Weißstörche und Strommasten

Helfer bei der Herstellung eines Nestkorbes als Alternative zu Storchennest auf Strommasten
Fotograf: Tobias Koreng; Helfer bei der Herstellung eines Nestkorbes als Alternative zu Storchennest auf Strommasten
April 2021: In letzter Zeit haben uns zahlreiche Anrufe von Bürgern erreicht, die beobachtet haben, wie Storchennester auf Strommasten abgebaut wurden. Das geschah jedoch durchaus zum Wohl der Tiere. In Ruppertsberg und in Rohrbach hat jeweils ein Storchenpaar einen Strommasten als Brutplatz gewählt. Für die Vögel kann das problematisch werden. Es kann nämlich zu Kurzschlüssen, Nestbränden und Verletzungen der Störche kommen. Um das zu vermeiden, wurden die Nester abgebaut und ihnen stattdessen geeignetere Alternativen in der Nähe angeboten. In Rohrbach brütet das Storchenpaar jetzt auf einer Nisthilfe in der Eisgasse.
In Ruppertsberg gaben sich die engagierten Helfer besonders viel Mühe: Aus Weidenruten wurden Kreise mit einem Durchmesser von 120 cm geflochten. Anschließend erhielten die Nestkörbe mit weißer Farbe einige Sprenkler. Aller Erfahrung nach stehen Störche bei ihrer Nestwahl auf einen gewissen "Used-Look". Zwei Nisthilfen im Osten von Ruppertsberg waren bereits vorhanden und konnten nun mit den neuen Nestkörben für die Störche attraktiver gestaltet werden.
In der Regel nehmen die Weißstörche die Alternativen an, wenn sie bei ihrem ursprünglich ausgewählten Brutplatz keinen Erfolg haben. Es besteht also Hoffnung, dass es in Rohrbach und Ruppertsberg in naher Zukunft Nachwuchs des NABU-Wappentieres geben wird.

Naturspaziergänge zum selber entdecken

Wiesensalbei (Foto: Carmen Schauroth)
Wiesensalbei (Foto: Carmen Schauroth)

Juni 2020: Dieses Jahr ist vieles anders. Leider können wir nicht die gewohnten Exkursionen in die Natur zu den Vögeln oder in die Wiesen anbieten. Aber vielleicht zieht es Sie alleine oder auch mit der Familie ins Freie und Sie möchten auf Entdeckung gehen? Ulf Janz von der NABU-Gruppe Landau lädt Sie mit bebilderten Wegbeschreibung zu knapp zweistündigen Vogelbeobachtungen ein. Der erste Spaziergang startet an der Fuchsmühle bei Offenbach und führt durch die Queichwiesen. Der zweite beginnt am Westbahnhof Landau und nimmt Sie mit in die Reiterwiesen.

 

Mit Fernglas und Bestimmungsbuch oder einer Vogelbestimmungs-App fürs Handy ausgerüstet,  kann es losgehen.

Die kostenlose NABU-App Vogelwelt ist unter folgendem Link erhältlich: www.NABU.de/vogelwelt

Wichtig: Bitte bleiben Sie unbedingt auf den Wegen und führen Sie Hunde nur an der Leine mit. Denn nur so können Sie scheue Arten beobachten, ohne sie zu gefährden.

 

Beschreibungen zum kostenlosen Download:

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Ausflug in die Queichwiesen.pdf
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Spaziergang Reiterwiesen.pdf
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Natur zuhause erleben und fördern

Naturtipps für die Gartensaison und digitale Narturentdeckungen

April 2020: Bei schönem Wetter fallen die derzeitigen Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie manchen besonders schwer. Doch auch von zu Hause aus lässt sich Natur erleben oder auf dem Balkon oder im Garten sogar selber fördern.

 

Der Frühling ist da und somit beginnt für einige mit den steigenden Temperaturen auch wieder die Gartensaison. Hier lässt sich mit ein paar einfachen Tipps Natur vor der eigenen Haustür schaffen: Ob Nisthilfen für Insekten und Vögel, das Anlegen einer Blumenwiese für Schmetterlinge statt des eintönigen Englischen Rasens, ein Totholzhaufen als Unterschlupf für Igel oder eine kleine Trockenmauer für Eidechse und Co. – Naturschutz findet auch im kleinsten Garten oder Balkon ein Plätzchen. Mit den ersten Sonnenstrahlen gehen auch immer mehr Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten in den Gärten auf Nahrungssuche. Durch den Einsatz von heimischen Stauden und Gehölzen wie Wiesensalbei, Natternkopf und Hunds- oder Essigrose kann diesen ein wahres Nektar- und Pollenbuffet geboten werden. Aber standortgerechte heimische Gehölze und Stauden bieten noch andere Vorteile. Sie brauchen keinen Dünger oder Pflanzenschutzmittel, da sie an unser Klima angepasst sind. Achtet man dann beim Kauf der Blumenerde noch darauf, dass diese keinen Torf enthält, steht einem gift- und torffreien Naturgarten nichts mehr im Wege.

 

Die Natur im Frühling kann aber auch digital entdeckt werden – ganz ohne die Wohnung oder das Haus zu verlassen. Der NABU bietet dafür zahlreiche kostenfreie Angebote auf seinen Internetseiten. So kann man spielerisch die häufigsten Gartenvögel kennenlernen oder mit dem Insektentrainer Tagpfauenauge, Florfliege, Holzbiene und Co. bestimmen. Mit der NABU-Vogeluhr erfahren Naturfreund*innen, welcher Vogel morgens wann zu hören ist – und man kann sein neues Wissen gleich auf dem eigenen Balkon oder am Fenster überprüfen (zu finden unter https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/natur-erleben/27778.html).

 

Mit Kindern ist die lange Zeit in den eigenen vier Wänden besonders herausfordernd, zudem auch Kitas und Schulen geschlossen sind. Hier sagen die Kinderseiten "NAJUversum" (zu finden unter https://www.najuversum.de/) mit Podcasts und Videos sowie tollen Experimenten zum Nachmachen der Langeweile den Kampf an.

Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich Nistkästen aus ungehobeltem Holz leicht selber bauen. Foto: Carmen Schauroth
Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich Nistkästen aus ungehobeltem Holz leicht selber bauen. Foto: Carmen Schauroth
Nisthilfen für Wildbienen, z.B. aus Bambusstängeln werden im Frühling von den kleinen Nützlingen gerne angenommen. Foto: Carmen Schauroth
Nisthilfen für Wildbienen, z.B. aus Bambusstängeln werden im Frühling von den kleinen Nützlingen gerne angenommen. Foto: Carmen Schauroth
Jetzt ist eine gute Zeit, um Tomaten, Sonnenblumen oder einheimische Stauden vorzuzuziehen. Das macht auch Kindern Spaß. Foto: Sebastian Hennigs
Jetzt ist eine gute Zeit, um Tomaten, Sonnenblumen oder einheimische Stauden vorzuzuziehen. Das macht auch Kindern Spaß. Foto: Sebastian Hennigs


Artenschutz auf einem Quadratmeter

Aktualisierte Bauanleitung für einen Lebensturm

In unserer aufgeräumten Kulturlandschaft fehlt es oftmals an geeigneten Lebensräumen für unsere einheimische Tierwelt. Wer der Natur etwas Gutes tun will, kann mit Nisthilfen und einem naturnahen Garten im eigenen Umfeld Abhilfe schaffen. Selbst auf kleinster Fläche ist es möglich, einer Vielzahl von Tieren Unterschlupf und Nistmöglichkeiten zu bieten, zum Beispiel mit einem Lebensturm. Hierfür wird eine Grundfläche von nur einem Quadratmeter benötigt. In den verschiedenen Stockwerken finden Insekten, Vögel, Fledermäuse, Igel und Eidechsen ein Zuhause. Unsere Bauanleitung hat nun ein Update erfahren und wurde aktuellen Erkenntnissen angepasst:

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Bauanleitung Lebensturm 2020
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