Feuer - Erde - Wasser - Luft

Kinder erleben die 4 Elemente

Welche Tiere leben in der Laubstreu? Foto: C. Schauroth
Welche Tiere leben in der Laubstreu? Foto: C. Schauroth
Und welche im Wasser? Foto: C. Schauroth
Und welche im Wasser? Foto: C. Schauroth

Beim Herbstferienprogramm 2018 der NABU-Gruppe Ludwigshafen konnten die teilnehmenden Kinder eine Menge über ihre direkte Umwelt lernen. Jeder Tag der „Kinderakademie“  war einem anderen Element gewidmet. Dazu gab es kleine Workshops mit Experimenten, Spielen und Beobachtungen. Ausgangspunkt war die Aula der IGS Gartenstadt. Von hier aus ging es so oft wie möglich raus in die Natur. Am ersten Tag erfuhren die zehn Mädchen und Jungen im Grundschulalter, welche Bedeutung die Erde unter unseren Füßen für Tiere und Pflanzen, aber auch für unsere Ernährung hat. Sie übten die Orientierung mit Karte und Kompass und machten sich im Maudacher Bruch auf die Suche nach winzigen Lebewesen in der Laubstreu. Spannende Aktionen boten die Betreuer des NABU auch rund um das Element Wasser an. Sie luden die Kinder zu einer „Reise der Wassertropfen“ ein, bei der die jungen Forscher den Wasserkreislauf selber nachspielten. In einer mit Wasser gefüllten Wanne testeten die Kinder anschließend, welche Gegenstände schwimmen und welche sinken. Um ganz praktischen Naturschutz ging es beim Thema Luft. Da wurden Nistkästen für Vögel gebaut und das Leben der Honigbienen besprochen. Wie wichtig, aber auch gefährlich Feuer ist, lernten die Kinder am letzten Tag. Denn wer Feuer macht, muss dabei einiges beachten und wissen, wie man es wieder löscht. Als besonderes Highlight wurde zum Abschluss gemeinsam mit den Eltern im Friedenspark gegrillt.


NABU startet erste bundesweite Onlinesuche zu lokaler Abfallberatung

Richtige Mülltrennung ist Voraussetzung für hochwertiges Recycling

Gelbe Tonnen für Verpackungsmüll, Foto: Helge May
Gelbe Tonnen für Verpackungsmüll, Foto: Helge May

In Deutschland hat die Mülltrennung aktuell keinen guten Stand. Geschätzte 60 Prozent des Restmülls bestehen aus Verpackungen und Biomüll, die in eine andere Tonne gehören. Der NABU hat das Problem erkannt und die erste bundesweite Onlinesuche eingerichtet, die den Weg zur Abfallberatung vor Ort weist. Die Suchmaschine zeigt, wer vor Ort für die Beratung zuständig ist und macht auf Angebote zur Abfallvermeidung und -trennung aufmerksam. Sie umfasst von A wie Aachen bis Z wie Landkreis Zwickau aktuell bundesweit über 500 Abfallberatungen.

 

„Ressourcenschutz fängt bei den Bürgern an. Sie tragen durch richtiges Trennen dazu bei, dass möglichst viele wertvolle Rohstoffe wiedergewonnen werden können oder sorgen dafür, dass Abfall gar nicht erst entsteht. Entsorgungsunternehmen und Kommunen müssen ihnen dabei beratend zur Seite zu stehen. Das ist kein Serviceangebot, sondern Pflicht“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Seit 2015 sind Kommunen und lokale Entsorgungsunternehmen gesetzlich verpflichtet, Bürgern mit einer Abfallberatung die Mülltrennung zu erleichtern und zur Abfallvermeidung anzuregen.

 

Die eigens für die Onlinesuche gesammelten Daten zeigen, wie unterschiedlich lokale Abfallberatungen in Deutschland aufgestellt sind. „Beratung zur Abfallvermeidung und -trennung, wie gesetzlich vorgesehen, wird in Deutschland aktuell nicht lückenlos umgesetzt“, so NABU-Ressourcenexpertin Verena Bax. Neben engagierten Angeboten wie Geschirrmobile und Gebrauchtkaufhäuser, gibt es Kommunen und Entsorgungsunternehmen, die sich auf Informationen zu Gebühren und Mülltonnenbestellung beschränken.

 

Für eine hochwertige Kreislaufwirtschaft fordert der NABU flächendeckende Mindeststandards und eine einheitliche Umsetzung des Abfallrechts. Bund und Länder sollten qualitative Standards für die Abfallberatung entwickeln, den Austausch zwischen den Abfallberatungen fördern und sich für bundesweit einheitliche Trennsysteme einschließlich der Wertstofftonne einsetzen.

 

Die neue NABU-Onlinesuche erleichtert Bürgern die Kontaktaufnahme mit der lokalen Abfallberatung und zeigt, welche lokalen Angebote für Mülltrennung und Abfallvermeidung es gibt.

 

Die Onlinesuche findet sich unter: www.NABU.de/abfallberatung


Bei den wilden Tieren

Bericht NABU Naturerlebniscamp 2018

Glühwürmchen tanzen über die Lichtung, Fledermäuse drehen ihre Kreise und Hirschkäfer krabbeln über das Moos – am Abend wird der Wald lebendig. Bei einer Nachtwanderung mit Elisabeth Freudenmacher von der NABU-Gruppe Annweiler-Hauenstein wurde dies für 22 Mädchen und Jungen zu einem besonderen Erlebnis. Die Teilnehmer des NABU-Naturerlebniscamps hatten sich in der Dämmerung auf den Weg gemacht, um die im Verborgenen lebende Tierwelt des Pfälzerwaldes zu finden. Eine kleine Erdkröte passierte ihren Weg und konnte im Schein der Taschenlampe bewundert werden. Viele Kinder haben zum ersten Mal eine Fledermaus gesehen. Mit dem sogenannten „Bat-Detektor“ wurden die Ultraschall-Rufe von Abendseglern, Mausohren und anderen Fledermausarten sogar hörbar gemacht. Nach den vielen neuen Eindrücken im Dunkeln ging es zurück ins Tal der Generationen bei Rinnthal. Hier erwartete die Kinder ein knisterndes Lagerfeuer und leckeres Stockbrot. Übernachtet wurde in Zelten.

Auch tagsüber gab es viel zu erleben. Die Betreuer des NABU hatten ein buntes Programm vorbereitet. In Kleingruppen absolvierten die Kinder verschiedene Stationen und beschäftigten sich mit naturkundlichen Fragen: Wie unterscheiden sich die Gesänge der Vögel? Welche Tierspuren gibt es? Von welchen Tieren stammen sie? Was machen Saftkugler und Springschwänze in der Laubstreu? Ausgestattet mit Becherlupen und Bestimmungsbüchern untersuchten die kleinen Forscher den Waldboden. Um der Natur zu helfen, bauten sie Fledermauskästen für den heimischen Garten. Natürlich durften auch eine Schatzsuche und ein Versteckspiel im Wald nicht fehlen. Dabei wurde zufällig ein Wildschweingebiss gefunden. Dunkle Wolken und Donnergrollen sorgten für eine abenteuerliche Stimmung. Letztlich blieb das Gewitter jedoch aus und die Kinder konnten bei Sonnenschein ihre Zelte abbauen.


Virtueller Lehrpfad im Gommersheimer Wald

Naturerlebnis mit dem Smartphone? Das passt jetzt zusammen!

Auf dem Vogelschutzlehrpfad des NABU Hassloch im Gommersheimer Wald wurde eine virtuelle Mission eingerichtet, die Sie mit der kostenlosen Android-App „uRnature. your climate. your app.“ erleben können. Gleichzeitig lernen Sie Interessantes zu den Themen Wald und Klimawandel. Der Pfad ist mit sechs Stationen gespickt, die in der App zu finden sind. An den virtuellen Stationen können Sie unterhaltsame Minispiele, Quizze, Geschicklichkeitsspiele und Erkundungsmissionen spielen und dabei den Wald und seine Bewohner ausgiebig beobachten. Die App wurde gemeinsam mit Jugendlichen konzipiert und wird im Rahmen eines Förderprojektes des Waldklimafonds (BMUB & BMEL) umgesetzt. Sie ist für Jung und Alt geeignet und ermöglicht besonders Familien ein ganz neues gemeinsames Natur- und Spielerlebnis.

Was müssen Sie machen, um die App im Gommersheimer Wald spielen zu können?
Um die App uRnature und die Mission Gommersheimer Wald vor Ort spielen zu können, lädt man sie sich vorher im Google Playstore herunter. Dafür im Playstore nach „uRnature“ suchen und über den Download-Button die App herunterladen. Sie erscheint dann auf dem Display des Smartphones und kann direkt gestartet werden. Die App ist in zwei Bereiche aufgeteilt: Spiele, die von überall gespielt werden können und Missionen, für die man vor Ort sein muss. Für den Gommersheimer Wald muss man in der App zusätzlich die Mission „Gommersheimer Wald“ suchen und laden. Hinter „Info“ verstecken sich Hinweise sowie der genauen Standort für den Start.
Vor Ort spielt man die Mission über „Spielen“ mit eingeschaltetem GPS. Sobald man sich einer der sechs Stationen nähert, vibriert das Smartphone. Eine Internetverbindung ist vor Ort nicht mehr notwendig. Wer mag, kann die App im Playstore bewerten.

Ankündigung Aktionstag Gommersheimer Wald am Pfingstmontag 2018:
Am Montag, den 21.05.2018 von 13:00 bis 16:30 Uhr findet eine Gewinnspielaktion zum interaktiven Lehrpfad „Gommersheimer Wald“ mit der App uRnature von UDATA und NABU entlang des Vogelschutzlehrpfads im Gommersheimer Wald statt. Mehr Informationen auf www.urnature.info oder www.nabu-hassloch.de. Zum Spielen am besten von zu Hause aus uRnature im Playstore suchen und installieren. Anschließend in der App die Mission Gommersheimer Wald laden. Vor Ort ist keine Internetverbindung notwendig.


Ich bin ein Star - Bau mir ein Haus

Eric Neuling erklärt, wie ein Starenkasten gebaut wird


Wenn für den Spatz mitsaniert wird

Nistkastenprojekt in Ludwigshafen


Große Studie bestätigt dramatisches Insektensterben

Jahrzehntelange Untersuchungen belegen massive Biomasseverluste in Schutzgebieten

Foto: Helge May
Foto: Helge May

Ein internationales Forscherteam aus den Niederlanden, Großbritannien und Deutschland hat die dramatischen Befunde zum Insektenrückgang in Nordwestdeutschland in einer jetzt in der internationalen Online-Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlichten Studie bestätigt. Die Forscher stellten damit die Beobachtungen des Entomologischen Vereins Krefeld auf eine wissenschaftlich abgesicherte Basis. So ist mit den Biomasseverlusten bei Fluginsekten von 76 bis 81 Prozent seit den 1990er Jahren ein klarer Negativ-Trend erkennbar. Insgesamt wurden in einem Zeitraum von 27 Jahren 63 Standorte in Schutzgebieten unterschiedlichster Lebensräume des Offenlandes überwiegend in Nordwestdeutschland untersucht, wobei der Rückgang überwiegend im Flachland festgestellt wurde.

 

„Wir haben es mit einer höchst dramatischen und bedrohlichen Entwicklung zu tun. Allein die Tatsache, dass es sich bei allen Untersuchungsflächen um verinselte Standorte innerhalb von Schutzgebieten handelt, in deren Umfeld zu mehr als 90 Prozent konventionelle Agrarnutzung stattfindet, legt einen negativen Einfluss durch die Landwirtschaft nahe“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Die neue Bundesregierung müsse sich umgehend auf EU-Ebene für einen Kurswechsel in der Agrarpolitik einsetzen sowie einen Schwerpunkt auf Erforschung und Schutz der biologischen Vielfalt legen. Der NABU fordert ein Deutsches Zentrum für Biodiversitäts-Monitoring in Trägerschaft von Wissenseinrichtungen sowie den zügigen Aufbau eines bundesweiten Insekten-Monitorings. Als Vorbild für ein bundesweites Insekten-Monitoring könnte NRW dienen, wo 2017 die Beprobung von 100 Standorten angelaufen ist.

 

Der Landesvorsitzende des NABU NRW, Josef Tumbrinck, begleitet die Arbeiten des Entomologischen Vereins Krefeld seit Jahren. Seiner Einschätzung nach finden in ganz Deutschland und wahrscheinlich auch in anderen europäischen Ländern ähnliche Entwicklungen statt: „Früher mussten wir Autoscheiben nach ein oder zwei Stunden Fahrt wieder von Insekten säubern und an Straßenlaternen flogen massenhaft Insekten. Heute ist das meist nicht der Fall. Diese Beobachtungen wurden mir vielfach aus allen Regionen des Landes mitgeteilt.“ Langzeit-Untersuchungen aus anderen Staaten liefern Hinweise darauf, dass es sich nicht nur um ein deutsches Phänomen handelt. Auch von der EU offiziell bestätigte Bestandsrückgänge von Vögeln, die auf Insekten als Nahrungsgrundlage angewiesen sind, dürften höchstwahrscheinlich zu einem wesentlichen Teil auf den Insektenschwund zurückzuführen sein.

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Schwalben willkommen!

NABU Landau-Land zeichnet schwalbenfreundliche Hausbesitzer in Walsheim aus

Schwalbennachwuchs in Walsheim
Schwalbennachwuchs in Walsheim

Das Familie Rehm ein großes Herz für Tiere hat, wird schnell klar. Auf Ihrem Hof in Walsheim, unterhält Tochter Magdalena einen Reitbetrieb und ein Hundehotel. Neben Pferden, Hunden, einem Minischwein und einem Kaninchen, zählen seit sechs Jahren auch einige Rauchschwalbenpaare zu den Bewohnern der Obermühle.

Und das ist leider längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Die allseits als Flugkünstler und Sommerboten bekannten Schwalben gibt es in Deutschland immer seltener. Mit der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ will der NABU diesem Trend entgegenwirken und zeichnet ab sofort bundesweit Menschen aus, die an ihren Häusern die gefiederten Glücksbringer willkommen heißen.

So auch die Rehms: Um die Schwalben nicht beim Brüten zu stören, hat die Familie sogar extra die Renovierungsarbeiten in Ihren Ställen unterbrochen. Mit Erfolg: „In fünf Nesten haben die Rauchschwalben hier in diesem Jahr 20 Junge großziehen können.“ Freut sich Vater Udo Rehm. Einige Junge schauen noch aus den Nestern in den Pferdeställen. Andere sitzen schon draußen auf den Zäunen und werden dort von ihren Eltern weiter in waghalsigen Flugmanövern gefüttert.

Für ihr Engagement für den Schwalbenschutz überreichte Gerhard Wisser vom NABU Landau-Land Familie Rehm daher feierlich eine Urkunde und eine Plakette, mit der die Obermühle nun auch von außen als schwalbenfreundliches Haus zu erkennen ist.

„Jeder kann mit einfachen Mitteln Schwalben an seinem Haus willkommen heißen: mit Nestgrundlagen wie Rauputzstreifen oder Brettchen, Kunstnestern und einer Lehmpfütze im Garten“, erklärt Gerhard Wisser.

 

 Weitere Informationen und Bewerbungsformular zum „Schwalbenfreundlichen Haus“ unter: www.NABU.de/schwalben

 

Gerhard Wisser (NABU Landau Land) und Familie Rehm in ihrem Pferdestall mit Schwalbennest (oben rechts)
Gerhard Wisser (NABU Landau Land) und Familie Rehm in ihrem Pferdestall mit Schwalbennest (oben rechts)

Saatkrähen in Landau

Stellungnahme von NABU und BUND zur Ankündigung der CDU Ratsfraktion verstärkt gegen die Vermehrung der Saatkrähen im Stadtgebiet vorgehen zu wollen.

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Stellungnahme Saatkrähen.pdf
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