Eulen

Schleiereulen

Junge Schleiereule (Foto: T. Munk)
Junge Schleiereule (Foto: T. Munk)

Die Schleiereule ist ein Charaktervogel des ländlichen Raumes. Sie ist häufig in der Nähe menschlicher Siedlungen zu finden, wo sie in Scheunen, Kirchtürmen, Dachstühlen und Ruinen Brutplätze findet. Durch Sanierung und Umbauten werden oft aus Unwissenheit Gebäudeöffnungen verschlossen und Nistquartiere vernichtet. Speziell angefertigte Nistkästen können Abhilfe schaffen. Direkt hinter der Einflugöffnung angebracht, bleibt der Innenraum des Gebäudes von Kot und anderem Schmutz verschont. Charakteristische Merkmale des etwa taubengroßen Vogels sind der herzförmige weiße Gesichtsschleier, die kleinen Augen und das Fehlen der für Eulen typischen Ohrfedern. Fast geräuschlos machen sich die sehr hell wirkenden Schleiereulen nachts auf die Jagd nach Mäusen, die den Hauptteil ihrer Nahrung ausmachen. Seltener werden Vögel, Frösche und Insekten gejagt. Voraussetzung für eine erfolgreiche Ansiedlung ist das Vorhanden- sein einer strukturreichen Landschaft mit Hecken, Feldrainen und Wiesen. Dort finden sie genügend Nahrung für die Aufzucht ihrer Jungen. In mäuse- reichen Jahren sind drei Bruten keine Seltenheit.

Foto: C. Schauroth
Foto: C. Schauroth

Wie hier im Turm des Gut Waldeck in Eußerthal bauen die NABU-Gruppen an geeigneten Stellen Nistkästen für Schleier- eulen ein. Darüber hinaus werden die Jungvögel beringt, um neue Aufschlüsse über die Lebens- gewohnheiten dieser Tierart zu gewinnen. Haben Sie eine Scheune und möchten einen Brutplatz zur Verfügung stellen? Dann melden Sie sich bei uns. Wir helfen gerne beim Einbau eines Nistkastens.


Steinkauz

Steinkauz (Foto: NABU RLP)
Steinkauz (Foto: NABU RLP)

Diese kleine Eule hatte füher - völlig zu Unrecht - einen schlechten Ruf. Ihr "kiwitt" interpretierte man als "Komm mit". Sie galt als Todesvogel, der alte und Kranke ins Grab rief. Heute ist es schlecht bestellt um den Steinkauz. Im Rahmen von Flur- bereinigungsmaßnahmen wurden alte knorrige Obstbäume gefällt, die Streuobstgürtel um die Dörfer mussten den Neubaugebieten weichen. Und somit verschwanden die Baumhöhlen und damit die Brutplätze für den Steinkauz. Die Inten- sivierung der Landwirtschaft tat ein Übriges: Monokulturen und Insektenvernichtungsmittel verringerten das Nahrungsangebot. Stein- käuze aber brauchen große zusammenhängende Grünlandflächen mit höhlenreichen Einzelbäumen, wie z.B. Obstbäume oder Kopfweiden. Die Südpfalz zählt zu den Schwer- punkten des Steinkauz-Vorkommens in Rheinland-Pfalz. In Hochstadt und in der Verbands- gemeinde Lingenfeld hat der NABU Niströhren angebracht und überwacht den Bruterfolg.