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Gutes tun und darüber reden
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Natur vermitteln, informieren und
aufklären ist unser Ziel
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Trotz Kälte muss die Wolle runter
Schafschur beim NABU Landau-Land
Wie jedes Jahr an Pfingsten ließ die NABU-Gruppe
Landau-Land in Eschbach am vergangenen Montag ihre gesamte Schafherde
von einem professionellen Schafscherer unters Messer nehmen. Beim
„Schauscheren“ büßten die Rauwolligen Pommerschen Landschafe, die die
Naturschützer unterhalb der Madenburg zur Landschaftspflege einsetzen,
ihre dicke Wolle ein. „Im April haben sie bestimmt geschwitzt und
jetzt frieren sie“, bemerkte eines der zahlreichen Kinder, die dem
Schauspiel beiwohnten. Jedes frisch geschorene Schaf wurde von den
Artgenossen unter aufgeregtem Blöken besehen und beschnuppert –
schließlich sorgt so eine neue „Frisur“ für ein ungewohntes Aussehen.
Die sieben
Spinnerinnen der „Spinnstube“, die sich monatlich im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus des NABU treffen, saßen beim Fest
gemütlich plaudernd unterm Dach und ließ die hölzernen Spinnräder
schnurren. Für die Kinder gab es außerdem Malen und Filzen.
Wegen des schlechten
Wetters musste die geplante Exkursion an die Schafkoppel am Haardtrand
ausfallen. Als Ersatz bot Arno Laux, der das Fest mit seinem „NABU
Arbeitskreis Eschbach“ organisiert hat, spontan eine Führung durch die
historischen Keller an der Weinstraße an und erläuterte heimischen und
zugereisten Gästen die alten Techniken der Weinlagerung und
Fassreinigung.
Auch der geplante
Flohmarkt, der im letzten Jahr einen großen Anklang gefunden hatte,
fand aus Platzmangel unterm Scheunendach nicht statt, es gab lediglich
einen Kräuter- und einen Infostand. Dafür fanden die Suppen,
Hausmacherbrote und Kuchen sowie heiße Getränke reißenden Absatz.
Zudem konnten die Naturschützer einige Bestellungen für Bettdecken
entgegen nehmen, die in der Südpfälzischen Steppdeckenfabrik mit der
rauhen Wolle der Pommerschen Schafe gefüllt werden.
.jpg)
Ein Schaf wird
geschoren (Foto: NABU/Nathalie Plum)
.jpg)
Die
Spinnerinnen vom „Spinnclub“ (Foto: NABU/Nathalie Plum)
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Halsbandsittich jetzt auch im
„Pfälzischen Nizza“
Beobachtung in Gleisweiler überrascht
Vogelkundler
„Da sitzt ein
Papagei schon den ganzen Nachmittag in meinem Hof“, berichtete Daniela
Seckinger, NABU Mitglied aus Gleisweiler, aufgeregt am Telefon. Franz
Grimm, der Vorsitzende der NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer, erkannte
schnell dass es sich bei dem vor ihm sitzenden grünen Vogel mit dem
roten Schnabel und blauen Schwanz nur um einen Halsbandsittich, auch
Alexandersittich genannt, handeln konnte. Der aus Afrika und Asien
stammende Edelpapagei floh in mehreren europäischen Großstädten aus
der Gefangenschaft, konnte sich in „freier Wildbahn“ erfolgreich
vermehren und besiedelt heute mit vielen tausend Exemplaren unter
anderem Mainz, Mannheim und Ludwigshafen. Nun sind die Exoten
offensichtlich auch dabei, in ländliche Gebiete vorzudringen –
vielleicht begünstigt durch das milde Klima hier und den milden
Winter. Eine weitere Meldung aus Neustadt zeigt, dass die Vögel
tatsächlich den Haardtrand erreicht haben. „Es ist schon etwas
überraschend, diese Art jetzt auch am Rande des Pfälzerwaldes
anzutreffen. Wir wollen nicht hoffen, dass dieser Höhlenbrüter unseren
heimischen Vögeln die ohnehin knappen Nistplätze streitig macht“, so
Grimm. Der jetzt immer wieder beobachtete weibliche Halsbandsittich
scheint jedoch momentan noch alleine zu sein. Sein auffälliges
Gekreische dürfte dem Flair im „Pfälzischen Nizza“ Gleisweiler eine
exotische Note hinzufügen.

Beobachtungen von Halsbandsittichen
können gemeldet werden an die NABU Regionalstelle in Landau, Tel.
06341/31629, NABU.Sued@NABU-RLP.de
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Ein Fest für die Sinne
Einweihung der Kräuterspirale im St.
Paulusstift
Mit einem kleinen Fest weihten die Erzieherinnen
und Kinder des Förderkindergartens St. Paulusstift am vergangenen
Mittwoch die prächtige „Sinnesspirale“ ein, die sie im letzten Jahr
mit der NABU-Gruppe Landau-Stadt gemeinsam im Hof des Kindergartens
angelegt hatten. Projektleiterin Petra Dausch-Franz, Erzieherin und
selbst aktives Mitglied in der NABU-Gruppe Landau-Land, hatte diesen
Termin gewählt, „damit man auch sieht, was die Spirale so alles zu
bieten hat“! Tatsächlich standen Phacelia, Lupine und Lauch in voller
Blüte und verliehen dem Kräuterbeet eine überwiegend blau-violette
Note. „Das wird sich im Laufe des Jahres noch ändern, wenn nicht nur
Salbei und Thymian, sondern auch Königskerze und Stockrose ihre Pracht
entfalten“, so Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle im Mörzheimer
„Hirtenhaus“, die das Projekt vermittelt hat und vom Ergebnis
sichtlich beeindruckt war. Während die Kinder nicht nur die blühenden
Pflanzen bestaunten, sondern die Kräuter auch anfassten, an den
aromatischen Blättern rochen und dem Summen und Sirren von Bienen und
Schwebfliegen lauschten – ganz im Sinne der „Sinnessspirale“ –
tauschten sich die Erzieherinnen über die besten Rezepte aus und
nahmen sich vor, keine teuren Kräuter mehr im Supermarkt zu kaufen.
„Da kann man doch von hier einfach ein bisschen Petersilie oder
Thymian mitnehmen!“ Die meisten Kräutersamen und Stauden stammen aus
dem Kulturgarten der NABU-Gruppe Bellheim. Bevor die Kinder ein
Frühlingslied sangen und vor dem neuen Bauwerk ein Tänzchen
aufführten, dankte Petra Dausch-Franz allen Kollegen aus den eigenen
Reihen, den beteiligten Eltern und nicht zuletzt den Kindern, die die
Kräuter bereits fleißig gegossen haben in den letzten Wochen.
Stellvertretend für den NABU Landau-Stadt war Umweltpädagogin Ulrike
van der Bloemen gekommen, die mit der „Naturerlebnisschule“ bereits
mehrere Aktionen für den Kindergarten gestaltet hat. Gedankt wurde
auch den Abwesenden: Werner Kern, Vorsitzender des NABU Landau-Stadt,
Manuel Dünzl und Kathrin Neuhaus, die das Projekt „Sinnesspirale“ im
Rahmen ihres Freiwilligen Ökologischen Jahres beim NABU durchgeführt
haben sowie Andreas Hechinger vom Berufsbildungswerk in Bad Dürkheim
für den praktischen Schaukasten aus Holz, der über die Inhalte der
Kräuterspirale informiert.
Nathalie Plum und die Kinder vom St. Paulusstift
an der "Sinnesspirale"
.JPG)

Petra Dausch-Franz dankt allen Beteiligten am Projekt
"Sinnesspirale"
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Was ein Buchfink mit Bier zu tun hat
Auf Vogelsuche im Domgarten - Exkursion
anlässlich der "Stunde der Gartenvögel"
Wie viele
verschiedene Gartenvögel sind in einer Stunde bei einem Rundgang durch
den Dompark zu hören? Wir sind der Einladung des Naturschutzbundes
(NABU) gefolgt und haben gestern um 18 Uhr eine Stunde lang Vögel
beobachtet und gezählt.
"Ein Rotkehlchen,
Oh, jetzt geht's langsam los. Der Zaunkönig hat angesetzt." Dr.
Nathalie Plum hebt ihr Fernglas und stellt auf eine Bank vor dem
Domcafé scharf. "Ein Buchfink " Während das Tier gerade unter der Bank
verschwindet, schwärmt die Mitarbeiterin von NABU, die für die Süd-
und Vorderpfalz zuständig ist, vom Zaunkönig. " Er ist einer der
kleinsten Vögel die wie haben, hat einen schmetternden Gesang.
Erstaunlich was aus so einem kleinen Körper rauskommt."
Der Buchfink ist
aus der Deckung gekommen und sammelt Körner. Über der Domwiese ziehen
15 Schwalben ihre Kreise uns kreischen. "Mehlschwalben", erklärt Plum.
Dann ist das gurren einer Türkentaube zu hören.
Acht Vögel hüpfen
unter einem Baum im Gras hin und her. "Amseln können das nicht sein",
erklärt Plum. Sie blickt durchs Fernglas und nickt. "Stare". Die sind
immer in Truppe unterwegs." wieder ist ein Buchfink zu hören. "Es gibt
da einen Merkspruch für seinen Gesang", verrät sie: "Fritze, Fritze,
Bring uns mal 'n würz 'ges Bier." Sie Vögel klingen aber nicht überall
gleich. "Es gibt lokale Dialekte." Und Vögel die sogar Handymelodien
nachmachen können: Amseln. "Ich hab so eine Handyamsel", sagt
eine Speyererin. Im Domgarten klängen Amseln heute so, wie sie klingen
müssen. ein braunes Tier verschwindet gerade im Gebüsch. "Das
ist eine weibliche, sie ist bräunlich und singt nicht", erklärt die
Geographin und Biologin. Und fügt an, dass die Vögel nicht singen,
weil sie dem Menschen eine Freude machen oder Gott loben wollen, wie
überliefert wurde, sondern allein um ihr Revier zu verteidigen und
Weibchen anzulocken.
Carolin Übel, eine
Biologiestudentin die viele einheimische Vögel kennt, hat ein
Rotkehlchen entdeckt. "Sein Gesang erreicht Frequenzen, die der Mensch
nicht wahrnehmen kann", sagt Plum. "Es wird erzählt, dass er wie
ein feuchter Korken klingt, den man an einer Rotweinflasche
entlanggleiten lässt - es quietscht." Wie auf Kommando quietscht es im
Baum. Die Biologin ist mit den Gedanken schon wieder wo anders. "Ich
glaub, ich hör eine Nachtigall." Der Vogel verstummt. Sie Gruppe ist
inzwischen am Heidentürmchen angekommen. Zwei kleine halten sich an
der Mauer fest und scheinen etwas aufzupieksen "Stieglitze", sagt
Carolin Übel und sie gesteht dass sie erst einmal einen gesehen hat.
Plum wundert sich: "Dass er so an der Mauer klebt. Ich habe dieses
Verhalten noch nie gesehen," Die Erklärung findet sie im bebilderten
Lexikon, das sie mitgebracht hat. Er frisst Samen.
Die NABU
Mitarbeiterin beobachtet eine Gruppe Amseln bei ihren Revierkämpfen.
Dann blickt sie nach oben. "Das ist doch eine Nachtigall." Das
Rotkehlchen quietscht, ein Grünfink hüpft vorbei, Nathalie Plum ist
zufrieden auch wenn sie mehr Meisen und Spatzen erwartet hätte. Das
Ergebnis der einstündigen Tour. 15 Arten gab es zu entdecken, darunter
Amsel, Ringeltaube, Buchfink, Stieglitz, Grünfink, Mehlschwalbe,
Rotkehlchen, Spatz und Zilpzalp.
Weitere
Informationen zu der Aktion, die noch bis Samstag läuft, gibt es im
Internet unter:
www.stunde-der-gartenvögel.de
Quelle: Die
Rheinpfalz
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Jugendgruppe des Naturschutzbundes im Frühjahr gegründet
Exkursion
in die Vielfalt der Natur
Der
Naturschutzbund (NABU) Ludwigshafen hat vor wenigen Wochen eine
Jugendgruppe (NAJU) ins Leben gerufen. Ziel ist es, Kindern
Verständnis für und Informationen über die Natur zu geben. Zuletzt
beschäftigten sich die Teilnehmer mit Schnecken.
Aufmerksam schauen
die sechs Kinder der Jugendgruppe des Naturschutzbundes (NAJU) im
feuchten Gras nach Schnecken. "Ist denn hier irgendwo noch eine
Schnecki?", ruft die siebenjährige Julia, um gleich darauf nach einem
Weichtier zu greifen und es in einen kleinen Plastikbehälter zu
setzen. "So, jetzt gehen wir zurück zur Schule und schauen uns die
Schnecken in Ruhe an", Kündigen die Gruppenleiterin Elke Henninghaus
und Katrin Hoffmann an.
Zum zweiten mal
haben sich die zwischen sieben und neun Jahren alten Mädchen und Jungs
nun im Maudacher Bruch getroffen, um die Ludwigshafener Natur zu
erkunden. "Wir wollen die Kinder spielerisch an die Umwelt
heranführen", erklärt die hauptberufliche Erzieherin Henninghaus.
Viele Kinder würden gar nicht wissen was es um sie herum gibt. "Aber
erst wenn man die schätzen lernt, kann man sich auch für deren Schutz
einsetzen." Zudem wollten sie auch Hemmungen gegenüber den Tieren und
Insekten abbauen. "Manche haben Angst eine Schnecke zu berühren. Wir
wollen zeigen, dass daran nichts ekliges ist", sagt die 32-jährige
Gruppenleiterin. Die Idee für eine solche Jugendgruppe habe sie schon
lange beschäftigt. "Es ist bloß schwierig, jemanden zu finden, der als
Partner mitmacht." Aber dann habe sich Katrin Hoffmann bereit erklärt
und die Gruppe konnte im Frühjahr gegründet werden.
In einem
Klassenraum der Gesamtschule Gartenstadt werden die eingefangenen
genau betrachtet. Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten erläutert.
Fast alle lassen die Tiere auf ihrer Hand gleiten und schauen ihnen
fasziniert zu. "Der Schleim ist voll cool", meint der achtjährige
Stefan. Sie ebenfalls acht Jahre alte Christin bestaunt die
Wellenbewegungen der Schnecken. "Ich möchte vielleicht später
Naturwissenschaftlerin werden, deshalb mache ich hier mit", erzählt
sie. Zudem gefalle es ihr, mit anderen Kindern in einer Gruppe zu
sein. Auch Felix findet die Gruppe gut. "Hier lerne ich viele Dinge
und bin auch noch in der Natur. Ich hab mir vorher noch nie Schnecken
so genau angeschaut."
Auf dem
Aktionsplan der Gruppenleiterin steht aber nicht nur die Beobachtung
von Weichtieren. "Beim letzten Treffen haben wir eine Rallye durch das
Bruch veranstaltet, das nächste mal wird es um Löwenzahn gehen und es
wird ein paar kleine Umweltaktionen, wie Müllsammeln geben", sagt
Hoffmann. Gerne könnten auch noch Kinder im Alter von acht bis zwölf
Jahren dazu kommen.
Keine Scheu
vor Regen und Natur: Die NABU-Naturjugendgruppe NAJU beim
Schneckensammeln im Maudacher Bruch (Foto: Rheinpfalz)
Quelle: Die Rheinpfalz
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Neuntöter, Nachtigall und
Schwarzmilan:
NABU entdeckt 31 Vogelarten auf
Zaunammerexkursion
Das frühe
Aufstehen hat sich gelohnt: 31 Vogelarten konnten die 10 Teilnehmer
der Vogelstimmenexkursion der NABU-Gruppe Neustadt am vergangenen
Sonntag am Haardtrand bei Diedesfeld hören und sehen – darunter nicht
wenige „Raritäten“ und eine ganze Reihe von interessanten
Verhaltensweisen. Unter dem melodiösen Gesang der Heidelerche, die in
Kreisen aufsteigend ihre Reviergrenzen markierte, erläuterten die
Hobbyornithologen Volker Platz und Franz Grimm Interessantes zu Gesang
und Brutverhalten der heimischen Vögel. Direkt nebenan sang der
seltene Steinschmätzer während des Fluges seine Strophe und konnte
ebenso wie Girlitz und Bluthänfling im morgendlichen Sonnenschein
durchs Fernrohr von allen Teilnehmern bestaunt werden. Aus dem Gebüsch
heraus trugen unentwegt Nachtigall, Mönchsgrasmücke und
Gartengrasmücke ihren melodischen Gesang vor. Auf der weiteren
Wegstrecke konnte das leiernde Lied der Klappergrasmücke vernommen und
auf einem Baum sitzend der Turmfalke, Vogel des Jahres, mit einer
erbeuteten Maus beobachtet werden. Zwei Rotrückenwürger saßen auf
einer blühenden Heckenrose und hielten nach einem Nistplatz Ausschau.
Während die kleine Turteltaube ihr monotones „gruu gruu gruu“ von
einem abgestorbenen Ast vortrug, flog über die Köpfe der Frühaufsteher
ein Schwarzmilan hinweg – ein seltener Anblick, da dieser Vogel sich
normalerweise nur in den Rheinauen aufhält. In den Weinbergen nahe am
Waldrand suchte eine seltene Hohltaube nach Futter, während am Himmel
der Mäusebussard seine Kreise zog. Fast am Ende der Exkursion konnte
in der Morgensonne die farbenprächtige Zaunammer, der Charaktervogel
des Haardtrandes, beim Vortrag ihres hämmernden Gesangs bestaunt
werden.

Für den
Steinschmätzer legt der NABU spezielle Steinhaufen als Brutmöglichkeit
an. Der vom Aussterben bedrohte Vogel kann mittlerweile in den
Weinbergen am Haardtrand wieder häufiger beobachtet werden. (Foto:
NABU / Werner Kern)

Der
Rotrückenwürger wird auch Neuntöter genannt, da er oft mehrere
Beutetiere – meist große Insekten - „auf Vorrat“ auf Dornen von Bäumen
und Sträuchern aufspießt. (Foto: NABU / A. Klose)
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"Stunde der Gartenvögel" in Gleisweiler
NABU entdeckt 37 Vogelarten auf
Exkursion
Zum „kostenlosen
Open-Air-Konzert“ hatte die NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer am
vergangenen Sonntagmorgen eingeladen. Im Rahmen der bundesweiten
Aktion „Stunde der Gartenvögel“ konnten die Teilnehmer gemeinsam mit
dem Hobbyornithologen Franz Grimm Daten sammeln, die den
Vogelschützern wichtige Aufschlüsse über den Bestand der häufigsten
Vogelarten in Deutschland geben. Die Frühaufsteher, die sich in
Gleisweiler eingefunden hatten, wurden durch die stattliche Anzahl von
37 Vogelarten belohnt. Bettelrufe junger Haussperlinge auf einem
Dachbalken, Dohlen, die ihre Jungen im Kirchturm füttern,
Mehlschwalben im Nest an der Hauswand, Rauchschwalben, die in einer
Scheune ein- und ausflogen – Franz Grimm holte die Vögel mit dem
Fernrohr dicht heran, so dass die Teilnehmer faszinierende Einblicke
in deren Aussehen und Verhalten bekamen. „Für Dohle und Turmfalke hat
der NABU im Kirchturm spezielle Nistkästen angebracht, die alle 4
besetzt sind. Man sieht also den Bedarf – und es hat den angenehmen
Nebeneffekt, dass nun keine Tauben mehr den Turm aufsuchen und
verschmutzen“, so Grimm. Den Turmfalken, Vogel des Jahres, sah
die Gruppe aber erst später bei seinem Rüttelflug über den Grasflächen
und Weinbergen, wie er aus beachtlicher Höhe nach Mäusen und anderen
Kleinsäugern spähte. Zunächst aber ging es durch die von Schafen
beweideten Streuobstwiesen auf dem Schützenberg, wo der Buntspecht und
Stare nach Nahrung suchten. Während die Teilnehmer den Gesang von
Mönchsgrasmücke und Gartengrasmücke in den Hecken und Gebüschen am
Waldparkplatz als melodisch empfanden, klang das Lied der
Klappergrasmücke, vorgetragen von der Spitze eines Baumes, deutlich
leiernd. Den Chor vervollständigten die leisen Strophen des
Sommergoldhähnchens und das Hämmern der Zaunammer. Als einer der
letzten Vögel wurde der gelbe Girlitz bei seinem schmetterlingsartigen
Balzflug und seinem rasselnden Gesang zwischen den Dächern ausgemacht.
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NABU „Stunde der Gartenvögel“ in
Gimmeldingen:
Exkursionsteilnehmer entdecken 27
Vogelarten
Der Einladung der
NABU-Gruppe Neustadt zum „kostenlosen Open-Air-Konzert“ in
Gimmeldingen waren am Sonntag 25 interessierte Vogelfreunde – unter
ihnen zahlreiche Kinder - gefolgt, um gemeinsam mit dem
Hobbyornithologen Franz Grimm die „Stunde der Gartenvögel“ zu
erleben. Vom Sportplatz aus machte die Gruppe eine Runde durch die
Siedlung, um gemeinsam die Vogelwelt der Gärten zu erkunden und Daten
für die bundesweite Aktion des NABU zu sammeln. Der erste Vogel auf
der Liste war der Hausrotschwanz, der mit seinem scharfen Gesang von
einem Schornstein aus sein Revier abgrenzte. Die akrobatischen
Mauersegler zeigten am Himmel ihre Flugkünste. „Sie schlagen
abwechselnd mit dem linken und rechten Flügel, von daher erscheint ihr
Flug etwas gaukelnd“, erläuterte Grimm zur Überraschung der
Teilnehmer. Nach ersten Auswertungen gehört der Mauersegler zu den
"Gewinnern" der diesjährigen Aktion, denn
der Vogel des Jahres 2003 ist im Vergleich zum letzen Jahr von Platz
acht auf vier in der Liste der häufisten "Gartenvögel" geklettert.
Zwei bunte Distelfinken, auch Stieglitze genannt, zeigten in einem
naturnahen Garten, wie wertvoll Gräser und Stauden aus dem letzten
Jahr für ihre Nahrungssuche sind – sie brauchen nämlich das ganze Jahr
über Sämereien, um satt zu werden. „Man braucht nur eine kleine Ecke
im Garten sich selbst zu überlassen – so einfach kann man Lebensraum
für Tiere und Pflanzen schaffen“, empfahl Grimm. Einzelne Vögel – zum
Beispiel zwei Türkentauben auf den Dächern und einen prächtig
gefärbten Grünfink in einer Tanne - holte der Ornithologe immer wieder
mit dem Fernrohr ganz nah heran, so dass auch die Kinder einen guten
Blick auf sie erhaschen konnten. In den Weinbergen hinter den Häusern
konnte der hämmernde Gesang der Zaunammer gehört werden. In
Deutschland im Allgemeinen selten, zählt die Zaunammer am Haardtrand
zu den Charaktervögeln und kann recht häufig beobachtet werden. In den
Hecken und Büschen am Waldrand sangen Mönchsgrasmücke und
Gartengrasmücke im Chor ihre melodischen Strophen, während ein
„lachender“ Grünspecht in Richtung Waldrand flog. Insgesamt wurden 27
Vogelarten gesehen und gehört.
Die nächste
Vogelstimmenwanderung des NABU findet am Sonntag, 20. Mai um
7:30 Uhr in Diedesfeld statt. Treffpunkt: Parkplatz Klausentalhütte.

Foto: Der Mauersegler, "Gewinner" der Gartenvogel-Aktion - in Neustadt
unterstützt durch das NABU-Projekt "Mauersegler an Schulen" (Foto:
NABU)
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390,- € für den NABU - vielen Dank für Ihre
Handys!
Viele Bürgerinnen und
Bürger unserer Stadt sind unserem Aufruf gefolgt und haben ihre alten
Handys ins Stadthaus gebracht. - genau 78 Stück!
Im Agenda Büro wurden
sie für den Naturschutzbund Deutschland (NABU) gesammelt - denn der
hat einen Vertrag mit Vodafone: Für jedes alte Handy (egal welcher
Marke) bekommt der NABU von Vodafone 5,-€ ! Und damit können dann
bestimmte Naturschutzprojekte gefördert werden. Toll was? Und
sie haben gleichzeitig eine gute Tat getan! Vielen Dank!

Die
Agenda -Beauftragte Brigitta Breuer (rechts) übergibt die gesammelten
Handys an Frau Dr. Nathalie Plum, NABU Regionalstellenleiterin.
(Foto: Uwe
Wittner)
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Jobbörse beim NABU: Helfer für Ferienprogramme und Biotoppflege
gesucht
Die
„Jobbörse für Ehrenamtliche“ beim Naturschutzbund NABU in der Süd- und
Vorderpfalz startete auch in diesem Jahr wieder erfolgreich und stieß
in der Bevölkerung auf große Resonanz. Beispielsweise konnten bei der
aufwändigen Betreuung der 11 Amphibienschutzzäune über 100 Personen
eingebunden werden und auch bei einzelnen Entbuschungsaktionen in den
Biotopen des NABU halfen zahlreiche Freiwillige.
Speziell für
Menschen, die sich mit einem überschaubaren und vor allem fest
planbaren Zeitaufwand für die Natur engagieren wollen, gibt die
„Jobbörse“ einen Überblick über die kleineren Aufgaben, die in einem
Naturschutzverband zu bewältigen sind.
Aktuell
sucht der NABU Helfer für diverse Kinderferienprogramme in den
Sommerferien – insbesondere BetreuerInnen für das Naturerlebniscamp
für Kinder, das vom 10. bis zum 12. Juli in Neustadt-Hambach
stattfindet. Im Herbst stehen dann wieder die Apfel- und Heuernte an
und Nistkästen müssen gereinigt oder neue aufgehängt werden. Schulen
und Kindergärten fragen an, ob der NABU ihnen einen Lebensturm, ein
Insektenhotel, eine Immenwand oder einen Weidentunnel baut – hierfür
werden handwerklich geschickte Personen gesucht.
Die
Regionalstelle in Landau vermittelt die örtlichen Ansprechpartner,
bietet Informationen, Einarbeitung, Unkostenerstattung und sonstige
Unterstützung wie zum Beispiel durch Material, das im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus ausgeliehen werden kann.
Unter
www.NABU.Sued@NABU-RLP.de/jobs.htm sind alle „Jobs für
Ehrenamtliche“ unter Angabe der notwendigen Vorkenntnisse und des
Zeitbedarfs aufgelistet.
Bei
Interesse an einem „Job“ berät Sie Regionalstellenleiterin Dr.
Nathalie Plum: Tel. 06341/31628,
NABU.Sued@NABU-RLP.de

Foto: Kinder und ehrenamtliche Betreuer bauen beim
Osterferienprogramm an einer Trockenmauer. (Foto: Werner Kern)
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Zaunammer, Wanderfalke und Sperber
in Aktion:
NABU entdeckt 37 Vogelarten auf
Exkursion in Königsbach
Zwanzig
Teilnehmer hatten sich früh morgens an der Kirche in Königsbach mit
dem Hobbyornithologen Franz Grimm (NABU Edenkoben-Maikammer)
getroffen, der die Exkursion auf Einladung der NABU-Gruppe Neustadt
leitete. Bei strahlendem Sonnenschein zeigten Mehl- und Rauchschwalben
sowie einige Mauersegler ihre akrobatischen Flugkünste über Gassen und
Gärten. Als ersten Höhepunkt bestaunten die Teilnehmer mit dem
Fernrohr den „König der Lüfte“, einen Wanderfalken, der im
Königsbacher Steinbruch auf einem Baum saß. Währenddessen trug ein
Wintergoldhähnchen, der kleinste Vogel in Deutschland, unaufhörlich
seinen feinen leisen Gesang vor. Auf dem weiteren Weg entlang des
Waldrandes sangen der seltene Gartenrotschwanz, das Rotkehlchen und
der Grünfink ihre melodiösen Strophen. Inmitten der Rebenlandschaft
flog der Vogel des Jahres, der Turmfalke über die Gruppe hinweg und
zeigte sein charakteristisches Rütteln bei der Suche nach Mäusen.
Vorbei an einer grünen Feldgehölzinsel mit singenden Nachtigallen ging
es zu einzelnen Gebüschen zwischen den Weinbergen am Ortsrand. Dort
konnte in der Morgensonne die Zaunammer, der Charaktervogel des
Haardtrandes, durchs Fernrohr beim Vortrag ihres hämmernden Gesangs
bestaunt werden. Plötzlich jagte wie aus dem Nichts heraus ein Sperber
ganz nah an der Gruppe vorbei und versuchte einen Haussperling zu
fangen, was ihm aber misslang. Insgesamt konnten 37 verschiedene
Vogelarten gesehen und gehört werden. Die nächste
Vogelstimmenwanderung des NABU findet am Sonntag 13. Mai um 18.00 Uhr
in Gimmeldingen statt (Treffpunkt: Sportplatz).
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Nachtigall, Grünspecht und Zaunammer:
NABU
entdeckt 38 Vogelarten auf Exkursion in Dernbach
Zwölf Teilnehmer trafen
sich am vergangenen Sonntag zu einer abendlichen Exkursion mit dem
Hobbyornithologen Franz Grimm (NABU Edenkoben/Maikammer) am Ortsrand
von Dernbach, um Vögel zu beobachten und etwas über ihren Gesang und
ihre Lebensweise zu erfahren. Gleich zu Beginn der Wegstrecke genossen
die Teilnehmer das wehmütige Lied der Nachtigall, das aus einer
Gebüschgruppe erklang. Auf dem weiteren Weg, vorbei an blühenden
Orchideen, beobachtete die Gruppe Kohlmeise und Grünfink auf der
Nahrungssuche und lauschte Rotkehlchen, Ringeltaube und Singdrossel.
Mit dem Fernrohr holte Grimm den seltenen Baumpieper auf der fernen
Spitze einer Pappel nah heran. Im Wald sangen der Kleiber und das
Sommergoldhähnchen - der kleinste Vogel in Deutschland - ihre
wohlklingenden Strophen. Über der herrlichen Wiesenlandschaft zeigte
der Turmfalke, Vogel des Jahres 2007, sein charakteristisches Rütteln
bei der Suche nach Mäusen. Nach Grünspecht und Heckenbraunelle kam
überraschend noch eine ganz besondere Art auf die Liste der
Vogelfreunde: Man staunte über eine singende Zaunammer, die eigentlich
der Charaktervogel des Haardtrandes ist, sich aber scheinbar immer
weiter in die offenen Täler des Pfälzerwalds hinein ausbreitet.
Insgesamt konnten 38 verschiedene Vogelarten gehört und gesehen
werden.
Die nächste
Vogelstimmenwanderung des NABU findet am Donnerstag 17. Mai um 8.00
Uhr in Wernersberg statt (Treffpunkt: Wernersberger Mühle).
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Noch Plätze frei:
NABU bildet Senioren zu
„Naturtrainern“ aus
Im Auftrag der
Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) bildet der NABU in der
Vorderpfalz 10 Senioren zu „Naturtrainern“ aus. Im Rahmen von fünf
Praxisworkshops erhalten die Teilnehmer Anregungen und Tipps für die
Durchführung von Natur- und Umweltprojekten in Kindertagesstätten,
sammeln erste Praxiserfahrungen und werden intensiv durch den NABU
begleitet.
Die Teilnahme an dem Projekt ist kostenlos. Materialien für die
Durchführung der Projekte in den Kindertagesstätten werden vom NABU
gestellt.
Interessierte Senioren können sich bei der NABU Regionalstelle Süd in
Landau unter Tel. 06341-31628 melden. Der erste Workshop findet am
Mittwoch, den 30. Mai von 9 bis 16 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus
Birkenheide, Eyersheimer Str. 11, statt.
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Stunde der
Gartenvögel im Heidewald
Vögel
beobachten + gewinnen - Bundesweite Mitmach-Aktion des NABU
Wie häufig sind unsere Gartenvögel?
… und wo kommen welche Arten vor? Um herauszufinden, wie es um die
heimische Vogelwelt bestellt ist, hat der NABU die Stunde der
Gartenvögel ins Leben gerufen. Machen Sie mit, denn Ihre Beobachtungen
geben Auskunft über die Verbreitung unserer gefiederten Nachbarn.
Jetzt im dritten Aktionsjahr können wir mit Ihrer Hilfe auch Hinweise
auf Zu- und Abnahmen der Vogelbestände erhalten. Und so geht’s:
Notieren Sie in der Zeit vom 11.-13.Mai von jeder
Art die höchste Anzahl der Vögel, die Sie innerhalb einer Stunde
gleichzeitig beobachten konnten. Übertragen Sie dann die Beobachtungen
in einen Meldebogen, der entweder beim NABU Heidewald,
Albertine-Scherer-Str. 30 in Birkenheide erhältlich ist oder über das
Internet unter
www.stunde-der-gartenvoegel.de abgerufen werden kann. Hier sind
auch weitere Informationen für Sie bereitgestellt.

Das
Rotkehlchen ist noch häufig anzutreffen (Foto: NABU)
Unter den
Teilnehmern verlost der NABU wertvolle Preise:
1. Preis: Fünftage-Reise an den
Kaiserstuhl für 2 Personen
2.-100 Preis: Ferngläser, Bücher,
Nistkästen, Armbanduhren …
Online-Teilnehmer nehmen an einer Sonderverlosung teil.
Abgabeschluss ist der 19. Mai
Am Sonntag, 13.
Mai veranstaltet der NABU Heidewald eine Vogelexkursion. Geeignet ist
der Spaziergang durch den Heidewald um Birkenheide auch für Familien.
Wenn man Glück hat, kann man innerhalb von 2-3 Stunden über 50
Vogelarten sehen und hören. Henning Cramer übernimmt die Führung. Er
ist ein erfahrener Vogelexperte und Heidewaldkenner. Treffpunkt: ASV
Birkenheide 9.00 Uhr. Dauer etwa 2-3 Stunden.
Auskunft unter
Telefon 06237-6297 oder 06237-6369
Text: Walter
Gramlich
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Spaziergang
in den Wässerwiesen
Groß und
Klein bestaunen Vielfalt in den Bellheimer Holz- und Sandwiesen
Dreizehn
Weißstörche wateten auf der Suche nach Nahrung durchs flache Wasser,
als die 9 Teilnehmer zum „Spaziergang in den Wässerwiesen“ am
Parkplatz bei den Bellheimer Sand- und Holzwiesen aufbrachen.
Exkursionsleiter Matthias Brock von der NABU-Gruppe Bellheim
erläuterte die Hintergründe der seit zwei Jahren wieder regelmäßig
stattfindenden Wiesenwässerung an der Queich. Die Wässerungstechnik
wurde seit dem Mittelalter zur Erhöhung der Heuerträge in den
Queichwiesen eingesetzt, geriet aber im letzen Jahrhundert beinahe in
Vergessenheit. Heute ist sie nicht nur ein interessantes Instrument
für die Landwirtschaft und den Hochwasserschutz, sondern auch zur
Förderung einer typischen artenreichen Flora und Fauna. Vor allem die
Interessengemeinschaft Queichwiesen und der Landschaftspflegeverband
Pfalz (LPV) setzen sich seit einigen Jahren für den Erhalt der Gräben
und den Wiederaufbau von Wehren und Schließen ein und werden dabei
tatkräftig vom NABU und anderen Naturschutzverbänden unterstützt.
„Dabei geht es uns nicht nur um den Weißstorch“, betont Brock. „Die
flachen Flutungen finden nur an wenigen Tagen im Jahr statt. Das
schadet dem Leben in den Wiesen nicht nachhaltig und erhöht sogar
nachweislich die Vielfalt und Dynamik“, erläuterte Brock und wurde
darin von Martin Grund (Aktion
Pfalzstorch/NABU-Gruppe Neustadt), der als Gast mit dabei
war, bestätigt.
Und in der Tat:
Neben den Störchen sichteten die Besucher einen Wiesenpieper, der nach
taumelnden Flug mit einem Trillern im Gras verschwand. Auch tummelten
sich diverse Schmetterlinge, darunter der seltene Schwalbenschwanz,
auf der blütenreichen Wiese. Die anwesenden Kinder bestaunten Raupen,
Schnecken und Käfer. Als Peter Wolf vom Bauhof Bellheim am Vortag die
Schließen zur Sollach hochkurbelte, um dem Wasser den Weg in die
Wiesen zu bahnen und dabei die Gräben überprüfte, konnte er außerdem
zwei Ringelnattern beobachten – die übrigens hervorragend schwimmen
können, so dass eine Flutung sie nicht im Geringsten stört.
Die NABU-Gruppe
Bellheim lädt herzlich ein zum nächsten Spaziergang in den
Wässerwiesen am Freitag, 11.05.07 um 15.00 Uhr.

Die Teilnehmer am
Wässerwiesen-Spaziergang an einer Schließe in den Holzwiesen (Foto:
Martin Grund)
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In der Petschengasseden
neuen Trick geübt
40 Teilnehmer beim ersten
Spritspar-Taining von Naturschutzbund, Evangelischer Kirche und
Autohaus Neubeck
Ein
kostenloses Spritspar-Training hat der Naturschutzbund (Nabu) Südpfalz
in Kooperation mit der evangelischen Kirche der Pfalz am Samstag im
Autohaus Neubeck angeboten. Das Motto: Umschalten - ganz einfach Sprit
sparen". Vier Trainer zeigten den Teilnehmern in vier Autos auf einer
vorgegebenen Strecke, wie sie verglichen mit ihrer bisherigen
Fahrweise, bis zu 25 Prozent Sprit sparen können.
Ab 10 Uhr
verließen im Halbstundentakt präparierte PKW den Hof des Autohauses
Neubeck. Die Trainer seien ausgebucht, berichtete Neubecks
Organisationsleiter Frank Bilabel im RHEINPFALZ-Gespräch. Etwa 40
Teilnehmer seien auf dem Weg zum umwelt- und kostenschonenden
Autofahrer.
Auch
Andreas Schäfer aus Waldsee hat sich zum Spritspar-Training
angemeldet. Gegen 15 Uhr begibt sich der Rechtsreferendar auf die
11,86 Kilometer lange Teststrecke. Neben ihm sitzt Trainer Jörg Henf.
"Das Auto ist so sparsam wie man es fährt", sagt er zu Beginn der
ersten Runde und weist auf das an der Scheibe angebrachte Messgerät
das ständig wechselnde Zahlen anzeigt. "Die werden dann später am PC
ausgewertet", kündigt der Experte an. Die Strecke werde zweimal
abgefahren, erfährt Schäfer kurz vor der Siemensbrücke: "Jetzt nach
links. Henf schickt ihn in die Iggelheimer Straße. Fahrer und
Beifahrer unterhalten sich bis zur Petschengasse über die
Parkplatzsituation vor dem Gerichtsgebäude in Frankenthal. Vom Grünen
Winkel aus fährt Schäfer den VW Experience über Kopfsteinpflaster
durch die engen Gassen der Altstadt. Der Verkehr am Domplatz ist - wie
häufig - etwas unübersichtlich. Souverän lenkt der Fahrer das Auto am
Historischen Museum vorbei zur B9-Auffahrt, 100 Stundenkilometer
(km/h) zeigt der Tacho bis zur Ausfahrt Speyer-West an.
Das Tempo
auf 50 km/h gedrosselt, fährt Schäfer zurück zum Ausgangspunkt und
stoppt auf Anweisung seines Trainers auf den Parkplatz gegenüber dem
Autohaus. 7,98 Liter habe er bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit
von 36,7 km/h verbraucht und 185 Gramm CO2
ausgestoßen, entnimmt Henf dem Messgerät und empfiehlt Schäfer für die
zweite Runde vorausschauendes Fahren. Anfahren aus dem Stand gelte als
besonders großer "Spritfresser", gibt der Trainer bekannt. So oft es
die Verkehrssicherheit zulasse, sei ein kurzer Sprint zur erwünschten
Geschwindigkeit optimal.
Jetzt fährt
Schäfer nach Henfs Anweisungen und schaltet so oft es geht in den
höchsten Gang. Das Ausschalten des Motors bezeichnet Henf als die
einfachste Möglichkeit, Sprit zu sparen und rät Schäfer gleich vor der
roten Ampel hinter der Siemensbrücke dazu. "Bei flachen Gefälle den
Gang raus" übt der Fahrer in der Petschengasse und "mit Vollgas auf
100" auf der B9.
Die
Auswertung beider Runden ergibt 4,64 Prozent Verbrauchs-Einsparung in
der zweiten Runde mit einem Zeitunterschied von 40 Sekunden. Trainer
und Fahrer sind zufrieden mit dem Ergebnis. Andreas Schäfer hat das
Spritspar-Training etwas gebracht für seinen Autofahrer-Alltag, ist er
überzeugt. "Das Ausschalten vor der Ampel ist wirklich zu überlegen",
sagt er.
Sie Sieger
eines Gewinnspiels in dem Zusammenhang: Walter Christmann, St. Martin
(Hotelscheck), Friedrich Brixius, Waldsee (100 Euro Gutschein),
Franziska Rink, Heidelberg (50 Euro Gutschein), sowie Gerhard
Albrecht, Heidelberg und Marco Bürger aus Altrip.
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NABU und Böbinger
Landwirte retten 27 Kiebitze
Bedrohter Zugvogel
brütet behütet in Pfälzer Äckern
In einer beispielhaften Aktion
wurden in den vergangenen Wochen 27 junge Kiebitze vom NABU und den
Böbinger Landwirten Günter Gödelmann und Michael Vogel gerettet.
Wolfgang Staudt von der NABU-Gruppe der Verbandsgemeinden Edenkoben
und Maikammer hatte die Kiebitze auf feuchten Ackerflächen bei
Böbingen entdeckt und die Sache ins Rollen gebracht. Zuerst wurden die
Nester nach Rücksprache mit den Flächeneigentümern durch NABU-Aktive
lokalisiert und markiert. Hierbei fand der NABU insgesamt 7 Nester mit
27 Eiern.
Die markierten Nester wurden bei der
in den nächsten Tagen folgenden Bearbeitung der landwirtschaftlichen
Flächen ausgespart und somit vor der Zerstörung bewahrt. Bei
weiteren Kontrollen in den folgenden Tagen wurden die Kiebitze brütend
auf ihren Gelegen mit dem Fernglas beobachtet. Nach ungefähr einer
Woche waren alle Jungvögel geschlüpft was an den verbliebenen
Eierschalen ersichtlich war.
Der Kiebitz ist ein Zugvogel, der
meistens schon im März aus seinen Überwinterungsgebieten zu uns
zurückkommt. Er ist Brutvogel der Feuchtwiesen und Niedermoore. Durch
zunehmende Landwirtschaft und deren Intensivierung seit den 1970er
Jahren sind viele natürliche Feuchtgebiete verloren gegangen. Wegen
dieser fortschreitenden Zerstörung seiner Lebensräume haben die
Bestände des Kiebitzes in Deutschland bereits stark abgenommen
Der Kiebitz ist etwa taubengroß mit
vergleichsweise kurzen Beinen und hat einen weißen Bauch mit einem
schwarzen Brustband. Am auffälligsten aber sind die lange schwarze
Kopfhaube und der charakteristische „Gaukelflug“, bei dem die Kiebitze
ihr typisches scharfes „kiwitt“ ausrufen. Kiebitze brüten
meistens in kleineren Gruppen in offenen, flachen Landschaften mit
kurzem oder gar keinem Gras oder auf Feldern und Äckern. Ihr Gelege
besteht meistens aus vier beigefarben bis braun gefleckten Eiern, in
sehr seltenen Fällen werden drei oder zwei Eier gelegt. Beide Altvögel
bebrüten die Eier 21 bis 28 Tage lang, bis die Küken schlüpfen. Die
Küken sind Nestflüchter und verlassen das Nest bereits wenige Stunden
nach dem Schlupf. Dann werden sie bis zu fünf Wochen lang noch von den
Eltern geführt, bis sie flügge werden. Diese Zeit verbringen die
meisten Familien in der direkten Umgebung des Nestes. In den ersten
zehn Tagen ihres Lebens sind die Küken noch nicht in der Lage, ihre
Körpertemperatur selbst zu regeln (Thermoregulation). Deshalb müssen
die Küken noch gewärmt werden, was meistens das Weibchen übernimmt.
Mit 35 Tagen sind die Küken vollbefiedert und flugfähig.
Alle Beteiligten hoffen, dass ein
Großteil der 27 ausgeschlüpften Jungvögel auch flügge werden und
vielleicht im nächsten Jahr wieder in das Gebiet, in dem sie das Licht
der Welt erblickten, zurückkehren.

Foto 1: Kiebitz auf Böbinger
Acker (Foto: Franz Grimm)

Foto 2: Kiebitz-Gelege (Foto:
NABU / Ludwichowski)
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2208 Quadratmeter
für den Naturschutzbund
Frankenthalerin
überträgt geerbtes Grundstück an NABU
Ein in der Gemarkung Heßheim
gelegenes Ackergrundstück hat die Frankenthalerin Eva Koch dem
Naturschutzbund Frankenthal (Nabu) geschenkt. Der Verein plant, auf
dem Gelände eine Streuobstwiese anzulegen.
„Das ist für uns ein bedeutender
Akt, so etwas hatten wir noch nicht", sagte der Vorsitzende des Nabu,
Manfred Becker, bei der Grundstücksübertragung am Dienstag in einem
Frankenthaler Notariat.
Zusammen mit ihrem im Bayerischen
Wald lebenden Cousin hatte Eva Koch ein 2208 Quadratmeter großes
Ackergrundstück geerbt. Dieses Grundstück liegt in der Gemarkung
Heßheim, östlich der A 61. Koch beschloss, den zurzeit noch
landwirtschaftlich genutzten Acker wieder der Natur zuzuführen. Der
Pachtvertrag sei bereits gekündigt, sagte sie.
„Nach dem Tod meiner Mutter hält
mich hier nichts mehr", so die Frankenthalerin, die nun abwechselnd in
Berlin und in Australien, wo ihre Tochter wohnt, leben wird. „Aber
auch wenn ich nicht wegziehen würde, hätte ich das Grundstück dem Nabu
übertragen", fügte sie hinzu.
Laut Manfred Becker soll der Acker
vom Naturschutzbund auch weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden,
jedoch auf eine extrem naturverträgliche Art und Weise. Becker schwebt
die Anlage einer Streuobstwiese vor, Genaues müsse jedoch noch
besprochen werden.

Foto: Manfred Becker
Ihr Motiv, das Grundstück zu
verschenken, erklärte die Stifterin so: „Auf dem Feldweg zwischen
Monte Scherbelino und Studernheim habe ich auf Schildern gelesen, dass
hier naturbelassene Äcker vom Nabu verwaltet werden. Das hat mir
gefallen. Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Leute für den
Naturschutzbund spenden würden." (kae)
SCHAEDB1
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Frankenthaler Zeitung
Ausgabe: Nr.82
Datum: Samstag, den 07. April 2007
Seite: Nr.16
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Aktiv für
Landschaft, Vogelwelt und Umweltbildung
Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Landau-Stadt 2007
Bei der diesjährigen
Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Landau-Stadt wurden positive
Bilanzen gezogen. In seinem Jahresbericht lobte der 1. Vorsitzende
Werner Kern den ehrenamtlichen Einsatz der Aktiven, die insgesamt über
2000 Stunden ableisteten. Nach dem Erfolg der Mitgliederwerbung hat
der NABU Landau aktuell 1150 Mitglieder. Höhepunkte in 2006 waren die
Verleihung des Umweltpreises der Stadt Landau an Werner Kern, die
Ernennung des Hirtenhauses zur offiziellen SchUR-Station (schulnahe
Umweltbildung Rheinland-Pfalz) durch Ministerin Doris Ahnen sowie der
Besuch des NABU-Präsidenten Olaf Tschimpke im Hirtenhaus. Das
SWR-Fernsehen drehte einen Bericht über die ausländischen Teilnehmer
des 20. Internationalen Workcamps. Das SWR-Radio berichtet über die
Schleiereulenberingung an der evangelischen Kirche in Mörzheim, die
der NABU gemeinsam mit der Universität Landau durchführte.
Wie in jedem Jahr pflegten die
Naturschützer diverse Biotope, retteten tausende von Erdkröten in
Mörzheim und Landau vor dem Verkehrstod, schrieben politische
Stellungnahmen, boten zahlreiche Exkursionen an, beteiligten sich am
„Ferienpass“ und schrieben einen Malwettbewerb für Kinder aus. Die
Gruppe nahm die Schenkung einer Streuobstwiese und eines alten
Weinbergs durch Mitglieder an und betreibt so weiterhin
Flächensicherung für den Naturschutz, eine ihrer satzungsgemäßen
Kernaufgaben.
Bildungsreferentin Inge Keller
berichtete, dass im Jahr 2006 über 2000 Kinder von 23 verschiedenen
Einrichtungen (Schulen, Kindergärten, Kirchen) aus Landau und den
Kreisen SÜW und GER an den Veranstaltungen der Naturerlebnisschule
teilgenommen haben.
Kassenwart Lutz Querfurth konnte
einen Überschuss für die Vereinskasse verzeichnen.
Nach 35 Jahren Engagement für die
Natur wurde Werner Kern für weitere 3 Jahre in seinem Amt als 1.
Vorsitzender des NABU Landau bestätigt. Stellvertretende Vorsitzende
bleibt Ingrid Munzinger, Schriftführer Horst Mantel und Kassenwart
Lutz Querfurth. Jürgen Elger, Martina Gellrich, Ulf Janz, Stefan Laux,
Roland Metzger und Klaus Pittner wurden in den erweiterten Vorstand
gewählt. Kassenprüferinnen sind Gisela Jester und Inge Kern.
Der gemütliche Teil wurde bereichert
durch Ulf Janz, der in einem Diavortrag den Vogel des Jahres 2007, den
Turmfalken, vorstellte.

Foto1 : Junger Turmfalke, der
im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Mörzheim abgegeben und in der
Pflegestation des NABU in Haßloch aufgezogen und später ausgewildert
wurde. (Foto: Werner Kern)

Foto 2: Turmfalke, Vogel des
Jahres 2007 (Foto: NABU)
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Ein
Vierteljahrhundert für den Naturschutz
NABU Landau-Land
wird 25 Jahre alt - Jahreshauptversammlung plant Feierlichkeiten
Die Jahreshauptversammlung der
NABU-Gruppe Landau-Land im Eschbacher „Zehnthof“ stand ganz unter dem
Zeichen des 25-jährigen Vereinsjubiläums. Im Jahr 1982 als „Ortsgruppe
Landau-Land im Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV)“ gegründet, zählt
die NABU-Gruppe inzwischen über 500 Mitglieder von Knöringen bis
Impflingen. In seinem Jahresbericht ging der Vorsitzende Hans Frech
(Göcklingen) auf die Höhepunkte des letzten Jahres ein – das
Pfingstfest mit Schafschur, das Göcklinger Brünneltreffen, die Nacht
der Fledermäuse und den Tag des Ehrenamtes, die auch alle in diesem
Jahr wieder statt finden. Gleichzeitig zog er Bilanz über ein
Vierteljahrhundert Naturschutz.
In Walsheim wurden im vergangenen
September 40 Obstbäume auf einer Ausgleichsfläche gepflanzt.
Mittlerweile pflegt die Gruppe in der Verbandsgemeinde 8
Streuobstwiesen. Dazu kommen 8 Feuchtgebiete, Wiesen und Wäldchen.
Insgesamt besitzt und/oder pflegt die Gruppe 12 ha Fläche, die auf
zahlreiche Dörfer in der Verbandsgemeinde verteilt sind. „Damit
leisten wir unseren Beitrag zur Flächensicherung - unsere wichtigste
Aufgabe nach der neuen NABU-Strategie“, so Rolf Schmitt, 2.
Vorsitzender, der die meisten Biotoppflege- und Pflanzaktionen
organisiert.
Dr. Nathalie Plum von der NABU
Regionalstelle in Landau lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gruppe
und berichtete von verschiedenen Aktivitäten mit Messdienern,
Konfirmanden und der NABU Hochschulgruppe Landau in der
Verbandsgemeinde.
Zum Jubiläum war die Gruppe im März
dieses Jahres bereits Gastgeber der großen Landesvertreterversammlung
des NABU Rheinland-Pfalz. In die Kaiserberghalle in Göcklingen waren
zu diesem Anlass nicht nur Ortsbürgermeister Fritz Garrecht,
Verbandsbürgermeister Klaus Stalter und Landrätin Theresia Riedmaier
gekommen, sondern auch NABU-Präsident Olaf Tschimpke aus Berlin. Alle
gratulierten der Gruppe herzlich zu ihrer langjährigen professionellen
Arbeit. Ein größeres Jubiläumsfest ist für den November in Ilbesheim
geplant.
Neuwahlen standen nicht an,
lediglich Petra Dausch-Franz (Eschbach) wurde als „Verstärkung“ in den
Vorstand gewählt und freut sich auf ihr Amt als Beisitzerin. Der
Kassenwart Thomas Dausch (Eschbach) hatte ein sattes Plus zu
verzeichnen – die meisten Einnahmen sind Vergütungen für
landespflegerische Aktivitäten sowie Spendengelder. Die Mitglieder
beschlossen deshalb, ein Artenschutzprojekt des NABU Landesverbande
mit einer Spende von 1000 Euro zu unterstützen: Das größte deutsche
Winterquartier für Fledermäuse, der so genannte „Bierkeller“, eine
Basaltgrube in der Nähe von Mayen, soll durch Ankauf gesichert werden.
Gleichzeitig ruft die Gruppe die Bevölkerung in der Südpfalz dazu auf,
ebenfalls zu spenden. Insgesamt muss der NABU 300.000 Euro aufbringen.
Auch ein Ausflug zur Besichtigung des Fledermausquartiers ist geplant.
Für Spenden und Infos: NABU Regionalstelle
Süd, Tel. 06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de
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„Naturschutz in
Rheinland-Pfalz“ (NABU-interner Artikel)
Zehntausend
Erdkröten gerettet
Jobbörse der
Regionalstelle voller Erfolg – Über 100 Ehrenamtliche helfen mit an
Amphibienschutzzäunen in der Südpfalz
Bei den diesjährigen Aktivitäten des
NABU im Amphibienschutz in der Südpfalz zeigte die „Jobbörse für
Ehrenamtliche“ der NABU Regionalstelle Süd in Landau ihre volle
Wirkung.
Die NABU-Gruppen Landau-Stadt,
Landau-Land, Edenkoben/Maikammer, Lingenfeld und Neustadt/Weinstraße
betreuten in ihren Gebieten insgesamt 11 Wanderstrecken. Die meisten
Schutzzäune errichtete Franz Grimm in einem Kraftakt gemeinsam mit
seinen beiden FÖJlern. Bei der anschließenden Betreuung der Zäune gab
es natürlich ebenfalls eine Menge zu tun. Dr. Nathalie Plum gab den
Bedarf an Helfern nicht nur wie üblich auf der Internetseite und über
den Emailverteiler bekannt, sondern rief auch noch einmal gesondert
über die Presse auf. Die Resonanz aus der Bevölkerung war
überwältigend: Insgesamt waren über 100 Personen an der „Krötenfront“
engagiert – darunter zahlreiche zum ersten Mal. Erfreulich war hierbei
auch, dass viele Kinder und Jugendliche, teils mit ihren Eltern, mit
anpackten. Auch der befreundete Naturschutzverband Südpfalz (NVS)
profitierte von der „Jobbörse“ der Regionalstelle, da auch einige
Helfer für die Zäune des NVS gefunden werden konnten.
Die im Dezember auf Initiative der
Regionalstelle neu gegründete NABU-Gruppe Neustadt/Weinstraße stürzte
sich gleich in die praktische Naturschutzarbeit und betreute allein 4
Zäune. „Es war schon ein tolles Erlebnis, den Tieren so Aug’ in Aug’
zu begegnen – vor allem für unsere Jugend“, schwärmt die Vorsitzende
Ursel Mosebach. An den traurigen Anblick der überfahrenen Tiere
hingegen mag sie sich noch nicht recht gewöhnen.
In Eußerthal (Verbandsgemeinde
Annweiler, Kreis SÜW) mobilisierte die frisch gebackene NABU-Aktive
Marie-Luise Buschmann-Hof ihre Kollegen in der dortigen Fachklinik.
Nach einer Woche gehörte es in der gesamten Belegschaft „zum guten
Ton“, sich zum „Krötendienst“ in der Auffahrt der Klinik einteilen zu
lassen – „Sonst konnte man in der Kaffeepause nicht mehr mitreden“, so
Buschmann-Hof.
Insgesamt wurden in der Südpfalz
über 10.000 Erdkröten, einige hundert Grasfrösche und einige Dutzend
andere Amphibien, darunter auch Molche und eine einzelne Wechselkröte,
sicher in ihre Laichgewässer gebracht.
Die langjährigen Betreuer einiger
Schutzzäune, wie zum Beispiel Herbert Magin (NABU Lingenfeld),
berichten, dass die Wanderung in diesem Jahr früher als sonst
einsetzte – an den Standorten in der Nähe des Rheins kam die "Vorhut"
schon im Januar und die Rückwanderung setzte bereits im März ein. Auch
war die Gesamtzahl der wandernden Kröten an den meisten Standorten
deutlich geringer als in den Vorjahren – bis zu 50%. Beim
abschließenden regionalen Stammtisch diskutierten die Krötenretter, ob
diese Entwicklungen mit dem Klimawandel zusammenhängen – ein Thema,
das die Wissenschaft sicherlich noch beschäftigen wird.
Der NABU und der NVS bedanken sich
herzlich bei allen großen und kleinen Helfern.

Die neue NABU-Gruppe Neustadt
errichtet mit Franz Grimm (vorne rechts) ihren ersten Schutzzaun
(Foto: NABU Neustadt)
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Zehntausend Erdkröten
gerettet
NABU und NVS
betreuten Amphibienschutzzäune in der ganzen Südpfalz
Wanderung abgeschlossen –
Zahlen rückgängig
Viele Menschen ekeln sich vor
Amphibien, ganz besonders vor Kröten. Diese Tiere sind jedoch ein
wertvolles Glied im Nahrungsnetz und sollten ganz besonders von
Gärtnern geschätzt werden – fressen sie doch neben allerlei Insekten
und Spinnen auch Nacktschnecken. Deshalb machen sich die
Naturschutzverbände NABU und NVS jedes Jahr dafür stark, möglichst
viele Erdkröten, Frösche und Molche vor dem Verkehrstod zu bewahren
und so die Populationen zu sichern.
Der Naturschutzverband Südpfalz
(NVS) betreute Zäune in Spirkelbach, Hagenbach und Hatzenbühl – mit
2400 und 1073 geretteten Kröten gehörten die ersten beiden zu den am
meisten frequentierten Standorten, während in Hatzenbühl die größte
Artenvielfalt angetroffen wurde. Grasfrösche, Springfrösche,
Grünfrösche, Bergmolche und Fadenmolche sorgten dort für Abwechslung.
Weitere große Erdkrötenpopulationen konnte der NABU in Eußerthal
(1754), Schwegenheim (1400) und Landau-Mörzheim (1007, jeweils
eingesammelte Erdkröten) sichern. Die im Dezember neu gegründete
NABU-Gruppe Neustadt/Weinstraße betreute 3 Zäune an verschiedenen
Standorten im Stadtgebiet; der wichtigste Standort war das
Kaltenbrunnertal, wo ca. 1700 Kröten und einige Dutzend Grasfrösche
gerettet werden konnten. Die Naturschützer lernten dabei
Privatpersonen kennen, die sich bereits seit Jahren im „Einzelkampf“
um die Rettung der wandernden Amphibien in ihrer Siedlung kümmern.
Dazu kamen Zäune und Sammelstellen mit kleineren Populationen in
Kirrweiler, Burrweiler, Frankweiler, Siebeldingen, Gräfenhausen und
Annweiler sowie an der Kaiserbachermühle bei Klingenmünster und in
Landau im Gewerbegebiet Nord.
Sämtliche Schutzzäune wurden über
einen Zeitraum von mehreren Wochen in den Abendstunden von den
Naturschützern vor Ort kontrolliert. Insgesamt konnten so in der
Südpfalz mehr als 11.000 Kröten sicher zu ihrem Laichgewässer gebracht
werden, wie Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle in Landau
berichtet. Wie auch schon in den Vorjahren funktionierte die
Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden bestens; die notwendigen
Zäune wurden teilweise zur Verfügung gestellt und wenn möglich Straßen
gesperrt oder beschildert.
Die „Jobbörse für Ehrenamtliche“,
die die NABU Regionalstelle über die Presse und über die eigene
Internetseite bekannt macht, zeigte hier ihre volle Wirkung: Insgesamt
waren über 100 Personen als Helfer an der „Krötenfront“ engagiert –
darunter zahlreiche zum ersten Mal. Erfreulich war hierbei auch, dass
zahlreiche Kinder und Jugendliche, teils mit ihren Eltern, halfen.
Passanten fragten die Helfer auch schon einmal im Scherz, ob sie für
eine Froschschenkelsuppe sammelten.
Die langjährigen Betreuer einiger
Schutzzäune berichten, dass die Wanderung in diesem Jahr früher als
sonst einsetzte – an den rheinnahen Standorten (Schwegenheim,
Hagenbach) kam die "Vorhut" schon im Januar und die Rückwanderung
setzte bereits im März ein. Auch war die Gesamtzahl der wandernden
Kröten an den meisten Standorten deutlich geringer als in den
Vorjahren – bis zu 50%. „Ob dies mit dem Klimawandel zusammenhängt,
darüber wagen wir nicht zu spekulieren“, so Dr. Nathalie Plum von der
NABU Regionalstelle, „das ist aber sicherlich ein Thema, das die
Wissenschaft noch beschäftigen wird.“
Der NABU und der NVS bedanken sich
herzlich bei allen großen und kleinen Helfern.

Foto: Erdkrötenpaar (Foto:
Manfred Winkler/NVS)
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Biotoppflege,
Pappkäfer und Eiersuche:
Osterferienprogramm beim NABU Landau wieder ein voller Erfolg
50 Kinder aus Landau und dem Kreis
Südliche Weinstraße nahmen am diesjährigen Osterferienprogramm des
Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim teil. Ulrike van der
Bloemen und Inge Keller von der Naturerlebnisschule gestalteten über
drei Tage ein abwechslungsreiches Programm rund um die Natur – mit der
tatkräftigen Unterstützung von 9 wechselnden ehrenamtlichen Helfern
des NABU Landau.
Wie jedes Jahr wurde zunächst das
„Grüne Klassenzimmer“ am Brühlgraben in Mörzheim „fit für den
Frühling“ gemacht. Die im letzten Jahr von den Kindern angelegte
Benjeshecke, ein Unterschlupf für Kleintiere, wurde mit neuem
Grünschnitt aufgefüllt. Mit großem Eifer besserten die kleinen
Naturschützer die Insektenlehmwand aus und zimmerten ein neues Dach.
Dank der tüchtigen Vorarbeit der NABU Hochschulgruppe Landau, die den
Boden rund um die Obstbäume mit Spaten gelockert hatte, konnten die
Kinder Trester-Kompost als Dünger an den Bäumen verteilen.
Zwischendurch gab es zur Auflockerung wie immer Spiele und eine
Wasserexkursion, bei der die Kinder Kaulquappen von Molchen,
Froschlaich und Libellenlarven entdecken konnten. Auf der von ihnen
angelegten Trockenmauer sonnten sich bereits die Eidechsen. Die
Bastelfreudigen fertigten aus Pappmaché lustige Riesenkäfer und schöne
Ostergrußkarten an. Der Höhepunkt des bunten Programms war eine
spannende Eiersuche im Grünen.
Der besondere Dank der
Naturschützer gilt der Bäckerei Walther (Offenbach), die für die
Verpflegung der Kinder Brot und Kuchen zur Verfügung stellte.
Zum
Vormerken:
Die NAJU (Naturschutzjugend) Landau (Leitung: Ulf Janz) trifft sich an
jedem 1.Dienstag im Monat um 15 Uhr in Mörzheim und macht spannende
Ausflüge in die Natur. Anmeldung (Kinder ab 10 Jahren) und Infos über
weitere NABU-Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Tel. 06341/31628; e-mail:
hirtenhaus@web.de
_1.jpg)
Foto 1: Die
Teilnehmer des Osterferienprogramms auf der Wiese des NABU Landau in
Mörzheim (Foto: Werner Kern)
_1.jpg)
Foto 2: Die gebastelten
Pappmaché-Käfer (Foto: Werner Kern)
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Spritspartag in Speyer
Speyer: NABU, evangelische
Kirche und Volkswagen laden ein zu Aktionstag
Kostenloses
Spritspar-Training am Autohaus Neubeck
Berlin/Speyer - "Umweltschonend Auto
fahren" lautet das Motto eines Aktionstages, der am Samstag 14. April
von NABU und Volkswagen gemeinsam mit der evangelischen Landeskirche
der Pfalz ausgerichtet wird. Von 10 bis 16 Uhr dreht sich im
Volkswagen-Autohaus Neubeck in der Landwehrstr. 34 alles um die Themen
Spritsparen, Klimaschutz und Umweltschutz. Kostenlos angeboten wird
ein ebenso spannendes wie nützliches Spritspar-Training. Wer lernen
möchte, wie mit ein paar kleinen Änderungen am Fahrstil und ohne
Zeitverlust der Treibstoffverbrauch um bis zu 25% gesenkt werden kann,
sollte unbedingt am Spritspar-Training teilnehmen.
Nach der erfolgreichen „Aktion
Autofasten“ der evangelischen Landeskirche geht das kirchliche
Engagement für die Umwelt auch nach Ostern weiter. Schirmherr des
Aktionstages ist Rolf Wunder, Beigeordneter der Stadt Speyer.
Ein buntes Rahmenprogramm gestalten der
NABU und verschiedene Firmen aus dem Bereich Klima- und Umweltschutz.
Anbieter von Photovoltaikanlagen, Sonnenkollektoren, Wärmepumpen,
Gasautos, Gebäudeanalysen, Isolier- und Dämmstoffen sowie biologischen
Baustoffen zeigen auf, was man als Privatmann alles für den
Klimaschutz machen kann. Zwei Biolandbetriebe bieten ihre Produkte aus
ökologischem Anbau an.
Rückfragen/Anmeldung: Tel. 06341 /
31628,
e-mail: Kontakt

Das
Autohaus Neubeck, Veranstaltungsort des NABU Spritspartages
(Foto: Werner Kern)
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NABU und NVS unterstützen
die bundesweite Brutvogelkartierung ADEBAR - Kartierungen der
Eulen in Landau und Umgebung liefern erste interessante Ergebnisse
Mit dem Projekt ADEBAR (Altas Deutscher
Brutvogelarten) wird seit 2005 die längst überfällige Zählung, der in
Deutschland vorkommenden Brutvögel durchgeführt. Als Ergebnis wird in
drei Jahren ein Atlas mit Verbreitungskarten und Angaben zur
Häufigkeit der deutschen Piepmätze herausgegeben. In Landau und
Umgebung wird diese Vogelzählung gemeinsam vom Naturschutzbund
Deutschland (NABU) und dem Naturschutzverband Südpfalz (NVS)
durchgeführt. Ulf Janz vom NABU-Landau kartiert zur Zeit die
pfälzischen Eulen. „Es ist sehr erfreulich, dass von den 10
verschiedenen Eulenarten, die in Deutschland brüten, immerhin 8 in der
Südpfalz nachgewiesen werden konnten“, so Janz. Neben den häufigeren
Arten wie Waldkauz und Waldohreule sind auch Schleiereule, Uhu,
Steinkauz und Rauhfußkauz vertreten. Die großen Sensationen der
letzten Jahre waren aber zwei Brutnachweise der sehr seltenen
Zwergohreule und mehrere Brutnachweise des Sperlingskauzes, der im
Pfälzer Wald als Brutvogel bisher unbekannt war. „Diese Erkenntnisse
sind aus naturschutzfachlicher Sicht sehr wichtig“ betont Janz. Auch
Rolf Wambsganss vom NVS ist der Meinung, dass für einen erfolgreichen
Artenschutz bekannt sein muss, wo und in welcher Anzahl die Tiere
brüten. Und das sehr erfolgreiche Steinkauzprojekt des NVS spricht für
sich. „Der bei uns vom Aussterben bedrohte Steinkauz konnte durch
gezielte Maßnahmen gerettet werden“ freut sich Wambsganss und bedankt
sich bei der Gelegenheit bei seinem Naturschutzfreund Karlheinz
Stahlheber, dessen unermüdlichen Einsatz dieser große Erfolg zu
verdanken ist. Durch das Aufhängen von sogenannten Steinkauzröhren
finden die Käuze ausreichend Nistmöglichkeiten und inzwischen haben
sich die Bestände sehr gut erholt.
Sorge bereitet den
ehrenamtlichen Naturschützern jedoch das zum Teil umfangreiche Fällen
großer Bäume in den Ortschaften und Ortsrandgebieten. Genau diese
Bäume sind jedoch oftmals die einzigen Brutmöglichkeiten der
Waldohreulen. „Obwohl sie so heißen, haben wir festgestellt, dass die
Waldohreulen im geschlossenen Wald gar nicht vorkommen. Sie benötigen
zur nächtlichen Jagd offene Flächen und zum Brüten hohe Bäume. Diese
Strukturen finden wir bei uns aber nur in dörflichen Strukturen und
entlang der Bachläufe“ erklärt Wambsganss. In diesem Jahr konnte Ulf
Janz bereits 14 Brutpaare der Waldohreule beobachten: in Göcklingen,
Dammheim, Nussdorf, Arzheim, Mörzheim und sogar mitten in Landau. Dr.
Nathalie Plum von der Regionalstelle Süd des NABU Rheinland Pfalz
hofft, dass diese Erkenntnisse die Städte und Gemeinden dazu bringen,
das Fällen großer Bäume nicht zu übertreiben. „Ich würde es auch
begrüßen, wenn wir wir aus der Bevölkerung Meldungen über
Eulenbeobachtungen erhalten könnten, damit wir unser Bild von der
Verbreitung der Eulen vervollständigen können“ so Plum. „Außerdem ist
es auch möglich unsere Eulen-Experten bei ihren Begehungen zu
begleiten“.
Anfragen und
Meldungen von Beobachtungen ab dem 10.4. an die NABU Regionalstelle
Süd, Brühlstr. 21, 76829 Landau-Mörzheim,
Tel.
06341/31628, e-mail:
Kontakt
_1.JPG)
Waldohreule (Foto:
Herbert Magin)
Waldohreule (Foto: Joachim Zürker)
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Ein Jahr Handys für die
Havel: NABU und Vodafone ziehen Bilanz
Über 77.000 Euro für
Renaturierungsprojekt gesammelt
Vor genau einem Jahr
starteten der NABU und Vodafone die Handyrecycling-Kampagne „Handys
für die Havel“. Unverändert ist diese Aktion auf Erfolgskurs: Zum 15.
Februar 2007 sind insgesamt rund 9.800 Handys zugunsten des NABU beim
Recycling-Unternehmen „Greener Solutions“ eingegangen. Zahlreiche
Bürger, aber auch Unternehmen, Schulen und Behörden haben sich
beteiligt. So konnten über 77.000 Euro für den NABU gesammelt werden.
Wer sein Alt-Handy
umweltverträglich entsorgen und gleichzeitig etwas für den Naturschutz
tun möchte, kann das bei NABU-Aktiven, in einigen Geschäften oder bei
der Stadt Germersheim tun (Adressen siehe unten). Inzwischen kann man
einen Großteil der Handysammelstellen des NABU auch im Internet
einsehen:
http://www.nabu.de/m07/m07_02/06053.html
Für jedes Handy erhält der
Naturschutzbund Deutschland eine Spende von drei Euro fünfzig von
seinem Kooperationspartner Vodafone. Dr. Nathalie Plum, Leiterin der
NABU Rheinland-Pfalz Regionalstelle Südpfalz: „Wir freuen uns sehr
darüber, dass nach wie vor so viele Mitbürger unsere Arbeit durch die
Abgabe ihrer Alt-Handys unterstützen. Allein in der Südpfalz haben wir
schon knapp 250 Handys gesammelt. Die Gelder verwendet der NABU für
die naturnahe Gestaltung der Unteren Havel – dem zur Zeit größten
Fluss-Renaturierungsprojekt Mitteleuropas.“
Das Recycling eines alten Handys ist
übrigens unabhängig von einer Vertragsverlängerung, einem Neuvertrag
oder dem Kauf eines neuen Gerätes.
Sammelstellen im Kreis GER:
Westheim: Pia Herbel, Bahnhofstr. 7 .
(Briefkasten)
Zeiskam: Postagentur, Inh.: Herr Mees
Bellheim: Frisör Busch, Optiker Kuntz
Knittelsheim: Bäckerei Busch
Ottersheim : Walter Frey, Waldstr. 47
(Briefkasten)
Germersheim: Brigitta Bräuer, Lokale
Agenda 21, Kolpingplatz 3
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Müllsammelaktion der NAJU
Neustadt am Speyerbach
Am vergangenen Samstag hat die
Naturschutzjugend (NAJU) Neustadt am Speyerbach in Höhe der Festwiese
Müll von den Bachufern eingesammelt. Darunter waren Flaschen,
Fast-Food-Verpackungen, Zigarettenschachteln, eine Radkappe und viel
Styropor. „Unglaublich, was die Leute alles achtlos in den Bach
werfen“, so Thore Fink, Sprecher der Jugendgruppe. Das ESN nahm den
gesammelten Müll entgegen - insgesamt 6 Säcke, also über 700 Liter auf
nur 100 Metern Uferabschnitt. Für eine Sammlung im Bach selbst führte
der Speyerbach zu viel Wasser und auch die geplante „Müll-Ausstellung“
musste wegen des schlechten Wetters (Regen und Sturm) entfallen. Der
kleine Leon (9 Jahre) wurde beim Sammeln bereits von einem
herumfliegenden Pappschild niedergestreckt. Auch von der befreundeten
BUND-Gruppe waren Helfer mit dabei. Die Jugendlichen machten unter den
Passanten noch eine Umfrage zum Speyerbach und waren positiv
überrascht, wie gut informiert einige waren, zum Beispiel darüber, wo
Quelle und Mündung des Bachs liegen. Die Passanten wurden auch
gefragt, welche persönliche Bedeutung der Speyerbach für sie hat und
ob sie Verbesserungsvorschläge haben. Die NAJU plant die Auswertung
der Fragebögen für die nächste Gruppenstunde.
Nächste Treffen der NAJU Neustadt:
Freitag, 09.03. und 23.3. jeweils um 15:30 bis 17 Uhr im
Mehrgenerationenhaus (Hof der VHS).
Infos bei Thore Fink,
Tel. 06325 / 980840

Foto1: Die
Jugendlichen beim Müllsammeln am Speyerbach (Foto: Martin Grund)
.jpg)
Foto 2: Geschafft!
So viel Müll auf nur 100 Metern…(Foto: Martin Grund)
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Biotoppfleger, Bachpaten
und Vogelschützer:
NABU
Wachenheim/Deidesheim aktiv für die Natur an der Haardt
Am vergangenen Freitag fanden sich die
Aktiven der NABU-Gruppe Wachenheim/Deidesheim zur
Jahreshauptversammlung und Vorstandswahl im Rathaus der
Verbandsgemeinde Wachenheim ein. Wie der 1. Vorsitzende Nicolas
Bachmann berichtete, waren die Naturschützer im Jahr 2006 wieder sehr
rege.
Wie immer machte die Biotoppflege einen
großen Teil der Aktivitäten aus. Dazu gehörten auf Flächen des NABU
das Mähen, der Schnitt von Obstbäumen und die Pflege von Kopfweiden.
Im Rahmen der Bachpatenschaften für den Goldbach und den Neuen
Weinbach wurden ebenfalls verschiedene Baumschnitt- und
Säuberungsarbeiten durchgeführt.
An den fast 50 für den Steinschmätzer
entlang der B 271 angelegten Lesesteinhaufen, wurde gemäht, um freien
Anflug des seltenen Acker- und Weinbergvogels zu gewährleisten.
Außerdem betreut die NABU-Gruppe über 600 Nistkästen. Es fanden zwei
„Vogelstimmenwanderungen“ und eine Wanderung zu den Steinschmätzern
statt. Außerdem waren die Naturschützer beim Ferienprogramm der Agenda
21 von Wachenheim und mit einem Stand auf dem Wachenheimer
Kräutermarkt in der Öffentlichkeit präsent. Friedrich Reinert vertrat
den NABU im Naturschutzbeirat des Kreises Bad Dürkheim und arbeitete
Stellungnahmen zu verschiedenen Bauvorhaben und Flurbereinigungen aus.
Wie immer war die Naturschutzjugend NAJU sehr aktiv und an fast allen
Aktivitäten der NABU-Gruppe beteiligt.
Der Kassenwart Klaus Brenner hatte ein
leichtes Plus in der Kasse zu verzeichnen und zeigte sich zufrieden
mit der stabilen Finanzlage der Gruppe.
Die Neuwahlen ergaben folgenden
Vorstand:
1. Vorsitzender: Nicolas Bachmann
2. Vorsitzender: Tobias Koreng
Kassenwart: Alexander Brändlein
Schriftführer: Sebastian Krauß
Pressewart: Friedrich Reinert
Kassenprüfer: Klaus Brenner, Gerd
Reuther.
Im Februar fand auf der NABU-eigenen
Streuobstwiese im Einstal bereits eine Schulung statt, bei dem die
Wachenheimer Naturschützer sich von Werner Kern (NABU Landau) zeigen
ließen, wie man Obstbäume fachmännisch beschneidet. Im
Jahresprogramm stehen wieder Mäh- und Pflegearbeiten auf den
Grundstücken des Vereins, die Weitergestaltung des Spielplatzes im
Poppental, eine Radtour zu den im Bereich der Verbandsgemeinden
angelegten Nistplätzen der seltenen Steinschmätzer, eine
Vogelstimmenwanderung im Forster Bruch, eine Wanderung mit einer
NABU-Gruppe aus Niedersachsen zu Steinschmätzer und Zaunammer,
Teilnahmen am Kräutermarkt, am Waldtag sowie am Ferienprogramm der
Agenda 21 und im Herbst die Reinigung, Reparatur und Ergänzung der
zahlreichen Nisthilfen. Auch 2007 wird die Gruppe sich an jedem 1.
Freitag im Monat um 19:30 Uhr im Rathaus der Verbandsgemeinde
Wachenheim treffen und freut sich über neue Gesichter.
Wichtigste Neuerung ist der Anschluss
der NABU-Gruppe Wachenheim/Deidesheim an die NABU Regionalstelle für
die Süd- und Vorderpfalz, die ihren Sitz in Landau-Mörzheim im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus hat. Dr. Nathalie Plum, Leiterin der
Regionalstelle, wird die Gruppe vor allem bei der
Öffentlichkeitsarbeit und bei der Gewinnung von neuen Aktiven
unterstützen und sie mit den anderen NABU-Gruppen in der Region
vernetzen. Auch bei allgemeinen Fragen zu Natur und Umwelt ist die
Regionalstelle für Bürger zu den üblichen Bürozeiten erreichbar.
Infos: NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341 / 31628,
e-mail:
Kontakt

Foto:
Obstbaumschnittkurs des NABU im Einstal. (Foto: Werner Kern)
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Neues Programm der
Naturerlebnisschule für das Sommerhalbjahr 2007
Die Naturerlebnisschule
des NABU Landau startet ihr neues Programm für Frühjahr und Sommer.
Schulklassen aller Alterstufen können das Angebot nutzen und den
Sachkunde- oder Biologieunterricht im Freien gestalten, einen
Wandertag einmal anders erleben oder Projekttage mit dem NABU
durchführen.
Unter fachkundiger
Anleitung der Umweltpädagoginnen Ingeborg Keller und Ulrike van der
Bloemen erfahren und erforschen Schüler und Schülerinnen Tiere und
Pflanzen verschiedener Lebensräume und erfahren viel über ökologische
Zusammenhänge. Die Angebote sind entsprechend dem Alter der Klassen
konzipiert. Sinneseindrücke und spielerische Lernformen sind neben der
Wissensvermittlung tragende Elemente.
Themen für Grundschulen
sind ein Wohnungsbauprogramm für Piepmätze, eine
Frühlingsentdeckungstour, ein Besuch beim Imker, bei dem es viel über
Honig- und Wildbienen zu erfahren gibt. Beim Thema Bäume kann der
Sachkundeunterricht im Wald oder Park stattfinden. Verschiedene
Lebensräume wie Wiese, Streuobstwiese, Wasser oder Laubstreu können
erforscht oder das Schulgelände an Projekttagen mit dem Bau eines
Lebensturms neu gestaltet werden. Wir versuchen, die Angst vor Spinnen
zu nehmen, indem wir ihre faszinierenden Seiten aufzeigen oder
beobachten die Flugkünstler über den Dächern unserer Stadt. Dem
Turmfalken als Vogel des Jahres wird besondere Beachtung zuteil.
Für die
Klassenstufen der weiterführenden Schulen werden überwiegend dieselben
Themen angeboten, jedoch ist der inhaltliche Schwerpunkt ein anderer:
Beim Lebensraum Wiese erhalten die Schüler eine Einführung in die
Bestimmung von Pflanzen oder Tieren oder sie untersuchen am Wasser,
welche Anpassungsmechanismen die Entwicklungsstadien verschiedener
Insektenarten entwickelt haben. Zusätzliche Themen sind die
Verbreitungsmechanismen von Samen und Früchten, der Lebensraum Wald
mit seinen Stockwerken und beim Thema Tarnung und Warnung wird
untersucht, wie sich Tiere und Pflanzen vor Feinden schützen können.
Für Projekttage können sich Gruppen bei der Arbeit am Grünen
Klassenzimmer oder im Schulgelände engagieren, z. B. durch die Anlage
einer Benjes-Hecke oder beim Bau einer Lehmwand für Wildbienen. Beim
Projekt „Essbare Wildkräuter“ wird in der Speisekammer der Natur nach
würzigen Beigaben gesucht. Wohin am Wandertag? – Die
Naturerlebnisschule bietet hierzu einen Walderlebnistag an.
Alle Veranstaltungen
sind in der Regel für 2,5 - 3 Stunden konzipiert. Ist geeignetes
Gelände in Schulnähe vorhanden, kommen die Mitarbeiter des NABU auch
zu der Schule. Ansonsten besteht die Möglichkeit, mit dem Linienbus
nach Mörzheim zu fahren. Dort verfügt der NABU über eigene Wiesen-,
Wald- und Wasserflächen.
Die Programme der
Naturerlebnisschule werden zur Zeit an die Schulen verteilt, sie
können auch beim NABU Landau im Naturschutzzentrum Hirtenhaus unter
06341 / 31628 angefordert werden.
Weitere Informationen
unter
www.nsz-hirtenhaus.de.

Bewegungsspiel im "Grünen Klassenzimmer" der Naturerlebnisschule
in Mörzheim (Foto: Werner Kern)
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SCHWEGENHEIM.
Wie Kröten wohlbehalten
zum Wasser kommen
Sie erreichen eine Länge
von etwa acht bis zwölf Zentimetern und erscheinen ungeschickt. Ihre
Färbung reicht vom Bräunlichen bis ins Grünliche, ihr Leib ist mit
Warzen besetzt, und sie halten sich tagsüber verborgen: Die Rede ist
von Erdkröten, die derzeit in den Abend- und Nachtstunden zu ihren
Laichgewässern wandern. Auch in diesem Jahr unterstützt der
Naturschutzbund (NABU) der Verbandsgemeinde Lingenfeld die
Krötenwanderung am Mehlsee zwischen Schwegenheim und Gommersheim.
„Der Krötenschutzzaun, der seit 2005
vom Landauer Landesbetrieb Mobilität errichtet wird, war ein lang
ersehnter Wunsch, erleichtert unsere Arbeit und bewahrt zahlreiche
wandernde Tiere vor dem Tod“, freut sich NABU-Vorsitzender Herbert
Magin aus Westheim. In Zeiten ohne Zaun hätten die Helfer die
Amphibien einzeln einsammeln müssen. Die L 538 sei während der
Krötenwanderung zwar gesperrt worden, vielen rücksichtlosen
Autofahrern sei dies jedoch gleichgültig gewesen: „Tagtäglich wurden
Tiere überfahren und sogar Helfer durch Raser gefährdet.“
Der in diesem Jahr erweiterte, zirka
600 Meter lange Krötenzaun, der am 12. Februar gestellt worden sei,
habe den Vorteil, dass die Tiere auf das Hindernis träfen, sich daran
entlang tasteten, in die eingegrabenen Eimer fielen und so von einem
Überqueren der Straße abgehalten würden, erklärt der NABU-Chef.
„Die erste Wanderung hat in diesem
Jahr in der Nacht vom 12. auf den 13. Februar stattgefunden“,
informiert Magin: „Im Gegensatz zu 2006 stellen wir uns auf eine lange
Wandersaison ein“. Mit vermehrter Wandertätigkeit sei zu
rechnen, wenn die Temperaturen bei über fünf Grad lägen und es regne,
weiß Magin aus Erfahrung. Teilweise würden die Witterungsbedingungen
für die Wanderung ausreichen, aufgrund des frühen Zeitpunkts im Jahr
ticke jedoch die innere Uhr der Kröten noch etwas anders. „Obwohl in
den letzten Tagen keine oder nur sehr wenige Exemplare die Wanderung
in Angriff genommen haben, kontrollieren wir täglich die Eimer“.
In Stoßzeiten seien die NABU-Helfer
sogar zwei Mal, morgens und abends, im Einsatz. Aufgrund des Sekretes,
das die Kröten absondern, würden die Helfer die Amphibien überwiegend
mit Handschuhen aus den Eimern sammeln und sie sicher über die Straße
zum Mehlsee bringen. Nach dem Ablaichen stehe dann einige Tage später
die Rückwanderung an, die der NABU ebenfalls begleite. Magin
appelliert an Fahrzeugteilnehmer, die in den nächsten Wochen die L 538
zwischen Schwegenheim und Gommersheim nutzen, rücksichtsvoll zu fahren
und die reduzierte Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern zum
Schutze der Tiere und der Helfer nicht zu überschreiten.
Falls Kröten nämlich außerhalb der
Zaunanlage versuchen würden, den Mehlsee zu erreichen, kämen sie nicht
nur durch das direkte Überfahren zu Tode. Alleine der Anpressdruck
eines Fahrzeuges, das mehr als 50 Stundenkilometer fahre, reiche aus,
um die Tiere zum Platzen zu bringen.
Dass sich die aufopferungsvolle Arbeit
der Naturschützer sowie die Installation des Zauns lohnt,
zeigen die geführten Statistiken. In den letzten Jahren tauchen darin
immer mehr wandernde Amphibien auf. Unter diesen befinden sich neben
Erdkröten insbesondere auch verschiedene Frosch- und Molcharten. „In
2005 und 2006 haben wir alleine bei den Hinwanderungen jeweils mehr
als 2000 Amphibien wohlbehalten über die Straße gebracht“, zeigt sich
Magin zufrieden. (nti)
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KREIS GERMERSHEIM: Schon seit 15 Jahren nistet ein Turmfalkenpaar in
einer Scheune in Zeiskam
Von unserer Mitarbeiterin
Jennifer Speigl. Der Turmfalke (Falco tinnunculus) wurde vom
Naturschutzbund Deutschland zum Vogel des Jahres 2007 gewählt. Noch
ist der Bestand der Vögel nicht bedroht, trotzdem soll es wieder mehr
Nistmöglichkeiten geben, wie zum Beispiel in Zeiskam. Dort ist es bald
wieder so weit: Wenn zwischen März und Mai die Balz- und Brutzeit
beginnt, kann man in der alten Scheune ein Turmfalkenpaar mit seinen
Jungen beobachten.
Vor 15 Jahren brachte der
Hauseigentümer zusammen mit Beauftragten des Naturschutzbundes
Rheinland-Pfalz einen Turmfalkenkasten an. Seitdem brütet darin jedes
Jahr ein Turmfalkenpaar - bis jetzt immer erfolgreich. Im Schnitt vier
bis sechs Junge werden dort zur Welt gebracht und „wohnen" im
geräumigen Nistkasten, in dem sich über die Jahre eine Menge Gewöll
und Überreste angesammelt haben, bis sie schließlich ausfliegen.
„Manchmal kommen die
Turmfalken auch im Winter in die Scheune", erzählt Joachim Zürker vom
NABU Bellheim im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Zum Schutz vor Wind und
Wetter, und um die Nistmöglichkeit im Frühjahr zu sichern. Denn für
den Turmfalken als Stand- und Strichvogel sei es, im Gegensatz zum
Wanderfalken, der ein Zugvogel ist, äußerst wichtig, das Revier zu
verteidigen. Deshalb könne man, wenn es hart auf hart kommt, auch mal
einen Luftkampf zwischen zwei Turmfalken beobachten, die sich um den
Nistplatz in der Scheune streiten, so Zürker.
Für Rolf Wambsganß,
Spezialist für Vögel und Säugetiere beim Naturschutzverband Südpfalz,
gehören Turmfalken zu den faszinierendsten Greifvogelarten der Region.
Im Frühjahr soll eine bundesweite Bestandserfassung stattfinden. Wie
Joachim Zürker berichtet, gehe man davon aus, dass der
rheinland-pfälzische Bestand nicht erheblich zurückgegangen ist.
Trotzdem leide natürlich auch der Turmfalke unter der Intensivierung
der Landwirtschaft. Wambsganß bestätigt, dass diese zum Verlust von
Brachflächen für Mäuse und Spatzen, der Nahrungsgrundlage der
Turmfalken, führe. Noch stehe er jedoch nicht auf der „roten Liste",
der Liste der Bestandsbedrohten Tierarten.
Turmfalkenpaare sind sich
lebenslang treu
Dennoch sollte man um die
Zukunft des Vogels besorgt sein. Denn zur Jungenaufzucht suchen sich
die Turmfalkenpaare, die in der Regel ein Leben lang zusammenbleiben,
alte Krähen-, Raben- oder Elsternnester, die in Schlupfwinkeln von
Türmen, landschaftlichen Gebäuden oder Industrieanlagen versteckt
sind. Auch in vielen Dörfern der Südpfalz gebe es Kirchtürme, die von
Turmfalken besetzt werden. Aus Gründen der Sauberkeit wurden jedoch
schon viele Türme geschlossen, sodass dem Turmfalken diese Brutstätte
verwehrt bleibe. Wambsganß weiß, dass darunter auch Schleiereule und
Fledermaus leiden, für die ein Kirchturm ebenfalls eine willkommene
Unterkunft sein kann.
Türme und hohe Gebäude für
Falken freihalten
Laut Bericht des
Naturschutzbundes Rheinland-Pfalz ist vielen Verantwortlichen solcher
Gebäude nicht klar, dass das Schließen der Schlupfwinkel den Bestand
der Tiere stark verringert. Der Spezialist weist deshalb darauf hin,
dieses Kriterium in Zukunft zu berücksichtigen und die
Nistmöglichkeiten nicht zu verschließen oder, wie es unter anderem
schon in Zeiskam und Berlin gemacht wurde, so genannte
„Turmfalkenkästen" an die Gebäude anzubringen. Wie der Naturschutzbund
bestätigt, ist es aufgrund mangelnder Brutplätze auch schon
vorgekommen, dass sich ein Turmfalkenpaar in einem Blumenkasten auf
dem Balkon eines Hochhauses einnistet. Dies kann jedoch äußerst
gefährlich für die Jungen sein, die sich wegen Platzmangels
gegenseitig schubsen und aus dem Nest purzeln.
Erst rütteln sie, dann
fangen sie die Maus
Willi Graf, Vorsitzender
des Vogelparks Wörth, erzählte der RHEINPFALZ, man könne, vor allem in
den Sommermonaten Turmfalken beobachten, die über einer Wiese in der
Luft „rütteln" und sich dann plötzlich auf eine Maus stürzen. Viele
Turmfalken der südpfälzischen Region jagen im Weinanbaugebiet der
Südlichen Weinstraße, da es dort besonders viele freie Wiesen- und
Brachflächen gibt, auf denen der Turmfalke seine Beute erspähen kann.
Das Turmfalkengehege im Vogelpark Wörth ermöglicht es den Besuchern,
die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten, was besonders bei Kindern
sehr beliebt ist.
Info Vogelpark Wörth,
Öffnungszeiten: täglich ab 10 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit.
Zum Weiterlesen:
www.nabu-rlp.de oder
www.BUND.de
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OSTERFERIENPROGRAMM 2007
NABU
HIRTENHAUS
Von Mittwoch, den 28.März bis zum
Freitag, den 30.März 2007 bietet der NABU Landau jeweils von 13.00 bis
17.00 Uhr wieder ein Ferienprogramm für alle kleinen Leute ab 8 Jahren
an.
Jetzt zur Frühlingszeit gibt es im
„grünen Klassenzimmer“ und auf der Streuobstwiese alle Hände voll zu
tun, die Wildbienenlehmwand braucht ein sicheres Dach, die Terrasse an
der Trockenmauer will aufgefüllt sein, die Ohrwurmhotels müssen
dringend renoviert werden und vieles mehr ruft nach kleinen und großen
Naturschützern.
Aber auch die Kreativen unter Euch
können sich beim Papier schöpfen oder beim Werkeln mit Pappmaché
auslassen und ihrer Fantasie dabei freien Lauf lassen. So werden ganz
gewiss tolle eigene Werke regelrecht geschöpft.
Und natürlich werden wir an den 3 Tagen
jede Menge Spiele für Euch bereithalten und spielen.
Also meldet Euch an unter 06341 / 31628 oder e-mail:
Kontakt
Der Unkostenbeitrag pro Tag beträgt 5,-
€, Rucksackverpflegung und wetterfeste Kleidung nicht vergessen!
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NABU gründet neue Kindergruppe in Landau
Seit den 70er Jahren
ist der Naturschutzbund NABU Landau, ehemals Deutscher Bund für
Vogelschutz, in der Umweltbildung aktiv. Neben Ferienprogrammen für
Kinder und der Naturerlebnisschule gibt es seit einigen Jahren eine
Naturschutzjugend NAJU für Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren, die
sich an jedem 1. Dienstag im Monat um 15 Uhr am Naturschutzzentrum
Hirtenhaus in Landau-Mörzheim trifft. Ergänzend zu diesem Angebot wird
nun am Freitag, 9. März eine Kindergruppe für Kinder von 6 bis 10
Jahren gegründet. Unter der Leitung von Marlies Kanebley (Wollmesheim)
und Dr. Nathalie Plum (NABU Regionalstelle Südpfalz) kommen die Kinder
den diesjährigen Frühlingsboten der NAJU auf die Spur: dem Turmfalken,
der Zauneidechse, der Wolfsspinne und dem Moos. Treffpunkt ist 15 Uhr
am Friedhofsparkplatz in Arzheim. Von dort aus startet die Gruppe zur
Naturerkundung ins Ranschbachtal. Für NABU-Mitglieder ist die
Teilnahme kostenlos. Ein/e zweite/r Betreuer/in wird ebenfalls noch
gesucht. Anmeldung im Hirtenhaus unter Tel. 06341 / 31628
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Göcklinger Tongrube: NABU pflegt Laichgewässer der Erdkröten
Helfer gesucht
für Amphibienschutzzaun an der Kaiserbachermühle
Auch in diesem Jahr war die NABU-Gruppe
Landau-Land wieder fleißig im Landschaftsschutzgebiet Göcklinger
Tongrube, für das sie eine Patenschaft übernommen hat. Um auch
besonnte Flächen mit niedriger Vegetation im Umfeld des
Landschaftsweihers zu erhalten, organisierte Hans Frech, der
Vorsitzende der NABU-Gruppe, einen Arbeitseinsatz, bei dem in einem
festgelegten Bereich wieder der frische Aufwuchs entfernt wurde.
Hierbei half auch tatkräftig Göcklingens Bürgermeister Fritz Garrecht,
die Gemeindearbeiter sowie die Jugend aus dem Ort. Alfred Roth sorgte
für die Stärkung der Helfer mit einer deftigen Suppe. Währenddessen
herrschte auf der Wasserfläche ein reges Treiben von Blässhühnern und
verschiedenen Wildenten.
Im Vorfeld bereits hatte Franz Grimm
von der NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer Amtshilfe geleistet, indem er
mit dem Bagger im Umfeld der Grube Flachtümpel aushub und erweiterte.
Er legte außerdem eine Steilwand als Nistmöglichkeit für den Eisvogel
an und erweiterte den Graben, der das Drainagewasser aus den
Weinbergen auffangen und so das Gewässer vor Überdüngung schützen
soll.
Eine Woche später errichtete die
NABU-Gruppe wieder den Amphibienschutzzaun an der Kaiserbachermühle,
der im letzten Jahr bereits viele hundert Kröten vor dem Verkehrstod
retten konnte. Am vergangenen Mittwochabend erschien dann auch schon
die Vorhut in Form der ersten 10 Erdkröten. Jetzt sucht die
NABU-Gruppe noch Helfer, die morgens und abends den Zaun kontrollieren
und die Kröten über die Straße bringen, damit sie ihr Laichgewässer
erreichen – den Biotopweiher ehemalige Tongrube im Göcklinger
Kaiserbachtal. Kontakt: Hans Frech oder Gerhard Wisser (Göcklingen).
Weiter Infos über die Amphibienwanderung: NABU Regionalstelle
Südpfalz, Tel. 06341 / 31628
Foto 1: Die
fleißigen Helfer beim Arbeitseinsatz in der Tongrube stärken sich bei
einer warmen Suppe. Foto: NABU

Foto 2: Der
Amphibienschutzzaun wird errichtet. Foto: Hans Frech
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Jahreshauptversammlung des NABU Ludwigshafen
Rehbachtal,
Vogelschutz, Jugendgruppe und regionale Geschäftsstelle:
NABU-Stadtverband Ludwigshafen auf alten und neuen Wegen im
Naturschutz
Bei der diesjährigen
Jahreshauptversammlung des NABU-Stadtverbands Ludwigshafen in der
Gaststätte „Zum Hirsch“ in Rheingönheim berichtete der Vorsitzende Dr.
Georg Waßmuth zunächst über die Aktivitäten des Verbandes im Jahr
2006. Insbesondere die ca. 35 Nistkästen für Fledermäuse wurden
intensiver betrachtet. „Unsere Fledermauskästen im Maudacher Bruch
fanden die verschiedensten Bewohner von der Blaumeise über Nachtfalter
bis zu Ohrwürmern und sogar Hornissen“, so Waßmuth, „nur siedelten
sich in keinem Kasten Fledermäuse an.“ Im Rahmen der Bachpatenschaft
für den Rehbach wurden Schlehen und Hartriegel entfernt, um den
offenen Lebensraum der seltenen Essigrose zu sichern. Der
Pflanzenarbeitskreis unter der Leitung von Herrn Alban Berthold war
mit Kartierungen in Mündungsgebiet des Rehbachs aktiv.
Daneben war der NABU bei
Pflegeabsprachen mit der Naturschutzbehörde der Stadt Ludwigshafen im
Rehbachtal, in einem gemeinsamen Runden Tisch mit Landwirten, Jägern
und Naturschützern wegen der Schadensproblematik durch die hohe Zahl
von Gänsen in den Gemüsefeldern rund um Ludwigshafen beteiligt. Der
Protest (aller Naturfreunde) gegen die Fällung einer von 3 über
100jährigen Platanen am Rheinufer Süd war leider erfolglos.
Kassenwart Herr Alban
Berthold zeigte sich zufrieden mit einem Überschuss im Jahr 2006.
Dieser wird in 2007 zur Finanzierung der NABU- Regionalstelle
gebraucht werden, an der sich die Gruppe ab März beteiligen wird. Die
Regionalstelle hat zurzeit noch ihren Sitz in Landau und vernetzt 10
NABU-Gruppen in der Süd- und Vorderpfalz. Sie ist Ansprechpartner für
Fragen rund um Umwelt- und Naturschutz, unterstützt die Gruppen bei
der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und will mit der „Jobbörse für
Ehrenamtliche“ auch in Ludwigshafen mehr Menschen zur aktiven
Mitarbeit, zum Beispiel bei Biotoppflegearbeiten, bewegen.
Der Mitgliederstand des
NABU Ludwigshafen ist in 2006 leicht gesunken und liegt aktuell bei
370 Mitgliedern. Die für den Sommer geplante Mitgliederwerbung wird
den Verlust voraussichtlich auffangen. Der alte Vorstand wurde wieder
gewählt: Dr. Georg Waßmuth (1. Vorsitzender), Franz Stalla (2.
Vorsitzender), Herr Alban Berthold (Kassenwart), Armin Vogelgesang
(Schriftführer) und Hans-Jürgen Renner (Pressewart). Kassenprüfer sind
Hans-Henning Kleb und Isolde Frech.
Zur Abrundung des vom NABU
angelegten Grundstücks im Maudacher Bruch wäre der Erwerb der beiden
benachbarten Grundstücke wünschenswert. Allerdings sind die
Preisvorstellungen nicht akzeptierbar. Um bestimmte aktuelle Themen
aus dem Natur- und Umweltschutz zu diskutieren und „Neueinsteigern“
eine Anlaufstelle vor Ort zu bieten, wird ein Mitgliederstammtisch
eingerichtet. Dieser findet zum ersten Mal statt am Montag, 19. März;
Ort und Zeit werden über die Presse noch bekannt gegeben. Große Pläne
gibt es in Sachen Kinder- und Jugendarbeit: Die Erzieherin Frau Elke
Hennighaus und die Biologin Katrin Hoffmann gründen am 25. April die
NAJU (Naturschutzjugend) Ludwigshafen, die sich von da an alle 14 Tage
mittwochs von 17 bis 18:30h treffen wird. Bei gutem Wetter geht die
Gruppe auf Naturerkundung, vorzugsweise im Maudacher Bruch, bei
Schlechtwetter steht den Kindern ein Raum in der Gesamtschule
Gartenstadt zur Verfügung.
Zum Abschluss berichtete
Franz Stalla von naturschutzrelevanten Ereignissen und Beobachtungen
in Ludwigshafen und unterhielt die Mitglieder mit einem Vortrag über
den Turmfalken, den Vogel des Jahres 2007. Der NABU bietet Kirchen und
Hausbesitzern an, einen Turmfalkennistkasten in ihrem Gebäude zu
installieren. Neben den interessanten Beobachtungsmöglichkeiten, die
ein brütender Turmfalke bietet, hat er noch einen großen Vorteil: Er
hält die Tauben fern von Haus und Kirche.
NABU Ludwigshafen: Dr. Georg Waßmuth, Tel. 0621 / 551787, e-mail:
Kontakt
NAJU Ludwigshafen: Interessierte Kinder
von 8 bis 12 Jahren können sich anmelden bei Frau Hennighaus unter
Tel. 0621 / 518314 oder bei Frau Hoffmann unter Tel. 0176 / 63120024.
NABU Regionalstelle Südliches
Rheinland-Pfalz: Tel. 06341 / 31628

Turmfalke, vom NABU
zum Vogel des Jahres 2007 gekürt. Wer eine Nistmöglichkeit für
Turmfalken in einer Scheune oder Kirche einrichten möchte, kann sich
an die Regionalstelle wenden. Foto: NABU
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Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zeichnet Bioland - Weingut Seiler
aus

S. Gabriel mit L.
Seiler bei Preisverleihung
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel
verlieh am 13. Februar 2007 erstmals den "Förderpreis
Naturschutzhöfe", mit dem vorbildliche Leistungen der Landwirtschaft
für den Naturschutz ausgezeichnet werden. Initiiert und durchgeführt
wurde der Wettbewerb vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn
gemeinsam mit der Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL), Bad Dürkheim. Bei
der offiziellen Preisverleihung lobte Bundesumweltminister Sigmar
Gabriel die besonderen Verdienste der Preisträger für den Naturschutz:
"Wir wissen alle, dass wir zur Erhaltung unserer biologischen Vielfalt
die naturverträglich wirtschaftenden Landnutzer brauchen".
Einer der drei Preisträger
2006 ist das Bioland -Weingut von unserem aktiven NABU Mitglied Ludwig
Seiler aus
Weyher.
Ludwig Seiler realisiert auf seinem
Weingut eine umfassende Umsetzung von Naturschutz im Weinbau. Sein
Bewirtschaftungssystem hat das Ziel, nicht nur die Rebe optimal mit
Nährstoffen und Wasser zu versorgen, sondern gleichzeitig die
Artenvielfalt zu fördern. Ludwig Seiler arbeitet mit eigens zusammen
gestellten Begrünungsmischungen für die Rebgassen und mit
Selbstbegrünung. Die Bodenbearbeitung richtet sich unter anderem
danach, ob wertvolle Arten der Weinbergsflora schon Samen gebildet
haben. So bergen seine Weinberge ein großes Samenreservoir und eine
hohe Artenzahl der gefährdeten Weinbergsflora. Zudem hat Ludwig Seiler
viele Möglichkeiten entwickelt, Öko-Nischen im Weinberg einzurichten:
Niströhren für Singvögel, Wildbienen-Nisthölzer, ungemulchte
Rebrandstreifen. Auch die seltene Heidelerche hat bei ihm einen
besonderen Schutzstatus. Wenn sie in seinen Weinbergen brütet, was
häufig vorkommt, dann ist dort die maschinelle Bodenbearbeitung tabu
bis die Jungvögel ausgeflogen sind. Weiterhin stehen an einigen seiner
Weinberge alte Hochstamm-Obstbäume an denen Nistkästen für den Vogel
des Jahres 2007, den Turmfalken angebracht sind. Einen solchen
Turmfalken-Nistkasten hat er auch an seinem Wohnhaus angebracht.
Freunde, Gäste und seine Kunden können über eine Nistkastenkamera die
Brutzeit "live" miterleben. Sein von Trockenmauern umsäumter Betrieb
bietet Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Auch seine
beiden Esel, die er als vierbeinige Landschaftspfleger im
Naturschutzgebiet einsetzt, gehören schon fast zur Familie und sind
nicht mehr wegzudenken. Neben dem Wissen über seine Weinberge besitzt
Ludwig Seiler aber vor allem fundierte Kenntnisse über Fauna und Flora
der Region. Daher ist es nicht verwunderlich, dass er neben
verschiedenen Pflegemaßnahmen zum Erhalt der Kulturlandschaft, auch
bei Kartierungen von Fauna und Flora ehrenamtlich tätig ist. Ein
Schwerpunkt liegt hier sicherlich bei den Fledermäusen, im
Arbeitskreis Fledermausschutz Rheinland-Pfalz ist er jedenfalls nicht
wegzudenken im südlichen Teil der Pfalz.
Sein Wissen gibt er gerne weiter bei
Führungen durch seine Weinberge für Kunden und Gäste seines
Bioland-Weingutes. Aber auch naturkundliche Führungen als Teil von
Seminaren für Teilnehmer des Freiwilligen ökologischen Jahres oder als
Umweltbildungsmaßnahme mit anschließender Betriebsbesichtigung werden
von ihm durchgeführt. Und wer einer seiner kulinarischer Weinprobe
einmal beiwohnen durfte, wird diese so schnell nicht vergessen.
Wir von der NABU Gruppe sind stolz auf
unser Mitglied Ludwig Seiler und hoffen, dass diese Auszeichnung nicht
nur Ansporn für ihn ist auf diesem Weg weiterzumachen, sondern auch
einige Mitmenschen zum Umdenken bewegt.

L. Seiler bei der Arbeit
Das Kuratoriumsmitglied der Stiftung
Ökologie & Landbau, Prof. Dr. Hubert Weiger, zeigte sich sehr
zufrieden mit der großen Beteiligung am Wettbewerb: 233 Betriebe
hatten sich im Frühjahr 2006 für den Preis beworben und stellten sich
dem Votum einer unabhängigen Jury. In seiner Laudatio betonte Hubert
Weiger, dass "das große Engagement und das breite Spektrum an
Naturschutzansätzen auf den Höfen sichtbar wurde."
Den Jurymitgliedern Stephan Börnecke
(Frankfurter Rundschau), Adalbert Kienle (Deutscher Bauernverband),
Eva Meyerhoff (Bioland) und Dr. Thomas van Elsen (Forschungsinstitut
für Biologischen Landbau) wurde die Entscheidung nicht leicht gemacht.
Grundlage ihrer Bewertung waren Leistungen in den Schwerpunkten
naturschonende Bewirtschaftung, aktive Maßnahmen zur
Landschaftsgestaltung sowie biologische Vielfalt auf der
Betriebsfläche. Auch neue Ansätze in der Kommunikation zwischen
Naturschutz und Landwirtschaft sowie beispielgebende Kooperationen
wurden in die Beurteilung einbezogen.
Text und Fotos: Franz
Grimm
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Helfer für Krötenschutzzäune gesucht
Die NABU-Gruppe Neustadt hat in
Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde sowie dem Forstamt
und Grundstücksbesitzern 4 Amphibienschutzzäune errichtet. Diese
Einrichtungen sollen den massiven Verkehrstod der Tiere auf ihrer
Wanderung zu Laichgewässern verhindern.
Am Triftbrunnenweg unmittelbar beim
Triftbrunnen wurden zwei potentielle Wanderstrecken vom Wald direkt
auf den Triftbrunnenweg abgesichert. Ein zweiter Amphibienschutzzaun
steht an den Schlösselwiesen am Übergang der Eichstraße in die
Schlossstraße. Eine dritte Schutzeinrichtung wurde im Kaltenbrunner
Tal am Parkplatz der Kaltenbrunner Hütte errichtet. Der NABU Neustadt
betreut außerdem eine Amphibienleiteinrichtung in Kirrweiler am
Ortsausgang nach Venningen.
Wegen der anhaltenden milden Witterung
kann die Wanderung der Erdkröten jeden Tag losgehen. Ab sofort sucht
der NABU Neustadt dringend noch ehrenamtliche Helfer, die die Zäune
nach Einbruch der Dunkelheit abgehen und die Amphibien aus den in den
Boden eingegrabenen Eimern herausnehmen und sicher über die Straße
bringen.
Anmeldung bei Annette Schwarz, Tel. 06321 / 481265, e-mail:
Kontakt

Foto: Bei der Wanderung
tragen die größeren Erdkrötenweibchen die kleineren Männchen oft
bereits auf dem Rücken mit sich.
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Vögel zu früh: Klimawandel
macht sich bemerkbar
Naturschützer beobachten
Frühlingshaftes bei Vogelexkursion
Ins
rechtsrheinische Naturschutzgebiet Waghäusel führte in diesem Jahr die
traditionelle NABU-Exkursion „Wintergäste am Rhein“ – und die Besucher
staunten diesmal am Rande der eisfreien Klärbecken der ehemaligen
Zuckerfabrik nicht nur über eine ungewöhnlich hohe Anzahl von
Wasservögeln, sondern machten auch einige besondere Beobachtungen.
Unter den insgesamt 35 Arten – darunter Mandarinenten, Löffelenten,
Krickenten, Pfeifenten, Schellenten, Graugänse, Nilgänse, Zwergsäger
und Zwergtaucher – war auch ein stattlicher Fischadler. „Der taucht
hier normalerweise erst im März auf und ist damit mindestens 3 Wochen
zu früh dran“, so der Referent Gerhard Postel aus Freisbach. Noch
verwunderlicher war allerdings die Anwesenheit einer Rohrweihe, die
über den Köpfen der Exkursionsteilnehmer kreiste: „Die hat hier vor
dem 1. April wirklich nichts zu suchen“, staunte Postel, „wir vermuten
fast, dass sie gar nicht in den Süden gezogen ist. Der Klimawandel
macht sich bemerkbar!“ Ein weiterer Hinweis darauf, dass die Vogelwelt
den Winter längst nicht mehr ernst nimmt, war eine Gruppe Kormorane,
die bereits Nistmaterial zusammentrug.
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Foto 1: Eine Kette Graugänse am Himmel über dem Naturschutzgebiet
Waghäusl
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Foto 2: Höckerschwäne, Enten und Bläßhühner in einem Klärbecken der
ehemaligen Zuckerfabrik Waghäusl
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Foto 3: Kormorane sammeln bereits Nistmaterial
(Fotos: Werner Kern)
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Vorbereitungstreffen zur diesjährigen Amphibienwanderung
Di
23.01.07 um 19:30 Uhr findet im Naturschutzzentrum Hirtenhaus,
Brühlstr. 21 in Landau-Mörzheim
ein Vorbereitungstreffen
zur diesjährigen
Amphibien-wanderung statt. Der
NABU plant Maßnahmen an folgenden "Verkehrs-Brennpunkten" in der
Südpfalz: in der Gilletstraße in Landau-Mörzheim, an der
Kaiserbachermühle, bei Albersweiler/Frankweiler, in
Annweiler-Gräfenhausen, in Eußerthal, im Triftbrunnenweg in
Neustadt sowie in Knittelsheim und am Mehlsee bei Schwegenheim.
Das Treffen soll den Charakter eines offenen "Stammtisches"
haben; für Getränke und einen kleinen Imbiss ist gesorgt. Auch
"Neulinge" sind eingeladen, sich hier über das Thema
Amphibienwanderung zu informieren. Hiermit werden interessierte
Bürger aufgerufen, sich in der NABU-Regionalstelle zu melden,
wenn sie an einem der Amphibienzäune für Kontrollgänge zur
Verfügung stehen würden. Morgens und/oder abends müssen in der
Dämmerung Kröten aus den Fangeimern gesammelt und über die
Straße zu ihrem Laichgewässer gebracht werden. Die
Regionalstelle wird stets über den aktuellen Stand der
Wanderungsbewegungen informieren und die Helfer in "Schichten"
einteilen. Infos unter Tel. 06341 / 31628
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Den „Kleinen Wald“ nach wie vor im Focus:
Jahreshauptversammlung des NABU Frankenthal
Am
vergangenen Samstag fanden sich die Mitglieder der NABU-Gruppe
Frankenthal im Gemeindezentrum Pilgerpfad zur Jahreshauptversammlung
ein. Wie der 1. Vorsitzende Manfred Becker berichtete, waren die
Naturschützer im Jahr 2006 wieder sehr rege.
Ein
Schwerpunkt war, wie bereits in den vergangenen Jahren, das Engagement
im „Kleinen Wald“. Im Rahmen der Patenschaft wurden die
Ackerparzellen „Mohr“ und „Frank“ gepflegt. Sie haben sich
mittlerweile zu einer bunten Blumenwiese mit Klatschmohn, Kornblumen
und Geruchloser Kamille entwickelt, wie Becker in seinem illustrierten
Vortrag zeigen konnte. Das Problem der zunehmenden Disteln soll in
2007 in Angriff genommen werden. Bei der Bewässerung der Wiese im
Sommer erwies sich der Traktor vom Typ „Gator“, bestückt mit einem
Wasserfass, als sehr nützlich. Becker bedankte sich bei dieser
Gelegenheit noch einmal bei der Fa. John Deere, der die NABU-Gruppe
dieses Spezialfahrzeug verdankt. Mit Schülern einer 9. Klasse
pflanzten die Naturschützer Bäume auf einer der Parzellen am „Kleinen
Wald“. Der Friedhofsweiher, ein Laichgewässer für Amphibien, wurde
wie in jedem Jahr gepflegt. Am NABU-Weiher und am Scherrschen Weiher
wurden am Ufer Gehölze entfernt, damit die Wasserfläche besser
belüftet wird und Gewässer bei hohen Temperaturen nicht „umkippt“.
Weitere gelungene Aktionen waren die Ausweitung der Dachbegrünung auf
einer Garagenanlage gemeinsam mit dem Pfälzerwaldverein sowie eine
Müllsammlung in Zusammenarbeit mit der
Friedrich-Ebert-Hauptschule. Mit Info-Ständen war der NABU beim
Bauernmarkt und dem Tag der Vereine vertreten.
Der
Arbeitskreis Nistkästen, geleitet von Monika Kröber und Helmut Zerfaß,
betreut über 200 Kästen, darunter 13 Steinkauzröhren und 14
Fledermauskästen. Zusätzlich wurden etwa 100 Nistkästen an Privatleute
veräußert, die diese in ihren Gärten, auf Schulhöfen und an
Kindergärten aufhängten. Leider wurden die Fledermauskästen nicht
angenommen und auch der Steinkauz scheint zur Zeit in Frankenthal
verschollen. Dafür war im Kleinen Wald jeder Nistkasten von Singvögeln
besetzt. Monika Kröber wünscht sich, Menschen zu finden, die zum
Beispiel 5 Jahre lang 5 Nistkästen betreuen, das heißt die Belegung
dem NABU melden, im Herbst säubern und gegebenenfalls den beschädigten
Kasten ausbessern. Wer sich in so einer Weise mittelfristig engagieren
will, kann sich bei ihr melden (Tel. 06353 / 93073,
e-mail:
Kontakt.
Der vom NABU eingerichtete Wanderfalkenhorst auf dem Turm der
Zwölf-Apostel-Kirche wurde wieder angenommen, es wurden 3 Jungvögel
großgezogen. Im Rahmen der landesweiten Erfassung seltener Vogelarten
kartierte Hermann Deichfuß mit einigen Mitstreitern in Frankenthal, am
Silbersee und am Roxheimer Altrhein 11 Blaukehlchenreviere. Der
leichte Rückgang (noch 15 Reviere im Jahr 1985) hängt vermutlich mit
dem gesunkenen Wasserspiegel des Altrheins zusammen, der auch für den
Tod zahlreicher Wasservögel wegen Vergiftung des Wassers
verantwortlich ist. Bei Bedarf soll auch in diesem Jahr das THW
von der oberen Landeswasserbehörde beauftragt werden, um den Altrhein
mit Wasser aus dem Silbersee aufzufüllen.
Becker
lobte, dass die verschiedenen Arbeitskreise der NABU-Gruppe sehr
professionell und autonom vom Vorstand arbeiten. Von einer großzügigen
Spenderin bekam die NABU-Gruppe eine Ackerparzelle in der Nähe der A61
geschenkt. Um dieses Grundstück selbst übernehmen zu können, wurde im
Laufe der Versammlung eine Satzungsänderung beschlossen, die den
Eintrag der Gruppe ins Vereinsregister zum Inhalt hatte.
Die
Naturschutzjugend NAJU hat 10 Hummelkästen gebaut, die demnächst
aufgestellt werden. Sie hat den Friedhofsteich gereinigt und wie jedes
Jahr eine spannende Natur-Ralley für Kinder durch den Kleinen Wald
angeboten.
Die
Mitgliederzahl ist in 2006 leicht gesunken auf 500; die für den Sommer
geplante Mitgliederwerbung wird diesen Verlust jedoch auffangen, so
Becker. Ganz besonders dankte der Vorsitzende den Unterstützern von
außerhalb. Neben der Fa. John Deere, deren Mitarbeiter die NABU Gruppe
auch bei einer großen Pflegeaktion im Spätherbst unterstützt haben und
der Spenderin des Grundstücks lobte Becker Herrn Geiberger, den
Direktor der Friedrich-Ebert-Schule, die Lehrer Klostermeier, Frey und
Dreißigacker, Herrn Vogt vom Umweltamt sowie Herrn Wolfgang Bauer, der
sich in vielen Arbeitsstunden an der Pflege des Kleinen Waldes
beteiligt hat. Die Firma Fischer unterstützte die Gruppe bei der
Garagendachbegrünung, Herr Klähr und Herr Dibutsch von der ZAK beim
Wanderfalkenschutz.
Nach dem
Kassenbericht wurde der alte Vorstand entlastet. Klaus Bamberger
schied aus Altersgründen nach 10jähriger Aktivität aus dem Vorstand
aus, „ um Platz für die junge Generation zu machen“, wie er selbst
sagte. Bamberger betonte, dass er der Gruppe nach wie vor mit Rat und
Tat zur Seite stehe. Insbesondere die Kooperation mit den Schulen in
Frankenthal will er weiter pflegen und ausbauen. Auch die
Zusammenarbeit mit anderen Organisationen wie dem Pfälzerwaldverein,
den Naturfreunden und der Jägerschaft will der NABU verstärken.
Lediglich den fehlenden Dialog mit der Landwirtschaft bedauerte
Becker.
Vom alten
Vorstand wurden bestätigt: Manfred Becker (1. Vors.), Monika Kröber
(2. Vors.), Björn Baumann (Kassenwart), Hermann Deichfuß, Evelyn
Lepique, Dr. Rainer Schulze (Beisitzer), Heiko Weißgerber
(Jugendwart). Neu hinzu kommt Hendrik Nordhoff als Pressereferent.
Auch die Kassenprüfer, Elisabeth Maurer und Ewald Raab, wurden
von der Mitgliederversammlung bestätigt.
Einer der
Höhepunkte des Vereinslebens in 2007 wird das NABU-Fest mit den "Uffg'Blues'd",
der beliebten Jazzband, bei der Frankenthaler Kunst- und Kulturnacht
im Juni sein. Ein wichtiger Schritt ist die Angliederung der Gruppe an
die NABU Regionalstelle Süd, die zur Zeit noch ihren Sitz in Landau
hat. Sie wird die Gruppe vor allem bei der Öffentlichkeitsarbeit und
bei der Gewinnung von neuen Aktiven unterstützen und sie mit den
anderen NABU-Gruppen in der Süd- und Vorderpfalz vernetzen. Auch bei
allgemeinen Fragen zu Natur und Umwelt ist die Regionalstelle für
Bürger zu den üblichen Bürozeiten erreichbar.
Infos: NABU
Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341 / 31628

Foto: Der
Vogelschutz ist der NABU-Gruppe Frankenthal ein wichtiges Anliegen.
Hier der Turmfalke, Vogel des Jahres 2007 (Foto: Gerd Baumann)
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Jahreshauptversammlung des NABU Lingenfeld
LINGENFELD. Der Naturschutzbund (NABU)
der Verbandsgemeinde Lingenfeld werde in nächster Zeit ein attraktives
Programm für das 25-jährige Jubiläum im Jahre 2008 erarbeiten. Dies
kündigte Vorsitzender Herbert Magin bei der Jahreshauptversammlung am
Freitag in Weingarten an.
Aufgrund einer Werbeaktion sei es
gelungen, 250 Naturfreunde, darunter auch Personen aus Römerberg und
der Verbandsgemeinde Dudenhofen hinzuzugewinnen und die Mitgliederzahl
auf 470 zu steigern. 2007 werde die Ortsgruppe erneut die
Amphibien-Wanderung am Mehlsee unterstützen, Nistkästen für den
Wiedehopf herstellen sowie anbringen, Pflegemaßnahmen durchführen und
sich wiederum dem Steinkauz-Schutz widmen. Neben der Teilnahme am
Umwelttag werde die NABU-Gruppe wieder die Fahrradbewachung beim
Lustadter Handkeesfescht übernehmen und sich an der Westheimer Kerwe
beteiligen. Exkursionen seien am 15. April (Lingenfelder Auwald) und
13. Mai („Stunde der Gartenvögel“ in Freisbach) geplant. Die
Versammlung beschloss, mit einer Patenschaft (100 Euro jährlich) die
Greifvogelstation Haßloch zu unterstützen. Magin informierte über eine
stattgefundene Begehung des Schwegenheimer Waldes mit
Forstamt-Vertretern. NABU-Mitgliedern sei nämlich die hohe
Durchforstung von Alteichenbeständen aufgefallen, durch die auch ein
Baumhöhlenverlust eintrete. „Appell an den Forst war, möglichst viel
Alt- und Todholz stehen zu lassen“, so Magin.
Die Jugendarbeit beleuchtete
Jugendwartin Cornelia Osterhorn: Mit der Kindergruppe (Erst- bis
Viertklässer), der zehn junge Naturschützer angehören, sei es
einfacher zu arbeiten, da die Kleinen für Naturschutz leichter zu
motivieren seien. Die Jugendgruppe (Fünft- bis Neuntklässer) habe sich
auf acht Personen verkleinert. Zahlreiche Aktivitäten wie
Tierbeobachtungen, Pflanzaktionen, Mithilfe bei der Krötenwanderung,
Teilnahme an Exkursionen, Wasseruntersuchungen sowie der Bau eines
Igelhauses hätten stattgefunden. Auch an einer Handy-Sammelaktion
(diese läuft 2007 weiter) zugunsten der Renaturierung der Havel habe
sich der Nachwuchs beteiligt. In diesem Jahr sei wiederum ein
Zeltlager sowie der Bau von Nistkästen geplant. In Vertretung des
Schriftführers Manfred Wilhelm ließ Helga Nerger das aktivitätenreiche
Jahr 2006 Revue passieren. Über ein finanzielles Plus freute
sich Kassenwartin Jutta Magin. (nti)
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Steinschmätzer und Speierling
NABU Bellheim hat
neben Vogelschutz auch die Flora im Focus
Am vergangenen Montag
fand die Jahreshauptversammlung der NABU Gruppe
Bellheim im Restaurant „Zur Fellach“ statt.
Der Vorsitzende Joachim
Zürker begann seinen Bericht über das Jahr 2006 mit einem Nachruf auf
den verstorbenen Mitstreiter Klaus Hünerfauth aus Knittelsheim, den
„Storchenvater“, der von der ersten Stunde an beim NABU – damals
noch DBV (Deutscher Bund für Vogelschutz) - mit dabei war.
Zürker berichtete
zunächst von den „traditionellen“ Aktionen der Gruppe, die auch in
2006 erfolgreich durchgeführt wurden: Der Schnitt von 25 Kopfweiden
und über 80 Obstbäumen, die Pflege eines Straßenbeets und des
NABU-Gartens in Zeiskam, die Pflanzung von Hecken mit heimischen
Gehölzen und von historischen Obstsorten - darunter als Besonderheit
der sehr seltene Speierling. Große Nachfrage besteht nach den
Sämereien von Wildblumen und Bauerngartenpflanzen, die die Gruppe als
eine ihrer „Spezialitäten“ in Tütchen verpackt bei vielen
Gelegenheiten verkauft oder als Präsent an neue Mitglieder verschenkt.
Auch Setzlinge von Obstbäumen, Stauden und Kletterrosen wurden an
Gartenbesitzer abgegeben. Zur Reaktivierung des
Wiesenbewässerungssystems in den Queichwiesen wurden mehrere
Arbeitseinsätze durchgeführt. Auch im Artenschutz ist die Gruppe sehr
aktiv: 250 Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Insekten werden von
ihr betreut. Für das Jahr 2007 ist die Anlage eines Lesesteinhaufens
als Brutmöglichkeit für den seltenen Steinschmätzer auf der
NABU-Streuobstwiese bei Knittelsheim sowie der Bau eines „Lebensturms“
als Unterschlupf für viele verschiedene Tierarten auf Bellheimer
Gemarkung geplant.
Bei Exkursionen wurde
der Bevölkerung die Natur näher gebracht. Auch bei der landesweiten
Datengewinnung und -erfassung über Flora und Fauna beteiligten sich
verschiedene NABU-Aktive. Einer der Höhepunkte in 2006 war der gut
besuchte Naturerlebnistag in Ottersheim, bei dem die NABU-Gruppe
gemeinsam mit anderen Verbänden ein buntes Programm für die ganze
Familie anbot. Auch beim Nikolausmarkt in Bellheim waren die
Naturschützer präsent.
Kassenwart Bernd Busch
hatte einen ordentlichen Überschuss zu verzeichnen und lobte die
stabile Finanzlage der Gruppe. Der gesamte alte Vorstand wurde
wiedergewählt: Joachim Zürker (1. Vorsitzender), Matthias Brock (2.
Vorsitzender), Bernd Busch (Kasse), Beate Gaab (Schriftführerin).
Kassenprüfer bleibt Gerd Pfirrmann.
Die
Naturschutzjugend –NAJU- unter der Leitung von Beate Gaab trifft sich
weiterhin regelmäßig an verschiedenen Plätzen in der Verbandsgemeinde,
um die artenreiche heimische Natur zu beobachten, zum Beispiel im
Rahmen der großen NABU-Aktionen „Erlebter Frühling“ und „Stunde der
Gartenvögel“.
Mit der NABU
Regionalstelle Südpfalz in Landau wurde wieder gut kooperiert. Unter
anderem halfen Aktive der Gruppe tatkräftig bei der Durchführung eines
Zeltlagers für Kinder und sammelten 65 Handys für die Recyclingaktion.
Die Finanzierung der Anlaufstelle für naturschutzinteressierte Bürger
konnte gemeinsam mit den anderen NABU-Gruppen der Region gesichert
werden – nicht zuletzt dank der Mitgliederwerbung, die in der
Verbandsgemeinde Bellheim besonders erfolgreich war. „Gemeinsam
leisten wir einiges für Mensch und Natur und das wird auch anerkannt“,
so Zürker.
Zum Mitmachen:
Die NABU-Gruppe in der Verbandsgemeinde Bellheim freut sich immer über
neue Mitstreiter. Vor allem bei den verschiedenen Biotoppflegearbeiten
werden immer wieder helfende Hände gebraucht. Althandys können
weiterhin beim NABU abgegeben werden. Weitere Infos bei Dr. Nathalie
Plum in der NABU Regionalstelle, Tel. 06341/31628, oder e-mail:
Kontakt

Foto: Der Turmfalke, Vogel des
Jahres 2007, nistet seit 15 Jahren in einem NABU-Nistkasten in dieser
alten Scheune in Zeiskam. (Foto: Rosemarie Kuntz)
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