Batnight 2016 – Fledermäuse vor der Haustür

Veranstaltungen rund um die die 20. Internationale Fledermausnacht am 27. und 28. August

25 verschiedene Fledermausarten gibt es in Deutschland. Die internationale Batnight bietet Ihnen Möglichkeit, die erstaunlichen Schönen der Nacht einmal aus nächster Nähe kennen zu lernen. Sie findet traditionell Ende August statt, und das mittlerweile weltweit in über 35 Ländern. In Deutschland wird sie vom NABU organisiert: Im Vorjahr haben NABU und LBV mehr als 200 Batnight-Veranstaltungen angeboten!

Wer mehr über die bedrohten Nachtlebewesen erfahren will, sollte die Internationale Fledermausnacht am 27. und 28. August nutzen und an einer der vielen Exkursionen und Feste des NABU teilnehmen. Viele Veranstaltungen finden auch schon im Vorfeld der „Batnight“ statt.

Unter anderem organisiert die NABU-Gruppe Hassloch am 27. August einen Ausflug ins Mayener Grubenfeld, eines der bedeutendsten Fledermausquartiere Europas. 17 Fledermausarten finden hier Ihren Lebensraum.

Horchen Sie den Lauten der nächtlichen Himmelsstürmer, werden Sie Zeuge spektakulärer Aufnahmen und erfahren Sie interessante Fakten über unsere heimischen Fledermäuse. Besonders der Schutz der Tiere steht hierbei im Vordergrund. Die NABU-Fledermausfreunde zeigen Ihnen, was jeder einzelne für den Erhalt unserer faszinierenden Flugakrobaten tun kann.

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Saatkrähen in Landau

Stellungnahme von NABU und BUND zur Ankündigung der CDU Ratsfraktion verstärkt gegen die Vermehrung der Saatkrähen im Stadtgebiet vorgehen zu wollen.

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Charaktervogel bunter Landschaften

Der Stieglitz ist Vogel des Jahres 2016

Stieglitz, Foto: Antje Schultner
Stieglitz, Foto: Antje Schultner

Der Stieglitz (Carduelis carduelis) gehört zu den buntesten und gleichzeitig beliebtesten Singvögeln in Europa. Kaum eine andere Art steht so für die Vielfalt und Farbenpracht unserer Landschaften. Doch die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft und die Bebauung von Brachflächen rauben dem Stieglitz die Nahrungs- und Lebensgrundlagen. Es wird enger für den farbenfrohen Distelfinken. Mit seiner Wahl zum Vogel des Jahres 2016 wollen NABU und LBV den fortschreitenden Strukturverlust in unserer Kulturlandschaft ins Blickfeld rücken: Der Stieglitz ist unser Botschafter für mehr Artenvielfalt und Farbe in Agrarräumen und Siedlungsbereichen.

Der Bestand des Stieglitzes hat in Deutschland laut den Daten des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten von 1990 bis 2013 um 48 Prozent abgenommen. Offizielle Schätzungen gehen derzeit von 305.000 bis 520.000 Brutpaaren in Deutschland aus. Stieglitze leben sowohl auf dem Land als auch in Siedlungen, solange es einen geeigneten Brutplatz und genug Nahrung gibt. Diese findet er an Acker- und Wegrainen, auf Brachen oder in Parks und Gärten. Knapp 60 Prozent des bundesweiten Bestandes leben im Siedlungsraum, die restlichen 40 Prozent in der Agrarlandschaft. Gleichzeitig mit der Verkündung des „Vogel des Jahres“ starten der NABU und der LBV die Aktion „Bunte Meter für Deutschland“. Möglichst viele Meter wildkrautreicher Grünflächen sollen als neue Lebensräume für den Stieglitz und andere Singvögel geschaffen oder erhalten werden. Mehr


Brutnachweis der Asiatischen Hornisse in der Südpfalz

von Gerd Reder und Matthias Kitt

Arbeiterin von Vespa velutina (LEP.). Büchelberg/Südpfalz. 14.11.2014. Foto: G. REDER.
Arbeiterin von Vespa velutina (LEP.). Büchelberg/Südpfalz. 14.11.2014. Foto: G. REDER.

Der erste Nachweis der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina var. nigrithorax) in Rheinland-Pfalz gelang Mitte November 2014 mittels eindeutiger Fotos einer Nestanlage mitsamt Imagines, welche Gerd Reder und Matthias Kitt zu Begutachtung vorgelegt wurden. Das Nest befand sich unter dem Vordach des Bienenlehrstandes des Imkervereins Kandel in Büchelberg (Bienwald/ Südpfalz). Die vorgelegten Fotos stammen von den Imkern Alissa Schick und Martin Rombach, die das Nest schon seit April 2014 im Blick hatten.

 

Dass die Wespenkönigin ausgerechnet die Hütte des Bienenlehrstands als Nistplatz ausgewählt hatte überrascht, denn laut bisherigen Erkenntnissen baut sie ihre Nester bevorzugt hoch in den Bäumen. Bei einer Kontrolle des Nestes am 14. November durch Gerd Reder, Matthias Kitt und Klaus Rinnert zeigte sich das Hornissenvolk bei 10° Celsius und neblig trübem Wetter äußerst flugaktiv. Die Art kommt offenbar sehr gut mit niedrigen Temperaturen zurecht.

 

Wahrscheinlich durch Warentransporte wurde Vespa velutina eher zufällig von Asien nach Europa verfrachtet. Bei Bordeaux hat man sie 2004 erstmals festgestellt. Sie breitet sich schnell aus und bewohnt inzwischen weite Teile Frankreichs. Bereits 2011 wurde die Asiatische Hornisse auch in Belgien nachgewiesen. Der Erstnachweis für Deutschland gelang im September 2014 bei Waghäusel/Nordbaden. Drei weitere Fundstellen – ebenfalls aus der Südpfalz – bei Jockgrim, Minfeld und Herxheim wurden den Verfassern im Nachgang gemeldet und bestätigen, dass die Asiatische Hornisse in Rheinland-Pfalz weitgehend unbemerkt heimisch zu werden scheint.

Nest von Vespa velutina in niedriger Anbauhöhe. Büchelberg/Südpfalz. 14.11.2014. Foto: G. REDER.
Nest von Vespa velutina in niedriger Anbauhöhe. Büchelberg/Südpfalz. 14.11.2014. Foto: G. REDER.