NABU Regionalstelle Südpfalz im Naturschutzzentrum Hirtenhaus


Gutes tun und darüber reden -

Natur vermitteln, informieren und aufklären ist unser Ziel.

Pressearchiv August bis Dezember 2006

Altes Handy bringt nach dem Fest Spenden ein
Das ideale Futterhäuschen
Baum des Jahres - Schwarzpappel-Pflanzung beim NABU Neustadt

Adventswanderung  zur Landauer Hütte/ Burg Neuscharfeneck

Obstbaumpflanzung in Walsheim
Arbeitseinsatz in den Holzwiesen: Bewässerung für Störche gewährleistet
Hirtenhaus wird SCHUR-Station: Schulnahe Umweltbildung RLP
Kranichzug
Gründungstreffen NABU Neustadt
Turmfalke 1: Vogel des Jahres 2007 fliegt in die Freiheit
Turmfalke 2: Frau Nachbarin, ein Gehege bitte
Obstbäume und Wässerwiesen
Gemeinsam für dir Gelbbauchunken
Lothar Engelmann erhält Ehrennadel
Gründungstreffen NABU-Gruppe Neustadt
Spinnstube im Hirtenhaus geht weiter im Nov./Dez.
Herbstferienprogramm beim NABU Landau
Jobbörse beim NABU: Aktuelle Aufgaben im Herbst.

Naturkundliche Wanderung in Ilbesheim am 23.09.06

Apfelernte bei der NABU-Gruppe Mörzheim 12.09.06 - 14.09.06

Gründung Spinn- und Handarbeitsstube im Hirtenhaus am 12.10.06

Eine Stunde für die Streuobstwiese
Fledermausnacht Luststadt August 2006
NABU-Präsident und 20. Internationales Workcamp im Hirtenhaus ( (Artikel der Rheinpfalz)
NABU-Präsident und 20. Internationales Workcamp im Hirtenhaus (eigener Artikel der Regionalstelle)
NABU-Präsident und 20. Internationales Workcamp im Hirtenhaus (Artikel des Wochenblattes)
Grausamer Tod in der Wespenfalle
Schlafplätze von Störchen gesucht
Göcklinger Brünneltreffen mit Naturerlebnis für Kinder
Naturerlebnistag in Ottersheim
Bäume für Brautpaare
Heckenpflanzung  Zaubernuss
NAJU Bellheim in den Wässerwiesen
Heuernte beim NABU in Göcklingen
Malwettbewerb: Elwetritschen und  Dinosaurier
Auf der Suche nach starkem Rückhalt: Start der Mitgliedersuche im Kreis Germersheim
↑ Pressearchiv Januar bis Juli 2006
↑ Pressearchiv 2005

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Ein Weihnachtsgeschenk für die Natur

Altes Handy bringt nach dem Fest Spenden ein 

Die Handy-Kampagne von NABU und Vodafone ist auf Erfolgskurs: Bis Anfang Dezember sind mehr als 8.100 Handys zugunsten des NABU beim Recycling-Unternehmen „Greener Solutions“ eingegangen. Zahlreiche Bürger, aber auch Unternehmen, Schulen und Behörden haben sich an der im Februar gestarteten Aktion beteiligt und ihr Alt-Handy beim NABU abgegeben. Insgesamt konnten über 65.000 Euro für den NABU gesammelt werden – allein in der Südpfalz brachten die gut 200 Handys einen Betrag von über 1000 Euro ein. Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU-Regionalstelle Südpfalz: „Wir freuen uns sehr darüber, dass so viele Mitbürger die Aktion und damit zugleich unsere Arbeit unterstützen.“ Für jedes Handy erhält der Naturschutzbund Deutschland eine Spende von fünf Euro von seinem Kooperationspartner Vodafone. Die Gelder verwendet der NABU für die naturnahe Gestaltung der Unteren Havel – dem zur Zeit größten Fluss-Renaturierungsprojekt Mitteleuropas.

Mobiltelefone sind beliebte Weihnachtsgeschenke. Wer sein Alt-Handy umweltverträglich entsorgen und gleichzeitig etwas für den Naturschutz tun möchte, kann es in der NABU Regionalstelle Südpfalz, bei der Lokalen Agend 21 in Germersheim (Adressen siehe unten) oder bei einem NABU-Aktiven in seinem Bekanntenkreis abgeben. „Die Einsatzzeit eines Handys liegt in Deutschland im Schnitt zwischen 18 und 24 Monaten. Es wäre schön, wenn nicht mehr genutzte Handys einem guten Zweck zugute kommen“, betont Plum.

Vodafone hat vor drei Jahren als erster Mobilfunkbetreiber das Handy-Recycling eingeführt. Dr. Bernhard Lorentz, Leiter Corporate Responsibility: „Nachhaltigkeit ist das Leitprinzip unserer Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft. Daher freuen wir uns über die umfassende Unterstützung des NABU beim Handy-Recyclingprojekt, vor allem über das Engagement der Ehrenamtlichen vor Ort, ohne die diese gemeinsame Kampagne nicht so erfolgreich verlaufen könnte.“

Handy-Sammelstellen in der Südpfalz

  • NABU Regionalstelle Südpfalz im Hirtenhaus, Dr. Nathalie Plum, Brühlstr. 21, 76829 Landau-Mörzheim, Tel. 06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

  • Lokale Agenda 21 Germersheim, Brigitta Bräuer, Kolpingplatz 3, 76726 Germersheim, Tel. 07274-960-0, bbraeuer@germersheim.de

  • Natura Bio-Laden, Sandstr. 5, 76726 Germersheim, Tel. 07274/770932

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Das ideale Futterhäuschen

NABU rät: Hängend und mit Anflugbrett ist sauber - und nicht nur für Meisen

Inzwischen ist allgemein bekannt, dass unsere heimischen Singvögel im Winter nicht hungern müssen, wenn man ihnen einen Naturgarten bietet. Unter Laub und Rindenmulch, im Kompost, in Halmen von Stauden und Gräsern sowie in den Ritzen von Trockenmauern finden die Vögel genügend eiweißreiche Nahrung wie Insektenlarven. Einheimische Sträucher ergänzen die Nahrung mit vitaminreicher Beerenkost.

Die Winterfütterung von Vögeln ist nur bei geschlossener Schneedecke und „grimmigem Frost“ sinnvoll. „Mit der Dauerfütterung während des gesamten Winterhalbjahres erweist man der Natur einen Bärendienst“, so Herbert Riebel vom NABU Landau-Land. Die ständige Fütterung, auch während der Wärmephasen, hat zur Folge, dass die natürliche Auslese unter den heimischen Standvögeln wie der Kohlmeise gehemmt wird. Schwache, kränkliche Tiere überleben den Winter und machen den rückkehrenden Zugvögeln – meist seltenere Gattungen wie Wendehals, Gartenrotschwanz und Trauerschnäpper -  im Frühjahr die knappen Brutplätze streitig.

Dennoch wollen Gartenbesitzer und vor allem Familien mit Kindern auf die Fütterung nicht ganz verzichten und das ist verständlich: So mancher der versierten Ornithologen beim NABU hat seine ersten Begegnungen mit den gefiederten Freunden am Futterhäuschen gemacht. Solche Beobachtungen können Faszination wecken. „Im Sinne der Umweltbildung ist die Fütterung immer sinnvoll“, so Herbert Riebel – „dann sollte man es aber auch möglichst richtig machen.“

Wichtig ist dabei die Hygiene. Hängendes Futter hat den Vorteil, dass die Vögel nicht im eigenen Kot herumpicken, wie dies bei den klassischen „Vogelhäuschen“ mit einer horizontalen Futterfläche der Fall ist. Die bekannten Meisenknödel jedoch verdienen ihren Namen zurecht – locken sie doch vorzugsweise Vögel dieser einen Gattung an, die ihre Nahrung gerne von unten anpicken. „In Deutschland werden jedes Jahr mehr Meisenknödel produziert, als die Meisen in der gleichen Zeit fressen könnten, selbst im strengsten Winter“, so Riebel. Auch an halben Kokosnussschalen und kopfüber hängenden Blumentöpfen gehen andere, seltenere Arten (Dompfaff, Grünfink, Haussperling, Kleinspecht) und alle Weichfutterfresser wie Amsel, Rotkehlchen, Zaunkönig und Heckenbraunelle leer aus.

Herbert Riebel empfiehlt deshalb ein senkrecht hängendes Futterhäuschen mit Anflugbrettern, das von einem breiten Spektrum von Arten aufgesucht wird. Als Füllung empfiehlt sich tierisches Fett mit einer Mischung aus Sonnenblumenkernen, Hanfsaat, Haferflocken, gehackten Nüssen und kleineren Sämereien. Diese Mischung stellt man am besten selbst her. Handelsübliches Kanarien- und Waldvogelfutter ist zwar durchaus geeignet für die Vögel, birgt aber eine Gefahr: Unter den Samen können durchaus welche der gefährlichen Ambrosia-Pflanze sein, die im nächsten Sommer unter dem Futterhäuschen auskeimt und mit ihren Pollen Allergien auslösen kann. Diese Pflanzen sollte man dann unbedingt vor der Fruchtreife vernichten.

Zum Weiterlesen:

Anleitung zum Selbermachen von Vogelfutter: http://www.nabu.de/m05/m05_03/01899.html

Die Beifuß-Ambrosie in Deutschland: http://www.nabu.de/m05/m05_11/05465.html 

Aktion: Der NABU verschenkt Meisenknödel an interessierte Kindergärten und Schulen. Bei Interesse abzuholen bei der NABU Regionalstelle im Hirtenhaus, Landau-Mörzheim, Tel. 06341/31628

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Baum des Jahres 2006 – NABU Neustadt pflanzt Schwarzpappeln in Diedesfeld

Am Samstag, 09.12.06 führte die neu gegründete NABU-Gruppe Neustadt/Weinstraße ihre erste Naturschutzaktion durch: drei Exemplare der selten gewordenen Schwarzpappel, Populus nigra, dem Baum des Jahres 2006, wurden auf dem NABU-Grundstück in NW-Diedesfeld gepflanzt. Der Standort am Bach ist mit seiner hohen Bodenfeuchte ideal. Die Baumart kommt in Deutschland nur noch in Reliktvorkommen an Rhein, Elbe und Oder vor.  Mit gemeinschaftlichen Kräften wurden die Pflanzlöcher ausgehoben, die Pfähle in die Erde gerammt und die jungen Bäume gepflanzt. „So eine Aktion schafft schon schnell ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und weist auf eine aktive Zukunft der Gruppe hin – viel eher, als wenn man nur am Tisch sitzt und plant“ – da waren sich die Vorsitzenden Martin Grund und Ursula Mosebach einig.

Schwarzpappeln bereichern Diedesfelder Flur

Bericht aus der "Rheinpfalz" vom 16.12.2006

Die neu gegründete Ortsgruppe Neustadt des Naturschutzbundes (NABU) hat am Samstag auf einem Grundstück am Saualimentsgraben in Diedesfeld drei Schwarzpappeln gepflanzt. Die Schwarzpappel ist Baum des Jahres 2006.                  Das rund 3000 Quadratmeter große Grundstück an der Gemarkungsgrenze zu Kirrweiler hatte der NABU Rheinland-Pfalz vor mehreren Jahren bei einer Flurbereinigung gekauft. Er will das Feuchtgelände erhalten und eine Bewirtschaftung verhindern, berichtete Martin Grund und Anette Schwarz von der Neustadter NABU-Gruppe. Die drei Schwarzpappeln sollen den bereits vorhandenen Pappelbestand verstärken. Von der Schwarzpappel, die auf der Liste bedrohter Pflanzenarten steht, gibt es nach Angaben des NABU in Deutschland nur noch etwa 3000 Exemplare.Wie Franz Grimm von der NABU-Gruppe Edenkoben erklärt, wüchsen die Bäume nur in Feuchtgeländen, zudem müsse aufgrund der Art ihres Wuchses ein Abstand von mindestens acht Metern zum Nachbargrundstück eingehalten werden. Deshalb könne die Schwarzpappel in der Region nur an wenigen  stellen gedeihen. Schwarzpappeln können etwa 200 Jahre alt und bis zu 35 Metern hoch werden.Thomas Fischer, Martin Grund, Ursel Mosebach, Anette Schwarz und Hans-Peter Schwarz, alle Mitglieder der Neustadter NABU-Gruppe, hoben drei Pflanzengruben aus, rammten Stützpfähle in die Erde und pflanzten die Bäume. Sie waren so zurechtge-schnitten, dass sie "schlank und rank" in die Höhe wachsen können und nicht in die Breite.                                                                                                                                                Als nächste Aktion will die NABU-Gruppe auf dem Gelände einige Kopfweiden so beschneiden, dass Totholz entsteht. Totholz biete Insekten und anderen Kleinlebewesen wertvollen Lebensraum, erklären Grund und Schwarz.                        Ganz und gar nicht begeistert waren die NABU-Mitglieder davon, dass offensichtlich erst vor wenigen Tagen jemand von einer dieser Kopfweiden einen Teil abgesägt hat. Einen Teil des Holzes hat der Frevler mitgenommen, vermutlich als Brennholz

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Adventswanderung des NABU zur Landauer Hütte/ Burg Neuscharfeneck

Am Sonntag, 10. Dezember ab 9.30 Uhr lädt die NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer ein zu einer Adventswanderung von Gleisweiler zur Landauer Hütte und Burgruine Neuscharfeneck. Alle Mitglieder, Gönner und Freunde des NABU sind recht herzlich eingeladen. Treffpunkt: Parkplatz an der oberen Bushaltestelle in Gleisweiler. Die Wanderung führt vorbei an den vom NABU betreuten Flächen im Naturschutzgebiet, durchs Hainbachtal hinauf zur Landauer Hütte. Nach dortiger Einkehr geht es weiter zur Burgruine Neuscharfeneck und dann wieder zurück zum Ausgangspunkt. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind erforderlich.

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Obstbäume als Ausgleich

NABU legt neue Streuobstwiese in Walsheim an

Am Wochenende  pflanzte die NABU-Gruppe Landau-Land in einer großen Aktion 40 Obstbäume in der Gemarkung „Mühlacker“ am Hainbach zwischen Walsheim und Böchingen. Die Obstwiese wird als Ausgleich für das Neubaugebiet „Am Forstweg“ angelegt. Bereits vor 20 Jahren hat die NABU-Gruppe, die im kommenden Jahr ihr 25jähriges Bestehen feiert, den damals kahlen Hainbach östlich von Walsheim bepflanzt. Die neue Obstwiese bildet einen weiteren landschaftlichen Akzent im Bachtal und wird sich mit der Zeit zu einem vielfältigen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entwickeln.

Mit alten und neuen Aktiven, insgesamt 20 Personen, konnte die Arbeit rasch über die Bühne gebracht werden. Hans Frech (Göcklingen), Vorsitzender der NABU-Gruppe Landau-Land, freute sich besonders über die vielen Kinder und Jugendlichen, die mit großem Eifer bei der Sache waren. „Als ich den drei Jungs bei ‚ihrem’ Pflanzloch zur Hand gehen wollte, haben sie mich weggeschickt: Sie wollten das Loch für ‚ihren’ Obstbaum auf jeden Fall alleine graben!“ Anschließend stärkte man sich mit einer heißen Suppe, die bei dem herrschenden Nieselregen besonders gut tat.

Obstbaum-Experte Markus Pfeiffer (Ingenheim) hatte die hochstämmigen alten Sorten ausgewählt und gemeinsam mit Rolf Schmitt (Walsheim), dem Initiator der Aktion, bereits früh morgens die optimalen Standorte für die einzelnen Bäume bestimmt. Wohlklingende Namen wie Roter Berlepsch, Goldpamäne, Ananas-Reinette, Winterzitronenapfel und Kandeler Zuckerzwetschge lassen erahnen, welche kulinarischen Genüsse die Wiese in einigen Jahren hergeben wird, wenn die Bäume erst Früchte tragen.

Der NABU bedankt sich bei allen großen und kleinen Helfern herzlich für den Einsatz.

Info: Walsheimer Bürger können für 25 Euro eine Baumpatenschaft übernehmen und ihren Baum selbst pflegen und abernten oder, nach Mithilfe bei der Ernte, die entsprechende Menge Saft erhalten. Weitere Informationen in der NABU Regionalstelle, Tel. 06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de oder direkt bei Rolf Schmitt, Tel. 06341/61886

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Arbeitseinsatz in den Holzwiesen – Bewässerung für Störche gewährleistet 

Die NABU-Gruppe Bellheim und der Jugendpfleger der Verbandsgemeinde, Matthias Brock, organisierten am vergangenen Samstag (18.11.06) einen Arbeitseinsatz in den Holzwiesen. Die Wiesen am Spiegelbach zwischen Bellheim und Zeiskam werden an den traditionellen Wässertagen regelmäßig von zahlreichen Weißstörchen als Nahrungsrevier aufgesucht. Ziel des Einsatzes, bei dem die Bürger zur Mithilfe aufgerufen worden waren, war das Freilegen der Rohrendstücke vor den Schließen, damit im kommenden Jahr eine bessere Bewässerung gewährleistet ist. Die zehn freiwilligen Helfer, teils vom Naturschutzbund, teils andere Interessierte, wurden vom Ortsbürgermeister der Gemeinde Bellheim, Herrn Dr. Heinz, durch einen Imbiss belohnt. Die Arbeit ging gut von der Hand: Innerhalb von 4 Stunden wurden im Nordgraben vier Schließen und im Mittelgraben zwei Schließen von Erde und Gestrüpp gesäubert. Schilf und kaputte Rohrteile wurden entfernt.

Dennoch bleibt einiges zu tun: Endstücke müssen neu einbetoniert, beschädigte Rohre ausgewechselt und intakte Rohre durchgespült werden. Dies war also sicherlich nicht der letzte Samstag, an dem die Naturschützer in den Wiesen aktiv geworden sind.

Der NABU Bellheim bedankt sich herzlich bei allen, die an dieser erfolgreichen Aktion mitgewirkt haben.

Wenn Sie über weitere Einsätze informiert werden wollen, melden Sie sich in der NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

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Hirtenhaus wird SCHUR-Station

Pädagogisches Zentrum verleiht Urkunde für schulnahe Umwelterziehung

Als Werner Kern, Vorsitzender des NABU Landau, im Jahr 1978 mit der Umweltbildungsarbeit begann, war er einer der Vorreiter der Bewegung, die heute aus dem Schulalltag kaum mehr wegzudenken ist. Nach einer „Durststrecke“ Ende der 90er Jahre, als Mitstreiter Gerd Becht ausschied und Kern die Umweltbildung allein mit einigen Ehrenamtlichen bestritt, konnten wieder verschiedene hauptamtliche Kräfte eingestellt werden. Seit 2003 arbeitet die Naturerlebnisschule Landau nach dem Motto „Mit Kopf, Herz und Hand“ daran, Kindern die Natur auf spielerische Weise nahe zu bringen. Ingeborg Keller und Ulrike van der Bloemen, beide ausgebildete Umweltpädagoginnen, begleiten im Schnitt zwei Mal wöchentlich Schulklassen vom Hirtenhaus aus ins „Grüne Klassenzimmer“ am Mörzheimer Brühlgraben. Überdies gestalten sie bereits seit über 2 Jahren mittwochs den Nachmittagsunterricht in der Grundschule Horst und bieten Ferienveranstaltungen an.

„Die Auszeichnung des Hirtenhauses als „SCHUR-Station“ war längst überfällig“, so Martin Rothe, Fachberater für Nachhaltigkeitserziehung an der Integrierten Gesamtschule Kandel. In Begleitung von Rainer Tempel, Referent für Bildung für nachhaltige Entwicklung beim Pädagogischen Zentrum (PZ) in Bad Kreuznach, war er gekommen, um die Urkunde und ein Schild für die Hauswand im Auftrag des Ministeriums für Bildung und Forschung an Werner Kern zu überreichen.

Rothe schilderte kurz die Entwicklung der schulnahen Umwelterziehungseinrichtungen in Rheinland-Pfalz. Die ersten außerschulischen Partner waren die Forstämter im Norden des Landes; von einer „einfachen Hütte im Wald, die der Förster den Kindern bei Schlechtwetter aufschließt“ bis zu richtigen Umweltbildungszentren reicht das Spektrum der Einrichtungen. Inzwischen gibt es auch im Süden des Landes viele qualitativ gute Einrichtungen, darunter die Zooschule Landau, der Wild- und Wanderpark Silz, das Pollichia-Museum in Bad Dürkheim, die Waldökostation Wilgartswiesen, der Seminarbauernhof Gut Hohenberg in Queichhambach und eben das Naturschutzzentrum Hirtenhaus.

Ingeborg Keller berichtete den Vertretern des PZ, dass die Naturerlebnisschule sich steigender Beliebtheit erfreut – im Jahr 2004 waren es noch 920 Kinder, im Jahr 2006 bereits jetzt im November 1377 Kinder von 23 verschiedenen Einrichtungen (Schulen, Kindergärten, Kirchen) aus Landau und den Kreisen SÜW und GER, die an den Veranstaltungen teilgenommen haben. Selbst im Winter ist die Nachfrage groß - es hat sich rumgesprochen, dass man in Mörzheim einen anregenden und lehrreichen Tag mit den Schülern verbringen könne.

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Kranichzug erreicht Höhepunkt

Am vergangenen Wochenende konnten aufmerksame Beobachter immer wieder keilförmige Formationen von großen Zugvögeln am Himmel beobachten. Nicht etwa Wildgänse, sondern Kraniche waren zu hunderten auf ihrem Flug vom Nordosten gen Südwesten. Unter trompetenden Rufen ziehen die prächtigen Vögel von ihrem Sammelplatz in der Nähe der Insel Rügen in ihr Winterquartier in der spanischen Extremadura und überqueren dabei die Pfalz. Kranichbeobachtungen können beim Naturschutzbund NABU unter Tel. 06341/31628 gemeldet werden.

Neue Lobby für die Natur:

Naturschutzbund Neustadt formiert sich

Treffen am nächsten Montag Der Raum im Sportzentrum Diedesfeld war voll, als der Naturschutzbund (NABU) zum Gründungstreffen der NABU-Gruppe Neustadt aufrief. Neben 12 Interessierten, die sich auf den Zeitungsaufruf hin gemeldet hatten, waren 4 bereits aktive Neustädter Naturschützer und die Vorsitzenden der umliegenden NABU-Ortsgruppen anwesend. Der NABU ist der größte Natur- und Umweltschutzverband in Deutschland. In der Südpfalz setzen sich bereits 7 NABU-Gruppen für den Schutz von Lebensräumen wie Streuobstwiesen, Trockenmauern, Feuchtbiotopen und Fledermausquartieren ein und sind aktiv in der Umweltbildung, zum Schutz von Tieren und Pflanzen und natürlich in der politischen Lobbyarbeit für bessere Lebensbedingungen von Mensch und Natur.

Zum Einstieg stellte der Landesvorsitzende Siegfried Schuch die Naturschutzarbeit des NABU in Rheinland-Pfalz vor. Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, gab einen Überblick über aktuelle Projekte in der Region. Die Anwesenden aus Neustadt äußerten ihre Beweggründe, im Naturschutz aktiv zu werden und machten erste Vorschläge für konkrete Aktionen. Franz Grimm vom NABU Edenkoben/Maikammer, der in Begleitung einiger Aktiver seiner Gruppe gekommen war, sowie Nicolas Bachmann vom NABU Wachenheim/Deidesheim und Werner Kern vom NABU Landau boten Hilfe und Zusammenarbeit an. Jürgen Reinke vom NABU Kaiserslautern, der erst vor anderthalb Jahren die Gruppe gegründet hat, machte Mut: „Keine Angst vor den notwendigen Ämtern, wichtig ist, dass man mit Spaß und Freude an einige kleine Naturschutzprojekte herangeht und gemeinsam etwas bewegt.“

Das nächste Treffen der Gruppe findet statt am Montag, 13.11.06 um 19:30h im Restaurant Böbig, Harthäuserweg 40 in Neustadt-Böbig. Dort sollen konkret die geplanten Projekte (Amphibienschutzzäune, Anbringen von Nisthilfen, Gründung einer Jugendgruppe und Umweltbildung) besprochen werden.

Für Rückfragen: NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

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Neustadt Naturschützer bauen Neustadter Gruppe auf

Gründungsversammlung des NABU in Diedesfeld - Reger Austausch unter Alt- und Neumitgliedern

Der Naturschutzbund (NABU) hat auf einem ersten Treffen und Kennenlernen im Sportzentrum des TuS Diedesfeld nun auch eine Gruppe für Neustadt gegründet. Mit insgesamt rund 400 000 Mitgliedern ist der NABU bundesweit der größte und älteste Natur- und Umweltschutzverband. Ins Leben gerufen wurde er 1899 in der Zeit der Industrialisierung, damals noch unter dem Namen „Bund für Vogelschutz".

In einer Übersicht stellte Landesvorsitzender Siegfried Schuch die zentralen Themen- und Arbeitsgebiete des Nabu in Rheinland-Pfalz vor, der sich vornehmlich für den Schutz von Lebensräumen und natürlichen Ressourcen einsetzt. Schuch betonte, dass es sich dabei um eine Laienorganisation für die breite Masse handle, bei der sich jedermann je nach individuellen Neigungen und Fähigkeiten einbringen könne.

Vogel-, Amphibien- und Fledermausschutz sowie Exkursionen zur Umweltbildung und Biotop-Pflege gehören zu den wichtigsten Projekten des Nabu in der südpfälzischen Region. Leiterin der Regionalstelle Südpfalz, Dr. Nathalie Plum, verwies auch auf die Arbeit der Naturschutzjugend, die selbstverständlich in Neustadt ebenfalls gefördert werden solle. Bereits aktive Mitglieder des Nabu Südpfalz berichteten von ihrer Arbeit und Erfahrung im Naturschutz.

So fand beim Gründungstreffen der Neustadter Gruppe auch gleich ein reger Austausch unter Alt- und Neumitgliedern statt. Ein Einstiegsthema boten da die Kraniche, die in den letzten Tagen und Nächten über Neustadt in Richtung Süden gezogen waren. Da werde klar, dass es einfach wichtig sei, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und sich von der Vielfalt der Natur faszinieren zu lassen, waren sich die Nabu-Mitglieder einig.

Als vorrangige Ziele für die nächste Zeit wurden die Aufstellung einer Satzung und die Wahl eines Vorstandes festgelegt. (suki)

Termin: Das nächste Treffen der neu gegründeten Nabu-Gruppe Neustadt findet statt Montag, 13. November, um 19.30h im Restaurant „Böbig", Harthäuserweg 40, in Neustadt-Böbig statt. Dort sollen konkret die geplanten Naturschutzprojekte (Amphibienschutzzäune, Anbringen von Nisthilfen, Gründung einer Jugendgruppe und Umweltbildung) besprochen werden.

Für Rückfragen steht zurzeit die Nabu-Regionalstelle Südpfalz, Telefon 06341/31628 zur Verfügung. E-Mail ist zu richten an Nabu.Suedpfalz@nabu-rlp.de

Quelle: DIE RHEINPFALZ  vom 8. November 2006

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Vogel des Jahres 2007 fliegt in die Freiheit

Turmfalken-Auswilderung in Lachen-Speyerdorf – Nistkasten angebracht

Trotz des „kritischen“ Blicks wirkte das Falkenweibchen ruhig, das in der Nähe des Lachen-Speyerdorfer Flugplatzes in der Hand von Franz Grimm, dem Vorsitzenden des NABU Edenkoben/Maikammer, auf den Flug in die Freiheit wartete. Das Tier war mit einem gebrochenen Flügel vor einigen Wochen in die NABU Greifvogelauffangstation in Haßloch eingeliefert worden. Nachdem der Flügel vom Tierarzt geschient wurde und der Bruch verheilt ist, kann das Tier nun wieder Mäuse jagen. Von Franz Grimm in die Luft geworfen, drehte der Turmfalke über der Wiese eine Runde im Tiefflug und ließ sich dann auf einer hohen Linde nieder. „Die muss sich erst an die neue Situation gewöhnen und sich einen Überblick verschaffen“, so Grimm. „Das Gebiet ist aber als Revier ideal: Bäume als Sitzwarten und freies Feld zum Jagen. Vielleicht siedelt sie sich ja hier an.“ Um dafür die besten Voraussetzungen zu schaffen, brachte Grimm auch noch einen Turmfalken-Nistkasten in einer hohen Eiche gegenüber dem Diakonissenhaus an. Dabei assistierte ihm Christoph Bittlinger, Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ). „Auch als Unterschlupf bei Schlechtwetter sind solche Kästen bei den Falken beliebt“, so Grimm.

Info: Wer an seinem Wohnhaus einen Turmfalkenkasten anbringen will, dem steht der NABU mit Rat und Tat zur Seite. Zum Vormerken: Der NABU lädt ein zu einem ersten Treffen naturschutzinteressierter Bürger in Neustadt und Lambrecht. Freitag, 3.11. ab 19 Uhr im Sportzentrum Diedesfeld. Info in der NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628, www.NABU-Suedpfalz.de

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Frau Nachbarin, ein Gehege bitte

Nistkasten für Turmfalkenweibchen angebracht

Ein Turmfalkenweibchen ist neue Nachbarin des Diakonissen-Mutterhauses in Lachen-Speyerdorf.  Mitarbeiter des Naturschutzbundes (NABU) haben in einer anfluggeeigneten Eiche einen geräumigen Nistkasten für den Vogel des Jahres angebracht. Das Tier stammt aus der Greifvogelstation in Haßloch. Dort war es, nachdem es sich den Flügel gebrochen hatte, geschient und aufgepäppelt worden, bis man davon ausgehen konnte, dass es sich wieder selbst versorgen kann. Spannend war denn auch der erste Flug in der Freiheit für die Mitglieder des NABU: "Wir sehen, sie kann fliegen, sie kommt hoch. Das kostet die meiste Kraft", zeigte sich Franz Grimm , erster Vorsitzender des NABU Edenkoben-Maikammer zufrieden, nachdem er das Turmfalkenweibchen mir gezielten Griff in die Luft geworfen hatte. Der Vogel des Jahres 2007 drehte zunächst eine Runde und genoss dann den Ausblick in luftiger Höhe von einer Linde. Ob das Tier den Luxusnistplatz annimmt, ist noch offen. Aber Turmfalken suchen einen Platz zum Brüten. Und: "Ein Vogel, der aus 100 Metern eine Maus springen sieht, findet so einen Kasten auf jeden Fall." Der NABU lädt ein zur Gründung einer Neustadter Gruppe am Freitag, 3. November, 19 Uhr, im Sportzentrum Diedesfeld.

Bericht aus der "Rheinpfalz" vom 28.10.2006

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Obstbäume und Wässerwiesen:

NABU sucht wieder Helfer

Die ersten Arbeitseinsätze des Naturschutzbund NABU für das Winterhalbjahr stehen fest, und für alle Aktionen werden wieder freiwillige Helfer gesucht:

Am Dienstag, 31.10. ab 9 Uhr bringt der NABU Landau-Stadt an seinen Obstbäumen Leimringe gegen den Frostspanner an. Treffpunkt am Naturschutzzentrum Hirtenhaus.

Am Samstag, 18.11. von 11 bis 14 Uhr organisiert der NABU Bellheim wieder eine Freilegung der Bewässerungsrohre in den Holzwiesen. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Straße zwischen Bellheim und Zeiskam.

Am Samstag, 25.11. ab 9 Uhr wird der NABU Landau-Land 40 Obstbäume (Hochstamm, alte Sorten) auf einer Wiese bei Walsheim anpflanzen. Treffpunkt ist der Parkplatz westlich von Walsheim auf der Straße in Richtung Böchingen bei der Walsheimer Obermühle. Walsheimer Bürger können außerdem für 25 Euro eine Baumpatenschaft übernehmen und ihren Baum selbst pflegen und abernten oder, nach Mithilfe bei der Ernte, die entsprechende Menge Saft erhalten.

Bei den letzten beiden Aktionen empfehlen sich Gummistiefel, und wer eine Schaufel oder einen Spaten hat, sollte diese mitbringen. Die Helfer erhalten bei allen Aktionen eine kleine Stärkung und eine Flasche Apfelsaft von NABU-Streuobstwiesen.

Weitere Informationen und Anmeldung in der NABU Regionalstelle, Tel. 06341/31628 oder NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de.

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Gemeinsam für die Gelbbauchunke

Forst, NABU und Verwaltung schaffen Laichgewässer in Eschbach

Die zahlreichen Wanderer, die oberhalb von Eschbach parallel zur Weinstraße wanderten und den klaren Blick in die herbstlich bunte Rheinebene genossen, wunderten sich nicht schlecht: Die Landrätin Theresia Riedmaier, umringt von Vertretern von Forst, Behörden und dem Naturschutzbund NABU sowie dem Bürgermeister und einigen Anwohnern aus Eschbach, begutachtete eine Reihe von Schlammlöchern am Wegesrand.

Grund für dieses Treffen im Grünen, zu dem Rüdiger Schickel und Richard Dümmler von der Unteren Naturschutzbehörde eingeladen hatten, war ein äußerst seltenes Amphibium: die Gelbbauchunke, nach europäischem Recht streng geschützt und am Haardtrand seit Jahren verschollen – es fehlen geeignete Laichgewässer. Dabei ist die oberseits unscheinbare Unke mit dem auffallend gelb gefleckten Bauch eigentlich genügsam: Schon eine Wagenspur voller Wasser reicht, damit der Nachwuchs sich entwickeln kann. Solche flachen Kleingewässer sind jedoch rar geworden, und Wagenspuren bleiben selten ungestört. Die Naturschutzbehörden waren sich mit dem Forst und dem NABU schnell einig, was zu tun ist. Der NABU, der sich auch bereits vor Jahren im Frankweilerer Steinbruch für die Unken stark gemacht hatte, sorgte für den ersten praktischen Schritt. Arno Laux vom NABU Arbeitskreis Eschbach trommelte mit Hilfe der NABU Regionalstelle im Februar 2006 ein ganzes Aufgebot an Helfern zusammen und verteilte Spaten und Spitzhacken an Messdiener, Studierende aus der NABU Hochschulgruppe und aktive Anwohner. So entstanden eine Reihe von flachen Löchern, die sich auch alsbald mit Wasser füllten und noch im gleichen Frühjahr der Erdkröte als Kinderstube dienten, wie Laux berichtet. Der Forst schützte die Gewässer mit einem Holzzaun vor Wildschweinen. „Die verschmähen keinerlei eiweißhaltige Nahrung und würden den Laich vernichten“, so Siegfried Weiter vom Forstamt Landau. Ludwig Simon vom Landesamt für Umwelt, der das Artenschutzprojekt Gelbbauchunke betreut, betonte, dass man im Naturschutz zuweilen einen langen Atem haben müsse und riet zur Geduld mit der seltenen Unke.

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14 Jahre für den Nachwuchs im Naturschutz

Lothar Engelmann vom NABU Edenkoben/Maikammer erhält die

Ehrennadel des Landes

Im Kreise seiner Familienangehörigen und Mitstreiter erhielt Lothar Engelmann aus Edesheim, 2. Vorsitzender des NABU Edenkoben/Maikammer, die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz.

Landrätin Theresia Riedmaier, die seit Februar diesen Jahres selbst Mitglied beim NABU ist, überreichte Engelmann die Auszeichnung im festlich hergerichteten Sitzungssaal der Kreisverwaltung. Engelmann ist seit 25 Jahren ehrenamtlich im NABU bzw. DBV engagiert und fördert seit 14 Jahren gezielt den Nachwuchs. Seine erste  NAJU leitete er in Altdorf. Seine jetzige Gruppe, die NAJU Edesheim, unterhält eine Bachpatenschaft für einen Abschnitt des Modenbachs, hat einen Heckenlehrpfad angelegt und gibt naturkundliches Wissen an jüngere Kinder, die „B-Jugend“, weiter. Für ihren kontinuierlichen Einsatz wurde die Gruppe bereits mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet: mit dem Umweltpreis des Landkreises, einem Sonderpreis der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz sowie dem Manfred-Eschbacher-Preis der SPD der Verbandsgemeinde Edenkoben. „Die Preise waren das schönste Erlebnis, das wir mit der NAJU hatten und haben uns für unsere Arbeit sehr motiviert – aber heute geht es um den Lothar, und das hat er sich auch verdient“, so der 18jährige Fabian Krapp, der mit Manuel Mauer stellvertretend für die rund 20 Kinder und Jugendlichen der Gruppe gekommen war, um zu gratulieren.

Wie so viele engagierte Menschen ist Engelmann in mehr als einem Verein aktiv: Im Vorstand des Heimat- und Kulturvereins setzt er sich für die Dorfkultur in Edesheim ein.

Kurt Beck konnte nicht selbst anwesend sein, ließ aber durch die Landrätin herzlich gratulieren. Renate Engelmann erhielt einen Blumenstrauß, „als Anerkennung dafür, dass Sie Ihren Mann in seinem Ehrenamt stets unterstützt haben“, so Riedmaier.

Naturschutzbund lädt ein zum Gründungstreffen der NABU-Gruppe Neustadt

16.10.2006

Am Freitag, den 03. November 2006 um 19 Uhr findet das Gründungstreffen der NABU Gruppe Neustadt im Sportzentrum des TuS Diedesfeld östlich der Bundesstraße 38  statt.

Der Naturschutzbund (NABU) ist der größte Natur- und Umweltschutzverband in Deutschland. In der Südpfalz setzen sich bereits 6 NABU-Gruppen für den Schutz von Lebensräumen wie Streuobstwiesen, Trockenmauern, Feuchtbiotopen und Fledermausquartieren ein und sind aktiv in der Umweltbildung, zum Schutz von Tieren und Pflanzen und natürlich in der politischen Lobbyarbeit für bessere Lebensbedingungen von Mensch und Natur. Nun soll auch in Neustadt eine Gruppe gegründet werden, die sich für den Naturschutz vor Ort einsetzen wird. Alle NABU-Mitglieder, ob groß oder klein, aus Neustadt und den umliegenden Gemeinden sind herzlich eingeladen, hier mitzumachen. Auch eine Gruppe der Naturschutzjugend NAJU soll gegründet werden. Kinder und Jugendliche, die sich mit der Vielfalt der heimischen Natur vertraut machen oder sich bei spannenden Aktionen für den Naturschutz einsetzen wollen, sind ebenfalls herzlich willkommen.

Der Landesvorsitzende Siegfried Schuch wird die Naturschutzarbeit des NABU in Rheinland-Pfalz vorstellen. Dr. Nathalie Plum, Leiterin der Regionalstelle Südpfalz, wird einen Überblick über aktuelle Projekte in der Region geben. Aktive NABU- und NAJU-Mitglieder aus den Südpfälzischen Gruppen werden dort sein und gerne von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen berichten. Für Rückfragen: NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

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Gründung erfolgreich: Spinn- und Handarbeitsstube im Hirtenhaus geht weiter

16.10.2006

Am vergangenen Donnerstag, traf sich zum ersten Mal die „Spinn- und Handarbeitsstube“ im Naturschutzzentrum Hirtenhaus des NABU Landau in Mörzheim.

Zehn Damen pflegten hier beim Spinnen, Häkeln und Sticken die sehr alte Tradition der "Spinn- oder Kunkelstuben" und tauschten Wissen über Schafwolle und Erfahrungen mit ihrer Verarbeitung aus. Auch die Haltung von Schafen zur Landschaftspflege ist Thema der Spinnstube. die bis auf  Weiteres regelmäßig jeden 2. Donnerstag im Monat im Hirtenhaus statt finden wird.

Nächste Termine:

Donnerstag, 09. November 2006, 18 bis 21 Uhr,

Donnerstag, 14. Dezember, 18 bis 21 Uhr

Weitere Info und Anmeldung bei G. Reinartz, Tel.: 06346/29249 oder in der Regionalstelle.

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Igelhaus, Herbstgirlanden, Heckenspiel:

NABU bot buntes Herbstferienprogramm für Kinder

16.10.2006

Auch beim diesjährigen Herbstferienprogramm des NABU Landau kamen 40 naturliebe Kinder wieder voll auf ihre Kosten. „In das ‚Grüne Klassenzimmer’ der Naturerlebnisschule kommen die Kinder eben auch in den Ferien gern“, so die Umweltpädagogin Inge Keller, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Ulrike van der Bloemen, Praktikant Marcel Mayer und ehrenamtlichen Helfern ein buntes Programm zusammengestellt hat.

Rechtzeitig vor dem Winter wurde ein „Igelhaus“ mit einer Drainage aus Steinen, aufgeschichtetem Laub und Reisig gebaut. Die „Ohrwurmhotels“ an den Bäumen wurden wieder instand gesetzt, Leimringe gegen den Frostspanner an den Obstbäumen befestigt und fleißig Äpfel geerntet. Die im Sommer angefangene Benjes-Hecke wurde fertig gestellt und beim anschließenden „Heckenspiel“ konnten die Kinder die ökologische Vielfalt des Heckenbiotops nachspielen. An einem Tag wurde mit Holz und Früchten und allem, was die herbstliche Natur hergibt, fantasievoll gebastelt: Herbstgirlanden, Ketten, Traumfänger und Segelschiffe konnten die Kinder als hübsche Erinnerung mit nach hause nehmen. Auch ein paar der selbst geernteten Äpfel packten sich viele ein, und man war sich einig: „Die schmecken viel besser als die gekauften aus dem Supermarkt!“

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Jobbörse beim NABU: Aktuelle Aufgaben im Herbst

27.09.2006

Die „Jobbörse für Ehrenamtliche" beim Naturschutzbund NABU in der Südpfalz startete im Frühjahr diesen Jahres und stieß in der Bevölkerung auf große Resonanz. Es meldeten sich zahlreiche Personen, die zum Beispiel bei der Biotoppflege oder bei Kinderprogrammen an einzelnen Terminen halfen. Speziell für Menschen, die sich mit einem überschaubaren und vor allem fest planbaren Zeitaufwand für die Natur engagieren wollen, gibt die Jobbörse einen Überblick über die kleineren Aufgaben, die in einem Naturschutzverband zu bewältigen sind.

Aktuell sucht der NABU Landau Helfer für die Apfelernte in Mörzheim, die am kommenden Montag, 02.10. und Dienstag, 03.10. (Feiertag) stattfinden soll.

Auch für das Herbstferienprogramm des Naturschutzzentrum Hirtenhaus vom 09. bis 11.10. in Mörzheim werden noch Menschen gesucht, die gerne mit Kindern zusammen sind und ihr naturkundliches Wissen oder ihr handwerkliches Geschick weiter geben wollen. Letztere Fähigkeit wird mittelfristig immer wieder gebraucht wenn es darum geht, dass der NABU Lebenstürme und Insektenhotels für Schulen, Jugendhäuser und Gemeinden bauen soll. Bauanleitungen, Werkzeug und ein Teil des Materials sind im Hirtenhaus stets vorrätig.

Für sein Pressearchiv sammelt der NABU Meldungen aus allen Zeitungen und Amtsblättern in der Südpfalz und sucht Menschen, die in Ihrem Wohnort die Meldungen sammeln und in der NABU Regionalstelle einreichen.

Ab November werden dann für diverse Biotoppflegearbeiten, beispielsweise für die Kopfweidenpflege in der Verbandsgemeinde Bellheim und die Anlage von Streuobstwiesen in Walsheim und Mörlheim, viele helfende Hände gebraucht vorzugsweise an Samstagvormittagen.

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Naturkundliche Wanderung in Ilbesheim am 23.09.06

Samstag, 23.9.06 14 bis 16:30 Uhr: Naturkundliche Wanderung entlang des Fuchsgrabens bei Ilbesheim. Dr. Nathalie Plum (NABU Regionalstelle Südpfalz) und Corinna Mohaupt (Verbandsgemeinde Landau-Land) erläutern anhand des Fuchsgrabens die typische naturräumliche Ausstattung eines Weinbergsgewässers und geben Auskunft zu Gewässerunterhaltung und –entwicklung. Außerdem informieren sie über die Bachpatenschaft der NABU Hochschulgruppe an der Universität Landau, die diese für den Fuchsgraben übernommen hat.

Treffpunkt: Parkplatz am Sportplatz in Ilbesheim (auf der Straße nach Arzheim)

Für Rückfragen: Tel. 06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

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Apfelernte beim NABU: gemeinsam für die Streuobstwiesen

Bei der diesjährigen Apfelernte auf den naturbelassenen Obstwiesen der NABU-Gruppe Landau-Land in Göcklingen waren die „Alt-Aktiven“ nicht allein: gleich 10 „Neulinge“ packten kräftig mit an. Im Rahmen der „Woche des ehrenamtlichen Engagements“ hatte der NABU um eine „Zeitspende“ für die Streuobstwiesen gebeten. Schirmherrin der zahlreichen ehrenamtlichen Aktionen bundesweit war ZDF-Moderatorin Marietta Slomka. Rolf Schmitt, der mit Herbert Riebel und Gerhard Wisser die Aktion in Göcklingen organisierte, freute sich besonders über den Einsatz der 4 Jugendlichen unter ihnen: „Der Naturschutz hat nur Zukunft, wenn wir Nachwuchs finden, der auch in 10 Jahren noch bereit ist, solche Obstwiesen zu pflegen und zu bewirtschaften“. Die Helfer wurden mit einer zünftigen Vesper und einer Portion frisch gepflückter Äpfel und Zwetschgen in Bio-Qualität belohnt.

Die NABU-Gruppe Landau-Stadt hatte dagegen mehr Regen als Sonne und meisterte den ersten Erntetag am 2. Oktober lieber mit „wetterfesten“ Alt-Aktiven und einem tapferen Praktikanten. Für den zweiten Teil der Ernte, der am 12. und 13. Oktober statt finden soll – hoffentlich bei besserem Wetter – werden noch Helfer gesucht.  Infos unter Tel. 06341/31628

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Gründung Spinn- und Handarbeitsstube im Hirtenhaus

Am Donnerstag, 12.10.06 um 18 Uhr trifft sich zum ersten Mal die „Spinn- und Handarbeitsstube“ im Naturschutzzentrum Hirtenhaus des NABU Landau in Mörzheim, Brühlstr. 21. Wer sich für Wolle, Spinnen und Handarbeiten interessiert, ist herzlich willkommen, hier die sehr alte Tradition der "Spinn- oder Kunkelstuben" neu zu beleben. Wissen über Schafwolle und Erfahrungen mit ihrer Verarbeitung sollen ausgetauscht werden. Auch die Haltung von Schafen zur Landschaftspflege soll Thema der Spinnstube sein. Wer nicht nur alleine im heimischen Sessel seine Handarbeiten machen möchte, der ist hier genau richtig.

Bei reger Teilnahme wird die Spinnstube regelmäßig jeden 2. Donnerstag im Monat im Hirtenhaus statt finden.

Weitere Info und Anmeldung bei G. Reinartz, Tel.: 06346/29249.

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Eine Stunde für die Streuobstwiese

Helfer gesucht für Apfelernte beim NABU in Göcklingen

Am Samstag, den 23. September von 9 bis 12 Uhr bittet der NABU nicht um Geldspenden, sondern um Ihre Zeitspende: "Eine Stunde für die Streuobstwiese". Bei der Apfelernte auf den naturbelassenen Obstwiesen der NABU-Gruppe Landau-Land in Göcklingen wird jede helfende Hand gebraucht. Der NABU stellt Leitern und Behältnisse zum Sammeln zur Verfügung. Natürlich gibt es auch eine Belohnung: neben einer zünftigen Vesper, bei der man sich über die weiteren Aktivitäten des NABU informieren kann, darf jeder Helfer eine Portion frisch gepflückte Äpfel in Bio-Qualität mit heim nehmen.

Treffpunkt ist der Parkplatz an der Winzergenossenschaft (L509, Abzweig Göcklingen). Wer sich in der NABU Regionalstelle Südpfalz anmeldet, wird dort abgeholt, ansonsten ist der Weg ausgeschildert.

Anmelden können Sie sich über Tel. 06341/31628, oder NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

Die Aktion findet statt im Rahmen der diesjährigen "Woche des Ehrenamtlichen Engagements". Schirmherrin der zahlreichen NABU-Aktionen bundesweit ist ZDF-Moderatorin Marietta Slomka.

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Die Jäger der Nacht sind weiche Kuscheltiere

Luststadt: Fledermaus-Exkursion ermöglicht Kontakt mit scheuen Tieren- Von intakter Natur abhängig

Es ist Freitag, 20 Uhr: Trotz worherigen Regens haben sich am Handkeesplatz im Lustadter Wald 32 Naturfreunde aus der Region eingefunden. Auf Einladung des Naturschutzbundes (NABU) der Verbandsgemeinde und des Vogelschutzvereins Lustadt wollen sie anlässlich der 10. Europäischen Fledermausnacht bei einer Exkursion die fliegenden Säuger näher kennen lernen.

Vor einem Nistkasten legt die Gruppe den ersten Halt ein. Franz Grimm klettert auf eine Leiter, öffnet die Behausung, holt eine Fransen-Fledermaus heraus und beordert die Kinder in die erste Reihe. Die Teilnehmer blicken gebannt. Staunen macht sich breit. Kameras werden ausgepackt. Die Wenigsten haben ein solches Tier schon aus der Nähe gesehen.

Der Experte offeriert sein großes Wissen über die Säuger, erklärt deren Merkmale und informiert, warum es sich bei diesen Exemplar um kein Jungtier handelt. Die Teilnehmer sind wissbegierig und stellen Fragen, die Grimm kompetent beantwortet. „Fledermäuse brauchen in einer Nacht ein drittel ihres Körpergewichtes an Nahrung. Sie fressen Insekten, schlafen am Tag kopfüber und halten Winterschlaf".

„Fressen Fledermäuse auch Blattläuse? Wenn ja, würde ich mir ein paar zu Hause halten", scherzt eine Teilnehmerin, Grimm erklärt, dass Fledermäuse Nistkästen gerne als Ersatzquartiere einnehmen, diese täglich wechseln und sich auch in kleinen Häuserspalten wohlfühlen.

Als Feinde der Fledermäuse nennt der Fachmann Eulen, Marder, Wiesel, Eichhörnchen und im Wohnbereich die Hauskatze. Pro Jahr werde nur ein Junges zur Welt gebracht, das durchschnittlich ein Lebensalter zwischen fünf und sieben Jahre erreiche.

„Ah, ganz weich!"

Dann kommt der Moment, auf den viele, besonders die Kinder, gewartet haben. Sie dürfen das Tier berühren. Die strahlenden Kinderaugen machen deutlich, dass dies für sie der absolute Höhepunkt ist. Auch die Erwachsenen sind begeistert: „Ah, ganz weich".

Um die für das menschliche Ohr unhörbaren Ultraschall-Laute hörbar zu machen, setzt Grimm nun einen Detektor ein, was ebenfalls auf große Resonanz stößt. „Die nächtlichen Jäger bekommen so ein Hörbild ihrer Umgebung und können sich orientieren, sowie im Flug fangen". Kurze Zeit später entlässt Grimm die Fransen-Fledermaus auf Beute-Tour. In einem anderen Nistkasten stößt die Gruppe auf einen kleinen Abendsegler. „Do isch grad noch änni vorbei gefloche", freut sich ein Kind. Der Abendsegler wird nach einer gewissen Zeit in der Hand Grimms unruhig. „Das ist nichts Schlimmes. Er bereitet sich jetzt zum Flug vor und fährt seinen Kreislauf hoch. 400 bis 600 Herzschläge pro Minute sind normal", so Grimm. Kurze Zeit später entschwindet der Segler in die Nacht. Wenig später zieht ein weiterer Abendsegler, der am Himmel kreist, die Gruppe in seinen Bann. Mit dem Detektor macht Grimm seine „schmatzenden" Laute hörbar. „Hamma den nedd gut bezahlt", scherzt Grimm über das 90-sekündige Spektakel und fügt nach dessen Wegflug lächelnd an: „Jetzt war die Gage aufgebraucht".

Im Schein der Taschenlampen begeben sich die Teilnehmer zur letzten Station, einem Gewässer an der Vogelschutzhütte. Die Lichtkegel der Lampen tasten die Wasseroberfläche ab. Es ist keine Wasser-Fledermaus zu sehen. Der Detektor verrät jedoch, dass reges Treiben herrscht. „Da war eine – und wieder eine", ist zu hören. „Man sieht, es ist richtig Betrieb am Wasser, weil hier auch ein großes Nahrungsangebot herrscht", so Grim. Es sei auch für Fledermäuse sehr wichtig, dass die Naturlandschaft vielfältig gestaltet sei.

Artikel Rheinpfalz vom 29.08.2006, Autor: Timo Nagel

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Beim Umweltschutz sitzen wir alle in einem Boot

(Originaltext aus der Rheinpfalz vom 11.08.2006)

20. Internationales Workcamp – NABU-Präsident zu Gast im Mörzheimer Hirtenhaus – 2000 neue Mitglieder in nur 18 Monaten

Der Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu), Olaf Tschimpke, war anlässlich des 20. internationalen Workcamps des Naturschutzzentrums hirtenhaus in Landau-Mörzheim, zu Besuch in der Regionalstelle Südpfalz. Bei einem gemütlichen Imbiss kam es zur Begegnung mit den Teilnehmern des Workcamps, den Vertretern der Nabu-Regionalstelle und den Führungskräften auf Bundesebene.

Viel Lob und Dank ließ Tschimpke den 14 Studenten aus aller welt zukommen, die während des dreiwöchigen Workcamps beispielsweise Naturschutzarbeiten am Haardtrand durchführten (die Rheinpfalz berichtete). Ihr Einsatz trage nicht nur zur Völkerverständigung bei, sondern führe auch dazu, dass die Teilnehmer das Thema Umweltschutz mit in ihre Heimatländer nehmen.

„Globale Probleme wie Klimawandel oder die Abholzung des Regenwaldes sind auch nur global zu lösen", sagte Tschimpke. Gerade deshalb seien internationale Kooperationen wie das Landauer Workcamp so wertvoll, zeigen sich Tschimpke überzeugt. „Wir sitzen auf diesem Planeten alle im selben Boot und müssen anfangen, nachhaltiger zu denken", forderte der Nabu-Präsident.

Sehr stolz ist er darauf, was die Regionalstelle Südpfalz leistet. Unter der Leitung von Dr. Nathalie Plum konnten in den vergangenen eineinhalb Jahren über 2000 neue Mitglieder gewonnen werden und die Internetseite der Regionalstelle haben seit dem 12 Juli schon über 1000 Besucher angesehen. Plum wies darauf hin, dass das nicht zuletzt auch ein großer Verdienst der vielen ehrenamtlichen Helfer sei. So sei beispielsweise das Projekt „Jobbörse für Ehrenamtliche" ein voller Erfolg geworden. Diese Aktion zielt darauf ab, den an Naturschutz interessierten Bürgern die Möglichkeiten zu bieten, sich nach ihren persönlichen Fähigkeiten und Vorlieben in die Arbeit des Nabu einbringen zu können.

Von der Mithilfe bei der Biotoppflege bis zum Transport verletzter Greifvögel haben sich durch dieses Projekt bereits zwölf neue ehrenamtliche Helfer für die Arbeit in der Regionalstelle begeistern lassen.

Über den Besuch der Nabu-Verantwortlichen war Plum mehr als erfreut: „Man fühlt sich natürlich sehr geehrt und merkt, dass die arbeit, die wir an der Basis leisten, auch anerkannt wird."

Gerade diese Arbeit sei das Herzstück der Regionalstelle Südpfalz. „Wir sind immer präsent. Die Leute merken, dass wir für sie da sind", ist der Leiter des Naturschutzzentrums Hirtenhaus, Werner Kern, überzeugt. Erst vor kurzem habe ihn eine besorgte Bürgern mitten in der Nacht angerufen, der eine Fledermaus ins Wohnzimmer geflogen war. „Die arme Frau wusste nicht, an wen sie sich sonst wenden sollte. Und wir haben ihr dann geholfen", erzählt er stolz.

Für die Teilnehmer des Workcamps hieß es am Ende des Tages Abschied nehmen. Und da alle begeistert von ihrer Zeit in der Pfalz waren, fiel der Abschied sehr schwer. „Es hat mir sehr gut gefallen" schwärmt Youra Sun aus kambodscha über das Workcamp. Toll fand er, wie gut die Deutschen über das Thema Umweltschutz Bescheid wissen. Das sei in Kambodscha anders. Auch Leif Miller, Bundesgeschäftsführer des Nabu, nimmt aus der Reise in die Südpfalz viele positive Eindrücke mit. „Es ist für mich eine riesige Motivation zu sehen, was in den Regionalstellen alles geleistet wird", so Miller (wti).

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NABU-Präsident zu Besuch in Mörzheim

Besuch: NABU-Präsident auf Sommerreise auch im Hirtenhaus

(Original-Text NABU-Regionalstelle)

Auf seiner Reise durch den Südwesten Deutschlands machte NABU-Präsident Olaf Tschimpke auch in Landau Station. Hier besuchte er die Regionalstelle Südpfalz des Nabu Rheinland-Pfalz im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim, die mit großem Erfolg die ehrenamtlichen Naturschutzaktivitäten in der Südpfalz koordiniert.

Besondere Würdigung fand die Gewinnung von über 2000 Unterstützern und Förderern. Die Nabu Regionalstelle Südpfalz könne Danke der Öffentlichkeitsarbeit in der Regional- und Lokalpresse auf viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung zählen. So übernahmen seit einem Artikel „Jobbörse für Ehrenamtliche" zwölf neue Freiwillige Aufgaben beim Nabu, von der Mithilfe bei der Biotoppflege bis zum Transport verletzter Greifvögel zur Pflegestation. Die Regionalstelle fördere mittlerweile den Austausch zwischen über 150 Aktiven aus den sechs NABU-Gruppen in der Südpfalz. Weitere Neuerungen sind das jährlich stattfindende Nabu-Fest, zwei neue Nabu-Gruppen, der Arbeitskreis „Kind und Natur" und die Nabu-Hochschulgruppe, bei der 20 Studenten der Uni Landau an einem Bachpatenschaftsprojekt am Fuchsgraben bei Ilbesheim arbeiten. „So spricht die Regionalstelle mit neuen, flexiblen Angeboten vor allem jüngere Menschen an und sichert so die Zukunft des Nabu an der Basis", erklärte Tschimpke.

Gleichzeitig besichtigte Tschimpke die Arbeiten des Internationalen Workcamps des Nabu in Landau. In den vergangenen drei Wochen führten 14 Jugendliche aus aller Welt praktische Naturschutzarbeiten im Haingeraide-Wald und auf den Magerrasen am Haardrandt in der Südpfalz durch. Tschimpke ließ sich von den Jugendlichen eine frisch gemähte Streuobstwiese in Mörzheim zeigen. „Koreaner, Türken, Serben, Russen, Tschechen, Kambodschander, Spanier und Franzosen leisten hier durch ihr ehrenamtliche Engagement hervorragende Arbeit für deen Naturschutz und lernen sich außerdem beim begleitenden Kulturprogramm in Heidelberg und Straßburg kennen", sagte Tschimpke. So trüge ein ehrenamtlicher Einsatz für die Natur gleichzeitig zur Völkerverständigung bei.

Auch Naturschutzgebiet Ebenberg stand auf dem Programm des Nabu-Präsidenten. Die Bundeseigentum befindliche Fläche soll kostenfrei an das Land Rheinland-Pfalz übertragen und als Nationales Naturerbe aufgenommen werden. „Der Nabu hat sich auf Bundesebene sehr dafür eingesetzt, dass der Bund 100.000 Hektar wervollster Naturflächen als „Nationales Naturerbe" ausweist und ist weitgehend mit der Flächenkulisse zufrieden. Enttäuschend ist allerdings, dass Rheinland-Pfalz so schlecht abgeschnitten hat", so der Nabu-Präsident. Mit nur zwei Flächen in Landau und Trier bekommt das Bundesland besonders wenig Naturerbeflächen. Nur das Land Hessen schneidet noch schlechter ab. Dies ist umso bedauerlicher, als wir sehr viele naturschutzfachlich wertvolle Bundesflächen in Rheinland-Pfalz haben. Hier sollte das Land unbedingt weitere Wünsche anmelden, so der Nabu Landesvorsitzende Siefried Schuch.

Tschimpke und Schuch lehnen auch die geplangte Verlängerung der Start- und Landebahn des Segelfluggeländes in das Naturschutzggebiet Ebenberg ab. Es handelte sich um einen erheblichen Eingriff in das FFH-Gebiet, der für solche Freizeitgestaltungen nicht akzeptabel sei. Wenn es in Rheinland-Pfalz schon so wenige Naturerbeflächen gebe, so müssen diese einen strengen Schutz erhalten, fordern die Nabu-Repräsentanten. „Wir hätten gerne mehr Macht, aber wir wissen, dass wir gehört werden", unterstrich Tschimpke die internationale Verknüpfung und die Tatsache, dass 80 Prozent der Umweltgesetzgebung heute aus Brüssel käme.

Das Prinzip der Nachhaltigkeit in der Wirtschaft mache sich immer mehr breit, erinnerte der Präsident an kürzlich geführtes Gespräch mit Bundespräsident Horst Köhler. Dennoch käme es auf die Überzeugungsarbeit an, gab Tschimpke einen Verweis zur Landauer Regionalgeschäftsstelle, wo in Eigenregie auch ein Biowein produziert wird. „Den Landauer Wein haben wir bei unseren offiziellen Auftritten immer dabei, um konkret an diesem Beispiel zu zeigen, dass es geben zu allem Alternativen gibt und diese auch noch schmecken!"

An der Basis würde wertvolle Arbeit geleistet, lobte Tschimpke, der gemeinsam mit Bundesgeschäftsführer Leif Miller gekommen war, die vielfältige Arbeit vor Ort. Es seien oft die kleinen Schritte nötig, um Großes zu bewirken, sprach Tschimpke von einer guten Zusammenarbeit des NABU insgesamt, der vom technischen Umweltschutz bis zur Umweltpädagogik und der Landschaftspflege viele Einsatzmöglichkeit böte und gerade am Beispiel Landau, wo alle Jahre ein internationales Workcamp stattfindet, zeige wie wichtig der internationale Austausch sei, denn Umwelt kennen keine Grenzen.

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NABU-Präsident besichtigt Nationales Naturerbe Ebenberg

(Originaltext: Wochenblatt Landau, 16.08.2006)

 Workcamp und Regionalstelle begrüßten Olaf Tschimpke im Hirtenhaus

Landau. Auf seiner Reise durch den Südwesten Deutschlands machte NABU-Präsident Olaf Tschimpke auch in Landau Station. Hier besuchte er die Regionalstelle Südpfalz des NABU Rheinland-Pfalz im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim, die mit großem Erfolg die ehrenamtlichen Naturschutzaktivitäten in der Südpfalz koordiniert. Besondere Würdigung fand die Gewinnung von über 2.000 Unterstützern und Förderern. Die NABU Regionalstelle Südpfalz könne Dank der Öffentlichkeitsarbeit in der Regional- und Lokalpresse auf viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung zählen. So übernahmen seit einem Artikel „Jobbörse für Ehrenamtliche“ 12 neue Freiwillige Aufgaben beim NABU, von der Mithilfe bei der Biotoppflege bis zum Transport verletzter Greifvögel zur Pflegestation. Die Regionalstelle fördere mittlerweile den Austausch zwischen über 150 Aktiven aus den 6 NABU-Gruppen in der Südpfalz. Weitere Neuerungen sind das jährlich stattfindende NABU-Fest, 2 neue NAJU-Gruppen, der Arbeitskreis `Kind und Natur` und die NABU-Hochschulgruppe, wo 20 Studenten der Uni Landau an einem Bachpatenschaftsprojekt am Fuchsgraben bei Ilbesheim arbeiten. „So spricht die Regionalstelle mit neuen, flexiblen Angeboten vor allem jüngere Menschen an und sichert so die Zukunft des NABU an der Basis“, erklärte Tschimpke.

Gleichzeitig besichtigte Tschimpke die Arbeiten des Internationalen Workcamps des NABU in Landau. In den vergangenen 3 Wochen führten 14 Jugendliche aus aller Welt praktische Naturschutzarbeiten im Haingeraide-Wald und auf den Magerrasen am Haardtrand in der Südpfalz durch. Tschimpke ließ sich von den Jugendlichen eine frisch gemähte Streuobstwiese in Mörzheim zeigen. „Koreaner, Türken, Serben, Russen, Tschechen, Kambodschaner, Spanier und Franzosen leisten hier durch ihr ehrenamtliches Engagement hervorragende Arbeit für den Naturschutz und lernen sich außerdem beim begleitenden Kulturprogramm in Heidelberg und Straßburg besser kennen“, sagte Tschimpke. So trüge ein ehrenamtlicher Einsatz für die Natur gleichzeitig zur Völkerverständigung bei.

Auch das Naturschutzgebiet Ebenberg stand auf dem Programm des NABU-Präsidenten. Die im Bundeseigentum befindliche Fläche soll kostenfrei an das Land Rheinland-Pfalz übertragen und als Nationales Naturerbe aufgenommen werden. „Der NABU hat sich auf Bundesebene sehr dafür eingesetzt, dass der Bund die 100.000 ha wertvollster Naturflächen als „Nationales Naturerbe“ ausweist und ist weitgehend mit der Flächenkulisse zufrieden. Enttäuschend ist allerdings, dass Rheinland-Pfalz so schlecht abgeschnitten hat“, so der NABU-Präsident. Mit nur zwei Flächen in Landau und in Trier bekommt das Bundesland besonders wenig Naturerbeflächen. Nur das Land Hessen schneidet noch schlechter ab. Dies ist umso bedauerlicher, als wir sehr viele naturschutzfachlich wertvolle Bundesflächen in Rheinland-Pfalz haben. Hier sollte das Land unbedingt weitere Wünsche anmelden, so der NABU Landesvorsitzende Siegfried Schuch.

Tschimpke und Schuch lehnen auch die geplante Verlängerung der Start- und Landebahn des Segelfluggeländes in das Naturschutzgebiet Ebenberg ab. Es handele sich um einen erheblichen Eingriff in das FFH-Gebiet (FFH: Fauna-Flora-Habitat EU-Richtlinie zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten, sowie deren Lebensräume) er für solche Freizeitveranstaltungen nicht akzeptabel sei. Wenn es in Rheinland-Pfalz schon so wenige Naturerbeflächen gebe, so müssen diese einen strengen Schutz erhalten, fordern die NABU-Repräsentanten.

10.08.2006

Die "Spanische Flagge" ist eine der FFH-Arten, die auf dem Ebenberg heimisch ist

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Grausamer Tod in der Wespenfalle

Ertrinken oder Verbrennen - Grausamer Tod in der Wespenfalle

„Rentner-Wespen" gehen los auf Süßes * Infobroschüre

„Es ist stickig und warm, die Luft süßlich und verbraucht. Rundherum schwimmen Leichen und Körper in letzten verzweifelten Zuckungen. Es gibt keinen Ausweg, keine Rettung. Der qualvolle Tod durch Ertrinken ist die einzige Perspektive..." Stephen King? Hieronymus Bosch? Nein, alltägliche Realität in vielen Pfälzer Ausflugslokalen, in Gärten und Bäckereien. Könnten Insekten sich mitteilen, sie würden das Siechtum in Wespenfallen so beschreiben.

Neben den Behältnissen, die, mit süßem Saft oder Bier gefüllt, als Wespenfallen dienen, findet man in Bau- und Gartenmärkten auch spezielle Lampen, die Wespen anlocken und an denen die Tiere verbrennen. Viele Menschen nehmen lieber den stechenden Geruch von verbranntem Chitin und den Anblick der unzähligen Todeskämpfe in Kauf, als sich durch einige Verhaltensregeln mit den Wespen zu arrangieren.

"Neben den Wespen sterben in diesen Fallen auch zahlreiche andere, sogar besonders geschützte Insekten", beklagt Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz. „Bei allem Verständnis für Racheakte nach schmerzhaften Wespenstichen hat kein Lebewesen solch einen grausamen Tod verdient", findet die Naturschützerin, "schon gar nicht die Wespe, die doch an sich ein nützliches Insekt ist." Alle staatenbildenden Wespen jagen hauptsächlich andere Insekten. „Ein Hornissennest vertilgt in seiner Blütezeit täglich ein ganzes Pfund eiweißreiche Insektenkost, darunter manche Bremse, Mücke und Fliege", weiß Plum.

Aber wer kriecht den Kindern über den Eisbecher und nervt über der frisch geöffneten Flasche Radler? „Das sind vor allem die arbeitslos gewordenen Arbeiterinnen der Gemeinen und der Deutschen Wespe. Sie leben noch einige Wochen und sorgen für sich selbst. So lange Arbeiterinnen im Nest die Larven füttern, gehen sie auf die Jagd nach Fleisch", betont die Insektenfreundin. Man fange also in den Fallen nur die „Rentner-Wespen", die auf dem Kaffee-Tisch ihr Gnadenbrot suchten.

„Viel effektiver ist es, Süßspeisen abzudecken oder nur im Haus zu essen", rät Nathalie Plum. Ohne Allergie gegen Wespenstiche sei das Zusammenleben mit den gelbschwarzen Jägern problemlos möglich – ihr Stich ist zwar schmerzhaft, jedoch viel weniger giftig als beispielsweise der einer Honigbiene. „Allerdings sollte man nie hektisch nach den Tieren schlagen oder sich direkt vor ihren Nesteingang stellen. Dann fühlen sie sich bedroht und verteidigen sich."

Aktuell: Eine informative Broschüre über Wespen, Bienen und Hummeln mit vielen weiteren Verhaltenstipps gibt es beim NABU, Tel. 06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

Lästig: Die Wespenzeit

Im Sommer genießen viele Menschen gerne im Garten oder auf dem Balkon Kaffee und Kuchen, trinken im Schwimmbad ihre Limonade oder essen in der Stadt zur Abkühlung ein Eis. Da gesellen sich schnell unbeliebte Gäste hinzu: die Wespen. Schnell kann dabei ein Konflikt zwischen Mensch und Tier entstehen. Die Insekten sind an sich friedlich und lediglich auf der Suche nach Nahrhaftem – Früchte, Zuckerwasser oder Fleisch. Der Betroffene schlägt jedoch meist erschrocken nach den Wespen, wedelt sie weg oder springt auf und macht hektische Ausweichbewegungen. Dadurch provoziert er eine natürliche Abwehrreaktion des Insekts - es sticht zu.

Der Stich

Viele Horrorgeschichten über angebliche tödliche Attacken von Killerwespen haben sich hartnäckig in der Fantasie der Menschen festgesetzt, entsprechen aber nicht der Realität. Von alle Hautflüglern hat die Wespe den ungefährlichsten Stich, da er am wenigsten Gift enthält – Honigbienen sind da weitaus problematischer. In medizinischen Tests hat man herausgefunden, dass es hunderte Stiche von Wespen nötig wären um einen einzigen Menschen mit ihrem Gift zu töten. Da ein Wespenvolk aber nur meist nur 50 bis 100 Einzeltieren besteht, müssten sich für eine tödliche Attacke mehrere Wespennester zusammenschließen.

Wespennester nicht zerstören!

Das Versiegeln, Vergasen oder Abreißen von bewohnten Wespennestern macht das dort wohnende Wespenvolk nur wütend und provoziert Attacken. Wespen stehen außerdem unter Naturschutz und das Entfernen von Nestern ist verboten. Wespenfallen, in denen die Tiere in einer speziellen anlockenden Flüssigkeit ertrinken oder an einer Lampe „verbrutzeln", sind legal.

Wespenvölker überdauern immer nur ein Jahr. In den ersten kalten Herbstnächten gehen die Wespen ein. In dieser Zeit können Wespennester am Haus entfernt werden. Der Stelle, an der sich das Wespennest befand, sollte gut gesäubert werden. Ansonsten könnte es sein, dass sich im nächsten Jahr eine neue „Wespenkönigin" dort einfindet, um ihr Nest dort zu errichten. Falls sich das Nest unter Holzverschalung oder in Rollokästen befand, sollte das Einflugloch nach der Entfernung des Nests gut abgedichtet werden.

Verhaltenstipps zum stressfreien Umgang mit Wespen

Hastige Bewegungen und Schlagen nach den Wespen sollten vermieden werden; hier sollten die Erwachsenen mit gutem Beispiel voran gehen, damit die Kinder früh lernen, Ruhe zu bewahren. Süßspeisen und Zucker für den Kaffee sollten nur abgedeckt auf dem Gartentisch aufbewahrt werden, um den Tisch für Wespen erst gar nicht interessant zu machen. Limonade und Getränke sollten ebenfalls immer geschlossen hingestellt werden. Wenn sich eine Wespe in den Rachenraum verirrt, besteht beim Trinken die Gefahr eines Stiches in den Rachenraum. Ein solcher Stich könnte auf Grund der auftretenden Schwellung durchaus gefährlich werden.

Für Mensche, die unter einer Insektenstichallergie leiden, empfiehlt sich eine Hyposensibilisierung. Diese Therapie kann bis 5 zu Jahren dauern, je nach Stärke Ihrer Allergie. Dabei werden Ihnen kleinste Giftmengen verabreicht, um eine Gewöhnung an das Insektengift zu erreichen. Falls sich eine Wespe ins Haus verirrt kann sie leicht mit Hilfe eines Glases und einer Zeitung oder eines Bierdeckels wieder hinaus befördert werden. Einfach das Glas über das Tier stülpen, vorsichtig die Zeitung unter das Glas schieben und so den ungebetenen Gast hinausbefördern. Wespen werden vom süßlichen Geruch von Parfüm, Autan und von bunter Kleidung angezogen. Zu Wespennestern sollte ein Sicherheitsabstand von 2 bis 3 Metern eingehalten werden; die Einflugschneise der Wespen darf nicht blockiert werden. Dann fühlen diese sich auch nicht bedroht. Wenn Holzverschalungen regelmäßig gepflegt und mit umweltfreundlichen Lacken gestrichen werden, werden diese nicht von Wespen zu Nistmaterial verarbeitet und so Schäden an diesen Flächen verhindert. Obst sollte abgeerntet und aufgesammelt werden.

(Originaltext: Rheinpfalz 02.08.2006)

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Wo schlafen Störche?

Aktion Pfalzstorch und NABU bitten um Meldung

Zurzeit kann man in den Kreisen Germersheim und Südliche Weinstraße vielerorts am Abend Weißstörche beobachten, die sich, häufig in kleinen Gruppen, zum Schlafen niederlassen. Oft wählen sie dazu Strommasten.

In der Vergangenheit gab es bereits viele Anstrengungen seitens der Aktion Pfalzstorch, in Zusammenarbeit mit den Pfalzwerken die Masten so abzusichern, dass die Störche keinen qualvollen Stromtod erleiden. Diese Sicherungsmaßnahmen sollen gezielt an den Masten fortgeführt werden, auf denen sich die Störche bevorzugt niederlassen. Die Bevölkerung wird gebeten, die Schlafplätze der Störche an die NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628, e-mail NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de zu melden, mit möglichst genauer Ortsangabe und Datum.

Die Beobachtung der Störche aus gebührender Entfernung ist übrigens erlaubt, aber die Störche sollten auf keinen Fall an ihren Schlafplätzen beunruhigt werden, weil sie durch jedes Auffliegen zusätzlich gefährdet werden. Das Ablesen der Ringe, die Aufschluss über die Herkunft des Storchs geben,  erfordert  spezielles optisches Gerät und sollte den Fachleuten überlassen werden. Wer ein Spektiv besitzt und sich an den Ring-Ablesungen beteiligen möchte, wird von der NABU Regionalstelle gerne an die entsprechende Arbeitsgruppe der Aktion PfalzStorch weiter vermittelt.

Ab Mitte August machen sich die Störche übrigens wieder auf ihren langen Weg nach Afrika, so dass die Sicherungsarbeiten an den Strommasten begonnen werden können, ohne die Tiere zu stören.

Die "Aktion Pfalzstorch" wird unterstützt von den Pfalzwerken

(Originaltext, Landauer Stadtanzeiger 09.08.06)

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Göcklinger Brünneltreffen mit Naturerlebnis für Kinder

NABU Landau-Land sorgte wieder für zauberhaften Nachmittag am Kaiserbach

Es ist schon eine Tradition, das Brünneltreffen am „Brünnel im Wörth" am Göcklinger Kaiserbach. Der Naturerlebnisnachmittag, den der NABU Landau-Land in diesem Jahr zum 17. Mal veranstaltete, zog viele Kinder aus den umliegenden Ortschaften an. Bewaffnet mit Becherlupen und Käschern erforschten die Kinder die Umgebung des Brünnels Neben den vielen verschiedenen Heuschrecken, die auf der NABU-Wiese herumhopsten, sorgte vor allem ein großer Grasfrosch für Aufregung. Trotz des niedrigen Wasserstands konnten im Kaiserbach noch einige Jungfische gefangen werden. Diese wurden natürlich, nachdem sie gebührend bestaunt worden waren, wieder in die Freiheit entlassen. Einigen Kindern fiel es schwer, sich von den gefangenen Tieren – ihrem ganzen Stolz – zu trennen. Deshalb musste Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz erläutern: „Die Tiere wohnen am liebsten hier in ihrem Lebensraum und wollen nicht gerne umziehen."

Derweil hatte Gerhard Wisser, Vorstandsmitglied des NABU Landau-Land, abwechslungsreiche Spiele für die Kinder vorbereitet: Fühlbeutel, Naturmemory und ein Quiz. Gemeinsam mit Nathalie Plum und Hans Frech, dem Vorsitzenden der NABU-Gruppe, stellte er knifflige Fragen über Tiere und Pflanzen. Richtige Antworten wurden mit kleinen Präsenten wie Bestimmungsbüchern und Vogelstimmen-CDs belohnt.

Glücklicherweise hatte die Gemeinde im Vorfeld das Brünnel, das auch die Amphibienteiche speist, entkalken und damit wieder zum Laufen bringen können. Ohne das kühlende Wasser wäre das Treffen sicherlich nur halb so schön gewesen.

Gegen Abend fanden sich zunehmend mehr Erwachsene ein, die das Brünneltreffen als Gelegenheit für ein gemütliches Beisammensein nutzten und beim Aufgehen des Mondes die zauberhafte Stimmung auf der Wiese am „Brünnel" genossen.

(Originaltext, Landauer Stadtanzeiger 09.08.2006)

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Naturerlebnistag in Ottersheim

Naturerlebnistag Ottersheim: Lehrreicher Spaß für die ganze Familie

Das Interesse der Bevölkerung war groß, als am vergangenen Sonntag anlässlich der Ottersheimer Wässertage die Naturschutzverbände in der Scheune der Oldtimerfreunde einen Naturerlebnistag organisierten. Die Idee zu einem solchen gemeinsamen Event hatte der NVS (Naturschutzverband Südpfalz). Am abwechslungsreichen Programm beteiligten sich der Naturschutzbund (NABU), der Landschaftspflegeverband Südpfalz, Landesforsten und die Jugendpflege der Verbandsgemeinde Bellheim. Die Oldtimerfreunde stellten ihre erst kürzlich eingeweihte, sehr gut ausgestattete Oldtimerscheune - gleichzeitig ein Museum für alte Landmaschinen - zur Verfügung und sorgten professionell für das leibliche Wohl der Gäste.

Bereits früh morgens um 7 Uhr fanden sich 20 Teilnehmer für die Vogelstimmenwanderung ein, und bei der abendlichen Fledermausexkursion waren es noch einmal so viele. An Plakatwänden, einem Infostand sowie bei Vorträgen und Führungen durch Wald und Wiese konnten sich die Besucher über die Naturschutzprojekte der Verbände und des Forstes informieren und Flora und Fauna kennen lernen. Knapp 80 Leute konnten bei einer Führung zur Wiesenbewässerung über 50 Störche beobachten. Dabei kam neben anderen alten Wiesenbautechniken eine einzigartige Ottersheimer Erfindung, der Rinnenpflug, zum ersten Mal seit 50 Jahren wieder zum Einsatz. Die Kinder waren begeistert von den spannenden Aktionsprogrammen in den Wiesen und am Walderlebnispfad. Dauerbrenner während des ganzen Tages waren die verschiedenen Mitmach-Angebote: Bienenhölzer bohren, seine eigene Butter schütteln, Malen und Töpfern. Kaum ein Kind verließ das Fest ohne
eine Kette um den Hals, auf dem der eigene Namen auf einem Holzplättchen
eingraviert wurde.

Die Auswilderung von drei Turmfalken und einem Mäusebussard verfolgten über 200 Menschen. Ein weiterer Höhepunkt war das Wett-Mähen, bei dem Lokalpolitiker auf einer benachbarten Wiese gegeneinander antraten: aus Ottersheim der Beigeordnete Kreiner, aus Knittelsheim Bürgermeister Christmann, aus Bellheim Ortsbürgermeister Dr. Heinz mit dem Beigeordneten Witulski, aus Zeiskam die Ortsbeigeordnete Frau Schick und Herr Riemer. Bei Stockbrot am Lagerfeuer hatte der Tag einen gemütlichen Ausklang.

Alle Beteiligten waren mit der Resonanz auf das gemeinsame Fest sehr zufrieden und planen bereits eine Wiederholung im übernächsten Jahr.

(Originaltext, Rheinpfalz 01.06.2006)

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Bäume für Brautpaare

Landau-Mörzheim. Der NABU Landau hat am östlichen Ortseingang von Mörzheim eine Streuobstwiese, auf welcher cirka 20 hochstämmige, resistente Obstbäume gepflanzt werden können.

Für Brautpaare, die selbst kein Grundstück für die Pflanzung eines Baumes anlässlich ihres Hochzeitstermines haben, gibt der NABU Gelegenheit dazu.

Dazu müsste das Brautpaar Mitglied beim NABU werden. Es erhält vom NABU einen Obstbaum seiner Wahl.

Es wird ein Termin vereinbart für eine gemeinsame Pflanzaktion.

Bis der eigene Obstbaum Früchte trägt, gibt es vom NABU jedes Jahr eine Kiste Apfelsaft oder einen Korb mit Äpfeln. Ausserdem bietet der NABU einen kostelosen Schnittkirz für hochstämmige Obstbäume an. Am Obstbaum wird ein Schild befestigt, das den Namen des Brautpaares sowie dasDatum der Hochzeit ausweist. Sollte es dann auch Nachwuchs geben, kann ein weiterer Obstbaum gepflanzt werden.

(Angabe zum Verfasser: Der Artikel  "Bäume für Brautpaare" stammt aus dem Landauer Stadtanzeiger vom 20.07.06)

Infos unter 06341-31628 Ansprechpartner Herr Kern

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Eine Blütenhecke für die „Zaubernuss"

NABU Landau spendet Gehölze für Außengelände der Kindertagesstätte in Wollmesheim

Claudia Scheib, Leiterin der Kindertagesstätte „Zaubernuss" in Landau-Wollmesheim, fürchtete schon lange, dass mal ein Kind von der steilen Mauer am Rande des Außengeländes hinunter fällt. Deshalb beschloss sie, das von ihrer Vorgängerin angefangene Projekt zu einem glücklichen Ende zu bringen und für einen Schutz zu sorgen. „Aber keine Betonmauer und nach Möglichkeit auch kein Zaun", erklärte sie Werner Kern vom NABU Landau. Dieser spendierte prompt Gehölze, die in Form einer Hecke angepflanzt wurden. Forsythie, Jasmin, Deutzie, Blutjohannisbeere und Schmetterlingsflieder wurden ausgewählt, um sowohl fürs Auge als auch für die heimische Insektenwelt etwas Gutes zu tun.

Manuel Dünzl und Kathrin Neuhaus, Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) beim NABU, zeigten den Kindern, wie die kleinen Setzlinge fachgerecht in den Boden gebracht werden. Beim Gießen konnten die Kinder dann auch gleich helfen und sind nun gespannt, ob aus den kleinen Pflanzen auch mal eine große Hecke wird.

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Naturschutzjugend Bellheim erforscht die Wässerwiesen:

Heuschrecken, Regenwürmer und Störche

Am vergangenen Samstag konnte die Naturschutzjugend (NAJU) Bellheim bei ihrem monatlichen Treffen wieder faszinierende naturkundliche Beobachtungen machen. Treffpunkt waren die Holzwiesen zwischen Bellheim und Zeiskam, und zwar aus einem ganz besonderen Grund: Im westlichen Teil, auf Knittelsheimer Gemarkung, fanden an diesem Wochenende die Wässertage statt. Bekanntlich ziehen die nassen Wiesen immer wieder Weißstörche in großer Zahl an. Kaum war der Spiegelbach nach einer kleinen Wanderung überquert, entdeckten die Kinder auch schon die kleine Gruppe von vier Störchen, die dort im flachen Wasser nach Nahrung suchten. Nachdem sie die beeindruckenden Vögel lange genug mit dem Fernglas beobachtet hatten, machten sich die Kinder selbst auf die Suche nach dem, was in den Wiesen kreucht und fleucht und fanden prompt einen 20 cm langen Tauwurm, der vor dem Wasser flüchtete. Neben zahlreichen verschiedenen Arten von Heuschrecken fanden sie auch Prachtlibellen, Tagpfauenaugen und Rosenkäfer. „Insekten können doch richtig schön sein", resümiert Beate Gaab, die die Gruppe leitet und sich zum Ziel gesetzt hat, die Kinder wieder raus in die Landschaft zu bringen und dort für die artenreiche Natur in ihrer Umgebung zu sensibilisieren.

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Heuernte beim NABU in Göcklingen:

Das Heu muss weg für die Artenvielfalt

Eigentum verpflichtet: Alljährlich zur Heuernte stemmt die NABU-Gruppe Landau-Land einen regelrechten Kraftakt auf ihren Mähwiesen. Neben einer großen Obstwiese in der Nähe der Winzergenossenschaft besitzt die NABU-Gruppe in Göcklingen noch zwei Wiesen am „Brünnel im Wörth" entlang des Kaiserbachs, für den sie bei der Verbandsgemeinde außerdem eine Patenschaft übernommen hat. Durch die späte Mahd sind die naturbelassenen Wiesen im Landschaftsschutzgebiet entlang eines beliebten Wanderwegs besonders artenreich und schutzwürdig.

Gemäht ist schnell, und dort, wo das Heu mit modernen Maschinen gepresst werden kann, erledigt das eine Pferdebesitzerin aus dem Nachbarort. Zwischen den Bäumen allerdings und auf der Feuchtwiese am „Brünnel", deren raues Seggenheu keine Abnehmer findet, ist Handarbeit gefragt. „Dafür kreucht und fleucht hier einiges", so Löffler, der bei der Mahd eine Reihe blühender Weidenröschen und Sumpf-Ziest hat stehen lassen - eigens für die Bienen und Hummeln, für die eine gemähte Wiese zunächst eine Katastrophe darstellt. Würde man das Heu liegen lassen, würden die Wiesen immer nährstoffreicher, und viele seltene Pflanzen und mit ihnen die Insekten würden verschwinden.

Während der Grünspecht aus den hohen Bäumen am Kaiserbach lachte, schufteten Roland Metzger und Karl Löffler mit allen verfügbaren haupt- und ehrenamtlichen Kräften vom Naturschutzzentrum Hirtenhaus, um das Heu von der Fläche zu entfernen. Für das lose Heu von den Obstwiesen wird noch ein Abnehmer gesucht. Interessenten können Kontakt aufnehmen über die NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628.

(Originaltext, Landauer Stadtanzeiger 12.07.2006)

Zum Vormerken: An dem idyllischen Flecken „Brünnel im Wörth" bei Göcklingen bietet die NABU-Gruppe Landau-Land am kommenden Samstag, 15.7. ab 15 Uhr einen Naturerlebnisnachmittag für Kinder. Teilnahme gegen Spende. Anschließend gibt es für die Erwachsenen das traditionelle gemütliche Beisammensein mit Imbiss („Brünneltreffen").

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Malwettbewerb: Elwetritschen und Dinosaurier:

Kinder inspiriert durch „Baumtier" auf NABU-Obstwiese

Das seltsame Baumtier, das die Kinder beim diesjährigen Malwettbewerb des NABU Landau malen sollten, hat in der Natur bereits Federn gelassen. Die anhaltende Hitze hat das Efeu auf der gefällten Weide beim Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim schnell vertrocknen lassen. Die Bilder der Gewinner wirken hingegen frisch und sprühen vor Ideen: Sara Karkab und Lorna Rinck (beide 5. Klasse, ESG Landau) haben im Kunstunterricht fantasievolle Elwetritschen gestaltet, die dem Baumtier verblüffend ähneln. „Meine isst die Früchte, und die von Lorna isst nur die Kerne innendrin", erklärt Sara und hat damit das komplizierte Prinzip der ökologischen Nische genau erfasst. So können die beiden Elwetritschen-Arten nebeneinander leben, ohne sich gegenseitig die Nahrung streitig zu machen. Schwieriger wird es da mit dem Dinosaurier von Florian Schlösser (9 Jahre), denn auch der mag Obst. Er heißt Müsaurus rex und ist als modernes Wesen am Computer entstanden.

Die wissbegierigen Gewinner wählten als Preise allesamt Bücher über die Natur und freuen sich auf den Apfelsaft, den Werner Kern vom NABU Landau ihnen überreichte.

Das Foto zeigt drei Kinder und eine Erwachsene vor einem seltsam aussehenden Ast, auch Baummonster genannt. Die Kinder sind von links nach rechts: Florian Schlösser, Sara Karkab, Lorna, Rink und Fr. Nathalie Plum.

Foto: Florian Schlösser, Sara Karkab, Lorna Rinck, Nathalie Plum (NABU).

(Fotos: Werner Kern)

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Auf der Suche nach starkem Rückhalt

Start der NABU-Mitgliederwerbung im Kreis Germersheim 

Ausgerüstet mit Informationsmaterial und guten Argumenten sind junge Aktive des Naturschutzbund Deutschland (NABU) ab dieser Woche im Kreis Germersheim unterwegs und sprechen in den Haushalten vor. In den nächsten Tagen wollen die Studenten, die in Dienstkleidung und mit Ausweis des NABU ausgestattet sind, zunächst in Rülzheim und Jockgrim, dann in Bellheim und Lingenfeld, dann im Rest des Kreisgebiets und schließlich in Speyer so viele Unterstützer wie möglich für den NABU gewinnen. In Landau und im Kreis Südliche Weinstraße wurden bereits über 1000 neue Mitglieder geworben, so dass Ende Mai bereits das 4000. NABU-Mitglied in der Südpfalz, eine junge Familie aus Landau, mit Präsenten geehrt werden konnte.

Seit über 30 Jahren engagiert sich der NABU für den Naturschutz in der Südpfalz und hat dabei erstaunliche Erfolge aufzuweisen.

Die aktiven Gruppen im Kreisgebiet, der NABU Bellheim und der NABU Lingenfeld, engagieren sich vielfältig im Arten- und Biotopschutz und beteiligen sich an der Aktion Pfalzstorch und am Queichwiesenprojekt. Vor allem die zum Teil sehr intensiv genutze Ackerlandschaft im Gebiet wäre ohne die Pflanz- und Pflegeaktionen des NABU sehr viel ärmer an Bäumen, Gehölzen, Obstwiesen und Feuchtbiotopen. Auch für die Errichtung von Amphibien-Schutzzäunen an stark befahrenen Straßen wie in Schwegenheim und bei Knittelsheim macht sich der NABU stark. Nistkastenprojekte für Schwalben, Steinkäuze und Singvögel leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt seltener Vogelarten.

"Für laufende und neue Projekte braucht der NABU mehr finanzielle Unterstützer und aktive Mitstreiter“, so Nathalie Plum, Leiterin der NABU-Regionalstelle Südpfalz. "Für uns ist es wichtig, sowohl Flora und Fauna zu schützen, als auch die Bewohner der Südpfalz durch naturkundliche Exkursionen mit den Naturschönheiten in ihrer Umgebung vertraut zu machen.“ Den Kindern im NABU bietet der NABU die Naturerlebnisschule, Zeltlager und zahlreiche Aktionen im Rahmen des Ferienpass. Daneben gibt es auch feste Kinder- und Jugendgruppen, die beim NABU durchs Jahr hindurch die Natur in ihrer Umgebung kennenlernen, darunter die NAJU Westheim und die NAJU Bellheim.

Neue Mitglieder werden zudem durch die regelmäßig erscheinende NABU-Zeitschrift „Naturschutz heute“ über aktuelle Projekte des NABU im In- und Ausland informiert.

„Mehr Mitglieder sind das Ziel, kein Einsammeln von Barspenden“, betont Nathalie Plum. „Wir erhoffen eine dauerhafte Unterstützung des Verbandes, denn nur eine breite Basis kann erfolgreich zum Schutz der Lebensräume von Tieren und Pflanzen beitragen".

Für Rückfragen: NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628

 

Foto: Janosch Herzig, Nathalie Plum, Sebastian Forstner, Stefan Fleske, Sebastian Seelmann.

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Großer Bahnhof für kleine Eulen:

Landauer Biologie-Studierende bei den Mörzheimer Schleiereulen

In der evangelischen Kirche in Mörzheim hat der Vorsitzende des NABU Landau, Werner Kern, mit dem Einverständnis von Pfarrer Traugott Oerther bereits vor Jahren einen Eulen-Nistkasten installiert. Der Holzbehälter bietet den bestandsgefährdeten Schleiereulen dauerhaft einen sicheren, trockenen, pflegeleichten Brutplatz und verhindert zugleich, dass z. B. Tauben den Glockenturm und das Dachgestühl innen verschmutzen, ja vielleicht sogar Krankheitserreger ausstreuen.

Bei der Kontrolle am 13. Juni 2006 beherbergte der Kasten vier junge Schleiereulen und jede Menge Gewölle mit den Knochenresten ihrer Beutetiere. Die seltene Gelegenheit, der Beringung der Jungen beizuwohnen, wollten sich Biologiestudenten der Universität in Landau nicht entgehen lassen. Glücklicherweise stimmt es nicht, dass Vögel ihre Kinder im Stich lassen, wenn Menschen sie angefasst haben - sonst wären ja beispielsweise die Pfalzstörche, die ja alle beringt werden, schon längst wieder ausgestorben. So konnten die Jungen ohne Sorge vor Verlusten vorübergehend dem Brutkasten entnommen, gebührend bewundert, angefasst und eingehend betrachtet werden. Dr. Manfred Niehuis von der Universität Koblenz-Landau markierte die Tiere mit JC-Ringen der Vogelwarte Radolfzell.

„Vier Junge sind nicht eben viel", meinte der Dozent und schloss darauf, dass das Mäuseangebot offenbar unterdurchschnittlich sei. „In besseren Mäusejahren kann man mit sechs bis acht, ausnahmsweise sogar mit noch mehr Jungvögeln je Elternpaar rechnen", so Niehuis weiter. Die Beringung sei ein international gebräuchliches und anerkanntes Instrument der Vogelforschung und liefere vielfache Erkenntnisse über das Leben und Sterben dieser Tiere, so über ihre Standorttreue, über Partnerbindung, Ortsbewegungen, aber auch über ihre durchschnittliche und ihre maximale Lebenserwartung, Todesursachen etc. Zwar seien Schleiereulen keine Zugvögel im klassischen Sinne, aber nestjung beringte rheinland-pfälzische Tiere seien insbesondere nach sehr erfolgreichen Brutjahren in größerer Entfernung, so in Süd- und Norddeutschland und in Südfrankreich gefunden worden. Manche Tiere wurden mehrfach kontrolliert, und das manchmal an weit auseinander liegenden Orten. In diesem Jahr erst wurden von Dr. Niehuis beringte Schleiereulen in Frankenthal und sogar in Groningen in den Niederlanden wieder gefunden. „Die Chancen, dass eines der vier Jungtiere aus der Mörzheimer Kirche wiedergefunden wird, stehen fast beängstigend gut, da viel zu viele dem Straßenverkehr zum Opfer fallen", so Niehuis. Die enorme Fülle der Wiederfunde nach einem Rekord-Brutjahr habe vor einigen Jahren die Vogelwarte Radolfzell fast ‚lahmgelegt’ und sei Anlass gewesen, die Schleiereulenberingung deutlich einzuschränken und die Beringungsaktivitäten auf andere Vogelarten zu lenken.

Während Werner Kern die Jungvögel wieder hoch im Turm im Eulenkasten verstaute, ergab ein Blick in die Gewölle, dass die Hauptnahrung erwartungsgemäß ganz überwiegend aus Wühlmäusen, Waldmäusen und verschiedenen Spitzmaus-Arten besteht. Vielleicht wird die Teilnahme an der Aktion später mal den künftigen Lehrerinnen und Lehrern Anregung sein, am Dienstort nach den Schleiereulen zu sehen und etwas für ihren Schutz oder ihre Ansiedlung zu unternehmen, aber auch gefundene Ringvögel den Vogelwarten zu melden.

Info: Über den Bezug oder den Eigenbau von Schleiereulenkästen und anderen Nisthilfen informiert man sich in der NABU Regionalstelle Südpfalz im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim (Tel. 06341/31628).

(Originaltext, Rheinpfalz 26.06.06)

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Handys für die Havel:

NABU sammelt ausgediente Mobiltelefone

– Vodafone spendet für Naturschutzprojekt

Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Handys für die Havel" erhält der NABU für jedes gesammelte Mobiltelefon 5 Euro von seinem Kooperationspartner Vodafone. Das Geld fließt direkt in das NABU-Renaturierungsprojekt an der Unteren Havel. Gemeinsam mit den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt will der NABU weite Gebiete in dem größten zusammenhängenden Feuchtgebiet Mitteleuropas wieder naturnah gestalten. Dabei sollen Altarme angeschlossen, Ufersäume umgestaltet und Fischwanderhilfen gebaut werden. Lebensräume für Eisvogel und Fischotter werden geschaffen und optimiert.

„Viele Besitzer eines neuen Handys wissen gar nicht, dass sie ihr Altgerät recyceln lassen können. Anstatt es wegzuwerfen oder in der Schublade verstauben zu lassen, können sie nun ihr altes Handy bei einer NABU-Gruppe abgeben, schonen damit die Umwelt und unterstützen damit zugleich unsere Arbeit", so Joachim Zürker, Vorsitzender der NABU-Gruppe in der Verbandsgemeinde Bellheim.

Nach offiziellen Schätzungen befinden sich ca. 40-50 Millionen alte oder defekte Handys in deutschen Haushalten, die bei nicht sachgerechter Entsorgung die Umwelt gefährden können. Hauptanliegen beider Kooperationspartner ist, die Gesellschaft für das Recycling im Bereich der Elektrotechnologie zu sensibilisieren und möglichst viele dazu zu bewegen, ihr Handy umweltgerecht zu entsorgen.

Ab sofort können ausgediente Handys bei folgenden Sammelstellen im Kreis Germersheim sowie bei NABU–Veranstaltungen wie z.B. Exkursionen abgegeben werden.

(Originaltext, LD Wochenblatt 07.06.2006)

Handy-Sammelstellen im Kreis Germersheim:

Bellheim: Frisör Busch, Hintere Strasse 15 und bei

Brillen Kuntz Rülzheimer Strasse 4

Knittelsheim: Bäckerei Busch, Hauptstrasse 18

Ottersheim: Walter Frey, Waldstrasse 47; Handys können hier auch in den

Briefkasten gelegt werden.

Zeiskam: „Briefkaschdeteam" bei Peter Mees , Ecke Mittelgasse /

Friedhofstrasse

Westheim: Familie Schmitt-Osterhorn, Bahnhofstr. 38

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NABU-Ausflug zum Donnersberg

aus terminlichen Gründen verschoben

Die NABU Regionalstelle Südpfalz bietet für alle Mitglieder und Interessierten am Samstag, den 9. September 2006 von 9 bis 18 Uhr einen Ausflug zum Donnersberg an. Es wird eine Führung durch den NABU- Keltengarten in Steinbach (Kosten: 3 Euro pro Person) und eine naturkundliche Wanderung auf dem Donnersberg geben. Familien mit Kindern sind herzlich willkommen. Für die Anfahrt werden Fahrgemeinschaften organisiert. Anmeldung bis zum 7. Juli unter Tel. 06341/31628 oder NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

Lehmhaus im NABU-Keltengarten in Steinbach am Donnersberg

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Helfer-Woche: Schülerinnen der IGS Kandel bauen Immenwand und Kräuterschnecke beim NABU

Saskia Groß, Melanie Moreau und Annika Roy von der IGS Kandel, alle drei 11 Jahre alt, haben im Rahmen des „Projekts Helfen“ ihrer Schule beim NABU Landau praktischen Naturschutz betrieben. Zuerst bauten sie auf der Streuobstwiese am Brühlgraben bei Landau-Mörzheim eine Immenwand. Dies ist eine Wand, die aus Weidenzweigen geflochten und anschließend mit Lehm verputzt wird. Sie dient als „Hotel“ für Wildbienen, die sich ihre „Einzelzimmer“ in den Lehm hinein bohren. Außerdem legten die fleißigen Helferinnen eine Kräuterschnecke an und bepflanzten sie mit Zitronenmelisse, Salbei, Sauerampfer, Frauenmantel, Fingerhut und Lavendel.

Angeleitet wurden sie dabei von Manuel Dünzl, der im Naturschutzzentrum Hirtenhaus sein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolviert, sowie von Werner Kern, dem Vorsitzenden des NABU Landau.

Obwohl die Arbeit, vor allem mit dem Lehm, teilweise „hart und schmutzig“ war, haben die drei Freundinnen großen Spaß bei der Arbeit gehabt. Sie wollen im nächsten Jahr wieder kommen um zu schauen, ob sich schon Wildbienen in der Wand angesiedelt haben.

 

Foto 1: v.l.n.r. Melanie, Saskia und Annika vor der fertigen Immenwand

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Jobs fürs Ehrenamt – der NABU sucht engagierte Mitarbeiter für spannende Projekte

Mit über 4000 Mitgliedern ist der NABU inzwischen der größte Naturschutzverband in der Südpfalz. In den letzten Monaten haben immer mehr Menschen festgestellt, wie viel Spaß die Naturschutzarbeit beim NABU macht – heute engagieren sich rund 150 Ehrenamtliche jeden Alters in ihrer Freizeit für die Natur und schätzen dabei nicht nur die „Ehre“, die einem das einbringt, sondern vor allem den persönlichen Gewinn.

Speziell für Menschen, die sich mit einem überschaubaren und vor allem fest planbaren Zeitaufwand für die Natur engagieren wollen, gibt es nun beim NABU die „Jobbörse für Ehrenamtliche“. Diese gibt einen Überblick über die kleineren Aufgaben, die in einem Naturschutzverband zu bewältigen sind – und die durchaus nicht immer naturkundliche Vorkenntnisse erfordern. Gerade mit naturkundlichen Fachleuten sind die NABU-Gruppen im Allgemeinen gut besetzt. Was zuweilen fehlt, sind Menschen, die sich mit Pressearbeit, Kassenführung, juristischen Fragen, Sponsoring, Vermarktung, Homepagegestaltung und -programmierung auskennen. Handwerklich Begabte können beispielsweise beim Bau von Nistkästen, Trockenmauern und Lebenstürmen eine Aufgabe finden. Wer mit Kettensäge, Freischneider oder Astschere umgehen kann, einen Obstbaum fachgerecht schneiden oder pflanzen kann, ist beim NABU stets gern gesehen. Aber auch einfache fleißige Hände aus jeder Altersgruppe werden immer gebraucht, und zwar bei den Biotoppflegeeinsätzen, die  - bis auf die Heuernte und die Apfelernte -  meist im Winterhalbjahr statt finden. Wer sich in den email-Verteiler oder die Telefonliste der NABU Regionalstelle Südpfalz aufnehmen lässt, wird stets über die aktuell geplanten Einsätze informiert.

Umweltbildung wird beim NABU in der Südpfalz groß geschrieben. Bei zahlreichen Veranstaltungen werden Kinder und Jugendliche für die Natur begeistert. Zur Durchführung dieser Veranstaltungen sucht der NABU immer wieder Menschen mit pädagogischer Vorbildung. Wer nicht gleich eine eigene Kindergruppe (Naturschutzjugend NAJU) in seinem Dorf betreuen will, kann einfach mal einen halben Tag lang bei einem Ferienprogramm des NABU mithelfen und so gleich sein eigenes naturkundliches Wissen erweitern.

Immer wieder werden verletzte Vögel, meist Verkehrsopfer, im Hirtenhaus abgegeben. Die Pflege- und Ausgewöhnungsstation des NABU in Haßloch kümmert sich um diese Tiere, insbesondere  um Greifvögel und Eulen. Zum Transport dieser Vögel werden noch motorisierte Menschen als "Bereitschaftsdienst" gesucht.

Damit neu Hinzugekommene leichter in die neue Aufgabe hinein finden, leistet Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz nach Wunsch Hilfestellung, von der Herstellung des Kontakts zum richtigen Ansprechpartner bis zur Schulung in den Fertigkeiten, die man für das jeweilige Ehrenamt benötigt.

Weitere aktuelle Aufgaben veröffentlicht der NABU regelmäßig auf seiner Internetseite: www.NABU-Suedpfalz.de/jobs.

(Originaltext, Rheinpfalz 19.06.2006)

Bei Interesse an einem Job oder bei Fragen freut sich Nathalie Plum über Ihren Anruf oder Ihre E-Mail: 06341/31628; NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de.

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Traumergebnis: starker Rückhalt für den Naturschutz

NABU ehrt 4000. Mitglied mit reichen Geschenken

Bei der Mitglieder- und Fördererwerbung des NABU sind bereits große Erfolge zu verzeichnen: In diesen Tagen warben Studenten, die für den NABU in Südpfalz unterwegs sind, das 4000. Mitglied für den Verband in der Region. Innerhalb von zwei Wochen konnten die jungen NABU-Aktiven, die an jeder Haustür klingeln, über 400 neue Mitglieder werben und verschaffen dem größten Naturschutzverein des Landes so einen immer stärkeren Rückhalt in der Bevölkerung. Das Gebiet, in dem der NABU in diesem Jahr wirbt, umfasst die Vorder- und Südpfalz zwischen Annweiler und Speyer sowie zwischen Neustadt und der französischen Grenze.

Bei der Werbeaktion habe es sich nicht um ein lästiges Klinkenputzen gehandelt, fassen die NABU-Aktiven um Mahi Klosterhalfen zusammen. „Viele Bürger kannten den Naturschutzbund schon von seinen zahlreichen Exkursionen, Kinderprogrammen und Berichten über die praktische Naturschutzarbeit in der Presse“, so Klosterhalfen. „Man nahm sich Zeit für uns und ludt uns gelegentlich sogar auf einen Schluck zu Trinken ein.“

Als Dankeschön für seine Unterschrift erhielt Christian Jochen aus Landau einen reich gefüllten „Präsentkorb“ und freut sich besonders über den NABU-Wein, einen Bio-Regent aus Mörzheimer Lagen sowie das berühmte „Hirtenwässerle“. Seine Lebensgefährtin Maike liebäugelt mehr mit den Samen von schön blühenden Wildpflanzen für den Garten (Ackerschwarzkümmel, Nachtkerze, Ackerbreitsame, Rittersporn). Der kleine Bastian freut sich mehr auf den Apfelsaft von den Streuobstwiesen des NABU Landau sowie über das Vogelbestimmungsbuch. Vom Nistkasten für den Kleiber, den Vogel des Jahres 2006, wird sicherlich die ganze Familie etwas haben, wenn er erst einmal bewohnt ist.

Zum Vormerken: Am Pfingstsonntag, 04.06. veranstaltet der NABU ein großes Fest,  zu dem alle Mitglieder und Interessierten in der Südpfalz herzlich eingeladen sind. Ort: Eschbach auf der Dorfwiese und im Hof Weinstr. 15. Neben einem kalten Büffet und einer Gulaschsuppe gibt es ab 12 Uhr ein buntes Programm rund um das Thema Schafe. Neue Mitglieder sind herzlich eingeladen, mit zu feiern.

Für Rückfragen: NABU Regionalstelle Südpfalz, Dr. Nathalie Plum, Tel. 06341/31628

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Auf der Suche nach starkem Rückhalt

Start der NABU-Mitgliederwerbung in der Südpfalz 

Ausgerüstet mit Informationsmaterial und guten Argumenten sind junge Aktive des Naturschutzbund Deutschland (NABU) in der Südpfalz unterwegs und sprechen in den Haushalten vor. In den nächsten Tagen wollen die Studenten, die in Dienstkleidung und mit Ausweis des NABU ausgestattet sind, zunächst in Landau, dann in Annweiler, Edenkoben und Maikammer so viele neue Mitglieder für den NABU in der Südpfalz gewinnen.

Seit über 30 Jahren engagiert sich der NABU für den Naturschutz in der Südpfalz und hat dabei erstaunliche Erfolge aufzuweisen. Im Wasgau und am Haardtrand wurden viele Streuobstwiesen erhalten oder neu angelegt. Vor allem die Weinberglandschaft um Landau wäre ohne die Pflanz- und Pflegeaktionen des NABU sehr viel ärmer an Bäumen, Gehölzen, Obstwiesen und Feuchtbiotopen. Auch für die Errichtung von Amphibien-Schutzzäunen wie in diesem Jahr in Landau, in Gräfenhausen, in Frankweiler und an der Kaiserbacher Mühle macht sich der NABU stark. Nistkastenprojekte für Schwalben, Steinkäuze und Singvögel leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt seltener Vogelarten.

"Für laufende und neue Projekte braucht der NABU mehr finanzielle Unterstützer und aktive Mitstreiter“, so Nathalie Plum, Leiterin der NABU-Regionalstelle Südpfalz. "Für uns ist es wichtig, sowohl Flora und Fauna zu schützen, als auch die Bewohner der Südpfalz durch naturkundliche Exkursionen mit den Naturschönheiten in ihrer Umgebung vertraut zu machen. Den Kindern im NABU bieten wir die NABU-Naturerlebnisschule, ein jährliches Zeltlager und zahlreiche Aktionen im Rahmen des Ferienpass. Daneben gibt es auch feste Kinder- und Jugendgruppen, die beim NABU durchs Jahr hindurch die Natur in ihrer Umgebung kennenlernen.“

Neue Mitglieder werden zudem durch die regelmäßig erscheinende NABU-Zeitschrift „Naturschutz heute“ über aktuelle Projekte des NABU im In- und Ausland informiert.

„Mehr Mitglieder sind das Ziel, kein Einsammeln von Barspenden“, betont Nathalie Plum. „Wir erhoffen eine dauerhafte Unterstützung des Verbandes, denn nur eine breite Basis kann erfolgreich zum Schutz der Lebensräume von Tieren und Pflanzen beitragen".

Für Rückfragen: NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628

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Sozialer Wohnungsbau für Mehlschwalben:

NABU errichtet Schwalbenhaus in Mörzheim

Mörzheim war schon immer ein „schwalbenfreundliches Dorf“, doch nun ist eine Attraktion für die beliebten Vögel hinzugekommen: Die NABU-Gruppe Landau hat in der Spelzengasse ein ganzes Schwalbenhaus gebaut. Auf einem 4,50 Meter hohen Stahlmast thront ein Dach mit 12 Kunstnestern für Mehlschwalben. Unmittelbar vor dem Mast befindet sich in der ungeteerten Straße eine Pfütze, in der diese Woche bereits ein reger Betrieb herrschte. Die frisch eingetroffenen Mehlschwalben holen sich hier Lehm als Nistmaterial.

Werner Kern, 1. Vorsitzender des NABU Landau, baute das Haus mit Vorstandsmitglied Klaus Pittner zusammen. Bei der feierlichen Errichtung des Hauses auf einem frischen Betonfundament in der Mörzheimer Spelzengasse waren der gesamte Vorstand sowie Zivildienstleistender Manuel Dünzl (Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres) behilflich. Nachbar Günther Geißert half mit einem Gabelstapler aus seinem Weingut aus. Ihnen allen gilt der herzliche Dank von Werner Kern, der seinen Traum vom Schwalbenhaus im Heimatdorf endlich verwirklicht hat. „Jetzt hoffen wir nur noch auf baldigen Bezug des Hauses“, so Kern.

„Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber sie bringt Glück!“

 

Klaus Pittner beim Bau des Schwalbenhauses (Foto: Werner Kern)

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Die Welt steht Kopf:

Kleiber ist Vogel des Jahres 2006 

Der Kleiber, vom Naturschutzbund NABU zum Vogel des Jahres 2006 gekürt, beherrscht als einziger Vogel Europas die Fähigkeit, kopfüber die Bäume hinunterzuklettern. So kann er sehr gut Insekten erbeuten, die hinter nach oben abstehender Rinde versteckt sind und wird deshalb auch „Spechtmeise“ genannt. Mit den Spechten verwandt ist der Kleiber zwar nicht, doch er nutzt gerne ihre alten Höhlen, sogar bis in 30 Metern Höhe. Dabei gibt er sich allerdings selten mit der vorgefundenen Mietsache zufrieden. Er sorgt für kleibergerechten Innenausbau, hauptsächlich mit Rindenstückchen, und Abdichtung der Höhle. Vor allem aber passt er den Höhleneingang exakt seiner Größe an: 29 bis 32 Millimeter Durchmesser hat das ideale Kleiber-Einflugloch. Dazu klebt („kleibert“) er feuchten Lehm um das Loch, so dass andere größere Tiere nicht hindurchpassen und nur er dort einschlüpfen kann. 

In Rheinland-Pfalz ist der Kleiber weit verbreitet, denn 42% der Fläche im Land sind mit Wald bestanden, und den liebt der Kleiber als Lebensraum. Man trifft ihn allerdings auch in Parkanlagen, Baumalleen, Streuobstwiesen und Gärten – vorausgesetzt, es gibt ältere Bäume mit grober, borkiger Rinde, am besten Eichen. Es nistet aber auch in Birken und Buchen.

Nistkästen für den Kleiber (15 Euro) und die Farbbroschüre zum Vogel des Jahres 2006 (Din  A5, 28 Seiten, 1,50 Euro) sind in der NABU Regionalstelle Südpfalz vorrätig. Tel. 06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de.

Im Internet unter www.NABU.de oder www.Vogel-des-Jahres.de. Aktuell: die WebCam zeigt Bilder aus dem Kleibernest: Die Jungvögel sind geschlüpft!

Terminhinweis: Auf den Spuren des Kleibers - Exkursion zum Vogel des Jahres am Samstag, 13.5. ab 18 Uhr in Zeiskam, Treffpunkt Einfahrt Reitstadion. Referent: Klaus Weiß, NABU Bellheim. Für Rückfragen: Tel. 06347/1031

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Deutschland sucht den Gartenvogel

Der NABU veranstaltet die Stunde der Gartenvögel mitmachen lohnt sich 

Die “Stunde der Gartenvögel” schlägt am Wochenende des 06. bis 07. Mai: Der Naturschutzbund NABU ruft die Menschen aus ganz Deutschland auf, alle Vögel zu notieren, die sie innerhalb einer beliebigen Stunde beim Blick in den Garten, in den Park oder vom Balkon aus beobachten. Gesucht werden Amsel, Blaumeise, Buchfink, Elster, Grünfink, Hausrotschwanz, Haussperling, Kohlmeise, Mauersegler, Mehlschwalbe, Star und Rotkehlchen – und natürlich alle anderen Vögel, die sich im Umfeld der Menschen aufhalten. “Wir erhalten so Erkenntnisse über den Bestand und die Verbreitung der einzelnen Vogelarten”, sagt Nathalie Plum, Leiterin der NABU-Regionalstelle Südpfalz in Landau-Mörzheim.  "Je mehr Menschen daran teilnehmen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse.” Unter den Teilnehmern verlost der NABU Preise im Wert von mehreren tausend Euro, darunter Reisen zum Nordkap und zu den Lofoten.

Schirmherr der Aktion ist in diesem Jahr Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, der im März erst zu Besuch war beim NABU Landau-Land, wo er den Landschaftsweiher „Göcklinger Tongrube“ bewunderte, für den die NABU-Gruppe eine Patenschaft übernommen hat. Als Geschenk nahm er damals neben einigen Flaschen Bio-Wein des NABU Landau auch einen Nistkasten mit in seine Heimatstadt Goslar. „Wir hoffen, dass Herr Gabriel an diesem Wochenende eine Kohlmeise oder gar einen Kleiber, den Vogel des Jahres, in seinem Kasten beim Brutgeschäft beobachten kann“, hofft Nathalie Plum.

Die mit Farbfotos der gesuchten Vogelarten ansprechend gestalteten Meldebögen liegen bereits in vielen Geschäften und Banken in der Südpfalz aus und können in der NABU Regionalstelle abgeholt werden (06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de). Wer online mitmachen will, findet den Meldebogen unter www.stunde-der-gartenvoegel.de.

Wer noch keine Erfahrung beim Vogelbestimmen hat, kann unter fachkundiger Anleitung um die Wette beobachten. Auch die Ergebnisse aus den Exkursionen werden eingesandt und ausgewertet. 

Vogelkundliche Exkursionen am Gartenvogel-Sonntag:

So 07.05. 7 Uhr Vogelstimmenwanderung durch das Naturschutzgebiet bei Gleisweiler. Treffpunkt: Aquariusbrunnen an der Kirche. Referent: Franz Grimm (NABU Edenkoben/Maikammer), Tel. 06345/919347 

So 07.05. 7 Uhr Vogelstimmenwanderung rund um Ilbesheim. Treffpunkt: Schule in Ilbesheim. Referent: Heinz Wissing (NABU Landau-Land), Tel. 06341/30417

So, 07.05. 7 Uhr Vogelstimmenwanderung beim Vogelschutzverein in Rülzheim. Treffpunkt: bei den Vereinshäuschen Nähe Moby Dick-Schwimmbad. Dauer: 2,5 Stunden. Nach der Wanderung gibt es die Möglichkeit, ein Frühstück einzunehmen. Referent: Klaus Weiß (NABU Bellheim), Tel. Tel. 06347/1031

So 07.05. 18 Uhr "Stunde der Gartenvögel". Vögel in der Siedlung können entdeckt, beobachtet und gezählt werden; es gibt Preise zu gewinnen. Treffpunkt: an der Martin-Geiger-Grundschule in Neustadt-Hambach. Referenten: Martin Grund, Nathalie Plum (NABU Regionalstelle Südpfalz)

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Restbestände Erlebter Frühling zu vergeben

26. April 2006

Die NABU-Regionalstelle Südpfalz in Landau-Mörzheim hat noch Restbestände der Faltblätter zur Kampagne "Erlebter Frühling" abzugeben. Die kindgerecht aufbereiteten Faltblätter der Naturschutzjugend (NAJU) stellen in diesem Jahr den Lebensraum Bach und die vier Frühlingsboten Kleiber, Wasserspitzmaus, Schwarzerle und Eintagsfliege vor. Die Handreichung für Lehrer, Eltern und Pädagogen gibt Tipps zu Aktionen und zur Unterrichtsgestaltung rund um die Frühlingsboten. Das Material kann bestellt oder abgeholt werden im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstr. 21 in 76829 Landau-Mörzheim, Tel. 06341/31628, e-mail hirtenhaus@web.de

Die diesjährigen Frühlingsboten Kleiber, Schwarzerle, Wasserspitzmaus und Eintagsfliege. (Foto: NAJU)

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Spaziergang in den Wässerwiesen 

27. April 2006

Ausgerüstet mit Gummistiefeln machten sich am vergangenen Sonntag Matthias Brock (NABU Bellheim) und 11 Teilnehmer auf den Weg in die Sandwiesen bei Bellheim, um mehr über die dort angewandte Wässertechnik und ihre Bedeutung für den Naturschutz zu erfahren.

Die Wiesenwässerung stammt aus dem 15. Jahrhundert, als die Landwirte das Wasser der Queich und anderer Bäche nutzten, um den Ertrag der Wiesen auf den leicht austrocknenden Sandböden zu steigern. Im Rahmen des Queichwiesenprojekts des Landschaftspflegeverbands Südpfalz und der Verbandsgemeinde Bellheim wird diese alte Technik seit letztem Jahr wieder eingesetzt. Die NABU-Gruppe Bellheim unterstützt das Projekt durch die Freilegung einzelner Gräben und Rohre. Die Auswirkungen auf Flora und Fauna der Wiesen wird von Wissenschaftlern und NABU-Aktiven beobachtet.

Am Rande der Exkursion konnte so manche Naturbeobachtung gemacht werden: ein Reh, ein Feldhase, ein Mäusebussard und ein rüttelnder Falke sowie gleich vier Störche. Offensichtlich zieht die Wässertechnik diese bei den Menschen so beliebten Nahrungsgäste tatsächlich in die Holzwiesen.

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Eine starke Bilanz in SÜW: über 4000 Erdkröten sicher zu den Laichgewässern gebracht 

29. April 2006

Die diesjährige Krötenwanderung im Landkreis Südliche Weinstraße ist beendet. Dank des ehrenamtlichen Engagements von NABU-Mitgliedern und der guten Zusammenarbeit mit der unteren Landespflegebehörde bei der Kreisverwaltung in Landau konnten Amphibienschutzzäune angeschafft und errichtet werden. Unter Mithilfe der Umweltabteilung der Verbandsgemeinde Landau-Land sowie den Straßenmeistereien Godramstein und Annweiler wurden die Standorte der NABU-Amphibienschutzzäune an den Straßen zwischen Frankweiler und Albersweiler, beim Geilweiler Hof, bei Göcklingen auf Höhe der Kaiserbacher Mühle und in Kirrweiler festgelegt. Ein weiterer Zaun wurde von der unteren Landespflegebehörde bei Gräfenhausen aufgebaut. Die Schutzzäune wurden über einen Zeitraum von mehreren Wochen in den Abendstunden von NABU Aktiven und weiteren ehrenamtlichen Helfern vor Ort kontrolliert und es konnten mehr als 4.000 Kröten sicher zu ihrem Laichgewässer gebracht werden, wie Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz berichtet. Als sehr positiv wertet der NABU auch, dass Grasfrösche und Molche an den Krötenzäunen entdeckt und sicher zum Laichgewässer gebracht wurden. Bei Gräfenhausen wurde erstmals sehr erfolgreich vom NABU auch ein Schutzzaun für die sichere Rückwanderung der Kröten vom Laichgewässer an der Straße errichtet. Die Krötenzäune sind nun wieder abgebaut und werden im kommenden Jahr an gleicher Stelle errichtet. 

Bilanz der Amphibienwanderung in SÜW im Frühling 2006:

Göcklingen               400  Erdkröten, 50 Frösche

Siebeldingen              93  Erdkröten, 1 Frosch

Albersweiler           1032  Erdkröten                     

Gräfenhausen ca. 2000  Erdkröten

Kirrweiler                 mehrere hundert  Erdkröten, dort wurde erst nach dem Hauptansturm der Zaun modifiziert und die Tiere gezählt.

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Über 2000 Amphibien gerettet: NABU aktiv am Mehlsee bei Schwegenheim

29. April 2006

Ein „Brennpunkt“ der alljährlichen Amphibienwanderung ist die L 538 zwischen Schwegenheim und Gommersheim. Ohne einen schützenden Zaun werden dort die meisten der Tiere überfahren bei ihrem Versuch, ihr Laichgewässer, den Mehlsee zu erreichen. In Absprache mit der NABU-Gruppe in der Verbandsgemeinde Lingenfeld stellte der Landesbetrieb Straßen und Verkehr (LSV) auch in diesem Jahr wieder 850 Meter Amphibienschutzzaun – je gut 400 Meter auf beiden Seiten der Straße. Jeden Morgen und Abend kontrollierten ehrenamtliche Helfer der NABU-Gruppe die eingegrabenen Eimer entlang der Zäune, sammelten umherlaufende Tiere ein und brachten sie zum Laichgewässer, dem Mehlsee. Im Vergleich zum Vorjahr (1906 Erdkröten bzw. 2134 Amphibien gesamt) war die Bilanz erneut überwältigend: insgesamt wurden 2070 Amphibien auf der Hinwanderung über die Straße gebracht (1936 Erdkröten, 60 Gras- und Springfrösche, 32 Grünfrösche, 31 Teichmolche und 10 Kammmolche). Dazu kommen noch einmal 1457 Tiere zu Beginn der Rückwanderung, die sich erfahrungsgemäß weiter in die warme Jahreszeit hinzieht.

Die Naturschützer wurden zunächst lange auf die Folter gespannt, bevor es nach dem langen Winter endlich mit der Wanderung los ging. Eine „Vorhut“ von 20 Tieren konnte Herbert Magin, 1. Vorsitzender des NABU Lingenfeld, bereits am 9. März verzeichnen. Nach einer Pause von einigen kalten Tagen ging es dann zunächst verhalten weiter, bis die Wanderung ab dem 24. März richtig in Schwung kam. Die größte Anzahl Kröten konnte die Kindergruppe (NAJU Westheim) unter der Leitung von Connie Osterhorn am Morgen des 26. März verzeichnen: 388 Kröten auf der Hin- und 51 auf der Rückwanderung. Der kleine Jos hat dabei einen der seltenen Molche in der Hand über die Straße gebracht, damit er im Eimer nicht von den lebhaft übereinander krabbelnden Kröten erdrückt wird. Sein Freund Aaron hätte am liebsten eine Kröte mit nach hause genommen hätte, damit sie dort laicht. „Lieber kommen wir noch einmal an den Mehlsee und schauen uns die Kaulquappen in ihrem natürlichen Lebensraum an“, versprach Connie Osterhorn den Kindern.

Der NABU Lingenfeld dankt Herrn Pfeifer vom LSV sowie allen ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement und hofft, dass auch im nächsten Jahr mit einer „starken Mannschaft“ für den Fortbestand der Amphibienpopulation am Mehlsee gesorgt werden kann.

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Osterferienprogramm beim NABU Landau 

In der Woche vor Ostern konnten wie jedes Jahr wieder 45 Kinder aus Landau und dem Kreis Südliche Weinstraße das Ferienprogramm am Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim genießen. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern des NABU Landau gestalteten Ulrike van der Bloemen und Inge Keller von der Naturerlebnisschule über drei Tage ein abwechslungsreiches Programm rund um die Natur. Neu dabei war Manuel Mauer von der NAJU (Naturschutzjugend) Edesheim, der auf der Streuobstwiese des NABU Landau mit den Kindern eine sogenannte „Benjes-Hecke“ anlegte. Aus dem aufgehäuftem Baumschnitt wird sich in einigen Jahren von selbst ein dichtes Gebüsch entwickeln, das Rotkehlchen, Zaunkönig und Nachtigall als Brutplatz und Igeln als Unterschlupf dient. Für die Wildbienen wurden Hölzer gebohrt und an einer sonnigen Stelle angebracht; die Wildbienenlehmwand  wurde abgestochen, um eine neue glatte Fläche für erdbewohnende Bienen zu schaffen. Nachdem auch noch die Trockenmauer mit Sand aufgefüllt war, kamen einige Kinder auf die Idee, ein Schild zu malen, das den Tieren den Weg zu ihren neuen Behausungen zeigen sollte. Dieses preist nun „bezugsfertige Ein-Zimmer-Wohnungen für Wildbienen“, „freie Wohnungen im Quartier Trockenmauer“ und die „schlüsselfertige Benjes-Immobilie für stachelige Mieter und anderes Kleingetier“ an. Auch ohne Schild fand eine Kohlmeise den Weg in den Nistkasten, den ein Mädchen selbst aus einem Bausatz zusammengeschraubt und von ihrem Vater im heimischen Garten an einem Baum hat anbringen lassen. „Kaum war der Papa von der Leiter runter, saß die Meise schon an dem Loch!“ berichtete sie am nächsten Tag stolz. Für die Kreativen unter den Kindern gab es eine Mal- und Bastelwerkstatt, in der unter anderem ein Wiesen-Betttuch gemalt und Osterhasen aus Naturmaterial gestaltet wurden. Eine Frühlings-Entdeckungs-Ralley, Spiele und das Rösten von Stockbrot über dem Feuer rundeten das Programm am Mörzheimer Grillplatz ab.

Zum Vormerken: Die NAJU Landau (Leitung: Ulf Janz) trifft sich monatlich und macht spannende Ausflüge in die Natur. Der nächste Termin ist Montag, der 8. Mai um 15 Uhr am Hirtenhaus. Anmeldung (Kinder ab 10 Jahren) und Infos über weitere NABU-Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Tel. 06341/31628; e-mail: hirtenhaus@web.de 

(Originaltext, LD Stadtanzeiger 06.04.2006)

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Landau: Massaker vom letzten Jahr verhindert – NABU rettet 1300 Erdkröten

 Rückwanderung läuft – weiter vorsichtig fahren 

20. April 2006

Es war ein äußerst unappetitlicher und trauriger Anblick, der sich NABU-Aktiven beim Baumarkt-Einkauf in der Gilletstraße letztes Jahr im März bot. Überfahrene Erdkröten, wo man auch hinschaute: auf der Straße, auf dem Parkplatz, in der Tankstelle. Mit einigen weiteren Aktiven, die spontan zur Hilfe bereit waren, rettete man immerhin 150 Tiere und brachte sie ins Regenrückhaltebecken auf der anderen Straßenseite (die Rheinpfalz berichtete). Alle waren sich einig, dass sich dieses Massaker in 2006 nicht wiederholen durfte. Die Fa. Gillet, die Pfalzwerke, die Entsorgungswerke, das Ordnungsamt der Stadt Landau sowie die Straßenmeisterei unterstützten unterstützten Franz Grimm vom NABU, als dieser mit Teilnehmern des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) Amphibienschutzzäume auf dem Gelände aufbaute. Besonderer Dank gilt auch den ehrenamtlichen Helfern, die über einen Zeitraum von drei Wochen in den Abendstunden und am frühen Morgen die Zäune kontrollierten. Dabei konnten mehr als 560 Kröten sowie erfreulicherweise auch einige der seltenen Teichmolche sicher zum Laichgewässer gebracht werden. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz bot eine Abendexkursion an den Pfalzwerken, bei der Interessierte alles über die Lebensweise der Erdkröten erfahren konnten. So wusste zum Beispiel kaum jemand, wie nützlich Kröten im Garten sein können, da sie gerne Nacktschnecken vertilgen – eine Nahrung, die von vielen anderen Tieren verschmäht wird. In Mörzheim brachten Werner und Inge Kern über 740 Erdkröten auf ihrem Weg zum Hordtweiher und zum Regenrückhaltebecken Erbsenfeld über die Straße. Auch sie haben in den vergangenen Jahren mit kleineren Zahlen angefangen und sind zufrieden mit dem gesunden Wachstum der Krötenpopulation.

Für dieses Jahr ist die Amphibienwanderung vorbei; der Schutzzaun in Landau wird nun wieder abgebaut und im kommenden Jahr an gleicher Stelle wieder errichtet. Die Rückwanderung der Erdkröten in die Sommerquartiere, vor allem zum Gelände der Pfalzwerke hin, wird sich über die nächsten Monate hinziehen. Autofahrer werden deshalb weiterhin gebeten, besonders an milden, feuchten Abenden in der Dämmerung langsam durch die Gilletstraße zu fahren.

Zum Vormerken: erster NABU-Stammtisch für die ganze Südpfalz am Dienstag, 25.4. um 19 Uhr im „Landhaus“, Wollmesheimer Höhe 5 in Landau. Thema: Bilanz der Amphibienwanderung. Für Rückfragen: NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628

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Todesanzeige und Wiedergeburt

27. März 2006

Liebe Mitstreiter im NABU,

am Freitag, den 24.03.06 verstarb gegen 21.30 Uhr nicht ganz unerwartet der NABU Gruppenname Gommersheim im besten Alter von 39 Jahren. Nachdem er nahezu 23 Jahre den Mädchennamen DBV Gommersheim trug und dann nach geglückter Heirat NABU Gommersheim ließ er sich nun umbenennen. In den letzten Jahren konnten sich leider nicht recht viele mit diesem Namen identifizieren und so entschloss er sich zu diesem zukunftsweisenden Schritt.

Der verblichene Name wurde im Kreise seiner erschienenen Mitglieder am gleichen Tage zu Papierkorb getragen. Wir möchten bitten, von Beileidsbekundungen beim Vereinsregister Abstand zu nehmen, stattdessen rege Teilnahme an Veranstaltungen und Spenden zugunsten der Natur.

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NABU Informationsstand: Kleiber, Vogel des Jahres 2006

26. März 2006

Der NABU Landau macht am Samstag ab 7:30h einen Informationsstand an der Marktstraße/ Ecke Barthstraße. Der Kleiber, Vogel des Jahres 2006 wird vorgestellt werden, und passend dazu gibt es Nistkästen für den Kleiber sowie Anleitungen für den Nistkastenbau zu kaufen. Gleichzeitig nimmt der Stand im Rahmen des Projekts "Handys für die Havel" ausgediente Mobiltelefone entgegen. Die Firma Vodafone spendet dem NABU für jedes eingereichte Handy 5 Euro für das Naturschutzprojekt "Renaturierung der Unteren Havel". Wer es am Samstag nicht auf den Markt schafft, kann sein Mobiltelefon jederzeit abgeben im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Tel. 06341/31628 

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NABU meldet Sensation: Fledermausnest mit acht schwarzen Eiern

1. April 2006

Einen vermutlich sensationellen Fund machte der Besitzer eines alten Bauernhauses in Landau-Nußdorf auf seinem Dachboden. In einer Spalte zwischen den Dachbalken des historischen Bauernhauses entdeckte er eine Gruppe dunkler Fledermäuse. „Im Nest aus Haaren, Wollfäden und kleinen Rindenteilen konnte ich acht Eier zählen“, berichtete der Hausbesitzer. „Die etwa ein Zentimeter großen Eier waren ganz schwarz und in dem wolligen Nest kaum auszumachen“, so der begeisterte Tierfreund weiter.

Die eigentliche Sensation sei allerdings nicht die Zahl, Form und Farbe der Eier, sondern der Fund an sich, erklärt Dr. Nathalie Plum vom NABU Südpfalz. „Es muss sich um eine neue Art handeln“.

Der sofort herbeigerufene Fledermausexperte Franz Grimm vom NABU Gleisweiler äußert sich zunächst vorsichtig. „Wenn sich dieser Fund so bestätigt, müssen wir vieles in der Fledermauskunde revidieren“. Fledermäuse sind eine uralte Säugetiergruppe. Die ältesten fossilen Funde sind über 55 Millionen Jahre alt. „Vermutlich lebten die ursprünglichen Fledermäuse schon zu Zeiten der Saurier, die vor etwa 65 Millionen Jahren ausstarben“, erläuterte der Fledermausfachmann, „und die Saurier legten bekanntlich auch Eier.“

Zunächst wird nun die Entwicklung in dem Nest weiter beobachtet. Mit einer speziellen Wärmebildkamera und Videoaufzeichnungen soll die Fledermausart über die nächsten Wochen störungsfrei beobachtet werden. Dass die Tiere den Dachboden unerkannt verlassen, ist sehr unwahrscheinlich. „Die Tiere sind sehr ortstreu und nutzen, wenn sie ungestört bleiben, ein Quartier über viele Jahre“, so Franz Grimm weiter. Dieses Quartier steht unter gesetzlichem Schutz und der Hausbesitzer wird jede Störung vermeiden. „Fledermäuse leben schon lange auf meinem Dachboden. Jedes Jahr zum Frühlingsbeginn werden sie hier wieder aktiv und ziehen ihre Jungen auf“, freute sich der alteingesessene Nußdorfer, der in wenigen Wochen die NABU Auszeichnung „Fledermausfreundliches Haus“ erhalten wird.

Die wissenschaftliche Bearbeitung wird vermutlich erst Endes des Jahres abgeschlossen sein. Zunächst müsse die Art sicher bestimmt werden und dazu Vergleiche zu den inzwischen zahlreichen fossilen Arten vorgenommen werden. Hilfestellung wird hierbei vom Frankfurter Senckenberg-Institut erwartet, das über eine große Sammlung fossiler Fledermäuse aus der Ölschiefergrube in Messel verfügt. „Wenn sich diese Eier legende Fledermausart als lebendes Fossil bestätigt und als „missing-link“, als Bindeglied zu den Sauriern erweist, hätten wir eine zoologische Sensation!“, freute sich der NABU-Fledermausexperte Franz Grimm.

Dem Fledermausnest soll nach der Jungenaufzucht jedenfalls eine ganz neue Vitrine im NABU-Naturschutzzentrum Hirtenhaus gewidmet werden.

Rückfragen und Fledermausmeldungen: NABU Regionalstelle Südpfalz, Nathalie Plum, Telefon: 06341/31628  

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Umweltskandal auf dem Ebenberg

1. April 2006

Illegaler Straßenbau im Naturschutzgebiet 

Im größten und bedeutendsten Naturschutzgebiet der Südpfalz, dem Ebenberg bei Landau, fanden in der letzten Woche umfangreiche Erdarbeiten statt. Da der Ebenberg als „Natura 2000 Gebiet“ nicht nur unter nationalem, sondern auch europäischem Schutz steht, hat der NABU Südpfalz ein besonderes Augenmerk auf alle Aktivitäten dort. Deshalb erkundigten sich NABU-Aktive nach den Hintergründen für die offensichtliche Verfüllung eines Hohlwegs auf einer Länge von 100 Metern. Hohlwege sind geschützte Landschaftsbestandteile mit Lebensräumen für seltene Pflanzen und Tiere. Eine Verfüllung, wie am Ebenberg geschehen, zerstört diese Lebensräume unwiederbringlich.

Das Gelände des betroffenen Hohlwegs wurde von der DJK-Segelfluggemeinschaft Landau  e.V. vom Bundesvermögensamt erworben. Anschließend wurde bei der Stadt Landau ein Antrag auf Renaturierung (Rückbau und Entfernung der Teerdecke) gestellt. Da die ehemalige Raketenabschussstation im Thomas-Nast-Camp mittelfristig abgerissen werden soll, war die Auflage im Kaufvertrag, dass der Hohlweg dann wieder mit einer festen Wegdecke versehen werden soll, um im Rahmen der Abrissarbeiten als Zufahrtstraße für LKW und schweres Gerät von der L543 aus nutzbar zu sein.

Eine Renaturierung des Hohlweges würde der NABU natürlich begrüßen, hält es aber für äußerst unwahrscheinlich, dass die Segelfluggemeinschaft ohne irgendwelches Eigeninteresse ein Grundstück erwirbt und einen Hohlweg mit hohen Kostenaufwand (mehrere Tausend Euro) renaturiert, wenn dieser mittelfristig wieder als Zufahrtstraße gebraucht wird und der ursprüngliche Zustand ohnehin wieder hergestellt werden muss.

Westlich der Gebäude wurde außerdem eine erhöhte Trasse für eine Straße von über 400 mtr. Länge und bis zu 10 mtr. Breite mit mehreren hundert Kubikmetern Erdreich und Steinen aufgeschütttet – ohne Genehmigung, und zwar auf streng geschützen Halbmagerrasen! Leicht lässt sich hier ein Zusammenhang zu der beantragten (jedoch noch nicht genehmigten!) Vergrößerung und Verlängerung der Startbahn nach Westen und Osten hin herstellen. Zum Ausbau der Startbahn nach Westen ist die Verfüllung einer Senke mit mindestens 20 Metern Höhenunterschied und einem Auffüllvolumen von mehreren zigtausend Kubikmetern Erdreich notwendig. Die Trasse ist vermutlich als die Zufahrt für die spätere Verfüllung dieser Senke gedacht.

Eine weitere Vermutung drängt sich auf, die die Verfüllung des Hohlwegs erklären würde: Wenn die Startbahn auch nach Osten über das neu erworbene Grundstück hinweg verlängert werden soll, erhält man durch die Verfüllung ein ebenerdiges Gelände unter der Flugbahn und vermeidet so gefährliche Unfälle. Dieser Eingriff ist in einem NATURA-2000-Gebiet eine genehmigungspflichtige Maßnahme. Durch vorherige Untersuchungen an Fauna und Flora muss festgestellt werden, ob ein solcher Eingriff erheblich ist. Diese Untersuchungen wurden hier nicht durchgeführt. Sie würden aber ergeben, dass im vorliegenden Fall der Eingriff eindeutig als erheblich zu bewerten und nicht an anderer Stelle auszugleichen ist. Die Nutzung des Segelfluggeländes ist laut der bestehenden Rechtsverordnung nur im bisherigen Umfang erlaubt. Dies bedeutet, dass der Antrag abgelehnt werden muss und solche Maßnahmen nicht genehmigt werden dürfen. Der NABU hat bereits Anzeige bei der Polizei erstattet und der NABU Landesverband wird sich mit dem Umweltministerium in Mainz in Verbindung setzen, um mögliche rechtliche Schritte gegen diese Maßnahmen zu prüfen.

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Jetzt geht`s los - Kröten und Frösche kreuzen

Autos bitte langsam - Helfer gesucht 

25. März 06

Nach langem Zögern hält der Frühling nun definitiv Einzug in der Südpfalz - zumindest was die Temperaturen angeht. Am Wochenende wird es richtiges "Krötenwetter" geben: mild und feucht.

Zum Schutz wandernder Erdkröten und anderer Amphibien haben Aktive des Naturschutzbundes NABU entlang zahlreicher Straßen Zäune aufgestellt, die eine Mehrzahl der Tiere vor dem Überfahrenstod bewahren soll. Da erfahrungsgemäß dennoch gelegentlich Kröten auf die Fahrbahn geraten, werden die Autofahrer gebeten, auf diesen Strecken extrem langsam zu fahren und auf eventuell kreuzende Tiere zu achten.

Wer schon immer einmal einer Kröte "live" begegnen wollte, ist eingeladen, bei der Kontrolle der Zäune zu helfen.

An folgenden Brennpunkten sollten Autofahrer den Fuß vom Gaspedal nehmen:

- Straße von Siebeldingen nach Frankweiler (Ansprechpartner für Helfer; Angelika Anzlinger; Tel. 06345/918070)

- Straße von Albersweiler nach Frankweiler

- Weinstraße (B 48, L608 und K47) im Bereich der Kaiserbacher Mühle bei Klingenmünster; Ansprechpartner: Hans Frech, Tel. 06349/3067

- Gilletstraße in Landau (insbesondere die Kurve bei den Pfalzwerken); Ansprechpartner: NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628.

- Heuchelheimer Straße und Hordtweiher in Landau-Mörzheim (Ansprechpartner für Helfer: Werner Kern, Tel. 06341/30947)

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Preisausschreiben beim NABU Landau 

27. März 06

Neulich während der Baumfällarbeiten in Mörzheim tauchte urplötzlich ein wundersames Tier auf und stakste über die Obstwiese… Der NABU Landau fragt alle Kinder bis 12 Jahren, ob sie eine Idee haben, um was für ein Tier es sich handeln könnte und bittet sie, es zu zeichnen, zu malen oder zu basteln. Einsendeschluss für den Wettbewerb ist Montag der 24. April. Die schönsten Arbeiten werden im Mai bei einem kleinen Fest im Naturschutzzentrum Hirtenhaus prämiert.

Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstr. 21, 76829 Landau

 

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NABU Gommersheim wird NABU Edenkoben/Maikammer

Satzungsänderung auf Mitgliederversammlung stellt Weichen für die Zukunft 

März 2006

Auf der gut besuchten Mitgliederversammlung des NABU Gommersheim wurden die Weichen für die Zukunft gestellt. Bei der Namensgebung der NABU-Gruppe erweckte es in der Vergangenheit oftmals den Eindruck, der NABU wäre nur in diesem Ort aktiv. In der Satzung wurde der Namen nun in „NABU Verbandsgemeinden Edenkoben/Maikammer“ abgeändert. Jetzt ist es für Mitglieder und Außenstehende leichter zu erkennen, in welchem Gebiet die NABU-Gruppe Naturschutz betreibt. Unter den zahlreichen Aktivitäten der vergangenen Jahren ist der Aufbau zweier Naturschutzjugendgruppen (NAJUs) in Edesheim und Burrweiler hervorzuheben. Der Vogellehrpfad in Gommersheim wurde komplett erneuert und erfüllt nun wieder seinen pädagogischen Zweck zu den Themen Vogel- und Naturschutz. Auch der Kauf einer fast 3 ha großen Fläche im Naturschutzgebiet bei St. Martin und dessen Pflege sind ein wichtiger Schritt für den Naturschutz im Arbeitsgebiet des NABU. Hier sollen unter anderem Brutmöglichkeiten für den Steinschmätzer, eine für die Weinbergslandschaft ursprünglich typischen Vogelart, geschaffen werden. Für die Zukunft  ist die Anlage eines Feuchtgebietes für Amphibien und den Weißstorch am Frankensee bei Gommersheim geplant. Aktuell haben die Aktiven der Gruppe alle Hände voll zu tun an den Amphibienschutzzäunen bei Frankweiler.

Auch die Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, Nathalie Plum, berichtete über ihre Arbeit vor Ort. Bei den Neuwahlen wurden Franz Grimm als erster und Lothar Engelmann als zweiter Vorsitzender ebenso wie der Kassenwart Thorsten Rauwolf bestätigt. Schriftführerin ist Ulrike Rauwolf, Kassenprüfer sind Gerd Litty und Jürgen Schreieck. Als Beisitzer wurden Christine Burkhardt, David Heilig, Manfred Hünerfauth und Wolfgang Staudt gewählt. Zum Abschluss wurde Erika und Norbert Graf mit Präsenten für langjährige Vorstandsarbeit gedankt; beide hatten für eine Wiederwahl nicht mehr kandidiert.

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Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben

NABU baute Nistkästen mit Messdienern

Insgesamt 4 Messdienerstunden gestaltete der NABU in den Pfarrgemeinden St. Elisabeth (Landau) und St. Josef (Offenbach) im Rahmen des Projekts „Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben“.

Dr. Nathalie Plum, Leiterin der Regionalstelle Südpfalz des Naturschutzbund (NABU) erläuterte den Messdienern die Idee des Projekts. „Gottes Schöpfung bewahren heißt, den Tieren zu helfen. Höhlenbrüter wie Meisen und Kleiber finden immer seltener alte Bäume mit Hohlräumen, deshalb helfen wir mit den Kästen ein wenig nach.“ Wer achtsam mit der Tierwelt umgeht, ist auch achtsamer mit anderen Menschen, so die Hoffnung. Mit Ferngläsern bewaffnet schauten sich die Kinder anschließend in der näheren Umgebung der Gemeindehäuser um und waren erstaunt, wie viele verschiedene Vögel es dort an einem kalten Wintertag schon zu sehen gab: Kohlmeise, Blaumeise, Amsel, Stare, Elstern und in Offenbach sogar ein Buntspecht. In der nächsten Stunde bauten die Kinder selbst Nistkästen zusammen. Angeleitet wurden sie dabei von Ingeborg Keller (Landau) und Ulrike van der Bloemen (Offenbach) von der Naturerlebnisschule des NABU Landau. Die Bausätze für die Kästen stammen aus einer Kooperation mit einer Einrichtung für Langzeitarbeitslose (Schreinerei ADH in Lustadt). Das Projekt wurde finanziell unterstützt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).

05.04.2006 Marktplatz regional

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Jahreshauptversammlung NABU Landau-Land:

 Tongrube, Obstwiesen und Amphibien im Mittelpunkt beim NABU Landau-Land

Bei der Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Landau-Land in der Kaiserberghalle in Göcklingen wurde der gesamte Vorstand bestätigt. Hans Frech (Göcklingen) bleibt 1. Vorsitzender, Rolf Schmitt (Walsheim) 2. Vorsitzender, Gerhard Wisser (Göcklingen) Schriftführer, Thomas Dausch (Eschbach) Kassenwart. Als Beisitzer wurden Herbert Riebel (Ilbesheim), Heinz Wissing (Ilbesheim), Albert Leonhard (Heuchelheim), Karl Löffler (Göcklingen), Arno Laux (Eschbach) und Markus Pfeiffer (Ingenheim) bestätigt; Kassenprüfer sind weiterhin Hanno Laux und Martin Wind (beide Eschbach).

In seinem Jahresbericht, der mit einem Beamer-Vortrag eindrucksvoll illustriert wurde, erwähnte Hans Frech die Höhepunkte der Naturschutzarbeit im letzten Jahr: Da die Gemeinde Göcklingen Kurs hielt für eine natürliche Entwicklung der Alten Tongrube, konnte die NABU-Gruppe einen Vertrag über die Pflege des Gewässers abschließen und organisierte im Dezember den ersten großen Arbeitseinsatz zur  Entbuschung eines Teilareals. Es beteiligten sich 25 Helfer aus allen Generationen. Im Februar besuchte der Bundesumweltminister Gabriel den Landschaftsweiher, das größte Stillgewässer in der näheren Umgebung. Das traditionelle „Brünnelfest“ im Juli in Göcklingen zog mit Naturerlebnis-Angeboten für Kinder wie jedes Jahr Jung und Alt an den Kaiserbach.  Unter der Regie von Rolf Schmitt wurde eine große Streuobstwiese auf einer Ausgleichsfläche in Walsheim geplant. Gemeinsam mit Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz und den Messdienern der Pfarrgemeinde Eschbach legte Arno Laux am Haardtrand flache Laichgewässer für die seltene Gelbbauchunke an. Der Amphibienschutzzaun an der Kaiserbacher Mühle steht wegen der anhaltend kalten Witterung bereits viele Wochen ungenutzt da, wird aber noch seinen Zweck erfüllen, wenn sich erst einmal frühlingshafte Temperaturen durchsetzen. Im Laufe des Jahres gab es diverse weitere Biotoppflegearbeiten auf NABU-eigenen und auf Gemeindeflächen sowie einige Vogelstimmenwanderungen und eine sehr gut besuchte Fledermausexkursion. Auch die gute Zusammenarbeit mit anderen Gruppierungen und Einrichtungen, wie zum Beispiel der Kreisverwaltung, der Verbandsgemeinde und dem NV-S erwähnte der Vorsitzende. Von der Einrichtung der Regionalstelle habe die NABU-Gruppe besonders profitiert, da für einige Aktionen Helfer organisiert werden konnten. „Außerdem fühlt man sich durch den Austausch mit den anderen Gruppen der Region als Teil eines größeren Ganzen“, so Frech.

Er betonte, dass die NABU-Gruppe „kein Radau-Verein“ sei, aber mit fachlichen Anregungen zu einer besseren Planung beitragen wolle, gemäß der festen Überzeugung, dass eine biologisch vielfältige Landschaft auch ein Wirtschaftsfaktor für die vom Tourismus geprägte Region ist. Der NABU begrüßt sehr die Renaturierung von Krottenbach und Kaiserbach und wird sich mit tatkräftiger Unterstützung einbringen. Neben weiteren Arbeiten an der Tongrube (u.a. Anlage einer Steilwand, Schaffung von Flachwassertümpeln) steht die Förderung der Jugend im Zentrum der Pläne für das kommende Jahr. Wer Interesse an dem Aufbau einer Kindergruppe in einer der zu Landau-Land gehörenden Gemeinden hat, findet Unterstützung bei Nathalie Plum, NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628.

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Baumschnitt rettet Tierbehausungen: NABU Bellheim pflegte Weidenbäume

Am vergangenen Samstag schnitt der NABU Bellheim an verschiedenen Gräben in der Zeiskamer Feldflur die dort wachsenden Korbweiden zurück.

Früher wurden diese Flechtweiden von den Zeiskamer Landwirten hauptsächlich zur Gewinnung von Anbindematerial für den Weinbau angepflanzt und gepflegt. Nachdem diese Nutzungsform aufgeben wurde, drohten die für die Gegend charakteristischen Bäume aus der Landschaft zu verschwinden. Einzelne Privatpersonen und die NABU-Gruppe schneiden deshalb alljährlich mehr als 50 Weidenbäume und sichern so den Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren. In den Weiden bilden sich mit den Jahren Höhlungen und Nischen, in zahlreiche Vogelarten ihrem Brutgeschäft nachgehen. Außerdem kann das anfallende Schnittgut als Osterschmuck zur Dekoration des Hauseinganges genutzt werden. Steckt man die robusten Weidenruten in den Boden, treiben sie von ganz alleine wieder aus. So lassen sich Weidentunnel und „grüne Zelte“ für Kinder anlegen.

Der NABU geben Weidenbündel gegen eine kleine Spende zugunsten der Zeiskamer Natur ab. Kontakt: Peter Rüffel, Tel. 06347/608210 oder NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628

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NABU und Forst pflanzen Speierlinge

Gemeinsam für eine seltene Obstsorte 

Aus der privaten Anzucht eines verstorbenen Obstliebhabers stammen die 30 Speierlings-Bäume, die Joachim Zürker (NABU Bellheim) und Rüdiger Sinn (Landesforsten Rheinland-Pfalz) in die Südpfalz holten. Die NABU-Gruppe pflanzte selbst einige Bäume in Zeiskam, gab 7 Stück weiter an die NABU-Gruppe Lingenfeld und weitere an Privatpersonen. Die restlichen Bäume werden im Bienwald auf Forstflächen gepflanzt werden. Der NABU dankt der Kreisverwaltung Germersheim für die Finanzierung der Bäume.

Der Speierling (Sorbus domestica), Baum des Jahres 1993, ist ein Wildobstbaum aus der Familie der Rosengewächse, der in Deutschland sehr selten geworden ist. In der Natur gibt es nur noch wenige Exemplare. Im Mittelalter war der Speierling ein beliebter Baum, da sein schweres und hartes Holz für Möbel, zum Schnitzen und Drechseln verwendet wurde. Die säuerlichen Früchte sind erst in überreifen Zustand essbar und werden in erster Linie als Zugabe zum Apfelwein verwendet, und zwar anstatt Schwefel, um den Wein haltbarer zu machen. Gleichzeitig wird er  herber, klarer, haltbarer und unverwechselbar im Geschmack, genau wie Mus und Marmeladen aus der Speierlingsfrucht. Der Name „Speierling“ rührt daher, dass die Früchte auch gegen Durchfall und Erbrechen helfen sollen.

 

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Handys für die Havel

     NABU sammelt ausgediente Mobiltelefone

 –  Vodafone spendet für Naturschutzprojekt

Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Handys für die Havel“ erhält der NABU für jedes gesammelte Mobiltelefon 5 Euro von seinem Kooperationspartner Vodafone. Das Geld fließt direkt in das NABU-Renaturierungsprojekt an der Unteren Havel. Gemeinsam mit den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt will der NABU weite Gebiete in dem größten zusammenhängenden Feuchtgebiet Mitteleuropas wieder naturnah gestalten. Dabei sollen Altarme angeschlossen, Ufersäume umgestaltet und Fischwanderhilfen gebaut werden.

„Viele Besitzer eines neuen Handys wissen gar nicht, dass sie ihr Altgerät recyceln lassen können. Anstatt es wegzuwerfen oder in der Schublade verstauben zu lassen, können sie nun ihr altes Handy bei einer NABU-Gruppe abgeben, schonen damit die Umwelt und unterstützen damit zugleich unsere Arbeit“, so Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz.

Nach offiziellen Schätzungen befinden sich ca. 40-50 Millionen alte oder defekte Handys in deutschen Haushalten, die bei nicht sachgerechter Entsorgung die Umwelt gefährden können. Hauptanliegen beider Kooperationspartner ist, die Gesellschaft für das Recycling im Bereich der Elektrotechnologie zu sensibilisieren und möglichst viele dazu zu bewegen, ihr Handy umweltgerecht zu entsorgen.

Ab sofort können ausgediente Handys in der NABU Regionalstelle Südpfalz im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstr. 21, Landau-Mörzheim, Tel. 06341/31628 oder bei NABU–Veranstaltungen wie z.B. Exkursionen abgegeben werden.

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Wasser soll fließen in den Holzwiesen - NABU räumte auf

Am vergangenen Samstag säuberte die NABU-Gruppe Bellheim mit insgesamt 8 freiwilligen Helfern diverse Rohre in den Holzwiesen, damit diese bei den Bellheimer Wässertagen im April wieder funktionstüchtig sind. Die Wässerung der Wiesen ist eine alte landwirtschaftliche Technik, die für einen stabilen Heuertrag sorgt und auch aus Sicht des Naturschutzes eine gute Sache ist. Sie fördert nämlich bestimmte Pflanzen und zieht diverse Vögel, vor allem Weißstörche, zur Nahrungssuche in die Wässerwiesen.

Bürgermeister Dr. Heinz und der Beigeordnete Horst Wittulski spendierten einen warmen Mittagsimbiss. Der NABU bedankt sich sehr herzlich bei der Gemeinde Bellheim und allen Helfern.

Die nächsten Wässertage sind am 23./24. April; danach ist ein neuer Arbeitseinsatz geplant, da noch längst nicht alle Rohre frei sind. Wer dabei helfen möchte, kann sich melden bei Matthias Brock, Tel. 0172/7754765.

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Eisvogel, Schwalbenhaus und Kräutergarten

NABU Landau hat große Pläne für 2006

Der Rückblick auf das Jahr 2005 fiel bei der Jahreshauptversammlung des Naturschutzbund Landau durchweg positiv aus.

Als gelungenen Start erwähnte Werner Kern, 1. Vorsitzender der NABU-Gruppe, die Einrichtung der NABU Regionalstelle Südpfalz im Hirtenhaus. Er lobte die Leiterin der Regionalstelle, Nathalie Plum, für die erfolgreiche Vernetzung der sechs NABU-Gruppen der Region, die intensive Pressearbeit und die Einbindung neuer Aktiver in die Naturschutzarbeit. Den beiden Umweltpädagoginnen Ingeborg Keller und Ulrike van der Bloemen von der Naturerlebnisschule dankte Kern für ihre Arbeit mit insgesamt 750 Kindern und die Unterstützung bei Ferienprogrammen.

Mit Unterstützung der Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ), Miriam Gottschlich und Manuel Dünzl, sowie mit denen des 19. Internationalen Workcamps wurden diverse Biotoppflege-Arbeiten auf Obstwiesen und in Weinbergen durchgeführt, teils in enger Zusammenarbeit mit dem Forstamt Haingeraide und der NABU-Gruppe Gommersheim. Höhepunkt der Naturschutzarbeit in 2005 war eindeutig die Aufstellung von vier Eisvogel-Nisthilfen an der Queich, unterstützt vom „Eisvogelmann“ Horst Boedler aus Flensburg sowie durch eine Spende von Bürgermeister Dr. Wolff, der Werner Kern beim Neujahrsempfang mit dem Landauer Umweltpreis auszeichnete.

Rechnet man Apfelsaftherstellung, naturkundliche Exkursionen, Stellungnahmen, Sitzungen und Kassenarbeit hinzu, wurden insgesamt über 2000 ehrenamtliche Arbeitsstunden für die NABU-Gruppe geleistet. Nachdem im Laufe des Jahres bereits Kassenwart Lutz Querfurth und Beisitzer Klaus Pittner für ihr Engagement geehrt worden waren, erhielt an diesem Abend auch Ulf Janz die bronzene Ehrennadel für die Leitung der Jugendgruppe (NAJU Landau). Mit einem Dia-Vortrag über den Kleiber, den Vogel des Jahres 2006, rundete Janz den Abend ab.

Projekte für das Jahr 2006 sind der Bau eines Schwalbenhauses und weiterer Nisthilfen für den Eisvogel in Mörzheim, die Anlage eines Kräutergartens und die Erweiterung der Jugendgruppe für 10 bis 15jährige. Wer bei den Aktionen helfen möchte oder in der NAJU mitmachen möchte, kann sich melden in der NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628; NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

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Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben

Ranschbach: Messdiener bauten mit NABU einen Lebensturm

Zehn Messdiener aus Ranschbach und Eschbach, Betreuer Jobst Hauck (Leinsweiler), Martin Heypeter und Hans Braun (Pfarrgemeinderat Ranschbach) trafen sich am vergangenen Samstag am Dorfgemeinschaftshaus „Zum Seligmacher“ in Ranschbach mit NABU-Aktiven. Die Mission: Eine Behausung für viele verschiedene Tiere zu schaffen und so mithelfen, die Schöpfung zu bewahren. Ein sogenannter "Lebensturm" wurde aus Holz erbaut und mit Steinhaufen, Laub und Zweigen angefüllt werden. Darin können von der Eidechse über die Kröte und den Igel bis zum Zaunkönig verschiedenste Tiere eine Bleibe finden. Nisthilfen für Vögel und Bienen, zum Teil von den Kindern selbst gebaut, rundeten die Türme ab. Initiiert wurde das Projekt von Nathalie Plum, Leiterin der Regionalstelle Südpfalz des Naturschutzbund (NABU) mit finanzieller Unterstützung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Für Klaus Pittner (NABU Landau) war es zwar der erste „Lebensturm“ seines Lebens; dennoch führte er sicher durch die verschiedenen Bauphase und schuf mit tatkräftiger Hilfe der Messdiener ein stabiles Bauwerk, das hoffentlich vielen Tieren Unterschlupf bieten wird.

Bürgermeister Scherthan legte selbst Hand an. Ein Schaukasten soll das Projekt erläutern; dafür werden noch Betriebe (Winzer, Einzelhändler) gesucht, die in dem Kasten werben und den NABU so unterstützen.

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Bundesumweltminister Gabriel zu Besuch beim NABU Landau-Land

Zur Unterstützung von Ministerpräsident Kurt Beck im Wahlkampf vor den Landtagswahlen besuchte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) auf seiner Tour durch Rheinland-Pfalz am 2. März den schönen Kreis Südliche Weinstraße, wo er sich von der Landrätin Theresia Riedmaier ihr Gebiet zeigen ließ.

Hans Frech, 1. Vorsitzender des NABU Landau-Land, begrüßte den Minister zur Besichtigung des aktuellen Projekts der NABU-Gruppe: der Göcklinger Tongrube. Für diesen Landschaftsweiher hat der NABU im letzen Jahr eine Patenschaft übernommen. In dem Biotop, der durch Regenwasserfüllung einer ehemaligen Tongrube entstanden ist, kommen laut einer Kartierung durch Ulf Janz (NABU Landau) über 40 Vogelarten vor. Unter den Durchzüglern sind Rote-Liste-Arten wie Knäkente und Bekassine; zu den Brutvögeln gehören Schwarzkehlchen, Blässhuhn und Pirol. Das vom NABU vorgelegte Pflegekonzept gefiel der Gemeinde so gut, dass sie der Gruppe die Patenschaft anbot. Damit waren verschiedene Planungen zur Freizeitnutzung vom Angelgewässer bis zum Campingplatz mit Badesee vom Tisch, und den Auflagen in der Genehmigung des Tonabbaus, die entstehende Wasserfläche einer natürlichen Zukunft zu überlassen, wurde entsprochen. Die NABU-Gruppe hat im Winter bereits einmal die angrenzende Brache teilweise entbuscht und eine Abfischung durch NABU-Mitglied Alfred Roth vornehmen lassen.  Eine Tafel am vorhandenen Steg soll Besucher über die Ökologie des Gewässers  informieren; Schilfgürtel sollen sich als Brut- und Nahrungsplatz für Wasservögel natürlich entwickeln. Weiterhin sind die Anlage einer Steilwand für Eisvögel und Uferschwalben, kleinerer temporärer Amphibiengewässer  und eventuell eine schwimmende Kiesinsel für den Flussregenpfeifer geplant. Minister Gabriel lobte den Vorbildcharakter des Projekts „Göcklinger Tongrube“ für die Wiederbelebung der Natur auf stillgelegten Industrieanlagen und das ehrenamtliche Engagement des NABU.

Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, nutzte die Gelegenheit, bei der kleinen Exkursion zur Tongrube den Minister auf das Pilotprojekt „Ehrenamtsförderung“ aufmerksam zu machen und bat ihn, sich beim MUF (Ministerium für Umwelt und Forsten RLP) stark zu machen für eine Fortführung der Unterstützung für weitere 2 Jahre.

Später im Zelt überreichte Nathalie Plum dem Minister einen Kleiber-Nistkasten, der aus einer Kooperation mit einer Einrichtung für Langzeitarbeitslose (ADH/ Therapieverbund Ludwigsmühle in Lustadt) stammt. Manuel Dünzl, der FÖJler des Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau schloss sich dem an mit 2 Flaschen Regent-Rotwein aus NABU-eigenem biologischen Anbau, die Werner Kern, Leiter des Hirtenhauses, spendiert hatte.

Der Bio-Winzer Klaus  Hohlreiter, bot mit einem üppigen Frühstück in seinem Winzerhof den richtigen Rahmen für eine programmatische Rede des Ministers. Wenn man Gabriel glauben darf, haben wir unter der neuen Regierung gute Chancen für die Förderung regenerativer Energien, hat der Klimaschutz höchste Priorität, wird der Atomausstieg plangemäß durchgezogen und werden im größtmöglichen Umfang Gelder für Flächennaturschutz und Umweltpädagogik bereitgestellt.

Die schönste Nachwirkung dieses Tages war für den NABU Landau-Land, dass die Landrätin Riedmaier Mitglied geworden ist, um die anstehende Mitgliederwerbung in der Südpfalz zu unterstützen.

 

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NABU sucht Helfer für Wässertage

6. März 06

In Vorbereitung der diesjährigen Wässertage, die im April und Mai stattfinden werden, sucht der NABU Bellheim für Samstag, den 18.03.06 noch Helfer für die Freilegung von Auslassschächten und Gräben. Mit der Wiederbelebung der traditionellen Wiesenwässerung sollen in der Queichniederung gute Lebensbedingungen für Störche und andere Vögel geschaffen werden. Treffpunkt: 9:00 Uhr an den Holzwiesen (zwischen Bellheim und Zeiskam). Bitte Gummistiefel und Spaten mitbringen. Infos in der Regionalstelle Südpfalz unter Telefon: 06341/31826 oder bei Matthias Brock Tel. 0172/7754765.

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Gemeinsam für die Amphibien

NABU, Messdiener und Hochschulgruppe aktiv am Haardtrand

6. März 06

Am vergangenen Samstag war die NABU Gruppe Landau-Land gleich an mehreren Stellen aktiv für die Natur. Im Naturschutzgebiet Haingeraide oberhalb von Eschbach wurden flache Wasserlöcher gegraben, die der seltenen Gelbbauchunke als Laichgewässer dienen sollen. Tatkräftige Hilfe erhielt der NABU dabei von Messdienern aus Eschbach und Ranschbach, die außerdem mit Arno Laux eine Kräuterspirale neben dem Eschbacher Kirchturm anlegten. Messdienerbetreuer Jobst Hauck sorgte für wärmenden Tee im Gelände, Burkhard Schubert für eine zünftige Stärkung der Helfer im Gemeindehaus. Während des Mittagessens erfuhren die Messdiener von Nathalie Plum, der Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, warum die Gelbbauchunke ihren gelben Bauch bei Gefahr zeigt, indem sie sich auf den Rücken wirft. „Das ist wie bei den Wespen: Das gelb-schwarze Muster sagt dem Feind: Ich bin giftig und ungenießbar.“ Auch warum dieses ulkige Tier schützenswert ist und wie man Unken von Kröten und Fröschen unterscheidet, erfuhren die Messdiener bei dieser Gelegenheit. Diese Aktion ist Teil des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) finanzierten Projekts „Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben“.

Am Nachmittag baute der NABU Landau-Land außerdem einen Amphibien-Schutzzaun entlang der B48 und L608 in der Höhe der Kaiserbacher Mühle, wo vor allem Erdkröten auf ihrem Weg vom Wald zur ehemaligen Tongrube im Göcklinger Kaiserbachtal vorbeiwandern. „Letztes Jahr haben wir zum erstenmal eine Massenwanderung in diesem Raum beobachtet und Nacht für Nacht versucht, die Kröten mit der Hand einzusammeln, damit sie nicht zu Verkehrsopfern werden“, so Hans Frech, Vorsitzender der NABU-Gruppe. In diesem Jahr soll der Zaun die Kröten zumindest in der Kernzone der Wanderung unter der Bundesstraße durch leiten. An den Außenenden des Zauns werden die Tiere in Eimer hinein geleitet, so dass sie darin über die Straße getragen werden können. Hans Frech bedankt sich bei den Helfern aus Göcklingen, bei Franz Grimm für den professionellen Einsatz mit dem Frontlader sowie bei den jungen Leuten aus der NABU Hochschulgruppe, ohne deren Unterstützung der 500 Meter lange Zaun an diesem Tag nicht fertig geworden wäre.

Milde Witterung gibt Startschuss für Laichwanderungen

Der NABU Landau-Land e.V. informiert:

Die steigenden Temperaturen im Land lösen bei Fröschen, Kröten, Molchen und Unken Frühlingsgefühle aus und locken sie aus ihren Winterquartieren .Während der Laichwanderungen sind Amphibien von den Auswirkungen des ständig wachsenden Straßennetzes betroffen. Neben dem direkten Tod infolge des Überrollens durch Autoreifen, sterben viele Tiere, obwohl sie nicht direkt überfahren werden. Fachleute für Aerodynamik haben herausgefunden, dass es der geschwindigkeitsabhängige Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn ist, der die Amphibien tötet.

Amphibien Schutzaktion im Weinstraßenbereich zwischen

Eschbach, Göcklingen und Pfalzklinikum  

Die Erdkröten werden sich in den nächsten Tagen – bei entsprechenden Temperaturen – auf ihren gefährlichen  Weg zu ihren Laichgewässern (bis zu 2 km) aufmachen.

Die ehemalige Tongrube im Göcklinger Kaiserbachtal hat es dabei den Amphibien besonders angetan, wobei viele Tiere – vom Wald kommend -  auf der B 48, L608 und K47 platt gefahren und zu Verkehrsopfern werden. Die Tiere haben seit Monaten keine Nahrung aufgenommen und machen sich noch halbstarr und deshalb sehr langsam auf den Weg; außerdem muss fast jedes Weibchen noch ein Männchen huckepack zum Wasser transportieren .

Nachdem im letzten Jahr zum erstenmal eine Massenwanderung in diesem Raum zu beobachten war, haben Helfer vom NABU versucht das Überfahren und Zerquetschen der Kröten durch nächtliches Einsammeln zu verhindern, was natürlich nur sehr unzureichend gelang.

In diesem Jahr soll nun – nach Absprache mit der Straßenmeisterei Annweiler - ein Amphibienschutzzaun den Bereich ab nördlich des Pfalzklinikums bis etwa zur Einmündung K47 sichern – die Kernzone der Wanderung. Dieser wird in den nächsten Tagen aufgestellt und muss dann kontinuierlich überwacht werden . Freiwillige Helfer herzlich willkommen!

Trotzdem werden – auch wegen der Straßenkreuzungen in diesem Bereich – viele Tiere auf diesen Straßenabschnitten unterwegs sein (auch auf der K47 westlich Göcklingen ).  Der NABU Landau-Land appelliert daher an alle Autofahrer: Fahrt langsam und vorsichtig nehmt Rücksicht auf die Amphibien und die freiwilligen Helfer die nachts unterwegs sind!

 Info unter Tel. 06349/3067 o. 06349/6224 o.06341/31628 (NABU Regionalstelle Südpfalz) 

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NABU sucht Fledermaus-Winterquartiere in der Südpfalz

Mitarbeiter des NABU Südpfalz erheben momentan Fledermausvorkommen in der Südpfalz, speziell die Winterquartiere der faszinierenden Tiere. Fledermäuse können als einzige Säugetiere dieser Erde fliegen. Sie orientieren sich durch Echoortung, mit der sie noch Tiere von der Größe kleiner als eine Mücke bei völliger Dunkelheit aufspüren und fangen können. Ihre Hände sind durch elastische Hautflächen zu Flügeln umfunktioniert, dadurch können sie besonders geschickte Flugmanöver bei der Jagd auf Insekten ausführen. Durch ihre nächtliche Lebensweise stellen sie denjenigen Insekten nach, die unsere tagaktiven Vögel nicht fangen, und erfüllen dadurch eine wichtige Funktion im Ökosystem. Im Verlauf eines Sommers vertilgt eine Fledermaus, je nach Art und Größe, zwischen 0,5 und 1 kg Insekten. Als echte Säugetiere tragen sie ein Fell und säugen ihre Jungen mit Muttermilch. In Rheinland-Pfalz kommen 20 Fledermausarten vor, die alle auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten stehen. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen vom Verlust ihrer Quartiere bis hin zur Ausräumung und Vergiftung unsere Landschaft. Während als Sommerquartier warme Dachböden, Mauerspalten oder Baumhöhlen bewohnt werden, halten die Tiere ihren Winterschlaf bevorzugt in feuchten, um 5 - 8 Grad Celsius warmen alten Bier-, Wein- und Eiskellern, Höhlen, Stollen und Felsspalten. Diese Winterquartiere aufzuspüren, zu dokumentieren und letztendlich für die Fledermäuse zu sichern ist das Ziel dieser momentanen ehrenamtlichen Erhebung. Nicht nur in Naturschutz- und FFH-Gebieten oder dem Naturschutz-Großprojekt „Bienwald“, sondern in der gesamten Südpfalz werden die Winterquartiere der nächtlichen Flugkünstler vom NABU gesucht. Hierzu sind die NABU Mitarbeiter auch auf die Hilfe aus der Bevölkerung angewiesen. Hinweise auf Quartiere nehmen der Fledermausexperte des NABU, Franz Grimm, Tel: 06345/919347 oder die NABU-Regionalstelle Südpfalz in Landau-Mörzheim, Tel.: 06341/31628 entgegen Jeder Anruf wird notiert und ein Mitarbeiter nimmt nach Absprache das Quartier vor Ort in Augenschein. Durch diese Erhebung erhofft sich der NABU einen bessere Kenntnis der vorkommenden Fledermausarten und deren Verbreitung in der Südpfalz zu bekommen.

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NABU Landau-Land entbuscht Tongrube: Helfer gesucht

3. Februar 06

Am kommenden Samstag, 04.02.06 ab 9.00 Uhr wird die NABU-Gruppe Landau-Land Biotoppflegearbeiten an der alten Tongrube am Kaiserbach bei Göcklingen durchführen. Im Rahmen des Pflegekonzeptes, das mit der Landespflegebehörde und der Ortsgemeinde abgestimmt wurde, wird auf Teilflächen der Aufwuchs entfernt, um offene sonnige Standorte zu erhalten. Freiwillige Helfer sind herzlich eingeladen. Astscheren, Spaten, Rebscheren, Äxte und Sägen bitte mitbringen - falls vorhanden. Natürlich ist für eine zünftige Stärkung der freiwilligen Helfer ist gesorgt! Anmeldung in der NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel.: 06341/31628. Noch ein aktueller Hinweis: Die Eisfläche nicht betreten - dies ist lebensgefährlich und durch die Ortgemeinde Göcklingen verboten.

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Kinder, Obstbäume, Steinschmätzer –  der NABU Bellheim blickt zurück auf ein aktives Jahr 2005

Der Rückblick auf das Jahr 2005, den Joachim Zürker, 1. Vorsitzender der NABU Gruppe Bellheim, bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag gab, war umfangreich. Neben diversen Biotoppflegemaßnahmen (Kopfweidenschnitt am Zweiersee und in der Zeiskamer Feldflur, Entbuschung an einem Wiesengraben, Pflegeschnitt von 130 und Kalkung von 180 Obstbäumen, Befreiung der Zeiskamer Kastanie von Ahorn-Wildwuchs, Mahd einiger Obstwiesen) wurden an diversen Stellen in der  Verbandsgemeinde Sträucher, Obst- und Nussbäume, eine Hecke und eine Kastanie gepflanzt und ein Straßenbeet in einer Zeiskamer Verkehrsinsel mit Lavendel, Wildblumen und Blumenzwiebeln umgestaltet. Ebenso wie diese Aktion kamen das Austeilen von mehreren hundert Tütchen mit Sämereien von Wildblumen, die Nachzucht der Zeiskamer Kletterrose sowie die Bestellaktion für alte Obstsorten sehr gut an in der Bevölkerung. Etwa 250 Nisthilfen für Vögel in Zeiskam und Bellheim wurden betreut und 10 neue für die Anlieger des ökologisch wertvollen Obstgebietes "Im Häßlich" organisiert. Auch am "Tag der sauberen Landschaft" beteiligte sich der NABU Bellheim. Beim Thema Verkehrssicherungspflicht am Bellheimer Friedrichsbühl hat sich der NABU für den Erhalt der dort wachsenden zum Teil sehr alten Bäume eingesetzt. Bei diversen Eingriffen in Natur und Landschaft im Kreis Germersheim war der NABU aktiv und machte konstruktive Vorschläge für sinnvolle Ausgleichsmaßnahmen. Im Gelände der zukünftigen LKW-Teststrecke von Daimler-Chrysler bei Wörth wurden 90 alte Obstbäume kartiert und mit der Partnerbaumschule Ritthaler Reisermaterial gewonnen, um das genetische Material der Bäume zu sichern. Diverse Info-Stände, das große NABU-Grillfest in Bellheim, einige durchgeführte naturkundliche Exkursionen, die Erfassung und Weiterleitung naturkundlicher Daten sowie ein umweltpädagogischer Beitrag des NABU bei Bellheimer Feuerwehrfest runden das Bild ab. Gelobt wurden die gute Zusammenarbeit mit dem NV-S, mit der Jugendfeuerwehr und der NABU Regionalstelle Südpfalz (Dr. Nathalie Plum) in Landau. Kassenwart Bernd Busch konnte trotz der zahlreichen Aktivitäten der Gruppe einen finanziellen Zuwachs vermelden.

Im Ausblick auf das Jahr 2006 betonte Zürker, dass sich der NABU, der sich bereits in 2005 mit umfangreichen Arbeiten am Erhalt der Queichwiesenlandschaft beteiligt hat, bei den Wässertagen in diesem Jahr noch mehr einbringen möchte. Ein neues Projekt in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung ist die Schaffung von Brutmöglichkeiten für den Steinschmätzer auf der NABU-Streuobstwiese bei Knittelsheim. Die feste Jugendgruppe (NAJU), die Beate Gaab in 2005 erfolgreich gegründet hat, blickt mit viel Begeisterung wieder auf ein abwechslungsreiches Programm in 2006 und ist der ganze Stolz der Gruppe.

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Landau LINGENFELD Nach 20 Jahren sind die Steinkäuze zurückgekommen

LINGENFELD: Erfolg nach 20 Jahren - NABU plant Fledermausnacht - Bei Flurbereinigung soll Gelände erworben werden

Über positive Ergebnisse beim Schutz des Steinkauzes freute sich der Vorsitzende des Naturschutzbundes (NABU) der Verbandsgemeinde Lingenfeld, Herbert Magin (Westheim), bei der Jahreshauptversammlung am Freitag. Mit dem Aufhängen weiterer Steinkauzröhren will die NABU-Gruppe 2006 an den „fulminanten Erfolg" anknüpfen und dieser Thematik Priorität einräumen.

Nach etwa 20-jährigem Warten hätten sich nun endlich wieder Steinkäuze angesiedelt, sagte Magin. Zwei von drei Paaren hätten erfolgreich insgesamt neun Jungtiere ausgebrütet. Der NABU-Gruppe gehörten 216 Mitglieder an. Besonders durch die intensive Jugendarbeit seien 19 Neueintritte (bei fünf Austritten) zu verzeichnen gewesen. 2006 sollen neben der Aktion „Saubere Landschaft" und weiteren Arbeitseinsätzen Schleiereulen-Kästen kontrolliert, die Fahrradbewachung beim Handkeesfest in Lustadt übernommen und die Amphibienwanderung am Mehlsee unterstützt werden.

Beteiligen werde sich der NABU auch an der Kerwe, „Stunde der Gartenvögel" (Mai) und Bat-Night (Fledermausnacht, August) des Landesverbandes. Mit einer Wald-Exkursion am 23. April Wald will der Verein auf den Vogel des Jahres, den Kleiber, aufmerksam machen. Auch eine pflanzliche Erkundung des Bahngeländes und Vorträge über Wildbienen, Eulen und Käuze sind geplant. Bei der Flurbereinigung will die NABU-Gruppe wieder Gelände erwerben.

Jugendwartin Cornelia Osterhorn (Westheim) teilte mit, dass die seit längerem bestehende 16-köpfige NABU-Kinder-/Jugendgruppe geteilt worden ist, damit Themen altersgerechter und differenzierter angegangen werden könnten. Besonders naturkundliche Erlebnisse seien für die jungen Naturliebhaber beeindruckend, berichtete Osterhorn und erwähnte die Auswilderung von Greifvögeln sowie das Beobachten von Siebenschläfern.

Von einem „sehr aktiven, hervorragenden Jahr 2005" sprach Schriftführer Manfred Wilhelm (Lingenfeld), im Rückblick. Er erinnerte an gelungene Pflanz-Aktionen, große Erfolge bei der Amphibien-Wanderung sowie die Schaffung eines Winterquartiers für Fledermäuse. An der Nachtexkursion hätten sich rund 100 Leute beteiligt.

Trotz zahlreicher Maßnahmen vergangenen Jahr berichtete Kassenwartin Jutta Magin (Westheim) von einem kleinen finanziellen Zuwachs. Ihre Zusammenarbeit mit der Lingenfelder NABU-Gruppe lobte die Leiterin der NABU-Regionalstelle Südpfalz, Dr. Nathalie Plum (Landau). (nti)

GOTTSCM / GOTTSCM

Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Pfälzer Tageblatt
Datum: Nr.20
Datum: Dienstag, den 24. Januar 2006
Seite: Nr.24

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Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben:

Obstbäume mit „heiligen" Namen in Ranschbach gepflanzt

19. Januar 06

Am vergangenen Samstag, den 14.1.06 pflanzten Vertreter des NABU und des Pfarrgemeinderats fünf Obstbäume beim Dorfgemeinschaftshaus in Ranschbach. Für die Aktion wurden alte Sorten mit geradezu sakralen Namen gewählt: zwei Herrgottsäpfel, eine Pastorenbirne, ein Kardinal-Bea-Apfel und ein Korbiniansapfel, der wohl die interessanteste Historie hat, wurde er doch 1944 im Konzentrationslager Dachau von Pfarrer Korbinian Aigner gezüchtet. „Wir haben bis zum letzten Moment gezittert, im wahrsten Sinne des Wortes, ob wir bei dem Frost in die Erde hineinkommen", so Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, die das Projekt initiiert hat. Glücklicherweise konnten die fleißigen Helfer trotz der Minusgrade ordentliche Pflanzlöcher ausheben, um den jungen Bäumen einen guten Start zu geben. Werner Kern, Vorsitzender des NABU Landau und diesjähriger Preisträger des Umweltpreises der Stadt Landau, zeigte den Anwesenden, wie man die Bäume beschneidet und richtig anbindet.

Die Aktion ist Teil des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projekts „Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben". Im März soll am gleichen Standort mit den Messdienern der Pfarrgemeinde ein Lebensturm gebaut werden – hoffentlich bei angenehmeren Temperaturen.

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Landau: Werner Kern: Unermüdlicher Kämpfer für den Naturschutz"

Werner Kern erhält Umweltpreis der Stadt für vielfältiges Umweltengagement - Zwei Belobigungen

18. Januar 06

Beim städtischen Neujahrsempfang wurde gestern Abend zum 23. Mal der Umweltpreis der Stadt Landau verliehen. Er geht für das Jahr 2005 an Werner Kern, Mitglied im Landesvorstand des Naturschutzbundes (NABU) Rheinland-Pfalz, für sein 30-jähriges Engagement in Sachen Naturschutz.

Für die Laudatio übergab OB Wolff das Wort an Dr. Gudrun Hollstein, die Direktorin der Landauer Zooschule, die im vergangenen Jahr ausgezeichnet wurde. Gudrun Hollstein zitierte in ihrer Würdigung des neuen Umweltpreisträgers die Bezirksgruppe Pfalz des Naturschutzbundes Deutschland, die Werner Kern als „unermüdlichen Kämpfer für den Natur- und Umweltschutz" beschreibt. Sie verwies darauf, dass Kern bereits 1972 als 29-Jähriger die Ortsgruppe Mörzheim des Bundes für Vogelschutz, der heutigen NABU-Ortsgruppe Landau, gegründet hatte und von 1995 bis 2004 Mitglied im Beirat für Landespflege der Stadt Landau war.

Kern habe weiterhin das umweltpädagogisch ausgerichtete Naturschutzzentrum Hirtenhaus mit aufgebaut und in seiner Funktion im NABU unter anderem Feuchtgebiete anlegt und betreut, Baum- und Gehölzpflanzungen initiiert oder Nistgelegenheiten für Vögel, Fledermäuse und Insekten organisiert. Bereits 2002 erhielt er für sein Umweltengagement mit dem Landesverdienstorden Rheinland-Pfalz die höchste Auszeichnung des Landes.

Kern bezeichnete den ihm verliehenen Preis als „große Ehre und Verpflichtung, weiter für Natur und Umwelt einzutreten". Viele Wissenschaftler suchten im Weltall nach einem der Erde vergleichbaren Planeten, bisher vergebens. Dieser „einmalige Himmelskörper" müsse geschützt werden. Kern rief Eltern und Großeltern dazu auf, ihren Kindern die Natur zu zeigen und „das Zwitschern der Vögel und das Rauschen eines Bächleins" zu entdecken. Ein Teil seines Preises gehöre seiner Ehefrau, sagte Kern, ein weiterer seinem „guten Freund", dem Umweltpfarrer Gerhard Postel.

Die Stadt hat auch wieder zwei Belobigungen für vorbildliches Engagement im Sinne des Umwelt und Naturschutzes ausgesprochen. Belobigt wurden der Schrebergartenverein „Am Lohgraben" für die Renaturierung des Oberwiesengrabens und die Klasse 10 e des Jahrgangs 2004/2005 der Konrad-Adenauer-Realschule mit ihrem Lehrer Dietmar Gottlieb für Pflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet auf dem Ebenberg. (rg/gau)

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Quelle: Publikation: DIE RHEINPFALZ , Regionalausgabe: Pfälzer Tageblatt
Datum: Nr.7, Datum: Montag, den 09. Januar 2006 , Seite: Nr.15

 

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Fax 06341/3526
 

letztes Update: 18.12.06

Uwe Wittner

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