusammenarbeit mit Jägern und Privatleuten. Gemeinsam mit
Franz Stalla vom NABU Ludwigshafen und Carlo von Opel hat
sie in der Gemeinde Bobenheim-Roxheim die Nistmöglichkeiten speziell
für Mehlschwalben verbessert. Dazu wurde die Bevölkerung über
Öffentlichkeitsarbeit sensibilisiert, Schwalbennester zu dulden und
wenn möglich zusätzliche Kunstnester anzubringen. Drei Hausbesitzer
wurden geehrt. Dieses Projekt griff der NABU Rheinland-Pfalz als
nachahmenswert auf und zeichnet nun landesweit Häuser, die mindestens
5 bewohnte Mehlschwalbennester vorweisen können, mit der Plakette
„Schwalben willkommen“ aus. Kröber plant für 2008 die Aufstellung
eines „Schwalbenbaums“, der die im Rahmen eines Abrisses zerstörten
28 Nester an der Pestalozzistraße ersetzen soll. Obwohl die Gruppe
laut Kassenwart Björn Baumann mit einem soliden Haushalt ins neue Jahr
geht, werden für dieses aufwändige Projekt noch Sponsoren gesucht
Hermann
Deichfuß berichtete, wie er als Ornithologe zu zwei heiteren Vorfällen
mit seltenen Vögeln gerufen wurde: Einmal saß ein Uhu auf dem Dach der
Tom-Mutters-Schule. Ein andermal hatte sich ein junges
Wanderfalkenweibchen von seinem Nest an der Zwölfapostelkirche in
einem ersten Flugversuch in das Zimmer einer älteren Dame verirrt. Der
NABU hat in 2004 eine Nisthilfe im Kirchturm angebracht; seitdem haben
14 junge Wanderfalken dort das Licht erblickt.
Die
Naturschutzjugend NAJU hat 8 Mitglieder zwischen 8 und 13 Jahren und
wird von Heiko Weissgerber und Armin Kubis geleitet. Die Hauptprojekte
in 2007 waren der Bau eines „Lebensbaums“ als Unterschlupf für Tiere
und ein Zeltlager in Hauenstein. Für 2008 ist wieder die beliebte
„Rallye durch den kleinen Wald“ als Fest für Familien mit Kindern
geplant – diesmal hoffentlich bei besserem Wetter.
Zur nächsten
Jahreshauptversammlung wird der NABU laut Satzungsänderung aus
Kostengründen nicht mehr jedes einzelne Mitglied schriftlich, sondern
nur noch über die Presse einladen.
Die NABU-Gruppe
Frankenthal trifft sich jeden 1. Dienstag im Monat um 20 Uhr im
Restaurant „Am Rosengarten“. Interessenten sind immer willkommen!
Die NAJU trifft
sich wieder am Mittwoch, 16. April um 15:30h auf dem Parkplatz beim
Schachclub, „Am Strandbad“
Die nächste Exkursion geht am Sonntag, 20.04.08, 8 bis
11:30 Uhr in die Sandgrube bei Beindersheim. Treffpunkt: vor dem
Albert-Einstein-Gymnasium. Info bei Rainer Schulze, Tel. 06233 / 63341
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NABU
pflegt Gehölze im Maudacher Bruch
Biotop für
Boden brütende Vögel - Naturschützer bitten Spaziergänger um Rücksicht
Am vergangenen Samstag waren 7 Helfer der NABU-Gruppe Ludwigshafen auf
dem Grundstück "Im Kinkel" in der Feldplatte des Maudacher Bruchs im
Einsatz. Dort haben die Naturschützer heimische Gehölze gepflanzt, die
nun beschnitten wurden. Um der Verbuschung entgegen zu wirken, gruben
Dr. Georg Waßmuth und seine Mitstreiter außerdem Brombeersträucher aus
und besserten Zäune aus. „Wir hatten eigentlich mit knabbernden
Kaninchen gerechnet, doch nun fegt der Rehbock die Rinde von den
Gehölzen“, so Waßmuth. Wegen des schlechten
Wetters und des aufgeweichten Bodens wurden allerdings nur die
nötigsten Arbeiten verrichtet.

Das Maudacher Bruch ist wegen seiner landschaftlichen Vielfalt stark
von Erholungssuchenden frequentiert. Leider hinterlassen Hunde und
Raucher ihre Spuren, „das geht nicht nur den Kindern gegen den
Strich“, so Waßmuth, der alle Spaziergänger bittet, die Wiesen sauber
zu halten. Frei laufende Hunde wühlen außerdem die angelegten
Baumscheiben auf und stören bodenbrütende Vögel, für die das Gebiet
hauptsächlich angelegt wurde. Deshalb die Bitte des NABU, das
gekennzeichnete Grundstück nicht zu betreten und es vor allem nicht
als Hundeauslauf anzusehen.

Nächstes Planungstreffen der NABU-Gruppe Ludwigshafen und Umgebung
am Montag, 26.5. um 18:30 Uhr im Gasthaus „Hirsch“ in LU-Rheingönheim.
Interessenten sind willkommen und können sich melden unter Tel.
0621/551787,
familie.wassmuth@web.de
Naturbegeisterte Kinder können mitmachen bei der NAJU, nächstes
Treffen am Mittwoch, 16.04.08, 17:30 - 19 Uhr in der IGS Gartenstadt,
Abteistraße 18, Theatersaal. Anmeldung unter
NAJU.Ludwigshafen@web.de oder in der
NABU Regionalstelle Süd, Te. 06341 / 31628
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Tunnel für die Mauersegler
Nisthilfen-Projekt
des NABU an der Hauptschule in Bellheim
Das Gerüst an der
Bellheimer Hauptschule, deren Fassade gerade renoviert wird,
inspirierte Peter Rüffel und Joachim Zürker von der NABU-Gruppe
Bellheim. „Da käme man ja leicht in die Schwindel erregende Höhe, in
der Mauersegler nach Brutplätzen suchen“, so die Idee. Für diesen
Zugvogel, der als Kulturfolger gerne in der bebauten „Felsenwelt“ der
Menschen lebt, gehen im Zuge von Renovierungen immer wieder Brutplätze
wie Nischen und Hohlräume an Häusern verloren. Nicht so in Bellheim:
Nach Absprache mit der zuständigen Architektin und dem Leiter der
Hauptschule schwangen sich die Naturschützer am Gründonnerstag
gemeinsam mit dem Mauersegler-Experten Martin Grund vom NABU Neustadt
auf das Gerüst und entfernten 8 Lüftungseinsätze aus der Wand. Diese
wurden durch Holztafeln mit Einfluglöchern für die Mauersegler
ersetzt. NABU-Mitglied Walter Frey hatte in einer Nachtschicht eigens
diese Holztafeln mit den tunnelförmig verlängerten Einfluglöchern
konstruiert. Nach der vollständigen Renovierung ragen diese eckigen
„Tunnel“ durch die Außendämmung der Fassade. Von außen werden
lediglich die Einfluglöcher zu sehen sein. Im Inneren der Schule
werden demnächst pünktlich zur Ankunft der „Sommervögel“ die
Nistkästen montiert.
Mit den Schwalben
verbindet die Mauersegler mehr die Flugweise als die Genetik. Sie sind
näher mit dem Kolibri verwandt und besorgen nicht nur die
Nahrungsaufnahme, sondern auch die Paarung und die Suche nach
Nistmaterial in der Luft. Sie schlafen sogar dort und halten sich nur
während der Brutsaison - Anfang Mai bis Ende Juli - zeitweise auf
„festem Grund“ in ihren Nestern auf. Warmen Sommerabenden verleihen
die Mauersegler mit ihrem „Sri-sri-sri“ eine mediterrane Note. Im
August ziehen sie bereits wieder gen Süden.
Obwohl Mauersegler
nur kurze Stummelbeine haben, die sich zum Laufen nicht eignen, können
gesunde Tiere dennoch problemlos vom Boden starten. „Die Mär, dass sie
das nicht können, stammt wohl daher, dass meist verletzte Tiere oder
noch nicht flügge Jungvögel am Boden gefunden werden“, so Martin
Grund. Diesen sollte man übrigens niemals ‚Starthilfe’ geben, indem
man sie in die Luft wirft – dies endet meist in einer Bruchlandung,
bei der sich die Vögel lediglich neue, schwerere Verletzungen
zuziehen.
Infos über
Aufzucht und Pflege von Mauerseglern:
Das
NABU-Projekt „Mauerseglerschulen“:
www.nabu-mauerseglerschulen.de
http://www.swift.mynetcologne.de/home.htm

Peter Rüffel
ersetzt die Lüftungseinsätze durch Bretter mit Einfluglöchern für die
Mauersegler. (Foto: Joachim Zürker)

Mauersegler
(Foto: Martin Grund)
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Kinderwanderung
mit dem NABU Heidewald
Am Samstag, 29. März von 10 bis
15 Uhr lädt die NABU-Gruppe Heidewald Kinder von 7 bis 14 Jahren zu
einer naturkundlichen Wanderung in den Heidewald ein. Mit etwas Glück
können die Kinder auf der Wegstrecke von etwa 5 km Erdkröten auf der
Rückkehr vom Laichgewässer in den Wald, die ersten Störche oder den
Turmfalken beim Brutgeschäft beobachten. „Naturtrainer“ Volker Schlie
wird zwischendrin für Spiel und Spaß sorgen und hat gemeinsam mit
Walter Gramlich für (fast) alle Fragen rund um die Natur eine
kindgerechte Antwort auf Lager. Treffpunkt ist am
Dorfgemeinschaftshaus in Birkenheide.
Mitzubringen sind Essen und
Trinken für ein Picknick, wetterfeste Kleidung und ein Unkostenbeitrag
von 5 Euro. Anmeldung unter Tel. 06237/6297.

Foto: Walter
Gramlich
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Osterferienprogramm 2008 beim NABU – viel Spaß auch bei Sturm und
Regen
Das Wetter schien
dem jährlichen Osterferienprogramm beim NABU Landau dieses Jahr einen
Strich durch die Rechnung zu machen. Der erste Tag war nicht nur
verregnet, der Sturm hätte einen Ausflug unter die hohen Bäume am
Schleidgraben in Mörzheim auch gefährlich werden lassen. Dennoch
wurden es wie immer drei lehrreiche, gesellige und unterhaltsame Tage
für die 40 Kinder, die mit den Umweltpädagoginnen Ingeborg Keller und
Ulrike van der Bloemen kurzerhand das Alte Schulhaus in Mörzheim
bezogen. Die älteren Kinder halfen den jüngeren beim Basteln der
beliebten Osterhasen aus Birkenholz und den dazu passenden Mooseiern.
Die Mal- und Leseecke mit naturkundlichen Fachbüchern wurde ebenfalls
gut angenommen und beim gemeinschaftlichen „Nasenspiel“ waren die
Kinder ruhig und konzentriert.
Am zweiten Tag
hatte sich das Wetter dann etwas beruhigt und es ging endlich raus ins
„Grüne Klassenzimmer“, wo die Kinder das Weidentipi ausbesserten,
einen Teich anlegten und die Benjeshecke mit neuem Schnittgut
bestückten. Am „Dreiteich“ gingen einige „Nachwuchsforscher“ außerdem
auf Entdeckungstour nach Wassertieren.
Am dritten Tag gab
es zum Abschluss Stockbrot am Feuer und dazu Quark mit selbst
gesammelten Kräutern. Zwischendrin sorgte das
„Ringelnatter-Kröte-Schilf-Spiel“ für die nötige Bewegung, um bei den
niedrigen Temperaturen warm zu bleiben.
„Wir freuen uns
besonders über unsere Stammgäste, die schon zum fünften oder sechsten
Mal mit von der Partie sind“, so van der Bloemen, „aber natürlich
genauso über die Neulinge“. Viele Kinder haben schon angekündigt, dass
sie beim „Umweltdiplom“ oder spätestens beim Herbstferienprogramm auf
jeden Fall wieder mit dabei sind.
Der NABU dankt
allen ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement.
Infos über die
aktuellen Angebote der Naturerlebnisschule für Kindergärten und
Schulklassen sowie über das „Umweltdiplom für Kinder“ gibt es im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Tel. 06341/31628,
hirtenhaus@web.de
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Die Kinder
packen mit an bei Pflegearbeiten im „Grünen Klassenzimmer“
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Ausbesserung
des Weidentipis
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Basteln von
Osterhasen aus Birkenholz
(Fotos:
Werner Kern)
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„Erlebter Frühling 2008“:
Lebensraum Streuobstwiese
Am 20. März 2008 startet zum 25. Mal der Wettbewerb "Erlebter
Frühling". Die NAJU, Jugendorganisation des Naturschutzbund NABU, lädt
alle Kinder im Alter zwischen 6 und 13 Jahren ein, sich auf die Suche
nach vier Frühlingsboten auf der Streuobstwiese zu begeben: dem
Kuckuck, der Wildbiene, dem Apfelbaum und dem Steinmarder.
"Die Streuobstwiese bietet hervorragende Möglichkeiten, Kindern die
enge Vernetzung von Artenvielfalt, Landschaft und Kultur nahe zu
bringen", sagt Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle in
Landau. In der Pfalz sind Streuobstwiesen noch vielerorts zu finden -
auch dank des Engagements der hiesigen Naturschützer. Sie sind die
Kulisse für so manche NAJU-Gruppenstunde, für Ferienprogramme und
Veranstaltungen im Rahmen des „Umweltdiploms für Kinder“. Auch die
„Naturerlebnisschule“ des NABU Landau nutzt das „Grüne Klassenzimmer
Streuobstwiese“.
Die NAJU entschied
sich für die Streuobstwiese als einen der artenreichsten Lebensräume
in der Kulturlandschaft, um damit auf die 9. UN-Konferenz zur
Konvention über biologische Vielfalt (CBD) aufmerksam zu machen. Diese
findet im Mai 2008 in Bonn statt.
Das Material „Erlebter
Frühling – die Streuobstwiese“ für LehrerInnen und Kindergruppen kann
direkt unter
www.erlebter-fruehling.de oder bei der NAJU Bundesgeschäftsstelle,
Charitestr. 3 in 10117 Berlin, Tel: 030-2849841900, bestellt werden.
Infos über regionale
Angebote für Kinder sowie über den Kuckuck, Vogel des Jahres 2008 beim
NABU unter
www.NABU-RLP-Sued.de; Tel. 06341/31628

Der Kuckuck, Vogel des Jahres 2008 und einer der Frühlingsboten, liebt
reich strukturierte Lebensräume wie die Streuobstwiese. Wer hört ihn
dieses Jahr als erster? (Foto: NABU)

Wildbienen am Nistholz – vielerorts fliegen sie schon! (Foto: N. Plum)

Apfelbaum (Foto: W. Kern)
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Schwalben willkommen!
NABU montiert Nester und Kotbretter
an der Grundschule in Zeiskam
Kinder und Lehrer der
Grundschule Zeiskam sind gleichermaßen stolz auf die 40
Mehlschwalbennester an der Hauswand. Doch der herabfallende Kot
bereitete in den vergangenen Jahren in der Brutzeit immer wieder
Probleme.
Der Naturschutzbund
Bellheim beschloss, hier Abhilfe zu schaffen. Da die Aktion in
luftigen 8 Metern Höhe stattfinden sollte, bauten Joachim Zürker,
Matthias Brock und Peter Rüffel am vergangenen Freitag ein fahrbares
Gerüst auf - bei Wind und strömendem Regen kein ganz ungefährliches
Unterfangen. Samstag montierten Zürker und Rüffel zusammen mit Klaus
Weiß nicht nur 35 Meter Kotschutzbretter, sondern auch 8 zusätzliche
Kunstnester. Diese wurden im Rahmen der landesweiten Aktion „Schwalben
willkommen“ vom NABU Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellt. Sie sind
für die Schwalben hilfreich, da diese im Dorf mit seinen zumeist
asphaltierten Straßen nur noch wenig feuchten Lehm als Baumaterial
finden. Da die Aktion den ganzen Tag andauerte, sorgten Beate Gaab und
Fritz Riemer für eine Stärkung der „Arbeiter“ mit Speis und Trank.
Unterstützt wurde die
Aktion von der
Bellheimer Metallwerk GmbH, die unter
Mithilfe von NABU-Mitglied Dirk Weinheimer die langlebigen
"Kotbretter" aus feuerverzinktem Blech zur Verfügung stellte. Die
Firma Elektro Lutz (Bellheim) steuerte Schrauben und Dübel bei, die
Dachdeckerei Butz (Zeiskam) eine Leiter. Der NABU dankt allen
Unterstützern und Helfern.
Haben Sie
Schwalbennester an Ihrem Haus oder kennen Sie ein „Schwalben-Haus“?
Dann melden Sie es dem
NABU, Tel. 06341/31628,
NABU.Sued@NABU-RLP.de.
Ab 5 besetzten Nestern
gibt es eine Auszeichnung mit der „Schwalbenplakette“.
Bitte haben Sie
Verständnis dafür, dass der NABU keine Privathäuser mit Kotbrettern
ausstatten kann. Diese Aktionen sind sehr aufwändig und können nur in
Ausnahmefällen durch die Ehrenamtlichen geleistet werden.
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Joachim Zürker und Klaus Weiß montieren die Kotbretter unterhalb der
Schwalbennester (Foto: P. Rüffel)
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Landau: Ein neues Zuhause
für Kermit und seine quakenden Freunde
Amphibienprojekt Ahlmühle gestartet
- Nach dem Freischneiden von Gehölz Warten auf die Frösche -
Spaziergänger unerwünscht
Im Feuchtgebiet
Ahlmühle, hinter der Kreisverwaltung Richtung Godramstein gelegen,
sollen sich bald schon Erdkröten und Molche tummeln, Wasser- und
Grasfrösche quaken. Die Lebensbedingungen für gefährdete
Amphibienarten zu optimieren und neuen Lebensraum zu schaffen ist das
Ziel eines wissenschaftlich begleiteten Amphibienprojektes. Um Licht
in das Dickicht zu bringen, haben Forstmitarbeiter in den vergangenen
zwei Wochen Erlen und Weiden gefällt und Gehölze zurückgeschnitten.
2500 Euro wurden dafür ausgegeben.
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"Lass Sonne
rein": Die Bäume werfen zu viel Schatten aufs Wasser und sollen
gelichtet werden. (Foto: Werner Kern)
Am Freitag trafen sich
die städtischen Beigeordneten Rudi Klemm und Maria Helene Schlösser
mit Naturschutzvertretern im Feuchtgebiet zum offiziellen Start des
Amphibienprojektes. Das rund vier Hektar große Feuchtgebiet gehört der
Stadt Landau und wurde 1984 in Kooperation mit dem Naturschutzbund
(Nabu) geschaffen. Der Nabu übernahm die Betreuung des Vogelschutzes
und mähte die Grünflächen.
Schnell wachsende
Bäume und Sträucher schadeten der Teichanlage jedoch durch zu viel
Schatten, und herabfallendes Laub verschlechterte in den Folgejahren
die organischen Gewässerbedingungen, sodass anspruchsvollere
Amphibienarten dort nicht mehr siedelten. „Die Biotopqualität ging
zurück", sagte Klemm, „deshalb wollen wir das Gelände wieder mit neuem
Leben füllen."
Bis zum zweiten
Märzwochenende werden Helferinnen und Helfer deshalb in dem
Feuchtgebiet Unrat entfernen, Totholz beseitigen, Äste schneiden. Für
diese Landschaftspflege engagieren sich Ehrenamtliche aus
verschiedenen Naturschutzverbänden. Wissenschaftlich begleitet wird
das Projekt von Katja Bischoff, Studentin der Umweltwissenschaften der
Universität Landau, und von Hans-Peter Buchert von der Deutschen
Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT). So soll der
Bestand aller im Feuchtgebiet siedelnden Amphibien erfasst und
dokumentiert werden.
Auch der Landauer Zoo
ist in das Projekt miteingebunden. „Das passt gut", findet Zoodirektor
Jens-Ove Heckel, hat doch die Weltnaturschutzorganisation zusammen mit
dem Weltzooverband das Jahr 2008 zum Jahr des Frosches erklärt.
Während des Sommers darf die Zooschule das Gelände für
umweltpädagogische Zwecke nutzen. Ansonsten sind Besucher dort eher
unerwünscht, um das Amphibienprojekt nicht zu gefährden.
Das Gelände ist
sowieso relativ schwierig zu erreichen, der Weg dorthin bewusst
versperrt. „Das hier ist ein Raum, wo die Natur Vorrang hat und der
Mensch lernt, mit der Natur umzugehen", fasst Förster Siegfried Weiter
zusammen.
Der Laubfrosch heißt
es, ist immer auch Indikator für eine intakte Umwelt. Alle Beteiligten
hoffen deshalb, dass sich bald wieder viele kleine, grüne Hüpfer im
Feuchtgebiet tummeln werden. (ovi)
GAUWEIR
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.53
Datum: Montag, den 03. März 2008
Seite: Nr.25
"Deep-Link"-Referenznummer: '3283355
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Neustadt:
Wie sich mit wenigen Kniffen Sprit sparen lässt
Aktionstag des
Naturschutzbunds beim Autohaus AVG Scherer - Ausgebildete Fahrtrainer
geben 41 Teilnehmern Tipps
Benzin sparen ist
bei den derzeitigen Preisen für viele Autofahrer zweifellos ein Thema:
Bei einem Aktionstag am Samstag im Autohaus AVG Scherer haben einige
die Chance genutzt, sich darüber zu informieren. Seit fünf Jahren
setzen sich der Naturschutzbund (Nabu) und VW gemeinsam für eine
umweltschonende Fahrweise ein, die den CO2-Ausstoß mindern soll. Ziel
der bundesweiten Kampagne ist es, mit Trainingsfahrten zu zeigen, wie
man einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. 41 Teilnehmer ließen
sich beraten.
Solche Aktionstage
finden bundesweit zwischen 15- und 20-mal im Jahr statt. VW stellt die
Autos, Profis übernehmen das Training. Die Fahrzeuge sind mit einem
speziellen Computer ausgerüstet, der in zwei Fahrtrunden Parameter wie
Drehzahl, Benzinverbrauch und CO2-Ausstoß misst. Die Teilnehmer legen
mit dem Trainer eine erste Runde nach gewohnter Fahrmanier ab. Diese
wird dann ausgewertet, bevor eine zweite Runde unter Anleitung
angeschlossen wird.
„Die
Zusammenarbeit mit VW ist auch entstanden, da VW sich ohnehin im Bau
umweltfreundlicher Autos engagiert", erklärte Dr. Nathalie Plum,
Leiterin der Nabu-Regionalstelle Rheinland-Pfalz Süd. Sie schätzt die
Effektivität solcher Aktionen vor Ort, weil damit an der Basis etwas
bewegt werden könne. Der Nabu informierte die Teilnehmer zusätzlich an
einem Infostand über seine Arbeit. Verkürzt wurde den Teilnehmern die
Wartezeit auf den Fahrtrainer auch mit der Möglichkeit eines Hörtests
oder einer kostenlosen Fahrzeugüberprüfung.

Der Infostand
des NABU im VW-Haus avg Scherer (Foto: Martin Grund)
Initiiert worden
war die Veranstaltung in Neustadt von Bärbel Schäfer,
Umweltbeauftragte der Evangelischen Landeskirche Pfalz. Seit elf
Jahren gebe es das Projekt „Autofasten". „Leider kann man meist nicht
ganz auf das Auto verzichten, aber dann sollte wenigstens so wenig CO2
wie möglich ausgestoßen und so wenig Benzin wie möglich verbraucht
werden", sagte sie. So sei ihr die Idee des Spritspar-Trainings
gekommen, dessen Teilnehmern demonstriert werde, wie der
Spritverbrauch um bis zu 25 Prozent gesenkt werden könne. Schäfer war
es, die auf den Nabu zugegangen war.
Kirchliche
Organisationen und Umweltorganisationen arbeiteten seit längerem in
einer Klimaallianz zusammen, um so gemeinsam zu versuchen, Einfluss
auf die Politik auszuüben.
Eine von 41
Teilnehmern am Samstag war Inge Wassmann. Sie lebt eigentlich auf
Lanzarote und war nur zu Besuch, doch als sie von der Möglichkeit
eines solchen Fahrtrainings erfahren hatte, meldete sie sich spontan
an: „Das ist doch ein super Angebot." Gemeinsam mit Thomas Bruns,
Fahrtrainer bei Volkswagen Braunschweig, stieg sie in einen neuen
Passat. Ein Dieselwagen, der angeblich ohnehin schon bis zu einem
Liter weniger Verbrauch hat als herkömmliche Autos. Auf der ersten
Runde der Strecke, die nach Mußbach und über Branchweilerhof zurück
zum Autohaus führte, wurde ihr gewohnter Fahrstil beobachtet und die
erreichten Werte gemessen.
Expertenrat: Zügig
schalten
Vor Beginn der
zweiten Runde gab es dann die Tipps vom Fachmann. Während Wassmann
stets dachte, zu „untertourig" zu fahren, erklärte ihr Thomas Bruns,
dass ihr Fahrstil verbessert und sogar um 200 Umdrehungen gesenkt
werden könne: „Im ersten Gang sollte höchstens zwei Wagenlängen
gefahren werden." Neben weiteren Tipps zum Benzinsparen, wie das
zügige Schalten und ausreichend Reifendruck, verriet er auch, dass
sich ein Abschalten des Motors schon ab 20 Sekunden Standpause lohne.
Wirklich dankbar
war Wassmann für den Tipp, dass es mitunter effektiver sein könne,
bergab den Gang geschaltet zu lassen und nur den Fuß vom Gas zu
nehmen, anstatt in den Leerlauf zu schalten. Dieses Prinzip der
Schubabschaltung will sie für sich übernehmen. Und so war der
Verbrauch in Runde zwei schon um einen Liter geringer und die Drehzahl
um 400 Umdrehungen gesunken. Am PC wurden dann die gespeicherten Daten
der beiden Fahrten noch einmal übereinander gelegt und verglichen. (vi)
GIERESS
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.53
Datum: Montag, den 03. März 2008
Seite: Nr.26
"Deep-Link"-Referenznummer: '3283554'
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NAJU
Burrweiler/Gleisweiler: Jugend begeistert für die Natur
Rückblick auf das Jahr 2007
Zur Jugend in
Burrweiler hat die Erzieherin Barbara Halfmann immer schon ein gutes
Verhältnis gehabt. Regelmäßig organisierte sie Aktionen für ihre
ehemaligen Kindergartenkinder und deren heranwachsende Freunde. Aus
privatem Interesse hatten es ihr - neben dem Wandern mit dem PWV -
zunehmend auch der Naturschutz und die Landschaftspflege angetan. „Das
sollte aber auch Hand und Fuß haben“, so Halfman, die sich deshalb dem
Naturschutzbund NABU als einem kompetenten Partner anschloss.
Mit Beratung von Franz
Grimm vom NABU Edenkoben/Maikammer und Dr. Nathalie Plum von der NABU
Regionalstelle in Landau gestaltet die gebürtige Neustadterin seit
mittlerweile 2 Jahren ein buntes Programm für 14 Kinder und
Jugendliche zwischen 7 und 12 Jahren. Die Gruppe übernahm eine
Patenschaft für das Regenrückhaltebecken am Lützelbach, schnitt dort
die Gehölze zurück und befriedete es mit einer so genannten
„Benjeshecke“ aus Schnittgut. So konnte das Becken von den
Halfmannschen Schafen beweidet und offener Lebensraum für Pflanzen und
Tiere nachhaltig erhalten werden. Die Kinder erlebten hautnah die
Lämmeraufzucht der beiden „NABU-Moorschnucken" namens Chip und Chap
mit. Diverse Pflegemaßnahmen, so auch im Regenrückhaltebecken
Roschbäch, wurden durch die Verbandsgemeinde Edenkoben unterstützt.
Bei der Kontrolle der
selbst aufgehängten Nistkästen stellten die Kinder begeistert fest,
dass jeder Kasten von Tieren angenommen wurde – jedoch nicht nur von
Vögeln: in einem Kasten überwinterten zwei Mäuse. Deshalb sollen in
2008 auch weitere Nistkästen gebaut werden.
Die Kinder engagieren
sich außerdem bei der Krötenwanderung und haben ein Winterquartier für
Ringelnattern angelegt - es wurden sogar schon mehrere Nattern an dem
„Bauwerk“ gesichtet. Ein Besuch beim Imker, ein Ausflug in ein
„Heuhotel“ in der Nähe der Wutachschlucht im Schwarzwald und ein
Kastanienrückschnitt mit anschließendem Kastanienessen rundeten das
Programm ab.
In 2008 soll die
Sandsteinmauer in Richtung St.-Anna-Gut weiter frei gestellt werden,
um Lebensraum für wärmeliebende Tiere wie Eidechsen und Nattern zu
sichern. Eine Bienenwand soll gebaut werden - und natürlich werden die
Kinder wieder tolle Naturbeobachtungen machen und sich bei einem
gemeinsamen Fest mit der NAJU Edesheim und dem Greenteam Edenkoben
darüber austauschen.
Termine von Barbara Halfmann im Rahmen des „Umweltdiploms für Kinder“:
Dienstag, 18. März,
9:45-12:30 Uhr, Rund ums Schaf
Dienstag, 24. Juni,
9:45-12:30 Uhr, Eselwanderung
Jeweils Treff am
Ofenmuseum
Anmeldung zum
„Umweltdiplom“ und weitere Infos:
NABU Regionalstelle,
06341 / 31628,
NABU.Sued@NABU-RLP.de

Die NAJU Burrweiler / Gleisweiler beim Bau eines Winterquartiers für
Ringelnattern
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Die NAJU Burrweiler / Gleisweiler befreit die Trockenmauer Richtung St.
Anna-Gut vom Aufwuchs, um Lebensraum für wärmeliebende Tiere zu
schaffen
(Fotos: Barbara Halfmann)
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Hecke
zerstört
Am Donnerstag, dem
06.03.08, stand in der Bad Dürkheimer Zeitung unter "Was Bürger
ärgert" eine Meldung mit dem Titel "Hecke zerstört". Dort wird von
Herrn Eugen Kessler berichtet, dass die Gemeinde Ellerstadt eine Hecke
zerstört habe. Ortsbürgermeister Helmut Renz und Erster Beigeordneter
Klaus Schneider sagen dagegen, die Hecke sei ganz normal
zurückgeschnitten und durchlichtet worden.
Die etwa 10 m
breite Hecke verläuft vom Ellerstädter Industriegebiet "In der Naurodt"
eingezwängt zwischen zwei Feldwegen an einem Graben entlang nach
Westen. Die Hecke musste vor etwa 20 Jahren als Ausgleichsmaßnahme bei
der Flurbereinigung angelegt werden, da ökologisch wertvolle
Obstanlagen in Weinbaugelände umgewandelt wurde. Vor Ort bietet sich
das von Herrn Kessler geschilderte Bild: Auf nicht ganz 200 m sind
Teile der Hecke mit dem Forstmulcher stückweise bis auf den Boden
gerodet worden. Teilweise wurden auch die noch vorhandenen Gehölze
verletzt. Insgesamt machen die Lücken fast die Hälfte der Hecke aus.

Was übrig
blieb von der Hecke, die einst als Ausgleichsmaßnahme für die
Obstwiese angelegt wurde, nachdem die Gemeinde "aufräumte" (Foto: F.
Reinert)
Der NABU kann
diese Maßnahme überhaupt nicht begreifen. Die Gemeinde Ellerstadt
handelt völlig unsensibel und gegen geltendes Recht. Erstens schreibt
die europäische Vogelschutzrichtlinie vor, dass "Nist-, Brut-, Wohn-
und Zufluchtsstätten wildlebender Vogelarten weder beseitigt, noch
beschädigt werden dürfen". Zweitens sind Hecken, Feldgehölze,
Einzelbäume nach dem Landesnaturschutzgesetz "geschützte
Landschaftsbestandteile und von besonderem Wert für alle wildlebenden
Vogelarten. Pflegemaßnahmen bedürfen der behördlichen Genehmigung". In
diesem Fall war die Maßnahme weder genehmigt noch fachgerecht
durchgeführt. Es wurden Gesetze eindeutig missachtet. Ein
Landschaftselement wurde zerstört.
Naturschutzverbände führen zwar auch Entbuschungsaktionen durch, aber
um z. B. für die Pflanzen- und Tierwelt ökologisch wertvolle
Trockenwiesen zu erhalten. Sicherlich bedeutet das nicht, dass Hecken
grundsätzlich nicht "zurückgeschnitten" werden dürfen, z. B. um die
Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Aber hier handelt es sich nicht
um einen Rückschnitt, sondern um eine teilweise Beseitigung der Hecke.
Außerdem ist der angeführte Grund nicht stichhaltig, dass die Hecke
einen Stau von Kaltluft verursache, da die Hecke von Westen nach Osten
- also längs der häufigsten Windrichtung - verläuft. Auch das Argument
von Herrn Schneider, in fünf Jahren wachse alles wieder nach, wie man
bei einer Hecke in der Nachbarschaft sehen könne, bedeutet, dass für
längere Zeit die Ausgleichsmaßnahme nicht Ihren vorgesehenen Zweck
erfüllt. Die Hecke hat 20 Jahren gebraucht, um den Zustand vor der
Fällaktion zu erreichen. Schlimm an dieser Aussage ist zudem, dass man
offensichtlich früher schon in gleicher Weise verfahren ist.
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NABU
Frankenthal: 2. Arbeitseinsatz am Kräppelweiher
Trotz des
Sturmtiefs „Emma“ haben aktive Naturschützer der NABU-Gruppe
Frankenthal am vergangenen Samstag, den 1. März, in einem
zweiten Arbeitseinsatz Büsche und junge Bäume in den
Flachwasserzonen des Kräppelweihers entfernt. Dabei kam ein
ansehnlicher Haufen an Ästen und Wurzeln zusammen. Sie wollen
damit das Röhricht als Lebensraum für Amphibien und
Wasservögel fördern, den Weiher belüften und nicht zuletzt
einen malerischen Ausblick auf die Wasserfläche des
Landschaftsschutzgebiets ermöglichen. Die Aktion wird von der
Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Frankenthal unterstützt.

NABU-Aktive entfernen den Baumaufwuchs samt der Wurzeln
(Foto: Manfred
Becker/NABU)
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NABU Bellheim pflegt
Kopfweiden
Am
vergangenen Samstag, den 01.03.08 schnitt die NABU-Gruppe
Bellheim die Korbweiden an den Gräben in der Zeiskamer
Feldflur zurück. Früher wurden diese Flecht- oder Korbweiden
von den Zeiskamer Landwirten hauptsächlich zur Gewinnung von
Anbindematerial für den Weinbau angepflanzt und gepflegt.
Nachdem diese Nutzungsform aufgeben wurde, drohten diese
Kopfweiden aus unserer Landschaft zu verschwinden. Einzelne
Privatpersonen und vor allem auch der NABU sorgen jedoch schon
seit Jahren dafür, dass diese für die Rheinebene so
charakteristischen Bäumchen nicht aus dem Landschaftsbild
verschwinden. Und so "nebenbei" sichern die Naturschützer mit
dem alljährlichen Schneiden von mehr als 50 (!) Weidenbäumchen
den Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren.

(Foto: Joachim Zürker)
In den Weiden
bilden sich mit den Jahren Höhlungen und Nischen, in denen
eine Vielzahl von Vogelarten ihrem Brutgeschäft nachkommen
kann. Außerdem kann das anfallende Schnittgut als Osterschmuck
zur Dekoration des Hauseinganges genutzt werden. Aus den
Weidenruten lassen sich natürlich auch Weidentunnels und grüne
Zelte" bauen". Dazu brauchen die Zweige lediglich in den Boden
gesteckt werden. Die robusten Weiden treiben von ganz alleine
wieder aus. Übrigens: Der NABU gibt Weidenbündel gegen eine
kleine Spende zugunsten der Natur ab.
Kontakt:
Peter Rüffel 06347-608210 und Joachim Zürker 07272-9725633
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Vögel, Pflanzen,
Fledermäuse: Naturschützer suchen Mitstreiter
Jahreshauptversammlung des NABU Ludwigshafen am
25.02.2008
Bei der jährlichen
Mitgliederversammlung des Naturschutzbund NABU Ludwigshafen im
Gasthaus "Zum Hirsch" in Rheingönheim berichtete der Vorsitzende Dr.
Georg Waßmuth von den Aktivitäten der Naturschützer im vergangenen
Jahr, die sich vor allem auf die Betreuung des Patenschaftsgebiets
Rehbachtal konzentrierten. Nach einer Säuberungsaktion dokumentierte
der botanische Arbeitskreis die fast 400 Pflanzenarten bis zur Mündung
des Rehbachs in den Rhein fotografisch. Weitere Daueraufgaben sind die
Pflege des eigenen Grundstücks beim Kinkel im Maudacher Bruch sowie
zahlreicher Nistkästen. Mit vogelkundlichen Wanderungen wurde die
Öffentlichkeit an die Natur heran geführt. Nach der Entdeckung von
zwei Brutkolonien mit Fledermäusen sind Untersuchungen zu diesen
seltenen Tieren geplant. „Nicht nur dabei könnten wir neue Mitstreiter
brauchen“, so Waßmuth. „Mit 345 Mitgliedern und nur 10 Aktiven haben
wir in einer Großstadt wie Ludwigshafen sicherlich noch Potential“.
Elke Hennighaus und Katrin Hoffmann
haben bereits wieder ein buntes Programm für die im letzten Frühjahr
gegründete Kindergruppe NAJU vorgelegt, die sich regelmäßig mittwochs
am Maudacher Bruch trifft, um gemeinsam die Natur zu erkunden.
Kassenwart Alban Berthold
verzeichnete einen finanziellen Überschuss, der bei günstiger
Gelegenheit zum Erwerb weiteren Geländes genutzt werden soll.
Landesvorsitzender Siegfried Schuch
zeichnete anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Gruppe vier
langjährige Mitglieder des Vorstands mit der silbernen Ehrennadel des
NABU aus: Franz Stalla, Alban Berthold, Armin Vogelgesang und Dr.
Georg Waßmuth. Siegfried Schuch dankte ihnen für ihr langjähriges
Wirken im Verein, das gerade heute keine Selbstverständlichkeit mehr
sei und wünschte weiter viel Erfolg beim Engagement für die Natur.
Dass dieses Engagement weiterhin
gefragt ist, zeigte Franz Stalla in seinem Bericht zur Situation der
Vogelwelt in Ludwigshafen. Gerade bei den kleineren Vögeln ist ein
gravierender Rückgang zu verzeichnen. Dies trifft leider auch für den
Kuckuck, Vogel des Jahres 2008 zu. Mit faszinierenden Bildern brachte
Stalla den scheuen Vogel auch optisch nahe.

Der Vorsitzende des
NABU Rheinland-Pfalz, Siegfried Schuch (Mitte) zeichnet Alban
Berthold, Franz Stalla, Armin Vogelgesang und Dr. Georg Waßmuth (v.l.n.r.)
für ihr langjähriges Engagement aus. (Foto: E. Hennighaus)
Wer sich im Naturschutz engagieren
möchte, kann sich an folgende Adressen wenden:
NABU
Ludwigshafen:
Dr. Georg Waßmuth, Tel. 0621/551787,
familie.wassmuth@web.de
NAJU
Ludwigshafen:
für naturinteressierte Kinder von 8
bis 12 Jahren, Anmeldung bei Frau Hennighaus unter Tel. 0621/518314
oder bei Katrin Hoffmann unter Tel. 0176/63120024.
NABU
Regionalstelle Süd:
Tel. 06341/31628,
NABU.Sued@NABU-RLP.de;
www.NABU-RLP-Sued.de
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Schutz der Wanderfalken in
der Südpfalz – Natururlaub der besonderen Art
Für die jährlich
stattfindende Bewachung der Wanderfalkenbruten werden wieder
zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht. Wanderfalken
brüten in der Südpfalz bevorzugt an den Buntsandsteinfelsen;
Störungen durch Kletterer und Wanderer,
Nachstellungen und Vergiftungsaktionen machen es immer noch notwendig,
die Tiere während der Brutperiode zu bewachen. Dazu werden ca. 300
Personen in der Zeit zwischen Mitte März bis Mitte Juni benötigt. Die
Bewachung wird durch den Arbeitskreis Wanderfalkenschutz des NABU
Rheinland-Pfalz organisiert.
Die Bewachungswagen
stehen in der wunderschönen Südpfalz im sogenannten Wasgau. Bewacht
wird in der Regel für eine Woche von Samstag bis Samstag. Die
Bewachungsstationen in der Nähe der Brutfelsen sind
mit Heiz-, Koch- und Schlafgelegenheit ausgerüstet. Die wesentlichen
Aufgaben der Bewacher liegen darin, Störungen (z.B. durch Kletterer
oder Wanderer) von den gesperrten Felsen fernzuhalten und ein
Horstbuch zu führen. Darin werden alle wichtigen Vorkommnisse wie z.B.
Fütterung, Beuteflug, Beuteübergabe, Verhalten der Jungvögel, aber
auch Störungen, notiert.

(Foto: T. Maiwald)
Neben diesen
"Pflichten" bleibt aber immer auch genügend Zeit, sich zu entspannen
und die
herrliche Natur im Zentrum des Biosphärenreservates Pfälzerwald/
Nordvogesen zu erleben. Es erwartet Sie also
ein unvergesslicher Natururlaub der besonderen Art. Für alle
Interessierten bietet der Arbeitskreis Wanderfalkenschutz
vom 14. – 16. März 2008 ein Seminar
in der Wappenschmiede in Fischbach/ Dahn an. Vor
allem neue Bewacher erhalten hier jede Menge Hintergrundinformationen
über den größten heimischen Falken. Darüber hinaus werden unter
kundiger Anleitung die potentiellen Brutfelsen beobachtet. Die
Teilnahme am Seminar ist für die Bewachung zwar wünschenswert, aber
nicht Bedingung!
Seit mehr als 20
Jahren setzt sich der
Arbeitskreis Wanderfalkenschutz für die Wiederansiedlung und
den Schutz des „Jägers der Lüfte“ in der Pfalz ein.
Dadurch ist der Wanderfalkenbestand in der Pfalz bis heute auf ca. 40
Brutpaare gestiegen. Dieser riesige Erfolg wäre ohne den unermüdlichen
Einsatz vieler Bewacher aus ganz Deutschland nicht möglich gewesen.
Weitere Informationen
im Internet unter:
www.wanderfalkenschutz-rlp.de
Anmeldung zur
Bewachung oder zum Seminar in der Geschäftsstelle:
AK Wanderfalkenschutz des NABU Rheinland-Pfalz
Manfred Mächnich,
Telefon: 07954 – 926347, Email:
info@wanderfalkenschutz-rlp.de
(Artikel: Torsten Maiwald, AK Wanderfalkenschutz)
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Blaue Tonne ist klimaschädlich -
NABU rügt doppelte Papierabfuhr
Die in dieser
Woche von einem privaten Recyclingunternehmen eingeführte „Blaue
Tonne“ mag sicherlich ihre Vorteile haben, vor allem für größere
Wohneinheiten mit mehreren Parteien. Kleine Haushalte dürften mit dem
Platzbedarf für eine weitere feste Tonne zu kämpfen haben – und mit
steigenden Müllgebühren ist unter Umständen auch zu rechnen. Das
größte Problem jedoch ist aus Sicht des Naturschutzbund NABU die
doppelte Abfuhr des Papiers. Solange der „graue Sack“ der EWL als
alternative Sammelmethode bleibt, werden sich alle 2 Wochen 2
konkurrierende Flotten auf den Weg machen, um an einigen Haushalten
die Säcke abzuholen, an anderen die Tonnen zu leeren. „Offensichtlich
sind Benzin und Diesel immer noch zu billig und die doppelte Abfuhr
lohnt sich – der CO2-Ausstoß wird gedankenlos in Kauf genommen“, so
Werner Kern, Vorsitzender des NABU Landau. „Vor dem Hintergrund des
Klimawandels sind solche Methoden, selbst für so eine gute Sache wie
die Wiederverwendung von Papier, unseres Erachtens nicht mehr
zeitgemäß.“
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Enten,
Gänse, Taucher, Säger: Wintergäste am Altrhein
NABU-Exkursion in
Roxheim und Mechtersheim
Bei strahlendem Sonnenschein
zog es Vogelexperten des NABU in Begleitung von 6
Exkursionsteilnehmern am vergangenen Samstag an den Roxheimer
Altrhein, um dort rastende Wasservögel zu beobachten. Da der Altrhein
allerdings zugefroren war, konzentrierten sich die Vögel auf das noch
offene Wasser des Silbersees. Zwischen Mittelmeer- und Lachmöwe, Grau-
und Silberreiher tummelten sich dort diverse Entenarten: Löffel-,
Tafel-, Reiher-, Schnatter-, Schell- und natürlich Stockenten. Neben
dem häufigeren Haubentaucher lernten die Teilnehmer auch Zwerg- und
Rothalstaucher sowie Zwerg- und Gänsesäger kennen.
Die zweite Station, an der die
Ornithologen ihre Spektive aufbauten, waren die Mechtersheimer
Tongruben bei Römerberg. Über 600 Gänse - Bläßgans, Graugans und
Saatgans - zählten die Ornithologen auf dem Wasser.
„Der Winter war mild, die
Weißstörche sind schon wieder hier – da sind seltene Gäste aus dem
Norden wie Seeadler und Bergente nicht zu erwarten“, so
Exkursionsleiter Gerhard Postel.

Silber – und
Graureiher unter Enten am Roxheimer Silbersee (Foto: Werner Kern)
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NABU Bellheim: eine Lobby
für die Natur in der Verbandsgemeinde
Jahreshauptversammlung:
Brutplatz für den seltenen Steinschmätzer geplant
Der Schwerpunkt der
Arbeit der NABU-Gruppe in der Verbandsgemeinde Bellheim lag auch im
Jahr 2007 wieder eindeutig bei der Biotop- und Baumpflege sowie im
Vogelschutz. Der Vorsitzende Joachim Zürker und seine Mitstreiter
schnitten über 50 Kopfweiden, züchteten und pflanzten Obstbäume,
sammelten und verteilten Samen von Wild- und Bauerngartenblumen. In
Zeiskam pflegte der NABU nicht nur seinen eigenen „Kräuter- und
Obstgarten“, sondern auch den Fahrbahnteiler am Katholischen
Pfarrgarten.
Auch im Vogelschutz
war die Gruppe kräftig engagiert: etwa 430 Nisthilfen in Kindergärten,
in Feldgehölzen, im Wald und in den Dörfern betreuten die
Naturschützer und stellten dabei Bruten von diversen Singvögeln,
Turmfalken, Schleiereulen, Dohlen, Fledermäusen und Insekten fest.
Zürker dankte der Kreisverwaltung Germersheim, insbesondere Georg
Roth, für die finanzielle Unterstützung der Pflanzaktionen, sowie
allen fleißigen Helfern.
In den Queichwiesen,
wo seltene Vögel wie der Wachtelkönig brüten, setzt sich die Gruppe
immer wieder sich für die Minimierung der zahlreichen Störungen, unter
anderem durch Hunde, ein.
Kassenwart Bernd Busch
verzeichnete einen leichten Überschuss und Kassenprüfer Gerd Pfirrmann
hatte nichts zu beanstanden
Ein wichtiges Projekt
für 2008 ist die Schaffung der bereits genehmigten Brutmöglichkeiten
für den seltenen Steinschmätzer bei Knittelsheim. „Der Schotter für
die Fundamente liegt schon bereit, in den nächsten Tagen werden die
Sandsteine für die eigentlichen Lesesteinhaufen angeliefert – dann
brauchen wir nur noch Leute, die mit anpacken“, so Zürker.
Gleichzeitig sollen 3 Sitzstangen für Greifvögel errichtet werden.
Beate Gaab hat für die
Naturschutzjugend NAJU bereits ein buntes Jahresprogramm
zusammengestellt. Kinder ab 8 Jahren können gerne mitmachen und bei
Samstagsaktionen gemeinsam die Natur in der Verbandsgemeinde
entdecken.
Dr. Nathalie Plum von
der NABU Regionalstelle in Landau dankte Zürker für die
vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit und wies auf die
informative Internetseite
www.NABU-RLP-Sued.de hin, die unter
anderem durch die „Jobbörse für Ehrenamtliche“ aktuelle Möglichkeiten
für ein Engagement im Naturschutz aufzeigt.
Jobbörse
Bei der NABU-Gruppe
Bellheim werden in 2008 Helfer für folgende Aktivitäten gesucht:
-
Mithilfe beim
Kopfweidenschnitt am Samstag, 1. März
-
Mithilfe bei der
Anlage der Lesesteinhaufen für den Steinschmätzer;
Samstagsaktion im März
-
Mithilfe bei der
Pflege des NABU-Gartens in Zeiskam sowie diverser Gehölze,
ganzjährig, Termine auf Anfrage
Bei allen Aktionen
können auch gerne Familien mit Kindern helfen. Infos bei Joachim
Zürker, Tel. 07272/9725633,
NABU.Bellheim@NABU-RLP.de

Die Naturschützer bei der Pflege der Kopfweiden, die als typisches
Element der Kulturlandschaft in der Rheinebene zahlreichen Tieren und
Pflanzen einen Lebensraum bieten (Foto: Joachim Zürker)
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Neustadt
Umweltschonend Auto fahren" - Aktionstag am 1. März
„Umweltschonend Auto fahren" - so
lautet das Motto eines Aktionstags, der am 1. März vom Naturschutzbund
(Nabu) und Volkswagen ausgerichtet wird. Von 10 bis 16 Uhr dreht sich
dann beim Autohaus AVG Scherer (Mußbacher Landstraße) fast alles ums
Spritsparen. Kostenlos angeboten wird ein Spritspar-Training.
Die Teilnehmer fahren mit
professionellen Trainern und Fahrzeugen zunächst eine bestimmte
Strecke im gewohnten Fahrstil. Ein Bord-Computer erfasst dabei den
Verbrauch. Nach einer Schulung wird die Strecke erneut zurückgelegt
und der Computer rechnet vor, wie weit der „Bleifuß" zurückgenommen
wurde.
„Der zunehmenden Schadstofflast, die
uns und das Klima belastet, muss aktiv begegnet werden. Aber auch die
Preiserhöhungen der letzten Zeit lassen viele Autobesitzer darüber
nachdenken, wie der Kraftstoffverbrauch gesenkt werden kann",
begründet Dr. Nathalie Plum von der Nabu-Regionalstelle in Landau die
Initiative. „Wir wollen Möglichkeiten aufzeigen, wie sich Mobilität
und Umweltschutz, saubere Luft und geringe Spritkosten besser
vereinbaren lassen."
Im Verlauf des Aktionstags können
rund 40 Personen an den rund 45-minütigen Schulungen teilnehmen.
Start- und Zielpunkt ist jeweils das AVG-Autohaus. Für alle
Trainingsteilnehmer gilt: Führerschein unbedingt mitbringen, denn ohne
ist keine Schulung möglich. Ein Optiker überprüft außerdem auf Wunsch
die Sehtüchtigkeit der Besucher. Für das leibliche Wohl (Kaffee und
Kuchen) ist gesorgt. An Infoständen geben Ursel Mosebach und Martin
Grund von der Nabu-Gruppe Neustadt Tipps und Einblicke in künftige
Entwicklungen. Tipps zum sparsamen Fahren findet man auch in der
Broschüre „Umschalten - ganz einfach Sprit sparen", die es am
Aktionstag kostenlos am Nabu-Stand gibt.
Info & Verlosung
Weitere Informationen und
verbindliche Anmeldung bei Dr. Nathalie Plum unter
Telefon 06341 / 31628, per
E-Mail unter
NABU.Sued@NABU-RLP.de oder direkt beim Autohaus AVG Scherer in der
Mußbaher Landstraße.
Die Veranstalter verlosen fünf
Trainingsplätze (Wert je 80 Euro) an die ersten RHEINPFALZ Leser, die
sich heute ab 13 Uhr unter Telefon 06321/8903-28 in der Lokalredaktion
melden.
(ier)
GIERESS
Quelle: Verlag: DIE
RHEINPFALZ Publikation: Mittelhaardter Rundschau Ausgabe: Nr.31.
Datum: Mittwoch, den 06. Februar 2008 Seite: Nr.15
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Göcklinger
Tongrube: Hoffen auf den Wiedehopf
NABU pflegt Biotop
und hängt Nistkästen auf
Zwanzig Helfer gingen dem „harten Kern“ der
NABU-Gruppe Landau-Land am vergangenen Samstag zur Hand, um rund um
den Landschaftsweiher „Göcklinger Tongrube“ die Vielfalt der
Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu erhalten. Schilf wurde gekürzt
und Büsche entfernt, um sonnige Stellen an Land und im Gewässer zu
schaffen. „So ein offenes Biotop bietet sich natürlich auch für den
Wiedehopf zur Nahrungssuche am Boden an“, erläutert Naturschützer
Heinz Wissing, der einen speziellen Nistkasten für diesen seltenen
Vogel in einem Baum anbrachte. Der Wiedehopf wurde in den letzten
beiden Jahren bereits im benachbarten Mörzheim gesichtet. „Vielleicht
entschließt er sich ja, hier bei uns in Göcklingen zu brüten!“, hofft
Wissing. Die im letzten Jahr angelegten Flachwasser waren gut gefüllt
und könnten als Laichbiotope gut angenommen werden.
Wie immer gab es zur Stärkung der Helfer eine
kräftige Suppe von Hobby-Koch Alfred Roth.
„Wir freuen uns, dass über die Bekanntmachung der
Regionalstelle so viele Helfer zu uns gefunden haben“, so Hans Frech,
der Vorsitzende der NABU-Gruppe.
Die NABU Regionalstelle in Landau macht über die
„Jobbörse“ regelmäßig bekannt, für welche Aufgaben im Naturschutz
Helfer gesucht werden. Aktuell steht die alljährliche
Amphibienwanderung an. Für die Betreuung der Schutzzäune entlang von
Verkehrswegen werden an zahlreichen Standorten in Landau, im Kreis
Südliche Weinstraße – unter anderem an der Kaiserbachermühle, wo
Erdkröten ihren Weg zur Göcklinger Tongrube suchen - sowie in Neustadt
und Schwegenheim noch helfende Hände gesucht. Interessenten können
sich in der Regionalstelle melden: Tel. 06341 / 31628,
NABU.Sued@NABU-RLP.de

Hans Meyer
schneidet Schilf
(Fotos: Gerhard Wisser)

Heinz Wissing hängt einen Nistkasten für den
Wiedehopf auf
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Osterferienprogramm in der Natur für Kinder
Mit dem NABU den
Frühling entdecken
Auch in diesem
Jahr bietet der NABU Landau wieder ein Osterferienprogramm für Kinder
ab 8 Jahren an. Von Mittwoch, 12. bis Freitag 14. März 2008 von 13 bis
17 Uhr sind Kinder ab acht Jahren eingeladen, mit anzupacken. Nach dem
Winter gibt es auf den Streuobstwiesen wieder viel zu tun: die
Lebenstürme werden erneuert, die Bachufer gepflegt und das Weidentipi
renoviert. Und ganz nebenbei kann man die ersten blühenden
Frühlingsboten entdecken, den Gesang der Vögel verstehen lernen oder
nach den ersten Laichplätzen im Tümpel suchen. Für die Kreativen ist
wieder eine Bastelwerkstatt mit Naturmaterial eingerichtet. Wichtig
sind wetterfeste Kleidung, festes Schuhwerk und eine kleine
Rucksackverpflegung. Kostenbeitrag pro Tag und Teilnehmer 6 €. Für
jeden Tag gibt es außerdem einen „Stempel“ für die Teilnehmer am
„Umweltdiplom für Kinder“. Anmeldung und Treffpunkt:
Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstr. 21, 76829 Landau Mörzheim,
Telefon 06341/31628, Email
hirtenhaus@web.de
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NABU
Neustadt: Helfer für Amphibienrettung gesucht!
Bei der
diesjährigen Amphibienwanderung wird die NABU-Gruppe Neustadt ihren
Schwerpunkt auf das Kaltenbrunnertal legen. Am Freitag 22. Februar
werden bei einem Arbeitseinsatz 100 m Amphibienschutzzaun errichtet.
Treffpunkt ist 15 Uhr am Parkplatz vor der Gaststätte.
Für diesen
und weitere Standorte am "Trifftbrunnenweg" und "Am Nollen" in Hambach
sowie an der "Schlossstraße/Eichstraße" benötigen die Naturschützer
dringend die Mithilfe der Bevölkerung und der Anwohner, um vor allem
Erdkröten vor dem Verkehrstod zu retten. Wer beim Arbeitseinsatz mit
dabei sein will oder an einzelnen Abenden oder morgens den Zaun
kontrollieren, kann sich melden bei Ursel Mosebach, Tel. 06327/5837
sowie in der NABU Regionalstelle, Tel. 06341/31628, Email
NABU.Sued@NABU-RLP.de
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Uhu auf Dach gesichtet
Nabu: „Sehr ungewöhnlich"
Bedrohung der Wanderfalken
befürchtet
Dass ein Uhu seinen Lebensraum im Stadtgebiet wählt, ist nach Aussage
von Hermann Deichfuß vom Nabu Frankenthal sehr ungewöhnlich. Schüler
und Lehrerin der Klasse W II an der Tom-Mutters-Schule konnten Ende
Januar einen leibhaftigen Uhu auf dem Dach des Gebäudes
Zuckerfabrikstraße 2a bestaunen.

Foto: Hermann
Deichfuß
„Der Uhu ließ sich
auch nicht von einigen Rabenkrähen, die ihn vertreiben wollten, aus
der Ruhe bringen", so Deichfuß. Es sei dem Uhu leicht möglich, die am
Kirchturm der Zwölf-Apostel-Kirche an exponierter Stelle schlafenden
Wanderfalken zu ergreifen und sich so eine ausgiebige Mahlzeit zu
verschaffen, befürchtet der Naturschützer. Da dies jedoch der Lauf der
Natur sei, wolle der Nabu keine speziellen Maßnahmen zum Schutz der
Wanderfalken ergreifen.
„Mit 70 Zentimetern Größe und einer Flügelspannweite von 1,8 Metern
und bis zu 3200 Gramm Körpergewicht ist der Uhu unsere größte Eule",
so der Naturschützer. Die orangefarbenen Augen, zwei Federbüschel am
Kopf sowie seine massige Gestalt machten ihn unverwechselbar; dennoch
werde hin und wieder die sehr viel kleinere Waldohreule von Laien als
Uhu gemeldet.
Das Beutespektrum des Uhus reicht von Feldmäusen, Ratten, Igeln,
Feldhasen, Jungfüchsen, Fischen, Reptilien und Amphibien bis zu Vögeln
von stattlicher Größe. Bruten werden meist im Februar oder im März
begonnen. Dank Nachzuchten in Volieren mit anschließender Auswilderung
und konsequentem Schutz habe man die Ausrottung verhindern können.
2005 wurden deutschlandweit zirka 1500 Brutpaare gezählt. (rhp)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Frankenthaler Zeitung
Ausgabe: Nr.37
Datum: Mittwoch, den 13. Februar 2008
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '3181107'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper
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Stadt Landau belobigt
„Bienenmann“ Herbert Riebel
Das Spezialgebiet von
Herbert Riebel sind die „Hymenopteren“, die „Hautflügler“, also
Bienen, Wespen und Hummeln. Der wissenschaftliche Familienname kam ihm
deutlich leichter über die Lippen als Hans-Dieter Schlimmer, dem neuen
Oberbürgermeisters von Landau, der beim diesjährigen Neujahrsempfang
die Belobigung für den Ilbesheimer Imker aussprach.
Bereits seit über 25
Jahren engagiert sich Herbert Riebel ehrenamtlich im praktischen
Naturschutz in der NABU-Gruppe Landau-Land und im Naturschutzverband
Südpfalz (NVS).
Seine besondere
Vorliebe für die Bienen und Hummeln gibt Riebel mit Begeisterung an
Schulklassen und Kindergartengruppen in Landau und Umgebung weiter.
Sie lernen zum Beispiel im Rahmen der „Naturerlebnisschule“, die
interessante Lebensweise der Wild- und Honigbienen kennen und bauen
kleine Refugien für die Tiere, zum Beispiel Nistkästen, Bienenhölzer,
Futterhölzer und Lebenstürme.
Kreativ und
unermüdlich klärt der pensionierte Lokführer über die Vielfalt und
Lebensweise der Hautflügler und deren Schutz auf. Das Insektenhotel im
Landauer Zoo wurde von ihm gebaut und beschildert. Er hält regelmäßig
Vorträge, organisiert Ausstellungen (z.B. bei der Landauer
Wirtschaftswoche) und ist Herausgeber der Broschüren „Wildbienenschutz
im eigenen Garten“ und „Wir bauen einen Hummelkasten“, die
mittlerweile von der NABU Regionalstelle Süd aus an Interessenten in
ganz Deutschland verschickt werden.
Im Rahmen des
„Netzwerks Blühende Landschaften“ setzt sich Herbert Riebel auch dafür
ein, dass die Honigbienen wieder mehr Futter entlang von Feldern und
Wegen finden.

Foto:
Nathalie Plum
Im Vogelschutz
engagierte sich Herbert Riebel zuletzt durch die Anbringung von
Schwalben-Nisthilfen in seinem Heimatdorf Ilbesheim sowie durch die
Aufstellung von Masten mit selbst gebauten Nistkästen für den
Jahresvogel 2007, den Turmfalken, in der Feldflur in und um Landau.
Den Umweltpreis der
Stadt Landau erhielt im Rahmen derselben Veranstaltung Siegfried
Weiter. Der „Produktleiter Umweltbildung“ setzt sich beim Forst für
das „Netzwerk Umweltbildung“ ein, in dem der NABU Landau-Stadt mit der
„Naturerlebnisschule“ vertreten ist.
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Landau
ANNWEILER Amphibienschutz hat Vorrang
ANNWEILER: Nabu stellt
Jahresplanung vor
Bei seiner zweiten
Informationsveranstaltung am Donnerstag in Annweiler steckte der
Naturschutzbund (Nabu) - Regionalstelle Süd - die Ziele seiner
Aktivitäten im Natur-, Umwelt- und Artenschutz für das bevorstehende
Frühjahr im Raum Annweiler/Hauenstein ab. Regionalstellenleiterin Dr.
Nathalie Plum stellte für die Region die Gründung einer eigenen
Ortsgruppe in Aussicht.
Aufgegriffen wurden
Vorschläge, die bei der ersten Versammlung im Januar gemacht wurden.
Der Amphibienschutz, der ab Mitte Februar in der einsetzenden
Krötenwanderung akut wird, stand an vorderster Stelle der Planung.
Gisela Zimmerle berichtete von ihren bereits seit 25 Jahren laufenden
Bemühungen um die Rettung von jährlich im Durchschnitt 1200 Erdkröten
und Feuersalamandern, die auf dem Weg zu ihren Laichplätzen regelmäßig
die Straße nach Gräfenhausen überqueren müssen. Die Erhaltung der dazu
notwendigen Schutzzäune aber auch die täglich mehrmalige Begehung
erfordere viel Zeit und Aufwand, sagte sie und wies auf die große
Unterstützung durch die Kreisverwaltung hin, von der jährlich die
Zäune erneuert würden.
Ratschläge zur
Aufstellung und Wartung der Amphibienzäune gab Franz Grimm vom Nabu
Edenkoben/Maikammer. Statt mobiler und arbeitsintensiver Zäune
propagierte er den Einsatz von fest eingegrabenen Leitplanken. In
Eußerthal sei davon eine Länge von 700 Metern eingeplant. Auch bei
Queichhambach sei neben dem mobilen ein stabiler Zaun vorgesehen.
Schwierigkeiten bereite es, die starke Krötenwanderung am Burgenring
in Annweiler zu kanalisieren. Dort würden dringend Helfer zum
Einsammeln der Tiere auf den Straßen gebraucht, bemerkte Grimm, der
bemängelte, dass dem Nabu überhaupt zu wenig Schutzzäune zur Verfügung
stünden. Zur Betreuung des Leitsystems in Spirkelbach mit vier
Straßenunterführungen sollen mehr Jugendliche gewonnen werden. Grimm
betonte, dass sich die Kreisverwaltung Südliche Weinstraße auch hier
kooperativ zeige und selbst für den Krötenschutz werben wolle.
Bei der Gewerbeschau in
Annweiler am 15. und 16. März will der Naturschutzbund mit einem
Info-Stand auf sich aufmerksam machen. Am 23. Februar findet in
Rinnthal von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr auf Streuobstwiesen ein
Schnittkurs an Obstbaum-Hochstämmen statt. Treffpunkt an der Kirche.
Eine vogelkundliche Abendwanderung führt Ulf Janz (Nabu Landau) am 26.
April in der Markwardanlage von Annweiler durch. Treffpunkt 19 Uhr
Parkcafé. Am 18. Mai werden auf einer Morgenwanderung Vogelstimmen im
„Tal der Generationen" von Rinnthal erkundet. Treffpunkt ist um 7.30
Uhr auf dem Sportplatz.
Der Nabu sucht
weiterhin Helfer, die bereit sind, einen Teil ihrer Freizeit für den
Naturschutz einzusetzen, sei es im Bereich der Botanik, der
Ornithologie, im Artenschutz, in der Nistkastenbetreuung oder auch
Biotoppflege.
Info Fragen an: Dr.
Nathalie Plum, Regionalstelle Süd, Tel. 06341/31628, Fax 06341/3526,
E-Mail:
nabu.sued@nabu-rlp.de.
(ppo)
PETRIJ
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.35
Datum: Montag, den 11. Februar 2008
Seite: Nr.24
"Deep-Link"-Referenznummer: '3202762'
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Annweiler: Helfer
gesucht bei Amphibienwanderung
Am vergangenen Donnerstag trafen sich Naturschützer
aus den Verbandsgemeinden Annweiler und Hauenstein zum zweiten Mal, um
mögliche Projekte im Gebiet zu planen. Aufgerufen hatte die NABU
Regionalstelle in Landau. Vor allem im Rahmen der Amphibienwanderung
(Schutz vor allem von Erdkröten vor dem Verkehrstod) laufen bereits
diverse Aktivitäten im Gebiet, teils unter der Regie von Franz Grimm
(NABU Edenkoben/Maikammer), teils über den Naturschutzverband Südpfalz
(NVS). Auch im Vogelschutz sind bereits einzelne Personen aktiv. Die
neu entstehende Gruppe will diese Aktivitäten nun nach und nach
bündeln und voran treiben. Irmtraud Schmidt und Hans-Joachim Fette
reinigten in Folge der ersten Versammlung bereits einen Nistkasten in
der evangelischen Stadtkirche vom Taubenkot und richteten ihn mit
Reisig als Nistplatz für Dohlen ein.
Um den „Neulingen“ Rüstzeug mit auf den Weg zu
geben, bietet Franz Grimm gemeinsam mit Förster Karl-Heinz Bosch am
Samstag, 23.2.08 von 9:30h bis 12:30h einen Schnittkurs an jungen und
einzelnen älteren Hochstamm-Obstbäumen an. Treffpunkt ist die Kirche
in Rinnthal. Die Teilnahme ist für NABU-Mitglieder kostenlos.
Mitzubringen, falls vorhanden: Astschere, Rebschere, Handsäge, Leiter,
Arbeitshandschuhe.
Das nächste Planungstreffen findet statt am
Donnerstag, 6. März um 19:30h im Restaurant Scharfeneck, Altenstr. 17
in Annweiler. Interessenten sind herzlich willkommen.
Aktuell sucht der NABU Helfer für die Betreuung der
Amphibienschutzzäune in Gräfenhausen, Eußerthal und Spirkelbach sowie
für die Standorte Burgenring und Markwardanlagen (Café am Park), wo
die Stellung eines Zauns leider nicht möglich ist.
Interessenten können sich in der NABU
Regionalstelle bei Dr. Nathalie Plum melden: Tel. 06341/31628,
NABU.Sued@NABU-RLP.de
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Landau
LINGENFELD Nabu hilft Steinkauz
LINGENFELD: Vorbereitung auf
Jubiläum
Wegen des 25-jährigen
Bestehens stehen 2008 viele Aktivitäten an, bei denen die 422
Mitglieder gefordert sind, sagte Vorsitzender Herbert Magin bei der
Hauptversammlung des Naturschutzbundes (Nabu). Die Jubiläumsfeier
findet am 15. und 16. November im Westheimer Bürgerhaus statt.
Laut Magin sind weitere
Veranstaltungen wie eine vogelkundliche und eine Pilz-Exkursion sowie
die Teilnahme am Tag der offenen Gärten, am Tag der Artenvielfalt und
an der Europäischen Fledermausnacht geplant. Der Kauf einer 4000
Quadratmeter großen Obstanlage habe 3000 Euro gekostet, berichtete
Kassenwartin Jutta Magin. Die Ausführungen von Schriftführer Manfred
Wilhelm zeigten das Engagement der Nabu -Gruppe im vergangenen Jahr
auf: „Hinsichtlich des Steinkauzschutzes waren Erfolge zu
verzeichnen". Die Jugendgruppe sei geschrumpft, bedauerte Jugendwartin
Connie Osterhorn. Ihre Nachfolgerin Sabine Heilmann freute sich über
die Begeisterungsfähigkeit der Kinder. Erstes Thema 2008 seien
Tierspuren. Auch ein Zeltlager sei geplant.

Steinkauzberingung der
Jugendgruppe ( Foto: Herbert Magin)
NEUWAHLEN
Vorsitzender: Herbert
Magin; Stellvertreter: Dieter Becker; Schriftführer: Manfred Wilhelm;
Kassenwartin: Jutta Magin; Jugendwartin: Sabine Heilmann; Pressewart:
Timo Nagel; Beisitzer: Otto Ludwig, Helga Nerger, Margot Riebel;
Kassenprüfer: Gunter Bug, Kurt Münzer. (nti)
SCHNURK
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.28
Datum: Samstag, den 02. Februar 2008
Seite: Nr.23
"Deep-Link"-Referenznummer: '3153783'
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NABU in
Annweiler: Kröten, Streuobst, Vogelschutz
Nächstes Treffen
am 8.2.
Trotz der
Grippewelle war der Versammlungsraum in der Gaststätte Richard
Löwenherz voll, als der NABU im Januar zu einer Info-Veranstaltung in
Annweiler einlud. Zahlreiche Freunde der Natur hatten sich
eingefunden, um sich über ein mögliches Engagement in Ihrer
Verbandsgemeinde zu informieren.
In einem
kurzen Vortrag stellte Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle
in Landau die Aktivitäten des NABU in Rheinland-Pfalz und speziell in
der Region vor.
Bereits
während der Vorstellungsrunde äußerten die Anwesenden bereits ganz
konkrete Erwartungen an mögliche Projekte einer NABU-Gruppe in den
Verbandsgemeinden Annweiler und Hauenstein. Franz Grimm von der
NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer berichtete von den bestehenden
Aktivitäten an den Amphibienschutzzäunen und nahm Vorschläge für
Verbesserungen entgegen. Die Regionalstelle wird die Koordination der
Helfer übernehmen.
Irmtraut
Schmidt, die sich seit vielen Jahren bereits für den Vogelschutz in
Annweiler engagiert, berichtete von ihren Nistkastenprojekten für
Mauersegler und Schleiereule und freut sich auf Hilfe bei der
Betreuung.
Mehrere
Anwesende machten auf die dringend notwendige Entbuschung zahlreicher
Streuobstwiesen aufmerksam. Zur Schulung der Aktiven ist ein
Obstbaumschnittkurs in Rinnthal geplant, wofür Förster Karl-Heinz
Bosch und Bürgermeister Heinz Hertel ihre Unterstützung zusagten.
Beigeordneter Thomas Hierschbiel bot dem NABU einen Stand auf der
Annweilerer Gewerbeschau im März an, um so weitere Bürger zum
Mitmachen zu bewegen. Auch Exkursionen und eine Kindergruppe sind
geplant.
Zwei Damen
des „Spinnclubs“ der sich sonst im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in
Landau trifft, untermalten die Versammlung mit schnurrenden Rädern,
auf denen sie auch Wolle der „Landschaftspflege-Schafe“ der
NABU-Gruppe Landau-Land verarbeiteten und sorgten damit für einen
gemütlichen Rahmen.

Eindrücke vom 1.Treffen (Foto: Nathalie Plum)
Angesichts
der zahlreichen drängenden Projekte, die noch vor der warmen
Jahreszeit angegangen werden müssen, entschloss man sich zu einem
weiteren Planungstreffen bereits am Donnerstag, 07. Februar 2008,
19:30 Uhr in der Gaststätte „Scharfeneck“ in Annweiler, Altenstraße
17.
Alle
interessierten Bürger sind willkommen.
Weitere Infos
in der NABU Regionalstelle, Tel. 06341 / 31628 oder
NABU.Sued@NABU-RLP.de
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Frischluftkur für den
Kräppelweiher
Naturschutzbund
säubert Uferzonen im Landschaftsschutzgebiet
Helfer des
Frankenthaler Naturschutzbundes (Nabu) haben am Samstag die
Flachwasserzonen des Kräppelweihers von überflüssigem Bewuchs befreit.
Bei kalten Temperaturen und eisigem Wind machten sich neun Helfer an
die Arbeit.
„Um das Röhricht
stabil zu halten, entfernen wir an den entsprechenden Stellen Büsche
und junge Bäume", erläuterte Heiner Vogt von der Unteren
Naturschutzbehörde der Stadt Frankenthal die Aktion.
Die Röhrichtzonen
seien Lebensräume zahlreicher Tiere. „Amphibien bieten sich hier
Möglichkeiten zum Laichen, und auch für die Wasservögel ist das
Röhricht sehr wichtig", so Vogt.
Die Helfer wateten
durch das flache Wasser und machten sich in mühevoller Handarbeit an
das Ausreißen der Pflanzen. Dabei kam in einzelnen Fällen auch eine
Eisenstange zum Einsatz
.
„Unsere Aktion hat
zwei grundlegende Ziele", sagte der Vorsitzende des Nabu, Manfred
Becker. Erstens solle der Weiher belüftet werden, deshalb sei es
notwendig, Uferstreifen frei zu halten, und zweitens solle ein schöner
Ausblick auf das Wasser gewährleistet werden.
Der überflüssige
Bewuchs in den Flachwasserzonen des Kräppelweihers, der seit drei
Jahren „Landschaftsschutzgebiet" ist, wurde erstmalig entfernt.
„Das Erfordernis
war jetzt zum ersten Mal da, und der Nabu hat sich dazu bereit
erklärt, die Pflegeaktion durchzuführen und somit neue
Entwicklungsmöglichkeiten für die Tier- und Pflanzenwelt zu schaffen",
sagte Heiner Vogt. (agp)
WAGNERM
Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Frankenthaler Zeitung
Ausgabe: Nr.26, Datum: Donnerstag, den
31. Januar 2008
Seite: Nr.16,"Deep-Link"-Referenznummer:
'3141046'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper
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NAJU
Ludwigshafen: Kinder erforschen Umwelt
Verein
schreibt zum 25-jährigen Bestehen Malwettbewerb aus
Der kleine
Igel hat es sich gemütlich gemacht, umgeben von wärmenden
Laub. Die zehnjährige Christin Messner hat das hübsche Bild
gemalt und damit den ersten Preis beim Malwettbewerb des
Naturschutzbundes (NABU) Ludwigshafen gewonnen, der mit
vielfältigen Aktivitäten sein 25-jährigen Bestehen feierte.
"Es ist schön, wenn junge Leute sich für Umweltthemen
interessieren", betonte der Vorsitzende Georg Waßmuth. 350
Mitglieder zählt die Ortsgruppe, die etwa einen botanischen
Arbeitskreis und öffentliche Exkursionen anbietet sowie ein
Areal des Rehbachtales pflegt.
"Einheimische Tiere im Herbst" lautete das Thema des
Malwettbewerbs, an dem Kinder im Grundschulalter teilnahmen.
Wie bereiten sich Tiere auf den Winter vor, wo suchen sie
Schutz vor Wind und Kälte? Überaus aufgeweckt hat sich auch
Julia Pump, die einen der vier dritten Preise (kein Kind
musste leer ausgehen) gewann,, dieser Fragen angenommen. Bei
ihrem Bild muss man ein aufgeklebtes Laubblatt zur Seite
schlagen, und erblickt dann erst ein possierliches
Stacheltier.
Julia
gehört zur im letzten April gegründeten NAJU-Gruppe, die von
Elke Henninghaus und Katrin Hoffmann geleitet wird und sich
jeden zweiten Mittwochnachmittag trifft - entweder in der IGS
Gartenstadt oder bei entsprechender Witterung in Maudacher
Bruch.
"Wir
basteln und reden über Tiere, gehen in den Wald und machen
Rallyes", erklärt die Achtjährige. Dabei habe sie schon
Schnecken gefangen und "geguckt was sie machen", erinnerte sie
sich begeistert ,- und dann wieder freigelassen".
Quelle: Mannheimer Morgen
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Spritspartag in Neustadt
Im März laden der
Naturschutzbund NABU und Volkswagen zu einem Aktionstag mit
kostenlosen Spritspar-Trainings in Neustadt ein / Broschüre gibt Tipps
Berlin/Neustadt - "Umweltschonend Auto fahren"
lautet das Motto eines Aktionstages, der am 1. März vom NABU und
Volkswagen ausgerichtet wird. Von 10 bis 16
Uhr dreht sich beim Autohaus AVG Scherer in der Mußbacher Landstraße
fast alles ums Spritsparen. Kostenlos angeboten wird ein ebenso
spannendes wie nützliches Spritspar-Training. Wer lernen möchte, wie
mit ein paar kleinen Änderungen am Fahrstil und ohne Zeitverlust der
Treibstoffverbrauch um bis zu 25% gesenkt werden kann, sollte
unbedingt am Spritspar-Training teilnehmen. Die Teilnehmer fahren mit
professionellen Trainern und Fahrzeugen aus dem aktuellen
Volkswagen-Programm zunächst eine bestimmte Strecke im gewohnten
Fahrstil. Ein Bord-Computer erfasst dabei den Verbrauch. Nach einer
Schulung wird die Strecke erneut zurückgelegt und der Computer rechnet
unbestechlich vor, wie weit der "Bleifuß" zurückgenommen wurde.
"Der zunehmenden Schadstofflast, die uns und das
Klima belastet, muss aktiv begegnet werden. Aber auch die
Preiserhöhungen der letzten Zeit lassen viele Autobesitzer darüber
nachdenken, wie der Kraftstoffverbrauch gesenkt werden kann", so Dr.
Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle in
Landau. „Wir wollen Möglichkeiten aufzeigen, wie sich Mobilität
und Umweltschutz, saubere Luft und geringe Spritkosten besser
vereinbaren lassen“.
Es können im Verlauf des Aktionstages rund 40
Personen an den rund 45minütigen Schulungen teilnehmen. Start- und
Zielpunkt ist jeweils das Volkswagen-Autohaus. Einfach vorbeikommen
und testen oder vorher beim NABU anmelden. Für alle
Trainingsteilnehmer gilt: Führerschein unbedingt mitbringen, denn ohne
ist keine Schulung möglich. An Informationsständen geben Ursel
Mosebach und Martin Grund mit ihren Mitstreitern von der NABU-Gruppe
Neustadt den autofahrenden Bürgern viele praktische Tipps,
Informationen, aber auch Einblicke in zukünftige Entwicklungen. Optik
Schallmo überprüft außerdem auf Wunsch die Sehtüchtigkeit der
Besucher. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Auto fahren ist für die meisten Menschen in unserer
Gesellschaft selbstverständlich. Jeder Bundesbürger legt im Schnitt 44
Kilometer am Tag zurück, um von der Wohnung zum Arbeitsplatz zu
kommen, Geschäfte und Freizeitveranstaltungen aufzusuchen oder Freunde
zu besuchen. 60% benutzen dafür ihr Auto.
Die Tipps zum sparsamen Fahren kann man übrigens
auch in der Broschüre "Umschalten - ganz einfach Sprit sparen" in
aller Ruhe zu Hause nachlesen. Das Heftchen gibt es am Aktionstag
kostenlos am Stand des NABU.
Infos/Anmeldung:
Dr. Nathalie Plum, NABU
Regionalstelle Süd, Tel. 06341-31628, E-Mail:
NABU.Sued@NABU-RLP.de
Oder direkt im Autohaus
avg Scherer, Mußbacher Landstraße (Nähe Kreisel)
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Auf der Suche nach starkem
Rückhalt -
Start der NABU Werbung in Neustadt
Ausgerüstet
mit Informationsmaterial und guten Argumenten sind Aktive des
Naturschutzbund Deutschland (NABU) in der Pfalz unterwegs und sprechen
in den Haushalten vor. In den nächsten Tagen wollen sie in Neustadt
und den umliegenden Gemeinden so viele neue Mitglieder für den NABU
gewinnen.
Seit
über 30 Jahren engagiert sich der NABU für den Naturschutz in der
Südpfalz, sichert Lebensräume für Pflanzen und Tiere wie
Streuobstwiesen, Trockenmauern und Feuchtbiotope und bringt den
Menschen, vor allem Kindern und Jugendlichen, die Natur nahe. Aktive
des NABU bewachen Wanderfalken und arbeiten tatkräftig mit im
„Arbeitskreis Klettern und Natur“. Auch im Steinbruch bei Königsbach
brütet dieser seltene Vogel. Die NABU-Station in Haßloch pflegt
verletzte Greifvögel und Eulen aus der ganzen Pfalz und wildert sie
wieder aus.
Im vergangenen Jahr wurde erfolgreich
eine NABU-Gruppe für Neustadt und Lambrecht gegründet und hat bereits
erstaunliche Erfolge aufzuweisen. Sie pflanzten Bäume, pflegten
Kopfweiden, retteten tausende von Erdkröten vor dem Verkehrstod,
richteten ein Laichgewässer für Amphibien her und brachten Nistkästen
für Mauersegler, Dohlen und Turmfalken an Gebäuden und in der
Landschaft an. Außerdem veranstalteten sie Vorträge über Naturthemen
wie Wildbienen oder die Wässerwiesen am Speyerbach.
Für 2008 sind zahlreiche weitere
Arbeitseinsätze in den Biotopen geplant, um sie als Lebensraum für
eine Vielzahl von Tieren zu optimieren. Weitere Schulen werden mit
Nistkästen für Mauersegler ausgestattet und im Garten am Sonnenweg
wird ein Lesesteinhaufen als Unterschlupf für Tiere angelegt werden.
Langfristige Projekte sind in den Wässerwiesen bei Geinsheim und am
Speyerbach in der Neustadter Innenstadt geplant. Die
Naturschutzjugend NAJU , die sich monatlich freitags im
Mehrgenerationenhaus trifft, hat ebenfalls zahlreiche Aktionen, meist
rund um den Speyerbach und den Naturgarten am Sonnenweg im Programm.
Martin Grund (Neustadt), der sich mit
Ursel Mosebach (Geinsheim) den Vorsitze der NABU-Gruppe teilt, hat vor
allem ein Vorhaben: „Unter den über 400 zahlenden Mitgliedern einige
aktive Mitstreiter zu gewinnen. Es gibt viel zu tun und wir freuen uns
über jeden, der mit anpackt.“
Für
laufende und neue Projekte braucht der NABU mehr finanzielle
Unterstützer und aktive Mitstreiter“, so Nathalie Plum, Leiterin der
NABU-Regionalstelle Süd in Landau. "Für uns ist es wichtig, sowohl
Flora und Fauna zu schützen, als auch die Bewohner der Pfalz durch
naturkundliche Exkursionen mit den Naturschönheiten in
ihrer Umgebung vertraut zu
machen. Den Kindern im NABU bieten wir die NABU-Naturerlebnisschule,
ein Zeltlager und zahlreiche andere Ferienaktionen. Daneben gibt es
auch feste Kinder- und Jugendgruppen, die beim NABU durchs Jahr
hindurch die Natur in ihrer Umgebung kennen lernen.“
Neue Mitglieder werden zudem durch
die regelmäßig erscheinende NABU-Zeitschrift „Naturschutz heute“ über
aktuelle Projekte des NABU im In- und Ausland informiert.
„Mehr Mitglieder sind das Ziel, kein
Einsammeln von Barspenden“, betont Nathalie Plum. „Wir erhoffen eine
dauerhafte Unterstützung des Verbandes, denn nur eine breite Basis
kann erfolgreich zum Schutz der Lebensräume von Tieren und Pflanzen
beitragen".
Für Infos: Martin Grund, Tel. 06321/399292,
http://www.nabu-nw.de/
oder NABU Regionalstelle, Tel. 06341/31628,
www.NABU-RLP-Sued.de

Hans-Jürgen
Flickinger mit Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle
Foto: Werner Kern
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Jäger und Angler entlasten Naturschützer
BOBENHEIM-ROXHEIM: 30 neue
Nistkästen für Höhlenbrüter wie Kohl- und Blaumeisen - Regelmäßige
Kontrolle und Reinigung
30 Nistkästen für
Höhlenbrüter sind auf der Vereinsanlage des Angelsportvereins „Früh-Auf"
Roxheim ihrer Bestimmung übergeben worden. Ehrenamtliche Helfer des
Frankenthaler Hegeringes der Jägerschaft sowie der Bobenheim-Roxheimer
Angelsportvereine hatten die Vogelhäuschen in den vergangenen Wochen
unter Anleitung des Schreinermeisters Helmut Zerfaß (Frankenthal)
hergestellt.
Unterstützt wurde die Gemeinschaftsaktion von Mitgliedern der
Naturschutzverbände Nabu und Pollichia, vertreten durch Monika Kröber
(Freinsheim) und Klaus Graber (Bobenheim-Roxheim). Hegeringleiter
Oskar Jung (Bobenheim-Roxheim) und die beiden ASV-Vorsitzenden Ludwig
Weidenkopf und Achim Koch werteten die Aktion als vorbildlichen
Ausdruck von Gemeinsamkeit.
Mit dem Aufhängen der Nisthöhlen solle ein Beitrag für den Bestand der
heimischen Höhlenbrütervögel geleistet werden, sagte Jung. Die
Brutkästen werden an den Uferzonen der Bobenheim-Roxheimer Gewässer
aufgehängt und in den nächsten Jahren regelmäßig kontrolliert und
gereinigt.
Jäger und Angler seien auch Naturschützer und verfolgten gemeinsame
Interessen. Oskar Jung: „Oft sind wir die ersten, die konkret
feststellen, dass Umwelteinflüsse zu Schwankungen im Bestand einer
Tierart oder zu Populationsveränderungen führen." Bei zahlreichen
Aktionen zur Landschaftspflege und Renaturierung hätten sich Jäger und
Angelsportvereine gemeinsam der Verantwortung für die Natur gestellt.
Der Pollichia-Kreisgruppenvorsitzender Klaus Graber, zugleich
Vorstandsmitglied im Verein für Naturschutz und Heimatpflege, verwies
auf das bisherige Engagement seines Vereins. Vor allem Hubert Gauer
und Hans Bierlmeier hätten sich in den vergangenen Jahrzehnten mit
großem zeitlichen Einsatz um den Bau und die Pflege von Nisthöhlen
bemüht.
Zuletzt hat der Verein für Naturschutz und Heimatpflege 88 Brutkästen
betreut. „Ein Großteil unserer Mitglieder ist nun in die Jahre
gekommen oder gesundheitlich angeschlagen", sagte Graber. „Wir sind
daher froh, dass Jäger und Angler nun mithelfen, die Bruthilfen für
unsere heimischen Singvögel zu hegen und zu pflegen."
Oskar Jung verwies auf erste Erfolge. Bei vorangegangenen Aktionen am
Kräppelweiher und in der Bobenheimer „Nachtweide" wurden die
künstlichen Bruthilfen von den Vögeln gut angenommen. Vor allem Kohl-
und Blaumeisen sorgten hier fleißig für Nachwuchs. (wek)
LANDMAA
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Frankenthaler Zeitung
Ausgabe: Nr.14
Datum: Donnerstag, den 17. Januar 2008
Seite: Nr.16
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Umweltdiplom für Kinder
beim NABU
„Wir wollen Kinder spielerisch an unsere Themen Naturschutz,
Artenschutz, Biotopschutz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit
heranführen", erklärt Werner Kern, Vorsitzender des Naturschutzbundes
(NABU) Landau, die Idee zu seinem neuen Projekt.
Im
Laufe des Jahres 2008 bietet das „Umweltdiplom" einen bunten Reigen an
Veranstaltungen für Kinder ab acht Jahren (siehe unten). Im
„Naturtagebuch", dem Veranstaltungskalender, sammeln die Kinder
Stempel. Für fünf besuchte Veranstaltungen erhalten die Kinder ein
„Umweltdiplom". Das „große Umweltdiplom" gibt es bei weiteren fünf
Stempeln und einer „Diplomarbeit", einer kleinen praktischen
Naturschutzaktion, die von ehrenamtlichen Referenten mit Rat und Tat
unterstützt wird.
Die ersten
Veranstaltungen:
Samstag, 19. Januar, 14-17h: Pflegearbeiten in der Natur. Mörzheim
Samstag, 15. März,
13-15:30h: Amphibien im Hainbachtal. Gleisweiler/Frankweiler
Dienstag, 18. März
(Osterferien), 9:45-12:30h: Rund ums Schaf. Burrweiler
Mittwoch, 26. März
(Osterferien), 9-12h: Leben in Bach und Teich. Landau-Reiterwiesen
Samstag, 29. März,
9-11:30h: Wildbienen: Beobachtung an den Hölzern; Pflanzen als
Bienenweide. Ilbesheim
Bis
November finden weitere 17 Termine nachmittags, samstags und in den
Ferien in und um Landau statt. Dazu kommen Ferienveranstaltungen und
NABU-Exkursionen, für die die Kinder ebenfalls Stempel bekommen.
Ansprechpartnerin ist Dr. Nathalie Plum im Hirtenhaus in Mörzheim.
Dort kann unter Telefon 06341 / 31628 oder E-mail:
hirtenhaus@web.de der
Veranstaltungskalender, das „Naturtagebuch", für 20 Euro erworben
werden.
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