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Gutes tun und darüber reden -
Natur vermitteln,
informieren und aufklären ist unser Ziel
Großer
Bahnhof für kleine Eulen: Landauer
Biologie-Studierende bei den Mörzheimer Schleiereulen In der evangelischen Kirche in Mörzheim hat der
Vorsitzende des NABU Landau, Werner Kern, mit dem Einverständnis von
Pfarrer Traugott Oerther bereits vor Jahren einen Eulen-Nistkasten
installiert. Der Holzbehälter bietet den bestandsgefährdeten
Schleiereulen dauerhaft einen sicheren, trockenen, pflegeleichten
Brutplatz und verhindert zugleich, dass z. B. Tauben den Glockenturm
und das Dachgestühl innen verschmutzen, ja vielleicht sogar
Krankheitserreger ausstreuen.
Bei der Kontrolle am 13. Juni 2006 beherbergte der
Kasten vier junge Schleiereulen und jede Menge Gewölle mit den
Knochenresten ihrer Beutetiere. Die seltene Gelegenheit, der Beringung
der Jungen beizuwohnen, wollten sich Biologiestudenten der Universität
in Landau nicht entgehen lassen. Glücklicherweise stimmt es nicht,
dass Vögel ihre Kinder im Stich lassen, wenn Menschen sie angefasst
haben - sonst wären ja beispielsweise die Pfalzstörche, die ja alle
beringt werden, schon längst wieder ausgestorben. So konnten die
Jungen ohne Sorge vor Verlusten vorübergehend dem Brutkasten
entnommen, gebührend bewundert, angefasst und eingehend betrachtet
werden. Dr. Manfred Niehuis von der Universität Koblenz-Landau
markierte die Tiere mit JC-Ringen der Vogelwarte Radolfzell.
„Vier Junge sind nicht eben viel", meinte der
Dozent und schloss darauf, dass das Mäuseangebot offenbar
unterdurchschnittlich sei. „In besseren Mäusejahren kann man mit sechs
bis acht, ausnahmsweise sogar mit noch mehr Jungvögeln je Elternpaar
rechnen", so Niehuis weiter. Die Beringung sei ein international
gebräuchliches und anerkanntes Instrument der Vogelforschung und
liefere vielfache Erkenntnisse über das Leben und Sterben dieser
Tiere, so über ihre Standorttreue, über Partnerbindung, Ortsbewegungen,
aber auch über ihre durchschnittliche und ihre maximale
Lebenserwartung, Todesursachen etc. Zwar seien Schleiereulen keine
Zugvögel im klassischen Sinne, aber nestjung beringte
rheinland-pfälzische Tiere seien insbesondere nach sehr erfolgreichen
Brutjahren in größerer Entfernung, so in Süd- und Norddeutschland und
in Südfrankreich gefunden worden. Manche Tiere wurden mehrfach
kontrolliert, und das manchmal an weit auseinander liegenden Orten. In
diesem Jahr erst wurden von Dr. Niehuis beringte Schleiereulen in
Frankenthal und sogar in Groningen in den Niederlanden wieder
gefunden. „Die Chancen, dass eines der vier Jungtiere aus der
Mörzheimer Kirche wiedergefunden wird, stehen fast beängstigend gut,
da viel zu viele dem Straßenverkehr zum Opfer fallen", so Niehuis. Die
enorme Fülle der Wiederfunde nach einem Rekord-Brutjahr habe vor
einigen Jahren die Vogelwarte Radolfzell fast ‚lahmgelegt’ und sei
Anlass gewesen, die Schleiereulenberingung deutlich einzuschränken und
die Beringungsaktivitäten auf andere Vogelarten zu lenken.
Während Werner Kern die Jungvögel wieder hoch im
Turm im Eulenkasten verstaute, ergab ein Blick in die Gewölle, dass
die Hauptnahrung erwartungsgemäß ganz überwiegend aus Wühlmäusen,
Waldmäusen und verschiedenen Spitzmaus-Arten besteht. Vielleicht wird
die Teilnahme an der Aktion später mal den künftigen Lehrerinnen und
Lehrern Anregung sein, am Dienstort nach den Schleiereulen zu sehen
und etwas für ihren Schutz oder ihre Ansiedlung zu unternehmen, aber
auch gefundene Ringvögel den Vogelwarten zu melden.
Info: Über den Bezug oder den Eigenbau von
Schleiereulenkästen und anderen Nisthilfen informiert man sich in der
NABU Regionalstelle Südpfalz im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in
Landau-Mörzheim (Tel. 06341/31628).
(Originaltext, Rheinpfalz 26.06.06)
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Handys für die Havel:
NABU sammelt ausgediente Mobiltelefone
– Vodafone spendet für Naturschutzprojekt
Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Handys für die
Havel" erhält der NABU für jedes gesammelte Mobiltelefon 5 Euro von
seinem Kooperationspartner Vodafone. Das Geld fließt direkt in das
NABU-Renaturierungsprojekt an der Unteren Havel. Gemeinsam mit den
Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt will der NABU weite Gebiete in
dem größten zusammenhängenden Feuchtgebiet Mitteleuropas wieder
naturnah gestalten. Dabei sollen Altarme angeschlossen, Ufersäume
umgestaltet und Fischwanderhilfen gebaut werden. Lebensräume für
Eisvogel und Fischotter werden geschaffen und optimiert.
„Viele Besitzer eines neuen Handys wissen gar
nicht, dass sie ihr Altgerät recyceln lassen können. Anstatt es
wegzuwerfen oder in der Schublade verstauben zu lassen, können sie nun
ihr altes Handy bei einer NABU-Gruppe abgeben, schonen damit die
Umwelt und unterstützen damit zugleich unsere Arbeit", so Joachim
Zürker, Vorsitzender der NABU-Gruppe in der Verbandsgemeinde Bellheim.
Nach offiziellen Schätzungen befinden sich ca.
40-50 Millionen alte oder defekte Handys in deutschen Haushalten, die
bei nicht sachgerechter Entsorgung die Umwelt gefährden können.
Hauptanliegen beider Kooperationspartner ist, die Gesellschaft für das
Recycling im Bereich der Elektrotechnologie zu sensibilisieren und
möglichst viele dazu zu bewegen, ihr Handy umweltgerecht zu entsorgen .
Ab sofort können ausgediente Handys bei folgenden
Sammelstellen im Kreis Germersheim sowie bei NABU–Veranstaltungen wie
z.B. Exkursionen abgegeben werden.
(Originaltext, LD Wochenblatt 07.06.2006)
Handy-Sammelstellen im Kreis Germersheim:
Bellheim: Frisör Busch, Hintere Strasse 15 und bei
Brillen Kuntz Rülzheimer Strasse 4
Knittelsheim: Bäckerei Busch, Hauptstrasse 18
Ottersheim: Walter Frey, Waldstrasse 47; Handys können hier auch in
den
Briefkasten gelegt werden.
Zeiskam: „Briefkaschdeteam" bei Peter Mees , Ecke Mittelgasse /
Friedhofstrasse
Westheim: Familie Schmitt-Osterhorn, Bahnhofstr. 38
außerdem in Landau: NABU Regionalstelle Südpfalz im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstr. 21, Landau-Mörzheim, Tel.
06341/31628
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NABU-Ausflug zum
Donnersberg
aus terminlichen Gründen verschoben
Die NABU Regionalstelle Südpfalz bietet für alle Mitglieder und
Interessierten am Samstag, den 9. September 2006 von 9 bis 18 Uhr
einen Ausflug zum Donnersberg an. Es wird eine Führung durch den NABU-
Keltengarten in Steinbach (Kosten: 3 Euro pro Person) und eine
naturkundliche Wanderung auf dem Donnersberg geben. Familien mit
Kindern sind herzlich willkommen. Für die Anfahrt werden
Fahrgemeinschaften organisiert. Anmeldung bis zum 7. Juli unter
Tel. 06341/31628 oder
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de
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Helfer-Woche:
Schülerinnen der IGS Kandel bauen Immenwand und Kräuterschnecke beim
NABU
Saskia Groß, Melanie
Moreau und Annika Roy von der IGS Kandel, alle drei 11 Jahre alt,
haben im Rahmen des „Projekts Helfen“ ihrer Schule beim NABU Landau
praktischen Naturschutz betrieben. Zuerst bauten sie auf der
Streuobstwiese am Brühlgraben bei Landau-Mörzheim eine Immenwand. Dies
ist eine Wand, die aus Weidenzweigen geflochten und anschließend mit
Lehm verputzt wird. Sie dient als „Hotel“ für Wildbienen, die sich
ihre „Einzelzimmer“ in den Lehm hinein bohren. Außerdem legten die
fleißigen Helferinnen eine Kräuterschnecke an und bepflanzten sie mit
Zitronenmelisse, Salbei, Sauerampfer, Frauenmantel, Fingerhut und
Lavendel.
Angeleitet wurden sie
dabei von Manuel Dünzl, der im Naturschutzzentrum Hirtenhaus sein
Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolviert, sowie von Werner
Kern, dem Vorsitzenden des NABU Landau.
Obwohl die Arbeit, vor
allem mit dem Lehm, teilweise „hart und schmutzig“ war, haben die drei
Freundinnen großen Spaß bei der Arbeit gehabt. Sie wollen im nächsten
Jahr wieder kommen um zu schauen, ob sich schon Wildbienen in der Wand
angesiedelt haben.
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Jobs fürs
Ehrenamt – der NABU sucht engagierte Mitarbeiter für spannende
Projekte
Mit über 4000
Mitgliedern ist der NABU inzwischen der größte Naturschutzverband in
der Südpfalz. In den letzten Monaten haben immer mehr Menschen
festgestellt, wie viel Spaß die Naturschutzarbeit beim NABU macht –
heute engagieren sich rund 150 Ehrenamtliche jeden Alters in ihrer
Freizeit für die Natur und schätzen dabei nicht nur die „Ehre“, die
einem das einbringt, sondern vor allem den persönlichen Gewinn.
Speziell für Menschen,
die sich mit einem überschaubaren und vor allem fest planbaren
Zeitaufwand für die Natur engagieren wollen, gibt es nun beim NABU die
„Jobbörse für Ehrenamtliche“. Diese gibt einen Überblick über die
kleineren Aufgaben, die in einem Naturschutzverband zu bewältigen sind
– und die durchaus nicht immer naturkundliche Vorkenntnisse erfordern.
Gerade mit naturkundlichen Fachleuten sind die NABU-Gruppen im
Allgemeinen gut besetzt. Was zuweilen fehlt, sind Menschen, die sich
mit Pressearbeit, Kassenführung, juristischen Fragen, Sponsoring,
Vermarktung, Homepagegestaltung und -programmierung auskennen.
Handwerklich Begabte können beispielsweise beim Bau von Nistkästen,
Trockenmauern und Lebenstürmen eine Aufgabe finden. Wer mit
Kettensäge, Freischneider oder Astschere umgehen kann, einen Obstbaum
fachgerecht schneiden oder pflanzen kann, ist beim NABU stets gern
gesehen. Aber auch einfache fleißige Hände aus jeder Altersgruppe
werden immer gebraucht, und zwar bei den Biotoppflegeeinsätzen, die -
bis auf die Heuernte und die Apfelernte - meist im Winterhalbjahr
statt finden. Wer sich in den email-Verteiler oder die Telefonliste
der NABU Regionalstelle Südpfalz aufnehmen lässt, wird stets über die
aktuell geplanten Einsätze informiert.
Umweltbildung wird
beim NABU in der Südpfalz groß geschrieben. Bei zahlreichen
Veranstaltungen werden Kinder und Jugendliche für die Natur
begeistert. Zur Durchführung dieser Veranstaltungen sucht der NABU
immer wieder Menschen mit pädagogischer Vorbildung. Wer nicht gleich
eine eigene Kindergruppe (Naturschutzjugend NAJU) in seinem Dorf
betreuen will, kann einfach mal einen halben Tag lang bei einem
Ferienprogramm des NABU mithelfen und so gleich sein eigenes
naturkundliches Wissen erweitern.
Immer wieder werden
verletzte Vögel, meist Verkehrsopfer, im Hirtenhaus abgegeben. Die
Pflege- und Ausgewöhnungsstation des NABU in Haßloch kümmert sich um
diese Tiere, insbesondere um Greifvögel und Eulen. Zum Transport
dieser Vögel werden noch motorisierte Menschen als
"Bereitschaftsdienst" gesucht.
Damit neu
Hinzugekommene leichter in die neue Aufgabe hinein finden, leistet
Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz nach Wunsch
Hilfestellung, von der Herstellung des Kontakts zum richtigen
Ansprechpartner bis zur Schulung in den Fertigkeiten, die man für das
jeweilige Ehrenamt benötigt.
Weitere aktuelle
Aufgaben veröffentlicht der NABU regelmäßig auf seiner Internetseite:
www.NABU-Suedpfalz.de/jobs.
(Originaltext,
Rheinpfalz 19.06.2006)
Bei Interesse an einem
Job oder bei Fragen freut sich Nathalie Plum über Ihren Anruf oder
Ihre E-Mail: 06341/31628;
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de.
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Traumergebnis: starker Rückhalt für den
Naturschutz
NABU ehrt
4000. Mitglied mit reichen Geschenken
Bei
der Mitglieder- und Fördererwerbung des NABU sind bereits große
Erfolge zu verzeichnen: In diesen Tagen warben Studenten, die für den
NABU in Südpfalz unterwegs sind, das 4000. Mitglied für den Verband in
der Region. Innerhalb von zwei Wochen konnten die jungen NABU-Aktiven,
die an jeder Haustür klingeln, über 400 neue Mitglieder werben und
verschaffen dem größten Naturschutzverein des Landes so einen immer
stärkeren Rückhalt in der Bevölkerung. Das Gebiet, in dem der NABU in
diesem Jahr wirbt, umfasst die Vorder- und Südpfalz zwischen Annweiler
und Speyer sowie zwischen Neustadt und der französischen Grenze.
Bei der Werbeaktion habe es sich
nicht um ein lästiges Klinkenputzen gehandelt, fassen die NABU-Aktiven
um Mahi Klosterhalfen zusammen. „Viele Bürger kannten den
Naturschutzbund schon von seinen zahlreichen Exkursionen,
Kinderprogrammen und Berichten über die praktische Naturschutzarbeit
in der Presse“, so Klosterhalfen. „Man nahm sich Zeit für uns und ludt
uns gelegentlich sogar auf einen Schluck zu Trinken ein.“
Als Dankeschön für seine Unterschrift
erhielt Christian Jochen aus Landau
einen reich gefüllten „Präsentkorb“ und freut sich besonders über den
NABU-Wein, einen Bio-Regent aus Mörzheimer Lagen sowie das berühmte „Hirtenwässerle“.
Seine Lebensgefährtin Maike liebäugelt mehr mit den Samen von schön
blühenden Wildpflanzen für den Garten (Ackerschwarzkümmel, Nachtkerze,
Ackerbreitsame, Rittersporn). Der kleine Bastian freut sich mehr auf
den Apfelsaft von den Streuobstwiesen des NABU Landau sowie über das
Vogelbestimmungsbuch. Vom Nistkasten für den Kleiber, den Vogel des
Jahres 2006, wird sicherlich die ganze Familie etwas haben, wenn er
erst einmal bewohnt ist.
Zum Vormerken:
Am Pfingstsonntag, 04.06. veranstaltet der NABU ein großes
Fest, zu dem alle Mitglieder und Interessierten in der Südpfalz
herzlich eingeladen sind. Ort: Eschbach auf der Dorfwiese und
im Hof Weinstr. 15. Neben einem kalten Büffet und einer Gulaschsuppe
gibt es ab 12 Uhr ein buntes Programm rund um das Thema Schafe.
Neue Mitglieder sind herzlich eingeladen, mit zu feiern.
Für Rückfragen: NABU Regionalstelle
Südpfalz, Dr. Nathalie Plum, Tel. 06341/31628

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Auf der Suche nach
starkem Rückhalt
Start der
NABU-Mitgliederwerbung in der Südpfalz
Ausgerüstet
mit Informationsmaterial und guten Argumenten sind junge Aktive des
Naturschutzbund Deutschland (NABU) in der Südpfalz unterwegs und
sprechen in den Haushalten vor. In den nächsten Tagen wollen die
Studenten, die in Dienstkleidung und mit Ausweis des NABU ausgestattet
sind, zunächst in Landau, dann in Annweiler, Edenkoben und Maikammer
so viele neue Mitglieder für den NABU in der Südpfalz gewinnen.
Seit
über 30 Jahren engagiert sich der NABU für den Naturschutz in der
Südpfalz und hat dabei erstaunliche Erfolge aufzuweisen. Im Wasgau und am Haardtrand wurden viele
Streuobstwiesen erhalten oder neu angelegt. Vor allem die
Weinberglandschaft um Landau wäre ohne die Pflanz- und Pflegeaktionen
des NABU sehr viel ärmer an Bäumen, Gehölzen, Obstwiesen und
Feuchtbiotopen. Auch für die Errichtung von Amphibien-Schutzzäunen wie
in diesem Jahr in Landau, in Gräfenhausen, in Frankweiler und an der
Kaiserbacher Mühle macht sich der NABU stark. Nistkastenprojekte für
Schwalben, Steinkäuze und Singvögel leisten einen wichtigen Beitrag
zum Erhalt seltener Vogelarten.
"Für laufende und neue
Projekte braucht der NABU mehr finanzielle Unterstützer und aktive
Mitstreiter“, so Nathalie Plum, Leiterin der NABU-Regionalstelle
Südpfalz. "Für uns ist es wichtig, sowohl Flora und Fauna zu schützen,
als auch die Bewohner der Südpfalz durch naturkundliche Exkursionen
mit den Naturschönheiten in ihrer Umgebung vertraut zu
machen. Den Kindern im NABU bieten wir die NABU-Naturerlebnisschule,
ein jährliches Zeltlager und zahlreiche Aktionen im Rahmen des
Ferienpass. Daneben gibt es auch feste Kinder- und Jugendgruppen, die
beim NABU durchs Jahr hindurch die Natur in ihrer Umgebung
kennenlernen.“
Neue Mitglieder werden zudem durch
die regelmäßig erscheinende NABU-Zeitschrift „Naturschutz heute“ über
aktuelle Projekte des NABU im In- und Ausland informiert.
„Mehr Mitglieder sind das Ziel, kein
Einsammeln von Barspenden“, betont Nathalie Plum. „Wir erhoffen eine
dauerhafte Unterstützung des Verbandes, denn nur eine breite Basis
kann erfolgreich zum Schutz der Lebensräume von Tieren und Pflanzen
beitragen".
Für Rückfragen: NABU Regionalstelle
Südpfalz, Tel. 06341/31628

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Sozialer
Wohnungsbau für Mehlschwalben:
NABU errichtet Schwalbenhaus in Mörzheim
Mörzheim war schon
immer ein „schwalbenfreundliches Dorf“, doch nun ist eine Attraktion
für die beliebten Vögel hinzugekommen: Die NABU-Gruppe Landau hat in
der Spelzengasse ein ganzes Schwalbenhaus gebaut. Auf einem 4,50 Meter
hohen Stahlmast thront ein Dach mit 12 Kunstnestern für Mehlschwalben.
Unmittelbar vor dem Mast befindet sich in der ungeteerten Straße eine
Pfütze, in der diese Woche bereits ein reger Betrieb herrschte. Die
frisch eingetroffenen Mehlschwalben holen sich hier Lehm als
Nistmaterial.
Werner Kern, 1.
Vorsitzender des NABU Landau, baute das Haus mit Vorstandsmitglied
Klaus Pittner zusammen. Bei der feierlichen Errichtung des Hauses auf
einem frischen Betonfundament in der Mörzheimer Spelzengasse waren der
gesamte Vorstand sowie Zivildienstleistender Manuel Dünzl (Teilnehmer
des Freiwilligen Ökologischen Jahres) behilflich. Nachbar Günther
Geißert half mit einem Gabelstapler aus seinem Weingut aus. Ihnen
allen gilt der herzliche Dank von Werner Kern, der seinen Traum vom
Schwalbenhaus im Heimatdorf endlich verwirklicht hat. „Jetzt hoffen
wir nur noch auf baldigen Bezug des Hauses“, so Kern.
„Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber sie
bringt Glück!“

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Die Welt steht Kopf: Kleiber ist Vogel des Jahres 2006
Der Kleiber, vom
Naturschutzbund NABU zum Vogel des Jahres 2006 gekürt, beherrscht als
einziger Vogel Europas die Fähigkeit, kopfüber die Bäume
hinunterzuklettern. So kann er sehr gut Insekten erbeuten, die hinter
nach oben abstehender Rinde versteckt sind und wird deshalb auch
„Spechtmeise“ genannt. Mit den Spechten verwandt ist der Kleiber zwar
nicht, doch er nutzt gerne ihre alten Höhlen, sogar bis in 30 Metern
Höhe. Dabei gibt er sich allerdings selten mit der vorgefundenen
Mietsache zufrieden. Er sorgt für kleibergerechten Innenausbau,
hauptsächlich mit Rindenstückchen, und Abdichtung der Höhle. Vor allem
aber passt er den Höhleneingang exakt seiner Größe an: 29 bis 32
Millimeter Durchmesser hat das ideale Kleiber-Einflugloch. Dazu klebt
(„kleibert“) er feuchten Lehm um das Loch, so dass andere größere
Tiere nicht hindurchpassen und nur er dort einschlüpfen kann.
In Rheinland-Pfalz ist
der Kleiber weit verbreitet, denn 42% der Fläche im Land sind mit Wald
bestanden, und den liebt der Kleiber als Lebensraum. Man trifft ihn
allerdings auch in Parkanlagen, Baumalleen, Streuobstwiesen und Gärten
– vorausgesetzt, es gibt ältere Bäume mit grober, borkiger Rinde, am
besten Eichen. Es nistet aber auch in Birken und Buchen.
Nistkästen für den Kleiber (15 Euro) und
die Farbbroschüre zum Vogel des Jahres 2006 (Din A5, 28
Seiten, 1,50 Euro) sind in der NABU Regionalstelle Südpfalz vorrätig.
Tel. 06341/31628,
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de.
Im Internet unter www.NABU.de oder
www.Vogel-des-Jahres.de. Aktuell: die WebCam zeigt Bilder aus dem
Kleibernest: Die Jungvögel sind geschlüpft!
Terminhinweis: Auf den Spuren des Kleibers
- Exkursion zum Vogel des Jahres am Samstag, 13.5. ab 18 Uhr in
Zeiskam, Treffpunkt Einfahrt Reitstadion. Referent: Klaus Weiß,
NABU Bellheim. Für Rückfragen: Tel. 06347/1031
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Deutschland sucht den Gartenvogel
Der NABU
veranstaltet die “Stunde
der Gartenvögel”
Die “Stunde der Gartenvögel” schlägt am Wochenende des
06. bis 07. Mai: Der Naturschutzbund NABU ruft die Menschen aus ganz
Deutschland auf, alle Vögel zu notieren, die sie innerhalb einer
beliebigen Stunde beim Blick in den Garten, in den Park oder vom
Balkon aus beobachten. Gesucht werden Amsel, Blaumeise, Buchfink,
Elster, Grünfink, Hausrotschwanz, Haussperling, Kohlmeise,
Mauersegler, Mehlschwalbe, Star und Rotkehlchen – und natürlich alle
anderen Vögel, die sich im Umfeld der Menschen aufhalten. “Wir
erhalten so Erkenntnisse über den Bestand und die Verbreitung der
einzelnen Vogelarten”, sagt Nathalie Plum, Leiterin der
NABU-Regionalstelle Südpfalz in Landau-Mörzheim. "Je mehr Menschen
daran teilnehmen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse.” Unter
den Teilnehmern verlost der NABU Preise im Wert von mehreren tausend
Euro, darunter Reisen zum Nordkap und zu den Lofoten.
Schirmherr der Aktion ist in diesem Jahr
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, der im März erst zu Besuch war
beim NABU Landau-Land, wo er den Landschaftsweiher „Göcklinger
Tongrube“ bewunderte, für den die NABU-Gruppe eine Patenschaft
übernommen hat. Als Geschenk nahm er damals neben einigen Flaschen
Bio-Wein des NABU Landau auch einen Nistkasten mit in seine
Heimatstadt Goslar. „Wir hoffen, dass Herr Gabriel an diesem
Wochenende eine Kohlmeise oder gar einen Kleiber, den Vogel des
Jahres, in seinem Kasten beim Brutgeschäft beobachten kann“, hofft
Nathalie Plum.
Die mit Farbfotos
der gesuchten Vogelarten ansprechend gestalteten Meldebögen
liegen bereits in vielen Geschäften
und Banken in der Südpfalz
aus und können
in der NABU Regionalstelle abgeholt werden (06341/31628,
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de). Wer online mitmachen will, findet den
Meldebogen unter
www.stunde-der-gartenvoegel.de.
Wer noch keine
Erfahrung beim Vogelbestimmen hat, kann unter fachkundiger Anleitung
um die Wette beobachten. Auch die Ergebnisse aus den Exkursionen
werden eingesandt und ausgewertet.
Vogelkundliche
Exkursionen am „Gartenvogel“-Sonntag:
So 07.05. 7 Uhr
Vogelstimmenwanderung durch das Naturschutzgebiet bei Gleisweiler.
Treffpunkt: Aquariusbrunnen an der Kirche. Referent: Franz Grimm (NABU
Edenkoben/Maikammer), Tel. 06345/919347
So 07.05. 7 Uhr
Vogelstimmenwanderung rund um Ilbesheim. Treffpunkt: Schule in
Ilbesheim. Referent: Heinz Wissing (NABU Landau-Land), Tel.
06341/30417
So, 07.05. 7
Uhr
Vogelstimmenwanderung beim Vogelschutzverein in
Rülzheim.
Treffpunkt: bei den Vereinshäuschen Nähe Moby Dick-Schwimmbad. Dauer:
2,5 Stunden. Nach der Wanderung gibt es die Möglichkeit, ein Frühstück
einzunehmen. Referent: Klaus Weiß (NABU Bellheim), Tel. Tel.
06347/1031
So 07.05. 18
Uhr
"Stunde der Gartenvögel". Vögel in der Siedlung können entdeckt,
beobachtet und gezählt werden; es gibt Preise zu gewinnen. Treffpunkt:
an der Martin-Geiger-Grundschule in Neustadt-Hambach.
Referenten: Martin Grund, Nathalie Plum (NABU Regionalstelle Südpfalz)
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Restbestände Erlebter
Frühling zu vergeben
26. April 2006
Die NABU-Regionalstelle Südpfalz in Landau-Mörzheim hat
noch Restbestände der Faltblätter zur Kampagne "Erlebter
Frühling" abzugeben. Die kindgerecht aufbereiteten
Faltblätter der Naturschutzjugend (NAJU) stellen in diesem
Jahr den Lebensraum Bach und die vier Frühlingsboten
Kleiber, Wasserspitzmaus, Schwarzerle und Eintagsfliege
vor. Die Handreichung für Lehrer, Eltern und Pädagogen
gibt Tipps zu Aktionen und zur Unterrichtsgestaltung rund
um die Frühlingsboten. Das Material kann bestellt oder
abgeholt werden im Naturschutzzentrum Hirtenhaus,
Brühlstr. 21 in 76829 Landau-Mörzheim, Tel. 06341/31628,
e-mail
hirtenhaus@web.de
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Spaziergang in den
Wässerwiesen
27. April 2006
Ausgerüstet mit Gummistiefeln machten sich am vergangenen Sonntag
Matthias Brock (NABU Bellheim) und 11 Teilnehmer auf den Weg in die
Sandwiesen bei Bellheim, um mehr über die dort angewandte
Wässertechnik und ihre Bedeutung für den Naturschutz zu erfahren.
Die Wiesenwässerung
stammt aus dem 15. Jahrhundert, als die Landwirte das Wasser der
Queich und anderer Bäche nutzten, um den Ertrag der Wiesen auf den
leicht austrocknenden Sandböden zu steigern. Im Rahmen des
Queichwiesenprojekts des Landschaftspflegeverbands Südpfalz und der
Verbandsgemeinde Bellheim wird diese alte Technik seit letztem Jahr
wieder eingesetzt. Die NABU-Gruppe Bellheim unterstützt das Projekt
durch die Freilegung einzelner Gräben und Rohre. Die Auswirkungen auf
Flora und Fauna der Wiesen wird von Wissenschaftlern und NABU-Aktiven
beobachtet.
Am
Rande der Exkursion konnte so manche Naturbeobachtung gemacht werden:
ein Reh, ein Feldhase, ein Mäusebussard und ein rüttelnder Falke sowie
gleich vier Störche. Offensichtlich zieht die Wässertechnik diese bei
den Menschen so beliebten Nahrungsgäste tatsächlich in die Holzwiesen.
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Eine starke Bilanz in SÜW: über
4000 Erdkröten sicher zu den Laichgewässern gebracht
29. April 2006
Die diesjährige
Krötenwanderung im Landkreis Südliche Weinstraße ist beendet. Dank des
ehrenamtlichen Engagements von NABU-Mitgliedern und der guten
Zusammenarbeit mit der unteren Landespflegebehörde bei der
Kreisverwaltung in Landau konnten Amphibienschutzzäune angeschafft und
errichtet werden. Unter Mithilfe der Umweltabteilung der
Verbandsgemeinde Landau-Land sowie den Straßenmeistereien Godramstein
und Annweiler wurden die Standorte der NABU-Amphibienschutzzäune an
den Straßen zwischen Frankweiler und Albersweiler, beim Geilweiler
Hof, bei Göcklingen auf Höhe der Kaiserbacher Mühle und in Kirrweiler
festgelegt. Ein weiterer Zaun wurde von der unteren
Landespflegebehörde bei Gräfenhausen aufgebaut. Die Schutzzäune wurden
über einen Zeitraum von mehreren Wochen in den Abendstunden von NABU
Aktiven und weiteren ehrenamtlichen Helfern vor Ort kontrolliert und
es konnten mehr als 4.000 Kröten sicher zu ihrem Laichgewässer
gebracht werden, wie Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle
Südpfalz berichtet. Als sehr positiv wertet der NABU auch, dass
Grasfrösche und Molche an den Krötenzäunen entdeckt und sicher zum
Laichgewässer gebracht wurden. Bei Gräfenhausen wurde erstmals sehr
erfolgreich vom NABU auch ein Schutzzaun für die sichere Rückwanderung
der Kröten vom Laichgewässer an der Straße errichtet. Die Krötenzäune
sind nun wieder abgebaut und werden im kommenden Jahr an gleicher
Stelle errichtet.
Bilanz der Amphibienwanderung in SÜW im Frühling 2006:
Göcklingen
400 Erdkröten, 50 Frösche
Siebeldingen 93 Erdkröten, 1 Frosch
Albersweiler 1032 Erdkröten
Gräfenhausen ca. 2000 Erdkröten
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Über 2000 Amphibien gerettet:
NABU aktiv am Mehlsee bei Schwegenheim
29. April 2006
Ein „Brennpunkt“ der
alljährlichen Amphibienwanderung ist die L 538 zwischen Schwegenheim
und Gommersheim. Ohne einen schützenden Zaun werden dort die meisten
der Tiere überfahren bei ihrem Versuch, ihr Laichgewässer, den Mehlsee
zu erreichen. In Absprache mit der NABU-Gruppe in der Verbandsgemeinde
Lingenfeld stellte der Landesbetrieb Straßen und Verkehr (LSV) auch in
diesem Jahr wieder 850 Meter Amphibienschutzzaun – je gut 400 Meter
auf beiden Seiten der Straße. Jeden Morgen und Abend kontrollierten
ehrenamtliche Helfer der NABU-Gruppe die eingegrabenen Eimer entlang
der Zäune, sammelten umherlaufende Tiere ein und brachten sie zum
Laichgewässer, dem Mehlsee. Im Vergleich zum Vorjahr (1906 Erdkröten
bzw. 2134 Amphibien gesamt) war die Bilanz erneut überwältigend:
insgesamt wurden 2070 Amphibien auf der Hinwanderung über die Straße
gebracht (1936 Erdkröten, 60 Gras- und Springfrösche, 32 Grünfrösche,
31 Teichmolche und 10 Kammmolche). Dazu kommen noch einmal 1457 Tiere
zu Beginn der Rückwanderung, die sich erfahrungsgemäß weiter in die
warme Jahreszeit hinzieht.
Die Naturschützer
wurden zunächst lange auf die Folter gespannt, bevor es nach dem
langen Winter endlich mit der Wanderung los ging. Eine „Vorhut“ von 20
Tieren konnte Herbert Magin, 1. Vorsitzender des NABU Lingenfeld,
bereits am 9. März verzeichnen. Nach einer Pause von einigen kalten
Tagen ging es dann zunächst verhalten weiter, bis die Wanderung ab dem
24. März richtig in Schwung kam. Die größte Anzahl Kröten konnte die
Kindergruppe (NAJU Westheim) unter der Leitung von Connie Osterhorn am
Morgen des 26. März verzeichnen: 388 Kröten auf der Hin- und 51 auf
der Rückwanderung. Der kleine Jos hat dabei einen der seltenen Molche
in der Hand über die Straße gebracht, damit er im Eimer nicht von den
lebhaft übereinander krabbelnden Kröten erdrückt wird. Sein Freund
Aaron hätte am liebsten eine Kröte mit nach hause genommen hätte,
damit sie dort laicht. „Lieber kommen wir noch einmal an den Mehlsee
und schauen uns die Kaulquappen in ihrem natürlichen Lebensraum an“,
versprach Connie Osterhorn den Kindern.
Der NABU Lingenfeld
dankt Herrn Pfeifer vom LSV sowie allen ehrenamtlichen Helfern für ihr
Engagement und hofft, dass auch im nächsten Jahr mit einer „starken
Mannschaft“ für den Fortbestand der Amphibienpopulation am Mehlsee
gesorgt werden kann.
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Osterferienprogramm beim NABU Landau
In der Woche vor
Ostern konnten wie jedes Jahr wieder 45 Kinder aus Landau und dem
Kreis Südliche Weinstraße das Ferienprogramm am Naturschutzzentrum
Hirtenhaus in Landau-Mörzheim genießen. Gemeinsam mit ehrenamtlichen
Helfern des NABU Landau gestalteten Ulrike van der Bloemen und Inge
Keller von der Naturerlebnisschule über drei Tage ein
abwechslungsreiches Programm rund um die Natur. Neu dabei war Manuel
Mauer von der NAJU (Naturschutzjugend) Edesheim, der auf der
Streuobstwiese des NABU Landau mit den Kindern eine sogenannte
„Benjes-Hecke“ anlegte. Aus dem aufgehäuftem Baumschnitt wird sich in
einigen Jahren von selbst ein dichtes Gebüsch entwickeln, das
Rotkehlchen, Zaunkönig und Nachtigall als Brutplatz und Igeln als
Unterschlupf dient. Für die Wildbienen wurden Hölzer gebohrt und an
einer sonnigen Stelle angebracht; die Wildbienenlehmwand wurde
abgestochen, um eine neue glatte Fläche für erdbewohnende Bienen zu
schaffen. Nachdem auch noch die Trockenmauer mit Sand aufgefüllt war,
kamen einige Kinder auf die Idee, ein Schild zu malen, das den Tieren
den Weg zu ihren neuen Behausungen zeigen sollte. Dieses preist nun
„bezugsfertige Ein-Zimmer-Wohnungen für Wildbienen“, „freie Wohnungen
im Quartier Trockenmauer“ und die „schlüsselfertige Benjes-Immobilie
für stachelige Mieter und anderes Kleingetier“ an. Auch ohne Schild
fand eine Kohlmeise den Weg in den Nistkasten, den ein Mädchen selbst
aus einem Bausatz zusammengeschraubt und von ihrem Vater im heimischen
Garten an einem Baum hat anbringen lassen. „Kaum war der Papa von der
Leiter runter, saß die Meise schon an dem Loch!“ berichtete sie am
nächsten Tag stolz. Für die Kreativen unter den Kindern gab es eine
Mal- und Bastelwerkstatt, in der unter anderem ein Wiesen-Betttuch
gemalt und Osterhasen aus Naturmaterial gestaltet wurden. Eine
Frühlings-Entdeckungs-Ralley, Spiele und das Rösten von Stockbrot über
dem Feuer rundeten das Programm am Mörzheimer Grillplatz ab.
Zum Vormerken:
Die NAJU Landau (Leitung: Ulf Janz) trifft sich monatlich und macht
spannende Ausflüge in die Natur. Der nächste Termin ist Montag, der 8.
Mai um 15 Uhr am Hirtenhaus. Anmeldung (Kinder ab 10 Jahren) und Infos
über weitere NABU-Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Tel. 06341/31628; e-mail:
hirtenhaus@web.de
(Originaltext, LD
Stadtanzeiger 06.04.2006)

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Landau: Massaker vom letzten Jahr
verhindert - NABU rettet 1300 Erdkröten
Rückwanderung läuft –
weiter vorsichtig fahren
20. April 2006
Es war ein äußerst
unappetitlicher und trauriger Anblick, der sich NABU-Aktiven beim
Baumarkt-Einkauf in der Gilletstraße letztes Jahr im März bot.
Überfahrene Erdkröten, wo man auch hinschaute: auf der Straße, auf dem
Parkplatz, in der Tankstelle. Mit einigen weiteren Aktiven, die
spontan zur Hilfe bereit waren, rettete man immerhin 150 Tiere und
brachte sie ins Regenrückhaltebecken auf der anderen Straßenseite (die
Rheinpfalz berichtete). Alle waren sich einig, dass sich dieses
Massaker in 2006 nicht wiederholen durfte. Die Fa. Gillet, die
Pfalzwerke, die Entsorgungswerke, das Ordnungsamt der Stadt Landau
sowie die Straßenmeisterei unterstützten unterstützten Franz Grimm
vom NABU, als dieser mit Teilnehmern des Freiwilligen Ökologischen
Jahres (FÖJ) Amphibienschutzzäume auf dem Gelände aufbaute. Besonderer
Dank gilt auch den ehrenamtlichen Helfern, die über einen Zeitraum von
drei Wochen in den Abendstunden und am frühen Morgen die Zäune
kontrollierten. Dabei konnten mehr als 560 Kröten sowie
erfreulicherweise auch einige der seltenen Teichmolche sicher zum
Laichgewässer gebracht werden. Nathalie Plum von der NABU
Regionalstelle Südpfalz bot eine Abendexkursion an den Pfalzwerken,
bei der Interessierte alles über die Lebensweise der Erdkröten
erfahren konnten. So wusste zum Beispiel kaum jemand, wie nützlich
Kröten im Garten sein können, da sie gerne Nacktschnecken vertilgen –
eine Nahrung, die von vielen anderen Tieren verschmäht wird. In
Mörzheim brachten Werner und Inge Kern über
740 Erdkröten auf ihrem Weg zum Hordtweiher und zum
Regenrückhaltebecken Erbsenfeld über die Straße. Auch sie haben in den
vergangenen Jahren mit kleineren Zahlen angefangen und sind zufrieden
mit dem gesunden Wachstum der Krötenpopulation.
Für dieses Jahr ist
die Amphibienwanderung vorbei; der Schutzzaun in Landau wird nun
wieder abgebaut und im kommenden Jahr an gleicher Stelle wieder
errichtet. Die Rückwanderung der Erdkröten in die Sommerquartiere, vor
allem zum Gelände der Pfalzwerke hin, wird sich über die nächsten
Monate hinziehen. Autofahrer werden deshalb weiterhin gebeten,
besonders an milden, feuchten Abenden in der Dämmerung langsam durch
die Gilletstraße zu fahren.
Zum Vormerken:
erster NABU-Stammtisch für die ganze Südpfalz am Dienstag,
25.4. um 19 Uhr im „Landhaus“, Wollmesheimer Höhe 5 in Landau. Thema:
Bilanz der Amphibienwanderung. Für Rückfragen: NABU
Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628
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Todesanzeige
und Wiedergeburt
27. März 2006 - Liebe Mitstreiter im NABU,
am Freitag, den 24.03.06 verstarb gegen 21.30 Uhr nicht
ganz unerwartet der NABU Gruppenname Gommersheim im besten
Alter von 39 Jahren. Nachdem er nahezu 23 Jahre den
Mädchennamen DBV Gommersheim trug und dann nach geglückter
Heirat NABU Gommersheim ließ er sich nun umbenennen. In
den letzten Jahren konnten sich leider nicht recht viele
mit diesem Namen identifizieren und so entschloss er sich
zu diesem zukunftsweisenden Schritt.
Der verblichene Name wurde im Kreise seiner erschienenen
Mitglieder am gleichen Tage zu Papierkorb getragen. Wir
möchten bitten, von Beileidsbekundungen beim
Vereinsregister Abstand zu nehmen, stattdessen rege
Teilnahme an Veranstaltungen und Spenden zugunsten der
Natur.
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NABU
Informationsstand: Kleiber, Vogel des Jahres 2006
26. März 2006
Der NABU Landau macht am Samstag ab 7:30h einen Informationsstand an
der Marktstraße/ Ecke Barthstraße. Der Kleiber, Vogel des Jahres 2006
wird vorgestellt werden, und passend dazu gibt es Nistkästen für den
Kleiber sowie Anleitungen für den Nistkastenbau zu kaufen.
Gleichzeitig nimmt der Stand im Rahmen des Projekts "Handys für die
Havel" ausgediente Mobiltelefone entgegen. Die Firma Vodafone spendet
dem NABU für jedes eingereichte Handy 5 Euro für das
Naturschutzprojekt "Renaturierung der Unteren Havel". Wer es am
Samstag nicht auf den Markt schafft, kann sein Mobiltelefon
jederzeit abgeben im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Tel. 06341/31628
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NABU
meldet Sensation: Fledermausnest mit acht schwarzen Eiern
1. April 2006
Einen vermutlich
sensationellen Fund machte der Besitzer eines alten Bauernhauses in
Landau-Nußdorf auf seinem Dachboden. In einer Spalte zwischen den
Dachbalken des historischen Bauernhauses entdeckte er eine Gruppe
dunkler Fledermäuse. „Im Nest aus Haaren, Wollfäden und kleinen
Rindenteilen konnte ich acht Eier zählen“, berichtete der
Hausbesitzer. „Die etwa ein Zentimeter großen Eier waren ganz schwarz
und in dem wolligen Nest kaum auszumachen“, so der begeisterte
Tierfreund weiter.
Die eigentliche
Sensation sei allerdings nicht die Zahl, Form und Farbe der Eier,
sondern der Fund an sich, erklärt Dr. Nathalie Plum vom NABU Südpfalz.
„Es muss sich um eine neue Art handeln“.
Der sofort
herbeigerufene Fledermausexperte Franz Grimm vom NABU Gleisweiler
äußert sich zunächst vorsichtig. „Wenn sich dieser Fund so bestätigt,
müssen wir vieles in der Fledermauskunde revidieren“. Fledermäuse sind
eine uralte Säugetiergruppe. Die ältesten fossilen Funde sind über 55
Millionen Jahre alt. „Vermutlich lebten die ursprünglichen Fledermäuse
schon zu Zeiten der Saurier, die vor etwa 65 Millionen Jahren
ausstarben“, erläuterte der Fledermausfachmann, „und die Saurier
legten bekanntlich auch Eier.“
Zunächst wird nun
die Entwicklung in dem Nest weiter beobachtet. Mit einer speziellen
Wärmebildkamera und Videoaufzeichnungen soll die Fledermausart über
die nächsten Wochen störungsfrei beobachtet werden. Dass die Tiere den
Dachboden unerkannt verlassen, ist sehr unwahrscheinlich. „Die Tiere
sind sehr ortstreu und nutzen, wenn sie ungestört bleiben, ein
Quartier über viele Jahre“, so Franz Grimm weiter. Dieses Quartier
steht unter gesetzlichem Schutz und der Hausbesitzer wird jede Störung
vermeiden. „Fledermäuse leben schon lange auf meinem Dachboden. Jedes
Jahr zum Frühlingsbeginn werden sie hier wieder aktiv und ziehen ihre
Jungen auf“, freute sich der alteingesessene Nußdorfer, der in wenigen
Wochen die NABU Auszeichnung „Fledermausfreundliches Haus“ erhalten
wird.
Die
wissenschaftliche Bearbeitung wird vermutlich erst Endes des Jahres
abgeschlossen sein. Zunächst müsse die Art sicher bestimmt werden und
dazu Vergleiche zu den inzwischen zahlreichen fossilen Arten
vorgenommen werden. Hilfestellung wird hierbei vom Frankfurter
Senckenberg-Institut erwartet, das über eine große Sammlung fossiler
Fledermäuse aus der Ölschiefergrube in Messel verfügt. „Wenn sich
diese Eier legende Fledermausart als lebendes Fossil bestätigt und als
„missing-link“, als Bindeglied zu den Sauriern erweist, hätten wir
eine zoologische Sensation!“, freute sich der NABU-Fledermausexperte
Franz Grimm.
Dem Fledermausnest
soll nach der Jungenaufzucht jedenfalls eine ganz neue Vitrine im
NABU-Naturschutzzentrum Hirtenhaus gewidmet werden.
Rückfragen und
Fledermausmeldungen: NABU Regionalstelle Südpfalz, Nathalie Plum,
Telefon: 06341/31628
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Umweltskandal auf dem Ebenberg
1. April 2006
- Illegaler Straßenbau im Naturschutzgebiet
Im größten und
bedeutendsten Naturschutzgebiet der Südpfalz, dem Ebenberg bei Landau,
fanden in der letzten Woche umfangreiche Erdarbeiten statt. Da der
Ebenberg als „Natura 2000 Gebiet“ nicht nur unter nationalem, sondern
auch europäischem Schutz steht, hat der NABU Südpfalz ein besonderes
Augenmerk auf alle Aktivitäten dort. Deshalb erkundigten sich
NABU-Aktive nach den Hintergründen für die offensichtliche Verfüllung
eines Hohlwegs auf einer Länge von 100 Metern. Hohlwege sind
geschützte Landschaftsbestandteile mit Lebensräumen für seltene
Pflanzen und Tiere. Eine Verfüllung, wie am Ebenberg geschehen,
zerstört diese Lebensräume unwiederbringlich.
Das Gelände des
betroffenen Hohlwegs wurde von der DJK-Segelfluggemeinschaft
Landau e.V. vom Bundesvermögensamt erworben. Anschließend wurde bei
der Stadt Landau ein Antrag auf Renaturierung (Rückbau und Entfernung
der Teerdecke) gestellt. Da die ehemalige Raketenabschussstation im
Thomas-Nast-Camp mittelfristig abgerissen werden soll, war die Auflage
im Kaufvertrag, dass der Hohlweg dann wieder mit einer festen Wegdecke
versehen werden soll, um im Rahmen der Abrissarbeiten als
Zufahrtstraße für LKW und schweres Gerät von der L543 aus nutzbar zu
sein.
Eine Renaturierung des
Hohlweges würde der NABU natürlich begrüßen, hält es aber für äußerst
unwahrscheinlich, dass die Segelfluggemeinschaft ohne irgendwelches
Eigeninteresse ein Grundstück erwirbt und einen Hohlweg mit hohen
Kostenaufwand (mehrere Tausend Euro) renaturiert, wenn dieser
mittelfristig wieder als Zufahrtstraße gebraucht wird und der
ursprüngliche Zustand ohnehin wieder hergestellt werden muss.
Westlich der Gebäude
wurde außerdem eine erhöhte Trasse für eine Straße von über 400 mtr.
Länge und bis zu 10 mtr. Breite mit mehreren hundert Kubikmetern
Erdreich und Steinen aufgeschütttet – ohne Genehmigung, und zwar auf
streng geschützen Halbmagerrasen! Leicht lässt sich hier ein
Zusammenhang zu der beantragten (jedoch noch nicht genehmigten!)
Vergrößerung und Verlängerung der Startbahn nach Westen und Osten hin
herstellen. Zum Ausbau der Startbahn nach Westen ist die Verfüllung
einer Senke mit mindestens 20 Metern Höhenunterschied und einem
Auffüllvolumen von mehreren zigtausend Kubikmetern Erdreich notwendig.
Die Trasse ist vermutlich als die Zufahrt für die spätere Verfüllung
dieser Senke gedacht.
Eine weitere Vermutung
drängt sich auf, die die Verfüllung des Hohlwegs erklären würde: Wenn
die Startbahn auch nach Osten über das neu erworbene Grundstück hinweg
verlängert werden soll, erhält man durch die Verfüllung ein
ebenerdiges Gelände unter der Flugbahn und vermeidet so gefährliche
Unfälle. Dieser Eingriff ist in einem NATURA-2000-Gebiet eine
genehmigungspflichtige Maßnahme. Durch vorherige Untersuchungen an
Fauna und Flora muss festgestellt werden, ob ein solcher Eingriff
erheblich ist. Diese Untersuchungen wurden hier nicht durchgeführt.
Sie würden aber ergeben, dass im vorliegenden Fall der Eingriff
eindeutig als erheblich zu bewerten und nicht an anderer Stelle
auszugleichen ist. Die Nutzung des Segelfluggeländes ist laut der
bestehenden Rechtsverordnung nur im bisherigen Umfang erlaubt. Dies
bedeutet, dass der Antrag abgelehnt werden muss und solche Maßnahmen
nicht genehmigt werden dürfen. Der NABU hat bereits Anzeige bei der
Polizei erstattet und der NABU Landesverband wird sich mit dem
Umweltministerium in Mainz in Verbindung setzen, um mögliche
rechtliche Schritte gegen diese Maßnahmen zu prüfen.

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Jetzt geht`s los - Kröten und Frösche kreuzen
Autos bitte
langsam - Helfer gesucht
25. März 06
Nach langem Zögern
hält der Frühling nun definitiv Einzug in der Südpfalz - zumindest was
die Temperaturen angeht. Am Wochenende wird es richtiges
"Krötenwetter" geben: mild und feucht.
Zum
Schutz wandernder Erdkröten und anderer Amphibien haben Aktive des
Naturschutzbundes NABU entlang zahlreicher Straßen Zäune aufgestellt,
die eine Mehrzahl der Tiere vor dem Überfahrenstod bewahren soll. Da
erfahrungsgemäß dennoch gelegentlich Kröten auf die Fahrbahn geraten,
werden die Autofahrer gebeten, auf diesen Strecken extrem langsam zu
fahren und auf eventuell kreuzende Tiere zu achten.
Wer schon immer
einmal einer Kröte "live" begegnen wollte, ist eingeladen, bei der
Kontrolle der Zäune zu helfen.
An folgenden
Brennpunkten sollten Autofahrer den Fuß vom Gaspedal nehmen:
- Straße von
Siebeldingen nach Frankweiler (Ansprechpartner für Helfer; Angelika Anzlinger;
Tel. 06345/918070)
- Straße von
Albersweiler nach Frankweiler
- Weinstraße (B 48,
L608 und K47) im Bereich der Kaiserbacher Mühle bei Klingenmünster;
Ansprechpartner: Hans Frech, Tel. 06349/3067
- Gilletstraße in
Landau (insbesondere die Kurve bei den Pfalzwerken); Ansprechpartner:
NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628.
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Preisausschreiben beim NABU Landau
27. März 06
Neulich während der
Baumfällarbeiten in Mörzheim tauchte urplötzlich ein wundersames Tier
auf und stakste über die Obstwiese… Der NABU Landau fragt alle Kinder
bis 12 Jahren, ob sie eine Idee haben, um was für ein Tier es sich
handeln könnte und bittet sie, es zu zeichnen, zu malen oder zu
basteln. Einsendeschluss für den Wettbewerb ist Montag der 24. April.
Die schönsten Arbeiten werden im Mai bei einem kleinen Fest im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus prämiert.
Naturschutzzentrum
Hirtenhaus, Brühlstr. 21, 76829 Landau

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NABU Gommersheim wird NABU Edenkoben/Maikammer
Satzungsänderung auf Mitgliederversammlung stellt
Weichen für die Zukunft
März 2006
Auf der gut besuchten
Mitgliederversammlung des NABU Gommersheim wurden die Weichen für die
Zukunft gestellt. Bei der Namensgebung der NABU-Gruppe erweckte es in
der Vergangenheit oftmals den Eindruck, der NABU wäre nur in diesem
Ort aktiv. In der Satzung wurde der Namen nun in „NABU
Verbandsgemeinden Edenkoben/Maikammer“ abgeändert. Jetzt ist es für
Mitglieder und Außenstehende leichter zu erkennen, in welchem Gebiet
die NABU-Gruppe Naturschutz betreibt. Unter den zahlreichen
Aktivitäten der vergangenen Jahren ist der Aufbau zweier
Naturschutzjugendgruppen (NAJUs) in Edesheim und Burrweiler
hervorzuheben. Der Vogellehrpfad in Gommersheim wurde komplett
erneuert und erfüllt nun wieder seinen pädagogischen Zweck zu den
Themen Vogel- und Naturschutz. Auch der Kauf einer fast 3 ha großen
Fläche im Naturschutzgebiet bei St. Martin und dessen Pflege sind ein
wichtiger Schritt für den Naturschutz im Arbeitsgebiet des NABU. Hier
sollen unter anderem Brutmöglichkeiten für den Steinschmätzer, eine
für die Weinbergslandschaft ursprünglich typischen Vogelart,
geschaffen werden. Für die Zukunft ist die Anlage eines
Feuchtgebietes für Amphibien und den Weißstorch am Frankensee bei
Gommersheim geplant. Aktuell haben die Aktiven der Gruppe alle Hände
voll zu tun an den Amphibienschutzzäunen bei Frankweiler.
Auch die Leiterin der
NABU Regionalstelle Südpfalz, Nathalie Plum, berichtete über ihre
Arbeit vor Ort. Bei den Neuwahlen wurden Franz Grimm als erster und
Lothar Engelmann als zweiter Vorsitzender ebenso wie der Kassenwart
Thorsten Rauwolf bestätigt. Schriftführerin ist Ulrike Rauwolf,
Kassenprüfer sind Gerd Litty und Jürgen Schreieck. Als Beisitzer
wurden Christine Burkhardt, David Heilig, Manfred Hünerfauth und
Wolfgang Staudt gewählt. Zum Abschluss wurde Erika und Norbert Graf
mit Präsenten für langjährige Vorstandsarbeit gedankt; beide hatten
für eine Wiederwahl nicht mehr kandidiert.
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Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben
NABU
baute Nistkästen mit Messdienern
Insgesamt 4 Messdienerstunden gestaltete der NABU in den
Pfarrgemeinden St. Elisabeth (Landau) und St. Josef (Offenbach) im
Rahmen des Projekts „Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben“.
Dr. Nathalie Plum, Leiterin der Regionalstelle Südpfalz des
Naturschutzbund (NABU) erläuterte den Messdienern die Idee des
Projekts. „Gottes Schöpfung bewahren heißt, den Tieren zu helfen.
Höhlenbrüter wie Meisen und Kleiber finden immer seltener alte Bäume
mit Hohlräumen, deshalb helfen wir mit den Kästen ein wenig nach.“ Wer
achtsam mit der Tierwelt umgeht, ist auch achtsamer mit anderen
Menschen, so die Hoffnung. Mit Ferngläsern bewaffnet schauten sich die
Kinder anschließend in der näheren Umgebung der Gemeindehäuser um und
waren erstaunt, wie viele verschiedene Vögel es dort an einem kalten
Wintertag schon zu sehen gab: Kohlmeise, Blaumeise, Amsel, Stare,
Elstern und in Offenbach sogar ein Buntspecht. In der nächsten Stunde
bauten die Kinder selbst Nistkästen zusammen. Angeleitet wurden sie
dabei von Ingeborg Keller (Landau) und Ulrike van der Bloemen
(Offenbach) von der Naturerlebnisschule des NABU Landau. Die Bausätze
für die Kästen stammen aus einer Kooperation mit einer Einrichtung für
Langzeitarbeitslose (Schreinerei ADH in Lustadt). Das Projekt wurde
finanziell unterstützt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).
05.04.2006 Marktplatz regional

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Jahreshauptversammlung
NABU Landau-Land:
Tongrube, Obstwiesen und Amphibien im
Mittelpunkt beim NABU Landau-Land
Bei der
Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Landau-Land in der
Kaiserberghalle in Göcklingen wurde der gesamte Vorstand bestätigt.
Hans Frech (Göcklingen) bleibt 1. Vorsitzender, Rolf Schmitt
(Walsheim) 2. Vorsitzender, Gerhard Wisser (Göcklingen) Schriftführer,
Thomas Dausch (Eschbach) Kassenwart. Als Beisitzer wurden Herbert
Riebel (Ilbesheim), Heinz Wissing (Ilbesheim), Albert Leonhard
(Heuchelheim), Karl Löffler (Göcklingen), Arno Laux (Eschbach) und
Markus Pfeiffer (Ingenheim) bestätigt; Kassenprüfer sind weiterhin
Hanno Laux und Martin Wind (beide Eschbach).
In seinem
Jahresbericht, der mit einem Beamer-Vortrag eindrucksvoll illustriert
wurde, erwähnte Hans Frech die Höhepunkte der Naturschutzarbeit im
letzten Jahr: Da die Gemeinde Göcklingen Kurs hielt für eine
natürliche Entwicklung der Alten Tongrube, konnte die NABU-Gruppe
einen Vertrag über die Pflege des Gewässers abschließen und
organisierte im Dezember den ersten großen Arbeitseinsatz zur
Entbuschung eines Teilareals. Es beteiligten sich 25 Helfer aus allen
Generationen. Im Februar besuchte der Bundesumweltminister Gabriel den
Landschaftsweiher, das größte Stillgewässer in der näheren Umgebung.
Das traditionelle „Brünnelfest“ im Juli in Göcklingen zog mit
Naturerlebnis-Angeboten für Kinder wie jedes Jahr Jung und Alt an den
Kaiserbach. Unter der Regie von Rolf Schmitt wurde eine große
Streuobstwiese auf einer Ausgleichsfläche in Walsheim geplant.
Gemeinsam mit Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz und
den Messdienern der Pfarrgemeinde Eschbach legte Arno Laux am
Haardtrand flache Laichgewässer für die seltene Gelbbauchunke an. Der
Amphibienschutzzaun an der Kaiserbacher Mühle steht wegen der
anhaltend kalten Witterung bereits viele Wochen ungenutzt da, wird
aber noch seinen Zweck erfüllen, wenn sich erst einmal frühlingshafte
Temperaturen durchsetzen. Im Laufe des Jahres gab es diverse weitere
Biotoppflegearbeiten auf NABU-eigenen und auf Gemeindeflächen sowie
einige Vogelstimmenwanderungen und eine sehr gut besuchte
Fledermausexkursion. Auch die gute Zusammenarbeit mit anderen
Gruppierungen und Einrichtungen, wie zum Beispiel der Kreisverwaltung,
der Verbandsgemeinde und dem NV-S erwähnte der Vorsitzende. Von der
Einrichtung der Regionalstelle habe die NABU-Gruppe besonders
profitiert, da für einige Aktionen Helfer organisiert werden konnten.
„Außerdem fühlt man sich durch den Austausch mit den anderen Gruppen
der Region als Teil eines größeren Ganzen“, so Frech.
Er betonte, dass die
NABU-Gruppe „kein Radau-Verein“ sei, aber mit fachlichen Anregungen zu
einer besseren Planung beitragen wolle, gemäß der festen Überzeugung,
dass eine biologisch vielfältige Landschaft auch ein Wirtschaftsfaktor
für die vom Tourismus geprägte Region ist. Der NABU begrüßt sehr die
Renaturierung von Krottenbach und Kaiserbach und wird sich mit
tatkräftiger Unterstützung einbringen. Neben weiteren Arbeiten an der
Tongrube (u.a. Anlage einer Steilwand, Schaffung von
Flachwassertümpeln) steht die Förderung der Jugend im Zentrum der
Pläne für das kommende Jahr. Wer Interesse an dem Aufbau einer
Kindergruppe in einer der zu Landau-Land gehörenden Gemeinden hat,
findet Unterstützung bei Nathalie Plum, NABU Regionalstelle Südpfalz,
Tel. 06341/31628.
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Baumschnitt rettet
Tierbehausungen: NABU Bellheim
pflegte Weidenbäume
Am vergangenen Samstag
schnitt der NABU Bellheim an verschiedenen Gräben in der Zeiskamer
Feldflur die dort wachsenden Korbweiden zurück.
Früher wurden diese
Flechtweiden von den Zeiskamer Landwirten hauptsächlich zur Gewinnung
von Anbindematerial für den Weinbau angepflanzt und gepflegt. Nachdem
diese Nutzungsform aufgeben wurde, drohten die für die Gegend
charakteristischen Bäume aus der Landschaft zu verschwinden. Einzelne
Privatpersonen und die NABU-Gruppe schneiden deshalb alljährlich mehr
als 50 Weidenbäume und sichern so den Lebensraum für eine Vielzahl von
Tieren. In den Weiden bilden sich mit den Jahren Höhlungen und
Nischen, in zahlreiche Vogelarten ihrem Brutgeschäft nachgehen.
Außerdem kann das anfallende Schnittgut als Osterschmuck zur
Dekoration des Hauseinganges genutzt werden. Steckt man die robusten
Weidenruten in den Boden, treiben sie von ganz alleine wieder aus. So
lassen sich Weidentunnel und „grüne Zelte“ für Kinder anlegen.
Der NABU geben
Weidenbündel gegen eine kleine Spende zugunsten der Zeiskamer Natur
ab. Kontakt: Peter Rüffel, Tel. 06347/608210 oder NABU Regionalstelle
Südpfalz, Tel. 06341/31628
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NABU und Forst pflanzen Speierlinge
Gemeinsam für eine seltene Obstsorte
Aus der
privaten Anzucht eines verstorbenen Obstliebhabers stammen die 30
Speierlings-Bäume, die Joachim Zürker (NABU Bellheim) und Rüdiger Sinn
(Landesforsten Rheinland-Pfalz) in die Südpfalz holten. Die
NABU-Gruppe pflanzte selbst einige Bäume in Zeiskam, gab 7 Stück
weiter an die NABU-Gruppe Lingenfeld und weitere an Privatpersonen.
Die restlichen Bäume werden im Bienwald auf Forstflächen gepflanzt
werden. Der NABU dankt der Kreisverwaltung Germersheim für die
Finanzierung der Bäume.
Der
Speierling (Sorbus domestica), Baum des Jahres 1993, ist ein
Wildobstbaum aus der Familie der Rosengewächse, der in Deutschland
sehr selten geworden ist. In der Natur gibt es nur noch wenige
Exemplare. Im Mittelalter war der Speierling ein beliebter Baum, da
sein schweres und hartes Holz für Möbel, zum Schnitzen und Drechseln
verwendet wurde. Die säuerlichen Früchte sind erst in überreifen
Zustand essbar und werden in erster Linie als Zugabe zum Apfelwein
verwendet, und zwar anstatt Schwefel, um den Wein haltbarer zu machen.
Gleichzeitig wird er herber, klarer, haltbarer und unverwechselbar im
Geschmack, genau wie Mus und Marmeladen aus der Speierlingsfrucht. Der
Name „Speierling“ rührt daher, dass die Früchte auch gegen Durchfall
und Erbrechen helfen sollen.
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H
Handys
für die Havel
NABU sammelt ausgediente
Mobiltelefone
– Vodafone spendet für Naturschutzprojekt
Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Handys für die Havel“ erhält
der NABU für jedes gesammelte Mobiltelefon 5 Euro von seinem
Kooperationspartner Vodafone. Das Geld fließt direkt in das
NABU-Renaturierungsprojekt an der Unteren Havel. Gemeinsam mit den
Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt will der NABU weite Gebiete in
dem größten zusammenhängenden Feuchtgebiet Mitteleuropas wieder
naturnah gestalten. Dabei sollen Altarme angeschlossen, Ufersäume
umgestaltet und Fischwanderhilfen gebaut werden.
„Viele Besitzer eines neuen Handys wissen gar nicht, dass sie ihr
Altgerät recyceln lassen können. Anstatt es wegzuwerfen oder in der
Schublade verstauben zu lassen, können sie nun ihr altes Handy bei
einer NABU-Gruppe abgeben, schonen damit die Umwelt und unterstützen
damit zugleich unsere Arbeit“, so Nathalie Plum, Leiterin der NABU
Regionalstelle Südpfalz.
Nach offiziellen Schätzungen befinden sich ca. 40-50 Millionen alte
oder defekte Handys in deutschen Haushalten, die bei nicht
sachgerechter Entsorgung die Umwelt gefährden können. Hauptanliegen
beider Kooperationspartner ist, die Gesellschaft für das Recycling im
Bereich der Elektrotechnologie zu sensibilisieren und möglichst viele
dazu zu bewegen, ihr Handy umweltgerecht zu entsorgen.
Ab sofort können ausgediente Handys in der NABU Regionalstelle
Südpfalz im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstr. 21,
Landau-Mörzheim, Tel. 06341/31628 oder bei NABU–Veranstaltungen wie
z.B. Exkursionen abgegeben werden.
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Wasser soll fließen in den
Holzwiesen - NABU räumte auf
Am vergangenen Samstag säuberte die NABU-Gruppe Bellheim mit insgesamt
8 freiwilligen Helfern
diverse Rohre in den Holzwiesen, damit diese bei den Bellheimer
Wässertagen im April wieder funktionstüchtig sind. Die Wässerung der
Wiesen ist eine alte landwirtschaftliche Technik, die für einen
stabilen Heuertrag sorgt und auch aus Sicht des
Naturschutzes eine gute Sache ist. Sie fördert nämlich bestimmte
Pflanzen und zieht diverse Vögel, vor allem Weißstörche, zur
Nahrungssuche in die Wässerwiesen.
Bürgermeister Dr. Heinz und der Beigeordnete Horst Wittulski
spendierten einen warmen Mittagsimbiss. Der NABU bedankt sich sehr
herzlich bei der Gemeinde Bellheim und allen Helfern.
Die nächsten Wässertage sind am 23./24. April; danach ist ein
neuer Arbeitseinsatz geplant, da noch längst nicht alle Rohre frei
sind. Wer dabei helfen möchte, kann sich melden bei Matthias Brock,
Tel. 0172/7754765.
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Eisvogel,
Schwalbenhaus und Kräutergarten
NABU Landau hat große Pläne für 2006
Der Rückblick auf das
Jahr 2005 fiel bei der Jahreshauptversammlung des Naturschutzbund
Landau durchweg positiv aus.
Als gelungenen Start
erwähnte Werner Kern, 1. Vorsitzender der NABU-Gruppe, die Einrichtung
der NABU Regionalstelle Südpfalz im Hirtenhaus. Er lobte die Leiterin
der Regionalstelle, Nathalie Plum, für die erfolgreiche Vernetzung der
sechs NABU-Gruppen der Region, die intensive Pressearbeit und die
Einbindung neuer Aktiver in die Naturschutzarbeit. Den beiden
Umweltpädagoginnen Ingeborg Keller und Ulrike van der Bloemen von der
Naturerlebnisschule dankte Kern für ihre Arbeit mit insgesamt 750
Kindern und die Unterstützung bei Ferienprogrammen.
Mit Unterstützung der
Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ), Miriam
Gottschlich und Manuel Dünzl, sowie mit denen des 19. Internationalen
Workcamps wurden diverse Biotoppflege-Arbeiten auf Obstwiesen und in
Weinbergen durchgeführt, teils in enger Zusammenarbeit mit dem
Forstamt Haingeraide und der NABU-Gruppe Gommersheim. Höhepunkt der
Naturschutzarbeit in 2005 war eindeutig die Aufstellung von vier
Eisvogel-Nisthilfen an der Queich, unterstützt vom „Eisvogelmann“
Horst Boedler aus Flensburg sowie durch eine Spende von Bürgermeister
Dr. Wolff, der Werner Kern beim Neujahrsempfang mit dem Landauer
Umweltpreis auszeichnete.
Rechnet man
Apfelsaftherstellung, naturkundliche Exkursionen, Stellungnahmen,
Sitzungen und Kassenarbeit hinzu, wurden insgesamt über 2000
ehrenamtliche Arbeitsstunden für die NABU-Gruppe geleistet. Nachdem im
Laufe des Jahres bereits Kassenwart Lutz Querfurth und Beisitzer Klaus
Pittner für ihr Engagement geehrt worden waren, erhielt an diesem
Abend auch Ulf Janz die bronzene Ehrennadel für die Leitung der
Jugendgruppe (NAJU Landau). Mit einem Dia-Vortrag über den Kleiber,
den Vogel des Jahres 2006, rundete Janz den Abend ab.
Projekte für das Jahr
2006 sind der Bau eines Schwalbenhauses und weiterer Nisthilfen für
den Eisvogel in Mörzheim, die Anlage eines Kräutergartens und die
Erweiterung der Jugendgruppe für 10 bis 15jährige. Wer bei den
Aktionen helfen möchte oder in der NAJU mitmachen möchte, kann sich
melden in der NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628;
NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

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Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben
Ranschbach: Messdiener bauten mit NABU einen
Lebensturm
Zehn
Messdiener aus Ranschbach und Eschbach, Betreuer Jobst Hauck (Leinsweiler),
Martin Heypeter und Hans Braun (Pfarrgemeinderat Ranschbach) trafen
sich am vergangenen Samstag am Dorfgemeinschaftshaus „Zum Seligmacher“
in Ranschbach mit NABU-Aktiven. Die Mission: Eine Behausung für viele
verschiedene Tiere zu schaffen und so mithelfen, die Schöpfung zu
bewahren. Ein sogenannter "Lebensturm" wurde aus Holz erbaut und mit
Steinhaufen, Laub und Zweigen angefüllt werden. Darin können von der
Eidechse über die Kröte und den Igel bis zum Zaunkönig verschiedenste
Tiere eine Bleibe finden. Nisthilfen für Vögel und Bienen, zum Teil
von den Kindern selbst gebaut, rundeten die Türme ab. Initiiert wurde
das Projekt von Nathalie Plum, Leiterin der Regionalstelle Südpfalz
des Naturschutzbund (NABU) mit finanzieller Unterstützung durch die
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).
Für
Klaus Pittner (NABU Landau) war es zwar der erste „Lebensturm“ seines
Lebens; dennoch führte er sicher durch die verschiedenen Bauphase und
schuf mit tatkräftiger Hilfe der Messdiener ein stabiles Bauwerk, das
hoffentlich vielen Tieren Unterschlupf bieten wird.
Bürgermeister Scherthan legte selbst Hand an. Ein Schaukasten soll das
Projekt erläutern; dafür werden noch Betriebe (Winzer, Einzelhändler)
gesucht, die in dem Kasten werben und den NABU so unterstützen.

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Bundesumweltminister
Gabriel zu Besuch beim NABU Landau-Land
Zur Unterstützung von
Ministerpräsident Kurt Beck im Wahlkampf vor den Landtagswahlen
besuchte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) auf seiner Tour
durch Rheinland-Pfalz am 2. März den schönen Kreis Südliche
Weinstraße, wo er sich von der Landrätin Theresia Riedmaier ihr Gebiet
zeigen ließ.
Hans Frech, 1.
Vorsitzender des NABU Landau-Land, begrüßte den Minister zur
Besichtigung des aktuellen Projekts der NABU-Gruppe: der Göcklinger
Tongrube. Für diesen Landschaftsweiher hat der NABU im letzen Jahr
eine Patenschaft übernommen. In dem Biotop, der durch
Regenwasserfüllung einer ehemaligen Tongrube entstanden ist, kommen
laut einer Kartierung durch Ulf Janz (NABU Landau) über 40 Vogelarten
vor. Unter den Durchzüglern sind Rote-Liste-Arten wie Knäkente und
Bekassine; zu den Brutvögeln gehören Schwarzkehlchen, Blässhuhn und
Pirol. Das vom NABU vorgelegte Pflegekonzept gefiel der Gemeinde so
gut, dass sie der Gruppe die Patenschaft anbot. Damit waren
verschiedene Planungen zur Freizeitnutzung vom Angelgewässer bis zum
Campingplatz mit Badesee vom Tisch, und den Auflagen in der
Genehmigung des Tonabbaus, die entstehende Wasserfläche einer
natürlichen Zukunft zu überlassen, wurde entsprochen. Die NABU-Gruppe
hat im Winter bereits einmal die angrenzende Brache teilweise
entbuscht und eine Abfischung durch NABU-Mitglied Alfred Roth
vornehmen lassen. Eine Tafel am vorhandenen Steg soll Besucher über
die Ökologie des Gewässers informieren; Schilfgürtel sollen sich als
Brut- und Nahrungsplatz für Wasservögel natürlich entwickeln.
Weiterhin sind die Anlage einer Steilwand für Eisvögel und
Uferschwalben, kleinerer temporärer Amphibiengewässer und eventuell
eine schwimmende Kiesinsel für den Flussregenpfeifer geplant. Minister
Gabriel lobte den Vorbildcharakter des Projekts „Göcklinger Tongrube“
für die Wiederbelebung der Natur auf stillgelegten Industrieanlagen
und das ehrenamtliche Engagement des NABU.
Dr. Nathalie Plum,
Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, nutzte die Gelegenheit, bei
der kleinen Exkursion zur Tongrube den Minister auf das Pilotprojekt
„Ehrenamtsförderung“ aufmerksam zu machen und bat ihn, sich beim MUF
(Ministerium für Umwelt und Forsten RLP) stark zu machen für eine
Fortführung der Unterstützung für weitere 2 Jahre.
Später im Zelt
überreichte Nathalie Plum dem Minister einen Kleiber-Nistkasten, der
aus einer Kooperation mit einer Einrichtung für Langzeitarbeitslose (ADH/
Therapieverbund Ludwigsmühle in Lustadt) stammt. Manuel Dünzl, der
FÖJler des Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau schloss sich dem an
mit 2 Flaschen Regent-Rotwein aus NABU-eigenem biologischen Anbau, die
Werner Kern, Leiter des Hirtenhauses, spendiert hatte.
Der Bio-Winzer Klaus
Hohlreiter, bot mit einem üppigen Frühstück in seinem Winzerhof den
richtigen Rahmen für eine programmatische Rede des Ministers. Wenn man
Gabriel glauben darf, haben wir unter der neuen Regierung gute Chancen
für die Förderung regenerativer Energien, hat der Klimaschutz höchste
Priorität, wird der Atomausstieg plangemäß durchgezogen und werden im
größtmöglichen Umfang Gelder für Flächennaturschutz und
Umweltpädagogik bereitgestellt.
Die schönste
Nachwirkung dieses Tages war für den NABU Landau-Land, dass die
Landrätin Riedmaier Mitglied geworden ist, um die anstehende
Mitgliederwerbung in der Südpfalz zu unterstützen.

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NABU sucht Helfer
für Wässertage
6. März 06
In Vorbereitung der diesjährigen Wässertage, die im April
und Mai stattfinden werden, sucht der NABU Bellheim für
Samstag, den 18.03.06 noch Helfer für die Freilegung von
Auslassschächten und Gräben. Mit der Wiederbelebung der
traditionellen Wiesenwässerung sollen in der
Queichniederung gute Lebensbedingungen für Störche und
andere Vögel geschaffen werden. Treffpunkt: 9:00 Uhr an
den Holzwiesen (zwischen Bellheim und Zeiskam). Bitte
Gummistiefel und Spaten mitbringen. Infos in der
Regionalstelle Südpfalz unter Telefon: 06341/31826 oder
bei Matthias Brock Tel. 0172/7754765.
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Gemeinsam für die Amphibien
NABU, Messdiener und Hochschulgruppe aktiv
am Haardtrand
6. März 06
Am vergangenen Samstag war die NABU Gruppe
Landau-Land gleich an mehreren Stellen aktiv für die Natur. Im
Naturschutzgebiet Haingeraide oberhalb von Eschbach wurden flache
Wasserlöcher gegraben, die der seltenen Gelbbauchunke als
Laichgewässer dienen sollen. Tatkräftige Hilfe erhielt der NABU dabei
von Messdienern aus Eschbach und Ranschbach, die außerdem mit Arno
Laux eine Kräuterspirale neben dem Eschbacher Kirchturm anlegten.
Messdienerbetreuer Jobst Hauck sorgte für wärmenden Tee im Gelände,
Burkhard Schubert für eine zünftige Stärkung der Helfer im
Gemeindehaus. Während des Mittagessens erfuhren die Messdiener von
Nathalie Plum, der Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, warum
die Gelbbauchunke ihren gelben Bauch bei Gefahr zeigt, indem sie sich
auf den Rücken wirft. „Das ist wie bei den Wespen: Das gelb-schwarze
Muster sagt dem Feind: Ich bin giftig und ungenießbar.“ Auch warum
dieses ulkige Tier schützenswert ist und wie man Unken von Kröten und
Fröschen unterscheidet, erfuhren die Messdiener bei dieser
Gelegenheit. Diese Aktion ist Teil des von der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt (DBU) finanzierten Projekts „Naturschutz und
Kirche gemeinsam für das Leben“.
Am Nachmittag baute der NABU Landau-Land
außerdem einen Amphibien-Schutzzaun entlang der B48 und L608 in der
Höhe der Kaiserbacher Mühle, wo vor allem Erdkröten auf ihrem Weg vom
Wald zur ehemaligen Tongrube im Göcklinger Kaiserbachtal
vorbeiwandern. „Letztes Jahr haben wir zum erstenmal eine
Massenwanderung in diesem Raum beobachtet und Nacht für Nacht
versucht, die Kröten mit der Hand einzusammeln, damit sie nicht zu
Verkehrsopfern werden“, so Hans Frech, Vorsitzender der NABU-Gruppe.
In diesem Jahr soll der Zaun die Kröten zumindest in der Kernzone der
Wanderung unter der Bundesstraße durch leiten. An den Außenenden des
Zauns werden die Tiere in Eimer hinein geleitet, so dass sie darin
über die Straße getragen werden können. Hans Frech bedankt sich bei
den Helfern aus Göcklingen, bei Franz Grimm für den professionellen
Einsatz mit dem Frontlader sowie bei den jungen Leuten aus der NABU
Hochschulgruppe, ohne deren Unterstützung der 500 Meter lange Zaun an
diesem Tag nicht fertig geworden wäre.
Für die Betreuung der
Amphibienschutzzäune
an der
Kaiserbacher Mühle, bei Frankweiler und in der Gilletstraße in
Landau
werden an milden, feuchten Tagen morgens und abends in der
Dämmerung noch freiwillige Helfer gesucht.
Infos unter Tel.
06341/31628 (NABU Regionalstelle Südpfalz). Der NABU appelliert
außerdem an alle Autofahrer, an diesen Stellen langsam zu fahren und
Rücksicht zu nehmen auf die Amphibien und die freiwilligen Helfer.
Milde Witterung gibt
Startschuss für Laichwanderungen
Der NABU Landau-Land e.V. informiert:
Die
steigenden Temperaturen im Land lösen bei Fröschen, Kröten, Molchen
und Unken Frühlingsgefühle aus und locken sie aus ihren
Winterquartieren .Während der Laichwanderungen sind Amphibien von den
Auswirkungen des ständig wachsenden Straßennetzes betroffen. Neben dem
direkten Tod infolge des Überrollens durch Autoreifen, sterben viele
Tiere, obwohl sie nicht direkt überfahren werden. Fachleute für
Aerodynamik haben herausgefunden, dass es der
geschwindigkeitsabhängige Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn
ist, der die Amphibien tötet.
Amphibien
Schutzaktion im Weinstraßenbereich zwischen
Eschbach,
Göcklingen und Pfalzklinikum
Die Erdkröten werden
sich in den nächsten Tagen – bei entsprechenden Temperaturen – auf
ihren gefährlichen Weg zu ihren Laichgewässern (bis zu 2 km)
aufmachen.
Die ehemalige Tongrube
im Göcklinger Kaiserbachtal hat es dabei den Amphibien besonders
angetan, wobei viele Tiere – vom Wald kommend - auf der B 48, L608
und K47 platt gefahren und zu Verkehrsopfern werden. Die Tiere haben
seit Monaten keine Nahrung aufgenommen und machen sich noch halbstarr
und deshalb sehr langsam auf den Weg; außerdem muss fast jedes
Weibchen noch ein Männchen huckepack zum Wasser transportieren .
Nachdem im letzten
Jahr zum erstenmal eine Massenwanderung in diesem Raum zu beobachten
war, haben Helfer vom NABU versucht das Überfahren und Zerquetschen
der Kröten durch nächtliches Einsammeln zu verhindern, was natürlich
nur sehr unzureichend gelang.
In diesem Jahr soll
nun – nach Absprache mit der Straßenmeisterei Annweiler - ein
Amphibienschutzzaun den Bereich ab nördlich des Pfalzklinikums bis
etwa zur Einmündung K47 sichern – die Kernzone der Wanderung. Dieser
wird in den nächsten Tagen aufgestellt und muss dann kontinuierlich
überwacht werden . Freiwillige Helfer herzlich willkommen!
Trotzdem werden – auch
wegen der Straßenkreuzungen in diesem Bereich – viele Tiere auf diesen
Straßenabschnitten unterwegs sein (auch auf der K47 westlich
Göcklingen ). Der NABU Landau-Land appelliert daher an alle
Autofahrer: Fahrt langsam und vorsichtig nehmt Rücksicht auf die
Amphibien und die freiwilligen Helfer die nachts unterwegs sind!
Info unter Tel.
06349/3067 o. 06349/6224 o.
06341/31628 (NABU Regionalstelle Südpfalz)
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NABU sucht
Fledermaus-Winterquartiere in der Südpfalz
Mitarbeiter des NABU Südpfalz erheben momentan Fledermausvorkommen in
der Südpfalz, speziell die Winterquartiere der faszinierenden Tiere.
Fledermäuse können als einzige Säugetiere dieser Erde fliegen. Sie
orientieren sich durch Echoortung, mit der sie noch Tiere von der
Größe kleiner als eine Mücke bei völliger Dunkelheit aufspüren und
fangen können. Ihre Hände sind durch elastische Hautflächen zu Flügeln
umfunktioniert, dadurch können sie besonders geschickte Flugmanöver
bei der Jagd auf Insekten ausführen. Durch ihre nächtliche Lebensweise
stellen sie denjenigen Insekten nach, die unsere tagaktiven Vögel
nicht fangen, und erfüllen dadurch eine wichtige Funktion im
Ökosystem. Im Verlauf eines Sommers vertilgt eine Fledermaus, je nach
Art und Größe, zwischen 0,5 und 1 kg Insekten. Als echte Säugetiere
tragen sie ein Fell und säugen ihre Jungen mit Muttermilch. In
Rheinland-Pfalz kommen 20 Fledermausarten vor, die alle auf der Roten
Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten stehen. Die Gründe dafür
sind vielfältig und reichen vom Verlust ihrer Quartiere bis hin zur
Ausräumung und Vergiftung unsere Landschaft. Während als
Sommerquartier warme Dachböden, Mauerspalten oder Baumhöhlen bewohnt
werden, halten die Tiere ihren Winterschlaf bevorzugt in feuchten, um
5 - 8 Grad Celsius warmen alten Bier-, Wein- und Eiskellern, Höhlen,
Stollen und Felsspalten. Diese Winterquartiere aufzuspüren, zu
dokumentieren und letztendlich für die Fledermäuse zu sichern ist das
Ziel dieser momentanen ehrenamtlichen Erhebung. Nicht nur in
Naturschutz- und FFH-Gebieten oder dem Naturschutz-Großprojekt „Bienwald“,
sondern in der gesamten Südpfalz werden die Winterquartiere der
nächtlichen Flugkünstler vom NABU gesucht. Hierzu sind die NABU
Mitarbeiter auch auf die Hilfe aus der Bevölkerung angewiesen.
Hinweise auf Quartiere nehmen der Fledermausexperte des NABU, Franz
Grimm, Tel: 06345/919347 oder die NABU-Regionalstelle Südpfalz in
Landau-Mörzheim, Tel.: 06341/31628 entgegen Jeder Anruf wird notiert
und ein Mitarbeiter nimmt nach Absprache das Quartier vor Ort in
Augenschein. Durch diese Erhebung erhofft sich der NABU einen bessere
Kenntnis der vorkommenden Fledermausarten und deren Verbreitung in der
Südpfalz zu bekommen.
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NABU Landau-Land entbuscht Tongrube: Helfer
gesucht
3. Februar 06
Am kommenden Samstag, 04.02.06 ab 9.00 Uhr wird die NABU-Gruppe
Landau-Land Biotoppflegearbeiten an der alten Tongrube am Kaiserbach
bei Göcklingen durchführen. Im Rahmen des Pflegekonzeptes, das mit der
Landespflegebehörde und der Ortsgemeinde abgestimmt wurde, wird auf
Teilflächen der Aufwuchs entfernt, um offene sonnige Standorte zu
erhalten. Freiwillige Helfer sind herzlich eingeladen. Astscheren,
Spaten, Rebscheren, Äxte und Sägen bitte mitbringen - falls vorhanden.
Natürlich ist für eine zünftige Stärkung der freiwilligen Helfer ist
gesorgt! Anmeldung in der NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel.:
06341/31628. Noch ein aktueller Hinweis: Die Eisfläche nicht betreten
- dies ist lebensgefährlich und durch die Ortgemeinde Göcklingen
verboten.
6.2.06: Der Vorstand des NABU Landau-Land bedankt
sich herzlich bei allen großen und kleinen Helfern für den großartigen
Einsatz in der Tongrube!
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Kinder, Obstbäume,
Steinschmätzer – der NABU Bellheim blickt zurück auf ein aktives
Jahr 2005
Der Rückblick auf das Jahr 2005, den Joachim Zürker, 1. Vorsitzender
der
NABU Gruppe Bellheim, bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen
Freitag
gab, war umfangreich. Neben diversen Biotoppflegemaßnahmen
(Kopfweidenschnitt am Zweiersee und in der Zeiskamer Feldflur,
Entbuschung an einem Wiesengraben, Pflegeschnitt von 130 und Kalkung
von 180 Obstbäumen, Befreiung der Zeiskamer Kastanie von
Ahorn-Wildwuchs, Mahd einiger Obstwiesen) wurden an diversen Stellen
in der
Verbandsgemeinde Sträucher, Obst- und Nussbäume, eine Hecke und eine
Kastanie gepflanzt und ein Straßenbeet in einer Zeiskamer
Verkehrsinsel mit
Lavendel, Wildblumen und Blumenzwiebeln umgestaltet. Ebenso wie diese
Aktion
kamen das Austeilen von mehreren hundert Tütchen mit Sämereien von
Wildblumen, die Nachzucht der Zeiskamer Kletterrose sowie die
Bestellaktion
für alte Obstsorten sehr gut an in der Bevölkerung. Etwa 250
Nisthilfen für
Vögel in Zeiskam und Bellheim wurden betreut und 10 neue für die
Anlieger
des ökologisch wertvollen Obstgebietes "Im Häßlich" organisiert. Auch
am
"Tag der sauberen Landschaft" beteiligte sich der NABU Bellheim.
Beim Thema Verkehrssicherungspflicht am Bellheimer Friedrichsbühl hat
sich
der NABU für den Erhalt der dort wachsenden zum Teil sehr alten Bäume
eingesetzt. Bei diversen Eingriffen in Natur und
Landschaft im Kreis Germersheim war der NABU aktiv und machte
konstruktive Vorschläge für sinnvolle
Ausgleichsmaßnahmen. Im Gelände der zukünftigen LKW-Teststrecke von
Daimler-Chrysler bei Wörth wurden 90 alte Obstbäume kartiert und mit
der
Partnerbaumschule Ritthaler Reisermaterial gewonnen, um das genetische
Material der Bäume zu sichern. Diverse Info-Stände, das große
NABU-Grillfest
in Bellheim, einige durchgeführte naturkundliche Exkursionen, die
Erfassung
und Weiterleitung naturkundlicher Daten sowie ein umweltpädagogischer
Beitrag des NABU bei Bellheimer Feuerwehrfest runden das Bild ab.
Gelobt
wurden die gute Zusammenarbeit mit dem NV-S, mit der Jugendfeuerwehr
und der
NABU Regionalstelle Südpfalz (Dr. Nathalie Plum) in Landau. Kassenwart
Bernd Busch konnte trotz der zahlreichen Aktivitäten der Gruppe einen
finanziellen Zuwachs vermelden.
Im Ausblick auf das Jahr 2006 betonte Zürker,
dass sich der NABU, der sich bereits in 2005 mit umfangreichen
Arbeiten am Erhalt der Queichwiesenlandschaft beteiligt hat, bei den
Wässertagen in diesem Jahr noch mehr einbringen möchte. Ein neues
Projekt in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung ist die Schaffung
von Brutmöglichkeiten für den Steinschmätzer auf der
NABU-Streuobstwiese bei Knittelsheim. Die feste Jugendgruppe (NAJU),
die Beate Gaab in 2005 erfolgreich gegründet hat, blickt mit viel
Begeisterung wieder auf ein abwechslungsreiches Programm in 2006 und
ist der ganze Stolz der Gruppe.
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Landau LINGENFELD
Nach 20 Jahren sind die Steinkäuze zurückgekommen
LINGENFELD: Erfolg nach 20 Jahren - NABU plant Fledermausnacht - Bei
Flurbereinigung soll Gelände erworben werden
Über positive Ergebnisse beim Schutz des Steinkauzes freute sich der
Vorsitzende des Naturschutzbundes (NABU) der Verbandsgemeinde
Lingenfeld, Herbert Magin (Westheim), bei der Jahreshauptversammlung
am Freitag. Mit dem Aufhängen weiterer Steinkauzröhren will die
NABU-Gruppe 2006 an den „fulminanten Erfolg" anknüpfen und dieser
Thematik Priorität einräumen.
Nach etwa 20-jährigem Warten hätten sich nun endlich wieder Steinkäuze
angesiedelt, sagte Magin. Zwei von drei Paaren hätten erfolgreich
insgesamt neun Jungtiere ausgebrütet. Der NABU-Gruppe gehörten 216
Mitglieder an. Besonders durch die intensive Jugendarbeit seien 19
Neueintritte (bei fünf Austritten) zu verzeichnen gewesen. 2006 sollen
neben der Aktion „Saubere Landschaft" und weiteren Arbeitseinsätzen
Schleiereulen-Kästen kontrolliert, die Fahrradbewachung beim
Handkeesfest in Lustadt übernommen und die Amphibienwanderung am
Mehlsee unterstützt werden.
Beteiligen werde sich der NABU auch an der Kerwe, „Stunde der
Gartenvögel" (Mai) und Bat-Night (Fledermausnacht, August) des
Landesverbandes. Mit einer Wald-Exkursion am 23. April Wald will der
Verein auf den Vogel des Jahres, den Kleiber, aufmerksam machen. Auch
eine pflanzliche Erkundung des Bahngeländes und Vorträge über
Wildbienen, Eulen und Käuze sind geplant. Bei der Flurbereinigung will
die NABU-Gruppe wieder Gelände erwerben.
Jugendwartin Cornelia Osterhorn (Westheim) teilte mit, dass die seit
längerem bestehende 16-köpfige NABU-Kinder-/Jugendgruppe geteilt
worden ist, damit Themen altersgerechter und differenzierter
angegangen werden könnten. Besonders naturkundliche Erlebnisse seien
für die jungen Naturliebhaber beeindruckend, berichtete Osterhorn und
erwähnte die Auswilderung von Greifvögeln sowie das Beobachten von
Siebenschläfern.
Von einem „sehr aktiven, hervorragenden Jahr 2005" sprach Schriftführer
Manfred Wilhelm (Lingenfeld), im Rückblick. Er erinnerte an gelungene
Pflanz-Aktionen, große Erfolge bei der Amphibien-Wanderung sowie die
Schaffung eines Winterquartiers für Fledermäuse. An der Nachtexkursion
hätten sich rund 100 Leute beteiligt.
Trotz zahlreicher Maßnahmen vergangenen Jahr berichtete Kassenwartin
Jutta Magin (Westheim) von einem kleinen finanziellen Zuwachs. Ihre
Zusammenarbeit mit der Lingenfelder NABU-Gruppe lobte die Leiterin der
NABU-Regionalstelle Südpfalz, Dr. Nathalie Plum (Landau). (nti)
GOTTSCM / GOTTSCM
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Pfälzer Tageblatt
Datum: Nr.20
Datum: Dienstag, den 24. Januar 2006
Seite: Nr.24
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Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben:
Obstbäume mit „heiligen" Namen in Ranschbach gepflanzt
19. Januar 06
Am vergangenen Samstag, den 14.1.06 pflanzten
Vertreter des NABU und des Pfarrgemeinderats fünf Obstbäume beim
Dorfgemeinschaftshaus in Ranschbach. Für die Aktion wurden alte Sorten
mit geradezu sakralen Namen gewählt: zwei Herrgottsäpfel, eine
Pastorenbirne, ein Kardinal-Bea-Apfel und ein Korbiniansapfel, der
wohl die interessanteste Historie hat, wurde er doch 1944 im
Konzentrationslager Dachau von Pfarrer Korbinian Aigner gezüchtet.
„Wir haben bis zum letzten Moment gezittert, im wahrsten Sinne des
Wortes, ob wir bei dem Frost in die Erde hineinkommen", so Nathalie
Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, die das Projekt
initiiert hat. Glücklicherweise konnten die fleißigen Helfer trotz der
Minusgrade ordentliche Pflanzlöcher ausheben, um den jungen Bäumen
einen guten Start zu geben. Werner Kern, Vorsitzender des NABU Landau
und diesjähriger Preisträger des Umweltpreises der Stadt Landau,
zeigte den Anwesenden, wie man die Bäume beschneidet und richtig
anbindet.
Die Aktion ist Teil des von der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projekts „Naturschutz und
Kirche gemeinsam für das Leben". Im März soll am gleichen Standort mit
den Messdienern der Pfarrgemeinde ein Lebensturm gebaut werden –
hoffentlich bei angenehmeren Temperaturen.
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Landau:
Werner Kern:
Unermüdlicher Kämpfer für den Naturschutz"
Werner Kern erhält Umweltpreis der Stadt für vielfältiges
Umweltengagement - Zwei Belobigungen
18. Januar 06
Beim städtischen Neujahrsempfang wurde gestern Abend zum 23. Mal der
Umweltpreis der Stadt Landau verliehen. Er geht für das Jahr 2005 an
Werner Kern, Mitglied im Landesvorstand des Naturschutzbundes (NABU)
Rheinland-Pfalz, für sein 30-jähriges Engagement in Sachen
Naturschutz.
Für die Laudatio übergab OB Wolff das Wort an Dr. Gudrun Hollstein, die
Direktorin der Landauer Zooschule, die im vergangenen Jahr
ausgezeichnet wurde. Gudrun Hollstein zitierte in ihrer Würdigung des
neuen Umweltpreisträgers die Bezirksgruppe Pfalz des Naturschutzbundes
Deutschland, die Werner Kern als „unermüdlichen Kämpfer für den Natur-
und Umweltschutz" beschreibt. Sie verwies darauf, dass Kern bereits
1972 als 29-Jähriger die Ortsgruppe Mörzheim des Bundes für
Vogelschutz, der heutigen NABU-Ortsgruppe Landau, gegründet hatte und
von 1995 bis 2004 Mitglied im Beirat für Landespflege der Stadt Landau
war.
Kern habe weiterhin das umweltpädagogisch ausgerichtete
Naturschutzzentrum Hirtenhaus mit aufgebaut und in seiner Funktion im
NABU unter anderem Feuchtgebiete anlegt und betreut, Baum- und
Gehölzpflanzungen initiiert oder Nistgelegenheiten für Vögel,
Fledermäuse und Insekten organisiert. Bereits 2002 erhielt er für sein
Umweltengagement mit dem Landesverdienstorden Rheinland-Pfalz die
höchste Auszeichnung des Landes.
Kern bezeichnete den ihm verliehenen Preis als „große Ehre und
Verpflichtung, weiter für Natur und Umwelt einzutreten". Viele
Wissenschaftler suchten im Weltall nach einem der Erde vergleichbaren
Planeten, bisher vergebens. Dieser „einmalige Himmelskörper" müsse
geschützt werden. Kern rief Eltern und Großeltern dazu auf, ihren
Kindern die Natur zu zeigen und „das Zwitschern der Vögel und das
Rauschen eines Bächleins" zu entdecken. Ein Teil seines Preises gehöre
seiner Ehefrau, sagte Kern, ein weiterer seinem „guten Freund", dem
Umweltpfarrer Gerhard Postel.
Die Stadt hat auch wieder zwei Belobigungen für vorbildliches Engagement
im Sinne des Umwelt und Naturschutzes ausgesprochen. Belobigt wurden
der Schrebergartenverein „Am Lohgraben" für die Renaturierung des
Oberwiesengrabens und die Klasse 10 e des Jahrgangs 2004/2005 der
Konrad-Adenauer-Realschule mit ihrem Lehrer Dietmar Gottlieb für
Pflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet auf dem Ebenberg. (rg/gau)
KLAGRIE / KLAGRIE
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ ,
Regionalausgabe: Pfälzer Tageblatt
Datum: Nr.7, Datum: Montag, den 09. Januar
2006 , Seite: Nr.15
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