Mit dem NABU auf NachtnaTour

Naturerlebniscamp im Pfälzer Wald

Foto: Kerstin Schnücker
Foto: Kerstin Schnücker

Was ist eine große Hufeisennase? Welches nachtaktive Tier ist auch als Weißkehlchen bekannt? Und was haben Fledermäuse mit Wildblumen zu tun? Diesen und anderen Fragen, rund um die nachtaktiven Bewohner des Waldes, gingen die Teilnehmer des NABU Naturerlebniscamps in Rinnthal am 16. Und 17. Juni auf den Grund. Schon tagsüber fanden die Kinder spielerisch viel über die Lebensweise von Igeln, Fledermäusen, Wildschweinen und Eulen heraus. Auch Insektenhotels wurden gebastelt, um die Nahrungsgrundlage der Fledermäuse im eigenen Garten zu sichern. Nach einem Abendessen am Lagerfeuer ging es dann auf „NachtnaTour“. Auf einer Lichtung im Wald konnten Fledermäuse beobachtet und ihre Rufe mit dem Bat-Detektor belauscht werden. Ebenfalls zu hören war das „Schuhu“ des Waldkauzes und das Bellen der Rehböcke. Auch ein paar Glühwürmchen beleuchteten dann den Weg zurück zum Zelplatz. Am nächsten Morgen konnten die Kinder noch Ihre Lieblings-Nachttiere basteln oder Samenkugeln mit Wildblumensamen zur ökologischen Aufwertung des eigenen Gartens herstellen, um diese dann mit nach Hause zu nehmen.


Schwalben willkommen!

NABU Landau-Land zeichnet schwalbenfreundliche Hausbesitzer in Walsheim aus

Schwalbennachwuchs in Walsheim
Schwalbennachwuchs in Walsheim

Das Familie Rehm ein großes Herz für Tiere hat, wird schnell klar. Auf Ihrem Hof in Walsheim, unterhält Tochter Magdalena einen Reitbetrieb und ein Hundehotel. Neben Pferden, Hunden, einem Minischwein und einem Kaninchen, zählen seit sechs Jahren auch einige Rauchschwalbenpaare zu den Bewohnern der Obermühle.

Und das ist leider längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Die allseits als Flugkünstler und Sommerboten bekannten Schwalben gibt es in Deutschland immer seltener. Mit der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ will der NABU diesem Trend entgegenwirken und zeichnet ab sofort bundesweit Menschen aus, die an ihren Häusern die gefiederten Glücksbringer willkommen heißen.

So auch die Rehms: Um die Schwalben nicht beim Brüten zu stören, hat die Familie sogar extra die Renovierungsarbeiten in Ihren Ställen unterbrochen. Mit Erfolg: „In fünf Nesten haben die Rauchschwalben hier in diesem Jahr 20 Junge großziehen können.“ Freut sich Vater Udo Rehm. Einige Junge schauen noch aus den Nestern in den Pferdeställen. Andere sitzen schon draußen auf den Zäunen und werden dort von ihren Eltern weiter in waghalsigen Flugmanövern gefüttert.

Für ihr Engagement für den Schwalbenschutz überreichte Gerhard Wisser vom NABU Landau-Land Familie Rehm daher feierlich eine Urkunde und eine Plakette, mit der die Obermühle nun auch von außen als schwalbenfreundliches Haus zu erkennen ist.

„Jeder kann mit einfachen Mitteln Schwalben an seinem Haus willkommen heißen: mit Nestgrundlagen wie Rauputzstreifen oder Brettchen, Kunstnestern und einer Lehmpfütze im Garten“, erklärt Gerhard Wisser.

 

 Weitere Informationen und Bewerbungsformular zum „Schwalbenfreundlichen Haus“ unter: www.NABU.de/schwalben

 

Gerhard Wisser (NABU Landau Land) und Familie Rehm in ihrem Pferdestall mit Schwalbennest (oben rechts)
Gerhard Wisser (NABU Landau Land) und Familie Rehm in ihrem Pferdestall mit Schwalbennest (oben rechts)

Jäger der Nacht

Der Waldkauz ist Vogel des Jahres 2017

Wann haben Sie zuletzt in der Nacht eine Eule rufen gehört? Viele Gegenden sind von Eulen verlassen, entweder weil sie keine Bruthöhlen finden oder das Nahrungsangebot nicht mehr ausreicht. Stellvertretend für alle Eulenarten hat der NABU für 2017 den Waldkauz zum Vogel des Jahres gewählt. Mit ihm soll für den Erhalt alter Bäume im Wald oder in Parks geworben werden und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisiert werden. Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Wir sollten alles dafür tun, sie zu schützen, ihre Bestände zu stabilisieren oder gar zu vermehren.

 

Weitere Infos zum Waldkauz


Saatkrähen in Landau

Stellungnahme von NABU und BUND zur Ankündigung der CDU Ratsfraktion verstärkt gegen die Vermehrung der Saatkrähen im Stadtgebiet vorgehen zu wollen.

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Stellungnahme Saatkrähen.pdf
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