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Gutes tun und darüber reden -
Natur vermitteln, informieren und aufklären ist
unser Ziel.
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Ein Weihnachtsgeschenk für die Natur
Altes Handy bringt nach dem Fest
Spenden ein
Die Handy-Kampagne von NABU und
Vodafone ist auf Erfolgskurs: Bis Anfang Dezember sind mehr als 8.100
Handys zugunsten des NABU beim Recycling-Unternehmen „Greener
Solutions“ eingegangen. Zahlreiche Bürger, aber auch Unternehmen,
Schulen und Behörden haben sich an der im Februar gestarteten Aktion
beteiligt und ihr Alt-Handy beim NABU abgegeben. Insgesamt konnten
über 65.000 Euro für den NABU gesammelt werden – allein in der
Südpfalz brachten die gut 200 Handys einen Betrag von über 1000 Euro
ein. Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU-Regionalstelle Südpfalz:
„Wir freuen uns sehr darüber, dass so viele Mitbürger die Aktion und
damit zugleich unsere Arbeit unterstützen.“ Für jedes Handy erhält der
Naturschutzbund Deutschland eine Spende von fünf Euro von seinem
Kooperationspartner Vodafone. Die Gelder verwendet der NABU für die
naturnahe Gestaltung der Unteren Havel – dem zur Zeit größten
Fluss-Renaturierungsprojekt Mitteleuropas.
Mobiltelefone sind beliebte
Weihnachtsgeschenke. Wer sein Alt-Handy umweltverträglich entsorgen
und gleichzeitig etwas für den Naturschutz tun möchte, kann es in der
NABU Regionalstelle Südpfalz, bei der Lokalen Agend 21 in Germersheim
(Adressen siehe unten) oder bei einem NABU-Aktiven in seinem
Bekanntenkreis abgeben. „Die Einsatzzeit eines Handys liegt in
Deutschland im Schnitt zwischen 18 und 24 Monaten. Es wäre schön, wenn
nicht mehr genutzte Handys einem guten Zweck zugute kommen“, betont
Plum.
Vodafone hat vor drei Jahren als erster
Mobilfunkbetreiber das Handy-Recycling eingeführt. Dr. Bernhard
Lorentz, Leiter Corporate Responsibility: „Nachhaltigkeit ist das
Leitprinzip unserer Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft. Daher
freuen wir uns über die umfassende Unterstützung des NABU beim
Handy-Recyclingprojekt, vor allem über das Engagement der
Ehrenamtlichen vor Ort, ohne die diese gemeinsame Kampagne nicht so
erfolgreich verlaufen könnte.“
Handy-Sammelstellen in der Südpfalz
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NABU
Regionalstelle Südpfalz im Hirtenhaus, Dr. Nathalie Plum, Brühlstr.
21, 76829 Landau-Mörzheim, Tel. 06341/31628,
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de
-
Lokale
Agenda 21 Germersheim, Brigitta Bräuer, Kolpingplatz 3, 76726
Germersheim, Tel. 07274-960-0,
bbraeuer@germersheim.de
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Natura
Bio-Laden, Sandstr. 5, 76726 Germersheim, Tel. 07274/770932

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Das ideale Futterhäuschen
NABU rät: Hängend und
mit Anflugbrett ist sauber - und nicht nur für Meisen
Inzwischen ist allgemein bekannt, dass
unsere heimischen Singvögel im Winter nicht hungern müssen, wenn man
ihnen einen Naturgarten bietet. Unter Laub und Rindenmulch, im
Kompost, in Halmen von Stauden und Gräsern sowie in den Ritzen von
Trockenmauern finden die Vögel genügend eiweißreiche Nahrung wie
Insektenlarven. Einheimische Sträucher ergänzen die Nahrung mit
vitaminreicher Beerenkost.
Die Winterfütterung von Vögeln ist nur
bei geschlossener Schneedecke und „grimmigem Frost“ sinnvoll. „Mit der
Dauerfütterung während des gesamten Winterhalbjahres erweist man der
Natur einen Bärendienst“, so Herbert Riebel vom NABU Landau-Land. Die
ständige Fütterung, auch während der Wärmephasen, hat zur Folge, dass
die natürliche Auslese unter den heimischen Standvögeln wie der
Kohlmeise gehemmt wird. Schwache, kränkliche Tiere überleben den
Winter und machen den rückkehrenden Zugvögeln – meist seltenere
Gattungen wie Wendehals, Gartenrotschwanz und Trauerschnäpper - im
Frühjahr die knappen Brutplätze streitig.
Dennoch wollen Gartenbesitzer und vor
allem Familien mit Kindern auf die Fütterung nicht ganz verzichten und
das ist verständlich: So mancher der versierten Ornithologen beim NABU
hat seine ersten Begegnungen mit den gefiederten Freunden am
Futterhäuschen gemacht. Solche Beobachtungen können Faszination
wecken. „Im Sinne der Umweltbildung ist die Fütterung immer sinnvoll“,
so Herbert Riebel – „dann sollte man es aber auch möglichst richtig
machen.“
Wichtig ist dabei die Hygiene.
Hängendes Futter hat den Vorteil, dass die Vögel nicht im eigenen Kot
herumpicken, wie dies bei den klassischen „Vogelhäuschen“ mit einer
horizontalen Futterfläche der Fall ist. Die bekannten Meisenknödel
jedoch verdienen ihren Namen zurecht – locken sie doch vorzugsweise
Vögel dieser einen Gattung an, die ihre Nahrung gerne von unten
anpicken. „In Deutschland werden jedes Jahr mehr Meisenknödel
produziert, als die Meisen in der gleichen Zeit fressen könnten,
selbst im strengsten Winter“, so Riebel. Auch an halben
Kokosnussschalen und kopfüber hängenden Blumentöpfen gehen andere,
seltenere Arten (Dompfaff, Grünfink, Haussperling, Kleinspecht) und
alle Weichfutterfresser wie Amsel, Rotkehlchen, Zaunkönig und
Heckenbraunelle leer aus.
Herbert Riebel empfiehlt deshalb ein
senkrecht hängendes Futterhäuschen mit Anflugbrettern, das von einem
breiten Spektrum von Arten aufgesucht wird. Als Füllung empfiehlt sich
tierisches Fett mit einer Mischung aus Sonnenblumenkernen, Hanfsaat,
Haferflocken, gehackten Nüssen und kleineren Sämereien. Diese Mischung
stellt man am besten selbst her. Handelsübliches Kanarien- und
Waldvogelfutter ist zwar durchaus geeignet für die Vögel, birgt aber
eine Gefahr: Unter den Samen können durchaus welche der gefährlichen
Ambrosia-Pflanze sein, die im nächsten Sommer unter dem Futterhäuschen
auskeimt und mit ihren Pollen Allergien auslösen kann. Diese Pflanzen
sollte man dann unbedingt vor der Fruchtreife vernichten.
Zum Weiterlesen:
Anleitung zum Selbermachen von
Vogelfutter:
http://www.nabu.de/m05/m05_03/01899.html
Die Beifuß-Ambrosie in Deutschland:
http://www.nabu.de/m05/m05_11/05465.html
Aktion:
Der NABU verschenkt Meisenknödel an interessierte Kindergärten und
Schulen. Bei Interesse abzuholen bei der NABU Regionalstelle im
Hirtenhaus, Landau-Mörzheim, Tel. 06341/31628

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Baum des Jahres 2006 – NABU Neustadt pflanzt Schwarzpappeln in
Diedesfeld
Am Samstag, 09.12.06 führte die
neu gegründete NABU-Gruppe Neustadt/Weinstraße ihre erste
Naturschutzaktion durch: drei Exemplare der selten gewordenen
Schwarzpappel, Populus nigra, dem Baum des Jahres 2006,
wurden auf dem NABU-Grundstück in NW-Diedesfeld gepflanzt. Der Standort
am Bach ist mit seiner hohen Bodenfeuchte ideal. Die Baumart
kommt in Deutschland nur noch in Reliktvorkommen an Rhein,
Elbe und Oder vor. Mit gemeinschaftlichen Kräften wurden
die Pflanzlöcher ausgehoben, die Pfähle in die Erde gerammt
und die jungen Bäume gepflanzt. „So eine Aktion schafft schon
schnell ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und weist auf eine
aktive Zukunft der Gruppe hin – viel eher, als wenn man nur am
Tisch sitzt und plant“ – da waren sich die Vorsitzenden Martin
Grund und Ursula Mosebach einig.
Schwarzpappeln bereichern Diedesfelder Flur
Bericht aus der
"Rheinpfalz" vom 16.12.2006
Die neu gegründete Ortsgruppe
Neustadt des Naturschutzbundes (NABU) hat am Samstag auf einem
Grundstück am Saualimentsgraben in Diedesfeld drei
Schwarzpappeln gepflanzt. Die Schwarzpappel ist Baum des
Jahres 2006.
Das rund 3000 Quadratmeter große Grundstück an der
Gemarkungsgrenze zu Kirrweiler hatte der NABU Rheinland-Pfalz
vor mehreren Jahren bei einer Flurbereinigung gekauft. Er will
das Feuchtgelände erhalten und eine Bewirtschaftung
verhindern, berichtete Martin Grund und Anette Schwarz von der
Neustadter NABU-Gruppe. Die drei Schwarzpappeln sollen den
bereits vorhandenen Pappelbestand verstärken. Von der
Schwarzpappel, die auf der Liste bedrohter Pflanzenarten
steht, gibt es nach Angaben des NABU in Deutschland nur noch
etwa 3000 Exemplare.Wie Franz Grimm von der NABU-Gruppe Edenkoben erklärt, wüchsen
die Bäume nur in Feuchtgeländen, zudem müsse aufgrund der Art
ihres Wuchses ein Abstand von mindestens acht Metern zum
Nachbargrundstück eingehalten werden. Deshalb könne die
Schwarzpappel in der Region nur an wenigen stellen
gedeihen. Schwarzpappeln können etwa 200 Jahre alt und bis zu
35 Metern hoch werden.Thomas Fischer, Martin Grund, Ursel Mosebach, Anette Schwarz
und Hans-Peter Schwarz, alle Mitglieder der Neustadter
NABU-Gruppe, hoben drei Pflanzengruben aus, rammten
Stützpfähle in die Erde und pflanzten die Bäume. Sie waren so zurechtge-schnitten, dass sie "schlank und rank" in die Höhe
wachsen können und nicht in die Breite.
Als nächste Aktion will die NABU-Gruppe auf dem Gelände einige
Kopfweiden so beschneiden, dass Totholz entsteht. Totholz
biete Insekten und anderen Kleinlebewesen wertvollen
Lebensraum, erklären Grund und Schwarz.
Ganz und gar nicht begeistert waren die NABU-Mitglieder davon,
dass offensichtlich erst vor wenigen Tagen jemand von einer
dieser Kopfweiden einen Teil abgesägt hat. Einen Teil des
Holzes hat der Frevler mitgenommen, vermutlich als Brennholz

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Adventswanderung des NABU zur Landauer Hütte/ Burg Neuscharfeneck
Am Sonntag, 10. Dezember ab
9.30 Uhr lädt die NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer ein zu einer
Adventswanderung von Gleisweiler zur Landauer Hütte und
Burgruine Neuscharfeneck. Alle Mitglieder, Gönner und Freunde
des NABU sind recht herzlich eingeladen. Treffpunkt: Parkplatz
an der oberen Bushaltestelle in Gleisweiler. Die Wanderung
führt vorbei an den vom NABU betreuten Flächen im
Naturschutzgebiet, durchs Hainbachtal hinauf zur Landauer
Hütte. Nach dortiger Einkehr geht es weiter zur Burgruine
Neuscharfeneck und dann wieder zurück zum Ausgangspunkt.
Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind erforderlich.
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Obstbäume als Ausgleich
NABU legt neue Streuobstwiese in Walsheim
an
Am Wochenende pflanzte die
NABU-Gruppe Landau-Land in einer großen Aktion 40 Obstbäume in
der Gemarkung „Mühlacker“ am Hainbach zwischen Walsheim und
Böchingen. Die Obstwiese wird als Ausgleich für das
Neubaugebiet „Am Forstweg“ angelegt. Bereits vor 20 Jahren hat
die NABU-Gruppe, die im kommenden Jahr ihr 25jähriges Bestehen
feiert, den damals kahlen Hainbach östlich von Walsheim
bepflanzt. Die neue Obstwiese bildet einen weiteren
landschaftlichen Akzent im Bachtal und wird sich mit der Zeit
zu einem vielfältigen Lebensraum für zahlreiche Tier- und
Pflanzenarten entwickeln.
Mit alten und neuen Aktiven, insgesamt
20 Personen, konnte die Arbeit rasch über die Bühne gebracht werden.
Hans Frech (Göcklingen), Vorsitzender der NABU-Gruppe Landau-Land,
freute sich besonders über die vielen Kinder und Jugendlichen, die mit
großem Eifer bei der Sache waren. „Als ich den drei Jungs bei ‚ihrem’
Pflanzloch zur Hand gehen wollte, haben sie mich weggeschickt: Sie
wollten das Loch für ‚ihren’ Obstbaum auf jeden Fall alleine graben!“
Anschließend stärkte man sich mit einer heißen Suppe, die bei dem
herrschenden Nieselregen besonders gut tat.
Obstbaum-Experte Markus Pfeiffer
(Ingenheim) hatte die hochstämmigen alten Sorten ausgewählt und
gemeinsam mit Rolf Schmitt (Walsheim), dem Initiator der Aktion,
bereits früh morgens die optimalen Standorte für die einzelnen Bäume
bestimmt. Wohlklingende Namen wie Roter Berlepsch, Goldpamäne,
Ananas-Reinette, Winterzitronenapfel und Kandeler Zuckerzwetschge
lassen erahnen, welche kulinarischen Genüsse die Wiese in einigen
Jahren hergeben wird, wenn die Bäume erst Früchte tragen.
Der NABU bedankt sich bei allen großen
und kleinen Helfern herzlich für den Einsatz.
Info: Walsheimer Bürger können für 25
Euro eine Baumpatenschaft übernehmen und ihren Baum selbst pflegen und
abernten oder, nach Mithilfe bei der Ernte, die entsprechende Menge
Saft erhalten. Weitere Informationen in der NABU Regionalstelle, Tel.
06341/31628,
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de oder direkt bei Rolf Schmitt, Tel.
06341/61886

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Arbeitseinsatz in den Holzwiesen – Bewässerung für Störche
gewährleistet
Die
NABU-Gruppe Bellheim und der Jugendpfleger der Verbandsgemeinde,
Matthias Brock, organisierten am vergangenen Samstag (18.11.06) einen
Arbeitseinsatz in den Holzwiesen. Die Wiesen am Spiegelbach zwischen
Bellheim und Zeiskam werden an den traditionellen Wässertagen
regelmäßig von zahlreichen Weißstörchen als Nahrungsrevier aufgesucht.
Ziel des Einsatzes, bei dem die Bürger zur Mithilfe aufgerufen worden
waren, war das Freilegen der Rohrendstücke vor den Schließen, damit im
kommenden Jahr eine bessere Bewässerung gewährleistet ist. Die zehn
freiwilligen Helfer, teils vom Naturschutzbund, teils andere
Interessierte, wurden vom Ortsbürgermeister der Gemeinde Bellheim,
Herrn Dr. Heinz, durch einen Imbiss belohnt. Die Arbeit ging gut von
der Hand: Innerhalb von 4 Stunden wurden im Nordgraben vier Schließen
und im Mittelgraben zwei Schließen von Erde und Gestrüpp gesäubert.
Schilf und kaputte Rohrteile wurden entfernt.
Dennoch
bleibt einiges zu tun: Endstücke müssen neu einbetoniert, beschädigte
Rohre ausgewechselt und intakte Rohre durchgespült werden. Dies war
also sicherlich nicht der letzte Samstag, an dem die Naturschützer in
den Wiesen aktiv geworden sind.
Der NABU
Bellheim bedankt sich herzlich bei allen, die an dieser erfolgreichen
Aktion mitgewirkt haben.
Wenn Sie über weitere Einsätze informiert
werden wollen, melden Sie sich in der NABU Regionalstelle Südpfalz,
Tel. 06341/31628,
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

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Hirtenhaus wird SCHUR-Station
Pädagogisches Zentrum verleiht Urkunde für
schulnahe Umwelterziehung
Als Werner Kern,
Vorsitzender des NABU Landau, im Jahr 1978 mit der
Umweltbildungsarbeit begann, war er einer der Vorreiter der Bewegung,
die heute aus dem Schulalltag kaum mehr wegzudenken ist. Nach einer
„Durststrecke“ Ende der 90er Jahre, als Mitstreiter Gerd Becht
ausschied und Kern die Umweltbildung allein mit einigen Ehrenamtlichen
bestritt, konnten wieder verschiedene hauptamtliche Kräfte eingestellt
werden. Seit 2003 arbeitet die Naturerlebnisschule Landau nach dem
Motto „Mit Kopf, Herz und Hand“ daran, Kindern die Natur auf
spielerische Weise nahe zu bringen. Ingeborg Keller und Ulrike van der
Bloemen, beide ausgebildete Umweltpädagoginnen, begleiten im Schnitt
zwei Mal wöchentlich Schulklassen vom Hirtenhaus aus ins „Grüne
Klassenzimmer“ am Mörzheimer Brühlgraben. Überdies gestalten sie
bereits seit über 2 Jahren mittwochs den Nachmittagsunterricht in der
Grundschule Horst und bieten Ferienveranstaltungen an.
„Die Auszeichnung des Hirtenhauses als
„SCHUR-Station“ war längst überfällig“, so Martin Rothe, Fachberater
für Nachhaltigkeitserziehung an der Integrierten Gesamtschule Kandel.
In Begleitung von Rainer Tempel, Referent für Bildung für nachhaltige
Entwicklung beim Pädagogischen Zentrum (PZ) in Bad Kreuznach, war er
gekommen, um die Urkunde und ein Schild für die Hauswand im Auftrag
des Ministeriums für Bildung und Forschung an Werner Kern zu
überreichen.
Rothe schilderte kurz die Entwicklung
der schulnahen Umwelterziehungseinrichtungen in Rheinland-Pfalz. Die
ersten außerschulischen Partner waren die Forstämter im Norden des
Landes; von einer „einfachen Hütte im Wald, die der Förster den
Kindern bei Schlechtwetter aufschließt“ bis zu richtigen
Umweltbildungszentren reicht das Spektrum der Einrichtungen.
Inzwischen gibt es auch im Süden des Landes viele qualitativ gute
Einrichtungen, darunter die Zooschule Landau, der Wild- und Wanderpark
Silz, das Pollichia-Museum in Bad Dürkheim, die Waldökostation
Wilgartswiesen, der Seminarbauernhof Gut Hohenberg in Queichhambach
und eben das Naturschutzzentrum Hirtenhaus.
Ingeborg Keller berichtete den
Vertretern des PZ, dass die Naturerlebnisschule sich steigender
Beliebtheit erfreut – im Jahr 2004 waren es noch 920 Kinder, im Jahr
2006 bereits jetzt im November 1377 Kinder von 23 verschiedenen
Einrichtungen (Schulen, Kindergärten, Kirchen) aus Landau und den
Kreisen SÜW und GER, die an den Veranstaltungen teilgenommen haben.
Selbst im Winter ist die Nachfrage groß - es hat sich rumgesprochen,
dass man in Mörzheim einen anregenden und lehrreichen Tag mit den
Schülern verbringen könne.

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Kranichzug erreicht Höhepunkt
Am vergangenen
Wochenende konnten aufmerksame Beobachter immer wieder keilförmige
Formationen von großen Zugvögeln am Himmel beobachten. Nicht etwa
Wildgänse, sondern Kraniche waren zu hunderten auf ihrem Flug vom
Nordosten gen Südwesten. Unter trompetenden Rufen ziehen die
prächtigen Vögel von ihrem Sammelplatz in der Nähe der Insel Rügen in
ihr Winterquartier in der spanischen Extremadura und überqueren dabei
die Pfalz. Kranichbeobachtungen können beim Naturschutzbund NABU unter
Tel. 06341/31628 gemeldet werden.
Neue Lobby
für die Natur:
Naturschutzbund Neustadt formiert sich
Treffen am nächsten Montag Der Raum im
Sportzentrum Diedesfeld war voll, als der Naturschutzbund (NABU) zum
Gründungstreffen der NABU-Gruppe Neustadt aufrief. Neben 12
Interessierten, die sich auf den Zeitungsaufruf hin gemeldet hatten,
waren 4 bereits aktive Neustädter Naturschützer und die Vorsitzenden
der umliegenden NABU-Ortsgruppen anwesend. Der NABU ist der größte
Natur- und Umweltschutzverband in Deutschland. In der Südpfalz setzen
sich bereits 7 NABU-Gruppen für den Schutz von Lebensräumen wie
Streuobstwiesen, Trockenmauern, Feuchtbiotopen und
Fledermausquartieren ein und sind aktiv in der Umweltbildung, zum
Schutz von Tieren und Pflanzen und natürlich in der politischen
Lobbyarbeit für bessere Lebensbedingungen von Mensch und Natur.
Zum Einstieg stellte
der Landesvorsitzende Siegfried Schuch die Naturschutzarbeit des NABU
in Rheinland-Pfalz vor. Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU
Regionalstelle Südpfalz, gab einen Überblick über aktuelle Projekte in
der Region. Die Anwesenden aus Neustadt äußerten ihre Beweggründe, im
Naturschutz aktiv zu werden und machten erste Vorschläge für konkrete
Aktionen. Franz Grimm vom NABU Edenkoben/Maikammer, der in Begleitung
einiger Aktiver seiner Gruppe gekommen war, sowie Nicolas Bachmann vom
NABU Wachenheim/Deidesheim und Werner Kern vom NABU Landau boten Hilfe
und Zusammenarbeit an. Jürgen Reinke vom NABU Kaiserslautern, der erst
vor anderthalb Jahren die Gruppe gegründet hat, machte Mut: „Keine
Angst vor den notwendigen Ämtern, wichtig ist, dass man mit Spaß und
Freude an einige kleine Naturschutzprojekte herangeht und gemeinsam
etwas bewegt.“
Das nächste Treffen
der Gruppe findet statt am Montag, 13.11.06 um 19:30h im Restaurant Böbig, Harthäuserweg 40 in Neustadt-Böbig. Dort sollen konkret die
geplanten Projekte (Amphibienschutzzäune, Anbringen von Nisthilfen,
Gründung einer Jugendgruppe und Umweltbildung) besprochen werden.
Für Rückfragen: NABU
Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

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Neustadt Naturschützer bauen
Neustadter Gruppe auf
Gründungsversammlung des NABU in Diedesfeld - Reger Austausch unter
Alt- und Neumitgliedern
Der Naturschutzbund (NABU) hat auf einem ersten Treffen und Kennenlernen
im Sportzentrum des TuS Diedesfeld nun auch eine Gruppe für Neustadt
gegründet. Mit insgesamt rund 400 000 Mitgliedern ist der NABU
bundesweit der größte und älteste Natur- und Umweltschutzverband. Ins
Leben gerufen wurde er 1899 in der Zeit der Industrialisierung, damals
noch unter dem Namen „Bund für Vogelschutz".
In einer Übersicht stellte Landesvorsitzender Siegfried Schuch die
zentralen Themen- und Arbeitsgebiete des Nabu in Rheinland-Pfalz vor,
der sich vornehmlich für den Schutz von Lebensräumen und natürlichen
Ressourcen einsetzt. Schuch betonte, dass es sich dabei um eine
Laienorganisation für die breite Masse handle, bei der sich jedermann
je nach individuellen Neigungen und Fähigkeiten einbringen könne.
Vogel-, Amphibien- und Fledermausschutz sowie Exkursionen zur
Umweltbildung und Biotop-Pflege gehören zu den wichtigsten Projekten
des Nabu in der südpfälzischen Region. Leiterin der Regionalstelle
Südpfalz, Dr. Nathalie Plum, verwies auch auf die Arbeit der
Naturschutzjugend, die selbstverständlich in Neustadt ebenfalls
gefördert werden solle. Bereits aktive Mitglieder des Nabu Südpfalz
berichteten von ihrer Arbeit und Erfahrung im Naturschutz.
So fand beim Gründungstreffen der Neustadter Gruppe auch gleich ein
reger Austausch unter Alt- und Neumitgliedern statt. Ein
Einstiegsthema boten da die Kraniche, die in den letzten Tagen und
Nächten über Neustadt in Richtung Süden gezogen waren. Da werde klar,
dass es einfach wichtig sei, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen
und sich von der Vielfalt der Natur faszinieren zu lassen, waren sich
die Nabu-Mitglieder einig.
Als vorrangige Ziele für die nächste Zeit wurden die Aufstellung einer
Satzung und die Wahl eines Vorstandes festgelegt. (suki)
Termin:
Das nächste Treffen der neu gegründeten Nabu-Gruppe Neustadt findet
statt Montag, 13. November, um 19.30h im Restaurant „Böbig",
Harthäuserweg 40, in Neustadt-Böbig statt. Dort sollen konkret die
geplanten Naturschutzprojekte (Amphibienschutzzäune, Anbringen von
Nisthilfen, Gründung einer Jugendgruppe und Umweltbildung) besprochen
werden.
Für Rückfragen steht zurzeit die Nabu-Regionalstelle Südpfalz, Telefon
06341/31628 zur Verfügung. E-Mail ist zu richten an Nabu.Suedpfalz@nabu-rlp.de
Quelle: DIE RHEINPFALZ vom 8. November 2006

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Vogel
des Jahres 2007 fliegt in die Freiheit
Turmfalken-Auswilderung in Lachen-Speyerdorf –
Nistkasten angebracht
Trotz
des „kritischen“ Blicks wirkte das Falkenweibchen ruhig, das in der
Nähe des Lachen-Speyerdorfer Flugplatzes in der Hand von Franz Grimm,
dem Vorsitzenden des NABU Edenkoben/Maikammer, auf den Flug in die
Freiheit wartete. Das Tier war mit einem gebrochenen Flügel vor
einigen Wochen in die NABU Greifvogelauffangstation in Haßloch
eingeliefert worden. Nachdem der Flügel vom Tierarzt geschient wurde
und der Bruch verheilt ist, kann das Tier nun wieder Mäuse jagen. Von
Franz Grimm in die Luft geworfen, drehte der Turmfalke über der Wiese
eine Runde im Tiefflug und ließ sich dann auf einer hohen Linde
nieder. „Die muss sich erst an die neue Situation gewöhnen und sich
einen Überblick verschaffen“, so Grimm. „Das Gebiet ist aber als
Revier ideal: Bäume als Sitzwarten und freies Feld zum Jagen.
Vielleicht siedelt sie sich ja hier an.“ Um dafür die besten
Voraussetzungen zu schaffen, brachte Grimm auch noch einen
Turmfalken-Nistkasten in einer hohen Eiche gegenüber dem
Diakonissenhaus an. Dabei assistierte ihm Christoph Bittlinger,
Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ). „Auch als
Unterschlupf bei Schlechtwetter sind solche Kästen bei den Falken
beliebt“, so Grimm.
Info:
Wer an seinem Wohnhaus einen Turmfalkenkasten anbringen will, dem
steht der NABU mit Rat und Tat zur Seite. Zum Vormerken: Der NABU lädt
ein zu einem ersten Treffen naturschutzinteressierter Bürger in
Neustadt und Lambrecht. Freitag, 3.11. ab 19 Uhr im Sportzentrum
Diedesfeld. Info in der NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel.
06341/31628,
www.NABU-Suedpfalz.de

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Frau Nachbarin, ein Gehege bitte
Nistkasten für Turmfalkenweibchen angebracht
Ein Turmfalkenweibchen ist neue Nachbarin des Diakonissen-Mutterhauses
in Lachen-Speyerdorf. Mitarbeiter des Naturschutzbundes (NABU)
haben in einer anfluggeeigneten Eiche einen geräumigen Nistkasten für
den Vogel des Jahres angebracht. Das Tier stammt aus der
Greifvogelstation in Haßloch. Dort war es, nachdem es sich den Flügel
gebrochen hatte, geschient und aufgepäppelt worden, bis man davon
ausgehen konnte, dass es sich wieder selbst versorgen kann. Spannend
war denn auch der erste Flug in der Freiheit für die Mitglieder des
NABU: "Wir sehen, sie kann fliegen, sie kommt hoch. Das kostet die
meiste Kraft", zeigte sich Franz Grimm , erster Vorsitzender des
NABU
Edenkoben-Maikammer zufrieden, nachdem er das Turmfalkenweibchen mir
gezielten Griff in die Luft geworfen hatte. Der Vogel des Jahres 2007
drehte zunächst eine Runde und genoss dann den Ausblick in luftiger
Höhe von einer Linde. Ob das Tier den Luxusnistplatz annimmt, ist noch
offen. Aber Turmfalken suchen einen Platz zum Brüten. Und: "Ein Vogel,
der aus 100 Metern eine Maus springen sieht, findet so einen Kasten
auf jeden Fall." Der NABU lädt ein zur Gründung einer Neustadter
Gruppe am Freitag, 3. November, 19 Uhr, im Sportzentrum Diedesfeld.
Bericht aus der "Rheinpfalz" vom 28.10.2006
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Obstbäume und Wässerwiesen:
NABU sucht wieder Helfer
Die
ersten Arbeitseinsätze des Naturschutzbund NABU für das Winterhalbjahr
stehen fest, und für alle Aktionen werden wieder freiwillige Helfer
gesucht:
Am
Dienstag, 31.10. ab 9 Uhr bringt der NABU Landau-Stadt an seinen
Obstbäumen Leimringe gegen den Frostspanner an. Treffpunkt am
Naturschutzzentrum Hirtenhaus.
Am
Samstag, 18.11. von 11 bis 14 Uhr organisiert der NABU Bellheim wieder
eine Freilegung der Bewässerungsrohre in den Holzwiesen. Treffpunkt
ist der Parkplatz an der Straße zwischen Bellheim und Zeiskam.
Am
Samstag, 25.11. ab 9 Uhr wird der NABU Landau-Land 40 Obstbäume
(Hochstamm, alte Sorten) auf einer Wiese bei Walsheim anpflanzen.
Treffpunkt ist der Parkplatz westlich von Walsheim auf der Straße in
Richtung Böchingen bei der Walsheimer Obermühle. Walsheimer Bürger
können außerdem für 25 Euro eine Baumpatenschaft übernehmen und ihren
Baum selbst pflegen und abernten oder, nach Mithilfe bei der Ernte,
die entsprechende Menge Saft erhalten.
Bei
den letzten beiden Aktionen empfehlen sich Gummistiefel, und wer eine
Schaufel oder einen Spaten hat, sollte diese mitbringen. Die Helfer
erhalten bei allen Aktionen eine kleine Stärkung und eine Flasche
Apfelsaft von NABU-Streuobstwiesen.
Weitere Informationen und Anmeldung in der NABU Regionalstelle, Tel.
06341/31628 oder
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de.

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Gemeinsam für die Gelbbauchunke
Forst, NABU und Verwaltung schaffen
Laichgewässer in Eschbach
Die
zahlreichen Wanderer, die oberhalb von Eschbach parallel zur
Weinstraße wanderten und den klaren Blick in die herbstlich bunte
Rheinebene genossen, wunderten sich nicht schlecht: Die Landrätin
Theresia Riedmaier, umringt von Vertretern von Forst, Behörden und dem
Naturschutzbund NABU sowie dem Bürgermeister und einigen Anwohnern aus
Eschbach, begutachtete eine Reihe von Schlammlöchern am Wegesrand.
Grund
für dieses Treffen im Grünen, zu dem Rüdiger Schickel und Richard
Dümmler von der Unteren Naturschutzbehörde eingeladen hatten, war ein
äußerst seltenes Amphibium: die Gelbbauchunke, nach europäischem Recht
streng geschützt und am Haardtrand seit Jahren verschollen – es fehlen
geeignete Laichgewässer. Dabei ist die oberseits unscheinbare Unke mit
dem auffallend gelb gefleckten Bauch eigentlich genügsam: Schon eine
Wagenspur voller Wasser reicht, damit der Nachwuchs sich entwickeln
kann. Solche flachen Kleingewässer sind jedoch rar geworden, und
Wagenspuren bleiben selten ungestört. Die Naturschutzbehörden waren
sich mit dem Forst und dem NABU schnell einig, was zu tun ist. Der
NABU, der sich auch bereits vor Jahren im Frankweilerer Steinbruch für
die Unken stark gemacht hatte, sorgte für den ersten praktischen
Schritt. Arno Laux vom NABU Arbeitskreis Eschbach trommelte mit Hilfe
der NABU Regionalstelle im Februar 2006 ein ganzes Aufgebot an Helfern
zusammen und verteilte Spaten und Spitzhacken an Messdiener,
Studierende aus der NABU Hochschulgruppe und aktive Anwohner. So
entstanden eine Reihe von flachen Löchern, die sich auch alsbald mit
Wasser füllten und noch im gleichen Frühjahr der Erdkröte als
Kinderstube dienten, wie Laux berichtet. Der Forst schützte die
Gewässer mit einem Holzzaun vor Wildschweinen. „Die verschmähen
keinerlei eiweißhaltige Nahrung und würden den Laich vernichten“, so
Siegfried Weiter vom Forstamt Landau. Ludwig Simon vom Landesamt für
Umwelt, der das Artenschutzprojekt Gelbbauchunke betreut, betonte,
dass man im Naturschutz zuweilen einen langen Atem haben müsse und
riet zur Geduld mit der seltenen Unke.
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14 Jahre für den Nachwuchs im
Naturschutz
Lothar Engelmann vom NABU Edenkoben/Maikammer
erhält die
Ehrennadel des Landes
Im Kreise seiner Familienangehörigen und Mitstreiter erhielt Lothar
Engelmann aus Edesheim, 2. Vorsitzender des NABU Edenkoben/Maikammer,
die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz.
Landrätin Theresia Riedmaier, die seit Februar diesen Jahres selbst
Mitglied beim NABU ist, überreichte Engelmann die Auszeichnung im
festlich hergerichteten Sitzungssaal der Kreisverwaltung. Engelmann
ist seit 25 Jahren ehrenamtlich im NABU bzw. DBV engagiert und fördert
seit 14 Jahren gezielt den Nachwuchs. Seine erste NAJU leitete er in
Altdorf. Seine jetzige Gruppe, die NAJU Edesheim, unterhält eine
Bachpatenschaft für einen Abschnitt des Modenbachs, hat einen
Heckenlehrpfad angelegt und gibt naturkundliches Wissen an jüngere
Kinder, die „B-Jugend“, weiter. Für ihren kontinuierlichen Einsatz
wurde die Gruppe bereits mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet: mit
dem Umweltpreis des Landkreises, einem Sonderpreis der Stiftung Natur
und Umwelt Rheinland-Pfalz sowie dem Manfred-Eschbacher-Preis der SPD
der Verbandsgemeinde Edenkoben. „Die Preise waren das schönste
Erlebnis, das wir mit der NAJU hatten und haben uns für unsere Arbeit
sehr motiviert – aber heute geht es um den Lothar, und das hat er sich
auch verdient“, so der 18jährige Fabian Krapp, der mit Manuel Mauer
stellvertretend für die rund 20 Kinder und Jugendlichen der Gruppe
gekommen war, um zu gratulieren.
Wie so viele engagierte Menschen ist Engelmann in mehr als einem
Verein aktiv: Im Vorstand des Heimat- und Kulturvereins setzt er sich
für die Dorfkultur in Edesheim ein.
Kurt Beck konnte nicht selbst anwesend sein, ließ aber durch die
Landrätin herzlich gratulieren. Renate Engelmann erhielt einen
Blumenstrauß, „als Anerkennung dafür, dass Sie Ihren Mann in seinem
Ehrenamt stets unterstützt haben“, so Riedmaier.
Naturschutzbund lädt ein zum Gründungstreffen der NABU-Gruppe Neustadt
16.10.2006
Am
Freitag, den 03. November 2006 um 19 Uhr findet das Gründungstreffen
der NABU Gruppe Neustadt im Sportzentrum des TuS Diedesfeld östlich
der Bundesstraße 38 statt.
Der Naturschutzbund (NABU) ist der größte Natur- und
Umweltschutzverband in Deutschland. In der Südpfalz setzen sich
bereits 6 NABU-Gruppen für den Schutz von Lebensräumen wie
Streuobstwiesen, Trockenmauern, Feuchtbiotopen und
Fledermausquartieren ein und sind aktiv in der Umweltbildung, zum
Schutz von Tieren und Pflanzen und natürlich in der politischen
Lobbyarbeit für bessere Lebensbedingungen von Mensch und Natur. Nun
soll auch in Neustadt eine Gruppe gegründet werden, die sich für den
Naturschutz vor Ort einsetzen wird. Alle NABU-Mitglieder, ob groß oder
klein, aus Neustadt und den umliegenden Gemeinden sind herzlich
eingeladen, hier mitzumachen. Auch eine Gruppe der Naturschutzjugend
NAJU soll gegründet werden. Kinder und Jugendliche, die sich mit der
Vielfalt der heimischen Natur vertraut machen oder sich bei spannenden
Aktionen für den Naturschutz einsetzen wollen, sind ebenfalls herzlich
willkommen.
Der
Landesvorsitzende Siegfried Schuch wird die Naturschutzarbeit des NABU
in Rheinland-Pfalz vorstellen. Dr. Nathalie Plum, Leiterin der
Regionalstelle Südpfalz, wird einen Überblick über aktuelle Projekte
in der Region geben. Aktive NABU- und NAJU-Mitglieder aus den
Südpfälzischen Gruppen werden dort sein und gerne von ihrer Arbeit und
ihren Erfahrungen berichten. Für Rückfragen: NABU Regionalstelle
Südpfalz, Tel. 06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

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Gründung erfolgreich: Spinn- und Handarbeitsstube im Hirtenhaus
geht weiter
16.10.2006
Am vergangenen Donnerstag,
traf sich zum ersten Mal die „Spinn- und Handarbeitsstube“ im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus des NABU Landau in Mörzheim.
Zehn Damen pflegten
hier beim Spinnen, Häkeln und Sticken die sehr alte Tradition
der "Spinn- oder Kunkelstuben" und tauschten Wissen über Schafwolle
und Erfahrungen mit ihrer Verarbeitung aus.
Auch die Haltung von Schafen zur Landschaftspflege ist Thema der
Spinnstube. die bis auf Weiteres regelmäßig jeden 2. Donnerstag
im Monat im Hirtenhaus statt finden wird.
Nächste Termine:
Donnerstag, 09. November 2006, 18 bis
21 Uhr,
Donnerstag, 14. Dezember, 18 bis 21
Uhr
Weitere Info und
Anmeldung bei G. Reinartz, Tel.: 06346/29249 oder in der
Regionalstelle.

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Igelhaus,
Herbstgirlanden, Heckenspiel:
NABU bot buntes
Herbstferienprogramm für Kinder
16.10.2006
Auch beim diesjährigen
Herbstferienprogramm des NABU Landau kamen 40 naturliebe Kinder wieder
voll auf ihre Kosten. „In das ‚Grüne Klassenzimmer’ der
Naturerlebnisschule kommen die Kinder eben auch in den Ferien gern“,
so die Umweltpädagogin Inge Keller, die gemeinsam mit ihrer Kollegin
Ulrike van der Bloemen, Praktikant Marcel Mayer und ehrenamtlichen
Helfern ein buntes Programm zusammengestellt hat.
Rechtzeitig vor dem Winter wurde ein
„Igelhaus“ mit einer Drainage aus Steinen, aufgeschichtetem Laub und
Reisig gebaut. Die „Ohrwurmhotels“ an den Bäumen wurden wieder instand
gesetzt, Leimringe gegen den Frostspanner an den Obstbäumen befestigt
und fleißig Äpfel geerntet. Die im Sommer angefangene Benjes-Hecke
wurde fertig gestellt und beim anschließenden „Heckenspiel“ konnten
die Kinder die ökologische Vielfalt des Heckenbiotops nachspielen. An
einem Tag wurde mit Holz und Früchten und allem, was die herbstliche
Natur hergibt, fantasievoll gebastelt: Herbstgirlanden, Ketten,
Traumfänger und Segelschiffe konnten die Kinder als hübsche Erinnerung
mit nach hause nehmen. Auch ein paar der selbst geernteten Äpfel
packten sich viele ein, und man war sich einig: „Die schmecken viel
besser als die gekauften aus dem Supermarkt!“

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Jobbörse beim NABU: Aktuelle Aufgaben im Herbst
27.09.2006
Die „Jobbörse für
Ehrenamtliche" beim Naturschutzbund NABU in der Südpfalz startete im
Frühjahr diesen Jahres und stieß in der Bevölkerung auf große
Resonanz. Es meldeten sich zahlreiche Personen, die zum Beispiel bei
der Biotoppflege oder bei Kinderprogrammen an einzelnen Terminen
halfen. Speziell für Menschen, die sich mit einem überschaubaren und
vor allem fest planbaren Zeitaufwand für die Natur engagieren wollen,
gibt die Jobbörse einen Überblick über die kleineren Aufgaben, die in
einem Naturschutzverband zu bewältigen sind.
Aktuell sucht der
NABU Landau Helfer für die Apfelernte in Mörzheim, die am kommenden
Montag, 02.10. und Dienstag, 03.10. (Feiertag) stattfinden soll.
Auch für das
Herbstferienprogramm des Naturschutzzentrum Hirtenhaus vom 09. bis
11.10. in Mörzheim werden noch Menschen gesucht, die gerne mit Kindern
zusammen sind und ihr naturkundliches Wissen oder ihr handwerkliches
Geschick weiter geben wollen. Letztere Fähigkeit wird mittelfristig
immer wieder gebraucht wenn es darum geht, dass der NABU Lebenstürme
und Insektenhotels für Schulen, Jugendhäuser und Gemeinden bauen soll.
Bauanleitungen, Werkzeug und ein Teil des Materials sind im Hirtenhaus
stets vorrätig.
Für sein
Pressearchiv sammelt der NABU Meldungen aus allen Zeitungen und
Amtsblättern in der Südpfalz und sucht Menschen, die in Ihrem Wohnort
die Meldungen sammeln und in der NABU Regionalstelle einreichen.
Ab November werden
dann für diverse Biotoppflegearbeiten, beispielsweise für die
Kopfweidenpflege in der Verbandsgemeinde Bellheim und die Anlage von
Streuobstwiesen in Walsheim und Mörlheim, viele helfende Hände
gebraucht vorzugsweise an Samstagvormittagen.
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Naturkundliche Wanderung in Ilbesheim am 23.09.06
Samstag, 23.9.06 14 bis 16:30 Uhr: Naturkundliche Wanderung entlang
des Fuchsgrabens bei Ilbesheim. Dr. Nathalie Plum (NABU Regionalstelle
Südpfalz) und Corinna Mohaupt (Verbandsgemeinde Landau-Land) erläutern
anhand des Fuchsgrabens die typische naturräumliche Ausstattung eines
Weinbergsgewässers und geben Auskunft zu Gewässerunterhaltung und –entwicklung.
Außerdem informieren sie über die Bachpatenschaft der NABU
Hochschulgruppe an der Universität Landau, die diese für den
Fuchsgraben übernommen hat.
Treffpunkt: Parkplatz am Sportplatz in Ilbesheim (auf der Straße nach
Arzheim)
Für Rückfragen: Tel. 06341/31628,
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de
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Apfelernte beim NABU: gemeinsam für die
Streuobstwiesen
Bei der diesjährigen Apfelernte auf den
naturbelassenen Obstwiesen der NABU-Gruppe Landau-Land in Göcklingen
waren die „Alt-Aktiven“ nicht allein: gleich 10 „Neulinge“ packten
kräftig mit an. Im Rahmen der „Woche des ehrenamtlichen Engagements“
hatte der NABU um eine „Zeitspende“ für die Streuobstwiesen gebeten.
Schirmherrin der zahlreichen ehrenamtlichen Aktionen bundesweit war
ZDF-Moderatorin Marietta Slomka. Rolf Schmitt, der mit Herbert Riebel
und Gerhard Wisser die Aktion in Göcklingen organisierte, freute sich
besonders über den Einsatz der 4 Jugendlichen unter ihnen: „Der
Naturschutz hat nur Zukunft, wenn wir Nachwuchs finden, der auch in 10
Jahren noch bereit ist, solche Obstwiesen zu pflegen und zu
bewirtschaften“. Die Helfer wurden mit einer zünftigen Vesper und
einer Portion frisch gepflückter Äpfel und Zwetschgen in Bio-Qualität
belohnt.
Die NABU-Gruppe Landau-Stadt hatte
dagegen mehr Regen als Sonne und meisterte den ersten Erntetag am 2.
Oktober lieber mit „wetterfesten“ Alt-Aktiven und einem tapferen
Praktikanten. Für den zweiten Teil der Ernte, der am 12. und 13.
Oktober statt finden soll – hoffentlich bei besserem Wetter – werden
noch Helfer gesucht. Infos unter Tel. 06341/31628

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Gründung Spinn- und Handarbeitsstube im Hirtenhaus
Am Donnerstag,
12.10.06 um 18 Uhr trifft sich zum ersten Mal die „Spinn- und
Handarbeitsstube“ im Naturschutzzentrum Hirtenhaus des NABU Landau in
Mörzheim, Brühlstr. 21. Wer sich für Wolle, Spinnen und Handarbeiten
interessiert, ist herzlich willkommen, hier die sehr alte Tradition
der "Spinn- oder Kunkelstuben" neu zu beleben. Wissen über Schafwolle
und Erfahrungen mit ihrer Verarbeitung sollen ausgetauscht werden.
Auch die Haltung von Schafen zur Landschaftspflege soll Thema der
Spinnstube sein. Wer nicht nur alleine im heimischen Sessel seine
Handarbeiten machen möchte, der ist hier genau richtig.
Bei reger Teilnahme
wird die Spinnstube regelmäßig jeden 2. Donnerstag im Monat im
Hirtenhaus statt finden.
Weitere Info und
Anmeldung bei G. Reinartz, Tel.: 06346/29249.

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Eine Stunde für die
Streuobstwiese
Helfer gesucht für Apfelernte beim NABU in Göcklingen
Am Samstag, den 23.
September von 9 bis 12 Uhr bittet der NABU nicht um Geldspenden,
sondern um Ihre Zeitspende: "Eine Stunde für …
die Streuobstwiese". Bei der Apfelernte auf den naturbelassenen
Obstwiesen der NABU-Gruppe Landau-Land in Göcklingen wird jede
helfende Hand gebraucht. Der NABU stellt Leitern und Behältnisse zum
Sammeln zur Verfügung. Natürlich gibt es auch eine Belohnung: neben
einer zünftigen Vesper, bei der man sich über die weiteren Aktivitäten
des NABU informieren kann, darf jeder Helfer eine Portion frisch
gepflückte Äpfel in Bio-Qualität mit heim nehmen.
Treffpunkt ist der
Parkplatz an der Winzergenossenschaft (L509, Abzweig Göcklingen). Wer
sich in der NABU Regionalstelle Südpfalz anmeldet, wird dort abgeholt,
ansonsten ist der Weg ausgeschildert.
Anmelden können Sie
sich über Tel. 06341/31628, oder
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de
Die Aktion findet statt
im Rahmen der diesjährigen "Woche des Ehrenamtlichen Engagements".
Schirmherrin der zahlreichen NABU-Aktionen bundesweit ist
ZDF-Moderatorin Marietta Slomka.
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Die Jäger der Nacht sind weiche
Kuscheltiere
Luststadt: Fledermaus-Exkursion ermöglicht Kontakt
mit scheuen Tieren- Von intakter Natur abhängig
Es ist Freitag, 20 Uhr: Trotz worherigen Regens haben sich am
Handkeesplatz im Lustadter Wald 32 Naturfreunde aus der Region
eingefunden. Auf Einladung des Naturschutzbundes (NABU) der
Verbandsgemeinde und des Vogelschutzvereins Lustadt wollen sie
anlässlich der 10. Europäischen Fledermausnacht bei einer Exkursion
die fliegenden Säuger näher kennen lernen.
Vor einem Nistkasten legt die Gruppe
den ersten Halt ein. Franz Grimm klettert auf eine Leiter, öffnet die
Behausung, holt eine Fransen-Fledermaus heraus und beordert die Kinder
in die erste Reihe. Die Teilnehmer blicken gebannt. Staunen macht sich
breit. Kameras werden ausgepackt. Die Wenigsten haben ein solches Tier
schon aus der Nähe gesehen.
Der Experte offeriert sein großes
Wissen über die Säuger, erklärt deren Merkmale und informiert, warum
es sich bei diesen Exemplar um kein Jungtier handelt. Die Teilnehmer
sind wissbegierig und stellen Fragen, die Grimm kompetent beantwortet.
„Fledermäuse brauchen in einer Nacht ein drittel ihres Körpergewichtes
an Nahrung. Sie fressen Insekten, schlafen am Tag kopfüber und halten
Winterschlaf".
„Fressen Fledermäuse auch
Blattläuse? Wenn ja, würde ich mir ein paar zu Hause halten", scherzt
eine Teilnehmerin, Grimm erklärt, dass Fledermäuse Nistkästen gerne
als Ersatzquartiere einnehmen, diese täglich wechseln und sich auch in
kleinen Häuserspalten wohlfühlen.
Als Feinde der Fledermäuse nennt der
Fachmann Eulen, Marder, Wiesel, Eichhörnchen und im Wohnbereich die
Hauskatze. Pro Jahr werde nur ein Junges zur Welt gebracht, das
durchschnittlich ein Lebensalter zwischen fünf und sieben Jahre
erreiche.
„Ah, ganz weich!"
Dann kommt der Moment, auf den
viele, besonders die Kinder, gewartet haben. Sie dürfen das Tier
berühren. Die strahlenden Kinderaugen machen deutlich, dass dies für
sie der absolute Höhepunkt ist. Auch die Erwachsenen sind begeistert:
„Ah, ganz weich".
Um die für das menschliche Ohr
unhörbaren Ultraschall-Laute hörbar zu machen, setzt Grimm nun einen
Detektor ein, was ebenfalls auf große Resonanz stößt. „Die nächtlichen
Jäger bekommen so ein Hörbild ihrer Umgebung und können sich
orientieren, sowie im Flug fangen". Kurze Zeit später entlässt Grimm
die Fransen-Fledermaus auf Beute-Tour. In einem anderen Nistkasten
stößt die Gruppe auf einen kleinen Abendsegler. „Do isch grad noch
änni vorbei gefloche", freut sich ein Kind. Der Abendsegler wird nach
einer gewissen Zeit in der Hand Grimms unruhig. „Das ist nichts
Schlimmes. Er bereitet sich jetzt zum Flug vor und fährt seinen
Kreislauf hoch. 400 bis 600 Herzschläge pro Minute sind normal", so
Grimm. Kurze Zeit später entschwindet der Segler in die Nacht. Wenig
später zieht ein weiterer Abendsegler, der am Himmel kreist, die
Gruppe in seinen Bann. Mit dem Detektor macht Grimm seine
„schmatzenden" Laute hörbar. „Hamma den nedd gut bezahlt", scherzt
Grimm über das 90-sekündige Spektakel und fügt nach dessen Wegflug
lächelnd an: „Jetzt war die Gage aufgebraucht".
Im Schein der Taschenlampen begeben
sich die Teilnehmer zur letzten Station, einem Gewässer an der
Vogelschutzhütte. Die Lichtkegel der Lampen tasten die
Wasseroberfläche ab. Es ist keine Wasser-Fledermaus zu sehen. Der
Detektor verrät jedoch, dass reges Treiben herrscht. „Da war eine –
und wieder eine", ist zu hören. „Man sieht, es ist richtig Betrieb am
Wasser, weil hier auch ein großes Nahrungsangebot herrscht", so Grim.
Es sei auch für Fledermäuse sehr wichtig, dass die Naturlandschaft
vielfältig gestaltet sei.
Artikel Rheinpfalz vom 29.08.2006, Autor: Timo Nagel

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Beim Umweltschutz sitzen wir alle in einem Boot
(Originaltext aus der Rheinpfalz
vom 11.08.2006)
20. Internationales Workcamp – NABU-Präsident zu
Gast im Mörzheimer Hirtenhaus – 2000 neue Mitglieder in nur 18 Monaten
Der Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu), Olaf
Tschimpke, war anlässlich des 20. internationalen Workcamps des
Naturschutzzentrums hirtenhaus in Landau-Mörzheim, zu Besuch in der
Regionalstelle Südpfalz. Bei einem gemütlichen Imbiss kam es zur
Begegnung mit den Teilnehmern des Workcamps, den Vertretern der
Nabu-Regionalstelle und den Führungskräften auf Bundesebene.
Viel Lob und Dank ließ Tschimpke den
14 Studenten aus aller welt zukommen, die während des dreiwöchigen
Workcamps beispielsweise Naturschutzarbeiten am Haardtrand
durchführten (die Rheinpfalz berichtete). Ihr Einsatz trage nicht nur
zur Völkerverständigung bei, sondern führe auch dazu, dass die
Teilnehmer das Thema Umweltschutz mit in ihre Heimatländer nehmen.
„Globale Probleme wie Klimawandel
oder die Abholzung des Regenwaldes sind auch nur global zu lösen",
sagte Tschimpke. Gerade deshalb seien internationale Kooperationen wie
das Landauer Workcamp so wertvoll, zeigen sich Tschimpke überzeugt.
„Wir sitzen auf diesem Planeten alle im selben Boot und müssen
anfangen, nachhaltiger zu denken", forderte der Nabu-Präsident.
Sehr stolz ist er darauf, was die
Regionalstelle Südpfalz leistet. Unter der Leitung von Dr. Nathalie
Plum konnten in den vergangenen eineinhalb Jahren über 2000 neue
Mitglieder gewonnen werden und die Internetseite der Regionalstelle
haben seit dem 12 Juli schon über 1000 Besucher angesehen. Plum wies
darauf hin, dass das nicht zuletzt auch ein großer Verdienst der
vielen ehrenamtlichen Helfer sei. So sei beispielsweise das Projekt
„Jobbörse für Ehrenamtliche" ein voller Erfolg geworden. Diese Aktion
zielt darauf ab, den an Naturschutz interessierten Bürgern die
Möglichkeiten zu bieten, sich nach ihren persönlichen Fähigkeiten und
Vorlieben in die Arbeit des Nabu einbringen zu können.
Von der Mithilfe bei der
Biotoppflege bis zum Transport verletzter Greifvögel haben sich durch
dieses Projekt bereits zwölf neue ehrenamtliche Helfer für die Arbeit
in der Regionalstelle begeistern lassen.
Über den Besuch der
Nabu-Verantwortlichen war Plum mehr als erfreut: „Man fühlt sich
natürlich sehr geehrt und merkt, dass die arbeit, die wir an der Basis
leisten, auch anerkannt wird."
Gerade diese Arbeit sei das
Herzstück der Regionalstelle Südpfalz. „Wir sind immer präsent. Die
Leute merken, dass wir für sie da sind", ist der Leiter des
Naturschutzzentrums Hirtenhaus, Werner Kern, überzeugt. Erst vor
kurzem habe ihn eine besorgte Bürgern mitten in der Nacht angerufen,
der eine Fledermaus ins Wohnzimmer geflogen war. „Die arme Frau wusste
nicht, an wen sie sich sonst wenden sollte. Und wir haben ihr dann
geholfen", erzählt er stolz.
Für die Teilnehmer des Workcamps
hieß es am Ende des Tages Abschied nehmen. Und da alle begeistert von
ihrer Zeit in der Pfalz waren, fiel der Abschied sehr schwer. „Es hat
mir sehr gut gefallen" schwärmt Youra Sun aus kambodscha über das
Workcamp. Toll fand er, wie gut die Deutschen über das Thema
Umweltschutz Bescheid wissen. Das sei in Kambodscha anders. Auch Leif
Miller, Bundesgeschäftsführer des Nabu, nimmt aus der Reise in die
Südpfalz viele positive Eindrücke mit. „Es ist für mich eine riesige
Motivation zu sehen, was in den Regionalstellen alles geleistet wird",
so Miller (wti).

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NABU-Präsident zu Besuch in Mörzheim
Besuch: NABU-Präsident auf Sommerreise
auch im Hirtenhaus
(Original-Text NABU-Regionalstelle)
Auf seiner Reise durch den Südwesten Deutschlands machte
NABU-Präsident Olaf Tschimpke auch in Landau Station. Hier besuchte er
die Regionalstelle Südpfalz des Nabu Rheinland-Pfalz im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim, die mit großem
Erfolg die ehrenamtlichen Naturschutzaktivitäten in der Südpfalz
koordiniert.
Besondere Würdigung fand die Gewinnung von über 2000 Unterstützern
und Förderern. Die Nabu Regionalstelle Südpfalz könne Danke der
Öffentlichkeitsarbeit in der Regional- und Lokalpresse auf viele
positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung zählen. So übernahmen seit
einem Artikel „Jobbörse für Ehrenamtliche" zwölf neue Freiwillige
Aufgaben beim Nabu, von der Mithilfe bei der Biotoppflege bis zum
Transport verletzter Greifvögel zur Pflegestation. Die Regionalstelle
fördere mittlerweile den Austausch zwischen über 150 Aktiven aus den
sechs NABU-Gruppen in der Südpfalz. Weitere Neuerungen sind das
jährlich stattfindende Nabu-Fest, zwei neue Nabu-Gruppen, der
Arbeitskreis „Kind und Natur" und die Nabu-Hochschulgruppe, bei der 20
Studenten der Uni Landau an einem Bachpatenschaftsprojekt am
Fuchsgraben bei Ilbesheim arbeiten. „So spricht die Regionalstelle mit
neuen, flexiblen Angeboten vor allem jüngere Menschen an und sichert
so die Zukunft des Nabu an der Basis", erklärte Tschimpke.
Gleichzeitig besichtigte Tschimpke die Arbeiten des Internationalen
Workcamps des Nabu in Landau. In den vergangenen drei Wochen führten
14 Jugendliche aus aller Welt praktische Naturschutzarbeiten im
Haingeraide-Wald und auf den Magerrasen am Haardrandt in der Südpfalz
durch. Tschimpke ließ sich von den Jugendlichen eine frisch gemähte
Streuobstwiese in Mörzheim zeigen. „Koreaner, Türken, Serben, Russen,
Tschechen, Kambodschander, Spanier und Franzosen leisten hier durch
ihr ehrenamtliche Engagement hervorragende Arbeit für deen Naturschutz
und lernen sich außerdem beim begleitenden Kulturprogramm in
Heidelberg und Straßburg kennen", sagte Tschimpke. So trüge ein
ehrenamtlicher Einsatz für die Natur gleichzeitig zur
Völkerverständigung bei.
Auch Naturschutzgebiet Ebenberg stand auf dem Programm des
Nabu-Präsidenten. Die Bundeseigentum befindliche Fläche soll
kostenfrei an das Land Rheinland-Pfalz übertragen und als Nationales
Naturerbe aufgenommen werden. „Der Nabu hat sich auf Bundesebene sehr
dafür eingesetzt, dass der Bund 100.000 Hektar wervollster
Naturflächen als „Nationales Naturerbe" ausweist und ist weitgehend
mit der Flächenkulisse zufrieden. Enttäuschend ist allerdings, dass
Rheinland-Pfalz so schlecht abgeschnitten hat", so der Nabu-Präsident.
Mit nur zwei Flächen in Landau und Trier bekommt das Bundesland
besonders wenig Naturerbeflächen. Nur das Land Hessen schneidet noch
schlechter ab. Dies ist umso bedauerlicher, als wir sehr viele
naturschutzfachlich wertvolle Bundesflächen in Rheinland-Pfalz haben.
Hier sollte das Land unbedingt weitere Wünsche anmelden, so der Nabu
Landesvorsitzende Siefried Schuch.
Tschimpke und Schuch lehnen auch die geplangte Verlängerung der
Start- und Landebahn des Segelfluggeländes in das Naturschutzggebiet
Ebenberg ab. Es handelte sich um einen erheblichen Eingriff in das
FFH-Gebiet, der für solche Freizeitgestaltungen nicht akzeptabel sei.
Wenn es in Rheinland-Pfalz schon so wenige Naturerbeflächen gebe, so
müssen diese einen strengen Schutz erhalten, fordern die
Nabu-Repräsentanten. „Wir hätten gerne mehr Macht, aber wir wissen,
dass wir gehört werden", unterstrich Tschimpke die internationale
Verknüpfung und die Tatsache, dass 80 Prozent der Umweltgesetzgebung
heute aus Brüssel käme.
Das Prinzip der Nachhaltigkeit in der Wirtschaft mache sich immer
mehr breit, erinnerte der Präsident an kürzlich geführtes Gespräch mit
Bundespräsident Horst Köhler. Dennoch käme es auf die
Überzeugungsarbeit an, gab Tschimpke einen Verweis zur Landauer
Regionalgeschäftsstelle, wo in Eigenregie auch ein Biowein produziert
wird. „Den Landauer Wein haben wir bei unseren offiziellen Auftritten
immer dabei, um konkret an diesem Beispiel zu zeigen, dass es geben zu
allem Alternativen gibt und diese auch noch schmecken!"
An der Basis würde wertvolle Arbeit geleistet, lobte Tschimpke, der
gemeinsam mit Bundesgeschäftsführer Leif Miller gekommen war, die
vielfältige Arbeit vor Ort. Es seien oft die kleinen Schritte nötig,
um Großes zu bewirken, sprach Tschimpke von einer guten Zusammenarbeit
des NABU insgesamt, der vom technischen Umweltschutz bis zur
Umweltpädagogik und der Landschaftspflege viele Einsatzmöglichkeit
böte und gerade am Beispiel Landau, wo alle Jahre ein internationales
Workcamp stattfindet, zeige wie wichtig der internationale Austausch
sei, denn Umwelt kennen keine Grenzen.
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NABU-Präsident
besichtigt Nationales Naturerbe Ebenberg
(Originaltext: Wochenblatt Landau, 16.08.2006)
Workcamp und Regionalstelle begrüßten Olaf Tschimpke im Hirtenhaus
Landau. Auf seiner Reise durch den Südwesten Deutschlands
machte NABU-Präsident Olaf Tschimpke auch in Landau Station. Hier
besuchte er die Regionalstelle Südpfalz des NABU Rheinland-Pfalz im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim, die mit großem
Erfolg die ehrenamtlichen Naturschutzaktivitäten in der Südpfalz
koordiniert. Besondere Würdigung fand die Gewinnung von über 2.000
Unterstützern und Förderern. Die NABU Regionalstelle Südpfalz könne
Dank der Öffentlichkeitsarbeit in der Regional- und Lokalpresse auf
viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung zählen. So übernahmen
seit einem Artikel „Jobbörse für Ehrenamtliche“ 12 neue Freiwillige
Aufgaben beim NABU, von der Mithilfe bei der Biotoppflege bis zum
Transport verletzter Greifvögel zur Pflegestation. Die Regionalstelle
fördere mittlerweile den Austausch zwischen über 150 Aktiven aus den 6
NABU-Gruppen in der Südpfalz. Weitere Neuerungen sind das jährlich
stattfindende NABU-Fest, 2 neue NAJU-Gruppen, der Arbeitskreis `Kind
und Natur` und die NABU-Hochschulgruppe, wo 20 Studenten der Uni
Landau an einem Bachpatenschaftsprojekt am Fuchsgraben bei Ilbesheim
arbeiten. „So spricht die Regionalstelle mit neuen, flexiblen
Angeboten vor allem jüngere Menschen an und sichert so die Zukunft des
NABU an der Basis“, erklärte Tschimpke.
Gleichzeitig besichtigte Tschimpke die
Arbeiten des Internationalen Workcamps des NABU in Landau. In den
vergangenen 3 Wochen führten 14 Jugendliche aus aller Welt praktische
Naturschutzarbeiten im Haingeraide-Wald und auf den Magerrasen am
Haardtrand in der Südpfalz durch. Tschimpke ließ sich von den
Jugendlichen eine frisch gemähte Streuobstwiese in Mörzheim zeigen.
„Koreaner, Türken, Serben, Russen, Tschechen, Kambodschaner, Spanier
und Franzosen leisten hier durch ihr ehrenamtliches Engagement
hervorragende Arbeit für den Naturschutz und lernen sich außerdem beim
begleitenden Kulturprogramm in Heidelberg und Straßburg besser
kennen“, sagte Tschimpke. So trüge ein ehrenamtlicher Einsatz für die
Natur gleichzeitig zur Völkerverständigung bei.
Auch das Naturschutzgebiet Ebenberg
stand auf dem Programm des NABU-Präsidenten. Die im Bundeseigentum
befindliche Fläche soll kostenfrei an das Land Rheinland-Pfalz
übertragen und als Nationales Naturerbe aufgenommen werden. „Der NABU
hat sich auf Bundesebene sehr dafür eingesetzt, dass der Bund die
100.000 ha wertvollster Naturflächen als „Nationales Naturerbe“
ausweist und ist weitgehend mit der Flächenkulisse zufrieden.
Enttäuschend ist allerdings, dass Rheinland-Pfalz so schlecht
abgeschnitten hat“, so der NABU-Präsident. Mit nur zwei Flächen in
Landau und in Trier bekommt das Bundesland besonders wenig
Naturerbeflächen. Nur das Land Hessen schneidet noch schlechter ab.
Dies ist umso bedauerlicher, als wir sehr viele naturschutzfachlich
wertvolle Bundesflächen in Rheinland-Pfalz haben. Hier sollte das Land
unbedingt weitere Wünsche anmelden, so der NABU Landesvorsitzende
Siegfried Schuch.
Tschimpke und Schuch lehnen auch die
geplante Verlängerung der Start- und Landebahn des Segelfluggeländes
in das Naturschutzgebiet Ebenberg ab. Es handele sich um einen
erheblichen Eingriff in das FFH-Gebiet (FFH: Fauna-Flora-Habitat
EU-Richtlinie zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten, sowie
deren Lebensräume) er für solche
Freizeitveranstaltungen nicht akzeptabel sei. Wenn es in
Rheinland-Pfalz schon so wenige Naturerbeflächen gebe, so müssen diese
einen strengen Schutz erhalten, fordern die NABU-Repräsentanten.
10.08.2006
Die "Spanische Flagge" ist eine der FFH-Arten, die auf dem Ebenberg
heimisch ist

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Grausamer Tod in der
Wespenfalle Ertrinken
oder Verbrennen - Grausamer Tod in der Wespenfalle
„Rentner-Wespen" gehen los auf Süßes *
Infobroschüre
„Es ist stickig und warm, die Luft süßlich und
verbraucht. Rundherum schwimmen Leichen und Körper in letzten
verzweifelten Zuckungen. Es gibt keinen Ausweg, keine Rettung. Der
qualvolle Tod durch Ertrinken ist die einzige Perspektive..." Stephen
King? Hieronymus Bosch? Nein, alltägliche Realität in vielen Pfälzer
Ausflugslokalen, in Gärten und Bäckereien. Könnten Insekten sich
mitteilen, sie würden das Siechtum in Wespenfallen so beschreiben.
Neben den Behältnissen, die, mit süßem Saft oder
Bier gefüllt, als Wespenfallen dienen, findet man in Bau- und
Gartenmärkten auch spezielle Lampen, die Wespen anlocken und an denen
die Tiere verbrennen. Viele Menschen nehmen lieber den stechenden
Geruch von verbranntem Chitin und den Anblick der unzähligen
Todeskämpfe in Kauf, als sich durch einige Verhaltensregeln mit den
Wespen zu arrangieren.
"Neben den Wespen sterben in diesen Fallen auch
zahlreiche andere, sogar besonders geschützte Insekten", beklagt
Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz. „Bei allem
Verständnis für Racheakte nach schmerzhaften Wespenstichen hat kein
Lebewesen solch einen grausamen Tod verdient", findet die
Naturschützerin, "schon gar nicht die Wespe, die doch an sich ein
nützliches Insekt ist." Alle staatenbildenden Wespen jagen
hauptsächlich andere Insekten. „Ein Hornissennest vertilgt in seiner
Blütezeit täglich ein ganzes Pfund eiweißreiche Insektenkost, darunter
manche Bremse, Mücke und Fliege", weiß Plum.
Aber wer kriecht den Kindern über den Eisbecher und
nervt über der frisch geöffneten Flasche Radler? „Das sind vor allem
die arbeitslos gewordenen Arbeiterinnen der Gemeinen und der Deutschen
Wespe. Sie leben noch einige Wochen und sorgen für sich selbst. So
lange Arbeiterinnen im Nest die Larven füttern, gehen sie auf die Jagd
nach Fleisch", betont die Insektenfreundin. Man fange also in den
Fallen nur die „Rentner-Wespen", die auf dem Kaffee-Tisch ihr
Gnadenbrot suchten.
„Viel effektiver ist es, Süßspeisen abzudecken oder
nur im Haus zu essen", rät Nathalie Plum. Ohne Allergie gegen
Wespenstiche sei das Zusammenleben mit den gelbschwarzen Jägern
problemlos möglich – ihr Stich ist zwar schmerzhaft, jedoch viel
weniger giftig als beispielsweise der einer Honigbiene. „Allerdings
sollte man nie hektisch nach den Tieren schlagen oder sich direkt vor
ihren Nesteingang stellen. Dann fühlen sie sich bedroht und
verteidigen sich."
Aktuell: Eine informative Broschüre über
Wespen, Bienen und Hummeln mit vielen weiteren Verhaltenstipps gibt es
beim NABU, Tel. 06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de
Lästig: Die Wespenzeit
Im Sommer genießen viele Menschen gerne im Garten
oder auf dem Balkon Kaffee und Kuchen, trinken im Schwimmbad ihre
Limonade oder essen in der Stadt zur Abkühlung ein Eis. Da gesellen
sich schnell unbeliebte Gäste hinzu: die Wespen. Schnell kann dabei
ein Konflikt zwischen Mensch und Tier entstehen. Die Insekten sind an
sich friedlich und lediglich auf der Suche nach Nahrhaftem – Früchte,
Zuckerwasser oder Fleisch. Der Betroffene schlägt jedoch meist
erschrocken nach den Wespen, wedelt sie weg oder springt auf und macht
hektische Ausweichbewegungen. Dadurch provoziert er eine natürliche
Abwehrreaktion des Insekts - es sticht zu.
Der Stich
Viele Horrorgeschichten über angebliche tödliche
Attacken von Killerwespen haben sich hartnäckig in der Fantasie der
Menschen festgesetzt, entsprechen aber nicht der Realität. Von alle
Hautflüglern hat die Wespe den ungefährlichsten Stich, da er am
wenigsten Gift enthält – Honigbienen sind da weitaus problematischer.
In medizinischen Tests hat man herausgefunden, dass es hunderte Stiche
von Wespen nötig wären um einen einzigen Menschen mit ihrem Gift zu
töten. Da ein Wespenvolk aber nur meist nur 50 bis 100 Einzeltieren
besteht, müssten sich für eine tödliche Attacke mehrere Wespennester
zusammenschließen.
Wespennester nicht zerstören!
Das Versiegeln, Vergasen oder Abreißen von
bewohnten Wespennestern macht das dort wohnende Wespenvolk nur wütend
und provoziert Attacken. Wespen stehen außerdem unter Naturschutz und
das Entfernen von Nestern ist verboten. Wespenfallen, in denen die
Tiere in einer speziellen anlockenden Flüssigkeit ertrinken oder an
einer Lampe „verbrutzeln", sind legal.
Wespenvölker überdauern immer nur ein Jahr. In den
ersten kalten Herbstnächten gehen die Wespen ein. In dieser Zeit
können Wespennester am Haus entfernt werden. Der Stelle, an der sich
das Wespennest befand, sollte gut gesäubert werden. Ansonsten könnte
es sein, dass sich im nächsten Jahr eine neue „Wespenkönigin" dort
einfindet, um ihr Nest dort zu errichten. Falls sich das Nest unter
Holzverschalung oder in Rollokästen befand, sollte das Einflugloch
nach der Entfernung des Nests gut abgedichtet werden.
Verhaltenstipps zum stressfreien Umgang mit Wespen
Hastige Bewegungen und Schlagen nach den Wespen
sollten vermieden werden; hier sollten die Erwachsenen mit gutem
Beispiel voran gehen, damit die Kinder früh lernen, Ruhe zu bewahren.
Süßspeisen und Zucker für den Kaffee sollten nur abgedeckt auf dem
Gartentisch aufbewahrt werden, um den Tisch für Wespen erst gar nicht
interessant zu machen. Limonade und Getränke sollten ebenfalls immer
geschlossen hingestellt werden. Wenn sich eine Wespe in den Rachenraum
verirrt, besteht beim Trinken die Gefahr eines Stiches in den
Rachenraum. Ein solcher Stich könnte auf Grund der auftretenden
Schwellung durchaus gefährlich werden.
Für Mensche, die unter einer Insektenstichallergie
leiden, empfiehlt sich eine Hyposensibilisierung. Diese Therapie kann
bis 5 zu Jahren dauern, je nach Stärke Ihrer Allergie. Dabei werden
Ihnen kleinste Giftmengen verabreicht, um eine Gewöhnung an das
Insektengift zu erreichen. Falls sich eine Wespe ins Haus verirrt kann
sie leicht mit Hilfe eines Glases und einer Zeitung oder eines
Bierdeckels wieder hinaus befördert werden. Einfach das Glas über das
Tier stülpen, vorsichtig die Zeitung unter das Glas schieben und so
den ungebetenen Gast hinausbefördern. Wespen werden vom süßlichen
Geruch von Parfüm, Autan und von bunter Kleidung angezogen. Zu
Wespennestern sollte ein Sicherheitsabstand von 2 bis 3 Metern
eingehalten werden; die Einflugschneise der Wespen darf nicht
blockiert werden. Dann fühlen diese sich auch nicht bedroht. Wenn
Holzverschalungen regelmäßig gepflegt und mit umweltfreundlichen
Lacken gestrichen werden, werden diese nicht von Wespen zu
Nistmaterial verarbeitet und so Schäden an diesen Flächen verhindert.
Obst sollte abgeerntet und aufgesammelt werden.
(Originaltext: Rheinpfalz 02.08.2006)

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Wo schlafen Störche?Aktion Pfalzstorch und NABU bitten um Meldung
Zurzeit kann man in
den Kreisen Germersheim und Südliche Weinstraße
vielerorts am Abend Weißstörche beobachten, die sich, häufig in
kleinen Gruppen, zum Schlafen niederlassen. Oft wählen sie dazu
Strommasten.
In der Vergangenheit
gab es bereits viele Anstrengungen seitens der Aktion Pfalzstorch, in
Zusammenarbeit mit den Pfalzwerken die Masten so abzusichern, dass die
Störche keinen qualvollen Stromtod erleiden. Diese Sicherungsmaßnahmen
sollen gezielt an den Masten fortgeführt werden, auf denen sich die
Störche bevorzugt niederlassen. Die Bevölkerung wird gebeten, die
Schlafplätze der Störche an die NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel.
06341/31628, e-mail NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de zu melden, mit
möglichst genauer Ortsangabe und Datum.
Die Beobachtung der
Störche aus gebührender Entfernung ist übrigens erlaubt, aber die
Störche sollten auf keinen Fall an ihren Schlafplätzen beunruhigt
werden, weil sie durch jedes Auffliegen zusätzlich gefährdet werden.
Das Ablesen der Ringe, die Aufschluss über die Herkunft des Storchs
geben, erfordert spezielles optisches Gerät und sollte den
Fachleuten überlassen werden. Wer ein Spektiv besitzt und sich an den
Ring-Ablesungen beteiligen möchte, wird von der NABU Regionalstelle
gerne an die entsprechende Arbeitsgruppe der Aktion PfalzStorch weiter
vermittelt.
Ab Mitte August
machen sich die Störche übrigens wieder auf ihren langen Weg nach
Afrika, so dass die Sicherungsarbeiten an den Strommasten begonnen
werden können, ohne die Tiere zu stören.
Die "Aktion
Pfalzstorch" wird unterstützt von den
Pfalzwerken
(Originaltext,
Landauer Stadtanzeiger 09.08.06)

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Göcklinger Brünneltreffen mit Naturerlebnis für Kinder
NABU Landau-Land sorgte wieder für zauberhaften Nachmittag am
Kaiserbach
Es ist schon eine Tradition, das Brünneltreffen am
„Brünnel im Wörth" am Göcklinger Kaiserbach. Der
Naturerlebnisnachmittag, den der NABU Landau-Land in diesem Jahr zum
17. Mal veranstaltete, zog viele Kinder aus den umliegenden
Ortschaften an. Bewaffnet mit Becherlupen und Käschern erforschten die
Kinder die Umgebung des Brünnels Neben den vielen verschiedenen
Heuschrecken, die auf der NABU-Wiese herumhopsten, sorgte vor allem
ein großer Grasfrosch für Aufregung. Trotz des niedrigen Wasserstands
konnten im Kaiserbach noch einige Jungfische gefangen werden. Diese
wurden natürlich, nachdem sie gebührend bestaunt worden waren, wieder
in die Freiheit entlassen. Einigen Kindern fiel es schwer, sich von
den gefangenen Tieren – ihrem ganzen Stolz – zu trennen. Deshalb
musste Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz erläutern:
„Die Tiere wohnen am liebsten hier in ihrem Lebensraum und wollen
nicht gerne umziehen."
Derweil hatte Gerhard Wisser, Vorstandsmitglied des
NABU Landau-Land, abwechslungsreiche Spiele für die Kinder
vorbereitet: Fühlbeutel, Naturmemory und ein Quiz. Gemeinsam mit
Nathalie Plum und Hans Frech, dem Vorsitzenden der NABU-Gruppe,
stellte er knifflige Fragen über Tiere und Pflanzen. Richtige
Antworten wurden mit kleinen Präsenten wie Bestimmungsbüchern und
Vogelstimmen-CDs belohnt.
Glücklicherweise hatte die Gemeinde im Vorfeld das
Brünnel, das auch die Amphibienteiche speist, entkalken und damit
wieder zum Laufen bringen können. Ohne das kühlende Wasser wäre das
Treffen sicherlich nur halb so schön gewesen.
Gegen Abend fanden sich zunehmend mehr Erwachsene
ein, die das Brünneltreffen als Gelegenheit für ein gemütliches
Beisammensein nutzten und beim Aufgehen des Mondes die zauberhafte
Stimmung auf der Wiese am „Brünnel" genossen.
(Originaltext, Landauer Stadtanzeiger 09.08.2006)

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Naturerlebnistag in Ottersheim
Naturerlebnistag Ottersheim:
Lehrreicher Spaß für die ganze Familie
Das Interesse der Bevölkerung war
groß, als am vergangenen Sonntag anlässlich der Ottersheimer
Wässertage die Naturschutzverbände in der Scheune der Oldtimerfreunde
einen Naturerlebnistag organisierten. Die Idee zu einem solchen
gemeinsamen Event hatte der NVS (Naturschutzverband Südpfalz). Am
abwechslungsreichen Programm beteiligten sich der Naturschutzbund
(NABU), der Landschaftspflegeverband Südpfalz, Landesforsten und die
Jugendpflege der Verbandsgemeinde Bellheim. Die Oldtimerfreunde
stellten ihre erst kürzlich eingeweihte, sehr gut ausgestattete
Oldtimerscheune - gleichzeitig ein Museum für alte Landmaschinen - zur
Verfügung und sorgten professionell für das leibliche Wohl der Gäste.
Bereits früh morgens um 7 Uhr fanden
sich 20 Teilnehmer für die Vogelstimmenwanderung ein, und bei der
abendlichen Fledermausexkursion waren es noch einmal so viele. An
Plakatwänden, einem Infostand sowie bei Vorträgen und Führungen durch
Wald und Wiese konnten sich die Besucher über die Naturschutzprojekte
der Verbände und des Forstes informieren und Flora und Fauna kennen
lernen. Knapp 80 Leute konnten bei einer Führung zur Wiesenbewässerung
über 50 Störche beobachten. Dabei kam neben anderen alten
Wiesenbautechniken eine einzigartige Ottersheimer Erfindung, der
Rinnenpflug, zum ersten Mal seit 50 Jahren wieder zum Einsatz. Die
Kinder waren begeistert von den spannenden Aktionsprogrammen in den
Wiesen und am Walderlebnispfad. Dauerbrenner während des ganzen Tages
waren die verschiedenen Mitmach-Angebote: Bienenhölzer bohren, seine
eigene Butter schütteln, Malen und Töpfern. Kaum ein Kind verließ das
Fest ohne
eine Kette um den Hals, auf dem der eigene Namen auf einem
Holzplättchen
eingraviert wurde.
Die Auswilderung von drei Turmfalken
und einem Mäusebussard verfolgten über 200 Menschen. Ein weiterer
Höhepunkt war das Wett-Mähen, bei dem Lokalpolitiker auf einer
benachbarten Wiese gegeneinander antraten: aus Ottersheim der
Beigeordnete Kreiner, aus Knittelsheim Bürgermeister Christmann, aus
Bellheim Ortsbürgermeister Dr. Heinz mit dem Beigeordneten Witulski,
aus Zeiskam die Ortsbeigeordnete Frau Schick und Herr Riemer. Bei
Stockbrot am Lagerfeuer hatte der Tag einen gemütlichen Ausklang.
Alle Beteiligten waren mit der
Resonanz auf das gemeinsame Fest sehr zufrieden und planen bereits
eine Wiederholung im übernächsten Jahr.
(Originaltext, Rheinpfalz
01.06.2006)

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Bäume für Brautpaare
Landau-Mörzheim. Der NABU Landau hat am östlichen Ortseingang von
Mörzheim eine Streuobstwiese, auf welcher cirka 20 hochstämmige,
resistente Obstbäume gepflanzt werden können.
Für Brautpaare, die selbst kein Grundstück für die Pflanzung eines
Baumes anlässlich ihres Hochzeitstermines haben, gibt der NABU
Gelegenheit dazu.
Dazu müsste das Brautpaar Mitglied beim NABU werden. Es erhält vom
NABU einen Obstbaum seiner Wahl.
Es wird ein Termin vereinbart für eine gemeinsame Pflanzaktion.
Bis der eigene Obstbaum Früchte trägt, gibt es vom NABU jedes Jahr
eine Kiste Apfelsaft oder einen Korb mit Äpfeln. Ausserdem bietet der
NABU einen kostelosen Schnittkirz für hochstämmige Obstbäume an. Am
Obstbaum wird ein Schild befestigt, das den Namen des Brautpaares
sowie dasDatum der Hochzeit ausweist. Sollte es dann auch Nachwuchs
geben, kann ein weiterer Obstbaum gepflanzt werden.
(Angabe zum Verfasser: Der Artikel "Bäume für
Brautpaare" stammt aus dem Landauer Stadtanzeiger vom 20.07.06)
Infos unter 06341-31628 Ansprechpartner Herr Kern

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Eine Blütenhecke für die „Zaubernuss"
NABU Landau spendet Gehölze für Außengelände der Kindertagesstätte
in Wollmesheim
Claudia Scheib, Leiterin der Kindertagesstätte
„Zaubernuss" in Landau-Wollmesheim, fürchtete schon lange, dass mal
ein Kind von der steilen Mauer am Rande des Außengeländes hinunter
fällt. Deshalb beschloss sie, das von ihrer Vorgängerin angefangene
Projekt zu einem glücklichen Ende zu bringen und für einen Schutz zu
sorgen. „Aber keine Betonmauer und nach Möglichkeit auch kein Zaun",
erklärte sie Werner Kern vom NABU Landau. Dieser spendierte prompt
Gehölze, die in Form einer Hecke angepflanzt wurden. Forsythie,
Jasmin, Deutzie, Blutjohannisbeere und Schmetterlingsflieder wurden
ausgewählt, um sowohl fürs Auge als auch für die heimische
Insektenwelt etwas Gutes zu tun.
Manuel Dünzl und Kathrin Neuhaus, Teilnehmer des
Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) beim NABU, zeigten den Kindern,
wie die kleinen Setzlinge fachgerecht in den Boden gebracht werden.
Beim Gießen konnten die Kinder dann auch gleich helfen und sind nun
gespannt, ob aus den kleinen Pflanzen auch mal eine große Hecke wird.

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Naturschutzjugend Bellheim
erforscht die Wässerwiesen:
Heuschrecken, Regenwürmer und Störche
Am vergangenen Samstag konnte die Naturschutzjugend
(NAJU) Bellheim bei ihrem monatlichen Treffen wieder faszinierende
naturkundliche Beobachtungen machen. Treffpunkt waren die Holzwiesen
zwischen Bellheim und Zeiskam, und zwar aus einem ganz besonderen
Grund: Im westlichen Teil, auf Knittelsheimer Gemarkung, fanden an
diesem Wochenende die Wässertage statt. Bekanntlich ziehen die nassen
Wiesen immer wieder Weißstörche in großer Zahl an. Kaum war der
Spiegelbach nach einer kleinen Wanderung überquert, entdeckten die
Kinder auch schon die kleine Gruppe von vier Störchen, die dort im
flachen Wasser nach Nahrung suchten. Nachdem sie die beeindruckenden
Vögel lange genug mit dem Fernglas beobachtet hatten, machten sich die
Kinder selbst auf die Suche nach dem, was in den Wiesen kreucht und
fleucht und fanden prompt einen 20 cm langen Tauwurm, der vor dem
Wasser flüchtete. Neben zahlreichen verschiedenen Arten von
Heuschrecken fanden sie auch Prachtlibellen, Tagpfauenaugen und
Rosenkäfer. „Insekten können doch richtig schön sein", resümiert Beate
Gaab, die die Gruppe leitet und sich zum Ziel gesetzt hat, die Kinder
wieder raus in die Landschaft zu bringen und dort für die artenreiche
Natur in ihrer Umgebung zu sensibilisieren.

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Heuernte beim
NABU in Göcklingen:
Das Heu muss weg für die Artenvielfalt
Eigentum verpflichtet: Alljährlich zur Heuernte
stemmt die NABU-Gruppe Landau-Land einen regelrechten Kraftakt auf
ihren Mähwiesen. Neben einer großen Obstwiese in der Nähe der
Winzergenossenschaft besitzt die NABU-Gruppe in Göcklingen noch zwei
Wiesen am „Brünnel im Wörth" entlang des Kaiserbachs, für den sie bei
der Verbandsgemeinde außerdem eine Patenschaft übernommen hat. Durch
die späte Mahd sind die naturbelassenen Wiesen im
Landschaftsschutzgebiet entlang eines beliebten Wanderwegs besonders
artenreich und schutzwürdig.
Gemäht ist schnell, und dort, wo das Heu mit
modernen Maschinen gepresst werden kann, erledigt das eine
Pferdebesitzerin aus dem Nachbarort. Zwischen den Bäumen allerdings
und auf der Feuchtwiese am „Brünnel", deren raues Seggenheu keine
Abnehmer findet, ist Handarbeit gefragt. „Dafür kreucht und fleucht
hier einiges", so Löffler, der bei der Mahd eine Reihe blühender
Weidenröschen und Sumpf-Ziest hat stehen lassen - eigens für die
Bienen und Hummeln, für die eine gemähte Wiese zunächst eine
Katastrophe darstellt. Würde man das Heu liegen lassen, würden die
Wiesen immer nährstoffreicher, und viele seltene Pflanzen und mit
ihnen die Insekten würden verschwinden.
Während der Grünspecht aus den hohen Bäumen am
Kaiserbach lachte, schufteten Roland Metzger und Karl Löffler mit
allen verfügbaren haupt- und ehrenamtlichen Kräften vom
Naturschutzzentrum Hirtenhaus, um das Heu von der Fläche zu entfernen.
Für das lose Heu von den Obstwiesen wird noch ein Abnehmer gesucht.
Interessenten können Kontakt aufnehmen über die NABU Regionalstelle
Südpfalz, Tel. 06341/31628.
(Originaltext, Landauer Stadtanzeiger 12.07.2006)
Zum Vormerken: An dem idyllischen Flecken
„Brünnel im Wörth" bei Göcklingen bietet die NABU-Gruppe Landau-Land
am kommenden Samstag, 15.7. ab 15 Uhr einen
Naturerlebnisnachmittag für Kinder. Teilnahme gegen Spende.
Anschließend gibt es für die Erwachsenen das traditionelle gemütliche
Beisammensein mit Imbiss („Brünneltreffen").

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Malwettbewerb: Elwetritschen und
Dinosaurier:
Kinder inspiriert durch „Baumtier" auf
NABU-Obstwiese
Das seltsame Baumtier, das die Kinder beim
diesjährigen Malwettbewerb des NABU Landau malen sollten, hat in der
Natur bereits Federn gelassen. Die anhaltende Hitze hat das Efeu auf
der gefällten Weide beim Naturschutzzentrum Hirtenhaus in
Landau-Mörzheim schnell vertrocknen lassen. Die Bilder der Gewinner
wirken hingegen frisch und sprühen vor Ideen: Sara Karkab und Lorna
Rinck (beide 5. Klasse, ESG Landau) haben im Kunstunterricht
fantasievolle Elwetritschen gestaltet, die dem Baumtier verblüffend
ähneln. „Meine isst die Früchte, und die von Lorna isst nur die Kerne
innendrin", erklärt Sara und hat damit das komplizierte Prinzip der
ökologischen Nische genau erfasst. So können die beiden
Elwetritschen-Arten nebeneinander leben, ohne sich gegenseitig die
Nahrung streitig zu machen. Schwieriger wird es da mit dem Dinosaurier
von Florian Schlösser (9 Jahre), denn auch der mag Obst. Er heißt
Müsaurus rex und ist als modernes Wesen am Computer entstanden.
Die wissbegierigen Gewinner wählten als Preise
allesamt Bücher über die Natur und freuen sich auf den Apfelsaft, den
Werner Kern vom NABU Landau ihnen überreichte.

Foto: Florian Schlösser, Sara Karkab, Lorna Rinck, Nathalie Plum
(NABU).
(Fotos: Werner Kern)

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Auf der Suche nach starkem Rückhalt
Start der
NABU-Mitgliederwerbung im Kreis Germersheim
Ausgerüstet
mit Informationsmaterial und guten Argumenten sind junge Aktive des
Naturschutzbund Deutschland (NABU) ab dieser Woche im Kreis
Germersheim unterwegs und sprechen in den Haushalten vor. In den
nächsten Tagen wollen die Studenten, die in Dienstkleidung und mit
Ausweis des NABU ausgestattet sind, zunächst in Rülzheim und Jockgrim,
dann in Bellheim und Lingenfeld, dann im Rest des Kreisgebiets und
schließlich in Speyer so viele Unterstützer wie möglich für den NABU
gewinnen. In Landau und im Kreis Südliche Weinstraße wurden bereits
über 1000 neue Mitglieder geworben, so dass Ende Mai bereits das 4000.
NABU-Mitglied in der Südpfalz, eine junge Familie aus Landau, mit
Präsenten geehrt werden konnte.
Seit
über 30 Jahren engagiert sich der NABU für den Naturschutz in der
Südpfalz und hat dabei erstaunliche Erfolge aufzuweisen.
Die aktiven Gruppen im Kreisgebiet, der NABU Bellheim und der NABU
Lingenfeld, engagieren sich vielfältig im Arten- und Biotopschutz und
beteiligen sich an der Aktion Pfalzstorch und am Queichwiesenprojekt.
Vor allem die zum Teil sehr
intensiv genutze Ackerlandschaft im Gebiet wäre ohne die Pflanz- und
Pflegeaktionen des NABU sehr viel ärmer an Bäumen, Gehölzen,
Obstwiesen und Feuchtbiotopen. Auch für die Errichtung von
Amphibien-Schutzzäunen an stark befahrenen Straßen wie in Schwegenheim
und bei Knittelsheim macht sich der NABU stark. Nistkastenprojekte für
Schwalben, Steinkäuze und Singvögel leisten einen wichtigen Beitrag
zum Erhalt seltener Vogelarten.
"Für laufende und neue
Projekte braucht der NABU mehr finanzielle Unterstützer und aktive
Mitstreiter“, so Nathalie Plum, Leiterin der NABU-Regionalstelle
Südpfalz. "Für uns ist es wichtig, sowohl Flora und Fauna zu schützen,
als auch die Bewohner der Südpfalz durch naturkundliche Exkursionen
mit den Naturschönheiten in
ihrer Umgebung vertraut zu
machen.“ Den Kindern im NABU bietet der NABU die Naturerlebnisschule,
Zeltlager und zahlreiche Aktionen im Rahmen des Ferienpass. Daneben
gibt es auch feste Kinder- und Jugendgruppen, die beim NABU durchs
Jahr hindurch die Natur in ihrer Umgebung kennenlernen, darunter die
NAJU Westheim und die NAJU Bellheim.
Neue Mitglieder werden zudem durch
die regelmäßig erscheinende NABU-Zeitschrift „Naturschutz heute“ über
aktuelle Projekte des NABU im In- und Ausland informiert.
„Mehr Mitglieder sind das Ziel, kein
Einsammeln von Barspenden“, betont Nathalie Plum. „Wir erhoffen eine
dauerhafte Unterstützung des Verbandes, denn nur eine breite Basis
kann erfolgreich zum Schutz der Lebensräume von Tieren und Pflanzen
beitragen".
Für Rückfragen: NABU Regionalstelle
Südpfalz, Tel. 06341/31628

Foto: Janosch Herzig, Nathalie Plum,
Sebastian Forstner, Stefan Fleske, Sebastian Seelmann.

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Großer
Bahnhof für kleine Eulen: Landauer
Biologie-Studierende bei den Mörzheimer Schleiereulen In der evangelischen Kirche in Mörzheim hat der
Vorsitzende des NABU Landau, Werner Kern, mit dem Einverständnis von
Pfarrer Traugott Oerther bereits vor Jahren einen Eulen-Nistkasten
installiert. Der Holzbehälter bietet den bestandsgefährdeten
Schleiereulen dauerhaft einen sicheren, trockenen, pflegeleichten
Brutplatz und verhindert zugleich, dass z. B. Tauben den Glockenturm
und das Dachgestühl innen verschmutzen, ja vielleicht sogar
Krankheitserreger ausstreuen.
Bei der Kontrolle am 13. Juni 2006 beherbergte der
Kasten vier junge Schleiereulen und jede Menge Gewölle mit den
Knochenresten ihrer Beutetiere. Die seltene Gelegenheit, der Beringung
der Jungen beizuwohnen, wollten sich Biologiestudenten der Universität
in Landau nicht entgehen lassen. Glücklicherweise stimmt es nicht,
dass Vögel ihre Kinder im Stich lassen, wenn Menschen sie angefasst
haben - sonst wären ja beispielsweise die Pfalzstörche, die ja alle
beringt werden, schon längst wieder ausgestorben. So konnten die
Jungen ohne Sorge vor Verlusten vorübergehend dem Brutkasten
entnommen, gebührend bewundert, angefasst und eingehend betrachtet
werden. Dr. Manfred Niehuis von der Universität Koblenz-Landau
markierte die Tiere mit JC-Ringen der Vogelwarte Radolfzell.
„Vier Junge sind nicht eben viel", meinte der
Dozent und schloss darauf, dass das Mäuseangebot offenbar
unterdurchschnittlich sei. „In besseren Mäusejahren kann man mit sechs
bis acht, ausnahmsweise sogar mit noch mehr Jungvögeln je Elternpaar
rechnen", so Niehuis weiter. Die Beringung sei ein international
gebräuchliches und anerkanntes Instrument der Vogelforschung und
liefere vielfache Erkenntnisse über das Leben und Sterben dieser
Tiere, so über ihre Standorttreue, über Partnerbindung, Ortsbewegungen,
aber auch über ihre durchschnittliche und ihre maximale
Lebenserwartung, Todesursachen etc. Zwar seien Schleiereulen keine
Zugvögel im klassischen Sinne, aber nestjung beringte
rheinland-pfälzische Tiere seien insbesondere nach sehr erfolgreichen
Brutjahren in größerer Entfernung, so in Süd- und Norddeutschland und
in Südfrankreich gefunden worden. Manche Tiere wurden mehrfach
kontrolliert, und das manchmal an weit auseinander liegenden Orten. In
diesem Jahr erst wurden von Dr. Niehuis beringte Schleiereulen in
Frankenthal und sogar in Groningen in den Niederlanden wieder
gefunden. „Die Chancen, dass eines der vier Jungtiere aus der
Mörzheimer Kirche wiedergefunden wird, stehen fast beängstigend gut,
da viel zu viele dem Straßenverkehr zum Opfer fallen", so Niehuis. Die
enorme Fülle der Wiederfunde nach einem Rekord-Brutjahr habe vor
einigen Jahren die Vogelwarte Radolfzell fast ‚lahmgelegt’ und sei
Anlass gewesen, die Schleiereulenberingung deutlich einzuschränken und
die Beringungsaktivitäten auf andere Vogelarten zu lenken.
Während Werner Kern die Jungvögel wieder hoch im
Turm im Eulenkasten verstaute, ergab ein Blick in die Gewölle, dass
die Hauptnahrung erwartungsgemäß ganz überwiegend aus Wühlmäusen,
Waldmäusen und verschiedenen Spitzmaus-Arten besteht. Vielleicht wird
die Teilnahme an der Aktion später mal den künftigen Lehrerinnen und
Lehrern Anregung sein, am Dienstort nach den Schleiereulen zu sehen
und etwas für ihren Schutz oder ihre Ansiedlung zu unternehmen, aber
auch gefundene Ringvögel den Vogelwarten zu melden.
Info: Über den Bezug oder den Eigenbau von
Schleiereulenkästen und anderen Nisthilfen informiert man sich in der
NABU Regionalstelle Südpfalz im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in
Landau-Mörzheim (Tel. 06341/31628).
(Originaltext, Rheinpfalz 26.06.06)

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Handys für die Havel:
NABU sammelt ausgediente Mobiltelefone
– Vodafone spendet für Naturschutzprojekt
Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Handys für die
Havel" erhält der NABU für jedes gesammelte Mobiltelefon 5 Euro von
seinem Kooperationspartner Vodafone. Das Geld fließt direkt in das
NABU-Renaturierungsprojekt an der Unteren Havel. Gemeinsam mit den
Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt will der NABU weite Gebiete in
dem größten zusammenhängenden Feuchtgebiet Mitteleuropas wieder
naturnah gestalten. Dabei sollen Altarme angeschlossen, Ufersäume
umgestaltet und Fischwanderhilfen gebaut werden. Lebensräume für
Eisvogel und Fischotter werden geschaffen und optimiert.
„Viele Besitzer eines neuen Handys wissen gar
nicht, dass sie ihr Altgerät recyceln lassen können. Anstatt es
wegzuwerfen oder in der Schublade verstauben zu lassen, können sie nun
ihr altes Handy bei einer NABU-Gruppe abgeben, schonen damit die
Umwelt und unterstützen damit zugleich unsere Arbeit", so Joachim
Zürker, Vorsitzender der NABU-Gruppe in der Verbandsgemeinde Bellheim.
Nach offiziellen Schätzungen befinden sich ca.
40-50 Millionen alte oder defekte Handys in deutschen Haushalten, die
bei nicht sachgerechter Entsorgung die Umwelt gefährden können.
Hauptanliegen beider Kooperationspartner ist, die Gesellschaft für das
Recycling im Bereich der Elektrotechnologie zu sensibilisieren und
möglichst viele dazu zu bewegen, ihr Handy umweltgerecht zu entsorgen .
Ab sofort können ausgediente Handys bei folgenden
Sammelstellen im Kreis Germersheim sowie bei NABU–Veranstaltungen wie
z.B. Exkursionen abgegeben werden.
(Originaltext, LD Wochenblatt 07.06.2006)
Handy-Sammelstellen im Kreis Germersheim:
Bellheim: Frisör Busch, Hintere Strasse 15 und bei
Brillen Kuntz Rülzheimer Strasse 4
Knittelsheim: Bäckerei Busch, Hauptstrasse 18
Ottersheim: Walter Frey, Waldstrasse 47; Handys können hier auch in
den
Briefkasten gelegt werden.
Zeiskam: „Briefkaschdeteam" bei Peter Mees , Ecke Mittelgasse /
Friedhofstrasse
Westheim: Familie Schmitt-Osterhorn, Bahnhofstr. 38
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NABU-Ausflug zum
Donnersberg
aus terminlichen Gründen verschoben
Die NABU Regionalstelle Südpfalz bietet für alle Mitglieder und
Interessierten am Samstag, den 9. September 2006 von 9 bis 18 Uhr
einen Ausflug zum Donnersberg an. Es wird eine Führung durch den NABU-
Keltengarten in Steinbach (Kosten: 3 Euro pro Person) und eine
naturkundliche Wanderung auf dem Donnersberg geben. Familien mit
Kindern sind herzlich willkommen. Für die Anfahrt werden
Fahrgemeinschaften organisiert. Anmeldung bis zum 7. Juli unter
Tel. 06341/31628 oder
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

Lehmhaus im NABU-Keltengarten in Steinbach am Donnersberg

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Helfer-Woche:
Schülerinnen der IGS Kandel bauen Immenwand und Kräuterschnecke beim
NABU
Saskia Groß, Melanie
Moreau und Annika Roy von der IGS Kandel, alle drei 11 Jahre alt,
haben im Rahmen des „Projekts Helfen“ ihrer Schule beim NABU Landau
praktischen Naturschutz betrieben. Zuerst bauten sie auf der
Streuobstwiese am Brühlgraben bei Landau-Mörzheim eine Immenwand. Dies
ist eine Wand, die aus Weidenzweigen geflochten und anschließend mit
Lehm verputzt wird. Sie dient als „Hotel“ für Wildbienen, die sich
ihre „Einzelzimmer“ in den Lehm hinein bohren. Außerdem legten die
fleißigen Helferinnen eine Kräuterschnecke an und bepflanzten sie mit
Zitronenmelisse, Salbei, Sauerampfer, Frauenmantel, Fingerhut und
Lavendel.
Angeleitet wurden sie
dabei von Manuel Dünzl, der im Naturschutzzentrum Hirtenhaus sein
Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolviert, sowie von Werner
Kern, dem Vorsitzenden des NABU Landau.
Obwohl die Arbeit, vor
allem mit dem Lehm, teilweise „hart und schmutzig“ war, haben die drei
Freundinnen großen Spaß bei der Arbeit gehabt. Sie wollen im nächsten
Jahr wieder kommen um zu schauen, ob sich schon Wildbienen in der Wand
angesiedelt haben.

Foto 1: v.l.n.r.
Melanie, Saskia und Annika vor der fertigen Immenwand

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Jobs fürs
Ehrenamt – der NABU sucht engagierte Mitarbeiter für spannende
Projekte
Mit über 4000
Mitgliedern ist der NABU inzwischen der größte Naturschutzverband in
der Südpfalz. In den letzten Monaten haben immer mehr Menschen
festgestellt, wie viel Spaß die Naturschutzarbeit beim NABU macht –
heute engagieren sich rund 150 Ehrenamtliche jeden Alters in ihrer
Freizeit für die Natur und schätzen dabei nicht nur die „Ehre“, die
einem das einbringt, sondern vor allem den persönlichen Gewinn.
Speziell für Menschen,
die sich mit einem überschaubaren und vor allem fest planbaren
Zeitaufwand für die Natur engagieren wollen, gibt es nun beim NABU die
„Jobbörse für Ehrenamtliche“. Diese gibt einen Überblick über die
kleineren Aufgaben, die in einem Naturschutzverband zu bewältigen sind
– und die durchaus nicht immer naturkundliche Vorkenntnisse erfordern.
Gerade mit naturkundlichen Fachleuten sind die NABU-Gruppen im
Allgemeinen gut besetzt. Was zuweilen fehlt, sind Menschen, die sich
mit Pressearbeit, Kassenführung, juristischen Fragen, Sponsoring,
Vermarktung, Homepagegestaltung und -programmierung auskennen.
Handwerklich Begabte können beispielsweise beim Bau von Nistkästen,
Trockenmauern und Lebenstürmen eine Aufgabe finden. Wer mit
Kettensäge, Freischneider oder Astschere umgehen kann, einen Obstbaum
fachgerecht schneiden oder pflanzen kann, ist beim NABU stets gern
gesehen. Aber auch einfache fleißige Hände aus jeder Altersgruppe
werden immer gebraucht, und zwar bei den Biotoppflegeeinsätzen, die -
bis auf die Heuernte und die Apfelernte - meist im Winterhalbjahr
statt finden. Wer sich in den email-Verteiler oder die Telefonliste
der NABU Regionalstelle Südpfalz aufnehmen lässt, wird stets über die
aktuell geplanten Einsätze informiert.
Umweltbildung wird
beim NABU in der Südpfalz groß geschrieben. Bei zahlreichen
Veranstaltungen werden Kinder und Jugendliche für die Natur
begeistert. Zur Durchführung dieser Veranstaltungen sucht der NABU
immer wieder Menschen mit pädagogischer Vorbildung. Wer nicht gleich
eine eigene Kindergruppe (Naturschutzjugend NAJU) in seinem Dorf
betreuen will, kann einfach mal einen halben Tag lang bei einem
Ferienprogramm des NABU mithelfen und so gleich sein eigenes
naturkundliches Wissen erweitern.
Immer wieder werden
verletzte Vögel, meist Verkehrsopfer, im Hirtenhaus abgegeben. Die
Pflege- und Ausgewöhnungsstation des NABU in Haßloch kümmert sich um
diese Tiere, insbesondere um Greifvögel und Eulen. Zum Transport
dieser Vögel werden noch motorisierte Menschen als
"Bereitschaftsdienst" gesucht.
Damit neu
Hinzugekommene leichter in die neue Aufgabe hinein finden, leistet
Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz nach Wunsch
Hilfestellung, von der Herstellung des Kontakts zum richtigen
Ansprechpartner bis zur Schulung in den Fertigkeiten, die man für das
jeweilige Ehrenamt benötigt.
Weitere aktuelle
Aufgaben veröffentlicht der NABU regelmäßig auf seiner Internetseite:
www.NABU-Suedpfalz.de/jobs.
(Originaltext,
Rheinpfalz 19.06.2006)
Bei Interesse an einem
Job oder bei Fragen freut sich Nathalie Plum über Ihren Anruf oder
Ihre E-Mail: 06341/31628;
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de.

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Traumergebnis: starker Rückhalt für den
Naturschutz
NABU ehrt
4000. Mitglied mit reichen Geschenken
Bei
der Mitglieder- und Fördererwerbung des NABU sind bereits große
Erfolge zu verzeichnen: In diesen Tagen warben Studenten, die für den
NABU in Südpfalz unterwegs sind, das 4000. Mitglied für den Verband in
der Region. Innerhalb von zwei Wochen konnten die jungen NABU-Aktiven,
die an jeder Haustür klingeln, über 400 neue Mitglieder werben und
verschaffen dem größten Naturschutzverein des Landes so einen immer
stärkeren Rückhalt in der Bevölkerung. Das Gebiet, in dem der NABU in
diesem Jahr wirbt, umfasst die Vorder- und Südpfalz zwischen Annweiler
und Speyer sowie zwischen Neustadt und der französischen Grenze.
Bei der Werbeaktion habe es sich
nicht um ein lästiges Klinkenputzen gehandelt, fassen die NABU-Aktiven
um Mahi Klosterhalfen zusammen. „Viele Bürger kannten den
Naturschutzbund schon von seinen zahlreichen Exkursionen,
Kinderprogrammen und Berichten über die praktische Naturschutzarbeit
in der Presse“, so Klosterhalfen. „Man nahm sich Zeit für uns und ludt
uns gelegentlich sogar auf einen Schluck zu Trinken ein.“
Als Dankeschön für seine Unterschrift
erhielt Christian Jochen aus Landau
einen reich gefüllten „Präsentkorb“ und freut sich besonders über den
NABU-Wein, einen Bio-Regent aus Mörzheimer Lagen sowie das berühmte „Hirtenwässerle“.
Seine Lebensgefährtin Maike liebäugelt mehr mit den Samen von schön
blühenden Wildpflanzen für den Garten (Ackerschwarzkümmel, Nachtkerze,
Ackerbreitsame, Rittersporn). Der kleine Bastian freut sich mehr auf
den Apfelsaft von den Streuobstwiesen des NABU Landau sowie über das
Vogelbestimmungsbuch. Vom Nistkasten für den Kleiber, den Vogel des
Jahres 2006, wird sicherlich die ganze Familie etwas haben, wenn er
erst einmal bewohnt ist.
Zum Vormerken:
Am Pfingstsonntag, 04.06. veranstaltet der NABU ein großes
Fest, zu dem alle Mitglieder und Interessierten in der Südpfalz
herzlich eingeladen sind. Ort: Eschbach auf der Dorfwiese und
im Hof Weinstr. 15. Neben einem kalten Büffet und einer Gulaschsuppe
gibt es ab 12 Uhr ein buntes Programm rund um das Thema Schafe.
Neue Mitglieder sind herzlich eingeladen, mit zu feiern.
Für Rückfragen: NABU Regionalstelle
Südpfalz, Dr. Nathalie Plum, Tel. 06341/31628

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Auf der Suche nach
starkem Rückhalt
Start der
NABU-Mitgliederwerbung in der Südpfalz
Ausgerüstet
mit Informationsmaterial und guten Argumenten sind junge Aktive des
Naturschutzbund Deutschland (NABU) in der Südpfalz unterwegs und
sprechen in den Haushalten vor. In den nächsten Tagen wollen die
Studenten, die in Dienstkleidung und mit Ausweis des NABU ausgestattet
sind, zunächst in Landau, dann in Annweiler, Edenkoben und Maikammer
so viele neue Mitglieder für den NABU in der Südpfalz gewinnen.
Seit
über 30 Jahren engagiert sich der NABU für den Naturschutz in der
Südpfalz und hat dabei erstaunliche Erfolge aufzuweisen.
Im Wasgau und am Haardtrand wurden viele
Streuobstwiesen erhalten oder neu angelegt. Vor allem die
Weinberglandschaft um Landau wäre ohne die Pflanz- und Pflegeaktionen
des NABU sehr viel ärmer an Bäumen, Gehölzen, Obstwiesen und
Feuchtbiotopen. Auch für die Errichtung von Amphibien-Schutzzäunen wie
in diesem Jahr in Landau, in Gräfenhausen, in Frankweiler und an der
Kaiserbacher Mühle macht sich der NABU stark. Nistkastenprojekte für
Schwalben, Steinkäuze und Singvögel leisten einen wichtigen Beitrag
zum Erhalt seltener Vogelarten.
"Für laufende und neue
Projekte braucht der NABU mehr finanzielle Unterstützer und aktive
Mitstreiter“, so Nathalie Plum, Leiterin der NABU-Regionalstelle
Südpfalz. "Für uns ist es wichtig, sowohl Flora und Fauna zu schützen,
als auch die Bewohner der Südpfalz durch naturkundliche Exkursionen
mit den Naturschönheiten in
ihrer Umgebung vertraut zu
machen. Den Kindern im NABU bieten wir die NABU-Naturerlebnisschule,
ein jährliches Zeltlager und zahlreiche Aktionen im Rahmen des
Ferienpass. Daneben gibt es auch feste Kinder- und Jugendgruppen, die
beim NABU durchs Jahr hindurch die Natur in ihrer Umgebung
kennenlernen.“
Neue Mitglieder werden zudem durch
die regelmäßig erscheinende NABU-Zeitschrift „Naturschutz heute“ über
aktuelle Projekte des NABU im In- und Ausland informiert.
„Mehr Mitglieder sind das Ziel, kein
Einsammeln von Barspenden“, betont Nathalie Plum. „Wir erhoffen eine
dauerhafte Unterstützung des Verbandes, denn nur eine breite Basis
kann erfolgreich zum Schutz der Lebensräume von Tieren und Pflanzen
beitragen".
Für Rückfragen: NABU Regionalstelle
Südpfalz, Tel. 06341/31628

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Sozialer
Wohnungsbau für Mehlschwalben:
NABU errichtet Schwalbenhaus in Mörzheim
Mörzheim war schon
immer ein „schwalbenfreundliches Dorf“, doch nun ist eine Attraktion
für die beliebten Vögel hinzugekommen: Die NABU-Gruppe Landau hat in
der Spelzengasse ein ganzes Schwalbenhaus gebaut. Auf einem 4,50 Meter
hohen Stahlmast thront ein Dach mit 12 Kunstnestern für Mehlschwalben.
Unmittelbar vor dem Mast befindet sich in der ungeteerten Straße eine
Pfütze, in der diese Woche bereits ein reger Betrieb herrschte. Die
frisch eingetroffenen Mehlschwalben holen sich hier Lehm als
Nistmaterial.
Werner Kern, 1.
Vorsitzender des NABU Landau, baute das Haus mit Vorstandsmitglied
Klaus Pittner zusammen. Bei der feierlichen Errichtung des Hauses auf
einem frischen Betonfundament in der Mörzheimer Spelzengasse waren der
gesamte Vorstand sowie Zivildienstleistender Manuel Dünzl (Teilnehmer
des Freiwilligen Ökologischen Jahres) behilflich. Nachbar Günther
Geißert half mit einem Gabelstapler aus seinem Weingut aus. Ihnen
allen gilt der herzliche Dank von Werner Kern, der seinen Traum vom
Schwalbenhaus im Heimatdorf endlich verwirklicht hat. „Jetzt hoffen
wir nur noch auf baldigen Bezug des Hauses“, so Kern.
„Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber sie
bringt Glück!“

Klaus Pittner beim Bau des Schwalbenhauses (Foto:
Werner Kern)

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Die Welt steht Kopf:
Kleiber ist Vogel des Jahres 2006
Der Kleiber, vom
Naturschutzbund NABU zum Vogel des Jahres 2006 gekürt, beherrscht als
einziger Vogel Europas die Fähigkeit, kopfüber die Bäume
hinunterzuklettern. So kann er sehr gut Insekten erbeuten, die hinter
nach oben abstehender Rinde versteckt sind und wird deshalb auch
„Spechtmeise“ genannt. Mit den Spechten verwandt ist der Kleiber zwar
nicht, doch er nutzt gerne ihre alten Höhlen, sogar bis in 30 Metern
Höhe. Dabei gibt er sich allerdings selten mit der vorgefundenen
Mietsache zufrieden. Er sorgt für kleibergerechten Innenausbau,
hauptsächlich mit Rindenstückchen, und Abdichtung der Höhle. Vor allem
aber passt er den Höhleneingang exakt seiner Größe an: 29 bis 32
Millimeter Durchmesser hat das ideale Kleiber-Einflugloch. Dazu klebt
(„kleibert“) er feuchten Lehm um das Loch, so dass andere größere
Tiere nicht hindurchpassen und nur er dort einschlüpfen kann.
In Rheinland-Pfalz ist
der Kleiber weit verbreitet, denn 42% der Fläche im Land sind mit Wald
bestanden, und den liebt der Kleiber als Lebensraum. Man trifft ihn
allerdings auch in Parkanlagen, Baumalleen, Streuobstwiesen und Gärten
– vorausgesetzt, es gibt ältere Bäume mit grober, borkiger Rinde, am
besten Eichen. Es nistet aber auch in Birken und Buchen.
Nistkästen für den Kleiber (15 Euro) und
die Farbbroschüre zum Vogel des Jahres 2006 (Din A5, 28
Seiten, 1,50 Euro) sind in der NABU Regionalstelle Südpfalz vorrätig.
Tel. 06341/31628,
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de.
Im Internet unter www.NABU.de oder
www.Vogel-des-Jahres.de. Aktuell: die WebCam zeigt Bilder aus dem
Kleibernest: Die Jungvögel sind geschlüpft!
Terminhinweis: Auf den Spuren des Kleibers
- Exkursion zum Vogel des Jahres am Samstag, 13.5. ab 18 Uhr in
Zeiskam, Treffpunkt Einfahrt Reitstadion. Referent: Klaus Weiß,
NABU Bellheim. Für Rückfragen: Tel. 06347/1031

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Deutschland sucht den Gartenvogel
Der NABU
veranstaltet die
“Stunde
der Gartenvögel”
–
mitmachen lohnt sich
Die “Stunde der Gartenvögel” schlägt am Wochenende des
06. bis 07. Mai: Der Naturschutzbund NABU ruft die Menschen aus ganz
Deutschland auf, alle Vögel zu notieren, die sie innerhalb einer
beliebigen Stunde beim Blick in den Garten, in den Park oder vom
Balkon aus beobachten. Gesucht werden Amsel, Blaumeise, Buchfink,
Elster, Grünfink, Hausrotschwanz, Haussperling, Kohlmeise,
Mauersegler, Mehlschwalbe, Star und Rotkehlchen – und natürlich alle
anderen Vögel, die sich im Umfeld der Menschen aufhalten. “Wir
erhalten so Erkenntnisse über den Bestand und die Verbreitung der
einzelnen Vogelarten”, sagt Nathalie Plum, Leiterin der
NABU-Regionalstelle Südpfalz in Landau-Mörzheim. "Je mehr Menschen
daran teilnehmen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse.” Unter
den Teilnehmern verlost der NABU Preise im Wert von mehreren tausend
Euro, darunter Reisen zum Nordkap und zu den Lofoten.
Schirmherr der Aktion ist in diesem Jahr
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, der im März erst zu Besuch war
beim NABU Landau-Land, wo er den Landschaftsweiher „Göcklinger
Tongrube“ bewunderte, für den die NABU-Gruppe eine Patenschaft
übernommen hat. Als Geschenk nahm er damals neben einigen Flaschen
Bio-Wein des NABU Landau auch einen Nistkasten mit in seine
Heimatstadt Goslar. „Wir hoffen, dass Herr Gabriel an diesem
Wochenende eine Kohlmeise oder gar einen Kleiber, den Vogel des
Jahres, in seinem Kasten beim Brutgeschäft beobachten kann“, hofft
Nathalie Plum.
Die mit Farbfotos
der gesuchten Vogelarten ansprechend gestalteten Meldebögen
liegen bereits in vielen Geschäften
und Banken in der Südpfalz
aus und können
in der NABU Regionalstelle abgeholt werden (06341/31628,
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de). Wer online mitmachen will, findet den
Meldebogen unter
www.stunde-der-gartenvoegel.de.
Wer noch keine
Erfahrung beim Vogelbestimmen hat, kann unter fachkundiger Anleitung
um die Wette beobachten. Auch die Ergebnisse aus den Exkursionen
werden eingesandt und ausgewertet.
Vogelkundliche
Exkursionen am „Gartenvogel“-Sonntag:
So 07.05. 7 Uhr
Vogelstimmenwanderung durch das Naturschutzgebiet bei Gleisweiler.
Treffpunkt: Aquariusbrunnen an der Kirche. Referent: Franz Grimm (NABU
Edenkoben/Maikammer), Tel. 06345/919347
So 07.05. 7 Uhr
Vogelstimmenwanderung rund um Ilbesheim. Treffpunkt: Schule in
Ilbesheim. Referent: Heinz Wissing (NABU Landau-Land), Tel.
06341/30417
So, 07.05. 7
Uhr
Vogelstimmenwanderung beim Vogelschutzverein in
Rülzheim.
Treffpunkt: bei den Vereinshäuschen Nähe Moby Dick-Schwimmbad. Dauer:
2,5 Stunden. Nach der Wanderung gibt es die Möglichkeit, ein Frühstück
einzunehmen. Referent: Klaus Weiß (NABU Bellheim), Tel. Tel.
06347/1031
So 07.05. 18
Uhr
"Stunde der Gartenvögel". Vögel in der Siedlung können entdeckt,
beobachtet und gezählt werden; es gibt Preise zu gewinnen. Treffpunkt:
an der Martin-Geiger-Grundschule in Neustadt-Hambach.
Referenten: Martin Grund, Nathalie Plum (NABU Regionalstelle Südpfalz)

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Restbestände Erlebter
Frühling zu vergeben
26. April 2006
Die NABU-Regionalstelle Südpfalz in Landau-Mörzheim hat
noch Restbestände der Faltblätter zur Kampagne "Erlebter
Frühling" abzugeben. Die kindgerecht aufbereiteten
Faltblätter der Naturschutzjugend (NAJU) stellen in diesem
Jahr den Lebensraum Bach und die vier Frühlingsboten
Kleiber, Wasserspitzmaus, Schwarzerle und Eintagsfliege
vor. Die Handreichung für Lehrer, Eltern und Pädagogen
gibt Tipps zu Aktionen und zur Unterrichtsgestaltung rund
um die Frühlingsboten. Das Material kann bestellt oder
abgeholt werden im Naturschutzzentrum Hirtenhaus,
Brühlstr. 21 in 76829 Landau-Mörzheim, Tel. 06341/31628,
e-mail hirtenhaus@web.de
  
 
Die diesjährigen Frühlingsboten Kleiber, Schwarzerle,
Wasserspitzmaus und Eintagsfliege. (Foto: NAJU)

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Spaziergang in den
Wässerwiesen
27. April 2006
Ausgerüstet mit Gummistiefeln machten sich am vergangenen Sonntag
Matthias Brock (NABU Bellheim) und 11 Teilnehmer auf den Weg in die
Sandwiesen bei Bellheim, um mehr über die dort angewandte
Wässertechnik und ihre Bedeutung für den Naturschutz zu erfahren.
Die Wiesenwässerung
stammt aus dem 15. Jahrhundert, als die Landwirte das Wasser der
Queich und anderer Bäche nutzten, um den Ertrag der Wiesen auf den
leicht austrocknenden Sandböden zu steigern. Im Rahmen des
Queichwiesenprojekts des Landschaftspflegeverbands Südpfalz und der
Verbandsgemeinde Bellheim wird diese alte Technik seit letztem Jahr
wieder eingesetzt. Die NABU-Gruppe Bellheim unterstützt das Projekt
durch die Freilegung einzelner Gräben und Rohre. Die Auswirkungen auf
Flora und Fauna der Wiesen wird von Wissenschaftlern und NABU-Aktiven
beobachtet.
Am
Rande der Exkursion konnte so manche Naturbeobachtung gemacht werden:
ein Reh, ein Feldhase, ein Mäusebussard und ein rüttelnder Falke sowie
gleich vier Störche. Offensichtlich zieht die Wässertechnik diese bei
den Menschen so beliebten Nahrungsgäste tatsächlich in die Holzwiesen.

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Eine starke Bilanz in SÜW: über
4000 Erdkröten sicher zu den Laichgewässern gebracht
29. April 2006
Die diesjährige
Krötenwanderung im Landkreis Südliche Weinstraße ist beendet. Dank des
ehrenamtlichen Engagements von NABU-Mitgliedern und der guten
Zusammenarbeit mit der unteren Landespflegebehörde bei der
Kreisverwaltung in Landau konnten Amphibienschutzzäune angeschafft und
errichtet werden. Unter Mithilfe der Umweltabteilung der
Verbandsgemeinde Landau-Land sowie den Straßenmeistereien Godramstein
und Annweiler wurden die Standorte der NABU-Amphibienschutzzäune an
den Straßen zwischen Frankweiler und Albersweiler, beim Geilweiler
Hof, bei Göcklingen auf Höhe der Kaiserbacher Mühle und in Kirrweiler
festgelegt. Ein weiterer Zaun wurde von der unteren
Landespflegebehörde bei Gräfenhausen aufgebaut. Die Schutzzäune wurden
über einen Zeitraum von mehreren Wochen in den Abendstunden von NABU
Aktiven und weiteren ehrenamtlichen Helfern vor Ort kontrolliert und
es konnten mehr als 4.000 Kröten sicher zu ihrem Laichgewässer
gebracht werden, wie Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle
Südpfalz berichtet. Als sehr positiv wertet der NABU auch, dass
Grasfrösche und Molche an den Krötenzäunen entdeckt und sicher zum
Laichgewässer gebracht wurden. Bei Gräfenhausen wurde erstmals sehr
erfolgreich vom NABU auch ein Schutzzaun für die sichere Rückwanderung
der Kröten vom Laichgewässer an der Straße errichtet. Die Krötenzäune
sind nun wieder abgebaut und werden im kommenden Jahr an gleicher
Stelle errichtet.
Bilanz der Amphibienwanderung in SÜW im Frühling 2006:
Göcklingen
400 Erdkröten, 50 Frösche
Siebeldingen 93 Erdkröten, 1 Frosch
Albersweiler 1032 Erdkröten
Gräfenhausen ca. 2000 Erdkröten
Kirrweiler mehrere hundert Erdkröten, dort wurde erst
nach dem Hauptansturm der Zaun modifiziert und die Tiere gezählt.

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Über 2000 Amphibien gerettet:
NABU aktiv am Mehlsee bei Schwegenheim
29. April 2006
Ein „Brennpunkt“ der
alljährlichen Amphibienwanderung ist die L 538 zwischen Schwegenheim
und Gommersheim. Ohne einen schützenden Zaun werden dort die meisten
der Tiere überfahren bei ihrem Versuch, ihr Laichgewässer, den Mehlsee
zu erreichen. In Absprache mit der NABU-Gruppe in der Verbandsgemeinde
Lingenfeld stellte der Landesbetrieb Straßen und Verkehr (LSV) auch in
diesem Jahr wieder 850 Meter Amphibienschutzzaun – je gut 400 Meter
auf beiden Seiten der Straße. Jeden Morgen und Abend kontrollierten
ehrenamtliche Helfer der NABU-Gruppe die eingegrabenen Eimer entlang
der Zäune, sammelten umherlaufende Tiere ein und brachten sie zum
Laichgewässer, dem Mehlsee. Im Vergleich zum Vorjahr (1906 Erdkröten
bzw. 2134 Amphibien gesamt) war die Bilanz erneut überwältigend:
insgesamt wurden 2070 Amphibien auf der Hinwanderung über die Straße
gebracht (1936 Erdkröten, 60 Gras- und Springfrösche, 32 Grünfrösche,
31 Teichmolche und 10 Kammmolche). Dazu kommen noch einmal 1457 Tiere
zu Beginn der Rückwanderung, die sich erfahrungsgemäß weiter in die
warme Jahreszeit hinzieht.
Die Naturschützer
wurden zunächst lange auf die Folter gespannt, bevor es nach dem
langen Winter endlich mit der Wanderung los ging. Eine „Vorhut“ von 20
Tieren konnte Herbert Magin, 1. Vorsitzender des NABU Lingenfeld,
bereits am 9. März verzeichnen. Nach einer Pause von einigen kalten
Tagen ging es dann zunächst verhalten weiter, bis die Wanderung ab dem
24. März richtig in Schwung kam. Die größte Anzahl Kröten konnte die
Kindergruppe (NAJU Westheim) unter der Leitung von Connie Osterhorn am
Morgen des 26. März verzeichnen: 388 Kröten auf der Hin- und 51 auf
der Rückwanderung. Der kleine Jos hat dabei einen der seltenen Molche
in der Hand über die Straße gebracht, damit er im Eimer nicht von den
lebhaft übereinander krabbelnden Kröten erdrückt wird. Sein Freund
Aaron hätte am liebsten eine Kröte mit nach hause genommen hätte,
damit sie dort laicht. „Lieber kommen wir noch einmal an den Mehlsee
und schauen uns die Kaulquappen in ihrem natürlichen Lebensraum an“,
versprach Connie Osterhorn den Kindern.
Der NABU Lingenfeld
dankt Herrn Pfeifer vom LSV sowie allen ehrenamtlichen Helfern für ihr
Engagement und hofft, dass auch im nächsten Jahr mit einer „starken
Mannschaft“ für den Fortbestand der Amphibienpopulation am Mehlsee
gesorgt werden kann.

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Osterferienprogramm beim NABU Landau
In der Woche vor
Ostern konnten wie jedes Jahr wieder 45 Kinder aus Landau und dem
Kreis Südliche Weinstraße das Ferienprogramm am Naturschutzzentrum
Hirtenhaus in Landau-Mörzheim genießen. Gemeinsam mit ehrenamtlichen
Helfern des NABU Landau gestalteten Ulrike van der Bloemen und Inge
Keller von der Naturerlebnisschule über drei Tage ein
abwechslungsreiches Programm rund um die Natur. Neu dabei war Manuel
Mauer von der NAJU (Naturschutzjugend) Edesheim, der auf der
Streuobstwiese des NABU Landau mit den Kindern eine sogenannte
„Benjes-Hecke“ anlegte. Aus dem aufgehäuftem Baumschnitt wird sich in
einigen Jahren von selbst ein dichtes Gebüsch entwickeln, das
Rotkehlchen, Zaunkönig und Nachtigall als Brutplatz und Igeln als
Unterschlupf dient. Für die Wildbienen wurden Hölzer gebohrt und an
einer sonnigen Stelle angebracht; die Wildbienenlehmwand wurde
abgestochen, um eine neue glatte Fläche für erdbewohnende Bienen zu
schaffen. Nachdem auch noch die Trockenmauer mit Sand aufgefüllt war,
kamen einige Kinder auf die Idee, ein Schild zu malen, das den Tieren
den Weg zu ihren neuen Behausungen zeigen sollte. Dieses preist nun
„bezugsfertige Ein-Zimmer-Wohnungen für Wildbienen“, „freie Wohnungen
im Quartier Trockenmauer“ und die „schlüsselfertige Benjes-Immobilie
für stachelige Mieter und anderes Kleingetier“ an. Auch ohne Schild
fand eine Kohlmeise den Weg in den Nistkasten, den ein Mädchen selbst
aus einem Bausatz zusammengeschraubt und von ihrem Vater im heimischen
Garten an einem Baum hat anbringen lassen. „Kaum war der Papa von der
Leiter runter, saß die Meise schon an dem Loch!“ berichtete sie am
nächsten Tag stolz. Für die Kreativen unter den Kindern gab es eine
Mal- und Bastelwerkstatt, in der unter anderem ein Wiesen-Betttuch
gemalt und Osterhasen aus Naturmaterial gestaltet wurden. Eine
Frühlings-Entdeckungs-Ralley, Spiele und das Rösten von Stockbrot über
dem Feuer rundeten das Programm am Mörzheimer Grillplatz ab.
Zum Vormerken:
Die NAJU Landau (Leitung: Ulf Janz) trifft sich monatlich und macht
spannende Ausflüge in die Natur. Der nächste Termin ist Montag, der 8.
Mai um 15 Uhr am Hirtenhaus. Anmeldung (Kinder ab 10 Jahren) und Infos
über weitere NABU-Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Tel. 06341/31628; e-mail:
hirtenhaus@web.de
(Originaltext, LD
Stadtanzeiger 06.04.2006)

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Landau:
Massaker vom letzten Jahr verhindert – NABU rettet 1300 Erdkröten
Rückwanderung läuft –
weiter vorsichtig fahren
20. April 2006
Es war ein äußerst
unappetitlicher und trauriger Anblick, der sich NABU-Aktiven beim
Baumarkt-Einkauf in der Gilletstraße letztes Jahr im März bot.
Überfahrene Erdkröten, wo man auch hinschaute: auf der Straße, auf dem
Parkplatz, in der Tankstelle. Mit einigen weiteren Aktiven, die
spontan zur Hilfe bereit waren, rettete man immerhin 150 Tiere und
brachte sie ins Regenrückhaltebecken auf der anderen Straßenseite (die
Rheinpfalz berichtete). Alle waren sich einig, dass sich dieses
Massaker in 2006 nicht wiederholen durfte. Die Fa. Gillet, die
Pfalzwerke, die Entsorgungswerke, das Ordnungsamt der Stadt Landau
sowie die Straßenmeisterei unterstützten unterstützten Franz Grimm
vom NABU, als dieser mit Teilnehmern des Freiwilligen Ökologischen
Jahres (FÖJ) Amphibienschutzzäume auf dem Gelände aufbaute. Besonderer
Dank gilt auch den ehrenamtlichen Helfern, die über einen Zeitraum von
drei Wochen in den Abendstunden und am frühen Morgen die Zäune
kontrollierten. Dabei konnten mehr als 560 Kröten sowie
erfreulicherweise auch einige der seltenen Teichmolche sicher zum
Laichgewässer gebracht werden. Nathalie Plum von der NABU
Regionalstelle Südpfalz bot eine Abendexkursion an den Pfalzwerken,
bei der Interessierte alles über die Lebensweise der Erdkröten
erfahren konnten. So wusste zum Beispiel kaum jemand, wie nützlich
Kröten im Garten sein können, da sie gerne Nacktschnecken vertilgen –
eine Nahrung, die von vielen anderen Tieren verschmäht wird. In
Mörzheim brachten Werner und Inge Kern über
740 Erdkröten auf ihrem Weg zum Hordtweiher und zum
Regenrückhaltebecken Erbsenfeld über die Straße. Auch sie haben in den
vergangenen Jahren mit kleineren Zahlen angefangen und sind zufrieden
mit dem gesunden Wachstum der Krötenpopulation.
Für dieses Jahr ist
die Amphibienwanderung vorbei; der Schutzzaun in Landau wird nun
wieder abgebaut und im kommenden Jahr an gleicher Stelle wieder
errichtet. Die Rückwanderung der Erdkröten in die Sommerquartiere, vor
allem zum Gelände der Pfalzwerke hin, wird sich über die nächsten
Monate hinziehen. Autofahrer werden deshalb weiterhin gebeten,
besonders an milden, feuchten Abenden in der Dämmerung langsam durch
die Gilletstraße zu fahren.
Zum Vormerken:
erster NABU-Stammtisch für die ganze Südpfalz am Dienstag,
25.4. um 19 Uhr im „Landhaus“, Wollmesheimer Höhe 5 in Landau. Thema:
Bilanz der Amphibienwanderung. Für Rückfragen: NABU
Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628

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Todesanzeige
und Wiedergeburt
27. März 2006
Liebe Mitstreiter im NABU,
am Freitag, den 24.03.06 verstarb gegen 21.30 Uhr nicht
ganz unerwartet der NABU Gruppenname Gommersheim im besten
Alter von 39 Jahren. Nachdem er nahezu 23 Jahre den
Mädchennamen DBV Gommersheim trug und dann nach geglückter
Heirat NABU Gommersheim ließ er sich nun umbenennen. In
den letzten Jahren konnten sich leider nicht recht viele
mit diesem Namen identifizieren und so entschloss er sich
zu diesem zukunftsweisenden Schritt.
Der verblichene Name wurde im Kreise seiner erschienenen
Mitglieder am gleichen Tage zu Papierkorb getragen. Wir
möchten bitten, von Beileidsbekundungen beim
Vereinsregister Abstand zu nehmen, stattdessen rege
Teilnahme an Veranstaltungen und Spenden zugunsten der
Natur.

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NABU
Informationsstand: Kleiber, Vogel des Jahres 2006
26. März 2006
Der NABU Landau macht am Samstag ab 7:30h einen Informationsstand an
der Marktstraße/ Ecke Barthstraße. Der Kleiber, Vogel des Jahres 2006
wird vorgestellt werden, und passend dazu gibt es Nistkästen für den
Kleiber sowie Anleitungen für den Nistkastenbau zu kaufen.
Gleichzeitig nimmt der Stand im Rahmen des Projekts "Handys für die
Havel" ausgediente Mobiltelefone entgegen. Die Firma Vodafone spendet
dem NABU für jedes eingereichte Handy 5 Euro für das
Naturschutzprojekt "Renaturierung der Unteren Havel". Wer es am
Samstag nicht auf den Markt schafft, kann sein Mobiltelefon
jederzeit abgeben im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Tel. 06341/31628

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NABU
meldet Sensation: Fledermausnest mit acht schwarzen Eiern
1. April 2006
Einen vermutlich
sensationellen Fund machte der Besitzer eines alten Bauernhauses in
Landau-Nußdorf auf seinem Dachboden. In einer Spalte zwischen den
Dachbalken des historischen Bauernhauses entdeckte er eine Gruppe
dunkler Fledermäuse. „Im Nest aus Haaren, Wollfäden und kleinen
Rindenteilen konnte ich acht Eier zählen“, berichtete der
Hausbesitzer. „Die etwa ein Zentimeter großen Eier waren ganz schwarz
und in dem wolligen Nest kaum auszumachen“, so der begeisterte
Tierfreund weiter.
Die eigentliche
Sensation sei allerdings nicht die Zahl, Form und Farbe der Eier,
sondern der Fund an sich, erklärt Dr. Nathalie Plum vom NABU Südpfalz.
„Es muss sich um eine neue Art handeln“.
Der sofort
herbeigerufene Fledermausexperte Franz Grimm vom NABU Gleisweiler
äußert sich zunächst vorsichtig. „Wenn sich dieser Fund so bestätigt,
müssen wir vieles in der Fledermauskunde revidieren“. Fledermäuse sind
eine uralte Säugetiergruppe. Die ältesten fossilen Funde sind über 55
Millionen Jahre alt. „Vermutlich lebten die ursprünglichen Fledermäuse
schon zu Zeiten der Saurier, die vor etwa 65 Millionen Jahren
ausstarben“, erläuterte der Fledermausfachmann, „und die Saurier
legten bekanntlich auch Eier.“
Zunächst wird nun die
Entwicklung in dem Nest weiter beobachtet. Mit einer speziellen
Wärmebildkamera und Videoaufzeichnungen soll die Fledermausart über
die nächsten Wochen störungsfrei beobachtet werden. Dass die Tiere den
Dachboden unerkannt verlassen, ist sehr unwahrscheinlich. „Die Tiere
sind sehr ortstreu und nutzen, wenn sie ungestört bleiben, ein
Quartier über viele Jahre“, so Franz Grimm weiter. Dieses Quartier
steht unter gesetzlichem Schutz und der Hausbesitzer wird jede Störung
vermeiden. „Fledermäuse leben schon lange auf meinem Dachboden. Jedes
Jahr zum Frühlingsbeginn werden sie hier wieder aktiv und ziehen ihre
Jungen auf“, freute sich der alteingesessene Nußdorfer, der in wenigen
Wochen die NABU Auszeichnung „Fledermausfreundliches Haus“ erhalten
wird.
Die wissenschaftliche
Bearbeitung wird vermutlich erst Endes des Jahres abgeschlossen sein.
Zunächst müsse die Art sicher bestimmt werden und dazu Vergleiche zu
den inzwischen zahlreichen fossilen Arten vorgenommen werden.
Hilfestellung wird hierbei vom Frankfurter Senckenberg-Institut
erwartet, das über eine große Sammlung fossiler Fledermäuse aus der
Ölschiefergrube in Messel verfügt. „Wenn sich diese Eier legende
Fledermausart als lebendes Fossil bestätigt und als „missing-link“,
als Bindeglied zu den Sauriern erweist, hätten wir eine zoologische
Sensation!“, freute sich der NABU-Fledermausexperte Franz Grimm.
Dem Fledermausnest
soll nach der Jungenaufzucht jedenfalls eine ganz neue Vitrine im
NABU-Naturschutzzentrum Hirtenhaus gewidmet werden.
Rückfragen und
Fledermausmeldungen: NABU Regionalstelle Südpfalz, Nathalie Plum,
Telefon: 06341/31628

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Umweltskandal auf dem Ebenberg
1. April 2006
Illegaler Straßenbau im Naturschutzgebiet
Im größten und
bedeutendsten Naturschutzgebiet der Südpfalz, dem Ebenberg bei Landau,
fanden in der letzten Woche umfangreiche Erdarbeiten statt. Da der
Ebenberg als „Natura 2000 Gebiet“ nicht nur unter nationalem, sondern
auch europäischem Schutz steht, hat der NABU Südpfalz ein besonderes
Augenmerk auf alle Aktivitäten dort. Deshalb erkundigten sich
NABU-Aktive nach den Hintergründen für die offensichtliche Verfüllung
eines Hohlwegs auf einer Länge von 100 Metern. Hohlwege sind
geschützte Landschaftsbestandteile mit Lebensräumen für seltene
Pflanzen und Tiere. Eine Verfüllung, wie am Ebenberg geschehen,
zerstört diese Lebensräume unwiederbringlich.
Das Gelände des
betroffenen Hohlwegs wurde von der DJK-Segelfluggemeinschaft
Landau e.V. vom Bundesvermögensamt erworben. Anschließend wurde bei
der Stadt Landau ein Antrag auf Renaturierung (Rückbau und Entfernung
der Teerdecke) gestellt. Da die ehemalige Raketenabschussstation im
Thomas-Nast-Camp mittelfristig abgerissen werden soll, war die Auflage
im Kaufvertrag, dass der Hohlweg dann wieder mit einer festen Wegdecke
versehen werden soll, um im Rahmen der Abrissarbeiten als
Zufahrtstraße für LKW und schweres Gerät von der L543 aus nutzbar zu
sein.
Eine Renaturierung des
Hohlweges würde der NABU natürlich begrüßen, hält es aber für äußerst
unwahrscheinlich, dass die Segelfluggemeinschaft ohne irgendwelches
Eigeninteresse ein Grundstück erwirbt und einen Hohlweg mit hohen
Kostenaufwand (mehrere Tausend Euro) renaturiert, wenn dieser
mittelfristig wieder als Zufahrtstraße gebraucht wird und der
ursprüngliche Zustand ohnehin wieder hergestellt werden muss.
Westlich der Gebäude
wurde außerdem eine erhöhte Trasse für eine Straße von über 400 mtr.
Länge und bis zu 10 mtr. Breite mit mehreren hundert Kubikmetern
Erdreich und Steinen aufgeschütttet – ohne Genehmigung, und zwar auf
streng geschützen Halbmagerrasen! Leicht lässt sich hier ein
Zusammenhang zu der beantragten (jedoch noch nicht genehmigten!)
Vergrößerung und Verlängerung der Startbahn nach Westen und Osten hin
herstellen. Zum Ausbau der Startbahn nach Westen ist die Verfüllung
einer Senke mit mindestens 20 Metern Höhenunterschied und einem
Auffüllvolumen von mehreren zigtausend Kubikmetern Erdreich notwendig.
Die Trasse ist vermutlich als die Zufahrt für die spätere Verfüllung
dieser Senke gedacht.
Eine weitere Vermutung
drängt sich auf, die die Verfüllung des Hohlwegs erklären würde: Wenn
die Startbahn auch nach Osten über das neu erworbene Grundstück hinweg
verlängert werden soll, erhält man durch die Verfüllung ein
ebenerdiges Gelände unter der Flugbahn und vermeidet so gefährliche
Unfälle. Dieser Eingriff ist in einem NATURA-2000-Gebiet eine
genehmigungspflichtige Maßnahme. Durch vorherige Untersuchungen an
Fauna und Flora muss festgestellt werden, ob ein solcher Eingriff
erheblich ist. Diese Untersuchungen wurden hier nicht durchgeführt.
Sie würden aber ergeben, dass im vorliegenden Fall der Eingriff
eindeutig als erheblich zu bewerten und nicht an anderer Stelle
auszugleichen ist. Die Nutzung des Segelfluggeländes ist laut der
bestehenden Rechtsverordnung nur im bisherigen Umfang erlaubt. Dies
bedeutet, dass der Antrag abgelehnt werden muss und solche Maßnahmen
nicht genehmigt werden dürfen. Der NABU hat bereits Anzeige bei der
Polizei erstattet und der NABU Landesverband wird sich mit dem
Umweltministerium in Mainz in Verbindung setzen, um mögliche
rechtliche Schritte gegen diese Maßnahmen zu prüfen.

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Jetzt geht`s los - Kröten und Frösche kreuzen
Autos bitte
langsam - Helfer gesucht
25. März 06
Nach langem Zögern
hält der Frühling nun definitiv Einzug in der Südpfalz - zumindest was
die Temperaturen angeht. Am Wochenende wird es richtiges
"Krötenwetter" geben: mild und feucht.
Zum
Schutz wandernder Erdkröten und anderer Amphibien haben Aktive des
Naturschutzbundes NABU entlang zahlreicher Straßen Zäune aufgestellt,
die eine Mehrzahl der Tiere vor dem Überfahrenstod bewahren soll. Da
erfahrungsgemäß dennoch gelegentlich Kröten auf die Fahrbahn geraten,
werden die Autofahrer gebeten, auf diesen Strecken extrem langsam zu
fahren und auf eventuell kreuzende Tiere zu achten.
Wer schon immer
einmal einer Kröte "live" begegnen wollte, ist eingeladen, bei der
Kontrolle der Zäune zu helfen.
An folgenden
Brennpunkten sollten Autofahrer den Fuß vom Gaspedal nehmen:
- Straße von
Siebeldingen nach Frankweiler (Ansprechpartner für Helfer; Angelika Anzlinger;
Tel. 06345/918070)
- Straße von
Albersweiler nach Frankweiler
- Weinstraße (B 48,
L608 und K47) im Bereich der Kaiserbacher Mühle bei Klingenmünster;
Ansprechpartner: Hans Frech, Tel. 06349/3067
- Gilletstraße in
Landau (insbesondere die Kurve bei den Pfalzwerken); Ansprechpartner:
NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628.
- Heuchelheimer
Straße und Hordtweiher in Landau-Mörzheim (Ansprechpartner für Helfer:
Werner Kern, Tel. 06341/30947)

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Preisausschreiben beim NABU Landau
27. März 06
Neulich während der
Baumfällarbeiten in Mörzheim tauchte urplötzlich ein wundersames Tier
auf und stakste über die Obstwiese… Der NABU Landau fragt alle Kinder
bis 12 Jahren, ob sie eine Idee haben, um was für ein Tier es sich
handeln könnte und bittet sie, es zu zeichnen, zu malen oder zu
basteln. Einsendeschluss für den Wettbewerb ist Montag der 24. April.
Die schönsten Arbeiten werden im Mai bei einem kleinen Fest im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus prämiert.
Naturschutzzentrum
Hirtenhaus, Brühlstr. 21, 76829 Landau

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NABU Gommersheim wird NABU Edenkoben/Maikammer
Satzungsänderung auf Mitgliederversammlung stellt
Weichen für die Zukunft
März 2006
Auf der gut besuchten
Mitgliederversammlung des NABU Gommersheim wurden die Weichen für die
Zukunft gestellt. Bei der Namensgebung der NABU-Gruppe erweckte es in
der Vergangenheit oftmals den Eindruck, der NABU wäre nur in diesem
Ort aktiv. In der Satzung wurde der Namen nun in „NABU
Verbandsgemeinden Edenkoben/Maikammer“ abgeändert. Jetzt ist es für
Mitglieder und Außenstehende leichter zu erkennen, in welchem Gebiet
die NABU-Gruppe Naturschutz betreibt. Unter den zahlreichen
Aktivitäten der vergangenen Jahren ist der Aufbau zweier
Naturschutzjugendgruppen (NAJUs) in Edesheim und Burrweiler
hervorzuheben. Der Vogellehrpfad in Gommersheim wurde komplett
erneuert und erfüllt nun wieder seinen pädagogischen Zweck zu den
Themen Vogel- und Naturschutz. Auch der Kauf einer fast 3 ha großen
Fläche im Naturschutzgebiet bei St. Martin und dessen Pflege sind ein
wichtiger Schritt für den Naturschutz im Arbeitsgebiet des NABU. Hier
sollen unter anderem Brutmöglichkeiten für den Steinschmätzer, eine
für die Weinbergslandschaft ursprünglich typischen Vogelart,
geschaffen werden. Für die Zukunft ist die Anlage eines
Feuchtgebietes für Amphibien und den Weißstorch am Frankensee bei
Gommersheim geplant. Aktuell haben die Aktiven der Gruppe alle Hände
voll zu tun an den Amphibienschutzzäunen bei Frankweiler.
Auch die Leiterin der
NABU Regionalstelle Südpfalz, Nathalie Plum, berichtete über ihre
Arbeit vor Ort. Bei den Neuwahlen wurden Franz Grimm als erster und
Lothar Engelmann als zweiter Vorsitzender ebenso wie der Kassenwart
Thorsten Rauwolf bestätigt. Schriftführerin ist Ulrike Rauwolf,
Kassenprüfer sind Gerd Litty und Jürgen Schreieck. Als Beisitzer
wurden Christine Burkhardt, David Heilig, Manfred Hünerfauth und
Wolfgang Staudt gewählt. Zum Abschluss wurde Erika und Norbert Graf
mit Präsenten für langjährige Vorstandsarbeit gedankt; beide hatten
für eine Wiederwahl nicht mehr kandidiert.

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Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben
NABU
baute Nistkästen mit Messdienern
Insgesamt 4 Messdienerstunden gestaltete der NABU in den
Pfarrgemeinden St. Elisabeth (Landau) und St. Josef (Offenbach) im
Rahmen des Projekts „Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben“.
Dr. Nathalie Plum, Leiterin der Regionalstelle Südpfalz des
Naturschutzbund (NABU) erläuterte den Messdienern die Idee des
Projekts. „Gottes Schöpfung bewahren heißt, den Tieren zu helfen.
Höhlenbrüter wie Meisen und Kleiber finden immer seltener alte Bäume
mit Hohlräumen, deshalb helfen wir mit den Kästen ein wenig nach.“ Wer
achtsam mit der Tierwelt umgeht, ist auch achtsamer mit anderen
Menschen, so die Hoffnung. Mit Ferngläsern bewaffnet schauten sich die
Kinder anschließend in der näheren Umgebung der Gemeindehäuser um und
waren erstaunt, wie viele verschiedene Vögel es dort an einem kalten
Wintertag schon zu sehen gab: Kohlmeise, Blaumeise, Amsel, Stare,
Elstern und in Offenbach sogar ein Buntspecht. In der nächsten Stunde
bauten die Kinder selbst Nistkästen zusammen. Angeleitet wurden sie
dabei von Ingeborg Keller (Landau) und Ulrike van der Bloemen
(Offenbach) von der Naturerlebnisschule des NABU Landau. Die Bausätze
für die Kästen stammen aus einer Kooperation mit einer Einrichtung für
Langzeitarbeitslose (Schreinerei ADH in Lustadt). Das Projekt wurde
finanziell unterstützt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).
05.04.2006 Marktplatz regional

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Jahreshauptversammlung
NABU Landau-Land:
Tongrube, Obstwiesen und Amphibien im
Mittelpunkt beim NABU Landau-Land
Bei der
Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Landau-Land in der
Kaiserberghalle in Göcklingen wurde der gesamte Vorstand bestätigt.
Hans Frech (Göcklingen) bleibt 1. Vorsitzender, Rolf Schmitt
(Walsheim) 2. Vorsitzender, Gerhard Wisser (Göcklingen) Schriftführer,
Thomas Dausch (Eschbach) Kassenwart. Als Beisitzer wurden Herbert
Riebel (Ilbesheim), Heinz Wissing (Ilbesheim), Albert Leonhard
(Heuchelheim), Karl Löffler (Göcklingen), Arno Laux (Eschbach) und
Markus Pfeiffer (Ingenheim) bestätigt; Kassenprüfer sind weiterhin
Hanno Laux und Martin Wind (beide Eschbach).
In seinem
Jahresbericht, der mit einem Beamer-Vortrag eindrucksvoll illustriert
wurde, erwähnte Hans Frech die Höhepunkte der Naturschutzarbeit im
letzten Jahr: Da die Gemeinde Göcklingen Kurs hielt für eine
natürliche Entwicklung der Alten Tongrube, konnte die NABU-Gruppe
einen Vertrag über die Pflege des Gewässers abschließen und
organisierte im Dezember den ersten großen Arbeitseinsatz zur
Entbuschung eines Teilareals. Es beteiligten sich 25 Helfer aus allen
Generationen. Im Februar besuchte der Bundesumweltminister Gabriel den
Landschaftsweiher, das größte Stillgewässer in der näheren Umgebung.
Das traditionelle „Brünnelfest“ im Juli in Göcklingen zog mit
Naturerlebnis-Angeboten für Kinder wie jedes Jahr Jung und Alt an den
Kaiserbach. Unter der Regie von Rolf Schmitt wurde eine große
Streuobstwiese auf einer Ausgleichsfläche in Walsheim geplant.
Gemeinsam mit Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz und
den Messdienern der Pfarrgemeinde Eschbach legte Arno Laux am
Haardtrand flache Laichgewässer für die seltene Gelbbauchunke an. Der
Amphibienschutzzaun an der Kaiserbacher Mühle steht wegen der
anhaltend kalten Witterung bereits viele Wochen ungenutzt da, wird
aber noch seinen Zweck erfüllen, wenn sich erst einmal frühlingshafte
Temperaturen durchsetzen. Im Laufe des Jahres gab es diverse weitere
Biotoppflegearbeiten auf NABU-eigenen und auf Gemeindeflächen sowie
einige Vogelstimmenwanderungen und eine sehr gut besuchte
Fledermausexkursion. Auch die gute Zusammenarbeit mit anderen
Gruppierungen und Einrichtungen, wie zum Beispiel der Kreisverwaltung,
der Verbandsgemeinde und dem NV-S erwähnte der Vorsitzende. Von der
Einrichtung der Regionalstelle habe die NABU-Gruppe besonders
profitiert, da für einige Aktionen Helfer organisiert werden konnten.
„Außerdem fühlt man sich durch den Austausch mit den anderen Gruppen
der Region als Teil eines größeren Ganzen“, so Frech.
Er betonte, dass die
NABU-Gruppe „kein Radau-Verein“ sei, aber mit fachlichen Anregungen zu
einer besseren Planung beitragen wolle, gemäß der festen Überzeugung,
dass eine biologisch vielfältige Landschaft auch ein Wirtschaftsfaktor
für die vom Tourismus geprägte Region ist. Der NABU begrüßt sehr die
Renaturierung von Krottenbach und Kaiserbach und wird sich mit
tatkräftiger Unterstützung einbringen. Neben weiteren Arbeiten an der
Tongrube (u.a. Anlage einer Steilwand, Schaffung von
Flachwassertümpeln) steht die Förderung der Jugend im Zentrum der
Pläne für das kommende Jahr. Wer Interesse an dem Aufbau einer
Kindergruppe in einer der zu Landau-Land gehörenden Gemeinden hat,
findet Unterstützung bei Nathalie Plum, NABU Regionalstelle Südpfalz,
Tel. 06341/31628.

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Baumschnitt rettet
Tierbehausungen: NABU Bellheim
pflegte Weidenbäume
Am vergangenen Samstag
schnitt der NABU Bellheim an verschiedenen Gräben in der Zeiskamer
Feldflur die dort wachsenden Korbweiden zurück.
Früher wurden diese
Flechtweiden von den Zeiskamer Landwirten hauptsächlich zur Gewinnung
von Anbindematerial für den Weinbau angepflanzt und gepflegt. Nachdem
diese Nutzungsform aufgeben wurde, drohten die für die Gegend
charakteristischen Bäume aus der Landschaft zu verschwinden. Einzelne
Privatpersonen und die NABU-Gruppe schneiden deshalb alljährlich mehr
als 50 Weidenbäume und sichern so den Lebensraum für eine Vielzahl von
Tieren. In den Weiden bilden sich mit den Jahren Höhlungen und
Nischen, in zahlreiche Vogelarten ihrem Brutgeschäft nachgehen.
Außerdem kann das anfallende Schnittgut als Osterschmuck zur
Dekoration des Hauseinganges genutzt werden. Steckt man die robusten
Weidenruten in den Boden, treiben sie von ganz alleine wieder aus. So
lassen sich Weidentunnel und „grüne Zelte“ für Kinder anlegen.
Der NABU geben
Weidenbündel gegen eine kleine Spende zugunsten der Zeiskamer Natur
ab. Kontakt: Peter Rüffel, Tel. 06347/608210 oder NABU Regionalstelle
Südpfalz, Tel. 06341/31628

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NABU und Forst pflanzen Speierlinge
Gemeinsam für eine seltene Obstsorte
Aus der
privaten Anzucht eines verstorbenen Obstliebhabers stammen die 30
Speierlings-Bäume, die Joachim Zürker (NABU Bellheim) und Rüdiger Sinn
(Landesforsten Rheinland-Pfalz) in die Südpfalz holten. Die
NABU-Gruppe pflanzte selbst einige Bäume in Zeiskam, gab 7 Stück
weiter an die NABU-Gruppe Lingenfeld und weitere an Privatpersonen.
Die restlichen Bäume werden im Bienwald auf Forstflächen gepflanzt
werden. Der NABU dankt der Kreisverwaltung Germersheim für die
Finanzierung der Bäume.
Der
Speierling (Sorbus domestica), Baum des Jahres 1993, ist ein
Wildobstbaum aus der Familie der Rosengewächse, der in Deutschland
sehr selten geworden ist. In der Natur gibt es nur noch wenige
Exemplare. Im Mittelalter war der Speierling ein beliebter Baum, da
sein schweres und hartes Holz für Möbel, zum Schnitzen und Drechseln
verwendet wurde. Die säuerlichen Früchte sind erst in überreifen
Zustand essbar und werden in erster Linie als Zugabe zum Apfelwein
verwendet, und zwar anstatt Schwefel, um den Wein haltbarer zu machen.
Gleichzeitig wird er herber, klarer, haltbarer und unverwechselbar im
Geschmack, genau wie Mus und Marmeladen aus der Speierlingsfrucht. Der
Name „Speierling“ rührt daher, dass die Früchte auch gegen Durchfall
und Erbrechen helfen sollen.

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H
Handys
für die Havel
NABU sammelt ausgediente
Mobiltelefone
– Vodafone spendet für Naturschutzprojekt
Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Handys für die Havel“ erhält
der NABU für jedes gesammelte Mobiltelefon 5 Euro von seinem
Kooperationspartner Vodafone. Das Geld fließt direkt in das
NABU-Renaturierungsprojekt an der Unteren Havel. Gemeinsam mit den
Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt will der NABU weite Gebiete in
dem größten zusammenhängenden Feuchtgebiet Mitteleuropas wieder
naturnah gestalten. Dabei sollen Altarme angeschlossen, Ufersäume
umgestaltet und Fischwanderhilfen gebaut werden.
„Viele Besitzer eines neuen Handys wissen gar nicht, dass sie ihr
Altgerät recyceln lassen können. Anstatt es wegzuwerfen oder in der
Schublade verstauben zu lassen, können sie nun ihr altes Handy bei
einer NABU-Gruppe abgeben, schonen damit die Umwelt und unterstützen
damit zugleich unsere Arbeit“, so Nathalie Plum, Leiterin der NABU
Regionalstelle Südpfalz.
Nach offiziellen Schätzungen befinden sich ca. 40-50 Millionen alte
oder defekte Handys in deutschen Haushalten, die bei nicht
sachgerechter Entsorgung die Umwelt gefährden können. Hauptanliegen
beider Kooperationspartner ist, die Gesellschaft für das Recycling im
Bereich der Elektrotechnologie zu sensibilisieren und möglichst viele
dazu zu bewegen, ihr Handy umweltgerecht zu entsorgen.
Ab sofort können ausgediente Handys in der NABU Regionalstelle
Südpfalz im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstr. 21,
Landau-Mörzheim, Tel. 06341/31628 oder bei NABU–Veranstaltungen wie
z.B. Exkursionen abgegeben werden.

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Wasser soll fließen in den
Holzwiesen - NABU räumte auf
Am vergangenen Samstag säuberte die NABU-Gruppe Bellheim mit insgesamt
8 freiwilligen Helfern
diverse Rohre in den Holzwiesen, damit diese bei den Bellheimer
Wässertagen im April wieder funktionstüchtig sind. Die Wässerung der
Wiesen ist eine alte landwirtschaftliche Technik, die für einen
stabilen Heuertrag sorgt und auch aus Sicht des
Naturschutzes eine gute Sache ist. Sie fördert nämlich bestimmte
Pflanzen und zieht diverse Vögel, vor allem Weißstörche, zur
Nahrungssuche in die Wässerwiesen.
Bürgermeister Dr. Heinz und der Beigeordnete Horst Wittulski
spendierten einen warmen Mittagsimbiss. Der NABU bedankt sich sehr
herzlich bei der Gemeinde Bellheim und allen Helfern.
Die nächsten Wässertage sind am 23./24. April; danach ist ein
neuer Arbeitseinsatz geplant, da noch längst nicht alle Rohre frei
sind. Wer dabei helfen möchte, kann sich melden bei Matthias Brock,
Tel. 0172/7754765.

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Eisvogel,
Schwalbenhaus und Kräutergarten
NABU Landau hat große Pläne für 2006
Der Rückblick auf das
Jahr 2005 fiel bei der Jahreshauptversammlung des Naturschutzbund
Landau durchweg positiv aus.
Als gelungenen Start
erwähnte Werner Kern, 1. Vorsitzender der NABU-Gruppe, die Einrichtung
der NABU Regionalstelle Südpfalz im Hirtenhaus. Er lobte die Leiterin
der Regionalstelle, Nathalie Plum, für die erfolgreiche Vernetzung der
sechs NABU-Gruppen der Region, die intensive Pressearbeit und die
Einbindung neuer Aktiver in die Naturschutzarbeit. Den beiden
Umweltpädagoginnen Ingeborg Keller und Ulrike van der Bloemen von der
Naturerlebnisschule dankte Kern für ihre Arbeit mit insgesamt 750
Kindern und die Unterstützung bei Ferienprogrammen.
Mit Unterstützung der
Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ), Miriam
Gottschlich und Manuel Dünzl, sowie mit denen des 19. Internationalen
Workcamps wurden diverse Biotoppflege-Arbeiten auf Obstwiesen und in
Weinbergen durchgeführt, teils in enger Zusammenarbeit mit dem
Forstamt Haingeraide und der NABU-Gruppe Gommersheim. Höhepunkt der
Naturschutzarbeit in 2005 war eindeutig die Aufstellung von vier
Eisvogel-Nisthilfen an der Queich, unterstützt vom „Eisvogelmann“
Horst Boedler aus Flensburg sowie durch eine Spende von Bürgermeister
Dr. Wolff, der Werner Kern beim Neujahrsempfang mit dem Landauer
Umweltpreis auszeichnete.
Rechnet man
Apfelsaftherstellung, naturkundliche Exkursionen, Stellungnahmen,
Sitzungen und Kassenarbeit hinzu, wurden insgesamt über 2000
ehrenamtliche Arbeitsstunden für die NABU-Gruppe geleistet. Nachdem im
Laufe des Jahres bereits Kassenwart Lutz Querfurth und Beisitzer Klaus
Pittner für ihr Engagement geehrt worden waren, erhielt an diesem
Abend auch Ulf Janz die bronzene Ehrennadel für die Leitung der
Jugendgruppe (NAJU Landau). Mit einem Dia-Vortrag über den Kleiber,
den Vogel des Jahres 2006, rundete Janz den Abend ab.
Projekte für das Jahr
2006 sind der Bau eines Schwalbenhauses und weiterer Nisthilfen für
den Eisvogel in Mörzheim, die Anlage eines Kräutergartens und die
Erweiterung der Jugendgruppe für 10 bis 15jährige. Wer bei den
Aktionen helfen möchte oder in der NAJU mitmachen möchte, kann sich
melden in der NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628;
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

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Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben
Ranschbach:
Messdiener bauten mit NABU einen Lebensturm
Zehn Messdiener aus Ranschbach und Eschbach, Betreuer Jobst Hauck (Leinsweiler),
Martin Heypeter und Hans Braun (Pfarrgemeinderat Ranschbach) trafen
sich am vergangenen Samstag am Dorfgemeinschaftshaus „Zum Seligmacher“
in Ranschbach mit NABU-Aktiven. Die Mission: Eine Behausung für viele
verschiedene Tiere zu schaffen und so mithelfen, die Schöpfung zu
bewahren. Ein sogenannter "Lebensturm" wurde aus Holz erbaut und mit
Steinhaufen, Laub und Zweigen angefüllt werden. Darin können von der
Eidechse über die Kröte und den Igel bis zum Zaunkönig verschiedenste
Tiere eine Bleibe finden. Nisthilfen für Vögel und Bienen, zum Teil
von den Kindern selbst gebaut, rundeten die Türme ab. Initiiert wurde
das Projekt von Nathalie Plum, Leiterin der Regionalstelle Südpfalz
des Naturschutzbund (NABU) mit finanzieller Unterstützung durch die
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).
Für Klaus Pittner (NABU Landau) war es zwar der erste „Lebensturm“
seines Lebens; dennoch führte er sicher durch die verschiedenen
Bauphase und schuf mit tatkräftiger Hilfe der Messdiener ein stabiles
Bauwerk, das hoffentlich vielen Tieren Unterschlupf bieten wird.
Bürgermeister Scherthan legte selbst Hand an. Ein Schaukasten soll das
Projekt erläutern; dafür werden noch Betriebe (Winzer, Einzelhändler)
gesucht, die in dem Kasten werben und den NABU so unterstützen.

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Bundesumweltminister
Gabriel zu Besuch beim NABU Landau-Land
Zur Unterstützung von
Ministerpräsident Kurt Beck im Wahlkampf vor den Landtagswahlen
besuchte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) auf seiner Tour
durch Rheinland-Pfalz am 2. März den schönen Kreis Südliche
Weinstraße, wo er sich von der Landrätin Theresia Riedmaier ihr Gebiet
zeigen ließ.
Hans Frech, 1.
Vorsitzender des NABU Landau-Land, begrüßte den Minister zur
Besichtigung des aktuellen Projekts der NABU-Gruppe: der Göcklinger
Tongrube. Für diesen Landschaftsweiher hat der NABU im letzen Jahr
eine Patenschaft übernommen. In dem Biotop, der durch
Regenwasserfüllung einer ehemaligen Tongrube entstanden ist, kommen
laut einer Kartierung durch Ulf Janz (NABU Landau) über 40 Vogelarten
vor. Unter den Durchzüglern sind Rote-Liste-Arten wie Knäkente und
Bekassine; zu den Brutvögeln gehören Schwarzkehlchen, Blässhuhn und
Pirol. Das vom NABU vorgelegte Pflegekonzept gefiel der Gemeinde so
gut, dass sie der Gruppe die Patenschaft anbot. Damit waren
verschiedene Planungen zur Freizeitnutzung vom Angelgewässer bis zum
Campingplatz mit Badesee vom Tisch, und den Auflagen in der
Genehmigung des Tonabbaus, die entstehende Wasserfläche einer
natürlichen Zukunft zu überlassen, wurde entsprochen. Die NABU-Gruppe
hat im Winter bereits einmal die angrenzende Brache teilweise
entbuscht und eine Abfischung durch NABU-Mitglied Alfred Roth
vornehmen lassen. Eine Tafel am vorhandenen Steg soll Besucher über
die Ökologie des Gewässers informieren; Schilfgürtel sollen sich als
Brut- und Nahrungsplatz für Wasservögel natürlich entwickeln.
Weiterhin sind die Anlage einer Steilwand für Eisvögel und
Uferschwalben, kleinerer temporärer Amphibiengewässer und eventuell
eine schwimmende Kiesinsel für den Flussregenpfeifer geplant. Minister
Gabriel lobte den Vorbildcharakter des Projekts „Göcklinger Tongrube“
für die Wiederbelebung der Natur auf stillgelegten Industrieanlagen
und das ehrenamtliche Engagement des NABU.
Dr. Nathalie Plum,
Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, nutzte die Gelegenheit, bei
der kleinen Exkursion zur Tongrube den Minister auf das Pilotprojekt
„Ehrenamtsförderung“ aufmerksam zu machen und bat ihn, sich beim MUF
(Ministerium für Umwelt und Forsten RLP) stark zu machen für eine
Fortführung der Unterstützung für weitere 2 Jahre.
Später im Zelt
überreichte Nathalie Plum dem Minister einen Kleiber-Nistkasten, der
aus einer Kooperation mit einer Einrichtung für Langzeitarbeitslose (ADH/
Therapieverbund Ludwigsmühle in Lustadt) stammt. Manuel Dünzl, der
FÖJler des Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau schloss sich dem an
mit 2 Flaschen Regent-Rotwein aus NABU-eigenem biologischen Anbau, die
Werner Kern, Leiter des Hirtenhauses, spendiert hatte.
Der Bio-Winzer Klaus
Hohlreiter, bot mit einem üppigen Frühstück in seinem Winzerhof den
richtigen Rahmen für eine programmatische Rede des Ministers. Wenn man
Gabriel glauben darf, haben wir unter der neuen Regierung gute Chancen
für die Förderung regenerativer Energien, hat der Klimaschutz höchste
Priorität, wird der Atomausstieg plangemäß durchgezogen und werden im
größtmöglichen Umfang Gelder für Flächennaturschutz und
Umweltpädagogik bereitgestellt.
Die schönste
Nachwirkung dieses Tages war für den NABU Landau-Land, dass die
Landrätin Riedmaier Mitglied geworden ist, um die anstehende
Mitgliederwerbung in der Südpfalz zu unterstützen.

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NABU sucht Helfer
für Wässertage
6. März 06
In Vorbereitung der diesjährigen Wässertage, die im April
und Mai stattfinden werden, sucht der NABU Bellheim für
Samstag, den 18.03.06 noch Helfer für die Freilegung von
Auslassschächten und Gräben. Mit der Wiederbelebung der
traditionellen Wiesenwässerung sollen in der
Queichniederung gute Lebensbedingungen für Störche und
andere Vögel geschaffen werden. Treffpunkt: 9:00 Uhr an
den Holzwiesen (zwischen Bellheim und Zeiskam). Bitte
Gummistiefel und Spaten mitbringen. Infos in der
Regionalstelle Südpfalz unter Telefon: 06341/31826 oder
bei Matthias Brock Tel. 0172/7754765.
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Gemeinsam für die Amphibien
NABU, Messdiener und Hochschulgruppe aktiv
am Haardtrand
6. März 06
Am vergangenen Samstag war die NABU Gruppe
Landau-Land gleich an mehreren Stellen aktiv für die Natur. Im
Naturschutzgebiet Haingeraide oberhalb von Eschbach wurden flache
Wasserlöcher gegraben, die der seltenen Gelbbauchunke als
Laichgewässer dienen sollen. Tatkräftige Hilfe erhielt der NABU dabei
von Messdienern aus Eschbach und Ranschbach, die außerdem mit Arno
Laux eine Kräuterspirale neben dem Eschbacher Kirchturm anlegten.
Messdienerbetreuer Jobst Hauck sorgte für wärmenden Tee im Gelände,
Burkhard Schubert für eine zünftige Stärkung der Helfer im
Gemeindehaus. Während des Mittagessens erfuhren die Messdiener von
Nathalie Plum, der Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, warum
die Gelbbauchunke ihren gelben Bauch bei Gefahr zeigt, indem sie sich
auf den Rücken wirft. „Das ist wie bei den Wespen: Das gelb-schwarze
Muster sagt dem Feind: Ich bin giftig und ungenießbar.“ Auch warum
dieses ulkige Tier schützenswert ist und wie man Unken von Kröten und
Fröschen unterscheidet, erfuhren die Messdiener bei dieser
Gelegenheit. Diese Aktion ist Teil des von der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt (DBU) finanzierten Projekts „Naturschutz und
Kirche gemeinsam für das Leben“.
Am Nachmittag baute der NABU Landau-Land
außerdem einen Amphibien-Schutzzaun entlang der B48 und L608 in der
Höhe der Kaiserbacher Mühle, wo vor allem Erdkröten auf ihrem Weg vom
Wald zur ehemaligen Tongrube im Göcklinger Kaiserbachtal
vorbeiwandern. „Letztes Jahr haben wir zum erstenmal eine
Massenwanderung in diesem Raum beobachtet und Nacht für Nacht
versucht, die Kröten mit der Hand einzusammeln, damit sie nicht zu
Verkehrsopfern werden“, so Hans Frech, Vorsitzender der NABU-Gruppe.
In diesem Jahr soll der Zaun die Kröten zumindest in der Kernzone der
Wanderung unter der Bundesstraße durch leiten. An den Außenenden des
Zauns werden die Tiere in Eimer hinein geleitet, so dass sie darin
über die Straße getragen werden können. Hans Frech bedankt sich bei
den Helfern aus Göcklingen, bei Franz Grimm für den professionellen
Einsatz mit dem Frontlader sowie bei den jungen Leuten aus der NABU
Hochschulgruppe, ohne deren Unterstützung der 500 Meter lange Zaun an
diesem Tag nicht fertig geworden wäre.
Milde Witterung gibt
Startschuss für Laichwanderungen
Der NABU Landau-Land e.V. informiert:
Die
steigenden Temperaturen im Land lösen bei Fröschen, Kröten, Molchen
und Unken Frühlingsgefühle aus und locken sie aus ihren
Winterquartieren .Während der Laichwanderungen sind Amphibien von den
Auswirkungen des ständig wachsenden Straßennetzes betroffen. Neben dem
direkten Tod infolge des Überrollens durch Autoreifen, sterben viele
Tiere, obwohl sie nicht direkt überfahren werden. Fachleute für
Aerodynamik haben herausgefunden, dass es der
geschwindigkeitsabhängige Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn
ist, der die Amphibien tötet.
Amphibien
Schutzaktion im Weinstraßenbereich zwischen
Eschbach,
Göcklingen und Pfalzklinikum
Die Erdkröten werden
sich in den nächsten Tagen – bei entsprechenden Temperaturen – auf
ihren gefährlichen Weg zu ihren Laichgewässern (bis zu 2 km)
aufmachen.
Die ehemalige Tongrube
im Göcklinger Kaiserbachtal hat es dabei den Amphibien besonders
angetan, wobei viele Tiere – vom Wald kommend - auf der B 48, L608
und K47 platt gefahren und zu Verkehrsopfern werden. Die Tiere haben
seit Monaten keine Nahrung aufgenommen und machen sich noch halbstarr
und deshalb sehr langsam auf den Weg; außerdem muss fast jedes
Weibchen noch ein Männchen huckepack zum Wasser transportieren .
Nachdem im letzten
Jahr zum erstenmal eine Massenwanderung in diesem Raum zu beobachten
war, haben Helfer vom NABU versucht das Überfahren und Zerquetschen
der Kröten durch nächtliches Einsammeln zu verhindern, was natürlich
nur sehr unzureichend gelang.
In diesem Jahr soll
nun – nach Absprache mit der Straßenmeisterei Annweiler - ein
Amphibienschutzzaun den Bereich ab nördlich des Pfalzklinikums bis
etwa zur Einmündung K47 sichern – die Kernzone der Wanderung. Dieser
wird in den nächsten Tagen aufgestellt und muss dann kontinuierlich
überwacht werden . Freiwillige Helfer herzlich willkommen!
Trotzdem werden – auch
wegen der Straßenkreuzungen in diesem Bereich – viele Tiere auf diesen
Straßenabschnitten unterwegs sein (auch auf der K47 westlich
Göcklingen ). Der NABU Landau-Land appelliert daher an alle
Autofahrer: Fahrt langsam und vorsichtig nehmt Rücksicht auf die
Amphibien und die freiwilligen Helfer die nachts unterwegs sind!
Info unter Tel.
06349/3067 o. 06349/6224 o.06341/31628 (NABU Regionalstelle Südpfalz)
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NABU sucht
Fledermaus-Winterquartiere in der Südpfalz
Mitarbeiter des NABU Südpfalz erheben momentan Fledermausvorkommen in
der Südpfalz, speziell die Winterquartiere der faszinierenden Tiere.
Fledermäuse können als einzige Säugetiere dieser Erde fliegen. Sie
orientieren sich durch Echoortung, mit der sie noch Tiere von der
Größe kleiner als eine Mücke bei völliger Dunkelheit aufspüren und
fangen können. Ihre Hände sind durch elastische Hautflächen zu Flügeln
umfunktioniert, dadurch können sie besonders geschickte Flugmanöver
bei der Jagd auf Insekten ausführen. Durch ihre nächtliche Lebensweise
stellen sie denjenigen Insekten nach, die unsere tagaktiven Vögel
nicht fangen, und erfüllen dadurch eine wichtige Funktion im
Ökosystem. Im Verlauf eines Sommers vertilgt eine Fledermaus, je nach
Art und Größe, zwischen 0,5 und 1 kg Insekten. Als echte Säugetiere
tragen sie ein Fell und säugen ihre Jungen mit Muttermilch. In
Rheinland-Pfalz kommen 20 Fledermausarten vor, die alle auf der Roten
Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten stehen. Die Gründe dafür
sind vielfältig und reichen vom Verlust ihrer Quartiere bis hin zur
Ausräumung und Vergiftung unsere Landschaft. Während als
Sommerquartier warme Dachböden, Mauerspalten oder Baumhöhlen bewohnt
werden, halten die Tiere ihren Winterschlaf bevorzugt in feuchten, um
5 - 8 Grad Celsius warmen alten Bier-, Wein- und Eiskellern, Höhlen,
Stollen und Felsspalten. Diese Winterquartiere aufzuspüren, zu
dokumentieren und letztendlich für die Fledermäuse zu sichern ist das
Ziel dieser momentanen ehrenamtlichen Erhebung. Nicht nur in
Naturschutz- und FFH-Gebieten oder dem Naturschutz-Großprojekt „Bienwald“,
sondern in der gesamten Südpfalz werden die Winterquartiere der
nächtlichen Flugkünstler vom NABU gesucht. Hierzu sind die NABU
Mitarbeiter auch auf die Hilfe aus der Bevölkerung angewiesen.
Hinweise auf Quartiere nehmen der Fledermausexperte des NABU, Franz
Grimm, Tel: 06345/919347 oder die NABU-Regionalstelle Südpfalz in
Landau-Mörzheim, Tel.: 06341/31628 entgegen Jeder Anruf wird notiert
und ein Mitarbeiter nimmt nach Absprache das Quartier vor Ort in
Augenschein. Durch diese Erhebung erhofft sich der NABU einen bessere
Kenntnis der vorkommenden Fledermausarten und deren Verbreitung in der
Südpfalz zu bekommen.

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NABU Landau-Land entbuscht Tongrube: Helfer
gesucht
3. Februar 06
Am kommenden Samstag, 04.02.06 ab 9.00 Uhr wird die NABU-Gruppe
Landau-Land Biotoppflegearbeiten an der alten Tongrube am Kaiserbach
bei Göcklingen durchführen. Im Rahmen des Pflegekonzeptes, das mit der
Landespflegebehörde und der Ortsgemeinde abgestimmt wurde, wird auf
Teilflächen der Aufwuchs entfernt, um offene sonnige Standorte zu
erhalten. Freiwillige Helfer sind herzlich eingeladen. Astscheren,
Spaten, Rebscheren, Äxte und Sägen bitte mitbringen - falls vorhanden.
Natürlich ist für eine zünftige Stärkung der freiwilligen Helfer ist
gesorgt! Anmeldung in der NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel.:
06341/31628. Noch ein aktueller Hinweis: Die Eisfläche nicht betreten
- dies ist lebensgefährlich und durch die Ortgemeinde Göcklingen
verboten.
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Kinder, Obstbäume,
Steinschmätzer – der NABU Bellheim blickt zurück auf ein aktives
Jahr 2005
Der Rückblick auf das Jahr 2005, den Joachim Zürker, 1. Vorsitzender
der
NABU Gruppe Bellheim, bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen
Freitag
gab, war umfangreich. Neben diversen Biotoppflegemaßnahmen
(Kopfweidenschnitt am Zweiersee und in der Zeiskamer Feldflur,
Entbuschung an einem Wiesengraben, Pflegeschnitt von 130 und Kalkung
von 180 Obstbäumen, Befreiung der Zeiskamer Kastanie von
Ahorn-Wildwuchs, Mahd einiger Obstwiesen) wurden an diversen Stellen
in der
Verbandsgemeinde Sträucher, Obst- und Nussbäume, eine Hecke und eine
Kastanie gepflanzt und ein Straßenbeet in einer Zeiskamer
Verkehrsinsel mit
Lavendel, Wildblumen und Blumenzwiebeln umgestaltet. Ebenso wie diese
Aktion
kamen das Austeilen von mehreren hundert Tütchen mit Sämereien von
Wildblumen, die Nachzucht der Zeiskamer Kletterrose sowie die
Bestellaktion
für alte Obstsorten sehr gut an in der Bevölkerung. Etwa 250
Nisthilfen für
Vögel in Zeiskam und Bellheim wurden betreut und 10 neue für die
Anlieger
des ökologisch wertvollen Obstgebietes "Im Häßlich" organisiert. Auch
am
"Tag der sauberen Landschaft" beteiligte sich der NABU Bellheim.
Beim Thema Verkehrssicherungspflicht am Bellheimer Friedrichsbühl hat
sich
der NABU für den Erhalt der dort wachsenden zum Teil sehr alten Bäume
eingesetzt. Bei diversen Eingriffen in Natur und
Landschaft im Kreis Germersheim war der NABU aktiv und machte
konstruktive Vorschläge für sinnvolle
Ausgleichsmaßnahmen. Im Gelände der zukünftigen LKW-Teststrecke von
Daimler-Chrysler bei Wörth wurden 90 alte Obstbäume kartiert und mit
der
Partnerbaumschule Ritthaler Reisermaterial gewonnen, um das genetische
Material der Bäume zu sichern. Diverse Info-Stände, das große
NABU-Grillfest
in Bellheim, einige durchgeführte naturkundliche Exkursionen, die
Erfassung
und Weiterleitung naturkundlicher Daten sowie ein umweltpädagogischer
Beitrag des NABU bei Bellheimer Feuerwehrfest runden das Bild ab.
Gelobt
wurden die gute Zusammenarbeit mit dem NV-S, mit der Jugendfeuerwehr
und der
NABU Regionalstelle Südpfalz (Dr. Nathalie Plum) in Landau. Kassenwart
Bernd Busch konnte trotz der zahlreichen Aktivitäten der Gruppe einen
finanziellen Zuwachs vermelden.
Im Ausblick auf das Jahr 2006 betonte Zürker,
dass sich der NABU, der sich bereits in 2005 mit umfangreichen
Arbeiten am Erhalt der Queichwiesenlandschaft beteiligt hat, bei den
Wässertagen in diesem Jahr noch mehr einbringen möchte. Ein neues
Projekt in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung ist die Schaffung
von Brutmöglichkeiten für den Steinschmätzer auf der
NABU-Streuobstwiese bei Knittelsheim. Die feste Jugendgruppe (NAJU),
die Beate Gaab in 2005 erfolgreich gegründet hat, blickt mit viel
Begeisterung wieder auf ein abwechslungsreiches Programm in 2006 und
ist der ganze Stolz der Gruppe.
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Landau LINGENFELD
Nach 20 Jahren sind die Steinkäuze zurückgekommen
LINGENFELD: Erfolg nach 20 Jahren - NABU plant Fledermausnacht - Bei
Flurbereinigung soll Gelände erworben werden
Über positive Ergebnisse beim Schutz des Steinkauzes freute sich der
Vorsitzende des Naturschutzbundes (NABU) der Verbandsgemeinde
Lingenfeld, Herbert Magin (Westheim), bei der Jahreshauptversammlung
am Freitag. Mit dem Aufhängen weiterer Steinkauzröhren will die
NABU-Gruppe 2006 an den „fulminanten Erfolg" anknüpfen und dieser
Thematik Priorität einräumen.
Nach etwa 20-jährigem Warten hätten sich nun endlich wieder Steinkäuze
angesiedelt, sagte Magin. Zwei von drei Paaren hätten erfolgreich
insgesamt neun Jungtiere ausgebrütet. Der NABU-Gruppe gehörten 216
Mitglieder an. Besonders durch die intensive Jugendarbeit seien 19
Neueintritte (bei fünf Austritten) zu verzeichnen gewesen. 2006 sollen
neben der Aktion „Saubere Landschaft" und weiteren Arbeitseinsätzen
Schleiereulen-Kästen kontrolliert, die Fahrradbewachung beim
Handkeesfest in Lustadt übernommen und die Amphibienwanderung am
Mehlsee unterstützt werden.
Beteiligen werde sich der NABU auch an der Kerwe, „Stunde der
Gartenvögel" (Mai) und Bat-Night (Fledermausnacht, August) des
Landesverbandes. Mit einer Wald-Exkursion am 23. April Wald will der
Verein auf den Vogel des Jahres, den Kleiber, aufmerksam machen. Auch
eine pflanzliche Erkundung des Bahngeländes und Vorträge über
Wildbienen, Eulen und Käuze sind geplant. Bei der Flurbereinigung will
die NABU-Gruppe wieder Gelände erwerben.
Jugendwartin Cornelia Osterhorn (Westheim) teilte mit, dass die seit
längerem bestehende 16-köpfige NABU-Kinder-/Jugendgruppe geteilt
worden ist, damit Themen altersgerechter und differenzierter
angegangen werden könnten. Besonders naturkundliche Erlebnisse seien
für die jungen Naturliebhaber beeindruckend, berichtete Osterhorn und
erwähnte die Auswilderung von Greifvögeln sowie das Beobachten von
Siebenschläfern.
Von einem „sehr aktiven, hervorragenden Jahr 2005" sprach Schriftführer
Manfred Wilhelm (Lingenfeld), im Rückblick. Er erinnerte an gelungene
Pflanz-Aktionen, große Erfolge bei der Amphibien-Wanderung sowie die
Schaffung eines Winterquartiers für Fledermäuse. An der Nachtexkursion
hätten sich rund 100 Leute beteiligt.
Trotz zahlreicher Maßnahmen vergangenen Jahr berichtete Kassenwartin
Jutta Magin (Westheim) von einem kleinen finanziellen Zuwachs. Ihre
Zusammenarbeit mit der Lingenfelder NABU-Gruppe lobte die Leiterin der
NABU-Regionalstelle Südpfalz, Dr. Nathalie Plum (Landau). (nti)
GOTTSCM / GOTTSCM
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Pfälzer Tageblatt
Datum: Nr.20
Datum: Dienstag, den 24. Januar 2006
Seite: Nr.24
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Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben:
Obstbäume mit „heiligen" Namen in Ranschbach gepflanzt
19. Januar 06
Am vergangenen Samstag, den 14.1.06 pflanzten
Vertreter des NABU und des Pfarrgemeinderats fünf Obstbäume beim
Dorfgemeinschaftshaus in Ranschbach. Für die Aktion wurden alte Sorten
mit geradezu sakralen Namen gewählt: zwei Herrgottsäpfel, eine
Pastorenbirne, ein Kardinal-Bea-Apfel und ein Korbiniansapfel, der
wohl die interessanteste Historie hat, wurde er doch 1944 im
Konzentrationslager Dachau von Pfarrer Korbinian Aigner gezüchtet.
„Wir haben bis zum letzten Moment gezittert, im wahrsten Sinne des
Wortes, ob wir bei dem Frost in die Erde hineinkommen", so Nathalie
Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, die das Projekt
initiiert hat. Glücklicherweise konnten die fleißigen Helfer trotz der
Minusgrade ordentliche Pflanzlöcher ausheben, um den jungen Bäumen
einen guten Start zu geben. Werner Kern, Vorsitzender des NABU Landau
und diesjähriger Preisträger des Umweltpreises der Stadt Landau,
zeigte den Anwesenden, wie man die Bäume beschneidet und richtig
anbindet.
Die Aktion ist Teil des von der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projekts „Naturschutz und
Kirche gemeinsam für das Leben". Im März soll am gleichen Standort mit
den Messdienern der Pfarrgemeinde ein Lebensturm gebaut werden –
hoffentlich bei angenehmeren Temperaturen.
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Landau:
Werner Kern:
Unermüdlicher Kämpfer für den Naturschutz"
Werner Kern erhält Umweltpreis der Stadt für vielfältiges
Umweltengagement - Zwei Belobigungen
18. Januar 06
Beim städtischen Neujahrsempfang wurde gestern Abend zum 23. Mal der
Umweltpreis der Stadt Landau verliehen. Er geht für das Jahr 2005 an
Werner Kern, Mitglied im Landesvorstand des Naturschutzbundes (NABU)
Rheinland-Pfalz, für sein 30-jähriges Engagement in Sachen
Naturschutz.
Für die Laudatio übergab OB Wolff das Wort an Dr. Gudrun Hollstein, die
Direktorin der Landauer Zooschule, die im vergangenen Jahr
ausgezeichnet wurde. Gudrun Hollstein zitierte in ihrer Würdigung des
neuen Umweltpreisträgers die Bezirksgruppe Pfalz des Naturschutzbundes
Deutschland, die Werner Kern als „unermüdlichen Kämpfer für den Natur-
und Umweltschutz" beschreibt. Sie verwies darauf, dass Kern bereits
1972 als 29-Jähriger die Ortsgruppe Mörzheim des Bundes für
Vogelschutz, der heutigen NABU-Ortsgruppe Landau, gegründet hatte und
von 1995 bis 2004 Mitglied im Beirat für Landespflege der Stadt Landau
war.
Kern habe weiterhin das umweltpädagogisch ausgerichtete
Naturschutzzentrum Hirtenhaus mit aufgebaut und in seiner Funktion im
NABU unter anderem Feuchtgebiete anlegt und betreut, Baum- und
Gehölzpflanzungen initiiert oder Nistgelegenheiten für Vögel,
Fledermäuse und Insekten organisiert. Bereits 2002 erhielt er für sein
Umweltengagement mit dem Landesverdienstorden Rheinland-Pfalz die
höchste Auszeichnung des Landes.
Kern bezeichnete den ihm verliehenen Preis als „große Ehre und
Verpflichtung, weiter für Natur und Umwelt einzutreten". Viele
Wissenschaftler suchten im Weltall nach einem der Erde vergleichbaren
Planeten, bisher vergebens. Dieser „einmalige Himmelskörper" müsse
geschützt werden. Kern rief Eltern und Großeltern dazu auf, ihren
Kindern die Natur zu zeigen und „das Zwitschern der Vögel und das
Rauschen eines Bächleins" zu entdecken. Ein Teil seines Preises gehöre
seiner Ehefrau, sagte Kern, ein weiterer seinem „guten Freund", dem
Umweltpfarrer Gerhard Postel.
Die Stadt hat auch wieder zwei Belobigungen für vorbildliches Engagement
im Sinne des Umwelt und Naturschutzes ausgesprochen. Belobigt wurden
der Schrebergartenverein „Am Lohgraben" für die Renaturierung des
Oberwiesengrabens und die Klasse 10 e des Jahrgangs 2004/2005 der
Konrad-Adenauer-Realschule mit ihrem Lehrer Dietmar Gottlieb für
Pflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet auf dem Ebenberg. (rg/gau)
KLAGRIE / KLAGRIE
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ ,
Regionalausgabe: Pfälzer Tageblatt
Datum: Nr.7, Datum: Montag, den 09. Januar
2006 , Seite: Nr.15
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