Freiwilligendienst im Naturschutz

NABU Landau-Stadt bietet FÖJ-Plätze ab 1. August

Die NABU-Gruppe Landau-Stadt sucht junge Menschen, die nach ihrem Schulabschluss ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) im Naturschutz absolvieren möchten. Ab 1. August 2022 unterstützen die FÖJ-Teilnehmer*innen in einem kleinen Team die Haupt- und Ehrenamtlichen des Vereins bei der Pflege von Naturschutzflächen (artenreiches Grünland, Streuobstwiesen, Feuchtbiotope, Trockenmauern, ökologischer Weinberg), bei umweltpädagogischen Angeboten für Kitas und Schulklassen, Ferienfreizeiten und Seminaren. Einsatzort ist das Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim. Es gibt ein monatliches Taschengeld und ggf. Zuschüsse für Unterkunft und Verpflegung. Voraussetzungen sind Führerschein und Mobilität, Bereitschaft zur körperlichen Arbeit im Freien, Freude an der Arbeit mit Kindern und die Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten. Anfragen und Bewerbungen bitte an: NABU.Landau-Stadt@NABU-RLP.de.


Bienenfresser-Vortrag in Sankt Martin

Über 20 Jahre Bienenfresser in Deutschland

Foto Copyright: NABU/CEWE/Heidi Spiegler
Foto Copyright: NABU/CEWE/Heidi Spiegler

Freitag, 8. Juli 2022 - 19.30 Uhr

Referent: Jörn Weiß,

Leiter AK Bienenfresser der GNOR

Ort: Kreuzweg 1, 67487 St. Martin

 

 Es empfiehlt sich, im Dorf auf öffentlichen Parkplätzen zu parken und dann weiter zum Veranstaltungsort zu Fuß zu gehen (10 min).

Anmeldung/Fragen: Heike Gonschior, Tel.: 06327-961619 oder Email: NABU.EdenkobenMaikammer[at]NABU-RLP.de

 


Von terrassiertem Weinbau bis Sommerwurz

Historische Kulturlandschaft und Naturschutz am Schlossberg

Juni 2022 - Mehr als 30 °C, mehr als 30 Teilnehmende und definitiv mehr als 30 neue Informationen und Erkenntnisse. Klaus Hünerfauth von der NABU-Gruppe Mittelhaardt vermittelte bei einer Exkursion am Schlossberg von Wachenheim viele spannende Informationen und sorgte damit auch für den einen oder anderen Lacher. Oder haben Sie schon einmal vom Mäuseschwanzfederschwingel, dem Ausdauernden Lolch oder dem lebendgebärenden Rispengras gehört? Diese Gräser waren nur einige der vielen Pflanzen, die auf der Exkursion bestimmt wurden.

Zu Beginn der Exkursion stand bei einer Einführung im Schatten die Entwicklung der historischen Kulturlandschaft im Fokus: Weinbau in terrassierten Steillage, die Bekanntheit von Wachenheim für seine Schafherden im Spätmittelalter und der geförderte Obstbau Ende des 18. Jahrhunderts. Alte Obstbäume aus dieser Zeit sind als Relikte heute noch an einigen Orten zu bewundern.

Während der anschließenden Wanderung trugen viele Teilnehmende zwischendrin immer wieder mit ihrem Fachwissen bei, wie beispielsweise über die Steinweichselgespinstmotte.

Zum Abschluss ging es an der Wachtenburg vorbei zum Höhepunkt des Ausflugs, zur seltenen Sommerwurz.

Die gelungene Exkursion wurde im Anschluss durch spannende Gespräche in Kleingruppen, Diskussionen verschiedener Themen und den Austausch von Kontaktdaten abgerundet.


Schwalben willkommen!

Auszeichnungen mit der Plakette "Schwalbenfreundliches Haus"

Juni 2022 - Für Schwalben, die früher selbstverständlich mit Menschen und Tieren gemeinsam unter einem Dach lebten, wird es heutzutage immer schwieriger. Rauchschwalben brüten am liebsten in Scheunen und Ställen. Mehlschwalben hingegen brüten bevorzugt an geschützten Orten an Hausfassaden, oft unter Dachvorsprüngen. Für die Koloniebrüter ist es in unserer heutigen Landschaft nicht leicht, geeignete Nistmöglichkeiten und ausreichend Nahrung zu finden.

Mit der NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ machen wir auf diese Problematik aufmerksam und richten den Fokus auf die schönen Beispiele, die zeigen, dass Schwalben bei vielen Menschen willkommen sind. Die Vögel werden hier nicht nur geduldet, sondern teilweise auch aktiv unterstützt, z.B. durch das Anlegen von Lehmpfützen oder das Bereitstellen künstlicher Nisthilfen.

Alle, bei denen Schwalben zuhause sind, können sich beim NABU über ein Online-Bewerbungsformular um eine Plakette für ihr „Schwalbenfreundliches Haus“ bewerben. Bewerbungen sind jederzeit willkommen!

In dieser Saison konnten wir in unserer Region bereits die ersten vier Plaketten überreichen. Wir freuen uns über die Teilnahme und danken für das Engagement für die Schwalben.


Neue Kindergruppe für die Kleinsten

Frechdachse treffen sich ab sofort in Landau-Mörzheim

Am Samstag, den 28.05.2022 von 10.00 bis 11.30 Uhr trifft sich die Naturgruppe „Frechdachse“ in Landau-Mörzheim. Die Frechdachse sind Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren in Begleitung eines Elternteils. Sie gehen mit Filu Eichhorn und seinen Freunden auf Entdeckungsreise und lüften die Geheimnisse der Natur im Lauf der Jahreszeiten.

Imme Colling von den Sielmanns Natur Rangern, Team Südpfalz freut sich über die neue Kooperation mit Eva Kugler vom NABU Landau-Stadt. Sie werden die Kinder in Empfang nehmen und gemeinsam auf Entdeckungstour über die Streuobstwiese gehen. Die Geschichte nimmt sie mit in die Natur, wo die Tiere und Pflanzen erzählen, wie sie ihr Leben dem Jahreskreis anpassen und welche spannenden Dinge im Frühling, im Sommer, im Herbst und im Winter in der Natur passieren. Die begleitenden Erwachsenen können sich beobachtend zurücklehnen, die Freude der Kinder teilen und die Natur genießen.

Die Gruppe trifft sich zukünftig einmal im Monat samstags. Das nächste Treffen findet dann am 25. Juni von 10:00 bis 11:30 Uhr statt. Anmeldung und weitere Infos per Mail unter suedpfalz@natur-ranger.de.


Filzen in der Wollwerkstatt

Workshop der NABU-Gruppe Edenkoben-Maikammer

Mai 2022 - Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich die Teilnehmenden der diesjährigen Wollwerkstatt in St. Martin. Gundula Berner und Heike Gonschior von der NABU-Gruppe Edenkoben-Maikammer hatten in einem Hinterhof im Schatten Bierbänke für das gemeinsame Filzen aufgebaut. Dieses Mal stand Trockenfilzen auf dem Programm. Dafür suchten sich die Teilnehmenden ein Ausstechförmchen aus, das auf einen Spülschwamm gelegt und mit Wolle befüllt wurde. Die Wolle, stammt von Schafen, die in der Region in der Landschaftspflege eingesetzt werden. Mit einer Filznadel wurde die Wolle durch wiederholtes Stechen so lange verfilzt, bis eine feste Form entstand. Beim Filzen war Zeit sich über viele interessante Naturschutz-Themen auszutauschen. Schaf, Schmetterling und Palme sind nur einige der tollen Kunstwerke, die bei der Wollwerkstatt entstanden.


Aktionstag im Wildpark Rheingönheim

Infostand der NABU-Gruppe Ludwigshafen

Mai 2022 - Beim Aktionstag im Wildpark Rheingönheim gab es von der Feuerwehr bis zur Kutschfahrt zahlreiche Angebote. Auch die NABU-Gruppe Ludwigshafen war mit einem Stand vertreten. Hier war für jedes Alter etwas dabei. Die Jüngsten malten Vorlagen von Singvögeln aus oder rieten, was sich in den Fühlboxen versteckt. Dabei lernten sie spielerisch, dass die erfühlten „Tannenzapfen“ eigentlich Kiefernzapfen sind und dass reife Tannenzapfen zerfallen und nicht im Ganzen auf dem Waldboden zu finden sind. Ältere Kinder und interessierte Eltern versuchten sich derweil am Puzzle verschiedener Baumarten. Hierbei mussten den drei Baumarten Spitzahorn, Schwarzerle und Stieleiche deren Baumform, Blatt, Blüte und Frucht zugeordnet werden. Großes Interesse weckten auch die Tierspuren. Für Erstaunen sorgten hierbei insbesondere die große Spur des Rothirschs und der Hinterlauf des Feldhasen. Auch die Wildkatze war für viele Kinder eine Neuentdeckung. Zuletzt wurde der Geruchssinn auf die Probe gestellt: Rosmarin und Zitronenmelisse sind nur zwei der Pflanzen, die zur Bestimmung auslagen. Viele Kinder und Eltern waren mit Begeisterung dabei und haben viel Neues über die heimische Flora und Fauna gelernt.


Kickoff im Emys-R-Projekt

Wiederansiedlung der Sumpfschildkröte in europäischer Zusammenarbeit – NABU-Schildkröten sind mit dabei

April 2022 – Nach der ersten Monitoringwoche im Wiederansiedlungsprojekt der Europäischen Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) in Neuburg am Rhein im April wurde erstmals eine in Neuburg ausgewilderte Sumpfschildkröte in Frankreich identifiziert. Ein echtes Erfolgserlebnis, dessen Beobachtung durch die Untersuchungen des jetzt beginnenden und auf drei Jahre angesetzten Forschungsprojekts Emys-R zur Wiederansiedlung der Europäischen Sumpfschildkröte ermöglicht wurde. Zum Start des Projekts kamen die Projektpartner erstmals in Straßburg zusammen. Ziel des internationalen Forschungsprojekts mit Beteiligung aus Deutschland, Frankreich, Lettland und Polen ist die Entwicklung effizienter Methoden zur Wiederherstellung von Feuchtgebieten, in denen die Sumpfschildkröten nachhaltig wiederangesiedelt werden können. Dabei stehen neben ökologischen Themen auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Fragestellungen im Fokus. Die 96 Sumpfschildkröten, die in Neuburg am Rhein seit 2017 vom NABU Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem SEA LIFE in Speyer dort ausgewildert wurden und unter wissenschaftlicher Begleitung von Dr. Kathrin Theissinger vom Senckenberg Institut beobachtet werden, sind Teil des Projekts. Ziel der grenzübergreifenden Zusammenarbeit ist auch die Verknüpfung der Populationen auf deutscher und französischer Seite.


Tag des Wolfes

Infostand und geführte Wanderungen an der Dahner PWV-Hütte

April 2022 - Wie ist die Situation der Wölfe in Rheinland-Pfalz? Wie soll ich mich verhalten, wenn ich einem Wolf begegne? Wie können Wolf und Mensch friedlich miteinander leben? Diese und viele weitere Fragen beschäftigen die Bevölkerung. Um hierüber mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, veranstaltet der NABU bundesweit jedes Jahr am 30. April den „Tag des Wolfes“. An diesem Tag finden zahlreiche Informationsveranstaltungen statt. In diesem Jahr haben die NABU-Gruppe Annweiler-Hauenstein und der Pfälzerwald-Verein Dahn gemeinsam einen Infostand und geführte Wanderungen an der Dahner PWV-Hütte angeboten. NABU-Wolfsbotschafterin Gisa Wickenhäuser unterstützte das kleine Team mit viel Fachwissen.

Bereits seit 2015 klären Peter Zimmermann und Klaus Klemm vom Pfälzerwald-Verein an der Dahner PWV-Hütte über den Wolf auf. Den Anfang machte eine Infostation mit Schautafeln an der Hütte. 2016 kam der Rundwanderweg „Wolfs-Tour“ hinzu. Über knapp 8 km erfahren die Wanderer auf zwölf Infotafeln Wissenswertes über den Wolf. Für Kinder sind entlang des Weges weiße und graue Wolfsköpfe versteckt, die zu einem Detektivspiel einladen. Auf der Suche nach Kooperationspartnern kamen die Initiatoren auf den NABU zu. Seitdem finden regelmäßig gemeinsame Veranstaltungen statt, wie 2018 die 1. Dahner Wolfstage, die über 1000 Besucher in den Bürgersaal zu einer Ausstellung über den Wolf lockten.


Neuer Vorstand beim NABU Ludwigshafen

Jahreshauptversammlung am 30. März 2022

Der NABU Ludwigshafen hat anlässlich seiner Jahreshauptversammlung am 30. März 2022 einen neuen Vorstand gewählt. Zum ersten Vorsitzenden wurde Michael Edinger gewählt. Der bisherige Vorsitzende Dr. Georg Waßmuth kandidierte aus Altersgründen nicht mehr. Die Vereinsmitglieder bedankten sich bei Dr. Georg Waßmuth für sein mehr als zwanzigjähriges Engagement als erster Vorsitzender beim NABU Ludwigshafen. Sein großes Fachwissen wie auch seine Kompetenz, aktuelle Naturschutzfragen zu thematisieren, wurden gelobt. Elke Hennighaus wurde wieder zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Dorothea Walter ist weiterhin die Schriftführerin und Isolde Frech trägt erneut die Verantwortung für die Finanzen.


Aktionen zum Winterende

NABU Lingenfeld schneidet Kopfweiden und reinigt Fledermauskästen

Februar 2022 - Bevor der Frühling durchstartet, die Fledermäuse aus dem Winterschlaf zurückkommer und die Brutzeit der Vögel beginnt, haben ehrenamtliche Helfer des NABU Lingenfeld die Fledermauskästen am Rundweg im Westheimer Wald gereinigt. In vielen Kästen fand sich Fledermauskot, der auf eine rege Nutzung der Kästen hinweist. Aber auch Nester der Gallischen Feldwespe und viel Moos, das Meisen zum Nestbau verwenden, wurden in den künstlichen Höhlen angetroffen. Außerdem wurden - rechtzeitig vor der Schonzeit vom 1. März bis 31. September - die Kopfweiden an der Eh-Da-Fläche am Hofgraben in Westheim geschnitten. Durch den stetigen Rückschnitt entwickeln sich diese Bäume mit den entstehenden Höhlen zu wahren „Mehrfamilienhäusern“ für Vögel, Fledermäuse und Kleinsäuger. (Bilder: S. Heilmann & C. Vocke)


Storchennest auf NABU-Grundstück

Gemeinschaftsaktion von THW und NABU Frankenthal

Oktober 2021 - Die NABU-Gruppe Frankenthal hat zusammen mit dem THW auf ihrem Grundstück an der Isenach ein Storchennest errichtet. Der Hintergrund ist, dass im Frühling 2021 auf dem Strandbadgelände, dicht am Promenadenweg ein junges Storchenpaar versuchte, auf einer gekappten Hybridpappel ein Nest zu bauen. Es war der erste Brutversuch von Weißstörchen in Frankenthal seit 60 Jahren! Leider zeigte sich, dass die Jungvögel ihr Handwerk noch nicht so gut beherrschten. So drohte auf der viel zu kleinen Basis ständig Absturzgefahr des Nests. Außerdem bot der Standort dicht am Weg wegen des zu erwartenden Kotanfalls und der herunterfallenden Zweige Konfliktpotential mit den Besuchern, weil der Abstand zu gering war.

 

Deshalb begann die NABU-Gruppe mit der Planung eines Alternativangebots auf ihrem Grundstück in überschaubarer Nähe zum Strandbad. Ziel war der Aufbau eines „Komfortnests“, so attraktiv, dass die Störche, die nächstes Jahr wieder erwartet werden, einfach nicht widerstehen können. Bei der Planung wurden sie vom Storchenzentrum Bornheim unterstützt.

 

Am 2. Oktober war es endlich soweit. Das THW rückte pünktlich mit einem LKW mit Kranaufsatz und einem GKW an. Gekonnt wurden die drei 7,50 m langen Rundhölzer mit einem Dreibockbund verknüpft. In der Zwischenzeit wurden für die Ankerpunkte drei Gruben ausgehoben, was wegen des trockenen Bodens äußerst mühsam war. Gleichzeitig wurde mit dem flechten des Nests auf der Plattform begonnen.

 

 Und plötzlich stand der fertige Dreibock schon in den drei Löchern. Ein Gerüst wurde für die Befestigung der Plattform am Dreibock errichtet. Mit Präzisonsschnitten wurden die oberen Enden der Rundhölzer winkelrichtig abgelängt. Nun kam der große Moment: das Aufsetzen der Plattform auf den Dreibock. Mit Winkelstücken wurde die Plattform am Dreibock befestigt. Vielen Dank Felix Kunz und dem THW Frankenthal für die tolle Aktion!


Erntesegen für den Naturschutz

September 2021 - Die NABU-Gruppe Heidewald hat auf ihren Streuobstwiesen nördlich von Maxdorf Äpfel und Birnen geerntet. Im Bleichhof bei Meckenheim wurde das Obst gewaschen, zerkleinert und gepresst. Insgesamt 400 Liter Apfelsaft werden nun in Form von 5-Liter-Boxen an ein Weingut und interessierte Privatpersonen verkauft. Die Ehrenamtlichen sind mit der Ernte zufrieden. Trotz des vielen Regens sind in diesem Jahr viele Äpfel reif geworden. Der Erlös aus dem Saftverkauf kommt der Pflege der NABU-Flächen in der Verbandsgemeinde Maxdorf zugute.


NABU Landau-Stadt beim Klimastreik

September 2021 - Unsere neuen FÖJ-Teilnehmer*innen waren am 24. September beim Klimastreik in Landau dabei.  Rund 2000 Menschen hatten sich in der Innenstadt versammelt, um bei einer Demo auf die dringend notwendige Maßnahmen zum Klimaschutz aufmerksam zu machen.


Rückkehr der Europäischen Sumpfschildkröte

47 Sumpfschildkröten in Neuburg am Rhein ausgewildert

Juli 2021 - Der NABU Rheinland-Pfalz und das Sealife Speyer feiern einen besonderen Meilenstein im Projekt „Wiederansiedlung der Europäischen Sumpfschildkröte in Neuburg am Rhein“. Am Freitag, den 30. Juli wurden weitere 47 Sumpfschildkröten in das Gebiet ausgewildert. Insgesamt leben dort nun 96 Tiere. Um an diesem Moment teilzuhaben, waren auch Landrat Dr. Brechtel, der Ortsbürgermeister Herr Knauß sowie Vertreter*innen der SGD Süd vor Ort.

 

Die Europäische Sumpfschildkröten wurden in den Boxen sicher für den Transport in das Wiederansiedlungsgebiet verpackt. Cosima Lindemann, Vorsitzende des NABU Rheinland-Pfalz erklärt: „Die Tiere wurden sorgfältig ausgewählt und im Sealife Speyer in den vergangenen Jahren für ihre Auswilderung vorbereitet. Die Europäische Sumpfschildkröten zählt zu den am stärksten gefährdeten Tierarten in Deutschland und gilt in Rheinland-Pfalz als ausgestorben. Wir freuen uns, einen Beitrag zum Erhalt der Art zu leisten. So kann die Europäische Sumpfschildkröten hier wieder heimisch werden.“

Europäische Sumpfschildkröte (Foto: Walter Gramlich)
Europäische Sumpfschildkröte (Foto: Walter Gramlich)

Die Schildkröten gehören der einzigen heimischen Schildkrötenart in Rheinland-Pfalz an und sollen in einigen Jahren für eigenen Nachwuchs in freier Natur sorgen. Die nun fast 100 Europäischen Sumpfschildkröten, die seit 2017 ihren neuen Lebensraum in den Neuburger Gewässern bevölkern, finden die bestmöglichen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Überleben vor. „Wir freuen uns besonders, dass wir durch die enge Zusammenarbeit mit der Universität Landau die Möglichkeit haben, regelmäßig Forschungsarbeiten rund um das Projekt durchzuführen. Über lange Zeiträume können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität das Projekt evaluieren“, freut sich Lindemann. Das regelmäßige Monitoring durch Studierende zeigt, dass sich die Sumpfschildkröten in ihren Gewässern sehr wohl fühlen. So haben die bereits 2017 ausgewilderten Tiere mittlerweile ihr Gewicht mehr als verdoppeln können. Sie ernähren sich vor allem von Wasserinsekten, Larven von Amphibien, Wasserschnecken sowie auch vom invasiven Kalikokrebs. Einige Europäische Sumpfschildkröten haben ihren Lebensraum bereits auf angrenzende Gewässer erweitert. Ein Zeichen, dass es ihnen gut geht.

 

Doch der bisherige Erfolg ist kein Grund jetzt die Hände in den Schoß zu legen. „Es ist davon auszugehen, dass in den folgenden Jahren die ersten Paarungen anstehen. Eine unserer nächsten Aufgaben muss es daher sein, vorhandene Flächen um das Gebiet für Eiablagen zu optimieren“, sagt Fiona Brurein, Projektbetreuerin im NABU Rheinland-Pfalz.

 

Die Schildkröten, die heute ihren Weg in ihren natürlichen Lebensraum gefunden haben, werden sicherlich ihren Beitrag zu einer langfristig stabilen und sich selbst erhaltenden Population dieser besonderen Reptilienart in Neuburg leisten können. Mit der Ansiedlung und dem Schutz der Schildkrötenart sowie dem Schutz und Erhalt der Projekthabitate werden schließlich auch jede Menge anderer seltener und geschützter Arten langfristig in Neuburg am Rhein profitieren, in den aquatischen Habitaten z. B. Amphibien und Libellen und in den terrestrischen Habitaten Reptilien, Heuschrecken und seltene Pflanzenarten.


Aktuelles von der NAJU-Gruppe Neustadt

Wäscheleine mit Wünschen und Vorschlägen der NAJU-Aktiven. Foto: Elke Schemel
Wäscheleine mit Wünschen und Vorschlägen der NAJU-Aktiven. Foto: Elke Schemel

Juni  2021 - Im April stand fest, dass der NAJU-Garten in Königsbach soweit vorbereitet ist und die NAJU Gruppe loslegen kann, sobald es Corona erlaubt.

 

Aber die Natur wartet nicht und die Ideen und Wünsche sind nur so gesprudelt. Deshalb fanden eine Reihe von Aktionen statt. Zu zweit oder zu dritt, immer unter Beachtung der Corona-Regeln und immer im Freien.

 

 

 

 

 

 

Das wurde bisher umgesetzt:

  • Anlegen eines Trockenbeets
  • Zählaktion bei der Stunde der Gartenvögel
  • Teilnahme an der Steinkauzberingung
  • Tierbeobachtungen
  • Müll sammeln

....und vieles mehr! Zahlreiche weitere tolle Projekte sind in Planung. Mit den neuen Corona Bedingungen können vier weitere neue NAJU Aktivist*Innen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren mitmachen. Bei Interesse einfach melden unter naju-jugend@nabu-nw.de. Weitere Infos gibt es unter https://www.nabu-nw.de/aktuelle-meldungen/2021-06-14/.