NABU Neustadt/Weinstraße e.V.

Aktiv für die Region

Mauersegler (Foto: NABU)
Mauersegler (Foto: NABU)

Die NABU-Gruppe Neustadt/Weinstraße wurde im November 2006 gegründet. Schwerpunkte unserer Arbeit sind bislang Schutz und Pflege von Natur und Landschaft im Rahmen von gemeinschaftlichen Arbeitseinsätzen sowie Umweltbildung. Wir betreuen mehrere Grundstücke, die im Besitz des NABU oder gepachtet sind. Sie werden nach ökologischen Gesichtspunkten gestaltet und gepflegt. Wirkungsvoller Naturschutz darf nicht auf Schutzgebiete beschränkt bleiben, sondern muß flächendeckend betrieben werden. Wir engagieren uns deshalb auch auf anderen Flächen, z.B. im Auftrag der Stadt Neustadt. Als noch junge Ortsgruppe wollen wir mittel- bis langfristig auch einige Schwerpunkte im Artenschutz setzen.

 

 


Das Geinsheimer Wasserprojekt

Foto: Clement Heber
Foto: Clement Heber

 Das Naturschutz-Bewässerungsprojekt in Neustadt / Geinsheim ist das erste Großprojekt, das die Neustadter NABU-Gruppe umgesetzt hat. Im  Rahmen des von Bund und Ländern geförderten Projektes „Lebensader Oberrhein – Naturvielfalt von nass bis trocken“ wurde ein altes Grabensystem der ehemaligen Wiesenbewässerungsgenossenschaft Geinsheim wiederbelebt.

 

Der NABU Neustadt arbeitet seit 2006 daran, den südlich des Speyerbachs gelegenen ca. 5 km langen Bereich zwischen Fronmühle und Aumühle wieder stabil mit Wasser zu versorgen.  Schritt für Schritt wurde in Absprache mit den örtlichen Genehmigungsbehörden im ehemaligen Grabensystem Probebetriebe gestartet. In  2013 konnte dann mit der Umsetzung des Projektes „Lebensader Oberrhein“  erstmals wieder dauerhaft Wasser in die alte Kulturlandschaft  und in ehemalige Feuchtgebiete fließen. Jährlich können jetzt mehr als 500 Millionen Liter Wasser ins Grabensystem geleitet werden. Feuchtgebiete konnten damit erhalten oder reaktiviert sowie  Restbestände von Erlensumpf- und Bruchwäldern abgesichert werden. Das Grabensystem bietet zudem gute Bedingungen für Kleinfischarten, wie den stark bedrohten Schlammpeitzger.

 

Ein wichtiger Meilenstein war der Kauf einer ca. 35 Hektar großen Fläche südlich der B39 am Ostrand von Geinsheim durch den NABU Rheinland-Pfalz, die seit 2018 den Namen „Geinsheimer Gänsbuckel“ trägt. Das Gelände ist Vogelschutz und Flora-Fauna-Habitat-Gebiet und liegt im festgesetzten Überschwemmungsgebiet. Hier befindet sich eine ca. 30 Hektar große zusammenhänge Fläche, in der Neustadter Naturschutzverbände  wie die GNOR, BUND und NABU schon seit vielen Jahren, z.B. mit der Anlage von Tümpeln, viel für den Artenschutz geleistet haben. Dieses Gelände wird jetzt regelmäßig von Februar bis Juni teilweise überflutet und anschließend trocken fallen gelassen. Das sind ideale Bedingungen für Auenamphibien wie Kammmolch, Laubfrosch und Moorfrosch.  Die Wiesen werden extensiv bewirtschaftet: nach dem Abzug des Wassers  wird gemäht und anschließend mit Angusrindern beweidet.

 

Inzwischen haben sich zahlreiche, den Bedingungen angepasste Insektenarten eingefunden, insbesondere viele Libellenarten. Typische Vogelarten der Röhrichte und Feuchtgebiete von Weißstorch bis Zwergtaucher nutzen das Gebiet als Brutplatz, zur Nahrungssuche oder als Rastplatz beim Zug in die Brut- oder Winterquartiere .

Download
Flyer_Geinsheim_141120_final_web.pdf
Adobe Acrobat Dokument 829.1 KB
Download
projekt_speyerbach_landesverband.pdf
Adobe Acrobat Dokument 962.5 KB


Ansprechpartner

Martin Grund

Tel.: 06321-3552701

E-Mail: NABU.Neustadt-Weinstrasse[at]NABU-RLP.de

Wolfram Husemann
Tel.: 06321-6008910