Wer braucht was?

Bienen, Hummeln und Schmetterlinge

Foto: NABU / Kathy Büscher
Foto: NABU / Kathy Büscher

Blütenbesuchende Insekten freuen sich über eine bunte Wiese oder ein Staudenbeet mit nektar- und pollenreichen einheimischen Blumen und Kräutern. Aber auch Obstgehölze und blühende Heckensträucher locken Insekten an. Wenn nicht nur im Sommer, sondern auch schon im zeitigen Frühjahr und noch im Herbst etwas blüht, finden Bienen und Schmetterlinge durchgängig genug Nahrung. Achten Sie darauf, nur ungefüllte Blüten zu verwenden.
Eine Wildbienen-Nisthilfe ist ein schöner Beobachtungsplatz. Sie sollte an einer sonnigen Stelle aufgehängt werden. Tipps zum Selberbauen von Insekten-Nisthilfen finden Sie zum Beispiel hier
Viele Insekten brauchen Totholz. Stapeln Sie alte Äste und morsches Holz in einer Ecke auf. Rasch werden sich dort zahlreiche kleine Tiere einfinden.
Wer Schmetterlinge will, sollte auch an die Futterpflanzen der Raupen denken. Einer verwilderte Ecke mit Brennnesseln, Disteln und anderen "Unkräutern" ist eine geeignete Kinderstube für viele Falter-Arten.


Vögel

Heckenbraunelle, Foto: NABU / Kerstin Kleinke
Heckenbraunelle, Foto: NABU / Kerstin Kleinke

Vögel lieben Hecken zum Brüten und Verstecken. Wenn es sich dabei um beerentragende einheimische Sträucher handelt, finden sie im Herbst dort sogar noch Nahrung. Bäume werden von Vögeln gerne als Singwarte genutzt. Meisen sammeln kleine Insekten von den Blättern und brüten in den Höhlen alter Apfelbäume. Ist dafür im Garten kein Platz, kann als Ersatz ein Nistkasten aufgehängt werden. Bauanleitungen für Nistkästen finden Sie hierEinheimische Stauden, die im Sommer mit ihren Blüten Insekten anlocken, bieten im Herbst und Winter Samen für Stieglitze.


Igel

Foto: NABU / Andreas Bobanac
Foto: NABU / Andreas Bobanac

Auch Igel verstecken sich tagsüber gerne in einer dichten Hecke. Manchmal bauen sie ihr Nest auch in einem Holzstapel, im Komposthaufen oder im Gerätehäuschen. In der Abenddämmerung und nachts machen sie sich auf die Suche nach Nahrung. Regenwürmer, Laufkäfer, Schnecken und Spinnen mögen sie besonders gerne. Diese finden sie in einer bunten Wiese, unter liegengebliebenem Laub und im Gebüsch. Als Winterquartier können Sie den niedlichen Stachelhäutern einen Reisig-Laub-Haufen anbieten. Ein durchlässiger Zaun hilft Igeln bei ihren Wanderungen. Verzichten Sie auf Laubsauger, Motorsense und Schneckenkorn. Sie sind eine große Gefahr für Igel.


Fledermäuse

Graues Langohr, Foto: NABU / Dietmar Nill
Graues Langohr, Foto: NABU / Dietmar Nill

Unsere einheimischen Fledermäuse sind nachtaktiv und ernähren sich ausschließlich von Insekten. Diese spüren sie im Dunkeln mittels Echortung auf. Mit nachts blühenden nektarreichen Blütenpflanzen locken Sie Nachtfalter und andere Insekten in Ihren Garten – und damit auch die Fledermäuse. Pflanzen für den Fledermausgarten sind z.B.: Gewöhnliche Nachtkerze, Weiße Lichtnelke, Rote Lichtnelke, Nickendes Leimkraut, Waldgeißblatt, Echtes Geißblatt, Gewöhnliches Seifenkraut, Gemeine Nachtviole, Ausdauerndes Silberblatt und Schmalblättriges Weidenröschen.
Ein alter Baum mit natürlichen Höhlen ist ein attraktives Fledermaus-Quartier. Wo keine Höhlenbäume vorhanden sind, stellen Fledermauskästen aus Holz oder Holzbeton eine gute Alternative dar. Eine Bauanleitung finden Sie hier


Frösche, Molche und Kröten

Bergmolch, Foto: NABU / Kathy Büscher
Bergmolch, Foto: NABU / Kathy Büscher

Amphibien halten sich sowohl im Wasser als auch an Land auf. Ein Gartenteich bietet ihnen ein Zuhause, das auch von Libellen, Wasserkäfern und Wasserläufern gerne angenommen wird. Für Fische sind die meisten Gartenteiche zu klein und damit nicht artgerecht. Außerdem fressen Fische Amphibienlaich. An Land verstecken sich Amphibien gerne in Trockenmauern aus unverfugten Steinen oder in Lesesteinhaufen. Amphibien reagieren besonders empfindlich auf Pestizide und Düngergranulat.
Bauanleitungen für Gartenteich, Trockenmauer und Lesesteinhaufen finden Sie hier


Eidechsen

Zauneidechse, Foto: NABU / Kerstin Kleinke
Zauneidechse, Foto: NABU / Kerstin Kleinke

Eidechsen gehören zu den Reptilien. Genau wie ihre nächsten Verwandten, die Schlangen und Schildkröten, sind sie wechselwarm. Das heißt, ihre Körpertemperatur entspricht der Umgebungstempertur. Bei niedrigen Temperaturen sind sie weniger aktiv. Um sich aufzuwärmen suchen sie gezielt sonnige Plätze auf. Auf den warmen Steinen einer Trockenmauer oder einen Lesesteinhaufens lassen sie sich gut beobachten. Wenn Gefahr droht, verstecken sie sich blitzschnell in den Fugen und Hohlräumen.