NABU Rheinland-Pfalz Regionalstelle Süd 

 


Gutes tun und darüber reden -

Natur vermitteln, informieren und aufklären ist unser Ziel

Pressearchiv Januar - Mai 2007

Schafschurfest in Eschbach Pfingsten 2007
Halsbandsittich in Gleisweiler
Einweihung Kräuterspirale im St. Paulusstift
Stunde der Gartenvögel in Speyer
NAJU Ludwigshafen im Frühjahr gegründet
Vogelexkursion in Diedesfeld
Vogelexkursion in Gleisweiler
Vogelexkursion in Gimmeldingen
Agenda 21 Germersheim sammelt 78 Handys für die Havel

Aktuelles von der Jobbörse für Ehrenamtliche

Vogelexkursion in Königsbach
Vogelexkursion in Dernbach
NABU bildet Senioren zu „Naturtrainern“ aus
Stunde der Gartenvögel im Heidewald
Spaziergang in den Wässerwiesen
Spritspartag in Speyer
NABU und Böbinger Landwirte retten 27 Kiebitze
Frankenthalerin überträgt geerbtes Grundstück an NABU
JHV Landau-Stadt 2007
JHV Landau-Land 2007
Jobbörse der Regionalstelle voller Erfolg
Amphibienwanderung abgeschlossen

Osterferienprogramm beim NABU Landau wieder ein voller Erfolg

Spritsparevent und Klimaschutztag in Speyer

NABU und NVS unterstützen die bundesweite Brutvogelkartierung ADEBAR
Ein Jahr Handys für die Havel: NABU und Vodafone ziehen Bilanz
Müllsammelaktion der NAJU Neustadt am Speyerbach
Jahreshauptversammlung des NABU Wachenheim / Deidesheim
Neues Programm der Naturerlebnisschule für das Sommerhalbjahr'07
Wie Kröten wohlbehalten zum Wasser kommen
Vogel des Jahres braucht Nischen und Türme
Osterferienprogramm 2007 - NABU Hirtenhaus
NABU gründet neue Kindergruppe in Landau
Göcklinger Tongrube: NABU pflegt Laichgewässer der Erdkröten 
Jahreshauptversammlung des NABU Ludwigshafen

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zeichnet Bioland - Weingut Seiler aus

Helfer für Krötenschutzzäune gesucht
Vögel zu früh: Klimawandel macht sich bemerkbar
Vorbereitungstreffen zur diesjährigen Amphibienwanderung
Jahreshauptversammlung des NABU Bellheim
Jahreshauptversammlung des NABU Lingenfeld

Jahreshauptversammlung des NABU Frankenthal

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Pressearchiv August bis Dezember 2006
Pressearchiv Januar bis Juli 2006
Pressearchiv 2005

 

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Trotz Kälte muss die Wolle runter

Schafschur beim NABU Landau-Land

 Wie jedes Jahr an Pfingsten ließ die NABU-Gruppe Landau-Land in Eschbach am vergangenen Montag ihre gesamte Schafherde von einem professionellen Schafscherer unters Messer nehmen. Beim „Schauscheren“ büßten die Rauwolligen Pommerschen Landschafe, die die Naturschützer unterhalb der Madenburg zur Landschaftspflege einsetzen, ihre dicke Wolle ein. „Im April haben sie bestimmt geschwitzt und jetzt frieren sie“, bemerkte eines der zahlreichen Kinder, die dem Schauspiel beiwohnten. Jedes frisch geschorene Schaf wurde von den Artgenossen unter aufgeregtem Blöken besehen und beschnuppert – schließlich sorgt so eine neue „Frisur“ für ein ungewohntes Aussehen.

Die sieben Spinnerinnen der „Spinnstube“, die sich monatlich im Naturschutzzentrum Hirtenhaus des NABU treffen, saßen beim Fest gemütlich plaudernd unterm Dach und ließ die hölzernen Spinnräder schnurren. Für die Kinder gab es außerdem Malen und Filzen.

Wegen des schlechten Wetters musste die geplante Exkursion an die Schafkoppel am Haardtrand ausfallen. Als Ersatz bot Arno Laux, der das Fest mit seinem „NABU Arbeitskreis Eschbach“ organisiert hat, spontan eine Führung durch die historischen Keller an der Weinstraße an und erläuterte heimischen und zugereisten Gästen die alten Techniken der Weinlagerung und Fassreinigung.

Auch der geplante Flohmarkt, der im letzten Jahr einen großen Anklang gefunden hatte, fand aus Platzmangel unterm Scheunendach nicht statt, es gab lediglich einen Kräuter- und einen Infostand. Dafür fanden die Suppen, Hausmacherbrote und Kuchen sowie heiße Getränke reißenden Absatz. Zudem konnten die Naturschützer einige Bestellungen für Bettdecken entgegen nehmen, die in der Südpfälzischen Steppdeckenfabrik mit der rauhen Wolle der Pommerschen Schafe gefüllt werden.

 Ein Schaf wird geschoren (Foto: NABU/Nathalie Plum)

 Die Spinnerinnen vom „Spinnclub“ (Foto: NABU/Nathalie Plum)

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Halsbandsittich jetzt auch im „Pfälzischen Nizza“

Beobachtung in Gleisweiler überrascht Vogelkundler

 „Da sitzt ein Papagei schon den ganzen Nachmittag in meinem Hof“, berichtete Daniela Seckinger, NABU Mitglied aus Gleisweiler, aufgeregt am Telefon. Franz Grimm, der Vorsitzende der NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer, erkannte schnell dass es sich bei dem vor ihm sitzenden grünen Vogel mit dem roten Schnabel und blauen Schwanz nur um einen Halsbandsittich, auch Alexandersittich genannt, handeln konnte. Der aus Afrika und Asien stammende Edelpapagei floh in mehreren europäischen Großstädten aus der Gefangenschaft, konnte sich in „freier Wildbahn“ erfolgreich vermehren und besiedelt heute mit vielen tausend Exemplaren unter anderem Mainz, Mannheim und Ludwigshafen. Nun sind die Exoten offensichtlich auch dabei, in ländliche Gebiete vorzudringen – vielleicht begünstigt durch das milde Klima hier und den milden Winter. Eine weitere Meldung aus Neustadt zeigt, dass die Vögel tatsächlich den Haardtrand erreicht haben. „Es ist schon etwas überraschend, diese Art jetzt auch am Rande des Pfälzerwaldes anzutreffen. Wir wollen nicht hoffen, dass dieser Höhlenbrüter unseren heimischen Vögeln die ohnehin knappen Nistplätze streitig macht“, so Grimm. Der jetzt immer wieder beobachtete weibliche Halsbandsittich scheint jedoch momentan noch alleine zu sein. Sein auffälliges Gekreische dürfte dem Flair im „Pfälzischen Nizza“ Gleisweiler eine exotische Note hinzufügen.

 

Beobachtungen von Halsbandsittichen können gemeldet werden an die NABU Regionalstelle in Landau, Tel. 06341/31629, NABU.Sued@NABU-RLP.de

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Ein Fest für die Sinne

Einweihung der Kräuterspirale im St. Paulusstift

Mit einem kleinen Fest weihten die Erzieherinnen und Kinder des Förderkindergartens St. Paulusstift am vergangenen Mittwoch die prächtige „Sinnesspirale“ ein, die sie im letzten Jahr mit der NABU-Gruppe Landau-Stadt gemeinsam im Hof des Kindergartens angelegt hatten. Projektleiterin Petra   Dausch-Franz, Erzieherin und selbst aktives Mitglied in der NABU-Gruppe Landau-Land, hatte diesen Termin gewählt, „damit man auch sieht, was die Spirale so alles zu bieten hat“! Tatsächlich standen Phacelia, Lupine und Lauch in voller Blüte und verliehen dem Kräuterbeet eine überwiegend blau-violette Note. „Das wird sich im Laufe des Jahres noch ändern, wenn nicht nur Salbei und Thymian, sondern auch Königskerze und Stockrose ihre Pracht entfalten“, so Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle im Mörzheimer „Hirtenhaus“, die das Projekt vermittelt hat und vom Ergebnis sichtlich beeindruckt war. Während die Kinder nicht nur die blühenden Pflanzen bestaunten, sondern die Kräuter auch anfassten, an den aromatischen Blättern rochen und dem Summen und Sirren von Bienen und Schwebfliegen lauschten – ganz im Sinne der „Sinnessspirale“ – tauschten sich die Erzieherinnen über die besten Rezepte aus und nahmen sich vor, keine teuren Kräuter mehr im Supermarkt zu kaufen. „Da kann man doch von hier einfach ein bisschen Petersilie oder Thymian mitnehmen!“ Die meisten Kräutersamen und Stauden stammen aus dem Kulturgarten der NABU-Gruppe Bellheim. Bevor die Kinder ein Frühlingslied sangen und vor dem neuen Bauwerk ein Tänzchen aufführten, dankte Petra   Dausch-Franz allen Kollegen aus den eigenen Reihen, den beteiligten Eltern und nicht zuletzt den Kindern, die die Kräuter bereits fleißig gegossen haben in den letzten Wochen. Stellvertretend für den NABU Landau-Stadt war Umweltpädagogin Ulrike van der Bloemen gekommen, die mit der „Naturerlebnisschule“ bereits mehrere Aktionen für den Kindergarten gestaltet hat. Gedankt wurde auch den Abwesenden: Werner Kern, Vorsitzender des NABU Landau-Stadt, Manuel Dünzl und Kathrin Neuhaus, die das Projekt „Sinnesspirale“ im Rahmen ihres Freiwilligen Ökologischen Jahres beim NABU durchgeführt haben sowie Andreas Hechinger vom Berufsbildungswerk in Bad Dürkheim für den praktischen Schaukasten aus Holz, der über die Inhalte der Kräuterspirale informiert.

Nathalie Plum und die Kinder vom St. Paulusstift an der "Sinnesspirale"

 

Petra Dausch-Franz dankt allen Beteiligten am Projekt  "Sinnesspirale"

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Was ein Buchfink mit Bier zu tun hat

Auf Vogelsuche im Domgarten - Exkursion anlässlich der "Stunde der Gartenvögel"

Wie viele verschiedene Gartenvögel sind in einer Stunde bei einem Rundgang durch den Dompark zu hören? Wir sind der Einladung des Naturschutzbundes (NABU) gefolgt und haben gestern um 18 Uhr eine Stunde lang Vögel beobachtet und gezählt.

"Ein Rotkehlchen, Oh, jetzt geht's langsam los. Der Zaunkönig hat angesetzt." Dr. Nathalie Plum hebt ihr Fernglas und stellt auf eine Bank vor dem Domcafé scharf. "Ein Buchfink " Während das Tier gerade unter der Bank verschwindet, schwärmt die Mitarbeiterin von NABU, die für die Süd- und Vorderpfalz zuständig ist, vom Zaunkönig. " Er ist einer der kleinsten Vögel die wie haben, hat einen schmetternden Gesang. Erstaunlich was aus so einem kleinen Körper rauskommt."

Der Buchfink ist aus der Deckung gekommen und sammelt Körner. Über der Domwiese ziehen 15 Schwalben ihre Kreise uns kreischen. "Mehlschwalben", erklärt Plum. Dann ist das gurren einer Türkentaube zu hören.

Acht Vögel hüpfen unter einem Baum im Gras hin und her. "Amseln können das nicht sein", erklärt Plum. Sie blickt durchs Fernglas und nickt. "Stare". Die sind immer in Truppe unterwegs." wieder ist ein Buchfink zu hören. "Es gibt da einen Merkspruch für seinen Gesang", verrät sie: "Fritze, Fritze, Bring uns mal 'n würz 'ges Bier." Sie Vögel klingen aber nicht überall gleich. "Es gibt lokale Dialekte." Und Vögel die sogar Handymelodien nachmachen können: Amseln.  "Ich hab so eine Handyamsel", sagt eine Speyererin. Im Domgarten klängen Amseln heute so, wie sie klingen müssen. ein braunes Tier verschwindet gerade im Gebüsch.  "Das ist eine weibliche, sie ist bräunlich und singt nicht", erklärt die Geographin und Biologin. Und fügt an, dass die Vögel nicht singen, weil sie dem Menschen eine Freude machen oder Gott loben wollen, wie überliefert wurde, sondern allein um ihr Revier zu verteidigen und Weibchen anzulocken.

Carolin Übel, eine Biologiestudentin die viele einheimische Vögel kennt, hat ein Rotkehlchen entdeckt. "Sein Gesang erreicht Frequenzen, die der Mensch nicht wahrnehmen kann", sagt Plum. "Es wird erzählt, dass er wie ein feuchter Korken klingt, den man an einer Rotweinflasche entlanggleiten lässt - es quietscht." Wie auf Kommando quietscht es im Baum. Die Biologin ist mit den Gedanken schon wieder wo anders. "Ich glaub, ich hör eine Nachtigall." Der Vogel verstummt. Sie Gruppe ist inzwischen am Heidentürmchen angekommen. Zwei kleine halten sich an der Mauer fest und scheinen etwas aufzupieksen "Stieglitze", sagt Carolin Übel und sie gesteht dass sie erst einmal einen gesehen hat. Plum wundert sich: "Dass er so an der Mauer klebt. Ich habe dieses Verhalten noch nie gesehen," Die Erklärung findet sie im bebilderten Lexikon, das sie mitgebracht hat. Er frisst Samen.

Die NABU Mitarbeiterin beobachtet eine Gruppe Amseln bei ihren Revierkämpfen. Dann blickt sie nach oben. "Das ist doch eine Nachtigall." Das Rotkehlchen quietscht, ein Grünfink hüpft vorbei, Nathalie Plum ist zufrieden auch wenn sie mehr Meisen und Spatzen erwartet hätte. Das Ergebnis der einstündigen Tour. 15 Arten gab es zu entdecken, darunter Amsel, Ringeltaube, Buchfink, Stieglitz, Grünfink, Mehlschwalbe, Rotkehlchen, Spatz und Zilpzalp.

Weitere Informationen zu der Aktion, die noch bis Samstag läuft, gibt es im Internet unter: www.stunde-der-gartenvögel.de

 

Quelle: Die Rheinpfalz

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Jugendgruppe des Naturschutzbundes im Frühjahr gegründet

Exkursion in die Vielfalt der Natur

Der Naturschutzbund (NABU) Ludwigshafen hat vor wenigen Wochen eine Jugendgruppe (NAJU) ins Leben gerufen. Ziel ist es, Kindern Verständnis für und Informationen über die Natur zu geben. Zuletzt beschäftigten sich die Teilnehmer mit Schnecken.

Aufmerksam schauen die sechs Kinder der Jugendgruppe des Naturschutzbundes (NAJU) im feuchten Gras nach Schnecken.  "Ist denn hier irgendwo noch eine Schnecki?", ruft die siebenjährige Julia, um gleich darauf nach einem Weichtier zu greifen und es in einen kleinen Plastikbehälter zu setzen. "So, jetzt gehen wir zurück zur Schule und schauen uns die Schnecken in Ruhe an", Kündigen die Gruppenleiterin Elke Henninghaus und Katrin Hoffmann an.

Zum zweiten mal haben sich die zwischen sieben und neun Jahren alten Mädchen und Jungs nun im Maudacher Bruch getroffen, um die Ludwigshafener Natur zu erkunden. "Wir wollen die Kinder spielerisch an die Umwelt heranführen", erklärt die hauptberufliche Erzieherin Henninghaus. Viele Kinder würden gar nicht wissen was es um sie herum gibt. "Aber erst wenn man die schätzen lernt, kann man sich auch für deren Schutz einsetzen." Zudem wollten sie auch Hemmungen gegenüber den Tieren und Insekten abbauen. "Manche haben Angst eine Schnecke zu berühren. Wir wollen zeigen, dass daran nichts ekliges ist", sagt die 32-jährige Gruppenleiterin. Die Idee für eine solche Jugendgruppe habe sie schon lange beschäftigt. "Es ist bloß schwierig, jemanden zu finden, der als Partner mitmacht." Aber dann habe sich Katrin Hoffmann bereit erklärt und die Gruppe konnte im Frühjahr gegründet werden.

In einem Klassenraum der Gesamtschule Gartenstadt werden die eingefangenen genau betrachtet. Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten erläutert. Fast alle lassen die Tiere auf ihrer Hand gleiten und schauen ihnen fasziniert zu. "Der Schleim ist voll cool", meint der achtjährige Stefan. Sie ebenfalls acht Jahre alte Christin bestaunt die Wellenbewegungen der Schnecken. "Ich möchte vielleicht später Naturwissenschaftlerin werden, deshalb mache ich hier mit", erzählt sie. Zudem gefalle es ihr, mit anderen Kindern in einer Gruppe zu sein. Auch Felix findet die Gruppe gut. "Hier lerne ich viele Dinge und bin auch noch in der Natur. Ich hab mir vorher noch nie Schnecken so genau angeschaut."

Auf dem Aktionsplan der Gruppenleiterin steht aber nicht nur die Beobachtung von Weichtieren. "Beim letzten Treffen haben wir eine Rallye durch das Bruch veranstaltet, das nächste mal wird es um Löwenzahn gehen und es wird ein paar kleine Umweltaktionen, wie Müllsammeln geben", sagt Hoffmann. Gerne könnten auch noch Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren dazu kommen.

Keine Scheu vor Regen und Natur: Die NABU-Naturjugendgruppe NAJU beim Schneckensammeln im Maudacher Bruch (Foto: Rheinpfalz)

Quelle: Die Rheinpfalz

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Neuntöter, Nachtigall und Schwarzmilan:

NABU entdeckt 31 Vogelarten auf Zaunammerexkursion

Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt: 31 Vogelarten konnten die 10 Teilnehmer der Vogelstimmenexkursion der NABU-Gruppe Neustadt am vergangenen Sonntag am Haardtrand bei Diedesfeld hören und sehen – darunter nicht wenige „Raritäten“ und eine ganze Reihe von interessanten Verhaltensweisen. Unter dem melodiösen Gesang der Heidelerche, die in Kreisen aufsteigend ihre Reviergrenzen markierte, erläuterten die Hobbyornithologen Volker Platz und Franz Grimm Interessantes zu Gesang und Brutverhalten der heimischen Vögel. Direkt nebenan sang der seltene Steinschmätzer während des Fluges seine Strophe und konnte ebenso wie Girlitz und Bluthänfling im morgendlichen Sonnenschein durchs Fernrohr von allen Teilnehmern bestaunt werden. Aus dem Gebüsch heraus trugen unentwegt Nachtigall, Mönchsgrasmücke und Gartengrasmücke ihren melodischen Gesang vor. Auf der weiteren Wegstrecke konnte das leiernde Lied der Klappergrasmücke vernommen und auf einem Baum sitzend der Turmfalke, Vogel des Jahres, mit einer erbeuteten Maus beobachtet werden. Zwei Rotrückenwürger saßen auf einer blühenden Heckenrose und hielten nach einem Nistplatz Ausschau. Während die kleine Turteltaube ihr monotones „gruu gruu gruu“ von einem abgestorbenen Ast vortrug, flog über die Köpfe der Frühaufsteher ein Schwarzmilan hinweg – ein seltener Anblick, da dieser Vogel sich normalerweise nur in den Rheinauen aufhält. In den Weinbergen nahe am Waldrand suchte eine seltene Hohltaube nach Futter, während am Himmel der Mäusebussard seine Kreise zog. Fast am Ende der Exkursion konnte in der Morgensonne die farbenprächtige Zaunammer, der Charaktervogel des Haardtrandes, beim Vortrag ihres hämmernden Gesangs bestaunt werden.

 

 Für den Steinschmätzer legt der NABU spezielle Steinhaufen als Brutmöglichkeit an. Der vom Aussterben bedrohte Vogel kann mittlerweile in den Weinbergen am Haardtrand wieder häufiger beobachtet werden. (Foto: NABU / Werner Kern)

 

 Der Rotrückenwürger wird auch Neuntöter genannt, da er oft mehrere Beutetiere – meist große Insekten - „auf Vorrat“ auf Dornen von Bäumen und Sträuchern aufspießt. (Foto: NABU / A. Klose)

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"Stunde der Gartenvögel" in Gleisweiler

NABU entdeckt 37 Vogelarten auf Exkursion

Zum „kostenlosen Open-Air-Konzert“ hatte die NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer am vergangenen Sonntagmorgen eingeladen. Im Rahmen der bundesweiten Aktion „Stunde der Gartenvögel“ konnten die Teilnehmer gemeinsam mit dem Hobbyornithologen Franz Grimm Daten sammeln, die den Vogelschützern wichtige Aufschlüsse über den Bestand der häufigsten Vogelarten in Deutschland geben. Die Frühaufsteher, die sich in Gleisweiler eingefunden hatten, wurden durch die stattliche Anzahl von 37 Vogelarten belohnt. Bettelrufe junger Haussperlinge auf einem Dachbalken, Dohlen, die ihre Jungen im Kirchturm füttern, Mehlschwalben im Nest an der Hauswand, Rauchschwalben, die in einer Scheune ein- und ausflogen – Franz Grimm holte die Vögel mit dem Fernrohr dicht heran, so dass die Teilnehmer faszinierende Einblicke in deren Aussehen und Verhalten bekamen. „Für Dohle und Turmfalke hat der NABU im Kirchturm spezielle Nistkästen angebracht, die alle 4 besetzt sind. Man sieht also den Bedarf – und es hat den angenehmen Nebeneffekt, dass nun keine Tauben mehr den Turm aufsuchen und verschmutzen“, so Grimm. Den Turmfalken,  Vogel des Jahres, sah die Gruppe aber erst später bei seinem Rüttelflug über den Grasflächen und Weinbergen, wie er aus beachtlicher Höhe nach Mäusen und anderen Kleinsäugern spähte. Zunächst aber ging es durch die von Schafen beweideten Streuobstwiesen auf dem Schützenberg, wo der Buntspecht und Stare nach Nahrung suchten. Während die Teilnehmer den Gesang von Mönchsgrasmücke und Gartengrasmücke in den Hecken und Gebüschen am Waldparkplatz als melodisch empfanden, klang das Lied der Klappergrasmücke, vorgetragen von der Spitze eines Baumes, deutlich leiernd. Den Chor vervollständigten die leisen Strophen des Sommergoldhähnchens und das Hämmern der Zaunammer. Als einer der letzten Vögel wurde der gelbe Girlitz bei seinem schmetterlingsartigen Balzflug und seinem rasselnden Gesang zwischen den Dächern ausgemacht.

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NABU „Stunde der Gartenvögel“ in Gimmeldingen:

Exkursionsteilnehmer entdecken 27 Vogelarten

Der Einladung der NABU-Gruppe Neustadt zum „kostenlosen Open-Air-Konzert“ in Gimmeldingen waren am Sonntag 25 interessierte Vogelfreunde – unter ihnen zahlreiche Kinder - gefolgt, um gemeinsam mit dem Hobbyornithologen Franz Grimm die „Stunde der  Gartenvögel“ zu erleben. Vom Sportplatz aus machte die Gruppe eine Runde durch die Siedlung, um gemeinsam die Vogelwelt der Gärten zu erkunden und Daten für die bundesweite Aktion des NABU zu sammeln. Der erste Vogel auf der Liste war der Hausrotschwanz, der mit seinem scharfen Gesang von einem Schornstein aus sein Revier abgrenzte. Die akrobatischen Mauersegler zeigten am Himmel ihre Flugkünste. „Sie schlagen  abwechselnd mit dem linken und rechten Flügel, von daher erscheint ihr Flug etwas gaukelnd“, erläuterte Grimm zur Überraschung der Teilnehmer. Nach ersten Auswertungen gehört der Mauersegler zu den "Gewinnern" der diesjährigen Aktion, denn der Vogel des Jahres 2003 ist im Vergleich zum letzen Jahr von Platz acht auf vier in der Liste der häufisten "Gartenvögel" geklettert. Zwei bunte Distelfinken, auch Stieglitze genannt, zeigten in einem naturnahen Garten, wie wertvoll Gräser und Stauden aus dem letzten Jahr für ihre Nahrungssuche sind – sie brauchen nämlich das ganze Jahr über Sämereien, um satt zu werden. „Man braucht nur eine kleine Ecke im Garten sich selbst zu überlassen – so einfach kann man Lebensraum für Tiere und Pflanzen schaffen“, empfahl Grimm. Einzelne Vögel – zum Beispiel zwei Türkentauben auf den Dächern und einen prächtig gefärbten Grünfink in einer Tanne - holte der Ornithologe immer wieder mit dem Fernrohr ganz nah heran, so dass auch die Kinder einen guten Blick auf sie erhaschen konnten. In den Weinbergen hinter den Häusern konnte der hämmernde Gesang der Zaunammer gehört werden. In Deutschland im Allgemeinen selten, zählt die Zaunammer am Haardtrand zu den Charaktervögeln und kann recht häufig beobachtet werden. In den Hecken und Büschen am Waldrand sangen Mönchsgrasmücke und Gartengrasmücke im Chor ihre melodischen Strophen, während ein „lachender“ Grünspecht in Richtung Waldrand flog. Insgesamt wurden 27 Vogelarten gesehen und gehört.

Die nächste Vogelstimmenwanderung des NABU findet am  Sonntag, 20. Mai um 7:30 Uhr in Diedesfeld statt. Treffpunkt: Parkplatz Klausentalhütte.

Foto: Der Mauersegler, "Gewinner" der Gartenvogel-Aktion - in Neustadt unterstützt durch das NABU-Projekt "Mauersegler an Schulen" (Foto: NABU)

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390,- € für den NABU - vielen Dank für Ihre Handys!

Viele Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt sind unserem Aufruf gefolgt und haben ihre alten Handys ins Stadthaus gebracht. - genau 78 Stück!

Im Agenda Büro wurden sie für den Naturschutzbund Deutschland (NABU) gesammelt - denn der hat einen Vertrag mit Vodafone: Für jedes alte Handy (egal welcher Marke) bekommt der NABU von Vodafone 5,-€ ! Und damit können dann bestimmte Naturschutzprojekte gefördert werden. Toll was? Und  sie haben gleichzeitig eine gute Tat getan! Vielen Dank!

       

Die Agenda -Beauftragte Brigitta Breuer (rechts) übergibt die gesammelten Handys an Frau Dr. Nathalie Plum, NABU  Regionalstellenleiterin. (Foto: Uwe Wittner)

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Jobbörse beim NABU: Helfer für Ferienprogramme und Biotoppflege gesucht

Die „Jobbörse für Ehrenamtliche“ beim Naturschutzbund NABU in der Süd- und Vorderpfalz startete auch in diesem Jahr wieder erfolgreich und stieß in der Bevölkerung auf große Resonanz. Beispielsweise konnten bei der aufwändigen Betreuung der 11 Amphibienschutzzäune über 100 Personen eingebunden werden und auch bei einzelnen Entbuschungsaktionen in den Biotopen des NABU halfen zahlreiche Freiwillige.

Speziell für Menschen, die sich mit einem überschaubaren und vor allem fest planbaren Zeitaufwand für die Natur engagieren wollen, gibt die „Jobbörse“ einen Überblick über die kleineren Aufgaben, die in einem Naturschutzverband zu bewältigen sind.

Aktuell sucht der NABU Helfer für diverse Kinderferienprogramme in den Sommerferien – insbesondere BetreuerInnen für das Naturerlebniscamp für Kinder, das vom 10. bis zum 12. Juli in Neustadt-Hambach stattfindet. Im Herbst stehen dann wieder die Apfel- und Heuernte an und Nistkästen müssen gereinigt oder neue aufgehängt werden. Schulen und Kindergärten fragen an, ob der NABU ihnen einen Lebensturm, ein Insektenhotel, eine Immenwand oder einen Weidentunnel baut – hierfür werden handwerklich geschickte Personen gesucht.

Die Regionalstelle in Landau vermittelt die örtlichen Ansprechpartner, bietet Informationen, Einarbeitung, Unkostenerstattung und sonstige Unterstützung wie zum Beispiel durch Material, das im Naturschutzzentrum Hirtenhaus ausgeliehen werden kann.

Unter www.NABU.Sued@NABU-RLP.de/jobs.htm sind alle „Jobs für Ehrenamtliche“ unter Angabe der notwendigen Vorkenntnisse und des Zeitbedarfs aufgelistet.

Bei Interesse an einem „Job“ berät Sie Regionalstellenleiterin Dr. Nathalie Plum: Tel. 06341/31628, NABU.Sued@NABU-RLP.de

Foto: Kinder und ehrenamtliche Betreuer bauen beim Osterferienprogramm an einer Trockenmauer. (Foto: Werner Kern)

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Zaunammer, Wanderfalke und Sperber in Aktion:

NABU entdeckt 37 Vogelarten auf Exkursion in Königsbach

Zwanzig Teilnehmer hatten sich früh morgens an der Kirche in Königsbach mit dem Hobbyornithologen Franz Grimm (NABU Edenkoben-Maikammer) getroffen, der die Exkursion auf Einladung der NABU-Gruppe Neustadt leitete. Bei strahlendem Sonnenschein zeigten Mehl- und Rauchschwalben sowie einige Mauersegler ihre akrobatischen Flugkünste über Gassen und Gärten. Als ersten Höhepunkt bestaunten die Teilnehmer mit dem Fernrohr den „König der Lüfte“, einen Wanderfalken, der im Königsbacher Steinbruch auf einem Baum saß. Währenddessen trug ein Wintergoldhähnchen, der kleinste Vogel in Deutschland, unaufhörlich seinen feinen leisen Gesang vor. Auf dem weiteren Weg entlang des Waldrandes sangen der seltene Gartenrotschwanz, das Rotkehlchen und der Grünfink ihre melodiösen Strophen. Inmitten der Rebenlandschaft flog der Vogel des Jahres, der Turmfalke über die Gruppe hinweg und zeigte sein charakteristisches Rütteln bei der Suche nach Mäusen. Vorbei an einer grünen Feldgehölzinsel mit singenden Nachtigallen ging es zu einzelnen Gebüschen zwischen den Weinbergen am Ortsrand. Dort konnte in der Morgensonne die Zaunammer, der Charaktervogel des Haardtrandes, durchs Fernrohr beim Vortrag ihres hämmernden Gesangs bestaunt werden. Plötzlich jagte wie aus dem Nichts heraus ein Sperber ganz nah an der Gruppe vorbei und versuchte einen Haussperling zu fangen, was ihm aber misslang. Insgesamt konnten 37 verschiedene Vogelarten gesehen und gehört werden. Die nächste Vogelstimmenwanderung des NABU findet am Sonntag 13. Mai um 18.00 Uhr in Gimmeldingen statt (Treffpunkt: Sportplatz).

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Nachtigall, Grünspecht und Zaunammer:

NABU entdeckt 38 Vogelarten auf Exkursion in Dernbach

Zwölf Teilnehmer trafen sich am vergangenen Sonntag zu einer abendlichen Exkursion mit dem Hobbyornithologen Franz Grimm (NABU Edenkoben/Maikammer) am Ortsrand von Dernbach, um Vögel zu beobachten und etwas über ihren Gesang und ihre Lebensweise zu erfahren. Gleich zu Beginn der Wegstrecke genossen die Teilnehmer das wehmütige Lied der Nachtigall, das aus einer Gebüschgruppe erklang. Auf dem weiteren Weg, vorbei an blühenden Orchideen, beobachtete die Gruppe Kohlmeise und Grünfink auf der Nahrungssuche und lauschte Rotkehlchen, Ringeltaube und Singdrossel. Mit dem Fernrohr holte Grimm den seltenen Baumpieper auf der fernen Spitze einer Pappel nah heran. Im Wald sangen der Kleiber und das Sommergoldhähnchen - der kleinste Vogel in Deutschland - ihre wohlklingenden Strophen. Über der herrlichen Wiesenlandschaft zeigte der Turmfalke, Vogel des Jahres 2007, sein charakteristisches Rütteln bei der Suche nach Mäusen. Nach Grünspecht und Heckenbraunelle kam überraschend noch eine ganz besondere Art auf die Liste der Vogelfreunde: Man staunte über eine singende Zaunammer, die eigentlich der Charaktervogel des Haardtrandes ist, sich aber scheinbar immer weiter in die offenen Täler des Pfälzerwalds hinein ausbreitet. Insgesamt konnten 38 verschiedene Vogelarten gehört und gesehen werden.

Die nächste Vogelstimmenwanderung des NABU findet am Donnerstag 17. Mai um 8.00 Uhr in Wernersberg statt (Treffpunkt: Wernersberger Mühle).

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Noch Plätze frei:

NABU bildet Senioren zu „Naturtrainern“ aus

Im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) bildet der NABU in der Vorderpfalz 10 Senioren zu „Naturtrainern“ aus. Im Rahmen von fünf Praxisworkshops erhalten die Teilnehmer Anregungen und Tipps für die Durchführung von Natur- und Umweltprojekten in Kindertagesstätten, sammeln erste Praxiserfahrungen und werden intensiv durch den NABU begleitet.
Die Teilnahme an dem Projekt ist kostenlos. Materialien für die Durchführung der Projekte in den Kindertagesstätten werden vom NABU gestellt.                         Interessierte Senioren können sich bei der NABU Regionalstelle Süd in Landau unter Tel. 06341-31628 melden. Der erste Workshop findet am Mittwoch, den 30. Mai von 9 bis 16 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Birkenheide, Eyersheimer Str. 11, statt.

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Stunde der Gartenvögel im Heidewald

Vögel beobachten + gewinnen - Bundesweite Mitmach-Aktion des NABU

Wie häufig sind unsere Gartenvögel? … und wo kommen welche Arten vor? Um herauszufinden, wie es um die heimische Vogelwelt bestellt ist, hat der NABU die Stunde der Gartenvögel ins Leben gerufen. Machen Sie mit, denn Ihre Beobachtungen geben Auskunft über die Verbreitung unserer gefiederten Nachbarn. Jetzt im dritten Aktionsjahr können wir mit Ihrer Hilfe auch Hinweise auf Zu- und Abnahmen der Vogelbestände erhalten. Und so geht’s: Notieren Sie in der Zeit vom 11.-13.Mai von jeder Art die höchste Anzahl der Vögel, die Sie innerhalb einer Stunde gleichzeitig beobachten konnten. Übertragen Sie dann die Beobachtungen in einen Meldebogen, der entweder beim NABU Heidewald, Albertine-Scherer-Str. 30 in Birkenheide erhältlich ist oder über das Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de abgerufen werden kann. Hier sind auch weitere Informationen für Sie bereitgestellt.  

Das Rotkehlchen ist noch häufig anzutreffen (Foto: NABU)

Unter den Teilnehmern verlost der NABU wertvolle Preise: 

1. Preis: Fünftage-Reise an den Kaiserstuhl für 2 Personen                                                2.-100 Preis: Ferngläser, Bücher, Nistkästen, Armbanduhren …                                Online-Teilnehmer nehmen an einer Sonderverlosung  teil.                         Abgabeschluss ist der 19. Mai

Am Sonntag, 13. Mai veranstaltet der NABU Heidewald eine Vogelexkursion. Geeignet ist der Spaziergang durch den Heidewald um Birkenheide auch für Familien. Wenn man Glück hat, kann man innerhalb von 2-3 Stunden über 50 Vogelarten sehen und hören. Henning Cramer übernimmt die Führung. Er ist ein erfahrener Vogelexperte und Heidewaldkenner. Treffpunkt: ASV Birkenheide 9.00 Uhr. Dauer etwa 2-3 Stunden. 

Auskunft unter Telefon 06237-6297 oder 06237-6369

Text: Walter Gramlich

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Spaziergang in den Wässerwiesen

Groß und Klein bestaunen Vielfalt in den Bellheimer Holz- und Sandwiesen

Dreizehn Weißstörche wateten auf der Suche nach Nahrung durchs flache Wasser, als die 9 Teilnehmer zum „Spaziergang in den Wässerwiesen“ am Parkplatz bei den Bellheimer Sand- und Holzwiesen aufbrachen. Exkursionsleiter Matthias Brock von der NABU-Gruppe Bellheim erläuterte die Hintergründe der seit zwei Jahren wieder regelmäßig stattfindenden Wiesenwässerung an der Queich. Die Wässerungstechnik wurde seit dem Mittelalter zur Erhöhung der Heuerträge in den Queichwiesen eingesetzt, geriet aber im letzen Jahrhundert beinahe in Vergessenheit. Heute ist sie nicht nur ein interessantes Instrument für die Landwirtschaft und den Hochwasserschutz, sondern auch zur Förderung einer typischen artenreichen Flora und Fauna. Vor allem die Interessengemeinschaft Queichwiesen und der Landschaftspflegeverband Pfalz (LPV) setzen sich seit einigen Jahren für den Erhalt der Gräben und den Wiederaufbau von Wehren und Schließen ein und werden dabei tatkräftig vom NABU und anderen Naturschutzverbänden unterstützt. „Dabei geht es uns nicht nur um den Weißstorch“, betont Brock. „Die flachen Flutungen finden nur an wenigen Tagen im Jahr statt. Das schadet dem Leben in den Wiesen nicht nachhaltig und erhöht sogar nachweislich die Vielfalt und Dynamik“, erläuterte Brock und wurde darin von Martin Grund (Aktion
Pfalzstorch/NABU-Gruppe Neustadt), der als Gast mit dabei war, bestätigt.

Und in der Tat: Neben den Störchen sichteten die Besucher einen Wiesenpieper, der nach taumelnden Flug mit einem Trillern im Gras verschwand. Auch tummelten sich diverse Schmetterlinge, darunter der seltene Schwalbenschwanz, auf der blütenreichen Wiese. Die anwesenden Kinder bestaunten Raupen, Schnecken und Käfer. Als Peter Wolf vom Bauhof Bellheim am Vortag die Schließen zur Sollach hochkurbelte, um dem Wasser den Weg in die Wiesen zu bahnen und dabei die Gräben überprüfte, konnte er außerdem zwei Ringelnattern beobachten – die übrigens hervorragend schwimmen können, so dass eine Flutung sie nicht im Geringsten stört.

Die NABU-Gruppe Bellheim lädt herzlich ein zum nächsten Spaziergang in den Wässerwiesen am Freitag, 11.05.07 um 15.00 Uhr.

Die Teilnehmer am Wässerwiesen-Spaziergang an einer Schließe in den Holzwiesen (Foto: Martin Grund)

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In der Petschengasseden neuen Trick geübt

40 Teilnehmer beim ersten Spritspar-Taining von Naturschutzbund, Evangelischer Kirche und Autohaus Neubeck

Ein kostenloses Spritspar-Training hat der Naturschutzbund (Nabu) Südpfalz in Kooperation mit der evangelischen Kirche der Pfalz am Samstag im Autohaus Neubeck angeboten. Das Motto: Umschalten - ganz einfach Sprit sparen". Vier Trainer zeigten den Teilnehmern in vier Autos auf einer vorgegebenen Strecke, wie sie verglichen mit ihrer bisherigen Fahrweise, bis zu 25 Prozent Sprit sparen können.

Ab 10 Uhr verließen im Halbstundentakt präparierte PKW den Hof des Autohauses Neubeck. Die Trainer seien ausgebucht, berichtete Neubecks Organisationsleiter Frank Bilabel im RHEINPFALZ-Gespräch. Etwa 40 Teilnehmer seien auf dem Weg zum umwelt- und kostenschonenden Autofahrer.

Auch Andreas Schäfer aus Waldsee hat sich zum Spritspar-Training angemeldet. Gegen 15 Uhr begibt sich der Rechtsreferendar auf die 11,86 Kilometer lange Teststrecke. Neben ihm sitzt Trainer Jörg Henf. "Das Auto ist so sparsam wie man es fährt", sagt er zu Beginn der ersten Runde und weist auf das an der Scheibe angebrachte Messgerät das ständig wechselnde Zahlen anzeigt. "Die werden dann später am PC ausgewertet", kündigt der Experte an. Die Strecke werde zweimal abgefahren, erfährt Schäfer kurz vor der Siemensbrücke: "Jetzt nach links. Henf schickt ihn in die Iggelheimer Straße. Fahrer und Beifahrer unterhalten sich bis zur Petschengasse über die Parkplatzsituation vor dem Gerichtsgebäude in Frankenthal. Vom Grünen Winkel aus fährt Schäfer den VW Experience über Kopfsteinpflaster durch die engen Gassen der Altstadt. Der Verkehr am Domplatz ist - wie häufig - etwas unübersichtlich. Souverän lenkt der Fahrer das Auto am Historischen Museum vorbei zur B9-Auffahrt, 100 Stundenkilometer (km/h) zeigt der Tacho bis zur Ausfahrt Speyer-West an.

Das Tempo auf 50 km/h gedrosselt, fährt Schäfer zurück zum Ausgangspunkt und stoppt auf Anweisung seines Trainers auf den Parkplatz gegenüber dem Autohaus. 7,98 Liter habe er bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36,7 km/h verbraucht und 185 Gramm CO2  ausgestoßen, entnimmt Henf dem Messgerät und empfiehlt Schäfer für die zweite Runde vorausschauendes Fahren. Anfahren aus dem Stand gelte als besonders großer "Spritfresser", gibt der Trainer bekannt. So oft es die Verkehrssicherheit zulasse, sei ein kurzer Sprint zur erwünschten Geschwindigkeit optimal.

Jetzt fährt Schäfer nach Henfs Anweisungen und schaltet so oft es geht in den höchsten Gang. Das Ausschalten des Motors bezeichnet Henf als die einfachste Möglichkeit, Sprit zu sparen und rät Schäfer gleich vor der roten Ampel hinter der Siemensbrücke dazu. "Bei flachen Gefälle den Gang raus" übt der Fahrer in der Petschengasse und "mit Vollgas auf 100" auf der B9.

Die Auswertung beider Runden ergibt 4,64 Prozent Verbrauchs-Einsparung in der zweiten Runde mit einem Zeitunterschied von 40 Sekunden. Trainer und Fahrer sind zufrieden mit dem Ergebnis. Andreas Schäfer hat das Spritspar-Training etwas gebracht für seinen Autofahrer-Alltag, ist er überzeugt. "Das Ausschalten vor der Ampel ist wirklich zu überlegen", sagt er.

Sie Sieger eines Gewinnspiels in dem Zusammenhang: Walter Christmann, St. Martin (Hotelscheck), Friedrich Brixius, Waldsee (100 Euro Gutschein), Franziska Rink, Heidelberg (50 Euro Gutschein), sowie Gerhard Albrecht, Heidelberg und Marco Bürger aus Altrip.      

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NABU und Böbinger Landwirte retten 27 Kiebitze

Bedrohter Zugvogel brütet behütet in Pfälzer Äckern

In einer  beispielhaften Aktion  wurden in den vergangenen Wochen 27 junge Kiebitze vom NABU und den Böbinger Landwirten Günter Gödelmann und Michael Vogel gerettet. Wolfgang Staudt von der NABU-Gruppe der Verbandsgemeinden Edenkoben und Maikammer hatte die Kiebitze auf feuchten Ackerflächen bei Böbingen entdeckt und die Sache ins Rollen gebracht. Zuerst wurden die Nester nach Rücksprache mit den Flächeneigentümern durch NABU-Aktive lokalisiert und markiert. Hierbei fand der NABU insgesamt 7 Nester mit 27 Eiern.

Die markierten Nester wurden bei der in den nächsten Tagen folgenden Bearbeitung der landwirtschaftlichen Flächen ausgespart und somit vor der Zerstörung  bewahrt. Bei weiteren Kontrollen in den folgenden Tagen wurden die Kiebitze brütend auf ihren Gelegen mit dem Fernglas beobachtet. Nach ungefähr einer  Woche waren alle Jungvögel geschlüpft was an den verbliebenen Eierschalen ersichtlich war.

Der Kiebitz ist ein Zugvogel, der meistens schon im März aus seinen Überwinterungsgebieten zu uns zurückkommt. Er ist Brutvogel der Feuchtwiesen und Niedermoore. Durch zunehmende Landwirtschaft und deren Intensivierung seit den 1970er Jahren sind viele natürliche Feuchtgebiete verloren gegangen. Wegen dieser fortschreitenden Zerstörung seiner Lebensräume haben die Bestände des Kiebitzes in Deutschland bereits stark abgenommen

Der Kiebitz ist etwa taubengroß mit vergleichsweise kurzen Beinen und hat einen weißen Bauch mit einem schwarzen Brustband. Am auffälligsten aber sind die lange schwarze Kopfhaube und der charakteristische „Gaukelflug“, bei dem die Kiebitze ihr typisches scharfes „kiwitt“ ausrufen.  Kiebitze brüten meistens in kleineren Gruppen in offenen, flachen Landschaften mit kurzem oder gar keinem Gras oder auf Feldern und Äckern. Ihr Gelege besteht meistens aus vier beigefarben bis braun gefleckten Eiern, in sehr seltenen Fällen werden drei oder zwei Eier gelegt. Beide Altvögel bebrüten die Eier 21 bis 28 Tage lang, bis die Küken schlüpfen. Die Küken sind Nestflüchter und verlassen das Nest bereits wenige Stunden nach dem Schlupf. Dann werden sie bis zu fünf Wochen lang noch von den Eltern geführt, bis sie flügge werden. Diese Zeit verbringen die meisten Familien in der direkten Umgebung des Nestes. In den ersten zehn Tagen ihres Lebens sind die Küken noch nicht in der Lage, ihre Körpertemperatur selbst zu regeln (Thermoregulation). Deshalb müssen die Küken noch gewärmt werden, was meistens das Weibchen übernimmt. Mit 35 Tagen sind die Küken vollbefiedert und flugfähig.

Alle Beteiligten hoffen, dass ein Großteil der 27 ausgeschlüpften Jungvögel auch flügge werden und vielleicht im nächsten Jahr wieder in das Gebiet, in dem sie das Licht der Welt erblickten, zurückkehren.

Foto 1: Kiebitz auf Böbinger Acker (Foto: Franz Grimm)

Foto 2: Kiebitz-Gelege (Foto: NABU / Ludwichowski)

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2208 Quadratmeter für den Naturschutzbund

Frankenthalerin überträgt geerbtes Grundstück an NABU

Ein in der Gemarkung Heßheim gelegenes Ackergrundstück hat die Frankenthalerin Eva Koch dem Naturschutzbund Frankenthal (Nabu) geschenkt. Der Verein plant, auf dem Gelände eine Streuobstwiese anzulegen.

„Das ist für uns ein bedeutender Akt, so etwas hatten wir noch nicht", sagte der Vorsitzende des Nabu, Manfred Becker, bei der Grundstücksübertragung am Dienstag in einem Frankenthaler Notariat.

Zusammen mit ihrem im Bayerischen Wald lebenden Cousin hatte Eva Koch ein 2208 Quadratmeter großes Ackergrundstück geerbt. Dieses Grundstück liegt in der Gemarkung Heßheim, östlich der A 61. Koch beschloss, den zurzeit noch landwirtschaftlich genutzten Acker wieder der Natur zuzuführen. Der Pachtvertrag sei bereits gekündigt, sagte sie.

„Nach dem Tod meiner Mutter hält mich hier nichts mehr", so die Frankenthalerin, die nun abwechselnd in Berlin und in Australien, wo ihre Tochter wohnt, leben wird. „Aber auch wenn ich nicht wegziehen würde, hätte ich das Grundstück dem Nabu übertragen", fügte sie hinzu.

Laut Manfred Becker soll der Acker vom Naturschutzbund auch weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden, jedoch auf eine extrem naturverträgliche Art und Weise. Becker schwebt die Anlage einer Streuobstwiese vor, Genaues müsse jedoch noch besprochen werden.

Foto: Manfred Becker

Ihr Motiv, das Grundstück zu verschenken, erklärte die Stifterin so: „Auf dem Feldweg zwischen Monte Scherbelino und Studernheim habe ich auf Schildern gelesen, dass hier naturbelassene Äcker vom Nabu verwaltet werden. Das hat mir gefallen. Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Leute für den Naturschutzbund spenden würden." (kae)

SCHAEDB1
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Frankenthaler Zeitung
Ausgabe: Nr.82
Datum: Samstag, den 07. April 2007
Seite: Nr.16

 

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Aktiv für Landschaft, Vogelwelt und Umweltbildung

Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Landau-Stadt 2007

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Landau-Stadt wurden positive Bilanzen gezogen. In seinem Jahresbericht lobte der 1. Vorsitzende Werner Kern den ehrenamtlichen Einsatz der Aktiven, die insgesamt über 2000 Stunden ableisteten. Nach dem Erfolg der Mitgliederwerbung hat der NABU Landau aktuell 1150 Mitglieder. Höhepunkte in 2006 waren die Verleihung des Umweltpreises der Stadt Landau an Werner Kern, die Ernennung des Hirtenhauses zur offiziellen SchUR-Station (schulnahe Umweltbildung Rheinland-Pfalz) durch Ministerin Doris Ahnen sowie der Besuch des NABU-Präsidenten Olaf Tschimpke im Hirtenhaus. Das SWR-Fernsehen drehte einen Bericht über die ausländischen Teilnehmer des 20. Internationalen Workcamps. Das SWR-Radio berichtet über die Schleiereulenberingung an der evangelischen Kirche in Mörzheim, die der NABU gemeinsam mit der Universität Landau durchführte.

Wie in jedem Jahr pflegten die Naturschützer diverse Biotope, retteten tausende von Erdkröten in Mörzheim und Landau vor dem Verkehrstod, schrieben politische Stellungnahmen, boten zahlreiche Exkursionen an, beteiligten sich am „Ferienpass“ und schrieben einen Malwettbewerb für Kinder aus. Die Gruppe nahm die Schenkung einer Streuobstwiese und eines alten Weinbergs durch Mitglieder an und betreibt so weiterhin Flächensicherung für den Naturschutz, eine ihrer satzungsgemäßen Kernaufgaben.

Bildungsreferentin Inge Keller berichtete, dass im Jahr 2006 über 2000 Kinder von 23 verschiedenen Einrichtungen (Schulen, Kindergärten, Kirchen) aus Landau und den Kreisen SÜW und GER an den Veranstaltungen der Naturerlebnisschule teilgenommen haben.

Kassenwart Lutz Querfurth konnte einen Überschuss für die Vereinskasse verzeichnen.

Nach 35 Jahren Engagement für die Natur wurde Werner Kern für weitere 3 Jahre  in seinem Amt als 1. Vorsitzender des NABU Landau bestätigt. Stellvertretende Vorsitzende bleibt Ingrid Munzinger, Schriftführer Horst Mantel und Kassenwart Lutz Querfurth. Jürgen Elger, Martina Gellrich, Ulf Janz, Stefan Laux, Roland Metzger und Klaus Pittner wurden in den erweiterten Vorstand gewählt. Kassenprüferinnen sind Gisela Jester und Inge Kern.

Der gemütliche Teil wurde bereichert durch Ulf Janz, der in einem Diavortrag den Vogel des Jahres 2007, den Turmfalken, vorstellte.

 

Foto1 : Junger Turmfalke, der im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Mörzheim abgegeben und in der Pflegestation des NABU in Haßloch aufgezogen und später ausgewildert wurde. (Foto: Werner Kern)

Foto 2: Turmfalke, Vogel des Jahres 2007 (Foto: NABU)

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Ein Vierteljahrhundert für den Naturschutz

NABU Landau-Land wird 25 Jahre alt - Jahreshauptversammlung plant Feierlichkeiten

Die Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Landau-Land im Eschbacher „Zehnthof“ stand ganz unter dem Zeichen des 25-jährigen Vereinsjubiläums. Im Jahr 1982 als „Ortsgruppe Landau-Land im Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV)“ gegründet, zählt die NABU-Gruppe inzwischen über 500 Mitglieder von Knöringen bis Impflingen. In seinem Jahresbericht ging der Vorsitzende Hans Frech (Göcklingen) auf die Höhepunkte des letzten Jahres ein – das Pfingstfest mit Schafschur, das Göcklinger Brünneltreffen, die Nacht der Fledermäuse und den Tag des Ehrenamtes, die auch alle in diesem Jahr wieder statt finden. Gleichzeitig zog er Bilanz über ein Vierteljahrhundert Naturschutz.

In Walsheim wurden im vergangenen September 40 Obstbäume auf einer Ausgleichsfläche gepflanzt. Mittlerweile pflegt die Gruppe in der Verbandsgemeinde 8 Streuobstwiesen. Dazu kommen 8 Feuchtgebiete, Wiesen und Wäldchen. Insgesamt besitzt und/oder pflegt die Gruppe 12 ha Fläche, die auf zahlreiche Dörfer in der Verbandsgemeinde verteilt sind. „Damit leisten wir unseren Beitrag zur Flächensicherung - unsere wichtigste Aufgabe nach der neuen NABU-Strategie“, so Rolf Schmitt, 2. Vorsitzender, der die meisten Biotoppflege- und Pflanzaktionen organisiert.

Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle in Landau lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gruppe und berichtete von verschiedenen Aktivitäten mit Messdienern, Konfirmanden und der NABU Hochschulgruppe Landau in der Verbandsgemeinde.

Zum Jubiläum war die Gruppe im März dieses Jahres bereits Gastgeber der großen Landesvertreterversammlung des NABU Rheinland-Pfalz. In die Kaiserberghalle in Göcklingen waren zu diesem Anlass nicht nur Ortsbürgermeister Fritz Garrecht, Verbandsbürgermeister Klaus Stalter und Landrätin Theresia Riedmaier gekommen, sondern auch NABU-Präsident Olaf Tschimpke aus Berlin. Alle gratulierten der Gruppe herzlich zu ihrer langjährigen professionellen Arbeit. Ein größeres Jubiläumsfest ist für den November in Ilbesheim geplant.

Neuwahlen standen nicht an, lediglich Petra Dausch-Franz (Eschbach) wurde als „Verstärkung“ in den Vorstand gewählt und freut sich auf ihr Amt als Beisitzerin. Der Kassenwart Thomas Dausch (Eschbach) hatte ein sattes Plus zu verzeichnen – die meisten Einnahmen sind Vergütungen für landespflegerische Aktivitäten sowie Spendengelder. Die Mitglieder beschlossen deshalb, ein Artenschutzprojekt des NABU Landesverbande mit einer Spende von 1000 Euro zu unterstützen: Das größte deutsche Winterquartier für Fledermäuse, der so genannte „Bierkeller“, eine Basaltgrube in der Nähe von Mayen, soll durch Ankauf gesichert werden. Gleichzeitig ruft die Gruppe die Bevölkerung in der Südpfalz dazu auf, ebenfalls zu spenden. Insgesamt muss der NABU 300.000 Euro aufbringen. Auch ein Ausflug zur Besichtigung des Fledermausquartiers ist geplant.

Für Spenden und Infos: NABU Regionalstelle Süd, Tel. 06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

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„Naturschutz in Rheinland-Pfalz“ (NABU-interner Artikel)

Zehntausend Erdkröten gerettet

Jobbörse der Regionalstelle voller Erfolg – Über 100 Ehrenamtliche helfen mit an Amphibienschutzzäunen in der Südpfalz

Bei den diesjährigen Aktivitäten des NABU im Amphibienschutz in der Südpfalz zeigte die „Jobbörse für Ehrenamtliche“ der NABU Regionalstelle Süd in Landau ihre volle Wirkung.

Die NABU-Gruppen Landau-Stadt, Landau-Land, Edenkoben/Maikammer, Lingenfeld und Neustadt/Weinstraße betreuten in ihren Gebieten insgesamt 11 Wanderstrecken. Die meisten Schutzzäune errichtete Franz Grimm in einem Kraftakt gemeinsam mit seinen beiden FÖJlern. Bei der anschließenden Betreuung der Zäune gab es natürlich ebenfalls eine Menge zu tun. Dr. Nathalie Plum gab den Bedarf an Helfern nicht nur wie üblich auf der Internetseite und über den Emailverteiler bekannt, sondern rief auch noch einmal gesondert über die Presse auf. Die Resonanz aus der Bevölkerung war überwältigend: Insgesamt waren über 100 Personen an der „Krötenfront“ engagiert – darunter zahlreiche zum ersten Mal. Erfreulich war hierbei auch, dass viele Kinder und Jugendliche, teils mit ihren Eltern, mit anpackten. Auch der befreundete Naturschutzverband Südpfalz (NVS) profitierte von der „Jobbörse“ der Regionalstelle, da auch einige Helfer für die Zäune des NVS gefunden werden konnten.

Die im Dezember auf Initiative der Regionalstelle neu gegründete NABU-Gruppe Neustadt/Weinstraße stürzte sich gleich in die praktische Naturschutzarbeit und betreute allein 4 Zäune. „Es war schon ein tolles Erlebnis, den Tieren so Aug’ in Aug’ zu begegnen – vor allem für unsere Jugend“, schwärmt die Vorsitzende Ursel Mosebach. An den traurigen Anblick der überfahrenen Tiere hingegen mag sie sich noch nicht recht gewöhnen.

In Eußerthal (Verbandsgemeinde Annweiler, Kreis SÜW) mobilisierte die frisch gebackene NABU-Aktive Marie-Luise Buschmann-Hof ihre Kollegen in der dortigen Fachklinik. Nach einer Woche gehörte es in der gesamten Belegschaft „zum guten Ton“, sich zum „Krötendienst“ in der Auffahrt der Klinik einteilen zu lassen – „Sonst konnte man in der Kaffeepause nicht mehr mitreden“, so Buschmann-Hof.

Insgesamt wurden in der Südpfalz über 10.000 Erdkröten, einige hundert Grasfrösche und einige Dutzend andere Amphibien, darunter auch Molche und eine einzelne Wechselkröte, sicher in ihre Laichgewässer gebracht.

Die langjährigen Betreuer einiger Schutzzäune, wie zum Beispiel Herbert Magin (NABU Lingenfeld), berichten, dass die Wanderung in diesem Jahr früher als sonst einsetzte – an den Standorten in der Nähe des Rheins kam die "Vorhut" schon im Januar und die Rückwanderung setzte bereits im März ein. Auch war die Gesamtzahl der wandernden Kröten an den meisten Standorten deutlich geringer als in den Vorjahren – bis zu 50%. Beim abschließenden regionalen Stammtisch diskutierten die Krötenretter, ob diese Entwicklungen mit dem Klimawandel zusammenhängen – ein Thema, das die Wissenschaft sicherlich noch beschäftigen wird.

Der NABU und der NVS bedanken sich herzlich bei allen großen und kleinen Helfern.

Die neue NABU-Gruppe Neustadt errichtet mit Franz Grimm (vorne rechts) ihren ersten Schutzzaun (Foto: NABU Neustadt)

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Zehntausend Erdkröten gerettet

NABU und NVS betreuten Amphibienschutzzäune in der ganzen Südpfalz

Wanderung abgeschlossen – Zahlen rückgängig

Viele Menschen ekeln sich vor Amphibien, ganz besonders vor Kröten. Diese Tiere sind jedoch ein wertvolles Glied im Nahrungsnetz und sollten ganz besonders von Gärtnern geschätzt werden – fressen sie doch neben allerlei Insekten und Spinnen auch Nacktschnecken. Deshalb machen sich die Naturschutzverbände NABU und NVS jedes Jahr dafür stark, möglichst viele Erdkröten, Frösche und Molche vor dem Verkehrstod zu bewahren und so die Populationen zu sichern.

Der Naturschutzverband Südpfalz (NVS) betreute Zäune in Spirkelbach, Hagenbach und Hatzenbühl – mit 2400 und 1073 geretteten Kröten gehörten die ersten beiden zu den am meisten frequentierten Standorten, während in Hatzenbühl die größte Artenvielfalt angetroffen wurde. Grasfrösche, Springfrösche, Grünfrösche, Bergmolche und Fadenmolche sorgten dort für Abwechslung. Weitere große Erdkrötenpopulationen konnte der NABU in Eußerthal (1754), Schwegenheim (1400) und Landau-Mörzheim (1007, jeweils eingesammelte Erdkröten) sichern. Die im Dezember neu gegründete NABU-Gruppe Neustadt/Weinstraße betreute 3 Zäune an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet; der wichtigste Standort war das Kaltenbrunnertal, wo ca. 1700 Kröten und einige Dutzend Grasfrösche gerettet werden konnten. Die Naturschützer lernten dabei Privatpersonen kennen, die sich bereits seit Jahren im „Einzelkampf“ um die Rettung der wandernden Amphibien in ihrer Siedlung kümmern. Dazu kamen Zäune und Sammelstellen mit kleineren Populationen in Kirrweiler, Burrweiler, Frankweiler, Siebeldingen, Gräfenhausen und Annweiler sowie an der Kaiserbachermühle bei Klingenmünster und in Landau im Gewerbegebiet Nord.

Sämtliche Schutzzäune wurden über einen Zeitraum von mehreren Wochen in den Abendstunden von den Naturschützern vor Ort kontrolliert. Insgesamt konnten so in der Südpfalz mehr als 11.000 Kröten sicher zu ihrem Laichgewässer gebracht werden, wie Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle in Landau berichtet. Wie auch schon in den Vorjahren funktionierte die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden bestens; die notwendigen Zäune wurden teilweise zur Verfügung gestellt und wenn möglich Straßen gesperrt oder beschildert.

Die „Jobbörse für Ehrenamtliche“, die die NABU Regionalstelle über die Presse und über die eigene Internetseite bekannt macht, zeigte hier ihre volle Wirkung: Insgesamt waren über 100 Personen als Helfer an der „Krötenfront“ engagiert – darunter zahlreiche zum ersten Mal. Erfreulich war hierbei auch, dass zahlreiche Kinder und Jugendliche, teils mit ihren Eltern, halfen. Passanten fragten die Helfer auch schon einmal im Scherz, ob sie für eine Froschschenkelsuppe sammelten.

Die langjährigen Betreuer einiger Schutzzäune berichten, dass die Wanderung in diesem Jahr früher als sonst einsetzte – an den rheinnahen Standorten (Schwegenheim, Hagenbach) kam die "Vorhut" schon im Januar und die Rückwanderung setzte bereits im März ein. Auch war die Gesamtzahl der wandernden Kröten an den meisten Standorten deutlich geringer als in den Vorjahren – bis zu 50%. „Ob dies mit dem Klimawandel zusammenhängt, darüber wagen wir nicht zu spekulieren“, so Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle, „das ist aber sicherlich ein Thema, das die Wissenschaft noch beschäftigen wird.“

Der NABU und der NVS bedanken sich herzlich bei allen großen und kleinen Helfern.

 

Foto: Erdkrötenpaar (Foto: Manfred Winkler/NVS)

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Biotoppflege, Pappkäfer und Eiersuche:                                                      Osterferienprogramm beim NABU Landau wieder ein voller Erfolg

50 Kinder aus Landau und dem Kreis Südliche Weinstraße nahmen am diesjährigen Osterferienprogramm des Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim teil. Ulrike van der Bloemen und Inge Keller von der Naturerlebnisschule gestalteten über drei Tage ein abwechslungsreiches Programm rund um die Natur – mit der tatkräftigen Unterstützung von 9 wechselnden ehrenamtlichen Helfern des NABU Landau.

Wie jedes Jahr wurde zunächst das „Grüne Klassenzimmer“ am Brühlgraben in Mörzheim „fit für den Frühling“ gemacht. Die im letzten Jahr von den Kindern angelegte Benjeshecke, ein Unterschlupf für Kleintiere, wurde mit neuem Grünschnitt aufgefüllt. Mit großem Eifer besserten die kleinen Naturschützer die Insektenlehmwand aus und zimmerten ein neues Dach. Dank der tüchtigen Vorarbeit der NABU Hochschulgruppe Landau, die den Boden rund um die Obstbäume mit Spaten gelockert hatte, konnten die Kinder Trester-Kompost als Dünger an den Bäumen verteilen. Zwischendurch gab es zur Auflockerung wie immer Spiele und eine Wasserexkursion, bei der die Kinder Kaulquappen von Molchen, Froschlaich und Libellenlarven entdecken konnten. Auf der von ihnen angelegten Trockenmauer sonnten sich bereits die Eidechsen. Die Bastelfreudigen fertigten aus Pappmaché lustige Riesenkäfer und schöne Ostergrußkarten an. Der Höhepunkt des bunten Programms war eine spannende Eiersuche im Grünen.

Der besondere Dank der Naturschützer gilt der Bäckerei Walther (Offenbach), die für die Verpflegung der Kinder Brot und Kuchen zur Verfügung stellte.

Zum Vormerken: Die NAJU (Naturschutzjugend) Landau (Leitung: Ulf Janz) trifft sich an jedem 1.Dienstag im Monat um 15 Uhr in Mörzheim und macht spannende Ausflüge in die Natur. Anmeldung (Kinder ab 10 Jahren) und Infos über weitere NABU-Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Tel. 06341/31628; e-mail: hirtenhaus@web.de

Foto 1: Die Teilnehmer des Osterferienprogramms auf der Wiese des NABU Landau in Mörzheim (Foto: Werner Kern)

Foto 2: Die gebastelten Pappmaché-Käfer (Foto: Werner Kern)

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Spritspartag in Speyer 

Speyer: NABU, evangelische Kirche und Volkswagen laden ein zu Aktionstag

Kostenloses Spritspar-Training am Autohaus Neubeck

Berlin/Speyer - "Umweltschonend Auto fahren" lautet das Motto eines Aktionstages, der am Samstag 14. April von NABU und Volkswagen gemeinsam mit der evangelischen Landeskirche der Pfalz ausgerichtet wird. Von 10 bis 16 Uhr dreht sich im Volkswagen-Autohaus Neubeck in der Landwehrstr. 34 alles um die Themen Spritsparen, Klimaschutz und Umweltschutz. Kostenlos angeboten wird ein ebenso spannendes wie nützliches Spritspar-Training. Wer lernen möchte, wie mit ein paar kleinen Änderungen am Fahrstil und ohne Zeitverlust der Treibstoffverbrauch um bis zu 25% gesenkt werden kann, sollte unbedingt am Spritspar-Training teilnehmen.

Nach der erfolgreichen „Aktion Autofasten“ der evangelischen Landeskirche geht das kirchliche Engagement für die Umwelt auch nach Ostern weiter. Schirmherr des Aktionstages ist Rolf Wunder, Beigeordneter der Stadt Speyer.

Ein buntes Rahmenprogramm gestalten der NABU und verschiedene Firmen aus dem Bereich Klima- und Umweltschutz. Anbieter von Photovoltaikanlagen, Sonnenkollektoren, Wärmepumpen, Gasautos, Gebäudeanalysen, Isolier- und Dämmstoffen sowie biologischen Baustoffen zeigen auf, was man als Privatmann alles für den Klimaschutz machen kann. Zwei Biolandbetriebe bieten ihre Produkte aus ökologischem Anbau an.

Rückfragen/Anmeldung: Tel. 06341 / 31628, e-mail: Kontakt

 

Das Autohaus Neubeck, Veranstaltungsort des NABU Spritspartages           (Foto: Werner Kern)

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NABU und NVS unterstützen die bundesweite Brutvogelkartierung  ADEBAR - Kartierungen der Eulen in Landau und Umgebung liefern erste interessante Ergebnisse

Mit dem Projekt ADEBAR (Altas Deutscher Brutvogelarten) wird seit 2005 die längst überfällige Zählung, der in Deutschland vorkommenden Brutvögel durchgeführt. Als Ergebnis wird in drei Jahren ein Atlas mit Verbreitungskarten und Angaben zur Häufigkeit der deutschen Piepmätze herausgegeben. In Landau und Umgebung wird diese Vogelzählung gemeinsam vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem Naturschutzverband Südpfalz (NVS) durchgeführt. Ulf Janz vom NABU-Landau kartiert zur Zeit die pfälzischen Eulen. „Es ist sehr erfreulich, dass von den 10 verschiedenen Eulenarten, die in Deutschland brüten, immerhin 8 in der Südpfalz nachgewiesen werden konnten“, so Janz. Neben den häufigeren Arten wie Waldkauz und Waldohreule sind auch Schleiereule, Uhu, Steinkauz und Rauhfußkauz vertreten. Die großen Sensationen der letzten Jahre waren aber zwei Brutnachweise der sehr seltenen Zwergohreule und mehrere Brutnachweise des Sperlingskauzes, der im Pfälzer Wald als Brutvogel bisher unbekannt war. „Diese Erkenntnisse sind aus naturschutzfachlicher Sicht sehr wichtig“ betont Janz. Auch Rolf Wambsganss vom NVS ist der Meinung, dass für einen erfolgreichen Artenschutz bekannt sein muss, wo und in welcher Anzahl die Tiere brüten. Und das sehr erfolgreiche Steinkauzprojekt des NVS spricht für sich. „Der bei uns vom Aussterben bedrohte Steinkauz konnte durch gezielte Maßnahmen gerettet werden“ freut sich Wambsganss und bedankt sich bei der Gelegenheit bei seinem Naturschutzfreund Karlheinz Stahlheber, dessen unermüdlichen Einsatz dieser große Erfolg zu verdanken ist. Durch das Aufhängen von sogenannten Steinkauzröhren finden die Käuze ausreichend Nistmöglichkeiten und inzwischen haben sich die Bestände sehr gut erholt.

Sorge bereitet den ehrenamtlichen Naturschützern jedoch das zum Teil umfangreiche Fällen großer Bäume in den Ortschaften und Ortsrandgebieten. Genau diese Bäume sind jedoch oftmals die einzigen Brutmöglichkeiten der Waldohreulen. „Obwohl sie so heißen, haben wir festgestellt, dass die Waldohreulen im geschlossenen Wald gar nicht vorkommen. Sie benötigen zur nächtlichen Jagd offene Flächen und zum Brüten hohe Bäume. Diese Strukturen finden wir bei uns aber nur in dörflichen Strukturen und entlang der Bachläufe“ erklärt Wambsganss. In diesem Jahr konnte Ulf Janz bereits 14 Brutpaare der Waldohreule beobachten: in Göcklingen, Dammheim, Nussdorf, Arzheim, Mörzheim und sogar mitten in Landau. Dr. Nathalie Plum von der Regionalstelle Süd des NABU Rheinland Pfalz hofft, dass diese Erkenntnisse die Städte und Gemeinden dazu bringen, das Fällen großer Bäume nicht zu übertreiben. „Ich würde es auch begrüßen, wenn wir wir aus der Bevölkerung Meldungen über Eulenbeobachtungen erhalten könnten, damit wir unser Bild von der Verbreitung der Eulen vervollständigen können“ so Plum. „Außerdem ist es auch möglich unsere Eulen-Experten bei ihren Begehungen zu begleiten“.

Anfragen und Meldungen von Beobachtungen ab dem 10.4. an die NABU Regionalstelle Süd, Brühlstr. 21, 76829 Landau-Mörzheim,                               Tel. 06341/31628, e-mail: Kontakt

              

 Waldohreule (Foto: Herbert Magin)            Waldohreule (Foto: Joachim Zürker)

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Ein Jahr Handys für die Havel: NABU und Vodafone ziehen Bilanz

Über 77.000 Euro für Renaturierungsprojekt gesammelt

Vor genau einem Jahr starteten der NABU und Vodafone die Handyrecycling-Kampagne „Handys für die Havel“. Unverändert ist diese Aktion auf Erfolgskurs: Zum 15. Februar 2007 sind insgesamt rund 9.800 Handys zugunsten des NABU beim Recycling-Unternehmen „Greener Solutions“ eingegangen. Zahlreiche Bürger, aber auch Unternehmen, Schulen und Behörden haben sich beteiligt. So konnten über 77.000 Euro für den NABU gesammelt werden.

Wer sein Alt-Handy umweltverträglich entsorgen und gleichzeitig etwas für den Naturschutz tun möchte, kann das bei NABU-Aktiven, in einigen Geschäften oder bei der Stadt Germersheim tun (Adressen siehe unten). Inzwischen kann man einen Großteil der Handysammelstellen des NABU auch im Internet einsehen: http://www.nabu.de/m07/m07_02/06053.html

Für jedes Handy erhält der Naturschutzbund Deutschland eine Spende von drei Euro fünfzig von seinem Kooperationspartner Vodafone. Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU Rheinland-Pfalz Regionalstelle Südpfalz: „Wir freuen uns sehr darüber, dass nach wie vor so viele Mitbürger unsere Arbeit durch die Abgabe ihrer Alt-Handys unterstützen. Allein in der Südpfalz haben wir schon knapp 250 Handys gesammelt. Die Gelder verwendet der NABU für die naturnahe Gestaltung der Unteren Havel – dem zur Zeit größten Fluss-Renaturierungsprojekt Mitteleuropas.“

Das Recycling eines alten Handys ist übrigens unabhängig von einer Vertragsverlängerung, einem Neuvertrag oder dem Kauf eines neuen Gerätes.

Sammelstellen im Kreis GER:

Westheim: Pia Herbel, Bahnhofstr. 7 . (Briefkasten)

Zeiskam: Postagentur, Inh.: Herr Mees

Bellheim: Frisör Busch, Optiker Kuntz

Knittelsheim: Bäckerei Busch

Ottersheim : Walter Frey, Waldstr. 47 (Briefkasten)

Germersheim: Brigitta Bräuer, Lokale Agenda 21, Kolpingplatz 3

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Müllsammelaktion der NAJU Neustadt am Speyerbach

Am vergangenen Samstag hat die Naturschutzjugend (NAJU) Neustadt am Speyerbach in Höhe der Festwiese Müll von den Bachufern eingesammelt. Darunter waren Flaschen, Fast-Food-Verpackungen, Zigarettenschachteln, eine Radkappe und viel Styropor. „Unglaublich, was die Leute alles achtlos in den Bach werfen“, so Thore Fink, Sprecher der Jugendgruppe. Das ESN nahm den gesammelten Müll entgegen - insgesamt 6 Säcke, also über 700 Liter auf nur 100 Metern Uferabschnitt. Für eine Sammlung im Bach selbst führte der Speyerbach zu viel Wasser und auch die geplante „Müll-Ausstellung“ musste wegen des schlechten Wetters (Regen und Sturm) entfallen. Der kleine Leon (9 Jahre) wurde beim Sammeln bereits von einem herumfliegenden Pappschild niedergestreckt. Auch von der befreundeten BUND-Gruppe waren Helfer mit dabei. Die Jugendlichen machten unter den Passanten noch eine Umfrage zum Speyerbach und waren positiv überrascht, wie gut informiert einige waren, zum Beispiel darüber, wo Quelle und Mündung des Bachs liegen. Die Passanten wurden auch gefragt, welche persönliche Bedeutung der Speyerbach für sie hat und ob sie Verbesserungsvorschläge haben. Die NAJU plant die Auswertung der Fragebögen für die nächste Gruppenstunde.

Nächste Treffen der NAJU Neustadt: Freitag, 09.03. und 23.3. jeweils um 15:30 bis 17 Uhr im Mehrgenerationenhaus (Hof der VHS). Infos bei Thore Fink,          Tel. 06325 / 980840

Foto1: Die Jugendlichen beim Müllsammeln am Speyerbach (Foto: Martin Grund)

Foto 2: Geschafft! So viel Müll auf nur 100 Metern…(Foto: Martin Grund)

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Biotoppfleger, Bachpaten und Vogelschützer:

NABU Wachenheim/Deidesheim aktiv für die Natur an der Haardt

Am vergangenen Freitag fanden sich die Aktiven der NABU-Gruppe Wachenheim/Deidesheim zur Jahreshauptversammlung und Vorstandswahl im Rathaus der Verbandsgemeinde Wachenheim ein. Wie der 1. Vorsitzende Nicolas Bachmann berichtete, waren die Naturschützer im Jahr 2006 wieder sehr rege.

Wie immer machte die Biotoppflege einen großen Teil der Aktivitäten aus. Dazu gehörten auf Flächen des NABU das Mähen, der Schnitt von Obstbäumen und die Pflege von Kopfweiden. Im Rahmen der Bachpatenschaften für den Goldbach und den Neuen Weinbach wurden ebenfalls verschiedene Baumschnitt- und Säuberungsarbeiten durchgeführt.

An den fast 50 für den Steinschmätzer entlang der B 271 angelegten Lesesteinhaufen, wurde gemäht, um freien Anflug des seltenen Acker- und Weinbergvogels zu gewährleisten. Außerdem betreut die NABU-Gruppe über 600 Nistkästen. Es fanden zwei „Vogelstimmenwanderungen“ und eine Wanderung zu den Steinschmätzern statt. Außerdem waren die Naturschützer beim Ferienprogramm der Agenda 21 von Wachenheim und mit einem Stand auf dem Wachenheimer Kräutermarkt in der Öffentlichkeit präsent. Friedrich Reinert vertrat den NABU im Naturschutzbeirat des Kreises Bad Dürkheim und arbeitete Stellungnahmen zu verschiedenen Bauvorhaben und Flurbereinigungen aus. Wie immer war die Naturschutzjugend NAJU sehr aktiv und an fast allen Aktivitäten der NABU-Gruppe beteiligt.

Der Kassenwart Klaus Brenner hatte ein leichtes Plus in der Kasse zu verzeichnen und zeigte sich zufrieden mit der stabilen Finanzlage der Gruppe.

Die Neuwahlen ergaben folgenden Vorstand:

1. Vorsitzender: Nicolas Bachmann

2. Vorsitzender: Tobias Koreng

Kassenwart: Alexander Brändlein

Schriftführer: Sebastian Krauß

Pressewart: Friedrich Reinert

Kassenprüfer: Klaus Brenner, Gerd Reuther.

Im Februar fand auf der NABU-eigenen Streuobstwiese im Einstal bereits eine Schulung statt, bei dem die Wachenheimer Naturschützer sich von Werner Kern (NABU Landau) zeigen ließen, wie man Obstbäume  fachmännisch beschneidet. Im Jahresprogramm stehen wieder Mäh- und Pflegearbeiten auf den Grundstücken des Vereins, die Weitergestaltung des Spielplatzes im Poppental, eine Radtour zu den im Bereich der Verbandsgemeinden angelegten Nistplätzen der seltenen Steinschmätzer, eine Vogelstimmenwanderung im Forster Bruch, eine Wanderung mit einer NABU-Gruppe aus Niedersachsen zu Steinschmätzer und Zaunammer, Teilnahmen am Kräutermarkt, am Waldtag sowie am Ferienprogramm der Agenda 21 und im Herbst die Reinigung, Reparatur und Ergänzung der zahlreichen Nisthilfen. Auch 2007 wird die Gruppe sich an jedem 1. Freitag im Monat um 19:30 Uhr im Rathaus der Verbandsgemeinde Wachenheim treffen und freut sich über neue Gesichter.

Wichtigste Neuerung ist der Anschluss der NABU-Gruppe Wachenheim/Deidesheim an die NABU Regionalstelle für die Süd- und Vorderpfalz, die ihren Sitz in Landau-Mörzheim im Naturschutzzentrum Hirtenhaus hat. Dr. Nathalie Plum, Leiterin der Regionalstelle, wird die Gruppe vor allem bei der Öffentlichkeitsarbeit und bei der Gewinnung von neuen Aktiven unterstützen und sie mit den anderen NABU-Gruppen in der Region vernetzen. Auch bei allgemeinen Fragen zu Natur und Umwelt ist die Regionalstelle für Bürger zu den üblichen Bürozeiten erreichbar. Infos: NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341 / 31628, e-mail: Kontakt

 

Foto: Obstbaumschnittkurs des NABU im Einstal. (Foto: Werner Kern)

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Neues Programm der Naturerlebnisschule für das Sommerhalbjahr 2007

Die Naturerlebnisschule des NABU Landau startet ihr neues Programm für Frühjahr und Sommer. Schulklassen aller Alterstufen können das Angebot nutzen und den Sachkunde- oder Biologieunterricht im Freien gestalten, einen Wandertag einmal anders erleben oder Projekttage mit dem NABU durchführen.

Unter fachkundiger Anleitung der Umweltpädagoginnen Ingeborg Keller und Ulrike van der Bloemen erfahren und erforschen Schüler und Schülerinnen Tiere und Pflanzen verschiedener Lebensräume und erfahren viel über ökologische Zusammenhänge. Die Angebote sind entsprechend dem Alter der Klassen konzipiert. Sinneseindrücke und spielerische Lernformen sind neben der Wissensvermittlung tragende Elemente.

Themen für Grundschulen sind ein Wohnungsbauprogramm für Piepmätze, eine Frühlingsentdeckungstour, ein Besuch beim Imker, bei dem es viel über Honig- und Wildbienen zu erfahren gibt. Beim Thema Bäume kann der Sachkundeunterricht im Wald oder Park stattfinden. Verschiedene Lebensräume wie Wiese, Streuobstwiese, Wasser oder Laubstreu können erforscht oder das Schulgelände an Projekttagen mit dem Bau eines Lebensturms neu gestaltet werden. Wir versuchen, die Angst vor Spinnen zu nehmen, indem wir ihre faszinierenden Seiten aufzeigen oder beobachten die Flugkünstler über den Dächern unserer Stadt. Dem Turmfalken als Vogel des Jahres wird besondere Beachtung zuteil.

Für die Klassenstufen der weiterführenden Schulen werden überwiegend dieselben Themen angeboten, jedoch ist der inhaltliche Schwerpunkt ein anderer: Beim Lebensraum Wiese erhalten die Schüler eine Einführung in die Bestimmung von Pflanzen oder Tieren oder sie untersuchen am Wasser, welche Anpassungsmechanismen die Entwicklungsstadien verschiedener Insektenarten entwickelt haben. Zusätzliche Themen sind die Verbreitungsmechanismen von Samen und Früchten, der Lebensraum Wald mit seinen Stockwerken und beim Thema Tarnung und Warnung wird untersucht, wie sich Tiere und Pflanzen vor Feinden schützen können. Für Projekttage können sich Gruppen bei der Arbeit am Grünen Klassenzimmer oder im Schulgelände engagieren, z. B. durch die Anlage einer Benjes-Hecke oder beim Bau einer Lehmwand für Wildbienen. Beim Projekt „Essbare Wildkräuter“ wird in der Speisekammer der Natur nach würzigen Beigaben gesucht. Wohin am Wandertag? – Die Naturerlebnisschule bietet hierzu einen Walderlebnistag an.

Alle Veranstaltungen sind in der Regel für 2,5 - 3 Stunden konzipiert. Ist geeignetes Gelände in Schulnähe vorhanden, kommen die Mitarbeiter des NABU auch zu der Schule. Ansonsten besteht die Möglichkeit, mit dem Linienbus nach Mörzheim zu fahren. Dort verfügt der NABU über eigene Wiesen-, Wald- und Wasserflächen.

Die Programme der Naturerlebnisschule werden zur Zeit an die Schulen verteilt, sie können auch beim NABU Landau im Naturschutzzentrum Hirtenhaus unter 06341 / 31628 angefordert werden.

Weitere Informationen unter www.nsz-hirtenhaus.de.

 

            Bewegungsspiel im "Grünen Klassenzimmer" der Naturerlebnisschule      in Mörzheim (Foto: Werner Kern)

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SCHWEGENHEIM.  Wie Kröten wohlbehalten zum Wasser kommen

Sie erreichen eine Länge von etwa acht bis zwölf Zentimetern und erscheinen ungeschickt. Ihre Färbung reicht vom Bräunlichen bis ins Grünliche, ihr Leib ist mit Warzen besetzt, und sie halten sich tagsüber verborgen: Die Rede ist von Erdkröten, die derzeit in den Abend- und Nachtstunden zu ihren Laichgewässern wandern. Auch in diesem Jahr unterstützt der Naturschutzbund (NABU) der Verbandsgemeinde Lingenfeld die Krötenwanderung am Mehlsee zwischen Schwegenheim und Gommersheim.

„Der Krötenschutzzaun, der seit 2005 vom Landauer Landesbetrieb Mobilität errichtet wird, war ein lang ersehnter Wunsch, erleichtert unsere Arbeit und bewahrt zahlreiche wandernde Tiere vor dem Tod“, freut sich NABU-Vorsitzender Herbert Magin aus Westheim. In Zeiten ohne Zaun hätten die Helfer die Amphibien einzeln einsammeln müssen. Die L 538 sei während der Krötenwanderung zwar gesperrt worden, vielen rücksichtlosen Autofahrern sei dies jedoch gleichgültig gewesen: „Tagtäglich wurden Tiere überfahren und sogar Helfer durch Raser gefährdet.“

Der in diesem Jahr erweiterte, zirka 600 Meter lange Krötenzaun, der am 12. Februar gestellt worden sei, habe den Vorteil, dass die Tiere auf das Hindernis träfen, sich daran entlang tasteten, in die eingegrabenen Eimer fielen und so von einem Überqueren der Straße abgehalten würden, erklärt der NABU-Chef.

 „Die erste Wanderung hat in diesem Jahr in der Nacht vom 12. auf den 13. Februar stattgefunden“, informiert Magin: „Im Gegensatz zu 2006 stellen wir uns auf eine lange Wandersaison ein“. Mit  vermehrter Wandertätigkeit sei zu rechnen, wenn die Temperaturen bei über fünf Grad lägen und es regne, weiß Magin aus Erfahrung. Teilweise würden die Witterungsbedingungen für die Wanderung ausreichen, aufgrund des frühen Zeitpunkts im Jahr ticke jedoch die innere Uhr der Kröten noch etwas anders. „Obwohl in den letzten Tagen keine oder nur sehr wenige Exemplare die Wanderung in Angriff genommen haben, kontrollieren wir täglich die Eimer“.

In Stoßzeiten seien die NABU-Helfer sogar zwei Mal, morgens und abends, im Einsatz. Aufgrund des Sekretes, das die Kröten absondern, würden die Helfer die Amphibien überwiegend mit Handschuhen aus den Eimern sammeln und sie sicher über die Straße zum Mehlsee bringen. Nach dem Ablaichen stehe dann einige Tage später die Rückwanderung an, die der NABU ebenfalls begleite. Magin appelliert an Fahrzeugteilnehmer, die in den nächsten Wochen die L 538 zwischen Schwegenheim und Gommersheim nutzen, rücksichtsvoll zu fahren und die reduzierte Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern zum Schutze der Tiere und der Helfer nicht zu überschreiten.

 Falls Kröten nämlich außerhalb der Zaunanlage versuchen würden, den Mehlsee zu erreichen, kämen sie nicht nur durch das direkte Überfahren zu Tode. Alleine der Anpressdruck eines Fahrzeuges, das mehr als 50 Stundenkilometer fahre, reiche aus, um die Tiere zum Platzen zu bringen.

 Dass sich die aufopferungsvolle Arbeit der Naturschützer sowie die Installation   des Zauns lohnt, zeigen die geführten Statistiken. In den letzten Jahren tauchen darin immer mehr wandernde Amphibien auf. Unter diesen befinden sich neben Erdkröten insbesondere auch verschiedene Frosch- und Molcharten. „In 2005 und 2006 haben wir alleine bei den Hinwanderungen jeweils mehr als 2000 Amphibien wohlbehalten über die Straße gebracht“, zeigt sich Magin zufrieden. (nti)

 

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KREIS GERMERSHEIM: Schon seit 15 Jahren nistet ein Turmfalkenpaar in einer Scheune in Zeiskam

Von unserer Mitarbeiterin Jennifer Speigl. Der Turmfalke (Falco tinnunculus) wurde vom Naturschutzbund Deutschland zum Vogel des Jahres 2007 gewählt. Noch ist der Bestand der Vögel nicht bedroht, trotzdem soll es wieder mehr Nistmöglichkeiten geben, wie zum Beispiel in Zeiskam. Dort ist es bald wieder so weit: Wenn zwischen März und Mai die Balz- und Brutzeit beginnt, kann man in der alten Scheune ein Turmfalkenpaar mit seinen Jungen beobachten.

Vor 15 Jahren brachte der Hauseigentümer zusammen mit Beauftragten des Naturschutzbundes Rheinland-Pfalz einen Turmfalkenkasten an. Seitdem brütet darin jedes Jahr ein Turmfalkenpaar - bis jetzt immer erfolgreich. Im Schnitt vier bis sechs Junge werden dort zur Welt gebracht und „wohnen" im geräumigen Nistkasten, in dem sich über die Jahre eine Menge Gewöll und Überreste angesammelt haben, bis sie schließlich ausfliegen.

„Manchmal kommen die Turmfalken auch im Winter in die Scheune", erzählt Joachim Zürker vom NABU Bellheim im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Zum Schutz vor Wind und Wetter, und um die Nistmöglichkeit im Frühjahr zu sichern. Denn für den Turmfalken als Stand- und Strichvogel sei es, im Gegensatz zum Wanderfalken, der ein Zugvogel ist, äußerst wichtig, das Revier zu verteidigen. Deshalb könne man, wenn es hart auf hart kommt, auch mal einen Luftkampf zwischen zwei Turmfalken beobachten, die sich um den Nistplatz in der Scheune streiten, so Zürker.

Für Rolf Wambsganß, Spezialist für Vögel und Säugetiere beim Naturschutzverband Südpfalz, gehören Turmfalken zu den faszinierendsten Greifvogelarten der Region. Im Frühjahr soll eine bundesweite Bestandserfassung stattfinden. Wie Joachim Zürker berichtet, gehe man davon aus, dass der rheinland-pfälzische Bestand nicht erheblich zurückgegangen ist. Trotzdem leide natürlich auch der Turmfalke unter der Intensivierung der Landwirtschaft. Wambsganß bestätigt, dass diese zum Verlust von Brachflächen für Mäuse und Spatzen, der Nahrungsgrundlage der Turmfalken, führe. Noch stehe er jedoch nicht auf der „roten Liste", der Liste der Bestandsbedrohten Tierarten.

Turmfalkenpaare sind sich lebenslang treu

Dennoch sollte man um die Zukunft des Vogels besorgt sein. Denn zur Jungenaufzucht suchen sich die Turmfalkenpaare, die in der Regel ein Leben lang zusammenbleiben, alte Krähen-, Raben- oder Elsternnester, die in Schlupfwinkeln von Türmen, landschaftlichen Gebäuden oder Industrieanlagen versteckt sind. Auch in vielen Dörfern der Südpfalz gebe es Kirchtürme, die von Turmfalken besetzt werden. Aus Gründen der Sauberkeit wurden jedoch schon viele Türme geschlossen, sodass dem Turmfalken diese Brutstätte verwehrt bleibe. Wambsganß weiß, dass darunter auch Schleiereule und Fledermaus leiden, für die ein Kirchturm ebenfalls eine willkommene Unterkunft sein kann.

Türme und hohe Gebäude für Falken freihalten

Laut Bericht des Naturschutzbundes Rheinland-Pfalz ist vielen Verantwortlichen solcher Gebäude nicht klar, dass das Schließen der Schlupfwinkel den Bestand der Tiere stark verringert. Der Spezialist weist deshalb darauf hin, dieses Kriterium in Zukunft zu berücksichtigen und die Nistmöglichkeiten nicht zu verschließen oder, wie es unter anderem schon in Zeiskam und Berlin gemacht wurde, so genannte „Turmfalkenkästen" an die Gebäude anzubringen. Wie der Naturschutzbund bestätigt, ist es aufgrund mangelnder Brutplätze auch schon vorgekommen, dass sich ein Turmfalkenpaar in einem Blumenkasten auf dem Balkon eines Hochhauses einnistet. Dies kann jedoch äußerst gefährlich für die Jungen sein, die sich wegen Platzmangels gegenseitig schubsen und aus dem Nest purzeln.

Erst rütteln sie, dann fangen sie die Maus

Willi Graf, Vorsitzender des Vogelparks Wörth, erzählte der RHEINPFALZ, man könne, vor allem in den Sommermonaten Turmfalken beobachten, die über einer Wiese in der Luft „rütteln" und sich dann plötzlich auf eine Maus stürzen. Viele Turmfalken der südpfälzischen Region jagen im Weinanbaugebiet der Südlichen Weinstraße, da es dort besonders viele freie Wiesen- und Brachflächen gibt, auf denen der Turmfalke seine Beute erspähen kann. Das Turmfalkengehege im Vogelpark Wörth ermöglicht es den Besuchern, die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten, was besonders bei Kindern sehr beliebt ist.

Info Vogelpark Wörth, Öffnungszeiten: täglich ab 10 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit.

Zum Weiterlesen: www.nabu-rlp.de  oder www.BUND.de

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OSTERFERIENPROGRAMM 2007

NABU HIRTENHAUS

Von Mittwoch, den 28.März bis zum Freitag, den 30.März 2007 bietet der NABU Landau jeweils von 13.00 bis 17.00 Uhr wieder ein Ferienprogramm für alle kleinen Leute ab 8 Jahren an.

Jetzt zur Frühlingszeit gibt es im „grünen Klassenzimmer“ und auf der Streuobstwiese alle Hände voll zu tun, die Wildbienenlehmwand braucht ein sicheres Dach, die Terrasse an der Trockenmauer will aufgefüllt sein, die Ohrwurmhotels müssen dringend renoviert werden und vieles mehr ruft nach kleinen und großen Naturschützern.

Aber auch die Kreativen unter Euch können sich beim Papier schöpfen oder beim Werkeln mit Pappmaché auslassen und ihrer Fantasie dabei freien Lauf lassen. So werden ganz gewiss tolle eigene Werke regelrecht geschöpft.

Und natürlich werden wir an den 3 Tagen jede Menge Spiele für Euch bereithalten und spielen.

Also meldet Euch an unter 06341 / 31628 oder e-mail: Kontakt

Der Unkostenbeitrag pro Tag beträgt 5,- €, Rucksackverpflegung und wetterfeste Kleidung nicht vergessen!

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NABU gründet neue Kindergruppe in Landau

Seit den 70er Jahren ist der Naturschutzbund NABU Landau, ehemals Deutscher Bund für Vogelschutz, in der Umweltbildung aktiv. Neben Ferienprogrammen für Kinder und der Naturerlebnisschule gibt es seit einigen Jahren eine Naturschutzjugend NAJU für Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren, die sich an jedem 1. Dienstag im Monat um 15 Uhr am Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim trifft. Ergänzend zu diesem Angebot wird nun am Freitag, 9. März eine Kindergruppe für Kinder von 6 bis 10 Jahren gegründet. Unter der Leitung von Marlies Kanebley (Wollmesheim) und Dr. Nathalie Plum (NABU Regionalstelle Südpfalz) kommen die Kinder den diesjährigen Frühlingsboten der NAJU auf die Spur: dem Turmfalken, der Zauneidechse, der Wolfsspinne und dem Moos. Treffpunkt ist 15 Uhr am Friedhofsparkplatz in Arzheim. Von dort aus startet die Gruppe zur Naturerkundung ins Ranschbachtal. Für NABU-Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos. Ein/e zweite/r Betreuer/in wird ebenfalls noch gesucht. Anmeldung im Hirtenhaus unter Tel. 06341 / 31628

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Göcklinger Tongrube: NABU pflegt Laichgewässer der Erdkröten 

Helfer gesucht für Amphibienschutzzaun an der Kaiserbachermühle

Auch in diesem Jahr war die NABU-Gruppe Landau-Land wieder fleißig im Landschaftsschutzgebiet Göcklinger Tongrube, für das sie eine Patenschaft übernommen hat. Um auch besonnte Flächen mit niedriger Vegetation im Umfeld des Landschaftsweihers zu erhalten, organisierte Hans Frech, der Vorsitzende der NABU-Gruppe, einen Arbeitseinsatz, bei dem in einem festgelegten Bereich wieder der frische Aufwuchs entfernt wurde. Hierbei half auch tatkräftig Göcklingens Bürgermeister Fritz Garrecht, die Gemeindearbeiter sowie die Jugend aus dem Ort. Alfred Roth sorgte für die Stärkung der Helfer mit einer deftigen Suppe. Währenddessen herrschte auf der Wasserfläche ein reges Treiben von Blässhühnern und verschiedenen Wildenten.

Im Vorfeld bereits hatte Franz Grimm von der NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer Amtshilfe geleistet, indem er mit dem Bagger im Umfeld der Grube Flachtümpel aushub und erweiterte. Er legte außerdem eine Steilwand als Nistmöglichkeit für den Eisvogel an und erweiterte den Graben, der das Drainagewasser aus den Weinbergen auffangen und so das Gewässer vor Überdüngung schützen soll.

Eine Woche später errichtete die NABU-Gruppe wieder den Amphibienschutzzaun an der Kaiserbachermühle, der im letzten Jahr bereits viele hundert Kröten vor dem Verkehrstod retten konnte. Am vergangenen Mittwochabend erschien dann auch schon die Vorhut in Form der ersten 10 Erdkröten. Jetzt sucht die NABU-Gruppe noch Helfer, die morgens und abends den Zaun kontrollieren und die Kröten über die Straße bringen, damit sie ihr Laichgewässer erreichen – den Biotopweiher ehemalige Tongrube im Göcklinger Kaiserbachtal. Kontakt: Hans Frech oder Gerhard Wisser (Göcklingen). Weiter Infos über die Amphibienwanderung: NABU  Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341 / 31628

 

Foto 1: Die fleißigen Helfer beim Arbeitseinsatz in der Tongrube stärken sich bei einer warmen Suppe. Foto: NABU

Foto 2: Der Amphibienschutzzaun wird errichtet. Foto: Hans Frech

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Jahreshauptversammlung des NABU Ludwigshafen

Rehbachtal, Vogelschutz, Jugendgruppe und regionale Geschäftsstelle:

NABU-Stadtverband Ludwigshafen auf alten und neuen Wegen im Naturschutz

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des NABU-Stadtverbands Ludwigshafen in der Gaststätte „Zum Hirsch“ in Rheingönheim berichtete der Vorsitzende Dr. Georg Waßmuth zunächst über die Aktivitäten des Verbandes im Jahr 2006. Insbesondere die ca. 35 Nistkästen für Fledermäuse wurden intensiver betrachtet. „Unsere Fledermauskästen im Maudacher Bruch fanden die verschiedensten Bewohner von der Blaumeise über Nachtfalter bis zu Ohrwürmern und sogar Hornissen“, so Waßmuth, „nur siedelten sich in keinem Kasten Fledermäuse an.“ Im Rahmen der Bachpatenschaft für den Rehbach wurden Schlehen und Hartriegel entfernt, um den offenen Lebensraum der seltenen Essigrose zu sichern. Der Pflanzenarbeitskreis unter der Leitung von Herrn Alban Berthold war mit Kartierungen in Mündungsgebiet des Rehbachs aktiv.

Daneben war der NABU bei Pflegeabsprachen mit der Naturschutzbehörde der Stadt Ludwigshafen im Rehbachtal, in einem gemeinsamen Runden Tisch mit Landwirten, Jägern und Naturschützern wegen der Schadensproblematik durch die hohe Zahl von Gänsen in den Gemüsefeldern rund um Ludwigshafen beteiligt. Der Protest (aller Naturfreunde) gegen die Fällung einer von 3 über 100jährigen Platanen am Rheinufer Süd war leider erfolglos.

Kassenwart Herr Alban Berthold zeigte sich zufrieden mit einem Überschuss im Jahr 2006. Dieser wird in 2007 zur Finanzierung der NABU- Regionalstelle gebraucht werden, an der sich die Gruppe ab März beteiligen wird. Die Regionalstelle hat zurzeit noch ihren Sitz in Landau und vernetzt 10 NABU-Gruppen in der Süd- und Vorderpfalz. Sie ist Ansprechpartner für Fragen rund um Umwelt- und Naturschutz, unterstützt die Gruppen bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und will mit der „Jobbörse für Ehrenamtliche“ auch in Ludwigshafen mehr Menschen zur aktiven Mitarbeit, zum Beispiel bei Biotoppflegearbeiten, bewegen.

Der Mitgliederstand des NABU Ludwigshafen ist in 2006 leicht gesunken und liegt aktuell bei 370 Mitgliedern. Die für den Sommer geplante Mitgliederwerbung wird den Verlust voraussichtlich auffangen. Der alte Vorstand wurde wieder gewählt: Dr. Georg Waßmuth (1. Vorsitzender), Franz Stalla (2. Vorsitzender), Herr Alban Berthold (Kassenwart), Armin Vogelgesang (Schriftführer) und Hans-Jürgen Renner (Pressewart). Kassenprüfer sind Hans-Henning Kleb und Isolde Frech.

Zur Abrundung des vom NABU angelegten Grundstücks im Maudacher Bruch wäre der Erwerb der beiden benachbarten Grundstücke wünschenswert. Allerdings sind die Preisvorstellungen nicht akzeptierbar. Um bestimmte aktuelle Themen aus dem Natur- und Umweltschutz zu diskutieren und „Neueinsteigern“ eine Anlaufstelle vor Ort zu bieten, wird ein Mitgliederstammtisch eingerichtet. Dieser findet zum ersten Mal statt am Montag, 19. März; Ort und Zeit werden über die Presse noch bekannt gegeben. Große Pläne gibt es in Sachen Kinder- und Jugendarbeit: Die Erzieherin Frau Elke Hennighaus und die Biologin Katrin Hoffmann gründen am 25. April die NAJU (Naturschutzjugend) Ludwigshafen, die sich von da an alle 14 Tage mittwochs von 17 bis 18:30h treffen wird. Bei gutem Wetter geht die Gruppe auf Naturerkundung, vorzugsweise im Maudacher Bruch, bei Schlechtwetter steht den Kindern ein Raum in der Gesamtschule Gartenstadt zur Verfügung.

Zum Abschluss berichtete Franz Stalla von naturschutzrelevanten Ereignissen und Beobachtungen in Ludwigshafen und unterhielt die Mitglieder mit einem Vortrag über den Turmfalken, den Vogel des Jahres 2007. Der NABU bietet Kirchen und Hausbesitzern an, einen Turmfalkennistkasten in ihrem Gebäude zu installieren. Neben den interessanten Beobachtungsmöglichkeiten, die ein brütender Turmfalke bietet, hat er noch einen großen Vorteil: Er hält die Tauben fern von Haus und Kirche.

NABU Ludwigshafen: Dr. Georg Waßmuth, Tel. 0621 / 551787, e-mail: Kontakt

NAJU Ludwigshafen: Interessierte Kinder von 8 bis 12 Jahren können sich anmelden bei Frau Hennighaus unter Tel. 0621 / 518314 oder bei Frau Hoffmann unter Tel. 0176 / 63120024.

NABU Regionalstelle Südliches Rheinland-Pfalz: Tel. 06341 / 31628

 

Turmfalke, vom NABU zum Vogel des Jahres 2007 gekürt. Wer eine Nistmöglichkeit für Turmfalken in einer Scheune oder Kirche einrichten möchte, kann sich an die Regionalstelle wenden. Foto: NABU

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Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zeichnet Bioland - Weingut Seiler aus

S. Gabriel mit L. Seiler bei Preisverleihung

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel verlieh am 13. Februar 2007 erstmals den "Förderpreis Naturschutzhöfe", mit dem vorbildliche Leistungen der Landwirtschaft für den Naturschutz ausgezeichnet werden. Initiiert und durchgeführt wurde der Wettbewerb vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn gemeinsam mit der Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL), Bad Dürkheim. Bei der offiziellen Preisverleihung lobte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die besonderen Verdienste der Preisträger für den Naturschutz: "Wir wissen alle, dass wir zur Erhaltung unserer biologischen Vielfalt die naturverträglich wirtschaftenden Landnutzer brauchen".

Einer der drei Preisträger 2006 ist das Bioland -Weingut von unserem aktiven NABU Mitglied Ludwig Seiler aus Weyher.

Ludwig Seiler realisiert auf seinem Weingut eine umfassende Umsetzung von Naturschutz im Weinbau. Sein Bewirtschaftungssystem hat das Ziel, nicht nur die Rebe optimal mit Nährstoffen und Wasser zu versorgen, sondern gleichzeitig die Artenvielfalt zu fördern. Ludwig Seiler arbeitet mit eigens zusammen gestellten Begrünungsmischungen für die Rebgassen und mit Selbstbegrünung. Die Bodenbearbeitung richtet sich unter anderem danach, ob wertvolle Arten der Weinbergsflora schon Samen gebildet haben. So bergen seine Weinberge ein großes Samenreservoir und eine hohe Artenzahl der gefährdeten Weinbergsflora. Zudem hat Ludwig Seiler viele Möglichkeiten entwickelt, Öko-Nischen im Weinberg einzurichten: Niströhren für Singvögel, Wildbienen-Nisthölzer, ungemulchte Rebrandstreifen. Auch die seltene Heidelerche hat bei ihm einen besonderen Schutzstatus. Wenn sie in seinen Weinbergen brütet, was häufig vorkommt, dann ist dort die maschinelle Bodenbearbeitung tabu bis die Jungvögel ausgeflogen sind. Weiterhin stehen an einigen seiner Weinberge alte Hochstamm-Obstbäume an denen Nistkästen für den Vogel des Jahres 2007, den Turmfalken angebracht sind.  Einen solchen Turmfalken-Nistkasten hat er auch an seinem Wohnhaus angebracht. Freunde, Gäste und seine Kunden können über eine Nistkastenkamera die Brutzeit "live" miterleben. Sein von Trockenmauern umsäumter Betrieb bietet Lebensraum für viele Tier-  und Pflanzenarten. Auch seine beiden Esel,  die er als vierbeinige Landschaftspfleger im Naturschutzgebiet einsetzt, gehören schon fast zur Familie und sind nicht mehr wegzudenken. Neben dem Wissen über seine Weinberge besitzt Ludwig Seiler aber vor allem fundierte Kenntnisse über Fauna und Flora der Region. Daher ist es nicht verwunderlich, dass er neben verschiedenen Pflegemaßnahmen zum Erhalt der Kulturlandschaft, auch bei Kartierungen von Fauna und Flora ehrenamtlich tätig ist.  Ein Schwerpunkt liegt hier sicherlich bei den Fledermäusen, im Arbeitskreis Fledermausschutz Rheinland-Pfalz ist er jedenfalls nicht wegzudenken im südlichen Teil der Pfalz.

Sein Wissen gibt er gerne weiter bei Führungen durch seine Weinberge für Kunden und Gäste seines Bioland-Weingutes. Aber auch naturkundliche Führungen als Teil von Seminaren für Teilnehmer des Freiwilligen ökologischen Jahres oder als Umweltbildungsmaßnahme mit anschließender Betriebsbesichtigung werden von ihm durchgeführt. Und wer einer seiner kulinarischer Weinprobe einmal beiwohnen durfte, wird diese so schnell nicht vergessen.

Wir von der NABU Gruppe sind stolz auf unser Mitglied Ludwig Seiler und hoffen, dass diese Auszeichnung nicht nur Ansporn für ihn ist auf diesem Weg weiterzumachen, sondern auch einige Mitmenschen zum Umdenken bewegt.

 

L. Seiler bei der Arbeit

Das Kuratoriumsmitglied der Stiftung Ökologie & Landbau, Prof. Dr. Hubert Weiger, zeigte sich sehr zufrieden mit der großen Beteiligung am Wettbewerb: 233 Betriebe hatten sich im Frühjahr 2006 für den Preis beworben und stellten sich dem Votum einer unabhängigen Jury. In seiner Laudatio betonte Hubert Weiger, dass "das große Engagement und das breite Spektrum an Naturschutzansätzen auf den Höfen sichtbar wurde."

Den Jurymitgliedern Stephan Börnecke (Frankfurter Rundschau), Adalbert Kienle (Deutscher Bauernverband), Eva Meyerhoff (Bioland) und Dr. Thomas van Elsen (Forschungsinstitut für Biologischen Landbau) wurde die Entscheidung nicht leicht gemacht. Grundlage ihrer Bewertung waren Leistungen in den Schwerpunkten naturschonende Bewirtschaftung, aktive Maßnahmen zur Landschaftsgestaltung sowie biologische Vielfalt auf der Betriebsfläche. Auch neue Ansätze in der Kommunikation zwischen Naturschutz und Landwirtschaft sowie beispielgebende Kooperationen wurden in die Beurteilung einbezogen.

Text und Fotos: Franz Grimm

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Helfer für Krötenschutzzäune gesucht

Die NABU-Gruppe Neustadt hat in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde sowie dem Forstamt und Grundstücksbesitzern 4 Amphibienschutzzäune errichtet. Diese Einrichtungen sollen den massiven Verkehrstod der Tiere auf ihrer Wanderung zu Laichgewässern verhindern.

Am Triftbrunnenweg unmittelbar beim Triftbrunnen wurden zwei potentielle Wanderstrecken vom Wald direkt auf den Triftbrunnenweg abgesichert. Ein zweiter Amphibienschutzzaun steht an den Schlösselwiesen am Übergang der Eichstraße in die Schlossstraße. Eine dritte Schutzeinrichtung wurde im Kaltenbrunner Tal am Parkplatz der Kaltenbrunner Hütte errichtet. Der NABU Neustadt betreut außerdem eine Amphibienleiteinrichtung in Kirrweiler am Ortsausgang nach Venningen.

Wegen der anhaltenden milden Witterung kann die Wanderung der Erdkröten jeden Tag losgehen. Ab sofort sucht der NABU Neustadt dringend noch ehrenamtliche Helfer, die die Zäune nach Einbruch der Dunkelheit abgehen und die Amphibien aus den in den Boden eingegrabenen Eimern herausnehmen und sicher über die Straße bringen.

Anmeldung bei Annette Schwarz, Tel. 06321 / 481265, e-mail: Kontakt

 

Foto: Bei der Wanderung tragen die größeren Erdkrötenweibchen die kleineren Männchen oft bereits auf dem Rücken mit sich.

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Vögel zu früh: Klimawandel macht sich bemerkbar

Naturschützer beobachten Frühlingshaftes bei Vogelexkursion

Ins rechtsrheinische Naturschutzgebiet Waghäusel führte in diesem Jahr die traditionelle NABU-Exkursion „Wintergäste am Rhein“ – und die Besucher staunten diesmal am Rande der eisfreien Klärbecken der ehemaligen Zuckerfabrik nicht nur über eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Wasservögeln, sondern machten auch einige besondere Beobachtungen. Unter den insgesamt 35 Arten – darunter Mandarinenten, Löffelenten, Krickenten, Pfeifenten, Schellenten, Graugänse, Nilgänse, Zwergsäger und Zwergtaucher – war auch ein stattlicher Fischadler. „Der taucht hier normalerweise erst im März auf und ist damit mindestens 3 Wochen zu früh dran“, so der Referent Gerhard Postel aus Freisbach. Noch verwunderlicher war allerdings die Anwesenheit einer Rohrweihe, die über den Köpfen der Exkursionsteilnehmer kreiste: „Die hat hier vor dem 1. April wirklich nichts zu suchen“, staunte Postel, „wir vermuten fast, dass sie gar nicht in den Süden gezogen ist. Der Klimawandel macht sich bemerkbar!“ Ein weiterer Hinweis darauf, dass die Vogelwelt den Winter längst nicht mehr ernst nimmt, war eine Gruppe Kormorane, die bereits Nistmaterial zusammentrug.

 

Foto 1: Eine Kette Graugänse am Himmel über dem Naturschutzgebiet Waghäusl

Foto 2: Höckerschwäne, Enten und Bläßhühner in einem Klärbecken der ehemaligen Zuckerfabrik Waghäusl

Foto 3: Kormorane sammeln bereits Nistmaterial

(Fotos: Werner Kern)

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Vorbereitungstreffen zur diesjährigen Amphibienwanderung

Di 23.01.07 um 19:30 Uhr findet im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstr. 21 in Landau-Mörzheim ein Vorbereitungstreffen zur diesjährigen Amphibien-wanderung statt. Der NABU plant Maßnahmen an folgenden "Verkehrs-Brennpunkten" in der Südpfalz: in der Gilletstraße in Landau-Mörzheim, an der Kaiserbachermühle, bei Albersweiler/Frankweiler, in Annweiler-Gräfenhausen, in Eußerthal, im Triftbrunnenweg in Neustadt sowie in Knittelsheim und am Mehlsee bei Schwegenheim. Das Treffen soll den Charakter eines offenen "Stammtisches" haben; für Getränke und einen kleinen Imbiss ist gesorgt. Auch "Neulinge" sind eingeladen, sich hier über das Thema Amphibienwanderung zu informieren. Hiermit werden interessierte Bürger aufgerufen, sich in der NABU-Regionalstelle zu melden, wenn sie an einem der Amphibienzäune für Kontrollgänge zur Verfügung stehen würden. Morgens und/oder abends müssen in der Dämmerung Kröten aus den Fangeimern gesammelt und über die Straße zu ihrem Laichgewässer gebracht werden. Die Regionalstelle wird stets über den aktuellen Stand der Wanderungsbewegungen informieren und die Helfer in "Schichten" einteilen. Infos unter Tel. 06341 / 31628

 

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Den „Kleinen Wald“ nach wie vor im Focus:

Jahreshauptversammlung des NABU Frankenthal

Am vergangenen Samstag fanden sich die Mitglieder der NABU-Gruppe Frankenthal im Gemeindezentrum Pilgerpfad zur Jahreshauptversammlung ein. Wie der 1. Vorsitzende Manfred Becker berichtete, waren die Naturschützer im Jahr 2006 wieder sehr rege.

Ein Schwerpunkt war, wie bereits in den vergangenen Jahren, das Engagement im „Kleinen Wald“.  Im Rahmen der Patenschaft wurden die Ackerparzellen „Mohr“ und „Frank“ gepflegt. Sie haben sich mittlerweile zu einer bunten Blumenwiese mit Klatschmohn, Kornblumen und Geruchloser Kamille entwickelt, wie Becker in seinem illustrierten Vortrag zeigen konnte. Das Problem der zunehmenden Disteln soll in 2007 in Angriff genommen werden. Bei der Bewässerung der Wiese im Sommer erwies sich der Traktor vom Typ „Gator“, bestückt mit einem Wasserfass, als sehr nützlich. Becker bedankte sich bei dieser Gelegenheit noch einmal bei der Fa. John Deere, der die NABU-Gruppe dieses Spezialfahrzeug verdankt. Mit Schülern einer 9. Klasse pflanzten die Naturschützer Bäume auf einer der Parzellen am „Kleinen Wald“. Der Friedhofsweiher, ein Laichgewässer für Amphibien, wurde  wie in jedem Jahr gepflegt. Am NABU-Weiher und am Scherrschen Weiher wurden am Ufer Gehölze entfernt, damit die Wasserfläche besser belüftet wird und Gewässer bei hohen Temperaturen nicht „umkippt“. Weitere gelungene Aktionen waren die Ausweitung der Dachbegrünung auf einer Garagenanlage gemeinsam mit dem Pfälzerwaldverein sowie eine Müllsammlung  in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Hauptschule. Mit Info-Ständen war der NABU beim Bauernmarkt und dem Tag der Vereine vertreten.

Der Arbeitskreis Nistkästen, geleitet von Monika Kröber und Helmut Zerfaß, betreut über 200 Kästen, darunter 13 Steinkauzröhren und 14 Fledermauskästen. Zusätzlich wurden etwa 100 Nistkästen an Privatleute veräußert, die diese in ihren Gärten, auf Schulhöfen und an Kindergärten aufhängten. Leider wurden die Fledermauskästen nicht angenommen und auch der Steinkauz scheint zur Zeit in Frankenthal verschollen. Dafür war im Kleinen Wald jeder Nistkasten von Singvögeln besetzt. Monika Kröber wünscht sich, Menschen zu finden, die zum Beispiel 5 Jahre lang 5 Nistkästen betreuen, das heißt die Belegung dem NABU melden, im Herbst säubern und gegebenenfalls den beschädigten Kasten ausbessern. Wer sich in so einer Weise mittelfristig engagieren will, kann sich bei ihr melden (Tel. 06353 / 93073, e-mail: Kontakt. Der vom NABU eingerichtete Wanderfalkenhorst auf dem Turm der Zwölf-Apostel-Kirche wurde wieder angenommen, es wurden 3 Jungvögel großgezogen. Im Rahmen der landesweiten Erfassung seltener Vogelarten kartierte Hermann Deichfuß mit einigen Mitstreitern in Frankenthal, am Silbersee und am Roxheimer Altrhein 11 Blaukehlchenreviere. Der leichte Rückgang (noch 15 Reviere im Jahr 1985) hängt vermutlich mit dem gesunkenen Wasserspiegel des Altrheins zusammen, der auch für den Tod zahlreicher Wasservögel wegen Vergiftung des Wassers verantwortlich ist. Bei Bedarf soll auch in diesem Jahr das THW  von der oberen Landeswasserbehörde beauftragt werden, um den Altrhein mit Wasser aus dem Silbersee aufzufüllen.

Becker lobte, dass die verschiedenen Arbeitskreise der NABU-Gruppe sehr professionell und autonom vom Vorstand arbeiten. Von einer großzügigen Spenderin bekam die NABU-Gruppe eine Ackerparzelle in der Nähe der A61 geschenkt. Um dieses Grundstück selbst übernehmen zu können, wurde im Laufe der Versammlung eine Satzungsänderung beschlossen, die den Eintrag der Gruppe ins Vereinsregister zum Inhalt hatte.

Die Naturschutzjugend NAJU hat 10 Hummelkästen gebaut, die demnächst aufgestellt werden. Sie hat den Friedhofsteich gereinigt und wie jedes Jahr eine spannende Natur-Ralley für Kinder durch den Kleinen Wald angeboten.

Die Mitgliederzahl ist in 2006 leicht gesunken auf 500; die für den Sommer geplante Mitgliederwerbung wird diesen Verlust jedoch auffangen, so Becker. Ganz besonders dankte der Vorsitzende den Unterstützern von außerhalb. Neben der Fa. John Deere, deren Mitarbeiter die NABU Gruppe auch bei einer großen Pflegeaktion im Spätherbst unterstützt haben und der Spenderin des Grundstücks lobte Becker Herrn Geiberger, den Direktor der Friedrich-Ebert-Schule, die Lehrer Klostermeier, Frey und Dreißigacker, Herrn Vogt vom Umweltamt sowie Herrn Wolfgang Bauer, der sich in vielen Arbeitsstunden an der Pflege des Kleinen Waldes beteiligt hat. Die Firma Fischer unterstützte die Gruppe bei der Garagendachbegrünung, Herr Klähr und Herr Dibutsch von der ZAK beim Wanderfalkenschutz.

Nach dem Kassenbericht wurde der alte Vorstand entlastet. Klaus Bamberger schied aus Altersgründen nach 10jähriger Aktivität aus dem Vorstand aus, „ um Platz für die junge Generation zu machen“, wie er selbst sagte. Bamberger betonte, dass er der Gruppe nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite stehe. Insbesondere die Kooperation mit den Schulen in Frankenthal will er weiter pflegen und ausbauen. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen wie dem Pfälzerwaldverein, den Naturfreunden und der Jägerschaft will der NABU verstärken. Lediglich den fehlenden Dialog mit der Landwirtschaft bedauerte Becker.

Vom alten Vorstand wurden bestätigt: Manfred Becker (1. Vors.), Monika Kröber (2. Vors.), Björn Baumann (Kassenwart), Hermann Deichfuß, Evelyn Lepique, Dr. Rainer Schulze (Beisitzer), Heiko Weißgerber (Jugendwart). Neu hinzu kommt Hendrik Nordhoff als Pressereferent. Auch die Kassenprüfer, Elisabeth Maurer  und Ewald Raab, wurden von der Mitgliederversammlung bestätigt.

Einer der Höhepunkte des Vereinslebens in 2007 wird das NABU-Fest mit den "Uffg'Blues'd", der beliebten Jazzband, bei der Frankenthaler Kunst- und Kulturnacht im Juni sein. Ein wichtiger Schritt ist die Angliederung der Gruppe an die NABU Regionalstelle Süd, die zur Zeit noch ihren Sitz in Landau hat. Sie wird die Gruppe vor allem bei der Öffentlichkeitsarbeit und bei der Gewinnung von neuen Aktiven unterstützen und sie mit den anderen NABU-Gruppen in der Süd- und Vorderpfalz vernetzen. Auch bei allgemeinen Fragen zu Natur und Umwelt ist die Regionalstelle für Bürger zu den üblichen Bürozeiten erreichbar.

Infos: NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341 / 31628

Foto: Der Vogelschutz ist der NABU-Gruppe Frankenthal ein wichtiges Anliegen. Hier der Turmfalke, Vogel des Jahres 2007 (Foto: Gerd Baumann)

 

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Jahreshauptversammlung des NABU Lingenfeld

LINGENFELD. Der Naturschutzbund (NABU) der Verbandsgemeinde Lingenfeld werde in nächster Zeit ein attraktives Programm für das 25-jährige Jubiläum im Jahre 2008 erarbeiten. Dies kündigte Vorsitzender Herbert Magin bei der Jahreshauptversammlung am Freitag in Weingarten an.

Aufgrund einer Werbeaktion sei es gelungen, 250 Naturfreunde, darunter auch Personen aus Römerberg und der Verbandsgemeinde Dudenhofen hinzuzugewinnen und die Mitgliederzahl auf 470 zu steigern. 2007 werde die Ortsgruppe erneut die Amphibien-Wanderung am Mehlsee unterstützen, Nistkästen für den Wiedehopf herstellen sowie anbringen, Pflegemaßnahmen durchführen und sich wiederum dem Steinkauz-Schutz widmen. Neben der Teilnahme am Umwelttag werde die NABU-Gruppe wieder die Fahrradbewachung beim Lustadter Handkeesfescht übernehmen und sich an der Westheimer Kerwe beteiligen. Exkursionen seien am 15. April (Lingenfelder Auwald) und 13. Mai („Stunde der Gartenvögel“ in Freisbach) geplant. Die Versammlung beschloss, mit einer Patenschaft (100 Euro jährlich) die Greifvogelstation Haßloch zu unterstützen. Magin informierte über eine stattgefundene Begehung des Schwegenheimer Waldes mit Forstamt-Vertretern. NABU-Mitgliedern sei nämlich die hohe Durchforstung von Alteichenbeständen aufgefallen, durch die auch ein Baumhöhlenverlust eintrete. „Appell an den Forst war, möglichst viel Alt- und Todholz stehen zu lassen“, so Magin.

Die Jugendarbeit beleuchtete Jugendwartin Cornelia Osterhorn: Mit der Kindergruppe (Erst- bis Viertklässer), der zehn junge Naturschützer angehören, sei es einfacher zu arbeiten, da die Kleinen für Naturschutz leichter zu motivieren seien. Die Jugendgruppe (Fünft- bis Neuntklässer) habe sich auf acht Personen verkleinert. Zahlreiche Aktivitäten wie Tierbeobachtungen, Pflanzaktionen, Mithilfe bei der Krötenwanderung, Teilnahme an Exkursionen, Wasseruntersuchungen sowie der Bau eines Igelhauses hätten stattgefunden. Auch an einer Handy-Sammelaktion (diese läuft 2007 weiter) zugunsten der Renaturierung der Havel habe sich der Nachwuchs beteiligt. In diesem Jahr sei wiederum ein Zeltlager sowie der Bau von Nistkästen geplant. In Vertretung des Schriftführers Manfred Wilhelm ließ Helga Nerger das aktivitätenreiche Jahr 2006 Revue passieren.  Über ein finanzielles Plus freute sich Kassenwartin Jutta Magin. (nti)

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Steinschmätzer und Speierling

NABU Bellheim hat neben Vogelschutz auch die Flora im Focus

Am vergangenen Montag fand die Jahreshauptversammlung der NABU Gruppe Bellheim im Restaurant „Zur Fellach“ statt.

Der Vorsitzende Joachim Zürker begann seinen Bericht über das Jahr 2006 mit einem Nachruf auf den verstorbenen Mitstreiter Klaus Hünerfauth aus Knittelsheim, den „Storchenvater“,  der von der ersten Stunde an beim NABU – damals noch DBV (Deutscher Bund für Vogelschutz) - mit dabei war.

Zürker berichtete zunächst von den „traditionellen“ Aktionen der Gruppe, die auch in 2006 erfolgreich durchgeführt wurden: Der Schnitt von 25 Kopfweiden und über 80 Obstbäumen, die Pflege eines Straßenbeets und des NABU-Gartens in Zeiskam, die Pflanzung von Hecken mit heimischen Gehölzen und von historischen Obstsorten - darunter als Besonderheit der sehr seltene Speierling. Große Nachfrage besteht nach den Sämereien von Wildblumen und Bauerngartenpflanzen, die die Gruppe als eine ihrer „Spezialitäten“ in Tütchen verpackt bei vielen Gelegenheiten verkauft oder als Präsent an neue Mitglieder verschenkt. Auch Setzlinge von Obstbäumen, Stauden und Kletterrosen wurden an Gartenbesitzer abgegeben. Zur Reaktivierung des Wiesenbewässerungssystems in den Queichwiesen wurden mehrere Arbeitseinsätze durchgeführt. Auch im Artenschutz ist die Gruppe sehr aktiv: 250 Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Insekten werden von ihr betreut. Für das Jahr 2007 ist die Anlage eines Lesesteinhaufens als Brutmöglichkeit für den seltenen Steinschmätzer auf der NABU-Streuobstwiese bei Knittelsheim sowie der Bau eines „Lebensturms“ als Unterschlupf für viele verschiedene Tierarten auf Bellheimer Gemarkung geplant.

Bei Exkursionen wurde der Bevölkerung die Natur näher gebracht. Auch bei der landesweiten Datengewinnung und -erfassung über Flora und Fauna beteiligten sich verschiedene NABU-Aktive. Einer der Höhepunkte in 2006 war der gut besuchte Naturerlebnistag in Ottersheim, bei dem die NABU-Gruppe gemeinsam mit anderen Verbänden ein buntes Programm für die ganze Familie anbot. Auch beim Nikolausmarkt in Bellheim waren die Naturschützer präsent.

Kassenwart Bernd Busch hatte einen ordentlichen Überschuss zu verzeichnen und lobte die stabile Finanzlage der Gruppe. Der gesamte alte Vorstand wurde wiedergewählt: Joachim Zürker (1. Vorsitzender), Matthias Brock (2. Vorsitzender), Bernd Busch (Kasse), Beate Gaab (Schriftführerin). Kassenprüfer bleibt Gerd Pfirrmann.

Die Naturschutzjugend –NAJU- unter der Leitung von Beate Gaab trifft sich weiterhin regelmäßig an verschiedenen Plätzen in der Verbandsgemeinde, um die artenreiche heimische Natur zu beobachten, zum Beispiel im Rahmen der großen NABU-Aktionen „Erlebter Frühling“ und „Stunde der Gartenvögel“.

Mit der NABU Regionalstelle Südpfalz in Landau wurde wieder gut kooperiert. Unter anderem halfen Aktive der Gruppe tatkräftig bei der Durchführung eines Zeltlagers für Kinder und sammelten 65 Handys für die Recyclingaktion. Die Finanzierung der Anlaufstelle für naturschutzinteressierte Bürger konnte gemeinsam mit den anderen NABU-Gruppen der Region gesichert werden – nicht zuletzt dank der Mitgliederwerbung, die in der Verbandsgemeinde Bellheim besonders erfolgreich war. „Gemeinsam leisten wir einiges für Mensch und Natur und das wird auch anerkannt“, so Zürker. 

Zum Mitmachen: Die NABU-Gruppe in der Verbandsgemeinde Bellheim freut sich immer über neue Mitstreiter. Vor allem bei den verschiedenen Biotoppflegearbeiten werden immer wieder helfende Hände gebraucht. Althandys können weiterhin beim NABU abgegeben werden. Weitere Infos bei Dr. Nathalie Plum in der NABU Regionalstelle, Tel. 06341/31628, oder e-mail: Kontakt

Foto: Der Turmfalke, Vogel des Jahres 2007, nistet seit 15 Jahren in einem NABU-Nistkasten in dieser alten Scheune in Zeiskam. (Foto: Rosemarie Kuntz)

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