Storchennest auf NABU-Grundstück

Gemeinschaftsaktion von THW und NABU Frankenthal

Oktober 2021 - Die NABU-Gruppe Frankenthal hat zusammen mit dem THW auf ihrem Grundstück an der Isenach ein Storchennest errichtet. Der Hintergrund ist, dass im Frühling 2021 auf dem Strandbadgelände, dicht am Promenadenweg ein junges Storchenpaar versuchte, auf einer gekappten Hybridpappel ein Nest zu bauen. Es war der erste Brutversuch von Weißstörchen in Frankenthal seit 60 Jahren! Leider zeigte sich, dass die Jungvögel ihr Handwerk noch nicht so gut beherrschten. So drohte auf der viel zu kleinen Basis ständig Absturzgefahr des Nests. Außerdem bot der Standort dicht am Weg wegen des zu erwartenden Kotanfalls und der herunterfallenden Zweige Konfliktpotential mit den Besuchern, weil der Abstand zu gering war.

 

Deshalb begann die NABU-Gruppe mit der Planung eines Alternativangebots auf ihrem Grundstück in überschaubarer Nähe zum Strandbad. Ziel war der Aufbau eines „Komfortnests“, so attraktiv, dass die Störche, die nächstes Jahr wieder erwartet werden, einfach nicht widerstehen können. Bei der Planung wurden sie vom Storchenzentrum Bornheim unterstützt.

 

Am 2. Oktober war es endlich soweit. Das THW rückte pünktlich mit einem LKW mit Kranaufsatz und einem GKW an. Gekonnt wurden die drei 7,50 m langen Rundhölzer mit einem Dreibockbund verknüpft. In der Zwischenzeit wurden für die Ankerpunkte drei Gruben ausgehoben, was wegen des trockenen Bodens äußerst mühsam war. Gleichzeitig wurde mit dem flechten des Nests auf der Plattform begonnen.

 

 Und plötzlich stand der fertige Dreibock schon in den drei Löchern. Ein Gerüst wurde für die Befestigung der Plattform am Dreibock errichtet. Mit Präzisonsschnitten wurden die oberen Enden der Rundhölzer winkelrichtig abgelängt. Nun kam der große Moment: das Aufsetzen der Plattform auf den Dreibock. Mit Winkelstücken wurde die Plattform am Dreibock befestigt. Vielen Dank Felix Kunz und dem THW Frankenthal für die tolle Aktion!


Erntesegen für den Naturschutz

September 2021 - Die NABU-Gruppe Heidewald hat auf ihren Streuobstwiesen nördlich von Maxdorf Äpfel und Birnen geerntet. Im Bleichhof bei Meckenheim wurde das Obst gewaschen, zerkleinert und gepresst. Insgesamt 400 Liter Apfelsaft werden nun in Form von 5-Liter-Boxen an ein Weingut und interessierte Privatpersonen verkauft. Die Ehrenamtlichen sind mit der Ernte zufrieden. Trotz des vielen Regens sind in diesem Jahr viele Äpfel reif geworden. Der Erlös aus dem Saftverkauf kommt der Pflege der NABU-Flächen in der Verbandsgemeinde Maxdorf zugute.


NABU Landau-Stadt beim Klimastreik

September 2021 - Unsere neuen FÖJ-Teilnehmer*innen waren am 24. September beim Klimastreik in Landau dabei.  Rund 2000 Menschen hatten sich in der Innenstadt versammelt, um bei einer Demo auf die dringend notwendige Maßnahmen zum Klimaschutz aufmerksam zu machen.


Rückkehr der Europäischen Sumpfschildkröte

47 Sumpfschildkröten in Neuburg am Rhein ausgewildert

Juli 2021 - Der NABU Rheinland-Pfalz und das Sealife Speyer feiern einen besonderen Meilenstein im Projekt „Wiederansiedlung der Europäischen Sumpfschildkröte in Neuburg am Rhein“. Am Freitag, den 30. Juli wurden weitere 47 Sumpfschildkröten in das Gebiet ausgewildert. Insgesamt leben dort nun 96 Tiere. Um an diesem Moment teilzuhaben, waren auch Landrat Dr. Brechtel, der Ortsbürgermeister Herr Knauß sowie Vertreter*innen der SGD Süd vor Ort.

 

Die Europäische Sumpfschildkröten wurden in den Boxen sicher für den Transport in das Wiederansiedlungsgebiet verpackt. Cosima Lindemann, Vorsitzende des NABU Rheinland-Pfalz erklärt: „Die Tiere wurden sorgfältig ausgewählt und im Sealife Speyer in den vergangenen Jahren für ihre Auswilderung vorbereitet. Die Europäische Sumpfschildkröten zählt zu den am stärksten gefährdeten Tierarten in Deutschland und gilt in Rheinland-Pfalz als ausgestorben. Wir freuen uns, einen Beitrag zum Erhalt der Art zu leisten. So kann die Europäische Sumpfschildkröten hier wieder heimisch werden.“

Europäische Sumpfschildkröte (Foto: Walter Gramlich)
Europäische Sumpfschildkröte (Foto: Walter Gramlich)

Die Schildkröten gehören der einzigen heimischen Schildkrötenart in Rheinland-Pfalz an und sollen in einigen Jahren für eigenen Nachwuchs in freier Natur sorgen. Die nun fast 100 Europäischen Sumpfschildkröten, die seit 2017 ihren neuen Lebensraum in den Neuburger Gewässern bevölkern, finden die bestmöglichen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Überleben vor. „Wir freuen uns besonders, dass wir durch die enge Zusammenarbeit mit der Universität Landau die Möglichkeit haben, regelmäßig Forschungsarbeiten rund um das Projekt durchzuführen. Über lange Zeiträume können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität das Projekt evaluieren“, freut sich Lindemann. Das regelmäßige Monitoring durch Studierende zeigt, dass sich die Sumpfschildkröten in ihren Gewässern sehr wohl fühlen. So haben die bereits 2017 ausgewilderten Tiere mittlerweile ihr Gewicht mehr als verdoppeln können. Sie ernähren sich vor allem von Wasserinsekten, Larven von Amphibien, Wasserschnecken sowie auch vom invasiven Kalikokrebs. Einige Europäische Sumpfschildkröten haben ihren Lebensraum bereits auf angrenzende Gewässer erweitert. Ein Zeichen, dass es ihnen gut geht.

 

Doch der bisherige Erfolg ist kein Grund jetzt die Hände in den Schoß zu legen. „Es ist davon auszugehen, dass in den folgenden Jahren die ersten Paarungen anstehen. Eine unserer nächsten Aufgaben muss es daher sein, vorhandene Flächen um das Gebiet für Eiablagen zu optimieren“, sagt Fiona Brurein, Projektbetreuerin im NABU Rheinland-Pfalz.

 

Die Schildkröten, die heute ihren Weg in ihren natürlichen Lebensraum gefunden haben, werden sicherlich ihren Beitrag zu einer langfristig stabilen und sich selbst erhaltenden Population dieser besonderen Reptilienart in Neuburg leisten können. Mit der Ansiedlung und dem Schutz der Schildkrötenart sowie dem Schutz und Erhalt der Projekthabitate werden schließlich auch jede Menge anderer seltener und geschützter Arten langfristig in Neuburg am Rhein profitieren, in den aquatischen Habitaten z. B. Amphibien und Libellen und in den terrestrischen Habitaten Reptilien, Heuschrecken und seltene Pflanzenarten.


Aktuelles von der NAJU-Gruppe Neustadt

Wäscheleine mit Wünschen und Vorschlägen der NAJU-Aktiven. Foto: Elke Schemel
Wäscheleine mit Wünschen und Vorschlägen der NAJU-Aktiven. Foto: Elke Schemel

Juni  2021 - Im April stand fest, dass der NAJU-Garten in Königsbach soweit vorbereitet ist und die NAJU Gruppe loslegen kann, sobald es Corona erlaubt.

 

Aber die Natur wartet nicht und die Ideen und Wünsche sind nur so gesprudelt. Deshalb fanden eine Reihe von Aktionen statt. Zu zweit oder zu dritt, immer unter Beachtung der Corona-Regeln und immer im Freien.

 

 

 

 

 

 

Das wurde bisher umgesetzt:

  • Anlegen eines Trockenbeets
  • Zählaktion bei der Stunde der Gartenvögel
  • Teilnahme an der Steinkauzberingung
  • Tierbeobachtungen
  • Müll sammeln

....und vieles mehr! Zahlreiche weitere tolle Projekte sind in Planung. Mit den neuen Corona Bedingungen können vier weitere neue NAJU Aktivist*Innen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren mitmachen. Bei Interesse einfach melden unter naju-jugend@nabu-nw.de. Weitere Infos gibt es unter https://www.nabu-nw.de/aktuelle-meldungen/2021-06-14/.


Hier sind Schwalben willkommen!

Herr Müller mit der Urkunde und der Schwalbenplakette. Im Hintergrund erkennt man die Schwalbennester. (Foto: Friederike Siemer)
Herr Müller mit der Urkunde und der Schwalbenplakette. Im Hintergrund erkennt man die Schwalbennester. (Foto: Friederike Siemer)

 Mai 2021 - Familie Müller aus Landau-Nußdorf hat die NABU-Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ erhalten. An der Scheune neben der Buchbinderei brüten bereits seit 10 Jahren bis zu fünf Mehlschwalben-Paare. Die Plakette soll zukünftig darauf aufmerksam machen, wie wichtig der geschaffene Lebensraum für die bedrohten Vögel ist und was jeder Einzelne zum Schutz der Schwalben unternehmen kann.

 

Schwalben finden heutzutage immer seltener geeignete Nistmöglichkeiten. Aus diesem Grund wissen wir das Engagement von einzelnen Hausbesitzern besonders zu schätzen!

 

Vor 20 Jahren entschied sich Familie Müller, die Schwalben in ihrer Nachbarschaft zu unterstützen und es wurden sechs künstliche Schwalbennester gekauft, die sie an dem ehemaligen Stall neben der Buchbinderei befestigten. Zunächst blieben die Nistplatzangebote ungenutzt. Erst etwa 10 Jahre später zogen mehrere Mehlschwalbenpaare ein. Seither kommen sie jedes Jahr wieder, um ihre Junge im Hof der Buchbinderei großzuziehen.

 


Mai 2021 - Bärbel Walter freute sich sehr über die Auszeichnung des NABU für ihr "schwalbenfreundliches Haus" in Billigheim-Ingenheim. Hans Frech von der NABU-Gruppe Landau-Land überbrachte ihr eine Urkunde sowie die Schwalben-Plakette und eine Nisthilfe für Mehlschwalben. Familie Walter hatte ihr Haus nach der Renovierung mit Nisthilfen bestückt und so die Schwalben wieder angelockt und erneut beheimatet.

 

Unter den Masken wurde gelächelt: "Schwalben bringen Glück"!

 

Die NABU-Koordinationsstelle zum Projekt "Schwalbenfreundliches Haus" nimmt Bewerbungen für eine Schwalben-Plakette entgegen und beantwortet Fragen zum Projekt.

 

Bitte per E-Mail an: schwalben@NABU.de