Ihre Stimme für das Schwarzkehlchen!

Unterstützen Sie das Wahlkampfteam der NABU Regionalstelle Süd

Dieses Jahr wird der nächste Vogel des Jahres nicht einfach bekannt gegeben. Anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Aktion dürfen alle mitwählen. Es wurden bereits mehrere Wahlkampfteams gegründet. Seien Sie dabei und unterstützen Sie den Favoriten des NABU in der Süd- und Vorderpfalz! Wir sammeln Stimmen für das Schwarzkehlchen. Dieser hübsche kleine Singvogel steht für eine vielfältige naturnahe Landschaft mit Blumenwiesen, wilden Hecken und Brachflächen. Hier fühlt es sich wohl und findet genügend Insekten, Spinnen und Würmer, um seine Jungen aufzuziehen. Eingestreute Büsche und Einzelbäume dienen dem Schwarzkehlchen als Singwarte. Mit etwas Glück kann man es bei einem Spaziergang auf einem Zaunpfahl oder einem Busch sitzend beobachten. An seinem schwarzen Kopf, der schwarzen Kehle, dem weiße Halsring und der orange-braunen Brust lässt es sich leicht erkennen. Sein Nest baut das Schwarzkehlchen nah am Boden. Leider fallen jedes Jahr zahlreiche Schwarzkehlchen-Nester, -Gelege und -Jungvögel der frühen Mahd von Wegrändern und Wiesen zum Opfer. Ehemalige Brachflächen werden gerodet oder bebaut. Mit der Wahl des Schwarzkehlchens zum Vogel des Jahres wollen wir auf die Bedeutung dieser wertvollen Biotope hinweisen. 


Herbstferienangebote für Kinder

Wir haben das Programm unserer Ferien-Angebote etwas umgestellt und an die aktuelle Situation angepasst, damit wir trotz Abstandsregelung und Hygienevorgaben spannende Naturerlebnisse für Kinder anbieten können. Hier kommen die Ferien-Tipps der NABU-Gruppen Landau-Stadt und Annweiler-Hauenstein:

Erlebniswanderung in Queichhambach

Noch wenige freie Plätze!

Die NABU-Gruppe Annweiler-Hauenstein bietet am Donnerstag, den 15. Oktober einen Ferien-Nachmittag in Queichhambach an. Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren sind eingeladen, den Wald im Herbst zu erleben, kleine Schätze und bunte Blätter zu sammeln, Tiere in der Laubstreu zu beobachten, zu basteln und zu spielen. Treffpunkt ist um 13.30 Uhr am Gut Hohenberg. Von dort aus geht es in den Wald zu einer kleinen Wanderung mit verschiedenen Stationen. Anschließend können sich die Kinder bei einem selbst mitgebrachten Picknick stärken und ihre Fundstücke in einer Bastelwerkstatt verarbeiten. Die Veranstaltung dauert etwa 3,5 Stunden. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Bitte mitbringen: Sitzkissen, Picknickverpflegung, wetterfeste Kleidung, Wanderschuhe, Mund-Nasen-Bedeckung, Becherlupe (wenn vorhanden)
Beitrag: 10 Euro, für NABU-Mitglieder 8 Euro.
Anmeldung und weitere Infos unter: 06341-31628 oder nabu.sued@nabu-rlp.de

Maus im Laub, Foto: Heinz Strunk
Maus im Laub, Foto: Heinz Strunk

Ferienprogramm in Landau-Mörzheim

Ausgebucht!

Vom 12. bis 14. Oktober lädt die NABU-Gruppe Landau-Stadt zu ihrem diesjährigen Herbstferienprogramm in Mörzheim ein. An allen drei Tagen findet von 9 bis 15.30 Uhr ein Aktionsprogramm für Kinder ab 8 Jahren statt. Im Mittelpunkt steht das Thema Plastikverschmutzungen in der Natur. Woher kommt der Plastikmüll in der Natur? Was passiert mit ihm und was bedeutet das für die Tiere in der Natur? Was kann jeder einzelne von uns tun, damit weniger Plastik verwendet wird? Bei Spielen, bei einer Rallye und in der Bastelwerkstatt werden viele Fragen beantwortet und Möglichkeiten zur Plastikvermeidung aufgezeigt. Selbst gemachte Müsliriegel und Chips, die ganz ohne Verpackung auskommen, können verkostet werden. Aber natürlich kommen auch das Forschen und Entdecken in der Natur nicht zu kurz. Außerdem gibt es die Möglichkeit, bei der Heumahd zu helfen.
Wenn das Wetter mitspielt, findet das Ferienprogramm im Freien statt. Ein Aufwärmen am gemütlichen Lagerfeuer ist zwischendurch möglich. Als Ausweichmöglichkeit steht ein Raum im alten Schulhaus in Mörzheim zur Verfügung. Wettergerechte Kleidung und eigene Verpflegung sind bitte mitzubringen.
Die Teilnahmegebühr für alle drei Tage beträgt 45 Euro, für NABU-Mitglieder 30 Euro.
Anmeldungen sind ab sofort möglich, unter 06341-31628 oder nsz-hirtenhaus@gmx.de


Willkommen im Team!

Verstärkung für die NABU Regionalstelle Süd

Im Naturschutzzentrum Hirtenhaus tut sich was!

 

Unsere neue Mitarbeiterin in der Regionalstelle stellt sich vor:

 

 Hallo, ich bin Friederike Siemer und arbeite seit Juni diesen Jahres bei der NABU Regionalstelle Süd. Studiert habe ich Umwelt- und Betriebswirtschaftslehre und war zuvor in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. In meiner Freizeit leite ich Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen der Naturschutzjugend, gehe Klettern und spiele Harfe. Ich liebe es Zeit in der Natur zu verbringen und es freut mich meine Begeisterung mit anderen zu teilen. In der Regionalstelle bin ich gemeinsam mit Carmen Schauroth Ansprechpartnerin für die NABU-Gruppen und setze mich für die Belange der Natur in der Süd- und Vorderpfalz ein.

Untermieter im Fledermauskasten

Nistkastenkontrolle im Maudacher Bruch

August 2020: Trotz großer Hitze  haben sich Mitglieder der NABU-Gruppe Ludwigshafen an die Arbeit gemacht, um 36 Fledermauskästen im Maudacher Bruch zu reinigen. Die Kästen, die eigentlich als Unterschlupf für verschiedene einheimische Fledermausarten dienen, werden nicht selten auch von anderen Tieren genutzt. Vögel und Wespen schätzen den geschützten Raum für ihre Nester. Dieses Jahr konnte auch eine Nachtfalterpuppe dort gefunden werden. Im Zuge der Reinigung wurde wieder etwas mehr Platz für die Fledermäuse geschaffen, indem unbewohnte Nester entfernt wurden.
Wer selbst ebenfalls aktiv werden und ein Quartier für Fledermäuse schaffen möchte, findet hier hilfreiche Tipps: https://www.nabu.de/…/aktiv-fuer-fled…/fledermauskasten.html

 

Fotos: NABU Ludwigshafen


Naturspaziergänge zum selber entdecken

Wiesensalbei (Foto: Carmen Schauroth)
Wiesensalbei (Foto: Carmen Schauroth)

Dieses Jahr ist vieles anders. Leider können wir nicht die gewohnten Exkursionen in die Natur zu den Vögeln oder in die Wiesen anbieten. Aber vielleicht zieht es Sie alleine oder auch mit der Familie ins Freie und Sie möchten auf Entdeckung gehen? Ulf Janz von der NABU-Gruppe Landau lädt Sie mit bebilderten Wegbeschreibung zu knapp zweistündigen Vogelbeobachtungen ein. Der erste Spaziergang startet an der Fuchsmühle bei Offenbach und führt durch die Queichwiesen. Der zweite beginnt am Westbahnhof Landau und nimmt Sie mit in die Reiterwiesen.

 

Mit Fernglas und Bestimmungsbuch oder einer Vogelbestimmungs-App fürs Handy ausgerüstet,  kann es losgehen.

Die kostenlose NABU-App Vogelwelt ist unter folgendem Link erhältlich: www.NABU.de/vogelwelt

Wichtig: Bitte bleiben Sie unbedingt auf den Wegen und führen Sie Hunde nur an der Leine mit. Denn nur so können Sie scheue Arten beobachten, ohne sie zu gefährden.

 

Beschreibungen zum kostenlosen Download:

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Ausflug in die Queichwiesen.pdf
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Spaziergang Reiterwiesen.pdf
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Natur zuhause erleben und fördern

Naturtipps für die Gartensaison und digitale Narturentdeckungen

Bei schönem Wetter fallen die derzeitigen Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie manchen besonders schwer. Doch auch von zu Hause aus lässt sich Natur erleben oder auf dem Balkon oder im Garten sogar selber fördern.

 

Der Frühling ist da und somit beginnt für einige mit den steigenden Temperaturen auch wieder die Gartensaison. Hier lässt sich mit ein paar einfachen Tipps Natur vor der eigenen Haustür schaffen: Ob Nisthilfen für Insekten und Vögel, das Anlegen einer Blumenwiese für Schmetterlinge statt des eintönigen Englischen Rasens, ein Totholzhaufen als Unterschlupf für Igel oder eine kleine Trockenmauer für Eidechse und Co. – Naturschutz findet auch im kleinsten Garten oder Balkon ein Plätzchen. Mit den ersten Sonnenstrahlen gehen auch immer mehr Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten in den Gärten auf Nahrungssuche. Durch den Einsatz von heimischen Stauden und Gehölzen wie Wiesensalbei, Natternkopf und Hunds- oder Essigrose kann diesen ein wahres Nektar- und Pollenbuffet geboten werden. Aber standortgerechte heimische Gehölze und Stauden bieten noch andere Vorteile. Sie brauchen keinen Dünger oder Pflanzenschutzmittel, da sie an unser Klima angepasst sind. Achtet man dann beim Kauf der Blumenerde noch darauf, dass diese keinen Torf enthält, steht einem gift- und torffreien Naturgarten nichts mehr im Wege.

 

Die Natur im Frühling kann aber auch digital entdeckt werden – ganz ohne die Wohnung oder das Haus zu verlassen. Der NABU bietet dafür zahlreiche kostenfreie Angebote auf seinen Internetseiten. So kann man spielerisch die häufigsten Gartenvögel kennenlernen oder mit dem Insektentrainer Tagpfauenauge, Florfliege, Holzbiene und Co. bestimmen. Mit der NABU-Vogeluhr erfahren Naturfreund*innen, welcher Vogel morgens wann zu hören ist – und man kann sein neues Wissen gleich auf dem eigenen Balkon oder am Fenster überprüfen (zu finden unter https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/natur-erleben/27778.html).

 

Mit Kindern ist die lange Zeit in den eigenen vier Wänden besonders herausfordernd, zudem auch Kitas und Schulen geschlossen sind. Hier sagen die Kinderseiten "NAJUversum" (zu finden unter https://www.najuversum.de/) mit Podcasts und Videos sowie tollen Experimenten zum Nachmachen der Langeweile den Kampf an.

Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich Nistkästen aus ungehobeltem Holz leicht selber bauen. Foto: Carmen Schauroth
Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich Nistkästen aus ungehobeltem Holz leicht selber bauen. Foto: Carmen Schauroth
Nisthilfen für Wildbienen, z.B. aus Bambusstängeln werden im Frühling von den kleinen Nützlingen gerne angenommen. Foto: Carmen Schauroth
Nisthilfen für Wildbienen, z.B. aus Bambusstängeln werden im Frühling von den kleinen Nützlingen gerne angenommen. Foto: Carmen Schauroth
Jetzt ist eine gute Zeit, um Tomaten, Sonnenblumen oder einheimische Stauden vorzuzuziehen. Das macht auch Kindern Spaß. Foto: Sebastian Hennigs
Jetzt ist eine gute Zeit, um Tomaten, Sonnenblumen oder einheimische Stauden vorzuzuziehen. Das macht auch Kindern Spaß. Foto: Sebastian Hennigs


Artenschutz auf einem Quadratmeter

Aktualisierte Bauanleitung für einen Lebensturm

In unserer aufgeräumten Kulturlandschaft fehlt es oftmals an geeigneten Lebensräumen für unsere einheimische Tierwelt. Wer der Natur etwas Gutes tun will, kann mit Nisthilfen und einem naturnahen Garten im eigenen Umfeld Abhilfe schaffen. Selbst auf kleinster Fläche ist es möglich, einer Vielzahl von Tieren Unterschlupf und Nistmöglichkeiten zu bieten, zum Beispiel mit einem Lebensturm. Hierfür wird eine Grundfläche von nur einem Quadratmeter benötigt. In den verschiedenen Stockwerken finden Insekten, Vögel, Fledermäuse, Igel und Eidechsen ein Zuhause. Unsere Bauanleitung hat nun ein Update erfahren und wurde aktuellen Erkenntnissen angepasst:

Download
Bauanleitung Lebensturm 2020
Lebensturm.pdf
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Die Turteltaube ist der Vogel des Jahres 2020

Der gefiederte Liebesbote steht auf der globalen Roten Liste - Situation in Rheinland-Pfalz

Foto: Manfred Delpho
Foto: Manfred Delpho

Sie ist ein Symbol für die Liebe, ihre Lebensbedingungen sind aber wenig romantisch: Die Turteltaube wurde vom NABU und seinem bayerischen Partner LBV (Landesbund für Vogelschutz) zum „Vogel des Jahres 2020“ gewählt. Damit wollen die Verbände darauf aufmerksam machen, dass die Turteltaube stark gefährdet ist.

 

„Die Turteltaube ist in Rheinland-Pfalz ein eher seltener aber regelmäßiger Brutvogel.“, berichtet Fiona Brurein, Öffentlichkeitsreferentin des NABU Rheinland-Pfalz. „Vorzugsweise kommt sie bei uns in warmen Regionen wie der Pfalz und Rheinhessen vor. Dann bevorzugt sie die strukturreiche halboffene Kulturlandschaft. In großen Teilen der bergigen Regionen wie Eifel und Westerwald sind Turteltauben hingegen eher selten anzutreffen.“

 

Seit 1980 ist der Bestand der kleinen Taube in Deutschland um 90 Prozent zurückgegangen. Ganze Landstriche sind mittlerweile turteltaubenfrei. Laut NABU fehlt es an geeigneten Lebensräumen wie strukturreichen Wäldern- und Feldrändern. Zudem ist sie durch die legale und illegale Jagd im Mittelmeerraum bedroht. Jährlich werden in der EU mehr als 1,4 Millionen Turteltauben legal geschossenen

 

Die 25 bis 28 Zentimeter großen Vögel mit ihrem farbenfrohen Gefieder ernähren sich fast ausschließlich pflanzlich. Sie bevorzugen Wildkräuter- und Baumsamen. Dem Jahresvogel schmecken Samen von Klee, Vogelwicke, Erdrauch und Leimkraut. Diese Pflanzen wollen Landwirte nicht auf ihren Feldern haben. Darum hat sich die Taube seit den 60er Jahren angepasst und ihre Nahrung umgestellt. Der Anteil von Sämereien aus landwirtschaftlichen Kulturen macht nun in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebiets mehr als die Hälfte der Nahrung aus statt wie früher nur 20 Prozent. Im Gegensatz zu Wildkrautsamen stehen diese aber nur für kurze Zeit bis zur Ernte zur Verfügung und fehlen während der kritischen Phase der Jungenaufzucht.

 

Die Intensivierung der Landwirtschaft verschlechtert die Lebensbedingungen der Turteltauben enorm – ein Schicksal, das sie mit vielen anderen Jahresvögeln teilt. Die Ausweitung von Anbauflächen geht mit einem Verlust von Brachen, Ackersäumen, Feldgehölzen und Kleingewässern einher. Damit verschwinden Nistplätze sowie Nahrungs- und Trinkstellen. Viele Äcker werden außerdem mit Herbiziden von „Unkraut“ befreit. Doch von genau diesen Ackerwildkräutern ernährt sich die Turteltaube. Außerdem ist chemisch behandeltes Saatgut vergiftete Nahrung für die Tauben. Der NABU kämpft seit Jahren für eine EU-Förderung der Landwirtschaft, die Natur erhält statt sie zu schädigen.

 

„Was wir in unserer Landschaft wieder brauchen ist Strukturvielfalt. Vor allem müssen sich Hecken wieder in unserem Landschaftsbild finden und Bäche müssen sich frei durch die Landschaft schlängeln dürfen. Genauso wichtig ist aber auch eine schnelle und drastische Reduzierung des Pestizideinsatzes. Unsere Landnutzungsformen müssen ökologischer werden,“ fordert Brurein.

 

Die Turteltaube ist der erste vom NABU gekürte Vogel, der als global gefährdete Art auf der weltweiten Roten Liste steht. Heute brüten bundesweit nur noch 12.500 bis 22.000 Paare. Die meisten der höchstens 5,9 Millionen Paare Europas leben in Spanien, Frankreich, Italien und Rumänien. Turteltauben sind die einzigen Langstreckenzieher unter den Taubenarten Mitteleuropas. Sie verlassen zwischen Ende Juli und Anfang Oktober Europa, um südlich der Sahara zu überwintern.

 

Um den gefiederten Liebesboten zu schützen, fordert der NABU Bundesumweltministerin Svenja Schulze mit einer Petition (www.vogeldesjahres.de/petition) auf, sich neben einer verbesserten Landwirtschaftspolitik auch für das dauerhafte Aussetzen der Abschussgenehmigungen in den EU-Mitgliedsstaaten einzusetzen.

 

Weitere Infos unter www.Vogel-des-Jahres.de