Veranstaltungen & Aktionen im Sommer 2021

Erste Exkursionen und Mitmach-Aktionen starten wieder

Endlich geht es wieder los! Wir starten mit den ersten Veranstaltungen und freuen uns, euch wiederzusehen. In allen Fällen ist eine Voranmeldung erforderlich sowie selbstverständlich die Einhaltung der üblichen Hygiene- und Abstandsregeln.

 

Radeln mit dem NABU Neustadt

Am 10. Juli geht es zur Greifvogelstation Haßloch, am 14. August zur ehemaligen Raketenstation am Rande des Haßlocher Waldes. Für September ist eine Tour zu einem Naturschutzgebiet im Rahmen der Initiative „Stadtradeln“ geplant. Der genaue Termin steht noch nicht fest. Ein gemeinsames Picknick rundet jede Tour ab. Die Teilnehmer*innen werden gebeten, dafür Speisen und Getränke mitzubringen. Weitere Infos gibt es unter www.nabu-nw.de

 

Ferienveranstaltung in Landau "Unterwasserwelt der Queich"

Kleine Tiere mit Taucherausrüstung, Schwimmer in Seiten- und Rückenlage, gefräßige Räuber, die im Versteck lauern – der NABU Landau und das Reallabor Queichland der Universität Koblenz-Landau laden Familien ein, das Leben in der Queich zu entdecken. Angeboten wird die Veranstaltung am 21. und 27. Juli und am 25. August jeweils von 17 bis 20 Uhr. Teilnehmen können Familien mit Kindern ab 6 Jahren. Die Familien bleiben während der ganzen Veranstaltung unter sich. Falls vorhanden, bitte einen weißen 5l Eimer und einen feinmaschigen langstieligen Kescher mitbringen. Eine kleine Rucksackverpflegung sowie „Wasserschuhe“ und Sonnenschutz sind sinnvoll. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung ist mit Angabe der postalischen Adresse erforderlich unter NABU.Landau-Stadt@nabu-rlp.de. Der Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben. Ein Mund-Nasen-Schutz ist mitzuführen. Die Veranstaltung wird gefördert vom Projekt Reallabor Queichland (www.reallabor-queichland.uni-landau.de) und ist für die Teilnehmer kostenlos.

 

Nachhaltigkeitscamp für Kinder in Rinnthal

Am 11. & 12. September veranstaltet die NABU Regionalstelle Süd im Tal der Generationen in Rinnthal ein Nachhaltigkeitscamp für Kinder. Im Mittelpunkt des Programms stehen die Themen Müllvermeidung, Klimawandel und Artenschutz. Bei verschiedenen Upcycling- und Zero-Waste-Workshops können die jungen Teilnehmer Alltagsgegenstände und schöne Dinge für das Kinderzimmer herstellen. Ein Klimaquiz vermittelt spielerisch Hintergrundwissen zur Erderwärmung. Am Abend findet eine Nachtwanderung mit Fledermausdetektor statt. Anschließend gibt es ein gemütliches Lagerfeuer mit Stockbrot. Außerdem erwartet die Kinder ein lustiges Rollenspiel und eine Nistkasten-Bau-Aktion. Übernachtet wird gemeinsam auf der Wiese in Zelten, die die Kinder selber mitbringen. Beginn ist am Samstag um 10 Uhr. Die Veranstaltung endet am Sonntag nach einem gemeinsamen Frühstück um 11 Uhr. Teilnehmen können Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 12 Jahren. Der Teilnehmerbeitrag beträgt inklusive Verpflegung und Material 45 Euro, für NABU-Mitglieder 40 Euro. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldeformulare können ab sofort angefordert werden: 06341-31628 oder Friederike.Siemer@NABU-RLP.de


Monitoring zur Wiederansiedlung der Europäischen Sumpfschildkröte

Juli 2021 - Studentinnen der Universität Landau sind diesen Sommer in den Gewässern rund um Neuburg am Rhein unterwegs auf der Suche nach Europäische Sumpfschildkröten. Lange Zeit waren die urigen Reptilien bei uns ausgestorben. Im Jahr 2017 hat der NABU Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem SeaLife Speyer 40 Europäische Sumpfschildkröten in Neuburg ausgewildert. Auch im benachbarten französischen Projekt wurden Sumpfschildkröten angesiedelt. Die Forscherinnen erhoffen sich nun Antworten auf Fragen nach der Ausbreitung und Verschmelzung der beiden Populationen sowie nach dem Einfluss, den die Wiederansiedlung der Sumpfschildkröten auf das Gewässersystem hat. Die daraus resultierenden Erkenntnisse fließen in zukünftige Tätigkeiten und Schutzmaßnahmen ein.

 

Was tun, wenn Sie eine Sumpfschildkröte sehen?

Die Europäische Sumpfschildkröte ist innerhalb der EU streng geschützt. Jede Störung ist grundsätzlich verboten. Beobachten aus der Entfernung ist natürlich erlaubt. Für das Wiederansiedlungsprojekt liegt eine Ausnahmegenehmigung für die Arbeit mit den Sumpfschildkröten vor. Bitte nehmen Sie umgehend mit uns Kontakt auf, sollten Sie eine Sumpfschildkröte sehen.

 


Aktuelles von der NAJU-Gruppe Neustadt

Wäscheleine mit Wünschen und Vorschlägen der NAJU-Aktiven. Foto: Elke Schemel
Wäscheleine mit Wünschen und Vorschlägen der NAJU-Aktiven. Foto: Elke Schemel

Juni  2021 - Im April stand fest, dass der NAJU-Garten in Königsbach soweit vorbereitet ist und die NAJU Gruppe loslegen kann, sobald es Corona erlaubt.

 

Aber die Natur wartet nicht und die Ideen und Wünsche sind nur so gesprudelt. Deshalb fanden eine Reihe von Aktionen statt. Zu zweit oder zu dritt, immer unter Beachtung der Corona-Regeln und immer im Freien.

 

 

 

 

 

 

Das wurde bisher umgesetzt:

  • Anlegen eines Trockenbeets
  • Zählaktion bei der Stunde der Gartenvögel
  • Teilnahme an der Steinkauzberingung
  • Tierbeobachtungen
  • Müll sammeln

....und vieles mehr! Zahlreiche weitere tolle Projekte sind in Planung. Mit den neuen Corona Bedingungen können vier weitere neue NAJU Aktivist*Innen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren mitmachen. Bei Interesse einfach melden unter naju-jugend@nabu-nw.de. Weitere Infos gibt es unter https://www.nabu-nw.de/aktuelle-meldungen/2021-06-14/.


Hier sind Schwalben willkommen!

Herr Müller mit der Urkunde und der Schwalbenplakette. Im Hintergrund erkennt man die Schwalbennester. (Foto: Friederike Siemer)
Herr Müller mit der Urkunde und der Schwalbenplakette. Im Hintergrund erkennt man die Schwalbennester. (Foto: Friederike Siemer)

 Mai 2021 - Familie Müller aus Landau-Nußdorf hat die NABU-Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ erhalten. An der Scheune neben der Buchbinderei brüten bereits seit 10 Jahren bis zu fünf Mehlschwalben-Paare. Die Plakette soll zukünftig darauf aufmerksam machen, wie wichtig der geschaffene Lebensraum für die bedrohten Vögel ist und was jeder Einzelne zum Schutz der Schwalben unternehmen kann.

 

Schwalben finden heutzutage immer seltener geeignete Nistmöglichkeiten. Aus diesem Grund wissen wir das Engagement von einzelnen Hausbesitzern besonders zu schätzen!

 

Vor 20 Jahren entschied sich Familie Müller, die Schwalben in ihrer Nachbarschaft zu unterstützen und es wurden sechs künstliche Schwalbennester gekauft, die sie an dem ehemaligen Stall neben der Buchbinderei befestigten. Zunächst blieben die Nistplatzangebote ungenutzt. Erst etwa 10 Jahre später zogen mehrere Mehlschwalbenpaare ein. Seither kommen sie jedes Jahr wieder, um ihre Junge im Hof der Buchbinderei großzuziehen.

 


Mai 2021 - Bärbel Walter freute sich sehr über die Auszeichnung des NABU für ihr "schwalbenfreundliches Haus" in Billigheim-Ingenheim. Hans Frech von der NABU-Gruppe Landau-Land überbrachte ihr eine Urkunde sowie die Schwalben-Plakette und eine Nisthilfe für Mehlschwalben. Familie Walter hatte ihr Haus nach der Renovierung mit Nisthilfen bestückt und so die Schwalben wieder angelockt und erneut beheimatet.

 

Unter den Masken wurde gelächelt: "Schwalben bringen Glück"!

 

Die NABU-Koordinationsstelle zum Projekt "Schwalbenfreundliches Haus" nimmt Bewerbungen für eine Schwalben-Plakette entgegen und beantwortet Fragen zum Projekt.

 

Bitte per E-Mail an: schwalben@NABU.de

 


Weißstörche und Strommasten

Helfer bei der Herstellung eines Nestkorbes als Alternative zu Storchennest auf Strommasten
Fotograf: Tobias Koreng; Helfer bei der Herstellung eines Nestkorbes als Alternative zu Storchennest auf Strommasten
April 2021 - In letzter Zeit haben uns zahlreiche Anrufe von Bürgern erreicht, die beobachtet haben, wie Storchennester auf Strommasten abgebaut wurden. Das geschah jedoch durchaus zum Wohl der Tiere. In Ruppertsberg und in Rohrbach hat jeweils ein Storchenpaar einen Strommasten als Brutplatz gewählt. Für die Vögel kann das problematisch werden. Es kann nämlich zu Kurzschlüssen, Nestbränden und Verletzungen der Störche kommen. Um das zu vermeiden, wurden die Nester abgebaut und ihnen stattdessen geeignetere Alternativen in der Nähe angeboten. In Rohrbach brütet das Storchenpaar jetzt auf einer Nisthilfe in der Eisgasse.
In Ruppertsberg gaben sich die engagierten Helfer besonders viel Mühe: Aus Weidenruten wurden Kreise mit einem Durchmesser von 120 cm geflochten. Anschließend erhielten die Nestkörbe mit weißer Farbe einige Sprenkler. Aller Erfahrung nach stehen Störche bei ihrer Nestwahl auf einen gewissen "Used-Look". Zwei Nisthilfen im Osten von Ruppertsberg waren bereits vorhanden und konnten nun mit den neuen Nestkörben für die Störche attraktiver gestaltet werden.
In der Regel nehmen die Weißstörche die Alternativen an, wenn sie bei ihrem ursprünglich ausgewählten Brutplatz keinen Erfolg haben. Es besteht also Hoffnung, dass es in Rohrbach und Ruppertsberg in naher Zukunft Nachwuchs des NABU-Wappentieres geben wird.

Naturspaziergänge zum selber entdecken

Wiesensalbei (Foto: Carmen Schauroth)
Wiesensalbei (Foto: Carmen Schauroth)

Juni 2020 - Dieses Jahr ist vieles anders. Leider können wir nicht die gewohnten Exkursionen in die Natur zu den Vögeln oder in die Wiesen anbieten. Aber vielleicht zieht es Sie alleine oder auch mit der Familie ins Freie und Sie möchten auf Entdeckung gehen? Ulf Janz von der NABU-Gruppe Landau lädt Sie mit bebilderten Wegbeschreibung zu knapp zweistündigen Vogelbeobachtungen ein. Der erste Spaziergang startet an der Fuchsmühle bei Offenbach und führt durch die Queichwiesen. Der zweite beginnt am Westbahnhof Landau und nimmt Sie mit in die Reiterwiesen.

 

Mit Fernglas und Bestimmungsbuch oder einer Vogelbestimmungs-App fürs Handy ausgerüstet,  kann es losgehen.

Die kostenlose NABU-App Vogelwelt ist unter folgendem Link erhältlich: www.NABU.de/vogelwelt

Wichtig: Bitte bleiben Sie unbedingt auf den Wegen und führen Sie Hunde nur an der Leine mit. Denn nur so können Sie scheue Arten beobachten, ohne sie zu gefährden.

 

Beschreibungen zum kostenlosen Download:

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Ausflug in die Queichwiesen.pdf
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Spaziergang Reiterwiesen.pdf
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Natur zuhause erleben und fördern

Naturtipps für die Gartensaison und digitale Narturentdeckungen

April 2020: Bei schönem Wetter fallen die derzeitigen Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie manchen besonders schwer. Doch auch von zu Hause aus lässt sich Natur erleben oder auf dem Balkon oder im Garten sogar selber fördern.

 

Der Frühling ist da und somit beginnt für einige mit den steigenden Temperaturen auch wieder die Gartensaison. Hier lässt sich mit ein paar einfachen Tipps Natur vor der eigenen Haustür schaffen: Ob Nisthilfen für Insekten und Vögel, das Anlegen einer Blumenwiese für Schmetterlinge statt des eintönigen Englischen Rasens, ein Totholzhaufen als Unterschlupf für Igel oder eine kleine Trockenmauer für Eidechse und Co. – Naturschutz findet auch im kleinsten Garten oder Balkon ein Plätzchen. Mit den ersten Sonnenstrahlen gehen auch immer mehr Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten in den Gärten auf Nahrungssuche. Durch den Einsatz von heimischen Stauden und Gehölzen wie Wiesensalbei, Natternkopf und Hunds- oder Essigrose kann diesen ein wahres Nektar- und Pollenbuffet geboten werden. Aber standortgerechte heimische Gehölze und Stauden bieten noch andere Vorteile. Sie brauchen keinen Dünger oder Pflanzenschutzmittel, da sie an unser Klima angepasst sind. Achtet man dann beim Kauf der Blumenerde noch darauf, dass diese keinen Torf enthält, steht einem gift- und torffreien Naturgarten nichts mehr im Wege.

 

Die Natur im Frühling kann aber auch digital entdeckt werden – ganz ohne die Wohnung oder das Haus zu verlassen. Der NABU bietet dafür zahlreiche kostenfreie Angebote auf seinen Internetseiten. So kann man spielerisch die häufigsten Gartenvögel kennenlernen oder mit dem Insektentrainer Tagpfauenauge, Florfliege, Holzbiene und Co. bestimmen. Mit der NABU-Vogeluhr erfahren Naturfreund*innen, welcher Vogel morgens wann zu hören ist – und man kann sein neues Wissen gleich auf dem eigenen Balkon oder am Fenster überprüfen (zu finden unter https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/natur-erleben/27778.html).

 

Mit Kindern ist die lange Zeit in den eigenen vier Wänden besonders herausfordernd, zudem auch Kitas und Schulen geschlossen sind. Hier sagen die Kinderseiten "NAJUversum" (zu finden unter https://www.najuversum.de/) mit Podcasts und Videos sowie tollen Experimenten zum Nachmachen der Langeweile den Kampf an.

Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich Nistkästen aus ungehobeltem Holz leicht selber bauen. Foto: Carmen Schauroth
Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich Nistkästen aus ungehobeltem Holz leicht selber bauen. Foto: Carmen Schauroth
Nisthilfen für Wildbienen, z.B. aus Bambusstängeln werden im Frühling von den kleinen Nützlingen gerne angenommen. Foto: Carmen Schauroth
Nisthilfen für Wildbienen, z.B. aus Bambusstängeln werden im Frühling von den kleinen Nützlingen gerne angenommen. Foto: Carmen Schauroth
Jetzt ist eine gute Zeit, um Tomaten, Sonnenblumen oder einheimische Stauden vorzuzuziehen. Das macht auch Kindern Spaß. Foto: Sebastian Hennigs
Jetzt ist eine gute Zeit, um Tomaten, Sonnenblumen oder einheimische Stauden vorzuzuziehen. Das macht auch Kindern Spaß. Foto: Sebastian Hennigs


Artenschutz auf einem Quadratmeter

Aktualisierte Bauanleitung für einen Lebensturm

In unserer aufgeräumten Kulturlandschaft fehlt es oftmals an geeigneten Lebensräumen für unsere einheimische Tierwelt. Wer der Natur etwas Gutes tun will, kann mit Nisthilfen und einem naturnahen Garten im eigenen Umfeld Abhilfe schaffen. Selbst auf kleinster Fläche ist es möglich, einer Vielzahl von Tieren Unterschlupf und Nistmöglichkeiten zu bieten, zum Beispiel mit einem Lebensturm. Hierfür wird eine Grundfläche von nur einem Quadratmeter benötigt. In den verschiedenen Stockwerken finden Insekten, Vögel, Fledermäuse, Igel und Eidechsen ein Zuhause. Unsere Bauanleitung hat nun ein Update erfahren und wurde aktuellen Erkenntnissen angepasst:

Download
Bauanleitung Lebensturm 2020
Lebensturm.pdf
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