NABU Regionalstelle Südpfalz im Naturschutzzentrum Hirtenhaus

 

Gutes tun und darüber reden -

Natur vermitteln, informieren und aufklären ist unser Ziel

Pressearchiv Januar bis Juli 2006

Großer Bahnhof für kleine Eulen
Handyrecycling  Bellheim
NABU-Ausflug zum Donnersberg
Helfer-Woche
Jobs fürs Ehrenamt
Traumergebnis: starker Rückhalt für den Naturschutz
Auf der Suche nach starkem Rückhalt: Start der NABU-Mitgliederwerbung in der Südpfalz

Sozialer Wohnungsbau für Mehlschwalben

Kleiber ist Vogel des Jahres 2006
NABU veranstaltet die "Stunde der Gartenvögel" - mitmachen lohnt sich
Restbestände Erlebter Frühling zu vergeben
Spaziergang in den Wässerwiesen
Starke Bilanz in SÜW: über 4000 Erdkröten sicher zu den Laichgewässern gebracht
Über 2000 Amphibien gerettet: NABU aktiv am Mehlsee bei Schwegenheim
Osterferienprogramm beim NABU Landau
Landau: Massaker vom letzten Jahr verhindert – NABU rettet 1300 Erdkröten
Todesanzeige und Wiedergeburt
NABU Informationsstand: Kleiber, Vogel des Jahres 2006
NABU meldet Sensation: Fledermausnest mit acht schwarzen Eiern
Illegaler Straßenbau im Naturschutzgebiet Ebenberg
Jetzt gehts los - Kröten und Frösche kreuzen
Preisausschreiben beim NABU Landau
NABU Gommersheim wird NABU Edenkoben/Maikammer
Naturschutz und Kirche: Nistkastenbau mit Messdienern
Jahreshauptversammlung NABU Landau-Land
NABU Bellheim pflegte Weidenbäume
NABU und Forst pflanzen Speierlinge
Handys für die Havel
Wasser soll fließen in den Holzwiesen - NABU räumte auf
Jahreshauptversammlung NABU Landau-Stadt: Eisvogel, Schwalbenhaus und Kräutergarten
Naturschutz und Kirche: Lebensturmbau in Ranschbach
Bundesumweltminister Gabriel zu Gast in der Südpfalz
Naturschutzbund sucht Helfer für Wässertage
Wasserlöcher für die Gelbbauchunke
Amphibienwanderung Göcklingen
NABU sucht Fledermaus-Winterquartiere in der Südpfalz
NABU Landau-Land entbuscht Tongrube: Helfer gesucht
Jahreshauptversammlung NABU Bellheim
Jahreshauptversammlung NABU Lingenfeld
Obstbäume mit "heiligen" Namen in Ranschbach gepflanzt
Werner Kern erhält den Umweltpreis 2005 der Stadt Landau
 
↑ Pressearchiv aktuell
↑ Pressearchiv 2005

Großer Bahnhof für kleine Eulen:

Landauer Biologie-Studierende bei den Mörzheimer Schleiereulen

In der evangelischen Kirche in Mörzheim hat der Vorsitzende des NABU Landau, Werner Kern, mit dem Einverständnis von Pfarrer Traugott Oerther bereits vor Jahren einen Eulen-Nistkasten installiert. Der Holzbehälter bietet den bestandsgefährdeten Schleiereulen dauerhaft einen sicheren, trockenen, pflegeleichten Brutplatz und verhindert zugleich, dass z. B. Tauben den Glockenturm und das Dachgestühl innen verschmutzen, ja vielleicht sogar Krankheitserreger ausstreuen.

Bei der Kontrolle am 13. Juni 2006 beherbergte der Kasten vier junge Schleiereulen und jede Menge Gewölle mit den Knochenresten ihrer Beutetiere. Die seltene Gelegenheit, der Beringung der Jungen beizuwohnen, wollten sich Biologiestudenten der Universität in Landau nicht entgehen lassen. Glücklicherweise stimmt es nicht, dass Vögel ihre Kinder im Stich lassen, wenn Menschen sie angefasst haben - sonst wären ja beispielsweise die Pfalzstörche, die ja alle beringt werden, schon längst wieder ausgestorben. So konnten die Jungen ohne Sorge vor Verlusten vorübergehend dem Brutkasten entnommen, gebührend bewundert, angefasst und eingehend betrachtet werden. Dr. Manfred Niehuis von der Universität Koblenz-Landau markierte die Tiere mit JC-Ringen der Vogelwarte Radolfzell.

„Vier Junge sind nicht eben viel", meinte der Dozent und schloss darauf, dass das Mäuseangebot offenbar unterdurchschnittlich sei. „In besseren Mäusejahren kann man mit sechs bis acht, ausnahmsweise sogar mit noch mehr Jungvögeln je Elternpaar rechnen", so Niehuis weiter. Die Beringung sei ein international gebräuchliches und anerkanntes Instrument der Vogelforschung und liefere vielfache Erkenntnisse über das Leben und Sterben dieser Tiere, so über ihre Standorttreue, über Partnerbindung, Ortsbewegungen, aber auch über ihre durchschnittliche und ihre maximale Lebenserwartung, Todesursachen etc. Zwar seien Schleiereulen keine Zugvögel im klassischen Sinne, aber nestjung beringte rheinland-pfälzische Tiere seien insbesondere nach sehr erfolgreichen Brutjahren in größerer Entfernung, so in Süd- und Norddeutschland und in Südfrankreich gefunden worden. Manche Tiere wurden mehrfach kontrolliert, und das manchmal an weit auseinander liegenden Orten. In diesem Jahr erst wurden von Dr. Niehuis beringte Schleiereulen in Frankenthal und sogar in Groningen in den Niederlanden wieder gefunden. „Die Chancen, dass eines der vier Jungtiere aus der Mörzheimer Kirche wiedergefunden wird, stehen fast beängstigend gut, da viel zu viele dem Straßenverkehr zum Opfer fallen", so Niehuis. Die enorme Fülle der Wiederfunde nach einem Rekord-Brutjahr habe vor einigen Jahren die Vogelwarte Radolfzell fast ‚lahmgelegt’ und sei Anlass gewesen, die Schleiereulenberingung deutlich einzuschränken und die Beringungsaktivitäten auf andere Vogelarten zu lenken.

Während Werner Kern die Jungvögel wieder hoch im Turm im Eulenkasten verstaute, ergab ein Blick in die Gewölle, dass die Hauptnahrung erwartungsgemäß ganz überwiegend aus Wühlmäusen, Waldmäusen und verschiedenen Spitzmaus-Arten besteht. Vielleicht wird die Teilnahme an der Aktion später mal den künftigen Lehrerinnen und Lehrern Anregung sein, am Dienstort nach den Schleiereulen zu sehen und etwas für ihren Schutz oder ihre Ansiedlung zu unternehmen, aber auch gefundene Ringvögel den Vogelwarten zu melden.

Info: Über den Bezug oder den Eigenbau von Schleiereulenkästen und anderen Nisthilfen informiert man sich in der NABU Regionalstelle Südpfalz im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim (Tel. 06341/31628).

(Originaltext, Rheinpfalz 26.06.06)

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Handys für die Havel:

NABU sammelt ausgediente Mobiltelefone

– Vodafone spendet für Naturschutzprojekt

Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Handys für die Havel" erhält der NABU für jedes gesammelte Mobiltelefon 5 Euro von seinem Kooperationspartner Vodafone. Das Geld fließt direkt in das NABU-Renaturierungsprojekt an der Unteren Havel. Gemeinsam mit den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt will der NABU weite Gebiete in dem größten zusammenhängenden Feuchtgebiet Mitteleuropas wieder naturnah gestalten. Dabei sollen Altarme angeschlossen, Ufersäume umgestaltet und Fischwanderhilfen gebaut werden. Lebensräume für Eisvogel und Fischotter werden geschaffen und optimiert.

„Viele Besitzer eines neuen Handys wissen gar nicht, dass sie ihr Altgerät recyceln lassen können. Anstatt es wegzuwerfen oder in der Schublade verstauben zu lassen, können sie nun ihr altes Handy bei einer NABU-Gruppe abgeben, schonen damit die Umwelt und unterstützen damit zugleich unsere Arbeit", so Joachim Zürker, Vorsitzender der NABU-Gruppe in der Verbandsgemeinde Bellheim.

Nach offiziellen Schätzungen befinden sich ca. 40-50 Millionen alte oder defekte Handys in deutschen Haushalten, die bei nicht sachgerechter Entsorgung die Umwelt gefährden können. Hauptanliegen beider Kooperationspartner ist, die Gesellschaft für das Recycling im Bereich der Elektrotechnologie zu sensibilisieren und möglichst viele dazu zu bewegen, ihr Handy umweltgerecht zu entsorgen.

Ab sofort können ausgediente Handys bei folgenden Sammelstellen im Kreis Germersheim sowie bei NABU–Veranstaltungen wie z.B. Exkursionen abgegeben werden.

(Originaltext, LD Wochenblatt 07.06.2006)

Handy-Sammelstellen im Kreis Germersheim:

Bellheim: Frisör Busch, Hintere Strasse 15 und bei

Brillen Kuntz Rülzheimer Strasse 4

Knittelsheim: Bäckerei Busch, Hauptstrasse 18

Ottersheim: Walter Frey, Waldstrasse 47; Handys können hier auch in den

Briefkasten gelegt werden.

Zeiskam: „Briefkaschdeteam" bei Peter Mees , Ecke Mittelgasse /

Friedhofstrasse

Westheim: Familie Schmitt-Osterhorn, Bahnhofstr. 38

außerdem in Landau: NABU Regionalstelle Südpfalz im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstr. 21, Landau-Mörzheim, Tel. 06341/31628

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NABU-Ausflug zum Donnersberg

aus terminlichen Gründen verschoben

Die NABU Regionalstelle Südpfalz bietet für alle Mitglieder und Interessierten am Samstag, den 9. September 2006 von 9 bis 18 Uhr einen Ausflug zum Donnersberg an. Es wird eine Führung durch den NABU- Keltengarten in Steinbach (Kosten: 3 Euro pro Person) und eine naturkundliche Wanderung auf dem Donnersberg geben. Familien mit Kindern sind herzlich willkommen. Für die Anfahrt werden Fahrgemeinschaften organisiert. Anmeldung bis zum 7. Juli unter Tel. 06341/31628 oder NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

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Helfer-Woche: Schülerinnen der IGS Kandel bauen Immenwand und Kräuterschnecke beim NABU

Saskia Groß, Melanie Moreau und Annika Roy von der IGS Kandel, alle drei 11 Jahre alt, haben im Rahmen des „Projekts Helfen“ ihrer Schule beim NABU Landau praktischen Naturschutz betrieben. Zuerst bauten sie auf der Streuobstwiese am Brühlgraben bei Landau-Mörzheim eine Immenwand. Dies ist eine Wand, die aus Weidenzweigen geflochten und anschließend mit Lehm verputzt wird. Sie dient als „Hotel“ für Wildbienen, die sich ihre „Einzelzimmer“ in den Lehm hinein bohren. Außerdem legten die fleißigen Helferinnen eine Kräuterschnecke an und bepflanzten sie mit Zitronenmelisse, Salbei, Sauerampfer, Frauenmantel, Fingerhut und Lavendel.

Angeleitet wurden sie dabei von Manuel Dünzl, der im Naturschutzzentrum Hirtenhaus sein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolviert, sowie von Werner Kern, dem Vorsitzenden des NABU Landau.

Obwohl die Arbeit, vor allem mit dem Lehm, teilweise „hart und schmutzig“ war, haben die drei Freundinnen großen Spaß bei der Arbeit gehabt. Sie wollen im nächsten Jahr wieder kommen um zu schauen, ob sich schon Wildbienen in der Wand angesiedelt haben.

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Jobs fürs Ehrenamt – der NABU sucht engagierte Mitarbeiter für spannende Projekte

Mit über 4000 Mitgliedern ist der NABU inzwischen der größte Naturschutzverband in der Südpfalz. In den letzten Monaten haben immer mehr Menschen festgestellt, wie viel Spaß die Naturschutzarbeit beim NABU macht – heute engagieren sich rund 150 Ehrenamtliche jeden Alters in ihrer Freizeit für die Natur und schätzen dabei nicht nur die „Ehre“, die einem das einbringt, sondern vor allem den persönlichen Gewinn.

Speziell für Menschen, die sich mit einem überschaubaren und vor allem fest planbaren Zeitaufwand für die Natur engagieren wollen, gibt es nun beim NABU die „Jobbörse für Ehrenamtliche“. Diese gibt einen Überblick über die kleineren Aufgaben, die in einem Naturschutzverband zu bewältigen sind – und die durchaus nicht immer naturkundliche Vorkenntnisse erfordern. Gerade mit naturkundlichen Fachleuten sind die NABU-Gruppen im Allgemeinen gut besetzt. Was zuweilen fehlt, sind Menschen, die sich mit Pressearbeit, Kassenführung, juristischen Fragen, Sponsoring, Vermarktung, Homepagegestaltung und -programmierung auskennen. Handwerklich Begabte können beispielsweise beim Bau von Nistkästen, Trockenmauern und Lebenstürmen eine Aufgabe finden. Wer mit Kettensäge, Freischneider oder Astschere umgehen kann, einen Obstbaum fachgerecht schneiden oder pflanzen kann, ist beim NABU stets gern gesehen. Aber auch einfache fleißige Hände aus jeder Altersgruppe werden immer gebraucht, und zwar bei den Biotoppflegeeinsätzen, die  - bis auf die Heuernte und die Apfelernte -  meist im Winterhalbjahr statt finden. Wer sich in den email-Verteiler oder die Telefonliste der NABU Regionalstelle Südpfalz aufnehmen lässt, wird stets über die aktuell geplanten Einsätze informiert.

Umweltbildung wird beim NABU in der Südpfalz groß geschrieben. Bei zahlreichen Veranstaltungen werden Kinder und Jugendliche für die Natur begeistert. Zur Durchführung dieser Veranstaltungen sucht der NABU immer wieder Menschen mit pädagogischer Vorbildung. Wer nicht gleich eine eigene Kindergruppe (Naturschutzjugend NAJU) in seinem Dorf betreuen will, kann einfach mal einen halben Tag lang bei einem Ferienprogramm des NABU mithelfen und so gleich sein eigenes naturkundliches Wissen erweitern.

Immer wieder werden verletzte Vögel, meist Verkehrsopfer, im Hirtenhaus abgegeben. Die Pflege- und Ausgewöhnungsstation des NABU in Haßloch kümmert sich um diese Tiere, insbesondere  um Greifvögel und Eulen. Zum Transport dieser Vögel werden noch motorisierte Menschen als "Bereitschaftsdienst" gesucht.

Damit neu Hinzugekommene leichter in die neue Aufgabe hinein finden, leistet Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz nach Wunsch Hilfestellung, von der Herstellung des Kontakts zum richtigen Ansprechpartner bis zur Schulung in den Fertigkeiten, die man für das jeweilige Ehrenamt benötigt.

Weitere aktuelle Aufgaben veröffentlicht der NABU regelmäßig auf seiner Internetseite: www.NABU-Suedpfalz.de/jobs.

(Originaltext, Rheinpfalz 19.06.2006)

Bei Interesse an einem Job oder bei Fragen freut sich Nathalie Plum über Ihren Anruf oder Ihre E-Mail: 06341/31628; NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de.

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Traumergebnis: starker Rückhalt für den Naturschutz

NABU ehrt 4000. Mitglied mit reichen Geschenken

Bei der Mitglieder- und Fördererwerbung des NABU sind bereits große Erfolge zu verzeichnen: In diesen Tagen warben Studenten, die für den NABU in Südpfalz unterwegs sind, das 4000. Mitglied für den Verband in der Region. Innerhalb von zwei Wochen konnten die jungen NABU-Aktiven, die an jeder Haustür klingeln, über 400 neue Mitglieder werben und verschaffen dem größten Naturschutzverein des Landes so einen immer stärkeren Rückhalt in der Bevölkerung. Das Gebiet, in dem der NABU in diesem Jahr wirbt, umfasst die Vorder- und Südpfalz zwischen Annweiler und Speyer sowie zwischen Neustadt und der französischen Grenze.

Bei der Werbeaktion habe es sich nicht um ein lästiges Klinkenputzen gehandelt, fassen die NABU-Aktiven um Mahi Klosterhalfen zusammen. „Viele Bürger kannten den Naturschutzbund schon von seinen zahlreichen Exkursionen, Kinderprogrammen und Berichten über die praktische Naturschutzarbeit in der Presse“, so Klosterhalfen. „Man nahm sich Zeit für uns und ludt uns gelegentlich sogar auf einen Schluck zu Trinken ein.“

Als Dankeschön für seine Unterschrift erhielt Christian Jochen aus Landau einen reich gefüllten „Präsentkorb“ und freut sich besonders über den NABU-Wein, einen Bio-Regent aus Mörzheimer Lagen sowie das berühmte „Hirtenwässerle“. Seine Lebensgefährtin Maike liebäugelt mehr mit den Samen von schön blühenden Wildpflanzen für den Garten (Ackerschwarzkümmel, Nachtkerze, Ackerbreitsame, Rittersporn). Der kleine Bastian freut sich mehr auf den Apfelsaft von den Streuobstwiesen des NABU Landau sowie über das Vogelbestimmungsbuch. Vom Nistkasten für den Kleiber, den Vogel des Jahres 2006, wird sicherlich die ganze Familie etwas haben, wenn er erst einmal bewohnt ist.

Zum Vormerken: Am Pfingstsonntag, 04.06. veranstaltet der NABU ein großes Fest,  zu dem alle Mitglieder und Interessierten in der Südpfalz herzlich eingeladen sind. Ort: Eschbach auf der Dorfwiese und im Hof Weinstr. 15. Neben einem kalten Büffet und einer Gulaschsuppe gibt es ab 12 Uhr ein buntes Programm rund um das Thema Schafe. Neue Mitglieder sind herzlich eingeladen, mit zu feiern.

Für Rückfragen: NABU Regionalstelle Südpfalz, Dr. Nathalie Plum, Tel. 06341/31628

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Auf der Suche nach starkem Rückhalt

Start der NABU-Mitgliederwerbung in der Südpfalz 

Ausgerüstet mit Informationsmaterial und guten Argumenten sind junge Aktive des Naturschutzbund Deutschland (NABU) in der Südpfalz unterwegs und sprechen in den Haushalten vor. In den nächsten Tagen wollen die Studenten, die in Dienstkleidung und mit Ausweis des NABU ausgestattet sind, zunächst in Landau, dann in Annweiler, Edenkoben und Maikammer so viele neue Mitglieder für den NABU in der Südpfalz gewinnen.

Seit über 30 Jahren engagiert sich der NABU für den Naturschutz in der Südpfalz und hat dabei erstaunliche Erfolge aufzuweisen. Im Wasgau und am Haardtrand wurden viele Streuobstwiesen erhalten oder neu angelegt. Vor allem die Weinberglandschaft um Landau wäre ohne die Pflanz- und Pflegeaktionen des NABU sehr viel ärmer an Bäumen, Gehölzen, Obstwiesen und Feuchtbiotopen. Auch für die Errichtung von Amphibien-Schutzzäunen wie in diesem Jahr in Landau, in Gräfenhausen, in Frankweiler und an der Kaiserbacher Mühle macht sich der NABU stark. Nistkastenprojekte für Schwalben, Steinkäuze und Singvögel leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt seltener Vogelarten.

"Für laufende und neue Projekte braucht der NABU mehr finanzielle Unterstützer und aktive Mitstreiter“, so Nathalie Plum, Leiterin der NABU-Regionalstelle Südpfalz. "Für uns ist es wichtig, sowohl Flora und Fauna zu schützen, als auch die Bewohner der Südpfalz durch naturkundliche Exkursionen mit den Naturschönheiten in ihrer Umgebung vertraut zu machen. Den Kindern im NABU bieten wir die NABU-Naturerlebnisschule, ein jährliches Zeltlager und zahlreiche Aktionen im Rahmen des Ferienpass. Daneben gibt es auch feste Kinder- und Jugendgruppen, die beim NABU durchs Jahr hindurch die Natur in ihrer Umgebung kennenlernen.“

Neue Mitglieder werden zudem durch die regelmäßig erscheinende NABU-Zeitschrift „Naturschutz heute“ über aktuelle Projekte des NABU im In- und Ausland informiert.

„Mehr Mitglieder sind das Ziel, kein Einsammeln von Barspenden“, betont Nathalie Plum. „Wir erhoffen eine dauerhafte Unterstützung des Verbandes, denn nur eine breite Basis kann erfolgreich zum Schutz der Lebensräume von Tieren und Pflanzen beitragen".

Für Rückfragen: NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628

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Sozialer Wohnungsbau für Mehlschwalben:

NABU errichtet Schwalbenhaus in Mörzheim

Mörzheim war schon immer ein „schwalbenfreundliches Dorf“, doch nun ist eine Attraktion für die beliebten Vögel hinzugekommen: Die NABU-Gruppe Landau hat in der Spelzengasse ein ganzes Schwalbenhaus gebaut. Auf einem 4,50 Meter hohen Stahlmast thront ein Dach mit 12 Kunstnestern für Mehlschwalben. Unmittelbar vor dem Mast befindet sich in der ungeteerten Straße eine Pfütze, in der diese Woche bereits ein reger Betrieb herrschte. Die frisch eingetroffenen Mehlschwalben holen sich hier Lehm als Nistmaterial.

Werner Kern, 1. Vorsitzender des NABU Landau, baute das Haus mit Vorstandsmitglied Klaus Pittner zusammen. Bei der feierlichen Errichtung des Hauses auf einem frischen Betonfundament in der Mörzheimer Spelzengasse waren der gesamte Vorstand sowie Zivildienstleistender Manuel Dünzl (Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres) behilflich. Nachbar Günther Geißert half mit einem Gabelstapler aus seinem Weingut aus. Ihnen allen gilt der herzliche Dank von Werner Kern, der seinen Traum vom Schwalbenhaus im Heimatdorf endlich verwirklicht hat. „Jetzt hoffen wir nur noch auf baldigen Bezug des Hauses“, so Kern.

„Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber sie bringt Glück!“

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Die Welt steht Kopf: Kleiber ist Vogel des Jahres 2006 

Der Kleiber, vom Naturschutzbund NABU zum Vogel des Jahres 2006 gekürt, beherrscht als einziger Vogel Europas die Fähigkeit, kopfüber die Bäume hinunterzuklettern. So kann er sehr gut Insekten erbeuten, die hinter nach oben abstehender Rinde versteckt sind und wird deshalb auch „Spechtmeise“ genannt. Mit den Spechten verwandt ist der Kleiber zwar nicht, doch er nutzt gerne ihre alten Höhlen, sogar bis in 30 Metern Höhe. Dabei gibt er sich allerdings selten mit der vorgefundenen Mietsache zufrieden. Er sorgt für kleibergerechten Innenausbau, hauptsächlich mit Rindenstückchen, und Abdichtung der Höhle. Vor allem aber passt er den Höhleneingang exakt seiner Größe an: 29 bis 32 Millimeter Durchmesser hat das ideale Kleiber-Einflugloch. Dazu klebt („kleibert“) er feuchten Lehm um das Loch, so dass andere größere Tiere nicht hindurchpassen und nur er dort einschlüpfen kann. 

In Rheinland-Pfalz ist der Kleiber weit verbreitet, denn 42% der Fläche im Land sind mit Wald bestanden, und den liebt der Kleiber als Lebensraum. Man trifft ihn allerdings auch in Parkanlagen, Baumalleen, Streuobstwiesen und Gärten – vorausgesetzt, es gibt ältere Bäume mit grober, borkiger Rinde, am besten Eichen. Es nistet aber auch in Birken und Buchen.

Nistkästen für den Kleiber (15 Euro) und die Farbbroschüre zum Vogel des Jahres 2006 (Din  A5, 28 Seiten, 1,50 Euro) sind in der NABU Regionalstelle Südpfalz vorrätig. Tel. 06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de.

Im Internet unter www.NABU.de oder www.Vogel-des-Jahres.de. Aktuell: die WebCam zeigt Bilder aus dem Kleibernest: Die Jungvögel sind geschlüpft!

Terminhinweis: Auf den Spuren des Kleibers - Exkursion zum Vogel des Jahres am Samstag, 13.5. ab 18 Uhr in Zeiskam, Treffpunkt Einfahrt Reitstadion. Referent: Klaus Weiß, NABU Bellheim. Für Rückfragen: Tel. 06347/1031

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Deutschland sucht den Gartenvogel

Der NABU veranstaltet die “Stunde der Gartenvögel”

Die “Stunde der Gartenvögel” schlägt am Wochenende des 06. bis 07. Mai: Der Naturschutzbund NABU ruft die Menschen aus ganz Deutschland auf, alle Vögel zu notieren, die sie innerhalb einer beliebigen Stunde beim Blick in den Garten, in den Park oder vom Balkon aus beobachten. Gesucht werden Amsel, Blaumeise, Buchfink, Elster, Grünfink, Hausrotschwanz, Haussperling, Kohlmeise, Mauersegler, Mehlschwalbe, Star und Rotkehlchen – und natürlich alle anderen Vögel, die sich im Umfeld der Menschen aufhalten. “Wir erhalten so Erkenntnisse über den Bestand und die Verbreitung der einzelnen Vogelarten”, sagt Nathalie Plum, Leiterin der NABU-Regionalstelle Südpfalz in Landau-Mörzheim.  "Je mehr Menschen daran teilnehmen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse.” Unter den Teilnehmern verlost der NABU Preise im Wert von mehreren tausend Euro, darunter Reisen zum Nordkap und zu den Lofoten.

Schirmherr der Aktion ist in diesem Jahr Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, der im März erst zu Besuch war beim NABU Landau-Land, wo er den Landschaftsweiher „Göcklinger Tongrube“ bewunderte, für den die NABU-Gruppe eine Patenschaft übernommen hat. Als Geschenk nahm er damals neben einigen Flaschen Bio-Wein des NABU Landau auch einen Nistkasten mit in seine Heimatstadt Goslar. „Wir hoffen, dass Herr Gabriel an diesem Wochenende eine Kohlmeise oder gar einen Kleiber, den Vogel des Jahres, in seinem Kasten beim Brutgeschäft beobachten kann“, hofft Nathalie Plum.

Die mit Farbfotos der gesuchten Vogelarten ansprechend gestalteten Meldebögen liegen bereits in vielen Geschäften und Banken in der Südpfalz aus und können in der NABU Regionalstelle abgeholt werden (06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de). Wer online mitmachen will, findet den Meldebogen unter www.stunde-der-gartenvoegel.de.

Wer noch keine Erfahrung beim Vogelbestimmen hat, kann unter fachkundiger Anleitung um die Wette beobachten. Auch die Ergebnisse aus den Exkursionen werden eingesandt und ausgewertet. 

Vogelkundliche Exkursionen am Gartenvogel-Sonntag:

So 07.05. 7 Uhr Vogelstimmenwanderung durch das Naturschutzgebiet bei Gleisweiler. Treffpunkt: Aquariusbrunnen an der Kirche. Referent: Franz Grimm (NABU Edenkoben/Maikammer), Tel. 06345/919347 

So 07.05. 7 Uhr Vogelstimmenwanderung rund um Ilbesheim. Treffpunkt: Schule in Ilbesheim. Referent: Heinz Wissing (NABU Landau-Land), Tel. 06341/30417

So, 07.05. 7 Uhr Vogelstimmenwanderung beim Vogelschutzverein in Rülzheim. Treffpunkt: bei den Vereinshäuschen Nähe Moby Dick-Schwimmbad. Dauer: 2,5 Stunden. Nach der Wanderung gibt es die Möglichkeit, ein Frühstück einzunehmen. Referent: Klaus Weiß (NABU Bellheim), Tel. Tel. 06347/1031

So 07.05. 18 Uhr "Stunde der Gartenvögel". Vögel in der Siedlung können entdeckt, beobachtet und gezählt werden; es gibt Preise zu gewinnen. Treffpunkt: an der Martin-Geiger-Grundschule in Neustadt-Hambach. Referenten: Martin Grund, Nathalie Plum (NABU Regionalstelle Südpfalz)

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Restbestände Erlebter Frühling zu vergeben

26. April 2006

Die NABU-Regionalstelle Südpfalz in Landau-Mörzheim hat noch Restbestände der Faltblätter zur Kampagne "Erlebter Frühling" abzugeben. Die kindgerecht aufbereiteten Faltblätter der Naturschutzjugend (NAJU) stellen in diesem Jahr den Lebensraum Bach und die vier Frühlingsboten Kleiber, Wasserspitzmaus, Schwarzerle und Eintagsfliege vor. Die Handreichung für Lehrer, Eltern und Pädagogen gibt Tipps zu Aktionen und zur Unterrichtsgestaltung rund um die Frühlingsboten. Das Material kann bestellt oder abgeholt werden im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstr. 21 in 76829 Landau-Mörzheim, Tel. 06341/31628, e-mail hirtenhaus@web.de

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Spaziergang in den Wässerwiesen 

27. April 2006

Ausgerüstet mit Gummistiefeln machten sich am vergangenen Sonntag Matthias Brock (NABU Bellheim) und 11 Teilnehmer auf den Weg in die Sandwiesen bei Bellheim, um mehr über die dort angewandte Wässertechnik und ihre Bedeutung für den Naturschutz zu erfahren.

Die Wiesenwässerung stammt aus dem 15. Jahrhundert, als die Landwirte das Wasser der Queich und anderer Bäche nutzten, um den Ertrag der Wiesen auf den leicht austrocknenden Sandböden zu steigern. Im Rahmen des Queichwiesenprojekts des Landschaftspflegeverbands Südpfalz und der Verbandsgemeinde Bellheim wird diese alte Technik seit letztem Jahr wieder eingesetzt. Die NABU-Gruppe Bellheim unterstützt das Projekt durch die Freilegung einzelner Gräben und Rohre. Die Auswirkungen auf Flora und Fauna der Wiesen wird von Wissenschaftlern und NABU-Aktiven beobachtet.

Am Rande der Exkursion konnte so manche Naturbeobachtung gemacht werden: ein Reh, ein Feldhase, ein Mäusebussard und ein rüttelnder Falke sowie gleich vier Störche. Offensichtlich zieht die Wässertechnik diese bei den Menschen so beliebten Nahrungsgäste tatsächlich in die Holzwiesen.

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Eine starke Bilanz in SÜW: über 4000 Erdkröten sicher zu den Laichgewässern gebracht 

29. April 2006

Die diesjährige Krötenwanderung im Landkreis Südliche Weinstraße ist beendet. Dank des ehrenamtlichen Engagements von NABU-Mitgliedern und der guten Zusammenarbeit mit der unteren Landespflegebehörde bei der Kreisverwaltung in Landau konnten Amphibienschutzzäune angeschafft und errichtet werden. Unter Mithilfe der Umweltabteilung der Verbandsgemeinde Landau-Land sowie den Straßenmeistereien Godramstein und Annweiler wurden die Standorte der NABU-Amphibienschutzzäune an den Straßen zwischen Frankweiler und Albersweiler, beim Geilweiler Hof, bei Göcklingen auf Höhe der Kaiserbacher Mühle und in Kirrweiler festgelegt. Ein weiterer Zaun wurde von der unteren Landespflegebehörde bei Gräfenhausen aufgebaut. Die Schutzzäune wurden über einen Zeitraum von mehreren Wochen in den Abendstunden von NABU Aktiven und weiteren ehrenamtlichen Helfern vor Ort kontrolliert und es konnten mehr als 4.000 Kröten sicher zu ihrem Laichgewässer gebracht werden, wie Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz berichtet. Als sehr positiv wertet der NABU auch, dass Grasfrösche und Molche an den Krötenzäunen entdeckt und sicher zum Laichgewässer gebracht wurden. Bei Gräfenhausen wurde erstmals sehr erfolgreich vom NABU auch ein Schutzzaun für die sichere Rückwanderung der Kröten vom Laichgewässer an der Straße errichtet. Die Krötenzäune sind nun wieder abgebaut und werden im kommenden Jahr an gleicher Stelle errichtet. 

Bilanz der Amphibienwanderung in SÜW im Frühling 2006:

Göcklingen               400  Erdkröten, 50 Frösche

Siebeldingen              93  Erdkröten, 1 Frosch

Albersweiler           1032  Erdkröten                     

Gräfenhausen ca. 2000  Erdkröten

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Über 2000 Amphibien gerettet: NABU aktiv am Mehlsee bei Schwegenheim

29. April 2006

Ein „Brennpunkt“ der alljährlichen Amphibienwanderung ist die L 538 zwischen Schwegenheim und Gommersheim. Ohne einen schützenden Zaun werden dort die meisten der Tiere überfahren bei ihrem Versuch, ihr Laichgewässer, den Mehlsee zu erreichen. In Absprache mit der NABU-Gruppe in der Verbandsgemeinde Lingenfeld stellte der Landesbetrieb Straßen und Verkehr (LSV) auch in diesem Jahr wieder 850 Meter Amphibienschutzzaun – je gut 400 Meter auf beiden Seiten der Straße. Jeden Morgen und Abend kontrollierten ehrenamtliche Helfer der NABU-Gruppe die eingegrabenen Eimer entlang der Zäune, sammelten umherlaufende Tiere ein und brachten sie zum Laichgewässer, dem Mehlsee. Im Vergleich zum Vorjahr (1906 Erdkröten bzw. 2134 Amphibien gesamt) war die Bilanz erneut überwältigend: insgesamt wurden 2070 Amphibien auf der Hinwanderung über die Straße gebracht (1936 Erdkröten, 60 Gras- und Springfrösche, 32 Grünfrösche, 31 Teichmolche und 10 Kammmolche). Dazu kommen noch einmal 1457 Tiere zu Beginn der Rückwanderung, die sich erfahrungsgemäß weiter in die warme Jahreszeit hinzieht.

Die Naturschützer wurden zunächst lange auf die Folter gespannt, bevor es nach dem langen Winter endlich mit der Wanderung los ging. Eine „Vorhut“ von 20 Tieren konnte Herbert Magin, 1. Vorsitzender des NABU Lingenfeld, bereits am 9. März verzeichnen. Nach einer Pause von einigen kalten Tagen ging es dann zunächst verhalten weiter, bis die Wanderung ab dem 24. März richtig in Schwung kam. Die größte Anzahl Kröten konnte die Kindergruppe (NAJU Westheim) unter der Leitung von Connie Osterhorn am Morgen des 26. März verzeichnen: 388 Kröten auf der Hin- und 51 auf der Rückwanderung. Der kleine Jos hat dabei einen der seltenen Molche in der Hand über die Straße gebracht, damit er im Eimer nicht von den lebhaft übereinander krabbelnden Kröten erdrückt wird. Sein Freund Aaron hätte am liebsten eine Kröte mit nach hause genommen hätte, damit sie dort laicht. „Lieber kommen wir noch einmal an den Mehlsee und schauen uns die Kaulquappen in ihrem natürlichen Lebensraum an“, versprach Connie Osterhorn den Kindern.

Der NABU Lingenfeld dankt Herrn Pfeifer vom LSV sowie allen ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement und hofft, dass auch im nächsten Jahr mit einer „starken Mannschaft“ für den Fortbestand der Amphibienpopulation am Mehlsee gesorgt werden kann.

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Osterferienprogramm beim NABU Landau 

In der Woche vor Ostern konnten wie jedes Jahr wieder 45 Kinder aus Landau und dem Kreis Südliche Weinstraße das Ferienprogramm am Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim genießen. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern des NABU Landau gestalteten Ulrike van der Bloemen und Inge Keller von der Naturerlebnisschule über drei Tage ein abwechslungsreiches Programm rund um die Natur. Neu dabei war Manuel Mauer von der NAJU (Naturschutzjugend) Edesheim, der auf der Streuobstwiese des NABU Landau mit den Kindern eine sogenannte „Benjes-Hecke“ anlegte. Aus dem aufgehäuftem Baumschnitt wird sich in einigen Jahren von selbst ein dichtes Gebüsch entwickeln, das Rotkehlchen, Zaunkönig und Nachtigall als Brutplatz und Igeln als Unterschlupf dient. Für die Wildbienen wurden Hölzer gebohrt und an einer sonnigen Stelle angebracht; die Wildbienenlehmwand  wurde abgestochen, um eine neue glatte Fläche für erdbewohnende Bienen zu schaffen. Nachdem auch noch die Trockenmauer mit Sand aufgefüllt war, kamen einige Kinder auf die Idee, ein Schild zu malen, das den Tieren den Weg zu ihren neuen Behausungen zeigen sollte. Dieses preist nun „bezugsfertige Ein-Zimmer-Wohnungen für Wildbienen“, „freie Wohnungen im Quartier Trockenmauer“ und die „schlüsselfertige Benjes-Immobilie für stachelige Mieter und anderes Kleingetier“ an. Auch ohne Schild fand eine Kohlmeise den Weg in den Nistkasten, den ein Mädchen selbst aus einem Bausatz zusammengeschraubt und von ihrem Vater im heimischen Garten an einem Baum hat anbringen lassen. „Kaum war der Papa von der Leiter runter, saß die Meise schon an dem Loch!“ berichtete sie am nächsten Tag stolz. Für die Kreativen unter den Kindern gab es eine Mal- und Bastelwerkstatt, in der unter anderem ein Wiesen-Betttuch gemalt und Osterhasen aus Naturmaterial gestaltet wurden. Eine Frühlings-Entdeckungs-Ralley, Spiele und das Rösten von Stockbrot über dem Feuer rundeten das Programm am Mörzheimer Grillplatz ab.

Zum Vormerken: Die NAJU Landau (Leitung: Ulf Janz) trifft sich monatlich und macht spannende Ausflüge in die Natur. Der nächste Termin ist Montag, der 8. Mai um 15 Uhr am Hirtenhaus. Anmeldung (Kinder ab 10 Jahren) und Infos über weitere NABU-Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Tel. 06341/31628; e-mail: hirtenhaus@web.de 

(Originaltext, LD Stadtanzeiger 06.04.2006)

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Landau: Massaker vom letzten Jahr verhindert - NABU rettet 1300 Erdkröten Rückwanderung läuft – weiter vorsichtig fahren 

20. April 2006

Es war ein äußerst unappetitlicher und trauriger Anblick, der sich NABU-Aktiven beim Baumarkt-Einkauf in der Gilletstraße letztes Jahr im März bot. Überfahrene Erdkröten, wo man auch hinschaute: auf der Straße, auf dem Parkplatz, in der Tankstelle. Mit einigen weiteren Aktiven, die spontan zur Hilfe bereit waren, rettete man immerhin 150 Tiere und brachte sie ins Regenrückhaltebecken auf der anderen Straßenseite (die Rheinpfalz berichtete). Alle waren sich einig, dass sich dieses Massaker in 2006 nicht wiederholen durfte. Die Fa. Gillet, die Pfalzwerke, die Entsorgungswerke, das Ordnungsamt der Stadt Landau sowie die Straßenmeisterei unterstützten unterstützten Franz Grimm vom NABU, als dieser mit Teilnehmern des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) Amphibienschutzzäume auf dem Gelände aufbaute. Besonderer Dank gilt auch den ehrenamtlichen Helfern, die über einen Zeitraum von drei Wochen in den Abendstunden und am frühen Morgen die Zäune kontrollierten. Dabei konnten mehr als 560 Kröten sowie erfreulicherweise auch einige der seltenen Teichmolche sicher zum Laichgewässer gebracht werden. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz bot eine Abendexkursion an den Pfalzwerken, bei der Interessierte alles über die Lebensweise der Erdkröten erfahren konnten. So wusste zum Beispiel kaum jemand, wie nützlich Kröten im Garten sein können, da sie gerne Nacktschnecken vertilgen – eine Nahrung, die von vielen anderen Tieren verschmäht wird. In Mörzheim brachten Werner und Inge Kern über 740 Erdkröten auf ihrem Weg zum Hordtweiher und zum Regenrückhaltebecken Erbsenfeld über die Straße. Auch sie haben in den vergangenen Jahren mit kleineren Zahlen angefangen und sind zufrieden mit dem gesunden Wachstum der Krötenpopulation.

Für dieses Jahr ist die Amphibienwanderung vorbei; der Schutzzaun in Landau wird nun wieder abgebaut und im kommenden Jahr an gleicher Stelle wieder errichtet. Die Rückwanderung der Erdkröten in die Sommerquartiere, vor allem zum Gelände der Pfalzwerke hin, wird sich über die nächsten Monate hinziehen. Autofahrer werden deshalb weiterhin gebeten, besonders an milden, feuchten Abenden in der Dämmerung langsam durch die Gilletstraße zu fahren.

Zum Vormerken: erster NABU-Stammtisch für die ganze Südpfalz am Dienstag, 25.4. um 19 Uhr im „Landhaus“, Wollmesheimer Höhe 5 in Landau. Thema: Bilanz der Amphibienwanderung. Für Rückfragen: NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628

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Todesanzeige und Wiedergeburt

27. März 2006 - Liebe Mitstreiter im NABU,

am Freitag, den 24.03.06 verstarb gegen 21.30 Uhr nicht ganz unerwartet der NABU Gruppenname Gommersheim im besten Alter von 39 Jahren. Nachdem er nahezu 23 Jahre den Mädchennamen DBV Gommersheim trug und dann nach geglückter Heirat NABU Gommersheim ließ er sich nun umbenennen. In den letzten Jahren konnten sich leider nicht recht viele mit diesem Namen identifizieren und so entschloss er sich zu diesem zukunftsweisenden Schritt.

Der verblichene Name wurde im Kreise seiner erschienenen Mitglieder am gleichen Tage zu Papierkorb getragen. Wir möchten bitten, von Beileidsbekundungen beim Vereinsregister Abstand zu nehmen, stattdessen rege Teilnahme an Veranstaltungen und Spenden zugunsten der Natur.

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NABU Informationsstand: Kleiber, Vogel des Jahres 2006

26. März 2006

Der NABU Landau macht am Samstag ab 7:30h einen Informationsstand an der Marktstraße/ Ecke Barthstraße. Der Kleiber, Vogel des Jahres 2006 wird vorgestellt werden, und passend dazu gibt es Nistkästen für den Kleiber sowie Anleitungen für den Nistkastenbau zu kaufen. Gleichzeitig nimmt der Stand im Rahmen des Projekts "Handys für die Havel" ausgediente Mobiltelefone entgegen. Die Firma Vodafone spendet dem NABU für jedes eingereichte Handy 5 Euro für das Naturschutzprojekt "Renaturierung der Unteren Havel". Wer es am Samstag nicht auf den Markt schafft, kann sein Mobiltelefon jederzeit abgeben im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Tel. 06341/31628 

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NABU meldet Sensation: Fledermausnest mit acht schwarzen Eiern

1. April 2006

Einen vermutlich sensationellen Fund machte der Besitzer eines alten Bauernhauses in Landau-Nußdorf auf seinem Dachboden. In einer Spalte zwischen den Dachbalken des historischen Bauernhauses entdeckte er eine Gruppe dunkler Fledermäuse. „Im Nest aus Haaren, Wollfäden und kleinen Rindenteilen konnte ich acht Eier zählen“, berichtete der Hausbesitzer. „Die etwa ein Zentimeter großen Eier waren ganz schwarz und in dem wolligen Nest kaum auszumachen“, so der begeisterte Tierfreund weiter.

Die eigentliche Sensation sei allerdings nicht die Zahl, Form und Farbe der Eier, sondern der Fund an sich, erklärt Dr. Nathalie Plum vom NABU Südpfalz. „Es muss sich um eine neue Art handeln“.

Der sofort herbeigerufene Fledermausexperte Franz Grimm vom NABU Gleisweiler äußert sich zunächst vorsichtig. „Wenn sich dieser Fund so bestätigt, müssen wir vieles in der Fledermauskunde revidieren“. Fledermäuse sind eine uralte Säugetiergruppe. Die ältesten fossilen Funde sind über 55 Millionen Jahre alt. „Vermutlich lebten die ursprünglichen Fledermäuse schon zu Zeiten der Saurier, die vor etwa 65 Millionen Jahren ausstarben“, erläuterte der Fledermausfachmann, „und die Saurier legten bekanntlich auch Eier.“

Zunächst wird nun die Entwicklung in dem Nest weiter beobachtet. Mit einer speziellen Wärmebildkamera und Videoaufzeichnungen soll die Fledermausart über die nächsten Wochen störungsfrei beobachtet werden. Dass die Tiere den Dachboden unerkannt verlassen, ist sehr unwahrscheinlich. „Die Tiere sind sehr ortstreu und nutzen, wenn sie ungestört bleiben, ein Quartier über viele Jahre“, so Franz Grimm weiter. Dieses Quartier steht unter gesetzlichem Schutz und der Hausbesitzer wird jede Störung vermeiden. „Fledermäuse leben schon lange auf meinem Dachboden. Jedes Jahr zum Frühlingsbeginn werden sie hier wieder aktiv und ziehen ihre Jungen auf“, freute sich der alteingesessene Nußdorfer, der in wenigen Wochen die NABU Auszeichnung „Fledermausfreundliches Haus“ erhalten wird.

Die wissenschaftliche Bearbeitung wird vermutlich erst Endes des Jahres abgeschlossen sein. Zunächst müsse die Art sicher bestimmt werden und dazu Vergleiche zu den inzwischen zahlreichen fossilen Arten vorgenommen werden. Hilfestellung wird hierbei vom Frankfurter Senckenberg-Institut erwartet, das über eine große Sammlung fossiler Fledermäuse aus der Ölschiefergrube in Messel verfügt. „Wenn sich diese Eier legende Fledermausart als lebendes Fossil bestätigt und als „missing-link“, als Bindeglied zu den Sauriern erweist, hätten wir eine zoologische Sensation!“, freute sich der NABU-Fledermausexperte Franz Grimm.

Dem Fledermausnest soll nach der Jungenaufzucht jedenfalls eine ganz neue Vitrine im NABU-Naturschutzzentrum Hirtenhaus gewidmet werden.

Rückfragen und Fledermausmeldungen: NABU Regionalstelle Südpfalz, Nathalie Plum, Telefon: 06341/31628  

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Umweltskandal auf dem Ebenberg

1. April 2006 - Illegaler Straßenbau im Naturschutzgebiet 

Im größten und bedeutendsten Naturschutzgebiet der Südpfalz, dem Ebenberg bei Landau, fanden in der letzten Woche umfangreiche Erdarbeiten statt. Da der Ebenberg als „Natura 2000 Gebiet“ nicht nur unter nationalem, sondern auch europäischem Schutz steht, hat der NABU Südpfalz ein besonderes Augenmerk auf alle Aktivitäten dort. Deshalb erkundigten sich NABU-Aktive nach den Hintergründen für die offensichtliche Verfüllung eines Hohlwegs auf einer Länge von 100 Metern. Hohlwege sind geschützte Landschaftsbestandteile mit Lebensräumen für seltene Pflanzen und Tiere. Eine Verfüllung, wie am Ebenberg geschehen, zerstört diese Lebensräume unwiederbringlich.

Das Gelände des betroffenen Hohlwegs wurde von der DJK-Segelfluggemeinschaft Landau  e.V. vom Bundesvermögensamt erworben. Anschließend wurde bei der Stadt Landau ein Antrag auf Renaturierung (Rückbau und Entfernung der Teerdecke) gestellt. Da die ehemalige Raketenabschussstation im Thomas-Nast-Camp mittelfristig abgerissen werden soll, war die Auflage im Kaufvertrag, dass der Hohlweg dann wieder mit einer festen Wegdecke versehen werden soll, um im Rahmen der Abrissarbeiten als Zufahrtstraße für LKW und schweres Gerät von der L543 aus nutzbar zu sein.

Eine Renaturierung des Hohlweges würde der NABU natürlich begrüßen, hält es aber für äußerst unwahrscheinlich, dass die Segelfluggemeinschaft ohne irgendwelches Eigeninteresse ein Grundstück erwirbt und einen Hohlweg mit hohen Kostenaufwand (mehrere Tausend Euro) renaturiert, wenn dieser mittelfristig wieder als Zufahrtstraße gebraucht wird und der ursprüngliche Zustand ohnehin wieder hergestellt werden muss.

Westlich der Gebäude wurde außerdem eine erhöhte Trasse für eine Straße von über 400 mtr. Länge und bis zu 10 mtr. Breite mit mehreren hundert Kubikmetern Erdreich und Steinen aufgeschütttet – ohne Genehmigung, und zwar auf streng geschützen Halbmagerrasen! Leicht lässt sich hier ein Zusammenhang zu der beantragten (jedoch noch nicht genehmigten!) Vergrößerung und Verlängerung der Startbahn nach Westen und Osten hin herstellen. Zum Ausbau der Startbahn nach Westen ist die Verfüllung einer Senke mit mindestens 20 Metern Höhenunterschied und einem Auffüllvolumen von mehreren zigtausend Kubikmetern Erdreich notwendig. Die Trasse ist vermutlich als die Zufahrt für die spätere Verfüllung dieser Senke gedacht.

Eine weitere Vermutung drängt sich auf, die die Verfüllung des Hohlwegs erklären würde: Wenn die Startbahn auch nach Osten über das neu erworbene Grundstück hinweg verlängert werden soll, erhält man durch die Verfüllung ein ebenerdiges Gelände unter der Flugbahn und vermeidet so gefährliche Unfälle. Dieser Eingriff ist in einem NATURA-2000-Gebiet eine genehmigungspflichtige Maßnahme. Durch vorherige Untersuchungen an Fauna und Flora muss festgestellt werden, ob ein solcher Eingriff erheblich ist. Diese Untersuchungen wurden hier nicht durchgeführt. Sie würden aber ergeben, dass im vorliegenden Fall der Eingriff eindeutig als erheblich zu bewerten und nicht an anderer Stelle auszugleichen ist. Die Nutzung des Segelfluggeländes ist laut der bestehenden Rechtsverordnung nur im bisherigen Umfang erlaubt. Dies bedeutet, dass der Antrag abgelehnt werden muss und solche Maßnahmen nicht genehmigt werden dürfen. Der NABU hat bereits Anzeige bei der Polizei erstattet und der NABU Landesverband wird sich mit dem Umweltministerium in Mainz in Verbindung setzen, um mögliche rechtliche Schritte gegen diese Maßnahmen zu prüfen.

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Jetzt geht`s los - Kröten und Frösche kreuzen               

Autos bitte langsam - Helfer gesucht 

25. März 06

Nach langem Zögern hält der Frühling nun definitiv Einzug in der Südpfalz - zumindest was die Temperaturen angeht. Am Wochenende wird es richtiges "Krötenwetter" geben: mild und feucht.

Zum Schutz wandernder Erdkröten und anderer Amphibien haben Aktive des Naturschutzbundes NABU entlang zahlreicher Straßen Zäune aufgestellt, die eine Mehrzahl der Tiere vor dem Überfahrenstod bewahren soll. Da erfahrungsgemäß dennoch gelegentlich Kröten auf die Fahrbahn geraten, werden die Autofahrer gebeten, auf diesen Strecken extrem langsam zu fahren und auf eventuell kreuzende Tiere zu achten.

Wer schon immer einmal einer Kröte "live" begegnen wollte, ist eingeladen, bei der Kontrolle der Zäune zu helfen.

An folgenden Brennpunkten sollten Autofahrer den Fuß vom Gaspedal nehmen:

- Straße von Siebeldingen nach Frankweiler (Ansprechpartner für Helfer; Angelika Anzlinger; Tel. 06345/918070)

- Straße von Albersweiler nach Frankweiler

- Weinstraße (B 48, L608 und K47) im Bereich der Kaiserbacher Mühle bei Klingenmünster; Ansprechpartner: Hans Frech, Tel. 06349/3067

- Gilletstraße in Landau (insbesondere die Kurve bei den Pfalzwerken); Ansprechpartner: NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628.

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Preisausschreiben beim NABU Landau 

27. März 06

Neulich während der Baumfällarbeiten in Mörzheim tauchte urplötzlich ein wundersames Tier auf und stakste über die Obstwiese… Der NABU Landau fragt alle Kinder bis 12 Jahren, ob sie eine Idee haben, um was für ein Tier es sich handeln könnte und bittet sie, es zu zeichnen, zu malen oder zu basteln. Einsendeschluss für den Wettbewerb ist Montag der 24. April. Die schönsten Arbeiten werden im Mai bei einem kleinen Fest im Naturschutzzentrum Hirtenhaus prämiert.

Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstr. 21, 76829 Landau

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NABU Gommersheim wird NABU Edenkoben/Maikammer

Satzungsänderung auf Mitgliederversammlung stellt Weichen für die Zukunft 

März 2006

Auf der gut besuchten Mitgliederversammlung des NABU Gommersheim wurden die Weichen für die Zukunft gestellt. Bei der Namensgebung der NABU-Gruppe erweckte es in der Vergangenheit oftmals den Eindruck, der NABU wäre nur in diesem Ort aktiv. In der Satzung wurde der Namen nun in „NABU Verbandsgemeinden Edenkoben/Maikammer“ abgeändert. Jetzt ist es für Mitglieder und Außenstehende leichter zu erkennen, in welchem Gebiet die NABU-Gruppe Naturschutz betreibt. Unter den zahlreichen Aktivitäten der vergangenen Jahren ist der Aufbau zweier Naturschutzjugendgruppen (NAJUs) in Edesheim und Burrweiler hervorzuheben. Der Vogellehrpfad in Gommersheim wurde komplett erneuert und erfüllt nun wieder seinen pädagogischen Zweck zu den Themen Vogel- und Naturschutz. Auch der Kauf einer fast 3 ha großen Fläche im Naturschutzgebiet bei St. Martin und dessen Pflege sind ein wichtiger Schritt für den Naturschutz im Arbeitsgebiet des NABU. Hier sollen unter anderem Brutmöglichkeiten für den Steinschmätzer, eine für die Weinbergslandschaft ursprünglich typischen Vogelart, geschaffen werden. Für die Zukunft  ist die Anlage eines Feuchtgebietes für Amphibien und den Weißstorch am Frankensee bei Gommersheim geplant. Aktuell haben die Aktiven der Gruppe alle Hände voll zu tun an den Amphibienschutzzäunen bei Frankweiler.

Auch die Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, Nathalie Plum, berichtete über ihre Arbeit vor Ort. Bei den Neuwahlen wurden Franz Grimm als erster und Lothar Engelmann als zweiter Vorsitzender ebenso wie der Kassenwart Thorsten Rauwolf bestätigt. Schriftführerin ist Ulrike Rauwolf, Kassenprüfer sind Gerd Litty und Jürgen Schreieck. Als Beisitzer wurden Christine Burkhardt, David Heilig, Manfred Hünerfauth und Wolfgang Staudt gewählt. Zum Abschluss wurde Erika und Norbert Graf mit Präsenten für langjährige Vorstandsarbeit gedankt; beide hatten für eine Wiederwahl nicht mehr kandidiert.

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Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben

NABU baute Nistkästen mit Messdienern

Insgesamt 4 Messdienerstunden gestaltete der NABU in den Pfarrgemeinden St. Elisabeth (Landau) und St. Josef (Offenbach) im Rahmen des Projekts „Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben“.

Dr. Nathalie Plum, Leiterin der Regionalstelle Südpfalz des Naturschutzbund (NABU) erläuterte den Messdienern die Idee des Projekts. „Gottes Schöpfung bewahren heißt, den Tieren zu helfen. Höhlenbrüter wie Meisen und Kleiber finden immer seltener alte Bäume mit Hohlräumen, deshalb helfen wir mit den Kästen ein wenig nach.“ Wer achtsam mit der Tierwelt umgeht, ist auch achtsamer mit anderen Menschen, so die Hoffnung. Mit Ferngläsern bewaffnet schauten sich die Kinder anschließend in der näheren Umgebung der Gemeindehäuser um und waren erstaunt, wie viele verschiedene Vögel es dort an einem kalten Wintertag schon zu sehen gab: Kohlmeise, Blaumeise, Amsel, Stare, Elstern und in Offenbach sogar ein Buntspecht. In der nächsten Stunde bauten die Kinder selbst Nistkästen zusammen. Angeleitet wurden sie dabei von Ingeborg Keller (Landau) und Ulrike van der Bloemen (Offenbach) von der Naturerlebnisschule des NABU Landau. Die Bausätze für die Kästen stammen aus einer Kooperation mit einer Einrichtung für Langzeitarbeitslose (Schreinerei ADH in Lustadt). Das Projekt wurde finanziell unterstützt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).

05.04.2006 Marktplatz regional

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Jahreshauptversammlung NABU Landau-Land:

 Tongrube, Obstwiesen und Amphibien im Mittelpunkt beim NABU Landau-Land

Bei der Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Landau-Land in der Kaiserberghalle in Göcklingen wurde der gesamte Vorstand bestätigt. Hans Frech (Göcklingen) bleibt 1. Vorsitzender, Rolf Schmitt (Walsheim) 2. Vorsitzender, Gerhard Wisser (Göcklingen) Schriftführer, Thomas Dausch (Eschbach) Kassenwart. Als Beisitzer wurden Herbert Riebel (Ilbesheim), Heinz Wissing (Ilbesheim), Albert Leonhard (Heuchelheim), Karl Löffler (Göcklingen), Arno Laux (Eschbach) und Markus Pfeiffer (Ingenheim) bestätigt; Kassenprüfer sind weiterhin Hanno Laux und Martin Wind (beide Eschbach).

In seinem Jahresbericht, der mit einem Beamer-Vortrag eindrucksvoll illustriert wurde, erwähnte Hans Frech die Höhepunkte der Naturschutzarbeit im letzten Jahr: Da die Gemeinde Göcklingen Kurs hielt für eine natürliche Entwicklung der Alten Tongrube, konnte die NABU-Gruppe einen Vertrag über die Pflege des Gewässers abschließen und organisierte im Dezember den ersten großen Arbeitseinsatz zur  Entbuschung eines Teilareals. Es beteiligten sich 25 Helfer aus allen Generationen. Im Februar besuchte der Bundesumweltminister Gabriel den Landschaftsweiher, das größte Stillgewässer in der näheren Umgebung. Das traditionelle „Brünnelfest“ im Juli in Göcklingen zog mit Naturerlebnis-Angeboten für Kinder wie jedes Jahr Jung und Alt an den Kaiserbach.  Unter der Regie von Rolf Schmitt wurde eine große Streuobstwiese auf einer Ausgleichsfläche in Walsheim geplant. Gemeinsam mit Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz und den Messdienern der Pfarrgemeinde Eschbach legte Arno Laux am Haardtrand flache Laichgewässer für die seltene Gelbbauchunke an. Der Amphibienschutzzaun an der Kaiserbacher Mühle steht wegen der anhaltend kalten Witterung bereits viele Wochen ungenutzt da, wird aber noch seinen Zweck erfüllen, wenn sich erst einmal frühlingshafte Temperaturen durchsetzen. Im Laufe des Jahres gab es diverse weitere Biotoppflegearbeiten auf NABU-eigenen und auf Gemeindeflächen sowie einige Vogelstimmenwanderungen und eine sehr gut besuchte Fledermausexkursion. Auch die gute Zusammenarbeit mit anderen Gruppierungen und Einrichtungen, wie zum Beispiel der Kreisverwaltung, der Verbandsgemeinde und dem NV-S erwähnte der Vorsitzende. Von der Einrichtung der Regionalstelle habe die NABU-Gruppe besonders profitiert, da für einige Aktionen Helfer organisiert werden konnten. „Außerdem fühlt man sich durch den Austausch mit den anderen Gruppen der Region als Teil eines größeren Ganzen“, so Frech.

Er betonte, dass die NABU-Gruppe „kein Radau-Verein“ sei, aber mit fachlichen Anregungen zu einer besseren Planung beitragen wolle, gemäß der festen Überzeugung, dass eine biologisch vielfältige Landschaft auch ein Wirtschaftsfaktor für die vom Tourismus geprägte Region ist. Der NABU begrüßt sehr die Renaturierung von Krottenbach und Kaiserbach und wird sich mit tatkräftiger Unterstützung einbringen. Neben weiteren Arbeiten an der Tongrube (u.a. Anlage einer Steilwand, Schaffung von Flachwassertümpeln) steht die Förderung der Jugend im Zentrum der Pläne für das kommende Jahr. Wer Interesse an dem Aufbau einer Kindergruppe in einer der zu Landau-Land gehörenden Gemeinden hat, findet Unterstützung bei Nathalie Plum, NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628.

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Baumschnitt rettet Tierbehausungen: NABU Bellheim pflegte Weidenbäume

Am vergangenen Samstag schnitt der NABU Bellheim an verschiedenen Gräben in der Zeiskamer Feldflur die dort wachsenden Korbweiden zurück.

Früher wurden diese Flechtweiden von den Zeiskamer Landwirten hauptsächlich zur Gewinnung von Anbindematerial für den Weinbau angepflanzt und gepflegt. Nachdem diese Nutzungsform aufgeben wurde, drohten die für die Gegend charakteristischen Bäume aus der Landschaft zu verschwinden. Einzelne Privatpersonen und die NABU-Gruppe schneiden deshalb alljährlich mehr als 50 Weidenbäume und sichern so den Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren. In den Weiden bilden sich mit den Jahren Höhlungen und Nischen, in zahlreiche Vogelarten ihrem Brutgeschäft nachgehen. Außerdem kann das anfallende Schnittgut als Osterschmuck zur Dekoration des Hauseinganges genutzt werden. Steckt man die robusten Weidenruten in den Boden, treiben sie von ganz alleine wieder aus. So lassen sich Weidentunnel und „grüne Zelte“ für Kinder anlegen.

Der NABU geben Weidenbündel gegen eine kleine Spende zugunsten der Zeiskamer Natur ab. Kontakt: Peter Rüffel, Tel. 06347/608210 oder NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628

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NABU und Forst pflanzen Speierlinge

Gemeinsam für eine seltene Obstsorte 

Aus der privaten Anzucht eines verstorbenen Obstliebhabers stammen die 30 Speierlings-Bäume, die Joachim Zürker (NABU Bellheim) und Rüdiger Sinn (Landesforsten Rheinland-Pfalz) in die Südpfalz holten. Die NABU-Gruppe pflanzte selbst einige Bäume in Zeiskam, gab 7 Stück weiter an die NABU-Gruppe Lingenfeld und weitere an Privatpersonen. Die restlichen Bäume werden im Bienwald auf Forstflächen gepflanzt werden. Der NABU dankt der Kreisverwaltung Germersheim für die Finanzierung der Bäume.

Der Speierling (Sorbus domestica), Baum des Jahres 1993, ist ein Wildobstbaum aus der Familie der Rosengewächse, der in Deutschland sehr selten geworden ist. In der Natur gibt es nur noch wenige Exemplare. Im Mittelalter war der Speierling ein beliebter Baum, da sein schweres und hartes Holz für Möbel, zum Schnitzen und Drechseln verwendet wurde. Die säuerlichen Früchte sind erst in überreifen Zustand essbar und werden in erster Linie als Zugabe zum Apfelwein verwendet, und zwar anstatt Schwefel, um den Wein haltbarer zu machen. Gleichzeitig wird er  herber, klarer, haltbarer und unverwechselbar im Geschmack, genau wie Mus und Marmeladen aus der Speierlingsfrucht. Der Name „Speierling“ rührt daher, dass die Früchte auch gegen Durchfall und Erbrechen helfen sollen.

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Handys für die Havel

     NABU sammelt ausgediente Mobiltelefone

 –  Vodafone spendet für Naturschutzprojekt

Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Handys für die Havel“ erhält der NABU für jedes gesammelte Mobiltelefon 5 Euro von seinem Kooperationspartner Vodafone. Das Geld fließt direkt in das NABU-Renaturierungsprojekt an der Unteren Havel. Gemeinsam mit den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt will der NABU weite Gebiete in dem größten zusammenhängenden Feuchtgebiet Mitteleuropas wieder naturnah gestalten. Dabei sollen Altarme angeschlossen, Ufersäume umgestaltet und Fischwanderhilfen gebaut werden.

„Viele Besitzer eines neuen Handys wissen gar nicht, dass sie ihr Altgerät recyceln lassen können. Anstatt es wegzuwerfen oder in der Schublade verstauben zu lassen, können sie nun ihr altes Handy bei einer NABU-Gruppe abgeben, schonen damit die Umwelt und unterstützen damit zugleich unsere Arbeit“, so Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz.

Nach offiziellen Schätzungen befinden sich ca. 40-50 Millionen alte oder defekte Handys in deutschen Haushalten, die bei nicht sachgerechter Entsorgung die Umwelt gefährden können. Hauptanliegen beider Kooperationspartner ist, die Gesellschaft für das Recycling im Bereich der Elektrotechnologie zu sensibilisieren und möglichst viele dazu zu bewegen, ihr Handy umweltgerecht zu entsorgen.

Ab sofort können ausgediente Handys in der NABU Regionalstelle Südpfalz im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstr. 21, Landau-Mörzheim, Tel. 06341/31628 oder bei NABU–Veranstaltungen wie z.B. Exkursionen abgegeben werden.  

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Wasser soll fließen in den Holzwiesen - NABU räumte auf

Am vergangenen Samstag säuberte die NABU-Gruppe Bellheim mit insgesamt 8 freiwilligen Helfern diverse Rohre in den Holzwiesen, damit diese bei den Bellheimer Wässertagen im April wieder funktionstüchtig sind. Die Wässerung der Wiesen ist eine alte landwirtschaftliche Technik, die für einen stabilen Heuertrag sorgt und auch aus Sicht des Naturschutzes eine gute Sache ist. Sie fördert nämlich bestimmte Pflanzen und zieht diverse Vögel, vor allem Weißstörche, zur Nahrungssuche in die Wässerwiesen.

Bürgermeister Dr. Heinz und der Beigeordnete Horst Wittulski spendierten einen warmen Mittagsimbiss. Der NABU bedankt sich sehr herzlich bei der Gemeinde Bellheim und allen Helfern.

Die nächsten Wässertage sind am 23./24. April; danach ist ein neuer Arbeitseinsatz geplant, da noch längst nicht alle Rohre frei sind. Wer dabei helfen möchte, kann sich melden bei Matthias Brock, Tel. 0172/7754765.

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Eisvogel, Schwalbenhaus und Kräutergarten

NABU Landau hat große Pläne für 2006

Der Rückblick auf das Jahr 2005 fiel bei der Jahreshauptversammlung des Naturschutzbund Landau durchweg positiv aus.

Als gelungenen Start erwähnte Werner Kern, 1. Vorsitzender der NABU-Gruppe, die Einrichtung der NABU Regionalstelle Südpfalz im Hirtenhaus. Er lobte die Leiterin der Regionalstelle, Nathalie Plum, für die erfolgreiche Vernetzung der sechs NABU-Gruppen der Region, die intensive Pressearbeit und die Einbindung neuer Aktiver in die Naturschutzarbeit. Den beiden Umweltpädagoginnen Ingeborg Keller und Ulrike van der Bloemen von der Naturerlebnisschule dankte Kern für ihre Arbeit mit insgesamt 750 Kindern und die Unterstützung bei Ferienprogrammen.

Mit Unterstützung der Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ), Miriam Gottschlich und Manuel Dünzl, sowie mit denen des 19. Internationalen Workcamps wurden diverse Biotoppflege-Arbeiten auf Obstwiesen und in Weinbergen durchgeführt, teils in enger Zusammenarbeit mit dem Forstamt Haingeraide und der NABU-Gruppe Gommersheim. Höhepunkt der Naturschutzarbeit in 2005 war eindeutig die Aufstellung von vier Eisvogel-Nisthilfen an der Queich, unterstützt vom „Eisvogelmann“ Horst Boedler aus Flensburg sowie durch eine Spende von Bürgermeister Dr. Wolff, der Werner Kern beim Neujahrsempfang mit dem Landauer Umweltpreis auszeichnete.

Rechnet man Apfelsaftherstellung, naturkundliche Exkursionen, Stellungnahmen, Sitzungen und Kassenarbeit hinzu, wurden insgesamt über 2000 ehrenamtliche Arbeitsstunden für die NABU-Gruppe geleistet. Nachdem im Laufe des Jahres bereits Kassenwart Lutz Querfurth und Beisitzer Klaus Pittner für ihr Engagement geehrt worden waren, erhielt an diesem Abend auch Ulf Janz die bronzene Ehrennadel für die Leitung der Jugendgruppe (NAJU Landau). Mit einem Dia-Vortrag über den Kleiber, den Vogel des Jahres 2006, rundete Janz den Abend ab.

Projekte für das Jahr 2006 sind der Bau eines Schwalbenhauses und weiterer Nisthilfen für den Eisvogel in Mörzheim, die Anlage eines Kräutergartens und die Erweiterung der Jugendgruppe für 10 bis 15jährige. Wer bei den Aktionen helfen möchte oder in der NAJU mitmachen möchte, kann sich melden in der NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628; NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

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Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben

Ranschbach: Messdiener bauten mit NABU einen Lebensturm

Zehn Messdiener aus Ranschbach und Eschbach, Betreuer Jobst Hauck (Leinsweiler), Martin Heypeter und Hans Braun (Pfarrgemeinderat Ranschbach) trafen sich am vergangenen Samstag am Dorfgemeinschaftshaus „Zum Seligmacher“ in Ranschbach mit NABU-Aktiven. Die Mission: Eine Behausung für viele verschiedene Tiere zu schaffen und so mithelfen, die Schöpfung zu bewahren. Ein sogenannter "Lebensturm" wurde aus Holz erbaut und mit Steinhaufen, Laub und Zweigen angefüllt werden. Darin können von der Eidechse über die Kröte und den Igel bis zum Zaunkönig verschiedenste Tiere eine Bleibe finden. Nisthilfen für Vögel und Bienen, zum Teil von den Kindern selbst gebaut, rundeten die Türme ab. Initiiert wurde das Projekt von Nathalie Plum, Leiterin der Regionalstelle Südpfalz des Naturschutzbund (NABU) mit finanzieller Unterstützung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Für Klaus Pittner (NABU Landau) war es zwar der erste „Lebensturm“ seines Lebens; dennoch führte er sicher durch die verschiedenen Bauphase und schuf mit tatkräftiger Hilfe der Messdiener ein stabiles Bauwerk, das hoffentlich vielen Tieren Unterschlupf bieten wird.

Bürgermeister Scherthan legte selbst Hand an. Ein Schaukasten soll das Projekt erläutern; dafür werden noch Betriebe (Winzer, Einzelhändler) gesucht, die in dem Kasten werben und den NABU so unterstützen.

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Bundesumweltminister Gabriel zu Besuch beim NABU Landau-Land

Zur Unterstützung von Ministerpräsident Kurt Beck im Wahlkampf vor den Landtagswahlen besuchte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) auf seiner Tour durch Rheinland-Pfalz am 2. März den schönen Kreis Südliche Weinstraße, wo er sich von der Landrätin Theresia Riedmaier ihr Gebiet zeigen ließ.

Hans Frech, 1. Vorsitzender des NABU Landau-Land, begrüßte den Minister zur Besichtigung des aktuellen Projekts der NABU-Gruppe: der Göcklinger Tongrube. Für diesen Landschaftsweiher hat der NABU im letzen Jahr eine Patenschaft übernommen. In dem Biotop, der durch Regenwasserfüllung einer ehemaligen Tongrube entstanden ist, kommen laut einer Kartierung durch Ulf Janz (NABU Landau) über 40 Vogelarten vor. Unter den Durchzüglern sind Rote-Liste-Arten wie Knäkente und Bekassine; zu den Brutvögeln gehören Schwarzkehlchen, Blässhuhn und Pirol. Das vom NABU vorgelegte Pflegekonzept gefiel der Gemeinde so gut, dass sie der Gruppe die Patenschaft anbot. Damit waren verschiedene Planungen zur Freizeitnutzung vom Angelgewässer bis zum Campingplatz mit Badesee vom Tisch, und den Auflagen in der Genehmigung des Tonabbaus, die entstehende Wasserfläche einer natürlichen Zukunft zu überlassen, wurde entsprochen. Die NABU-Gruppe hat im Winter bereits einmal die angrenzende Brache teilweise entbuscht und eine Abfischung durch NABU-Mitglied Alfred Roth vornehmen lassen.  Eine Tafel am vorhandenen Steg soll Besucher über die Ökologie des Gewässers  informieren; Schilfgürtel sollen sich als Brut- und Nahrungsplatz für Wasservögel natürlich entwickeln. Weiterhin sind die Anlage einer Steilwand für Eisvögel und Uferschwalben, kleinerer temporärer Amphibiengewässer  und eventuell eine schwimmende Kiesinsel für den Flussregenpfeifer geplant. Minister Gabriel lobte den Vorbildcharakter des Projekts „Göcklinger Tongrube“ für die Wiederbelebung der Natur auf stillgelegten Industrieanlagen und das ehrenamtliche Engagement des NABU.

Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, nutzte die Gelegenheit, bei der kleinen Exkursion zur Tongrube den Minister auf das Pilotprojekt „Ehrenamtsförderung“ aufmerksam zu machen und bat ihn, sich beim MUF (Ministerium für Umwelt und Forsten RLP) stark zu machen für eine Fortführung der Unterstützung für weitere 2 Jahre.

Später im Zelt überreichte Nathalie Plum dem Minister einen Kleiber-Nistkasten, der aus einer Kooperation mit einer Einrichtung für Langzeitarbeitslose (ADH/ Therapieverbund Ludwigsmühle in Lustadt) stammt. Manuel Dünzl, der FÖJler des Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau schloss sich dem an mit 2 Flaschen Regent-Rotwein aus NABU-eigenem biologischen Anbau, die Werner Kern, Leiter des Hirtenhauses, spendiert hatte.

Der Bio-Winzer Klaus  Hohlreiter, bot mit einem üppigen Frühstück in seinem Winzerhof den richtigen Rahmen für eine programmatische Rede des Ministers. Wenn man Gabriel glauben darf, haben wir unter der neuen Regierung gute Chancen für die Förderung regenerativer Energien, hat der Klimaschutz höchste Priorität, wird der Atomausstieg plangemäß durchgezogen und werden im größtmöglichen Umfang Gelder für Flächennaturschutz und Umweltpädagogik bereitgestellt.

Die schönste Nachwirkung dieses Tages war für den NABU Landau-Land, dass die Landrätin Riedmaier Mitglied geworden ist, um die anstehende Mitgliederwerbung in der Südpfalz zu unterstützen.

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NABU sucht Helfer für Wässertage

6. März 06

In Vorbereitung der diesjährigen Wässertage, die im April und Mai stattfinden werden, sucht der NABU Bellheim für Samstag, den 18.03.06 noch Helfer für die Freilegung von Auslassschächten und Gräben. Mit der Wiederbelebung der traditionellen Wiesenwässerung sollen in der Queichniederung gute Lebensbedingungen für Störche und andere Vögel geschaffen werden. Treffpunkt: 9:00 Uhr an den Holzwiesen (zwischen Bellheim und Zeiskam). Bitte Gummistiefel und Spaten mitbringen. Infos in der Regionalstelle Südpfalz unter Telefon: 06341/31826 oder bei Matthias Brock Tel. 0172/7754765.

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Gemeinsam für die Amphibien

NABU, Messdiener und Hochschulgruppe aktiv am Haardtrand

6. März 06

Am vergangenen Samstag war die NABU Gruppe Landau-Land gleich an mehreren Stellen aktiv für die Natur. Im Naturschutzgebiet Haingeraide oberhalb von Eschbach wurden flache Wasserlöcher gegraben, die der seltenen Gelbbauchunke als Laichgewässer dienen sollen. Tatkräftige Hilfe erhielt der NABU dabei von Messdienern aus Eschbach und Ranschbach, die außerdem mit Arno Laux eine Kräuterspirale neben dem Eschbacher Kirchturm anlegten. Messdienerbetreuer Jobst Hauck sorgte für wärmenden Tee im Gelände, Burkhard Schubert für eine zünftige Stärkung der Helfer im Gemeindehaus. Während des Mittagessens erfuhren die Messdiener von Nathalie Plum, der Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, warum die Gelbbauchunke ihren gelben Bauch bei Gefahr zeigt, indem sie sich auf den Rücken wirft. „Das ist wie bei den Wespen: Das gelb-schwarze Muster sagt dem Feind: Ich bin giftig und ungenießbar.“ Auch warum dieses ulkige Tier schützenswert ist und wie man Unken von Kröten und Fröschen unterscheidet, erfuhren die Messdiener bei dieser Gelegenheit. Diese Aktion ist Teil des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) finanzierten Projekts „Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben“.

Am Nachmittag baute der NABU Landau-Land außerdem einen Amphibien-Schutzzaun entlang der B48 und L608 in der Höhe der Kaiserbacher Mühle, wo vor allem Erdkröten auf ihrem Weg vom Wald zur ehemaligen Tongrube im Göcklinger Kaiserbachtal vorbeiwandern. „Letztes Jahr haben wir zum erstenmal eine Massenwanderung in diesem Raum beobachtet und Nacht für Nacht versucht, die Kröten mit der Hand einzusammeln, damit sie nicht zu Verkehrsopfern werden“, so Hans Frech, Vorsitzender der NABU-Gruppe. In diesem Jahr soll der Zaun die Kröten zumindest in der Kernzone der Wanderung unter der Bundesstraße durch leiten. An den Außenenden des Zauns werden die Tiere in Eimer hinein geleitet, so dass sie darin über die Straße getragen werden können. Hans Frech bedankt sich bei den Helfern aus Göcklingen, bei Franz Grimm für den professionellen Einsatz mit dem Frontlader sowie bei den jungen Leuten aus der NABU Hochschulgruppe, ohne deren Unterstützung der 500 Meter lange Zaun an diesem Tag nicht fertig geworden wäre.

 Für die Betreuung der Amphibienschutzzäune an der Kaiserbacher Mühle, bei Frankweiler und in der Gilletstraße in Landau werden an milden, feuchten Tagen morgens und abends in der Dämmerung noch freiwillige Helfer gesucht. Infos unter Tel. 06341/31628 (NABU Regionalstelle Südpfalz). Der NABU appelliert außerdem an alle Autofahrer, an diesen Stellen langsam zu fahren und Rücksicht zu nehmen auf die Amphibien und die freiwilligen Helfer.

Milde Witterung gibt Startschuss für Laichwanderungen

Der NABU Landau-Land e.V. informiert:

Die steigenden Temperaturen im Land lösen bei Fröschen, Kröten, Molchen und Unken Frühlingsgefühle aus und locken sie aus ihren Winterquartieren .Während der Laichwanderungen sind Amphibien von den Auswirkungen des ständig wachsenden Straßennetzes betroffen. Neben dem direkten Tod infolge des  Überrollens durch Autoreifen, sterben viele Tiere, obwohl sie nicht direkt überfahren werden. Fachleute für Aerodynamik haben herausgefunden, dass es der geschwindigkeitsabhängige Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn ist, der die Amphibien tötet.

Amphibien Schutzaktion im Weinstraßenbereich zwischen

Eschbach, Göcklingen und Pfalzklinikum  

Die Erdkröten werden sich in den nächsten Tagen – bei entsprechenden Temperaturen – auf ihren gefährlichen  Weg zu ihren Laichgewässern (bis zu 2 km) aufmachen.

Die ehemalige Tongrube im Göcklinger Kaiserbachtal hat es dabei den Amphibien besonders angetan, wobei viele Tiere – vom Wald kommend -  auf der B 48, L608 und K47 platt gefahren und zu Verkehrsopfern werden. Die Tiere haben seit Monaten keine Nahrung aufgenommen und machen sich noch halbstarr und deshalb sehr langsam auf den Weg; außerdem muss fast jedes Weibchen noch ein Männchen huckepack zum Wasser transportieren .

Nachdem im letzten Jahr zum erstenmal eine Massenwanderung in diesem Raum zu beobachten war, haben Helfer vom NABU versucht das Überfahren und Zerquetschen der Kröten durch nächtliches Einsammeln zu verhindern, was natürlich nur sehr unzureichend gelang.

In diesem Jahr soll nun – nach Absprache mit der Straßenmeisterei Annweiler - ein Amphibienschutzzaun den Bereich ab nördlich des Pfalzklinikums bis etwa zur Einmündung K47 sichern – die Kernzone der Wanderung. Dieser wird in den nächsten Tagen aufgestellt und muss dann kontinuierlich überwacht werden . Freiwillige Helfer herzlich willkommen!

Trotzdem werden – auch wegen der Straßenkreuzungen in diesem Bereich – viele Tiere auf diesen Straßenabschnitten unterwegs sein (auch auf der K47 westlich Göcklingen ).  Der NABU Landau-Land appelliert daher an alle Autofahrer: Fahrt langsam und vorsichtig nehmt Rücksicht auf die Amphibien und die freiwilligen Helfer die nachts unterwegs sind!

 Info unter Tel. 06349/3067 o. 06349/6224    o. 06341/31628 (NABU Regionalstelle Südpfalz) 

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NABU sucht Fledermaus-Winterquartiere in der Südpfalz

Mitarbeiter des NABU Südpfalz erheben momentan Fledermausvorkommen in der Südpfalz, speziell die Winterquartiere der faszinierenden Tiere. Fledermäuse können als einzige Säugetiere dieser Erde fliegen. Sie orientieren sich durch Echoortung, mit der sie noch Tiere von der Größe kleiner als eine Mücke bei völliger Dunkelheit aufspüren und fangen können. Ihre Hände sind durch elastische Hautflächen zu Flügeln umfunktioniert, dadurch können sie besonders geschickte Flugmanöver bei der Jagd auf Insekten ausführen. Durch ihre nächtliche Lebensweise stellen sie denjenigen Insekten nach, die unsere tagaktiven Vögel nicht fangen, und erfüllen dadurch eine wichtige Funktion im Ökosystem. Im Verlauf eines Sommers vertilgt eine Fledermaus, je nach Art und Größe, zwischen 0,5 und 1 kg Insekten. Als echte Säugetiere tragen sie ein Fell und säugen ihre Jungen mit Muttermilch. In Rheinland-Pfalz kommen 20 Fledermausarten vor, die alle auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten stehen. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen vom Verlust ihrer Quartiere bis hin zur Ausräumung und Vergiftung unsere Landschaft. Während als Sommerquartier warme Dachböden, Mauerspalten oder Baumhöhlen bewohnt werden, halten die Tiere ihren Winterschlaf bevorzugt in feuchten, um 5 - 8 Grad Celsius warmen alten Bier-, Wein- und Eiskellern, Höhlen, Stollen und Felsspalten. Diese Winterquartiere aufzuspüren, zu dokumentieren und letztendlich für die Fledermäuse zu sichern ist das Ziel dieser momentanen ehrenamtlichen Erhebung. Nicht nur in Naturschutz- und FFH-Gebieten oder dem Naturschutz-Großprojekt „Bienwald“, sondern in der gesamten Südpfalz werden die Winterquartiere der nächtlichen Flugkünstler vom NABU gesucht. Hierzu sind die NABU Mitarbeiter auch auf die Hilfe aus der Bevölkerung angewiesen. Hinweise auf Quartiere nehmen der Fledermausexperte des NABU, Franz Grimm, Tel: 06345/919347 oder die NABU-Regionalstelle Südpfalz in Landau-Mörzheim, Tel.: 06341/31628 entgegen Jeder Anruf wird notiert und ein Mitarbeiter nimmt nach Absprache das Quartier vor Ort in Augenschein. Durch diese Erhebung erhofft sich der NABU einen bessere Kenntnis der vorkommenden Fledermausarten und deren Verbreitung in der Südpfalz zu bekommen.

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NABU Landau-Land entbuscht Tongrube: Helfer gesucht

3. Februar 06

Am kommenden Samstag, 04.02.06 ab 9.00 Uhr wird die NABU-Gruppe Landau-Land Biotoppflegearbeiten an der alten Tongrube am Kaiserbach bei Göcklingen durchführen. Im Rahmen des Pflegekonzeptes, das mit der Landespflegebehörde und der Ortsgemeinde abgestimmt wurde, wird auf Teilflächen der Aufwuchs entfernt, um offene sonnige Standorte zu erhalten. Freiwillige Helfer sind herzlich eingeladen. Astscheren, Spaten, Rebscheren, Äxte und Sägen bitte mitbringen - falls vorhanden. Natürlich ist für eine zünftige Stärkung der freiwilligen Helfer ist gesorgt! Anmeldung in der NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel.: 06341/31628. Noch ein aktueller Hinweis: Die Eisfläche nicht betreten - dies ist lebensgefährlich und durch die Ortgemeinde Göcklingen verboten.

6.2.06: Der Vorstand des NABU Landau-Land bedankt sich herzlich bei allen großen und kleinen Helfern für den großartigen Einsatz in der Tongrube!

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Kinder, Obstbäume, Steinschmätzer –  der NABU Bellheim blickt zurück auf ein aktives Jahr 2005

Der Rückblick auf das Jahr 2005, den Joachim Zürker, 1. Vorsitzender der NABU Gruppe Bellheim, bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag gab, war umfangreich. Neben diversen Biotoppflegemaßnahmen (Kopfweidenschnitt am Zweiersee und in der Zeiskamer Feldflur, Entbuschung an einem Wiesengraben, Pflegeschnitt von 130 und Kalkung von 180 Obstbäumen, Befreiung der Zeiskamer Kastanie von Ahorn-Wildwuchs, Mahd einiger Obstwiesen) wurden an diversen Stellen in der  Verbandsgemeinde Sträucher, Obst- und Nussbäume, eine Hecke und eine Kastanie gepflanzt und ein Straßenbeet in einer Zeiskamer Verkehrsinsel mit Lavendel, Wildblumen und Blumenzwiebeln umgestaltet. Ebenso wie diese Aktion kamen das Austeilen von mehreren hundert Tütchen mit Sämereien von Wildblumen, die Nachzucht der Zeiskamer Kletterrose sowie die Bestellaktion für alte Obstsorten sehr gut an in der Bevölkerung. Etwa 250 Nisthilfen für Vögel in Zeiskam und Bellheim wurden betreut und 10 neue für die Anlieger des ökologisch wertvollen Obstgebietes "Im Häßlich" organisiert. Auch am "Tag der sauberen Landschaft" beteiligte sich der NABU Bellheim. Beim Thema Verkehrssicherungspflicht am Bellheimer Friedrichsbühl hat sich der NABU für den Erhalt der dort wachsenden zum Teil sehr alten Bäume eingesetzt. Bei diversen Eingriffen in Natur und Landschaft im Kreis Germersheim war der NABU aktiv und machte konstruktive Vorschläge für sinnvolle Ausgleichsmaßnahmen. Im Gelände der zukünftigen LKW-Teststrecke von Daimler-Chrysler bei Wörth wurden 90 alte Obstbäume kartiert und mit der Partnerbaumschule Ritthaler Reisermaterial gewonnen, um das genetische Material der Bäume zu sichern. Diverse Info-Stände, das große NABU-Grillfest in Bellheim, einige durchgeführte naturkundliche Exkursionen, die Erfassung und Weiterleitung naturkundlicher Daten sowie ein umweltpädagogischer Beitrag des NABU bei Bellheimer Feuerwehrfest runden das Bild ab. Gelobt wurden die gute Zusammenarbeit mit dem NV-S, mit der Jugendfeuerwehr und der NABU Regionalstelle Südpfalz (Dr. Nathalie Plum) in Landau. Kassenwart Bernd Busch konnte trotz der zahlreichen Aktivitäten der Gruppe einen finanziellen Zuwachs vermelden.

Im Ausblick auf das Jahr 2006 betonte Zürker, dass sich der NABU, der sich bereits in 2005 mit umfangreichen Arbeiten am Erhalt der Queichwiesenlandschaft beteiligt hat, bei den Wässertagen in diesem Jahr noch mehr einbringen möchte. Ein neues Projekt in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung ist die Schaffung von Brutmöglichkeiten für den Steinschmätzer auf der NABU-Streuobstwiese bei Knittelsheim. Die feste Jugendgruppe (NAJU), die Beate Gaab in 2005 erfolgreich gegründet hat, blickt mit viel Begeisterung wieder auf ein abwechslungsreiches Programm in 2006 und ist der ganze Stolz der Gruppe.

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Landau LINGENFELD Nach 20 Jahren sind die Steinkäuze zurückgekommen

LINGENFELD: Erfolg nach 20 Jahren - NABU plant Fledermausnacht - Bei Flurbereinigung soll Gelände erworben werden

Über positive Ergebnisse beim Schutz des Steinkauzes freute sich der Vorsitzende des Naturschutzbundes (NABU) der Verbandsgemeinde Lingenfeld, Herbert Magin (Westheim), bei der Jahreshauptversammlung am Freitag. Mit dem Aufhängen weiterer Steinkauzröhren will die NABU-Gruppe 2006 an den „fulminanten Erfolg" anknüpfen und dieser Thematik Priorität einräumen.

Nach etwa 20-jährigem Warten hätten sich nun endlich wieder Steinkäuze angesiedelt, sagte Magin. Zwei von drei Paaren hätten erfolgreich insgesamt neun Jungtiere ausgebrütet. Der NABU-Gruppe gehörten 216 Mitglieder an. Besonders durch die intensive Jugendarbeit seien 19 Neueintritte (bei fünf Austritten) zu verzeichnen gewesen. 2006 sollen neben der Aktion „Saubere Landschaft" und weiteren Arbeitseinsätzen Schleiereulen-Kästen kontrolliert, die Fahrradbewachung beim Handkeesfest in Lustadt übernommen und die Amphibienwanderung am Mehlsee unterstützt werden.

Beteiligen werde sich der NABU auch an der Kerwe, „Stunde der Gartenvögel" (Mai) und Bat-Night (Fledermausnacht, August) des Landesverbandes. Mit einer Wald-Exkursion am 23. April Wald will der Verein auf den Vogel des Jahres, den Kleiber, aufmerksam machen. Auch eine pflanzliche Erkundung des Bahngeländes und Vorträge über Wildbienen, Eulen und Käuze sind geplant. Bei der Flurbereinigung will die NABU-Gruppe wieder Gelände erwerben.

Jugendwartin Cornelia Osterhorn (Westheim) teilte mit, dass die seit längerem bestehende 16-köpfige NABU-Kinder-/Jugendgruppe geteilt worden ist, damit Themen altersgerechter und differenzierter angegangen werden könnten. Besonders naturkundliche Erlebnisse seien für die jungen Naturliebhaber beeindruckend, berichtete Osterhorn und erwähnte die Auswilderung von Greifvögeln sowie das Beobachten von Siebenschläfern.

Von einem „sehr aktiven, hervorragenden Jahr 2005" sprach Schriftführer Manfred Wilhelm (Lingenfeld), im Rückblick. Er erinnerte an gelungene Pflanz-Aktionen, große Erfolge bei der Amphibien-Wanderung sowie die Schaffung eines Winterquartiers für Fledermäuse. An der Nachtexkursion hätten sich rund 100 Leute beteiligt.

Trotz zahlreicher Maßnahmen vergangenen Jahr berichtete Kassenwartin Jutta Magin (Westheim) von einem kleinen finanziellen Zuwachs. Ihre Zusammenarbeit mit der Lingenfelder NABU-Gruppe lobte die Leiterin der NABU-Regionalstelle Südpfalz, Dr. Nathalie Plum (Landau). (nti)

GOTTSCM / GOTTSCM

Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Pfälzer Tageblatt
Datum: Nr.20
Datum: Dienstag, den 24. Januar 2006
Seite: Nr.24

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Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben:

Obstbäume mit „heiligen" Namen in Ranschbach gepflanzt

19. Januar 06

Am vergangenen Samstag, den 14.1.06 pflanzten Vertreter des NABU und des Pfarrgemeinderats fünf Obstbäume beim Dorfgemeinschaftshaus in Ranschbach. Für die Aktion wurden alte Sorten mit geradezu sakralen Namen gewählt: zwei Herrgottsäpfel, eine Pastorenbirne, ein Kardinal-Bea-Apfel und ein Korbiniansapfel, der wohl die interessanteste Historie hat, wurde er doch 1944 im Konzentrationslager Dachau von Pfarrer Korbinian Aigner gezüchtet. „Wir haben bis zum letzten Moment gezittert, im wahrsten Sinne des Wortes, ob wir bei dem Frost in die Erde hineinkommen", so Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, die das Projekt initiiert hat. Glücklicherweise konnten die fleißigen Helfer trotz der Minusgrade ordentliche Pflanzlöcher ausheben, um den jungen Bäumen einen guten Start zu geben. Werner Kern, Vorsitzender des NABU Landau und diesjähriger Preisträger des Umweltpreises der Stadt Landau, zeigte den Anwesenden, wie man die Bäume beschneidet und richtig anbindet.

Die Aktion ist Teil des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projekts „Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben". Im März soll am gleichen Standort mit den Messdienern der Pfarrgemeinde ein Lebensturm gebaut werden – hoffentlich bei angenehmeren Temperaturen.

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Landau: Werner Kern: Unermüdlicher Kämpfer für den Naturschutz"

Werner Kern erhält Umweltpreis der Stadt für vielfältiges Umweltengagement - Zwei Belobigungen

18. Januar 06

Beim städtischen Neujahrsempfang wurde gestern Abend zum 23. Mal der Umweltpreis der Stadt Landau verliehen. Er geht für das Jahr 2005 an Werner Kern, Mitglied im Landesvorstand des Naturschutzbundes (NABU) Rheinland-Pfalz, für sein 30-jähriges Engagement in Sachen Naturschutz.

Für die Laudatio übergab OB Wolff das Wort an Dr. Gudrun Hollstein, die Direktorin der Landauer Zooschule, die im vergangenen Jahr ausgezeichnet wurde. Gudrun Hollstein zitierte in ihrer Würdigung des neuen Umweltpreisträgers die Bezirksgruppe Pfalz des Naturschutzbundes Deutschland, die Werner Kern als „unermüdlichen Kämpfer für den Natur- und Umweltschutz" beschreibt. Sie verwies darauf, dass Kern bereits 1972 als 29-Jähriger die Ortsgruppe Mörzheim des Bundes für Vogelschutz, der heutigen NABU-Ortsgruppe Landau, gegründet hatte und von 1995 bis 2004 Mitglied im Beirat für Landespflege der Stadt Landau war.

Kern habe weiterhin das umweltpädagogisch ausgerichtete Naturschutzzentrum Hirtenhaus mit aufgebaut und in seiner Funktion im NABU unter anderem Feuchtgebiete anlegt und betreut, Baum- und Gehölzpflanzungen initiiert oder Nistgelegenheiten für Vögel, Fledermäuse und Insekten organisiert. Bereits 2002 erhielt er für sein Umweltengagement mit dem Landesverdienstorden Rheinland-Pfalz die höchste Auszeichnung des Landes.

Kern bezeichnete den ihm verliehenen Preis als „große Ehre und Verpflichtung, weiter für Natur und Umwelt einzutreten". Viele Wissenschaftler suchten im Weltall nach einem der Erde vergleichbaren Planeten, bisher vergebens. Dieser „einmalige Himmelskörper" müsse geschützt werden. Kern rief Eltern und Großeltern dazu auf, ihren Kindern die Natur zu zeigen und „das Zwitschern der Vögel und das Rauschen eines Bächleins" zu entdecken. Ein Teil seines Preises gehöre seiner Ehefrau, sagte Kern, ein weiterer seinem „guten Freund", dem Umweltpfarrer Gerhard Postel.

Die Stadt hat auch wieder zwei Belobigungen für vorbildliches Engagement im Sinne des Umwelt und Naturschutzes ausgesprochen. Belobigt wurden der Schrebergartenverein „Am Lohgraben" für die Renaturierung des Oberwiesengrabens und die Klasse 10 e des Jahrgangs 2004/2005 der Konrad-Adenauer-Realschule mit ihrem Lehrer Dietmar Gottlieb für Pflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet auf dem Ebenberg. (rg/gau)

KLAGRIE / KLAGRIE

Quelle: Publikation: DIE RHEINPFALZ , Regionalausgabe: Pfälzer Tageblatt

Datum: Nr.7, Datum: Montag, den 09. Januar 2006 , Seite: Nr.15

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letztes Update: 21.09.06

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